Netgear Nighthawk R8500 X8

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Einrichtung & Webintraface

Die Einrichtung klappt schnell und sehr einfach. Netgear verzichtet hier auf sehr ansprechendes User Interface. Schön ist aber zu sehen, dass die Installation für technisch nicht sehr versierte dennoch einfach klappt. Den Nighthawk X8 mit dem Modem und Strom verbinden und lediglich vom PC/Mac per WLAN oder LAN-Kabel mit dem Router verbinden. In der Regel sollte automatisch ein PopUp erscheinen in welchem die Installation startet.

Das Webinterface ist einfach unter www.routerlogin.net zu erreichen. Alternativ kann natürlich die IP Adresse des Routers zum Zugriff genutzt werden. Trotz dieses technischen Wunderwerks wirkt die Benutzeroberfläche des  „Netgear genie“ sehr altbacken. Im Vergleich zum ebenfalls getesteten Asus RT-AC8U fühlt man sich um ein Jahrzehnt zurückgesetzt. Dasselbe gilt leider auch für die entsprechende iOS Applikation.

Natürlich kann man alle Funktionen dennoch nutzen, alles ist erreichbar und funktioniert genauso gut – auch erweiterte Funktionen lassen sich einstellen. Aber eben nicht intuitiv für meinen Geschmack. Natürlich ist das ein sehr subjektiver Punkt. Manche werden wohl zum Interface sagen: Weniger ist mehr.

(Einrichtung & Webinterface: 4 von 5 Punkten)

Speed & Reichweite

Worauf es bei einem Router wirklich ankommt ist selbstredend die Geschwindigkeit. Der Netgear R8500 X8 ist ein TriBand Router, welcher laut Hersteller bis zu 5.300 Mbit/s in der Lage sein soll. Natürlich handelt es sich hierbei um einen reinen Laborwert, der so im Realszenario nie erreicht werden wird. Zusammengesetzt werden diese 5.300 Mbit/s aus 1.000 Mbit/s für das 2,4 GHz Netz und zweimal 2.166 Mbit/s auf das 5 GHz Netz.

Und jetzt kommt der Haken: Ein WLAN Empfänger, wie er in Notebooks und Smartphones verbaut ist kann sich gleichzeitig nur mit einem WLAN Netz verbinden. Somit bleiben also max. 1.000 Mbit/s oder 2.166 Mbit/s übrig. Natürlich hat Triband dennoch einen wesentlichen Vorteil wenn gelichzeitig viele im WLAN eingebucht sind und sich gegenseitig nicht Bandbreite rauben müssen.

Für meine Tempomessungen wurde auf einen USB 3.0 Wireless AC-Stick mit maximal 1300 Mbit/s als Gegenstelle zum Router zurückgegriffen. Beim ersten Test besteht direkter Sichtkontakt zum Router, welcher 5 m weit weg steht. Der zweite Test erfolgt im zweiten Stock wo das WLAN Signal zwei Wände –  eine aus Gips besteht die andere aber massiv – durchqueren muss.

Test 1 (5 GHz):
Im AC-Modus erbrachte eine Leistung von 715,2 Mbit/s

Test 2 (5 GHz):
Im AC-Modus erbrachte das Setup einen Durchsatz von 141,3 Mbit/s. 

Im 2,4 GHz Netz ist die Leistung aber leider – auch im Vergleich zu leistungsärmeren Routern -keineswegs berauschend.

Test 1 (2,4 GHz):
Im AC-Modus erbrachte eine Leistung von 136,8 Mbit/s

Test 2 (2,4 GHz):
Im AC-Modus erbrachte das Setup einen Durchsatz von 84,3 Mbit/s. 

Man muss kritisch anmerken, dass unabhängig von 2,4 GHz oder 5 GHz die beste Leistung bei Geräten mir Wireless-AC erzielt wird. Hat man nicht nur aktuellste Technik herumliegen ist die Leistung zwar immer noch gut, aber nicht besser als entsprechend teure Wireless-N-Router. Das ist jedoch bekannt, dass der limitierende Faktor oft ältere Geräte sind. Was sich durchaus bemerkbar macht sind die aktiven Antennen. Die tragen zwar subjektiv nicht zu einer weiteren Reichweite bei, sehr wohl jedoch zu einer deutlich stabileren Verbindung auch bei weniger Empfang. Auf jeden Fall ist der Nighthawk X8 zukunftssicher.

(Speed & Reichweite: 4,5 von 5 Punkten)

USB

Den Nighthawk X8 kann auch als Netzwerkfestplatte nutzen. Hierzu musst per USB ein Speichermedium an den Router angeschlossen werden. Dies kann ein USB Stick oder auch eine Festplatte sein. Zugreifen kann man auf diesen Netzwerkspeicher konventionell mit Boardmitteln von Windows oder man nutzt ReadyShare bzw. ReadyCloud. Hierbei handelt es sich um Software von Netgear, die Zugriff auf die Speichermedien per Internet ermöglicht.

In meinem Test (PC mit Samsung 850 EVO und einem USB 3.0-Stick) wurde eine Lese- und Schreibrate von 97,4 MB/s und 64,2 MB/s erreicht. Für einen Router sind das durchaus ansehnliche Werte. Weiters erlauben die USB-Ports den Anschluss eines Druckers, was ebenfalls sehr praktisch ist.

(USB: 4 von 5 Punkten)

Funktionen

Der Netgear Nighthawk X8 kommt mit vielen Funktionen daher. Die weltweit ersten Aktiv-Antennen, die für eine äußerst Stabile Verbindung sorgen oder die Port-Aggregation mittels derer zwei LAN Ports kombiniert werden um die maximale Leitungsgeschwindigkeit zu verdoppeln.

Das dynamische QoS (Quality of Service) sorgt mittels automatischer Bandbreitenpriorisierung für bessere Online-Spiele oder bessere Streaming Ergebnisse.

Sehr einfaches  erstellen und bereitstellen von Gastnetzwerken, MU-MIMO (Multi User MIMO), die zuvor angesprochene ReadyShare und die ReadyCloud Funktionalität sind nur einige sehr hilfreiche Funktionen dieses Routers.

Besonders  erfreulich ist auch die Open-Source Unterstützung (myopenrouter.com). Einzig die App und das Webinterface trüben mein Highlight-Erlebnis mit diesem sonst sehr gelungenen Produkt.

(Funktionen: 4,5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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