Google Pixel 4a 5G

TEIL 2
Display | 6,2 Zoll großes OLED-Display (19,5:9 Format) 1.080 x 2.340 Pixel, Pixeldichte beträgt 413 ppi |
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CPU/GPU | Qualcomm Snapdragon 765G: 1x 2,4 GHz, 1x 2,2 GHz und 4x 1,8 GHz /Adreno 620 |
RAM | 6 GB RAM |
Speicher | 128 GB (nicht erweiterbar) |
Betriebssystem | Android 11 |
Haupt-Kamera | 12,2 MP f/1.7 Blende; Erfassungswinkel: 77°; 1,4 μm Pixelgröße, 16-MP-Ultraweitwinkelobjektiv; Blende: ƒ/2.2; 1,0 μm Pixelgröße; Erfassungswinkel: 107° mit Dual-LED-Blitz |
Frontkamera | 8 MP Blende: ƒ/2.0; 1,12 μm Pixelgröße; Erfassungswinkel: 83° |
Anschlüsse | USB-Typ-C Anschluss und 3,5 mm Klinkenbuchse |
Akku | 3.885 mAh; Schnellladefunktion mit 18 Watt |
Konnektivität | WLAN 2,4 GHz + 5 GHz, 802.11 a/b/g/n/ac, 2×2 MIMO, Mobilfunknetz bis 5G, Bluetooth® 5.0 + LE, A2DP (HD-Codecs: AptX, AptX HD, LDAC, AAC). NFC, GPS, GLONASS, Galileo, QZSS, BeiDou; Google Cast. |
Abmessungen (LxBxT) | 153,9 x 74 x 8,2 mm |
Gewicht | 168 Gramm |
Lieferumfang | Google Pixel 4a 5G USB-C-Netzteil (18 W) 1-m-Kabel, USB-C auf USB-C (USB 2.0) Kurzanleitung Quick-Switch-Adapter SIM-Tool |
Performance
Als Herzstück werkelt im Google Pixel 4a 5G ein Snapdragon 765G von Qualcomm, derselbe Achtkern-SoC wie im ebenfalls neuen Google Pixel 5. Dabei handelt es sich, wie die Zahlen schon vermuten lassen, um einen soliden Mittelklassen-Prozessor, der für den Großteil aller Alltagsaufgaben locker ausreichen sollte.
Der Snapdragon 765G wurde wie der im Pixel 4 verbaute Snapdragon 855 im 7 nm-Verfahren hergestellt und ebenso handelt es sich hier um einen 64-Bit CPU. Der CPU beinhaltet wie bereits erwähnt acht Kerne (Karo 475), welche hier auf zwei sogenannte Cluster aufgeteilt wurden. Einmal gibt es den ARM Cortex-A76 der mit bis zu 2,4 GHz taktet und einen Gold-Kern mit bis zu 2,2 GHz. Die restlichen sechs Kerne des CPU basieren auf die A55 Architektur und takten mit bis zu 1,8 GHz. Beim Arbeitsspeicher bietet Google „lediglich“ 6 Gigabyte an, bei Google Pixel 5 sind es jedoch 8 GB. Wie üblich wird der Qualcomm Snapdragon 765G noch von seinem integrierten GPU unterstützt. In diesem Fall handelt es sich dabei um den Adreno 620.
Beim internen Speicher stehen lediglich 128 GB zur Auswahl, was jedoch ausreichend bemessen sein sollte. Dieser Speicher basiert auf den älteren UFS 2.1 Standard und nicht auf den neuen UFS 3.0. Dennoch erreicht das Smartphone beim Lesen und Schreiben von Dateien gut Werte.
Laut AndroBench erreicht der verbaute Speicher im Google Pixel 4 a 5G direkt nach dem Neustart eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 977 MB/s und beim Schreiben ein Schnitt von 228 MB/s. Daher ist der Speicher zwar definitiv langsamer als der neue UFS 3.0 Standard, doch gerade beim Systemstart ist das Google Pixel 4a 5G sehr schnell und schneller einsatzbereit als viele andere Smartphones.
Das Google Pixel 4a 5G ist mit seiner Hardware ausreichend bestückt, sodass das Mittelklasse-Smartphone im Alltag ausreichend Power bietet. Das Betriebssystem läuft soweit flüssig, ohne Anzeichen von Aussetzern und wie bereits erwähnt, startet das System rasant schnell. Jedoch konnte ich bei Google Pixel 4a 5G ebenfalls wie bereits beim Pixel 4 feststellen, dass die Bilder, die man nach dem knipsen direkt betrachten möchte, zuerst kurz nachgearbeitet werden müssen. Bei den von mir durchzogenen Benchmarktests schneidet das neue Google Pixel 4a 5G wie folgt ab: Bei Geekbench 5 konnte es im Test einen guten Wert von 591 Punkte im Single-Core und 1.623 im Multi-Score erreichen. Bei 3D Mark betrug die Gesamtscore 1.427 Punkte und die Bildwiederholrate betrug im Schnitt bei 8.50.
(Performance: 3,5 von 5 Punkten)
Display
Das OLED-Display des Google Pixel 4a 5G löst mit einer Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixeln auf, was bei dem eingesetzten 6,2 Zoll großen Display für eine hohe und ausreichend scharfe Pixeldichte von 413 ppi sorgt. Auf dem Display sieht man mit Sicherheit alles ausreichend scharf und mir kann hier definitiv keiner sagen, dass er oder sie bei diesem Gerät einen der Pixel mit bloßem Auge erkennen kann.
Typisch für ein OLED-Display kann dieses im Test mit kräftigen Farben und dem typischen Kontrastwerten und einem tiefschwarzen Display überzeugen. Dies liegt daran, da bei OLED-Displays jeder der Pixel einzeln abgeschaltet werden kann. Durch diesen hohen Schwarzwert erhält man auf dem Display kräftige Farben, die mit einer guten Leuchtkraft überzeugen können. Ebenso resultiert dadurch auch das hervorragende Kontrastverhältnis von OLED-Displays von 100.000:1, was nahezu unendlich entspricht.
Praktisch beim Google Pixel 4a 5G ist wie bereits bei den Vorgängermodellen das Always-on-Display, was jedoch von Werk aus nicht aktiviert ist. Um diese Funktion zu aktivieren, muss man in die Einstellungen -> Display -> Erweitert -> Sperrbildschirm und hier dann Zeit und Informationen immer anzeigen aktivieren. Dies reduziert jedoch selbstverständlich die Akkulaufzeit, jedoch hat dies nun auch wieder keine allzu große Auswirkung darauf. Bei der Bildwiederholungsrate bietet das Google Pixel 4a 5G nur 60 Hz, was beim geforderten Preis des Smartphones jedoch eigentlich klar sein sollte. Möchte man ein 90 Hz Display, dann muss man zum Google Pixel 5 greifen.

Normalerweise hat fast jeder den automatisch regulierenden Display-Helligkeitssensor aktiviert, der das Display auf eine durchschnittliche Helligkeit von 670 cd/m² auffällt. Dabei wird das Display schön gleichmäßig ausgeleuchtet, also ohne dass z. B. die Ränder schwächer aufgehellt werden, was jedoch bei einem OLED-Display sowieso kaum vorkommt. Deaktiviert man den Umgebungslichtsensor, wird die Helligkeit auf max. 440 cd/m² reduziert.
Wer gerne Face-Unlock nutzt, den muss ich beim neuen Google Pixel 4a enttäuschen, denn diese Funktion gibt es hier nicht mehr, da der entsprechende Sensor nicht mehr verbaut wurde. Doch da der Fingerabdrucksensor an der Rückseite rasant schnell reagiert und das Gerät zuverlässig entsperrt, ist dies nicht wirklich schlimm und zudem ist es in der aktuellen COVID-19-Zeit besser unterwegs, ein Smartphone mit Fingerabdrucksensor zu besitzen, den sonst muss man wie ich bei meinem iPhone 11 Pro jedes Mal den Code zum Entsperren eingeben.
(Display: 4 von 5 Punkten)
Akku
Im Gegensatz zum Pixel 4 kommt beim neuen Google Pixel 4a 5G ein gut 1.000 mAh größerer Akku zum Einsatz. Somit ist dieser nun 3.885 mAh groß und bietet eine Ausreichend lange Akkulaufzeit für den Tagesverlauf. Somit hält der Akku beim normalen Einsatz im Alltag problemlos für einen, wenn nicht sogar für zwei Tage am Stück durch, ohne dass man das Smartphone wieder aufladen muss.
Aufgeladen wird der Akku des Google Pixel 4a 5G über das mitgelieferte 18 Watt Netzteil und dem USB-C Ladekabel. Für eine volle Aufladung von 0 auf 100 % benötigt man damit knapp 2 Stunden, was völlig in Ordnung ist. Ein kontaktloses Aufladen via Qi- Ladegerät gibt es beim Pixel 4a 5G jedoch nicht, denn dafür fehlt dem Smartphone die benötigte Spule – dies gibt es nur beim Google Pixel 5.
(Akku: 4 von 5 Punkten)
Kamera
Die Dual-Kamera des Pixel 4a 5G ist exakt dieselbe wie im ebenfalls neuen Pixel 5. Das Kamera-Setup besteht aus dem Sony IMX363 Hauptsensor, der bereits im Pixel 4 zum Einsatz kam. Der mit 12,2 Megapixel auflösenden Sensor mit einer Pixelgröße von 1,4 µm und einer Blende von f/1.7 bietet außerdem einen Erfassungswinkel von 77°, sowie einen Zwei-Phasen-Autofokus und eine optische sowie elektronische Bildstabilisierung. Die zweite Kameralinse, bei der es sich um ein Ultraweitwinkelobjektiv handelt, löst mit 16 Megapixeln auf, bietet eine 1,0 µm große Pixelgröße, eine Blende von f/2.2 und deckt einen Blickwinkel von 107° ab.
Bei gutem Tageslicht knipst das Pixel 4a 5G sehr gute Fotos mit natürlichen Farben und einer guten Dynamik. Bei schlechten Lichtverhältnissen wie z. B. in der Abenddämmerung erkennt die Kamera Software dies automatisch und wechselt in den Nachtmodus, der auch beim Pixel 4a 5G mit sehr guten Bilder punkten kann. Auf ein Teleobjektiv wurde zwar verzichtet, jedoch hat Google hier sauber an der Software der Kamera gearbeitet, sodass man den fehlenden Sensor gut kompensieren kann und selbst bei einem 4- bis 5-fachen Zoom gute brauchbare Bilder entstehen können.
Neu ist, dass man in der Software schnell mit den virtuellen Bedienelementen zwischen dem 0,6 Zoom (Ultraweitwinkel-Linse) und dem Standardzoom 1x und einem 2x Zoom wechseln kann. Möchte man jedoch noch weiter, also bis max. 6-fach an das Objekt heranzoomen, erfolgt dies mit einer simples Pinch-to-Zoom Geste. Das heißt, dass man einfach durch die typische Zoomgeste mit zwei Finger (Daumen und Zeigefinger) den stufenlosen Zoom nutzen kann. Tippt man auf das Bild bzw. das Motiv erscheinen im Rechten Bereich weitere Einstellungen, mit denen man via Schieberegler z. B. die Helligkeit manuell regulieren oder die AF/AE sperre setzen kann.
Die Frontkamera löst mit 8 Megapixeln auf, bei einem 1,22 µm großen Sensor sowie eine Blende von f/2.0, was somit von den technischen Daten der Kamera aus dem Pixel 4 entspricht. Lediglich der Betrachtungswinkel ist von 90° auf 83° gesunken, was vermutlich an der neuen Punch-Hole-Kamera liegen muss, welche zudem nun nicht mittig, sondern am Rand positioniert wurde. Diese kann im Test ebenfalls mit einer guten Bildqualität punkten und überzeugt mich mit der neuen Porträtbeleuchtung. Damit kann man im Nachgang noch eine Lichtquelle einfügen, um die fotografierte Person bzw. deren Gesicht ins perfekte Licht zu rücken.
Im punkto Videoaufnahmen hat Google ebenfalls für eine Verbesserung gesorgt, erstmals in einem Google Pixel Smartphone sind nämlich nun 4K Aufnahmen mit 60 fps möglich. Der Video-Stabilisator arbeitet sehr sauber, sodass die Aufnahmen ohne großes Verwackeln gelingen. Bei Zeitlupenvideos sind nun ebenfalls Aufnahmen mit 1080p (Full-HD) möglich mit 120 fps und 240 fps. Mir persönlich gefällt der automatische Folgefokus sehr gut, welcher sowohl bei Fotos als auch bei Videos genutzt wird.
(Kamera: 4 von 5 Punkten)
Software
Das Google Pixel 4a 5G liefert Google natürlich mit dem neusten Android 11 aus. Dabei handelt es sich um die Android Pure Version, was soviel bedeutet, dass diese schlank gehalten ist und ohne Bloatware daher kommt. Somit verzichtet Google darauf von Werk aus darauf, dass Smartphone mir Apps von Drittanbietern und sonstigen Werbe-Apps wie „“Bild usw. Sehr gut ist, dass Google bei sämtlichen Smartphones verspricht, dass Betriebssystem- und Sicherheitsupdates für mindestens 3 Jahre für das jeweilige Gerät bereitgestellt werden. Dabei gilt jedoch natürlich nicht das Kaufdatum, sondern der Marktstart des Smartphones, welcher beim Google Pixel 4a 5G Mitte Oktober 2020 war.
Neuerungen von Android 11 ist unter anderem, dass Android Auto nun kabellos funktioniert. Die neue Multitasking-Funktion „Bubbles, welche den Nutzer ermöglicht, direkt auf Nachrichten zu antworten, ohne dafür zwischen den Apps zu switchen. Außerdem können nun auch hier Bildschirminhalte ohne zusätzliche App aufgezeichnet werden uvw.
(Software: 4,5 von 5 Punkten)