Blink for Home Indoor Kamera

Blink wurde im Jahre 2009 von Peter Besen, Don Shulsinger und Stephen Gordon gegründet. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Andover, Massachusetts und den Vereinigten Staaten. Der Hersteller hat sich auf die Entwicklung von Smarthome Produkten spezialisiert und bietet somit unter anderem akkubetriebenen Home-Security-Kameras und Video-Türklingeln an. Letzteres jedoch aktuell noch nicht in Deutschland

In den ersten Jahren fertigte das Unternehmen Unterhaltungselektronik an, doch im Jahr 2014 startet man eine Kickstarter-Kampagne um die entwickelte Indoor-Überwachungskamera anfertigen zu können. Kurz darauf folgt auch noch eine Outdoor-Sicherheitskamera.

Im Dezember 2017 gab Amazon bekannt den Hersteller für 90 Millionen US-Dollar übernommen zu haben. Das Unternehmen ist aber dennoch als eigenständiges Tochterunternehmen tätig. Die Technik der Geräte soll jedoch auch in der Amazon Cloud Cam Indoor Security Camera eingesetzt werden. Diese ist hierzulande nicht erhältlich.

In diesem Testbericht möchte ich euch die Indoor-Überwachungskamera des Unternehmens vorstellen. Bei dieser wirbt man mit einer Batterielaufzeit von bis zu 2 Jahren und dem kostenloses Cloud-Speicher. Dies macht die Überwachungskamera aus dem Hause Blink zu einem interessanten Gerät. Doch kann die Videoqualität und die Bedienung im Alltag überzeugen? Das findet ihr in folgendem Testbericht heraus.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die zum Großteil in Weiß gehaltene Verpackung ist sehr schlicht gehalten und kaum mit Informationen zum Produkt bedruckt. Es handelt sich um eine quadratische Verpackung, welche seitlich in eine Hülle geschoben ist. Diese Umverpackung ist an der Oberseite mit dem Namen des Unternehmens „Blink“ und der Abbildung der Indoor-Kamera von vorne betrachtet zu sehen. Die Rückseite ist ebenfalls schlicht gehalten, daher ist diese lediglich mit einem Barcode und dem Webseiten Link zum Hersteller versehen.

An der grünen Unterseite werden einem in vier Sätzen die Vorteile des Blink Home System erklärt. Hier wird unter anderem erwähnt, dass man damit sein Haus überwachen kann und nur die Kamera kaufen muss, ohne das weitere Kosten für die Cloud oder Ähnliches anfallen. Zudem kann man jederzeit via Smartphone nachsehen, was gerade vor der Cam passiert ist und da diese kabellos daher kommt, kann man diese überall im Haus aufstellen. Zu guter Letzt wird auf der Oberseite gegenüber, mit dem Satz (in Englisch) geworben. „Blink, das erschwingliche, absolut kabellose, Heim-Überwachung und Alarm-System. 

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    Schiebt man die Hauptverpackung aus der Schachtel heraus, kommt direkt die Blink Home Indoor-Kamera zum Vorschein. Diese ist auf einem Karton befestigt, in welchem sich darunter die 2 AA-Batterien und die Montagehalterung befinden. Entnimmt man diese Kartonage bzw. die Faltschachtel findet man darunter noch einen Aufkleber, der darauf hinweist, dass gefilmt wird und eine auf Englisch geschriebene Beschreibung.

    Sofern man sich das Starter-Kit bestellt hat, befindet sich im Lieferumfang neben der Innenkamera noch eine Bridge mit dabei. Da ich jedoch auch die Blink XT teste, bei der bei mir bereits die Bridge dabei ist, habe ich hier lediglich die Zusatzkamera für den Innenbereich erhalten. Mit einer Bridge können bis zu 10 Kameras verbunden werden. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich dabei um die Bridge der Innenkamera oder von der XT (Außenkamera) handelt. 

    (Verpackung: 2,5 von 5 Punkten)

    Design

    Das Blink Überwachung System besteht aus zwei einzelnen Komponenten, der Kamera und einer Bridge. So ist hier nicht die Kamera direkt mit eurem WiFi-Netz verbunden, sondern die Bridge, wie es bei einigen anderen Herstellern ebenfalls der Fall ist. Daher übernimmt die Bridge wie z. B. bei den Philips Hue Lampen die Kommunikation zwischen Netzwerke und Lampen.

    Wie ich bereits erwähnt habe, ist die eigentliche Bridge der Innenkamera weiß, da meine aus dem Blink XT (Außenkamera) stammt, ist diese schwarz. Außer den Farben gibt es jedoch keinen Unterschied. 

    Bridge

    Bei der Bridge handelt es sich um eine kleine schlichte Kunststoffbox, welche sich meiner Meinung nach nicht wirklich besonders hochwertig anfüllt. Diese ist sehr leicht und besitzt ein hochfläzendes schwarzes (Außenkamera) oder weißes (Innenkamera) Gehäuse. Durch das hochglänzende Kunststoffgehäuse ist diese sehr anziehend für Staub usw. An der Vorderseite der rechteckigen Bridge befindet sich ein großer „blink“ Schriftzug und in der rechten oberen Ecke zwei Status LED´s, welche über den Eingeschalteten Zustand und dem aktivierten bzw. verbundenen WLAN-Status informieren. An der Unterseite befindet sich ein Micro-USB Eingang, über den die Bridge mit dem mitgelieferten Netzteil und Micro-USB Kabel mit Strom versorgt wird. An der rechten Seite ist ein USB-Anschluss und eine Status LED vorhanden. Für was diese genau gebraucht werden, ist mir unbekannt, denn drüber steht auch nichts in der Beschreibung. Zu guter Letzt ist an der Rückseite ein Aufkleber, der über die S/N Nummer, MAC-Adresse und die SSID (Netzwerkname der Kamera) und das Passwort informiert.

    Innenkamera

    Die 68 x 68 x 34 mm große Blink Innenkamera ist aus weißem Kunststoff gefertigt worden, welcher an der Vorder- und Rückseite in transparenten Plexiglas eingelassen ist. Dadurch kommt die Pyramiden ähnliche Form auf der Vorderseite sehr gut zu Geltung und es verleiht der Kamera eine gute Optik. 

    Durch die geringe Maße und dem Gewicht der Kamera inkl. Batterien von 94 Gramm (inkl. Batterien und Montagehalter 106 Gramm) ist die Kamera durchaus kompakt gehalten. Aber durch die deutlich erkennbare und breite Front fällt diese als Überwachungskamera relativ schnell auf.

    Auf der Vorderseite findet man in der Mitte den vorstehenden Bewegungsmelder. Direkt darüber ist eine weiße LED für die Nachtsicht untergebracht (keine Infrarotsensoren) und darüber die kleine Kamera-Linse, deren Rahmen etwas aus dem Gehäuse hervorsteht. Des Weiteren versteckt sich rechts neben dem Bewegungsmelder unter dem schwarzen Loch eine blaue LED, welche bei einer Aufnahme bzw. Live-Ansicht aufleuchtet. 

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    Da die Kamera mit zwei AA-Batterien betrieben wird, müssen diese irgendwie in das Gehäuse eingelegt werden. Dieses an der Rückseite befindliche Fach wird mithilfe des Schiebereglers an der Unterseite geöffnet. Schiebt man den Regler nach rechts, öffnet sich die weiße Abdeckung der Rückseite. Hier können dann links und rechts jeweils eine der beiden AA-Batterien eingesetzt werden. Des Weiteren befindet sich in der Mitte direkt über dem Micro-USB-Anschluss (für dauerhafte Stromversorgung) ein Aufkleber, auf dem neben der Modell-Bezeichnung die S/N-Nummer und die MAC-Adresse aufgedruckt wurde. Am Rückendeckel kann der mittlere Stopfen entfernt werden und bei Bedarf der Montagehalter befestigt werden. Ist das Anschrauben nicht geplant, kann die Blende drin bleiben und die Kamera einfach so ins Regal oder wo immer gewünscht aufgestellt werden.

    (Design: 3 von 5 Punkten)

    Verarbeitung

    Die Verarbeitung der Kamera und der Bridge wirkt für mich leider nicht besonders wertig. Das liegt zum einen an dem Kunststoffgehäuse und dem geringen Gewicht. 

    Hat man die Bridge in der Hand, meint man z. B. das man nur das Gehäuse ohne etwas darin vor sich hat, da diese sich so leer anfühlt. Zudem vermisse ich die Möglichkeit, diese an einer Wand zu befestigen. Zwar bohrt nicht jeder für alles Löcher in die Wände, doch die Option mit Schlitze zum Einhängen hätte man hier dennoch integrieren können. Es gibt auch Versionen der Bridge mit LAN-Port, doch da dieser sowie ich gelesen habe, ohne Funktion war, hat man diesen vermutlich wie in meiner Version weggelassen.

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    Auch das Gehäuse der Innenkamera wirkt zwar nicht besonders hochwertig, erfüllt jedoch wie auch die Bridge ihren Zweck. Wetterfest ist dieses nicht und daher sollte die Kamera, wie der Name schon sagt lediglich im Innenbereich genutzt werden oder an einem geschützten (überdachten) Bereich aufgestellt bzw. befestigt werden. An der Kamera vermisse ich leider etwas die IR-LED´s, denn mit der weißen LED gelingen nicht so hochwertige Nachtaufnahmen wie mit Nachsensoren. Ansonsten finde ich die Integration von AA-Batterien sehr gut, denn diese hat fast jeder im Haus und somit können diese schnell und einfach gewechselt werden. Des Weiteren kann die Kamera auch permanent über den Micro-USB Anschluss mit Strom versorgt werden.

    (Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

    PUNKT 2

    bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

    Technische Daten der Blink Innenkamera
    Kamera-Art kabellose (AA-Batterien) Überwachungskamera, alternativ auch kabelgebunden.
    Auflösung/ Sensor 720p HD-Kamera  30fps
    Weitwinkel 110° (diagonal)
    Infarot-LEDs nein, lediglich eine weiße, bei Dunkelheit automatisch aktivierende LED.
    Zoom nein, lediglich digital mit Verlust.
    Material Kunstoff
    Konnektivität WLAN 802.11 g/n, 2,4 GHz
    Funktionen integrierte Mikrofon, Nachtaufnahme eingeschränkt mit weißer LED, betrieb via 5V Netzteil oder 2 AA-Batterien, Bewegungserkennung, Steuerung via App (iOS und Android)
    Betriebstemperatur lediglich im Innenbereich
    Lieferumfang 1x Blink Innenkamera

    1x Bridge

    2x AA-Batterie

    Aufkleber (Warnung das der Beriech Video-Überwacht wird)

    Montagehalterung

    Anleitung (Englisch)

    Einrichtung und Konfiguration

    Die Einrichtung der Blink Überwachungskamera ist sehr einfach gestaltet. 

    Zuerst sollte man sich die „Blink Home Monitor“ App auf das Smartphone laden. Diese ist kostenlos im Google Play (Android) und AppStore (iOS) erhältlich. Anschließend muss man sich ein Blink Konto beim Hersteller erstellen. Dafür ist jedoch lediglich eure E-Mail Adresse und ein ausgedachtes Passwort nötig. Daher geht das ganze soweit in Ordnung, denn manch anderer Hersteller fragt hier gleich noch nach Adressdaten usw.

    Nun muss man selbstverständlich zuerst die Bridge anschließen. Dazu diese mit Strom versorgen und der Schritt für Schritt Anleitung in der App folgen. Diese fordert einen im Zuge dazu auf, den QR-Code an der Rückseite der Bridge abzuscannen und nun die WLAN-Daten in der App zu hinterlegen, damit diese an die Bridge übermittelt werden können. Schließlich wird diese nicht via LAN-Kabel, sondern per WLAN mit dem Netzwerk verbunden. Dazu muss diese glücklicherweise nicht direkt beim Router stehen, sondern kann frei im Haus platziert werden. Jedoch sollte diese nah genug an den Kameras sein, damit diese in Verbindung bleiben können. Nach der Verbindung mit dem Blink-Server lädt die App automatisch das neuste Firmware-Update für die Bridge herunter und installiert dies automatisch. 

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    • Blink Indoor Einrichtung 4
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      Anschließend geht es an die Einrichtung der Innenkamera. Dazu erst einmal die Batterien einsetzen und kurz danach, sobald man dazu aufgefordert wir, auch hier den QR-Code auf dem Aufkleber, zwischen den beiden Batterien scannen. Sobald die Batterien richtig eingesetzt wurden, blinkt der Bewegungsmelder rot auf. Schon ist von eurer Seite alles erledigt und die App macht die restliche Einrichtung und Kopplung mit der Bridge von alleine. Ihr müsst lediglich noch einen Name für die Kamera vergeben wie z. B. Home oder ähnlich.

      Daher ist die Einrichtung wirklich sehr einfach gestaltet. So gefällt mir dies gut, denn die App wurde vom Hersteller ohne Fehler ins Deutsche übersetzt, sodass man alles wunderbar versteht. 

      (Einrichtung & Konfiguration: 4,5 von 5 Punkten)

      Funktionsumfang und Bedienung

      Das Herzstück der kleinen Blink Indoor-Kamera ist der 720p Sensor und somit die in HD auflösende Kamera mit einem Betrachtungswinkel von 110°. Dies ist ein recht weitwinkliger Blickwinkel, sodass mit der Blink Innenkamera ein Raum gut überblickt werden kann. Neben der HD-Kamera verfügt die Blink Kamera über einen automatischen Nachtsicht-Modus, ein Bewegungssensor, sowie ein Mikrofon.

      Leider gibt es an der Blink Innenkamera keinen Lautsprecher, sodass diese keine 2-Wege Audio Unterhaltung bietet. Somit kann man nicht falls gewünscht mit der Person vor der Kamera reden, sonder diese lediglich hören, bzw. die Geräusche aufnehmen. 

      Als Babyphone ersetzt würde sich die Kamera jedoch eignen, da man im Falle, falls das Baby Schreien sollte, dies hört und zudem auch sehen kann. Dafür ist es jedoch erforderlich, dass man der Cloud vertraut, denn die aufgezeichneten Videos landen direkt in der Cloud von Blink. Doch da das Unternehmen zu Amazon gehört und die Kamera somit dem deutschen Datenschutz unterliegt, bleiben die Daten in Deutschland. Amazon speichert nämlich die Cloud Daten aus Deutschland auf einem Server in Frankfurt, daher gehe ich davon aus, dass darauf auch die Blink Cloud-Daten landen. 

      Ich vermisse an der Blink Innenkamera auch eine Sirenen-Funktion, die einen unüberhörbareren Alarm ausgibt. Damit würde bei einem eventuellen Einbruch nicht nur der Einbrecher erschrecken, sondern auch die Nachbarn aufmerksam machen.

      (Funktionsumfang und Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)

      Software

      Blink Home Monitor
      Blink Home Monitor
      Preis: Kostenlos

      Blink Home Monitor
      Blink Home Monitor
      Preis: Kostenlos

      So einfach wie einen die App durch die Einrichtung des Blink -Systems führt, ist die App aufgebaut. Diese ist sehr kompakt gehalten, was keinesfalls negativ ist, sondern soviel bedeutet, dass man sich nicht durch mehrere Untermenüs scrollen muss, sondern eine übersichtliche App geboten bekommt.

      Beim Öffnen der App befindet man sich direkt auf der Startseite, diese zeigt einem eine Übersicht sämtlicher Kameras, egal ob Indoor oder Outdoor an, welche mit der aktuell gewählten Bridge verbunden sind. Dabei wird einem auf der Startseite ein Bild angezeigt, welches man zu Beginn bei der Einrichtung und aufstellen am gewünschten Ort aufgenommen hat. Somit handelt es sich hierbei nicht um ein aktuelles Echtzeit-Bild, sonder meist um ein etwas älteres. Dies soll euch zusätzlich dabei helfen zu erkennen, welche Kamera ihr gerade gewählt habt. Dies ist sinnvoll, wenn ihr z. B. mehrer Innenraum Kameras installiert habt. Das Übersicht Bild kann auf das Betätigen des rechten Foto-Symbols an der jeweiligen Kamera manuell aktualisiert werden. 

      Tippt man nun eine der Ansichten an, landet man mit einer typischen kurzen Verzögerung direkt im Live-Bild. Für Überwachungskameras, welche mit dem WLAN verbunden sind, ist eine Wartezeit von 6-10 Sekunden keine Seltenheit, da die Kameras sich im Standby-Modus befinden und somit erst „aufgeweckt“ werden müssen. Das Hochfahren braucht schließlich seine Zeit. Ist die Live-Ansicht gestartet bietet das Blink-System in meinem Test bei einer stabilen und schnellen Internet Verbindung eine sehr geringe Verzögerung von knapp 2 Sekunden. Dies geht soweit absolut in Ordnung. 

      • Blink Indoor Software 8
      • Blink Indoor Software 3
      • Blink Indoor Software 5
      • Blink Indoor Software 6
      • Blink Indoor Software 1
      • Blink Indoor Software 2
      • Blink Indoor Software 7

        Über das Schieberegler-Symbol auf der Startseite, direkt rechts über dem Kamera-Bild, kann man Einstellung der jeweiligen Kamera vornehmen. So kann man in den Einstellungen nicht nur den Namen ändern, sondern auch den Batteriestatus und die gemessene Temperatur einsehen. Genau richtig, die Blink Innenkamera kann nämlich auch die Raumtemperatur messen, dies jedoch leider nur in Fahrenheit und daher ist es für uns in Deutschland aktuell weniger sinnvoll.

        In dem Einstellungsmenü unter dem Punkt Bewegungssensor kann man zudem noch diesen aktiveren/ deaktivieren, die Reaktivierzeit von 10 – 60 Sekunden festlegen, die Empfindlichkeit des Sensors (Standard Wert 5) und die Videolänge bei erkennen einer Person zwischen 2 Sekunden – 60 Sekunden bestimmen.

        Da die Blink Innenkamera mit einer LED anstelle von IR-Sensoren ausgestattet ist, kann man in dem Menü auch unter Ausleuchtung manuell Veränderungen vornehmen. Zur Auswahl steht hier von Blink, ob die Ausleuchtung aus/ein oder automatisch geregelt wird. Sodass bei Dunkelheit, also wen n z. B. das Licht ausgeschaltet wird, automatisch die LED angeschaltet wird und zudem kann man festlegen ob deren Helligkeit niedrig/mittel oder hoch sein soll. Standard mäßig ist hier beim Licht Auto und bei der Helligkeit hoch eingestellt. Zu guter Letzt kann man noch per Schieberegler festlegen, ob auch Audio mit übertragen werden soll und die Video Qualität kann in zwei Stufen (Sparmodus und optimal) bestimmt werden.

        (Software: 4 von 5 Punkten)

        Bild-/ Videoqualität

        Die Innenraumkamera hat Blink mit keinem Full-HD Kamera-Sensor versehen, sondern lediglich mit einem 720p (HD) auflösenden Sensor. Zusammen mit dem horizontalen Blickwinkel von 110° eignet sich die Kamera perfekt für den Innenbereich um damit aus der Ecke einen Raum im großen Blickfeld zu überwachen.

        Bei Tageslicht und einem Raum, der durch ein oder mehrere Fenster hell ausgeleuchtet wird, ist die Bildqualität der integrierten HD-Kamera in Ordnung. Die Blink Innenkamera gehört alleine schon wegen ihrem kleinen Sensor und der etwas geringeren Auflösung definitiv nicht zu den besten Überwachungskameras. Doch das Bild ist bei Tageslicht gut genug, um damit eine Person auf der Aufnahme scharf genug zu erkennen. Typischerweise wird das Bild jedoch durch den Weitwinkel wie bei einem Fischauge-Objektiv etwas verzogen und so sind eigentlich gerade Möbelstücke nicht mehr gerade, sondern haben einen Bogen. Dies lässt sich jedoch nicht vermeiden und ist der Kompromiss, denn man für den Weitwinkel eingehen muss. 

        Wird es draußen dunkel und der Raum wird nicht durch eine Lampe ausgeleuchtet, ist die Bildqualität durch die fehlenden IR-LEDs logischerweise deutlich schlechter. Zur ausleuchtet aktiviert die Kamera, sofern in den Einstellungen auf Auto belassen ist, autoamtlich die helle weiße LED an der Front. Diese leuchtet die nahe Umgebung zwar aus, doch deren Reichweite ist gering und so sind Details in einer Reichweite von über 50 cm kaum noch klar zu erkennen. Hier erkennt man dann zwar Personen, doch bei näheren Details wird es schwer, da durch die schlechte Ausleuchtung die Qualität der Aufnahme sehr leidet und somit stärker rauscht. Zudem würde einem Einbrecher die helle LED sehr schnell auffallen.

        Eine Besonderheit des Blink Systems ist die kostenlose Cloud, welche einem zur Verfügung gestellt wird. Diese hat wie üblich ihre Vor- und Nachteile, die ich nicht abstreiten kann. Der größte Nachteil der Cloud Dienste allgemein ist natürlich der Gedanke an den Datenschutz. Wer weiß, wo meine Daten beim jeweiligen Hersteller landen. Denn auf einem Server im Ausland gilt nicht der deutsche Datenschutz. Dies ist jedoch bei Blink etwas anders, denn hier nutzt das Unternehmen, welches von Amazon gekauft wurde ein deutsches Rechenzentrum, wo diese Daten bzw. Aufzeichnungen abgespeichert werden. Bekannt ist mir, dass Amazon ein sehr großes Rechenzentrum in Frankfurt besitzt, das dem deutschen Datenschutzgesetz unterliegt. Darauf vermute ich, werden auch die Blink Aufzeichnungen gesichert und somit sollten diese Aufzeichnen nicht verkauft werden oder Ähnliches.

        Blink Indoor Bildqualität 1

        Aufnahme neutral bei Licht

        Blink Indoor Bildqualität 2

        Aufnahme ohne Licht mit aktivierter LED

        Die Vorteile einer Cloud sind natürlich viel Wert. Sollte z. B. ein Einbrecher bei euch einbrechen und die Kamera dabei bemerken und zerstören, bringt dies ihm kaum etwas, da die Aufzeichnungen bereits in die Cloud hochgeladen wurden. So sind die Daten auf jeden Fall sicher, was bei der Speicherung auf eine Micro-SD Speicherkarte oder Ähnlichem nicht der Fall wäre.

        (Bild-/ Videoqualität: 3 von 5 Punkten)

        PUNKT 3

        bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

        Beschreibung

        Wer nach einer einfachen, kabellosen Innenraumkamera sucht, die bei Bedarf auch direkt via Kabel mit Strom versorgt werden kann, ist bei der Blink Indoor Cam genau richtig. 

        Diese ist nicht nur schnell und einfach eingerichtet, sondern bietet beim Verwenden mit den zwei AA-Batterien eine Akkulaufzeit von bis zu 2 Jahren. Zudem verspricht der Hersteller einen kostenlose Cloud Speicher, der lediglich bei der Laufzeit auf 7200 Sekunden begrenzt ist. Ist dieser voll, werden chronologisch die ältesten Aufnahmen überschrieben. Sollten Aufnahmen davon jedoch wichtig sein, können diese bequem auf das Smartphone heruntergeladen werden. 

        Was mir an der Blink Indoor Kamera weniger gefallen hat, sind die fehlenden IR-LEDs, denn dadurch sind die Aufnahmen bei Nacht trotz heller LED nicht besonders gut. Bei Tageslicht gelingen jedoch bei guter Ausleuchtung positive Aufnahmen. Zwar gehört die Blink Innenkamera nicht zu der besten Kamera im Bereich Bildqualität, doch im Falle eines Einbruches sind diese dennoch nützlich.

        Preis/Leistung

        Mit einer UVP von 169,99 € ist das Blink Videoüberwachung Starter-Kit mit einer Bridge und Innenkamera meiner Meinung nach nicht gerade günstig. Doch dafür fallen keine weiteren monatlich kosten für eine Cloud an, denn diese ist bei diesem System kostenlos. Dadurch entstehen bei teilweise hochpreisigen Kameras deutlich höher Anschaffungs- und vor allem Folgekosten. Dafür muss man bei der Blink Innenraumkamera, jedoch abstriche bei der Wertigkeit und der fehlenden IR-LED´s machen.

        Blink Videoüberwachung Starter-Kit

        Zum Angebot bei


        Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

        Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

        Tags:

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