ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO

TEIL 2
| Empfohlene Rasenfläche | bis 1.600 m² |
|---|---|
| Navigation/ Hindernisserkennung | LiDAR + KI-Kamera (AIVI 3D), erkennt laut Hersteller über 200 Hindernistypen |
| Begrenzungskabel | Nein, nicht nötig |
| RTK-Antenne erforderlich | nein |
| Schnittsystem | 2 Messerteller mit insgesamt 6 Klingen (3 je Messerteller) |
| Schnittbreite | 33 cm |
| Schnitthöhe | 30–90 mm (elektrisch per App) |
| Kantenmähfunktion | ja, mit TruEdge-Trimmer |
| Fahrgeschwindigkeit | 0,4–0,7 m/s |
| Antrieb und max. Steigung | bis 50 %; Hinterradantrieb |
| Besonderheiten | Regensensor im Gehäuse Mehrzonenverwaltung No-Go-Zonen Kartenverwaltung Elektrische Schnitthöhenverstellung |
| Akku-Ladezeit | ca. 50 Minuten |
| Schutzklasse | IPX6 (Roboter) |
| Abmessungen (L × B × H) | ca. 68 × 46 × 31 cm |
| Gewicht | 17,8 kg |
| Lieferumfang | ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO Ladestation Netzteil 6x Bodenanker (Kunststoff) für Ladestation inkl. Inbusschüssel Seitlicher TruEdge-Trimmer inkl. zwei Seitenbürsten und Schrauben 6 vormontierte Klingen (3 je Messerteller) und 12 Ersatzklingen inkl. Schrauben Bedienungsanleitung Schnellstartanleitung |
Einrichtung & Inbetriebnahme
Die Einrichtung des ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO gestaltet sich insgesamt unkompliziert und ist auch für Einsteiger gut zu bewältigen. Vom Öffnen des Kartons bis zum ersten Mähvorgang vergehen abhängig von der Größe und Komplexität des Gartens etwa 20 bis 40 Minuten. Der größte Zeitfaktor ist dabei nicht der Zusammenbau, sondern die anschließende Kartierung der Rasenfläche.

Ladestation schnell montiert
Nach dem Auspacken müssen zunächst alle Komponenten aus dem Karton entnommen werden. Die Ladestation besteht aus einer Grundplatte und einem oberen Bügel mit ECOVACS-Logo, Ladekontakten und Stromanschluss. Dieser wird zunächst einfach aufgesteckt und rastet sicher ein. Theoretisch könnte die Station bereits so verwendet werden, auf der Rückseite befinden sich jedoch zusätzlich zwei Verschraubungen, mit denen sich der Aufbau dauerhaft sichern lässt.
Anschließend wird lediglich noch das Netzteil mit der beiliegenden Kabelverlängerung über die verschraubbare Steckerkupplung verbunden. Danach kann die Ladestation bereits an ihrem endgültigen Standort aufgestellt werden.
Vor dem ersten Einsatz muss außerdem noch der seitliche Trimmer montiert werden. Dieser wird zunächst in seine Aufnahme gesteckt und anschließend mit insgesamt drei Schrauben befestigt. Eine bereits eingesetzte Schraube befindet sich gut geschützt unter einer gekennzeichneten Gummilasche, zwei weitere Schrauben werden von der Unterseite beziehungsweise der Seite eingeschraubt. Zum Schluss werden noch die beiden Schutzbürsten eingeklipst. Die Montage ist insgesamt unkompliziert und innerhalb weniger Minuten erledigt.






Der richtige Standort
Da der GOAT A1600 LiDAR PRO vollständig auf ein Begrenzungskabel verzichtet und stattdessen per LiDAR navigiert, gestaltet sich die Wahl des Aufstellortes deutlich einfacher als bei klassischen Mährobotern. Wichtig ist in erster Linie eine stabile WLAN-Verbindung, da sich die Ladestation idealerweise innerhalb der Reichweite des heimischen 2,4-GHz-Netzes befinden sollte.
Der Untergrund sollte möglichst eben sein. Auf Rasen kann die Station mit den mitgelieferten Kunststoff-Erdankern befestigt werden. Befinden sich jedoch Steine im Boden, ist deren Verwendung nicht immer problemlos möglich. Alternativ lässt sich die Ladestation auch auf gepflasterten Flächen aufstellen. Wer sie dort dauerhaft befestigen möchte, kann dies mit geeigneten Edelstahlschrauben, Dübeln und Unterlegscheiben problemlos nachrüsten.
Wie bei den meisten Mährobotern sollten außerdem die vom Hersteller empfohlenen Mindestabstände eingehalten werden. Vor der Ladestation werden rund zwei Meter freier Platz benötigt, seitlich jeweils etwa 40 Zentimeter ohne Hindernisse. Der Abstand zwischen Ladestation und der eigentlichen Rasenfläche sollte möglichst nicht mehr als drei Meter betragen. Die App weist während der Einrichtung auf diese Anforderungen hin und unterstützt bei der Wahl eines geeigneten Standorts.
App führt Schritt für Schritt durch die Einrichtung
Für die Inbetriebnahme steht die ECOVACS HOME App für iOS und Android zur Verfügung. Ein Benutzerkonto ist erforderlich. Wer bereits einen DEEBOT-Saugroboter oder einen WINBOT-Fensterputzroboter von ECOVACS nutzt, kann denselben Account weiterverwenden. Sämtliche Geräte des Herstellers werden zentral über dieselbe App verwaltet.



Die Verbindung mit dem Mähroboter verlief im Test schnell und ohne Schwierigkeiten. Wie üblich erfolgt die Einbindung über ein 2,4-GHz-WLAN, das aufgrund seiner höheren Reichweite für den Einsatz im Garten die bessere Wahl gegenüber 5 GHz ist. Direkt nach der Einrichtung wurde außerdem ein Firmware-Update installiert. Sämtliche Schritte werden verständlich erklärt, sodass kaum Fragen offenbleiben.
Flexible Kartierung ohne Begrenzungskabel
Besonders angenehm ist die Einrichtung der Mähfläche. Statt ein Begrenzungskabel zu verlegen, erstellt der GOAT seine Karte digital. Dabei stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung.
Für einfache und offene Rasenflächen kann der Roboter die Kartierung vollständig automatisch übernehmen. In vielen Fällen funktioniert dies bereits erstaunlich gut. Wer jedoch viele Beete, enge Durchgänge oder verwinkelte Bereiche im Garten besitzt, erzielt mit der manuellen Kartierung deutlich präzisere Ergebnisse.



Da sich der seitliche TruEdge-Trimmer auf der linken Fahrzeugseite befindet, empfiehlt es sich, den Roboter bei der manuellen Kartierung so zu führen, dass der Trimmer zur Rasenkante zeigt. Grundsätzlich funktioniert die Kartierung jedoch auch in umgekehrter Richtung – wichtig ist lediglich, dass die Kartierungsrunde vollständig geschlossen wird. Beim Einfahren der Grundstücksgrenze sollte zudem ein Abstand von etwa 10 Zentimetern zur Rasenkante eingehalten werden. Den verbleibenden Bereich übernimmt der GOAT später automatisch mit seinem TruEdge-Trimmer, wodurch die Rasenkante besonders sauber bearbeitet wird.


Die Dauer der Kartierung hängt stark von der Größe und Komplexität des Grundstücks ab. Während die automatische Kartierung bei einfachen Grundstücken häufig bereits ausreicht, mussten wir bei komplexeren Bereichen vereinzelt noch kleinere Korrekturen an der Karte vornehmen.
Zonen und No-Go-Bereiche
Mehrere Mähzonen lassen sich problemlos anlegen. Selbst getrennte Rasenflächen können genutzt werden, sofern die Verbindungswege mindestens etwa 90 Zentimeter breit sind.
Auch No-Go-Zonen sind schnell erstellt. Sie werden direkt in der Kartenansicht eingezeichnet und können jederzeit verändert oder wieder gelöscht werden. Ob die gewählten Bereiche optimal passen, zeigt sich anschließend beim nächsten Mähvorgang und lässt sich bei Bedarf problemlos nachjustieren.
Elektrische Schnitthöhenverstellung
Die Schnitthöhe wird vollständig elektronisch über die App eingestellt. Mechanische Drehregler oder Hebel am Gerät gibt es nicht.
Im Alltag bietet diese Lösung einen deutlichen Komfortgewinn, da die Höhe jederzeit bequem vom Smartphone aus angepasst werden kann, ohne zum Mähroboter gehen zu müssen. Langfristig bleibt allerdings abzuwarten, wie sich der dafür notwendige Verstellmotor über viele Jahre hinweg bewährt, da er gegenüber einer rein mechanischen Lösung konstruktionsbedingt ein zusätzliches Verschleißteil darstellt.
Erster Mähvorgang
Nach Abschluss der Einrichtung begann der GOAT A1600 LiDAR PRO ohne Verzögerung mit seiner Arbeit. Der Roboter startete direkt mit dem systematischen Bahnenmähen, ohne dass während unseres Tests Probleme bei der Inbetriebnahme oder der ersten Ausfahrt auftraten.

Während des Mähvorgangs zeigt die App unter anderem die aktuelle Position des Roboters, den Akkustand sowie den Fortschritt in Echtzeit an.
Gerade der vollständige Verzicht auf ein Begrenzungskabel zählt dabei zu den größten Vorteilen des Systems. Die Ladestation kann bei einer späteren Umgestaltung des Gartens jederzeit an einen anderen Ort versetzt werden, ohne dass zunächst Kabel ausgegraben oder neu verlegt werden müssen. Diese Flexibilität erleichtert nicht nur die Erstinstallation, sondern auch spätere Anpassungen erheblich.
(Einrichtung & Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)
Bedienung im Alltag
Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit präsentiert sich die ECOVACS HOME App als übersichtlich und weitgehend selbsterklärend. Die einzelnen Menüs sind logisch aufgebaut, wichtige Funktionen lassen sich schnell finden und auch Nutzer, die bisher keinen Mähroboter von ECOVACS verwendet haben, dürften sich rasch zurechtfinden. Während unseres Testzeitraums arbeitete die App zuverlässig und stabil. Abstürze oder Verbindungsprobleme konnten wir nicht feststellen.
Der Mähvorgang lässt sich jederzeit bequem über die App starten, pausieren oder vollständig beenden. Alternativ stehen die Bedientasten direkt am Mähroboter zur Verfügung. Diese Möglichkeit ist vor allem dann praktisch, wenn das Smartphone gerade nicht griffbereit ist. Im Alltag dürfte jedoch die Steuerung über die App von den meisten Nutzern bevorzugt werden, da sämtliche Funktionen dort komfortabel erreichbar sind.
Bei den Einstellungsmöglichkeiten bietet der GOAT A1600 LiDAR PRO einen erfreulich großen Funktionsumfang. Zeitpläne lassen sich individuell erstellen und die Schnitthöhe kann elektronisch zwischen 30 und 90 Millimeterneingestellt werden, ohne dass man den Mähroboter aufsuchen muss. Ebenso lässt sich die Fahrgeschwindigkeit im Bereich von 0,4 bis 0,7 m/s anpassen.



Auch das Mähverhalten kann individuell konfiguriert werden. Der GOAT mäht den Rasen grundsätzlich in systematischen, geraden Bahnen und orientiert sich dabei mithilfe seines 360°-LiDAR- sowie Kamerasystems. Wer möchte, kann die Ausrichtung der Mähbahnen für einzelne Bereiche individuell festlegen und zwischen den Mähvorgängen variieren. Dadurch entstehen keine dauerhaft sichtbaren Fahrspuren und der Rasen erhält ein gleichmäßigeres Schnittbild.
Praktisch ist außerdem, dass sich der seitliche Trimmer separat aktivieren oder deaktivieren lässt. Wer beispielsweise an Sonn- oder Feiertagen besonders geräuscharm mähen möchte oder den Trimmer nur bei Bedarf einsetzen möchte, kann dies direkt in der App festlegen. Auch die Empfindlichkeit der Hinderniserkennung lässt sich an die eigenen Anforderungen anpassen.
Die Kartenansicht gehört zu den Stärken der App. Bereits auf den ersten Blick erkennt man die angelegten Mähzonen, Verbindungswege und No-Go-Bereiche. Änderungen an der Karte lassen sich unkompliziert durchführen und sind nach kurzer Zeit verinnerlicht. Dadurch bleibt die Verwaltung auch bei komplexeren Grundstücken angenehm übersichtlich.
Auch bei den Benachrichtigungen findet ECOVACS einen guten Mittelweg. Die App informiert zuverlässig über abgeschlossene Mähvorgänge, eventuelle Störungen oder andere wichtige Ereignisse. Gleichzeitig wird der Nutzer nicht mit unnötigen Meldungen überhäuft. Wer möchte, kann die Benachrichtigungen zusätzlich an die eigenen Wünsche anpassen.
Während des Betriebs liefert die App zahlreiche Statusinformationen. Neben dem aktuellen Akkustand werden die Position des Mähroboters, bereits gemähte Flächen, der Fortschritt des aktuellen Mähvorgangs angezeigt. Treten Fehler auf, erscheinen diese ebenfalls verständlich in der App, sodass sich mögliche Probleme schnell erkennen lassen.
Auch akustisch verhält sich der GOAT A1600 LiDAR PRO im Alltag unauffällig. Gemeint sind hierbei jedoch ausschließlich die Bedien- und Komfortfunktionen. So sind beispielsweise das automatische Verstellen der Schnitthöhe, das motorische Absenken beziehungsweise Einfahren des Trimmers sowie das Andocken an die Ladestation zwar hörbar, wirken jedoch angenehm dezent und keineswegs störend. Sämtliche Bewegungen erfolgen ruhig und kontrolliert. Auf die Lautstärke während des eigentlichen Mäh- und Trimmvorgangs gehen wir im nächsten Abschnitt „Leistung im Alltag“ noch ausführlich ein.
Die Reinigung gestaltet sich ebenfalls unkompliziert. Grasreste lassen sich mit einer Bürste und einem Gartenschlauch schnell entfernen. Da die Unterseite gut zugänglich ist, erreicht man sowohl die beiden Messerteller als auch den Bereich des Trimmers problemlos. Der Pflegeaufwand hält sich dadurch insgesamt in Grenzen.
Im täglichen Einsatz zeigt sich schließlich der größte Vorteil eines modernen Mähroboters. Hat man die Einrichtung einmal abgeschlossen und die Karte angepasst, muss man nur noch selten in die App schauen. Während man in den ersten Tagen verständlicherweise häufiger kontrolliert, wie sich der Roboter verhält, rückt die App später zunehmend in den Hintergrund. Stattdessen erledigt der GOAT seine Arbeit weitgehend selbstständig und zuverlässig. Man kann den Mähroboter einfach arbeiten lassen und die Zeit lieber auf der Terrasse oder mit anderen Tätigkeiten verbringen.
Besonders überzeugend ist dabei das Arbeiten ohne Begrenzungskabel. Hat man diese Art der Navigation einmal kennengelernt, möchte man kaum noch zu einem klassischen System zurückkehren. Die Installation ist deutlich einfacher, spätere Änderungen an der Gartengestaltung lassen sich wesentlich flexibler umsetzen und auch das Umsetzen der Ladestation ist jederzeit möglich, ohne zunächst ein Begrenzungskabel neu verlegen zu müssen. Gerade dieser Komfortgewinn macht sich im Alltag immer wieder bemerkbar und zählt aus unserer Sicht zu den größten Stärken des GOAT A1600 LiDAR PRO.
(Bedienung im Alltag: 4 von 5 Punkten)
Leistung im Alltag
Mähbild
Im täglichen Einsatz hinterlässt der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO insgesamt ein überzeugendes Mähbild. Mit neuen beziehungsweise scharfen Klingen wird der Rasen sauber und gleichmäßig geschnitten. Die beiden versetzt angeordneten Messerteller sorgen dafür, dass sich ihre Arbeitsbereiche überlappen und kaum ungemähte Streifen zurückbleiben. Gleichzeitig profitiert der Roboter von seiner großzügigen Schnittbreite von 33 Zentimetern, wodurch größere Flächen deutlich schneller abgearbeitet werden als bei Modellen mit nur einem einzelnen Messerteller.
Im direkten Vergleich zu aktuellen Spitzenmodellen anderer Hersteller fällt jedoch ein kleiner Unterschied auf. ECOVACS setzt pro Messerteller weiterhin auf drei Klingen. Das hat durchaus Vorteile. Beim späteren Klingenwechsel müssen lediglich sechs Klingen ausgetauscht werden, was die laufenden Kosten für Verschleißteile reduziert.

Viele Hersteller verwenden bei ihren größeren Modellen inzwischen allerdings Messerteller mit jeweils sechs Klingen. Dadurch verteilt sich die Schneidarbeit auf mehr Klingen, was insbesondere bei dichterem oder kräftigerem Gras oft für ein etwas gleichmäßigeres Schnittbild sorgt. Gleichzeitig bleibt die Schneidleistung über einen längeren Zeitraum konstanter, bevor ein Klingenwechsel erforderlich wird. Der Nachteil dieser Bauweise liegt wiederum in den höheren Folgekosten, da beim Austausch doppelt so viele Klingen ersetzt werden müssen.
Im Alltag liefert der GOAT A1600 LiDAR PRO dennoch ein insgesamt sauberes Schnittbild. Die systematische Fahrweise sorgt dafür, dass sämtliche Bahnen zuverlässig abgearbeitet werden und nur selten einzelne Halme stehen bleiben.
Große Schnittbreite spart Zeit
Die 33 Zentimeter Schnittbreite machen sich im täglichen Betrieb deutlich bemerkbar. Im Vergleich zu Mährobotern mit einer Schnittbreite von rund 18 bis 22 Zentimetern benötigt der GOAT weniger Bahnen und erreicht sein Ziel entsprechend schneller. Gerade auf größeren Rasenflächen verkürzt sich dadurch die Mähzeit spürbar.
TruEdge-Trimmer in der Praxis
Zu den Besonderheiten des GOAT A1600 LiDAR PRO gehört der seitlich angebrachte TruEdge-Trimmer. Sein Ziel ist es, den Abstand zu festen Begrenzungen wie Mauern, Zäunen, Hochbeeten oder Rasenkanten zu minimieren und dadurch die notwendige Nacharbeit mit einem Rasentrimmer möglichst gering zu halten. Im Test gelang dies gut: An Mauern blieb lediglich ein schmaler Streifen von etwa zwei bis drei Zentimetern stehen.
An klassischen Rasenkanten funktioniert der Trimmer besonders in Verbindung mit der Funktion Adaptive Grenzen zuverlässig. Anders sieht es an künstlich angelegten No-Go-Zonen aus. Hier hält der Roboter einen größeren Sicherheitsabstand ein, wodurch etwas mehr Gras stehen bleibt.
Nicht in jeder Situation ist der Einsatz des TruEdge-Trimmers jedoch zwingend notwendig. Bereiche, über die der Mähroboter problemlos hinwegfahren kann – beispielsweise ebenerdige Rasenkanten –, lassen sich bereits bei der manuellen Kartierung entsprechend berücksichtigen. Fährt man den Roboter dort etwas weiter über die Rasenkante hinaus, wird auch dieser Bereich sauber gemäht, ohne dass der Trimmer eingreifen muss.


Besondere Aufmerksamkeit empfiehlt sich dagegen bei Blumenbeeten oder Hochbeeten mit niedrig wachsenden Pflanzen direkt am Rasenrand. Junge Ziergräser oder empfindliche Stauden können vom Trimmer unter Umständen mit erfasst werden, wenn sie in den Mähbereich hineinragen. Zwar erkennt die Kamera größere Pflanzen in vielen Fällen zuverlässig, dennoch sollte man die ersten Mähvorgänge aufmerksam beobachten und die Kartierung bei Bedarf anpassen. Befinden sich einzelne Stauden oder andere Pflanzen direkt innerhalb der Rasenfläche, empfehlen wir grundsätzlich das Anlegen einer No-Go-Zone. So lässt sich vermeiden, dass eine Pflanze im ungünstigsten Fall einmal nicht erkannt und beschädigt wird.
Ein gelungenes Sicherheitsmerkmal besitzt der TruEdge-Trimmer ebenfalls. Sobald sich Personen oder Tiere auf etwa 1,5 Meter nähern, wird der Trimmer automatisch deaktiviert und erst wieder eingeschaltet, wenn der Bereich wieder frei ist.
Lautstärke
Während des eigentlichen Mähvorgangs arbeitet der GOAT angenehm leise. Die beiden Messerteller sind kaum störend und ermöglichen problemlos den Einsatz in Zeiten, in denen möglichst wenig Lärm entstehen soll.
Ganz anders verhält sich der seitliche Trimmer. Sobald dieser aktiviert wird, steigt die Geräuschentwicklung deutlich an. Im subjektiven Eindruck erinnert die Lautstärke an einen klassischen Rasentrimmer mit Faden. Dadurch geht ein Teil des ansonsten sehr leisen Gesamteindrucks verloren.
Gerade an Sonn- oder Feiertagen würde ich den Trimmer deshalb deaktivieren. Praktischerweise lässt sich dies direkt über die App erledigen. So kann der GOAT weiterhin den Rasen mähen, ohne dass der deutlich lautere Trimmer zum Einsatz kommt.
Navigation
Die Navigation zählt zu den größten Stärken des GOAT A1600 LiDAR PRO. Der Roboter fährt seine Bahnen sehr präzise und gleichmäßig ab. Wendemanöver gelingen sauber, ohne den Rasen unnötig aufzureißen oder Spuren im Boden zu hinterlassen. Auch unnötige Doppelbefahrungen konnten wir während des Tests nicht beobachten.
Hinderniserkennung
Die Kombination aus LiDAR und Kamera arbeitet insgesamt zuverlässig. Der GOAT erkennt laut ECOVACS mehr als 200 verschiedene Hindernistypen. Im Test zeigte sich die Hinderniserkennung bei typischen Gartenobjekten wie Bäumen, Blumentöpfen oder Gartenmöbeln zuverlässig. Auch Werkzeuge, Spielzeug oder lose Gegenstände wurden in den meisten Fällen erkannt und sicher umfahren.


Auffällig ist allerdings, dass der Roboter an festen Hindernissen bewusst relativ dicht vorbeifährt, um möglichst wenig Gras stehen zu lassen. Dieses Verhalten verbessert die Flächenabdeckung, verlangt der Hinderniserkennung jedoch einiges ab.
Sehr kleine Gegenstände werden erwartungsgemäß nicht immer zuverlässig erkannt. Außerdem nimmt die Erkennungsleistung in der Dämmerung sichtbar ab. Aus diesem Grund würden wir den GOAT grundsätzlich bevorzugt tagsüber einsetzen. Das verbessert nicht nur die Hinderniserkennung, sondern kommt auch nachtaktiven Tieren wie Igeln zugute.
Steigungen
Steigungen von bis zu 50 Prozent meistert der GOAT problemlos, sofern der Untergrund ausreichend griffig ist. Für den überwiegenden Teil der Gärten in Deutschland reicht diese Leistung vollkommen aus.
Grenzen zeigt der Hinterradantrieb allerdings auf sehr weichem oder aufgeweichtem Boden. Bleibt der Roboter dort einmal hängen, können sich die Antriebsräder aufgrund des fehlenden Allradantriebs relativ schnell eingraben. Wer besonders steile Grundstücke mit lockerem Boden besitzt, sollte deshalb eher zu einem Modell mit Allradantrieb greifen.
Akku und Ladeverhalten
Die Akkulaufzeit erwies sich im Test als ausreichend für längere Mähabschnitte. Reicht die Ladung für die komplette Fläche nicht aus, fährt der GOAT selbstständig zur Ladestation, lädt seinen Akku und setzt den Mähvorgang anschließend automatisch an der richtigen Stelle fort.
Dank der Schnellladefunktion dauert eine vollständige Akkuladung lediglich rund 50 Minuten. Dadurch entstehen auch bei größeren Grundstücken nur kurze Ladepausen.
Wetter
Der GOAT verfügt über einen integrierten Regensensor und kann entsprechend auf Niederschlag reagieren. Während unseres Testzeitraums wurde ausschließlich auf trockenem Rasen gemäht. Das entspricht auch unserer bevorzugten Nutzung. Nasses Gras haftet deutlich stärker an der Unterseite des Mähroboters und belastet gleichzeitig die Grasnarbe stärker als ein Schnitt bei trockenen Bedingungen.
Unser Eindruck
Der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO überzeugt im Alltag mit einer sehr präzisen Navigation, einer hohen Flächenleistung und einem insgesamt sauberen Schnittbild. Besonders die Kombination aus LiDAR-Navigation, Kamera und der großen Schnittbreite sorgt dafür, dass der Roboter effizient arbeitet und größere Flächen schnell bewältigt.
Der seitliche TruEdge-Trimmer ist eine spannende und grundsätzlich sinnvolle Idee. An klassischen Rasenkanten funktioniert er gut und reduziert die notwendige Nacharbeit deutlich. Seine hohe Geräuschentwicklung und die weniger präzise Arbeitsweise an No-Go-Zonen zeigen jedoch, dass hier noch Entwicklungspotenzial vorhanden ist.
Für zukünftige Generationen könnten wir uns vorstellen, dass ECOVACS den Randschnitt noch eleganter löst. Beispielsweise durch einen weiter außen positionierten Messerteller oder eine Konstruktion, bei der sich das eigentliche Mähwerk für den Randbereich seitlich verschieben lässt. Dadurch ließe sich der zusätzliche Trimmer möglicherweise ganz ersetzen und gleichzeitig die Geräuschentwicklung reduzieren.
(Leistung im Alltag: 4 von 5 Punkten)





