ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO

In aller Kürze
Mit dem GOAT A1600 LiDAR PRO erweitert ECOVACS sein Portfolio um einen Mähroboter für mittelgroße bis große Gärten, der auf LiDAR-Navigation setzt und vollständig ohne Begrenzungskabel auskommt. Neben einer großen Schnittbreite und zahlreichen Komfortfunktionen verspricht der Hersteller vor allem eine einfache Einrichtung sowie eine präzise Navigation im Garten.
Im Praxistest musste der GOAT zeigen, wie gut diese Versprechen im Alltag tatsächlich funktionieren. Dabei überzeugte der Mähroboter in vielen Bereichen, offenbarte aber auch einige Punkte, bei denen noch Verbesserungspotenzial besteht.
Ob sich der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO gegen die starke Konkurrenz behaupten kann und für wen sich der Kauf lohnt, klären wir im ausführlichen Test.
Gefällt uns
- Präzise LiDAR-Navigation ohne Begrenzungskabel
- Sehr gutes Mähbild dank 33 cm Schnittbreite
- TruEdge-Trimmer reduziert die Nacharbeit an Rasenkanten
- Einfache Einrichtung und digitale Kartierung per App
- Komfortable elektrische Schnitthöhenverstellung
- Übersichtliche und stabile App
- Schnelle Ladezeiten und automatische Fortsetzung des Mähvorgangs
- Gute Hinderniserkennung bei Tageslicht
- Hochwertige Verarbeitung
- Regensensor direkt im Mähroboter integriert
Gefällt uns weniger
- TruEdge-Trimmer deutlich lauter als das eigentliche Mähwerk
- Hinderniserkennung bei Dämmerung weniger zuverlässig
- An No-Go-Zonen arbeitet der Trimmer nicht ganz so präzise wie an echten Rasenkanten
- Hinterradantrieb auf lockerem Untergrund einem Allradmodell unterlegen
ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO
TEIL 1
Verpackung
Bereits beim Auspacken hinterlässt der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO einen positiven Eindruck. Die Verpackung ist rundum bedruckt und liefert bereits auf den ersten Blick einen guten Überblick über die wichtigsten Funktionen des Mähroboters. Zwar setzt ECOVACS optisch eher auf eine zweckmäßige als auf eine besonders hochwertige Präsentation, dafür sind sämtliche Komponenten sauber angeordnet und für den Transport zuverlässig geschützt.
Der Mähroboter selbst wird zusätzlich von einem weichen, leicht schaumstoffartigen Schutzmaterial umhüllt. Dadurch ist das Gehäuse während des Transports zuverlässig vor Kratzern oder anderen Beschädigungen geschützt. Auch die übrigen Komponenten sind ordentlich verstaut und sicher verpackt, sodass beim Auspacken nichts lose im Karton liegt oder verrutschen kann.




Beim Lieferumfang zeigt sich ECOVACS großzügig. Die beiden Messerteller sind bereits mit insgesamt sechs Klingen ausgestattet – jeweils drei pro Messerteller. Zusätzlich legt der Hersteller zwölf Ersatzklingen inklusive passender Befestigungsschrauben bei. Damit steht einem längeren Einsatz zunächst nichts im Wege, ohne dass direkt neues Zubehör nachgekauft werden muss. Für den späteren Klingenwechsel befindet sich außerdem der passende Schraubendreher im Lieferumfang.
Auch an die Installation wurde gedacht. Die Ladestation wird inklusive Netzteil und einer zusätzlichen Kabelverlängerung geliefert, wodurch sich die Station auch dann flexibel platzieren lässt, wenn die nächste Steckdose etwas weiter entfernt ist. Das Ladekabel ist bereits mit der Ladestation verbunden, was den Aufbau zusätzlich vereinfacht. Für die sichere Befestigung im Boden liegen selbstverständlich die passenden Bodenanker bei. Das hierfür benötigte Werkzeug liefert ECOVACS in Form eines Inbusschlüssels direkt mit, sodass für die Montage kein eigenes Werkzeug benötigt wird.




Bei der Dokumentation setzt der Hersteller auf zwei Varianten. Neben einer klassischen, ausführlichen Bedienungsanleitung befindet sich eine großformatige Schnellstartanleitung im Karton, die die wichtigsten Schritte übersichtlich zusammenfasst. In der Praxis dürfte beides jedoch nur selten zum Einsatz kommen, denn die ECOVACS-App führt den Nutzer nach dem Einschalten Schritt für Schritt durch die gesamte Einrichtung. Von der Verbindung mit dem WLAN über die Inbetriebnahme bis hin zur ersten Kartierung werden alle notwendigen Schritte verständlich erklärt, sodass selbst Einsteiger kaum auf die gedruckten Unterlagen angewiesen sind.
Insgesamt hinterlässt der Lieferumfang einen durchdachten Eindruck und bewegt sich auf dem Niveau anderer Mähroboter dieser Preisklasse. Alle für die Inbetriebnahme erforderlichen Komponenten sind vorhanden, zusätzlich erleichtern die beiliegenden Ersatzklingen den Einstieg. Kleinere Wünsche bleiben dennoch offen: Einige zusätzliche Ersatzklingen hätten die Wartungsintervalle weiter verlängert und eine Ersatzspule für den integrierten Trimmer wäre eine sinnvolle Ergänzung gewesen, da auch sie zu den typischen Verschleißteilen zählt. Diese Punkte ändern jedoch nichts daran, dass der GOAT A1600 LiDAR PRO mit einem insgesamt gut abgestimmten und vollständigen Lieferumfang ausgeliefert wird.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Bereits beim Auspacken macht der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO einen modernen und durchdachten Eindruck. Die Oberseite des Gehäuses ist größtenteils weiß gehalten, während der untere Bereich in Schwarz beziehungsweise Anthrazit ausgeführt ist. Diese Zweiteilung passt gut zur technischen Ausrichtung des Mähroboters und lässt ihn modern wirken, ohne zu verspielt zu erscheinen.
Durch seine beiden Messerteller fällt der Mähroboter sichtbar größer aus als Modelle mit nur einem einzelnen Mähteller. Das überrascht zunächst nicht, denn die Konstruktion ermöglicht eine Schnittbreite von 33 Zentimetern. Zusätzlich verbreitert der seitlich angebrachte Trimmer das Gehäuse etwas. Anders als die beiden unter dem Roboter liegenden Messerteller bleibt er sichtbar und prägt damit das Erscheinungsbild des GOAT deutlich mit.




Der Trimmer ist von einem Borstenkranz umgeben, der Kanten und Hindernisse schützen soll, wenn der Roboter dicht an ihnen entlangfährt. Während des Einsatzes wird das Trimmerelement elektronisch abgesenkt. Auch die Schnitthöhe des eigentlichen Mähwerks lässt sich elektrisch verstellen. Solche beweglichen Elemente unterstreichen den modernen, beinahe futuristischen Charakter des Geräts.
Die Oberflächen sind überwiegend matt ausgeführt. Dadurch wirkt das Gehäuse weniger anfällig für sichtbare Fingerabdrücke als ein Hochglanzfinish. Der verwendete Kunststoff macht optisch einen soliden Eindruck, während stärker beanspruchte Bereiche teilweise aus Aluminium bestehen. Darauf gehen wir im Kapitel zur Verarbeitung noch genauer ein.




Auch die Sensorik ist sinnvoll in die Formgebung eingebunden. Der LiDAR-Turm sitzt im hinteren Bereich und wirkt durch die strukturierte, in das Gehäuse eingelassene Einfassung nicht wie ein nachträglich aufgesetztes Bauteil. Vorne befindet sich die Kamera für die Objekterkennung. Beide Komponenten sind klar sichtbar, passen aber dennoch stimmig in das Gesamtbild.
Der seitliche Trimmer fällt naturgemäß stärker auf, da er nicht unter dem Gehäuse verborgen ist. Gerade dadurch besitzt der GOAT A1600 LiDAR PRO aber auch einen hohen Wiedererkennungswert. Bei aktuellen Mährobotern ist ein solches Bauteil noch eher ungewöhnlich. Ob sich diese Lösung künftig auch bei anderen Herstellern stärker durchsetzt, bleibt abzuwarten.
Die Form gefällt insgesamt gut. Trotz der breiteren Bauweise wirkt der GOAT nicht unnötig klobig. Weiß, Schwarz und Anthrazit sind sinnvoll verteilt, LiDAR und Kamera wurden harmonisch eingebunden und der sichtbare Trimmer verleiht dem Roboter eine eigenständige Optik.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO hinterlässt bereits beim ersten Anheben einen stabilen Eindruck. Mit einem Nettogewicht von 17,8 Kilogramm gehört er nicht zu den leichtesten Mährobotern am Markt. Aufgrund seiner beiden Messerteller, der großzügigen Schnittbreite von 33 Zentimetern und der umfangreichen Sensorik ist das zusätzliche Gewicht jedoch nachvollziehbar. Trotz seiner Größe lässt sich der Roboter noch gut anheben und transportieren. Auf einen Allradantrieb verzichtet ECOVACS, stattdessen erfolgt der Antrieb über die beiden Hinterräder.
Das Gehäuse wirkt robust und ist klar auf den dauerhaften Einsatz im Garten ausgelegt. Gleichzeitig besitzt der verwendete Kunststoff eine gewisse Flexibilität, sodass kleinere Kollisionen nicht sofort zu Rissen oder Brüchen führen dürften. Dieser Eindruck setzt sich auch beim genaueren Betrachten fort. Die Spaltmaße sind überwiegend gleichmäßig, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge konnten wir nicht feststellen.
Klopft man auf die großen Gehäuseteile, fällt auf, dass sie sich stellenweise etwas hohl anhören. Das liegt daran, dass die Kunststoffteile konstruktionsbedingt nicht vollflächig aufliegen, sondern an definierten Befestigungspunkten verschraubt sind. Dieses Verhalten ist bei vielen Mährobotern zu beobachten und stellt aus unserer Sicht keinen Qualitätsmangel dar.




Lediglich im Bereich der hinteren Kotflügel gibt es eine kleine Auffälligkeit. Dort treffen jeweils zwei weiße Gehäuseteile aufeinander, wobei eines der beiden Bauteile auf beiden Seiten minimal hervorsteht. Dieser Versatz fällt nur bei genauer Betrachtung auf und hat keinerlei Einfluss auf die Funktion. Rein optisch wäre hier zwar etwas mehr Präzision wünschenswert gewesen. Gleichzeitig hätte eine zusätzliche Verschraubung oder ein weiterer Befestigungspunkt an dieser Stelle vermutlich auch Nachteile mit sich gebracht. Gerade bei einem Mähroboter, der regelmäßig Vibrationen, Unebenheiten oder gelegentlichen Kollisionen ausgesetzt ist, können bewusst flexibel ausgeführte Kunststoffteile Spannungen besser aufnehmen als eine sehr starre Konstruktion. Aus unserer Sicht ist der kleine Versatz daher eher ein konstruktiver Kompromiss zugunsten der Langlebigkeit als ein echter Verarbeitungsmangel.
Für zusätzliche Sicherheit sorgt der federnd gelagerte Frontbereich. Sollte der GOAT bei schwierigen Lichtverhältnissen oder in einer Ausnahmesituation doch einmal ein Hindernis berühren, trifft die Front nicht starr auf das Objekt. Stattdessen ist der vordere Stoßfänger über blaue Dämpfungselemente mit dem Gehäuse verbunden und kann bei einer Berührung kontrolliert nachgeben. Diese Konstruktion reduziert die Belastung auf Gehäuse und Mechanik und vermittelt einen durchdachten Eindruck.
Auch bei den verwendeten Materialien wurde an den richtigen Stellen nicht gespart. Sämtliche Bauteile, die im täglichen Betrieb höheren Belastungen ausgesetzt sind, bestehen aus Metall oder Aluminium. Dazu gehören unter anderem die Ladekontakte, Teile des Hinterradantriebs, die gefederte Aufhängung der beiden vorderen Lenkrollen sowie die Kühlrippe im vorderen Bereich des Roboters. Auch sämtliche Schraubverbindungen bestehen selbstverständlich aus Metall. Die großflächigen Gehäuseteile dagegen bestehen aus robustem Kunststoff, wodurch das Gesamtgewicht trotz der Größe in einem vernünftigen Rahmen bleibt.
Die beiden Messerteller bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff und verfügen über integrierte Metalleinsätze für die Befestigung der Klingen. Diese Bauweise hat sich bei vielen Herstellern etabliert, da sie Stabilität mit einem möglichst geringen Gewicht verbindet. Beide Messerteller drehen leichtgängig und die Klingenaufnahmen machen einen sauber verarbeiteten Eindruck.
Ebenfalls hochwertig wirkt der seitliche Trimmer. Nach außen wird die gesamte Einheit von einem robusten Kunststoffgehäuse geschützt, das den eigentlichen Trimmermechanismus vor Schmutz, Steinen und Beschädigungen bewahren soll. Im Inneren setzt ECOVACS dagegen auf Metallkomponenten. Sowohl der Trimmer selbst als auch der Motorantrieb und die mechanischen Bauteile bestehen aus Metall und vermitteln einen langlebigen Eindruck. Der Mechanismus sitzt spielfrei im Gehäuse, nichts klappert oder wackelt. Da der Trimmer während des Mähvorgangs motorisch aus- und eingefahren wird, wirkt die gesamte Konstruktion stabil, präzise und für den dauerhaften Einsatz im Garten ausgelegt.




Auch die Sensorik hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Der LiDAR-Sensor sitzt stabil im hinteren Bereich des Gehäuses und wirkt gut geschützt. Die Kamera an der Front befindet sich einige Zentimeter hinter dem beweglichen Stoßfänger bzw. Gehäseteil und ist dadurch zusätzlich vor direkten Kollisionen geschützt.
Die Bedienelemente und das kleine Display sind frei zugänglich und überzeugen mit einem angenehmen Druckpunkt. Da sie nicht unter einer separaten Abdeckung liegen, sind sie allerdings dauerhaft der Witterung ausgesetzt. Da der GOAT für den ganzjährigen Außeneinsatz entwickelt wurde, ist dies konstruktiv nachvollziehbar, langfristig wird sich jedoch erst im Dauereinsatz zeigen, wie sich diese Lösung über mehrere Jahre bewährt.
Auch die Ladestation macht einen soliden Eindruck. Sämtliche Bauteile wirken sauber verarbeitet und erfüllen ihren Zweck zuverlässig. Wackelige Kunststoffteile oder schlecht sitzende Steckverbindungen konnten wir nicht feststellen.
Nach den bisherigen Testeinsätzen zeigt der GOAT A1600 LiDAR PRO lediglich den erwartbaren Verschleiß an den Mähklingen. Am Gehäuse selbst konnten wir weder Kratzer noch Verfärbungen oder gelockerte Bauteile feststellen. Für eine belastbare Aussage zur Langzeitqualität sind jedoch längere Praxiserfahrungen über mehrere Saisons erforderlich. Wie bei allen Mährobotern empfiehlt es sich außerdem, das Gerät während der Wintermonate gründlich zu reinigen und anschließend trocken in einer Garage oder einem Schuppen einzulagern.
Insgesamt hinterlässt der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO einen überzeugenden Verarbeitungseindruck. Kleinere optische Unregelmäßigkeiten an den hinteren Kotflügeln ändern nichts daran, dass der Mähroboter robust konstruiert ist und einen langlebigen Eindruck vermittelt. Gerade die Kombination aus widerstandsfähigem Kunststoff, gezielt eingesetzten Metallkomponenten und dem gedämpften Frontaufbau zeigt, dass ECOVACS den GOAT auf die Anforderungen des täglichen Einsatzes im Garten ausgelegt hat.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)





