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Jabra Elite Active 75t

In aller Kürze

Die neuen Jabra Elite Active 75t können im Test in vielen Punkten überzeugen. Schließlich hat Jabra hier gegenüber den Jabra Elite 65t an vielen wichtige Punkte Hand angelegt und die neue Generation somit sinnvoll verbessert. Angefangen bei der neuen kompakteren Form der In-Ears und des Lade-Case. Hier ist es Jabra gelungen, beides noch kompakter herzustellen, aber zugleich auch die Akkulaufzeit zu erhöhen. Die gute klangliche Grundabstimmung weiß im Test ebenso gut zu gefallen wie die kostenfrei Sound+ App, die via Klanganpassung noch zusätzliche Individualisierungsmöglichkeiten bietet. Als Letzter wichtiger Pluspunkt bekommen die Kopfhörer ab Ende Oktober 2020 ein gratis ANC-Upgrade via Firmware über die Sound+ App zur Verfügung gestellt. Dies macht die In-Ear Kopfhörer somit für mich noch interessanter.

Gefällt uns

  • guter ausgewogener Klang
  • IP57-Zertifizierung
  • geringes Gewicht (ca. 5,5 Gramm pro In-Ear)
  • AAC-Codec
  • bequemer Sitz

Gefällt uns weniger

  • (noch) ohne ANC
  • Bedienung im Mono-Betrieb eingeschränkt

Jabra Elite Active 75t

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Beim Verpackungsdesign ähnelt sich die Verpackung der neuen Jabra Elite Active 75t, nahezu komplett der Verpackung der von mir bereits getesteten Jabra Elite Active 65t. Jabra setzt hierbei wie bei allen Kopfhörern auf die typische grau/gelben Verpackung. Dabei ist es auch so, dass die eigentliche stabile Hauptverpackung in mehrer Umverpackung eingeschoben wurde. Die äußere Umverpackung zeigt dabei wie immer zahlreiche Informationen über das darin befindlich Produkt.

 An der Vorderseite hat Jabra sehr präsent die beiden True Wireless In-Kopfhörer abgebildet. Diese sind dabei von einigen Wassertropfen umgeben, was auf den Schutz nach der Norm IP57 anspielt, somit bieten diese unter anderem einen Schutz gegen Schweiß usw. Was natürlich bei keiner Produktverpackung fehlen darf, ist das Herstellerlogo, welches man hier oben links findet. Der Produktname wiederum verläuft groß am rechten Rand von unten nach oben. Im unteren Abschnitt erwähnt man außerdem ein paar Vorteile und Eigenschaften der Ohrhörer.

Die rechte Seite ziert wie bei dem Vorgängermodell eine Abbildung der beiden Jabra Elite Active 75t Ohrhörer, welche hier zusammen mir dem Lade-Case und den im Lieferumfang enthaltenen Secure-Fitting-Ohrtips präsentiert werden. Außerdem wird damit geworben, dass die In-Ears und das Lade-Case in Kopenhagen, dem Firmen-Hauptsitz entwickelt wurden.

So kommen wir zur meist wichtigen bzw. informativsten Seite einer Produktverpackung die Rückseite. Diese zeigt wie von Jabra gewohnt erneut eine Darstellung der beiden Ohrhörer inkl. Lade-Case. Außerdem wurden hier 6 Merkmale der Kopfhörer aufgelistet, zu denen unter anderem der Hear-Through Modus, 2 Jahre garantierter Schutz gegen Staub und Wasser bis zu 7,5 Stunden Akkulaufzeit (28 Stunden mit aufladen über das Lade-Case) und die Klang-Personalisierung via Equalizer zählen. Letzteres wird durch die kostenlose App Jabra Sound+ ermöglicht, welche den vollen Funktionsumfang der True Wireless Kopfhörer ermöglicht.

Durch das Entfernen zweier Klebestreifen an der Unterseite kann man die Umverpackung nach oben hinweg entfernen. Darunter kommt eine stabile gelbe Verpackung zum Vorschein, in der von rechts eine weitere stabile, graufarbige Kartonage eingeschoben ist. Auf dieser inneren Hauptverpackung ohne Deckel liegt ein Einleger drauf, durch welchen man lediglich die beiden Ohrhörer erblicken kann. Zudem prangt hier in Gelb der Satz „ Welcome to superior Sound“ was auf Deutsch so viel bedeutet wie: Willkommen zum überlegenen Klang.   

Unter dem Einleger befindet sich ein matt beschichteter Einsatz, in dem schön ordentlich im oberen Abschnitt das Lade-Case, mittig die beiden In-Ear Ohrhörer und zu guter Letzt unten eine kleine Faltschachtel eingesetzt wurden. In dieser Schachtel ist neben den üblichen Beschreibungen (Kurzanleitung und einige Warnhinweise) ein USB-C-Ladekabel und die beiden anderen EarGel-Aufsätze.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

In-Ears

Durch neuste Miniaturisierungstechniken ist es Jabra gelungen, die kleinen Bauteile in den In-Ears noch kleiner zu konstruieren bzw. zu fertigen, sodass man die Elektronik in ein neues, kompakteres Design verpacken konnte.

Das Resultat sind 5,5 Gramm leichte Ohrhörer, die weniger aus dem Ohr hervorstehen und somit insgesamt unauffälliger wirken. Dies liegt vor allem auch daran, dass an beiden Seiten der Steg, in dem das Mikrofon verbaut ist, deutlich kleiner ausfällt. Das Kunststoffgehäuse hat Jabra wieder wie bereits bei dem Vorgängermodell mit einer speziellen mattierten Beschichtung versehen, die für eine sehr gute Griffigkeit sorgt, was sich auch positiv bei der Entnehmen der In-Ears aus dem Case sowie beim Einsetzen ins Ohr auswirkt.

Wie bereits erwähnt, ist der Steg an beiden In-Ears deutlich kleiner geworden und nur noch als kleine, fast spitz zulaufende Form am äußeren Teil des Gehäuses zu sehen. In den kleinen länglichen Öffnungen im blauen Teil des Gehäuses befinden sich wiederum ebenfalls an jeder Seite ein Mikrofon. Diese werden jedoch für die zusätzliche HearThrough-Funktion genutzt. Dabei werden, sofern gewünscht via Knopfdruck die Außengeräusche zum Teil zur Musik beigemischt, sodass man z. B. unterwegs auf den Straßen nicht komplett abgeschirmt ist. 

Das Gehäuse der Jabra Elite Active 75t wurde wie bereits beim Vorgängermodell aus drei Teilen gefertigt. Dem inneren Teil, der unter anderem den Ohrkanal umfasst, welcher leicht geschwungen verläuft, sodass dieser in nahezu sämtliche Ohrkanalöffnungen passt. Der mittlere Teil, in dem zusammen mit dem inneren Teil die komplette Technik (Akku, Sensoren, Treiber usw.) verbaut wurde und der äußere Teil, welcher nicht nur die Mikrofone abdeckt, sondern zugleich auch die Tasten an jedem Ohrhörer an der jeweiligen Position fixiert. Die runde Taste mit dem Jabra Schriftzug, schließt an beiden In-Ears bündig mit dem Gehäuse ab und ermöglicht somit umfangreiches Bedienen über die In-Ears, ohne das man das Smartphone zur Hand nehmen muss.

True Wireless In-Ears werden wie gewöhnlich über das zugehörige Lade-Case aufgeladen, daher befinden sich an beiden In-Ears, an der Innenseite je zwei Golde Ladekontakte. Direkt daneben ist ein kleines rundes Loch, in dem sich an beiden In-Ears der Annäherungssensor befindet. Dieser Sensor ist sehr praktisch, da dieser dafür sorgt, dass die Musik automatisch gestoppt wird, sobald man einen der beiden Ohrhörer aus den Ohren heraus nimmt.

Jabra bietet die Elite Active 75t aktuell in sechs umfangreichen Farben an, sodass für jeden etwas Passendes dabei sein sollte. Zur Auswahl steht neben „Navy“ der Farbe meines Testgeräte auch noch: Titan-Schwarz, Kupfer-Schwarz, Grau, Mint, Sienna. Bei den beiden mehrfarbigen Modellen ist der Knopf nicht schwarz, sondern dann eben Titan- oder Kupfer-farben, bei den anderen vier Geräten, wie auch bei meinem Testgerät, ist dann die komplette Außenseite in einer Farbe gehalten.

Bei den neuen Jabra Elite Active 75t setzt Jabra erneut auf die gleiche Verbindungstechnologie, sodass man die Ohrhörer zwar auch hier problemlos im Mono-Betrieb verwenden kann, jedoch hat man hierbei nicht die freie Wahl, sondern muss den rechten In-Ear immer nutzen. Dies liegt daran, dass nur der rechte Ohrhörer ein Bluetooth-Chip verbaut hat und es sich somit dabei um den sogenannten Master handelt. Der linke In-Ear wiederum baut mit diesem via NFMI (Near Field Magnetic Induktion) eine Verbindung auf und empfängt darüber die Daten mit einer möglichst geringen Verzögerung, die ein Mensch nicht wahrnehmen kann.

Ladecase

Beim Material des Lade-Case setzt Jabra auf exakt dasselbe wie auch bei den In-Ears. Kurz gesagt, das Case hat nicht nur exakt dieselbe Farbe, sondern auch Oberflächenstruktur bzw. in diesem Fall die spezielle gummiartige Beschichtung. Diese sorgt dafür, dass das Case nicht nur robuster gegen Kratzer ist, sondern auch gegen Schweiß, Wasser und Staub geschützt wird.

Das Case fällt mit den Maßen: 62,4 x 36,6 x 27 mm (L x B x T) nochmals etwas kompakter als das von dem Vorgängermodell aus. Dadurch kann man das Case sehr gut in der Hosentasche verstauen, ohne das es hierbei gleich bescheiden Aussehen würde. Trotz das Jabra die Akkukapazität erhöht hat, ist das Gesamtgewicht des Case inkl. der beiden In-Ears von 53 g auf 46 g gesunken. Das ist sehr gut, denn so was ist nicht selbstverständlich, schließlich bringt ein größerer Akku eigentlich auch mehr Gewicht mit sich.

Das Case ist wie viele andere recht unspektakulär gehalten worden. Bis auf den dezent gehaltenen ca. 1 mm tief eingeprägte Jabra Schriftzug gibt es keine weiteren Erkennungsmerkmale, die bei Case direkt auf Jabra deuten würden. Praktisch finde ich im Vergleich zum Vorgänger, dass man das Case nun nicht mehr hinlegen muss, sondern durch den konkav ausgeführten Boden, dies nun direkt auf den Schreibtisch oder Nachttisch abstellen kann. Zudem hat man dadurch den Ladenanschluss bewusst nicht mehr an der Unterseite platziert, sondern nach hinten unterhalb des Scharniers gesetzt. Dabei handelt es sich außerdem um einen modernen USB-C-Anschluss, was ich aufgrund meiner vielen USB-C Geräte sehr schätze. Unmittelbar neben dem Lade-Anschluss befindet sich noch eine kleine LED, welche je nachdem wie diese leuchtet, darauf hinweist, ob der Akku vom Case voll ist, oder noch geladen wird. 

Beim Schließmechanismus hat Jabra ebenfalls nachgebessert. Dieser wird nun nicht mehr durch einen Riegel, der einrastet verschlossen, sondern wie es die meisten Hersteller machen, über praktische Magnete im Case. Diese halten das Case absolut sicher geschlossene, jedoch fehlt mir hier eine kleine Griffmulde, sodass ich beim Öffnen entweder beide Hände nehmen muss oder den unteren Teil vom Case nach unten abstützen muss, wehrend ich den Deckel nach hinten öffnen. Eine weiter Neuerung ist nun, dass auch die beiden In-Ears sicher in ihren Plätzen gehalten werden, was hier natürlich selbstverständlich auch über ausreichend starke Magnete realisiert wird. So kennt man es inzwischen von zahlreichen Herstellern und das System hat sich absolut durchgesetzt.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung ist, wie ich es bereits von den bisher getesteten Produkten aus dem Hause Jabra kenne, sehr gut. Alle Bauteile der neuen Jabra Elite Active 75t wurden sehr sauber verarbeitet, sodass es keine unschönen Übergänge gibt, und die Kunststoffbauteile fühlen sich haptisch sehr gut an.  

Da Jabra die Elite Active 75t mit der höheren Schutzklasse IP57 versehen hat, bieten diese nun weiterhin einen sehr guten Staubschutz, jedoch wurde der Schutz gegen Wasser erhöht, sodass diese zeitweise sogar ohne Problem ins Wasser untergetaucht werden können. Zuvor gab es bei den Vorgängern „nur“ einen Schutz gegen Strahlwasser. Daher handelt es sich hier vom Schutz um den perfekten In-Ear Kopfhörer für den Sport, denn auch Schweiß kann den In-Ears kein Schaden zufügen.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5)
FarbeNavy (blau), weitere Farbe: Titan-Schwarz, Kupfer-Schwarz, Grau, Mint, Sienna.
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 7,5 h
Gesamt somit: 28 h
Gewicht 46 g (Ohrhörer und Ladebox)
11 g (beide Ohrhörer)
35 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5.0 mit AAC/ SBC-Audio-Codec
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 6,0 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
LieferumfangJabra Elite Active 75t True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: S, M (an Kopfhörern befestigt), L
Ladebox
USB-Typ-C-Ladekabel
Benutzerhandbuch
Warnhinweise
Technische Daten der Jabra Elite Active 75t

Tragekomfort

Die kompakteren Maße der Jabra Elite Active 75t sorgen dafür, dass diese deutlich unauffälliger in den Ohren sitzen. Außerdem finde ich das neue Gehäuse auf Dauer angenehmer zu tragen, ohne das man dabei auf den sicheren Halt, welchen man bei den Vorgängern hatte, verzichten muss. Jabra hat das neue Design an Tausenden von Ohren getestet und dies laut eigener Aussage bis zur perfekten Passform ausgearbeitet. Die neue Form gewährleistet im Zusammenspiel mit den verbesserte earGels-Aufsätzen einen sicheren und zugleich bequemen Halt und dies selbst ohne sogenannt Sport-Einsätzen. Damit beim Sport die Ohrhörer da bleiben, wo diese hingehören, wurde die Innenseite mit einer Griffbeschichtung versehen, welche ihren Job sehr gut macht.

Durch das neue Design ist es Jabra erfolgreich gelungen, den Druck auf die Ohren deutlich spürbar zu reduzieren, sodass man die In-Ears nun problemlos über mehrere Stunden tragen kann. Was bei mir beim Vorgängermodell nicht wirklich der Fall war. 

Bei den Elite Active 75t liefert Jabra insgesamt drei verschieden große EerGel Silikon-Aufsätze mit. Dabei handelt es sich wie gewohnt um die Größen: S; M und L, von denen die Mittleren, also M, bereits vormontiert wurden. Damit kann man die Ohrhörer wie gewohnt weitestgehend dem eigenen Ohrkanal anpassen und dafür sorgen, dass man den perfekten Kompromiss zwischen sicherem Halt und bestem Klang erreicht.

Durch die ohrfüllende Form und die richtige Wahl an EarGels-Aufsätzen decken die Jabra Elite Active 75t sehr gut den Ohrkanal ab, was dazu führt, dass die beiden Ohrhörer selbst ohne verbaute ANC-Funktion eine grundsolide Umgebungsreduzierung bieten. Diese ist jedoch natürlich nicht mit einem echten ANC zu vergleichen, doch wie bereits erwähnt wird diese tolle Funktion mit einem Software-Update gegen Ende Oktober kostenlos nachgereicht. 

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Beide Multifunktionstasten an den Jabra Elite Active 75t besitzen einen sehr angenehmen Druckpunkt. Über diese Tasten lassen sich an beiden Seiten unterschiedlich Befehle ausführen, je nachdem wie lange bzw. häufig man die jeweilige Taste betätigt. Sollte man vielleicht mal gerade nicht wissen, welche Taste hier wann und wie welchen Befehl ausführt, wird einem dies auch wunderbar in der App erklärt. Praktisch und für mich persönlich sehr wichtig ist es, dass man alle Befehle direkt über die In-Ears steuern kann, sodass man definitiv das Smartphone in der Hosentasche lassen kann.

Zum Ein- und Ausschalten genügt es wie bei eigentlich allen True Wireless In-Ears, die Ohrhörer einfach in das Ladecase einzusetzen bzw. diese zu entnehmen. Das ist definitiv die einfachere Methode und wird in den meisten Fällen gemacht, denn anschließend sind die In-Ears direkt sicher aufbewahrt und werden direkt aufgeladen. Alternativ kann man zum Ausschalten auch an beiden Ohrhörern die Multifunktionstaste kurz gedrückt halten. Zum Einschalten wiederum dann beide Tasten für ca. 1 Sekunde betätigen.

Nun weiter zur Bedienung, betätigt man die Taste am rechten In-Ear kurz, dann wird die Musik direkt gestartet bzw. wenn diese gerade schon gespielt hat, pausiert. Drückt man dieselbe Taste wiederum, während ein Anruf eingeht, kann man diesen annehmen und später ebenso bequem darüber beenden. Sollte man jedoch gerade nicht ans Telefon rangehen wollen, dann kann man die Taste Zweimals antippen und der eingehende Anruf wird einfach abgewiesen. Sofern man nicht gerade telefoniert, kann man durch Zweimaliges hintereinander Antippen am rechten In-Ear auf den Sprachassistenten zugreifen. Dabei stehen sowohl die integrierten Assistenten wie z. B. bei iOS Devices (Siri) und bei Android-Smartphones (Google Assistant) als auch der zusätzliche Sprachassistent aus dem Hause Amazon (Alexa) zur Verfügung. Zu guter Letzt wir auf der rechten Seite auch die Lautstärke erhöht, dazu die Taste solange betätigt halten, bis die gewünschte Lautstärke erreicht wurde.

Kommen wir zur linken Taste, diese führt ebenfalls mehrer Funktionen aus. Die Lautstärke zu reduzieren erfolgt hier identisch zur rechten Seite, dazu einfach länger die Taste am linken In-Ear betätigen. Die Titel-Auswahl erfolgt ebenfalls hier auf der linken Seite, dazu genügt ein zweimaliges drücken, um einen Musiktitel vorzuspringen und ein dreimaliges, um den eben angespielten Titel erneut wiederzugeben. Drückt man anschließend direkt erneut dreimal die Taste, dann gelangt man zum Musiktitel davor. Zu guter Letzt bedient man hier noch die HearThrough- und Sidetone-Funktion, um HEarThrough zu aktiveren bzw. zu deaktivieren, drückt man die linke Taste einmalig und ein erneutes betätigt, deaktiviert diese wieder. Sidestone wird aktiviert, indem man die linke Taste zweimal antippt, dadurch hört man sofern gewünscht beim Telefonieren die eigene Stimme, damit man vielleicht nicht unnötig laut in der S-Bahn brüllt, da man durch die Isolierung der In-Ears eventuell automatisch und völlig unbewusst lauter redet als normalerweise üblich.

Die Bedienung ist soweit logisch durchdacht aufgebaut und nach kurzer Zeit sollte man sich hier an die Bedienung gewöhnen. Natürlich haben physischen Tasten ein typisches Problem, und zwar, dass man sich durchs betätigen von diesen sich die Ohrhörer leicht ins Ohr drückt, was durchaus unangenehm sein kann. Doch da kommt man als Hersteller nicht anders drumherum, als wenn man dann lieber auf eine Touch-Steuerung zurückgreift, jedoch hat auch diese ihre Nachteile.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Klanglich sollen die Jabra Elite Active 75t keine Wünsche offenlassen, denn nach der kostenfrei zur Verfügung gestellten App „Sound+“ kann man das Klangbild den eigenen Vorlieben anpassen, indem man entweder aus mehreren voreingestellten Soundprofilen seinen Favoriten auswählt oder das Klangbild selbst via 5-Band-Equalizer in der App anpasst, bis die In-Ears genau so klingen, wie man es möchte. Hier bietet Jabra viel Möglichkeiten, sodass man damit klanglich definitiv keinen Kompromiss eingehen muss.  

Bei der Klangbeschreibung konzentriere ich mich persönlich jedoch rein auf das von Werk eingestellte Klangbild. Schließlich bevorzugt hier jeder einen etwas anderen Klang und daher ist es hier meiner Meinung sinnlos, den Klang nach meinen Einstellungen zu beschreiben.

Doch bevor ich euch den Klang der Jabra Elite Active 75t ausführlich beschreiben werde, möchte ich noch kurz einige technische Daten der In-Ears verraten. In jedem der In-Ear sitzt neben einem Akku und einiges an anderer, sehr kleinen Elektronikteilen auch ein 6 mm großer dynamischer Treiber. Diese Treiber decken die reguläre und völlig ausreichende Bandbreite von 20 Hz – 20.000 Hz ab. Bei den hochwertigen Audio-Codecs haben alle Apple-User ein Vorteil, denn die Jabra Elite Active 75t unterstützen wie bereits deren Vorgänger den AAC-Audio-Codec (Advance Audio Coding). Somit haben diese den verlustfreieren und besseren Klang, ganz anders als die Android-User, denn deren aptX-Codec, wird hier leider nicht unterstützt, was jedoch nicht heißt, dass hier die Musik schlecht klingt.

Zunächst möchte ich erwähnen, dass ich beim zuspielen der Musik über mein iPhone, bei dem der AAC-codierte Inhalt übertragen wird, ein dezentes Grundrauschen vorhanden war. Dieses ist jedoch nur bei absoluter Stille wie z. B. daheim zu hören, sobald man unterwegs ist oder Musik wiedergibt, wird dieses vollständig überdeckt.

Von Werk aus hat Jabra den Klang des 6 mm Treiber so abgestimmt, dass dieser einen guten und ausgewogenen Klang wiedergibt. Hier gibt es definitiv keine Kritik zu äußern, denn selbst wenn euch der Bass hier zu mau sein sollte, kann man mit der richtigen EQ-Kurve die Schwächen problemlos anpassen. Ich persönlich habe den Bass via Equalizer etwas angepasst, denn von Werk aus hat es mir hier etwas am Tiefgang gefehlt. Die Mitten sind soweit eindringlich, könnten meiner Meinung nach jedoch auch etwas kräftiger sein, doch auch hier ist es kein Problem, diese Schwäche in der App auszubessern. Zu guter Letzt kann ich die Höhen als sehr detailreich, aber zugleich schön luftig bezeichnen. Diese rundum gut gelungene Abstimmung sorgt zudem dafür, dass die räumliche Bühne sehr weiträumig ist. Außerdem bieten die In-Ears einen ordentlichen maximalen Output, sodass hier genug Reserven verfügbar sein sollten.

Jabra versteht aufgrund der Erfahrung mit Headsets sehr gut, wie man Produkte entwickelt, die eine sehr gute Sprachverständlichkeit bieten. Hierfür hat Jabra seine verbesserte 4-Mikrofontechnologie verbaut, welche störende Hintergrundgeräusche herausfiltern soll. Dies ist hier nicht nur ein Versprechen, sondern gelingt hier erstaunlich gut, selbst in lärmintensiven Bereichen und einer windigen Umgebung kann man ohne große Störungen Anrufe entgegennehmen. Klar, 100 % lässt sich das Windrauschen definitiv nicht herausfiltern, denn hierfür wäre ein anderes Mikrofon mit speziellem Windschutz notwendig.

Dank der Unterstützung von Bluetooth 5.0 bieten die Jabra Elite Active 75t eine stabile und zudem unterbrechungsfreie Verbindung zum Zuspielgerät. Was die Latenz angeht, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. kann ich mich definitiv nicht beklagen. Die Verzögerung ist nicht wirklich feststellbar, sodass sich die Ohrhörer perfekt dazu eigenen, darüber Filme und kurze Videos anzusehen.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

App

Jabra bietet für sämtliche Kopfhörer egal ob In-Ear oder Over-Ear Modelle, eine App Namens „Jabra Sound+“ kostenlos zum Download an. Prinzipiell kann man alle Kopfhörer problemlos auch ohne diese nutzen, doch um die In-Ears mit den vielen tollen und nützlichen Funktionen zu nutzen oder um verfügbare Updates zu installieren, ist die App absolut unerlässlich. Um die App nutzen zu können, ist es nicht nötig, sich zu registrieren oder persönliche Daten anzugeben.

Jabra Sound+
Preis: Kostenlos
Jabra Sound+
Preis: Kostenlos

Zum Einrichten wählt man aus einer Auswahl an kompatiblen Produkten das aus der Liste aus, welches man verbinden möchte. Anschließen wird einem sehr verständlich und Schritt-für-Schritt eine Anleitung gezeigt, die einem dabei hilft, die Ohrhörer in den Pairing-Modus versetzt und einzurichten. Ist dies soweit getan und die In-Ears sind erfolgreich eingerichtet, landet man beim Starten der App immer auf der Startseite mit dem Namen „Headset“.

In diesem Menü kann man direkt ganz oben nicht nur die beiden In-Ears sehen, sondern zudem deren Akkustand in % und auch der vom Lade-Case. Direkt darunter kann man die Einstellungen „Mein Moment, Pendeln oder Fokus auswählen. Dabei sind diese vom Werk aus alle identisch, doch der Clou dabei ist, dass man damit drei Profile erstellen kann, kurz gesagt, man kann z. B. je nach Situation den EQ so einstellen, wie er einem dabei gefällt und dann direkt über die Schaltfläche „Speichern) auf das jeweils zuvor gewählte Profil Speicher. Direkt dazwischen befindet sich der Schieberegler, um den HearThrough-Modus zu aktiveren und anschließend auch in der Intensität zu regeln. Also man kann dann bestimmen, wie sehr die Umgebungsgeräusche durchgelassen werden sollen oder eben nicht. 

Direkt unterhalb des 5-Band Equalizer kann man auch aus fertigen Musik-Voreinstellungen wählen. Daher einfach einmal alles durchprobieren oder wenn nichts dabei sein sollte, einfach selbst sein Profil erstellen. Zu guter Letzt findet man ganz unten noch die bereits bekannte Soundscape-Funktion, mit der man sich verschiedene Klänge wie. Z. B. Regen, Wasserfall usw. in die Kopfhörer übertragen und dabei eventuell entspannen kann. Ob man dies braucht, ist jedoch jedem selbst überlassen. 

Sofern man auf der „Headset-Seite“ ganz oben ist, sieht man rechts ein Zahnrad-Symbol, über welches man ins Einstellungsmenü gelangt. Hier kann man z. B. prüfen, ob es neue Firmware für die In-Ears gibt oder Klangerlebnis-, Anruferlebnis- oder Headset-Unterstützungs- Einstellungen vornehmen.

Beim zweiten Untermenü mit der Bezeichnung „Entdecken“ werden einem ein paar Infos angezeigt z. B. ob es aktuell ein Firmwareupdate für die Kopfhörer gibt, oder man kann die Kopfhörer nach einer Registrierung hier jederzeit orten usw. Unter dem Punkt „Über“ kann man wiederum das Benutzerhandbuch oder die Kurzanleitung einsehen sowie auf technische Informationen zugreifen usw.

(App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akkulaufzeit

Das Lade-Case, in welchem die Ohrhörer aufbewahrt und zudem aufgeladen werden, wurde nochmals etwas kompakter als das der Jabra Elite Active 65t gefertigt. Das Lade-Case passt bei mir problemlos in jede Hosentasche, egal ob Jeans oder Jogginghose. Zwei unterschiedliche LEDs, eine an der Rückseite vom Case und je eine an den beiden In-Ears informieren über den Ladestand der Kopfhörer bzw. vom Case, sodass man immer sehen kann, wenn der Akku aufgeladen werden sollte, sofern man sich die Farben eingeprägt hat.

Bedeutung der Batterieanzeige am Case und an den In-Ears

Das neue Design und die neue Technik vom Case und den beiden In-Ears erhöht die Akkulaufzeit von 5 Stunden (Jabra Elite Active 65t) auf ausreichende 7,5 Stunden am Stück. Durch die zusätzliche Möglichkeit, die Ohrhörer im Case dreimal wieder voll aufzuladen, kommt man dadurch auf eine Akkulaufzeit von max. 28 Stunden. Hiermit kann man deutlich besser leben als mit der doch knapp bemessen Laufzeit der Vorgängers.  

Für eine volle Aufladung des Ladecase benötigt man mit einem zusätzlichen 500 mAh Netzteil knapp 2 Stunden und 20 Minuten. Für diejenigen, die jedoch vergessen haben, die In-Ears aufzuladende und in Kürze ins Fitnessstudio wollen, ist die integrierte Schnellladefunktion sehr praktisch. Dank dieser kann man nämlich innerhalb von 15 Minuten die In-Ears soweit aufladen, dass diese wieder für gut 60 Minuten Audiowiedergabe bereit sind.

Bluetooth & Signalqualität

Jabra setzt bei den Elite Active 75t auf einen aktuellen Bluetooth 5.0 Chip. Dieser liefert in meinem Test eine stabile Verbindung von knapp über 10 Metern. Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei allen Kopfhörer über die Bluetooth-Einstellungen, doch dass diese euch angezeigt werden, müssen diese erst noch in den Kopplungsmodus versetzt werden. Dabei werden diese eigentlich wie bei sämtlichen True Wireless Kopfhörer automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase, in eben genau diesen Modus versetzt. Hierfür muss man diese dann bei Jabra aus der Verpackung nehmen und ins Case einsetzten und voll aufladen lassen, sobald dies geschehen ist, kann man diese direkt entnehmen und in den Bluetooth-Einstellungen auswählen.  

Möchte man die Jabra In-Ears mit einem weiteren Gerät Koppeln, ist dies problemlos möglich, hierzu kann sich jedes Jabra-Produkt nämlich bis zu 8 verschiedene Geräte merken. Sobald man wiederum ein 9 Geräte damit koppelt, wird das Gerät gelöscht, welches am wenigsten genutzt wurde. Außerdem kann man mit den Jabra Elite Aktiv 75t mit zwei Geräten gleichzeitig eine Bluetooth-Verbindung aufbauen, während wiederum nur ein Gerät zur Musikübertragung genutzt werden kann.

Sofern man ein zusätzliches bluetoothfähiges Gerät mit den Jabra Elite Aktiv 75t koppeln möchte, muss man diese in den Pairing-Modus versetzen. Dazu einfach die beiden In-Ears aus dem Lade-Case entnehmen und direkt an beiden Ohrhörern die Multifunktionstaste für 3 Sekunden gedrückt halten, bis die Status LED blau aufblinkt. Anschließend werden die In-Ears in den Einstellungen angezeigt und können wie gewohnt mit dem jeweiligen Device verbunden werden.

(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den neusten Jabra Elite Active 75t hat Jabra ein sehr gutes paar True Wireless In-Ears im Sortiment, bei denen man genau an den richtigen Stellen nachgebessert hat. Das Ergebnis sind rundum noch überzeugende In-Ear Kopfhörer, welche mit einem sehr guten Funktionsumfang punkten können und bequem im Ohr sitzen. Apropos Funktionsumfang, dieser wird ja, so wie ich bereits angekündigt habe, in den nächsten vier Wochen durch eine zusätzliche ANC-Funktion erweitert. Daher sind die Jabra Elite Aktiv 75t besonders interessant, denn klanglich und von vielen weiteren Punkten konnten diese mich soweit schon sehr überzeugen und Jabra hat hier in vielen Punkten nicht zu viel versprochen.

Preis/Leistung

Die UVP der Jabra Elite Active 75t ist mit 199,99€ festgesetzt. Online sind diese jedoch je nach Farbe aktuell bereits für knapp über 180€ inkl. Versand erhältlich. Nicht gerade wenig Geld, denn ab 150€ kann man inzwischen schon gut klingende True Wireless In-Ear Kopfhörer mit ANC erwarten. Hier bessert Jabra jedoch auch nach und integriert genau diese Funktion, was den Preis meiner Meinung nach mehr rechtfertigt. Die In-Ears überzeugen soweit rundum sehr und auch die App wurde sinnvoll designt und ist sehr übersichtlich gestaltet, trotzt eines üppigen Funktionsumfangs.

Jabra Elite Active 75t

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Jabra.com/de

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