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Aqara Türklingel-Kamera G400

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ProdukttypSmarte Video-Türklingel
Kameraauflösung2K
Sichtfeld165° Ultraweitwinkel
Bildformat3:4 (Kopf-bis-Fuß-Ansicht)
NachtsichtSchwarz-Weiß-Nachtsicht mit nahezu unsichtbaren 940-nm-Infrarot-LEDs
KI-FunktionenPersonen-, Fahrzeug- und Paketerkennung, Bewegungszonen
AudioZwei-Wege-Audio mit Geräuschunterdrückung
SpeichermicroSD-Karte, NAS, HomeKit Secure Video
InstallationPoE oder 8–24 V AC/DC Klingelverkabelung
Smart-HomeApple HomeKit Secure Video, Alexa, Google Home, SmartThings, Home Assistant (RTSP)
Schutzklasse

P65
MaterialUV- und witterungsbeständiges Kunststoffgehäuse
AbmessungenTürklingel: 140,97 × 52,97 × 32,4 mm
Chime: 60,42 × 60 × 23 mm
Gewichtetwa 163 g
LieferumfangAqara Doorbell Camera G400
Chime (Innen-Gong)
Montageplatte
15°-Keilhalterung
Schrauben- und Dübelset
Verlängerungskabel-Set
USB-C-Kabel (für den Chime)
Bohrschablone
Entnahmestift
2× Dichtungsstopfen
Benutzerhandbuch / Kurzanleitung
Technische Daten der Aqara Türklingel-Kamera G400

Einrichtung & Installation

Einer der wichtigsten Punkte bei einer smarten Video-Türklingel ist die Inbetriebnahme. Schließlich nützt die beste Ausstattung wenig, wenn bereits die Installation zur Geduldsprobe wird. Glücklicherweise zeigt sich die Aqara Türklingel-Kamera G400 hier von ihrer benutzerfreundlichen Seite.

Bereits nach dem Start der Aqara Home App wird man Schritt für Schritt durch den gesamten Einrichtungsprozess geführt. Sämtliche Schritte sind verständlich erklärt und mit passenden Grafiken ergänzt, sodass auch Nutzer ohne große Smart-Home-Erfahrung problemlos zurechtkommen. Während unseres Tests mussten wir an keiner Stelle rätseln, wie es weitergeht, die App nimmt den Nutzer praktisch an die Hand und führt sicher durch die komplette Einrichtung.

Auch die Montage selbst gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Im Lieferumfang befinden sich gleich zwei verschiedene Montagehalterungen. Neben einer geraden Halterung legt Aqara zusätzlich einen angewinkelten Keil bei. Dieser ist besonders praktisch, wenn sich die Türklingel aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht optimal gerade montieren lässt und der Erfassungsbereich entsprechend angepasst werden soll.

Für zusätzlichen Halt befindet sich auf der Rückseite der Montagehalterung bereits eine vormontierte 3M-Klebefläche. Dadurch kann die Halterung vor dem Verschrauben fixiert werden oder, je nach Untergrund sogar ausschließlich mit der Klebefläche befestigt werden. Wir empfehlen dennoch die Verschraubung, da diese insbesondere im Außenbereich die dauerhaft sicherere Lösung darstellt.

Die eigentliche Installation war in unserem Test inklusive Bohren der Befestigungslöcher nach rund zehn Minutenabgeschlossen. Damit gehört die G400 definitiv zu den unkomplizierteren Vertretern ihrer Klasse.

Nach der Montage genügt ein Scan des auf der Rückseite der Türklingel angebrachten QR-Codes, damit die Aqara Home App das Gerät automatisch erkennt. In unserem Test funktionierte dieser Vorgang auf Anhieb. Bereits wenige Sekunden später wurde die G400 gefunden und konnte ohne weitere Eingaben eingerichtet werden.

Direkt im Anschluss überprüfte die App automatisch, ob eine neue Firmware verfügbar ist. Tatsächlich stand unmittelbar nach der Ersteinrichtung ein Update bereit, das sich mit wenigen Fingertipps installieren ließ. Positiv fiel dabei auf, dass der gesamte Vorgang transparent dargestellt wurde und nach kurzer Zeit erfolgreich abgeschlossen war. Es empfiehlt sich, diesen Schritt direkt zu Beginn durchzuführen, da Aqara regelmäßig Verbesserungen und Fehlerbehebungen bereitstellt.

Auch bei der Netzwerkverbindung gab es keinerlei Probleme. Die Verbindung zum WLAN wurde sofort hergestellt und blieb während unseres gesamten Testzeitraums stabil. Verbindungsabbrüche oder eine erneute Kopplung waren nicht erforderlich.

Im Anschluss haben wir die G400 zusätzlich in Apple Home eingebunden. Auch dieser Schritt verlief problemlos und war innerhalb weniger Minuten erledigt. Dadurch stand uns anschließend HomeKit Secure Video zur Verfügung, sodass Aufnahmen sicher in der iCloud gespeichert und intelligente Benachrichtigungen direkt über Apples Home-App genutzt werden konnten. Gerade für Nutzer des Apple-Ökosystems ist diese Integration ein großer Pluspunkt, da sich die Türklingel nahtlos in bestehende Automationen und Szenen einfügt.

Insgesamt hinterließ die Einrichtung der Aqara Türklingel-Kamera G400 einen sehr positiven Eindruck. Von der Montage über die Inbetriebnahme bis hin zur Integration in Apple Home verlief jeder Schritt reibungslos. Besonders die verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, die durchdachten Montagemöglichkeiten und die schnelle Erkennung durch die App sorgen dafür, dass die G400 bereits wenige Minuten nach dem Auspacken einsatzbereit ist.

(Einrichtung und Konfiguration: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung im Alltag

Technische Daten und Funktionslisten vermitteln zwar einen ersten Eindruck, über die Qualität einer Video-Türklingel entscheiden jedoch andere Faktoren. Wie schnell erscheint das Livebild? Kommen Benachrichtigungen ohne Verzögerung an? Und funktioniert die Erkennung im Alltag zuverlässig? Genau diese Fragen muss die Aqara Türklingel-Kamera G400 beantworten.

Aqara Home
Preis: Kostenlos
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Schon nach den ersten Tagen fällt auf, dass die Türklingel angenehm unauffällig arbeitet. Ist sie einmal eingerichtet, verrichtet sie ihren Dienst zuverlässig im Hintergrund. Man muss sich nicht regelmäßig um Einstellungen kümmern oder die Verbindung überprüfen genau so sollte ein Smart-Home-Gerät funktionieren.

Besonders wichtig ist bei einer Video-Türklingel die Geschwindigkeit. Sobald jemand klingelt oder eine Bewegung erkannt wird, möchte man möglichst sofort informiert werden. Im Test trafen die Push-Benachrichtigungen innerhalb weniger Sekunden auf unserem iPhone ein. Dadurch konnten wir praktisch in Echtzeit reagieren unabhängig davon, ob wir uns zu Hause oder unterwegs befanden.

Ebenso überzeugte der Zugriff auf das Livebild. Nach dem Antippen der Benachrichtigung wurde die Verbindung zügig aufgebaut und das Kamerabild stand nach kurzer Ladezeit zur Verfügung. Verbindungsabbrüche oder längere Wartezeiten traten während unseres Testzeitraums nicht auf. Gerade in Situationen, in denen man schnell wissen möchte, wer vor der Tür steht, macht sich diese Zuverlässigkeit positiv bemerkbar.

Die Einbindung in Apple Home erwies sich im Alltag als echter Mehrwert. Benachrichtigungen erscheinen direkt innerhalb der Home-App und lassen sich ohne Umwege öffnen. Dadurch muss nicht zwangsläufig zwischen mehreren Apps gewechselt werden. Wer bereits ein Apple-Ökosystem mit iPhone, iPad oder Apple TV nutzt, wird diese nahtlose Integration schnell zu schätzen wissen.

Auch die Kommunikation über die integrierte Zwei-Wege-Audiofunktion funktionierte zuverlässig. Stimmen wurden klar übertragen und waren auf beiden Seiten gut verständlich. Selbst bei stärkerem Straßenlärm konnten kurze Gespräche mit Paketdiensten oder Besuchern problemlos geführt werden. Für längere Unterhaltungen ist eine Gegensprechanlage zwar grundsätzlich nicht gedacht, ihren eigentlichen Zweck erfüllt die G400 jedoch ohne Einschränkungen.

Erfreulich ist außerdem, dass die Bedienung der Aqara Home App logisch aufgebaut ist. Wichtige Funktionen wie Livebild, Aufzeichnungen, Benachrichtigungen oder Geräteeinstellungen sind schnell erreichbar und erfordern keine lange Einarbeitung. Auch nach mehreren Tagen mussten wir nicht nach bestimmten Menüpunkten suchen ein Zeichen für eine gut durchdachte Benutzeroberfläche.

Während des gesamten Testzeitraums arbeitete die G400 stabil und zuverlässig. Weder mussten wir das Gerät neu starten noch kam es zu Verbindungsabbrüchen oder Fehlermeldungen. Gerade bei einem Sicherheitsprodukt schafft diese Zuverlässigkeit Vertrauen, denn im entscheidenden Moment muss die Technik einfach funktionieren.

Im Alltag überzeugt die Aqara Türklingel-Kamera G400 vor allem durch ihre Zuverlässigkeit. Sie reagiert schnell, integriert sich nahtlos in bestehende Smart-Home-Systeme und erledigt ihre Aufgaben unauffällig im Hintergrund. Genau diese Eigenschaften erwartet man von einer modernen Video-Türklingel und genau hier sammelt die G400 viele Pluspunkte.

(Bedienung im Alltag: 4,5 von 5 Punkten)

Kameraqualität

Die Kamera ist das Herzstück jeder Video-Türklingel und genau hier muss die Aqara Türklingel-Kamera G400 zeigen, ob sie den Anforderungen des Alltags gerecht wird. Eine hohe Auflösung allein reicht dafür nicht aus. Entscheidend ist vielmehr, ob Gesichter klar zu erkennen sind, Details erhalten bleiben und das Livebild jederzeit schnell und zuverlässig zur Verfügung steht.

Bildqualität bei Tageslicht

Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Aqara Türklingel-Kamera G400 eine überzeugende Bildqualität. Personen, Fahrzeuge oder Pakete werden scharf dargestellt und auch kleinere Details wie Hausnummern oder Paketaufkleber bleiben gut erkennbar. Farben wirken natürlich, während die Belichtung insgesamt ausgewogen ausfällt. Selbst bei kontrastreichen Szenen hinterlässt die Kamera einen stimmigen Gesamteindruck.

Auch das Livebild überzeugte im Test. Die Übertragung erfolgt in hoher Qualität und baut sich zügig auf, sodass jederzeit ein klarer Blick auf den Eingangsbereich möglich ist. Gerade wenn man unterwegs schnell überprüfen möchte, wer vor der Haustür steht, macht sich diese zuverlässige Darstellung positiv bemerkbar.

Wer die G400 zusammen mit Apple HomeKit Secure Video nutzt, sollte jedoch eine Besonderheit kennen. Zum Zeitpunkt unseres Tests werden Videoaufnahmen innerhalb von HomeKit Secure Video ausschließlich in Full-HD gespeichert, obwohl die Kamera selbst eine höhere Auflösung bietet. Dabei handelt es sich nicht um eine Einschränkung der Aqara G400, sondern um eine aktuelle Begrenzung von Apples Plattform. Apple hat bereits angekündigt, HomeKit Secure Video ab Herbst 2026 um die Unterstützung von Aufnahmen mit bis zu 4K zu erweitern. Sobald das entsprechende Update verfügbar ist, dürfte auch die G400 von der höheren Auflösung profitieren.

Bildqualität bei Dämmerung und Nacht

Sobald das Umgebungslicht nachlässt, nimmt die Detaildarstellung erwartungsgemäß etwas ab. Das ist bei nahezu jeder Video-Türklingel der Fall und stellt daher keine Besonderheit der G400 dar.

Die integrierte Nachtsicht sorgt dennoch dafür, dass Personen und Bewegungen weiterhin gut erkennbar bleiben. Der Eingangsbereich wird ausreichend ausgeleuchtet und wichtige Details gehen nicht verloren. Für das Erkennen von Besuchern oder das Nachvollziehen von Ereignissen reicht die Qualität auch bei Dunkelheit problemlos aus.

Dennoch zeigt sich in diesem Bereich, dass es mittlerweile einige Konkurrenzmodelle gibt, die bei schwierigen Lichtverhältnissen noch etwas mehr Details darstellen oder ein geringeres Bildrauschen bieten. Die G400 liefert zwar eine gute Nachtqualität, gehört in dieser Disziplin aber nicht ganz zur absoluten Spitzengruppe.

Sichtfeld und 3:4-Bildformat

Eine der größten Neuerungen gegenüber dem Vorgängermodell ist das 3:4-Bildformat. Während viele Video-Türklingeln weiterhin auf ein klassisches 16:9-Bild setzen, erfasst die G400 den Bereich vor der Haustür deutlich stärker in der Vertikalen.

Im Alltag macht sich dieser Unterschied sofort bemerkbar. Besucher werden von Kopf bis Fuß erfasst, wodurch sich deutlich besser erkennen lässt, wer tatsächlich vor der Tür steht. Gleichzeitig geraten auch Pakete, die direkt vor der Haustür abgelegt werden, vollständig ins Bild. Gerade für Nutzer, die regelmäßig Lieferungen erhalten, ist das ein echter Mehrwert.

Der Nachteil dieser Ausrichtung liegt auf der Hand. Durch das vertikale Bildformat fällt der seitliche Erfassungsbereich etwas kleiner aus als bei einem klassischen 16:9-Bild. In der Praxis empfanden wir das jedoch kaum als Einschränkung. Für den Einsatzzweck einer Video-Türklingel ist das 3:4-Format aus unserer Sicht sogar die sinnvollere Lösung, da der Bereich unmittelbar vor der Haustür deutlich wichtiger ist als zusätzliche Bildfläche links und rechts.

Personen-, Fahrzeug- und Bewegungserkennung

Ebenso überzeugend arbeitete die intelligente Objekterkennung. Personen wurden im Test zuverlässig erkannt und entsprechend gekennzeichnet. Auch Fahrzeuge erkannte die G400 zuverlässig. Fehlalarme hielten sich dabei erfreulich in Grenzen.

Die Bewegungserkennung reagierte präzise und löste zuverlässig aus, sobald sich jemand dem Eingangsbereich näherte. Dadurch verpassten wir während des Testzeitraums keine relevanten Ereignisse. Insgesamt arbeitet die KI-Erkennung angenehm unauffällig und genau so, wie man es sich von einer modernen Video-Türklingel wünscht.

Aufnahmen

Auch die aufgezeichneten Videos hinterlassen einen positiven Eindruck. Die Bildqualität entspricht weitgehend dem Livebild und bietet genügend Details, um Ereignisse später problemlos nachzuvollziehen. Sowohl bei Tageslicht als auch bei Dunkelheit bleiben Personen und Gegenstände gut erkennbar.

Unser Fazit zur Kamera

Die Kamera zählt ohne Zweifel zu den größten Stärken der Aqara Video-Türklingel G400. Vor allem bei Tageslicht überzeugt sie mit einer hohen Detaildarstellung, einem scharfen Livebild und einer zuverlässigen Objekterkennung. Das neue 3:4-Bildformat erweist sich im Alltag als echter Vorteil, da Besucher vollständig erfasst und Pakete besser sichtbar werden. Lediglich bei Nacht gibt es mittlerweile einige Konkurrenten, die noch etwas mehr Bildqualität bieten. Insgesamt liefert die G400 jedoch eine Leistung, die den hohen Ansprüchen an eine moderne Premium-Video-Türklingel gerecht wird.

(Kameraqualität: 4 von 5 Punkten)

App & Smart-Home-Integration

Eine gute Video-Türklingel endet nicht bei einer hochwertigen Kamera. Erst die dazugehörige App und die Einbindung in bestehende Smart-Home-Systeme entscheiden darüber, wie komfortabel sich das Gerät im Alltag nutzen lässt. Genau hier zeigt die Aqara Video-Türklingel G400 ihre größte Stärke.

Bereits während der Einrichtung hinterließ die Aqara Home App einen sehr guten Eindruck. Die Benutzeroberfläche ist modern gestaltet, logisch aufgebaut und verzichtet auf unnötig verschachtelte Menüs. Sämtliche wichtigen Funktionen sind schnell erreichbar, sodass man sich auch ohne lange Einarbeitung problemlos zurechtfindet.

Die Startseite liefert einen schnellen Überblick über den aktuellen Status der Türklingel. Mit nur wenigen Fingertipps gelangt man zum Livebild, den aufgezeichneten Ereignissen oder den umfangreichen Einstellungen. Besonders gelungen ist dabei die klare Struktur der App. Trotz des großen Funktionsumfangs wirkt die Oberfläche nie überladen.

Im Bereich der Einstellungen bietet Aqara zahlreiche Möglichkeiten, die G400 an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. So lassen sich beispielsweise die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung verändern, Erkennungszonen definieren oder Benachrichtigungen individuell konfigurieren. Dadurch kann jeder Nutzer selbst entscheiden, welche Ereignisse tatsächlich gemeldet werden sollen und welche ignoriert werden können. Gerade in Bereichen mit viel Verkehr, sei es Autos und Fußgängern hilft dies dabei, unnötige Benachrichtigungen deutlich zu reduzieren.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Geschwindigkeit der App. Während unseres Tests reagierten Menüs zügig, das Livebild wurde schnell geöffnet und sämtliche Einstellungen wurden ohne spürbare Verzögerung übernommen. Abstürze oder Fehlermeldungen traten im gesamten Testzeitraum nicht auf.

Apple Home und HomeKit Secure Video

Besonders überzeugt hat uns die Integration in Apple Home. Nach dem Scannen des HomeKit-Codes ließ sich die G400 innerhalb weniger Augenblicke in Apples Smart-Home-System einbinden. Anschließend stand die Kamera sofort in der Home-App zur Verfügung und konnte wie jedes andere HomeKit-Gerät genutzt werden.

Im Alltag erwies sich diese Integration als echter Mehrwert. Erkennt die G400 eine Person oder betätigt jemand die Klingel, erscheinen die Benachrichtigungen direkt auf iPhone, iPad, Apple Watch oder Apple TV. Das Livebild lässt sich unmittelbar öffnen, ohne zunächst die Aqara Home App starten zu müssen. Wer bereits vollständig auf das Apple-Ökosystem setzt, erhält dadurch eine besonders komfortable Bedienung.

Mit HomeKit Secure Video werden Aufnahmen verschlüsselt in der iCloud gespeichert und können bequem über die Home-App angesehen werden. Zum Zeitpunkt unseres Tests speichert Apple die Videos allerdings noch in Full-HD. Ab Herbst 2026 soll HomeKit Secure Video laut Apple Aufnahmen mit einer Auflösung von bis zu 4K unterstützen. Davon dürfte auch die Aqara Doorbell Camera G400 profitieren.

Plattformübergreifend nutzbar

Erfreulich ist außerdem, dass sich Aqara nicht ausschließlich auf das eigene Smart-Home-System beschränkt. Neben Apple Home unterstützt die G400 unter anderem Amazon Alexa, Google Home, Samsung SmartThings sowie IFTTT. Dadurch lässt sich die Video-Türklingel problemlos in bestehende Smart-Home-Umgebungen integrieren.

Gerade Nutzer, die Geräte verschiedener Hersteller miteinander kombinieren, profitieren von dieser Offenheit. Man ist nicht gezwungen, das komplette Smart Home auf einen einzigen Hersteller auszurichten, sondern kann die G400 flexibel in bereits vorhandene Systeme einbinden.

(App & Smart-Home-Integration: 5 von 5)

Datenschutz & Speicheroptionen

Eine der häufigsten Fragen beim Kauf einer Video-Türklingel betrifft die Speicherung der Aufnahmen. Nicht jeder möchte seine Videos ausschließlich in einer Cloud ablegen oder für zusätzliche Speicherfunktionen ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen. Umso erfreulicher ist es, dass Aqara der Doorbell Camera G400 mehrere Möglichkeiten zur Speicherung spendiert.

Im Vergleich zum Vorgängermodell gibt es allerdings eine interessante Änderung. Während sich der microSD-Kartensteckplatz bisher im mitgelieferten Chime befand, hat Aqara ihn bei der G400 direkt in die Türklingel integriert. Unterstützt werden Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 256 GB.

Die Verlagerung des Kartensteckplatzes hat Vor- und Nachteile. Positiv ist, dass sich der Speicher nun direkt am Gerät befindet und keine zusätzliche Hardware benötigt wird. Andererseits bot die Lösung des Vorgängers einen gewissen Schutz, da sich die Speicherkarte im Innenbereich befand. Wird die Türklingel beschädigt oder entwendet, befindet sich auch die Speicherkarte am Gerät. Das sollte man bei der Wahl der Speicherlösung berücksichtigen.

Dafür bietet die G400 eine Funktion, die beim Vorgänger noch fehlte, die Unterstützung eines NAS (Network Attached Storage). Aufzeichnungen lassen sich dadurch automatisch auf einem eigenen Netzwerkspeicher sichern. Das sorgt nicht nur für mehr Flexibilität, sondern erhöht auch die Datensicherheit, da wichtige Aufnahmen zusätzlich auf einem separaten Gerät gespeichert werden können.

Wer bereits ein NAS von Synology, QNAP oder einem anderen Hersteller betreibt, erhält damit eine komfortable Möglichkeit, sämtliche Ereignisse zentral zu archivieren, ohne auf einen Cloud-Dienst angewiesen zu sein. Gerade datenschutzbewusste Nutzer dürften diese Option zu schätzen wissen.

Natürlich unterstützt die G400 auch Apple HomeKit Secure Video. Werden Kamera und Apple Home miteinander gekoppelt, können Ereignisse verschlüsselt in der iCloud gespeichert und bequem über die Home-App abgerufen werden. Voraussetzung hierfür sind ein iCloud+-Abonnement sowie ein kompatibler Apple Home Hub, beispielsweise ein HomePod oder Apple TV.

Gut zu wissen:
Nutzt ihr sowohl eine microSD-Karte als auch ein NAS, stehen eure Aufnahmen selbst dann noch zur Verfügung, wenn eine der beiden Speicherlösungen ausfällt. Für wichtige Sicherheitsaufzeichnungen ist diese Kombination aus unserer Sicht die sinnvollste Wahl.

Unterm Strich bietet die Aqara Video-Türklingel G400 deutlich mehr Flexibilität als viele Konkurrenzmodelle. Besonders die neue NAS-Unterstützung ist eine sinnvolle Erweiterung und dürfte vor allem anspruchsvolle Nutzer freuen. Den Wechsel des microSD-Kartensteckplatzes direkt in die Kamera sehen wir dagegen mit gemischten Gefühlen: Die Lösung ist praktisch, erreicht aber nicht ganz den Sicherheitsvorteil des Vorgängers, bei dem die Speicherkarte geschützt im Chime untergebracht war. Gerade deshalb empfehlen wir, sofern vorhanden, die zusätzliche Sicherung der Aufnahmen auf einem NAS oder über HomeKit Secure Video.

(Datenschutz & Speicheroptionen: 4,5 von 5 Punkten)

Stromverbrauch

Eine Video-Türklingel ist rund um die Uhr in Betrieb. Umso wichtiger ist die Frage, wie hoch der Energieverbrauch tatsächlich ausfällt. Schließlich arbeitet die Kamera dauerhaft im Hintergrund, überwacht den Eingangsbereich und muss jederzeit bereit sein, innerhalb weniger Sekunden ein Livebild bereitzustellen oder Aufzeichnungen zu erstellen.

Im Alltag fällt der Stromverbrauch der Aqara Video-Türklingel G400 erfreulich gering aus. Im normalen Betrieb benötigt die Türklingel nur wenig Energie und eignet sich damit problemlos für den Dauerbetrieb. Auch während unseres Testzeitraums konnten wir keine ungewöhnliche Erwärmung des Gehäuses feststellen. Selbst nach längerer Nutzung blieb die Kamera lediglich handwarm.

Etwas höher fällt der Energiebedarf naturgemäß aus, wenn das Livebild geöffnet wird oder Aufzeichnungen erstellt werden. Da diese Situationen jedoch meist nur für kurze Zeit auftreten, wirkt sich dies im Alltag kaum auf den gesamten Stromverbrauch aus. Im normalen Bereitschaftsbetrieb arbeitet die G400 äußerst effizient.

Wer die Türklingel per PoE (Power over Ethernet) betreibt, profitiert zusätzlich davon, dass sowohl die Stromversorgung als auch die Netzwerkverbindung über ein einziges Netzwerkkabel erfolgen. Das reduziert nicht nur den Installationsaufwand, sondern sorgt auch für eine besonders stabile Verbindung.

Unterm Strich gibt es beim Stromverbrauch keinen Anlass zur Kritik. Die Aqara Video-Türklingel G400 arbeitet effizient und eignet sich problemlos für den dauerhaften 24/7-Betrieb. Wer sich für die kabelgebundene Variante entscheidet, muss sich weder Gedanken über einen leeren Akku noch über einen nennenswert hohen Energieverbrauch machen.

(Stromverbrauch: 5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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