Gigaset GS280

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Display5,7 Zoll (18:9 Format) 2160 x 1080 Pixel (Full HD plus), Pixeldichte beträgt 423 ppi
CPUQualcomm Octa-Core, Snapdragon430, 64bit, 8x 1.40 GHz Cortex-A53 / GPU: Adreno 505
RAM3 GB
Speicher
32 GB (mit microSD bis zu 256 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 8.1 „Oreo“
KameraHaupt-Kamera: 16MP f/2.0 Blende; Dual-Tone-LED-Blitz
Front-Kamera: 13 Megapixel
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku5.000 mAh nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4 &5 GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS, Beido
Abmessungen (LxBxH)152,6 mm x 73,7 mm x 9,2 mm
Gewicht174 Gramm
LieferumfangGigaset GS280
18 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
SIM-Karten Tool
In-Ear Kopfhörer
Bedienungsanleitung

Performance

Gigaset setzt beim GS280 auf den Mittelklasse CPU Snapdragon 430 aus dem Hause Qualcomm. Dieser Prozessor wurde bereits im Februar 2016 vorgestellt und ist daher nicht mehr gerade der jüngste. Dieser kommt mit insgesamt acht A53-Kernen daher, welche jeweils mit maximal 1,4 GHz getaktet werden. Zwar handelt es sich um einen 64-Bit CPU, jedoch wurde dieser im 28 nm Verfahren hergestellt. Unterstützt wird der Prozessor von einem 3 GByte großen RAM und einem GPU (Grafikchip) Adreno 505. Beim Speicher stehen für den geforderten Preis akzeptable 32 GByte zur Verfügung. Wer mehr benötigt, kann in den SIM-Karten-Slot eine micro-SD-Speicherkarte mit einer Größe von max. 256 GByte einsetzen.

Beim internen 32 GByte Speicher handelt es sich um einen älteren. Daher erreicht dieser bei der Lese und Schreibgeschwindigkeit keine überraschend hohe Werte, doch dies kann man sich angesichts des Preises denken. Zudem reicht die Geschwindigkeit für die Zielgruppe der Gigaset-Geräte, welche keine allzu großen Werte auf ein rasant schnelles Smartphone legt problemlos aus. Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben fast 106 MB/s und beim Lesen 290 MB/s.

Für die Alltäglichen aufgaben wie z. B. Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen, ist die Leistung des Mittelklasse-Prozessors absolut ausreichend. Bei aufwendigen 3D-Games kommt das Gigaset GS280 jedoch logischerweise an seine Rechenleistung, denn dafür ist der verbaute CPU, RAM und GPU einfach zu schwach bestückt. Hier muss man dann eben mit einem weniger flüssigen Spiel leben und die grafischen Details sind natürlich ebenfalls heruntergesetzt. Normale nicht allzu anspruchsvolle Games laufen jedoch ohne Probleme.

So viel zu den technischen Daten und meiner Einschätzung der Rechenleistung in meinem Alltagstest. Doch einige legen hier natürlich Wert auf die Zahlen einiger Benchmark Test  und daher schauen wir uns diese wie gewohnt ebenfalls an. 

Bei Antutu konnte das Gigaset GS280 einen Wert von 59.997 erreichen und bei Geekbench 4 kam es im Singel-Core Test auf 683 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 2620 Punkte. Somit ist es technisch gesehen etwas besser als das Gigaset GS370 Plus. Bei meinem Testgerät mit 32 GByte Speicher waren übrigens von Werk aus knapp 26 GByte frei zur Verfügung.

(Performance: 3 von 5 Punkten)

Display

Beim Display setzt Gigaset wie bereits eingangs erwähnt auf ein 5,7 Zoll große IPS-Display, mit einer Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixeln und einer Pixeldichte von 423 ppi. Dies entspricht einer Auflösung von, Full-HD+ und ist daher deutlich schärfer als bei den bisherigen von mir getesteten Smartphones aus dem Hause Gigaset. Der Formfaktor liegt weiterhin bei einem Wert von 18:9 und der Screen-to-Body-Ratio wert liegt bei 74,8 %. Dieser Wert gibt an, wie viel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist.

Die maximale Helligkeit des Displays wurde zwar von 400 cd/m2 (Gigaset GS370 Plus) auf 450 cd/m2 verbessert. Doch dies ist immer noch kein allzu hoher Wert im Vergleich zu einigen anderen Mittelklasse-Smartphones. Im Alltag reicht die Helligkeit zwar im Indoor-Einsatz und im Schatten aus, geht man jedoch ins direkte Licht, wird einem einfach bewusst, wie gering die Helligkeit dennoch ist. Hier wird es sehr schnell etwas schwieriger, alles vernünftig auf dem Display zu erkennen, da zudem das Display im Freien etwas zu sehr spiegelt.

Die dargestellten Farben des IPS-Panel kann ich als sehr ordentlich bezeichnen und die Farben sind ausreichend kräftig dargestellt. Der Kontrast ist ebenfalls ok, kann jedoch logischerweise nicht mit einem OLED-Display mithalten. Die Blickwinkelstabilität ist wiederum ebenfalls gut, neigt man das Gerät jedoch zu sehr, dann sind minimale Farbveränderungen feststellbar. Diese zeigen sich je nach Betrachtungswinkel durch einen leichten blau-/ und Gelb-Stich.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Im Gigaset Gs280 hat man nun wieder den großen 5.000 mAh Akku verbaut. Zwischenzeitlich hat Gigaset in den Geräten nämlich auch kleinere Akkus mit 3.000 mAh Akku verbaut. Mit 5.000 mAh gehört das GS280 zu den sehr gut ausgestatteten Geräten, schließlich haben die meisten Geräte eine Akkukapazität zischen 3.000 – 4.200 mAh. Alles was darüber liegt, kommt eher selten vor.

Das Besondere beim Gigaset GS280 ist jedoch, dass man diesem die hohe Akkuleistung weder beim Ansehen, noch beim in der Hand halten, anmerkt. Daher ist es zwar dick, aber nicht auffällig dick, sodass es sofort logisch wäre, dass hier ein 5.000 mAh Akku verbaut wäre. Des Weiteren ist es vom Gewicht nicht sonderlich schwerer als andere Geräte.

Doch wie lange hält der Akku im Alltag zeitlich gesehen durch, dies habe ich natürlich ebenfalls getestet. Im kam mit einer vollen Aufladung gut drei Tage aus, ehe ich das Gerät wieder via USB-Typ-C Ladekabel und dem 18 Watt Netzteil aufladen musste. Dank Schnellladefunktion, ist das Gerät trotz des riesigen Akkus in knapp zweieinhalb Stunden wieder auf 100 % aufgeladen.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Gigaset GS280 wurde lediglich eine Hauptkamera mit 16 Megapixeln und einer Blende von f/2.0 verbaut. Wäre hier eine Dual-Kamera erwartet, muss ich leider enttäuschen, denn diese gibt es hier leider nicht. Die Auflösung der Kamera mit 16 Megapixeln ist überraschend hoch, den bei sonstigen Geräten in dieser Preisklasse setzen die Hersteller sonst oftmals auf 12 oder 13 Megapixeln. Die Blende von f/2.0 wiederum, ist für die heutige Zeit, in der es bereits Kameras mit f/1.6 usw. gibt, eher als schwächer einzustufen.

Neben der Hauptkamera befindet sich noch ein DualTone-LED-Blitz, welcher je nach Helligkeit automatisch zugeschaltet wird, oder auch einfach manuell zugeschaltet werden kann. Als Fokus ist ein Phase-Detection-Autofokus (PDAF) integriert, welcher durch Phasenvergleich die richtige Objektivposition errechnet. Leider ist bei der Hauptkamera erneut kein optischer Bildstabilisator verbaut. Hier ist nämlich lediglich ein elektronischer Bildstabilisator (EIS) integriert.

Schon alleine die Blende der Kamera sagt für mich persönlich aus, dass es sich hierbei wohl eher um eine Kameralinse handelt, welche ihre „stärken“ beim schönen (sonnigen) und hellen Tagen zeigt. Doch natürlich zeigt sich die Qualität der Bilder erst bei einigen Testaufnahmen bei verschiedenen Helligkeiten und Motiven. Wie üblich habe ich die Bilder im Standard-Modus geknipst, da die meisten dies im Regelfall ebenfalls so machen werden. 

Die Bilder können mich bei gutem Licht mit sehr guten Farben und einer zufriedenstellenden Bildschärfe, sowie Dynamik überzeugen. Jedoch variiert diese Qualität etwas, sodass ich nach einigen geknipsten Bildern festgestellt habe, dass wenn die Software der Kamera, HDR zuschaltet, die Bilder am besten sind. Da ich jedoch den Automatik-Modus, so wie dieser von Werk aus eingestellt ist, genutzt habe, hat diesen die Kamera bzw. die Software automatisch aktiviert oder eben nicht. 

Bei Tageslicht sind die Bilder somit mit aktiviertem HDR besser als ohne HDR, da dadurch die sonst etwas schlechtere Dynamik der Fotos deutlich aufgewertet wird. Ein sonst gelegentlich vorkommender Effekt, wie man diesen z. B. von den ersten Smartphones mit HDR kennt, bei denen das Bild sehr überarbeitet wirkt, entsteht dabei jedoch glücklicherweise nicht.

Das aktiveren des HDR-Modus bringt jedoch einen minimalen Nachteil mit sich, mit dem ich persönlich jedoch aufgrund der deutlich besseren Bilder leben kann. Man muss das Smartphone nämlich etwas länger, als ohne ruhig halten, da ansonsten die Bilder durch den fehlenden optischen Bildstabilisator verwackelt aufgenommen werden. Bei schlechtem Licht schneidet das Gigaset GS280 zwar ganz gut ab, aber zu den stärken gehört der Lowlight-Bereich definitiv nicht.

Die Frontkamera löst mit maximal 13 MP auf. Damit gelingen im Großen und Ganzen bei gutem Licht brauchbare Aufnehmen. Jedoch hat die Frontkamera etwas zu sehr Probleme, die verschiedenen Helligkeitsstufen zu erkennen, sodass es bei den Fotos dazu kommt, dass vor allem der dunkle Bereich sehr gleich aussieht. Was zur Folge hat, dass man hier keine wirklichen Kanten und Details mehr wahrnehmen kann.

Videos können mit dem Gigaset GS280 mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt wie Slow-Motion aufnahmen.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Das GS280 liefert Gigaset mit Android Oreo in der Version 8.1 zum Kunden. Der auf meinem Testgerät installierte Sicherheitspatch stammt vom Februar 2019 und ist daher auch nicht mehr wirklich der aktuellste. 

Wie bereits bei den bisher von mir getestet Gigaset Smartphones, halten sich die bereits vorinstallierten Apps in Grenzen. Standardmäßig sind hier Apps wie z. B. eine Hilfe-, und eine Gigaset-entdecken-App (Werbe-App) vorinstalliert. Diese können bei Bedarf aber ganz einfach deinstalliert werden.

Wer unter euch vorhat, mit dem Gigaset GS280 Filme unterwegs via Netflix oder Amazon Prime zu streamen, muss ich jedoch vorwarnen. Trotz Full-HD+ Auflösung, wird nämlich keine Wiedergabe von Full-HD Inhalten unterstützt. Hier muss man sich aufgrund der fehlenden DRM Widevine L1 Zertifizierung mit einer niedrigeren Auflösung zurecht geben, den mit der L3 Zertifizierung ist dies leider nicht möglich.

Das System startet aufgrund der etwas schwächeren Ausstattung nicht gerade schnell, hält sich jedoch im Vergleich zu iOS-Devices und manch anderen Android-Smartphones auf einem ähnlichen Niveau.

(Software: 4 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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