Jabra Elite 85h

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Kopfhörer-ArtOver-Ear-Kopfhörer
BesonderheitenBluetooth 5.0, NFC, ANC
FarbeTitanium Black, Black, Kupfer-Black, Gold-Beige und Navy
AkkuLaufzeit Bluetooth® . . . . . . . . . bis zu 41 Std. (ohne ANC); bis zu 36 Std. (mit ANC)
Ladezeit: ca. 2,5 Stunden
Schnellladefunktion . . . . . . . . .15-minütige Aufladung, reichen für 5 Stunden Musikwiedergabe
Gewicht300 Gramm
Unterstützte Profile/HSP V1.2 , HFP V1.7, A2DP V1.3, AVRCP V1.6, PBAP V1.1, SPP V1.2
Unterstützte CodecsSBC
Übertragungsbereich10-20.000 Hz
TönerJeweils links und rechts ein 40-mm Treiber
Lieferumfang1x Jabra Elite 85h Over-Ear-Kopfhörer
1x Klinkenkabel
1x USB-Typ-C-Ladekabel
1x Hardcase
Kurzanleitungen

Tragekomfort

Der Tragekomfort des Jabra Elite 85h ist wie bereits unter Design angedeutet sehr gut. Hierfür sorgen die bereits erwähnten weichen Ohrpolster, die ausreichend bemessene Möglichkeit der Kopfbügelverstellung und das Drehgelenk der Ohrmuschelaufhängung.  

Dadurch lässt sich der Jabra Elite 85h quasi an alle erdenklichen Kopfformen und Größen anpassen. Zudem ist die Aussparung der Ohrpolster groß genug, sodass man hier ebenfalls keine Probleme mit den Ohren bekommen sollte. Hier sollte also nichts drücken oder eingequetscht werden.

Wie bei jedem anderen geschlossenen Over-Ear Kopfhörer ist es natürlich aber auch bei den Jabra Elite 85h im Sommer an heißen Tagen schnell etwas unangenehm unter den Kopfhörern. Schließlich geben die Treiber ihre Wärme minimal auch nach innen ab. Daher ist es im Sommer für manch einen idealer ein In-Ear Modell zu tragen. Schließlich sind im allgemeinen Over-Ear Kopfhörer weniger empfehlenswert für warme Tage und den Sport. Doch dies liegt wie so häufig am eigenen Geschmack und den Vorlieben. 

Wichtig bei Over-Ear Kopfhörern ist natürlich für viele unter euch auch, ob diese sich in der Kombination mit einer Brille ebenso gut tragen. Dies trifft bei dem Elite 85h zu, jedoch kann es hier je nach breite der Brillenbügel dazu kommen, dass die Geräuschisolierung etwas geschwächt wird. Da ich meine Kopfhörer beim Nichtgebrauch meistens um den Hals trage, ist für mich natürlich auch wichtig, dass er hier sich ebenfalls gut trägt und nicht drückt. Dies geht beim Jabra Elite 85h zwar aufgrund der fehlenden Touch-Steuerung in Ordnung. Doch aufgrund des Anpressdruckes fängt der Kopfhörer nach einer weile an, am Hals zu drücken. 

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Bisher bin ich nur auf die Anschlüsse näher eingegangen, doch wie versprochen, möchte ich euch nun auch die Bedienung des Jabra Elite 85h näher erklären.

An der linken Ohrmuschel gibt es rückseitig eine kleine Taste. Diese ermöglicht die einfache Navigation durch die Sound-Einstellungen. Zur Auswahl stehen hier ANC-an, ANC-aus und HearThrough. Diese werden hier durch jedes betätigen der Taste durchgeschaltet und von einer Frauenstimme ebenfalls genannt. Gegenüber an der rechten Ohrmuschel gibt es eine weitere Taste mit einem Mikrofon darauf. Diese aktiviert standardmäßig den auf dem Smartphone integrierten Sprachassistenten. Sprich auf einem iPhone Siri und bei allen Android-Geräten den Google Assistant. In der App kann man jedoch auch bestimmen, dass man hierbei mit Alexa reden möchte. Dafür muss man sich aber in der App mit seinem Amazon-Konto einloggen. 

Kommen wir nun zu den Bedientasten. Damit kann man durch das Betätigen der mittleren Multifunktionstaste die Musikwiedergabe starten oder pausieren. Ebenso kann man einen eingehenden Anruf darüber annehmen oder auch am Ende beenden. Möchte man mit einer Person gerade nicht reden, dann genügt es, die Taste zweimal hintereinander zu betätigen. Logischerweise erhöht das Drücken der oberen Taste, welche man an dem erhabenen Punkt zur genauen Erkennung erkennt die Lautstärke und die unter Taste senkt diese ab. Hält man die Taste oben länger als eine Sekunde gedrückt, dann springt man einen Titel vor und das untere Betätigen spielt den soeben wiedergegebenen Titel erneut ab. Durch zweimaliges Drücken des unteren Knopfes wiederum, spring man einen Track zurück.

Die Bedienung ist relativ simple und selbsterklärend aufgebaut, sodass man sich schnell an die unterschiedlichen Funktionen zur Steuerung gewöhnt.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Bei den Treibern setzt Jabra auf die häufig in diesem Preissegment verwendeten 40 mm große Treiber. Der Übertragungsbereich (Frequenzbereich) welchen diese wiedergeben können, soll laut Hersteller bei 10 – 20.000 Hz liegen. Dies wiederum ist etwas besser, als der Durchschnitt, denn im Regelfall sind es 20 – 20.000 Hz. Ob man diesen besseren Frequenzgang jedoch persönlich wahrnimmt, ist bei jedem unterschiedlich und eher selten der Fall, denn ein normales Gehör hört im Schnitt 20 – 20.00 Hz. Für den Klang wiederum ist es durchaus etwas Schade, dass Jabra hier keine besonderen Audio-Codecs wie z. B. aptX oder AAC nutz, sondern lediglich auf den Standard Codec SBC. Das machen viele anderen Hersteller in diesem Preissegment besser und daher könnte dies schon für einige das K.-O-Kriterium sein. Doch lasst mich dennoch meinen persönlichen Eindruck vom Klangbild Beschreiben, denn hier verrate ich euch, ob er dennoch gut klingt und ob ihr dem Jabra Elite 85h dennoch eine Chance geben solltet.

Betrachten möchte ich hier das von Werk eingestellte Klangbild. Schließlich kann man dies in der App noch via 5-Band Equalizer weiter optimieren. Das Klangbild von Hause aus, würde ich als ausgewogen neutral beschreiben, sodass hier auf eine häufig verwendete wärmere Abstimmung verzichtet wurde. Die Staffelung zwischen dem Bassfundament und den Höhen ist Jabra gut gelungen, sodass keinesfalls der Tiefgang des Basses dazu neigt, die Höhen zu übertönen. Etwas dominanter wiederum sind hier die Mitten, was sich vor allem beim Gesang, aber auch beim Telefonieren und Hörbücher anhören, sehr positiv auswirkt. Das Klangbild kann somit gut überzeugen, trotz fehlender hochwertiger Audio-Codecs. Bei einigen Musikgenres konnte ich zum Teil jedoch einen leichten Hall bei den Instrumenten feststellen. 

Beim Telefonieren schneidet der Jabra Elite 85h mit Bravour ab. Hierfür nutzt der Elite 85h nämlich 6 der insgesamt 8 verbauten Mikrofone, wodurch für eine sehr gute Sprachverständlichkeit auf beiden Seiten gesorgt wird. Beim Ansehen von Filmen und Videos über Netflix, Amazon Prime oder Youtube konnte ich zwischen dem Bild und Ton keinen Versatz vorstellen.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Der neue Jabra Elite 85h kommt wie bereits Eingangs des Testberichtes erwähnt mit einer verbauten Aktiv Noise Cancelling-Funktion daher. Dies heißt, dass dieser nicht nur durch seine Polster und sein geschlossenes Gehäuse die Umgebungsgeräusche um einem herum reduziert, sondern zusätzlich durch die verbauten Mikrofone (vier der 8 verbauten). Diese nehmen die äußeren Umgebungsgeräusche auf, und spielen diese phasenversetzt ein. Dadurch wird das Störgeräusch wie z. B. ein Flugzeugtriebwerk oder Motoren deutlich verringert.

Das ANC kann in der „Jabra Sound+“ App in insgesamt vier Szenarien gewählt werden. Zur Auswahl steht hier privat, öffentlich, pendeln und mein Moment. Bei den ersten drei handelt es sich um vordefinierte Modis, während es bei „Mein Moment“ so ist, dass sich hierbei die Abschirmung usw. ganz nach den eigenen Vorlieben angepasst werden kann. Das Aktiv Noise Cancelling arbeitet ganz gut, so reduziert es z. B. den versprochenen Klang von Motoren, Flugzeugtriebwerken auf einem hohen Maß. Autos sind ohne Musik zwar noch leicht hörbar, doch man kann damit deutlich leiser Musik hören, ohne dabei im Stadtverkehr gestört zu werden. Lediglich mit höheren Tönen hat das ANC des Jabra Elite 85h gelegentlich etwas Probleme. Somit kann ich zwar behaupten, dass im ANC weiterhin Bose und Sony etwas die Nase voraushaben, doch preislich ist der Elite 85h wiederum günstiger und dennoch in diesem Bereich ganz gut aufgestellt.

Möchte man vom Umfeld z. B. wenn jemand in der Stadt einen anredet schnell etwas hören, ohne den Kopfhörer abzunehmen, dann kann man direkt die HearThrough-Funktion aktivieren. Dadurch wird die Musiklautstärke etwas abgesenkt und die Außengeräusche verstärkt zu den Ohren durchgelassen. 

Zubehör

Jabra liefert den Elite 85h in einem sehr stabilen und hochwertigen Hardcase aus. In diesem Case lässt sich der Kopfhörer sehr gut verstauen und ist somit perfekt gegen Kratzer und sonstigen Schäden die ohne dieses entstehen könnten bestens geschützt. 

Praktisch ist hier der kleine eingenähte Zettel, der einem zeigt, wie der Kopfhörer darin eingelegt wird. Damit die Ohrmuscheln beim Transport darin nicht aneinander scheuern, befindet sich dazwischen ein Polster. In dessen Zwischenraum lässt sich problemlos das Zubehör (Ladekabel, Klinkenkabel und Flugzeugadapter) verstauen, sodass man diese immer dabei hat. Ok zugeben eine Powerbank oder ein Netzteil sollte man dennoch separat mit sich führen, denn ohne dies bringt einem das Ladekabel nicht viel. Aber im Urlaub oder so, hat man ja eigentlich sowieso immer ein Netzteil fürs Smartphone dabei, welches man hierfür perfekt nutzen kann.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

App

Jabra bietet für sämtliche Kopfhörer egal ob In-Ear oder Over-Ear Modelle, eine App Namens „Jabra Sound+“ kostenlos zum Download an. Prinzipiell kann der Jabra Elite 85h auch ohne die App zum Musikhören genutzt werden, doch den vollen Funktionsumfang erhält man auch hier nur in Verbindung mit der App. Hierfür ist es auch gar nicht nötig, sich zu registrieren oder sonstige Daten anzugeben. 

‎Jabra Sound+
Preis: Kostenlos
Jabra Sound+
Preis: Kostenlos

Nach dem downloaden der App aus dem AppStore, welche sowohl für iOS-Geräte, als auch Android Devices kostenlos zum Download bereitsteht, kann man die App wie gewohnt starten. Anschließend befindet man sich in der Einrichtung des Kopfhörers. Diesen sollte man hierfür natürlich durch das Drehen der Ohrmuscheln zueinander, Einschalten und in den Bluetooth-Einstellungen mit dem Smartphone koppeln. Ist dies erfolgreich gelungen, dann zurück zur App, wo man nun eine Einführung in die Bedienung des Jabra Elite 85h bekommt. Daher wird hier nun erklärt, für was die Bedientasten sind usw.  

Anschließend befindet man sich auf der Startseite der App. Die auch „Momente“ genannt wird. Hier kann man neben den verschiedenen ANC-Modis auch den 5-Band Equalizer und aus fertigen Musik-Voreinstellungen wählen. Zudem kann man hier die hinzuschaltbare Smartsound-Technologie Aktiveren. Diese analysiert anhand der Mikrofone die Umgebungsgeräusche und passt dabei die ANC-Stufe automatisch dem Umgebungslärm an. Dies funktioniert zwar nicht vollkommen fehlerfrei, doch kann im Test dennoch überraschen. Im zweiten Reiter geht es um das „Entdecken“ hier wird einem z. B. angezeigt, ob es ein Firmwareupdate für die Kopfhörer gibt, oder man kann die Kopfhörer nach einer Registrierung hier jederzeit orten.

Unter dem Punkt „Über“ kann man wiederum einige weitere Einstellungen ändern und das Benutzerhandbuch oder die Kurzanleitung einsehen.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Beim Elite 85h hat Jabra einen Bluetooth 5.0 Chip integriert, welcher eine Mehrfachverbindung (8 Geräte), bzw. mit zwei Geräten gleichzeitig ermöglicht. Die Kopplung via Bluetooth ist wie üblich nicht sonderlich schwer und daher in wenigen Sekunden bzw. auf jeden Fall unter einer Minute erledigt. Beim ersten Einschalten befindet sich der Jabra Elite 85h eigentlich wie jeder andere Kopfhörer auch automatisch im Pairing-Modus. Daher ist das Ganze sowieso noch einfacher gehalten, doch selbst wenn nicht, ist dies total easy.

Einfach den Kopfhörer Einschalten, indem man die Ohrmuscheln so dreht, dass diese zueinander zeigen, und schon ist der Kopfhörer eingeschaltet. Nun sollte die Status-LED blau aufblinken, was bestätigt, dass sich der Kopfhörer im gewünschten Modus befindet. Nun nur noch in den Bluetooth-Einstellungen am Smartphone die Kopfhörer mit der Bezeichnung „Elite 85h“ suchen und auswählen. Anschließend sollten sich die beiden Gerät innerhalb kurzer Zeit miteinander verbinden.

Bei der max. Reichweite gibt Jabra die üblichen 10 Meter an. Ich kam im Test jedoch auch zum Teil auf knapp 11 Meter. Indoor waren es wiederum knapp 9 Meter, doch hier hängt die Reichweite natürlich ebenfalls von den Gegebenheiten der Wände usw. ab. 

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der verbaute Akku im Jabra Elite 85h gehört aktuell zu einer der besten. Schließlich ermöglicht dieser eine Top Akkulaufzeit von bis zu 36 Stunden mit aktiviertem Noise-Cancelling. Ohne ANC sind es wiederum 5 Stunden mehr und somit bis zu 41 Stunden.

Natürlich ist es von Nutzer zu Nutzer etwas unterschiedlich, wie lange der Akku am Ende wirklich durchhält. Schließlich hört jeder unterschiedlich laut Musik, nutzt das ANC unterschiedlich, was eine wichtige Rolle bei der Laufzeit spielt. Schließlich verbraucht ANC aufgrund des ständigen messen und erzeugen des dementsprechenden Gegenphasigen-Signals relativ viel Strom.  

In meinem Testzeitraum von knapp 3 Wochen habe ich den Jabra Elite 85h immer wieder genutzt, jedoch ganz klar niemals 36 Stunden am Stück. Da müsste ich diesen ja sogar im Schlaf aufhaben. Daher kann ich hier nur, meine gesamte Laufzeit, die sich aus mehreren Tagen zusammensetzt, zusammenrechnen. Man kommt nach meinen Erfahrungswerten ganz gut an den von Jabra angegebenen Wert ran. Ich habe den Elite 85h fast ausschließlich mit ANC genutzt und hab somit bei etwa 60-70 % der maximalen Lautstärke eine Laufzeit von etwa 34 Stunden erreicht. Dies ist immer noch ein extrem guter Wert, denn somit kann man z. B. wenn man stolze 3 Stunden am Tag Musik hört den Kopfhörer gut 11 Tage am Stück nutzen, ehe man diese so langsam wieder aufladen sollte.

Apropos aufladen, hier setzt Jabra auf den aktuellen USB-Typ-C Ladeanschluss. Dieser ermöglicht eine Schnellladefunktion, sodass der Elite 85h bereits nach 15 Minuten wieder für 5 Stunden Musikwiedergabe bereit sein soll. Für eine volle Aufladung wiederum benötigt man knapp 150 Minuten. Nutzt man den Kopfhörer nicht, bzw. wird diesem keine Musik zugespielt, dann schaltet dieser sich automatisch nach knapp einer Stunde aus. Ebenso erkennt dieser anhand Sensoren in der Innenseite, ob er getragen wird oder nicht. Daher wird die Musik pausiert, sobald man den Kopfhörer von den Ohren nimmt. Das Ausschalten wiederum wird einfach durch das Flache eindrehen der Ohrmuscheln durchgeführt. Dies trägt soweit alles zu einer komfortablen Bedingung und möglichst langen Akkulaufzeit bei. 

(Akku: 5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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