Zum Hauptinhalt springen

Leseliste

0

Leseliste wird geladen …

Schlagwort: Haushalt

Click & Grow Smart Garden 3

In aller Kürze

Beim Click & Grow Smart Garden 3 handelt es sich um einen sogenannten Indoor-Garten. Mit diesem soll es jedem ganz einfach gelingen, zahlreiche Pflanzen in den eigenen vier Wänden aufzuziehen, da der Smart Garden 3 die Pflanze bzw. die Samen von Beginn an automatisch mit Licht und „halb automatisch“ mit Wasser versorgt.  

Das ganze Konzept funktioniert soweit zwar ganz gut bei Pflanzen wie Basilikum, Schnittlauch usw. Doch leider ist das Produkt nicht wirklich als smart zu bezeichnen, da die App zwar Infos liefert, wann ihr die Pflanze das erste Mal ernten könnt, doch dies beruht hier nur auf geschätzte Wert und wird somit nicht über zusätzliche Sensoren überprüft. Außerdem ist das Ganze mit der Anzucht über die Pflanzenkapseln nicht günstig, denn für ein 3-er Set, verlangt das Unternehmen knapp 10€. 

Gefällt uns

  • Gute Verarbeitung
  • einfache Anzucht
  • gute Ergebnisse
  • schnelles und sicheres Wachstum

Gefällt uns weniger

  • App bitte kaum Mehrwert
  • nicht wirklich smart

Click & Grow Smart Garden 3

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Verpackung handelt es sich um eine große ungebleichte Kartonage, welche rundum von einer bedrucken dünnen Umverpackung umhüllt ist. Auf dieser wird vorne groß der Click & Grow Smart Garden 3 abgebildet. Hierbei sieht man auch gut, wie das ganze später bei einem aussehen wird, denn im abgebildeten Smart Garden sind hier bereits drei Basilikum Pflanzen zu sehen. Doch Basilikum ist nicht das Einzige, was man damit anpflanzen kann. Auf der Rückseite wird nämlich an einigen Beispielen gezeigt, was man damit ebenfalls anbauen/anpflanzen kann. Außerdem wird hier als kleines Goodie ein Rezept von einem Basilikum Pesto Beschrieben und auf viele weitere Rezepte auf der Webseite von Click & Grow hingewiesen.

Nachdem man den inneren Karton der Verpackung herausgeholt hat, erkennt man direkt, dass Click & Grow hier viel Wert auf Nachhaltigkeit legt. Schließlich besteht das komplette Verpackungsmaterial usw. nicht aus Kunststoff, sondern aus Kartonage. Im oberen Abschnitt der Verpackung befindet sich ein Kartonage-Einsatz der mit einigen Worten von Mattias Lepp, dem CEO von Click & Grow versehen wurde. In diesem Abschnitt befinden sich die Pflanzenkapseln, bei denen es sich beim Starter-Kit um dreimal Basilikum handelt. 

Unmittelbar darunter befindet sich dann noch das Hauptstück des Click & Grow, nämlich der smart Garden 3. Dessen Kabel verläuft in eine weitere Kartonage, indem dann das Netzteil, zwei Adapter (EU-/ und UK-Stecker), sowie zwei Verlängerungsstangen für die LED-Beleuchtung beiliegen.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Click & Grow bietet den Smart Garden 3 aktuell in vier Farben an. Neben einem schlichten weißen Gehäuse gibt es noch Grau, Beige und die limitierte Geburtstagsfarbe zum 10-jährigen Jubiläum in Gold. Der Aufbau des Gerätes ähnelt einem Blumenkasten, welcher insgesamt für drei Pflanzen Aussparungen besitzt und komplett aus einem wertigen Kunststoff besteht. Am Ende des Gerätes sitzt ein LED-Modul, welches auf einem Halter aufgesteckt ist. Dabei handelt es sich um ein Vollspektrumleuchtmittel mit insgesamt 6.000 Kelvin, dieses kann wie bereits erwähnt durch die zwei Verlängerungen höher angesetzt werden, was man je nach Wachstumshöhe der Pflanzen vornehmen muss.

An der Beleuchtungsstrebe geht das Kabel hervor, welches in eine Steckdose eingesteckt werden muss, denn ohne Strom gibt es hier kein Licht, was jedoch für die Indoor-Pflanzen für ein schnelles Wachstum unerlässlich ist. Unter der Beleuchtung befinden sich die drei Anzuchtplätze, welche aus einem Kunststoffbecher mit einem integrierten wasserdurchlässigen Docht und einer transparenten Kuppel bestehen. Diese transparente Abdeckung braucht man natürlich nur in den ersten Tagen, damit der notwendige Treibhauseffekt erreicht wird und die nötige Wärme und Feuchtigkeit erreicht wird, damit die Samen zuverlässig keimen. Zu guter Letzt ist am vordersten Teil noch ein Schwimmer eingesetzt, der einem optisch direkt zeigt, ob im Gefäß noch genug Wasser enthalten ist, oder man dringend Wasser nachfüllen sollte.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung des Smart Garden 3 von Click & Grow, gibt es soweit wenig zu bemängeln. Die vielen verschieden Bauteile bestehen zwar lediglich aus Kunststoff, doch dieser Werkstoff macht hierbei einen wertigen Eindruck.

Klar halten die Teile wie z. B. die Kunststoffbecher nicht ewig, doch Click & Grow bietet daher die verschieden Bauteile für einen akzeptablen Preis im eigenen online Store an. So kann man hier nicht nur den Auslegearm für die LED, sondern auch den Schwimmer, die Kunststoffbecher, wasserdurchlässige Dochte und sogar die transparenten Kabeln nachkaufen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

max. PflanzenanzahlPlatz für drei Pflanzen gleichzeitig
MaterialKunststoff (ABS)
Kabellänge1900 mm
Wassertankgröße1.2 Liter
Leistungsaufnahme8 Watt
kWh Verbrauch/Monat3.8 kWh
BeleuchtungLED (Vollspektrumleuchtmittel) mit insgesamt 6.000 Kelvin
Gewicht1,2 Kg
FarbenWeißen Gehäuse. Außerdem noch in Grau, Beige und in Gold erhältlich.
Abmessungen (LxTxH)300 mm x 120 mm x 210 bis 470 mm (je nach Anzahl der Verlängerungen)
LieferumfangClick & Grow Smart Garden 3
fest angebrachtes Netzteil mit EU-/ UK-Steckeradapter
zwei Verlängerungsstäbe für Beleuchtung
Schwimmer
3 Anzuchtkapseln mit jeweils einer Abdeckhaube
Bedienungsanleitung usw.
Technische Daten des Click & Grow Smart Garden 3

Einrichtung und Inbetriebnahme

Die Einrichtung bzw. vielmehr die Inbetriebnahme des Click & Grow Smart Garden 3 gestaltet sich als sehr einfach. Eigentlich ist das Ganze soweit absolut selbsterklärend, doch wer hier dennoch Problemen haben sollte, kann jederzeit in der gut verständlichen Bedienungsanleitung nachsehen.

Direkt nach dem Auspacken befestigt man den EU-Adpater am Netzteil und stellt der Smart Garden 3 an die gewünschte Stelle. Bei mir war es auf unserer Kücheninsel, welche auch tagsüber gut beleuchtet wird, jedoch muss man prinzipielle beim aufstellen nicht unbedingt auf eine gute Beleuchtung achten. Anschließend kann man direkt an das auspacken der Pflanzenkapseln gehen. Dazu zieht man die obere Verpackungsfolie ab und kann anschließend die Drei darin liegenden Pflanzenkapsel entnehmen und je eins davon in jeden der Kunststoffbecher platzieren. 

In jedem der Pflanzenkapseln befindet sich nicht nur die notwendige Anzuchterde, bei der es sich um nährstoffreiche Kokosfasererde handelt, sondern zugleich das Saatgut. Das Besondere an den Kapseln ist, dass diese frei von Pestiziden, Fungiziden und Gentechnik sind. Daher handelt es sich hierbei quasi um Bioqualität, was für eine gesünder Ernährung sorgt. 

Nach dem einsetzten der Kapseln, setzt man die Kunststoffbecher wieder in die jeweilige Position ein und setzt zu Beginn für eine erfolgreiche Anzucht die transparenten Hauben drauf. Nun noch den Behälter solange mit Wasser auffüllen, bis der Schimmer bündig mit dem Gehäuse abschließt und schon kann man den Smart Garden 3 in die Steckdose anschließen. Da die Beleuchtung nicht automatisch geregelt wird, sondern vielmehr einem Rhythmus abläuft, ist es sinnvoll, den Smart Garden 3 nicht direkt einzustecken, sondern wie ich es gemacht habe, diesen nach dem Anpflanzen morgens am nächsten Tag um 6 Uhr einzustecken. Dies habe ich z. B. morgens, kurz bevor ich das Haus verlassen habe gemacht. Dadurch passt der Beleuchtungsrythmus, der wie folgt abläuft -> 8 Stunden aus -> 16 Stunden an -> 8 Stunden aus so ab, dass die Pflanzen im Idealfall an einem hellen Ort, nahezu einen realen Beleuchtungszyklus erhalten. Sprich, die Beleuchtung ging bei mir morgens um 6 Uhr an und schaltete pünktliche gegen 22 Uhr das Licht aus. Dies macht das Gerät dann jeden Tag, bis man es wieder aussteckt. 

(Einrichtung und Inbetriebnahme: 4 von 5 Punkten)

Anzucht (Wachstum und Erfolg)

Sobald man den Smart Garden 3 in die Steckdose einsteckt, leuchten die LEDs für 16 Stunden am Stück und gehen dann für 8 Stunden aus. Daher sollte man wie bereits im Punkt davor erwähnt, genau planen, wann man den Garten an den Strom hängt. Morgens um 6 Uhr wäre ideal, da die Beleuchtung dann um 22 Uhr ausgeschaltet wird. Steckt man den Garden wiederum viel später ein, dann würden die Pflanzen zu viel Licht bekommen, was diesen Schaden könnte, da die Pflanzen ausreichend Ruhe (Dunkelheit) benötigen.

Nachdem ich die Pflanzen bzw. Pflanzenkapseln eingesetzt habe, vergingen nur 3 bis 4 Tage, bis ich die ersten Keimlinge bzw. deren zwei Keimblätter gesehen habe. Diese sind wichtig, denn diese versorgen die Keimlinge zu Beginn an mit Nährstoffen, da diese am Anfang noch nicht selbstständig die sogenannte Photosynthese betreiben können. Sobald die Primärblätter (richtigen Blätter der jeweiligen Pflanze) die Arbeit richtig aufgenommen haben, wirft die Pflanze diese Keimblätter in den meisten Fällen automatisch ab.

So viel zur Theorie eines Keimlings, doch wie entwickelten sich die Pflanzen weiter? Nach gut 11 Tagen konnte ich die transparente Haube abnehmen, da alle Samen gekeimt sind und von der Höhe kurz davor waren, gegen die Haube zu drücken. Anschließend waren genug Blätter da, sodass die Pflanze deutlich schneller wuchs, so musste ich bereits nach 15 Tagen die erste Verlängerung der Beleuchtung montieren. Macht man diese nämlich nicht, würden die Pflanzen an die LED stoßen und Schäden nehmen. Bei meinen Basilikumpflanzen war es nach 22 Tagen so weit, dass ich dies ersten Blätter ernten konnte und die Pflanze an dieser Stelle neue Zweigstellen entwickelte. In diesen 22 Tagen musste ich zwischenzeitlich einmal das Wasser nachfüllen, was man übrigens immer überprüfen sollte, denn in der App gibt es keinen Hinweis, wenn das Wasser leer sein sollte. 

Nach gut 30 Tagen war es dann so weit, dass die drei Basilikumpflanzen groß genug waren, sodass ich die zweite Erweiterungsstange montieren musste. Fortan erhöht sich aufgrund der Blattmasse auch der Wasserbedarf, denn mehr Blätter, heißt auch automatisch mehr Wasserbedarf. Somit musste ich den Wasservorrat ab sofort gut dreimal in der Woche wieder nachfüllen. Vergessen sollte man dies auf jeden Fall nicht, denn sonst werden die Blätter vom Basilikum schnell welk und erholen sich bei zu langer Zeit nicht mehr so gut.

(Anzucht (Wachstum und Erfolg: 4 von 5 Punkten)

App

Click & Grow bezeichnet das Produkt als smart Garden. In dieser Bezeichnung steckt zwar das Wort „smart“, was auf eine App-Anbindung hoffen lässt, doch wirklich geben tut es diese nicht. Also eine App gibt es schon, diese ist soweit auch kostenlos sowohl im AppStore bei iOS-Geräten, als auch im Google PlayStore für Android-User verfügbar, doch wirklich sinnvoll bzw. notwendig ist die App mit dem Namen  „Click & Grow“ nicht wirklich.

Schließlich bietet die App keine Hintergrundinformationen zum Status der Pflanzen. Es werden lediglich Informationen auf der Basis des Alters der Pflanzen angeboten. So teilt die App einem mit, wann man die Blätter ernten kann und wie lange es braucht, das Neue austreiben, doch das erkennt man auch ohne die App sehr gut. Über den Wasserstand oder Ähnliches gibt es in der App leider ebenfalls keine Infos, schließlich wurde hierfür keine Sensoren verbaut. Daher muss man sowohl täglich den Wasserstand optisch überprüfen (Schwimmerhöhe beobachten) und den Kontakt zu den LED´s prüfen.

Zudem ist es etwas Schade, dass es die App nur in Englisch gibt und somit trotz einiges an Hinterwissens zu den verschiedenen Pflanzen, nicht für jeden so einfach zu verstehen ist.

(App: 2 von 5 Punkten)

Stromverbrauch

Ein wichtiger Punkt bei einem Gerät, welches länger bzw. unter Umständen sogar permanent mit dem Stromnetz verbunden ist, ist der Stromverbrauch. Beim Click & Grow ist dieser abhängig, wie lange die LEDs Leuchten. Hier hatte ich ja bereits erwähnt, dass diese am Tag 16 Stunden angeschaltet sind. Der Hersteller und mein Messgerät ermittelten einen Stromverbrauch von knapp 8 Watt. Diese muss man wiederum mit den 16 Stunden multiplizieren, was zu einem Ergebnis von 128 Wattstunden (Wh) pro Tag führt. Hat man nun das Gerät das ganze Jahr über im Betrieb, kommt man auf insgesamt 7.000 Wattstunden“, was 47 kWh sind. Geht man nun von dem Durchschnittspreis für 1 kWh von 31 Cent aus, kommt man somit auf einen Jahresstrompreis von knapp 15 €. Der Verbrauch sollte jedoch niedriger sein, da ich nicht davon ausgehen, dass jemand das Gerät 356 Tage im Jahr verwendet.

(Stromverbrauch: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Click & Grow verspricht mit dem Smart Garden 3 (damit ist übrigens nicht die Version, sondern der Platzbedarf an Pflanzen gemeint) einen innovativen Indoor-Garten, der sich um sich selbst kümmert und frische, geschmackvolle Kräuter, Obst und Gemüse anbaut. 

Na ja völlig von alleine geht das Ganze dann natürlich nicht, denn man muss während des Wachstums immer die Entfernung zu den LEDs beachten und regelmäßig den Wasserstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen. Smart ist das Gerät dann irgendwie nicht wirklich und günstig auch nicht, denn drei Pflanzen kosten rund 10€. Dafür handelt es sich hier jedoch um gute Bioqualität, welche im Laden oftmals nicht wirklich günstiger zu haben ist. 

Preis/Leistung

Stolze 99 €, soviel kostet der Smart Garden 3 direkt bei Click & Grow. Hier sind im Starter-Paket drei Basilikumpflanzen enthalten, welche einfach anzupflanzen sind und jedem gelingen werden. Online ist das Starter-Kit jedoch bereits für unter 70€ erhältlich und somit bekommt man hier auf Dauer frische und vor allem länger Basilikum, wie die fertigen und billige Pflanzen im Supermarkt. Also für Kräuter wie Schnittlauch, Basilikum, Minze usw. kann ich den Smart Garden 3 sicherlich empfehlen und für dies nutze ich ihn auch. Doch wer z. B. drei grüne Salat Pflanzenkapseln anpflanzt, wird dabei natürlich nicht so viel und schon gar nicht lange ernten können. Hier reicht das Ganze vielleicht für einen kleinen Beilagensalat oder als Zutat auf den Hamburgern, mehr aber nicht. Dennoch muss man hier klar sagen, man erhält einen gesunden und während des Wachstums unbehandelten Salat, was man so im Supermarkt nicht erwarten kann.

Click & Grow Smart Garden 3

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://eu.clickandgrow.com

Ecovacs Winbot X

In aller Kürze

Beim Ecovacs Winbot X handelt es sich um einen sehr guten Fensterputzroboter, der seinen Job überraschend gut macht, auch wenn es nicht ganz so perfekt sauber wird, wie wenn man die Fenster herkömmlich putzt. Völlig automatisch erfolgt die Reinigung natürlich nicht ganz, man muss den Roboter zu jedem Fenster manuell hintragen und via Abfallsicherung (Saugnapf) befestigen. Dennoch ist er gerade für diejenigen die viele und vor allem große und schwer erreichbare Fenster im Haus haben sehr von Vorteil. Für normale Fenster, die nicht besonders groß sind und leicht zu erreichen sind, lohnt es sich weniger den Fensterputzroboter zu kaufen, da man hier via Handreinigung schneller ist.

Gefällt uns

  • gründliche Reinigung von Blütenstaub
  • gute Verarbeitung
  • sicherer Halt am Fenster
  • einfache Bedienung

Gefällt uns weniger

  • Manuele Handriffe notwenig
  • Akkulaufzeit könnte etwas länger sein
  • hoher Preis
  • Hartnäckiger Schmutz wird nicht entfernt

Ecovacs Winbot X

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Ecovacs Winbot X wird, wie es auch bei den Staubsaugrobotern aus dem Hause Ecovacs der Fall ist, in einer stabilen braunen Versandkartonage zu einem nach Hause geliefert. Öffnet man diese, dann befindet sich darin die eigentliche Verpackung des Fensterreinigungsroboters. Diese ist ebenfalls sehr stabil ausgeführt und lässt sich dank eines Tragegriffes an der Oberseite, trotz dem etwas höheren Gesamtgewicht, ganz gut tragen. Die Verpackung ist, wie ich es von Ecovacs kenne, nicht nur mit ein paar Abbildungen zum Winbot X bedruckt, sondern auch mit zahlreichen Informationen über diesen.

Auf der Vorder- bzw. Oberseite der Verpackung ist der Fensterputzroboter von oben betrachtet dargestellt. Zudem sind hier wie bei eigentlich jedem anderen Produkt üblich, der Namen des Unternehmens und der Produktname zu lesen. Die blaue rechte Seite der Verpackung ziert neben dem Unternehmensnamen ein etwas größerer Aufkleber, der mit einigen Daten zum Winbot X bedruckt ist wie z. B. dessen Gewicht und wo dieser hergestellt wurde.

Die gegenüberliegende linke Seite wiederum widmet sich den wichtigsten Funktionen des Ecovacs Winbot X. Schließlich werden einem hier in mehreren Sprachen und via Symbolen erklärt, dass der Winbot X benutzerfreundlich sei, kabellos reinigt und dabei auch in die Ecken von Fenstern kommt und er zudem nicht nur automatisch reinigen kann, sondern via mitgelieferter Fernbedienung oder Sprachbefehlen gesteuert werden kann. Zu guter Letzt werden auf der Rückseite in mehreren Sprachen und mit Beispielbildern, einige der besonderen Merkmale des Ecovacs Winbot X genannt. Jedoch handelt es sich hierbei zum Großteil um die bereits auf der linken Verpackungsseiten präsentierte Eigenschaften. Neu ist hier lediglich der Hinweis auf die sogenannte WIN-SLAM 2.0- Reinigungspfade, für eine effiziente und gründliche Reinigung und die sichere Reinigung, die via zusätzlichem elektronischem Saugnapf gewährleistet werden soll.

Öffnet man die Verpackung und klappt diese von vorne nach hinten Weg auf, erblickt man zuerst mal neben der Bedienungsanleitung viel Kartonage. Entnimmt man wiederum die Bedienungsanleitung zusammen mit dem linken größeren Teil der Kartonage, kommt der Ecovacs Winbot X zum Vorschein, der zum zusätzlichen Schutz in ein Baumwolltuch eingewickelt wurde. Im rechten Teil versteckt sich das restliche Zubehör, welches hier durch die Aufdrucke auf dem Deckel grob zeigt, worum es sich dabei handelt. Das Verpackungssystem gefällt mir sehr gut, denn hier ist alles sauber an seinem Platz verstaut und man hat den Platz der Verpackung nahezu komplett ausgenutzt und zudem den Kunststoffanteil der Verpackung deutlich reduziert.

In einzelnen Kartonagen befinden sich rechts, die Fernbedienung inkl. 2 AAA-Batterien, der separat verpackte elektronische Saugnapf, ein wertiges Mikrofasertuch zum Nachwischen und das darunter befindliche Netzteil inkl. EU-Stecker, um den Akku aufzuladen. Unter diesen Kartonagen befindet sich wiederum in einer weiteren Ebene noch drei weitere Ersatz-Wischtücher und eine von Ecovacs entwickelte Reinigungslösung zum Besprühen der Reinigungstücher.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Ecovacs Winbot X handelt es sich um einen quadratischen Fensterputzroboter, der in einem schlichten Weiß daher kommt und soweit einen soliden und wertigen Eindruck macht. Der knapp 1,8 kg schwere und knapp 245 x 245 mm große Winbot X ist zwar nicht übermäßig schwer, doch anfangs dachte ich wie es sich sicher viele die den Winbot X ebenfalls das erste Mal in den Händen halten, ob die Ansaugtrakt ausreicht, um ihn an der Glasscheibe sicher zu halten. Diese Sorge stellte sich jedoch im Verlauf des Tests als völlig unbegründet ein, dazu später mehr.

Durch die eckige Bauweise kommt der Ecovacs Winbot X natürlich deutlich besser an die Ecken und Kanten der Fenster ran, als z. B. seine runden Konkurrenten. Da das Reinigungstuch an der Unterseite jedoch an den Ecken ausgespart ist, gibt es dennoch einen kleinen Bereich, an welchen dieser bauartbedingt nicht herankommen kann. Das liegt daran, da hier an jeder Ecke durchaus wichtige Sensoren verbaut sind. Die runden Ecken besitzen nämlich gefederte Kunststoffelemente, die beim Überfahren eines rahmenlosen Glases ausfedern, wodurch der Winbot X das Signal bekommt, er muss wieder in die andere Richtung fahren, da hier das Glas endet. Des Weiteren besitzt der Winbot X an zwei Seiten (in die Richtung, in der er fahren kann) je einen Bumper (Stoßfänger), wie man es bereits von den herkömmlichen Saugrobotern kennt. Damit fährt der Fensterputzroboter den Fensterrahmen an und erkennt dessen Konturen.

Ansonsten gibt es auf der Oberseite einen großen länglichen Griff, mit dem man den Fensterputzroboter angenehm tragen bzw. an das Fenster ansetzen kann und einen darauf integrierten Power-Kopf, auf den ich später genauer eingehen werden. Rechts im unteren Bereich von diesem Griff befindet sich ein Loch mit Symbolen und einer LED. Hier wird später der elektronische Saugnapf angeschlossen, der durch verschieden Farbiges aufleuchten der LED (rot oder grün) hinweist, ob die Sicherung des Saugnapfes gewährleistet wird oder nicht.

Im Zentrum des via Klett angebrachten Reinigungstuch, befinden sich zwei gummierte Antriebsstränge, die je Antriebsstrang von zwei via Verzahnung eingreifende Rollen angetrieben werden. Dazwischen befindet sich eine auf den ersten Blick lautsprecherähnliche Abdeckung, die in Wirklichkeit jedoch der Vakuumerzeugung dient. Schließlich muss sich der Saugroboter am Glas festsaugen, was nur durch das Erzeugen eines kräftigen Unterdrucks geschehen kann und kräftigen gummierten Antriebssträngen, die sich dafür eignen, dass sich der Fensterputzroboter trotz seiner hohen Ansaugtrakt fortbewegen kann. Des Weiteren gibt es hier den bereits vom Ecovacs Deebot 950 bekannten roten Hauptschalter, über welchen man den Winbot X einschaltet und zwei unterschiedlich leuchtende LED´s die auf eine korrekte Anwendung hinweisen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Ecovacs Winbot X ist für einen Fensterputzroboter sehr gut. Ich konnte hier keinerlei Mängel bei der Verarbeitung feststellen oder unschöne Kunststofffehler am Gehäuse. Der Klett an der Unterseite hält das Reinigungstuch absolut sicher an seiner Stelle und der zugehörige Sicherungssaugnapf macht soweit ebenfalls einen sehr guten und sicheren Eindruck.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

AntriebsartAkku
Akku-ArtLithium-Akku (3.000mAh, Ladezeit bis zu 3 Std.)
NavigationWIN-SLAM 2.0-Reinigungspfade mit Kantenerkennungssensoren und Puffer
Farbeweiß
Lautstärkeca. 74 dB
FormEckige Form mit großem flächigem Reinigungstuch
BetriebszeitBis zu 50 Minuten
SensorenAusschaltschutz, Kantenerkennung, Sensoren zur Erkennung Rahmenloser Glasoberflächen, Alarm, Sicherungsseil.
Maße & Gewicht24.5 cm x 24,5 cm; Gewicht knapp 1,8 kg
max. Reinigungsgröße2,5 Meter in alle Richtungen vom Sicherungssaugnapf
LieferumfangFensterreinigungsroboter WINBOT X
Infrarotfernbedienung
Reinigungslösung
Poliertuch
Netzadapter inkl.Verlängerungskabel
Reinigungspad,
Sicherungsseil inkl. Saugnapf,
Benutzerhandbuch

Inbetriebnahme

Bevor der Ecovacs Winbot X mit seiner Reinigungsarbeit beginnen kann, muss man das bereits von Werk angebrachte Reinigungstuch an der Unterseite des Winbot X, mit dem mitgelieferten Reiniger besprühen. Diese bitte auch wirklich nur auf das Reinigungstuch aufsprühen, denn sprüht man z. B. versehentlich durch den zu weit entfernten Sprühstrahl, den Gummiantrieb ein oder direkt die Scheibe, dann würde der Roboter Abrutschen. Doch keine Angst, ist dies der Fall, teilt einem dies der Roboter durch den integrierte Lautsprecher mit.

Ohne die Verwendung des elektronischen Saugnapfes, ist es nicht möglich, den Fensterputzroboter zu verwenden, daher muss dies vor dem Verwenden des Roboters an der entsprechende Aussparung am Roboter befestigt werden und natürlich auch an die Scheibe gedrückt werden. Doch bevor man den Saugnapf an die Scheibe drückt, muss man den Winbot X an der Unterseite (Innenseite) am roten Schieberegler einschalten, genauso wie am Saugnapf. Daraufhin sind beide Geräte miteinander verbunden und der Saugnapf wird wie bereits erwähnt elektronisch überwacht, sodass bei sicherer Verbindung dies durch das grüne Licht am Fensterputzroboter und durch die Ansage des Roboters mitgeteilt wird.  

Im nächsten Schritt drückt man den Winbot X leicht an die Scheibe und aktivierten den Reinigungsvorgang durch das betätigen der rechteckigen Taste an der Griff-Oberseite. Daraufhin erzeugt der Roboter einen Unterdruck und saugt sich dadurch mit genügend Ansaugkraft an die Fensterscheibe, ist dies erreicht, ertönt ein kurzer Ton und der Roboter teilt zudem mit, das der Vorgang gestartet wird. Daraufhin hält der Fensterputzroboter Komplett von alleine und beginnt das Fenster zu reinigen.

(Inbetriebnahme: 4 von 5 Punkten)

Reinigung & Navigation

Kommen wir zur Reinigungsleistung und des Reinigungsvorgangs des Ecovacs Winbot X. Nach dem Starten des Reinigungsvorgangs fährt der Winbot X weitestgehend systematisch das Fenster ab und meldet sich durch eine Ansage und einem zusätzlichen Signalton, sobald der Reinigungsvorgang des kompletten Fensters abgeschlossen wurde.

Anders als Saug- und Rasenmähroboter kann ein Fensterputzroboter nicht komplett autonom seine Arbeit erledigen. Man muss nämlich nicht nur das Reinigungstuch regelmäßig neu mit dem Reiniger besprühen, sonder auch den Saugnapf zusammen mit dem Ecovacs Winbot X Roboter an jedem Fenster manuell befestigen. Zudem muss das Gerät nach der erfolgreichen Reinigung manuell abgenommen werden und auf das nächste Fenster angebracht werden.

Grundsätzlich war ich von der Reinigungsleistung des Ecovacs Winbot X positiv überrascht. Besprüht man das Reinigungstuch gleichmäßig, dann gelingt dem Winbot X eine nahezu streifenfrei und überraschend gründliche Fensterreinigung. Sehr hartnäckige Verschmutzungen beseitigt das Gerät jedoch nicht so gut, dafür ist der Anpressdruck einfach nicht ausreichend, sodass einem sowieso geraten wird, die Fenster einmal gründlich manuell zu reinigen, bevor man den Fensterputzroboter benutzt. Anschließend kann man die Fenster regelmäßig mit dem Roboter reinigen und bekommt so die besten Reinigungsergebnisse. Leichtere Verschmutzungen wie Fingerabdrücken von Kinder und der häufig anfallende Blütenstaub entfernt der WInbot X wiederum sehr zuverlässig.

Bei der Navigation der Reinigung wählt der Ecovacs Winbot X automatisch den idealen Reinigungsweg aus. Durch die vorne und hinten angebrachten Stoßfänger erkennt der Roboter den Fensterrahmen und weiß somit genau, wenn dieser am Rand ist und fährt wieder leicht versetzt in die Gegenrichtung weiter, bis er das komplette Fenster gereinigt hat.

Wenn man den Saugnapf an der Innenseite befestigt und auch von hier das Fenster zuerst reinigen lässt, wird natürlich der Bereich, an dem der Saugnapf befestigt wurde nicht gereinigt. Daher muss man diesen Bereich im Anschluss mit dem beiliegenden Tuch manuell reinigen, was jedoch schnell erledigt ist. Jedoch habe ich den Saugnapf mit dem Sicherungsseil zuerst innen angebracht und dann die Außenseite des Fensters komplett reinigen gelassen. Anschließend habe ich den Saugnapf Außen an der frisch geputzten Seite montiert und die Scheibe innen reinigen lassen. Dadurch spart man sich den Abschnitt, in dem man den Bereich des Saugnapfs manuell reinigen muss. 

(Reinigung & Navigation: 4 von 5 Punkten)

Sicherheit

Während der Reinigung müsst ihr euch keine großen Sorgen machen, dass der Winbot X die Haftung verliert und zu Boden stürzt. Schließlich meldet sich der Roboter nicht nur akustisch, sobald der Akku zu neigen gehen sollte, sondern dieser wird wie bereits erwähnt zusätzlich durch den elektronischen Saugnapf am Fenster gesichert. Somit hatte ich zwar noch beim ersten Verwenden des Winbot X etwas Unsicherheit, ob alles hält, doch schon beim nächsten Fenster war ich von der Sicherheit überzeugt.   

Eine völlig autonome Angelegenheit ist der Ecovacs Winbot X sowieso nicht, denn schließlich müsst ihr diesen nach dem Reinigen selbst entfernen und zum nächsten Fenster transportieren. Daher solltet ihr beim Reinigen immer anwesend sein bzw. nicht weit vom Roboter entfernen, da dieser je nach Fenstergröße nach gut 10 Minuten fertig ist und abgenommen werden sollte, bevor der Akku leer geht.

(Sicherheit: 4 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke des Ecovacs Winbot X hält sich soweit in Grenzen. Klar ist dieser aufgrund des permanenten Ansaugens an die Scheibe (erzeugen des Unterdrucks) nicht gerade flüsterleise, doch viel lauter als ein Staubsaugroboter ist dieser dabei eigentlich nicht. Daher ist die Lautstärke soweit absolut im Rahmen und ertragbar.

(Lautstärke: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Gegenüber den Vorgängermodellen aus dem Hause Ecovacs und der Konkurrenz, ist der Winbot X einer der wenigen, der über einen fest verbauten Akku von 3.000 mAh verfügt. Der Vorteil daran ist, dass dieser nicht noch zusätzlich wie die Vorgänger-Geräte zusätzlich zum Saugnapf noch mit einer Steckdose in der Nähe verbunden werden muss, denn dieses ist in machen Stellen und je nach Haus ohne Verlängerungskabel nicht möglich.  

Dafür wiederum ist natürlich die Betriebszeit des Winbot X begrenzt und er muss dazwischen wieder aufgeladen werden. Die Laufzeit beträgt beim Ecovacs Winbot X knapp 50 Minuten am Stück, dementsprechend muss man den Fensterputzroboter je nach Größe der Fenster nach ungefähr fünf bis sechs Fenster wieder ans Netzteil hängen, damit der Akku vollgeladen wird. Bis der Akku von 0 auf 100 % aufgeladen wurde, vergeben knapp 3 Stunden.

(Akkulaufzeit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Winbot X von Ecovacs wird als ideales Gerät empfohlen, wenn man es leid ist Fenster zu putzen und soll zudem für sauber Fenster sorgen, ohne das man selbst die Finger rühren muss.  Ganz so einfach ist es dann jedoch leider nicht. Die Reinigung erfolgt zwar nach dem Start völlig automatisch und bei normalen Verschmutzungen weitestgehend gründlich, doch völlig autonom ist dies nicht wirklich. Schließlich muss man den Winbot X an jedes Fenster separat befestigen, sprich Saugnapf und Roboter. Zudem muss man dazwischen vor jedem Reinigungsvorgang das Reinigungstuch mit dem Reiniger besprühen, sonst wird nämlich nicht Gründlich gereinigt. 

Dennoch muss ich klar sagen, dass mir der Winbot X aus dem Hause Ecovacs gut gefallen hat, denn gerade in Neubauten, wo die Fenster sehr groß sind und bis zum Boden heruntergehen ist der Winbot X eine große Hilfe. Ich habe z. B. die typischen bodentiefen Fenster, die man 2/3 öffnen kann und ca. 1/3 starr sind, hier ist der Winbot X sehr von Vorteil, da man hier sonst nur umständlich an den starren Teil des Fensters rankommt. Ansonsten macht der Winbot X an herkömmlichen, kleinen Fenstern wenig sind, da man hier manuell bzw. herkömmlich schneller ist und in der Hälfte der Zeit, die der Winbot X braucht nicht nur das Fenster, sondern auch den Rahmen geputzt bekommt. Bei vielen großflächigen und vor allem schwer erreichbaren Fenster ist der Ecovacs Winbot X jedoch durchaus eine Erleichterung und kann trotz seines Preises für ein Ersparnis sorgen, schließlich ist dieser günstiger als ein Profi-Fensterputzer.

Preis/Leistung

Die UVP des Ecovacs Winbot X hat das Unternehmen mit 449 € angesetzt. Doch da der durchaus praktische Putzhelfer bereits einige Monate auf dem Markt ist, kann man diesen zum Teil jedoch aktuell für knapp unter 400€ bekommen. Klar ist dies dennoch kein Schnäppchen, doch wer viele große und schwer erreichbare Fenster besitzt, wird damit sicher einen treuen Putzhelfer finden, der sich schnell bezahlt macht. Durch seine große Reichweite (Sicherungskabel knapp 2,5 Meter) kann dieser mühelos sehr große bzw. lange Fenster reinigen. 

Vor dem Ersten verwenden sollte man jedoch stärker verschmutzte Fenster das erste Mal manuell vorreinigen und dann regelmäßig mit dem Roboter reinigen, denn dann ist das Ergebnis ab Besten, da der Winbot X keinerlei Probleme mit Blütenstaub und Fingerabdrücken hat.

Ecovacs Winbot X

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller:Ecovacs.com/at

Ecovacs DEEBOT OZMO 950

Der Hersteller ECOVACS Robotics aus China, ist hierzulande bekannt für seine Staubsaugerroboter-Serie DEEBOT und die Fensterreinigungsroboter WINBOT.

Vor wenigen Wochen hat das Unternehmen sein neustes Flaggschiffmodell Deebot Ozmo 950 vorgestellt. Dieser kann nicht nur intelligent das Haus saugen, sondern gleichzeitig auch wischen. Doch ob dieser von der Reinigungsleistung und Navigation überzeugen kann und dessen Bedienung über die zugehörige App einfach ist, verrate ich euch in diesem Testbericht. Schließlich habe ich den Staubsaugerroboter nun knapp 4 Wochen ausgiebig getestet.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Ecovacs Deebot Ozmo 950 wird in einer stabilen braunen Versandkartonage zu einem nach Hause geliefert. Öffnet man diese, dann befindet sich darin die eigentliche Verpackung des Staubsaugerroboters. Diese ist ebenfalls sehr stabil ausgeführt und lässt sich dank eines Tragegriffes an der Oberseite, trotz dem etwas höheren Gesamtgewicht, ganz gut tragen. Die Verpackung ist wie üblich natürlich nicht nur mit ein paar Abbildungen zum Ecovacs Deebot Ozmo 950 Staubsaugerroboter bedruckt, sondern auch mit zahlreichen Informationen. Auf diese möchte ich, bevor wir den Inhalt genauer ansehen, eingehen.

Auf der Vorder- bzw. Oberseite der Verpackung ist der Saugroboter Deebot Ozmo 950 von oben betrachtet dargestellt. Zudem sind hier wie bei eigentlich jedem anderen Produkt üblich, der Namen des Unternehmens und der Produktname zu lesen. Im Bereich unter der Produktbezeichnung erfährt man zudem auf Englisch, dass es sich um ein Saug- und Wischroboter handelt. Ebenso prangt unten links, der Hinweis auf den Red Dot Design Award Winner 2019 und die verwendete Smart Navi 3.0 Technologie.

Was es sich mit der eben erwähnte Smart Navi 3.0 Technologie auf sich hat, beschreibt Ecovacs  etwas ausführlicher auf der rechten Seite der Verpackung. Schließlich wird hier via Bild und Text in insgesamt 6 Sprachen erklärt, dass es sich hierbei um die Laserkartierung und Lasernavigation für eine hervorragende Reinigung handelt. Ob dies auch wirklich so ist, verrate ich euch natürlich etwas später unter dem Punkt „Navigation“.  

Bei der linken Seite wiederum spricht Ecovacs die Ozmo Wischtechnologie etwas genauer an. So zeigt das Unternehmen hier anhand eines Bildes, wo genau sich der Wassertank befindet und via Text, dass dadurch mit dem Deebot Ozmo 950 Saugen und Wischen in einem Arbeitsgang erfolgen kann.

Zu guter Letzt werden auf der Rückseite in mehreren Sprachen, einige der besonderen Merkmale des Ecovacs Deebot Ozmo 950 genannt. Jedoch handelt es sich hierbei zum Großteil um die bereits auf der rechten und linken Verpackungsseiten präsentierte Eigenschaften. Neu ist hier lediglich der Hinweis auf den Langzeit-Akku, die automatische Teppicherkennung, die starke Mobilitätsleistung und die Smart Home-Gerätekompatibilität. Ebenso wichtig für mich ist es jedoch auch, dass es die einfache Möglichkeit der Firmware Aktualisierung direkten über   die so genante OTA-Updates (OTA= Over the Air Update) möglich ist. Da es eine App gibt über welche die Einstellungen des Roboters vorgenommen werden, prangen unten natürlich auch die typischen Hinweise auf den AppStore (iOS) und Google Play Store (Android). Außerdem ist der Saugroboter via Alexa und Google Assistant bedienbar. 

Öffnet man die Verpackung und klappt diese von vorne nach hinten Weg auf, erblickt man direkt den Ecovacs Deebot Ozmo 950 rundum umgeben von Schaumstoff. Dieser sorgt hier für einen sehr sicheren Schutz beim Transport, was bei solch einem verhältnismäßigen teueren Gerät natürlich auch sehr wichtig ist und nebenbei für ein aufgeräumtes System sorgt.

Nimmt man den Deebot Roboter aus dem Einsatz, dann sieht man, dass dieser rundherum mit Folie beklebt wurde und der Stoßfänger an den beweglichen Elementen zusätzlich mit Schaumstoff gesichert wurde. Unter dem Roboter befindet sich natürlich doch das restliche Zubehör, was beim Deebot Ozmo 950 definitiv nicht wenig ist. Somit findet man direkt unter dem Roboter die Wisch-Platte mit dem bereits montierten blauen Wischtuch. Nimmt man nun den weiteren Schaumstoff-Einsatz aus der Verpackung heraus, dann findet man darunter einige weitere kleiner Verpackungen, in denen sich einige weitere Teile des Lieferumfangs befinden. 

Direkt vorne findet man neben der Ladestation auch das dazugehörige Netzkabel in der europäischen Ausführung. Rechts und links daneben sind sicher zentriert die beiden kleinen Eckenbürsten. Davon legt Ecovacs übrigens noch gleich zwei weiter als Ersatz dem Lieferumfang bei, diese findet man im hinteren Teil der Verpackung. Hier gibt es zudem auch noch einen weiteren HEPA-Filter für den Saugbehälter, denn einer davon ist bereits in diesen montiert. Ecovacs legt übrigens auch gleich noch einen weiteren Saugaufsatz bei, der als Direktabsaugung dient. Für was dieser jedoch genau nützlich ist, verrate ich euch natürlich später noch etwas genauer. In der Mittleren Kartonage findet man einen Beutel mit 5 weißen Reinigungstüchern, womit man die Oberfläche des Roboters reinigen kann. Dies ist zwar ganz nett, dass Ecovacs diese beilegt, denn schwarz zieht den Staub gerne an, doch ich reinige den Roboter mit einem handelsüblichen Mikrofasertuch, welches ich immer wieder waschen kann. 

Der Staubauffangbehälter, sowie der 0,2 Liter Wassertank befindet sich bei der Anlieferung bereits an ihrer Position am bzw. im Ecovacs Deebot Ozmo 950 eingesetzt. Weiterhin verbirgt sich am Saugroboter versteckt ein kleines Reinigungswerkzeug, dazu aber im nächsten Punkt mehr. Natürlich legt Ecovacs dem Saugroboter auch eine ausführliche Bedienungsanleitung in vielen Sprachen und ein kurzen Quick Start Guide bei. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Deebot Ozmo 950 setzt Ecovacs auf die am meisten verwendete runde Form des Saugroboters. Es gibt hier Hersteller wie z. B. Neato, die auf eine D-Form setzen, doch beides hat seine Vor- und Nachteile. 

Bei einer D-Form z.B befindet sich die große Hauptreinigungsbürste weiter vorne, ist größer bzw. länger ausgeführt und kommt somit theoretisch besser in die Ecken. Mit den rotierenden seitlichen kleinen Seitenbürsten holt dieses Modell den Staub aus den Ecken und führt diese zur großen rotierenden Hauptbürste, welche diese wiederum zur Saugöffnung befördert. Doch solch eine D-Form ist etwas schwerer als eine runde Form und nicht so gut geeignet für engere Ecken, denn hier kommt diese oftmals nicht so tief rein und tritt daher oftmals schon vor dem runden Modell den Weg in eine andere Richtung an.

Bei den runden Geräten, welche die Mehrheit unter den Saugrobotern ausmacht, sieht das ganze etwas anders aus. Denn Ecken sind, wie der Name schon sagt eckig und der Saugroboter rund. Also wie soll dieser dann in die Ecken kommen? Dies erfolgt hier ebenfalls durch die seitlichen rotierenden Fühler, welche hier lang genug ausgeführt wurden, sodass diese eigentlich sehr gut den Dreck aus den Ecken herausholen. Dies passiert soweit auch beim Ecovacs Deebot Ozmo 950 sehr gut, doch dazu sag ich unter Navigation mehr.

Der Deebot Ozmo 950 kommt mit einem Durchmesser von 35 cm und einer Höhe inkl. Laserabdeckung von 9,3 cm daher. Das Gewicht wiederum liegt aufgrund der vielen Technik und der zusätzlichen Wischfunktion bei knapp 4,5 KG. 

Wie branchenüblich, setzt auch Ecovacs auf ein Kunststoffgehäuse, welches mir persönlich hier sehr gut gefällt, da dieses in einem matten Schwarz gehalten wurde. Dadurch macht dies weder einen billigen Eindruck, noch zieht dies zu sehr Staub an. Stellt euch vor es wäre Hochglanz, dann wäre das ein absoluter Staubmagnet und würde immer voll mit feinem Staub hängen. Der matte Kunststoff ist kleiner ausgeführt wie die eigentliche Fläche, daher schaut zum Teil mehr oder weniger eine leicht angeraute Oberflächenstruktur aus diesem Absatz um den Rahmen hervor. Dies lockert das Design noch einmal deutlich auf und gefällt mir soweit ganz gut. Öffnet man die Klappe an der Oberseite, dann setzt sich hier diese Oberfläche komplett fort. 

Hier unter dieser Klappe, welche knapp 2/3 der Oberfläche einnimmt, befindet sich nicht nur der Staubbehälter, sonder auch der Hauptschalter zum Ein- und Ausschalten, sowie der Sync-/Reset-Knopf. Dieser kleine Reset-Knopf wird dafür benötigt, den Saugroboter später beim Einrichtvorgang, mit dem Wi-Fi zu verbinden. Neben dem Staubbehälter befindet sich zudem noch ein kleines kompaktes Reinigungstool, welches dabei hilft, die Haare, welche sich eventuell um die Hauptbürste gewickelt haben, zu entfernen usw. 

Unmittelbar vor der Klappe befindet sich der wichtige Laserdistanzsensor (LDS), welcher für die genau Navigation unverzichtbar ist. Schließlich navigieren viel alte Saugroboter ohne diesen im Zick-Zack Modus, sodass hier beim Starten des Saugvorgangs kein wirkliches Muster bzw. System dahinter steckt. Auf die Vorteile der LDS-Navigation gehe ich jedoch auch später unter dem Punkt „Navigation“ ausführlicher ein. Neben der LDS-Abdeckung, ist ein Ein-Ausschaltknopf untergebracht, mit welchem man z. B. den Reinigungsvorgang manuell starten bzw. stoppen kann. 

So viel zur Oberseite des Ecovacs Deebot Ozmo 950, betrachten wir noch die restlichen Seiten. Vorne verläuft zu den Seiten hinweg, der üblich halbrunde Stoßfänger, mit dem der Saugroboter durch teils leichtes anstupsen bzw. anfahren der Kanten, den Rand des Raums oder sonstige Hindernisse wie z. B. Tischfüße usw. erkennt. 

An der Unterseite erkennt man direkt vorne die schwarz-weiße Ausgleichsrolle und daneben die beiden Ladekontakte, mit welchen der Saugroboter beim Laden, auf die Ladestation fährt. Davor wiederum befinden sich zwei der insgesamt 6 Sturzsensoren, damit der Saugroboter keine Treppen herunterfährt. Die restlichen vier befinden sich spiegelbildlich neben den Antriebsrädern und kurz vor dem Wassertank. Vor den gefederten Rädern sind die beiden seitlichen rotierenden Büsten angebracht. Diese müsst ihr jedoch beim Kauf des Ecovacs Deebot Ozmo 950 selbst anbringen. Diese lassen sich jedoch wirklich absolut einfach anbringen, da diese lediglich gesteckt und nicht verschraubt werden.

Etwa mittig des Saugroboters befindet sich die rotierende Haupt-Reinigungsbürste unter eine Abdeckung, welche leicht demontiert werden kann. Diese kann übrigens auch durch die im Lieferumfang beiliegende Abdeckung getaucht werden, sodass man mit der anderen ganz einfach auch Hochflor-Teppiche absaugen kann. Dafür muss jedoch die Bürste mit entfernt werden. Zu guter Letzt ist an der Rückseite noch der Wassertank eingeschoben, welcher mit Wasser gefüllt wird und durch das Anbringen der beiliegenden Wisch-Platte dafür sorgt, dass nicht nur gesaugt, sondern auch feucht gewischt wird.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Ecovacs Deebot Ozmo 950 ist für einen Saugroboter absolut top. Ich konnte hier keinerlei Mängel bei der Verarbeitung feststellen. Das Gehäuse besteht zwar aus Kunststoff, doch hier hat man glücklicherweise auf eine hochglänzende Oberfläche verzichtet. Sonst würde dieser den Staub sehr anziehen und zudem würde dieser sofort auf dem Saugroboter auffallen. Alle Elemente, egal ob Wassertank, Staubauffangbehälter lassen sich wunderbar einsetzen und wieder entnehmen. Ebenso wurde daran gedacht dass alle Bürsten und Elemente, um welche sich während des Saugens gerne Haare herumwickeln, komplett entfernbar sind. Zudem kann dies sogar ohne Werkzeug erfolgen, sodass hier alles gesteckt oder via Schiebemechanismen gesichert wird.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

AntriebsartAkku
Akku-ArtLi-Ionen (5.200 mAh)
NavigationSmart-Navigation 3.0 mit Lasernavigation und Puffer
Farbeschwarz
Lautstärke45 bis 66 dB (je nach eingestellter Saugstufe)
Formklassische runde Form mit zwei Seitenbürsten
BetriebszeitBis zu 200 Minuten
SensorenHebesensor; Sturzsensoren und automatische Teppicherkennung
Maße35,00 cm x 9,3 cm (Durchmesser x Höhe)
Gewicht4,5 kg

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme

Die Ersteinrichtung bzw. die Inbetriebnahme des Ecovacs Deebot Ozmo 950 gestaltet sich als relativ einfach.

Nach dem Auspacken ist es eigentlich nur noch erforderlich, die beiden Seitenbürsten zu montieren. Damit man diese nicht vertauscht, sind diese einmal in Rot und in Grün ausgeführt. Dementsprechend befestigt man die rote Bürste an der roten Halterung und die andere an der grünen. Den Staubauffangbehälter muss man nicht mehr einsetzen, denn dieser befindet sich wie Eingangs erwähnt bereits an seinem Platz. Lediglich den Wassertank muss man eventuell noch entnehmen und selbstverständlich dann mit Wasser auffüllen, sofern man gleich noch beim Saugen feucht wischen lassen möchte. Anschließend steckt man die Wisch-Platte noch an die entsprechenden Halte-Elemente und schon teilt einem der Roboter mit, dass diese angebracht wurde. Ach ja, bevor man den ersten Saugvorgang startet, sollte man auch gleich noch die Ladestation mit dem Netzkabel verbinden und an eine geeignete Stelle hinstellen. Schließlich soll der Roboter diese finden und sein Akku wieder aufladen können, sofern diese leer sein sollte.

Anschließend lässt sich der Roboter sogar ohne App nutzen, indem man diesen unter der Klappe per Schieberegler anschaltet und kurz nach dem Ton, den Einschaltknopf betätigt. Über denselben Knopf kann man den Reinigungsvorgang dann auch jederzeit manuell stoppen. Jedoch macht der Deebot Ozmo 950 erst richtig Sinn, wenn man diesen zusammen mit der App nutzt, denn somit kann man viele Einstellungen vornehmen und sogar Firmware-Updates installieren. 

Natürlich muss man sich dafür, dass man anschließend den vollen Funktionsumfang nutzen kann, etwas mehr Zeit nehmen. Schließlich muss man diesen mit dem Internet verbinden usw. Doch alles der Reihen nach. Zuerst sollt man sich die relativ neue App mit dem Namen „Ecovacs Home (kostenlos erhältlich für Android und iOS) im jeweiligen AppStore herunterladen. Anschließend kann man den Deebot Ozmo 950 am Hauptschalter unter der Abdeckung aktiveren und natürlich auch direkt die Ladestation im Haus platzieren.

Anschließend muss man sich nach dem erlauben, dass Ecovacs Push-Benachrichtigungen senden darf, einen Account erstellen. Hierfür genügt es jedoch, eine E-Mail und ein selbst ausgedachtes Passwort einzugeben. Anschließend landet man auf der Einrichtungsseite, wo es um die Einrichtung des Saugroboters geht. Dafür wählt man diesen entweder selbstständig aus den dargestellten Geräten aus, oder man klickt einfach oben auf „Zum Hinzufügen QR-Code scannen“. Diesen zu scannenden QR-Code findet man entweder auf der Oberseite des Saugroboters, oder alternativ auch unter der Klappe, neben dem Hauptschalter.

Nun geht es darum, den Ecovacs Deebot Ozmo 950 mit dem heimischen WLAN zu verbinden. Dazu erst einmal den kleinen grauen Reset-Knopf neben dem Hauptschalter für eine Sekunde drücken, bis der Saugroboter ein Signalton von sich gibt. Anschließend sollte man wie in der App beschrieben in die WLAN-Einstellungen gehen und erst einmal das Netzwerk mit dem Namen „ECOVACS_….“ Auswählen. Danach geht es zurück in die App und wählt hier das heimische WiFi-Netz (nur 2,4 GHz) aus und gibt das dafür, benötigt Passwort ein. Nun wird der Deebot noch mit dem Smartphone verbunden, was in wenigen Sekunden erledigt sein sollte. Anschließend kommt noch die Meldung in der App, dass die Verbindung bzw. Einrichtung erfolgreich war, und schon hat man den vollen Zugriff auf so ziemlich alle Funktionen des Ecovacs Deebot Ozmo 950.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 4 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung

Der wichtigste Aspekt bei einem Staubsaugroboter ist eigentlich die Reinigungsleistung. Denn schließlich gibt es hier teils schlechte Geräte, die ohne wirkliches System arbeiten und den Raum kreuz und quer beim Saugen durchqueren, oder welche die nicht kräftig genug sind, um auch Teppiche gründlich absaugen zu können. Da sich die Reinigungsleistung meiner Meinung nach aus der intelligenten Navigation und der Saugleistung zusammen setzt, möchte ich dies hier in mehrer Unterkategorien unterordnen.

Navigation

Wie bereits am Anfang des Testberichtes erwähnt, setzt Ecovacs beim Deebot Ozmo 950 auf ein Laserdistanzsensor (LDS). Dadurch erzeugt dieser nicht nur für euch Live in der App eine Karte eures Hauses bzw. eurer Räumlichkeiten, sondern auch für sich selbst. Durch diesen Sensor arbeitet der Deebot Ozmo 950 nach einem intelligenteren Prinzip, sodass dieser nicht wie Saugroboter ohne diesen, völlig systemlos von einer Ecke zur anderen fährt. Dieser Leserdistanzsensor befindet sich wie ich es bereits in dem Punkt „Design“ erwähnt habe, unter der runden Abdeckung an der Oberseite. Es handelt sich dabei um einen permanent rotierenden Laserenfernungsmesser. 

Dadurch weiß der Deebot Ozmo 950 nämlich auch, wo er sich gerade im Raum aufhält, bzw. befindet, und zwar immer, bzw. solange, bis man diesen wo anders hinträgt. Macht man nämlich dies, dann weiß dieser nicht mehr, wo er sich aktuell befindet, und erstellt eine neue Raumkarte. 

Der Sensor dient auch dazu, dass der Ecovacs Deebot Ozmo 950 direkt nach dem Starten gleich damit beginnt, die Räume, wenn diese größer sind, in einzelne Sektoren aufzuteilen. Dies konnte ich sehr gut in unserem offenen Wohnzimmer beobachten. Zuerst machte er den Wohnzimmer-Bereich in dem die Couch usw. steht und dann den restlichen Raum. Dabei beginnt der Deebot Ozmo 950 zuerst den Rand des Raumes abzufahren und arbeitet diesen dann Bahn für Bahn ab.

Ausführlicher beschrieben, läuft das Ganze so ab: Unmittelbar nach dem Start beginnt der Ecovacs Deebot Ozmo 950 damit den Bereich, welchen er direkt von dieser Position erkennt, via Laser zu scannen. Direkt drauf dreht sich dieser so, dass dieser sich rechts gegen die Wand bewegt und dabei mit dem Saugvorgang beginnt. Daraufhin fährt er diese gegen den Uhrzeigersinn ab, bis er an deren Ende dann links abbiegt und dies an derer Ecke erneut. Sobald er dann am Startpunkt angekommen ist, fährt der Deebot Ozmo 950 den inneren Bereich, der gerade umfahrenen Strecke, in geraden Bahnen ab, sofern keine Möbel oder Tischfüße im Weg sind.

Da jedoch in einer normalen bewohnten Wohnung bzw. einem Haus viele Stühle und Tische vorhanden sind, braucht der Saugroboter dementsprechend für solche Räume länger, als wenn diese nur aus Ecken und einem Raum ohne Hindernisse besteht. Nur selten ist es der Fall, dass dieser mit seinem Puffer an der Vorderseite gegen einen Tischfuß stößt. Das Ganze ist nämlich so, dass der Deebot Ozmo 950 das Hindernis frühzeitig erkennt und dann, wenn überhaupt mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit gegen ein Möbelstück fährt. Zum Großteil ist es jedoch so, dass der Saugroboter wenige Millimeter vor dem Gegenstand entfernt vorbeifährt und dieses dann z. B. umkreist. Anschließend geht der Roboter natürlich wieder in den geraden (Z-Shaped-Modus) über.  

 Durch diese intelligente Vorgehensweise erfolgt die Navigation sehr präzise, sodass der Deebot Ozmo 950 eigentlich keinen Bereich im Raum auslässt. Lediglich wenn dieser aufgrund seiner Größe z. B. nicht in eine Ecke oder einen Bereich kommt, bzw. wenn Hindernisse im Weg sind, lässt diese diesen Abschnitt eben aus. Daher sollte man vor der Reinigung, bzw. wenn man das Haus verlässt und programmiert hat, dass dieser im Laufe des Tages reinigen soll, alles was im Weg sein könnte wegräumen. Dazu zählt z. B. das Spielzeug der Kinder, Kabel, Kleidungsstücke usw. Stühle würde ich persönlich ebenfalls auf den Tisch stellen, da der Saugroboter sonst nicht unter den Tisch kommen kann. Welchen Bereich der Ecovacs Deebot Ozmo 950 genau gereinigt hat, bekommt man jederzeit in der App angezeigt, oder man kann dies am Ende in der erstellten Karte anhand der Linien genau betrachten. Dazu aber später unter App mehr.  

Hat der Deebot Ozmo 950 den ersten Abschnitt seiner eingeteilten Räume fertig gesaugt, beginnt er automatisch mit dem zweiten Teil. Erst, wenn er komplett fertig ist oder der Akku leer sein sollte, bewegt er sich zurück zur Ladestation. Sobald der Akku aber wieder voll aufgeladen ist und er noch nicht komplett fertig sein sollte, dann führt er anschließend den Saugvorgang fort.  

Ihr müsst euch keine Sorgen machen, dass der Deebot Ozmo 950 Treppenstufen herunterstürzt. Schließlich hat Ecovacs diesen wie bereits erwähnt, an der Unterseite mit mehreren Absturzsensoren ausgestattet. Dadurch erkennt diese einen Abgrund und bremst davor ab und fährt diesen an der Kante entlang ab.

Hindernissüberwindung

Ebenso wichtig, wie eine gute Navigation, ist auch die Hindernisüberwindung. Schließlich habe viele unter euch einen Teppich bei sich im Wohnzimmer liegen und daher sollte der Ecovacs Deebot Ozmo 950 auch damit keine Probleme haben. Damit dies gelingt, hat Ecovacs an der Antriebstechnik Hand angelegt und es somit geschafft, dass dieser Hindernisse bis zu einer Höhe von 2 cm überwindet. Diese sollten jedoch leicht abgerundet sein, denn ist z. B. der Teppich mit einer hohen harten Kante versehen, dann ist schon bei gut 1 bis 1,5 cm Schluss.

Saugleistung

Die Saugleistung des Ecovacs Deebot Ozmo 950 hat mich soweit sehr überzeugen können. Die runde Form hat hier nämlich zum einen den Vorteil, dass dieser gegenüber den D-Formen deutlich weiter in die engeren Stellen kommt. Zudem befördern die beiden links und rechts angebrachten rotierende Bürsten, den Dreck aus den Rändern direkt zur rotierenden Hauptbürste in der Mitte. Dafür wiederum ist die Hauptbürste bei einer D-Form breiter und der Saugroboter beim Bahnen abfahren, aufgrund der breiteren Reinigungsspur etwas schneller fertig.

Eine weitere tolle Funktion des Deebot Ozmo 950 ist die automatisch Teppicherkennung. Hat man diese in den Einstellungen aktiviert, dann erhöht der Saugroboter beim befahren von Teppichen völlig automatisch die Saugleistung. Sobald er diesen wieder verlässt, wird diesen dann wieder abgesenkt. 

Der neu verbaute Radar-Sensor hat jedoch auch noch eine weitere

Da der Ecovacs Deebot Ozmo 950 nicht nur einmal durch den Raum saugt, sondern gleich zwei Reinigungsvorgänge durchführt, ist das Reinigungsergebnis sehr gut. 

Wischfunktion

Eine weiter tolle Zusatzfunktion des Deebot Ozmo 950 ist dessen automatische Wischfunktion. Damit saugt der Saugroboter nämlich nicht nur die Wohnung oder das Haus durch, sondern wischt zudem gleich feucht durch. Diese Wischfunktion ersetzt jedoch definitiv nicht den normalen Wischmopp mit entsprechendem Reinigungsmittel. Schließlich bekommt der Roboter gerade harneckiger Verschmutzungen durch einfaches darüber Fahren nicht weg. Daher sollte man dennoch wie gewohnt ein- bis zweimal im Monat weiterhin gründlich durchwischen. Dennoch muss ich sagen, für einen Saugroboter finde ich diese Funktion soweit sehr gut, denn damit nimmt dieser auch den ganz feinen Staub, der nicht eingesaugt wird mit auf und bekommt leichte Verschmutzungen ebenfalls weg.

Das tolle an der Wischfunktion ist, dass der Saugroboter Teppichen mit angebrachter Wisch-Platte automatisch ausweicht und diese nicht befährt. Dafür nutz der Deebot Ozmo 950 die Teppicherkennung und man muss nicht mal eine „Nicht-Wischen-Funktion“ einzeichnen, dazu aber unter App mehr. Die Wisch-Funktion wird automatisch aktiviert, sobald der Wassertank mit Wasser gefüllt wurde und man die Wisch-Platte angebracht hat. Die verwendete Wassermenge kann hier übrigens in der App eingestellt werden, schließlich bedarf es bei jedem Boden eine unterschiedliche Wassermenge.

(Reinigungsleistung: 4,5 von 5 Punkten)

App

Sämtliche Einstellungen des Ecovacs Deebot Ozmo 950, werden mithilfe der umfangreichen App geregelt. Trotz des großen Umfangs an Einstellungsmöglichkeiten ist diese jedoch übersichtlich gestaltet.

Nach der Einrichtung kann man durch das tippen auf den verbundenen Saugroboter dessen Einstellungsmenü einsehen. In diesem Menü, würde ich direkt den erweiterten Modus anschalten, denn dadurch hat man noch einmal deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten. Im Menü kann man unter anderem die Saugkraft von „Standard“ auf: leise, maximal und maximal+ zur verändern. Bedenken sollte man hier jedoch, das eine höhere Saugkraft zwar besser saugt, jedoch zudem logischerweise auch lauter ist. Im Menüpunkt darunter regelt man die Wasserdurchflussrate. Diese kann man hier zwischen dem Standard-Wert „Mittel“, auch in niedrig, hoch und sehr hoch einstellen. Je nachdem wie feucht der Boden gereinigt werden soll. Man sollte natürlich auch hier den Hinweis von Ecovacs beachten, denn der Hersteller weißt hier darauf hin, dass ein hoher Wasserdurchfluss dazu führen kann, dass der Roboter mit seinen Rändern wegrutschen könnte.

 Unter dem Punkt Reinigungstuch-Erinnerung kann man aktiveren, dass man per Push-Benachrichtigung informiert wird, das Reinigungstuch an der Unterseite zu entfernen und kurz sauber zu machen. Dieses geht sehr einfach, da diese nur aufgeschoben und via Klettverschluss befestigt wird. Auto-Saugkraftverstärkung sollte man auf jeden Fall aktivieren, sofern man möchte, dass der Roboter diese selbstständig erhöht, wenn dieser auf einen Teppich fährt. Fortgesetzte Reinigung wiederum habe ich ebenfalls aktiviert, da dies meiner Meinung nach besonders sinnvoll ist. Ist nämlich der Akku leer, fährt der Roboter zur Ladestation und setzt die Reinigung fort, sobald dieser wieder voll aufgeladen ist.

Aktiviert man den „Ruhemodus“ dann startet dieser weder die eventuell geplanten Reinigungen, fortgesetzte Reinigungen und auch die Sprachmeldungen, sowie Leuchten am Saugroboter sind deaktiviert. Im Menüpunkt darunter kommt man in einer durchaus sinnvolle und von mir häufig genutzt Funktion, die Reinigungsplanung. Dabei kann man nämlich genau bestimmen, an welchen Tagen, welcher Uhrzeit usw. der Deebot Ozmo 950 mit der Reinigung der eigenen Räumlichkeiten beginnen soll. 

Im Untermenü „Karte wiederherstellen“ kann man die aktuell erstellte Karte zurücksetzen. Der Menüpunkt Mehrgeschosskarte ist neu und ist besonders sinnvoll bei Häusern mit mehreren Etagen. Dazu gehe ich aber gleich noch näher mit der Kartenerstellung ein.

In den restlichen Menüpunkten kann man sich noch anzeigen lassen, wann man den Zubehör reinigen bzw. wechseln sollte, das Reinigungsprotokoll einsehen, die Sprachmeldung aktivieren oder den Saugroboter suchen. Drückt man hier drauf, teilt der Deebot Ozmo 950 einem mit, wo dieser gerade ist, indem er durch den verbauten Lautsprecher „ich bin hier“ sagt.

Kartenerstellung

Wie bereits mehrfach erwähnt, erstellt der Ecovacs Deebot Ozmo 950 mithilfe seines Laserdistanzsensors (LDS) eine Karte der Räume. Dies erfolgt automatisch beim ersten Reinigungsvorgang in euren Räumlichkeiten. Dabei kann man während bzw. nach dem saugen unter anderem auch direkt erkennen, wo man z. B. einen Teppich liegen hat. Nach einmaligem Saugen aller Räume hat man eine Karte der kompletten Räumlichkeiten im Haus. Anschließend kann man in der Karte jederzeit eine virtuelle Wand, die der Roboter nicht befahren soll bestimmen oder auch eine Nicht-Wischen-Zone einfügen. Diese Nicht-Wisch-Zone dient dazu, dass der Deebot hier eben nicht die Wischfunktion aktiviert. Ebenfalls genial finde ich die Go-To-Zonen, diese dienen dazu, dass man dem Deebot Ozmo 950 direkt mitteilt, dass dieser zur in der Karten gekennzeichnete Fläche fährt und diese reinigt. Dies ist sehr vorteilhaft, wenn man z. B. etwas Zucker oder Mehl in der Küche verschüttet hat und zu faul ist, den herkömmlichen Staubsauger herzuholen.

Kommen wir noch zur bereits angedeuteten Erstellung der Mehrgeschosskarten. Diese ist nämlich vor allem für Hausbesitzer von Vorteil, denn dann kann man diese sinnvolle Kartengeschichte auch problemlos in max. 3 Etagen nutzen. Man kann nämlich max. 3 Karten in der App speichern. Um diese Funktion nutzen zu können, muss man jedoch den „Erweiterten Modus“ in den Einstellungen aktiveren, ebenso müssen aber die „Mehrgeschossreinigung und die Ortung am Smartphone aktiv sein. Hat man den ersten Stock, also den Bereich im Erdgeschoss komplett gereinigt, bis der Saugroboter wieder automatisch zur Ladestation zurückkehrt, dann kann man diesen als die erste Karte abspeichern.

Anschließend muss man wie in der Anleitung in der App beschrieben, den Saugroboter inkl. Ladestation in den nächsten Stock tragen und dort aufstellen. Ist der Saugroboter voll aufgeladen, kann man umgehend die Reinigung vom zweiten Stock starten, dies sollte jedoch von der Ladestation aus erfolgen. Ist der Roboter auch hier fertig, dann kann man auch dieses Geschoss abspeichern. Anschielend kann man die Karten in der Kartenverwaltung jederzeit aufrufen und hier virtuelle Wände einzeichnen usw.

(App: 4 von 5 Punkten)

Lautstärke

Bei der Lautstärke gefällt mir der Ecovacs Deebot Ozmo 950 sehr gut. Denn dieser ist gegenüber den bisher von mir getesteten Saugrobotern sehr leise. Die Lautstärke hängt hier natürlich wie bereits erwähnt von der von euch bestimmten Saugleistung ab. Daher bewegt sich diese zwischen 45 bis 66 dB. Bei der Eingestellten Stärke „normal“ liegt dies etwa bei knapp über 50 dB, sodass man sich hier dennoch gut unterhalten kann. Beim Saugen von Teppichen erhöht der Saugroboter natürlich seine Saugleistung, sofern aktiviert und somit ist er hier etwas lauter mit knapp 66 dB.

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Damit der Ecovacs Deebot Ozmo 950 die Ladestation schnellstmöglich nach dem Ende des Reinigungsvorgangs findet, solltet ihr diesen direkt von dieser aus starten lassen. Dies ist immer sehr von Vorteil, denn ansonsten irrt diese teils etwas länger umher oder findet diese gar nicht, bis dieser euch mitteilt, dass ihr ihn bitte zu dieser bringt.

Der im Deebot Ozmo 950 verbaute Akku besitzt eine Kapazität von 5200 mAh, was diesem eine Arbeitszeit von über 3 Stunden ermöglicht. Ob diese reine Arbeitszeit für eure komplette Wohnung bzw. Haus ausreicht, hängt dabei natürlich von euren Räumlichkeiten ab. Habt ihr viele rechteckige Zimmer, welche der Saugroboter nach dem Rand abfahren, möglichst im inneren Feld gerade abfahren kann, dann reicht diese weiter aus, als wenn hier viele Tischfüße usw. im Weg sind. Aber sollte der Akku leer sein, jedoch die Etage nicht fertig gereinigt sein, dann setzt der Ecovacs Deebot Ozmo 950 die Reinigung wie bereits erwähnt nach dem aufladen automatisch fort (sofern in den Einstellungen aktiviert). Für eine volle Akkuladung benötigt der Deebot Ozmo 950 knapp 5 Stunden. Dies liegt daran, dass der Akku verhältnismäßig groß ausfällt, denn er ist z.B. stolze 2.000 mAh größer als der im Vorgänger Deebot Ozmo 930. 

(Akkulaufzeit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Ecovacs wirbt den Deebot Ozmo 950, als den besten Deebot aller Zeiten an. Damit hat das Unternehmen auch recht, denn es ist technisch gesehen der neuste und somit intelligenteste Saugroboter des Unternehmens.  

Der Deebot Ozmo 950 reinigt dank Laserdistanzsensor sehr präzise und versucht dadurch möglichst jeden Abschnitt im Raum abzufahren, sofern er in alle Lücken passt. Zusätzlich kann dieser auch gleich noch in einem Arbeitsgang feucht wischen und somit noch gründlicher reinigen. Dank intelligenten Sensoren erkennt dieser automatisch Teppiche, auf diesen er dann die Saugleistung erhöht, aber auch, sofern angebracht die Wischfunktion deaktiviert. 

Die Einbindung in das heimische WLAN ist meiner Meinung nach absolut zu empfehlen, jedoch kein muss. Jedoch hat man nur so die Möglichkeit, diesen direkt via App zu aktualisieren und zahlreiche Einstellungen vorzunehmen. Die Akkulaufzeit von über 3 Stunden konnte mich in meinen Tests ebenso überzeugen.

Preis/Leistung

Die UVP des Deebot Ozmo 950 hat Ecovacs bei 599,00 € angesetzt. Klar bekommt man hierfür bereits günstiger Saugroboter, diese bieten jedoch teils deutlich weniger Funktionsumfang. Ebenso gibt es aber auch noch einige teurere Geräte von Vorwerk oder iRobot die noch mal um einiges teurer sind und z. B. keine Wischfunktion usw. bieten.

Die Saugleistung, Wischfunktion und die Navigation sind hervorragend. Mann sieht sehr gut wie der Dreck eingesaugt bzw. aufgewischt wird und wie systematisch der Deebot Ozmo 950 den Raum reinigt. Daher kann ich den neuen Saugroboter sehr empfehlen, sofern man diese Funktionen alle nutzt. Wer jedoch auf die Wischfunktion verzichten kann, findet eventuell auch billigere Geräte. Ich rate jedoch auch dann dazu, ein Gerät mit fortschrittlicherer Lasernavigation zu kaufen und kein Gerät, welches sinnlos im Zick-Zack den Raum durchfährt.

Ecovacs DEEBOT OZMO 950

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Ecovacs.com/de

AEG FX9

Die Marke AEG firmiert heute unter dem schwedischen Elektrokonzern Electrolux. Electrolux führt unter der Marke AEG vielerlei Elektrogeräte: Backöfen, Dunstabzüge, Geschirrspülmaschinen, Kühlschränke, Gefrierschränke, Waschmaschinen, Staubsauger, sowie Kleingeräte wie zum Beispiel Bügeleisen, Toaster, Handmixer und viele mehr.

Seit über zehn Jahren stellt AEG Akku-Staubsauger her. Die Ergorapido-Serie ist höchst erfolgreich und laut eigenen Angaben wurden bis dato über 10 Millionen Stück abgesetzt.

In diesem Testbericht geht es um eine Neuentwicklung: den AEG FX9. Ein Premium Akku-Staubsauger, der das Beste aus zwei Reinigungswelten kombinieren soll: Der AEG FX9 Akku-Staubsauger. Im Test wird die Variante AEG FX9-1-ANIM näher angeschaut. Dieser unterscheidet sich in der Farbe dem beigelegten im Zubehör-Set von der Basis Version.

AEG FX9

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Hinweis: Bei der Verpackung handelt es sich um die „Indigo Blue Metallic“ Farbe, beim Testprodukt handelt es sich jedoch um die „Chili Red Metallic“ Variante.

Die Verpackung ist schlicht gehalten und präsentiert das Produkt von vorne. Lediglich die Neuerfindung des Staubsaugers wird uns mitgeteilt. Und die LED Lichtfunktion der Bürste gezeigt. Seitlich, werden bebildert Funktionen und Verwendungsmöglichkeiten des Geräts gezeigt.  Die Rückseite hält schließlich noch multilinguale Informationen rund um den AEG FX9 bereit.

Ein besonderes Auspackfeeling kommt nicht auf – so sind die Einzelteile, die später zusammengesteckt werden, jeweils in Kunststofffolien eingehüllt und in einem vorgeformten Pappkarton eingelegt. Dazu gesellen sich die zusammenzusteckende Ladestation, eine Bedienungsanleitung sowie ein kleines Garantiebüchlein.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Der getestete AEG FX9 hört auf die Modellnummer ANIMAL, genauer: AEG FX9-1-ANIM. Der Akku-Staubsauger kommt in der Farbe Chili-Red-Metallic daher. Man würde erwarten, dass das Gerät in Einzelteilen geliefert wird und erst montiert werden muss. Falsch! Der AEG FX9 wird nämlich komplett montiert geliefert und ist praktisch nach dem anstecken der Bürste einsatzbereit.

Das Design wirkt auf den ersten Blick vertraut und doch ungewöhnlich. Schnell bemerkt man, dass es sich nicht um einen regulären Stiel-Akku-Staubsauger handelt. Es lässt sich beispielsweise die gesamte Motoreinheit verschieben. Damit wird der Gewichtsschwerpunkt verlagert und  jeder kann für sich die komfortabelste Position zum Saugen finden. Klingt unnötig, würde man meinen, ist aber wirklich sehr praktisch und bevormundet den Nutzer nicht. Zum anderen und das wird kleinere, wie auch größere Personen gleichermaßen freuen ist die stufenlos verstellbare Teleskopstange. Das sind wirklich überlegte Details, die das Saugen Rückenfreundlich und auch einfacher machen.

Der AEG FX9 profitiert von einer sehr guten Elektrobürste, samt 10 LEDs an der Front. Diese Leuchten sobald der Akku-Staubsauger im Betrieb ist. Was wie eine Spielerei klingt, hat durchaus einen Sinn. Das Licht hilft Staub besser zu erkennen und drüber zu saugen. Besonders praktisch wird dies wenn man beispielsweise unter der Couch saugen will. Apropos Couch: Der Staubsauger hat dank Doppelgelenk eine sehr gute Beweglichkeit. Diese Wendigkeit ist sehr hilfreich. Und auch hier hilft die Funktion des verschiebbaren Motors, denn dieses ermöglicht weiter unter den Schrank zu kommen. Auch das Gelenk der Bodendüse ist im Vergleich zu dem ebenfalls getesteten AEG CX8 kleiner geworden.

Auch wenn der AEG FX9 kein konventionelles Handstück hat, stehen ihm diese Funktionen auch zur Verfügung. Ein zweiter Griff bei der Motoreinheit, sowie die mit mitgeliefertem Zubehör austauschbare Bodendüse ermöglichen beispielsweise einfaches Saugen des Sofas, von Fugen oder sogar Kopfüber.

Der AEG FX9 kann dank freistehender Parkfunktion auch gerne mal stehen gelassen werden.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Auch wenn sich der bereits getestete AEG CX8 keineswegs „billig“ anfühlt liegen zwischen diesem und dem AEG FX9 Welten. Man merkt, das AEG hier eigenen ganz eigenen Anspruch hat. Das spürt man auch sofort. Der Akku-Staubsauger ist optisch ist sehr hochwertig und auch die Haptik lässt nicht zu wünschen übrig.

Beim AEG FX9 besteht der verstellbare Stiel aus Metall, was aufgrund der Verstellungsmechanik auch durchaus Sinn macht. Das wirkt sehr edel. Auch der sonst verbaute Kunststoff ist von hoher Qualität. Verarbeitungstechnische Mängel konnte ich keine feststellen, erwarte ich mir aber auch bei einem hochpreisigen Premiumprodukt. Mit über 4 kg wiederspiegelt sich die Materialwahl allerdings auch im Gewicht. Der AEG FX9 ist wahrlich kein Leichtgewicht.

Der Bürstenantrieb macht nun auch bei längerem Betrieb keine Probleme und hat nicht ein einziges Mal blockiert. Die Dichtungen am Schmutzfach machen einen ordentlichen Eindruck – wichtig für eine gute Saugkraft, dazu später mehr. Auch die Knöpfe und Arretierungen für das Verstellen der Motoreinheit als auch der Teleskopstange wirken solide.

Gut gelöst ist ebenfalls der Mechanismus zur Entnahme des Handstaubsaugers. Mit einem Knopfdruck lässt sich dieser bequem entnehmen und ebensoleicht wiedereinsetzen.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

TypAkku-Stielstaubsauger
LeistungsstufenECO/Normal/Power-Stufe
Max. Laufzeit60 Minuten (im ECO-Modus)
Akkutyp36 Volt, Ultra-HD Lithium-Power-Akku
SaugtechnologieZyklon
Parkpositionfreistehend & in Ladestation
Staubbehältervolumen700ml
Ausstattung & ZubehörAEG FX9 Akku-Staubsauger
3in1 Multifunktionsdüse
Ergo-Winkelaufsatz
Möbel-Softbürste
AnimalCare – Elektrosaubgbürste
Automatische Saugkraftregulierung
Ladestation, optional zur Wandmontage

Saugleistung

Die Saugleistung des AEG FX9 wird seitens Hersteller besonders beworben. Ist das wirklich ein Kabelloser Staubsauger der einen regulären Staubsauger zur Gänze ersetzen kann?

Ich bin sehr überrascht. Natürlich erwartet man sich eine gute Leistung von einem Premiumprodukt aber die Saugleistung würde ich als Beste bezeichnen, die ich bis jetzt im Einsatz hatte. Auch der ECO-Modus, der beim AEG FX9 die leistungsschwächste Stufe darstellt, liefert auf Hartböden eine ordentliche Saugleistung. Relevanter wird der Turbomodus bei Teppichböden.

Insgesamt gibt es 3 Stufen: Eco-Modus, die normale Stufe, sowie den Turbomodus. Außerdem gibt es einen Automatik- Modus, der sich automatisch an den jeweiligen Untergrund anpasst. Dieser wählte in meinem Fall aber fast immer den normalen Modus. Kleinere Matten gestalten sich schwer zum Saugen, da die normale Stufe die Matte sofort anhebt. Der AEG FX9 saugt mit dem bereits bekannten Zyklon-Prinzip. Diese Technologie hat sich bereits bewährt und verrichten auch in diesem Gerät in Kombination mit guten Filtern eine sehr gute Arbeit.

Durch die integrierte Elektrobürste nimmt das Gerät den Schmutz auf glatten Böden sehr gut auf. Auch das Saugen von Teppichböden klappt erstaunlich gut. Besonders überzeugt die Aufnahme von Haaren durch die Elektrobürste. Egal ob man tierische Freunde hat oder Damen im Haushalt – lobenswert.

Der aufgesaugte Schmutz landet schließlich in einem 700 ml Auffangbehälter, der natürlich beutellos ist und sehr einfach entleert werden kann. Der Auffangbehälter ist mit vielen Filtern versehen. Zum einen ist da ein grober Vorfilter, der von weiteren Feinfiltern unterstützt wird. Alle Filter machen einen soliden Eindruck. Dies gilt auch für die Gummidichtungen des Gerätes. Ein Pluspunkt ist auf jeden Fall, dass alle Filter des AEG FX9 mit Wasser ausgewaschen werden können. Wichtige Information für Allergiker: Der Hersteller gibt an Partikel in der Größe zwischen 0,2 und 2,5 µm mit bis zu 98,6% herausgefiltert werden. Das ist für einen Akku-Staubsauger ein wirklich guter Wert!

Die Lautstärke des AEG FX9 ist als keineswegs störend zu bezeichnen. Je nach Leistungsstufe ist der Akku-Staubsauger laut, aber gleicht zu keinem Zeitpunkt einem Düsenjet und ist zu jedem Zeitpunkt in vertretbaren Rahmen. Die Lautstärke ist als Vergleich zum ebenfalls getesteten AEG CX8 etwas leiser und angenehmer.

(Saugleistung: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionen

Einige Funktionen des AEG FX9 wurden bereits angesprochen und doch gibt es soviel mehr.

Zur verstellbaren Motoreneinheit und zur Teleskopstange habe ich bereits im Punkt Design ein paar Sätze verloren. Sehr praktisch und intelligente Funktionen!

Zum einen ist da der Saugschlauch, den man sonst nur von regulären Staubsaugern kennt. Zu diesem kommt man wenn man die Elektrobürste per Klick abmontiert. Wenn dies geschehen ist, kann man den Saugschlauch bis zu 30 Zentimeter herausziehen und damit noch flexibler saugen besonders in Kombination mit dem mitgelieferten Zubehör (beim ANIMAL Model enthalten). Damit lässt sich der AEG FX9 zum Multifunktionssauger umgestalten. Auf den Saugschlauch kann man beispielsweise eine 3-in-1 Multifunktionsdüse setzen. Diese dient als Fugendüse, Polsterdüse und Möbeldüse besonders praktisch durch den Winkel ist das Kopfübersaugen auf Schränken etc. Allerdings finde ich dieses Zubehör für Möbel nicht praktisch. Für das Sofa kommt hier die kleine Polster-Elektrodüse zum Einsatz. Ein kleiner Nachteil bei dieser ist, dass diese starr ist und so das Handling damit dem recht großen Footprint des AEG FX9 etwas unhandlich wird.

Kommen wir zu einer bereits bekannten Funktion von Akku-Staubsaugern des Herstellers AEG. Die LED-Frontlichter. Mit diesen wird auch der kleinste Krümel sichtbar und kann so aufgesaugt werden. Besonders praktisch ist die Funktion, wenn man unter Kommoden und unter der Couch saugen will. Allerdings fällt mir hier auf, dass die LED Lichter auf die Bodenfläche einen gelben Streifen haben als auch einen weißen. Ich bin mir nicht sicher ob dies gewollt ist oder es sich um einen simplen LED oder Diffusor-Problem handelt. Die älteren Generationen hatten nämlich einen durchgehenden weißen Schein. Generell aber ist die Lichtleistung heller, da auf mehr LEDs in dieser Bodensaugdüse gesetzt wird.

Was mich etwas enttäuscht, weil ich diese Funktion höchst innovativ fand, ist die sogenannte „BRUSHROLLCLEAN TM – Technologie“, auf die der Hersteller beim AEG CX8 beispielsweise noch setzte. Diese ermöglichte es während dem Betrieb auf Pedaldruck die Rolle von Haaren und ähnlichem zu befreien und diese anschließend einzusaugen. Bei dem Premium-Model des Herstellers hätte ich mir diese Funktion auch gewünscht.

Natürlich muss man dem AEG FX9 zugutehalten, dass sich beispielsweise die Bürstenrolle einfach ausbauen lässt und so händisch gereinigt werden kann und ebenso einfach wieder in der Bodensaugdüse sitzt. Praktisch ist auch die freistehende Parkfunktion. Dies können aber mittlerweile viele Akku-Staubsauger. Die extreme Wendigkeit des Staubsaugers, darf nicht unerwähnt bleiben. Dank eines Doppelgelenkes lässt sich so die Düse einfach um 180° drehen. Tischbeine und Ähnliches können so einfach umfahren werden.

(Funktionen: 4,5 von 5 Punkten)

Akku und Ladestation

Der AEG FX9 ist der wird mit ganzen 36 Volt betrieben! Diese hohe Spannung sorgt auch für die außerordentlich gute Saugleistung. Der Akku liefert eine Kapazität von 90 Wh bei 35V und 2500 mAh. Dies ist ein größerer Akku als bei älteren Modellen gegeben war.

Die Ladezeit bis zur vollständigen Ladung betragen bis zu 5 Stunden. Einen Schnell-Laderekord bricht AEG hiermit leider nicht, sollte sich dies in einer langen Akku-Lebensdauer wiederspiegeln, soll es mir natürlich recht sein. Mit einem vollständig aufgeladenen Akku soll, laut AEG, ein Betrieb von bis zu 60 Minuten (bzw. bis zu 270 m2). Die 60 Minuten gelten allerdings für den ECO Modus. Im Turbomodus sollen bis zu 16 Minuten (bzw. bis zu 80 m2) möglich sein. Meine Tests haben diese Angaben sogar übertroffen und das finde ich persönlich sehr gut! Im Maximalen Power-Modus bis ich auf knapp 20 Minuten gekommen. Generell denke ich hier, dass die Hersteller bewusst vorsichtige Angaben machen und nicht mehr auf Kundentäuschung aus sind. Dies ist bei Produkten mit Premiumanspruch durchaus nachvollziehbar und natürlich begrüßenswert.

Die Ladestation wirkt endlich Standfester und edler und besteht nicht wie bei den älteren Modellen aus nur zwei Kunststoffteilen. Auch diese Ladestation lässt sich an die Wand montieren und ich kann das auch nur empfehlen sofern es die Gegebenheiten vor Ort ermöglichen. Allerdings kommt bei der Ladestation ein Nachteil zur Erscheinung der eigentlich ein Topargument für den AEG FX9 ist: Die verschiebbare Motoreinheit. Denn um zu laden, muss diese an der untersten Position sein, damit sich die Kontakte berühren und somit der Akku laden kann. Mir ist es durchaus passiert, dass ich eben nicht daran gedacht habe und beim nächsten Saubermachen vor einem AEG FX9 mit leerem Akku gestanden bin. Das ist ärgerlich.

(Akku und Ladestation: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

AEG bewirbt das Gerät als ultimativen Staubsaugen und ein 2-in-1 Gerät. Generell ist der Ansatz des Herstellers sehr gut und lobenswert – stellt sie doch eine Innovation in Funktionsvielfalt in diesem Reinigungssegment dar und doch hat das Gerät seine Vor- und Nachteile. Im Großen und Ganzen fährt der Hersteller aber eine ehrliche und transparente Marketingstrategie wenn es zu den Funktionen des Staubsaugers kommt.

Preis/Leistung

Auch wenn ich persönlich den AEG FX9 als Hauptgerät nutze, ist es noch nicht ganz ein perfektes 2-in-1 Gerät, da der eigentliche Hauptmotor nicht vom Teleskopstiel zu entfernen ist und somit ein wirklich kleines und Handliches Handgerät ermöglicht. Man ist zu Kompromissen gezwungen und man muss es ganz klar sagen, das wird den einen oder anderen auch stören. Geräte wie z.B. Dyson VX10 erlauben viele Komfortfunktionen des AEG FX9 nicht. So ist der Motor fixiert an oberster Stelle, allerdings kann man daraus dann auch ein praktischeres Handgerät machen, welches zudem leichter ist.

AEG ruft eine UVP von 599 EUR für das Premium Gerät aus. Realistischerweise bekommt man den Staubsauger mittlerweile aber um etwa 100 EUR günstiger. Auch wenn der Preis auf den ersten Blick schwer im Magen liegt, muss man bedenken, dass es ist um ein sehr effektives und multifunktionales Reinigungsgerät handelt, das für Komfortgewinn und Reinheit sorgt. Ein Investment für mehr Komfortgewinn im Haushalt sozusagen.

AEG FX9

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

AEG CX8-2-95

Die Marke AEG firmiert heute unter dem schwedischen Elektrokonzern Electrolux. Electrolux führt unter der Marke AEG vielerlei Elektrogeräte: Backöfen, Dunstabzüge, Geschirrspülmaschinen, Kühlschränke, Gefrierschränke, Waschmaschinen, Staubsauger, sowie Kleingeräte wie zum Beispiel Bügeleisen, Toaster, Handmixer und viele mehr.

Seit nun über zehn Jahren gibt es die Stielstaubsauger-Serie schon. Laut AEG wurden bis dato über 10 Millionen Stück verkauft. Mit dem AEG CX8-2-95 wird ein Handstaubsauger mit hoher Leistung und einer sehr guten Akku-Laufzeit versprochen.

AEG CX8-2-95

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung ist von vorne mit wesentlichen Informationen bedruckt. Das Produkt wird großzügig präsentiert und die wichtigsten Funktionen werden erwähnt. Die Vorder- und Rückseite sind gleich und unterscheiden sich nur in der Sprache – Deutsch und Englisch.

Ein besonderes Auspackfeeling kommt nicht auf – so sind die Einzelteile, die später zusammengesteckt werden, jeweils in Kunststofffolien eingehüllt und in einem vorgeformten Pappkarton eingelegt. Dazu gesellen sich die Ladestation, eine Bedienungsanleitung sowie ein kleines Garantiebüchlein. Die Garantie bewirbt AEG bei diesem Modell übrigens ganz speziell und verspricht

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

AEG CX8-2-95 ist die Modellnummer, der Zusatz GM (AEG CX8-2-95GM) stellt die Farbe dar und wird vom Hersteller „Iron Grey Metallic“ genannt. Es handelt sich um ein bläuliches Grau mit metallic Akzenten. Mit den grauen Bedienknöpfen, der weißen LED-Anzeige und dem goldenen Griff des Staubbeutels, ist AEG ein hier ein schlichtes aber dennoch modernes Gerätedesign gelungen. Dabei helfen auch die unterschiedlich großen Luftgebläse Löcher die absolut stimmig wirken. Die geriffelte Rückseite hilft bei der Grifffestigkeit des Handstaubsaugers.

Im Gegensatz zu vielen Firmeneigenen und Konkurrenzmodellen, handelt es sich beim AEG CX8-2-95 nicht um ein 2-in-1 Gerät. Soll heißen: Es gibt kein Handstück, das entnommen werden kann um beispielsweise die Couch oder Fugen abzusaugen.

Auch dieser Handstaubsauger profitiert von einer sehr guten Elektrobürste, samt 4 LED-Lichtern. Was wie eine Spielerei klingt, hat durchaus einen Sinn. Das Licht hilft Staub besser zu erkennen und drüber zu saugen. Besonders praktisch wird dies wenn man beispielsweise unter der Couch saugen will. Apropos Couch: Der Staubsauger hat dank Doppelgelenk eine sehr gute Beweglichkeit. Diese Wendigkeit ist sehr hilfreich.

Das Gerät kann dank freistehender Parkfunktion auch gerne mal stehen gelassen werden. Allerdings muss man darauf achten, dass der Stiel in Richtung Bürste geneigt ist, nur so kann der AEG CX8-2-95 das Gleichgewicht halten.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

AEG legt besonderes Augenmerk darauf, dass der Handstaubsauger „Made in Europa“ ist und dass es sich um „erstklassige Qualität aus Deutschland“ handelt.

Der AEG CX8-2-95 besteht fast zur Gänze aus Kunststoff. Das ist nicht weiter schlimm und auch bei anderen Herstellern üblich. Das Materialgemisch wirkt auch wegen der Dicke stabil und bruchsicher. Was mich jedoch gestört hat sind kleinste Details wie Klebstoffreste am Sauger-Schlauch und hier und da eine unsauber verarbeitet Kante.

Natürlich ist mir bewusst, dass es sich um einen Kunststoffartikel aus Massenproduktion handelt. Aber gerade in einer recht hohen Preisklasse von über 300 EUR will ich das nicht sehen!

Mit knapp 3 kg kann man den Stielstaubsauger ohne große Mühe auch ohne Rollen von A nach B bringen.

Der Bürstenantrieb macht nun auch bei längerem Betrieb keine Probleme und hat nicht ein einziges Mal blockiert. Die Dichtungen am Schmutzfach machen einen ordentlichen Eindruck – wichtig für eine gute Saugkraft.

Gut gelöst ist ebenfalls der Mechanismus zur Entnahme des Handstaubsaugers. Mit einem Knopfdruck lässt sich dieser bequem entnehmen und ebensoleicht wiedereinsetzen.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

TypAkku-Stielstaubsauger
Gewicht2,8kg
Gehäuse-MaterialKunststoff
Akkutyp32,4 Volt, HD-Li-Ion, 9 Zellen
SaugtechnologieZyklon
Parkpositionfreistehend & in Ladestation
Staubbehältervolumen800ml
LieferumfangElektrobürste mit LEDs
3 Leistungsstufen
Ladezustandsanzeige
Ladestation mit Ladenetzteil
Bürstenreinigungsfunktion BrushRollClean
Technische Daten des AEG CX8-2-95

Saugen

Der AEG CX8-2-95 bietet eine sehr gute Reinigungsleistung, die man von einem Akku-Staubsauger nicht erwarten würde. Diese gute Leistung ist einerseits dem 32,4V Lithium High-Density Akku und andererseits auch der beutellosen Powerflow-Cyclone -Saugtechnologie verschuldet.

AEG verspricht, dass die Leistung einem konventionellen Staubsauger mit 2200W entspricht und unterstreicht dies mit einem Hartboden-Saugtest und einem Staubsauger aus der eigenen Produktion.

Obwohl ich das nicht direkt nachprüfen kann, finde ich die Saugleistung als ausreichend gut. Man muss sich auch im Klaren sein, dass ein direkter Vergleich keinen Sinn macht, da der AEG CX8-2-95 eine Elektrobürste hat und die meisten konventionellen Staubsauger eine normale, ohne Elektromotor.

Durch die integrierte Elektrobürste nimmt das Gerät den Schmutz auf glatten Böden sehr gut auf. Auch das Saugen von Teppichböden klappt erstaunlich gut. Besonders überzeugt die Aufnahme von Haaren durch die Elektrobürste. Egal ob man tierische Freunde hat oder Damen im Haushalt – lobenswert.

Der aufgesaugte Schmutz landet schließlich in einem 800 ml Auffangbehälter, der natürlich beutellos ist. Kleine Info für potentielle Allergiker: das Gerät besitzt keinen HEPA-Filter. Das ist jedoch bei Handstaubsaugern auch nicht üblich.

Die Lautstärke des AEG Staubsaugers ist keineswegs flüsterleiste, aber durchaus im vertretbaren Rahmen.

(Saugen: 4 von 5 Punkten)

Funktionen

Dank den LED-Frontlichtern wird auch der kleinste Krümel sichtbar und kann so aufgesaugt werden. Besonders praktisch ist die Funktion, wenn man unter Kommoden und unter der Couch saugen will.

Eine hervorragende Funktion ist die automatische Bürstenrollen-Reinigungsfunktion, die AEG „BRUSHROLLCLEAN TM – Technologie“ nennt. Während dem Betrieb wird auf Pedaldruck die Rolle von Haaren und ähnlichem befreit und eingesaugt.

Die extreme Wendigkeit des Staubsaugers, darf nicht unerwähnt bleiben. Dank eines Doppelgelenkes lässt sich so die Düse einfach um 180° drehen. Tischbeine und Ähnliches können so einfach umfahren werden.

Weiters kann man zwischen drei Saugstufen auswählen. Automatisch aktiviert wird die höchste Stufe, per Knopfdruck kann man eine mittlere und eine noch etwas leistungsschwächere und dementsprechend leisere Saugfunktion auswählen. Allerdings ist zum generellen Saugen nur die „Turbo“-Funktion zu empfehlen, da sie einfach mehr Power hat.

(Funktionen: 4 von 5 Punkten)

Akku & Ladestation

Die Ladezeit bis zur vollständigen Ladung betragen wenige Stunden. Mit einem vollständig aufgeladenen Akku soll, laut AEG, ein Betrieb von bis zu 92 Minuten möglich sein. Allerdings und dies ist in Klein zu lesen, redet Der Hersteller von der „Normalstufe“. Hier sollen 92 Minuten möglich sein oder die effektiv reinigbare Fläche wird mit 285 m² angegeben. In der Powerstufe sinkt dieser Wert fast schon drastisch auf 60m².  Im Real-Test wurden in der höchsten Leistungsstufe knapp 27 Minuten erreicht. Im Normalfall ist dies völlig ausreichend.

Bei den AEG-Electrolux-Handstaubsaugern wird oft kritisiert, dass die Akkus nach 8 – 12 Monaten den Geist aufgeben und nahezu unbrauchbar sind. Aktuell gibt es natürlich keine Probleme. Dies wird aber beobachtet und falls nötig zu gegebener Zeit entsprechend ergänzt. Ich denke jedoch, dass sich mit der Zeit auch an der Akku-Technologie etwas getan haben wird.

Der Staubsauger hat ein intelligentes Lademanagement heißt es laut AEG. Allerdings fällt auf, dass das Gerät in der Ladestation oft nachlädt. Besser wäre, dass nach einer vollständigen Aufladung beispielsweise erst wieder bei 80% nachgeladen wird.

Die Ladestation ist nett gemeint, aber – zumindest im nicht montiertem Zustand -sehr unpraktisch. Diese ist nämlich sehr leicht und auch die gummierten Füße sind nicht besonders standfest. Allerdings gibt es ebenfalls die Möglichkeit der Wandmontage, wer sich daran stört.

(Akku und Ladestation: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die angepriesenen Funktionen betreffend Akkulaufzeit sind etwas geschönt dargestellt. Es ist nämlich sehr wohl ein Unterschied ob man „285m²“ oder „60m²“ saugen kann. Auch wenn dies im Kleingedruckten erklärt wird, ist es doch etwas irreführend.

Die Funktionen mit LED Lichtern, der automatischen (und patentierten) Bürstenrollen-Reinigung oder die Wendigkeit entsprechen der Realität, sind hilfreich und funktionieren auch wie sie sollen. Auch die Bilder im Internet sind nicht übertrieben oder realitätsverzerrend dargestellt.

Preis/Leistung

Der AEG CX8-2-95 (AEG UltraPower CX8-2-95GM) ist ein wirklich nützlicher Helfer im Haushalt und bietet eine gute Saugleistung. AEG ruft für den Stielstaubsauger eine UVP von 439,95€ auf.

Der Straßenpreis liegt aber im Schnitt bei etwa 300€ und somit 100€ unter der unverbindlichen Preisempfehlung. Somit ist der Staubsauger in einer Preisklasse die sich mit anderen Marken vergleichen lässt.

AEG CX8-2 HANDSTAUBSAUGER

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://hoerluchs-unlimited.com

Neato Botvac D5 Connected

Das Unternehmen Neato Robotics mit Sitz in Kalifornien in den Vereinigten Staaten ist ein Hersteller von Roboter-Staubsauger und seit 2017 ein Tochterunternehmen des Wuppertaler Unternehmen Vorwerk.

Gegründet wurde die Firma 2005 und bereits 2007 brachte das Unternehmen den ersten intelligenten Saugroboter auf den Markt. Bereits seit dem Jahre 2010 arbeitete Neato mit dem Unternehmen Vorwerk zusammen.

Neato ist für wichtige Neuheiten und Technologieinnovationen im Bereich seiner Saugroboter bekannt. So hat das Unternehmen unter anderem den ersten Roboter-Staubsauger in D-Form und mit einer intelligenten Lasernavigation auf den Markt gebracht. Zudem können die Saugroboter mit Alexa, per App und per Smartwatch gesteuert werden.

Mit diesen Funktionen ist auch unser Saugroboter Neato Botvac D5 Connect ausgestattet. Ist die Saugleistung des Saugroboter stark genug und wie gut funktioniert seine Navigation? Dies erfahrt ihr in unserem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Neato Robotics hat sich bereits bei der Verpackung viel Mühe gegeben. 

Auf der Vorderseite wird das Produkt selbst mit Bildaufdruck und dem Satz „ Der intelligente und leistungsstärkste Staubsaugroboter“ präsentiert. Auf der Rückseite sind Bilder und darunter Beschreibungen zu sehen, welche die Besonderheiten des Neato Botvac D5 Connected zeigen. Darunter zählen z.B. SpinFlow-Kraftreinigung, LaserSmart Navigation, Steuerung über das Smartphone usw. Diese sind übrigens  in verschiedenen Sprachen aufgelistet.

Auf der rechten- und oberen Seite ist noch einmal der Saugroboter samt Name zu sehen. Die linke Seite zeigt uns erneut einige der wichtigsten Funktionen des Neato D5. Zu guter letzt sehen wir noch den Lieferumfang und einige Information zum Hersteller auf der Unterseite der Verpackung.

Öffnen wir die Verpackung, dann sehen wir sofort, dass alles sehr sicher verpackt ist. Dies ist bei so einem teuren Gerät auch sehr wichtig.

Direkt als erstes sehen wir zwei Beschreibungen, einmal die mit der „START HERE“ Aufschrift und eine normale Bedienungsanleitung. Diese ist sowohl für den Neato Botvac D3 Connected als auch für den D5 Connected.

Im linken Bereich befindet sich ein extra Karton. Darin befinden sich: die Aufladestation, drei Leistungsfilter, Netzkabel (EU-Stecker und die britische Version der BS 1363 Stecker), ein magnetischer Begrenzungsstreifen (knapp 2 Meter lang), eine Kombibürste zur besseren Reinigung und ein kleiner USB auf Micro-USB Adapter.

Außerdem befindet sich noch im rechten oberen Bereich gut geschützt der Neato Botvac D5 Connected. Übrigens steht auf der Verpackung als Lieferumfang vier Leistungsfilter, doch wer oben genau mitgelesen hat, hat sicherlich gesehen, das ich da nur drei erwähnt habe. Nun die Frage wo ist der vierte? Dieser liegt im Staubauffangbehälter der sich im Saugroboter befindet.  

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Direkt fällt einem auf, dass der Neato Botvac D5 Connected anders als die meisten anderen Saugroboter nicht eine runde Form sondern eine D-Form besitzt. Diese hat den Vorteil, dass sich die Reinigungsbüste weiter vorne befindet und er somit die Ecken besser reinigen kann. Dafür ist er jedoch größer als seine runde Konkurrenz. Der Neato D5 kommt mit den Maßen 33,6cm x 31,9cm x 10cm (L x B x H) und einem Leergewicht von knapp über 3,4 KG daher. Der Saugroboter besitzt ein relativ nüchternes Design. Neato hat das Gehäuse nämlich fast komplett durchgängig aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Lediglich die Laserabdeckung auf der „neato“ steht ist in einem dunkleren Silberton gehalten.

Viele Knöpfe besitzt der Neato D5 nicht. Eigentlich gibt es nur eine Start-Taste um den Reinigungsvorgang manuell oder ohne App zu starten. Das war es auch schon. Neben der Start-Taste befinden sich noch eine Info-LED und eine Akku-LED, welche über Probleme oder einen leeren Akku informieren. Wie bereits erwähnt befindet sich unter der runden Abdeckung mit dem neato-Schriftzug der Botvison (Lasernavigation). Direkt davor ist noch der relativ große Staubbehälter untergebracht.

Betrachten wir die Unterseite, dann sehen wir direkt am vorderen Bereich unter dem Puffer die Sturzsensoren, welche verhindern, dass der Saugroboter die Treppen herunter fährt. Direkt hinter den Sensoren ist die Reinigungsbürste, welche dank der D-Form des Neato D5 sehr groß ist. Erfreulicherweise kann der Akku sehr einfach selbst getauscht werden falls dieser einmal kaputt gehen sollte. Dazu befinden sich an der Unterseite zwei Schrauben. Zwei gefederte Räder sind im mittleren Bereich und zwei starre am hinteren Teil untergebracht. Zu guter letzt befinden sich an der Rückseite noch die Ladekontakte.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Auf den ersten Blick sind an der Verarbeitung keine Mängel festzustellen. Das Gehäuse des Neato D5 besteht wie bereits erwähnt fast komplett aus schwarzem Kunststoff. Bei diesem hat Neato zum Glück auf einen matten und nicht auf glänzenden Kunstoff gesetzt. Sonst würde dieser den Staub sehr anziehen und zudem würde dieser sofort auf dem Saugroboter auffallen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

AntriebsartAkku
Akku-ArtLi-Ionen
NavigationLasernavigation, Puffer
Farbeschwarz
Lautstärke71 dB
Form D-Form
Reinigungsbreite27 cm
SensorenHebesensor, Treppensensor
Maße33,6cm x 31,9cm x 10cm (L x B x H)
Gewicht3,4 kg
Technische Daten des Neato Botvac D5 Connected

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme

Die Einrichtung des Staubsaugerroboter ist in wenigen Minuten erledigt. Es gibt eine schnelle Möglichkeit und eine mit der ihr den vollen Funktionsumfang habt. Für die schnelle Variante einfach einen Standort mit einer Steckdose an dem ihr die Ladestation aufstellen wollt wählen. Den Neato D5 mit den Ladekontakten an diese Station stellen und am Saugroboter die Start-Taste drücken. Schon beginnt der Saugroboter mit dem Reinigungsvorgang. 

Wer aber den vollen Funktionsumfang des Neato D5 nutzen möchte muss ein paar Schritte mehr machen und zudem einige Minuten mehr einplanen. Zuerst ladet man sich die Neato App (erhältlich für Android und iOS) im Appstore herunter. Dann kann man wie bereits unter der schnellen Variante erwähnt den Neato D5 auf die Ladestation stellen. 

Damit ihr nun den Saugroboter z.b. aus der Ferne zur Reinigung aktivieren könnt, oder einen Reinigungszeitplan erstellen möchtet, müsst ihr den Neato D5 mit der App und dem heimischen WLAN koppeln.

Die Ersteinrichtung wird euch entweder im Handbuch oder in der App sehr gut Schritt für Schritt erklärt. Zuerst müsst ihr den Puffer vorne rechts und die Start-Taste gleichzeitig für knapp 10 Sekunden gedrückt halten. Dann könnt ihr die Start-Taste kurz drücken und bei eurem Smartphone in die WLAN Einstellungen gehen. Hier dann den vom Neato D5 erstellten Hotspot auswählen und damit verbinden.

Zurück in der App zeigt euch diese an das ihr mit dem Neato D5 verbunden seid. Nun auf „weiter“ klicken und ihr werdet aufgefordert den Netzwerkschlüssel eures eigenen WLAN einzugeben, sowie einen Namen für den Saugroboter. Schon verbindet sich der Neato D5 in knapp einer Minute mit dem Heimnetz und startet anschließend neu. Ist ein Softwareupdate vorhanden werdet ihr darüber informiert und könnt die Installation starten. Die Ersteinrichtung ist in knapp 3 bis 5 Minuten erledigt und schon habt ihr Zugriff auf den vollen Funktionsumfang.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 4 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung

Kommen wir zum wichtigsten Kriterium bei einem Staubsaugerroboter die Reinigungsleistung. Diese muss man jedoch in mehrere Kategorieren unterordnen, denn diese hängt bei einem Saugroboter nicht nur von der Saugleistung ab, sondern auch davon wie gut dieser sich durch den Raum navigiert und wie lange dieser dafür braucht. Viele Roboter fahren nämlich häufig über die gleiche Fläche und vergessen dafür andere Berieche die sie nicht befahren.

Navigation

Ich hatte vor einigen Jahren einen Saugroboter im Test der ein zufälliges Navigationsprinzip hatte. Dieser fuhr meistens gerade aus, bis er gegen eine Wand oder einen Gegenstand mit seinem Puffer gestoßen ist. Von da aus bewegte er sich dann in eine zufällige freie Richtung. 

Daher saugte dieser nach dem Zufall Prinzip und es gab am Ende viele Stellen wo ich noch Staub vorfand. Zudem brachte er dabei sehr lange und fuhr sich hin und wieder an Gegenständen fest. Dies ist der Nachteil bei den günstigeren Saugrobotermodellen, da diese meistens ohne Lasernavigation ausgestattet sind.

Doch beim Neato D5 ist das ganze anders, dank einem wichtigen Bauteil. Dieses befindet sich in unter der runden Abdeckung mit dem Neato-Schriftzug. Es handelt sich dabei um einen permanent rotierenden Laserenfernungsmesser. 

Das besondere daran ist, dass der Neato D5 mit diesem immer weis, wo er sich aktuell in dem zu reinigenden Raum befindet und in welchem Bereich er schon tätig war. Zudem teilt er größere Räume auf einzelne Sektoren auf. Dies konnte ich sehr gut in unserem offenen Wohnzimmer beobachten. Zuerst machte er den Wohnzimmer-Bereich in dem die Couch usw. steht und dann den restlichen Raum. Dabei beginnt der Neato D5 zuerst den Rand des Raumes abzufahren und arbeitet diesen dann Bahn für Bahn ab.

Direkt nach dem Startvorgang fährt der Nato D5 an eine Wand, fährt an dieser dann entlang um am Ende links abzubiegen. Dies wiederholt er dann immer wieder, bis er am Startpunkt an der Wand angekommen ist. Direkt danach fährt der Neato D5 den inneren Bereich, der gerade umfahrenen Strecke, in geraden Bahnen ab, sofern keine Möbel oder Tischfüße im Weg sind.

Sollten diese im Wege sein, stoßt er mit seinem Puffer dagegen und umkreist diese 2-3 mal. Dabei stoßt er nicht ständig gegen den Tischfuß, sondern fährt um diesen mit einem geringen Abstand. Danach geht er wieder in den geraden Bahnen-Modus über. 

Die Navigation des Neato D5 funktioniert in der Praxis wirklich hervorragend. Er fährt jede Stelle mindestens einmal ab. Dies seht ihr auch nach dem beendeten Reinigungsvorgang, denn ist der Nato D5 fertig, sendet er euch eine Karte zu auf der ihr seht, wo er überall war. Dazu aber unter dem Punkt App mehr.

Die Reinigung der Ecken hat mich sehr zufrieden gestellt. Denn seine D-Form ist wie bereits erwähnt, ein großer Vorteil, da dieser besser in die Ecken kommt. Die Elektrowalze befindet sich weiter vorne als bei anderen Saugrobotern, was auch sehr bedacht ist. Zudem hilft im dabei die rechts montierte kleine Bürste, die sich ständig linksrum dreht, damit der Staub an der Wand zum Saugstrom des Neato D5 befördert wird. Daher befindet sich diese kleine Bürste auch auf der rechten Seite, da er wie bereits erwähnt die Raumwände immer gegen den Uhrzeigersinn abfährt.

Hat der Neato D5 den ersten Abschnitt seiner eingeteilten Räume fertig gesaugt, beginnt er automatisch mit dem zweiten Teil. Erst, wenn er komplett fertig ist oder der Akku leer sein sollte, bewegt er sich zurück zur Ladestation. 

Trotz der Lasernavigation hat aber auch der Neato D5 sein Problem. Denn gerade, wenn Stühle im Weg sind kann es gelegentlich vorkommen, dass er sich dort festfährt und ewig versucht unter den Stuhl zu kommen. Das kommt aber ganz darauf an, wie die Füße des Stuhles sind. Ich würde empfehlen, bevor man den Saugroboter laufen lässt, einfach die Stühle hochzustellen. Somit geht man dem Problem aus dem Weg.

Zudem solltet ihr auf Kabel achten, diese können ebenfalls zu einem Problem führen. Dies liegt daran, das die rotierende Bürste sehr weit im vorderen Bereich sitzt und somit durch die hohe Saugleistung unter Umständen zum Blockieren führen. Auch solltet ihr unbedingt seine Gesamthöhe inkl. der Abdeckung der Lasernavigation beachten. Habt ihr z.B. Heizkörper in eurer Wohnung oder Haus, dann müsst ihr darauf achten, dass er darunter passt. Bei zu niedrigen Heizkörpern kommt er zwar mit dem Grundköper und somit dem Puffer darunter, aber die Abdeckung des rotierenden Lasers würde hängen bleiben. Das Problem dabei ist, das er unter umständen nicht zuerst die Wand an der die Heizung montiert ist berührt, sondern mit der Abdeckung dagegen fährt. Somit versucht er immer noch weiter geradeaus zu fahren und würde nicht weiterkommen. Diese Bereiche sollten vorsichtshalber mit dem mitgelieferten Begrenzungsband abgesperrt werden. 

Des weiteren können Spalten zwischen Möbel und Stühle die nur ein wenig breiter sind wie der Neato D5 zum Problem werden. Durch die D-From braucht er nämlich einen größeren Platz zum Rangieren.

Wiederum hat die D-Form nicht nur Nachteile, sondern auch  Vorteile. Zum einen kommt er sehr gut in die Ecken des Raumes, im Vergleich zu seinen runden Mitstreitern. Höhere Teppichkanten und Türschwellen machen im nichts aus. Diese überfährt er ohne dabei Schaden zu nehmen.

Saugleistung

Mich hat die Saugleistung des Neato D5 absolut überzeugt. Denn wie bereits erwähnt, hat die D-Form hier seine Vorteile. Die rotierende Bürste, welche die Saugleistung unterstützt, sitzt beim Neato D5 dank der Form sehr weit vorne. Bei allen runden Modellen befindet sich diese in der Mitte. Zudem fällt diese hier deutlich breiter aus, da sie vor den Rändern und nicht wie bei runden Saugern zwischen den Rändern sitzt. Daher muss er zum einen weniger Bahnen fahren, da er eine breitere Reinigungsspur hat. Außerdem kommt er anstelle von zwei, mit nur einer rotierenden Bürste auf der Seite aus.

Die Saugleistung ist beim Neato D 5 sehr hoch. Der Staub wird schon einige Zentimeter davor angezogen. Diese Saugleistung merkt man auch am Heck, denn da stößt er die angesaugte Luft aus. Die Luft bemerkt man, selbst bei ca. 3 Metern Abstand noch leicht.

Ich bin mit der Saugleitung auf glatten Böden wie Fliesen, Laminat, Parkett und Granit sehr zufrieden. Aber auch Dank der rotierenden Bürste holt der Neato D5 sehr viel Dreck und Staub aus Teppichen heraus. Das Bild zeigt einen erfolgreichen Saugvorgang im Wohnzimmer. Hier war auch ein Teppich vorhanden, bei dem der Saugroboter einiges herausholen konnte.

Leider ist mir auch aufgefallen, dass der Neato D5 zum größten Teil jede Stelle nur einmal abfährt. Dies hat zur Folge, falls eventuell an  einer Stelle Staub liegen bleibt, dieser dann aber auch noch liegt, wenn er fertig ist. Abhilfe würde hier nur ein zweiter Reinigungsvorgang schaffen. 

Zudem kommt es vor, das er z.B. unter der Couch oder einem anderen Möbelstück, wo meistens etwas mehr Staub liegt, durch den Luftstrom der aus dem Heck kommt diesen aufwirbelt. Darauf sollten Hausstaub-Allergiker unbedingt achten.

(Reinigungsleistung: 4 von 5 Punkten)

App

Das tolle am Netto Botvac D5 Connected ist, das dieser wie bereits erwähnt mit dem WLAN und der Neato App verbunden werden kann.

 Ich habe euch bereits beschrieben wie die Einrichtung von Statten geht. Es ist wirklich, dank den in der App erklärten Texten, samt Video sehr einfach. Die Verwendung mit der App bzw. die Einbindung in euer WLAN ist kein muss, aber ich finde es ist eine tolle Sache.

Nach der Einrichtung mit der App werdet ihr direkt mit: Hallo, ich bin Neato (oder den Namen den ihr eurem Neato D5 gegeben habt) begrüßt. Direkt darunter seht ihr den Status des Saugroboters, so steht hier z.B.: Bereit zum Reinigen, Laden oder Offline. Zudem sehen wir auch direkt das Akku-Symbol, durch das drücken auf dieses, zeigt er uns die Restlaufzeit und die Kapazität in Prozent an.

Auf der Startseite können wir zudem noch direkt den Reinigungsvorgang mit der Taste Start beginnen, oder natürlich auf dem Symbol daneben, noch schnell vor Beginn die Reinigungsoptionen ändern. Unter diesem Punkt könnt ihr entweder wie Standard hinterlegt den Reinigungsvorgang „Haus“ wählen, hier geht der Neato D5 wie oben beschrieben bei der Reinigung eines Raumes vor. Aber ihr könnt auch auswählen, dass nur ein Bereich gereinigt werden soll. Zu guter letzt kann hier auch noch die Extra Care Navigation aktiviert werden, damit der Saugroboter einen größeren Abstand zu euren teuren Möbeln hält.

Auf dem linken oberen Symbol könnt ihr in der App einen Roboter-Zeitplan erstellen, zu denen der Neato D5 dann automatisch mit dem Reinigungsvorgang beginnt.

Toll finde ich auch die Reinigungsübersicht. Nach jedem Reinigungsvorgang sendet euch der Nato D5 eine Nachricht, das er mit der Reinigung fertig ist. Gleichzeitig erhaltet ihr eine Karte des Zimmers, auf der man sieht an welcher Stelle sich Gegenstände befinden und wo der Neato D5 überall war. Zudem wird im unteren Bereich die Reinigungszeit und die gereinigte Fläche in m2 angezeigt.

 Wer möchte kann den Neato D5 auch per Sprachbefehl mit Alexa starten. Dazu muss man sofern man einen Amazon Echo hat einfach „Alexa sage Neato starten“ sagen. Dies müsst ihr aber in eurer Alexa App als Skill aktivieren. Dort stehen dann auch alle Befehle die ihr ihm über Alexa geben könnt.

(App: 4 von 5 Punkten)

Lautstärke

Ich habe euch bereits mitgeteilt, dass der Luftausstoss welcher am Heck des Netto D5 ausgeht selbst bei mehr als 3 Metern noch spürbar ist. Wie gesagt die Saugleistung ist super, doch leise ist er auf keinen Fall.

Sobald ihr den Neato D5 startet fährt dieser kurz von der Station weg und startet seinen Saugmotor. Dieser Start ähnelt sehr stark dem hochfahren eines Düsenjets. Er ist auf keinen Fall lauter als ein normaler Staubsauger. Doch ich hatte dennoch nicht mit so einer Lautstärke bei solch einem relativ kleinen Gerät gerechnet. Wiederum ist es kein unangenehmer Lärm und mich persönlich stört es nicht. In dem Raum in dem er saugt ist es nicht sinnvoll sich mit jemanden zu unterhalten. Saugt der Nato D5 gerade einen Teppich ab, dann ist er übrigens etwas leiser.

(Lautstärke: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Neato wirbt den Botvac D5 Connected als „Der hochleistungsfähige, via LaserSmart präzise navigierende, WLAN-fähige Roboter-Staubsauger an. 

Ich kann diesen Punkten absolut zustimmen. Der Neato D5 reinigt wirklich sehr präzise und versucht jeden Bereich im Raum abzufahren in den er passt. Die Einbindung ins WLAN ist etwas sehr feines, denn damit kann man ihn bei Bedarf einfach aus der Ferne starten. Zudem finde ich die kleine Reinigungsübersicht mit Karte, der Angabe der Zeit und Reinigungsfläche die man am Ende seiner Arbeit auf das Smartphone gesendet bekommt eine tolle Funktion. Auch die angegebene Akkulaufzeit von 1,5 Stunden konnte ich in meinen Tests erreichen.

Preis/Leistung

Wie bereits erwähnt hat mich der Neato Botvac D5 Connected sehr überzeugt. Der Preis von 649,99€ (UVP) ist zwar teurer wie so manch anderer Saugroboter. Doch dafür hab ich gefallen an der D-Form gefunden, denn diese hat für mich persönlich einige gute Vorteile gegenüber den runden Formen.

Die Saugleistung und die Navigation sind hervorragend. Mann sieht sehr gut wie der Dreck eingesaugt wird und wie systematisch der Saugroboter den Raum abfährt.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Qbo You-Rista + Milk Master

Bei der Marke QBO handelt es sich um eine von Tchibo gegründete Marke. Es sich um ein Kapsel-Kaffee-System mit Kapseln in Würfelform. Diese sind aus Kunststoff (Polypropylen) gefertigt und in jeder Kapsel befinden sich 7,5 Gramm gemahlener Kaffee.

Bei der QBO-Kaffeemaschine handelt es sich um eine „smarte“ Maschine, sondern um eine die ins WLAN-Netz eingebunden wird und mit der passenden App von QBO bedient werden kann. Das Besondere ist dabei auch, dass man in der App z.B die Menge des Milchschaums sowie der Milch im Latte macchiato selbst bestimmen kann.

In dem folgenden Test wurde die Qbo You-Rista zusammen mit dem Milk Master getestet. Dieser ermöglicht, die Zubereitung von Latte macchiato, Milchkaffee und Cappuccino –  sowohl mit warmer, als auch kalter Milch. Ob die Qbo You-Rista eine gute Alternative zu Nespresso und Co. ist, versuche ich in diesem Test herauszufinden!

Qbo You-Rista

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Eine wirklich sehr schön anzusehende Verpackung. Die Kapselmaschine wird auf der vorderen, sowie rechten Seite groß und edel präsentiert. Zudem sind ein paar Informationen, wie einfach die Maschine funktionieren soll aufgedruckt. Des Weiteren ist auf der rechten Seite beim Schriftzug „You-Rista“ ein Wi-Fi Symbol zu sehen. Dieses soll einem sofort zeigen, dass diese Maschine mit dem WLAN im eigenen Heim gekoppelt werden kann.

Auf der linken Seite sind einige Prüfsiegel, die Maschinenfarbe und die Adresse des Unternehmens aufgedruckt. Auf der Rückseite der Verpackung wird die Auswahl an Kapseln, sowie Getränke, die man mit der Qbo You-Rista zubereiten kann dargestellt.

Die Verpackung wurde so konzipiert, dass diese per Transportgriff getragen werden kann. Sehr raffiniert ist auch das Innenleben der Verpackung. Denn diese wird beim Öffnen nach allen vier Seiten aufgeklappt. Außerdem findet man darin auf der Unterseite, sowie an den beiden langen aufgeklappten Seiten passgenaue Styroporformen. Dadurch wird die Maschine samt Zubehör (Wasserbehälter, Milk Master, usw.) bestens geschützt.

Es liegt auch eine Bedienungsanleitung bei, die aber durch die einfache Bedienung nicht wirklich benötigt wird. Denn der Aufbau der Maschine wird auf der aufgeklappten Verpackung in vier einfach Schritten erklärt. Auf der gegenüberliegenden Seite wird zudem noch die App erklärt und was man damit machen kann. Falls man gar nicht klarkommen sollte, ist sogar eine kostenfreie Hotline direkt daneben aufgedruckt.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Design der Maschine gefällt mir persönlich ganz gut. Mit 281 x 217 x 315 mm und knapp 6 kg ist die Qbo You-Rista keine leichte Kapselmaschine. Zudem kommen, wenn man den Milk Master besitzt, noch einmal knapp 1 kg dazu. Daher wiegt die Qbo You-Rista fast so viel wie ein Kaffeevollautomat und nimmt in der Küche auch fast so viel Platz in Anspruch. Hat man aber eine große Küche und trinkt nicht täglich Kaffee, sodass sich ein Vollautomat nicht lohnen würde, macht die Maschine dennoch einen eleganten Eindruck.

Der Grund für diese Größe liegt darin, dass Qbo alles kompakt halten wollte. So ist der Wassertank, sowie der Kapsel-Auffangbehälter als Schublade auf der Vorderseite integriert. Zudem gibt es unter dem Auffangbehälter noch ein Fach zum Herausziehen, in dem sich eine separate Abtropfschale für kleine Gläser bzw. Espresso Tassen befindet.

Das Gehäuse der von uns getesteten Qbo You-Rista hat die Farbe „Ultimate Black“. Es gibt jedoch noch vier weitere Farben darunter: Urban Grey, Urban Grey Matt, Ultimate Black Matt und Vibrant Red. Dabei hat das komplette Gehäuse die gleiche Hauptfarbe, egal welche Farbe ihr wählt. Der Unterschied in der Farbenbezeichnung matt liegt nur an den Edelstahl Elementen, diese sind bei der matten Version eben matt und bei der normalen Hochglanz. Das Fundament, sowie die Abtropfschale würde ich als goldbraun beschreiben, bei der Farbe Vibrant Red ist dieser silber. Der Milk Master wird direkt vorne unter einer Klappe am Kaffeeauslauf eingesteckt und von dort aus mit Strom versorgt.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung ist sehr gut und gibt kaum Anlass zur Kritik. Die Maschine ist, wenn ich an die anderen Maschinen die Tchibo selbst verkauft denke, überraschend hochwertig verarbeitet. Das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff, wirkt aber dennoch sehr hochwertig und robust. Die massive Edelstahlklappe, in der die Kapsel eingelegt wird, funktioniert geschmeidig und problemlos. Das 2,8 Zoll große Display zeigt sämtliche Informationen gut leserlich an.

Der Wasserbehälter und der Kapsel-Auffangbehälter lassen sich sehr einfach entnehmen und wieder einsetzen. Das Kabel ist bei Anlieferung ordentlich in der Unterseite in einer Wickelhilfe aufgewickelt.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kaffemaschinen-ArtKapselmaschine
FarbenUrban Grey, Urban Grey Matte, Ultimate Black, Ultimate Black Matte, Vibrant Red
Maße281 x 217 x 315 mm
Gewicht6 kg (mit Milk-Master 7 kg)
DatentransferWiFi
AppAndroid und iOS
Pumpendruckbis zu 19 bar
Aufheizzeitmax. 15 Sekunden
Kapselpreise8 Stück 2,95€
27 Stück 9,95€
LieferumfangQBO You-Rista
Milk Master (separat erhältlich oder im Set)
Bedienungsanleitung
24 Monate Garantie
Technische Daten des Qbo Your Rista + Milk Master

Einrichtung

Die Einrichtung ist wirklich sehr einfach gehalten. Zuerst sucht man sich in der Küche einen geeigneten Platz für die Qbo Maschine. Danach das massive Edelstahlgitter in die Tropfschale einlegen und diese in die Qbo You-Rista einschieben. Der Kapselbehälter, die kleine Tropfschale für Espressotassen und der Wassertank befinden sich bei der Anlieferung bereits in der Maschine. Bei all diesen Dingen handelt es sich um Einschubfächer. Ach ja, da ohne Wasser kein Kaffee gebrüht werden kann, müssen wir zuerst noch den Wassertank mit Wasser füllen. Diesen einfach herausziehen und diesen durch die ausreichend große Öffnung oben auffüllen.

Wer sich dazu entscheidet die Maschine gleich im Set mit Milk Master zu bestellen, der kann sich auch noch auf die Zubereitung von Milch Getränken freuen. Dieser ist ebenfalls bei Anlieferung bereits zusammengebaut und muss somit nur noch mit Milch befüllt werden. Dazu ganz einfach den oberen Teil ein wenig gegen den Uhrzeigersinn drehen.

Ach ja den Milk Master anzuschließen ist sehr simple. Dazu einfach neben dem Kaffeeauslauf die kleine Klappe nach oben klappen und dort den Milk Master einschieben. Dieser sollte bei richtigem Sitz fühlbar Einrasten. Ist man sich nicht sicher, einfach nochmals etwas dagegen drücken. Bei mir kam es in dem Testzeitraum von 5 Wochen ca. 2-mal dazu, dass ich ihn nicht 100 % richtig eingerastet hatte. Aber in diesem Fall war das kein Problem, denn nach ganz kurzer Milchansaugung, bricht dieser die Zubereitung ab und meldet dann auf dem Display „Zubereitung fortsetzen? “Dann wusste ich sofort, der Milk Master ist nicht richtig fest.

So kommen wir nun zum Einrichten der Maschine. Dies wird über die Qbo-App gemacht und ist wirklich sehr einfach. Wie im Video unten zu sehen, geht das ganze aber auch direkt über die Maschine. Ich habe die Einrichtung über die iOS-App gemacht. Dazu zuerst die Maschine am oberen Drehknopf einschalten und in der App auswählen. Dann wird man eigentlich Schritt für Schritt sehr verständlich durch die App geführt, sodass man am Ende die Maschine in das heimische WLAN Netz eingebunden hat. Wenn ein Software Update für die Maschine verfügbar ist, führt sie dies aus, kurz bevor sie sich automatisch abschaltet.

(Einrichtung: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Für den alltäglichen Ablauf benötigt man die App eigentlich nicht. Denn hat man alle Getränke, die man haben möchte an die Maschine gesendet, kann man alles Weitere direkt an der Maschine auswählen.

So finden wir auf der Oberseite der Maschine sämtliche Bedienelemente. Bei diesen handelt es sich um drei normale Knöpfe und ein Drehknopf. Der erste Knopf ist für die Getränke Auswahl zuständig. Solang dieser Knopf, auf dem eine Tasse abgebildet ist, leuchtet, können wir uns mit dem großen Drehknopf durch die Auswahl an Getränken navigieren. Dann einfach Kapsel reinlegen, was übrigens sehr einfach ist, einfach die gewünschte Sorte auswählen, Hebel hoch, Kapsel rein (keine Angst, kann nicht falsch eingelegt werden) Hebel runter und fertig. Nun wie bereits erwähnt das gewünschte Getränk auswählen und durch das Drücken auf den Drehknopf startet die Zubereitung.

Die verbrauchte Kapsel fällt nach dem Brühvorgang automatisch in den Kapselbehälter, welcher ca. 6 Kapseln fassen soll. Keine Sorge, auf dem Display zeigt die Maschine euch rechtzeitig, wann ihr den Behälter leeren sollt. Aber auch wenn der Wassertank gefüllt oder die Tropfschale geleert werden muss, wird einem mitgeteilt.

Meistens musste ich den Kapselbehälter nach den von Qbo angegebene 6 Kapseln leeren. Zwei bis dreimal war es aber auch der Fall, dass mir die Maschine dies schon nach einer oder Zwei Kapsel mitteilte. Falls ihr das leeren ignorieren solltet, stauen sich die Kapsel nach oben, was dazu führt, dass die Pressbrew-Einheit einen Fehler meldet. Somit müsst ihr dann erst die Kapseln entfernen und dafür sorgen, dass der Stau behoben ist.

Manch einer fragt sich nun sicherlich, warum die Tropfschale bei einer Kapselmaschine geleert werden muss. Ganz einfach, die Maschine nutzt bei der Zubereitung eine kleine Menge Wasser, um den Heizkreislauf wieder herunterzukühlen. Dieses Wasser fliest dann in die Tropfschale und muss bei der Meldung „Tropfschale leere“ geleert werden.

Nun kommen wir zu den weiteren Knöpfen. Auf dem Zweiten ist ein Tropfen abgebildet. Dieser dient dazu, bei Bedarf die Tasse vorzuwärmen oder den Spülvorgang bspw. des Milk Master manuelle zu starten. Die dritte Taste bietet euch die Möglichkeit die Maschineneinstellungen, einzusehen und zu verändern. Diese findet man aber auch in der App.

Sollte während der Zubereitung eine Getränkes z.B. das Wasser oder die Milch leer gehen. Ist das auch kein Problem, denn die Qbo Your-Rista fragt auf dem Display nach, ob sie mit dem Getränk fortfahren soll. Dies ist sehr praktisch, denn wie oft geht mir bei meinem teureren Vollautomaten die Milch leer und es kommt nur noch Dampf und somit war die Zubereitung oftmals umsonst.

(Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)

App

Die eigentliche Besonderheit der Qbo You-Rista. Ist diese Funktion ein Must-have oder sinnfrei? Seit September auf jeden Fall eine tolle Funktion. Denn da kam ein Software-Update für die Maschine raus. Seitdem ist es möglich, die Maschine als eine Art Fernbedienung zu nutzen. Davor konnte man wie bereits erwähnt nur Getränke nach den eigenen Vorlieben erstellen und an die Maschine senden. Nun ist es möglich, die Zubereitung eines Getränks bis zu 7 Tage im Voraus zu planen und die Uhrzeit der Zubereitung einzustellen. Aber wie bereits erwähnt, kann man in der App auch die Basis-Getränke verändern oder den Pflegestatus der Maschine einsehen.

Unter dem ersten Menüpunkt Getränke, die Auswahl an Kaffeegetränke zu denen Ristretto, Espresso, Espresso Macchiato, Kaffee, Kaffee Grande, Cappuccino, Kaffee Latte, Milchkaffee, Latte Macchiato, Iced Cappuccino, Iced Kaffee Latte, Iced Latte Macchiato sowie kalter und warmer Milchschaum zählen, nach seinen eigenen Wünschen verändern. So kann man z.B. beim Latte Macchiato, die große (280 ml, 200 ml oder 80 ml) festlegen, ob die Milch kalt oder warm sein soll und wie viel Kaffee oder Schaum Anteil man haben möchte.

Beim Milchkaffee kann man zudem noch den Milchanteil einstellen. Das Ganze ist grafisch sehr gut dargestellt und lässt sich sehr gut mit Schiebereglern am Smartphone einstellen. Ist man fertig, kann man der Kreation einen Namen geben und diese direkt an die Maschine senden, sodass man ab sofort diese Kreation zubereiten kann. Oder man kann die Zeit der Zubereitung im Voraus planen.

Unter dem Menüpunkt Maschine sieht man direkt seine Maschine und den Pflegestatus. Drückt man auf die Maschine, bekommt man noch mehr Infos zum Pflegestatus. Sofort wird einem angezeigt, wie viel Kapseln noch zubereitet werden können, bis die Maschine mit einer Qbo-Reinigungskapsel gereinigt werden muss. Direkt daneben steht, wie viel Liter Wasser noch verbraucht werden kann, bis eine Entkalkung notwenig ist. Zudem steht direkt daneben der Pflegestatus des Milk Masters (sofern man diesen hat). Dieser soll nach jedem Gebrauch gespült werden, was die Maschine automatisch auch nach jeder Zubereitung fragt und beim Bestätigen automatisch durchführt.

Zudem kann man hier sämtliche Einstellungen der Maschine verändern, das Getränke Menü kann bearbeitet werden und ob die Qbo-Maschine Pusch-Benachrichten an das Smartphone bzw. an die Apple Watch senden soll. Sehr nette Idee, denn ich hab ab und zu den Milk Master vergessen wegzunehmen und in den Kühlschrank zu stellen. Sobald sich die Maschine ausschaltet, erscheint die Nachricht, dass der Milk Master noch angeschlossen ist. Ausschalten tut sie sich trotzdem, nur sollte man ihn auch wirklich wegen den Keimen usw. in den Kühlschrank stellen.

Der dritte Menüpunkt widmet sich dem Qbo-Account und das Kaffee-Logbuch. Hier seht ihr, wie viel Getränke und wie viel Koffein ihr heute konsumiert habt. Außerdem gibt es einige Erfolge, die man z.B. über eine bestimmte Anzahl an zubereiteten Kaffeegetränken freischalten kann. Auch wird einem der soggenante Qbo-Rang (Qbo-Einsteiger, Qbo-Freund etc.) angezeigt sowie die letzten Getränke die mit der Qbo You-Rista zubereitet wurden.

Kommen wir nun zum vorletzten Menüpunkt, bei diesem gelangen wir in den Qbo-Store um z.B. Zubehör wie Löffel, Gläser oder Kapsel nachzubestellen. Der Letzte und somit fünfte Menüpunkt beherbergt einen Qbo-Finder, zum Finden von Qbo-Stores in der Nähe und einige weitere Punkte wie Datenschutz, Impressum usw.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Reinigung, Pflege & Entkalkung

Die Reinigung und Pflege ist ziemlich simpel. Die Maschine und dessen Zubehör, wie Wasserbehälter, Kapsel-Auffangbehälter können mit einem milden Reiniger besprüht und mit frischem Wasser abgespült werden. Die Linse des Kapselsensors sollte, falls es mal Probleme beim Erkennen der Kapsel gibt, nur mit einem trockenen und fusselfreien Tuch gereinigt werden. Sämtliche Teile der Qbo You-Rista sollten nicht in Geschirrspülern gereinigt werden.

Sobald eine Reinigung notwenig ist, wird dies in der App angezeigt. Sogar sehr genau, denn da seht ihr wie bereits erwähnt, wie viele Kapseln man noch bis dahin zubereiten kann. Nun nimmt man eine der Reinigungs-Kapseln, die immer im 4er-Pack verkauft werden, und legt diese wie eine normale Kapsel ein. Sofort wird diese erkannt und die Maschine fragt, ob man eine Reinigung durchführen möchte.

Dann noch den Wassertank mit 500 ml Wasser füllen und ein mindestens 500 ml großen Auffangbehälter unter den Auslauf stellen. Direkt wird Reinigung auf dem Display angezeigt und ein Fortschrittsbalken. Sobald die Maschine fertig ist, fällt die Reinigungskapsel in den Auffangbehälter. Da der Inhalt der Reinigungskapsel nicht mit dem Wassertank in Kontakt kommt, muss dieser nicht ausgespült werden. Somit kann direkt danach der nächste Kaffee zubereitet werden.

Nach ca. 40- 60 Liter Wasser, abhängig vom Härtegrad, muss die Maschine auch einmal entkalkt werden. Eine Entkalkung dauert ca. 45 Minuten und benötigt 2 Entkalkungstabletten, diese werden in den bereits bis zur max. Markierung gefüllten Wassertank gegeben. Sofern man einen Milk Master besitzt, muss man diesen im leeren Zustand ebenfalls anschließen. Dann noch ein mindestens 1 Liter großes Auffanggefäß unter den Auslauf stellen und die Entkalkung starten.

Sobald diese nach ca. 40 Minuten fertig ist den Milk Master kurz entfernen, das Auffanggefäß leeren und den Wassertank mit klarem Wasser ausspülen. Nun den Wassertank wieder bis zur max. Markierung mit Wasser füllen und das ganze mit frischem Wasser durchspülen lassen. Achtung Auffangbehälter unter den Auslauf stellen nicht vergessen.

Ich musste in dem Zeitraum, in dem ich die Qbo You-Rista hatte, diese nicht entkalken, sondern nur zwei Mal Reinigen. Die ganzen Schritte werden sehr gut auf dem Display oder in der App Schritt für Schritt erklärt.

(Reinigung, Pflege, Entkalkung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Qbo schwärmt damit, dass die You-Rista & Milk Master die perfekte Kombination für das komplette Barista-Spektrum vom Ristretto bis zum Iced Cappuccino ist. Sowie der intuitiven Bedienung durch das Display. Dem kann ich völlig zustimmen, die Auswahl an Standard-Getränken und die Möglichkeit eigene Kreationen zu erstellen ist einfach klasse. Zudem funktioniert das Ganze sehr einfach und alles wird sehr gut erklärt.

Wichtig ist natürlich auch der Geschmack des Kaffees sowie die Auswahl. Mit je 6 Kaffee- und Espresso-Sorten in verschiedenen Intensitäten, sowie einer koffeinfreien Espresso-Sorte, dürfte jeder eine Kapsel nach seinen Geschmack finden. Der Kaffe schmeckt mir persönlich sehr gut und die, die ihn bei mir probiert haben fanden diesen ebenfalls lecker. Somit kann ich sagen, die angegebenen Beschreibungen entsprechen der Wahrheit. Kaffeegenuss pur ist garantiert.

Preis/Leistung

Die Qbo You-Rista kostet ohne Milk Master 249 Euro. Wer diesen separat kauft zahlt dafür 69 Euro. Doch das ganze gibt es auch im Set für 299 Euro. Ob der Preis für eine Kapsel-Maschine gerechtfertigt ist, ist eine sehr subjektive Frage. Die einen schwören auf den guten Kaffee und die Bequemlichkeit, die anderen schimpfen über die zu teuren Preise und die Belastung der Umwelt. Da kommt eben drauf an, wie viel Kaffe man täglich daheim trinkt.

Übrigens eine Packung Kapseln in der 8 Stück drin sind kostet 2,95 Euro. Das ist natürlich für 7,5 Gramm Kaffee viel Geld, aber wie gesagt für diejenigen, die zu Hause gerne ab und zu Kaffe trinken möchten, ist so eine Kapselmaschine sicherlich sinnvoller als ein Kaffeevollautomat. Denn dieser ist von dem Reinigungsaufwand, der eigentlich einmal die Woche gemacht werden sollte, um einiges aufwendiger. Für Technikliebhaber ist diese Kapselmaschine sicherlich ein sehr nettes Spielzeug. Da man inzwischen die App als art Fernbedienung nutzen kann, was ein sehr nettes Feature ist.

Qbo You Rista + Milk Master

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Nespresso Prodigio

Die getestete Kaffeemaschine wird von Krups hergestellt. Krups ist eine Marke des weltweit tätigen französischen Konzerns Groupe SEB, bei der eine Reihe von Haushaltselektrogeräten vertrieben werden. Mit der Prodigio wurde die erste Nespresso-Kapselmaschine, die mit einer App gesteuert werden kann, auf den Markt gebracht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Eine wirklich sehr schön anzusehende Verpackung. Die Kaffeemaschine wird auf der vorderen und hinteren Seite groß und edel präsentiert, mit relativ wenigen Schriftzügen. Auf beiden Seiten der Verpackung ist ein Smartphone zu sehen, dass die Bluetooth-Funktion des Produktes erkennbar macht. Zudem sind mehrere Informationen in verschiedenen Sprachen aufgedruckt. Die Verpackung wurde so konzipiert, dass sie per Tragegriff getragen werden kann. Die obere Seite ist abgerundet und lässt die Verpackung so noch etwas edler aussehen. Das Innenleben der Verpackung wurde einfach gehalten, mit passgenauen Styroporformen wird die Kaffeemaschine und dessen Zubehöre (Wasserbehälter, Kabel usw) bestens geschützt. Zudem liegt eine Bedienungsanleitung bei, die aber durch die einfache Bedienung kaum benötigt wird. Was gefällt, sind auch die 16 Testkapseln die mitenthalten sind. Ebenfalls befindet sich ein Streifen bei, mit dem man die Wasserhärte misst. Die Messung kann anschließend im App eingetragen werden.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Generell werden die Nespresso-Kapsel Maschinen sehr schlicht gehalten. Mit 25,5 x 37,4 x 12,0 cm und 2,95 kg ist die Prodigio zudem eine der kleinsten und leichtesten Geräte im Sortiment. Dennoch verschwindet die Kaffeemaschine elegant in der Küche. Die Prodigio Kaffeemaschinen von Krups und De Longhi sind technisch fast baugleich. Es unterscheiden sich lediglich die Farben und die Form des Kaffeeauslaufs voneinander. Bei beiden Modellen ist das Gehäuse Anthrazit, die Frontseite unterscheiden sich etwas. De Longhi ist mit Silber etwas heller gehalten, die Krups-Version hingegen mit Titanfarbe dunkler. Etwas mehr Farbauswahl würde der Prodigio dennoch guttun. Ich denke da an Kontrasten mit Chrom oder ähnlichem. Der 0,8 Liter große Wassertank kann seitlich oder hinter der Kaffeemaschine platziert werden. Eine willkommene Funktion um Platz zu sparen.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die präzise Verarbeitung gibt kaum Anlass zur Kritik. Die Maschine ist erwartungsgemäß sehr hochwertig verarbeitet. Das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff, wirkt aber dennoch sehr wertig und robust. Der Schieberegler der Luke für das Einlegen der Kapseln funktioniert geschmeidig und problemlos. Ebenso wirken die 3 Tasten für die Kaffeegrößen (Ristretto, Espresso und Lungo) sehr wertig.

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Funktion des Produktes

(Bild: Nespresso)

Mit der Prodigio mundet jeder Kaffee aus der Kapsel. Die Bedienung ist ein Kinderspiel. Luke auf – Kapsel rein – Luke zu – Zwischen den 3 Tasten die Kaffeefüllmenge auswählen und fertig, sofern der Wasserbehälter gefüllt und eine Tasse unter dem Kaffeeauslauf steht. Schon landet der geschmackliche Genuss von Nespresso in der Tasse. Möchte man die Bluetooth-Funktion auskosten und man die App bereits installiert hat, kann mittels beigelegtem Teststreifen der Kalkgehalt des Wassers gemessen und in der App eingetragen werden, bevor man sein erstes Kaffee genießt. Dadurch bekommt man noch „präzisere“ Anweisungen, wann die Maschine entkalkt werden sollte. Dazu kommen wir aber weiter unten. Doch es gibt noch einige Features und Funktionen. Wer seinen Kaffee verlängert haben möchte, muss innerhalb von 10 Sekunden eine der 3 Tasten gedrückt halten, um Wasser nachlaufen zu lassen. Sollten Probleme wie: zu wenig Wasser, beschädigte Kapseln (sollte nicht der Fall sein, aber mein Sohn spielt gerne mit Kaffeekapseln) oder ähnliches bestehen, leuchtet ein orangenes Licht knapp über den 3 Tasten auf. Nachdem die Ursache gefunden und gelöst wurde, verschwindet die Leuchte wieder. Generell werden bei Kapselmaschinen die Kapseln nach dem einlegen sofort gepresst, bei der Prodigio jedoch nicht. Das liegt daran, dass mit der App-Funktion zu jeder eingestellten Zeit Kaffee gebrüht werden kann. Würde nach dem verschließen der Luke die Kapsel sofort gepresst werden, könnte der Kaffee austrocknen oder den „guten“ Geschmack verlieren. Auch muss die Kapsel nach dem Brühen nicht von selber entfernt werden, diese wirft die Maschine nach dem Brühen automatisch in den Behälter.

(Funktion 5 von 5 Punkten)

App und Bluetooth

Die eigentliche Besonderheit des Prodigio’s. Ist diese Funktion ein Must-Have oder sinnfrei? Nunja, die App hat Updates zwar notwendig, doch ganz sinnfrei finde ich dieses Features nicht. Etwas schade ist, dass die Kaffeemaschine nur mit einem Smartphone verbunden werden kann. Es ist also nicht möglich, dass mehrere Nutzer der Kaffeemaschine die App-Funktion auskosten können. In Single-Haushalten erfüllt die Funktion auf einer Art und Weise doch seinen Zweck meiner Meinung nach. Es stimmt, dass vor dem Brühen per App eine Kapsel davor schon eingelegt und eine Tasse untergestellt werden muss. Auch muss man zur Kaffeemaschine gehen um die Tasse zu entnehmen, so könnte man doch gleich den Kaffee über die Maschine auslassen? Sinnfrei? Ich wiederhole – nein – wenn ich ein Kaffee entnehme, füge ich anschließend eine weitere Kapsel ein und stelle eine Tasse unter. So kann ich im Garten sitzen, meinen Kaffee genießen und wenn ich nach einer gewissen Zeit nochmals einen Kaffee trinken möchte, kann ich per Smartphone den Kaffee brühen und verkürze die Wartezeit. Denn wenn die Maschine sich im Standby-Modus befindet, spare ich mir die 25 Sekunden Aufheizzeit. Ein Must-Have ist es bestimmt nicht, für Technikliebhaber aber doch ein tolles Gefühl. Was mir noch sehr gut gefällt ist die programmierbare Zubereitungszeit. Für mich als Morgenmuffe eine tolle Funktion. Ich genieße jede Minute Schlaf und komm einfach nicht aus dem Bett und habe es morgens immer eilig. So kann ich am Vorabend eine Kapsel einlegen, ein Coffee-ToGo Becher unterstellen und morgens diesen einfach entnehmen. So ganz sinnlos finde ich diese Geschichte nicht. Premium-Feeling ist garantiert.

Wie erwähnt Bedarf es an der Software noch weitere und viele Updates. Ein Kapselzähler kann konfiguriert werden. Hat man nur noch 10 Kapseln übrig, schlägt die App per Notification Center Alarm. Die Kapseln können direkt über die App nachbestellt werden. Nachdem man bestellt hat, fragt die App sofort nach einer Aktualisierung der Kapselmenge. Ignoriert man diese Nachricht, kommt sie in regelmäßigen Abständen wieder. Hier wäre eine smartere Lösung wünschenswert wie z.B. aktualisieren in 3 Werktagen, so kann die Lieferzeit miteinberechnet werden. In der App wird angezeigt, sobald der Brühvorgang beendet wurde, jedoch nicht der Fortschritt. Was für mich ebenfalls fehlt, ist eine Abbruchoption. Wenn man eine Nespresso-Tasse runtergestellt hat und sich im verschlafenen Zustand ein Lungo brühen lässt, kann nicht mehr abgebrochen werden. Schade finde ich zudem auch, dass es weder eine Prognose noch eine andere Form von Vorauswarnung bezüglich der Entkalkung gibt. Die meisten Maschinen berechnen es Anhand der Zubereitungsanzahl und der zuvor eingestellten Wasserhärte, so müsste es doch für die App sehr einfach sein, dass zum Beispiel nach einer gewissen Anzahl an Kaffee eine Entkalkung vorgenommen werden sollte. Die App informiert Sie auch darüber, wenn der Wasserstand des Wassertanks leer ist, leider aber nur während dem Brühen. Auch werden Sie darüber informiert, wenn der Kapselbehälter ausgeleert werden sollte.

(App und Bluetooth: 2,5 von 5 Punkten)

Reinigung, Pflege, Entkalkung

Reinigung und Pflege ist ziemlich simpel. Die Maschine und dessen Zubehöre, wie Wasserbehälter, Kapselbehälter können mit einem milden Reiniger besprüht und mit frischen Wasser abgespült werden. Die Linse des Kapselzählers sollte nur meinem trockenen und fusselfreien Tuch gereinigt werden. Teile der Kaffeemaschine sollten nicht in Geschirrspülern gereinigt werden.

Für das Entkalken betätigen Sie die 3 Tasten auf der oberen Seite für 6 Sekunden gleichzeitig. Sobald die 3 Tasten anfangen zu blinken, befindet sich die Maschine im Entkalkungsmodus. Diese wird auch mit einem Piep Signal bemerkbar gemacht. Der Wasserbehälter wird mit 0.5 Liter Wasser befüllt und der dafür vorgesehene Entkalker von Nespresso eingeleert. Anschließend einen mindestens 0.8 Liter großen Behälter unter den Auslauf stellen. Eine der 3 Tasten betätigen und die Pumpe fängt an zu starten. Sobald der Wasserbehälter leer ist, hört die Pumpe auf. Das durchgepumpte Wasser erneut in den Wasserbehälter geben und den Vorgang mit einem Tastendruck wiederholen. Nach diesem Vorgang kann das Wasser ausgeleert werden und in den Wasserbehälter frisches Wasser gegeben werden. Denselben Vorgang mit dem frischen Wasser zweimal wiederholen. Und fertig. Um den Entkalkungsmodus zu verlassen, müssen wieder die 3 Tasten gleichzeitig betätigt werden, das Aufblinken der Tasten sollte somit aufhören.

(Reinigung, Pflege, Entkalkung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Nespresso schwärmt von seiner ersten vernetzten Kaffeemaschine – zurecht, doch wie bereits erwähnt, bedarf es an Softwareupdates der App. Da ist sicherlich noch einiges rauszuholen und noch viel drin. Ich denke aber, dass Nespresso die Kritik der Nutzer annimmt und schnellstmöglich Updates hervorbringt. Die angegebenen Beschreibungen entsprechen der Wahrheit. Kaffeegenuss pur ist garantiert.

Preis/Leistung

Die „U“ von Nespresso kann gut mit der Prodigio verglichen werden. Angesichts der Preisdifferenz ist die Frage, ob einem die Bluetooth-Funktion den Aufpreis Wert ist. Die U Version bekommt man für 139€ (mit Aeroccino 3 – 199€), dagegen kostet die Prodigio 199€ (mit Aeroccino 3 – 249€). Ob der Preis einer Nespresso-Maschine gerechtfertigt ist, ist eine sehr subjektive Frage. Die einen schwören auf den guten Kaffee und die Bequemlichkeit, die anderen schimpfen über die zu teuren Preise und die Belastung der Umwelt. Für mich ist die Maschine ihr Geld definitiv wert. Ob für euch die vernetzte Version der Maschine den Aufpreis Wert sind, müsst ihr selbst entscheiden. Die Funktionalität der Konnektivität ist begrenzt, dennoch: für Technikliebhaber ist diese Kapselmaschine bestimmt kein Fehler.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

AEG Ergorapido AG35POWER 2in1

Die Marke AEG firmiert heute unter dem schwedischen Elektrokonzern Electrolux. Electrolux führt unter der Marke AEG vielerlei Elektrogeräte: Backöfen, Dunstabzüge, Geschirrspülmaschinen, Kühlschränke, Gefrierschränke, Waschmaschinen, Staubsauger, sowie Kleingeräte wie zum Beispiel Bügeleisen, Toaster, Handmixer uvm.

Seit nun zehn Jahren gibt es die Ergorapido-Serie schon. Laut AEG wurden bis dato 10 Millionen Stück verkauft. Mit dem Ergorapido 2in1 AG35POWER wurde also bewusst auf Bewährtes gesetzt.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung ist vorne mit den wichtigsten Informationen bedruckt. Das Produkt wird großzügig präsentiert und die wichtigsten Funktionen werden kurz aufgelistet. Die Rückseite ist analog bedruckt, jedoch in englischer Sprache.

Ein besonderes Auspackfeeling darf man nicht erwarten – so sind die Einzelteile, die später zusammengesteckt werden, jeweils in Kunststoff eingehüllt und in einem vorgeformten Pappkarton eingelegt. Dazu gesellen sich die Ladestation, eine Bedienungsanleitung sowie ein kleines Garantiebüchlein. 

(Verpackung: 2,5 von 5 Punkten)

Design

Die Farbe wird von AEG liebevoll „Watermelon Red Metallic“ genannt. Ich finde es ist ein dunkleres, weniger aufdringlicheres Rot, wie man es von einer Wassermelone kennt. Das ist durchaus positiv gemeint. Das metallische Rot in Kombination mit silbernen Akzenten gefällt uns gut. Das Design im Ganzen gesehen fällt recht unspektakulär aus. Ein konventioneller Handstaubsauger wie man ihn kennt und beschreiben würde.

Wie sich aus dem Titel wohl erahnen lässt, handelt es sich um ein 2in1-Gerät. Im Klartext bedeutet dies, dass der eigentliche Motor und Sauger entnommen werden kann und so als Akkusauger noch flexibler verwendet werden kann.

Wieder wie vorgesehen eingesetzt, profitiert der Handstaubsauger von einer sehr guten Elektrobürste, samt 4 LED-Lichtern. Was wie eine Spielerei klingt, hat durchaus einen Sinn. Das Licht hilft Staub besser zu erkennen und drüber zu saugen. Besonders praktisch wird dies wenn man beispielsweise unter der Couch saugen will. Apropos Couch: Der Staubsauger hat dank Doppelgelenk eine sehr gute Beweglichkeit. Diese Wendigkeit ist sehr hilfreich.

Das Gerät kann dank freistehender Parkfunktion auch gerne mal stehen gelassen werden. Allerdings muss man darauf achten, dass der Stiel in Richtung Bürste geneigt ist, nur so kann der Ergorapido das Gleichgewicht halten.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

AEG legt besonderes Augenmerk darauf, dass der Handstaubsauger „Made in Europa“ ist und dass es sich um „erstklassige Qualität aus Deutschland“ handelt.

Die generelle Verarbeitung des Ergorapido 2in1 macht einen recht guten Eindurck. Zwar besteht dieser größtenteils aus Kunststoff, doch hierbei handelt es gefühlt nicht um billiges Plastik. Das Materialgemisch wirkt auch wegen der Dicke stabil und bruchsicher. Mit knapp über 3 kg kann man den Staubsauger ohne große Mühe auch ohne Rollen von A nach B bringen.

Der Bürstenantrieb macht nun auch bei längerem Betrieb keine Probleme und hat nicht ein einziges Mal blockiert. Die Dichtungen am Schmutzfach machen einen ordentlichen Eindruck – wichtig für eine gute Saugkraft.

Gut gelöst ist ebenfalls der Mechanismus zur Entnahme des Handstaubsaugers. Mit einem Knopfdruck, lässt sich dieser bequem entnehmen und ebenso leicht wiedereinsetzen.

Was etwas besser gelöst werden hätte können: Hat man schwitzige Hände, kann das schon mal eine rutschige Angelegenheit werden, denn der Griff ist weder großartig geriffelt noch gummiert.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Saugen

Der Staubsauger bietet eine sehr gute Reinigungsleistung, die man von einem Akku-Staubsauger nicht erwarten würde. Diese gute Leistung ist einerseits dem 18V Akku und andererseits auch der Zyklon-Saugtechnologie verschuldet. Laut AEG ermöglicht die eigens patentierte Zyklon-Technologie eine Saugleistung die der eines 2200 Watt Staubsaugers gleichkommt. Allerdings kann ich durch Erfahrung sagen, dass Watt Angaben sehr willkürlich scheinen. Deshalb lassen wir diesen Werbegag unbeachtet.  Durch die integrierte Elektrobürste nimmt das Gerät den Schmutz auf glatten Böden sehr gut auf. Auch das Saugen von Teppichböden klappt erstaunlich gut. Besonders überzeugt die Aufnahme von Haaren durch die Elektrobürste. Egal ob man tierische Freunde hat oder Damen und Herren mit längeren Haaren im Haushalt – lobenswert.

Der aufgesaugte Schmutz landet schließlich in einem 0,5 Liter Auffangbehälter, der natürlich beutellos ist. Durch „Quick Clean“ lassen sich die Staubfilter kinderleicht reinigen. Das Entleeren geht einfach von der Hand, auch er Filter ist tauschbar. Kleine Info für potentielle Allergiker: das Gerät besitzt keinen HEPA-Filter. Das ist jedoch bei Handstaubsaugern auch nicht üblich.

Die Lautstärke des AEG Staubsaugers ist keineswegs flüsterleiste, aber mit gemessenen 63,8 dB auf der zweiten Stufe durchaus im Rahmen.

(Saugen: 4 von 5 Punkten)

Funktionen

Der Ergorapido 2in1 kann – wie der Name schon vermuten lässt –  sowohl als Akku-Bodenstaubsauger samt Elektrobürste verwendet werden oder als kleinerer und flexibler Akku-Handstaubsauger. Das gefällt sehr gut und erweitert die Möglichkeiten für den Einsatz deutlich.

Dank den LED-Frontlichtern wird auch der kleinste Krümel sichtbar und kann so aufgesaugt werden. Besonders praktisch ist die Funktion, wenn man unter Kommoden und unter der Couch saugen will.

Eine hervorragende Funktion ist die automatische Bürstenrollen-Reinigungsfunktion, die AEG „BRUSHROLLCLEAN TM – Technologie“ nennt. Während dem Betrieb wird auf Pedaldruck die Rolle von Haaren und ähnlichem befreit und eingesaugt.

Die extreme Wendigkeit des Staubsaugers, darf nicht unerwähnt bleiben. Dank eines Doppelgelenkes lässt sich so die Düse einfach um 180° drehen. Tischbeine und Ähnliches können so einafch umfahren werden.

Weiters kann man zwischen zwei Saugstufen auswählen. Automatisch aktiviert wird die höchste Stufe, per Knopfdruck kann man die etwas leistungsschwächere und dementsprechend minimal leisere Saugfunktion auswählen. Allerdings ist zum generellen Saugen nur die „Turbo“-Funktion zu empfehlen, da sie einfach mehr Power hat.

(Funktionen: 4,5 von 5 Punkten)

Akku & Ladestation

Die Ladezeit bis zur vollständigen Ladung beträgt etwa 4 Stunden. Mit einem vollständig aufgeladenen Akku soll, laut AEG, ein Betrieb von bis zu 35 Minuten möglich sein. Im Real-Test wurden in der höchsten Leistungsstufe knapp 24 Minuten erreicht. Im Normalfall ist dies völlig ausreichend.

Insbesondere bei den Ergorapido-Handstaubsaugern wird oft kritisiert, dass die Akkus nach 8 – 12 Monaten den Geist aufgeben und nahezu unbrauchbar sind. Aktuell gibt es natürlich keine Probleme. Dies wird aber beobachtet und falls nötig zu gegebener Zeit entsprechend ergänzt.

Der Staubsauger hat ein Intelligentes Lademanagement heißt es laut AEG. Allerdings fällt auf, dass das Gerät in der Ladestation oft nachlädt. Besser wäre, dass nach einer vollständigen Aufladung beispielsweise erst wieder bei  80% nachgeladen wird.

Die Ladestation ist nett gemeint, aber sehr unpraktisch. Die hat kaum Gewicht, noch sind die Füße rutschfest. Ersteres hat zur Folge, dass der Ergorapido bei der Entnahme jedes Mal die ganze Ladestation mitanhebt und zweiteres hat zur Folge, dass die Ladestation gerade auf glatten Böden gerne verrutscht.

(Akku & Ladestation: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die angepriesenen Funktionen betreffend Akkulaufzeit, den LED Lichtern, der automatischen Bürstenrollen-Reinigung oder die Wendigkeit entsprechen der Realität. Auch die Bilder im Internet sind nicht übertrieben oder Realitätsverzerrend dargestellt.

Preis/Leistung

Der AEG ECO Li 35 Ergorapido AG35POWER 2in1 ist ein wirklich nützlicher Helfer im Haushalt und bietet eine gute Saugleistung. Der schnelle Umbau zum Handstaubsauger ist ebenso einfach wie praktisch.

Der Staubsauger hat eine UVP von 279,95€. Der Straßenpreis liegt aber im Schnitt 100€ unter der unverbindlichen Preisempfehlung. Zu diesem Preis ist der Ergorapido durchaus empfehlenswert.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Russell Hobbs Performance Pro Standmixer

Die Firma Russell Hobbs stellt viele unterschiedliche Haushaltsgeräte her. Gegründet wurde das Unternehmen 1952 in Failsworth, England. Russell Hobbs Geräte zeichnen sich in der Regel durch gutes Produktdesign und einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis aus.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung kommt in edlem schwarz daher und ist auf das Wesentlichste reduziert. Das gefällt erst mal sehr gut. Beim Auspacken jedoch kommt die Ernüchterung. Vom Premium-Feeling keine Spur mehr. Der Mixer-Behälter, wie auch der Motorblock, sind in zwei Styroporhälften geklemmt. Beim Herausziehen kam es, aufgrund des hohen Gewichtes vom Motorblock dazu, dass eine Hälfte des Styropors riss und der Motorblock unsanft auf dem Tisch landete – zum Glück ohne Folgen für das Gerät. Mit Umweltfreundlichkeit punktet die Verpackung ebenfalls nicht, so wurde relativ viel Kunststoff, wie auch das erwähnte Styropor verwendet. Zumindest ist der Standmixer so, gegen Stöße und ähnliches, geschützt.

(Verpackung: 2 von 5 Punkten)

Design

Rein optisch ist das Gerät wirklich gelungen. Gebürsteter Edelstahl im Kontrast zum schwarzen Gehäuse, das gibt definitiv etwas her. Der Standmixer ist klassisch aufgebaut und setzt sich aus einem Motorblock und einem Mixbecher zusammen. Für die Standsicherheit sorgen vier rutschfeste Füße an jenem Motorblock. Apropos Stand: Wer das Gerät bei sich aufstellen will braucht neben einer Steckdose, vorallem eines: Platz. Mit etwa 44 x 19,5 x 21 cm (H x B x T) ist der Russell Hobbs ein doch wuchtiger Standmixer.  Auf der Unterseite befindet sich eine Aufwicklung für das etwa 90 cm lange Kabel.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Obwohl optisch die Anmutung eines sehr hochwertigen Gerätes suggeriert wird, wurde beim Russell Hobbs Performance Pro Standmixer, fast ausschließlich auf Kunststoff gesetzt. Das hat leider zur Folge, dass bei näherem Handling das Gefühl der Exklusivität wieder verpufft. Während bei einigen Hochleistungsmixern auf einen Mixbehälter aus Glas zurückgegriffen wird, setzt man hier BPA-freien Kunststoff ein. Das hat Vor- und Nachteile. Eindeutiger Vorteil ist, dass Kunststoff bruchsicherer ist als Glas. Weiters ist Kunststoff deutlich leichter als Glas. Ein Nachteil jedoch ist sehr wohl die Temperaturempfindlichkeit von Kunststoff, wie auch die erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Säuren und dergleichen.

Der Motorblock ist wahrlich ein Magnet für Fingerabdrücke, das gilt leider für den gebürsteten Edelstahl, wie auch für den Rest.

Die Griffabdeckung aus Kunststoff schaut zwar schön aus, hat unten aber ein kleines Loch, durch welches Wasser in das Innenteil des Griffes gelangen kann. Das ist leider nicht sehr durchdacht. Ebenfalls ein Kritikpunkt stellt der Deckel dar, der nur schwer auf den Mixbehälter aufgesetzt werden kann um vollständig abzudichten.

(Verarbeitung: 2,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Auf Blatt Papier prahlt der Hochleistungsmixer mit einem 1,4 PS starken Motor, mit einer Leistung von 900-1050 Watt und einer maximalen Umdrehungszahl von 27.600 Umdrehungen pro Minute.

Bedienung

Die Bedienung des Hochleistungsmixers ist erfreulicherweise sehr einfach gehalten. Bedient wird über sogenannte „Soft-Touch-Tasten“. Zum einen kann man das Mixgut durch 5 automatisch eingestellte Programme bearbeiten oder man setzt auf eine manuelle Geschwindigkeitsregelung. Die automatischen Programme haben feste Laufzeiten und sind wie folgt programmiert:

Soup (Suppen):
Mixdauer 38 Sekunden, Geschwindigkeit wechselt zwischen Stufen 1 bis 5

Green smoothie (Grüne Smoothies):
Mixdauer 40 Sekunden, Geschwindigkeit wechselt zwischen Stufen 1 bis 5

Puree (Pürees):
Mixdauer 45 Sekunden, Geschwindigkeit wechselt zwischen Stufen 1 bis 5

Dry goods (Trockene Zutaten):
Mixdauer 40 Sekunden, Geschwindigkeit wechselt zwischen Stufen 1 bis 5
Russel Hobbs empfiehlt bei trockenen Zutaten den Mixbecher bis maximal 500 ml zu befüllen und Zutaten wie Reis oder Mais vor dem Mixen für etwa 15 Minuten in den Tiefkühler zu legen um eine etwaige Überhitzung des Motores zu verhindern.

Smoothie:
Mixdauer 40 Sekunden, Geschwindigkeit wechselt zwischen Stufen 1 bis 5

Zusätzlich zu den Automatikprogrammen gibt es die Möglichkeit der manuellen Geschwindigeitssteuerung. Der Nutzer kann so individuell über Zeitdauer und Geschwindigkeitsstufe entscheiden. Darüber hinaus gibt es noch eine Pulse-Funktion, die beim Betätigen in den höchsten Gang schaltet. Die Impulsfunktion sollte allerdings nicht länger als 30 Sekunden am Stück betätigt werden. (Bedienung: 5 von 5 Punkten)

Mixen

Bei einfachen Frucht-Smoothies hat der Hochleistungsmixer von Russell Hobbs keinerlei Probleme und pürriert das Mixgut innerhalb von Sekunden. Die Ergebnisse sind durchwegs positiv, sehr fein und cremig. Auch Schalen werden ordentlich zerkleinert mit wenigen, kaum spürbaren Resten.

Auch grüne Smoothies, also faserreiche Zutaten – die Paradedisziplin von Standmixern –  gelingen sehr gut.

Während kleine Mengen Mixgut mit ausreichender Flüssigkeit von den 4 Edelstahlmessern problemlos und schnell erfasst werden, hat der Mixer bei viel Material und zähen Konsistenzen durchaus Probleme. Zum einen wird kein passender Stamper mitgeliefert, zum anderen sind die Startdrehzahlen des Russel Hobbs recht hoch. Ein Stampfer wäre definitiv eine sinnvolle Beigabe gewesen!

Der Standmixer kommt mit einem Mixbecher-Sensor am Sockel daher. Dieser gewährleistet, dass der Mixer nur dann betrieben werden kann, wenn der (richtig) aufgesetzt ist. Ein weiterer Sicherheitsmechanismus stellt der Überhitzungsschutz dar. Dieser regelt die maximale Mixdauer, die bei dem Russel Hobbs Performance Pro Standmixer lediglich 2,5 Minuten beträgt. Danach ist Schluss – der Motor wird automatisch abgeschalten. Das ist relativ mager für einen Hochleistungsmixer – schade.

Die hohe Leistung des Smoothie-Makers bringt leider auch eine hohe Lautstärke mit sich. Ein Frühstückssmoothie, ohne die Liebsten zu wecken ist nicht. Was mich aber am meisten stört ist der Kunstoffgeruch beim Betreiben des Gerätes. Kaum 10 Sekunden in Betrieb riecht es nach verbranntem Kunststoff. Daraus folgere ich, dass auch im Innenleben auf viel Plastik gesetzt wurde und sich dies definitiv auf die Lebensdauer des Standmixers auswirken könnte.

(Das Mixen: 3 von 5 Punkten)

Reinigung

Ich fülle den Mixbehälter mit etwas (warmen) Wasser füge vielleicht einen Tropfen Spülmittel hinzu und lasse ihn im Smoothie-automatik Modus laufen. Bei Bedarf wiederhole ich diesen Schritt. Bei zäherem Mixgut gestaltet sich die Reinigung auch aufgrund des Fehlens eines Stampfers etwas schwieriger, denn die vier Edelstahlmesser sind fest angebracht und lassen sich entsprechend nicht herausnehmen. Der Mixbehälter ist riesig, was natürlich gut für viel Mix gut ist, aber diesen auch unhandlich bei der Reinigung macht. Bei vielen Spülmaschinen hat er schlichtweg keinen Platz. Ein mit einem Dreh entfernbarer Messerblock – wie es manche Konkurrenten haben – wäre hier sicherlich eine gute Lösung gewesen.

(Reinigung: 3 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Leider wird in Online-Shop-Beschreibungen nicht kommuniziert, dass der Hochleistungsmixer von Russell Hobbs lediglich 2,5 Minuten am Stück betrieben werden kann. Selbiges gilt für den Messerblock der fest verbaut ist. Folgendes Zitat aus der Produktbeschreibung möchte ich zu guter Letzt noch anmerken: „Oberfläche aus hochwertigem Edelstahl mit Kunststoffapplikationen“. Die Realität zeigt, dass es genau umgekehrt ist: „Oberfläche aus Kunststoff mit Edelstahlapplikationen“

Preis/Leistung

Der perfekte Mixer ist der Russel Hobbs Performance Pro nicht. Es wäre jedoch unfair nicht zu erwähnen, dass dieses Gerät trotz aller Kritikpunkte, vieles richtig macht! Mit einem UVP von 199,99€ handelt es sich um einen sehr starken Mixer zu einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen