Blink for Home Indoor Kamera

Blink wurde im Jahre 2009 von Peter Besen, Don Shulsinger und Stephen Gordon gegründet. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Andover, Massachusetts und den Vereinigten Staaten. Der Hersteller hat sich auf die Entwicklung von Smarthome Produkten spezialisiert und bietet somit unter anderem akkubetriebenen Home-Security-Kameras und Video-Türklingeln an. Letzteres jedoch aktuell noch nicht in Deutschland

In den ersten Jahren fertigte das Unternehmen Unterhaltungselektronik an, doch im Jahr 2014 startet man eine Kickstarter-Kampagne um die entwickelte Indoor-Überwachungskamera anfertigen zu können. Kurz darauf folgt auch noch eine Outdoor-Sicherheitskamera.

Im Dezember 2017 gab Amazon bekannt den Hersteller für 90 Millionen US-Dollar übernommen zu haben. Das Unternehmen ist aber dennoch als eigenständiges Tochterunternehmen tätig. Die Technik der Geräte soll jedoch auch in der Amazon Cloud Cam Indoor Security Camera eingesetzt werden. Diese ist hierzulande nicht erhältlich.

In diesem Testbericht möchte ich euch die Indoor-Überwachungskamera des Unternehmens vorstellen. Bei dieser wirbt man mit einer Batterielaufzeit von bis zu 2 Jahren und dem kostenloses Cloud-Speicher. Dies macht die Überwachungskamera aus dem Hause Blink zu einem interessanten Gerät. Doch kann die Videoqualität und die Bedienung im Alltag überzeugen? Das findet ihr in folgendem Testbericht heraus.

BLINK VIDEOÜBERWACHUNG STARTER-KIT

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die zum Großteil in Weiß gehaltene Verpackung ist sehr schlicht gehalten und kaum mit Informationen zum Produkt bedruckt. Es handelt sich um eine quadratische Verpackung, welche seitlich in eine Hülle geschoben ist. Diese Umverpackung ist an der Oberseite mit dem Namen des Unternehmens „Blink“ und der Abbildung der Indoor-Kamera von vorne betrachtet zu sehen. Die Rückseite ist ebenfalls schlicht gehalten, daher ist diese lediglich mit einem Barcode und dem Webseiten Link zum Hersteller versehen.

An der grünen Unterseite werden einem in vier Sätzen die Vorteile des Blink Home System erklärt. Hier wird unter anderem erwähnt, dass man damit sein Haus überwachen kann und nur die Kamera kaufen muss, ohne das weitere Kosten für die Cloud oder Ähnliches anfallen. Zudem kann man jederzeit via Smartphone nachsehen, was gerade vor der Cam passiert ist und da diese kabellos daher kommt, kann man diese überall im Haus aufstellen. Zu guter Letzt wird auf der Oberseite gegenüber, mit dem Satz (in Englisch) geworben. „Blink, das erschwingliche, absolut kabellose, Heim-Überwachung und Alarm-System. 

Schiebt man die Hauptverpackung aus der Schachtel heraus, kommt direkt die Blink Home Indoor-Kamera zum Vorschein. Diese ist auf einem Karton befestigt, in welchem sich darunter die 2 AA-Batterien und die Montagehalterung befinden. Entnimmt man diese Kartonage bzw. die Faltschachtel findet man darunter noch einen Aufkleber, der darauf hinweist, dass gefilmt wird und eine auf Englisch geschriebene Beschreibung.

Sofern man sich das Starter-Kit bestellt hat, befindet sich im Lieferumfang neben der Innenkamera noch eine Bridge mit dabei. Da ich jedoch auch die Blink XT teste, bei der bei mir bereits die Bridge dabei ist, habe ich hier lediglich die Zusatzkamera für den Innenbereich erhalten. Mit einer Bridge können bis zu 10 Kameras verbunden werden. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich dabei um die Bridge der Innenkamera oder von der XT (Außenkamera) handelt. 

(Verpackung: 2,5 von 5 Punkten)

Design

Das Blink Überwachung System besteht aus zwei einzelnen Komponenten, der Kamera und einer Bridge. So ist hier nicht die Kamera direkt mit eurem WiFi-Netz verbunden, sondern die Bridge, wie es bei einigen anderen Herstellern ebenfalls der Fall ist. Daher übernimmt die Bridge wie z. B. bei den Philips Hue Lampen die Kommunikation zwischen Netzwerke und Lampen.

Wie ich bereits erwähnt habe, ist die eigentliche Bridge der Innenkamera weiß, da meine aus dem Blink XT (Außenkamera) stammt, ist diese schwarz. Außer den Farben gibt es jedoch keinen Unterschied. 

Bridge

Bei der Bridge handelt es sich um eine kleine schlichte Kunststoffbox, welche sich meiner Meinung nach nicht wirklich besonders hochwertig anfüllt. Diese ist sehr leicht und besitzt ein hochfläzendes schwarzes (Außenkamera) oder weißes (Innenkamera) Gehäuse. Durch das hochglänzende Kunststoffgehäuse ist diese sehr anziehend für Staub usw. An der Vorderseite der rechteckigen Bridge befindet sich ein großer „blink“ Schriftzug und in der rechten oberen Ecke zwei Status LED´s, welche über den Eingeschalteten Zustand und dem aktivierten bzw. verbundenen WLAN-Status informieren. An der Unterseite befindet sich ein Micro-USB Eingang, über den die Bridge mit dem mitgelieferten Netzteil und Micro-USB Kabel mit Strom versorgt wird. An der rechten Seite ist ein USB-Anschluss und eine Status LED vorhanden. Für was diese genau gebraucht werden, ist mir unbekannt, denn drüber steht auch nichts in der Beschreibung. Zu guter Letzt ist an der Rückseite ein Aufkleber, der über die S/N Nummer, MAC-Adresse und die SSID (Netzwerkname der Kamera) und das Passwort informiert.

Innenkamera

Die 68 x 68 x 34 mm große Blink Innenkamera ist aus weißem Kunststoff gefertigt worden, welcher an der Vorder- und Rückseite in transparenten Plexiglas eingelassen ist. Dadurch kommt die Pyramiden ähnliche Form auf der Vorderseite sehr gut zu Geltung und es verleiht der Kamera eine gute Optik. 

Durch die geringe Maße und dem Gewicht der Kamera inkl. Batterien von 94 Gramm (inkl. Batterien und Montagehalter 106 Gramm) ist die Kamera durchaus kompakt gehalten. Aber durch die deutlich erkennbare und breite Front fällt diese als Überwachungskamera relativ schnell auf.

Auf der Vorderseite findet man in der Mitte den vorstehenden Bewegungsmelder. Direkt darüber ist eine weiße LED für die Nachtsicht untergebracht (keine Infrarotsensoren) und darüber die kleine Kamera-Linse, deren Rahmen etwas aus dem Gehäuse hervorsteht. Des Weiteren versteckt sich rechts neben dem Bewegungsmelder unter dem schwarzen Loch eine blaue LED, welche bei einer Aufnahme bzw. Live-Ansicht aufleuchtet. 

Da die Kamera mit zwei AA-Batterien betrieben wird, müssen diese irgendwie in das Gehäuse eingelegt werden. Dieses an der Rückseite befindliche Fach wird mithilfe des Schiebereglers an der Unterseite geöffnet. Schiebt man den Regler nach rechts, öffnet sich die weiße Abdeckung der Rückseite. Hier können dann links und rechts jeweils eine der beiden AA-Batterien eingesetzt werden. Des Weiteren befindet sich in der Mitte direkt über dem Micro-USB-Anschluss (für dauerhafte Stromversorgung) ein Aufkleber, auf dem neben der Modell-Bezeichnung die S/N-Nummer und die MAC-Adresse aufgedruckt wurde. Am Rückendeckel kann der mittlere Stopfen entfernt werden und bei Bedarf der Montagehalter befestigt werden. Ist das Anschrauben nicht geplant, kann die Blende drin bleiben und die Kamera einfach so ins Regal oder wo immer gewünscht aufgestellt werden.

(Design: 3 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Kamera und der Bridge wirkt für mich leider nicht besonders wertig. Das liegt zum einen an dem Kunststoffgehäuse und dem geringen Gewicht. 

Hat man die Bridge in der Hand, meint man z. B. das man nur das Gehäuse ohne etwas darin vor sich hat, da diese sich so leer anfühlt. Zudem vermisse ich die Möglichkeit, diese an einer Wand zu befestigen. Zwar bohrt nicht jeder für alles Löcher in die Wände, doch die Option mit Schlitze zum Einhängen hätte man hier dennoch integrieren können. Es gibt auch Versionen der Bridge mit LAN-Port, doch da dieser sowie ich gelesen habe, ohne Funktion war, hat man diesen vermutlich wie in meiner Version weggelassen.

Auch das Gehäuse der Innenkamera wirkt zwar nicht besonders hochwertig, erfüllt jedoch wie auch die Bridge ihren Zweck. Wetterfest ist dieses nicht und daher sollte die Kamera, wie der Name schon sagt lediglich im Innenbereich genutzt werden oder an einem geschützten (überdachten) Bereich aufgestellt bzw. befestigt werden. An der Kamera vermisse ich leider etwas die IR-LED´s, denn mit der weißen LED gelingen nicht so hochwertige Nachtaufnahmen wie mit Nachsensoren. Ansonsten finde ich die Integration von AA-Batterien sehr gut, denn diese hat fast jeder im Haus und somit können diese schnell und einfach gewechselt werden. Des Weiteren kann die Kamera auch permanent über den Micro-USB Anschluss mit Strom versorgt werden.

(Verarbeitung: 3 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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