Teufel Supreme On

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Kopfhörer-ArtOn-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth-Kopfhörer (Bluetooth 5) mit ShareMe-Funktion
FarbeSpace blue; weitere Farben: Sand white, Night black, Moon gray, Ivy green und Pale gold
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: bis zu 30 Stunden
Ladezeit: 2 Stunden
Schnellladefunktion: 15 Minuten für 60 Minuten Musikwiedergabe.
Gewicht 176 g
MaterialKunststoff/Aluminium/ Textil
KonnektivitätBluetooth 5.0
LieferumfangSupreme On Kopfhörer
1,20 Meter langes 3,5mm Klinkenkabel (blau)
1 Meter langes USB-C-Ladekabel
Kopfhörer-Beutel
Technische Daten des Teufel Supreme On

Tragekomfort

Beim Teufel Supreme On handelt es sich, wie schon dessen Bezeichnung vermuten lässt, um einen On-Ear Kopfhörer. Daher liegt dieser direkt auf den Ohren auf und besitzt kleinere Ohrmuscheln (65 mm) als ein Over-Ear Kopfhörer, der mit seinen größeren Ohrmuscheln und meisten dickeren Polstern die Ohren umschließt. 

Durch den flexiblen Kopfbügel und des geringe Anpressdruckes, der durch die Ohrpolster aus Memory-Foam und Kunstleder resultiert, drückt bei dem Teufel Supreme On selbst nach mehreren Stunden nichts und dies angeblich selbst bei Brillenträgern. In der Realität ist dies jedoch sehr von den Bügeln eurer Brille abhängig und im direkten Vergleich hat mit der Teufel Airy On-Ear Kopfhörer in der Kombination mit einer Brille besser gefallen. Ohne Brille wiederum hat der Supreme On selbst beim Joggen sehr gut gehalten, wodurch ich behaupten kann, dass es sich hierbei um ein On-Ear Kopfhörer handelt, den man auch im Sportstudio usw. tragen könnte.

Versehentlich ist es mir beim Aufsetzen passiert, dass ich den Kopfhörer falsch herum aufgesetzt habe, sodass die linke Ohrmuschel rechts und die rechte Ohrmuschel links auf dem Ohr aufgelegen war. Hierbei hatte ich das Gefühl, dass sowohl der Anpressdruck als auch der Tragekomfort nochmals minimal besser waren. Ist zwar etwas komisch, warum dies so ist, jedoch ist der Tragekomfort wie bereits erwähnt auch schon beim richtigen Tragen ganz gut. Als Linkshänder könnt es doch von Vorteil sein, den Kopfhörer andersherum aufzusetzen, warum verrate ich euch im nächsten Punkt „Bedienung“.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Teufel setzt beim Supreme On auf die Steuerung via Joystick, was nichts Unbekanntes und neu Erfundenes ist, sondern mir persönlich bereits vom Marshall Mid ANC bekannt war. Dabei kann man diesen kleinen Joystick in vier Richtungen bewegen und drücken, sodass man je nachdem in welche Richtung man diesen betätigt, verschiedene Befehle ausführt. Für mich ist dies das beste Bedienkonzept, da man sich zum einen das mühsame Ertasten der vielen ähnlichen Tasten an den Ohrhörern spart und es zu keinen Fehleingaben wie bei der Touch-Bedienung kommt.

An der linken Seite des Teufel Supreme On gibt es neben der mittig nach unten gerichteten 3,5 mm Klinkenbuchse ein nach vorne gerichtetes Mikrofon für Telefonate usw. sowie eine nach hinten ausgerichtete USB-C Ladebuchse und direkt daneben der leicht vertiefte Power-Button inkl. Status-LED. Über diesen Knopf schaltet man durch 2 Sekunden gedrückt, halten den Kopfhörer ein-/ aus oder kann auch durch Zweimaliges betätigen, den Bluetooth-Kopplungsmodus aktivieren. Die kleine Status-LED gibt Informationen über den Batterie-/Ladezustand des Supreme On. Direkt nach dem Einschalten zeigt einem die LED nämlich direkt den Ladestand des Akkus an. Dabei steht ein durchgängiges weißes Aufleuchten für 3 Sekunden dafür, dass die Kapazität des Akkus noch hoch ist (45 – 100 %, dasselbe in Gelb leuchtend bedeutet mittlere Kapazität (21 – 44 %), während rot pulsierend eine niedrige Kapazität anzeigt (11 – 20 %) und sobald die LED schnell rot aufblinken sollte, ist der Akku nur noch gering (1 – 10 %). Spätestes dann sollte man den Akku aufladen, denn sobald sich der Akku nach dem roten Licht ausschaltet, ist der Akku zu leer.  

Die rechte Ohrmuschel beherbergt den besagten und von mir bereits groß gelobten Joystick. Darüber kann man durch dessen betätigen, also dann, wenn man diesen drückt, die Musikwiedergabe pausieren oder fortsetzen. Drückt man den Joystick wiederum nach oben, sprich nach hinten, dann wird die Lautstärke der Musik stufenweise erhöht oder solange, bis man den Joystick nicht mehr in diese Richtung drückt hält. Um die Lautstärke wiederum zu verringern, drückt man den Joystick nach unten bzw. nach vorne. Um den aktuell wiedergegebenen Musiktitel zu überspringen, betätigt man den Joystick nach rechts, also nach außen und sobald man dies in die entgegengesetzte Richtung macht, spielt man den vorherigen Titel erneut ab. Das in der Bedienungsanleitung beschriebene vor-und zurückspulen klappt bei mir in Verbindung mit meinem iPhone und Apple Music jedoch leider nicht, jedoch nutze ich diese Funktion sowieso nicht. 

Über den Teufel Supreme On kann man jedoch nicht nur die Musik steuern, sondern auch den Sprachassistenten aktivieren und Telefonieren. Sofern man, während man den Kopfhörer verwendet, auf den Sprachassistenten zugreifen möchte, drückt man zweimal den Joystick, was jedoch nur geht, wenn man gerade nicht telefoniert. Sobald ein Anruf eingeht, wird eure Musik automatisch angehalten und wieder am selben Punkt fortgesetzt, sobald man aufgelegt hat. Geht gerade ein Anruf ein, kann man diesen durch einmaligen betätigen des Bedienknopfes annehmen und ablehnen, wenn man diesen zweimal drückt.

Dank der Funktion Smart-Pause wird die Musik automatisch pausiert, wenn ihr den Kopfhörer absetzt und wieder fortgesetzt, wenn dieser wieder aufgesetzt wird. Dies gelingt Teufel dadurch, dass man hier im Kopfhörer Annäherungssensoren verbaut hat, die erkenne, ob man den Kopfhörer trägt oder nicht. Diese Funktion kann jedoch in der App oder via Tastenkombination deaktiviert werden, sofern diese von euch nicht gewünscht wird. Meiner Meinung nach ist diese Funktion jedoch sehr praktisch, da diese durchaus dabei hilft, Akkukapazität einzusparen.

Vorhin habe ich kurz erwähnt, dass es von Vorteil sein kann, als Linkshänder den Kopfhörer verkehrt herum aufzusetzen. Dies liegt daran, dass der Joystick an der rechten Ohrmuschel platziert wurde und so als Linkshänder etwas umständlich zu bedienen bzw. zu erreichen ist. Daher kann es meiner Meinung nach von Vorteil sein, den Kopfhörer verkehrt herum aufzusetzen. 

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir nun zum Wohl wichtigsten Themen eines Audio-Produktes, dem Klang. Diesen habe ich ja zu Beginn des Testberichtes bereits gelobt, doch nun möchte ich diesen hier natürlich ausführlich erläutern.  

Doch der Reihe nach zuvor Beginnen wir wie gewohnt mit den technischen Details. Hierbei setzt Teufel auf die bereits bewährten 40-mm-Linear-HD-Treiber, welche mit einem leichten Neodym-Magneten und einer verkupferten Aluminiumschwingspule angetrieben werden. Dieses Setup kam so bereits im Teufel Airy On-Ear Kopfhörer zu Einsatz und hatte hier bereits trotz eines geringeren Volumens der Ohrmuscheln positiv überzeugen könne. Hier beim Teufel Supreme On steht dem Setup noch etwas mehr Gehäusevolumen zur Verfügung, sodass sich dies positiv auf den Klang auswirken sollte. Den Frequenzgang gibt man wiederum mit guten 10 – 20.000 Hz (Webseite) an, während man in der Bedienungsanleitung von 20 Hz bis 20.000 Hz spricht, die Nennimpedanz beträgt wiederum 26 Ohm, sodass der Kopfhörer bei sämtlichen Zuspiel-Geräten einen lauten Output bietet. Damit eine qualitativ und verlustfreie Musikwiedergabe unterstützt wird, unterstützt der Teufel Supreme On sowohl aptX für Android- und AAC für Apple Devices.

Für Teufel typisch punktet der Supreme On mit einer knackigen und druckvollen Basswiedergabe. Die Mitten sind griffig, verstecken sich meiner Meinung nach jedoch etwas zu sehr hinter den kräftigen Bässen. Den Höhen geht es hier zwar ähnlich wie den Mitteln, aber anders als die Mitten können diese sich mit einer sauberen Klangwiedergabe behaupten und sorgen für eine gute, transparente Raumabbildung. Die Wiedergabe des Klangbilds ist im Bluetooth-Modus allgemein frisch und unaufdringlich, jedoch kann ich davon bei der Wiedergabe mit Kabel nicht reden, denn über das Klinkenkabel, sofern man dieses überhaupt noch nutzt, überzeugt der Teufel Supreme On leider nicht ganz so sehr, hier fand ich die Abstimmung etwas verwaschen. 

Klanglich kann Teufels Supreme On zwar bei vielen Musik-Genres verwendet werden, doch gefallen hat mir der Kopfhörer vor allem bei Musik, die von einem kräftigen Bass profitiert, zu der Rock und Pop zählen. Ebenso hat mir die Stimmwiedergabe gut gefallen, sodass ich den Kopfhörer sehr gerne genutzt habe, um darüber einige Podcasts anzuhören.

Beim Telefonieren war ich im Test mit dem Supreme On soweit sehr zufrieden, das integrierte Mikrofon sorgt soweit für eine sehr gute Sprachqualität. Beim Ansehen von Videos und Filmen konnte ich zudem keine Verzögerungen feststellen, sodass die Latenz hier ebenfalls sehr gering ist.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Mit der Teufel Headphones App für iOS und Android bietet Teufel fortan die Möglichkeit, einige Einstellungen an den Kopfhörern vorzunehmen. Hier kann man dann unter andrem im Equalizer einen der folgenden Presets auswählen: Neutral, Klassik, Rock und Techno. Außerdem kann man auch ein benutzerdefiniertes Preset erstellen, was über die App auf den Kopfhörer übertragen wird und somit auch ohne die App genutzt werden kann.

‎Teufel Headphones
Preis: Kostenlos
Teufel Headphones
Preis: Wird angekündigt

Zudem wird es darüber ermöglicht, einige weitere Feinabstimmungen vorzunehmen, sodass man die automatische Pausenfunktion beim Abnehmen der Kopfhörer de-/aktivieren oder den Timer für die automatische Abschaltung bestimmen kann. 

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Zubehör

Neben dem Supreme On ist im Lieferumfang ein Transportbeutel aus Stoff mit Kordelzug enthalten. Dieser macht soweit einen guten Eindruck und sorgt dafür, dass darin der Kopfhörer inkl. der Zubehör verstaut werden kann und gut geschützt werden. Außerdem hat Teufel noch ein 1,20 Meter langes 3,5 mm Klinkenkabel mit einer Multifunktion-Tasten-Fernbedienung und ein ca. 1 Meter lange USB-A auf USB-C Ladekabel mit in die Verpackung gepackt.

(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)

Bluetooth & Signalqualität

Bei der Verbindung zwischen Kopfhörer und Zuspielgerät setzt man beim Supreme On auf das aktuelle Bluetooth 5.0, bei dem im Test eine gute Verbindung sowohl zu iOS- als auch Android Gräten geboten wird. Die Verbindung der Geräte erfolgt beim ersten Mal sehr einfach und schnell, da sich die Kopfhörer nach dem Einschalten direkt im Kopplungsmodus befinden. Anschließend muss man wie von allen Bluetooth-Geräten gewohnt in die Einstellung ins Smartphone navigieren und hier die Kopfhörer „Teufel Supreme On“ auswählen. Anschließend sind die beiden Geräte miteinander gekoppelt und die Ohrhörer verbinden sich nach dem Einschalten fortan automatisch mit dem Smartphone. Die noch einfacher und schnellere Verbindung erfolgt über NFC, was jedoch vom Zuspielgerät unterstützt werden muss, was bei Apple leider nicht der Fall ist.

Im Praxistest bietet der Teufel Supreme On zum Smartphone (bei mir ein iPhone 11 Pro Max), eine stabile Reichweite und unterbrechungsfreie Musikwiedergabe bzw. Verbindung. Die Reichweite liegt indoor bei knapp 12 Metern und outdoor war nach gut 30 Metern Schluss. Allesamt sehr gute Werte, die sich absolut sehen lassen können. Bei der Wiedergabe via Bluetooth profitieren Android- und Apple-User, denn hier wird sowohl der aptX- als auch der AAC-Codec unterstützt, welches eine Musikübertragung in nahezu CD-Qualität ermöglicht.

Der Teufel Supreme On unterstützt die neue Share-Me-Funktion aus dem Hause Teufel. Somit können zwei Kopfhörer völlig kabellos mit einem Smartphone verbunden werden, sodass jeder für sich mit dem eigenen Kopfhörer einen Film auf Netflix am Smartphone ansehen können. Vorausgesetzt, beide haben denselben Kopfhörer. Die Party-Funktion wiederum ermöglicht es, einen Kopfhörer mit zwei Zuspielgeräten zu verbinden, um dabei abwechseln die Musik von einem und dann vom anderen Gerät wiederzugeben. 

(Bluetooth & Signalqualität: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Teufel verspricht beim Teufel Supreme On eine Akkulaufzeit von bis zu 30 h. Hier gibt man jedoch im genauen Detail an, dass diese Laufzeit bei ca. 50 % der Lautstärke erreicht wird. Beim Verwenden von hochwertigen Audio-Codecs und normaler Lautstärke liegt die Laufzeit bei ca. 25 Stunden. Im Alltagstest, bei dem ich dann zudem noch gelegentlich telefoniert habe und Musik über 50 % der Lautstärke gehört habe, kam ich auf knapp über 20 Stunden. Mit dem USB-C Ladekabel kann der Kopfhörer innerhalb von 15 Minuten für ein Stunden Laufzeit aufgeladen werden, während man für eine komplette Aufladung des Akkus knapp 2 Stunden warten muss. Praktisch dabei finde ich, dass man den Teufel Supreme On anders als einige andere Kopfhörer während dieser aufgeladen wird, weiterhin nutzen kann.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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