MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD
In aller Kürze
Testergebnis
4,5
von 5
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD ist ein leistungsstarker Mähroboter für größere und anspruchsvollere Gärten. Für die Navigation kombiniert er LiDAR mit einer Dual-Kamera, wodurch weder Begrenzungskabel noch eine separate RTK-Antenne erforderlich sind.
Eine Besonderheit ist der Allradantrieb mit vier einzeln angetriebenen Rädern. Zusammen mit den omnidirektionalen Vorderrädern und der Einzelradaufhängung bewegt sich der schwere Mähroboter überraschend wendig und kommt auch mit Unebenheiten und Steigungen gut zurecht.
Gemäht wird mit zwei schwimmend gelagerten Messerscheiben mit jeweils sechs Klingen. Mit UltraTrim 2.0 kann das Mähwerk zusätzlich seitlich ausgefahren werden, um den Rasen möglichst nah an Mauern und anderen Begrenzungen zu schneiden.
Zur Ausstattung gehören außerdem die automatische elektrische Schnitthöhenverstellung, Hinderniserkennung, Regensensor, App-Steuerung sowie eine umfangreiche Verwaltung der Rasenflächen und Mähbereiche. Mit 23,6 kg ist der LiDAX Ultra 1000 AWD allerdings ein echtes Schwergewicht.
In unserem bisherigen Praxistest gefallen uns besonders das präzise Navigationssystem, der AWD-Antrieb, die hohe Wendigkeit und die randnahe Mähfunktion. Wie zuverlässig diese Funktionen tatsächlich arbeiten und wo die Schwächen des Mähroboters liegen, zeigen wir im ausführlichen Test.
Das gefällt uns
- Präzise LiDAR-Navigation
- Zwei Messerscheiben mit 40 cm Schnittbreite und insgesamt 12 Klingen
- Sehr sauberes und gleichmäßiges Schnittbild
- Einfache Einrichtung & digitale Kartierung
- elektrische Schnitthöhenverstellung
- Umfangreiche und dennoch übersichtliche App
- Schnelle Ladezeiten
- Sehr gute Hinderniserkennung durch LiDAR und Dual-Kamera
- Hochwertige Verarbeitung
- Integrierter Regensensor mit einstellbarer Regenpause
- Leistungsstarker Allradantrieb (AWD)
- Hervorragende Traktion bei Steigungen und Unebenheiten
- Große Schnitthöhenverstellung von 3 bis 10 cm
- UltraTrim 2.0 reduziert die Nacharbeit an Rasenkanten
- Austauschbarer Akku
Das gefällt uns weniger
- Hohes Gewicht
- Benötigt aufgrund seiner Größe etwas mehr Platz zum Wenden
- UltraTrim 2.0 reduziert die Schnitthöhe am Rand automatisch auf 3 cm
- Rund 3 cm ungemähter Rand bleiben bei UltraTrim bestehen
- Kleine Steine werden nicht immer zuverlässig erkannt
- Gelegentliche Fehlerkennungen bei der Personenerkennung
- Manuelle Nacharbeit an komplexen Randbereichen weiterhin notwendig
MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD wird in einer entsprechend großen und schweren Verpackung geliefert. Das überrascht angesichts der Dimensionen des Mähroboters nicht, schließlich bringt allein der Roboter rund 23,6 kg auf die Waage. Etwas schade finden wir, dass der Karton keine Tragegriffe oder Griffmulden besitzt. Dadurch gestaltet sich der Transport der großen und schweren Verpackung unnötig umständlich.
Im Inneren sind Mähroboter und Zubehör dagegen sehr gut vor Transportschäden geschützt. MOVA setzt hierfür auf Kunststofffolie und Styropor, während das kleinere Zubehör zusätzlich in einem separaten Karton untergebracht ist.
Umfangreiches Zubehör inklusive 36 Ersatzklingen
Neben dem MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD befindet sich die Ladestation im Lieferumfang. Diese besteht aus der Bodenplatte, auf welcher der Mähroboter später steht, sowie der noch aufzusteckenden Ladevorrichtung. Dazu kommen ein rund 10 Meter langes Anschlusskabel und das entsprechende Netzteil.
Zur Befestigung der Station auf Rasen oder Erde legt MOVA acht Erdschrauben samt Kunststoff-Inbusschlüssel bei. Ebenfalls enthalten ist eine Reinigungs- beziehungsweise Schutzbürste für den LiDAR-Sensor, die später an der Station montiert wird.





Erfreulich umfangreich fällt das Zubehör für das Mähwerk aus. Die beiden Messerscheiben sind bereits mit jeweils sechs Klingen bestückt. Zusätzlich legt MOVA 36 Ersatzklingen samt Schrauben sowie einen passenden Schraubendreher für den Wechsel bei. Damit ist für zukünftige Klingenwechsel bereits einiges an Ersatzmaterial vorhanden.
Einrichtung wird ausführlich erklärt
Direkt beim Öffnen des Kartons stößt man auf einen Quick-Start-Guide, der die ersten Schritte erläutert. Zusätzlich liegt eine ausführlichere Bedienungsanleitung bei. Besonders detailliert führt allerdings die kostenlose MOVAhome-App durch die spätere Einrichtung und erklärt die einzelnen Schritte verständlich.
Bereits die Verpackung macht mit Bildern und entsprechenden Hinweisen auf einige der besonderen Funktionen des LiDAX Ultra 1000 AWD aufmerksam.
Insgesamt hinterlässt die Verpackung einen guten Eindruck. Roboter und Zubehör sind sicher verstaut und der Lieferumfang fällt umfangreich aus. Lediglich Griffmulden am schweren Karton hätten den Transport deutlich erleichtert.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Sportlicher Auftritt mit markanten Details
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD hebt sich optisch deutlich von vielen klassischen Mährobotern ab. Das graue Gehäuse mit roten Akzenten gefällt uns sehr gut und verleiht dem Modell einen modernen und zugleich sportlichen Charakter. Trotz seiner stattlichen Abmessungen lässt sich der Mähroboter unserer Meinung nach gut in unterschiedliche Bereiche des Gartens integrieren.




Besonders markant ist die Front. Der große Stoßfänger, die mittig platzierte Dual-Kameraeinheit und die vier einzeln angetriebenen Räder lassen bereits auf den ersten Blick erkennen, dass es sich beim LiDAX Ultra 1000 AWD um einen technisch aufwendigeren Mähroboter handelt. Gleichzeitig wirkt das Design trotz der zahlreichen sichtbaren technischen Komponenten nicht überladen.
LiDAR-Turm prägt die Oberseite
Nicht zu übersehen ist der auf der Oberseite sitzende LiDAR-Turm. Dieser prägt das Erscheinungsbild deutlich und unterstreicht den technischen Charakter des Mähroboters. MOVA versucht somit nicht, die umfangreiche Sensorik vollständig im Gehäuse zu verstecken, sondern integriert sie sichtbar in das Design.



Auch die unterschiedlichen Räder tragen zum markanten Erscheinungsbild bei. Während hinten große Räder mit einem ausgeprägten und versetzt angeordneten Profil zum Einsatz kommen, fallen vorne die speziellen omnidirektionalen Räder sofort ins Auge. Dadurch sieht man dem LiDAX Ultra 1000 AWD bereits äußerlich an, dass er sich bei der Fortbewegung von einem klassischen Mähroboter unterscheidet.
Bedienelemente und Farbdisplay geschützt untergebracht
Die Bedienelemente sind dagegen bewusst unauffällig in das Design integriert. Auf der Oberseite befinden sich die entsprechenden Tasten sowie ein kleines Farbdisplay, über das sich wichtige Informationen direkt am Mähroboter ablesen lassen.



Display und Bedienelemente liegen unter einer Abdeckung und sind dadurch vor Witterung und Verschmutzungen geschützt. Bei Bedarf lässt sich die Abdeckung einfach öffnen und anschließend wieder schließen. Dadurch bleiben die Bedienelemente jederzeit gut erreichbar, während gleichzeitig die aufgeräumte Optik der Oberseite erhalten bleibt.
Schmaler LED-Streifen als optisches Highlight
Ein kleines, aber besonders gelungenes Designelement ist für uns das schmale Statuslicht am Heck. Tagsüber fügt es sich dezent in das Gehäuse ein, während es in der Dämmerung und Dunkelheit wesentlich stärker zur Geltung kommt.
Mit seiner schmalen Lichtsignatur erinnert es ein wenig an moderne Fahrzeuge und passt hervorragend zum sportlichen Erscheinungsbild des LiDAX Ultra 1000 AWD. Gleichzeitig dient die Beleuchtung als Statusanzeige und erfüllt somit nicht nur einen optischen Zweck.


Insgesamt gehört das Design für uns zu den Stärken des MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD. Er versucht nicht, möglichst unauffällig auszusehen, sondern präsentiert seine Technik durchaus selbstbewusst. Die Kombination aus grauem Gehäuse, roten Akzenten, markanter Front, LiDAR-Turm, ungewöhnlichem Fahrwerk und schmaler Lichtsignatur wirkt modern, sportlich und hochwertig, ohne dabei überladen zu erscheinen.
(Design: 5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Hochwertige und robuste Konstruktion
Bei der Verarbeitung hinterlässt der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD einen sehr guten Eindruck. Die Spaltmaße sind gleichmäßig, störende Übergänge oder scharfe Kanten konnten wir nicht feststellen. Auch beim Anheben des immerhin 23,6 kg schweren Mähroboters knarzt oder verwindet sich nichts. Insgesamt vermittelt die Konstruktion einen sehr stabilen und durchdachten Eindruck.
Das hohe Gewicht macht sich natürlich bemerkbar, wenn der Roboter von Hand umgesetzt werden muss. Die seitlich integrierten Tragegriffe erleichtern dies allerdings deutlich.
Stoßfänger als zusätzliche Absicherung
Auch der große Stoßfänger an der Front funktioniert zuverlässig. Kommt es tatsächlich zu einem Kontakt mit einem Hindernis, gibt er leicht nach und der Roboter reagiert entsprechend darauf. Anschließend federt der Stoßfänger sauber in seine ursprüngliche Position zurück.


Im normalen Betrieb kommt er bei uns allerdings vergleichsweise selten zum Einsatz, da die Kameras viele Hindernisse bereits vorher erkennen. Der mechanische Stoßfänger bildet somit eine zusätzliche Absicherung, falls ein Objekt von der Sensorik einmal nicht rechtzeitig erkannt wird.
AWD-Fahrwerk überzeugt auch auf unebenem Untergrund
Einen hochwertigen Eindruck hinterlässt insbesondere das Fahrwerk. Die hinteren Räder verfügen über ein ausgeprägtes Profil und sorgen auch auf feuchterem Untergrund für guten Halt. Durch den AWD-Antrieb mit vier einzelnen Nabenmotoren werden alle vier Räder aktiv angetrieben.
Die speziellen omnidirektionalen Vorderräder funktionieren ebenfalls gut. Bei normalen Bedingungen setzt sich darin kaum Gras oder Erde fest. Auf frisch bewässertem Rasen oder nach Regen bleiben naturgemäß mehr Gras und Verschmutzungen an Rädern und Unterseite haften.


Gelegentlich entsteht der Eindruck, dass einzelne Grashalme zwischen den kleinen Rollen der Vorderräder eingeklemmt und herausgerissen werden könnten. Einen dadurch sichtbar beschädigten Rasen konnten wir allerdings nicht feststellen. Wenn überhaupt, betrifft dies einzelne Halme und keinesfalls größere Bereiche samt Grasnarbe.
Auch die Einzelradaufhängung macht sich positiv bemerkbar und gleicht Unebenheiten gut aus. Die beiden schwimmend gelagerten Mähscheiben können sich Unebenheiten des Untergrunds anpassen und tragen dadurch zu einem möglichst gleichmäßigen Schnittbild bei.
Mähwerk macht einen stabilen Eindruck
Die beiden Messerscheiben mit ihren jeweils sechs Klingen wirken stabil und hochwertig verarbeitet. Auch die elektronische Höhenverstellung arbeitet überraschend leise. Generell ist der Mähroboter im Betrieb überraschend leise.
Besonders interessant ist das seitlich bewegliche Mähwerk dank UltraTrim 2.0. Dieses kann für die Randbearbeitung ausgefahren werden und ermöglicht dadurch einen Schnitt sehr nah an Mauern und anderen Begrenzungen. Wie gut das tatsächlich funktioniert, werden wir beim späteren Praxistest noch genauer betrachten.
Für einen Klingenwechsel oder eine gründliche Reinigung muss der schwere Mähroboter umgedreht werden. Am einfachsten legt man ihn dafür vorsichtig auf Rasen oder beispielsweise auf einen Karton, damit die Oberseite nicht zerkratzt. Wer einen 3D-Drucker besitzt, kann sich natürlich auch eine entsprechende Halterung anfertigen, in der der Roboter für Wartungsarbeiten sicher in aufrechter Position positioniert werden kann.
Regelmäßige Reinigung der Unterseite sinnvoll
Ganz ohne Pflege kommt auch der LiDAX Ultra 1000 AWD nicht aus. Vor allem beim Mähen von feuchtem Grasbleiben Schnittreste an der Unterseite und rund um das Mähwerk hängen. Bei trockenem Rasen fällt dies deutlich geringer aus.
Eine regelmäßige Kontrolle und Reinigung ist daher sinnvoll, insbesondere damit das bewegliche Mähwerk dauerhaft frei arbeiten kann. Auch Kameras und LiDAR-Sensor sollten gelegentlich von Verschmutzungen befreit werden, ähnlich wie man es von der Sensorik eines Saugroboters kennt.
Ladestation ebenfalls solide verarbeitet
Die Ladestation hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck. Auf Rasen oder Erde kann sie mit den mitgelieferten Erdschrauben fixiert werden. Bei uns steht sie auf Pflaster direkt an einer Mauer und bleibt auch dort sicher an ihrer Position.
Die Anschlüsse sind für den Außeneinsatz entsprechend geschützt und auch die Ladekontakte zeigen nach unserer bisherigen Nutzung keine auffälligen Veränderungen.


Nennenswerte Kratzer, Beschädigungen oder Verschleißerscheinungen konnten wir bislang ebenfalls nicht feststellen. Insgesamt wird der hochwertige Eindruck des LiDAX Ultra 1000 AWD daher auch bei der Verarbeitung bestätigt.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
| Empfohlene Rasenfläche | bis 1.000 m² |
|---|---|
| Navigation/ Hindernisserkennung | LiDAR + Dual-Kamera, KI erkennt und umfährt über 300 Hindernisse |
| Begrenzungskabel | Nein, nicht nötig |
| RTK-Antenne erforderlich | nein |
| Schnittsystem | 2 Messerteller mit insgesamt 12 Klingen (6 je Messerteller) |
| Schnittbreite | 40 cm |
| Schnitthöhe | 30–100 mm (elektrisch per App) |
| Kantenmähfunktion | UltraTrim 2.0 mit seitlich ausfahrbarem Mähwerk (3 cm Rand) |
| Fahrgeschwindigkeit | bis 1.800 m² Standard / bis 2.600 m² Effizient |
| Antrieb und max. Steigung | AWD; bis 80 % (ca. 39°) |
| Besonderheiten | 4 einzeln angetriebene Räder mit Nabenmotoren Omnidirektionale Räder Gefederte Einzelradaufhängung Regensensor Mehrzonenverwaltung No-Go-Zonen Kartenverwaltung Elektrische Schnitthöhenverstellung |
| Akku-Ladezeit | ca. 65 Minuten (15–95 %) |
| Akku | Lithium-Ionen, 36 V 243 Wh Recht für: ca. 800–1.000 m² |
| Schutzklasse | IPX6 (Roboter) IP6K6 (LiDAR) |
| Abmessungen (L × B × H) | 76,7 × 55,5 × 36,7 cm |
| Gewicht | 23,6 kg |
| Lieferumfang | MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD Ladestation Netzteil 8 Erdanker + Sechskantschlüssel 36 Ersatzklingen inklusive 36 Schrauben Schraubendreher Reinigungsbürste für Station (LiDAR) fusselfreies Reinigungstuch Bedienungsanleitung Schnellstartanleitung. |
Einrichtung & Inbetriebnahme
Ladestation schnell aufgebaut
Die Inbetriebnahme des MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD gestaltet sich unkompliziert. Zunächst wird das Element mit den Ladekontakten auf die Bodenplatte der Station gesteckt und rastet dort über drei Haltenasen ein. Zusätzlich kann die Konstruktion von unten verschraubt werden, zwingend erforderlich ist dies jedoch nicht.




Anschließend werden Netzteil und Anschlusskabel über die dafür vorgesehene Kupplung miteinander verbunden und verschraubt. Dadurch ist die Verbindung vor Feuchtigkeit geschützt. Zum Schluss wird noch die mitgelieferte LiDAR-Bürste an der Station aufgesteckt, damit ist der Aufbau bereits erledigt.
MOVA empfiehlt seitlich der Ladestation jeweils etwa einen Meter Freiraum. Bei uns stehen allerdings links und rechts jeweils Pflanzgefäße mit rund 50 cm Durchmesser. Probleme bereitete dies bislang nicht. Der LiDAX Ultra 1000 AWD fand seine Ladestation trotzdem jederzeit zuverlässig.






Wichtig ist außerdem eine Steckdose in Reichweite des rund zehn Meter langen Kabels sowie eine ausreichende 2,4-GHz-WLAN-Abdeckung am Standort der Station.
MOVAhome-App führt Schritt für Schritt durch die Einrichtung
Nach dem Aufstellen der Station wird der Mähroboter eingesetzt und zunächst vollständig aufgeladen. Anschließend übernimmt die MOVAhome-App einen großen Teil der Einrichtung und erklärt die notwendigen Schritte verständlich und ausführlich.








Für die Nutzung der App ist ein Benutzerkonto erforderlich, das unter anderem über eine E-Mail-Adresse angelegt werden kann. Insgesamt empfanden wir den Einrichtungsprozess als unkompliziert, sodass der LiDAX Ultra 1000 AWD nach dem Auspacken schnell einsatzbereit ist.
Automatische oder manuelle Kartierung
Bei der Erstellung der ersten Karte stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Der LiDAX Ultra 1000 AWD kann die Rasenfläche automatisch erfassen, alternativ lässt sich die Begrenzung manuell abfahren. Letzteres ist besonders praktisch, wenn die Grenzen sehr individuell festgelegt werden sollen.








Die automatische Erkennung unserer Rasenbegrenzungen funktionierte gut. Zusätzlich lässt sich in der App in Zentimetern (10,15 oder 20 cm) bestimmen, welchen Abstand der Mähroboter beispielsweise zu Hindernissen, Blumen oder anderen Bereichen einhalten soll.
Die Kartierung selbst ist schnell erledigt, wobei die benötigte Zeit natürlich von Größe und Aufbau des Gartens abhängt. Es lassen sich mehrere Zonen erstellen und auch nachträglich No-Go-Zonen sowie virtuelle Grenzen in die Karte einzeichnen. Durchgänge zwischen einzelnen Bereichen sollten mindestens etwa 60 cm breit sein.
Kurze Wartezeit bei der Positionierung
Nach dem Start fährt der LiDAX Ultra 1000 AWD zunächst aus seiner Station und bestimmt seine Position. Das funktioniert zuverlässig, benötigt nach unserem Eindruck allerdings ein paar Sekunden länger als bei einigen von uns getesteten Modellen anderer Hersteller.









Erst wenn die Positionierung abgeschlossen ist, beginnt der Roboter mit seiner eigentlichen Fahrt. Im Alltag ist diese kurze Wartezeit kaum störend, sie fällt im direkten Vergleich aber durchaus auf.
Kein Begrenzungskabel und keine RTK-Antenne notwendig
Ein großer Vorteil ist für uns die Navigation ohne Begrenzungskabel oder zusätzliche RTK-Antenne. Das LiDAR-System übernimmt die entsprechende Umgebungserfassung und funktionierte während unserer bisherigen Nutzung zuverlässig.
Gerade gegenüber klassischen Mährobotern mit Begrenzungskabel bietet das deutlich mehr Flexibilität. Änderungen am Garten oder am Standort der Station erfordern nicht erst das Umlegen eines im Boden verlegten Kabels. Nach unseren bisherigen Erfahrungen möchten wir daher keinen Mähroboter mit klassischem Begrenzungskabel mehr verwenden.
Insgesamt gehört die einfache Einrichtung und flexible Kartierung für uns zu den Stärken des LiDAX Ultra 1000 AWD. Trotz seiner umfangreichen Technik benötigt es nicht viel Zeit, bis der Mähroboter erstmals selbstständig seine Arbeit aufnehmen kann.
(Einrichtung & Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)
Navigation & Hinderniserkennung
LiDAR sorgt für präzise Navigation
Bei der Navigation hinterlässt der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD einen sehr guten Eindruck. Nach erfolgreicher Kartierung fährt er die Rasenfläche in geordneten Bahnen ab, deren Ausrichtung sich entsprechend festlegen lässt. Größere Korrekturen während des Mähens sind kaum notwendig. Lediglich an den Rändern passt er seine Route an, wenn beispielsweise Stauden oder andere Pflanzen weiter in die Rasenfläche hineingewachsen sind.
Besonders präzise arbeitet der Roboter, wenn die Grenzen zuvor manuell festgelegt wurden. Hier kann man selbst bestimmen, wie weit er fahren darf. Bei einer ebenen, mit Pflastersteinen eingefassten Rasenkante lässt sich die Grenze beispielsweise so setzen, dass der Roboter darüber hinwegfährt und möglichst weit bis zum Rand mäht. Bei der automatischen Kartierung geht er dagegen vorsichtiger vor.


Ist die Karte einmal sauber erstellt, arbeitet der LiDAX Ultra 1000 AWD anschließend sehr zuverlässig. Selbst unter größeren Bäumen konnten wir bei einem weiteren Test keine Einschränkungen feststellen. Hier spielt die LiDAR-Navigation ohne RTK-Antenne ihre Stärke aus und ermöglicht auch bei eingeschränkter Sicht zum Himmel eine präzise Positionierung.
Hinderniserkennung überzeugt
Auch die Kombination aus LiDAR und Dual-Kamera leistet im Alltag gute Arbeit. Gartenwerkzeug, Fußbälle, dickere und dünnere Äste, Wasserschläuche, Stromkabel und sogar herumliegende Gartenschuhe wurden in unserem Test zuverlässig erkannt und umfahren. Gerade Letzteres ist praktisch, denn bei älteren Mährobotern ohne Kameras können solche Gegenstände schnell unter das Mähwerk geraten.
Der MOVA nähert sich Hindernissen vorsichtig, fährt aber dennoch so weit heran, wie es die zuvor in der App gewählten Abstandseinstellungen erlauben. Der mechanische Stoßfänger musste während unseres bisherigen Tests deshalb praktisch nicht eingreifen.
Eine Schwachstelle haben wir allerdings bei sehr kleinen Steinen festgestellt. Diese werden nicht immer zuverlässig erkannt. Insbesondere bei Rasenflächen mit angrenzenden Beeten und Zierkies sollte man deshalb darauf achten, dass keine kleinen Steine auf der Mähfläche liegen.
Personen werden erkannt – manchmal auch etwas zu viel
Personen und Tiere kann der LiDAX Ultra 1000 AWD ebenfalls erkennen. Zusätzlich lässt sich in der App ein Alarm für menschliche Präsenz aktivieren und in seiner Empfindlichkeit anpassen. Erkennt der Mähroboter eine Person in seinem Arbeitsbereich, weist er diese wiederholt per Sprachansage darauf hin, dass sich ein Mähroboter in der Nähe befindet.
Ganz fehlerfrei arbeitet die Erkennung allerdings nicht. Bei uns wurden beispielsweise eine am Spalier wachsende Kiwi und der Grill vereinzelt als Person interpretiert. Für die eigentliche Hindernisvermeidung stellte dies zwar kein großes Problem dar, zeigt aber, dass die Objekterkennung nicht in jeder Situation perfekt arbeitet.
AWD zeigt seine Stärken auf schwierigem Gelände
Auf freien, ebenen Rasenflächen arbeitet der MOVA sehr souverän. Seine eigentliche Stärke zeigt sich allerdings bei Steigungen, Gefälle und Unebenheiten. Die vier einzeln über Nabenmotoren angetriebenen Räder bieten zusammen mit dem ausgeprägten Profil viel Traktion. Unebenheiten werden durch die gefederte Radaufhängung ebenfalls sehr gut ausgeglichen.
Während unseres Tests blieb der LiDAX Ultra 1000 AWD kein einziges Mal stecken. Auch anspruchsvollere Steigungen meisterte er zuverlässig. Gerade hier besitzt das AWD-System einen deutlichen praktischen Vorteil gegenüber klassischen Mährobotern.


Die omnidirektionalen Vorderräder unterstützen zudem beim Manövrieren. Aufgrund seiner insgesamt großen und langen Bauweise benötigt der MOVA beim Wenden allerdings entsprechend Platz. In engen Passagen fährt er vorsichtiger, kommt mit Durchgängen ab etwa 60 cm Breite aber gut zurecht.
Beim Wenden ist gelegentlich zu hören, wie sich ein einzelner Grashalm in den Rollen der Vorderräder verfängt und abreißt. Eine Beschädigung der Grasnarbe konnten wir dadurch jedoch nicht feststellen.
Randbereiche bleiben die größte Herausforderung
Wie bei praktisch jedem von uns getesteten Mähroboter bleiben komplizierte Randbereiche eine Herausforderung. Auf offenen Flächen arbeitet der MOVA hervorragend. Stehen dagegen Bäume, Sträucher, Stauden oder andere Hindernisse unmittelbar am Rand, können kleinere Bereiche stehen bleiben und müssen gelegentlich manuell nachbearbeitet werden.


Hinzu kommt, dass Pflanzen im Laufe der Zeit weiter in die Rasenfläche hineinwachsen. Der Roboter erkennt diese und hält entsprechend mehr Abstand, wodurch sich der nicht gemähte Bereich vergrößern kann. Ganz ohne Rasentrimmer oder Rasenkantenstecher kommt man bei einem entsprechend gestalteten Garten daher weiterhin nicht aus.
Zuverlässige Rückkehr zur Station
Nach erledigter Arbeit findet der LiDAX Ultra 1000 AWD jederzeit selbstständig und zuverlässig zu seiner Ladestation zurück. Probleme bei der Heimfahrt oder beim Andocken konnten wir bislang nicht feststellen.
Im Vergleich mit von uns bereits genutzten Modellen gefällt uns insbesondere die Hinderniserkennung besser als bei einem älteren Navimow. Gegenüber dem von uns getesteten ECOVACS spielt der MOVA vor allem auf Steigungen und anspruchsvollerem Gelände seine AWD-Stärken aus. Dafür ist er aufgrund seiner Größe weniger wendig und benötigt beim Rangieren etwas mehr Platz.
Insgesamt gehören Navigation, Hinderniserkennung und Geländegängigkeit für uns bislang zu den größten Stärken des LiDAX Ultra 1000 AWD. Perfekt ist auch dieses System nicht, insbesondere sehr kleine Steine und komplexe Randbereiche bleiben Herausforderungen, im normalen Gartenalltag arbeitet der MOVA jedoch ausgesprochen zuverlässig.
(Navigation & Hinderniserkennung: 4,5 von 5 Punkten)
Mähleistung & Schnittbild
Sauberes Schnittbild mit zwölf Klingen
Bei der eigentlichen Mähleistung überzeugt der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD. Das Schnittbild ist gleichmäßig und sauber, wobei sich die Leistung der beiden Mähscheiben gerade mit frischen Klingen bemerkbar macht. Selbst höheres und dichteres Gras wird zuverlässig abgeschnitten.
Hier spielen auch die beiden Messerscheiben mit jeweils sechs Klingen und insgesamt 40 cm Schnittbreite ihre Vorteile aus. MOVA setzt pro Scheibe auf einen 180-W-Motor. Die Bahnen werden sauber abgearbeitet und ungemähte Streifen zwischen den einzelnen Fahrwegen konnten wir nicht feststellen.



Auch Bodenwellen bereiten dem Mähwerk kaum Probleme. Die schwimmend gelagerten Messerscheiben passen sich Unebenheiten an und sorgen zusammen mit der gefederten Radaufhängung für ein gleichmäßiges Schnittbild.
Schnitthöhe von 3 bis 10 cm
Die Schnitthöhe lässt sich bequem über die MOVAhome-App elektronisch zwischen 3 und 10 cm einstellen. Die Verstellung arbeitet schnell und angenehm leise. Besonders der große Einstellbereich gefällt uns, denn längst nicht jeder Mähroboter erlaubt eine Schnitthöhe von bis zu 10 cm.
Wir mähen unseren Rasen überwiegend mit 5 bis 6 cm. Gerade im Sommer bevorzugen wir einen etwas längeren Rasen, da sich die Halme gegenseitig beschatten und der Boden dadurch besser vor starker Sonneneinstrahlung geschützt wird.


Wie häufig gemäht werden sollte, hängt stark von Wetter und Wachstum ab. Während der heißen und trockenen Wochen reichten bei uns ein bis zwei Durchgänge pro Woche. Bei niedrigeren Temperaturen und regelmäßigem Regen wächst der Rasen deutlich schneller, sodass wir wieder täglich mähen lassen.
Klingen regelmäßig kontrollieren
Die Schnittqualität hängt natürlich auch vom Zustand der Klingen ab. Mit zunehmendem Verschleiß lässt die Qualität sichtbar nach. Wir empfehlen deshalb, die Messer regelmäßig selbst zu kontrollieren und sich nicht ausschließlich auf den Wechselhinweis der App zu verlassen.
Gerade beim Mähen von feuchtem Gras hatten wir zudem den Eindruck, dass die Klingen etwas schneller beansprucht werden. Grundsätzlich kommt der LiDAX Ultra 1000 AWD auch mit feuchtem Rasen zurecht, das Schnittbild wird dabei allerdings nicht ganz so sauber wie unter trockenen Bedingungen.
Bei regelmäßigem Mähen fällt der Mulchschnitt sehr fein aus und kann problemlos auf der Fläche verbleiben. Lässt man den Rasen dagegen länger wachsen, fällt entsprechend mehr und längeres Schnittgut an, das anschließend sichtbar liegen bleiben kann.
UltraTrim 2.0 mäht näher am Rand
Für die Randbearbeitung setzt MOVA auf UltraTrim 2.0. Dabei kann das Mähwerk seitlich ausgefahren werden, wodurch sich der Abstand zwischen Messer und Rasenkante auf etwa 3 cm reduziert. In unserem Test funktioniert das gut und verringert die notwendige manuelle Nacharbeit an vielen Stellen deutlich.
Vollständig überflüssig wird Rasentrimmer oder Rasenkantenstecher allerdings nicht. Mauern, Pflanzen, enge Ecken oder andere komplizierte Randbereiche können weiterhin etwas Handarbeit erforderlich machen. An ebenen Übergängen zu Pflastersteinen lässt sich die Grenze dagegen so kartieren, dass der Roboter darüber hinwegfährt und entsprechend weit bis zur Rasenkante mäht.
Eine wichtige Besonderheit von UltraTrim 2.0 sollte man aber beachten. Bei aktiviertem UltraTrim 2.0 wird nicht nur der Abstand zur Rasenkante reduziert, sondern die Schnitthöhe automatisch auf 3 cm abgesenkt. Eine höhere Schnitthöhe lässt sich für diesen Vorgang nicht auswählen.
Der Grund liegt in der Konstruktion und den entsprechenden Sicherheitsanforderungen. Da sich die Messerscheiben für die Randbearbeitung seitlich weiter aus dem normalerweise geschützten Bereich des Gehäuses bewegen, werden Mähwerk und Schutzabdeckung abgesenkt. Dadurch bleibt die Bodenfreiheit entsprechend gering und das Risiko eines Kontakts mit den Messern wird reduziert.
Wer die restliche Rasenfläche, wie wir beispielsweise mit 5 oder 6 cm mäht, sollte dies berücksichtigen. Der Rand wird mit UltraTrim 2.0 entsprechend kürzer geschnitten als die übrige Fläche und kann dadurch optisch auffallen. Die Randbearbeitung muss allerdings nicht bei jedem Mähvorgang durchgeführt werden. So kann das Gras am Rand zwischen den Durchgängen wieder entsprechend nachwachsen.
Leise Alternative zum separaten Trimmer
Im Vergleich zum separaten Kantentrimmer des von uns getesteten ECOVACS gefällt uns ein Punkt besonders. UltraTrim 2.0 verursacht praktisch keine zusätzliche Lärmbelastung. Das Mähwerk bleibt beim Randmähen angenehm leise.
Der zusätzliche Trimmer des ECOVACS ist ebenfalls ein guter Ansatz und kann sehr nah am Rand arbeiten, ist im Betrieb aber deutlich hörbar, ähnlich einem klassischen Rasentrimmer. Beim MOVA kann die Randbearbeitung dagegen auch morgens oder abends erfolgen, ohne dass sich die Geräuschkulisse gegenüber dem normalen Mähen verändert.
Insgesamt gehört die Mähleistung zu den großen Stärken des LiDAX Ultra 1000 AWD. Hohe Schnittleistung, 40 cm Arbeitsbreite, zwölf Klingen, schwimmende Messerscheiben und UltraTrim 2.0 ergeben ein sehr gutes Gesamtpaket. Etwas manuelle Randpflege bleibt je nach Gartengestaltung zwar weiterhin notwendig, gegenüber vielen klassischen Mährobotern wird diese jedoch deutlich reduziert.
(Mähleistung & Schnittbild: 4,5 von 5 Punkten)
App & Bedienung
Umfangreiche, aber übersichtliche MOVAhome-App
Trotz des großen Funktionsumfangs gefällt uns die MOVAhome-App sehr gut. Sie lief während unseres Tests stabil und ist weitestgehend übersichtlich aufgebaut. Auf der Startseite werden unter anderem der Name des Mähroboters und der aktuelle Akkustand angezeigt. Von hier aus lässt sich der Mähvorgang direkt starten oder der LiDAX Ultra 1000 AWD zurück zur Ladestation schicken.






Über „Eintreten“ gelangt man in die umfangreichere Geräteansicht. Hier erscheint die erstellte Karte, auf der sich Position und Mähfortschritt live verfolgen lassen. Man sieht somit jederzeit, wo sich der Roboter befindet und welche Bereiche bereits bearbeitet wurden.
Viele Einstellungen für jede Rasenfläche
Mähpläne lassen sich sehr individuell erstellen. Dabei können Tage, Uhrzeiten und einzelne Zonen festgelegt und mit unterschiedlichen Mäheinstellungen versehen werden. Der LiDAX Ultra AWD unterstützt dabei bis zu 150 Zonen sowie zwei unabhängige Karten.
Zu den Einstellungen gehören unter anderem Schnitthöhe, Mährichtung, Randmähen und UltraTrim 2.0. Auch bestehende Grenzen, Zonen, Verbindungswege und No-Go-Bereiche lassen sich nachträglich unkompliziert über die Kartenbearbeitung verändern, ohne dafür gleich die komplette Karte neu erstellen zu müssen.










Bei der Mährichtung stehen neben einer individuellen Ausrichtung auch Schachbrett- und Kreuzmuster zur Verfügung. Dadurch kann die Fahrtrichtung zwischen den Mähvorgängen variiert werden, anstatt den Rasen dauerhaft in derselben Richtung zu bearbeiten. Die verschiedenen Mährichtungsmodi werden auch von MOVA offiziell für die AWD-Serie angegeben.
Bei der Arbeitsgeschwindigkeit stehen ebenfalls unterschiedliche Einstellungen zur Verfügung. In der App werden unter anderem Standard mit bis zu 1.800 m² pro Tag und Effizient mit bis zu 2.600 m² pro Tag angegeben. Für kleinere Flächen ist die höhere Geschwindigkeit natürlich nicht zwingend notwendig.
Hinderniserkennung individuell anpassbar
Auch die Hinderniserkennung lässt sich an den eigenen Garten anpassen. Der gewünschte Abstand kann beispielsweise auf 10, 15 oder 20 cm eingestellt werden. Zusätzlich lässt sich die Empfindlichkeit regulieren. Bei einem komplexeren Garten kann dadurch entsprechend angepasst werden, wie vorsichtig der Roboter auf erkannte Objekte reagieren soll.
Ähnliches gilt für den bereits erwähnten Personenerkennungsalarm, dessen Empfindlichkeit ebenfalls angepasst werden kann. MOVA fasst diese Sicherheitsfunktionen unter TrueGuard zusammen und bietet zusätzlich eine automatische Patrouille sowie Live-Audio.
Statistiken und Updates direkt in der App
Auch Informationen zur bisherigen Nutzung fehlen nicht. Die App stellt Statistiken zur Mähzeit und gemähten Flächebereit. Firmware-Updates werden ebenfalls direkt über die MOVAhome-App angeboten. Auf Wunsch können Aktualisierungen automatisch heruntergeladen beziehungsweise installiert werden, sodass man sich darum im Alltag kaum kümmern muss.
Insgesamt bietet die App zahlreiche Möglichkeiten, den Mähroboter sehr genau an den eigenen Garten anzupassen. Nach der anfänglichen Einrichtung muss man sich mit vielen dieser Einstellungen allerdings kaum noch beschäftigen, wenn der gewünschte Mähplan einmal erstellt wurde.
Bedienung auch direkt am Mähroboter möglich
Für grundlegende Funktionen ist nicht jedes Mal das Smartphone notwendig. Unter der Abdeckung auf der Oberseite befinden sich die Bedientasten und das kleine Farbdisplay, über die sich zahlreiche Funktionen direkt am Gerät aufrufen lassen. Hier wird beispielsweise auch die PIN eingegeben.
Beim Diebstahlschutz ist der LiDAX Ultra 1000 AWD umfangreich ausgestattet. Neben PIN-Schutz und Alarm bietet er eine Standortverfolgung und kann Benachrichtigungen senden, wenn er den vorgesehenen Bereich verlässt oder unerwartet angehoben wird. MOVA integriert zudem drei Jahre 4G-Service.






Eine nette zusätzliche Lösung ist das vorgesehene Fach für einen optionalen Apple AirTag. Wer möchte, kann den Mähroboter damit noch über Apples „Wo ist?“-Netzwerk absichern. MOVA sieht diese Möglichkeit ausdrücklich für die LiDAX Ultra AWD-Serie vor.
Insgesamt gefällt uns die Bedienung sehr gut. Die MOVAhome-App bietet enorm viele Einstellmöglichkeiten, bleibt dabei aber weitgehend verständlich und lief während unseres Tests zuverlässig. Wer seinen Garten einmal sauber kartiert und die gewünschten Mähpläne eingerichtet hat, muss im normalen Alltag nur noch selten eingreifen.
(App & Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)
Akku & Laden
Lange Laufzeit und hohe Flächenleistung
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD ist mit einem 36-Volt-Akku mit 243 Wh ausgestattet. Die Akkulaufzeit liegt bei etwa 150 bis 170 Minuten, womit der Mähroboter rund 2,5 bis knapp 3 Stunden am Stück arbeiten kann.
Damit sind je nach Beschaffenheit des Grundstücks etwa 800 bis 1.000 m² mit einer Akkuladung möglich. Auch Steigungen, dichteres beziehungsweise höheres Gras und UltraTrim 2.0 erhöhen zwar den Energiebedarf, in unserem Einsatz hielt sich der zusätzliche Verbrauch jedoch in Grenzen. Eine Fläche von rund 1.000 m² sollte der LiDAX Ultra 1000 AWD daher unter normalen Bedingungen ohne Zwischenladen bewältigen können.
Wer eine deutlich größere Rasenfläche besitzt, sollte sich dagegen eines der größeren Modelle der Baureihe ansehen.
Nur rund 65 Minuten Ladezeit
Sinkt der Akkustand auf 15 Prozent, fährt der Mähroboter selbstständig zurück zu seiner Ladestation, dies kann aber in der App auch zwischen 10 und 25% festgelegt werden. Besonders gut gefällt uns die kurze Ladezeit. Von 15 auf 95 Prozent benötigt der Akku lediglich rund 65 Minuten. Im Verhältnis zu einer Laufzeit von bis zu knapp drei Stunden ist das ein hervorragender Wert.
Sollte während eines Mähvorgangs dennoch eine Ladepause notwendig werden, geht keine bereits erledigte Arbeit verloren. Nach dem Laden fährt der LiDAX Ultra 1000 AWD wieder zur zuvor unterbrochenen Stelle und setzt dort seine Arbeit fort.
In der App kann zudem festgelegt werden, bei welchem Akkustand der Mähroboter seine Arbeit wieder aufnehmen soll. Ab Werk ist hier eine vollständige Ladung eingestellt.
Während des Ladens konnten wir keine auffällige Wärmeentwicklung feststellen. Der Ladevorgang selbst ist hörbar, allerdings nicht störend laut.
Akku kann bei Bedarf ausgetauscht werden
Sehr gut gefällt uns auch die Konstruktion des Akkus. Er ist zwar nicht als klassischer Wechselakku ausgeführt, lässt sich bei einem späteren Defekt oder nach entsprechendem Verschleiß jedoch vergleichsweise einfach ersetzen.



Der Akku befindet sich unter einer verschraubten Abdeckung. Nach dem Entfernen der Schrauben kann er herausgenommen und von seiner Steckverbindung getrennt werden. Somit muss bei einem verschlissenen Akku nicht zwangsläufig der komplette Mähroboter ersetzt werden. Gerade mit Blick auf eine möglichst lange Nutzungsdauer ist das für uns ein klarer Pluspunkt.
Insgesamt überzeugt uns der LiDAX Ultra 1000 AWD beim Akku. Bis zu knapp drei Stunden Laufzeit, eine hohe Flächenleistung und nur rund 65 Minuten Ladezeit von 15 auf 95 Prozent passen hervorragend zu einem Mähroboter dieser Leistungsklasse.
(Akku & Laden: 5 von 5 Punkten)
Regensensor & Wetter
Integrierter Regensensor reagiert zuverlässig
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD besitzt einen direkt am Heck integrierten Regensensor und ist dadurch nicht auf externe Wetterdaten angewiesen. Das gefällt uns grundsätzlich gut, denn entscheidend ist schließlich, ob es tatsächlich am eigenen Standort regnet.
Der Sensor reagiert allerdings nicht bereits auf die ersten Regentropfen. Auf der Sensorfläche muss sich zunächst ausreichend Feuchtigkeit sammeln. Bei leichtem Nieselregen oder einem plötzlich einsetzenden Schauer können deshalb mehrere Minuten vergehen, bis Regen erkannt wird. Sobald dies der Fall ist, unterbricht der LiDAX Ultra 1000 AWD seinen Mähvorgang und fährt selbstständig zurück zur Ladestation.



Morgentau reichte während unseres Tests dagegen nicht aus, um den Regensensor auszulösen. Trifft beispielsweise die Gartenbewässerung direkt auf den Sensor, wird dies verständlicherweise ebenfalls als Regen erkannt.
Regenpause zwischen 1 und 24 Stunden
Sehr gut gefällt uns, dass sich das weitere Verhalten individuell über die MOVAhome-App festlegen lässt. Nach erkanntem Regen kann eine Wartezeit zwischen 1 und 24 Stunden eingestellt werden. Standardmäßig sind acht Stunden hinterlegt. Alternativ lässt sich festlegen, dass anschließend nicht mehr automatisch weitergemäht wird. Der Regensensor kann bei Bedarf auch vollständig deaktiviert werden.
Die Wartezeit ist durchaus sinnvoll. Schließlich benötigt der Rasen nach einem Regenschauer etwas Zeit zum Trocknen. Feuchtes Gras lässt sich zwar mähen, haftet aber wesentlich stärker an Messerscheiben, Rädern und Unterseite. Dadurch steigt der Reinigungsaufwand und nach unserem Eindruck werden auch die Klingen stärker beansprucht.
Ist die eingestellte Wartezeit abgelaufen und sind die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt, nimmt der MOVA seine Arbeit zuverlässig wieder auf. Regnet es bereits vor einem geplanten Mähvorgang und erkennt der Sensor die Feuchtigkeit, bleibt der Roboter entsprechend in seiner Station.
Wetterfest für den dauerhaften Außeneinsatz
Regen selbst stellt für den LiDAX Ultra 1000 AWD kein Problem dar. Beim Roboter insgesamt nennt MOVA IPX6, also Schutz gegen starke Wasserstrahlen. Der besonders exponierte 360°-3D-LiDAR wird von MOVA zusätzlich mit IP6K6 angegeben.
Das etwas ungewöhnliche „K“ stammt aus einer erweiterten IP-Klassifizierung. Vereinfacht bedeutet IP6K6 beim LiDAR: Die erste 6K steht für ein staubdichtes Gehäuse, die zweite 6 für Schutz gegen starke Wasserstrahlen. Das „K“ kennzeichnet dabei die entsprechende Prüfung nach der erweiterten Klassifizierung; bei der Wasserprüfung steht 6K beispielsweise für starke Wasserstrahlen mit erhöhtem Druck.
Wir bevorzugen trockenen Rasen
Auch wenn der MOVA problemlos mit Feuchtigkeit umgehen kann, lassen wir ihn bevorzugt bei trockenem Rasenarbeiten. Das Schnittbild fällt sauberer aus, Schnittgut haftet weniger stark an der Unterseite und der anschließende Reinigungsaufwand reduziert sich deutlich.
Im Winter würden wir den LiDAX Ultra 1000 AWD wie jeden unserer Mähroboter ohnehin nicht dauerhaft draußen stehen lassen. Wenn der Rasen aufgrund niedriger Temperaturen nicht mehr wächst, wird der Roboter gründlich gereinigt und bis zur nächsten Mähsaison entsprechend eingelagert.
Insgesamt funktioniert die Regenautomatik in unserem Test zuverlässig und sinnvoll. Besonders die individuell einstellbare Wartezeit nach einem Regenschauer gefällt uns, da der Roboter nicht direkt wieder auf noch vollständig nassen Rasen geschickt werden muss.
(Regensensor & Wetter: 4,5 von 5 Punkten)
Reinigung & Wartung
Regelmäßige Reinigung hält das Mähwerk sauber
Auch ein weitgehend autonom arbeitender Mähroboter kommt nicht vollständig ohne Pflege aus. Wir reinigen die Unterseite des MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD ungefähr alle drei bis vier Wochen. Wer die Abstände etwas größer wählt, muss deshalb nicht unmittelbar mit Problemen rechnen, eine regelmäßige Kontrolle ist unserer Meinung nach dennoch sinnvoll.
Für die Reinigung entfernen wir zunächst gröbere Grasreste mit einer Bürste. Anschließend verwenden wir Wasser aus dem Gartenschlauch sowie einen Lappen. Vor allem auf dem Messerschutz sammelt sich mit der Zeit Schnittgut, das sich auf diese Weise aber gut entfernen lässt. Bei feuchtem Rasen fallen die Ablagerungen erwartungsgemäß stärker aus.
Die beiden schwimmend gelagerten Messerscheiben bleiben gut zugänglich und lassen sich bewegen, wodurch auch die Bereiche rund um das Mähwerk vernünftig gereinigt werden können. Für eine gründliche Reinigung benötigen wir je nach Verschmutzung ungefähr 20 Minuten.
Einfacher Klingenwechsel
Auch der Wechsel der insgesamt zwölf Klingen ist unkompliziert. Jede Klinge ist einzeln verschraubt und MOVA legt den dafür benötigten Schraubendreher direkt bei. Mit den ebenfalls mitgelieferten 36 Ersatzklingen ist zudem bereits ausreichend Ersatz für mehrere komplette Wechsel vorhanden.
Wie lange ein Klingensatz hält, lässt sich nicht pauschal sagen. Nach unseren Erfahrungen sind ungefähr ein bis drei Monate realistisch. Rasengröße und Mähhäufigkeit spielen dabei ebenso eine Rolle wie Äste, kleine Steine oder Maulwurfshügel.
Die App erinnert an die entsprechende Wartung und der Wartungszähler lässt sich nach erledigter Arbeit zurücksetzen. Wir betrachten diese Anzeige allerdings nur als Richtwert. Aussagekräftiger ist es, bei der Reinigung die Schärfe der Klingen selbst zu kontrollieren und auf das Schnittbild des Rasens zu achten. Werden die Halme zunehmend unsauber oder ausgefranst abgeschnitten, sollte man die Klingen entsprechend früher wechseln.
LiDAR und Kameras ebenfalls sauber halten
Auch die omnidirektionalen Vorderräder und die großen AWD-Hinterräder lassen sich ohne größeren Aufwand von Gras und Schmutz befreien. Größere Probleme mit festgesetzten Fremdkörpern hatten wir während unseres Tests bislang nicht.
LiDAR und Dual-Kameraeinheit reinigen wir ebenfalls gelegentlich, wenn sichtbare Verschmutzungen vorhanden sind. Bei der LiDAR-Einheit hilft zusätzlich die Reinigungsbürste an der Ladestation, die ihren Zweck gut erfüllt.
Die App erinnert zudem nach jeweils 60 Mähstunden daran, unter anderem Unterseite, LiDAR und Kameraeinheit zu kontrollieren beziehungsweise zu reinigen. Auch die LiDAR-Reinigungsbürste selbst gehört zu den Teilen, die langfristig kontrolliert und bei entsprechendem Verschleiß ersetzt werden sollten.
Auch die Station benötigt etwas Pflege
Großen Wartungsaufwand verursacht die Ladestation nicht. Mit der Zeit sammelt sich auf der Bodenplatte etwas Gras, das beim Einfahren vom Mähroboter beziehungsweise von dessen Unterseite herunterfällt. Dieses lässt sich einfach zusammenkehren und entsorgen.
Die Ladekontakte mussten wir bislang nicht gesondert reinigen. Dennoch schadet es nicht, sie bei der regelmäßigen Pflege kurz zu kontrollieren und bei Bedarf von Verschmutzungen zu befreien.
Insgesamt hält sich der Wartungsaufwand für einen Mähroboter dieser Größe absolut im Rahmen. Wer sich alle paar Wochen etwa 20 Minuten Zeit für eine gründlichere Reinigung nimmt und zusätzlich Klingen sowie Sensorik im Blick behält, hat die wichtigsten Arbeiten bereits erledigt.
(Reinigung & Wartung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Die wichtigsten Herstellerversprechen kann der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD in unserem Praxistest weitgehend erfüllen. Zu seinen größten Stärken gehört der Allradantrieb. Die vier einzeln angetriebenen Räder bieten eine hervorragende Traktion und meisterten auch starke Steigungen in unserem Test problemlos. Die maximal mögliche Steigfähigkeit konnten wir allerdings nicht ausreizen.
Auch die LiDAR-Navigation ohne RTK-Antenne überzeugte. Selbst unter großen Bäumen navigierte der MOVA präzise und zuverlässig. Die Hinderniserkennung arbeitet ebenfalls sehr gut, lediglich sehr kleine Steine können gelegentlich übersehen werden. Bei der Personenerkennung kam es vereinzelt zu Fehlinterpretationen, weshalb wir den optionalen akustischen Präsenzalarm deaktiviert haben.
UltraTrim 2.0 reduziert die notwendige Nacharbeit an den Rasenkanten deutlich. Schade ist lediglich, dass die Schnitthöhe dabei sicherheitsbedingt automatisch auf 3 cm reduziert wird. Die beiden Messerscheiben mit zwölf Klingen und 40 cm Schnittbreite sorgen wiederum für ein sauberes Schnittbild und schnellen Mähfortschritt.
Insgesamt hält der LiDAX Ultra 1000 AWD damit, was er verspricht. Besonders AWD, LiDAR-Navigation, Mähleistung und Flächenleistung konnten uns im Praxistest überzeugen.
Preis/Leistung
Mit einer UVP von 1.599 Euro gehört der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD klar zur Oberklasse der Mähroboter. Vereinzelt ist das Modell bereits für rund 1.399 Euro erhältlich. Die größeren Varianten LiDAX Ultra 1600 AWD und 2000 AWD sind technisch und von den Abmessungen weitgehend identisch, unterscheiden sich aber in der vorgesehenen Flächenleistung. Entsprechend würden wir das Modell wählen, das zur eigenen Rasengröße passt.
Gegenüber dem von uns getesteten ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO spielt der MOVA seine Vorteile vor allem bei Steigungen aus. Dank Allradantrieb ist er hier dem reinen Hinterradantrieb des ECOVACS klar überlegen. Hinzu kommen die größere Schnittbreite von 40 cm und eine hohe Flächenleistung. Bei Navigation und Hinderniserkennung bewegen sich beide dagegen auf einem sehr guten Niveau.
Unterschiedliche Ansätze verfolgen beide bei der Randpflege. Der ECOVACS arbeitet mit einem separaten Trimmer und kommt dadurch noch näher an die Kante, ist dabei aber deutlich lauter. UltraTrim 2.0 des MOVA arbeitet wesentlich leiser, lässt jedoch etwa 3 cm Abstand und reduziert die Schnitthöhe beim Randmähen auf 3 cm. Gerade im heißen Sommer kann das bei höher eingestelltem Rasen ungünstig sein, da die kurzen Randbereiche schneller austrocknen können.
Für einen einfachen und weitgehend ebenen Garten ist AWD unserer Meinung nach nicht zwingend notwendig. Bei größeren Rasenflächen, Hanglagen und stärkeren Unebenheiten spielt der LiDAX Ultra AWD dagegen seine Stärken voll aus. Insgesamt gefällt uns der MOVA sowohl optisch als auch hinsichtlich seiner Leistung sehr gut und bietet insbesondere für anspruchsvollere Grundstücke ein überzeugendes Gesamtpaket.
MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Link zum Hersteller: mova.com/de










