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Schlagwort: Haushalt

Tineco Floor One S9 Artist Premium

In aller Kürze

Testergebnis

4,1

von 5

Der Tineco Floor One S9 Artist Premium hinterlässt nach gut vier Wochen im Test einen sehr guten Gesamteindruck. Auf Fliesen und Parkett überzeugte der Nass-Trockensauger mit einer guten Reinigungsleistung und nimmt sowohl alltäglichen Schmutz als auch Flüssigkeiten zuverlässig auf. Eingetrocknete Verschmutzungen können mehrere Durchgänge erfordern, lassen sich in der Regel aber ebenfalls entfernen. Haare bereiteten im Test keine Probleme und werden durch das integrierte Klingensystem zuverlässig getrennt, wodurch sich diese nicht störend um die Reinigungswalze wickeln.

Besonders positiv fällt das Handling auf. Das SmoothDrive-System erleichtert das Manövrieren nochmals gegenüber dem von uns getesteten Floor One S7 Stretch. Dank der 180°-Flachlage lässt sich der S9 Artist Premium zudem weit unter Betten, Sideboards und andere Möbel führen. Die Akkulaufzeit erwies sich im Alltag als ausreichend, während die vergleichsweise lange Ladezeit und der fest verbaute Akku kleinere Kritikpunkte darstellen.

Sehr komfortabel ist auch die automatische Selbstreinigung und Trocknung auf der Station. Nach der Reinigung müssen im Wesentlichen nur noch der Schmutzwassertank entleert und ausgespült sowie die Station gelegentlich gereinigt werden. Insgesamt kombiniert der Floor One S9 Artist Premium eine überzeugende Reinigungsleistung mit hohem Bedienkomfort und besonders gutem Handling.

Das gefällt uns

  • Sehr gute Reinigungsleistung
  • SmoothDrive erleichtert die Handhabung spürbar
  • Praktische 180°-Flachlage
  • Gute Aufnahme von Haaren ohne Verheddern
  • Frisch- und Schmutzwasser werden zuverlässig getrennt
  • Selbstreinigung und automatische Heißlufttrocknung
  • Übersichtliches Display direkt am Griff
  • Gute Verarbeitung und hochwertiges Design
  • Frischwassertank komfortabel von der Seite befüllbar

Das gefällt uns weniger

  • Akku fest verbaut
  • Mit rund 4,5 Stunden lange Ladezeit
  • Hochglanzflächen anfällig für Fingerabdrücke und Gebrauchsspuren
  • Kantenreinigung nicht vollständig randlos
  • Gewicht trotz SmoothDrive spürbar



Tineco Floor S9 Artist Premium

Zum Store bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Verpackung bleibt Tineco seinem bekannten Stil treu. Der Karton ist in den markentypischen Farben gestaltet, zeigt den Tineco Floor One S9 Artist Premium und weist bereits auf zentrale Ausstattungsmerkmale wie SmoothDrive und die 180°-Flachlage hin.

Im Inneren ist alles sicher für den Transport verstaut. Tineco setzt dabei auf eine Kombination aus Kartonage, Folien und Kunststoffbeuteln. Gerade die empfindlichen und glänzenden Oberflächen werden dadurch wirkungsvoll vor Kratzern geschützt. Etwas weniger Kunststoff wäre aus Umweltgesichtspunkten dennoch wünschenswert.

Die Inbetriebnahme erfordert praktisch keine Montage. Lediglich das Griffstück muss in das Gerät eingesetzt werden, Schrauben oder Werkzeug sind nicht erforderlich. Positiv fällt der umfangreiche Lieferumfang auf. Neben dem Floor One S9 Artist Premium und der Reinigungs- und Trocknungsstation legt Tineco unter anderem zwei Ersatz-Reinigungswalzen und zwei Ersatzfilter bei. Damit ist bereits ausreichend Zubehör für eine längere Nutzungsdauer vorhanden.

LieferumfangAnzahl
Tineco Floor One S9 Artist Premium1
Griffstück1
Lade-/Reinigungs- und Trocknungsstation1
Reinigungsmittel500 ml
Ersatz-Reinigungswalzen2
Ersatzfilter2
Reinigungsbürste1
Bedienungsanleitung1
Sicherheitsinformationen1

Die Station selbst ist ebenfalls in Folie verpackt und gut geschützt. Praktisch ist zudem, dass Tineco einen Quick-Start-Guide direkt auf die Kartonage druckt, sodass die ersten Schritte bereits beim Auspacken ersichtlich sind. Insgesamt gibt es beim Lieferumfang wenig zu kritisieren. Besonders die doppelt beigelegten Ersatzwalzen und Filter sind bei einem Gerät dieser Art ein echter Mehrwert.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Deutlich cleaner und eleganter als zuvor

Der Tineco Floor One S9 Artist Premium macht seinem Namen auch optisch alle Ehre und wirkt im direkten Vergleich mit dem von uns getesteten Floor One S7 Stretch nochmals eleganter und moderner. Einen wesentlichen Anteil daran hat die veränderte Anordnung des Schmutzwassertanks auf der Rückseite. Dort landen wie beim Tineco Floor One S7 Stretch neben dem Schmutzwasser auch die aufgenommenen festen Verschmutzungen. Die Front wirkt dadurch deutlich aufgeräumter und cleaner.

Der Frischwassertank befindet sich weiterhin im unteren Bereich des Geräts, wurde im Detail aber sinnvoll überarbeitet. Statt von oben wird dieser beim Tineco Floor One S9 Artist Premium nun seitlich befüllt. Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit, macht sich im Alltag aber positiv bemerkbar. Der Tank kann beim Befüllen gerade gehalten werden, wodurch sich sein Volumen einfacher vollständig ausnutzen lässt. Beim von uns getesteten Tineco Floor One S7 Stretch musste der Tank aufgrund der oben liegenden Einfüllöffnung beim Befüllen stärker geneigt werden, wodurch sich die einzelnen Bereiche nicht immer gleichmäßig füllen ließen.

Tineco kombiniert matte mit hochglänzenden Oberflächen, wobei Letztere etwas überwiegen. Trotz des höheren Hochglanzanteils wirkt das Design nicht überladen. Die insgesamt schlanke Form gefällt uns gut und lässt den Tineco Floor One S9 Artist Premium trotz seiner Größe vergleichsweise elegant erscheinen.

iLoop-Statusring als optisches Highlight

Ein besonderes Designelement ist der farbige iLoop-Statusring im oberen Bereich. Dieser informiert während der Reinigung auch optisch über den erkannten Verschmutzungsgrad. Rot signalisiert stärkeren Schmutz, während sich die Anzeige mit sauberer werdendem Boden in Richtung Blau verändert. Durch seine prominente Position prägt der beleuchtete Ring gleichzeitig das Erscheinungsbild des Geräts.

Display wandert direkt an den Griff

Sehr gut gefällt uns außerdem die neue Position des Displays direkt am Griff. Hier lassen sich unter anderem der gewählte Reinigungsmodus und weitere wichtige Informationen gut ablesen. Beim von uns getesteten Tineco Floor One S7 Stretch befand sich die Anzeige noch weiter unten. Beim Tineco Floor One S9 Artist Premium wirkt die Aufteilung dadurch moderner und während der Nutzung übersichtlicher.

Schlichte Station, die sich nicht verstecken muss

Auch die Lade-, Reinigungs- und Trocknungsstation hält Tineco optisch vergleichsweise schlicht. Sie erfüllt in erster Linie ihren Zweck, wirkt zusammen mit dem Gerät aber hochwertig genug, dass der Tineco Floor One S9 Artist Premium nicht zwingend im Technikraum verschwinden muss. Wer ausreichend Platz hat, kann ihn beispielsweise auch im Flur aufstellen. Unauffällig ist das Gesamtpaket aufgrund seiner Größe allerdings nicht, dafür macht der Tineco Floor One S9 Artist Premium einen entsprechend hochwertigen und modernen Eindruck.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Hochwertige Kunststoffe und saubere Übergänge

Bei der Verarbeitung hinterlässt der Tineco Floor One S9 Artist Premium einen sehr guten Eindruck. Die verwendeten Kunststoffe wirken hochwertig, stabil und auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Die Spaltmaße sind gleichmäßig, störende Kanten oder unsaubere Übergänge konnten wir an unserem Testgerät nicht feststellen.

Auch das Griffstück überzeugt. Dieses muss bei der ersten Inbetriebnahme lediglich in das Gehäuse eingesetzt werden, rastet dort sauber ein und sitzt anschließend fest. Selbst beim Manövrieren des Geräts konnten wir weder störendes Spiel noch Knarzgeräusche feststellen.

Bewegliches Gelenk trifft auf SmoothDrive

Besonders wichtig ist bei einem Nass-Trockensauger die Mechanik rund um den Reinigungskopf. Das Gelenk des Tineco Floor One S9 Artist Premium ermöglicht eine sehr flexible Führung und vermittelt dennoch einen stabilen Eindruck. In Kombination mit SmoothDrive lässt sich das Gerät leicht und kontrolliert manövrieren.

Auch die für die 180°-Flachlage notwendige Beweglichkeit macht nach unseren bisherigen vier Wochen einen robusten Eindruck. Trotz der hohen Bewegungsfreiheit konnten wir weder auffälliges Spiel noch andere Verschleißerscheinungen feststellen.

Überarbeitete Tanks erleichtern die Handhabung

Nicht nur die seitliche Befüllung des Frischwassertanks wurde gegenüber dem von uns getesteten Tineco Floor One S7 Stretch verbessert. Auch beim Schmutzwassertank hat Tineco ein kleines, aber im Alltag durchaus praktisches Detail überarbeitet.

Der Deckel sitzt aufgrund seiner umlaufenden Dichtung entsprechend fest auf dem Behälter. Beim Tineco Floor One S9 Artist Premiumbefindet sich nun ein blauer Hebel am Deckel, der beim Betätigen dabei hilft, diesen einfacher vom Tankgehäuse anzuheben. Dadurch muss man nicht mehr gegen die vergleichsweise fest sitzende Dichtung arbeiten und der Behälter lässt sich komfortabler öffnen.

Die Dichtungen selbst erfüllen bislang zuverlässig ihren Zweck. Wasser trat während unseres Tests nicht ungewollt aus. Wie sich die Dichtungen über mehrere Jahre hinweg verhalten, lässt sich nach vier Wochen Nutzung naturgemäß noch nicht beurteilen.

Reinigungswalze mit wenigen Handgriffen entnommen

Auch die Reinigungswalze ist unkompliziert zugänglich. Über den dafür vorgesehenen Klappbügel lässt sie sich greifen und anschließend seitlich aus dem Reinigungskopf herausziehen. Das erleichtert sowohl die regelmäßige Kontrolle als auch eine gründlichere manuelle Reinigung.

Schmutzwasser und aufgenommener fester Schmutz werden im vorgesehenen Behälter gesammelt. Dieser lässt sich anschließend ausspülen und bei Bedarf mit der mitgelieferten langen Reinigungsbürste gründlicher säubern.

Hochglanz bleibt empfindlich

Die vielen glänzenden Oberflächen haben allerdings einen bekannten Nachteil: Fingerabdrücke und mit der Zeit auch kleinere Kratzer lassen sich nicht vollständig vermeiden. Fingerabdrücke können problemlos abgewischt werden. Kleinere Gebrauchsspuren sehen wir bei einem Gerät, das regelmäßig über den Boden geführt, entleert und gereinigt wird, allerdings nicht als wirklichen Kritikpunkt.

Nach gut vier Wochen im Einsatz konnten wir keine Defekte, auffälligen Verschleißerscheinungen oder lockeren Bauteile feststellen. Insgesamt entspricht die Verarbeitung damit dem hochwertigen Anspruch, den Tineco mit dem Floor One S9 Artist Premium verfolgt.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

ProdukttypNass-Trockensauger / Wischsauger
Leistung220 W
Saugleistung22.000 Pa
AkkuLithium-Ionen Softpack-Akku, fest verbaut, 7× 6250 mAh Zellen
Akkulaufzeitim Test ca. 40–50 Min. im Auto-Modus, ca. 30 Min. im Max-Modus
Ladezeitca. 4,5 Stunden
Frischwassertank / SchmutzwassertankFrisch: 0,88 Liter; Schmutz: 0,75 Liter
ReinigungsmodiAuto, Max, Saugmodus
Lautstärkeim Test ca. 70–76 dB
DisplayFarbdisplay im Griff
Selbstreinigung/TrocknungJa, automatische Selbstreinigung/ FlashDry, bis zu 85 °C Heißluft
BesonderheiteniLoop-Sensor, SmoothDrive-Antrieb, DualBlock Anti-Tangle, 180°, Höhe ca. 12,85 cm
Schmutztrennung3-Kammer-System
EinsatzbereichHartböden, z. B. Fliesen, Laminat und Parkett
LieferumfangTineco Floor One S9 Artist Premium
Lade-/Reinigungsstation
2x Reinigungswalzen
2x Filter
Reinigungsbürste
500 ml Reinigungslösung
Anleitung und Sicherheitskarte
Technische Daten des Tineco Floor S9 Artis Premium

Inbetriebnahme & Einrichtung

In wenigen Minuten einsatzbereit

Die Inbetriebnahme des Tineco Floor One S9 Artist Premium gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Nach dem Auspacken müssen zunächst lediglich die Folien und übrigen Transportsicherungen entfernt werden. Anschließend wird das Griffstück in das Gerät gesteckt, bis es hör- und spürbar einrastet. Schrauben oder Werkzeug werden nicht benötigt.

Auch bei der Reinigungs- und Ladestation hält sich der Aufwand in Grenzen. Station am gewünschten Standort aufstellen, mit dem Stromnetz verbinden und den Tineco Floor One S9 Artist Premium einsetzen und fertig.

Unser Testgerät wurde mit einem Akkustand von rund 60 Prozent ausgeliefert. Vor der ersten Reinigung haben wir den Akku dennoch zunächst vollständig geladen.

Frischwassertank einfach befüllt

Der Frischwassertank lässt sich über die Entriegelung und eine Griffmulde komfortabel aus dem Gerät entnehmen. Beim Wiedereinsetzen rastet er sauber und sicher ein. Durch das transparente Gehäuse ist der aktuelle Wasserstand gut erkennbar, zusätzlich kennzeichnet eine dezente Linie die maximale Füllmenge.

Die bereits angesprochene seitliche Einfüllöffnung erweist sich auch hier als praktische Verbesserung. Der Tank lässt sich beim Befüllen besser halten und sein Volumen einfacher ausnutzen als beim von uns getesteten Tineco Floor One S7 Stretch.

Das Tineco-Reinigungsmittel wird direkt dem Frischwasser hinzugegeben. Als Dosierhilfe dient die Verschlusskappe der Flasche, von der eine Füllung ausreicht. Der Verbrauch des Konzentrats hält sich dadurch in Grenzen. Tineco weist darauf hin, ausschließlich das dafür vorgesehene Reinigungsmittel zu verwenden.

Grundsätzlich lässt sich der Tineco Floor One S9 Artist Premium auch mit klarem Wasser betreiben. Für die eigentliche Bodenreinigung verwenden wir jedoch das vorgesehene Reinigungsmittel, unter anderem um ein möglichst gutes und gleichmäßiges Reinigungsergebnis zu erzielen.

Sprachansagen begleiten die Bedienung

Nach dem Einschalten ist der Tineco Floor One S9 Artist Premium innerhalb kurzer Zeit einsatzbereit. Ein integrierter Lautsprecher informiert während des Betriebs per Sprachausgabe über den aktuellen Zustand und notwendige Schritte.

Ab Werk erfolgten die Ansagen bei unserem Gerät auf Englisch. Über die Tineco-App lässt sich die Sprache jedoch problemlos auf Deutsch umstellen, was wir direkt vorgenommen haben.

Schnelle Einbindung in die Tineco-App

Da bei uns bereits ein Floor One S7 Stretch eingerichtet ist, verlief auch die WLAN-Einrichtung besonders schnell. Die vorhandenen WLAN-Daten konnten für den neuen Tineco Floor One S9 Artist Premium übernommen werden. Ein Firmware-Update war bei unserem Testgerät zum Zeitpunkt der Einrichtung nicht erforderlich.

Für die Nutzung der App wird ein Tineco-Benutzerkonto mit E-Mail-Adresse benötigt. Für den normalen Reinigungsvorgang ist die App allerdings nicht zwingend erforderlich, der Bodenreiniger kann auch ohne Smartphone verwendet werden.

Einen Mehrwert bietet die App dennoch. Neben der Sprache der Sprachansagen lassen sich dort beispielsweise die Reinigungsmodi individueller konfigurieren. Im Auto-Modus übernimmt der Tineco Floor One S9 Artist Premium die Anpassung automatisch. Beim Max-Modus lässt sich die Leistung jedoch zwischen 150 auf 120 Watt anpassen. Im Modus Saugen stehen weitere Anpassungen der Leistung und Wassermenge zur Verfügung.

(Inbetriebnahme & Einrichtung: 4,5 von 5 Punkten)

Handhabung & Bedienkomfort

SmoothDrive macht den Unterschied

Das Gewicht des Tineco Floor One S9 Artist Premium ist beim Arbeiten durchaus spürbar. Man merkt, dass man einen vergleichsweise großen Nass-Trockensauger führt. Dank SmoothDrive fällt die Handhabung im direkten Vergleich mit dem von uns getesteten Floor One S7 Stretch allerdings spürbar leichter aus.

Die aktiv angetriebenen Räder unterstützen die Bewegungen und vermitteln das Gefühl, dass das Gerät beim Reinigen tatsächlich mitarbeitet. Besonders beim normalen Vorwärtsfahren ist die Unterstützung angenehm. Da wir beim Wischen häufig in kurzen Bewegungen vor- und zurückfahren, muss SmoothDrive allerdings permanent auf einen Richtungswechsel reagieren. Beim Wechsel von vorwärts zu rückwärts und umgekehrt ist daher eine minimale Verzögerung zu spüren. Gleiches gilt bei schnellen Richtungswechseln oder beim Fahren um Ecken. Störend empfanden wir dies im Alltag jedoch nicht, insgesamt funktioniert die Unterstützung sehr gut und stellt für uns eine der deutlichsten Verbesserungen gegenüber dem Tineco Floor One S7 Stretch dar.

180°-Flachlage überzeugt unter Möbeln

Ein weiterer großer Vorteil ist die 180°-Flachlage. Der Tineco Floor One S9 Artist Premium lässt sich nahezu vollständig auf den Boden absenken und kommt dadurch auch unter Betten, hängende Sideboards und vergleichbare Möbel.

Mit einer Höhe von knapp unter 13 cm im flachgelegten Zustand benötigt er dafür vergleichsweise wenig Platz. Natürlich muss man sich selbst entsprechend herunterbeugen oder hinknien, um das Gerät weit unter ein Bett zu führen. Überraschend gut bleibt dabei das Handlig. Selbst vollständig abgesenkt lässt sich der Tineco Floor One S9 Artist Premium kontrolliert vor- und zurückbewegen.

Gute Randreinigung mit kleinen Restbereichen

Bei der Randreinigung kommt die Walze auf beiden Seiten sehr nah an Wände und Sockelleisten heran, vollständig randlos arbeitet sie allerdings nicht. In unserem Test verblieben auf der linken Seite rund 6 mm, auf der rechten Seite etwa 9 bis 10 mm ungewischter Bereich.

Fährt man mit der Vorderseite des Reinigungskopfs direkt auf eine Wand zu, fällt der Abstand konstruktionsbedingt größer aus. Durch die abgerundete Form des Reinigungskopfs bleiben hier ungefähr 3 cm bis zur Wand. Für eine möglichst gründliche Randreinigung empfiehlt es sich daher, den S9 seitlich entlang der Wand zu führen.

Auf Fliesen und Parkett gleichermaßen angenehm

Zwischen unseren Feinsteinzeugfliesen und dem Parkett konnten wir bei der Handhabung keine nennenswerten Unterschiede feststellen. Der Tineco Floor One S9 Artist Premium lässt sich auf beiden Bodenarten gleichermaßen gut führen.

Kleinere Schwellen stellen ebenfalls kein großes Hindernis dar. Bei höheren Absätzen sollte man die unterschiedlichen Ebenen dagegen getrennt reinigen und das Gerät entsprechend umsetzen.

Praktisch finde ich, wird der Tineco Floor One S9 Artist Premium während der Reinigung auf ungefähr 90° aufgerichtet, kann er wie bereits der Tineco Floor One S7 Stretch selbstständig und sicher stehen. Für eine kurze Unterbrechung muss er somit nicht jedes Mal zurück zur Station gebracht werden. Ein ungewolltes Austreten oder Nachtropfen von Wasser konnten wir dabei nicht feststellen.

Display und iLoop immer im Blick

Auch die Bedienung direkt am Griff überzeugt. Die Tasten sind gut erreichbar und das integrierte Display lässt sich während der Reinigung problemlos ablesen. Gerade die neue Positionierung im direkten Blickfeld empfinden wir gegenüber dem Tineco Floor One S7 Stretch als Verbesserung.

Der farbige iLoop-Sensor liefert zusätzlich eine schnell erfassbare Rückmeldung zum erkannten Verschmutzungsgrad. Stärker verschmutzte Bereiche werden entsprechend signalisiert und man erkennt unmittelbar, an welchen Stellen weitere Reinigungsvorgänge sinnvoll sind. Im Alltag erwies sich diese Funktion nicht nur als optische Spielerei, sondern als praktische Orientierungshilfe.

Hörbar, aber nicht unangenehm laut

Leise ist der Tineco Floor One S9 Artist Premium nicht. Je nach gewähltem Modus haben wir während des Betriebs ungefähr 70 bis 76 dB gemessen. Die Geräuschkulisse empfanden wir dennoch als angenehm und für einen Nass-Trockensauger nicht störend. Die Reinigungs- und Trocknungsvorgänge innerhalb der Station fallen teilweise noch etwas lauter aus.

Spürbare Fortschritte gegenüber dem S7 Stretch

Insgesamt hat Tineco die Handhabung an mehreren Stellen sinnvoll weiterentwickelt. Neben SmoothDrive zählen dazu der einfacher zu befüllende Frischwassertank, der komfortabler zu öffnende Schmutzwassertank und das direkt am Griff platzierte Display. Für sich betrachtet mögen manche dieser Änderungen klein erscheinen, zusammengenommen sorgen sie im Alltag jedoch für einen merklich höheren Bedienkomfort.

(Handhabung & Bedienkomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung im Praxistest

Saugen und Wischen in einem Arbeitsgang

Im Alltag überzeugt der Tineco Floor One S9 Artist Premium mit einer sehr guten Reinigungsleistung. Typische Verschmutzungen wie Staub, Krümel, Erde und kleinere Steinchen werden problemlos aufgenommen und landen zusammen mit den übrigen festen Verschmutzungen im dafür vorgesehenen Bereich des Schmutzbehälters.

Ein vorheriges Staubsaugen ist in den meisten Fällen somit nicht erforderlich. Genau darin liegt für uns einer der größten Vorteile eines solchen Nass-Trockensaugers, denn Saugen und Wischen erfolgen gleichzeitig in nur einem Arbeitsgang.

Auf unseren Feinsteinzeugfliesen zeigte sich die Reinigungsleistung ebenfalls deutlich. Aufgrund ihrer Oberflächenstruktur ist im Alltag teilweise kaum zu erkennen, wie verschmutzt der Boden tatsächlich ist. Hebt man beispielsweise die Schmutzfangmatte im Eingangsbereich an, wird anhand des darunterliegenden Bodens schnell sichtbar, wie viel Schmutz sich bereits angesammelt hat. Der Tineco Floor One S9 Artist Premium entfernte diesen zuverlässig und kam auch mit stärker anhaftendem Alltagsschmutz gut zurecht.

Eingetrocknete Flecken benötigen mehrere Überfahrten

Auch eingetrocknete Flüssigkeiten wie Kaffee oder Saft stellten in unserem Test kein größeres Problem dar. Bei solchen Verschmutzungen reicht allerdings nicht immer eine einzelne Überfahrt aus. Nach mehrmaligem Vor- und Zurückfahren löste der S9 Artist Premium die Rückstände zuverlässig vom Boden.

Bei Fugen sollte man dagegen keine Wunder erwarten. Diese werden beim Wischen zwar mitgereinigt, stark verschmutzte oder verfärbte Fugen sehen anschließend aber nicht plötzlich wieder wie neu aus. Dafür ist eine gezieltere und intensivere Reinigung notwendig.

Positiv fiel auf, dass der Tineco Floor One S9 Artist Premium auf unseren getesteten Böden keine störenden Streifen oder Wasserfleckenhinterließ.

Haare wickeln sich nicht um die Walze

Auch bei Haaren überzeugte der Tineco Floor One S9 Artist Premium. Mittellange Haare wurden in unserem bisherigen Test zuverlässig aufgenommen und landeten anschließend im Schmutzbehälter. Haare, die sich störend um die Reinigungswalze gewickelt haben, konnten wir bislang nicht feststellen.

Das integrierte Schneidsystem zur Vermeidung von Haarverwicklungen erfüllt damit in unserem Alltag zuverlässig seinen Zweck. Gerade bei einem regelmäßig verwendeten Bodenreiniger ist dies praktisch, da die Walze nicht ständig von aufgewickelten Haaren befreit werden muss.

3-Kammer-System überzeugt auch in 180°-Flachlage

Eine Besonderheit des Tineco Floor One S9 Artist Premium ist die Trennung des aufgenommenen Schmutzes. Das 3-Kammer-Systemsorgt dafür, dass Schmutzwasser und feste Schmutzpartikel getrennt gesammelt werden. Gröbere Verschmutzungen verbleiben im dafür vorgesehenen Bereich, während das Schmutzwasser separat in dem Behälter gesammelt wird.

Gerade in Verbindung mit der 180°-Flachlage ist dieses System wichtig. Selbst wenn wir den Tineco Floor One S9 Artist Premium nahezu waagerecht unter einem Bett oder Sideboard führten, funktionierten Schmutzaufnahme und Trennung weiterhin zuverlässig. Ein Austreten von Schmutzwasser konnten wir dabei nicht feststellen.

Auto-Modus ist im Alltag unsere erste Wahl

Die meiste Zeit verwenden wir den Auto-Modus. Für die alltägliche Bodenreinigung ist dieser unserer Meinung nach die sinnvollste Einstellung. Der iLoop-Sensor erkennt den Verschmutzungsgrad und passt die Reinigungsleistung entsprechend an. Gleichzeitig zeigt der farbige Statusring an, ob noch stärkerer Schmutz erkannt wird oder der entsprechende Bereich bereits sauberer ist.

Dadurch muss man sich während der normalen Reinigung kaum Gedanken über die passende Einstellung machen. Gerade stärker verschmutzte Stellen lassen sich durch die optische Rückmeldung zudem schnell erkennen und bei Bedarf nochmals überfahren.

Der separate Saugmodus eignet sich dagegen für Situationen, in denen trockener Schmutz, Haare oder Krümel aufgenommen werden sollen, ohne gleichzeitig die normale feuchte Wischfunktion zu verwenden.

22.000 Pa bringen gegenüber dem S7 Stretch nur einen kleinen Unterschied

Mit einer angegebenen Saugleistung von 22.000 Pa bietet der Tineco Floor One S9 Artist Premium 1.000 Pa mehr als der von uns bereits getestete Floor One S7 Stretch. Auf dem Datenblatt ist das eine Verbesserung, im normalen Alltag fällt der Unterschied allerdings gering aus.

Bei typischen Verschmutzungen ist die höhere Saugleistung höchstens minimal wahrnehmbar. Das ist jedoch weniger als Kritik am S9 Artist Premium zu verstehen, denn bereits der Tineco Flor One S7 Stretch hatte für gewöhnlichen Alltagsschmutz ausreichend Leistung.

Die deutlich größeren Fortschritte des Tineco Floor One S9 Artist Premium sehen wir deshalb an anderen Stellen, beispielsweise bei SmoothDrive, der überarbeiteten Tankkonstruktion und dem verbesserten Handling.

Auch nach der Bodenreinigung holt die Selbstreinigung noch einiges heraus

Nach dem Wischen macht die Reinigungswalze auf den ersten Blick häufig bereits einen relativ sauberen Eindruck. Sobald der Tineco Floor One S9 Artist Premium jedoch zurück auf seiner Station steht und die automatische Selbstreinigung gestartet wird, zeigt sich, dass sich noch weiterer Schmutz aus Walze und Reinigungssystem herausspülen lässt.

Im Anschluss übernimmt die Station auch die Trocknung der Walze mit bis zu 85 °C heißer Luft. Dadurch beschränkt sich die Pflege nach einer normalen Bodenreinigung auf vergleichsweise wenige Handgriffe.

Wie gut Selbstreinigung und Trocknung tatsächlich funktionieren und was trotzdem noch von Hand gereinigt werden muss, behandeln wir im nächsten Abschnitt „Selbstreinigung & Wartung“ ausführlich.

(Reinigungsleistung im Praxistest: 4 von 5 Punkten)

Selbstreinigung & Wartung

Selbstreinigung auf Knopfdruck

Nach der Bodenreinigung wird der Tineco Floor One S9 Artist Premium einfach zurück auf seine Station gestellt. Über die obere Taste am Griff lässt sich anschließend die automatische Selbstreinigung starten. Auch die Sprachansage weist auf die entsprechende Funktion hin.

Wichtig ist, dass sich noch ausreichend Frischwasser im Tank befindet, da dieses für den Reinigungsvorgang benötigt wird. Anschließend übernimmt der Tineco Floor One S9 Artist Premium den Großteil der Arbeit selbst. In unserem Test dauert der Vorgang insgesamt ungefähr 10 Minuten.

Dabei wird nicht nur oberflächlich die Walze mit 85°C heißem Wasser gespült. Das Reinigungssystem wird ebenfalls durchgespült und das dabei entstehende Schmutzwasser anschließend im Schmutzwassertank gesammelt.

Trocknung verhindert unangenehme Gerüche

Nach der Reinigung folgt automatisch die Trocknung. Dabei wird die Bürstenwalze immer wieder gedreht, sodass sie möglichst gleichmäßig von der bis zu 85 °C heißen Luft erreicht wird.

Das Ergebnis überzeugt. Nach Abschluss des Vorgangs fühlt sich die Walze sehr trocken an. Während unseres bisherigen Tests entstanden dadurch auch keine unangenehmen Gerüche. Gerade bei einer dauerhaft feuchten Reinigungswalze wäre dies auf Dauer ein Problem. Die automatische Trocknung ist für uns daher keineswegs nur eine Funktion fürs Datenblatt, sondern bietet einen echten praktischen Mehrwert.

Eine zusätzliche Reinigung der Walze von Hand war während unseres bisherigen Tests nicht erforderlich.

Ein wenig Handarbeit bleibt trotzdem

Ganz ohne manuelle Pflege kommt allerdings auch der Tineco Floor One S9 Artist Premium nicht aus. Nach der Selbstreinigung sollte der Schmutzwassertank entleert und ausgespült werden. Dank der Trennung lassen sich gröbere bzw. feste Verschmutzungen einfach über den Hausmüll entsorgen, während das Schmutzwasser separat entleert werden kann.

Auch auf der Station kann sich mit der Zeit ein leichter Schmutzfilm bilden. Der Aufwand hält sich allerdings in Grenzen. Bei uns reicht es aus, die entsprechenden Bereiche gelegentlich, etwa einmal im Monat, mit einem feuchten Tuch abzuwischen.

Insgesamt benötigen wir für die manuelle Nachbereitung nach einer Reinigung ungefähr fünf bis maximal zehn Minuten. Der größte Teil der Reinigung von Walze und internem System wird schließlich automatisch erledigt.

Etwas lauter, dafür vollautomatisch

Während der Selbstreinigung arbeitet der S9 Artist Premium etwas lauter als beim normalen Wischen. Da man währenddessen allerdings nicht am Gerät bleiben muss, empfanden wir dies nicht als störend.

Über die Tineco-App lässt sich festlegen, ob die Selbstreinigung nur mit Frischwasser oder zusätzlich mit Reinigungslösung erfolgen soll. Eine automatische Dosierung des Reinigungsmittels besitzt der Tineco Floor One S9 Artist Premium allerdings nicht. Möchte man die Reinigungslösung verwenden, muss diese zuvor manuell in der entsprechenden Menge in den Frischwassertank gegeben werden.

Ist die Selbstreinigung einmal gestartet, läuft der weitere Vorgang einschließlich der anschließenden Trocknung vollständig automatisch ab. Zusätzliche Einstellungen für die Trocknung sind weder notwendig noch vorgesehen.

Insgesamt reduziert die Kombination aus automatischer Selbstreinigung und Trocknung den Pflegeaufwand deutlich. Ganz wartungsfrei ist der Tineco Floor One S9 Artist Premium natürlich nicht, insbesondere Schmutzwassertank und gelegentlich auch die Station benötigen weiterhin etwas Aufmerksamkeit. Die zeitaufwendigere Reinigung von Walze und internem System nimmt einem das Gerät jedoch weitgehend ab.

(Selbstreinigung & Wartung: 4 von 5 Punkten)

Akku & Laufzeit

Rund 45 Minuten im Auto-Modus

Im von uns am häufigsten genutzten Auto-Modus erreicht der Tineco Floor One S9 Artist Premium in der Praxis durchschnittlich rund 45 Minuten Laufzeit. Je nachdem, wie viel Schmutz der iLoop-Sensor erkennt und wie stark Saugleistung und Wassermenge daraufhin angepasst werden, bewegte sich die Laufzeit in unserem Test zwischen ungefähr 40 und 50 Minuten.

Im Max-Modus fällt der Energiebedarf aufgrund der höheren Leistung entsprechend größer aus. Hier reduziert sich die Laufzeit bei uns auf etwa 30 Minuten.

Die verbleibende Akkukapazität wird während der Nutzung übersichtlich angezeigt und passt sich laufend an die aktuelle Nutzung an. Zusätzlich machen die Sprachansagen rechtzeitig auf einen niedrigen Akkustand und andere relevante Zustände aufmerksam.

Rund 80 bis 90 m² sind realistisch

Rein rechnerisch ließe sich mit einer Akkuladung eine deutlich größere Fläche bearbeiten, wenn jede Stelle lediglich einmal überfahren würde. In einem realistischen Reinigungsszenario fährt man über stärker verschmutzte Bereiche allerdings zwei- oder mehrmals.

Aus unseren bisherigen Erfahrungen halten wir deshalb eine tatsächliche Reinigungsfläche von ungefähr 80 bis 90 m² mit einer Akkuladung für einen realistischen Wert. Reinigen wir beispielsweise lediglich zwei Räume und den Flur im Eingangsbereich, verbleiben anschließend häufig noch rund 30 bis 40 Prozent Akkukapazität.

Interessant ist zudem, dass die Reichweite des Frischwassertanks ungefähr zur Akkulaufzeit passt. Je nach Verschmutzungsgrad und entsprechend höherem Wasserverbrauch kann es allerdings vorkommen, dass bereits vorher Frischwasser nachgefüllt werden muss.

4,5 Stunden Ladezeit erfordern Geduld

Weniger überzeugend fällt die Ladegeschwindigkeit aus. Ein vollständig entladener Akku benötigt bei uns ungefähr 4,5 Stunden, bis wieder 100 Prozent erreicht sind. Eine Schnellladefunktion gibt es nicht.

Kurze Zwischenladungen bringen daher nur einen begrenzten Vorteil. Wer den Tineco Floor One S9 Artist Premium beispielsweise für 30 Minuten auf die Station stellt, gewinnt lediglich einige zusätzliche Minuten Reinigungszeit.

Im normalen Alltag fällt das weniger ins Gewicht, da der Bodenreiniger nach getaner Arbeit ohnehin wieder auf seiner Station landet und dort bis zum nächsten Einsatz laden kann. Möchte man allerdings eine sehr große Fläche am Stück reinigen, kann die lange Ladezeit störend sein. Bei größeren Häusern bietet es sich gegebenenfalls an, die Reinigung von Erd- und Obergeschoss zeitlich aufzuteilen.

Fest verbauter Softpack-Akku

Einen Kritikpunkt sehen wir beim fest verbauten Akku. Ein leerer Akku kann somit nicht einfach gegen einen zweiten, vollständig geladenen Akku ausgetauscht werden. Gerade in Verbindung mit der langen Ladezeit wäre ein Wechselakku für besonders große Flächen praktisch.

Tineco setzt beim S9 Artist Premium auf einen Beutelzellen-Akku, der laut Hersteller auf eine hohe Lebensdauer ausgelegt sein soll. Ob sich dieser Vorteil auch nach mehreren Jahren regelmäßiger Nutzung bemerkbar macht, können wir nach unserem bisherigen Testzeitraum selbstverständlich noch nicht beurteilen.

Eine auffällige Wärmeentwicklung beim Laden konnten wir nicht feststellen. Gegenüber dem von uns getesteten S7 Stretch fällt die praktische Laufzeit insgesamt ähnlich aus. Die großen Fortschritte des Tineco Floor One S9 Artist Premium liegen somit auch hier weniger in einer erheblich längeren Laufzeit als vielmehr in anderen Bereichen des Geräts.

(Akku & Laufzeit: 3,5 von 5 Punkten)

Bedienung & App

Alle wichtigen Funktionen direkt am Griff

Die Bedienung des Tineco Floor One S9 Artist Premium ist unkompliziert und bereits ohne Smartphone vollständig alltagstauglich. Direkt am Griff befindet sich zunächst die Ein-/Ausschalttaste. Über eine weitere Taste kann zwischen den verschiedenen Reinigungsmodi gewechselt werden. Nach dem Einschalten startet der Tineco Floor One S9 Artist Premium standardmäßig im Auto-Modus, den wir auch während unseres Tests überwiegend verwendet haben. Der Wechsel in die anderen Betriebsarten erfolgt unmittelbar und ohne störende Verzögerung.

Ganz oben am Griff befindet sich zusätzlich die Taste für die automatische Selbstreinigung. Sobald der Tineco Floor One S9 Artist Premium nach dem Wischen wieder auf seiner Reinigungsstation steht, lässt sich der Vorgang darüber direkt starten.

Auf der Rückseite des Griffs gibt es zudem eine weitere Taste für Funktionen rund um WLAN und Sprachansagen. Da wir diese Einstellungen über die App vorgenommen haben, benötigten wir sie im Alltag kaum. Praktisch ist sie dennoch, da sich wichtige Grundeinstellungen damit auch ohne Smartphone vornehmen lassen.

Display liefert alle wichtigen Informationen

Sehr gut gefällt uns das direkt in den Griff integrierte Display. Der verbleibende Akkustand wird exakt in Prozentangezeigt. Zusätzlich informiert die Anzeige über den aktuell gewählten Reinigungsmodus und den WLAN-Status.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Status- und Warnhinweise. Das Display informiert beispielsweise darüber, wenn eine Selbstreinigung durchgeführt werden sollte oder der Tineco Floor One S9 Artist Premium in die 180°-Flachlage gebracht wurde. Während der Trocknung auf der Station erscheint zudem die entsprechende Bürstenrollen-Trocknungsanzeige.

Auch Probleme werden direkt signalisiert. Dazu zählen beispielsweise eine blockierte Reinigungswalze, ein leerer Frischwassertank oder ein voller Schmutzwassertank. In Verbindung mit den Sprachansagen weiß man somit ziemlich genau, was das Gerät gerade macht oder welche Handlung erforderlich ist.

Die Ablesbarkeit überzeugte uns ebenfalls. Unabhängig davon, ob wir bei hellerem Tageslicht oder in dunklerer Umgebung gereinigt haben, konnten wir die Informationen gut erkennen.

Tineco-App bietet zusätzliche Einstellungen

Noch mehr Möglichkeiten bietet die Tineco-App. Bereits auf der Startseite lässt sich unter anderem der aktuelle Akkustand einsehen, ob das Gerät gerade geladen wird und wann die letzte Reinigung stattgefunden hat. Auch ein Reinigungsverlauf steht zur Verfügung.

Interessanter sind jedoch die zusätzlichen Geräteeinstellungen. So lassen sich beispielsweise Max- und Saugmodus individuell konfigurieren und unter anderem Saugkraft und Wasserabgabe anpassen. Auch die Laufgeschwindigkeit der Rollen kann verändert werden. Wir sind hier allerdings bei der Werkseinstellung geblieben, da diese für uns bereits gut abgestimmt ist.

Zusätzlich können die Sprache der Ansagen sowie deren Lautstärke angepasst und das Produkthandbuch direkt aufgerufen werden. Die App selbst lief während unseres Tests flüssig, reagierte schnell und bereitete uns keine Verbindungsprobleme.

App ist praktisch, aber kein Muss

Gerade zu Beginn lädt die App dazu ein, verschiedene Einstellungen und Reinigungsmodi auszuprobieren. Nach einiger Zeit nimmt ihre Bedeutung im Alltag allerdings deutlich ab. Da wir überwiegend den gut funktionierenden Auto-Modus verwenden, öffnen wir die App inzwischen nur noch selten.

Das sehen wir eher als Vorteil, der Tineco Floor One S9 Artist Premium ist nicht von der App abhängig. Grundlegende Funktionen und selbst Einstellungen rund um die Sprachansagen lassen sich direkt am Gerät vornehmen. Für weitergehende Anpassungen der Reinigungsmodi und die Reinigungsstatistiken wird dagegen die App benötigt.

Damit eignet sich der Bodenreiniger auch für Nutzer, die möglichst wenig mit Smartphone-Apps zu tun haben möchten. Auch Personen, die technisch weniger versiert sind, sollten mit der grundlegenden Bedienung schnell zurechtkommen. Die App erweitert den Funktionsumfang, drängt sich im Alltag aber erfreulicherweise nicht auf.

(Bedienung & App: 4 von 5 Punkten)

Tanks & Verbrauch

Tankgrößen passen gut zum Gesamtkonzept

Der Tineco Floor One S9 Artist Premium verfügt über einen 880 ml großen Frischwassertank und einen 750 ml fassenden Schmutzwassertank. Diese Größen haben sich in unserem Alltag als gut gewählt erwiesen. Größere Tanks würden zwar die Reichweite erhöhen, gleichzeitig aber auch zusätzliches Gewicht mit sich bringen.

Bei unserer üblichen, gründlichen Reinigung reicht eine Frischwasserfüllung ungefähr für die bereits erwähnten 80 bis 90 m². Wer schneller arbeitet und einzelne Bereiche nur einmal überfährt, kann entsprechend größere Flächen reinigen.

In der Praxis wird bei uns normalerweise zuerst der Frischwassertank leer. Das ist nachvollziehbar, da kontinuierlich Frischwasser für die Reinigung bereitgestellt wird, während die Walze abgestreift und das aufgenommene Schmutzwasser separat gesammelt wird.

Wasserabgabe passt sich der Verschmutzung an

Im Auto-Modus reguliert der Tineco Floor One S9 Artist Premium die Wasserabgabe abhängig vom erkannten Verschmutzungsgrad. Erkennt das Gerät stärkeren Schmutz, steigt dadurch auch der Wasserverbrauch etwas an. In unserem Test blieb dieser zusätzliche Verbrauch allerdings in einem vernünftigen Rahmen.

Auf dem Boden verbleibt nach dem Wischen lediglich ein gleichmäßiger, leichter Feuchtigkeitsfilm. Bei guter Luftzirkulation trocknen die gereinigten Flächen entsprechend schnell. Störende Rückstände oder Schlieren konnten wir weder auf unseren Fliesen noch auf dem Parkett feststellen.

Ist der Frischwassertank leer oder der Schmutzwassertank voll, macht der Tineco Floor One S9 Artist Premium rechtzeitig über seine Anzeigen und Sprachhinweise darauf aufmerksam.

Im Vergleich zum von uns getesteten Floor One S7 Stretch konnten wir beim Wasserverbrauch keinen wesentlichen Unterschied feststellen.

500 ml Reinigungslösung reichen für zahlreiche Füllungen

Tineco legt dem S9 Artist Premium 500 ml Reinigungslösung bei. Pro vollständig gefülltem Frischwassertank verwenden wir maximal etwa 15 ml beziehungsweise eine kleine Verschlusskappe.

Damit reichen 500 ml rechnerisch für ungefähr 33 vollständige Tankfüllungen. Bei einer von uns realistisch eingeschätzten Reichweite von 80 bis 90 m² pro Füllung entspricht das theoretisch mehr als 2.600 m² gereinigter Bodenfläche. In der Praxis hängt der tatsächliche Verbrauch natürlich stark davon ab, wie gründlich gereinigt wird und wie häufig einzelne Bereiche überfahren werden.

Die Dosierung über die Verschlusskappe ist simpel, funktioniert aber problemlos. Eine aufwendigere automatische Dosierung vermissen wir hier nicht. Das Reinigungsmittel hinterließ während unseres Tests zudem keine sichtbaren Rückstände oder Schlieren.

Schmutzwassertank nach jeder Reinigung leeren

Nach jeder Nutzung sollte der Schmutzwassertank geleert und ausgespült werden. Das ist bei einem Nass-Trockensauger besonders wichtig. Bleiben Schmutzwasser und aufgenommene Verschmutzungen längere Zeit im geschlossenen Behälter, können sich schnell unangenehme Gerüche entwickeln.

Die Reinigung gestaltet sich unkompliziert. Mit Wasser und der mitgelieferten langen Reinigungsbürste lassen sich die entsprechenden Bereiche gut erreichen.

Insgesamt halten wir die Tankgrößen des Tineco Floor One S9 Artist Premium für gut auf Laufzeit, Reinigungsleistung und Gewicht abgestimmt. Größere Behälter wären für besonders große Flächen zwar praktisch, würden das ohnehin nicht gerade leichte Gerät jedoch zusätzlich schwerer machen.

(Tanks & Verbrauch: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die von Tineco beworbenen Funktionen konnten in unserem Praxistest weitgehend überzeugen. SmoothDrive erleichtert die Führung des Geräts spürbar, die 180°-Flachlage ermöglicht die Reinigung unter niedrigen Möbeln und auch die 3-Kammer-Schmutzwassertrennung funktioniert dabei zuverlässig. Ebenso überzeugte das System gegen Haarverwicklungen: Mittellange Haare landeten bei uns im Schmutzbehälter, anstatt sich um die Walze zu wickeln. Auch die automatische Selbstreinigung samt anschließender Heißlufttrocknung erfüllt ihren Zweck und verhinderte während unseres Tests unangenehme Gerüche.

Etwas relativieren muss man die beworbene Kantenreinigung. Vollständig bis an die Wand reicht die Walze nicht. In unserem Test blieben seitlich etwa 6 beziehungsweise 9 bis 10 mm und beim frontalen Heranfahren aufgrund der Bauform rund 3 cm ungereinigt.

Auch die maximale Akkulaufzeit ist als Optimalwert zu verstehen. Im alltäglichen Auto-Modus erreichten wir abhängig vom Verschmutzungsgrad 40 bis 50 Minuten, durchschnittlich rund 45 Minuten. Da der Tineco Floor One S9 Artist Premium und Wasserabgabe automatisch an die erkannte Verschmutzung anpasst, kann die Laufzeit entsprechend variieren.

Insgesamt treffen die wesentlichen Werbeversprechen von Tineco damit auch in der Praxis zu. Einige Angaben wie die maximale Laufzeit oder Kantenreinigung sollte man jedoch unter den entsprechenden Idealbedingungen beziehungsweise konstruktiven Einschränkungen betrachten.

Preis/Leistung

Zum Marktstart lag die UVP des Tineco Floor One S9 Artist Premium bei 899 Euro, mittlerweile ist er bereits für rund 450 Euro erhältlich. Zu diesem Preis fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich attraktiver aus. Der von uns ebenfalls getestete Floor One S7 Stretch ist aktuell allerdings nochmals rund 190 Euro günstiger.

Bei der eigentlichen Reinigungsleistung liegen beide Geräte unserer Erfahrung nach nah beieinander. Der Mehrpreis des S9 Artist Premium fließt daher vor allem in den höheren Bedienkomfort, das elegantere Design und zahlreiche Detailverbesserungen. Besonders SmoothDrive macht im direkten Vergleich einen spürbaren Unterschied. Hinzu kommen unter anderem der einfacher zu befüllende Frischwassertank, der überarbeitete Schmutzwassertank und das besser positionierte Display.

Wer bereits einen Tineco Floor One S7 Stretch besitzt, muss unserer Meinung nach nicht allein wegen des Tineco Floor One S9 Artist Premium wechseln. Bei einem Neukauf würden wir den Aufpreis hingegen in Betracht ziehen, wenn einem SmoothDrive und der zusätzliche Bedienkomfort wichtig sind. Der Tineco Floor One S7 Stretch bleibt die preisbewusstere Wahl mit ähnlich guter Reinigungsleistung.

Einen austauschbaren Akku hätten wir uns beim Tineco Floor One S9 Artist Premium dennoch gewünscht. Gerade langfristig wäre es kundenfreundlicher, einen verschlissenen oder defekten Akku unkompliziert ersetzen zu können. Zum aktuellen Straßenpreis von rund 450 Euro bietet der Tineco Floor One S9 Artist Premium insgesamt aber ein überzeugendes Gesamtpaket.

Tineco Floor S9 Artist Premium

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: tineco.com/de

MOVA V70 Ultra Complete

In aller Kürze

Mit dem MOVA V70 Ultra Complete erweitert der Hersteller sein Portfolio um einen Premium-Saug- und Wischroboter, der mit einer umfangreichen Ausstattung und modernen Reinigungstechnologien überzeugen möchte. Neben einer hohen Saugleistung gehören eine intelligente Navigation, präzise Hinderniserkennung sowie eine vollautomatische Reinigungsstation zum Gesamtpaket. Besonderes Augenmerk legt MOVA zudem auf die Kanten- und Eckenreinigung sowie die Fähigkeit, auch höhere Türschwellen zu überwinden.

Im folgenden Testbericht nehmen wir den MOVA V70 Ultra Complete genauer unter die Lupe. Wir prüfen, wie gut sich der Roboter im Alltag schlägt, bewerten seine Reinigungsleistung auf verschiedenen Bodenarten, die Zuverlässigkeit der Navigation und Wischfunktion sowie die Bedienung über die App. Außerdem zeigen wir, ob sich die umfangreiche Ausstattung in der Praxis bezahlt macht und für wen sich das Modell besonders eignet.

Gefällt uns

  • Sehr hohe Saugleistung von bis zu 40.000 Pa
  • LiDAR-Navigation mit versenkbarem Laserturm
  • StepMaster System 2.0 ermöglicht das Überwinden hoher Türschwellen und Hindernisse
  • ausfahrbarer Seitenbürste und ausfahrbarem Wischmopp
  • Sehr zuverlässige KI-Hinderniserkennung
  • Hervorragende Reinigungsleistung auf Hartböden und Teppichen
  • Leistungsstarke Wischfunktion mit rotierenden Mopps
  • Automatisches Ablegen und Aufnehmen der Wischmopps in der Station
  • EcoCyclone-System ohne Einweg-Staubbeutel
  • Umfangreicher Lieferumfang inklusive Ersatzteilen
  • Gute Akkulaufzeit 
  • Gute Smart-Home-Integration (Amazon Alexa und Google Assistant)
  • Multifunktionsstation mit Staubentleerung, Moppwäsche und Warmlufttrocknung

Gefällt uns weniger

  • Hoher Anschaffungspreis (UVP 1.399 €, aktuell ca. 1.099 
  • Wischwalzensysteme reinigen hartnäckige oder flüssige Verschmutzungen konstruktionsbedingt etwas effektiver
  • Vielzahl an Funktionen kann Einsteiger anfangs etwas überfordern

MOVA V70 Ultra Complete

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bereits die Verpackung vermittelt den Premium-Anspruch des MOVA V70 Ultra Complete. Der Saugroboter wird in einem großformatigen, stabilen Karton ausgeliefert, der überwiegend in einem schlichten Weiß gehalten ist und durch farbige Produktabbildungen ergänzt wird. Auf der Vorderseite ist sowohl der Saugroboter als auch die Reinigungsstation großflächig abgebildet, sodass bereits auf den ersten Blick ersichtlich ist, um welches Modell es sich handelt. Ergänzend sind die wichtigsten Ausstattungsmerkmale und Funktionen aufgedruckt, darunter die hohe Saugleistung, das automatische Reinigungssystem der Station sowie weitere Premium-Funktionen. Die Seiten des Kartons enthalten zusätzliche Produktinformationen, technische Highlights und Abbildungen einzelner Funktionen. Insgesamt wirkt die Verpackung modern, aufgeräumt und hochwertig gestaltet.

Nach dem Öffnen fällt sofort die durchdachte Verpackung der einzelnen Komponenten auf. Sowohl der Saugroboter als auch die Reinigungsstation sind durch passgenaue Formteile aus Karton und Schaumstoff sicher fixiert, sodass während des Transports kaum Bewegung möglich ist. Empfindliche Bauteile wie Sensoren, Hochglanzflächen oder bewegliche Elemente sind zusätzlich mit Schutzfolien versehen. Sämtliche Zubehörteile befinden sich in separaten Kartons oder Beuteln und sind übersichtlich angeordnet. Dadurch gestaltet sich das Auspacken angenehm und alle Komponenten lassen sich problemlos zuordnen.

Auch der Lieferumfang fällt erfreulich umfangreich aus. Neben dem eigentlichen Saugroboter und der Multifunktionsstation befinden sich ein Netzkabel, die Seitenbürste, zwei rotierende Wischmopps sowie ein Reinigungsmittel für die Wischfunktion im Karton. MOVA stellt darüber hinaus ein umfassendes Sortiment an Ersatz- und Verschleißteilen bereit. Im Lieferumfang enthalten sind sechs zusätzliche Wischpads, zwei zusätzliche Filter, eine Seitenbürste sowie ein Satz Hauptbürsten. Abgerundet wird das Paket durch eine mehrsprachige Schnellstartanleitung und eine ausführliche Bedienungsanleitung, die den Aufbau und die Inbetriebnahme verständlich erläutern.

Insgesamt hinterlässt die Verpackung einen ausgezeichneten ersten Eindruck. Sie schützt sämtliche Komponenten zuverlässig vor Transportschäden, präsentiert das Produkt hochwertig und bietet einen sehr umfangreichen Lieferumfang, sodass der MOVA V70 Ultra Complete unmittelbar nach dem Auspacken einsatzbereit ist. Besonders positiv ist, dass MOVA bereits zahlreiche Verschleiß- und Ersatzteile beilegt, wodurch in den ersten Monaten des Betriebs in der Regel keine zusätzlichen Anschaffungen notwendig sind.

(Verpackung: 5 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Bereits auf den ersten Blick wird deutlich, dass der MOVA V70 Ultra Complete zur Premiumklasse gehört. Mit seinem runden Gehäuse und einem Durchmesser von rund 35 cm wirkt der Roboter modern und hochwertig. Die Kombination aus matten und glänzenden Oberflächen verleiht ihm eine elegante Optik, während die klaren Linien dafür sorgen, dass das Design trotz der zahlreichen verbauten Technologien nicht überladen wirkt. Sämtliche Gehäuseteile schließen sauber miteinander ab und vermitteln einen sehr hochwertigen Gesamteindruck.

Die Oberseite wird vom markanten LiDAR-Laserturm dominiert, der für die präzise Lasernavigation verantwortlich ist. Eine Besonderheit des V70 Ultra Complete ist jedoch, dass sich dieser Turm vollständig in das Gehäuse einfahren lässt. Dadurch reduziert sich die Gesamthöhe des Roboters von rund 11 cm auf lediglich 8,8 cm, wodurch auch Bereiche unter niedrigen Möbeln wie Sofas, Sideboards oder Betten deutlich besser erreicht werden können. Sobald ausreichend Platz vorhanden ist, fährt der Laserturm automatisch wieder aus und steht für die vollständige 360-Grad-Raumerfassung zur Verfügung. Diese Lösung kombiniert die Vorteile einer präzisen LiDAR-Navigation mit einer besonders flachen Bauweise, ein Merkmal, das bislang nur wenige Premium-Modelle bieten.

Auf dem Laserturm befinden sich die Tasten zum Starten, Pausieren und Zurücksenden des Roboters zur Station. Eine längliche, sauber ins Gehäuse integrierte mehrfarbige Status-LED informiert jederzeit über den aktuellen Betriebszustand.

An der Front des Roboters befindet sich das Kameramodul der intelligenten Hinderniserkennung. Unterstützt wird dieses von weiteren Sensoren, wodurch der V70 Ultra Complete über 300 verschiedene Hindernistypen erkennen und entsprechend umfahren kann. Kabel, Schuhe, Spielzeug oder Tiernäpfe werden dadurch deutlich zuverlässiger erkannt als bei einfachen Infrarotsensoren. Gleichzeitig schützt der umlaufende Stoßfänger Möbel vor Beschädigungen, falls es dennoch einmal zu einem leichten Kontakt kommen sollte.

Auch die Unterseite ist mit zahlreichen technischen Komponenten ausgestattet. Zentral sitzt die Hauptbürste, welche den aufgenommenen Schmutz direkt zum Saugkanal transportiert. Daneben befindet sich die Seitenbürste, die jedoch nicht starr montiert ist. Sie gehört zum MaxiReachX-System und kann auf einem ausfahrbaren Arm bis zu 12 cm seitlich ausgefahren werden. Dadurch erreicht sie Bereiche entlang von Fußleisten, zwischen Stuhlbeinen oder unter überstehenden Möbeln deutlich besser als herkömmliche Konstruktionen.

Hinter der Hauptbürste befinden sich die beiden rotierenden Wischmopps. Auch hier kommt das MaxiReachX-System zum Einsatz. Der rechte Wischmopp lässt sich auf einem Ausleger um bis zu 16 cm ausfahren und gelangt dadurch tief unter Küchenmöbel, Schränke oder entlang von Sockelleisten. Gleichzeitig verbessert diese Konstruktion die Reinigung von Innenecken erheblich, da der Roboter Bereiche erreicht, die mit einer klassischen runden Bauform normalerweise unzugänglich bleiben.

Ebenfalls auf der Unterseite befinden sich mehrere Absturzsensoren, welche Treppen und Absätze zuverlässig erkennen. Ergänzt werden diese durch einen Teppichsensor, der Teppiche automatisch identifiziert und je nach Reinigungsmodus die Saugleistung erhöht oder die Wischmopps anhebt. Die beiden großen gummierten Antriebsräder sorgen gemeinsam mit dem StepMaster-System dafür, dass selbst hohe Türschwellen oder Stufen von bis zu 9 cm überwunden werden können. Unterstützt wird dies durch zusätzliche ausfahrbare Fahrwerksmechanismen, die den Roboter beim Überklettern anheben und stabilisieren.

Insgesamt wirkt der Aufbau äußerst durchdacht. Sämtliche Sensoren, beweglichen Elemente und Reinigungskomponenten sind harmonisch in das Gehäuse integriert, ohne die elegante Optik zu beeinträchtigen. Gerade die Kombination aus versenkbarem LiDAR-Sensor, ausfahrbarer Seitenbürste und ausfahrbarem Wischmopp hebt den MOVA V70 Ultra Complete deutlich von vielen anderen Premium-Saugrobotern ab.

Reinigungsstation

Ebenso hochwertig präsentiert sich die zum Lieferumfang gehörende All-in-One-Reinigungsstation. Trotz ihrer umfangreichen Technik wirkt sie überraschend aufgeräumt und fügt sich mit ihrem modernen Design gut in Wohnräume ein. Die Station besitzt eine schlanke, hochformatige Bauweise mit einer klar strukturierten Front und harmoniert optisch perfekt mit dem Roboter.

Unter der oberen Abdeckung befinden sich der Frisch- und Schmutzwassertank. Beide Tanks lassen sich über stabile Griffe leicht entnehmen und wieder einsetzen. Durch ihre großzügige Größe müssen sie nur vergleichsweise selten nachgefüllt beziehungsweise entleert werden, was den Wartungsaufwand reduziert.

Im unteren Bereich befindet sich die eigentliche Andock- und Reinigungsplattform. Hier werden die Wischmopps automatisch mit heißem Wasser gereinigt und anschließend getrocknet. Gleichzeitig übernimmt die Station das automatische Entleeren des Staubbehälters des Roboters. Beim V70 Ultra Complete setzt MOVA dabei auf das EcoCyclone-System, das ohne klassische Einweg-Staubbeutel arbeitet und den aufgenommenen Schmutz in einem wiederverwendbaren Staubbehälter sammelt. Das spart langfristig Folgekosten und reduziert Abfall.

Sämtliche Wartungsklappen sind sauber in das Gehäuse integriert und lassen sich komfortabel öffnen. Auch die Reinigungswanne für die Wischmopps ist gut erreichbar und kann zur regelmäßigen Reinigung problemlos entnommen werden. Die Materialqualität der Station entspricht dem hohen Niveau des Roboters. Die Kunststoffoberflächen wirken hochwertig, sämtliche Klappen schließen präzise und die gesamte Konstruktion steht selbst während der automatischen Staubentleerung oder Moppwäsche sicher und vibrationsarm auf dem Boden.

Optisch bilden Roboter und Station eine gelungene Einheit. Beide Komponenten setzen auf dieselbe Designsprache und vermitteln bereits beim ersten Eindruck den Charakter eines modernen Premiumprodukts, bei dem Funktionalität und hochwertige Verarbeitung gleichermaßen im Vordergrund stehen.

(Design: 5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei einem Premium-Saugroboter spielt nicht nur die technische Ausstattung eine Rolle, sondern auch die Qualität der verwendeten Materialien und die Verarbeitung. Bereits beim ersten Kontakt hinterlässt der MOVA V70 Ultra Complete in dieser Hinsicht einen hervorragenden Eindruck. Sowohl der Roboter als auch die Multifunktionsstation wirken äußerst solide gefertigt und vermitteln ein hochwertiges Gesamtbild, das dem gehobenen Preisniveau gerecht wird.

Das Gehäuse des Roboters besteht überwiegend aus robustem Kunststoff mit einer Kombination aus matten und glänzenden Oberflächen. Sämtliche Bauteile sind sauber verarbeitet und schließen präzise miteinander ab. Die Spaltmaße fallen gleichmäßig aus, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge sucht man vergeblich. Auch bei leichtem Druck auf das Gehäuse sind weder Knarzgeräusche noch Verwindungen festzustellen, was auf eine stabile Konstruktion schließen lässt.

Besonders positiv fällt die Verarbeitung der beweglichen Komponenten auf. Der versenkbare LiDAR-Turm fährt schnell, leise und präzise ein beziehungsweise aus und hinterlässt dabei einen sehr wertigen Eindruck. Auch die ausfahrbare Seitenbürste sowie der bewegliche Wischmopp arbeiten sauber und ohne sichtbares Spiel. Während des Testzeitraums funktionierten sämtliche Mechanismen zuverlässig und fuhren auch nach zahlreichen Reinigungsvorgängen jederzeit präzise in ihre jeweilige Ausgangsposition zurück.

Die Unterseite des Roboters ist ebenso hochwertig verarbeitet. Sowohl die Hauptbürste als auch die Seitenbürste und die Wischmopps sitzen sicher in ihren Halterungen und lassen sich dennoch mit wenigen Handgriffen für Wartungs- oder Reinigungsarbeiten entnehmen. Auch die Antriebsräder hinterlassen einen robusten Eindruck. Sie verfügen über eine griffige Gummierung und sind sauber gelagert, wodurch sie auch auf unterschiedlichen Bodenbelägen zuverlässig arbeiten. Sämtliche Sensoren sind sauber in das Gehäuse integriert und durch ihre Position gut vor Verschmutzungen oder versehentlichen Beschädigungen geschützt.

Der entnehmbare Staubbehälter überzeugt ebenfalls durch eine hochwertige Verarbeitung. Er rastet sicher im Gehäuse ein und lässt sich dennoch einfach entnehmen. Die Verriegelungsmechanismen wirken langlebig und vermitteln auch nach mehrmaligem Öffnen und Schließen einen stabilen Eindruck. Gleiches gilt für den Wassertank sowie sämtliche Wartungskomponenten, die sich angenehm bedienen lassen.

Auch die Multifunktionsstation setzt den hochwertigen Eindruck konsequent fort. Das Gehäuse steht stabil auf dem Boden und vermittelt selbst während der automatischen Staubentleerung oder der Reinigung der Wischmopps ein solides Gefühl. Klappen und Abdeckungen schließen sauber und ohne übermäßiges Spiel, während sich Frisch- und Schmutzwassertank komfortabel einsetzen und entnehmen lassen. Die Tanks verfügen über stabile Tragegriffe und sauber schließende Verschlüsse, wodurch sich das Befüllen und Entleeren unkompliziert gestaltet.

Ein weiterer Pluspunkt ist die gute Wartungsfreundlichkeit. Sämtliche regelmäßig zu reinigenden Komponenten sind leicht zugänglich und lassen sich ohne Werkzeug entnehmen. Sowohl die Reinigungswanne der Station als auch Bürsten, Filter und Wischmopps können innerhalb weniger Sekunden entfernt und wieder eingesetzt werden. Dadurch gestaltet sich die regelmäßige Pflege angenehm einfach und nimmt nur wenig Zeit in Anspruch.

Auch im laufenden Betrieb hinterlässt der MOVA V70 Ultra Complete einen sehr hochwertigen Eindruck. Während der Reinigung sind weder klappernde Gehäuseteile noch störende Vibrationen zu hören. Sämtliche beweglichen Elemente arbeiten präzise und vermitteln den Eindruck einer langlebigen Konstruktion. Insgesamt bewegt sich die Verarbeitungsqualität auf einem sehr hohen Niveau und zählt ohne Zweifel zu den Stärken des Geräts. Sowohl der Roboter als auch die Reinigungsstation erfüllen den Premium-Anspruch in jeder Hinsicht und lassen hinsichtlich Materialwahl, Stabilität und Fertigungsqualität kaum Anlass zur Kritik.

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku-Betrieb mit automatischer Ladestation
Akku-ArtLithium-Ionen-Akku, 6.400 mAh
Navigation/SensorenLiDAR-/Lasernavigation mit versenkbarem Laserturm zur Raumkartierung und Navigation
KI-gestützte RGB-Frontkamera zur Hinderniserkennung (über 300 Objekte)
3D-ToF- und Abstandssensoren zur Objekterkennung
Fallsensoren gegen Treppenstürze
Teppicherkennungssensoren
Kollisionssensoren im Stoßfänger
Docking-Sensoren zum präzisen Andocken an die Station
Rad- und Bewegungssensoren zur Positionsbestimmung
Sensoren zur automatischen Teppich- und Wischanpassung
FarbeWeiß
Lautstärkeca. 56 dB (Wischen), ca. 64–66 dB (Standard), bis ca. 75 dB (Max), Staubentleerung kurzzeitig deutlich lauter
HauptbürsteTurboWave DuoBrush mit Anti-Haarverwicklung
SeitenbürsteAusfahrbare MaxiReachX-Seitenbürste, fährt automatisch zur Kanten- und Eckenreinigung aus
WischsystemZwei rotierende Wischmopps mit automatischem Ausfahren des rechten Wischmopps (MaxiReachX), automatische Moppanhebung, automatisches Ablegen und Aufnehmen der Mopps in der Station
FormRund
Betriebszeitbis zu 220 Minuten (je nach Reinigungsmodus)
Saugleistungbis zu 40.000 Pa
HindernisüberwindungStepMaster System 2.0, überwindet Schwellen und Hindernisse bis zu 9 cm
MaßeSaugroboter: ca. 350 × 350 × 88–110 mm (L × B × H, je nach Position des LiDAR-Turms)
Reinigungsstation: ca. 458 × 458 × 470 mm (B × T × H)
GewichtSaugroboter: ca. 5,3 kg
Reinigungsstation: ca. 13 kg (betriebsbereit)
LieferumfangSaugroboter
Multifunktions-Reinigungsstation
Netzkabel
2 rotierende Wischmopps
Seitenbürste
Reinigungsmittel
Ersatz-Wischpads
Ersatzfilter
Ersatz-Seitenbürste
Reinigungswerkzeug
Schnellstartanleitung
Bedienungsanleitung
Technische Daten des MOVA V70 Ultra Complete

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des MOVA V70 Ultra Complete gestaltet sich angenehm unkompliziert und ist auch für Nutzer ohne große Vorerfahrung mit Saugrobotern gut zu bewältigen. Nach dem Auspacken müssen zunächst die Transportsicherungen entfernt und die einzelnen Komponenten vorbereitet werden. Dazu gehören unter anderem das Anbringen der Wischmopps sowie das Platzieren der Reinigungsstation an einem geeigneten Standort.

Für die Station sollte ausreichend Platz eingeplant werden, damit der Roboter problemlos ein- und ausfahren kann. Idealerweise steht sie auf einem ebenen Untergrund, nahe an einer Steckdose und mit etwas Freiraum nach vorne sowie zu den Seiten. Anschließend werden Frischwasser- und Schmutzwassertank eingesetzt, der Frischwassertank befüllt und das Netzkabel angeschlossen. Danach ist die Station grundsätzlich betriebsbereit.

Die weitere Einrichtung erfolgt über die MOVA-App. Nach dem Einschalten lässt sich der Roboter in wenigen Schritten mit dem heimischen WLAN verbinden. Die App führt verständlich durch den Kopplungsprozess und erklärt die wichtigsten Schritte direkt auf dem Smartphone. Nach erfolgreicher Verbindung können zunächst grundlegende Einstellungen vorgenommen werden, etwa Sprache, Reinigungsvoreinstellungen, Wassermenge, Saugleistung oder automatische Funktionen der Station.

Vor der ersten vollständigen Reinigung empfiehlt sich eine Kartierung der Wohnung. Dabei fährt der MOVA V70 Ultra Complete die Räume systematisch ab und erstellt mithilfe seiner LiDAR-Navigation eine digitale Karte. Dieser Vorgang funktioniert in der Regel schnell und zuverlässig. Räume werden automatisch erkannt und können anschließend in der App benannt, zusammengelegt oder getrennt werden. Auch Sperrzonen, No-Mop-Bereiche oder virtuelle Wände lassen sich direkt festlegen.

Besonders praktisch ist, dass der Roboter viele Einstellungen bereits automatisch vorschlägt. Teppiche werden erkannt, die Reinigung kann je nach Bodenart angepasst werden und auch die Station übernimmt zahlreiche Wartungsaufgaben selbstständig. Dazu zählen das automatische Entleeren des Staubbehälters, das Waschen der Wischmopps sowie deren anschließende Trocknung. Dadurch ist der manuelle Aufwand nach der Einrichtung vergleichsweise gering.

Im Alltag zeigt sich die Inbetriebnahme sehr komfortabel. Nach der abgeschlossenen Kartierung kann der Nutzer einzelne Räume, bestimmte Zonen oder die gesamte Wohnung reinigen lassen. Auch Zeitpläne lassen sich unkompliziert erstellen. Der Roboter startet zuverlässig, findet nach der Reinigung sicher zur Station zurück und setzt dort automatisch die vorgesehenen Wartungsprozesse in Gang.

Insgesamt überzeugt der MOVA V70 Ultra Complete bei der Ersteinrichtung mit einer klaren Nutzerführung, einer schnellen Kartierung und einer weitgehend selbsterklärenden App. Vom Auspacken bis zur ersten Reinigung vergehen nur wenige Schritte, sodass der Roboter schnell einsatzbereit ist. Gleichzeitig bietet die App genügend Einstellungsmöglichkeiten, um die Reinigung später detailliert an die eigenen Wohnräume und Bedürfnisse anzupassen.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Die Reinigungsleistung ist das wichtigste Kriterium eines Saug- und Wischroboters und entscheidet letztendlich darüber, wie groß die tatsächliche Arbeitserleichterung im Alltag ausfällt. Der MOVA V70 Ultra Complete möchte in diesem Bereich mit einer Kombination aus hoher Saugleistung, einem leistungsstarken Wischsystem und einer intelligenten Navigation überzeugen. Ergänzt wird das Gesamtpaket durch zahlreiche Sensoren, eine KI-gestützte Hinderniserkennung sowie mehrere ausfahrbare Reinigungselemente, die auch schwer zugängliche Bereiche entlang von Wänden, Möbeln oder unter Schränken erreichen sollen.

Bereits während der ersten Reinigung fällt auf, wie strukturiert der Roboter arbeitet. Nach der Kartierung fährt er die Räume nicht wahllos ab, sondern plant seine Reinigungsroute effizient und arbeitet diese Bahn für Bahn ab. Dadurch werden unnötige Fahrwege vermieden und die vorhandene Akkukapazität optimal genutzt. Auch größere Wohnungen werden zügig gereinigt, ohne dass Bereiche ausgelassen oder mehrfach unnötig befahren werden.

Besonders überzeugend arbeitet die Navigation. Dank der Kombination aus LiDAR-Navigation, Kamera und weiteren Sensoren erkennt der MOVA V70 Ultra Complete Möbel, Wände und Hindernisse äußerst zuverlässig. Bereits beim ersten Reinigungsvorgang erstellt der Roboter eine präzise Karte der Wohnung und erkennt die einzelnen Räume automatisch. Während der Reinigung bewegt er sich sicher durch enge Passagen, umfährt Tisch- und Stuhlbeine präzise und reduziert Kollisionen auf ein Minimum. Kabel, Schuhe, Haustierspielzeug oder andere kleinere Gegenstände werden in den meisten Fällen frühzeitig erkannt und elegant umfahren, anstatt sie mitzuschleifen oder einzusaugen.

Positiv fällt außerdem auf, dass der Roboter sehr nah an Möbeln und Wänden entlangfährt, ohne diese unnötig zu berühren. Unterstützt wird dies durch die ausfahrbare Seitenbürste sowie den beweglichen Wischmopp, wodurch auch Bereiche gereinigt werden, die bei klassischen Saugrobotern häufig zurückbleiben. Insgesamt hinterlässt die Kombination aus Navigation, Hinderniserkennung und Reinigung einen äußerst ausgereiften Eindruck und zählt zweifellos zu den größten Stärken des MOVA V70 Ultra Complete.

Saugleistung

Mit einer maximalen Saugleistung von bis zu 40.000 Pa gehört der MOVA V70 Ultra Complete aktuell zu den leistungsstärksten Saugrobotern auf dem Markt. Diese enorme Leistungsreserve macht sich insbesondere auf Teppichen sowie bei größeren Verschmutzungen bemerkbar, wobei der Roboter im Alltag nicht dauerhaft mit voller Leistung arbeiten muss. Je nach gewähltem Reinigungsmodus passt er die Saugkraft automatisch an den Verschmutzungsgrad und den jeweiligen Bodenbelag an.

Auf Hartböden liefert der V70 Ultra Complete eine hervorragende Reinigungsleistung. Feiner Staub, Sand, Haare sowie größere Partikel wie Reis, Haferflocken, Tierfutter oder Krümel werden bereits in einem Reinigungsgang nahezu vollständig aufgenommen. Selbst entlang von Fußleisten oder unter Küchenschränken bleiben nur selten Schmutzreste zurück.

Einen wesentlichen Anteil daran hat die bis zu 12 cm ausfahrbare Seitenbürste des MaxiReachX-Systems. Sobald der Roboter Kanten oder Möbel erkennt, fährt die Seitenbürste automatisch aus und transportiert den Schmutz gezielt in den Saugbereich. Dadurch werden Bereiche erreicht, die bei vielen anderen Modellen konstruktionsbedingt nur unzureichend gereinigt werden. Besonders in Ecken oder zwischen Tisch- und Stuhlbeinen zeigt sich dieser Vorteil deutlich.

Auch auf Teppichen überzeugt der Roboter. Sobald ein Teppich erkannt wird, erhöht der MOVA V70 Ultra Complete automatisch die Saugleistung. Kurzflorige Teppiche werden dabei gründlich gereinigt, wobei selbst tief sitzender Staub oder Tierhaare zuverlässig entfernt werden. Auch auf höherflorigen Teppichen liefert der Roboter ein sehr gutes Ergebnis, wenngleich physikalische Grenzen – wie bei jedem Saugroboter – bestehen bleiben.

Ein weiterer Pluspunkt ist die intelligente Hauptbürste. Ihre Konstruktion aus zwei Bürsten reduziert Haarverwicklungen deutlich, wodurch insbesondere Haushalte mit Haustieren oder langen Haaren profitieren. Nach mehreren Reinigungsvorgängen befanden sich nur wenige Haare an der Bürste, was den Wartungsaufwand erheblich reduziert.

Während des gesamten Tests arbeitete die Saugleistung konstant auf hohem Niveau. Der Roboter hinterließ sowohl auf Hartböden als auch auf Teppichen einen äußerst sauberen Eindruck und zählt damit ohne Zweifel zu den stärksten Modellen seiner Klasse.

(Saugleistung: 5 von 5 Punkten)

Wischfunktion

Ebenso überzeugend präsentiert sich die Wischfunktion des MOVA V70 Ultra Complete. MOVA setzt auf zwei rotierende Wischmopps, die mit konstantem Druck von 15 N über den Boden geführt werden. Dadurch entsteht eine deutlich höhere Reinigungswirkung als bei einfachen Wischtüchern, die lediglich hinterhergezogen werden.

Im Vergleich zu Saugrobotern mit einer Wischwalze verfolgen rotierende Wischmopps jedoch ein etwas anderes Reinigungskonzept. Wischwalzen bieten den Vorteil, dass sie während der Reinigung kontinuierlich mit Frischwasser benetzt werden und Schmutz permanent von der Walze abgestreift wird. Dadurch wird verhindert, dass bereits aufgenommener Schmutz über längere Zeit auf dem Boden verteilt wird. Insbesondere bei flüssigen Verschmutzungen oder stärker haftendem Schmutz können Wischwalzen daher eine noch effektivere Reinigungsleistung erzielen.

Rotierende Wischmopps besitzen dafür andere Stärken. Durch ihre kompakte Bauweise und die Möglichkeit, einzelne Mopps auszufahren, reinigen sie deutlich flexibler entlang von Fußleisten, in Raumecken sowie unter überstehenden Möbeln. Gerade das MaxiReachX-System des MOVA V70 Ultra Complete spielt diesen Vorteil konsequent aus, indem der rechte Wischmopp automatisch ausgefahren wird und dadurch Bereiche erreicht, die für Wischwalzen aufgrund ihrer Bauform oftmals schwer zugänglich sind. Im Alltag ergibt sich somit ein ausgewogenes Gesamtbild: Während Wischwalzen bei der eigentlichen Nassreinigung leichte Vorteile besitzen können, überzeugen rotierende Wischmopps,  insbesondere in Kombination mit den ausfahrbaren Elementen des MOVA – durch ihre deutlich bessere Kanten-, Ecken- und Möbelreinigung.

Im Alltag entfernt der Roboter Staubfilme, Fußabdrücke, getrocknete Wassertropfen sowie alltägliche Verschmutzungen zuverlässig. Selbst leicht eingetrocknete Flecken werden durch die rotierenden Mopps oftmals bereits im ersten Reinigungsgang beseitigt. Bei stärkeren Verschmutzungen kann der Roboter einzelne Bereiche mehrfach reinigen oder im entsprechenden Reinigungsmodus mit höherer Wasserzufuhr bearbeiten.

Besonders hervorzuheben ist erneut das MaxiReachX-System. Der rechte Wischmopp fährt bei Bedarf automatisch bis zu 16 cm aus und reinigt dadurch deutlich näher entlang von Sockelleisten, Küchenmöbeln oder anderen Hindernissen. Gerade an Innenkanten und entlang von Möbeln verbessert sich das Reinigungsergebnis sichtbar. Bereiche, die bei herkömmlichen Saugrobotern häufig trocken bleiben, werden hier zuverlässig mitgewischt.

Die Wasserzufuhr lässt sich in mehreren Stufen individuell anpassen. Dadurch kann je nach Bodenbelag entweder sparsamer oder intensiver gewischt werden. Gleichzeitig erkennt der Roboter Teppiche automatisch. Je nach gewählter Einstellung hebt er die Wischmopps an, umfährt den Teppich vollständig oder entfernt die Mopps sogar selbstständig in der Station, bevor ausschließlich gesaugt wird. Dadurch werden Teppiche zuverlässig vor Feuchtigkeit geschützt.

Auch die automatische Moppreinigung trägt maßgeblich zum guten Reinigungsergebnis bei. Während längerer Reinigungsvorgänge kehrt der Roboter selbstständig zur Station zurück, wäscht die Mopps mit heißem Wasser und setzt anschließend die Reinigung mit sauberen Mopps fort. Nach Abschluss werden die Mopps erneut gereinigt und anschließend mit warmer Luft getrocknet. Dadurch wird verhindert, dass Schmutz lediglich über den Boden verteilt wird, während gleichzeitig unangenehme Gerüche oder Schimmelbildung reduziert werden.

Eine besonders praktische Funktion ist das automatische Ablegen der Wischmopps in der Reinigungsstation. Wird eine reine Saugreinigung gestartet oder sollen ausschließlich Teppichbereiche gereinigt werden, fährt der MOVA V70 Ultra Complete zunächst zur Station und legt die beiden Wischmopps selbstständig ab. Anschließend reinigt der Roboter die vorgesehenen Flächen ausschließlich im Saugmodus, ohne unnötig die Wischmopps mitzuführen. Nach Abschluss der Reinigung oder sobald wieder gewischt werden soll, kehrt er zur Station zurück, nimmt die Wischmopps automatisch wieder auf und setzt den Reinigungsvorgang fort.

Insgesamt hinterlässt die Wischfunktion einen hervorragenden Eindruck. Für die regelmäßige Unterhaltsreinigung ersetzt sie das manuelle Wischen in den meisten Haushalten nahezu vollständig. Lediglich stark eingetrocknete oder sehr klebrige Verschmutzungen erfordern, wie bei nahezu allen derzeit erhältlichen Saugrobotern, gelegentlich noch eine manuelle Nachreinigung. Im direkten Vergleich mit anderen Premium-Modellen zählt der MOVA V70 Ultra Complete jedoch ohne Zweifel zu den leistungsstärksten Geräten seiner Klasse.

(Wischfunktion: 4,5 von 5 Punkten)

Navigation

Die Navigation gehört zu den größten Stärken des MOVA V70 Ultra Complete und zählt zweifellos zu den modernsten Systemen, die derzeit in einem Saug- und Wischroboter zum Einsatz kommen. Anstatt sich ausschließlich auf einen einzelnen Sensor zu verlassen, kombiniert der Roboter mehrere Technologien miteinander. Dadurch kann er seine Umgebung präzise erfassen, Hindernisse zuverlässig erkennen und selbst komplexe Wohnumgebungen effizient reinigen.

Das Herzstück der Navigation bildet der LiDAR-Lasersensor auf der Oberseite des Roboters. Dieser erstellt durch eine kontinuierliche 360-Grad-Abtastung der Umgebung eine äußerst präzise Karte der Wohnung. Bereits während der ersten Erkundungsfahrt erkennt der MOVA V70 Ultra Complete die Raumstruktur, Wände, Möbel sowie größere Hindernisse und legt daraus eine detaillierte Karte an. Im Gegensatz zu kamerabasierten Systemen funktioniert die Lasernavigation auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder vollständiger Dunkelheit zuverlässig.

Eine Besonderheit des Roboters ist der versenkbare LiDAR-Turm. Erkennt der V70 Ultra Complete, dass er unter besonders niedrige Möbel fahren möchte, wird der Laserturm automatisch eingefahren. Dadurch reduziert sich die Gesamthöhe des Roboters von rund 11 cm auf lediglich 8,8 cm, wodurch auch Bereiche unter Sofas, Betten oder Sideboards gereinigt werden können, die für viele andere LiDAR-Roboter unerreichbar bleiben. Sobald wieder ausreichend Platz vorhanden ist, fährt der Sensor automatisch aus und setzt die vollständige Lasernavigation ohne Unterbrechung fort.

Ergänzt wird der Laserscanner durch ein KI-gestütztes Kamerasystem an der Vorderseite des Roboters. Dieses dient in erster Linie der intelligenten Hinderniserkennung. Mithilfe künstlicher Intelligenz analysiert die Kamera permanent den Bereich vor dem Roboter und unterscheidet zwischen verschiedenen Objekten wie Schuhen, Kabeln, Hausschuhen, Spielzeug, Tiernäpfen oder anderen Gegenständen. Dadurch kann der Roboter seine Fahrtroute frühzeitig anpassen und Hindernisse gezielt umfahren, anstatt sie zu berühren oder mitzuschieben.

Unterstützt wird die Frontkamera von weiteren Sensoren, darunter Abstandssensoren und Infrarotsensoren, welche die Distanz zu Möbeln und Wänden kontinuierlich überwachen. Dadurch fährt der Roboter sehr nah an Hindernissen entlang, ohne ständig mit ihnen zu kollidieren. Kleinere Berührungen lassen sich konstruktionsbedingt zwar nicht vollständig vermeiden, sie fallen jedoch äußerst sanft aus und werden zusätzlich durch den federnd gelagerten Stoßfänger an der Front abgefangen.

Auf der Unterseite befinden sich mehrere Absturzsensoren, welche Treppen, Podeste oder andere Höhenunterschiede zuverlässig erkennen. Bereits wenige Zentimeter vor einer Treppenkante stoppt der Roboter und passt seine Fahrtrichtung an. Während des gesamten Testzeitraums arbeitete diese Absturzerkennung zuverlässig und verhinderte jederzeit ein Herunterfallen des Roboters.

Zusätzlich verfügt der MOVA V70 Ultra Complete über Sensoren zur Teppicherkennung. Sobald ein Teppich erkannt wird, reagiert der Roboter abhängig vom gewählten Reinigungsmodus automatisch. Er erhöht die Saugleistung, hebt die Wischmopps an oder umfährt den Teppich vollständig. In Kombination mit der Multifunktionsstation kann der Roboter die Wischmopps vor einer reinen Teppichreinigung sogar automatisch ablegen und nach Abschluss wieder aufnehmen.

Auch die Odometrie spielt eine wichtige Rolle bei der Navigation. Über die Antriebsräder erfasst der Roboter kontinuierlich seine zurückgelegte Strecke und gleicht diese permanent mit den Daten des LiDAR-Scanners und der Kamera ab. Dadurch bleibt die Position auch bei längeren Reinigungsvorgängen äußerst präzise, selbst wenn einzelne Sensoren kurzfristig eingeschränkt werden.

In der Praxis hinterlässt das gesamte Navigationssystem einen ausgezeichneten Eindruck. Bereits nach kurzer Zeit liegt eine sehr detaillierte Karte der Wohnung vor, in der Räume automatisch erkannt und sauber voneinander getrennt werden. Auch nach mehreren Reinigungsvorgängen blieb die Kartierung stabil. Möbel wurden zuverlässig erkannt, Fahrwege logisch geplant und unnötige Doppelreinigungen weitgehend vermieden.

Positiv fiel außerdem die intelligente Routenplanung auf. Der MOVA V70 Ultra Complete arbeitet Räume systematisch Bahn für Bahn ab und orientiert sich dabei stets an der zuvor erstellten Karte. Enge Passagen zwischen Stühlen oder Möbeln werden sicher durchfahren, während Hindernisse frühzeitig erkannt und elegant umfahren werden. Selbst nach einer Unterbrechung – beispielsweise zum Nachladen des Akkus oder zum Reinigen der Wischmopps – setzt der Roboter seine Arbeit exakt an der zuletzt bearbeiteten Stelle fort.

Ein weiterer Vorteil ist das Zusammenspiel mit den ausfahrbaren Reinigungselementen. Erkennt der Roboter eine Wand oder einen Schrank, fährt die Seitenbürste beziehungsweise der rechte Wischmopp automatisch aus, sodass auch Kanten und schwer erreichbare Bereiche gründlich gereinigt werden. Die Navigation beschränkt sich somit nicht nur auf die Orientierung im Raum, sondern steuert aktiv sämtliche Reinigungskomponenten, um das bestmögliche Reinigungsergebnis zu erzielen.

Insgesamt überzeugt die Navigation des MOVA V70 Ultra Complete auf ganzer Linie. Die Kombination aus versenkbarem LiDAR-Scanner, KI-gestützter Frontkamera, Abstandssensoren, Teppich- und Absturzsensoren sowie intelligenter Software sorgt für eine äußerst präzise Orientierung. Der Roboter bewegt sich sicher, effizient und nahezu fehlerfrei durch die Wohnung und zählt damit zu den derzeit leistungsfähigsten Navigationssystemen im Bereich der Premium-Saugroboter.

(Navigation: 4,5 von 5 Punkten)

Hindernisüberwindung

Die Hindernisüberwindung zählt zu den besonderen Stärken des MOVA V70 Ultra Complete. Während viele Saugroboter bereits bei höheren Türschwellen, Teppichkanten oder Übergängen zwischen verschiedenen Bodenbelägen an ihre Grenzen stoßen, wurde der MOVA V70 Ultra Complete gezielt für anspruchsvollere Wohnumgebungen entwickelt. Besonders das StepMaster System 2.0 spielt dabei eine zentrale Rolle.

Dieses System unterstützt den Roboter dabei, höhere Hindernisse kontrolliert zu überwinden. Dazu nutzt der Saugroboter seine kräftigen Antriebsräder, eine intelligente Fahrwerkssteuerung sowie zusätzliche ausfahrbare beziehungsweise anhebende Mechanismen. Erkennt der Roboter eine Schwelle oder einen Absatz, fährt er diese nicht einfach nur mit Kraft an, sondern passt seine Bewegung gezielt an. So kann er sich stabil anheben, über das Hindernis bewegen und anschließend kontrolliert wieder absetzen.

In der Praxis ist das vor allem bei Türschwellen, Übergangsleisten, Teppichkanten oder kleinen Stufen hilfreich. Der MOVA V70 Ultra Complete kann Hindernisse von bis zu 9 cm überwinden und liegt damit deutlich über dem, was klassische Saugroboter normalerweise schaffen. Dadurch eignet sich das Modell besonders gut für Wohnungen mit Altbau-Türschwellen, unterschiedlichen Bodenhöhen oder erhöhten Teppichbereichen.

Auch die großen, gummierten Antriebsräder tragen zur guten Hindernisüberwindung bei. Sie bieten ausreichend Grip auf Hartböden, Teppichen und leicht unebenen Flächen. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass der Roboter beim Überfahren von Schwellen nicht sofort durchdreht oder hängen bleibt. Die Federung beziehungsweise Beweglichkeit der Räder hilft zusätzlich dabei, kleinere Unebenheiten auszugleichen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Sensorik. Der MOVA V70 Ultra Complete erkennt Hindernisse nicht nur optisch, sondern bewertet sie auch während der Fahrt. Mithilfe der Frontsensoren, der Hinderniserkennung und der Bodensensoren kann der Roboter einschätzen, ob ein Objekt umfahren oder überfahren werden soll. Flache Übergänge, Teppichkanten und Schwellen werden dadurch meist zuverlässig gemeistert, während größere Gegenstände wie Schuhe, Spielzeug oder Kabel bewusst umfahren werden.

Positiv ist außerdem, dass die ausfahrbaren Reinigungselemente die Beweglichkeit des Roboters nicht einschränken. Seitenbürste und Wischmopp werden nur dann ausgefahren, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Beim Überwinden von Hindernissen bleiben sie geschützt eingefahren beziehungsweise werden entsprechend angehoben, sodass sie nicht an Teppichkanten oder Schwellen hängen bleiben. Auch die Wischmopps können bei Teppichen angehoben werden, wodurch der Roboter Übergänge sicherer passiert und empfindliche Bodenbeläge geschützt werden.

Gerade im Alltag macht sich diese hohe Kletterfähigkeit deutlich bemerkbar. Der Roboter muss seltener umgesetzt werden, kann mehrere Räume selbstständig erreichen und reinigt auch Wohnbereiche, die für viele andere Modelle problematisch wären. Das verbessert nicht nur den Komfort, sondern sorgt auch für eine vollständigere Reinigung der gesamten Wohnung.

Trotz der sehr guten Hindernisüberwindung gibt es natürlich Grenzen. Sehr steile, lose oder rutschige Hindernisse können auch für den MOVA V70 Ultra Complete schwierig sein. Gleiches gilt für Kabel, leichte Teppiche oder Gegenstände, die sich beim Anfahren verschieben. Insgesamt gehört die Hindernisüberwindung jedoch klar zu den stärksten Eigenschaften des Roboters. Das StepMaster System 2.0, die kräftigen Antriebsräder, die intelligente Sensorik und die geschützten Reinigungselemente arbeiten hier sehr gut zusammen und machen den MOVA V70 Ultra Complete deutlich flexibler als viele herkömmliche Saug- und Wischroboter.

(Hindernisüberwindung: 4,5 von 5 Punkten)

App

Die Steuerung des MOVA V70 Ultra Complete erfolgt über die MOVA-App, die sowohl für Android als auch für iOS kostenlos erhältlich ist. Bereits während der Ersteinrichtung wird deutlich, dass die App zu den umfangreichsten ihrer Klasse gehört. Sie überzeugt nicht nur durch eine moderne und übersichtliche Gestaltung, sondern vor allem durch die Vielzahl an Einstellungs- und Individualisierungsmöglichkeiten. Sowohl Einsteiger als auch erfahrene Nutzer kommen hier auf ihre Kosten: Während sich die wichtigsten Funktionen schnell erreichen lassen, bietet die App gleichzeitig zahlreiche Optionen, um das Reinigungsverhalten bis ins kleinste Detail an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

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Startseite

Nach dem Öffnen der App gelangt man zunächst auf die Startseite, auf der alle verbundenen MOVA-Geräte übersichtlich angezeigt werden. Mit einem Fingertipp öffnet sich anschließend die Steuerungsoberfläche des V70 Ultra Complete.

Im oberen Bereich werden der aktuelle Status des Roboters, der Akkustand sowie eventuelle Hinweise oder Fehlermeldungen angezeigt. Darunter befindet sich die erstellte Wohnungs- beziehungsweise Hauskarte, die den Mittelpunkt der Bedienung bildet. Die Karte wird übersichtlich dargestellt und lässt sich frei zoomen, verschieben oder drehen. Bereits nach der ersten Kartierung erkennt die App die einzelnen Räume automatisch und versieht diese mit unterschiedlichen Farben, wodurch die Orientierung sehr leicht fällt.

Unterhalb der Karte befinden sich die wichtigsten Schnellfunktionen. Hier kann der Nutzer mit wenigen Fingertipps eine komplette Reinigung starten, einzelne Räume auswählen oder gezielt bestimmte Bereiche reinigen lassen. Ebenso lassen sich Sperrzonen, virtuelle Wände oder Bereiche definieren, in denen ausschließlich gesaugt beziehungsweise gewischt werden soll.

Bereits die Startseite vermittelt einen aufgeräumten Eindruck. Trotz des großen Funktionsumfangs wirkt die Bedienoberfläche nicht überladen, da die wichtigsten Funktionen logisch angeordnet und leicht erreichbar sind.

Kartenverwaltung

Ein großer Bestandteil der App ist die Kartenverwaltung. Nach der ersten Kartierung lassen sich sämtliche Räume individuell bearbeiten. So können Räume zusammengelegt oder getrennt, umbenannt und mit eigenen Symbolen versehen werden. Auch mehrere Etagenkarten werden unterstützt, wodurch sich der Roboter problemlos in mehrstöckigen Häusern einsetzen lässt.

Darüber hinaus können zahlreiche Bereiche definiert werden:

  • Virtuelle Wände
  • Sperrzonen
  • No-Mop-Zonen
  • Teppichbereiche
  • Individuelle Reinigungszonen
  • Temporäre Reinigungsbereiche

Ebenso kann für jeden einzelnen Raum eine individuelle Reinigungskonfiguration hinterlegt werden. So lässt sich beispielsweise das Wohnzimmer mit hoher Saugleistung reinigen, während Schlafzimmer oder Büro besonders leise gereinigt werden.

Reinigungseinstellungen

Besonders umfangreich fallen die eigentlichen Reinigungseinstellungen aus. Für nahezu jeden Parameter bietet die App mehrere Anpassungsmöglichkeiten.

Unter anderem können folgende Einstellungen vorgenommen werden:

  • Saugleistung in mehreren Leistungsstufen
  • Wassermenge für die Wischfunktion
  • Anzahl der Reinigungsdurchgänge
  • Reihenfolge der Raumreinigung
  • Reinigungsmuster
  • Intensität der Teppichreinigung
  • Automatische Saugleistungsanpassung auf Teppichen
  • Verhalten der Wischmopps auf Teppichen (Anheben, Umfahren oder Ablegen in der Station)
  • Kantenreinigungsmodus
  • Intelligente Reinigung nach Verschmutzungsgrad
  • Automatische Nachreinigung bei stark verschmutzten Bereichen

Besonders praktisch ist die Möglichkeit, für jeden Raum eigene Reinigungsparameter zu speichern. Dadurch muss der Nutzer diese Einstellungen nicht bei jeder Reinigung erneut auswählen.

Einstellungen der Reinigungsstation

Auch die Multifunktionsstation lässt sich umfangreich konfigurieren. Hier zeigt sich besonders, wie viele Automatikfunktionen der MOVA V70 Ultra Complete bietet.

Unter anderem können folgende Funktionen angepasst werden:

  • Häufigkeit der automatischen Moppreinigung
  • Temperatur des Waschwassers
  • Dauer der Mopptrocknung
  • Intensität der Trocknung
  • Automatische Staubentleerung
  • Häufigkeit der Staubentleerung
  • Reinigungsmittelverwaltung
  • Selbstreinigung der Waschwanne
  • Wartungserinnerungen

Dadurch lässt sich das Verhalten der Station optimal an unterschiedliche Wohnsituationen anpassen.

Roboter-Einstellungen

Neben den eigentlichen Reinigungsfunktionen bietet die App zahlreiche weitere Optionen zur Konfiguration des Roboters.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Zeitpläne für automatische Reinigungen
  • Kindersicherung
  • „Nicht stören“-Modus
  • Sprachpakete
  • Lautstärke der Sprachausgabe
  • Firmware-Updates
  • WLAN-Einstellungen
  • Freigabe für weitere Familienmitglieder
  • Fernsteuerung
  • Standort des Roboters
  • Reinigungsprotokolle
  • Verbrauchsanzeige aller Verschleißteile

Gerade die Wartungsübersicht ist äußerst hilfreich. Für Bürsten, Filter, Wischmopps und weitere Verschleißteile zeigt die App den aktuellen Nutzungsgrad an und informiert rechtzeitig über einen notwendigen Austausch oder eine Reinigung.

Untermenüs und Zusatzfunktionen

Die verschiedenen Untermenüs sind logisch aufgebaut und klar strukturiert. Trotz der enormen Anzahl an Funktionen findet man sich nach kurzer Eingewöhnung schnell zurecht. Sämtliche Menüpunkte sind verständlich beschriftet und werden teilweise zusätzlich mit kleinen Grafiken erklärt.

Besonders gelungen sind die zahlreichen Zusatzfunktionen. So lässt sich der Roboter beispielsweise manuell fernsteuern, die Kamera für Kontrollfahrten nutzen (modellabhängig und regional unterschiedlich verfügbar), der aktuelle Reinigungsverlauf nachvollziehen oder detaillierte Informationen zur Kartierung anzeigen.

Ebenso bietet die App umfangreiche Statistiken über bereits gereinigte Flächen, absolvierte Reinigungsvorgänge, Betriebsstunden sowie den Zustand der einzelnen Verbrauchsteile.

Sprachsteuerung und Smart Home

Selbstverständlich unterstützt der MOVA V70 Ultra Complete auch die Einbindung in Smart-Home-Systeme. Über Amazon Alexa sowie Google Assistant können Reinigungen bequem per Sprachbefehl gestartet, gestoppt oder zur Ladestation zurückgeschickt werden. Dadurch lässt sich der Roboter problemlos in bestehende Smart-Home-Umgebungen integrieren.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke spielt bei einem Saug- und Wischroboter eine wichtige Rolle, insbesondere wenn dieser regelmäßig während des Tages oder in den Abendstunden eingesetzt wird. Der MOVA V70 Ultra Complete bietet verschiedene Reinigungsmodi, wodurch sich die Geräuschentwicklung je nach gewählter Saugleistung und aktueller Funktion deutlich unterscheiden kann. Insgesamt hinterlässt das Gerät im Alltag einen angenehmen Eindruck und bewegt sich – gemessen an seiner hohen Leistungsfähigkeit – auf einem guten bis sehr guten Niveau.

Lautstärke beim Saugen

Während des Saugens hängt die Lautstärke maßgeblich von der gewählten Saugleistungsstufe ab. Im leisesten Modus arbeitet der MOVA V70 Ultra Complete angenehm zurückhaltend. Das Betriebsgeräusch ist zwar jederzeit wahrnehmbar, wirkt jedoch nicht aufdringlich und eignet sich gut für die regelmäßige Unterhaltsreinigung, beispielsweise während man sich in einem anderen Raum aufhält oder arbeitet.

Im Standardmodus steigt die Geräuschkulisse erwartungsgemäß etwas an, bleibt jedoch weiterhin angenehm. Vor allem das gleichmäßige Laufgeräusch fällt positiv auf. Klappernde Gehäuseteile oder störende Vibrationen sind während der Reinigung nicht zu hören. Stattdessen erzeugt der Roboter ein konstantes Betriebsgeräusch, das für einen Saugroboter dieser Leistungsklasse vergleichsweise angenehm ausfällt.

Erst in den höchsten Leistungsstufen macht sich die enorme Saugleistung von bis zu 40.000 Pa deutlich bemerkbar. Hier nimmt die Lautstärke spürbar zu, was angesichts der hohen Motorleistung jedoch kaum überrascht. Gerade auf Teppichen, wenn der Roboter automatisch die Saugleistung erhöht, ist das Betriebsgeräusch deutlich hörbar. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass die zusätzliche Lautstärke unmittelbar mit der höheren Reinigungsleistung einhergeht. Für die tägliche Reinigung genügt in den meisten Fällen bereits der Standard- oder Automatikmodus, wodurch der Roboter vergleichsweise leise arbeitet.

Lautstärke während der Wischfunktion

Beim Wischen arbeitet der MOVA V70 Ultra Complete deutlich leiser als beim Saugen. Da die rotierenden Wischmopps selbst nur sehr geringe Geräusche verursachen, dominieren hauptsächlich die Fahrgeräusche des Roboters sowie das leichte Surren der Motoren. Auf Hartböden bewegt sich der Roboter angenehm ruhig durch die Wohnung und eignet sich dadurch auch für Reinigungen während der Arbeitszeit im Homeoffice oder am Abend.

Positiv fällt auf, dass die Wischmopps ruhig laufen und keine störenden Schleif- oder Klappergeräusche verursachen. Selbst beim Ausfahren des rechten Wischmopps oder der Seitenbürste sind die Bewegungen kaum hörbar. Insgesamt gehört der Wischbetrieb zu den leisesten Arbeitsmodi des Roboters.

Lautstärke der Reinigungsstation

Deutlich lauter wird es hingegen an der Multifunktionsstation – insbesondere während der automatischen Staubentleerung. Sobald der Roboter nach der Reinigung zur Station zurückkehrt und der Staubbehälter abgesaugt wird, entsteht für einige Sekunden ein kräftiges Sauggeräusch. Dieses liegt auf dem Niveau eines klassischen Bodenstaubsaugers und zählt zu den lautesten Betriebsphasen des gesamten Systems. Da die Staubentleerung jedoch nur kurz dauert, fällt dies im Alltag kaum negativ ins Gewicht.

Die automatische Reinigung der Wischmopps arbeitet dagegen wesentlich leiser. Während des Spülvorgangs sind lediglich das Einlaufen des Wassers sowie die rotierenden Mopps zu hören. Die Geräuschentwicklung bleibt dabei angenehm zurückhaltend und ist deutlich leiser als die Staubentleerung.

Auch die anschließende Warmlufttrocknung der Wischmopps fällt positiv auf. Während der mehrstündigen Trocknungsphase arbeitet die Station mit einem leichten Luftstrom, der lediglich als sanftes Rauschen wahrnehmbar ist. Selbst wenn sich die Station in einem angrenzenden Wohnraum befindet, wird dieser Vorgang kaum als störend empfunden.

(Lautstärke: 5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Der MOVA V70 Ultra Complete ist mit einem 6.400-mAh-Akku ausgestattet und bietet damit eine sehr solide Grundlage für größere Wohnungen oder Häuser. Die Akkukapazität liegt auf dem Niveau aktueller Premium-Saugroboter und ermöglicht auch längere Reinigungsvorgänge ohne ständige Ladeunterbrechungen.

In der Praxis hängt die tatsächliche Laufzeit stark vom gewählten Reinigungsmodus ab. Im reinen Saugmodus mit niedriger oder mittlerer Saugleistung hält der Roboter am längsten durch und kann größere Flächen problemlos in einem Durchgang reinigen. Wird hingegen mit hoher Saugleistung, aktivierter Teppicherkennung oder zusätzlicher Wischfunktion gearbeitet, sinkt die Laufzeit entsprechend. Besonders intensive Reinigungsmodi mit maximaler Saugkraft und regelmäßiger Moppreinigung beanspruchen den Akku deutlich stärker.

Positiv ist, dass der MOVA V70 Ultra Complete über eine automatische Fortsetzungsfunktion verfügt. Reicht der Akkustand für die komplette Reinigung nicht aus, fährt der Roboter selbstständig zurück zur Station, lädt nach und setzt die Reinigung anschließend an der zuletzt bearbeiteten Stelle fort. Gerade bei großen Wohnflächen ist das sehr praktisch, da der Nutzer nicht manuell eingreifen muss.

Auch die Ladezeit fällt angenehm aus. MOVA setzt auf eine Schnellladefunktion, wodurch der Akku schneller wieder einsatzbereit ist als bei vielen älteren Modellen. Eine vollständige Ladung dauert zwar weiterhin einige Zeit, im Alltag fällt das jedoch kaum negativ auf, da der Roboter meist automatisch nachlädt und seine Arbeit bei Bedarf eigenständig fortsetzt. Laut Hersteller beziehungsweise Händlerangaben soll die Ladezeit rund 30 Prozent kürzer ausfallen als beim Vorgängermodell V50.

Insgesamt überzeugt der MOVA V70 Ultra Complete bei Akkulaufzeit und Ladeverhalten. Die hohe Akkukapazität, die automatische Wiederaufnahme der Reinigung und die schnellere Ladefunktion sorgen dafür, dass der Roboter auch für größere Haushalte gut geeignet ist. Nur bei sehr großen Flächen und gleichzeitig maximaler Reinigungsintensität kann eine Zwischenladung notwendig werden.

(Akkulaufzeit: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der MOVA V70 Ultra Complete überzeugt im Test mit einer insgesamt sehr starken Leistung und wird dem Premium-Anspruch in nahezu allen Bereichen gerecht. Die hohe Saugleistung, die präzise Navigation sowie die umfangreiche Multifunktionsstation sorgen für eine zuverlässige und weitgehend automatisierte Bodenreinigung. Besonders die ausfahrbare Seitenbürste, der bewegliche Wischmopp, das StepMaster System 2.0 und der versenkbare LiDAR-Turm bieten im Alltag einen echten Mehrwert und sind keineswegs nur Marketingversprechen.

Auch die App überzeugt mit einer übersichtlichen Bedienung und zahlreichen Einstellungs- und Individualisierungsmöglichkeiten. Die Verarbeitung bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau und der umfangreiche Lieferumfang rundet das Gesamtpaket ab.

Kleine Einschränkungen gibt es lediglich bei sehr hartnäckigen Verschmutzungen, bei denen Wischwalzensysteme konstruktionsbedingt noch etwas effektiver arbeiten können. Dafür bieten die rotierenden Wischmopps des MOVA deutliche Vorteile bei der Reinigung entlang von Kanten, in Ecken und unter Möbeln.

Unterm Strich hält der MOVA V70 Ultra Complete, was der Hersteller verspricht. Wer auf der Suche nach einem leistungsstarken und technisch ausgereiften Saug- und Wischroboter mit umfangreicher Ausstattung ist, erhält hier eines der derzeit besten Gesamtpakete auf dem Markt.

Preis/Leistung

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.399 € gehört der MOVA V70 Ultra Complete zweifellos zur Premiumklasse der Saug- und Wischroboter. Inzwischen ist das Modell jedoch bereits für rund 1.099 € im Handel erhältlich, wodurch sich das Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich verbessert.

Angesichts der gebotenen Ausstattung erscheint dieser Preis durchaus gerechtfertigt. Der MOVA V70 Ultra Complete bietet zahlreiche Technologien, die derzeit nur bei wenigen Konkurrenzmodellen zu finden sind. Dazu zählen unter anderem das MaxiReachX-System mit ausfahrbarer Seitenbürste und ausfahrbarem Wischmopp, das StepMaster System 2.0 zur Überwindung hoher Hindernisse, der versenkbare LiDAR-Turm, die leistungsstarke EcoCyclone-Station ohne Staubbeutel sowie eine umfangreiche App mit zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten.

Auch bei der Reinigungsleistung muss sich der Roboter nicht verstecken. Sowohl die Saugleistung als auch die Navigation und die automatische Wartung durch die Multifunktionsstation bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau. Hinzu kommen die hochwertige Verarbeitung, der umfangreiche Lieferumfang inklusive verschiedener Ersatzteile sowie die insgesamt ausgereifte Software.

Natürlich handelt es sich weiterhin um ein hochpreisiges Modell, sodass sich die Investition vor allem für Nutzer lohnt, die möglichst viele Reinigungs- und Wartungsaufgaben automatisieren möchten. Wer hingegen lediglich einen einfachen Saugroboter sucht, findet bereits deutlich günstigere Alternativen. Wer jedoch die zahlreichen Komfortfunktionen regelmäßig nutzt, erhält mit dem MOVA V70 Ultra Complete ein sehr stimmiges Gesamtpaket.

Unterm Strich bietet der MOVA V70 Ultra Complete zum aktuellen Straßenpreis von rund 1.099 € ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Kombination aus innovativer Technik, hervorragender Reinigungsleistung, umfangreicher Ausstattung und hochwertiger Verarbeitung rechtfertigt den aufgerufenen Preis und macht den Roboter zu einer der interessantesten Optionen im Premium-Segment.  

MOVA V70 Ultra Complete

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.mova.tech

Dreame Speisereste-Entsorger SF25

In aller Kürze

Der Dreame SF25 ist ein moderner Küchenhelfer, der Bioabfälle deutlich reduziert und dabei für mehr Hygiene und weniger Gerüche in der Küche sorgen soll. Käufer können eine einfache Bedienung, eine hochwertige Verarbeitung und eine effektive Verkleinerung von Speiseresten erwarten. Im Alltag überzeugt das Gerät vor allem durch seine zuverlässige Geruchskontrolle und die sauberen Ergebnisse bei der Verarbeitung von Küchenabfällen. Weniger positiv fallen der hohe Anschaffungspreis sowie die vergleichsweise lange Laufzeit des Vorgangs auf. Wer regelmäßig größere Mengen organischer Abfälle entsorgt und Wert auf Komfort legt, erhält mit dem SF25 eine praktische Lösung, muss dafür jedoch etwas Geduld und eine entsprechende Investition mitbringen.

Gefällt uns

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Effektive Geruchskontrolle durch Aktivkohlefilter
  • Deutliche Volumenreduzierung von Bioabfällen
  • Einfache und intuitive Bedienung
  • Angenehm leiser Betrieb
  • Geringer Wartungsaufwand
  • Modernes und kompaktes Design

Gefällt uns weniger

  • Hoher Anschaffungspreis
  • Lange Programmlaufzeit
  • Regelmäßiger Filterwechsel erforderlich
  • braucht knapp 1,2 kWh Strom pro Durchlauf
  • Selbstreinigung ersetzt keine manuelle Reinigung vollständig

Dreame Speisereste-Entsorger SF25

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Dreame SF25 macht bereits auf den ersten Blick einen hochwertigen Eindruck. Auf den Verpackungsseiten befinden sich zum Teil große Produktbilder, welche den Küchenkomposter in seiner typischen Einsatzumgebung zeigen. Ergänzend dazu werden die wichtigsten Funktionen und Vorteile übersichtlich hervorgehoben, darunter die starke Volumenreduzierung von Bioabfällen, die Geruchskontrolle durch das Filtersystem sowie die einfache Bedienung.

Im Inneren ist der Dreame SF25 sicher durch passgenaue Formteile aus Karton und zusätzliche Schutzfolien gegen Transportschäden geschützt. Das Gerät selbst ist nochmals in einer Schutzhülle verpackt, sodass die Oberfläche während des Versands vor Kratzern bewahrt wird. Sämtliche Zubehörteile sind separat untergebracht und ordentlich sortiert.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Dreame SF25 selbst ein Netzkabel, ein Aktivkohlefilter für die Geruchsfilterung (Bereits eigesetzt, aber noch in Folie verpackt), die Bedienungsanleitung. Insgesamt hinterlässt die Verpackung einen durchdachten und hochwertigen Eindruck, wobei die Produktpräsentation auf allen Seiten informativ gestaltet ist und die wichtigsten Vorteile des Geräts klar kommuniziert.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Bereits auf den ersten Blick wird deutlich, dass der Dreame SF25 nicht wie ein gewöhnlicher Bioabfallbehälter gestaltet wurde. Stattdessen orientiert sich das Gerät optisch an modernen Premium-Küchengeräten und fügt sich dadurch harmonisch in zeitgemäße Küchenumgebungen ein. Das Gehäuse zeichnet sich durch eine klare Linienführung, abgerundete Ecken und ein insgesamt sehr aufgeräumtes Erscheinungsbild aus. Die dezente Farbgestaltung wirkt hochwertig und unaufdringlich, sodass der SF25 selbst auf der Arbeitsplatte nicht störend wirkt, sondern vielmehr den Eindruck eines modernen Haushaltsgeräts vermittelt.

Mit seinen Abmessungen von rund 35 × 31 × 40 Zentimetern (B × T × H) fällt der Küchenkomposter vergleichsweise kompakt aus. Dadurch findet er auch in kleineren Küchen problemlos einen festen Platz. Trotz der kompakten Bauweise bietet das Gerät ausreichend Volumen für die tägliche Aufnahme von Küchenabfällen. Die Proportionen wirken ausgewogen und sorgen dafür, dass der SF25 weder zu massiv noch zu klein erscheint.

Besonders gelungen ist die Gestaltung der Bedienoberfläche. Das Touchpanel wurde unauffällig in die Front integriert und unterstreicht den modernen Charakter des Geräts. Die Symbole sind übersichtlich angeordnet und lassen sich auch aus etwas größerer Entfernung gut erkennen. Im ausgeschalteten Zustand fügt sich das Bedienfeld nahezu nahtlos in die Front ein, wodurch die elegante Optik erhalten bleibt.

Auch bei den funktionalen Elementen hat Dreame auf eine möglichst dezente Integration geachtet. Lüftungsöffnungen, Sensoren und das Filtersystem sind so in das Gehäuse eingearbeitet, dass sie kaum auffallen. Der Deckel schließt bündig mit dem Gehäuse ab und sorgt für eine saubere Gesamtoptik. Insgesamt vermittelt der SF25 den Eindruck eines durchdacht gestalteten Premium-Produkts, das sich deutlich von herkömmlichen Kompostern oder Bioabfallbehältern abhebt.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Nicht nur optisch, sondern auch bei der Verarbeitungsqualität hinterlässt der Dreame SF25 einen überzeugenden Eindruck. Bereits beim Auspacken fällt das vergleichsweise hohe Gewicht von rund 13 Kilogramm auf, das auf eine stabile Konstruktion und hochwertige Materialien schließen lässt. Das Gerät steht sicher auf seinem Platz und verrutscht selbst während des Betriebs nicht.

Die einzelnen Gehäuseteile sind sauber verarbeitet und passgenau miteinander verbunden. Sämtliche Spaltmaße fallen gleichmäßig aus, lose oder klappernde Elemente sind nicht vorhanden. Die Oberflächen wirken hochwertig und sind gleichzeitig pflegeleicht, was besonders in einer Küchenumgebung von Vorteil ist. Fingerabdrücke und leichte Verschmutzungen lassen sich problemlos entfernen.

Auch der Deckel macht einen sehr soliden Eindruck. Er öffnet und schließt zuverlässig und sitzt sauber auf dem Gehäuse. Die Scharniere arbeiten präzise und vermitteln eine hohe Stabilität. Der herausnehmbare Innenbehälter ist ebenfalls hochwertig verarbeitet und lässt sich leicht einsetzen beziehungsweise entnehmen. Sämtliche Kontaktflächen und Bedienelemente wirken langlebig und für eine regelmäßige Nutzung ausgelegt.

Das Touch-Bedienfeld reagiert präzise auf Eingaben und vermittelt ebenfalls einen hochwertigen Eindruck. Während des Testzeitraums zeigten sich weder Verarbeitungsmängel noch Schwachstellen bei den verwendeten Materialien. Insgesamt wird deutlich, dass Dreame beim SF25 großen Wert auf Qualität gelegt hat. Die Kombination aus robusten Materialien, sauberer Fertigung und hochwertiger Haptik sorgt dafür, dass das Gerät seinem Premium-Anspruch in vollem Umfang gerecht wird.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

ProdukttypElektrischer Küchenkomposter / Speisereste-Verwerter
EinsatzbereichKüchenabfälle, Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Eierschalen u. a.
FassungsvermögenBis zu 2,5 Liter
VolumenreduzierungBis zu 90 %
TechnologieZerkleinern, Trocknen und Geruchsfilterung
FiltersystemAktivkohlefilter
BedienungTouch-Bedienfeld
Geräuschpegelunter 30 dB
FarbeWeiß
Abmessungen35 × 31 × 40 cm (Breite x Tiefe x Höhe)
GewichtCa. 13 kg
Lieferumfang1 x Dreame Speisereste-Entsorger SF25
1 x Aktivkohlefilter, bereits eingesetzt aber in Folie verpackt.
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Dreame Speisereste-Entsorger SF25

Bedienung und Einrichtung

Bereits bei der ersten Inbetriebnahme wird deutlich, dass Dreame den SF25 mit besonderem Augenmerk auf Benutzerfreundlichkeit entwickelt hat. Nach dem Auspacken sind lediglich wenige Handgriffe erforderlich, um das Gerät in Betrieb zu nehmen. Der Aktivkohlefilter ist aus dem hinteren Fach zu entnehmen und von seiner Schutzfolie zu befreien. Anschließend kann der Filter wieder eingesetzt werden. Im Anschluss wird der Küchenkomposter an das Stromnetz angeschlossen.  Aufwendige Montagearbeiten oder komplexe Einrichtungsschritte sind nicht erforderlich.  Das Gerät eignet sich somit auch für Nutzer ohne vorherige Erfahrung mit Küchenkompostern.

Das Bedienfeld befindet sich gut erreichbar auf der Vorderseite des Geräts und setzt auf moderne Touch-Bedienung. Die einzelnen Symbole sind übersichtlich angeordnet und lassen sich auch ohne Blick in die Bedienungsanleitung weitgehend intuitiv verstehen. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Touchpanels überzeugt im Test, da Eingaben zuverlässig erkannt und unmittelbar umgesetzt werden. Sämtliche Programme (zwei Stück) lassen sich mit wenigen Berührungen starten oder anpassen.

Im Alltag profitiert der Nutzer von der weitgehend automatisierten Arbeitsweise des SF25. Nachdem die Küchenabfälle eingefüllt und das gewünschte Programm ausgewählt wurden, übernimmt das Gerät den restlichen Verarbeitungsprozess selbstständig. Eine permanente Überwachung oder zusätzliche Eingriffe sind nicht notwendig. Besonders praktisch ist dabei die klare Statusanzeige, welche jederzeit Auskunft über den aktuellen Betriebszustand bzw. Restlaufzeit gibt.

Auch das Befüllen gestaltet sich komfortabel. Der Deckel lässt sich leicht öffnen und gewährt Zugang zum großzügig dimensionierten Innenbehälter. Selbst größere Mengen an Obst- und Gemüseresten können problemlos eingefüllt werden. Dank der durchdachten Konstruktion bleiben die Hände dabei weitgehend sauber.

(Bedienung und Einrichtung: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Der Dreame SF25 ist deutlich mehr als ein gewöhnlicher Behälter für Küchenabfälle. Das Gerät kombiniert mehrere Arbeitsschritte in einem geschlossenen System und übernimmt die Zerkleinerung, Trocknung sowie Geruchsneutralisierung organischer Abfälle nahezu vollautomatisch. Ziel ist es, das Volumen von Speiseresten erheblich zu reduzieren und gleichzeitig unangenehme Gerüche zu minimieren, die bei herkömmlichen Biomüllbehältern häufig auftreten.

Im Inneren arbeitet ein spezielles Verarbeitungssystem, das die eingefüllten Lebensmittelreste zunächst zerkleinert und anschließend durch Hitze trocknet. Dadurch wird den Abfällen ein Großteil ihrer Feuchtigkeit entzogen, wodurch das ursprüngliche Volumen deutlich schrumpft. Nach Abschluss des Vorgangs bleibt lediglich ein trockener Rückstand zurück, der sich wesentlich einfacher entsorgen bzw. nutzen lässt als frische Küchenabfälle.

(Funktionsumfang: 4,5 von 5 Punkten)

Leistung

Im praktischen Einsatz kann der Dreame SF25 seine Stärken eindrucksvoll unter Beweis stellen. Während des Testzeitraums wurden unterschiedliche Arten von Küchenabfällen verarbeitet, darunter Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Eierschalen sowie kleinere Speisereste. Das Gerät bewältigte sämtliche Aufgaben zuverlässig und lieferte durchgehend top Ergebnisse.

Besonders beeindruckend ist die Volumenreduzierung. Bereits nach einem vollständigen Durchlauf bleibt nur ein Bruchteil der ursprünglich eingefüllten Abfallmenge zurück. Die entstandenen Rückstände sind trocken, leicht und deutlich hygienischer als herkömmlicher Biomüll. Dadurch verlängern sich auch die Entleerungsintervalle erheblich.

Positiv fällt zudem auf, dass die Verarbeitung weitgehend gleichmäßig erfolgt. Selbst größere Mengen werden zuverlässig behandelt, ohne dass regelmäßig manuell eingegriffen werden muss. Der Innenraum bleibt dabei vergleichsweise sauber und die Ergebnisse überzeugen unabhängig von der Zusammensetzung der Abfälle.

Lediglich die Dauer des Programs fällt recht lang aus. Je nach Füllmenge und Art der Lebensmittel läuft das ganze in der Regel 6 Stunden, bis ein Durchgang abgeschlossen ist. Da der gesamte Prozess jedoch automatisiert abläuft, stellt dies im Alltag meist kein größeres Problem dar.

(Leistung: 4,5 von 5 Punkten)

Geruchsreduzierung

Einer der wichtigsten Gründe für die Anschaffung eines Küchenkomposters ist die Reduzierung unangenehmer Gerüche. Genau hier zählt der Dreame SF25 zu den stärksten Geräten seiner Klasse. Bereits während der Testphase zeigte sich, dass selbst bei der Verarbeitung feuchter Lebensmittelreste kaum wahrnehmbare Gerüche entstehen.

Das integrierte Filtersystem mit Aktivkohlefilter ist für die effektive Geruchskontrolle verantwortlich. Dieser großvolumige Behälter, gefüllt mit Aktivkohle, ermöglicht eine unkomplizierte Entleerung und Nachfüllung mit neuer Aktivkohle, sobald die Filterleistung nachlässt.  Dadurch wird eine effiziente Filterung der während des Trocknungsprozesses entstehenden Geruchsstoffe gewährleistet.  Selbst in kleineren Küchen oder offenen Wohnbereichen wird die Luftqualität nachhaltig verbessert.

Auch bei längeren Standzeiten zwischen zwei Verarbeitungsvorgängen entstehen kaum störende Gerüche im Gerät. Dadurch eignet sich der SF25 besonders für Haushalte, die empfindlich auf Geruchsbelästigungen reagieren oder ihren Biomüll bisher regelmäßig nach draußen bringen mussten.

Im Test gehört die Geruchsfilterung eindeutig zu den größten Stärken des Geräts. Dreame selbst bietet übrigens ach einen Filter samt Gehäuse neu zum Kauf an, dieser kostet dann knapp unter 35€

(Geruchsreduzierung: 5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Neben der Geruchsentwicklung spielt auch die Lautstärke bei Geräten dieser Art eine wichtige Rolle. Schließlich laufen die Programme oftmals mehrere Stunden am Stück. Der Dreame SF25 arbeitet insgesamt angenehm leise und eignet sich daher auch für offene Wohnküchen, wie es bei uns der Fall ist.

Während der Zerkleinerungsphase sind die Arbeitsgeräusche zwar wahrnehmbar, verbleiben jedoch auf einem moderaten Niveau. Nach Abschluss dieser Phase arbeitet das Gerät überwiegend mit einem gleichmäßigen Hintergrundgeräusch, das im Alltag kaum störend wahrgenommen wird. Wir haben den Speisereste-Entsorgen während des Fernsehens problemlos genutzt, wobei dieser keinesfalls störend oder negativ hörbar war. Die Geräuschentwicklung ist bemerkenswert gering. 

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Reinigung und Wartung

Auch bei der Reinigung zeigt sich, dass Dreame großen Wert auf Alltagstauglichkeit gelegt hat. Der Innenbehälter lässt sich mit wenigen Handgriffen entnehmen und kann anschließend bequem gereinigt werden. Dank der glatten Oberflächen haften Rückstände nur in geringem Umfang an. An der Aluminiumkonstruktion, in der die Lebensmittel durch die Klingen zerkleinert werden, verbleiben in der Regel Rückstände, die einer manuellen Entfernung bedürfen.  

Ansonsten reicht im Alltag meist ein kurzes Auswischen aus, um den Behälter sauber zu halten. Zusätzlich bietet das Gerät eineReinigungsfunktionen, welche die Pflege erleichtern sollen. Die meisten Verschmutzungen werden dadurch reduziert.

Dennoch lässt sich eine gelegentliche manuelle Reinigung nicht vollständig vermeiden. Besonders bei stark klebenden oder fetthaltigen Speiseresten können Rückstände entstehen, die etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern. Auch der Aktivkohlefilter bzw. dessen Pellet´s müssen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, um die optimale Filterleistung zu gewährleisten.

Insgesamt bleibt der Wartungsaufwand jedoch erfreulich gering.

(Reinigung und Wartung: 4,5 von 5 Punkten)

Energieverbrauch

Da der SF25 Lebensmittelreste trocknet und verarbeitet, benötigt er zwangsläufig elektrische Energie. Im Test zeigte sich der Stromverbrauch insgesamt angemessen und bewegt sich im Rahmen vergleichbarer Geräte dieser Leistungsklasse. Ein Stromverbrauch von etwa 1,2 kWh ist zwar beachtlich, stellt aber für uns dank unserer Photovoltaikanlage kein Problem dar. 

Natürlich hängt der tatsächliche Verbrauch stark von der Nutzungshäufigkeit und der Füllmenge ab. Wer das Gerät täglich mit größeren Mengen Küchenabfällen betreibt, wird einen höheren Energiebedarf feststellen als Gelegenheitsnutzer. Im Gegenzug profitieren Anwender jedoch von deutlich weniger Biomüll und einer verbesserten Hygiene in der Küche.

Angesichts der gebotenen Leistung und der umfangreichen Verarbeitungsschritte erscheint der Energiebedarf insgesamt nachvollziehbar und vertretbar. Dennoch ein normaler Komposter funktioniert ohne Strom, aber hat man keine Platz dafür, ist der Dreame SF25 eine tolle Entwicklung.

(Energieverbrauch: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Im Test hält der Dreame SF25 die meisten seiner Versprechen. Das Gerät reduziert Bioabfälle zuverlässig, arbeitet weitgehend geruchsarm und überzeugt durch seine einfache Bedienung sowie die hochwertige Verarbeitung. Zu den größten Stärken zählen die effektive Geruchskontrolle, die deutliche Volumenreduzierung der Abfälle und der hohe Bedienkomfort im Alltag. Schwächen zeigen sich vor allem beim vergleichsweise hohen Anschaffungspreis, den langen Programmlaufzeiten sowie dem regelmäßigen Filterwechsel. Insgesamt bietet der Dreame SF25 eine durchdachte und komfortable Lösung für Haushalte, die Küchenabfälle hygienisch und platzsparend entsorgen möchten.

Preis/Leistung

Markt gebracht. Gelegentlich ist das Gerät auf 299 bzw.  349 Euro reduziert, während die offizielle Preisempfehlung weiterhin bei 399 Euro liegt.

Betrachtet man die gebotene Ausstattung, die hochwertige Verarbeitung, die effektive Geruchskontrolle sowie die zuverlässige Reduzierung von Küchenabfällen, erscheint der aktuelle Marktpreis durchaus fair. Besonders im Preisbereich um 299 bis 349 Euro bietet der SF25 ein attraktives Gesamtpaket und kann seine Stärken im Alltag klar ausspielen. Die einfache Bedienung, der leise Betrieb und die überzeugenden Ergebnisse rechtfertigen einen Großteil der Investition.

Zur UVP von 399 Euro bewegt sich der Küchenkomposter allerdings bereits im oberen Bereich seiner Produktklasse. Hier fällt die Kaufentscheidung etwas schwerer, da die langen Programmlaufzeit und die Folgekosten für Ersatzfilter berücksichtigt werden müssen. Wer das Gerät regelmäßig nutzt und Wert auf Komfort sowie eine geruchsfreie Küchenabfallentsorgung legt, wird den Mehrwert dennoch schnell zu schätzen wissen.

Insgesamt ist der Dreame SF25 zum aktuellen Straßenpreis von rund 300 bis 350 Euro klar empfehlenswert. Zur unverbindlichen Preisempfehlung von 399 Euro ist das Gerät zwar etwas teuer, bietet aber dennoch eine gute Ausstattung und eine überzeugende Alltagstauglichkeit.

Dreame Speisereste-Entsorger SF25

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testr Gesamtwertung 

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: dreame.de

Ecovacs DEEBOT X12 OmniCyclone

In aller Kürze

Der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone bringt einige spannende Neuerungen mit, die vor allem bei der Wischleistung überzeugen sollen. Besonders die neue Sprühtechnologie steht im Fokus, dadurch werden Hartnäckige Flecken vor dem Wischen gezielt angefeuchtet, wodurch Verschmutzungen leichter gelöst und gründlicher entfernt werden können. Unterstützt wird das Ganze durch die breitere OmniCyclone-Wischwalze, die mehr Fläche gleichzeitig reinigt und Schmutz effizienter aufnimmt.
Im Test zeigt sich, wie gut diese Technik im Alltag wirklich funktioniert und ob der Deebot X12 OmniCyclone seinem Premium-Anspruch gerecht wird. Neben der starken Reinigungsleistung werden auch Navigation, Saugleistung, Komfortfunktionen der Station sowie mögliche Schwächen genauer beleuchtet.

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • Sehr starke Wischleistung dank OmniCyclone- und FocusJet-Technologie
  • Hohe Saugleistung auf Hartböden und Teppichen
  • Moderne und präzise Navigation
  • Umfangreiche Reinigungsstation mit automatischer Walzenreinigung
  • Beutellose Absaugstation ohne Folgekosten für Staubbeutel
  • Automatische Dosierung der Reinigungsmittel
  • Umfangreiche App mit vielen Einstellmöglichkeiten
  • Lange Akkulaufzeit und automatische Fortsetzung
  • Hochwertige Verarbeitung

Gefällt uns weniger

  • Hoher Preis im Premium-Bereich
  • Hinderniserkennung nicht in jeder Situation perfekt
  • Sehr niedrige Bereiche können problematisch sein

Ecovacs DEEBOT X12 OmniCyclone

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone wirkt hochwertig und gut durchdacht. Bereits auf der Vorderseite stehen große Produktbilder sowie die wichtigsten Funktionen wie die neue OmniCyclone-Wischtechnologie, die automatische Reinigungsstation und die Sprühfunktion gegen hartnäckige Flecken im Fokus. Die Seiten der Verpackung zeigen weitere Highlights wie die starke Saugleistung, intelligente Navigation und die umfangreichen Automatikfunktionen der Omni-Station. Auf der Rückseite sind die technischen Daten und wichtigsten Funktionen übersichtlich zusammengefasst.

Im Inneren sind alle Komponenten sauber und sicher verpackt. Der Saugroboter und die Reinigungsstation werden durch stabile Kartonelemente und Schutzfolien vor Transportschäden geschützt. Zubehör und Kleinteile liegen ordentlich sortiert in separaten Fächern, wodurch das Auspacken angenehm und übersichtlich bleibt.

Zum Lieferumfang gehören neben dem DEEBOT X12 OmniCyclone auch die Omni-Station, Netzkabel, Seitenbürsten, die Wischwalze beziehungsweise Wischeinheit, Reinigungszubehör sowie Bedienungsanleitungen und Schnellstartunterlagen. Zusätzlich legt Ecovacs zwei verschiedene Reinigungsmittel bei – eine normale sowie eine intensive Reinigungslösung. Beide Flüssigkeiten werden später in die vorgesehenen Behälter der Reinigungsstation gefüllt, damit der Roboter die Reinigungsmittel automatisch beim Wischen dosieren kann.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone setzt optisch klar auf ein modernes Premium-Design und hebt sich bereits beim ersten Eindruck von vielen klassischen Saugrobotern ab. Das Gehäuse wirkt hochwertig verarbeitet und kombiniert elegante Oberflächen mit einer eher minimalistischen Formsprache. Besonders die matte Oberseite sorgt dafür, dass Fingerabdrücke und Staub weniger stark auffallen, während die dezenten Linien und Übergänge dem Roboter ein sehr aufgeräumtes Erscheinungsbild verleihen.

Anders als viele andere Modelle verzichtet Ecovacs auf einen klassischen, hervorstehenden Laserturm auf der Oberseite. Stattdessen setzt man hier auf eine direkt im Gehäuse integrierte dToF-Laser-Technologie. Dadurch wirkt der Saugroboter insgesamt flacher und moderner, was nicht nur optische Vorteile bringt, sondern auch die Reinigung unter niedrigen Möbeln erleichtert. Trotz der unsichtbar integrierten Sensorik bleibt die Navigation präzise und zuverlässig.

Auch die Front des Roboters wirkt modern gestaltet. Die Sensoren zur Hinderniserkennung sitzen hinter einer dunklen Abdeckung und fügen sich sauber in das Gesamtbild ein. Besonders interessant ist die neue Sprühtechnologie an der Vorderseite des Roboters. Diese sprüht bei Bedarf gezielt Wasser beziehungsweise Reinigungsmittel auf hartnäckige Verschmutzungen oder eingetrocknete Flecken, damit der Schmutz besser angelöst und anschließend gründlicher entfernt werden kann. Dadurch hebt sich der Deebot X12 OmniCyclone vor allem bei der Nassreinigung von vielen klassischen Saugrobotern ab.

An den Seiten zeigt sich das eher kompakte und abgerundete Design des Roboters. Die sanften Rundungen helfen nicht nur optisch, sondern verbessern auch die Navigation entlang von Möbeln und Kanten. Durch die relativ flache Bauweise erreicht der Deebot zudem viele Bereiche unter Sofas, Betten oder Schränken, die größere Modelle oft nicht erreichen.

Besonders auffällig ist die Unterseite des Roboters. Hier sitzt die breite OmniCyclone-Wischwalze, die deutlich mehr Fläche gleichzeitig reinigen kann als klassische rotierende Wischpads. Die größere Walze wirkt robust aufgebaut und unterstreicht den Fokus auf eine intensive Nassreinigung. Zusammen mit der Sprühfunktion entsteht ein Reinigungssystem, das Schmutz nicht nur oberflächlich verteilt, sondern aktiv anlöst und aufnimmt. Auch die Hauptbürste sowie die Seitenbürste sind sauber integriert und hinterlassen einen hochwertigen Eindruck.

Insgesamt vermittelt der Deebot X12 OmniCyclone ein modernes, technisch fortschrittliches und gleichzeitig elegantes Erscheinungsbild, das den Premium-Anspruch des Modells klar unterstreicht.

Reinigungsstation

Die Reinigungsstation des Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone fällt deutlich größer aus als einfache Absaugstationen, wirkt dabei aber überraschend modern und hochwertig. Ecovacs setzt hier auf ein minimalistisches Design mit klaren Linien, glatten Oberflächen und einer insgesamt sehr sauberen Verarbeitung. Trotz der umfangreichen Technik wirkt die Station nicht überladen, sondern fügt sich vergleichsweise elegant in moderne Wohnräume ein.

Die Front der Station ist schlicht gehalten und wird hauptsächlich durch die große Einfahrtsöffnung für den Roboter geprägt. Dort dockt der Deebot automatisch zum Laden, Entleeren sowie zur Reinigung der Wischwalze an. Der untere Bereich ist etwas dunkler gestaltet, wodurch Wasserreste oder kleinere Verschmutzungen im Alltag weniger auffallen. Insgesamt wirkt die Station stabil und hochwertig verarbeitet.

Im oberen Bereich befinden sich die verschiedenen Behälter für Frisch- und Schmutzwasser, die sauber hinter Abdeckungen integriert wurden. Beide Tanks lassen sich einfach entnehmen und wieder einsetzen. Zusätzlich besitzt die Station hinter einer Blende auf der vorderen linken Seite separate Behälter für die beiden mitgelieferten Reinigungsmittel, eine normale sowie eine intensive Reinigungslösung. Diese werden direkt in die Station eingesetzt und später automatisch vom System dosiert, wodurch der Nutzer sich kaum noch um die Reinigung kümmern muss.

Eine der größten Besonderheiten der Station ist jedoch die beutellose Ausführung. Während viele Premium-Stationen weiterhin auf klassische Staubbeutel setzen, verwendet Ecovacs hier ein beutelloses System. Der aufgesaugte Schmutz landet dabei in einem integrierten Staubbehälter, der später einfach entleert werden kann. Dadurch entfallen laufende Kosten für Ersatzbeutel, was langfristig Geld spart und gleichzeitig umweltfreundlicher ist. Zudem muss man sich nicht regelmäßig um passende Staubbeutel kümmern.

Auch technisch wirkt die Station sehr durchdacht. Die breite OmniCyclone-Wischwalze wird automatisch gereinigt und anschließend getrocknet, um Gerüche und Schmutzablagerungen zu reduzieren. Insgesamt hinterlässt die Station einen sehr modernen und funktionalen Eindruck und hebt sich vor allem durch das beutellose Konzept klar von vielen Konkurrenzmodellen ab.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung hinterlässt der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck, der dem Premium-Anspruch des Modells gerecht wird. Sowohl der Saugroboter selbst als auch die umfangreiche Reinigungsstation wirken stabil gebaut und sauber verarbeitet. Bereits beim Auspacken fällt auf, dass Ecovacs auf robuste Materialien und eine präzise Verarbeitung setzt. Klappernde Elemente oder unsaubere Übergänge sucht man hier vergeblich.

Das Gehäuse des Roboters wirkt stabil und verwindungssteif. Die einzelnen Kunststoffteile sitzen sauber zusammen, während Spaltmaße gleichmäßig ausfallen. Besonders die matte Oberfläche vermittelt einen hochwertigen Eindruck und wirkt gleichzeitig etwas unempfindlicher gegenüber Fingerabdrücken oder kleineren Kratzern im Alltag. Auch die beweglichen Komponenten wie die Seitenbürste, die Hauptbürste oder die breite OmniCyclone-Wischwalze machen einen langlebigen Eindruck und lassen sich einfach entnehmen beziehungsweise reinigen.

Die Sensoren und Bedienelemente sind sauber in das Gehäuse integriert und wirken gut geschützt. Gleiches gilt für die Stoßfänger und Frontsensoren, die stabil sitzen und im Alltag einen robusten Eindruck hinterlassen. Insgesamt vermittelt der Roboter das Gefühl eines technisch ausgereiften Premium-Geräts.

Auch die Reinigungsstation überzeugt bei der Verarbeitung. Trotz ihrer Größe wirkt sie stabil und hochwertig konstruiert. Die Wasserbehälter sitzen fest in der Station, lassen sich aber dennoch komfortabel entnehmen. Besonders positiv fällt auf, dass selbst die beweglichen Abdeckungen und Klappen sauber verarbeitet wurden und kein billiges Plastikgefühl vermitteln.

Die beutellose Staubkammer der Station wirkt ebenfalls durchdacht konstruiert. Der Behälter lässt sich unkompliziert entnehmen und reinigen, während die einzelnen Komponenten stabil sitzen. Auch die integrierten Behälter für die beiden Reinigungsmittel sind sauber verarbeitet und fügen sich gut in das Gesamtkonzept ein.

Insgesamt liefert Ecovacs hier eine sehr gute Verarbeitungsqualität ab, die dem hohen Preisniveau des Deebot X12 OmniCyclone gerecht wird. Sowohl der Roboter als auch die Station wirken langlebig, modern und hochwertig umgesetzt.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku-Betrieb mit automatischer Ladestation
Akku-ArtLithium-Ionen-Akku, ca. 4.000 mAh
Navigation/SensorenLiDAR-/Lasernavigation zur Raumkartierung und Navigation
Frontkamera bzw. KI-gestützte Hinderniserkennung
ToF- und Abstandssensoren zur Objekterkennung
Fallsensoren gegen Treppenstürze
Teppicherkennungssensoren
Kollisionssensoren im Stoßfänger
Seitliche Kantensensoren für randnahes Reinigen
Schmutzerkennung für intensivere Reinigung
FocusJet-Sensorik zur Erkennung hartnäckiger Flecken
Sensoren zur automatischen Teppich- und Wischanpassung
Docking-Sensoren zum präzisen Andocken an die Station
FarbeSchwarz
Lautstärkeca. 64.4 dB (Standard), bis 75 dB (Max), Wischen ca. 55 bis 58 dB
HauptbürsteZentrale Walzenbürste (für Hartboden & Teppich geeignet)
Seitenbürstetarr, nicht ausfahrbar, reinigt aber dennoch die Ecken gut durch die vorteilhafte Positionierung“
Wischsystemeine 27 cm breite Wischwalze, fährt bei der Kantenrienigung automatisch für eine grünldichere Reinigung aus.
FormRund
Betriebszeitbis zu 120 bis 220Minuten (je nach Modus)
SaugleistungLuftstrom von 22 l/s und eine Saugkraft von bis zu 0,22 bar
MaßeSaugroboter: ca. 353 × 351 × 98 mm (L × B × H), Reinigungsstation: ca. 39 × 46 × 52 cm (B × T × H)
Gewicht5,3 kg Saugroboter 13 kg Reinigungsstation
LieferumfangSaugroboter
Reinigungsstation
Reinigungsmittel (normale und intesic)
Basisstations-Rampen-Erweiterung
Schnellstartanleitung + Handbuch
Technische Daten des Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Einrichtung des Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone gestaltet sich insgesamt sehr einfach und benutzerfreundlich. Nach dem Auspacken muss zunächst die Reinigungsstation an ihrem vorgesehenen Platz aufgestellt werden. Aufgrund der Größe der Omni-Station sollte genügend Freiraum vorhanden sein, damit der Roboter problemlos ein- und ausfahren kann. Anschließend werden Frisch- und Schmutzwassertank eingesetzt sowie die beiden mitgelieferten Reinigungsmittel, die normale und die intensive Reinigungslösung in die dafür vorgesehenen Behälter der Station eingefüllt.

Der Saugroboter selbst ist bereits weitgehend vormontiert, wodurch die Inbetriebnahme besonders unkompliziert ausfällt. Die Seitenbürste ist bereits angebracht, sodass lediglich einige Schutzfolien und Transportsicherungen entfernt werden müssen. Danach kann der Deebot direkt in die Reinigungsstation eingesetzt werden, wo automatisch der erste Ladevorgang startet.

Für die vollständige Einrichtung wird die Ecovacs-App benötigt. Die Verbindung mit dem Smartphone erfolgt per WLAN und funktionierte im Test schnell und problemlos. Die App führt Schritt für Schritt durch den gesamten Einrichtungsprozess, wodurch auch Einsteiger ohne Erfahrung mit Saugrobotern problemlos zurechtkommen sollten. Nach der Verbindung sucht das System automatisch nach möglichen Firmware-Updates, bevor anschließend die erste Kartierung der Wohnung gestartet werden kann.

Bereits bei der ersten Fahrt erstellt der Deebot X12 OmniCyclone eine detaillierte Karte der Wohnräume. Dank der modernen Sensorik und Navigation erkennt der Roboter Möbel, Hindernisse und Raumgrenzen zuverlässig. Die Kartierung erfolgt dabei vergleichsweise schnell und bildet später die Grundlage für individuelle Reinigungseinstellungen, Sperrzonen oder separate Raumpläne.

Positiv fällt außerdem auf, wie viele Prozesse später automatisch übernommen werden. Die Station lädt den Roboter nicht nur auf und entleert den Staubbehälter, sondern reinigt auch die breite OmniCyclone-Wischwalze automatisch und dosiert die beiden Reinigungsmittel selbstständig. Dadurch reduziert sich der Wartungsaufwand im Alltag deutlich.

Insgesamt hinterlässt die Einrichtung einen sehr modernen und durchdachten Eindruck. Trotz der umfangreichen Technik bleibt die Inbetriebnahme angenehm unkompliziert und dürfte selbst für unerfahrene Nutzer problemlos machbar sein.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone überzeugt im Alltag vor allem mit einer sehr starken Gesamtleistung aus Saugen, Wischen und intelligenter Navigation. Besonders die neue OmniCyclone-Wischtechnik mit Sprühfunktion sorgt bei Hartböden für sichtbar gründlichere Ergebnisse und kann selbst hartnäckige Flecken deutlich besser anlösen als viele klassische Wischsysteme. Gleichzeitig punktet der Roboter mit einer hohen Saugleistung auf Teppichen und Hartböden sowie einer zuverlässigen Hinderniserkennung.

Auch bei der Navigation hinterlässt das Modell einen sehr ausgereiften Eindruck. Räume werden präzise kartiert, Hindernisse früh erkannt und Reinigungsfahrten effizient geplant. Insgesamt liefert der Deebot X12 OmniCyclone eine starke und moderne Reinigungsleistung auf Premium-Niveau.

Saugleistung

Bei der Saugleistung gehört der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone klar zur Oberklasse der aktuellen Saugroboter. Bereits im normalen Reinigungsmodus arbeitet das Modell sehr gründlich und entfernt Staub, Krümel sowie feinen Schmutz zuverlässig von Hartböden und Teppichen. Besonders beeindruckend ist dabei der starke Luftstrom von 22 l/s sowie die hohe Saugkraft von bis zu 0,22 bar, wodurch selbst schwerere Schmutzpartikel effizient aufgenommen werden können.

Im Alltag macht sich die hohe Leistung schnell bemerkbar. Auf Hartböden entfernt der Deebot feinen Staub, Tierhaare oder gröbere Verschmutzungen äußerst zuverlässig und hinterlässt einen sichtbar sauberen Eindruck. Auch entlang von Wänden und Möbelkanten arbeitet der Roboter sehr präzise. Die Seitenbürste unterstützt dabei effektiv beim Transport des Schmutzes zur Hauptbürste, wodurch auch Randbereiche gut gereinigt werden.

Besonders stark zeigt sich der Deebot X12 OmniCyclone auf Teppichen. Dort erkennt der Roboter den Untergrund automatisch und erhöht die Saugleistung selbstständig. Dadurch wird auch tiefer sitzender Schmutz aus Teppichfasern gelöst. Vor allem Tierhaare oder feiner Staub werden deutlich gründlicher aufgenommen als bei schwächeren Modellen. Selbst größere Krümel oder schwerere Partikel stellen für die hohe Saugkraft kein Problem dar.

Positiv fällt außerdem auf, dass die Saugleistung auch bei gleichzeitiger Nutzung der Wischfunktion konstant hoch bleibt. Viele Saug-Wisch-Roboter verlieren beim kombinierten Betrieb spürbar an Leistung, während der Deebot weiterhin sehr effizient arbeitet. Die breite OmniCyclone-Wischwalze ergänzt das Reinigungssystem zusätzlich, da feiner Staub direkt während des Wischens aufgenommen wird und nicht einfach verteilt bleibt.

Auch die automatische Entleerung in der Reinigungsstation funktioniert zuverlässig. Dank des starken Luftstroms wird der Staubbehälter des Roboters gründlich entleert, wodurch sich selbst größere Mengen Schmutz problemlos absaugen lassen. Gleichzeitig profitiert das System von der beutellosen Konstruktion der Station, wodurch keine zusätzlichen Staubbeutel benötigt werden.

Insgesamt liefert der Deebot X12 OmniCyclone eine sehr starke Saugleistung auf absolutem Premium-Niveau. Die Kombination aus hoher Saugkraft, starkem Luftstrom und intelligenter Anpassung an verschiedene Bodenarten sorgt im Alltag für hervorragende Reinigungsergebnisse.

(Saugleistung: 4,5 von 5 Punkten)

Wischfunktion

Die Wischfunktion gehört ohne Zweifel zu den größten Highlights des Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone und hebt sich deutlich von vielen klassischen Saug-Wisch-Robotern ab. Statt auf einfache rotierende Wischpads setzt Ecovacs hier auf die neue OmniCyclone-Wischtechnologie mit einer breiten Wischwalze und integrierter Sprühfunktion. Bereits auf den ersten Blick wirkt das System deutlich aufwendiger und näher an klassischen Nassreinigern als an typischen Wischrobotern.

Besonders die neue FocusJet-Technologie sorgt im Alltag für einen spürbaren Unterschied. Der DEEBOT kann angetrocknete oder stärkere Verschmutzungen automatisch erkennen und gezielt Wasser beziehungsweise Reinigungslösung auf die betroffene Stelle sprühen. Anschließend wird der Bereich intensiver bearbeitet, wodurch hartnäckige Flecken deutlich besser angelöst und entfernt werden können. Gerade bei eingetrockneten Flüssigkeiten, Küchenflecken oder stärkeren Verschmutzungen zeigt sich ein klarer Vorteil gegenüber vielen herkömmlichen Wischsystemen, die den Boden lediglich gleichmäßig feucht abfahren.

Die breite OmniCyclone-Wischwalze deckt gleichzeitig mehr Fläche ab als klassische Doppel-Wischpads und sorgt dadurch für eine gleichmäßigere Reinigung. Während viele herkömmliche Systeme Schmutz teilweise eher verteilen, nimmt die Walze feinen Staub und Schmutz aktiv auf. Besonders auf Hartböden wie Fliesen, Laminat oder Vinyl hinterlässt der Deebot einen sichtbar sauberen Eindruck mit gleichmäßigen Wischbahnen. Auch leichte Fußabdrücke oder Alltagsschmutz werden zuverlässig entfernt.

Positiv fällt zudem auf, dass die Walze während der Reinigung kontinuierlich mit Frischwasser beziehungsweise Reinigungslösung versorgt wird. Dadurch wird vermieden, dass dauerhaft mit verschmutztem Wasser gewischt wird. Die beiden mitgelieferten Reinigungsmitte, eine normale sowie eine intensive Reinigungslösung, werden direkt über die Reinigungsstation automatisch dosiert. Je nach Verschmutzungsgrad kann das System somit effizienter reinigen, ohne dass der Nutzer manuell eingreifen muss.

Auch entlang von Möbeln und Kanten arbeitet das Wischsystem insgesamt sehr ordentlich. Die breite Walze erreicht viele Randbereiche überraschend gut, wenngleich extrem enge Ecken bauartbedingt weiterhin schwierig bleiben. Insgesamt wirkt die Nassreinigung jedoch deutlich gründlicher als bei vielen herkömmlichen Saug-Wisch-Robotern.

Ein weiterer großer Vorteil zeigt sich bei der automatischen Reinigung der Wischwalze. Während viele Modelle lediglich ihre Wischpads ausspülen, wird die OmniCyclone-Walze in der Station intensiv gereinigt und anschließend getrocknet. Dadurch werden unangenehme Gerüche sowie Schmutzablagerungen deutlich reduziert. Gleichzeitig sinkt der Wartungsaufwand im Alltag spürbar, da der Nutzer die Walze seltener manuell reinigen muss.

Auch die intelligente Teppicherkennung funktioniert zuverlässig. Erkennt der Deebot Teppichflächen, wird die Wischfunktion automatisch unterbrochen bzw. die Wischwalze angehoben, damit keine unnötige Feuchtigkeit auf empfindliche Oberflächen gelangt.

Insgesamt gehört die Wischfunktion des Deebot X12 OmniCyclone aktuell klar zu den stärksten Lösungen im Bereich der Saug-Wisch-Roboter. Vor allem die Kombination aus FocusJet-Technologie, breiter OmniCyclone-Wischwalze und automatischer Reinigungsmitteldosierung sorgt im Alltag für deutlich bessere Ergebnisse als bei vielen klassischen Wischsystemen.

(Wischfunktion: 4,5 von 5 Punkten)

Navigation

Bei der Navigation hinterlässt der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone insgesamt einen sehr ausgereiften und modernen Eindruck. Bereits bei der ersten Kartierungsfahrt arbeitet der Saugroboter äußerst präzise und erstellt innerhalb kurzer Zeit eine detaillierte Karte der Wohnräume. Räume, Möbel und verschiedene Bereiche werden zuverlässig erkannt und sauber voneinander getrennt.

Im Alltag bewegt sich der Deebot sehr systematisch durch die Räume. Statt zufälliger Fahrmuster fährt der Roboter geordnet Bahn für Bahn und nutzt die verfügbare Fläche effizient aus. Dadurch werden Reinigungsfahrten nicht nur gründlicher, sondern auch schneller abgeschlossen. Besonders positiv fällt auf, dass der Roboter selten Bereiche vergisst oder unnötig mehrfach reinigt. Selbst größere Wohnungen werden zuverlässig und ohne sichtbare Orientierungsprobleme abgefahren.

Auch bei komplexeren Wohnsituationen zeigt sich die Navigation sehr stark. Enge Durchgänge, Tischbeine oder verwinkelte Bereiche meistert der Deebot insgesamt souverän. Der Roboter passt seine Geschwindigkeit automatisch an und bewegt sich vorsichtig durch schwierige Bereiche, ohne ständig gegen Möbel zu stoßen. Gleichzeitig wirken die Bewegungen angenehm flüssig und kontrolliert.

Die Kartendarstellung in der Ecovacs-App gehört ebenfalls zu den Stärken des Systems. Räume werden automatisch erkannt und können individuell angepasst, benannt oder getrennt werden. Zusätzlich lassen sich Sperrzonen, virtuelle Wände oder individuelle Reinigungsbereiche sehr einfach festlegen. Dadurch kann der Nutzer genau bestimmen, welche Bereiche gereinigt oder ausgelassen werden sollen. Besonders praktisch ist außerdem die Möglichkeit, unterschiedliche Reinigungseinstellungen pro Raum festzulegen. etwa stärkere Saugleistung im Wohnzimmer oder intensiveres Wischen in der Küche.

Auch bei mehreren Etagen arbeitet das Navigationssystem zuverlässig. Der Deebot kann mehrere Karten speichern und erkennt automatisch, auf welcher Etage er sich gerade befindet. Dadurch eignet sich das Modell auch für größere Häuser oder Wohnungen mit mehreren Stockwerken.

Insgesamt zählt die Navigation des Deebot X12 OmniCyclone klar zu den Stärken des Geräts. Die Kombination aus präziser Kartierung, effizienter Fahrweise und intelligenter Raumverwaltung sorgt im Alltag für eine sehr komfortable und zuverlässige Reinigung.

(Navigation: 4,5 von 5 Punkten)

Hindernisüberwindung

Auch bei der Hinderniserkennung zeigt der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone insgesamt eine sehr starke Leistung. Dank der modernen Sensorik erkennt der Roboter viele Hindernisse frühzeitig und reagiert zuverlässig auf Gegenstände im Wohnraum. Kabel, Schuhe, kleinere Gegenstände oder Möbelbeine werden im Test meist sauber erkannt und umfahren, ohne dass der Roboter ständig hängen bleibt oder Objekte verschiebt.

Besonders positiv fällt auf, wie vorsichtig sich der Deebot Möbeln nähert. Statt mit höherer Geschwindigkeit gegen Gegenstände zu stoßen, reduziert der Roboter rechtzeitig das Tempo und tastet sich kontrolliert an Hindernisse heran. Dadurch entstehen deutlich weniger harte Kollisionen, was sowohl Möbel als auch den Roboter selbst schont. Gerade in Wohnungen mit vielen Möbeln oder empfindlichen Oberflächen hinterlässt das System insgesamt einen sehr ausgereiften Eindruck.

Dennoch gibt es vereinzelt kleinere Schwächen bei der Hinderniserkennung. Vor allem beim Befahren von Teppichen versucht der Roboter möglichst nah an Kanten und Hindernissen entlangzufahren. Dabei setzt er teilweise auch kurze Rückwärtsbewegungen ein, wodurch kleinere und leichte Gegenstände nicht immer zuverlässig erkannt werden. In manchen Situationen wurden solche Objekte deshalb leicht verschoben, statt vollständig umfahren zu werden. Dieses Verhalten tritt zwar nicht dauerhaft auf, fiel im Alltag aber vereinzelt auf.

Bei der Hindernisüberwindung zeigt sich wiederum die starke Alltagstauglichkeit des Modells. Türschwellen, Teppichkanten oder kleinere Übergänge zwischen verschiedenen Bodenarten meistert der Roboter problemlos. Besonders beim Wechsel zwischen Hartboden und Teppich arbeitet das System zuverlässig und passt die Reinigung automatisch an den jeweiligen Untergrund an. Auch dickere Teppiche stellen für den Deebot meist kein Problem dar. Der Roboter fährt stabil auf die Flächen auf und erhöht dort automatisch die Saugleistung. Gleichzeitig erkennt das System Teppiche während des Wischens zuverlässig und verhindert, dass unnötig Feuchtigkeit auf empfindliche Teppichflächen gelangt.

Interessant war außerdem das Verhalten unter unserer Toilette im Badezimmer. Anfangs versuchte der Deebot dort ebenfalls hindurchzufahren, blieb jedoch kurzzeitig hängen. Das liegt allerdings vor allem an der sehr knappen Höhe in unserem Fall, da zwischen Toilette und Roboter nur wenige Millimeter Platz bleiben. Andere Modelle mit klassischem Laserturm sind zwar minimal flacher, stoßen dafür häufig lediglich mit dem Turm an. Beim Deebot X12 OmniCyclone fällt dies etwas anders aus, da der Roboter ohne Turm konstruiert wurde und insgesamt minimal höher baut. Dadurch bleibt er in solchen extrem engen Bereichen eher mit dem Gehäuse beziehungsweise der austauschbaren oberen Blende oder Abdeckung hängen.

Positiv ist jedoch, dass hierbei lediglich ein kleiner Kratzer auf der Oberseite beziehungsweise der Staubbehälter-Abdeckung entstanden ist. Die Abdeckung kann bei Bedarf problemlos ausgetauscht werden, im Alltag stört uns dies allerdings kaum. Insgesamt handelt es sich dabei eher um einen sehr speziellen Ausnahmefall aufgrund der besonders niedrigen Toilette und weniger um ein generelles Problem des Roboters.

Trotz kleinerer Schwächen liefert der Deebot X12 OmniCyclone insgesamt sowohl bei der Hinderniserkennung als auch bei der Hindernisüberwindung eine sehr starke Leistung ab. Die intelligente Sensorik sorgt im Alltag für eine sichere und zuverlässige Navigation, wodurch sich der Wartungs- und Kontrollaufwand für den Nutzer deutlich reduziert.

(Hindernisüberwindung: 4,5 von 5 Punkten)

App

Die Ecovacs-App bildet das zentrale Steuerungs- und Kontrollzentrum des Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone und hinterlässt insgesamt einen sehr modernen und umfangreichen Eindruck. Bereits nach der Einrichtung fällt auf, dass die App übersichtlich aufgebaut ist und trotz der vielen Funktionen relativ intuitiv bedient werden kann. Sowohl Einsteiger als auch erfahrene Nutzer sollten sich nach kurzer Zeit gut zurechtfinden.

ECOVACS HOME
Preis: Kostenlos
ECOVACS HOME
Preis: Kostenlos

Die Startseite zeigt direkt die aktuelle Karte der Wohnung sowie den aktuellen Status des Roboters. Dort lässt sich jederzeit erkennen, ob der Deebot gerade reinigt, lädt oder sich in der Station befindet. Zusätzlich werden Informationen wie Akkustand, Reinigungsfortschritt oder zuletzt gereinigte Bereiche übersichtlich dargestellt.

Besonders gelungen ist die direkte Steuerung der Reinigungsfunktionen. Nutzer können individuell festlegen, ob nur gesaugt, nur gewischt oder beides gleichzeitig durchgeführt werden soll. Auch die Saugleistung sowie die Intensität der Wischfunktion lassen sich flexibel anpassen. Dadurch kann die Reinigung optimal auf unterschiedliche Räume oder Verschmutzungen abgestimmt werden. In stärker verschmutzten Bereichen lässt sich beispielsweise die Wischintensität erhöhen oder eine stärkere Saugleistung aktivieren.

Sehr praktisch sind außerdem die individuellen Raum-Einstellungen. Für jeden Raum können eigene Reinigungsprofile gespeichert werden. So kann etwa die Küche intensiver gewischt werden, während im Schlafzimmer eine leisere Saugleistung verwendet wird. Gerade im Alltag sorgt diese Flexibilität für einen deutlich höheren Komfort.

Auch Zeitpläne lassen sich unkompliziert erstellen. Der Nutzer kann genau festlegen, wann und welche Räume gereinigt werden sollen. Dadurch lässt sich die Reinigung vollständig automatisieren, ohne jedes Mal manuell eingreifen zu müssen. Mehrere Zeitpläne für unterschiedliche Tage oder Räume sind ebenfalls möglich.

Zusätzlich bietet die App zahlreiche Wartungs- und Verwaltungsfunktionen. Verbrauchsmaterialien wie Bürsten, Filter oder die Wischwalze werden überwacht und die App informiert rechtzeitig, wenn ein Austausch oder eine Reinigung notwendig wird. Auch Firmware-Updates können direkt über die Anwendung installiert werden, wodurch neue Funktionen oder Verbesserungen unkompliziert eingespielt werden können.

Positiv fällt außerdem die umfangreiche Steuerung der Reinigungsstation auf. Dort lässt sich beispielsweise einstellen, wie intensiv die Wischwalze gereinigt oder getrocknet werden soll. Auch die automatische Dosierung der beiden Reinigungsmittel kann über die App verwaltet werden. Dadurch bietet das System insgesamt sehr viele Anpassungsmöglichkeiten.

Die Verbindung zwischen App und Roboter funktionierte im Test überwiegend stabil und zuverlässig. Befehle werden schnell übertragen und Änderungen meist direkt umgesetzt. Insgesamt wirkt die App modern, leistungsfähig und sehr umfangreich ausgestattet. 

Kartenerstellung

Die Kartenerstellung gehört zu den größten Stärken des Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone. Bereits während der ersten Reinigungsfahrt erstellt der Roboter innerhalb kurzer Zeit eine sehr detaillierte Karte der Wohnung. Räume, Möbel und verschiedene Bereiche werden präzise erkannt und automatisch voneinander getrennt. Dabei arbeitet das System erstaunlich genau und erkennt selbst komplexere Wohnsituationen zuverlässig.

Schon nach kurzer Zeit entsteht eine detaillierte Übersicht der Wohnung, in der Wände, Möbel und Raumaufteilungen erkennbar sind. Im Test funktioniert das zuverlässig, wobei Räume häufig automatisch korrekt erkannt werden. Sollte das nicht perfekt passen, bietet die App umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten.

Besonders positiv fällt auf, wie strukturiert die Karte dargestellt wird. Die einzelnen Räume werden farblich voneinander getrennt und lassen sich anschließend individuell bearbeiten. Nutzer können Räume umbenennen, zusammenführen oder aufteilen, falls die automatische Erkennung einmal nicht perfekt passen sollte. Dadurch lässt sich die Karte sehr flexibel an die eigene Wohnung anpassen.

Zusätzlich können Sperrzonen und virtuelle Wände direkt auf der Karte eingezeichnet werden. Dadurch lassen sich empfindliche Bereiche, Kabel oder problematische Stellen gezielt ausschließen. Auch reine Wischverbotszonen oder Teppichbereiche können individuell festgelegt werden, was besonders bei gemischten Bodenarten praktisch ist.

Sehr komfortabel ist außerdem die Möglichkeit, gezielte Bereichsreinigungen zu starten. Statt die komplette Wohnung reinigen zu lassen, kann der Nutzer einfach bestimmte Räume oder einzelne Bereiche auf der Karte auswählen. Gerade für schnelle Reinigungen im Alltag ist diese Funktion äußerst praktisch.

Auch Mehr-Etagen-Karten werden unterstützt. Der Deebot kann mehrere Karten speichern und erkennt automatisch, auf welcher Etage er sich gerade befindet. Dadurch eignet sich das System problemlos auch für größere Häuser oder Wohnungen mit mehreren Stockwerken.

Insgesamt hinterlassen die Kartenerstellung und Kartenverwaltung einen sehr ausgereiften Eindruck. Die Kombination aus präziser Erkennung, umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten und einfacher Bedienung sorgt im Alltag für einen hohen Komfort und eine sehr flexible Steuerung des Roboters.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Auch beim Thema Lautstärke hinterlässt der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone insgesamt einen guten Eindruck, wobei man natürlich bedenken muss, dass es sich hier um ein leistungsstarkes Premium-Modell mit umfangreicher Reinigungsstation handelt. Je nach gewähltem Reinigungsmodus unterscheiden sich Lautstärke und Geräuschentwicklung teilweise deutlich.

Im normalen Reinigungsbetrieb arbeitet der Deebot angenehm zurückhaltend. Auf Hartböden bleibt die Lautstärke im Alltag meist angenehm und nicht störend, sodass man sich problemlos noch unterhalten oder fernsehen kann. Erst bei höherer Saugleistung beziehungsweise im Maximalmodus wird der Roboter deutlich hörbarer. Die starke Saugleistung mit einem Luftstrom von 22 l/s und bis zu 0,22 bar Saugkraft macht sich dann natürlich auch akustisch bemerkbar. Insgesamt bleibt die Geräuschcharakteristik jedoch relativ angenehm und wirkt weniger hochfrequent oder unangenehm als bei manchen Konkurrenzmodellen.

Während der normalen Reinigung bewegt sich der Geräuschpegel, je nach Modus und Untergrund, ungefähr im Bereich von etwa 55 bis 68 dB. Auf Teppichen wird der Roboter etwas lauter, da dort automatisch die Saugleistung erhöht wird. Dennoch bleibt die Lautstärke insgesamt auf einem für diese Leistungsklasse absolut normalen Niveau.

Auch die Wischfunktion selbst arbeitet überraschend leise. Die breite OmniCyclone-Wischwalze verursacht nur ein leichtes Roll- beziehungsweise Wassergeräusch, das im Alltag kaum störend auffällt. Selbst die neue FocusJet-Sprühtechnologie arbeitet vergleichsweise unauffällig und ist während der Reinigung kaum bewusst wahrnehmbar.

Deutlich hörbarer wird dagegen die Reinigungsstation, insbesondere bei den automatischen Wartungsfunktionen. Beim Reinigen der Wischwalze entstehen Wasser- und Pumpgeräusche, die zwar hörbar sind, insgesamt aber weniger störend wirken als das eigentliche Absaugen des Staubbehälters. Gerade die automatische Reinigung der Walze fällt jedoch positiv auf, da sie relativ kontrolliert und nicht unnötig aggressiv arbeitet.

Am lautesten wird das System beim automatischen Absaugen des Staubbehälters. Hier erreicht die Station kurzzeitig eine deutlich höhere Lautstärke, wie man es auch von anderen Premium-Saugrobotern kennt. Allerdings besitzt die beutellose Station des Deebot X12 OmniCyclone einen klaren Vorteil. Das Absaugen erfolgt spürbar schneller als bei vielen Modellen mit klassischen Staubbeuteln, die ich bisher getestet habe. Dadurch dauert die lauteste Phase insgesamt deutlich kürzer. Während andere Stationen teilweise mehrere Sekunden lang sehr laut absaugen, ist der Vorgang hier vergleichsweise schnell abgeschlossen.

Die beutellose Konstruktion scheint den Luftstrom effizienter nutzen zu können, wodurch der Staub schneller aus dem Behälter entfernt wird. Das reduziert nicht nur die Dauer der Geräuschentwicklung, sondern wirkt im Alltag insgesamt angenehmer. Gleichzeitig entfällt das typische Nachziehen oder längere „Nachsaugen“, das man von manchen Staubbeutel-Systemen kennt.

Insgesamt bewegt sich die Lautstärke des Deebot X12 OmniCyclone auf einem guten Niveau für diese Geräteklasse. Der Roboter selbst arbeitet im Alltag angenehm kontrolliert, während die Station zwar hörbar, durch die schnellen Reinigungs- und Absaugvorgänge aber insgesamt weniger störend wirkt als viele vergleichbare Systeme mit Staubbeutel.

(Lautstärke: 5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Auch bei der Akkulaufzeit zeigt der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone eine starke und alltagstaugliche Leistung. Bereits nach den ersten Reinigungsfahrten wird deutlich, dass der große Akku problemlos auch für größere Wohnungen oder Häuser ausgelegt ist. Je nach gewähltem Reinigungsmodus, Bodenart und Nutzung der Wischfunktion kann die Laufzeit natürlich unterschiedlich ausfallen, insgesamt bewegt sich das Modell jedoch klar auf Premium-Niveau.

Im normalen Standardmodus erreicht der Deebot eine sehr gute Laufzeit und kann größere Wohnflächen meist problemlos in einem Durchgang reinigen. Besonders auf Hartböden arbeitet der Roboter vergleichsweise effizient, da dort weniger Leistung benötigt wird. Wird zusätzlich die Wischfunktion genutzt, steigt der Energieverbrauch zwar etwas an, dennoch bleibt die Laufzeit insgesamt überzeugend.

Deutlich stärker wird der Akku natürlich im Maximalmodus beansprucht. Nutzt der Roboter die höchste Saugleistung mit dem starken Luftstrom von 22 l/s und bis zu 0,22 bar Saugkraft, reduziert sich die Laufzeit spürbar. Gerade auf Teppichen, wo der Deebot die Saugleistung automatisch erhöht, steigt der Energieverbrauch sichtbar an. Trotzdem reicht der Akku selbst dann noch für umfangreiche Reinigungen aus.

Positiv fällt außerdem das intelligente Energiemanagement auf. Der Roboter passt seine Leistung automatisch an den jeweiligen Untergrund und die Verschmutzung an, wodurch unnötiger Energieverbrauch vermieden wird. Auf leichter verschmutzten Flächen arbeitet der Deebot effizienter und spart dadurch spürbar Akku. Gleichzeitig sorgt die strukturierte Navigation dafür, dass keine unnötigen Fahrwege entstehen, was sich ebenfalls positiv auf die Laufzeit auswirkt.

Auch die Kombination aus Saugen und Wischen funktioniert effizient. Trotz der breiten OmniCyclone-Wischwalze sowie der FocusJet-Sprühtechnologie bleibt die Akkuleistung insgesamt sehr stabil. Selbst längere Reinigungsfahrten mit aktiver Wischfunktion stellen für den Deebot kein Problem dar.

Sollte die Akkuladung während der Reinigung dennoch einmal nicht ausreichen, fährt der Roboter automatisch zurück zur Reinigungsstation, lädt sich auf und setzt die Reinigung anschließend selbstständig an der zuletzt gereinigten Stelle fort. Diese Funktion arbeitet im Alltag zuverlässig und ist besonders in größeren Wohnungen oder Häusern praktisch.

Auch die Ladezeiten bewegen sich insgesamt auf einem guten Niveau. Durch die automatische Rückkehr zur Station muss sich der Nutzer im Alltag kaum Gedanken über den Akkustand machen. Der Deebot ist dadurch jederzeit einsatzbereit und integriert sich sehr komfortabel in den Alltag.

Insgesamt liefert der Deebot X12 OmniCyclone eine starke Akkuleistung ab, die hervorragend zum Premium-Anspruch des Modells passt. Die Kombination aus effizienter Navigation, intelligentem Energiemanagement und großem Akku sorgt dafür, dass selbst größere Wohnflächen zuverlässig und ohne ständige Ladeunterbrechungen gereinigt werden können.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone erfüllt die meisten Versprechen von Ecovacs durchaus und hinterlässt insgesamt einen sehr ausgereiften Eindruck. Besonders die neue OmniCyclone-Wischtechnologie mit FocusJet-Sprühfunktion gehört klar zu den größten Stärken des Roboters. Hartnäckige und angetrocknete Flecken werden gezielt angelöst und deutlich gründlicher entfernt als bei vielen klassischen Wischsystemen. Auch die breite Wischwalze sorgt auf Hartböden für sehr gute Reinigungsergebnisse.

Die Saugleistung bewegt sich ebenfalls auf hohem Niveau. Mit einem Luftstrom von 22 l/s und einer Saugkraft von bis zu 0,22 bar entfernt der Deebot Staub, Tierhaare und gröberen Schmutz zuverlässig von Hartböden und Teppichen. Hinzu kommen die sehr gute Navigation sowie die umfangreiche Reinigungsstation mit automatischer Walzenreinigung, Reinigungsmitteldosierung und beutelloser Absaugung.

Ganz ohne Schwächen ist das Modell allerdings nicht. Die Hinderniserkennung arbeitet zwar insgesamt sehr zuverlässig, kleinere oder leichte Gegenstände werden in bestimmten Situationen aber teilweise leicht verschoben. Auch extrem niedrige Bereiche können problematisch sein. Unter unserer Toilette blieb der Roboter aufgrund der sehr knappen Höhe kurz hängen, wobei lediglich ein kleiner Kratzer auf der austauschbaren oberen Abdeckung entstanden ist.

Unterm Strich liefert der Deebot X12 OmniCyclone jedoch eine sehr starke Gesamtleistung ab und gehört aktuell klar zu den besten Premium-Saug- und Wischrobotern auf dem Markt.

Preis/Leistung

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.399 € gehört der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone klar zur Premium-Klasse der aktuellen Saug- und Wischroboter. Mittlerweile ist das Modell jedoch bereits für rund 1.249 € erhältlich, wodurch der Preis etwas attraktiver ausfällt. Günstig ist der Deebot damit zwar weiterhin nicht, dafür bietet er aber auch eine Menge moderner Technik und einige Besonderheiten, die man bei vielen Konkurrenzmodellen so nicht findet.

Vor allem die neue OmniCyclone-Wischtechnologie mit der breiten Wischwalze und der FocusJet-Sprühfunktion hebt den Roboter deutlich von vielen anderen Modellen ab. Gerade bei der Wischleistung gehört der Deebot aktuell zu den stärksten Geräten auf dem Markt. Hinzu kommen die sehr starke Saugleistung, die zuverlässige Navigation sowie die umfangreiche Reinigungsstation mit automatischer Walzenreinigung, Reinigungsmitteldosierung und beutelloser Absaugung.

Trotzdem ist die Preis-Leistung nicht perfekt. Mittlerweile gibt es einige günstigere Alternativen, die bei Navigation, Hinderniserkennung oder allgemeinen Reinigungsfunktionen ähnlich stark aufgestellt sind. Wer allerdings besonders viel Wert auf die innovative Wischfunktion und das moderne Gesamtkonzept legt, bekommt mit dem Deebot X12 OmniCyclone eines der aktuell interessantesten Premium-Modelle auf dem Markt.

Unterm Strich richtet sich der Roboter daher vor allem an Nutzer, die möglichst viel Komfort und eine besonders starke Wischleistung möchten und bereit sind, dafür etwas mehr Geld auszugeben.

Ecovacs DEEBOT X12 OmniCyclone

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Ecovacs.com

Tineco Floor One S7 Stretch

In aller Kürze

Der Tineco Floor One S7 Stretch ist ein moderner Nass-Trockensauger, der Saugen und Wischen in einem Arbeitsgang kombiniert und damit besonders auf Hartböden für eine spürbare Zeitersparnis sorgt. Dank intelligenter Sensorik passt das Gerät seine Leistung automatisch an den Verschmutzungsgrad an, was die Reinigung effizient und angenehm macht. Durch das flexible, flache Design lassen sich zudem auch schwer erreichbare Bereiche unter Möbeln gut säubern.

Im Alltag punktet der Sauger vor allem mit seiner starken Reinigungsleistung und dem hohen Bedienkomfort. Die Selbstreinigungsfunktion sowie das übersichtliche Display erleichtern die Nutzung zusätzlich. Allerdings bringt das Gerät ein gewisses Gewicht mit sich und erfordert trotz automatischer Funktionen weiterhin eine regelmäßige Pflege. Für Teppichflächen ist es zudem nur bedingt geeignet.

Beim Preis hat sich inzwischen einiges getan. Während die unverbindliche Preisempfehlung anfangs recht hoch angesetzt war, ist der S7 Stretch mittlerweile deutlich günstiger erhältlich. Dadurch bietet er heute ein wesentlich attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis und spricht eine breitere Käuferschicht an. Insgesamt ist er eine komfortable Lösung für alle, die ihre Hartböden gründlich und mit möglichst wenig Aufwand reinigen möchten.

Gefällt uns

  • gute Reinigungsleistung
  • Saugen und Wischen in einem Schritt
  • iLoop-Sensor (Passt Saugkraft und Wasserfluss an)
  • Sehr flaches Design (Stretch-Funktion)
  • Selbstreinigung mit Heißwasser & Trocknung (FlashDry)
  • Kantenreinigung & breite Walze
  • Anti-Verhedderungs-Technologie (DualBlock)
  • Selbstantrieb erleichtert Handling

Gefällt uns weniger

  • Relativ hohes Gewicht (~4,5 kg)
  • Akkulaufzeit nur durchschnittlich
  • Lange Ladezeit (ca. 4–5 Stunden)
  • App eher Zusatz als echter Mehrwert
  • Nur für Hartböden geeignet
  • Automatische Anpassung leicht verzögert
  • Regelmäßige manuelle Reinigung nötig
  • Schwächen bei angetrocknetem Schmutz

Tineco Floor One S7 Stretch

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Schon beim ersten Blick auf die Verpackung des Tineco Floor One S7 Stretch wird klar, dass der Hersteller großen Wert auf eine ansprechende und zugleich informative Präsentation legt. Der Karton ist stabil ausgeführt und rundum mit Produktbildern sowie den wichtigsten Funktionen bedruckt.

Auf der Vorder- und Rückseite sieht man das Gerät prominent im Einsatz, dargestellt wird unter anderem, wie der Wischsauger verschüttetes Müsli auf dem Boden aufnimmt. Die Darstellung ist dabei zweisprachig aufgebaut. Die wichtigsten Informationen sind sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch auf Vorder- und Rückseite separat angegeben. Ergänzend dazu werden zentrale Features hervorgehoben, etwa die DualBlock-Technologie, die als Anti-Verhedderungs-Design beworben wird. Zudem veranschaulicht eine Abbildung, wie flach sich der Sauger unter Möbel wie Hängeschränke manövrieren lässt.

Außerdem greift man auf diesen beiden Seiten weitere Kernfunktionen auf und unterstreicht diese visuell. Hier wird unter anderem die Akkulaufzeit von bis zu 50 Minuten dargestellt sowie das FlashDry-System, das für die automatische Selbstreinigung und Trocknung der Bürste zuständig ist. Die Bilder sind klar verständlich und geben bereits vor dem Auspacken einen guten Eindruck von den Fähigkeiten des Geräts.

Auf der langen Unterseite der Verpackung findet sich eine Übersicht des Lieferumfangs, ebenfalls mit bebilderten Elementen. Neben dem Hauptgerät sind hier typischerweise Zubehörteile wie Reinigungsstation, Bürstenrolle, Trocknung-Filter, Reinigungslösung, Netzteil und Reinigungswerkzeug abgebildet. Das sorgt für Transparenz darüber, was im Karton enthalten ist.

Die lange Oberseite ist mit einem praktischen Transportgriff ausgestattet, was den Transport erleichtert. Zusätzlich sieht man hier erneut Anwendungsszenen, beispielsweise, wie eine Nutzerin den Sauger unter einem Couchtisch einsetzt. Auch an dieser Stelle werden Features wie DualBlock und FlashDry nochmals kurz aufgegriffen.

Insgesamt wirkt die Verpackung durchdacht gestaltet. Sie schützt nicht nur den Inhalt zuverlässig, sondern vermittelt gleichzeitig übersichtlich die wichtigsten Funktionen und Einsatzmöglichkeiten des Tineco Floor One S7 Stretch.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Der Tineco Floor One S7 Stretch setzt auf ein modernes, funktionales Design, das klar auf Komfort und Alltagstauglichkeit ausgelegt ist. Optisch präsentiert sich das Gerät in einem hochwertigen Look mit einer Kombination aus dunklen und dezenten Metallic-Akzenten, wodurch es insgesamt sehr „clean“ und technisch wirkt.

Der Aufbau ist klassisch für einen Nass-Trockensauger dieser Klasse. Im unteren Bereich befindet sich die Reinigungseinheit mit der rotierenden Bürstenrolle, die gleichzeitig saugt und wischt. Direkt darüber sitzt der Frischwassertank, während der Schmutzwassertank separat integriert ist, sodass sauberes und schmutziges Wasser strikt getrennt bleiben. Beide Tanks lassen sich zur Befüllung bzw. Reinigung einfach entnehmen.

Der Griffbereich ist ergonomisch geformt und liegt angenehm in der Hand. Hier sind auch die Bedienelemente untergebracht, mit denen sich das Gerät ein- und ausschalten sowie verschiedene Reinigungsmodi auswählen lassen. Oberhalb davon befindet sich ein gut ablesbares Display, das während der Nutzung wichtige Informationen wie Akkustand, Reinigungsmodus oder Verschmutzungsgrad anzeigt.

Auffällig ist das besonders flache Gelenkdesign („Stretch“-Funktion). Der Sauger lässt sich nahezu komplett nach hinten neigen, wodurch man problemlos unter niedrige Möbel wie Sofas, Betten oder Schränke kommt. Das Gelenk wirkt dabei stabil und ermöglicht gleichzeitig eine gute Manövrierbarkeit.

Die Reinigungsstation dient nicht nur als Ladestation, sondern auch zur automatischen Selbstreinigung. Das Gerät wird einfach hineingestellt und startet auf Knopfdruck den Reinigungs- und Trocknungsprozess der Bürste. Auch diese Station ist kompakt gehalten und fügt sich optisch gut ins Gesamtbild ein.

Insgesamt ist der Aufbau durchdacht und benutzerfreundlich gestaltet. Alle wichtigen Komponenten sind sinnvoll platziert, leicht zugänglich und auf eine möglichst einfache Handhabung im Alltag ausgelegt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Beim Tineco Floor One S7 Stretch zeigt sich insgesamt eine hochwertige Verarbeitung, die den Anspruch eines solchen Geräts gerecht wird. Der Großteil des Gehäuses besteht aus robustem Kunststoff, der sauber verarbeitet ist und einen stabilen Eindruck hinterlässt. Spaltmaße sind gleichmäßig, nichts wirkt klapprig oder schlecht zusammengefügt.

Besonders positiv fällt die solide Konstruktion der Reinigungseinheit auf. Die Bürstenaufnahme sitzt fest, lässt sich aber dennoch einfach entnehmen, was die Wartung erleichtert. Auch die Tanks für Frisch- und Schmutzwasser sind stabil ausgeführt, schließen dicht und lassen sich ohne großen Kraftaufwand einsetzen und herausnehmen. Hier merkt man, dass das Gerät auf den regelmäßigen Gebrauch ausgelegt ist.

Der Griffbereich ist gut verarbeitet und ergonomisch gestaltet. Die Bedientasten haben einen klaren Druckpunkt und wirken langlebig. Das Display ist sauber integriert und durch eine stabile Abdeckung geschützt, was ebenfalls zur Wertigkeit beiträgt.

Das Gelenk, das für die flache „Stretch“-Position verantwortlich ist, macht einen sehr guten Eindruck. Es wirkt stabil und zuverlässig, selbst bei häufiger Nutzung oder beim Reinigen unter Möbeln. Hier gibt es kein übermäßiges Spiel, was für eine gute Langzeitqualität spricht.

Auch die Reinigungsstation ist ordentlich verarbeitet. Sie steht sicher, nimmt das Gerät passgenau auf und erfüllt ihre Funktion ohne Schwächen. Insgesamt gibt es kaum Kritikpunkte, lediglich kleinere Details wie Fingerabdrücke auf glänzenden Oberflächen oder das generelle Gewicht des Geräts können je nach Anspruch auffallen.

Mit einem Gewicht von rund 4,5 Kilogramm gehört der S7 Stretch nämlich nicht zu den leichtesten Geräten seiner Klasse. Beim normalen Reinigen fällt das dank des Eigenantriebs und der guten Rollenunterstützung kaum negativ auf, da sich der Sauger angenehm führen lässt. Hebt man das Gerät jedoch an macht sich das Gewicht durchaus bemerkbar, aber insgesamt würde ich es nicht als sonderlich stören einordnen. 

Unterm Strich bietet der S7 Stretch eine überzeugende Verarbeitungsqualität, die zur Preisklasse passt und auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt ist.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

ProdukttypNass- & Trockensauger (Wischsauger)
Leistungca. 230 Watt
Saugleistungca. 21.000 Pa (21 kPa)
AkkuLithium-Ionen, 7× 3900 mAh Zellen
Akkulaufzeitbis zu 50 Minuten
Ladezeitca. 4–5 Stunden
Frischwassertank/
Schmutzwassertank
Frisch: 1,0 Liter; Schmutz: 0,72 Liter
ReinigungsmodiAuto, Max, Saugmodus
Lautstärkebis ca. 78 dB
Gewichtca. 4,5 kg
Abmessungenca. 26,7 × 22 × 110 cm
SelbstreinigungJa, mit Heißwasser & Trocknung (FlashDry)
Trocknungca. 85°C Heißluft
BesonderheiteniLoop Sensor, DualBlock Anti-Tangle, 180° Lay-Flat
EinsatzbereichHartböden (Fliesen, Laminat, Parkett)
LieferumfangHauptgerät (Wischsauger)
Ladestation / Reinigungsstation
Bürstenrolle (bereits installiert)
Zusätzliche Ersatzbürste
Filter (2 Stück, einer als Ersatz)
Reinigungswerkzeug (z. B. kleine Bürste zur Pflege)
Reinigungsflüssigkeit (ca. 500 ml)
Netzteil / Ladekabel
Technische Daten des Tineco Floor One S7 Stretch 

Inbetriebnahme 

Die Inbetriebnahme des Tineco Floor One S7 Stretch gestaltet sich angenehm unkompliziert und ist auch ohne Vorkenntnisse schnell erledigt. Nach dem Auspacken müssen zunächst die einzelnen Komponenten zusammengesetzt werden. In der Regel beschränkt sich das auf das Einstecken des Handgriffs in die Haupteinheit, was hörbar einrastet und ohne Werkzeug erfolgt.

Anschließend werden Frisch- und Schmutzwassertank eingesetzt. Vor der ersten Nutzung sollte der Frischwassertank im unteren Kopf mit klarem Wasser optional mit etwas Reinigungsmittel befüllt werden. Beide Tanks, also auch der darüber befindliche Schmutzwassertank lassen sich leicht entnehmen und wieder einsetzen, was den Vorgang insgesamt sehr benutzerfreundlich macht.

Vor dem ersten Reinigungseinsatz empfiehlt es sich, das Gerät vollständig aufzuladen. Dazu wird der S7 Stretch einfach in die mitgelieferte Ladestation gestellt. Der Ladevorgang startet automatisch, und über das Display lässt sich der aktuelle Akkustand jederzeit ablesen.

Nach dem Einschalten führt das Gerät durch eine kurze Initialisierung. Das Display zeigt dabei die wichtigsten Informationen an, und je nach Modell gibt es auch akustische Hinweise. Anschließend kann direkt mit der Reinigung begonnen werden. Die Steuerung erfolgt intuitiv über die Tasten am Griff, sodass sich verschiedene Modi schnell auswählen lassen.

Insgesamt ist die Inbetriebnahme sehr nutzerfreundlich gelöst. Vom Auspacken bis zum ersten Einsatz vergehen nur wenige Minuten, und alle Schritte sind logisch aufgebaut und einfach nachvollziehbar.

(Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung

Der Tineco Floor One S7 Stretch liefert im Alltag eine überzeugende Reinigungsleistung, insbesondere auf Hartböden wie Fliesen, Laminat oder Parkett. Die Kombination aus Saugen und Wischen funktioniert zuverlässig und spart einen separaten Reinigungsschritt. Durch die motorisierte Bürstenrolle wird Schmutz effektiv aufgenommen, während gleichzeitig frisch gewischt wird.

Frische Verschmutzungen wie verschüttete Milch, Kaffee oder auch Müsli beseitigt das Gerät sehr gründlich und meist in einem Durchgang. Hier spielt der Wischsauger seine Stärken voll aus, denn Flüssigkeiten und feste Bestandteile werden gleichzeitig aufgenommen, ohne Rückstände zu hinterlassen. Der Boden wirkt danach sauber und nur leicht feucht.

Bei angetrockneten Flecken zeigt sich ebenfalls eine gute Leistung, allerdings sind hier, je nach Verschmutzungsgrad gelegentlich mehrere Überfahrten notwendig. Hartnäckige Rückstände werden durch die rotierende Walze zwar angelöst, benötigen aber etwas mehr Zeit, bis sie vollständig entfernt sind.

Ein zentrales Element ist der Tineco iLoop Smart Sensor, der den Verschmutzungsgrad erkennt und die Leistung automatisch anpasst. In der Praxis funktioniert das zuverlässig, die Saugkraft und Wassermenge werden sinnvoll reguliert. In manchen Situationen reagiert das System minimal verzögert, insgesamt bleibt die Anpassung aber nachvollziehbar und praxisgerecht.

Die Handhabung während der Reinigung ist angenehm. Der Sauger lässt sich gut manövrieren und wird durch den Eigenantrieb unterstützt, was das Führen erleichtert. Trotz des Gewichts wirkt das Gerät dadurch nicht träge. Positiv fällt auch die Kantenreinigung auf. Durch die breit ausgelegte Bürstenrolle kommt man vergleichsweise nah an Fußleisten und Ecken heran, auch wenn ganz randloses Reinigen konstruktionsbedingt nicht vollständig möglich ist.

Ein weiteres technisches Detail ist die 3-Kammer-Schmutzwassertrennung. Diese sorgt dafür, dass feste Partikel, Schmutzwasser und Luft getrennt geführt werden, was die Effizienz erhöht und Verstopfungen reduziert. Gleichzeitig bleibt die Saugleistung auch bei stärkerer Verschmutzung stabil.

Die Wassertemperatur zum reinigen beträgt exakt die eingefüllte Temperatur, denn es handelt sich nicht  um ein Gerät, welches das Wasser zum reinigen erhitzt. Die Reinigungsleistung basiert daher primär auf Mechanik (Bürste) und Reinigungsmittel.

Insgesamt überzeugt der S7 Stretch mit einer starken Alltagsleistung, besonders bei frischen Verschmutzungen. Bei hartnäckigem Schmutz braucht er etwas mehr Zeit, bleibt dabei aber zuverlässig und gründlich.

(Reinigungsleistung: 4 von 5 Punkten)

Reinigungsaufwand & Wartung

Auch wenn der Tineco Floor One S7 Stretch viele Prozesse automatisiert, kommt man um einen gewissen Reinigungsaufwand im Alltag nicht ganz herum. Insgesamt hält sich dieser aber in einem gut vertretbaren Rahmen und ist schnell erledigt.

Nach jeder Reinigung sollte vor allem der Schmutzwassertank entleert werden. Hier sammelt sich das aufgesaugte Wasser inklusive Schmutzpartikel, was bei längerer Standzeit unangenehme Gerüche verursachen kann. Der Tank lässt sich einfach entnehmen, ausgießen und kurz ausspülen. Je nach Nutzung empfiehlt es sich zudem, den integrierten Filter regelmäßig unter klarem Wasser zu reinigen.

Der Frischwassertank muss natürlich ebenfalls regelmäßig neu befüllt werden, eine aufwendige Reinigung ist hier aber seltener nötig. Gelegentliches Ausspülen reicht in der Regel aus, um Ablagerungen zu vermeiden.

Auch die Bürstenrolle sollte nicht komplett sich selbst überlassen werden. Zwar übernimmt das Gerät einen Großteil der Reinigung automatisch, dennoch ist es sinnvoll, sie in gewissen Abständen zu entnehmen und von Haaren oder Rückständen zu befreien, vor allem bei Haushalten mit Haustieren oder Personen mit langen Haaren.

Reinigungsstation

Ein großer Vorteil ist die mitgelieferte Reinigungsstation. Diese übernimmt auf Knopfdruck die Selbstreinigung der Bürstenrolle und der internen Leitungen. Dabei wird die Bürste gründlich durchgespült, oft unter Einsatz von erwärmtem Wasser, um Schmutz und Rückstände besser zu lösen. Anschließend startet die Trocknungsfunktion (FlashDry), bei der die Bürste mit warmer Luft getrocknet wird. Das reduziert Feuchtigkeit, beugt Geruchsbildung vor und sorgt dafür, dass das Gerät schneller wieder einsatzbereit ist.

Die Station nimmt dem Nutzer also einen Großteil der aufwendigeren Pflege ab, Spülen, Reinigen und Trocknen laufen automatisiert ab. Dennoch ersetzt sie nicht vollständig die manuelle Reinigung, insbesondere Tanks und Filter müssen wie erwähnt weiterhin regelmäßig von Hand gepflegt werden.

Unterm Strich bietet der S7 Stretch eine gelungene Kombination aus Komfort und notwendiger Eigenpflege. Der tägliche Aufwand ist gering, und die Reinigungsstation übernimmt die meisten zeitintensiven Schritte.

(Reinigungsaufwand & Wartung: 4 von 5 Punkten)

Lautstärke

Der Tineco Floor One S7 Stretch arbeitet im Betrieb mit einer Lautstärke von etwa 70 bis 78 dB, abhängig vom gewählten Reinigungsmodus und dem jeweiligen Verschmutzungsgrad. Im normalen Automatikmodus bewegt sich das Geräusch meist im unteren bis mittleren Bereich, während bei stärkerer Verschmutzung, wenn die Leistung automatisch erhöht wird, auch die Lautstärke entsprechend ansteigt.

Im direkten Eindruck ist das Betriebsgeräusch mit einem klassischen Staubsauger vergleichbar. Es ist deutlich hörbar, bleibt aber gleichmäßig und wirkt nicht unangenehm hochfrequent oder störend. Dadurch lässt sich das Gerät auch über längere Zeit nutzen, ohne dass es besonders belastend wirkt.

Während der Selbstreinigung in der Station kann die Lautstärke kurzzeitig ebenfalls ansteigen, insbesondere beim Spül- und Trocknungsvorgang. Diese Phase ist jedoch zeitlich begrenzt.

Insgesamt liegt der S7 Stretch damit auf einem für diese Geräteklasse typischen Niveau, nicht leise, aber im Alltag absolut akzeptabel und nicht überdurchschnittlich laut.

(Lautstärke: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Der Tineco Floor One S7 Stretch bietet eine Akkulaufzeit von bis zu etwa 50 Minuten, was für die meisten Reinigungsdurchgänge grundsätzlich ausreichend ist. In der Praxis hängt die Laufzeit jedoch stark vom Verschmutzungsgrad und dem gewählten Modus ab, bei höherer Leistung kann sie entsprechend spürbar kürzer ausfallen.

Die Ladezeit liegt bei rund 4 bis 5 Stunden, was im direkten Vergleich eher lang ist. Gerade im Verhältnis zur Laufzeit wirkt das etwas unausgewogen, da der Akku nicht besonders schnell wieder einsatzbereit ist.

Im Alltag relativiert sich das aber etwas. In vielen Fällen reicht eine Akkuladung aus, um ein komplettes Stockwerk zu reinigen. Danach kann man die Ladezeit gut nutzen, um eine Pause einzulegen oder die Reinigung einfach am nächsten Tag fortzusetzen. Wer also nicht die komplette Wohnfläche am Stück reinigen muss, kommt mit der Akkuleistung dennoch gut zurecht.

Insgesamt ist die Laufzeit solide, könnte im Verhältnis zur Ladezeit aber etwas großzügiger ausfallen.

(Akkulaufzeit: 3,5 von 5 Punkte)

App

Der Tineco Floor One S7 Stretch bietet die Möglichkeit, ihn mit einer Smartphone-App zu verbinden. Diese liefert zusätzliche Informationen wie den Akkustand, Nutzungsstatistiken oder Wartungshinweise und erlaubt auch Firmware-Updates. Die Einrichtung ist unkompliziert und funktioniert in der Regel schnell.

Im Alltag stellt sich allerdings die Frage, wie viel Mehrwert die App wirklich bringt. Die wichtigsten Funktionen, also Ein- und Ausschalten, Moduswahl oder Start der Selbstreinigung, lassen sich direkt am Gerät steuern. Das Display zeigt zudem alle relevanten Informationen übersichtlich an, sodass man selten gezwungen ist, zum Smartphone zu greifen.

Damit wirkt die App eher wie eine nette Spielerei als ein zwingend notwendiges Feature. Wer gerne Statistiken einsehen oder das Maximum aus der Technik herausholen möchte, kann sie sinnvoll nutzen. Für die meisten Anwender reicht jedoch die Bedienung am Gerät vollkommen aus. 

App Aufbau

Die App zum Tineco Floor One S7 Stretch ist klar strukturiert und bewusst einfach gehalten. Nach dem Start befindet man sich direkt auf der Hauptübersicht, auf der das verbundene Gerät mit seinem aktuellen Status angezeigt wird. Dazu zählen vor allem der Akkustand, eventuelle Wartungshinweise und eine grobe Einsatzübersicht.

Von dort aus gelangt man in die einzelnen Menüpunkte, die logisch aufgebaut sind. Ein Bereich widmet sich den Nutzungsdaten, in dem vergangene Reinigungsvorgänge und einfache Statistiken eingesehen werden können. Das ist ganz interessant, spielt im Alltag aber eher eine untergeordnete Rolle.

Ein weiterer zentraler Punkt sind die Einstellungen. Hier lassen sich grundlegende Anpassungen vornehmen, etwa zur Sprachausgabe, zu Geräteeinstellungen oder für Firmware-Updates. Die Optionen sind überschaubar gehalten und schnell zu finden, ohne den Nutzer mit zu vielen Details zu überfordern.

Zusätzlich gibt es einen Bereich für Wartung und Pflegehinweise, der anzeigt, wann beispielsweise der Tank geleert oder der Filter gereinigt werden sollte. Ergänzt wird das Ganze durch einen Hilfe- bzw. Supportbereich mit Anleitungen und Tipps zur Nutzung.

Insgesamt ist die App übersichtlich aufgebaut, mit wenigen Untermenüs und kurzen Wegen. Sie konzentriert sich auf Zusatzinformationen und einfache Einstellungen. Im Alltag zeigt sich jedoch, dass die meisten Funktionen direkt am Gerät schneller erreichbar sind, die App ist daher eher eine praktische Ergänzung als ein zentraler Bestandteil der Bedienung.

(App: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Unterm Strich hält der Tineco Floor One S7 Stretch viele der Versprechen, die auf der Webseite gemacht werden, allerdings mit kleinen Einschränkungen im Detail.

Die beworbene Kombination aus Saugen und Wischen in einem Schritt funktioniert im Alltag tatsächlich sehr gut. Gerade bei frischen Verschmutzungen zeigt das Gerät eine starke Leistung und liefert saubere Ergebnisse ohne großen Aufwand. Auch die automatische Anpassung durch den iLoop-Sensor ist kein reines Marketing. In der Praxis reagiert das System nachvollziehbar auf Schmutz und passt Leistung sowie Wassermenge sinnvoll an, auch wenn es gelegentlich minimal verzögert reagiert.

Die angepriesene Flexibilität durch das flache Design kann ebenfalls überzeugen. Unter Möbel zu reinigen funktioniert deutlich besser als bei vielen vergleichbaren Geräten. Ebenso sinnvoll ist die Selbstreinigungsstation mit Trocknungsfunktion, die einen großen Teil der Pflegearbeit abnimmt und den Komfort spürbar erhöht.

Etwas relativieren muss man hingegen Themen wie die Akkulaufzeit und das Gesamtgewicht. Die bis zu 50 Minuten sind unter optimalen Bedingungen erreichbar, im Alltag aber oft geringer. In Kombination mit der recht langen Ladezeit wirkt das nicht ganz optimal. Auch das Gewicht von rund 4,5 kg kann bei längerer Nutzung auffallen, selbst wenn der Eigenantrieb vieles ausgleicht.

Die App-Anbindung ist vorhanden, spielt aber im Vergleich zu den beworbenen Kernfunktionen eher eine Nebenrolle. Hier merkt man schnell, dass die Steuerung direkt am Gerät im Alltag praktischer ist.

Preis/Leistung

Zum Marktstart war der Tineco Floor One S7 Stretch mit einer UVP von rund 599 Euro klar im Premium-Segment angesiedelt. Für viele Interessenten dürfte das zunächst abschreckend gewesen sein, denn auch wenn Technik und Funktionsumfang überzeugend sind, war der Preis im Vergleich zur Konkurrenz durchaus ambitioniert.

Inzwischen hat sich das Bild jedoch deutlich verändert. Der aktuelle Marktpreis liegt häufig nur noch bei etwa 300 Euro, teilweise sogar darunter. Damit hat sich das Preis-Leistungs-Verhältnis spürbar verbessert und das Gerät ist deutlich attraktiver geworden.

In der Praxis bekommt man für diesen Preis eine starke Kombination aus guter Reinigungsleistung, intelligenter Sensorsteuerung, Selbstreinigungsfunktion inklusive Trocknung sowie einem flexiblen Design. Das sind alles Features, die im Alltag wirklich einen Mehrwert bieten und den höheren Anspruch des Geräts unterstreichen.

Natürlich gibt es auch Alternativen. Günstigere Modelle verzichten meist auf Komfortfunktionen wie automatische Anpassung oder Selbstreinigung. Teurere Geräte bieten teilweise noch zusätzliche Features, etwa Dampfreinigung oder mehr Akkuleistung. Der S7 Stretch positioniert sich hier jedoch inzwischen ziemlich ausgewogen in der Mitte.

Tineco Floor One S7 Stretch

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 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Tineco.de

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Bei Mediamarkt.at kaufen: mediamarkt.at

Bei Medimarkt.de kaufen: mediamarkt.de

Ecovacs Winbot W3 OMNI

In aller Kürze

Mit der Einführung des Ecovacs Winbot W3 OMNI hebt Ecovacs seine Produktlinie der Fensterputzroboter auf ein signifikant höheres Niveau an Benutzerfreundlichkeit und Automatisierung. Während der Vorgänger, der Ecovacs Winbot W2 OMNI, bereits zahlreiche Arbeitsschritte automatisierte, setzt der W3 OMNI neue Maßstäbe in Bezug auf die vollständige Autonomie der Reinigung. Im Mittelpunkt dieser Innovation steht die neu entwickelte OMNI-Station, welche nicht nur als Lade- und Aufbewahrungseinheit fungiert, sondern erstmals auch die automatische Reinigung der Wischpads ermöglicht. Dadurch entfällt ein bisher erforderlicher manueller Eingriff, was den Alltagstauglichkeit des Geräts deutlich erhöht.

Technisch gesehen wurden ebenfalls substanzielle Verbesserungen vorgenommen. Optimierte Navigationsalgorithmen, eine präzisere Kantenreinigung und ein verfeinertes Sprühsystem gewährleisten gleichmäßigere und effizientere Reinigungsergebnisse. Insgesamt präsentiert sich das System durchdachter und stärker auf maximale Automatisierung ausgerichtet als sein Vorgänger.

Dieser technologische Fortschritt geht jedoch mit einem entsprechend höheren Preis einher. Der W3 OMNI positioniert sich deutlich über älteren Modellen und gehört somit eindeutig zum Premiumsegment. Die zentrale Fragestellung lautet daher, ob die zusätzlichen Funktionen und der erhöhte Komfort den höheren Preis im täglichen Gebrauch tatsächlich rechtfertigen. Dieser Testbericht wird diese Frage im Detail beleuchten.  

Gefällt uns

  • Hervorragende Reinigungsleistung ohne Streifen
  • TrueEdge-Bürsten für Kantenreinigung
  • Effektive, automatische Pad-Reinigung in der Station
  • Hoher Automatisierungsgrad, einfache Bedienung
  • Flexible Nutzung über Akku oder Netzkabel
  • Umfangreiche Sicherheitsfunktionen

Gefällt uns weniger

  • Premiumpreis ist hoch, rechtfertigt sich aber durch die Funktionen
  • Motorgeräusch während Reinigung und Pad-Reinigung hörbar
  • Ränder der Fensterrahmen müssen manuell nachgewischt werden
  • Wischtuch ist fest mit Halterung verbunden

Ecovacs Winbot W3 OMNI

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Ecovacs Winbot W3 OMNI vermittelt bereits bei der ersten Betrachtung einen Premium-Anspruch. Der Karton zeichnet sich durch eine hochwertige Verarbeitung und ein modernes, aufgeräumtes Design aus. Auf der Vorderseite dominiert eine großformatige Produktabbildung, welche den Fensterputzroboter in Kombination mit der OMNI-Station präsentiert. Ergänzt wird diese Darstellung durch zentrale Marketing-Claims, die insbesondere die automatische Reinigung der Wischpads und den hohen Grad der Automatisierung hervorheben.

Die Seitenflächen der Verpackung bieten detaillierte Informationen zu den wesentlichen Funktionen des Geräts. Dort werden unter anderem die innovative Reinigungstechnologie, das optimierte Navigationssystem sowie diverse Sicherheitsfeatures grafisch und in prägnanten Stichpunkten erläutert. Zusätzlich finden sich technische Spezifikationen wie Akkulaufzeit, Einsatzgebiete und Hinweise zur Anwendung auf unterschiedlichen Glasoberflächen. Die Rückseite fasst die Kernfunktionen nochmals übersichtlich zusammen und illustriert typische Anwendungsszenarien im Alltag.

Beim Öffnen der Verpackung wird deutlich, dass Ecovacs großen Wert auf eine sichere und strukturierte Anordnung der Komponenten legt.  Alle Teile sind sorgfältig in passgenaue Formteile eingebettet und durch Schutzfolien sowie separate Kartonlagen gesichert. Dadurch ist eine ordentliche Trennung der Komponenten und ein optimaler Schutz vor Transportschäden gewährleistet.

Ein bemerkenswertes Merkmal des Geräts betrifft die Stromversorgung, der Akku ist im Lieferumfang enthalten, jedoch nicht vormontiert. Er wird in einem separaten Fach innerhalb der OMNI-Station untergebracht. Der Zugang zu diesem Fach erfolgt durch das Öffnen einer Klappe, hinter der sich der Anschluss befindet. Der Akku wird dort positioniert und mittels eines Kabelanschlusses verbunden bzw. verschraubt. In diesem Fach befinden sich ebenfalls das Sicherheitsseil sowie das Netzkabel, wodurch eine zentrale und geordnete Aufbewahrung aller relevanten Komponenten gewährleistet ist.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Fensterputzroboter selbst die OMNI-Station, der Akku, ein Netzkabel, ein Sicherheitsseil zur zusätzlichen Absicherung, mehrere Reinigungspads sowie eine Flasche mit 230 ml der Reinigungsflüssigkeit. Des Weiteren umfasst das Paket eine Bedienungsanleitung zur Inbetriebnahme. Die Verpackung wirkt insgesamt durchdacht, hochwertig und vollständig und entspricht somit dem Premiumanspruch des Geräts.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Das Design des Ecovacs Winbot W3 OMNI zeugt von einem ausgeprägten Premiumanspruch und präsentiert sich deutlich moderner und durchdachter als seine Vorgängermodelle. Sowohl der Winbot selbst als auch die OMNI-Station zeichnen sich durch eine einheitliche Designsprache aus, die durch klare Linien, dezente Farbgebung und hochwertige Verarbeitung besticht.

Der Fensterputzroboter besticht durch eine kompakte, flache Bauform mit abgerundeten Kanten. Die Oberseite ist minimalistisch gestaltet und wird lediglich durch ein zentrales Bedienelement, den Haltegriff sowie ein dezentes Logo unterbrochen. Die matte Oberfläche verleiht dem Gerät nicht nur eine edle Optik, sondern minimiert gleichzeitig die Anfälligkeit für Fingerabdrücke. Die saubere Integration der Sprühdüsen an der Front und am Heck fügt sich unauffällig ins Gesamtbild ein. An den Seiten sind Sensoren und Lüftungselemente dezent eingelassen, sodass die technische Ausstattung zwar präsent, jedoch nicht aufdringlich wirkt.

Ein praktisches Detail ist der integrierte Transportgriff am Winbot. Dieser erleichtert das Ansetzen und Abnehmen des Winbots erheblich und sorgt für ein sicheres Handling, insbesondere bei der Verwendung an höher gelegenen Fenstern. Der Griff ist stabil verarbeitet und fügt sich unauffällig in das Gesamtdesign ein, ohne aufzutragen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Unterseite des Geräts, auf der sich die Reinigungspads sowie die Antriebselemente, welche für die Haftung an der Glasfläche verantwortlich zeichnen, befinden. Die Komponenten sind mit höchster Präzision verarbeitet und so angeordnet, dass sie sowohl funktional als auch optisch harmonisch wirken. Insgesamt vermittelt der Winbot einen robusten und gleichzeitig eleganten Eindruck und positioniert sich eindeutig als Hightech-Haushaltshelfer.

Neben dem großflächigen Reinigungssystem an der Unterseite spielt die im Zentrum befindliche Vakuumtechnologie eine entscheidende Rolle. Diese gewährleistet eine zuverlässige Haftung des Roboters an der Scheibe, was für Sicherheit und Funktionalität unerlässlich ist. Das Ansaugsystem arbeitet gleichmäßig und kraftvoll und ermöglicht so ein sicheres Arbeiten auch an größeren oder vertikalen Flächen.

Die OMNI-Station setzt dieses Designprinzip konsequent fort und erweitert es um eine deutlich robustere und standfeste Bauweise. Sie präsentiert sich als kompakte Basisstation mit klar definierten Flächen und einer hochwertigen Kunststoffverarbeitung.  Besonders hervorzuheben ist die integrierte Klappe, hinter der sich der Stauraum für Akku, Netzkabel und Sicherheitsseil befindet. Diese Lösung gewährleistet nicht nur eine geordnete Aufbewahrung, sondern unterstreicht auch den funktionalen Charakter des Designs.

Die Station zeichnet sich durch eine übersichtliche Gestaltung ihrer Bedienelemente aus. Die wesentlichen Steuerungsfunktionen sind unmittelbar zugänglich, überwiegend in Form von klar beschrifteten Tasten oder dezenten Anzeigen. Dies ermöglicht die Bedienung bzw. Steuerung des Winbots auch ohne die Verwendung einer App.  Gleichzeitig wirken die Bedienelemente nicht überladen, sondern integrieren sich harmonisch in das Gesamtbild der Station.

Zudem tragen Details wie präzise geführte Kanten, exakte Spaltmaße und die insgesamt aufgeräumte Gestaltung zum positiven Gesamteindruck bei. Die Station fügt sich dadurch unauffällig in moderne Wohnumgebungen ein, ohne den Eindruck eines rein technischen Geräts zu erwecken.

Insgesamt demonstriert Ecovacs beim W3 OMNI die gelungene Verbindung von Funktionalität und Design. Das Erscheinungsbild ist bewusst reduziert und nicht verspielt, mit Schwerpunkt auf Alltagstauglichkeit, Wertigkeit und einer klaren, modernen Ästhetik.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Ecovacs Winbot W3 OMNI entspricht in weiten Teilen dem Premiumanspruch des Geräts. Ecovacs setzt hierbei auf eine solide Kombination aus hochwertigen Kunststoffen und einer insgesamt sehr sauberen Fertigungsqualität.

Sowohl der Winbot selbst als auch die OMNI-Station bestehen überwiegend aus robustem Kunststoff, der jedoch keineswegs billig wirkt. Die matte Oberflächenstruktur sorgt für eine angenehme Haptik und reduziert gleichzeitig die Anfälligkeit für Fingerabdrücke und Kratzer im täglichen Gebrauch. Die einzelnen Bauteile sind präzise gefertigt, die Spaltmaße fallen gleichmäßig und eng aus, was auf eine hohe Qualitätskontrolle hindeutet.

Besonders hervorzuheben ist die Stabilität des Winbots. Trotz seiner kompakten Bauweise wirkt das Gehäuse verwindungssteif und gut verarbeitet. Der integrierte Tragegriff ist fest im Gehäuse verankert und vermittelt Vertrauen beim Transport. Es gibt keine klappernden oder losen Teile, ein wichtiger Aspekt, insbesondere bei einem Gerät, das regelmäßig bewegt und an Glasflächen angebracht wird.

Die OMNI-Station entspricht diesen Anforderungen in nichts nach. Sie wirkt stabil, standsicher und ebenfalls sauber verarbeitet. Klappen und Abdeckungen lassen sich präzise öffnen und schließen, ohne zu haken oder billig zu wirken. Das Fach für Akku und Zubehör ist ordentlich integriert und zeugt von der Berücksichtigung der Alltagstauglichkeit. An der Unterseite ist die Station mit einem großen Saugnapf ausgestattet, der ein Verrutschen verhindert.  Dies ermöglicht beispielsweise die sichere Platzierung auf dem Dach des Wintergartens während der Reinigung. 

Ein weiterer Vorteil stellt die Verarbeitung der funktionalen Komponenten dar. Anschlüsse, Kabel und Halterungen sind robust konstruiert und vermitteln eine hohe Langlebigkeit. Auch die Reinigungspads und deren Befestigungssystem überzeugen durch eine durchdachte Gestaltung, da sie einen sicheren Sitz gewährleisten und gleichzeitig einen unkomplizierten Wechsel ermöglichen.

Insgesamt hinterlässt der W3 OMNI einen äußerst positiven Eindruck hinsichtlich der Materialanmutung und der Verarbeitung. Das Gerät vermittelt ein wertiges Gefühl, ist sauber verarbeitet und scheint für eine langfristige Nutzung konzipiert zu sein, genau das, was in dieser Preisklasse zu erwarten ist.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

AntriebsartAkkubetrieb oder Netzbetrieb ( Kabel 160 cm lang)
ReinigungsmodusSchnell, Tief, Ränder, Punkt, Gründlich, Zone, Intensiv, Fernbedienung (Bluetooth über App).
BesonderheitenDrei-Düsen-Weitwinkel-Sprühtechnologie.
Wischpad-Reinigung: Vortex Wash
ArbeitswinkelVon 0 Grad (horizontal) über 90 Grad (senkrecht) bis 45 Grad im Überkopf-Bereich, entsprechend 135 Grad zur Ebene.
Farbeweiß/silber/Schwarz
Lautstärkeca. 68 dB
Form und GrößeEckige Form mit großem flächigem Reinigungstuch (270 x 270 x 76 mm)
Größe der Station344 x 226 x 430 mm
Akkulaufzeit4500 mAh Lithium-Akkupacks ermöglicht eine Laufzeit von bis zu 3,5 Stunden
Ladezeit: unter 3 Stunden
Sensoren12-stufiges Schutzsystem mit 30 Minuten Stromausfallschut
Leistungsstarkes Vakuumsystem – sorgt für kontinuierliche Haftung an der Scheibe.
Drucksensoren – überwachen die Saugleistung und erkennen sofort Abweichungen.
Automatische Notabschaltung – stoppt den Motor bei kritischem Druckverlust.
Stoßsensoren – erkennen Hindernisse oder unregelmäßige Glasflächen.
Rand- und Kantenüberwachung – verhindert, dass der Roboter über den Rahmen hinausfährt.
Elektronische Motorüberwachung – schützt vor Überlastung und Fehlfunktionen.
Backup-Akku / Stromausfallschutz – hält den Winbot bis zu 30 Minuten sicher an der Scheibe.
Sicherheitsseil-Anschluss – ermöglicht zusätzliche mechanische Absicherung.
Physische Endanschläge – verhindern ein Abrutschen an Fensterkanten.
Temperaturüberwachung – schützt vor Überhitzung der Elektronik.
Automatisches Pausieren bei Fehlfunktionen – stoppt das Gerät bei Problemen sofort.
Warnmeldungen über App und Display – informieren den Nutzer bei kritischen Zuständen.
GewichtRoboter: 2.1 kg
Station: 10 kg (ohne Füllung)
Länge des Stromkabels
160 cm
Länge des Sicherungsseilsknapp 2 Meter
Mindestfenstergröße30 x 40 cm
LieferumfangFensterreinigungsroboter Ecovacs WINBOT W3 OMNI
Reinigugnsstation
Reinigungslösung 230 ml
Ersatz Wischpad mit Halter
4500 mAh Lithium-Akkupack
Sicherungsseil und Netzkabel im Fach der Station integriert
Benutzerhandbuch
technische Daten des Ecovacs Winbot W3 OMNI

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme des Ecovacs Winbot W3 OMNI gestaltet sich im Allgemeinen unkompliziert, erfordert jedoch zu Beginn einige vorbereitende Schritte. Es wird empfohlen, die zugehörige Ecovacs-App zu installieren und den Winbot mit dieser zu verbinden. Die App bietet eine schrittweise Anleitung zur Einrichtung, erläutert die wesentlichen Funktionen und unterstützt den Benutzer bei der korrekten Inbetriebnahme des Geräts. Für den ersten Einsatz ist die App daher nahezu unerlässlich, im späteren täglichen Gebrauch kann der Winbot jedoch auch ohne App direkt über die Station oder das Gerät selbst gestartet werden.

Vor der ersten Reinigung ist es erforderlich, den Winbot mit der mitgelieferten Reinigungslösung zu befüllen. Diese Lösung wird in den integrierten Tank eingefüllt und während des Reinigungsvorgangs automatisch auf die Glasfläche aufgesprüht. Der Roboter verteilt die Flüssigkeit eigenständig über die Wischpads und gewährleistet so eine gleichmäßige Benetzung der Oberfläche während der Reinigung.

Ein zentrales Element des Systems stellt die OMNI-Station dar, welche ebenfalls vorbereitet werden muss. In diese wird Frischwasser eingefüllt, welches im Anschluss zur Reinigung der Wischpads dient. Nach Abschluss des Reinigungsvorgangs können die verschmutzten Pads automatisch in der Station ausgewaschen werden. Das dabei entstehende Schmutzwasser wird getrennt in einem entsprechenden Schmutzwassertank gesammelt. Dieses Zwei-Tank-System gewährleistet die kontinuierliche Verwendung von sauberem Wasser und reduziert den manuellen Reinigungsaufwand signifikant.

Die Inbetriebnahme des Geräts präsentiert sich als durchdacht und benutzerfreundlich. Nach der initialen Einrichtung erfolgen zahlreiche Prozesse automatisiert, wodurch der Winbot im täglichen Gebrauch mit minimalem Aufwand einsatzbereit ist.

(Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)

Reinigung & Navigation

Die Reinigung und Navigation des Ecovacs Winbot W3 OMNI überzeugen im Test auf höchstem Niveau und demonstrieren eindrucksvoll, warum dieses Gerät seinen Premiumpreis rechtfertigt.

Im Rahmen des Reinigungsprozesses erzielt der Winbot nahezu makellose Ergebnisse. Die Scheiben werden gleichmäßig und streifenfrei gereinigt, selbst hartnäckiger Schmutz wird zuverlässig entfernt. Ein wesentlicher Faktor für diese Leistung ist die innovative TrueEdge-Technologie. Mit speziell geformten Bürsten fährt der Roboter die Kanten der Fensterrahmen am Ende des Reinigungsprogramms ab und erreicht dadurch auch die sonst noch von den Vorgängermodellen bekannten Problemzonen und schwer zugänglichen Bereiche. Ein manuelles Nachwischen direkt am Rahmen ist lediglich an unseren Fensterlaibungen erforderlich, ansonsten sind keine zusätzlichen Arbeiten notwendig.

Für eine umfassende Reinigung setzt der Ecovacs Winbot W3 OMNI nicht lediglich auf das Besprühen des Pads mit Reinigungsmittel, sondern verfügt über integrierte Sprühdüsen, die die Reinigungsflüssigkeit aus dem integrierten Tank präzise auf die Scheibe dosieren. Anschließend nimmt das Pad den Schmutz gründlich auf.  Dieser Prozess erfolgt systematisch Bahn für Bahn, bis die gesamte Scheibe gereinigt ist. Abschließend führt der Winbot eine Reinigung entlang des Randes mit den True-Edge Bürsten durch, um ein makelloses Ergebnis zu gewährleisten.  

Reinigung-Modi

Im praktischen Einsatz navigiert der WINBOT seine vorprogrammierte Route mit hoher Zuverlässigkeit. Die Modusunterschiede manifestieren sich primär in der Intensität der Reinigung und dem Abstand zwischen den Reinigungsbahnen.

  • Der Fast Clean-Modus zeichnet sich durch einen größeren Abstand zwischen den Bahnen aus, was zu einer beschleunigten Reinigungszeit führt und sich insbesondere für die Beseitigung leichter Verschmutzungen eignet. 
  • Der Thorough Clean-Modus hingegen implementiert eine engere Linienführung mit erhöhter Überlappung, um eine intensivere und gründlichere Reinigung zu gewährleisten.
  • Bei starker Verschmutzung empfiehlt sich der Deep-/Heavy-Duty-Modus, der ein langsameres Arbeiten oder die Reinigung in kleineren Abschnitten ermöglicht.
  • Der Spot-Modus ist für die gezielte Fleckenentfernung konzipiert und beinhaltet das mehrfache Überfahren einer kleinen Fläche.

Das grundlegende Funktionsprinzip des WINBOTs bleibt dabei immer identisch:  Er sprüht, wischt und arbeitet Bahn für Bahn. Die Modi differenzieren sich lediglich in der Intensität und Präzision der Reinigung.

Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal des Ecovacs Winbot W3 OMNI stellt das 3-Düsen-System dar, welches in jede Fahrtrichtung operiert.  Dies gewährleistet eine gleichmäßige Applikation der Reinigungsflüssigkeit auf die Glasoberfläche, unabhängig von der Bewegungsrichtung des Winbots, sei es vertikal, horizontal oder seitlich.

In der praktischen Anwendung resultiert dieses System in einer kontinuierlichen Benetzung der Oberfläche, wodurch Schmutzpartikel effizienter gelöst und ein homogenes Reinigungsergebnis erzielt werden. Das Risiko der Bildung von trockenen Stellen oder Streifen wird dadurch signifikant minimiert, was maßgeblich zur insgesamt sehr hohen Reinigungsleistung beiträgt.

Die Navigation basiert auf einem optimierten WIN-SLAM 5.0-System, welches die Scheiben systematisch und gleichmäßig abfährt. Der Roboter plant seine Reinigungsbahnen intelligent, durchläuft jede Fläche in einem klar strukturierten Muster und überspringt keine Bereiche. Dies gewährleistet, dass keine Streifen entstehen und die Reinigung mit hoher Effizienz durchgeführt wird.

Nach erfolgreicher Anbringung des Winbot W3 OMNI an der Scheibe ist ihm deren Größe und weitere Eigenschaften zunächst unbekannt. Diese Informationen werden während des Reinigungsvorgangs durch eine Vielzahl von Sensoren erfasst. Neben den Drucksensoren an der Vorder- und Rückseite, die als Bumper dienen, verfügt der Winbot über Kantensensoren an den Ecken zur Erkennung rahmenloser Gläser sowie über einen Beschleunigungssensor und ein Gyroskop zur Bestimmung seiner aktuellen Position. 

Die Daten aller Sensoren werden kontinuierlich miteinander verglichen und kombiniert, sodass der Winbot W3 OMNI jederzeit seine Position auf der Scheibe präzise bestimmen kann. Folglich reinigt er die Ränder im Abschluss mit der speziellen True-Edge-Düse. Griffe, wie beispielsweise an unseren Terrassentüren außen angebracht, werden zuverlässig erkannt und umfahren. Nach Abschluss der Reinigung beendet der Winbot seinen Vorgang an dem Punkt, an dem Sie ihn gestartet haben, sodass Sie ihn ebenso einfach wieder entfernen können, wie Sie ihn angebracht haben. 

Insgesamt überzeugt der W3 OMNI durch seine hervorragende Reinigungsleistung und präzise Navigation. Streifenfreies Putzen, die gezielte Kantenreinigung über TrueEdge und die gleichmäßige Fahrt über die gesamte Scheibe ermöglichen ein nahezu vollständig automatisiertes und komfortables Fensterputzen.

(Reinigung & Navigation: 4,5 von 5 Punkten)

Reinigung des Wischtuchs

Der Ecovacs Winbot W3 OMNI ist mit einer fortschrittlichen Vortex Wash-Technologie ausgestattet, die eine besonders effektive Reinigung der Wischpads ermöglicht. In der OMNI-Station werden die verschmutzten Wischtücher mit Frischwasser gespült und gleichzeitig von vier rotierenden Reinigungsbürsten, die mit einer Geschwindigkeit von 200 Umdrehungen pro Minute arbeiten, intensiv behandelt.

Die Kombination aus 16 Hochdruckdüsen, die das Wasser zur Reinigung auf das Pad auftragen, sowie die mechanische Reinigung durch Bürsten und Abziehlippen löst selbst hartnäckigste Verschmutzungen zuverlässig aus den Pads. Das Schmutzwasser wird anschließend in einem separaten Schmutzwassertank gesammelt, wodurch eine kontinuierliche Reinigung mit sauberem Wasser gewährleistet ist.  

In der Praxis resultiert dieses System in deutlich saubereren Wischtüchern nach dem Reinigungsvorgang, die sofort wieder einsatzbereit sind. Ein klarer Vorteil gegenüber herkömmlichen Lösungen, bei denen die Pads manuell ausgewaschen werden müssen.

(Reinigung des Wischtuchs: 5 von 5 Punkten)

Sicherheit  

Die Sicherheitsfunktionen des Ecovacs Winbot W3 OMNI zeichnen sich durch eine umfassende Abdeckung aus und gewährleisten ein hohes Maß an Sicherheit während des Einsatzes.

Der Winbot gewährleistet durch eine leistungsstarke Vakuum-Saugkraft von 3300 ± 100 Pa eine zuverlässige Haftung an Glasflächen. Im Falle eines Druckabfalls während des Betriebs erfolgt eine sofortige akustische und visuelle Warnung, um dem Nutzer ein rechtzeitiges Eingreifen zu ermöglichen. Nach Abschluss des Reinigungsvorgangs verbleibt der Roboter weiterhin sicher an der Scheibe, bis er manuell entfernt wird. Laut Hersteller beträgt die Haltedauer bis zu 30 Minuten, abhängig von der Oberflächenbeschaffenheit und der Außentemperatur.

 Das Gerät ist in der Lage, Fensterflächen mit einer Neigung von 0 Grad (horizontal) über 90 Grad (senkrecht) bis 45 Grad im Überkopf-Bereich, entsprechend 135 Grad zur Ebene, einschließlich senkrechter Scheiben und großer Panorama-Fenster. Zusätzlich kann ein Karabiner angebracht werden, der eine zusätzliche Absicherung gegen Absturz bietet. Dieser ist zwar nicht zwingend erforderlich, wird jedoch insbesondere bei höher gelegenen Fenstern oder für zusätzlichen Schutz empfohlen.

Das W3 OMNI ist mit acht hardwarebasierten Absturzschutzmechanismen ausgestattet, die einen sicheren Betrieb gewährleisten. Zu diesen Mechanismen zählen unter anderem:

  • Ein mehrstufiges Vakuumsystem
  • Drucksensoren zur Überwachung der Haftkraft
  • Eine automatische Notabschaltung bei Druckverlust
  • Stoß- und Hinderniserkennung
  • Eine Anschlussmöglichkeit für ein Sicherheitsseil
  • Physische Endanschläge für den Rahmen
  • Eine elektronische Motorüberwachung
  • Ein Backup-Power-System, das kurzzeitiges Ablösen überbrückt

Insgesamt bietet der Winbot damit eine außergewöhnlich hohe Betriebssicherheit. Selbst bei größeren oder senkrechten Fensterflächen kann das Gerät zuverlässig arbeiten, während der Nutzer durch Warnmeldungen und zusätzliche Hardwareoptionen jederzeit die Kontrolle behält.

(Sicherheit: 5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Im Rahmen meines Tests ist klar feststellbar, dass sowohl der Ecovacs Winbot W3 OMNI als auch die OMNI-Station akustisch wahrnehmbar arbeiten. Der Motor des Winbots erzeugt ein konstantes Summen, welches in ruhigen Umgebungen deutlich wahrnehmbar ist. Die Lautstärke ist vergleichbar mit einem leistungsstarken Haartrockner oder einem mittelstarken Staubsauger,  somit nicht störend, jedoch präsent.

Die OMNI-Station selbst arbeitet ebenfalls akustisch hörbar, insbesondere während des automatischen Auswaschens der Wischpads und des Umlaufs des Frisch- und Schmutzwassers. In diesen Phasen erzeugt die Station ein deutliches Rauschen, welches durch das Sprühsystem und die Pumpen entsteht.

In der Praxis beeinträchtigt die Lautstärke zwar nicht den Betrieb, verdeutlicht jedoch, dass der Reinigungsvorgang aktiv abläuft.  Bei Arbeiten in sehr leisen Umgebungen ist dies zu berücksichtigen; eine Nutzung in der Nacht oder während Besprechungen im selben Raum ist daher nicht ideal. Insgesamt ist die Geräuschkulisse akzeptabel für ein leistungsstarkes Reinigungsgerät und demonstriert den Einsatz leistungsfähiger Motoren und Pumpen.

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

App

Die Ecovacs App für den Ecovacs Winbot W3 OMNI zeichnet sich durch eine übersichtliche und klar strukturierte Benutzeroberfläche aus. Sie ist in Haupt- und Untermenüs gegliedert, über die sich sämtliche wesentlichen Einstellungen des Geräts vornehmen lassen. Hierzu zählen die Auswahl des Reinigungsmodus, die Überwachung der Frisch- und Schmutzwasserstände, die Anzeige des Akkustatus, die Planung automatischer Reinigungsvorgänge sowie die Durchführung von Firmware-Updates und die Konfiguration des Geräts. Innerhalb der Untermenüs besteht die Möglichkeit, Details wie die Sprühmenge, die Kantenreinigung oder die Sicherheitsfunktionen anzupassen. Die App liefert darüber hinaus Warnungen und Hinweise, falls eine fehlerhafte Einrichtung vorliegt, und erleichtert insbesondere die Erstinstallation des Winbots erheblich.

Für den täglichen Gebrauch ist die App jedoch nicht zwingend erforderlich. Die Bedienelemente an der OMNI-Station sowie das integrierte Display ermöglichen die Steuerung der meisten Funktionen direkt am Gerät. Das Starten, Stoppen, die Auswahl des Reinigungsmodus sowie der Wechsel der Wischpads können problemlos ohne die Verwendung eines Smartphones erfolgen. Die App ist lediglich für die Fernsteuerung oder das manuelle Lenken des Winbots notwendig. Dieses System kombiniert somit die Vorteile einer modernen App-Steuerung mit einer unkomplizierten Bedienbarkeit direkt an der Station, was den Winbot W3 OMNI besonders flexibel im täglichen Einsatz macht.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Der Ecovacs Winbot W3 OMNI zeichnet sich durch eine Akkulaufzeit von bis zu 3,5 Stunden aus, welche für die Reinigung der meisten Fensterflächen in einem durchschnittlichen Haushalt ausreichend ist.  Diese Eigenschaft ermöglicht es dem Roboter, unabhängig von einer Stromquelle zu agieren und somit eine flexible Anwendung auf verschiedenen Fenstern zu gewährleisten.

Alternativ kann der Winbot direkt über das Netzkabel betrieben werden, was insbesondere bei umfangreichen Reinigungsprozessen oder großen Glasflächen von Vorteil ist. Dadurch ist der Betrieb nicht von der Kapazität des Akkus abhängig.

Die vollständige Aufladung des Akkus erfolgt innerhalb von etwa 2,5 bis 3 Stunden. In Verbindung mit der Möglichkeit, das Gerät während des Ladevorgangs in der Station zu belassen oder den Betrieb direkt über das Kabel zu gewährleisten, bietet dies eine hohe Flexibilität im täglichen Gebrauch.

(Akkulaufzeit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Winbot W3 OMNI hält im Test weitgehend, was Ecovacs verspricht. Die automatische Fensterreinigung funktioniert zuverlässig, die Scheiben werden streifenfrei sauber, und dank der TrueEdge-Technologie erreicht der Roboter auch die Kanten der Rahmen nahezu vollständig. Die Navigation ist präzise und gleichmäßig, die Pads werden in der OMNI-Station effektiv gereinigt, und die Bedienung gelingt flexibel über die Station oder optional über die App. Die Sicherheitsfeatures, inklusive der starken Vakuumsaugkraft, Drucksensoren und acht hardwarebasierten Absturzschutzmaßnahmen, vermitteln ein hohes Maß an Sicherheit, selbst bei hohen oder schrägen Glasflächen.

Der Winbot W3 OMNI stellt ein hochwertiges, funktionales Premium-Gerät dar, welches den Prozess des Fensterputzens erheblich vereinfacht und den Großteil der Arbeit zuverlässig automatisiert. Für Anwender, die Wert auf Komfort, Sicherheit und eine makellose Reinigung legen, bietet dieses Gerät eine äußerst empfehlenswerte Lösung, auch wenn gelegentlich kleinere Nacharbeiten an den Fensterrahmen erforderlich sein können.

Preis/Leistung

Der Ecovacs Winbot W3 OMNI wird mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 699 € im Premiumsegment positioniert.  Aufgrund der relativ kurzen Markteinführungsphase sind Preisnachlässe derzeit nur marginal vorhanden, sodass der Winbot W3 OMNI aktuell kaum unter der UVP erhältlich ist.

Betrachtet man jedoch die umfangreiche Funktionspalette und den damit verbundenen Komfortgewinn, relativiert sich der hohe Preis. Die Kombination aus automatischer Pad-Reinigung in der OMNI-Station, TrueEdge-Kantenreinigung, präziser Navigation, langer Akkulaufzeit, umfangreichen Sicherheitsfeatures und der flexiblen Bedienbarkeit über Station, Display oder App stellt einen signifikanten Mehrwert für den Anwender dar.

Im Vergleich zu Vorgängermodellen oder einfacheren Geräten ist der Preis zwar höher, die gebotene Leistung und die damit erzielte Zeitersparnis rechtfertigen diesen jedoch. Für Anwender, die regelmäßig große oder schwer zugängliche Fenster reinigen und dabei Wert auf Komfort und Zuverlässigkeit legen, bietet der Winbot W3 OMNI ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Für Anwender, die lediglich gelegentlich einzelne Fenster reinigen oder ein sehr begrenztes Budget haben, könnte der Preis hingegen als hoch empfunden werden.

Insgesamt stellt der Winbot W3 OMNI eine lohnende Investition für alle dar, die auf maximale Automatisierung und optimale Reinigungsergebnisse setzen.

Ecovacs Winbot W3 OMNI

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testr Gesamtwertung 

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Ecovacs.com/at

Media Markt: mediamarkt.de

Otto: otto.de

Narwal Freo Z10 Ultra

In aller Kürze

Narwal ist eine noch relativ junge Marke, die im Bereich der Saugroboter mit den Marktführern Roborock und Dreame konkurrieren möchte. Mit dem neuesten Flaggschiff, dem Narwal Freo Z10 Ultra, hat das Unternehmen einen im Test überzeugenden Saugroboter mit Reinigungsstation vorgestellt. Dieser überzeugt durch eine intelligente KI-unterstützte Reinigung, die mich im Test sehr überzeugen konnte. Ausgestattet mit einer hohen Saugleistung und einer definierten Moppverlängerung überzeugt er aber nicht nur beim Reinigungsergebnis, sondern auch bei der Navigation. Es gibt zwar auch die ein oder andere Funktion, die ich hier vermisse, aber dennoch ein hervorragendes Gerät. 

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • Hervorragende Saugleistung
  • ausgereifte und fortschrittliche Navigation
  • sehr gute Wischfunktion mit automatischer Reinigung des Wischtuchs
  • Erkennt Hindernisse sehr zuverlässig
  • top Akkulaufzeit

Gefällt uns weniger

  • Mehrgeschossreinigung vorhanden aber macht wenig sinn
  • kann Seitenbürste nicht ausfahren
  • kann man 2cm überwinden

Narwal Freo Z10 Ultra

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Narwal liefert den Saugroboter inklusive Reinigungsstation in einem großvolumigen und schweren Karton aus. Dieser ist auf allen Seiten mit wichtigen Details, Abbildungen und Ausstattungsmerkmalen des Narwal Freo Z10 Ultra versehen. Im Inneren befinden sich, wie von anderen Herstellern von Saugrobotern üblich, alle Bestandteile des Lieferumfangs sicher verstaut, wodurch Transportschäden ausgeschlossen werden können. Zunächst betrachten wir jedoch die äußere Gestaltung der Verpackung.

Die Verpackung präsentiert sich in den Farben Lila und Weiß, die auch auf der Unternehmenswebseite von Narwal verwendet werden. Die große Verpackung ist rundum mit Details und Bildern zum Produkt versehen. Narwal informiert hierbei nicht nur über den Saugroboter selbst, sondern auch über die Vorteile der zusätzlich enthaltenen Reinigungsstation. Nach dem Öffnen der Verpackung an der Oberseite befindet sich im großen Paket alles ordentlich verpackt. An der Oberseite liegt ein ausführlicher Quick-Start Guide, der die Inbetriebnahme in wenigen Schritten erläutert. Narwal hat die beiden Saitenbürsten in einem Kartoneinsatz platziert. In einer Ecke befindet sich ein Beutel mit dem Netzkabel für die Reinigungsstation. Entfernt man den Kartoneinleger, kommt die Reinigungsstation zum Vorschein. Hinzu kommen der Mopp-Reinigungsaufsatz und der Auffahrkeil, die bei der Einrichtung montiert bzw. eingesetzt werden müssen. Hebt man diese aus der Verpackung, erkennt man, dass der Saugroboter bereits in der Parkbucht eingesetzt ist. 

Vor dem Entfernen des Saugroboters aus der Station ist es möglich, den Deckel der Station zu öffnen und die Wassertanks zu entnehmen. In diesen sind Zubehörteile verstaut. Im Frischwassertank befinden sich Ersatz-Staubbeutel, ein Ersatzfilter und ein zweiter Einsatz für den Staubbehälter. Im Schmutzwassertank ist ein Bodenreiniger integriert, der für verbesserte Reinigungsergebnisse in der Reinigungsstation eingesetzt werden kann. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie zu einem späteren Zeitpunkt. 

Abschließend entnehmen wir den Saugroboter der Station und entfernen das Verpackungsmaterial aus der Öffnung, um spätere Probleme zu vermeiden. Damit ist das gesamte Zubehör von Narwal ausgepackt. Das Design ist insgesamt sehr aufgeräumt und durchdacht. Neben dem dunkleren Grau finden sich silberne Elemente sowie glänzende Zierringe neben dem dezenten Narwal Schriftzug. In unserem Haus wirkt der Saugroboter mit seiner Reinigungsstation zwar weiterhin wuchtig, ähnlich wie der Roborock S7 Max V Ultra, aber durch die Integration aller Komponenten in einem Gehäuse wirkt das Gesamtbild aufgeräumter.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Die Abdeckung des Staubbehälters ist vollständig abnehmbar. Befestigt wird sie durch mehrere Magnete, was eine einfache und effektive Lösung darstellt. Die Inbetriebnahme erfolgt über den silbernen Einschaltknopf an der Oberseite, direkt vor dem LiDar-Sensor. Dieser rotierende Sensor, ein hervorstehender Turm im Zentrum des Roboters, ist aus dem Design aktueller Saugroboter bekannt. Im Betrieb rotiert der Sensor permanent und erstellt präzise Karten der Räumlichkeiten. 

Unter der Abdeckung befindet sich, wie bereits erwähnt, der Staubbehälter. An diesem ist ein HEPA-Filter integriert, der Feinstaub aus der Abluft filtert. Eine Besonderheit ist der doppelte Staubbehälter, anstelle eines zusätzlichen Wassertanks. Im eigentlichen Staubbehälter befindet sich ein weiterer Staubbehälter, was zu einem effektiven Luftstrom führen soll. 

Bezüglich des Staubbehälters müssen Sie sich keine Sorgen um die Entleerung machen. Sobald der Reinigungsvorgang beendet ist, wird dieser automatisch von der Reinigungsstation entleert. Der Saugroboter hat eine Größe von knapp 35,5 cm und ist mit fast 11 cm etwas höher als die bisher von mir getesteten Modelle. Dies ist eigentlich nicht weiter schlimm, jedoch ist es wichtig zu beachten, dass der Roboter auch unter Ihre Möbelstücke passt, insbesondere bei der Reinigung unter Sofas. Bei uns stellt die Couch kein Problem dar, jedoch die Toilette. Hier fährt der Saugroboter mit dem Turm gegen den unteren, tiefen Teil, sodass er nicht vollständig darunter fahren kann. Das Gewicht beträgt knapp 4,5 Kilogramm, was zwar kein Leichtgewicht ist, aber vergleichbar mit vielen anderen Modellen. Dies ist jedoch kein Problem, wenn man den Saugroboter beispielsweise vom ersten in den zweiten Stock tragen möchte.  

Die Front des Saugroboters ist durch eine Gummiabdeckung geschützt, die jedoch entfernt werden muss, um Zugang zu wichtigen Navigationselementen zu erhalten. Darunter befinden sich zwei Kameras, die als Stereosichtsystem dienen. Dieses System verbessert das Sichtfeld und die Tiefenwahrnehmung des Saugroboters, wodurch eine intelligentere und effizientere Reinigung ermöglicht wird. Die Dual-Kamera ist mit einer LED ausgestattet, die bei schlechten Lichtverhältnissen automatisch aktiviert wird. Diese Komponenten sind im halbrunden, gefederten und somit beweglichen Stoßfänger untergebracht, der wie bei anderen Saugrobotern zur Hinderniserkennung dient. Durch die spezielle Dual-Kamera erkennt der Saugroboter auch zahlreiche Objekte wie Kabel, Möbelstücke und Textilien. Diese werden nach der Reinigung in der Karte dargestellt und umfahren.

Betrachtet man den Saugroboter von der Unterseite, so befindet sich direkt am Heck die 360° drehbare Ausgleichsrolle, die zwischen den beiden rotierenden Wischmopps platziert ist. Letztere werden magnetisch fixiert, was ein schnelles Anbringen und Entfernen ermöglicht. Zwischen den beiden gefederten Antriebsrädern sitzt die Hauptbürste, die den Staub aufnimmt und zum Saugkanal leitet. Vor der Hauptbürste befindet sich eine weitere Öffnung, über die der Staub von der Reinigungsstation abgesaugt wird. An der Front des Saugroboters befinden sich zwei rotierende Seitenbürsten, die den Staub von den Ecken zur Hauptbürste leiten. Am Rand der Unterseite verlaufen drei Sensoren, mit denen der Saugroboter unter anderem Abgründe erkennen kann. Dadurch wird verhindert, dass der Saugroboter eine Treppe herunterfällt. Mit diesen Sensoren erkennt der Saugroboter außerdem eventuell vorhandene Teppiche, wodurch die Saugleistung beim Befahren automatisch erhöht wird. 

Praktisch und von Bedeutung ist die Fähigkeit des Narwal Freo Z10 Ultra, seine Wischplatte anzuheben. Dadurch entfällt das Entfernen der Wischplatte beim Befahren und Absaugen von Teppichen. Die Aufladung des Saugroboters erfolgt über die beiden Ladekontakte an der Rückseite. Nach Beenden der Reinigung fährt er zur mitgelieferten Reinigungsstation und wartet dort auf seinen nächsten Einsatz. Gleichzeitig werden die beiden Wischpads gereinigt und getrocknet. Weitere Informationen hierzu folgen im nächsten Abschnitt.

Reinigungsstation

Die mitgelieferte Reinigungsstation des Narwal Freo Z10 Ultra zählt zu den kompaktesten in dieser Preisklasse. Mit den Maßen von 43 x 46 x 39 cm passt sie auch in beengte Räume. Auffällig ist die Auffahrrampe, die mit einer Breite von knapp zwei Fingern sehr schmal ist. Dadurch wirkt der Saugroboter in der Station aufgeräumt und ragt nicht, wie bei anderen Herstellern, hervor, wodurch er nicht zu einer Stolperfalle wird. 

Die Reinigungsstation präsentiert sich hochwertig und ist in den gleichen Materialien und Farben wie der Narwal Freo Z10 Ultra gehalten. Unter der magnetisch gehaltenen Abdeckung an der Front befinden sich der 2,5 Liter große Staubbeutel und ein Reinigungsmitteldosierer. Letzterer ist im Lieferumfang enthalten, muss jedoch, sobald er leer ist und erneut benötigt wird, entsprechend vom Hersteller nachgekauft werden. Die obere Klappe ermöglicht den Zugang zum 4,5 Liter großen Frischwassertank und dem fast identisch großen Schmutzwassertank. Hier wird frisches Wasser aufgefüllt und der Schmutzwassertank regelmäßig geleert. Beide Behälter sind durch eine Dichtung und Verriegelungsmechanismen verschlossen, wodurch unangenehme Gerüche effektiv verhindert werden.

Ein weiteres hervorzuhebendes Merkmal der Reinigungsstation ist das an der Oberseite, also am Deckel, integrierte runde Display. Dieses ist bei Nichtbenutzung ausgeschaltet, um eine Störung, insbesondere am Abend, zu vermeiden. Es zeigt jedoch beispielsweise nach der Reinigung den Status an und ermöglicht beim Antippen die Ausführung grundlegender Aktionen. Narwal hat dabei an der Innenseite des Deckels alle wichtigen, über das Display möglichen Befehle in einer ausführlichen Beschreibung aufgedruckt. Sollte die Station transportiert werden müssen, beispielsweise um dahinter zu reinigen, kann sie an den beiden Griffmulden rechts und links angehoben werden, was sich als sehr praktisch erweist. 

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Narwal Freo Z10 Ultra ist ausgezeichnet. Im Test konnten keine Mängel festgestellt werden. Sowohl am Roboter als auch an der Reinigungsstation fühlt sich der Kunststoff hochwertig und langlebig an. Es wurde größtenteils ein matter Kunststoff verwendet, wodurch die graue Version durch das matte Finish besonders edel und hochwertig wirkt.

Alle pflegeintensiven Elemente können sowohl am Roboter als auch an der Station leicht ausgebaut und gereinigt oder ausgetauscht werden. Dies betrifft am Roboter unter anderem den Staubauffangbehälter inklusive Filter, die Haupt- und Seitenbürsten sowie die beiden rotierenden Wisch-Pads. Bei der Reinigungsstation ist es erforderlich, den Schmutzwassertank regelmäßig zu leeren und zu reinigen sowie den Frischwassertank wieder aufzufüllen. Außerdem muss der Staubbehälter je nach Nutzung nach etwa 120 Tagen oder bei Vollfüllung ersetzt werden. 

Das im Lieferumfang enthaltene Reinigungsmittel erzielt bessere Reinigungsergebnisse und kann, sofern gewünscht, nach dem Verbrauch ersetzt werden. Es ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Natürlich muss auch der Reinigungsplatz des Saugroboters regelmäßig gereinigt werden. Dazu wird dieser entnommen und die Reinigungsplatte für eine einfachere Reinigung herausgenommen. 

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-ArtLi-Ionen (6.400 mAh)
NavigationLasersensor, binokulare RGB-Kameras mit AI-Objekterkennung, Ultraschallsensoren, strukturiertes Licht
FarbeGrau; Alternativ auch in weiß verfügbar
Lautstärkezwischen 50 bis 67 dB (je nach eingestellter Saugstufe)
Hauptbürsteeine einseitig gelagerte und konische Welle mit Borsten und Gummilippen
Formklassische runde Form mit zwei Seitenbürsten
Betriebszeitfür max. 300m2
Saugleistung18.000 Pascal
MaßeSaugroboter: 35,00 cm x 10,9 cm (Durchmesser x Höhe), Reinigungsstation: 46 x x43 x 39cm (H x B x T)
Gewicht4,5 kg Saugroboter 12,2 kg Reinigungsstation
LieferumfangNarwal Freo Z10 Ultra Saugroboter
Reinigungsstation
Zwei Seitenbürsten
Netzkabel für die Dockingstation
Reinigungsmittel
Staubbeutel
Ersatzstaubbehälter
HEPA-Filter
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Narwal Freo Z10 Ultra

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Narwal Freo Z10 Ultra erfolgt unkompliziert und wird durch die kostenlose App „Narwal Freo“ Schritt für Schritt erläutert.

Nach dem Auspacken des Saugroboters, der Absaugstation und des restlichen Zubehörs müssen teilweise noch einige Verpackungselemente entfernt werden. Dazu zählen insbesondere Schutzfolien und Schaumstoffelemente, die dem Transportschutz dienten. Die beiden Seitenbürsten müssen noch montiert werden. Dies ist unkompliziert, da die Bürsten entsprechend der Farbmarkierung entweder am orangenen oder lilafarbenen Befestigungspunkt angebracht werden. Narwal liefert erfreulicherweise Ersatzteile direkt mit: Neben einem zusätzlichen Staubbeutel sind auch ein Ersatzfilter für den Staubauffangbehälter sowie ein weiterer Staubbehälter aus Kunststoff enthalten. 

Der Staubauffangbehälter ist, wie bei vergleichbaren Modellen anderer Hersteller, direkt im Saugroboter integriert. Ein Wassertank ist bei diesem Modell nicht vorhanden, da die Reinigung der Wischpads über die Reinigungsstation erfolgt. Diese befeuchtet die Pads entsprechend. Die Montage und das Befüllen eines Wassertanks entfallen somit. Die beiden Wischpads sind bereits angebracht und können magnetisch abgenommen werden.

Vor dem ersten Einsatz des Saugroboters ist eine Einrichtung über die App erforderlich. Dabei wird ein Firmware-Update durchgeführt, das sowohl Verbesserungen als auch Fehlerkorrekturen beinhaltet. Darüber hinaus ist es notwendig, die Ladestation, bzw. in diesem Fall die Reinigungsstation, am gewünschten Ort im Haus aufzustellen. Dies ermöglicht es dem Roboter, die Station zu finden, seinen Akku wieder aufzuladen und die Wischpads nach Bedarf zu reinigen und zu trocknen.

Die Einrichtung und Einbindung des Narwal Freo Z10 Ultra erfolgt unkompliziert über die kostenlose App „Narwal Fee App“, die für Android im Google Play Store und für iOS im Apple Store verfügbar ist. Die App führt Sie Schritt für Schritt durch den Einrichtungsvorgang. Nachdem Sie das Gerät ausgepackt und den Saugroboter auf die angeschlossene Reinigungsstation gestellt haben, können Sie ihn über den oberen Anschaltknopf am Turm einschalten.  

Zunächst ist eine Registrierung beziehungsweise die Erstellung eines Accounts erforderlich. Hierfür werden lediglich eine gültige E-Mail-Adresse und ein selbst definiertes Passwort benötigt. Im Anschluss daran sind einige Zugriffsrechte zu bestätigen, woraufhin die Seite zur Suche nach einem Saugroboter aufgerufen wird. Dort kann der gewünschte Saugroboter ausgewählt werden, woraufhin die App nach wenigen Sekunden den Narwal Freo Z10 Ultra anzeigt. Anschließend wird der Roboter ausgewählt und mit dem heimischen WLAN verbunden, indem das entsprechende Passwort eingegeben wird. 

Im Anschluss stellt die App eine Verbindung zum Saugroboter her und konfiguriert das Gerät entsprechend. Nach erfolgreicher Einrichtung und Inbetriebnahme ist es ratsam, den Akku des Narwal Freo Z10 Ultra vollständig aufzuladen.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Die Reinigungsleistung des Narwal Freo Z10 Ultra ist ausgezeichnet. Dies wird durch die verbesserte KI-Software zur Optimierung der Reinigungsleistung erreicht. Narwal hat dafür einen leistungsstarken Dual-Chip verbaut, der die sogenannte NarMind- und Freo-Mind-Mode-2.0-Pro-Technologie unterstützt. 

NarMind ermöglicht es dem Freo Z10 Ultra, seine Reinigungsstrategie intelligent an die Art der Verschmutzung anzupassen. Erkennt er beispielsweise mit seinen Sensoren verschüttetes Wasser, fährt er den Bereich im Gitternetz ab. Bei trockenem Schmutz hingegen erhöht er die Saugleistung. Dank Freo Mind Mode 3.0 Pro lernt der Saugroboter kontinuierlich dazu, um seine Reinigungstrategie zu optimieren. Erkennt er beispielsweise, dass der Flur stets besonders verschmutzt ist, reinigt er diesen Bereich gründlicher und intensiver. Neben der Saugleistung wird auch die Intensität der Mop-Reinigung angepasst. 

Der Narwal Freo Z10 Ultra unterstützt außerdem die adaptive Reinigung, die KI-gestützt ist. Mithilfe der DirtSens-Technologie erkennt der Roboter Verschmutzungen und reinigt so lange, bis der Raum beziehungsweise Bereich sauber ist. Beispielsweise hat er bei mir zunächst den Eingangsbereich gesaugt und gleichzeitig gewischt. Anschließend hat er die beiden Wischmopps gereinigt und drei weitere Male nur gewischt, bis die Fliesen wirklich sauber waren. Dies war auch am schmutzigen Wasser ersichtlich, das der Narwal Freo Z10 Ultra herausgeholt hat. 

Saugleistung

Nun wollen wir die einzelnen Funktionen genauer betrachten, beginnend mit der Saugfunktion. Diese ist beachtlich, denn im höchsten Saugmodus erreicht sie bis zu 18.000 Pa. Es gibt zwar Modelle von Roborock und Dreame mit einer noch höheren Saugleistung, aber diese Leistung ist für den Alltag absolut ausreichend. Der Narwal Freo Z10 Ultra liefert ein sehr sauberes Reinigungsergebnis. Ich habe den automatischen Freo-Modus verwendet, der die Saugleistung an den jeweiligen Bodenbelag anpasst. Man kann jedoch auch manuell eine Saugstufe wählen, wobei die Saugleistung je nach Modus stark variiert. Im leisesten Modus ist der Saugroboter zwar sehr leise, aber die Saugkraft ist gering, sodass kleine Steine oder Staub nicht effektiv aufgenommen werden. Mit steigender Saugstufe wird der Saugroboter zwar lauter, aber nicht extrem laut. Einen deutlichen Unterschied hört man in der Stufe „sehr saugstark“, da hier der Motor deutlich hörbar ist, aber mit 18.000 Pa am stärksten und alles aufsaugt.

Der Narwal setzt auf eine einseitig gelagerte und angetriebene Hauptbürste, die aus Borsten und Gummilamellen besteht. Diese Konstruktion verhindert effektiv, dass sich Haare verfangen. Die Haare werden durch die konisch ausgeführte Bürste zur seitlichen Absaugung geleitet. Sollten sich dennoch Haare verfangen, werden diese spätestens bei der Absaugung in der Reinigungsstation im Staubbehälter gesammelt. Interessant sind außerdem die einklappbaren Seitenbürsten. Nachdem der Narwal Freo Z10 Ultra den Rand gereinigt hat, klappt er diese einfach nach hinten weg, sodass der Staub nicht versehentlich in den Wischbereich gelangt. Dies geschieht jedoch nicht elektronisch, sondern durch die spezielle Ausführung der Seitenbürsten. Im nicht angetriebenen Zustand klappen diese einfach zusammen und werden nach hinten geschoben, sodass die Borsten nicht stören. 

Zu den Schwächen des Narwal Freo Z10 Ultra zählt die Eckreinigung. Da dem Modell ausfahrbare Seitenbürsten fehlen, erreicht es Ecken nicht vollständig, sodass dort Staub zurückbleibt. Dieses Problem tritt bei allen Modellen auf, denen der ausfahrbare Arm fehlt. Nutzern, denen dies wichtig ist, wird daher ein Modell mit dieser Funktion empfohlen. Beim Befahren von Teppichen erhöht der Narwal Freo Z10 Ultra seine Saugkraft auf das Maximum, um möglichst viel Schmutz zu entfernen. Dies gelingt dem Saugroboter gut, jedoch gibt es Modelle, die eine noch höhere Reinigungsleistung auf Teppichen erzielen. 

Bei durchgehender Nutzung der Wischfunktion war ich mit dem Reinigungsergebnis sehr zufrieden. Die Böden waren deutlich sauberer. 

Wischfunktion

Ein besonders praktischer und wichtiger Aspekt des Narwal Freo Z10 Ultra ist die Möglichkeit, seine beiden Wischpads um bis zu 12 mm anzuheben. Dadurch kann er kurzflorige Teppiche problemlos mit den angebrachten Pads beim Saugen überfahren. Bei Hochflorteppichen müssen die Wischpads jedoch entfernt werden, da der Roboter diese nicht automatisch mit den Wischpads überfährt. Die beiden Wischplatten können nicht vollautomatisch abgelegt werden, sondern müssen bei Hochflorteppichen manuell entfernt werden. 

Ein hervorragendes Merkmal ist die rechtsseitig ausfahrbare Wischplatte, da der Narwal Freo Z10 Ultra dadurch auch beim Befahren mit dieser Wischplatte bis an den Rand wischen kann. Dies konnte ich in meinem Haushalt sehr gut beobachten, da zusätzlich die Silikonfuge an den Rändern gereinigt wurde, was sonst nicht der Fall ist. Die dreieckigen Moppplatten neutralisieren den toten Bereich, den runde Wischplatten nicht beseitigen würden, da diese den Bereich vollständig am Heck abdecken. Die Wischplatten rotieren zudem mit 180 Umdrehungen pro Minute und werden mit bis zu 800 Gramm auf den Boden angepresst, was zu einer effektiven Bodenreinigung führt.  

Obwohl der Narwal Freo Z10 Ultra nicht über einen integrierten Wassertank verfügt, wird die Feuchtigkeit permanent geregelt, um eine gleichmäßige Befeuchtung zu gewährleisten. Die Feuchtigkeitsstufe wird dabei automatisch an den jeweiligen Bodenbelag angepasst. Im automatischen Freo-Modus werden die Wischmopps nach jedem gereinigten Raum gereinigt. Alternativ kann die Reinigung auch nach 8, 10 oder 12 m² aktiviert werden. 

Die Reinigung der beiden Mopps erfolgt in der Station und wird dem Verschmutzungsgrad entsprechend angepasst. Dank Dirt-Sense wird die Temperatur der Moppreinigung je nach Verschmutzung angepasst: von 45 °C bei leichten Verschmutzungen über 60 °C bei fettigen Flecken bis hin zu 75 °C bei einer Tiefenreinigung. Dies hat in meinem Test stets einwandfrei funktioniert, sodass die Mopps auch nach mehreren Wochen nicht unangenehm riechen. Zusätzlich zum Auswaschen mit heißem Wasser werden die Mopps am Ende der Reinigung mit 40 °C warmer Luft getrocknet. Es ist stets darauf zu achten, dass der Frischwassertank gefüllt und der Schmutzwassertank leer ist. Andernfalls wird die Reinigung der Mopps nicht abgeschlossen, und diese bleiben schmutzig und entwickeln einen unangenehmen Geruch. 

Die Funktion der Sterilisation des Wischwassers mittels Elektrolyse hat mich besonders beeindruckt. Diese lässt sich als Nutzer über das längliche Fenster an der Vorderseite der Station beobachten. Der Effekt der Blasenbildung ist visuell ansprechend, jedoch kann die Sterilisation des Wassers nicht durch den Nutzer, sondern nur durch eine Laborprüfung verifiziert werden. Die Wischfunktion des Narwal Freo Z10 Ultra ist ausgezeichnet und überzeugt durch die gründliche Reinigung des Bodens mit warmem Wasser. 

Bei der Reinigung stehen insgesamt drei Routinen zur Verfügung: Schnellreinigung, Grundreinigung und Freo-Modus. Im Schnellreinigungsmodus erfolgt die Reinigung am schnellsten, da alle Bereiche einmalig gereinigt werden. Die Grundreinigung dauert etwas länger, da zunächst gesaugt und anschließend gewischt wird. Der Freo-Modus ist der gründlichste, aber zugleich längste Reinigungsmodus. Hier wählt der Saugroboter die Saugstärke und Wischfeuchte automatisch und saugt zunächst, während er gleichzeitig wischt. Anschließend reinigt er den Mopp, bis das Wasser nicht mehr schmutzig ist, was sehr häufig und lange dauern kann. In diesem Fall muss der Wassertank möglicherweise zwischendurch befüllt werden, da dieser in der Regel vollständig verbraucht wird. 

Navigation

Die erste Schnellkartierung erfolgt beim Narwal Freo Z10 Ultra mithilfe des 3D-LiDAR-Sensors. Dieser Vorgang erfolgt zügig, da der Roboter alle Räumlichkeiten einmal umfassend durchfährt. Das Ergebnis wird anschließend in der App angezeigt und stellt eine sehr präzise Karte dar, die nur wenige Anpassungen erforderte. Lediglich die offene Küche musste mit dem Wohn-/Esszimmer zusammengeführt werden, da diese vom Roboter separat erfasst wurde. Zudem wurden die Räumlichkeiten benannt. Die Bodenbeläge (Holzboden und Fliesen) wurden erstaunlicherweise bereits korrekt erkannt, und auch Möbelstücke wurden teilweise bereits korrekt eingefügt.

Bei der ersten Reinigung konnte ich feststellen, dass der Narwal Freo Z10 Ultra über eine ausgezeichnete Navigationsleistung verfügt. Er bewegt sich strukturiert und systematisch voran, was eine effiziente Reinigung ermöglicht. Zur Navigation nutzt er sowohl seinen 3D-LiDAR-Sensor an der Oberseite als auch die binokulare RGB-Kamera mit KI-basierter Objekterkennung. Bei schlechten Lichtverhältnissen, beispielsweise in dunklen Räumen, schaltet er zusätzlich die Beleuchtung an der Vorderseite der Kameraeinheit ein, um Objekte jederzeit erkennen und umfahren oder in der App melden zu können. Narwal setzt dabei auf die sogenannte „TwinAI Dodge“-Obstacle Avoidance, die über 200 verschiedene Objekte erkennen kann. 

Wenn die Sensoren Hindernisse erkennen, ist zu beobachten, dass sich der Saugroboter diesen langsamer und vorsichtiger nähert. Dies ist jedoch nicht ungewöhnlich, da dieses Verhalten auch bei anderen bekannten Modellen zu finden ist. Die Hindernisserkennung funktioniert bisher sehr gut. Lediglich bei sehr kleinen Gegenständen oder Schnürsenkeln kann es vorkommen, dass diese, wenn sie vom Schuh entfernt sind, angesaugt werden. 

Analog zu vielen Konkurrenzprodukten erkennt auch der Narwal Freo Z10 Ultra Teppiche mithilfe der an der Unterseite angebrachten Sensoren. Daher erhöht der Saugroboter beim Befahren von Teppichen automatisch die Saugleistung. Wird die Wischfunktion genutzt, hebt der Roboter die Wischplatten entsprechend, wie bereits erwähnt, um 12 mm an. 

Die Navigation des Narwal Freo Z10 Ultra ähnelt der von Saugrobotern der Marken Roborock, Dreame, Neato und anderen. Nach dem Start des Reinigungsvorgangs befeuchtet der Roboter seine Wischplatten, falls eine Wischfunktion gewünscht ist. Anschließend fährt er in den zu reinigenden Raum und beginnt die Reinigung an der Wand oder in der Ecke. Dabei fährt er zunächst gegen den Uhrzeigersinn entlang der Wände und reinigt den äußeren Bereich des Raumes. Sobald dieser Bereich gereinigt ist, fährt er den inneren Teil des Raumes in geraden Bahnen ab, sofern keine Hindernisse vorhanden sind. Sollten Hindernisse vorhanden sein, umfährt er diese automatisch und setzt die Reinigung in Bahnen fort. 

Als Nutzer können Sie während des Reinigungsvorgangs jederzeit in der App live verfolgen, welche Bereiche der Saugroboter bereits gereinigt hat. Dies wird Ihnen anhand der dargestellten Linien in den Räumen veranschaulicht. Sollten Sie im ersten Reinigungsvorgang feststellen, dass der Roboter an einem oder mehreren Punkten Schwierigkeiten hatte oder Gefahr läuft, sich dort festzufahren, können Sie in der App die Bereiche bestimmen, die er beim Reinigen nicht mehr befahren soll. In unserem Fall war dies nicht notwendig, da bei uns keine derartigen Stellen vorhanden waren.

Die Sorge, dass der Narwal Freo Z10 Ultra versehentlich Treppen hinunterfällt, ist unbegründet. Um dies zuverlässig zu verhindern, hat Narwal, wie auch andere Hersteller, den Unterboden des Saugroboters mit mehreren Absturzsensoren ausgestattet. Diese Sensoren, die am Rand angebracht sind, erkennen einen Abgrund oder Höhenunterschied und sorgen dafür, dass der Roboter stoppt und die Kante entlang fährt. Durch diese Sensoren kann es jedoch, wie bei zahlreichen anderen Saugrobotern, zu Problemen mit Teppichen kommen. Befindet sich beispielsweise ein weißer Boden unter einem dunklen, kurzhaarigen Teppich, könnte es vorkommen, dass die Sensoren dies als Abgrund interpretieren und der Roboter somit nicht über oder auf den Teppich fährt. Da wir einen Parkettboden aus Eiche haben, ist der Kontrast anders, sodass es bei uns zu keinem Problem kam.

Hindernisüberwindung

Neben präziser Navigation ist auch die zuverlässige Überwindung von Hindernissen ein entscheidendes Kriterium für Saugroboter. Neben Teppichen stellen auch Übergangsleisten zwischen Räumen sowie diverse Gegenstände potenzielle Hindernisse dar. Die Wischplatten des Narwal Freo Z10 Ultra lassen sich anheben, wodurch der Roboter auch kurzflorige Teppiche befahren kann, trotz der angebrachten Wischplatten. Dank der guten Antriebstechnik kann der Roboter Höhenunterschiede von bis zu 2 cm überfahren. Bei Hochflorteppichen hat er jedoch Schwierigkeiten, da sich die beiden Seitenbürsten im Teppich verfangen können, was zu einer Blockierung oder einem Abbruch der Reinigung führen kann. 

Die neuesten Flaggschiffmodelle von Dreame und Roborock sind mit neuen Technologien ausgestattet, die es ihnen ermöglichen, größere Höhenunterschiede mithilfe seitlicher Arme zu überwinden. Diese Funktion sowie die automatische Ablegevorrichtung für die Wischplatte fehlen hier, jedoch kosten diese Modelle auch mehrere hundert Euro mehr. Ob diese Funktionen tatsächlich benötigt werden, ist individuell zu entscheiden. 

(Reinigungsleistung: 4,5 von 5 Punkten)

App

Neben der Steuerung über die App, auf die ich im Folgenden eingehen werde, können Sie den Roboter mit den grundlegenden Funktionen direkt am Gerät bzw. an der Station steuern. Direkt am Roboter befindet sich ein Ein-/Ausschalter, über den Sie die Reinigung starten bzw. pausieren können. Über die direkt daneben liegende Home-Taste senden Sie den Roboter zur Reinigungsstation zurück.  

An der Basisstation befindet sich ein großes, modernes Display mit insgesamt vier Tasten. Eine integrierte Kindersicherung verhindert eine unbeaufsichtigte Bedienung durch Kinder. Über die Tasten und verschiedene Kombinationen können Sie, ähnlich wie im Inneren des Deckels, zahlreiche Befehle ausführen. Dazu zählen beispielsweise das Starten der Reinigung, die Moppreinigung, der Wechsel in den Freo-Modus, das Pausieren der Reinigung, das Zurückfahren zur Station usw. Es ist jedoch nicht möglich, den Saugroboter per Befehl von der Station fahren zu lassen, um die Reinigungsstation oder deren Schale zu reinigen. Dies muss manuell erfolgen. 

Narwal
Preis: Kostenlos
Narwal
Preis: Kostenlos

Die umfangreiche und übersichtliche Steuerung erfolgt über die kostenlose Narwal Freo-App. Diese App ist innovativ und übersichtlich aufgebaut, was ich als sehr positiv empfinde. Wie bei anderen Herstellern benötigt man zwar einige Zeit, um sich mit der App vertraut zu machen und alle Einstellungsmöglichkeiten zu erfassen, dies liegt jedoch am Funktionsumfang. Sollte eine Funktion nicht direkt auffindbar sein, steht eine Suchfunktion zur Verfügung, die ich als sehr hilfreich empfinde, da sie die Suche nach bestimmten Einstellungen vereinfacht. 

Nach der Verbindung des Narwal Freo Z10 Ultra mit der App wird der Nutzer zur Startseite geleitet. Dort sind zwar noch keine Einstellungen möglich, jedoch kann direkt auf die Tastenkürzel zugegriffen werden. Über diese Funktion lässt sich die Reinigung schnell starten, ohne ein Untermenü aufrufen zu müssen. So können beispielsweise Staubsaugen und Wischen direkt ausgewählt werden. Im Menü des Roboters wird dem Nutzer direkt die Hauptkarte mit der Auswahl aller Reinigungsmodi angezeigt. Hier können beispielsweise Wischen & Saugen, Saugen nach dem Wischen, nur Saugen, nur Wischen sowie weitere Optionen je nach gewünschter Funktion welche der Saugroboter ausführen soll, ausgewählt werden. 

Auf dieser Seite besteht die Möglichkeit, die Karte direkt zu bearbeiten, Bodenbeläge zu ändern, Räumlichkeiten umzubenennen und Sperrzonen einzurichten. Das umfangreiche Einstellungsmenü wird durch Antippen des Symbols mit den drei Linien in der oberen rechten Ecke geöffnet. Besonders hervorzuheben ist der Freo-Modus, in dem die Tiefenreinigung für stark verschmutzte Bereiche aktiviert werden kann. Im Freo-Modus lässt sich außerdem die maximale Anzahl der Wischdurchläufe festlegen (einmal, zweimal, dreimal oder KI). Letztere Option kann, wie bereits erwähnt, lange dauern und erfordert das mehrmalige Auffüllen des Wassertanks. Ebenso können die Saugkraft, die Wischfeuchte und der Sorgfältigkeitsgrad eingestellt werden. Standardmäßig ist alles auf KI eingestellt, was bei mir gut funktionierte. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, feste Werte zu wählen. 

Im Punkt „Reinigen“ können alle Einstellungen bezüglich der Wischfunktion vorgenommen werden. Beispielsweise lässt sich festlegen, nach wie vielen Quadratmetern die Wischplatten gereinigt werden sollen, ob der Wischvorgang ausgeführt werden soll und in welcher Reihenfolge die Räume gereinigt werden sollen. Im Anschluss folgen die Allgemeinen Einstellungen. Hier habe ich den Nicht-Stören-Modus aktiviert und auf 22:00 bis 08:00 Uhr eingestellt. In dieser Zeit erfolgt keine Absaugung, die Sprachansagen der Station sind stummgeschaltet und das Display ist deaktiviert. Zudem kann hier der Hochebenenmodus aktiviert werden, der ab 2.000 Höhenmetern sinnvoll ist, da hierdurch die Lüfterleistung für eine bessere Reinigung erhöht wird. Weiterhin kann hier die Kindersicherung aktiviert werden. 

Die Dockingstation verfügt bereits werkseitig über alle wichtigen Funktionen. Zusätzlich habe ich die automatische Staubbeutel-Bakterienkontrolle aktiviert. Diese Funktion trocknet den Staubbehälter und den Staubbeutel mithilfe von Luft, um die Entstehung von Bakterien zu verhindern. Des Weiteren ist das intelligente, temperaturgesteuerte Wischsystem werkseitig aktiviert. 

In den Einstellungen befindet sich außerdem die Option „Familie mit Haustieren“. Hier kann festgelegt werden, ob Katzen, Hunde oder beides im Haushalt leben, und entsprechende Einstellungen vorgenommen werden. Ebenfalls vorhanden ist eine Übersicht der Verbrauchsmaterialien, die anzeigt, wann welche Komponenten gewartet oder ausgetauscht werden müssen. Für mich persönlich ist die KI-Hindernisvermeidung besonders wichtig. Hier habe ich die Funktion „Real Foto“ aktiviert, die mir bei der Kartendarstellung einen Hinweis mit Bild zum Hindernis anzeigt.  

Sie sehen bereits, dies ist nur ein Teil der Funktionen beziehungsweise Einstellungen. Diese sind sehr umfangreich und erfordern eine gewisse Einarbeitung. Grundsätzlich sind jedoch die wichtigsten Einstellungen bereits korrekt vorgenommen. Bei Bedarf sind selbstverständlich Anpassungen möglich.   

Kartenerstellung

Wie jeder aktuelle Saugroboter mit einem Laserdistanzsensor (LDS) erstellt auch der Narwal Freo Z10 Ultra vor der ersten Reinigung und währenddessen eine sehr präzise Karte der vorhandenen Räumlichkeiten. Besonders hervorzuheben ist die Schnellkartierungsfunktion, die es dem Roboter ermöglicht, innerhalb von etwa zehn Minuten eine vollständige Karte eines Stockwerks zu erstellen. Anschließend kann die Karte direkt auf der Startseite eingesehen und bearbeitet werden. Die dargestellte 2D-Karte zeigt jedoch nur die Räumlichkeiten und sehr große Möbelstücke wie Betten oder Schränke. Für detailliertere Ansichten steht eine 3D-Ansicht zur Verfügung, die im Alltag jedoch nicht zwingend erforderlich ist.  

Die Räumlichkeiten werden direkt im Anschluss an die Kartierungsfahrt automatisch unterteilt. Sollte dies, wie in meinem Fall aufgrund des großen Flurs, nicht optimal sein, kann dies direkt und sehr einfach geändert werden. Hierfür werden die entsprechenden Räume ausgewählt und auf „Zusammenführen“ geklickt. Ebenso können Räume, die fälschlicherweise zusammengeführt wurden, wieder getrennt werden. Gut finde ich, dass bis zu vier Karten gespeichert werden können, sodass der Roboter problemlos über mehrere Stockwerke eingesetzt werden kann. Dies hat jedoch einen entscheidenden Nachteil. Zum einen ist der Freo-Modus bei einer zweiten Etage nicht verfügbar, da hierfür die Reinigungsstation in der Nähe sein muss. Dies ist jedoch nicht möglich, da der Roboter keine Treppen fahren kann. Somit fällt auch die Wischfunktion für die komplette Etage weg, da er zwischendurch die Wischtücher wieder reinigen und befeuchten müsste, was hierbei nicht möglich ist. Daher macht die Mehretagenreinigung mit dem Narwal Freo Z10 Ultra eigentlich keinen Sinn, da es zu umständlich ist, ihn für jede Etage hochzutragen und dann jeden Raum einzeln reinigen zu lassen.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke des Narwal Freo Z10 Ultra ist sehr gut. Je nach gewählter Saugstufe gehört er zu den aktuell leisesten Saugrobotern auf dem Markt. Im Freo-Modus verwendet der Saugroboter in der Regel den Balancierten Modus, in dem die Lautstärke bei etwa 52 dB liegt. Alternativ bietet Narwal auch die Stufe „Leise“ an, die mit 50 dB nochmals etwas leiser ist. Allerdings wird hier der Schmutz nicht effektiv aufgesaugt. Im Modus „Stark“ sind es etwa 56 dB, während der Modus „Sehr Stark“ mit bis zu 67 dB deutlich lauter ist als die anderen drei Stufen. Es ist zu beachten, dass bereits 20 Dezibel mehr für eine Verdopplung der Lautstärke stehen. Somit ist die Lautstärke zwischen „Leise“ und „Sehr Stark“ fast doppelt so hoch. Mit der zusätzlichen Wischfunktion wird der Roboter nicht merklich lauter. Er arbeitet angenehm leise und kann somit ungestört im Hintergrund genutzt werden. 

Die Lautstärke ist teilweise jedoch im Zusammenhang mit der Reinigungsstation zu erwähnen. Während die beiden Wischpads gereinigt werden und das Schmutzwasser in den Schmutzwassertank gepumpt wird, ist dies deutlich hörbar und dauert etwas über eine Minute. Darüber hinaus ist auch das Pumpen des Frischwassers zu den Pads hörbar. Beim Trocknen ist während des gesamten Prozesses ein durchaus hörbares, aber nicht störendes Summen zu vernehmen. Das Absaugen der Station ist mit fast 80 dB am lautesten, dies ist jedoch nur von kurzer Dauer und absolut vertretbar, da der Staub gründlich aus dem Staubbehälter abgesaugt werden muss. 

(Lautstärke: 5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Narwal hat den Freo Z10 Ultra mit einem 6.400 mAh starken Akku ausgestattet. Dies ermöglicht dem Roboter, bei uns eine Fläche von etwa 90 m² ohne Zwischenaufladung zu reinigen. Im Anschluss war der Roboter noch zu etwa 50 % aufgeladen und wischte den Flur dreimal, sodass eine gründliche Reinigung gewährleistet war. Narwal gibt an, dass der Saugroboter bei voller Aufladung eine Fläche von rund 300 m² reinigen kann. Dieser Wert ist realistisch, wenn man den Roboter nur einmal saugen und wischen lässt. Im Freo-Modus, wie von mir verwendet, reduziert sich die Anzahl der Reinigungsdurchläufe entsprechend. Für die meisten Häuser oder Stockwerke ist dies jedoch ausreichend. Die vollständige Aufladung des Akkus des Narwal Freo Z10 Ultra dauert knapp zwei Stunden. 

(Akkulaufzeit: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Narwal Freo Z10 Ultra hat das Unternehmen einen Saugroboter mit Reinigungsstation vorgestellt, der in vielen Punkten überzeugen kann. Besonders hervorzuheben ist die hervorragende Wischleistung, die sehr gründlich ist. Auch die Saugleistung ist zufriedenstellend, auch wenn für eine noch bessere Reinigung in den Ecken die ausfahrbare Seitenbürste fehlt. Dafür kann der Roboter eine der beiden Wischplatten für ein gründliches Wischen ausfahren. Überzeugt haben mich außerdem die hygienische Reinigung mit Heißwasser und dem anschließenden Warmlufttrocknen sowie die sehr zuverlässige Hindernisserkennung. 

Der Saugroboter wirkt sehr hochwertig, ebenso wie die Reinigungsstation mit dem durchdachten OLED-Touchdisplay, über welches man den Roboter jederzeit steuern kann. Bezüglich der Saugleistung kann er zwar nicht mit den neuen Topmodellen von Dreame und Roborock mithalten, ist aber dennoch auf einem sehr hohen Niveau und dafür auch einige hundert Euro günstiger. 

Preis/Leistung

Der Narwal Freo Z10 Ultra, der sich derzeit noch in der Markteinführungsphase befindet, ist zu einem Preis von 1.299 € (UVP) erhältlich. Derzeit wird er jedoch zum Einführungspreis von 1.099 € angeboten. Dies ist zwar ein beachtlicher Betrag, jedoch sind andere Top-Modelle deutlich teurer. Der Saugroboter bietet ein hervorragendes Reinigungsergebnis und verfügt über eine ausgezeichnete Navigation sowie eine Wischplattenreinigung und -trocknung. Zudem erfolgt die Entleerung des Staubbehälters automatisch, wodurch der Pflegeaufwand für den Nutzer minimiert wird. Lediglich das Auswechseln des Schmutzwassers und das Nachfüllen von Frischwasser sind erforderlich. 

Narwal Freo Z10 Ultra

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Narwal.com/de

Meater Block

In aller Kürze

Mit dem Meater Block hat das Unternehmen Apption Labs die bisherigen einzelnen Thermometer um eine große Version mit praktischer Aufbewahrung und zugleich Ladestation entwickelt. Meater Block ist komplett kabellos, somit gibt es hier keine störende Kabel, die ihr am Grill verlegen müsst. Dabei ist ein großer Vorteil der Einsatz an einem Drehspieß, denn hier funktionieren kabelgebunden Thermometer nicht, was bei Meater absolut kein Problem darstellt. Die ganze Elektronik steckt dabei in jedem der einzelnen Thermometer, welche die Messdaten per Bluetooth oder Wifi an euer Smartphone bzw. Tablet übertragen und dort anzeigen. Der Vorteil am Meater Block ist dabei, dass dieser auch komplett alleine verwendet werden kann, denn das kleine Display am Meater Block zeigt alle wichtigen Daten an und ebenso können alle Einstellungen hier vorgenommen werden. Dennoch kann der Meater Block auch mit der App genutzt werden und zeigt dabei alles nochmals deutlich übersichtlicher an.

Gefällt uns

  • komplett Kabellos
  • sehr gut Akkulaufzeit
  • sehr genau
  • umfangreiche Apps mit Anleitungen
  • enorme Reichweite

Gefällt uns weniger

  • etwas teuer

Meater Block

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Meater Block kommt in einer schlichten Verpackung daher, welche lediglich von außen dezent auf den Hersteller hinweist. Durchtrennt man den Karton, erblickt man die darin befindliche Hauptverpackung ich, welcher alles sicher verpackt ist. Im Inneren des Deckels der Umverpackung informiert apptionLabs über alle Kanäle, die man besitzt, also Facebook, Instagram, YouTube, Twitter usw.

Doch nun wie gewohnt zu Hauptverpackung, diese ist ebenfalls sehr schlicht gehalten. Dabei ziert den ungebleichten Karton am Deckel nur das Meater Logo zusammen mit der Bezeichnung Meater Block. An der Rückseite finde man dann einige Logos, die man als Hersteller angeben muss, vielmehr wichtiges gibt es hier aber nicht zu sehen.

Durchtrennt man die beiden Klebestreifen, kann der Deckel abgenommen werden und direkt kommt der Meater Block zusammen mit allem Zubehör zum Vorschein. Dabei ist dieser mit den Thermometern bereits bestückt und auch die Batterien sind bereits eingesetzt. Unter dem Meater Block befinden sich dann die Kurzanleitung, welche wirklich kurz gehalten wurde, denn hier gibt es nur den Hinweis über die Batterien und die Meater App, die für alles andere aufs Smartphone oder Tablet geladen werden kann.

Vielmehr kann ich zur Verpackung des Meater Block eigentlich nicht sagen, denn die Verpackung ist, wie man anhand der Bilder sehen kann, sehr schlicht gehalten. apptionLabs möchte ich jedoch auf jeden Fall bezüglich des Verzichts auf Kunststoff loben, denn bei der Verpackung setzt man nur auf Karton und Papier.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Meater Block handelt es sich um einen Holzsockel aus Bambus, welcher in einem hellen Farbton oder wie bei mir in einem dunkleren Braun angeboten wird. Der Bambus wurde dabei wie bei einem Schneidebrett zusammengeleimt und mit einer CNC-gesteuerten Fräsmaschine wurden alle Aussparungen eingefräst. Zu diesen zählen die fürs Display, das Batteriefach, der Aufstellbügel und der Platz für die vier Temperatursensoren.

An der Front fallen direkt die vier Meater Thermometer auf, diese sind 13 cm lang und haben einen Durchmesser von 6 mm. Hier gibt es zwar auf jeden Fall viele dünnere Temperaturfühler, aber man muss hier eben bedenken, dass die ganze smarte Technik in jedem der einzelnen Fühler sitzt, was bei allen anderen nicht der Fall ist. Die Enden der Edelstahl Fühler ist aus schwarzem Keramik hergestellt und etwas breiter ausgeführt. Dabei verläuft das runde Gehäuse in ein Viereck, sodass man damit die Temperaturfühler leichter greifen kann. Am Ende ist jeder der Fühler mit einer Nummer versehen, sodass man beim Grillen direkt das entsprechende Fleischstück indizieren kann und genau weiß, welches davon die zuvor definierte Wusch-Kerntemperatur erreicht hat. Für das noch bessere Erkennen gibt es neben den Fühlern noch die mitgelieferten vier Clips, diese bringt man am Fühler an und so erkennt man die Nummer, die in diesen Blättchen eingelasert wurde noch besser.

RRechts neben den vier Temperaturfühlern ist das kleine OLED-Display samt Touch-Steuerung verbaut. Über dieses kleine OLED-Display kann der Meater Block auch komplett unabhängig ohne App gesteuert bzw. bedient werden. Umfangreicher und übersichtlicher geht das Ganze zwar dann dennoch über die App, aber wie gesagt, hier hat man den Vorteil, dass es nicht nur über die App möglich ist. 

Zu guter Letzt ist an der Rückseite noch eine Holzabdeckung vorhanden, die magnetisch gehalten wird. Darunter findet man insgesamt vier AA-Batterien, welche den Meater Block für rund 50 Stunden mit Strom versorgen. Alternativ gibt es an andere rechten Seite unter dem Bügel, welcher für einen stabileren Stand sorgt noch einen Micro-USB-Anschluss. Darüber kann der Meater Block permanent mit Strom versorgt werden, sodass diesem niemals der Strom ausgeht. Lediglich bei den Fühlern ist nach 24 Stunden der Akku leer. 

(Design: 5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Meater Block gefällt mir sehr gut. Die Materialanmutung ist sehr gut, der sehr gut verarbeitete Bambus im dunkelbraunen Ton sieht einfach schick aus. Zudem ist das Display perfekt bündig eingelassen und die vier Temperaturfühler sind darin sehr sicher aufbewahrt und werden darin für den nächsten Einsatz aufgeladen.

Die Temperaturfühler sind ebenso hochwertig, bestehen aus hitzebeständigem Metall/Keramik und lassen sich trotz ihrer dickeren Ausführung gut in das Fleisch einführen. Klar, in einem dünnen Steak macht der Meater keinen Sinn, aber macht ihr Pulled Pork, ein T-Bone Steak usw. dann nutze ich den Meater Block sehr gerne. Das Besondere beim Meater ist aber die kabellose Ausführung, denn somit kann ich auch am Drehspieß die Temperatur meines Fleisches überwachen, was mit allen kabelgebundenen Geräten absolut nicht machbar wäre.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Thermometer-Artkabelloses Grillthermometer
Übertragung der MessdatenBluetooth oder WLAN
Reichweite50 Meter Wlan und dann noch 50 Meter zu eurem Smartphone
Maximale Innentemperatur100°C (Fleisch)
Maximale Außentemperatur275°C (Garraum)
MaterialEdelstahl und Keramikkonstruktion
ReinigungWasserabweisend und einfach zu reinigen ( Spülmaschinenfest)
GrößeBlock: 132mm L x 39mm B x 157mm H
Thermometer: 130mm Länge und 6mm Durchmesser
Stromversorgung 4x AA Batterien oder Micro-USB-Kabel mit Netzteil (separat erforderlich)
Laufzeit Sensoren24 Stunden am Stück (wiederaufladbar)
LieferumfangMeater Block
4x Meater Temperaturfühler
1 x Ohrstöpsel in vier Größen
4x Clips mit Zahlen um dies Enoch besser zu Unterscheiden.
Technische Daten des Meater Block

Einrichtung und App

Die Einrichtung bzw. Handhabung mit dem Meater Block ist sehr einfach gehalten. Entweder ihr entscheidet euch für den Einsatz komplett ohne App, oder wie ich, dass ihr das Ganze dennoch über die App nutzt und somit mit dieser verbindet.

Ist die kostenlose App MEATER aus dem Appstore bzw. Playstore aufs Smartphone/Tablet geladen, kann diese direkt gestartet werden. Dabei werdet ihr relativ schnell gefragt, ob ihr einen Fühler oder vier Fühler einrichten wollt. Hier wählt ihr vier Fühler, denn neben dran seht ihr das Bild mit dem Meater Block. Danach kommen einige Hinweise, die man beim Verwenden beachten solltet, also wie viel Grad der innere Sensor und der Umgebungstemperatur-Sensor (schwarz) aushalten. Dabei gibt man auch den Hinweis, dass bei über 275 °C die Garantie erlischt, denn mehr würde der hintere schwarze Sensor nicht aushalten. Im weiteren Verlauf wird dann auch der Meter Block erklärt, wie die Batterien sitzen, wie dieser eingestellt wird usw.

Danach wird der Meter Block via Bluetooth mit eurem Smartphone gekoppelt. Dies geht automatisch und sehr schnell und danach wird der Meter Block über das Smartphone mit eurem WLAN verbunden. Hier fragt ihr euch vielleicht sicherlich, warum braucht das ganze WLAN, das ist ganz einfach, wenn ihr z. B. Pulled Pork oder was ähnliches macht, dann könnt ihr die Temperatur des Fleischstücks jederzeit auch von unterwegs kontrollieren. Zudem könnt ihr hier auch zustimmen, dass ihr Mitteilungen bezüglich eures Grillgutes erhalten möchtet. Diese trudeln bei euch dann wie gewohnt per Push-Benachrichtigung ein. Am Ende verbindet der Meater Block sich dann noch mit den vier Temperatursensoren und ebenso wird die neuste Firmware aufgespielt. Anschließend ist alles fertig eingerichtet und somit steht dem ersten Grillen absolut nichtsmehr im Wege, vorausgesetzt ihr habt Fleisch eingekauft.

App

MEATER® Fleischthermometer
Preis: Kostenlos

Die Meater App ist wie bereits mehrfach erwähnt nicht zwingend beim Meater Block erforderlich, aber wenn diese geboten wird, würde ich diese nutzen, denn schließlich ist diese deutlich komfortabler und einfacher zu bedienen wie über das kleine Display.

Der Funktionsumfang der App ist sehr gut, hierbei sehe ich alle vier Temperatursensoren direkt auf dem Startbildschirm mit der aktuellen Innen-/, Außen-/ und Ziel-Temperatur. Was mir beim Verwenden der Meater-Sensoren sehr positiv aufgefallen war, ist die Anzeige der Restgarzeit. So zeigt es am jeweiligen Sensor z. B. an, dass in 10 Minuten die gewünschte Kerntemperatur erreicht wird. Dies klappte im Alltag überraschend gut und davon war ich sehr begeistert, passt man hier die Temperatur des Grills an bzw. verringert diese sich, dann wird die Restgarzeit automatisch angepasst.

Dies sind auch so weit die wichtigsten Funktionen, die Untermenüs in der App drehen sich mehr um Zubehör von Meater und um Rezepte. Letzteres ist aber komplett auf Englisch gehalten. Über die drei Punkte oben rechts gelangt man noch zu den Einstellungen, wo man bestimmen kann, welche Töne der Meater Block bzw. die App beim Erreichen des Garprozesses usw. abgeben soll. 

(Einrichtung und. App: 4,5 von 5 Punkten)

Reichweite

Kommen wir nun zur Reichweite des Meater Block, denn diese ist vielen bei einem Grillthermometer wichtig. Sofern ihr den Meater Block in euer WLAN integriert habt, müsst ihr euch bezüglich der Reichweite eigentlich null Gedanken machen, denn mit etwa 50 Meter ist dies Reichweite für jedes Grundstück mehr als ausbrechend groß bemessen.

Man muss hier jedoch beachten, dass zumindest der Meater Block im Bereich von rund 3 Meter zum Grillgut bzw. den verwendeten Temperatursensoren steht. Schließlich empfängt der Meater Block das Signal der Sensoren und leitet diese als Repeater dann zu eurem WLAN-Router, welches die Daten dann an euer Smartphone übermittelt. Das Ganze funktioniert, ohne dass ihr etwas beachten müsst voll automatisch im Hintergrund. Wände usw. beinträchtigen zwar die Reichweite etwas, aber für den Großteil reicht diese Reichweite dennoch absolut aus und es kommt zu keinen Verbindungsproblemen oder Abbrüchen. 

(Reichweite: 4,5 von 5 Punkten)

Im Einsatz

Der Einsatz der Meater Temperatursensoren ist sehr einfach, aber es sollten dennoch ein paar wichtige Dinge beachtet werden. Es gibt an jedem Fühler eine Markierung, also eine Kerbe am Schaft, bis exakt dahin bzw. eher etwas weiter muss der Temperatursensoren in das Fleisch eingeschoben werden. In diesem Bereich befindet sich nämlich die empfindliche Technik und wird diese nicht weit genug eingeschoben, dann kann der Sensor kaputt gehen. Der Bereich, welcher nämlich im Fleisch steckt, hält max. 100 °C aus, während der hintere Bereich bis 275 °C aushält. Steckt nun der Sensor nicht weit genug im Fleisch, dann bekommt im schlimmsten Fall der Bereich, welcher bis max. 100 °C aushält, zu viel Wärme ab und die Sensoren werden beschädigt. Im Fleisch steckend ist die Kerntemperatur niedriger und somit wird der Sensor nicht beschädigt.

Sind die gewünschten Sensoren im Fleisch eingesteckt, dann muss man natürlich, wie bereits erwähnt den Meater Block in der Nähe von rund 3 Metern zum Grill aufstellen. Anschließend muss man in der App oder am Meater Block (bei Auswahl Standalone) nur noch bestimmen, was für ein Fleisch ihr braten wollt und wie ihr es haben wollt, also Medium, Rare usw. Dazu empfiehlt Meater immer eine ideale Ziel-Kerntemperatur wie z. B. bei einem Rumpsteak 60 – 65°C bei Medium. Nachdem ihr den Prozess des Garen gestartet habt, berechnet der Sensor anhand der aktuellen Temperatur die Restgarzeit, was wie bereits erwähnt sehr präzise ist. Kurz bevor die gewünschte Kerntemperatur erreicht wird, meldet sich die App akustisch, dass ihr das Fleisch nun vom Grill nehmen könnt und dabei gefällt mir auch, dass auch das Nachgaren berücksichtigt wird. Schließlich gart das Fleisch, nachdem man dieses vom Grill genommen hat, noch etwas durch die Restwärme nach.

Das Endergebnis waren sehr saftige Rumpsteaks, die perfekt auf den Punkt gebraten wurden. Das Loch des 6 mm Meater Thermometer stört mich persönlich nicht, da dies keinerlei Einfluss auf den Geschmack hat. Mir ist es wichtig, dass das Fleisch gut aussieht und ob ich da nun an einem Stück ein kleines Loch habe vom Sensor ist mir völlig egal.

(Im Einsatz: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Meater Block hat apptionLabs einen tollen Grill-Thermometer auf den Markt gebracht, welcher in sehr vielen Punkten überzeugt und für mich nahezu perfekt gelungen ist. Dank eingebauten WLAN ist die Reichweite absolut kein Problem und bei Bedarf kann das ganze auch im Standalone-Modus, also ohne Smartphone genutzt werden. Visuell viel schöne rund übersichtlicher ist jedoch die Bedienung über die App, aber wie erwähnt, hat man hier die freie Wahl. Mit dem Meater Block hat das Unternehmen nicht zu viel versprochen und vorausgesetzt die Fleischqualität stimmt, dann gelingen hiermit perfekte Ergebnisse selbst als Anfänger, da alles sehr gut in der App erklärt wird.

Preis/Leistung

Die UVP des Meater Block wurde von apptionLabs damals mit 299 € festgesetzt, doch aktuell ist das gute Stück im hellen Bambus für 199 € erhältlich. Hierfür bekommt man einen der besten Thermometer, wenn nicht sogar den besten auf den Markt und daher kann ich hier, sofern ihr genau wie ich sehr gerne grillt, zum Kauf nur raten. Ihr werdet den Kauf nicht bereuen, denn damit gelingen zahlreiche Fleischsorten problemlos und sind auf den Punkt perfekt gebraten. Nutzt man zudem am Grill sehr gerne einen Drehspieß, dann wird man Meater ebenfalls zu schätzen wissen, denn da diese komplett ohne Kabel auskommen, werden diese nicht zum Problem und ihr habt die Kerntemperatur des Fleisches immer im Blick.

Meater Block

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.meater.com/de

Winbot W1 Pro

In aller Kürze

Mit dem Ecovacs Winbot W1 Pro hat der bekannte Saugroboter Hersteller einen weiteren Alltagshelfer im Sortiment. Bei den Geräten der Winbot-Serie handelt es sich um eine Alltagserleichterung vor allem für diejenigen mit Neubauten, wo viele und vor allem große Fenster verbaut sind. Schließlich kann man hier den Roboter getrost seine Arbeit verrichten lassen und ihr könnt in diesem Moment etwas anderes tun. Bei kleinen Fenstern macht es kaum Sinn, denn hier ist der Winbot W1 Pro so schnell fertig, sodass ihr gleich dabei stehen bleiben könnt und zudem seid ihr hier per Hand sowieso schneller.

Der Ecovacs Winbot W1 Pro ist einfach in der Handhabung und erledigt seine Aufgabe so weit für ein Roboter sehr gut und das Reinigungsergebnis kann sich ebenfalls sehen lassen. Der Fensterrahmen und gerade am Rand wird das Fenster jedoch funktionsbedingt nicht gründlich gereinigt, da der Winbot hier nicht bis an die Ecken kommt und eben nur die Glasfläche und nicht den Rahmen mit reinigt. Nachteil ist zum einen der hohe Preis und man sollte den Fensterputzroboter nur als Reinigungshilfe zwischendurch sehen, denn das halbjährliche oder auch öfter Putzen des Rahmens inkl. Dichtung bleibt weiterhin an euch hängen. Am Ende muss jeder selbst entscheiden, ob sich der Kauf hier lohnt, habt ihr wie bereits erwähnt, ein neues Haus mit vielen sehr großen Fenstern würde ich zum Kauf raten, denn hier ist der Ecovacs Winbot W1 Pro eine Erleichterung.  

Gefällt uns

  • gründliche Reinigungsleistung
  • einfache Handhabung
  • sicherer Halt am Fenster
  • Wassertank vorhanden
  • guten Navigation
  • praktische Kreuzsprühtechnologie

Gefällt uns weniger

  • teuer
  • Steckdose in der nähe erforderlich
  • Absicherung über Karabiner nicht immer möglich
  • Reinigung am Rahmen und den Ecken nicht so gut
  • laut

Ecovacs Winbot W1 Pro

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Ecovacs Winbot W1 Pro wird genau so, wie ich es von den bisher getesteten Ecovacs Winbot Geräten kenne, in einer stabilen Umverpackung geliefert. Im Inneren befindet sich dann die bekannte, rundum informativ bedruckte Hauptverpackung mit dem praktischen Transportgriff.

Ganz wie bisher gewohnt nutz Ecovacs die Hauptseite der Verpackung dazu, um zum einen den Ecovacs Winbot W1 Pro zu präsentieren.Diesen erblickt man hierbei von oben betrachtet, also genau so, wie ihr diesen auch später während seiner Arbeit betrachten könnt. Außerdem erhält man hier dann natürlich die üblichen Dinge wie die Produktbezeichnung und der Herstellernamen. Im rechten blauen Bereich der Hauptseite widmet sich Ecovacs wie gewohnt dann den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen des neusten Winbot Roboter. Zu diesen Merkmalen zählt die neue Generation der Navigation und zwar WIN-SLAM 3.0, die Sicherungsaspekte, damit der Roboter selbst bei einem Abfall des Vakuums nicht von der Scheibe fällt, sowie die einfache Handhabung. Ganz neu ist dabei die Kreuzsprühfunktion, denn wo man beim Vorgänger noch zuvor immer per Hand das Reinigungstuch mit der Reinigungsflüssigkeit besprühen musste, ist dies nun nicht mehr erforderlich, dazu aber später mehr. 

An der schmalen rechten sowie linken Seite zeigt Ecovacs erneut die Vorteile inkl. einem Bild, die man zuvor schon an der Vorderseite sehen konnte. Ebenso widmet sich Ecovacs auch bei der Rückseite erneut den Vorteilen des Winbot W1 Pro, dieses Mal aber auch auf mehrere Sprachen übersetzt. Zur jedem Vorteil gibt es dann auch hier noch ein Bild und so weit hat man eigentlich die wichtigsten Ausstattungsmerkmale direkt auf der Verpackung erkannt. 

In der Verpackung hat Ecovacs alles schön in einer schönen und handlichen Tasche verstaut, sodass man den Ecovacs Winbot W1 Pro auch ideal damit transportieren kann. Somit konnte ich z. B. den Roboter wunderbar mit der Tasche im Auto transportieren und hatte alles direkt dabei um den Winbot auch meiner Schwester und ein paar Freunden vorzuführen. Im Inneren der zeitweiligen Transporttasche findet man den kompletten Lieferumfang schön sortiert. Auf der einen Seite ist der Winbot W1 Pro inkl. seiner ganzen Kabel und dem Sicherungsseil und auf der anderen findet man zwei Mikrofaserwischtücher, eine kleine Flasche Reinigungsflüssigkeit inkl. Messbecher, mit dem den Tank des Winbot auffüllen kann. Außerdem findet man hier dann natürlich auch noch die Bedienungsanleitung und eine Schnellstartanleitung, die alles Wichtige zusammenfasst.

(Verpackung: 5 von 5 Punkten)

Design

Der Ecovacs Winbot W1 Pro besitzt exakt wie dessen Vorgänger die quadratische Form. Diese macht meiner Meinung nach sowieso bei einem Fensterputzroboter am meisten Sinn. Ein rundes Modell würden hier nämlich gar nicht in die Ecken kommen und beim WInbot W1 Pro ist dies nur ein schmaler Streifen, der nicht gereinigt wird. 

Farblich bzw. vom Design kommt der Winbot W1 Pro wie gewohnt im weißen Kunststoffgehäuse daher, der silberne Kunststoffkreis um den Leder-Griff lässt diesen besonders edel und schön aussehen. Der Winbot W1 Pro besitzt zwar einen Akku, welcher zwischen dem Stromkabel sitzt, aber dieser wird nicht während des Reinigungsvorgangs verwendet, dafür ist nämlich eine permanente Stromversorgung über eine Steckdose in der Nähe erforderlich. Der Akku wird lediglich als Sicherheit verwendet, sollte z. B. während der Reinigung der Strom ausfallen, dann fällt der Winbot W1 Pro nicht einfach vom Glas, sondern hält noch einige Zeit, sodass man diese sicher abnehmen kann. 

Durch das leichte Kunststoffgehäuse bringt der Winbot W1 Pro nur knapp über 1,5 Kilogramm auf die Waage, was fast 200 Gramm weniger als bei Winbot 920 ist. Dies finde ich so weit gut, denn immerhin ist dieser auch rund 22 mm größer ab beiden Seiten und bietet somit eine nochmals deutlich größere Wischfläche. Die Maße belaufen sich nun auf 270 x 270 mm und er ist 77,5 mm hoch. An der Unterseite ist der Ecovacs WInbot W1 Pro wie gewohnt umlaufend mit einer Klett-Oberfläche versehen, an der man ganz einfach eines der beiden mitgelieferten Mikrofaserwischtücher befestigen kann. Der innere Teil an der Unterseite zwischen dem Tuch muss dabei logischerweise frei bleiben, da hier der wichtige Bereich sitzt, über den der Wischroboter den Ansaugdruck (das Vakuum) erzeugt, mit dem er sich an die Scheibe festsaugt. 

Im Vergleich zur wenigen Konkurrenz kommt der Ecovacs Winbot W1 Pro deutlich besser in die Ecken, aber perfekt kann er es auch nicht, was an den Sensoren an allen vier Ecken liegt. Diese Sensoren sind aber sehr wichtig, denn hiermit erkennt der Roboter nicht nur den Rahmen von Fenstern, sondern auch die Enden von rahmenlosen Fenstern. Dies gelingt dadurch, dass beim Anfahren von Rahmen der an beiden in Fahrtrichtung sitzende Stoßdämper (vor- und zurück) ausgelöst wird und bei rahmenlosen Fenstern erkennen dies die gefederten Sensoren an den grauen Ecken. Sobald einer dieser über das rahmenlose Fenster/Tür fährt, springt dieser aufgrund der Feder vor und der Roboter weiß, ok, hier geht es nicht weiter. 

An der Oberseite, welche man beim Verwenden des Roboters immer sieht, befindet sich auffällig in der Mitte ein länglicher brauner Kunstleder-Griff, mit dem man den Roboter wunderbar an das Fenster ansetzen kann und drückt an nun den Startknopf, beginnt dieser automatisch mit der Reinigung bzw. erzeugt sein Ansaugdruck. Den Start-Knopf findet man hier direkt am oberen Bereich des Griffes und eben genau dieser wird auch am Ende wieder benötigt, damit das Vakuum beendet wird und man den Roboter wieder von der Scheibe entfernen kann. Links vom Griff ist einLautsprecher integriert, der sehr schön integriert wurde, da Ecovacs hier weitere Punkte mit auf die Oberfläche aufgedruckt hat, was für eine Auflockerung des Designs sorgt. Über den Lautsprecher teilt euch der Ecovacs Winbot W1 Pro mit, wann er fertig ist und von der Scheibe entfernt werden kann und informiert zudem über seinen Status, sodass dieser euch auf Deutsch mitteilt, wenn ihr z. B. vergessen habt, das Stromkabel anzuschließen. 

Neu an der Oberseite ist der mit eine Silikon-Stopfen abgedeckte Reinigungsflüssigkeitstank. Dieser ist 60 ml groß und hier kann man das mitgeliefert Reinigungsmittel ohne oder bei Bedarf auch mit dem ebenfalls im Lieferumfang enthaltenen Messbecher einfüllen. Von dort aus pumpt der Winbot W1 Pro dies während der Reinigung ab und gibt dies an den Kreuz-Spritzdüsen an Vorder- bzw. Rückseite aus, je nachdem in welche Richtung er gerade fährt.  Neu ist auch die Anordnung der gummierten Antriebsstränge, denn diese sind vom Zentrum nach außen gewandert und hier entsprechend im Wischtuch ausgespart. Die Gummi-Stränge werden je von zwei verzahnten Rollen angetrieben, dies ist auch wichtig, denn durch das erzeugt Vakuum muss sich der Putzroboter zwar sicher an die Scheibe saugen, aber zugleich auch noch bewegen können. Zu guter Letzt findet man im inneren Bereich auch den von den Ecovacs Produkten bereits bekannten roten Hauptschalter, über welchen man den Winbot W1 Pro einschaltet kann und eine LED, welche auf eine korrekte Anwendung hinweisen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Ecovacs Winbot W1 Pro ist so weit sehr gut. Klar, das gute Stück besteht zum Großteil nur aus Kunststoff und dieser ist teilweise auch dünn ausgeführt, aber dies ist hierbei wichtig, denn der Winbot W1 Pro soll möglichst leicht sein. Für seinen Zweck geht die Materialanmutung auf jeden Fall in Ordnung und daher gibt es von mir hier keine wirkliche Kritik. 

Der Klett an der Unterseite hält das Reinigungstuch absolut bombenfest, sodass hier auch während der Reinigung nichts verrutscht. Auf den elektronischen Saugnapf, wie es noch beim Winbot X der Fall war, muss man jedoch auch hier genauso wie bereits beim Winbot 920 verzichten. Diesen Saugnapf fand ich persönlich aber gar nicht schlecht, schließlich konnte man diesen immer an einer haftenden Oberfläche befestigen, was mit dem herkömmlichen Sicherungsseil, wie es nun der Fall ist, leider nicht immer möglich ist.

Außerdem muss man beim Winbot W1 Pro genau wie bereits beim Winbot 920 beachten, dass hier in der Nähe, wo man diesen betreiben möchte, eine Steckdose ist. Das Netzkabel hat eine Länge von 4,7 Meter und sollte somit aber eigentlich fast immer ausreichen, falls nicht, kann man problemlos auch ein Verlängerungskabel verwenden.  

Bezüglich eines Stromausfalls, der während einer Reinigung durchaus vorkommen kann, hat Ecovacs ebenfalls mitgedacht. Hierzu wird, wie ich es bereits erwähnt habe, der verbaute Pufferspeicher am Stromkabel des Winbot genutzt. Sollte also der Strom ausfallen, bekommt ihr direkt den Hinweis über die App bzw. vom Roboter angesagt und sollte dann direkt zu diesem gehen, um ihn von der Scheibe abzunehmen, aber keine Angst dafür habt ihr genug Zeit.

Bei einem Sturz, also wenn das Vakuum aus bestimmten Gründen verloren geht und der Roboter abfällt, ist das Sicherungsseil enorm wichtig, sodass der Roboter nicht auf dem Boden einschlägt und z. B. auf dem Parket eine Macke hinterlässt. Was sich jedoch in diesem Fall kaum vermeiden lässt, ist der Aufprall gegen die Scheibe, denn durch das Fallen greift das Seil und der Roboter schlägt kurz gegen die Scheibe. Durch sein Kunststoffgehäuse geht der Roboter dabei nicht kaputt, da dies vom Material abgefedert wird, aber passiert dies häufiger, kann je nach Sturmhöhe dennoch mal was kaputt gehen. Bei mir ist dies jedoch nach mehreren Monaten Nutzungszeit bisher nie etwas passiert.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

AntriebsartStromversorgung über Steckdose
ReinigungsmodusSchnelle Reinigung, Tiefreinigung und Spot-Reinigung, mit Kreuzsprühtechnologie. Außerdem an jeder Ecke ein Kantenerkennungssensor und von sowie hinten ein Bumper
Farbeweiß/silber
Lautstärkeca. 70 dB
FormEckige Form mit großem flächigem Reinigungstuch (262 x 262 mm)
BetriebszeitDa mit Wassertank rund 60 Minuten, bis dieser wieder aufgefüllt werden muss
SensorenAusschaltschutz, Kantenerkennung, Sensoren zur Erkennung Rahmenloser Glasoberflächen, Alarm, Sicherungsseil.
Maße & Gewicht270 mm x 270 mm und 77,5 mm hoch; Gewicht knapp 1,53 kg
Länge des Stromkabels
4,7 m
Länge des Sicherungsseils1,5 m
LieferumfangFensterreinigungsroboter WINBOT W1 Pro
Reinigungslösung
kleiner Messebecher für das Auffüllen des Reinigungstanks
Netzadapter mit verbautem Akku inkl. Verlängerungskabel
2 Reinigungstücher (beidseitig verwendbar)
integriertes Sicherungsseil mit Karabiner
Benutzerhandbuch
technische Daten des Ecovacs Winbot W1 Pro

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme des Ecovacs Winbot W1 Pro ist genau wie bei dessen Vorgängermodellen eigentlich sehr einfach und erfordert nur wenige und vor allem einfach Schritte. Zu aller erst musst man nach dem Auspacken den Roboter über das Netzkabel ans Stromnetz anschließen, damit der verbaute Notfallakku aufgeladen wird. Nur wenn diese voll aufgeladen ist, kann die Reinigung gestartet werden, dies ist wichtig, denn schließlich handelt es sich hierbei um ein Sicherheitsfeature. 

Während des Ladevorgangs bzw. oder danach kann man die kostenlose Ecovacs Home App erhältlich für Android und iOS aufs Smartphone laden. In der App muss man, sofern man noch keinen Account aufgrund eines anderen Ecovacs Gerät besitzt, noch zuvor einen erstellen. Dazu muss man sich einen Benutzernamen und ein Passwort ausdenken, welche zukünftig zum Einloggen dient. Ist der Account erstellt, kann man anschließend den QR-Code an der Unterseite im Zentrum des Ecovacs Winbot W1 Pro mit dem Smartphone scannen. Hierdurch weiß die App, welches Gerät ihr einbinden möchtet und verbindet entsprechend den Winbot W1 Pro mit dem App. Hierbei muss man nun einfach den Anweisungen am Smartphone folgen, was einfach ist, da dies verständlich und Schritt für Schritt erklärt wird.

In der App kann man einige Einstellungen bezüglich der Reinigungsfunktion einstellen, aber prinzipiell reinigt der Winbot W1 Pro auch direkt ohne die App. Über die App kann man z. B. die Reinigungsart einstellen, also soll eine schnelle, intensive oder nur ein kleiner Bereich „Spot-Reinigung“ durchgeführt werden. Außerdem kann der Roboter auch ferngesteuert werden und einiges mehr dazu aber mehr im Punkt „App“. Von Werk aus führt der Ecovacs Winbot W1 Pro aber bereits eine gute Reinigung durch und somit kann dieser wie schon erwähnt auch direkt ohne vorher Einstellungen vorgenommen zu haben, gestartet werden. 

Bevor man den Ecovacs Winbot W1 Pro zur Reinigung ans gewünschte Fenster anbringt, sollte man zuerst der Wassertank über den geöffneten Gummistopfen an der Oberseite mit der mitgelieferten Reinigungsflüssigkeit befüllen. Hierbei muss, sobald die Flasche leer sein sollte, nicht unbedingt der teure Reiniger von Ecovacs gekauft werden, sondern es kann auch ein etwas kostengünstiger Glasreiniger wie z.B, dieser hier genommen werden.

Da beim neuen Winbot W1 Pro nicht mehr zuvor das Mikrofasertuch mit der Reinigungsflüssigkeit besprüht und somit befeuchtet werden muss, sollte dies zuvor von euch gemacht werden. Denn beim Winbot W1 besprüht dieser in Richtung seines Fahrwegs regelmäßig die Scheibe und nimmt diese dann beim Überfahren mit dem Tuch auf. Da ohne vorheriges Befeuchten das Mikrofasertuch somit staub trocken ist, wäre dies nicht gut und sollte somit zuvor unterm Wasserhahn befeuchtet und anschließend ausgewringt werden. Anschließend das Wischtuch an der Unterseite an die Klettverschlüsse anbringen, den WInbot W1 Pro in der Nähe des Fensters an der Steckdose einstecken und mit dem Sicherungsseil befestigen. Dazu eignet sich eine Gardinenstange oder ähnliches über dem Fenster, aber wir z. B. haben keine, sondern nur Plissees und somit kann ich dies nicht wirklich effektiv anbringen. Der elektronische Saugnapf, der bei einem Druckabfall den Roboter absichert, wäre hier zwar besser, aber diesen nutzt Ecovacs leider nicht mehr. Ich bin bei der Reinigung aber sowieso immer in der Nähr und sollte der Druck des Vakuums abfallen, teilt euch dies der Roboter über den Lautsprecher sowieso mit und dann hält ihn eigentlich die Backup-Batterie am Fenster.

Nun sollt man zuvor noch auf jeden Fall den Hauptschalter einschalten. Dieser befindet sich, wie bereits erwähnt, an der Unterseite des Roboters. Ist dann auch schon die Reinigungsflüssigkeit eingefüllt, kann der Roboter direkt ans Fenster gehalten werden und der Startknopf betätigt werden. Daraufhin beginnt dieser automatisch mit der Reinigung des Fensters, fährt dabei dieses ab und besprüht dies mit den Düsen der Kreuzsprüh-Technologie, sodass die Scheibe entsprechend mit dem im Tank eingefüllten Glasreiniger gereinigt wird.. Jedes der beiden Mikrofasertücher kann beidseitig mit der Vorder- und Rückseite verwendet werden, ehe dies gründlich unter fliesendem Wasser gereinigt und ausgewrungen werden sollte. Am Ende der Reinigung, also wen der Roboter alles abgefahren und gereinigt hat, informiert euch ein Signalton darüber und euch wird mitgeteilt, dass der Roboter abgenommen werden kann. Dafür den Ecovacs Winbot W1 Pro einfach wieder am Griff halten und dabei zudem den Knopf betätigt, sodass er dabei das Vakuum bzw. das Ansaugen an die Scheibe beendet.

Die Sicherung des Ecovacs Winbot W1 Pro ist dabei eigentlich das aufwendigste und zugleich nervigste Teil des Roboters. Schließlich ist es gerade im Neubau, wie es bei uns der Fall ist, so, dass ich mir hier bei so gut wie jedem Fenster die Frage stelle, wo mach ich dies am besten fest? In der Beschreibung steht, dass man den Karabiner an einem festen und sicheren Metallgeländer befestigen soll, was ich bei mir jedoch nirgends finde. Doch ich habe mir hier etwas Gedanken gemacht und habe den Roboter teils am Griff der Fenster befestigen können, aber hier hatte mir der elektronische Saugnapf am Winbot X deutlich besser in der Handhabung gefallen, aber na ja, es geht ja auch so sehr gut.

(Inbetriebnahme: 4 von 5 Punkten)

Reinigung & Navigation

Bei uns hat der Ecovacs Winbot W1 Pro viel Glasflächen zu reinigen, denn wie es in einem typischen Neubau der Fall ist, haben auch wir viele und vor allem sehr große Fenster bzw. Glaselemente. 

Sobald der Fensterputzroboter am Fenster angebracht wurde, beginnt dieser mit dem zuvor in der App festgelegten Reinigungsmodus. Von Werk aus ist hier „Schnelle“ Reinigung eingestellt, sodass der Roboter je nachdem, wie man diesen ansetzt, einmal alle Bereiche abfährt, bis dieser fertig ist und wieder am Startpunkt angekommen ist. Ist dies geschehen, meldet dieser, dass die Reinigung abgeschlossen ist und der Roboter abgenommen werden sollte. Hat man sich in der App wiederum für Intensivreinigung entschieden, dann fährt der Roboter erst das Fenster in der Senkrechten und dann horizontal ab. Es ist sehr faszinieren, dem Fensterputzroboter das erste Mal zuzusehen. Hier habe ich das ganze gleich meiner Schwester, Mutter und Schwiegermutter vorgeführt und alle waren erstaunt, wie das ganze funktioniert. Das der Wischroboter so einfach in der Handhabung ist, sich so leicht am Fenster festsaugt und dann seine Bahnen abfährt, das zieht selbst die Blicke der Nachbarn, die aus ihren Fenstern schauen auf sich und auch die Leute, die vorbei gelaufen sind, haben erstaunt geschaut.

Beim Reinigungsvorgang erreicht der Roboter eigentlich bis auf die Ecken und natürlich die Fensterrahmen selbst alle Bereiche. Ich bin damit dennoch mehr als zufrieden, den das Ergebnis ist sehr gründlich. Dabei reinigt der Roboter selbst stärkere Verschmutzungen problemlos und alles ist sogar streifenfrei. Das beim normalen Reinigen anfallende Problem mit tropfendem Wasser, das über den Fensterrahmen läuft, gibt es dabei nicht. Bei stark verschmutzten Fenstern sollte man den Roboter jedoch zweimal reinigen lassen, denn irgendwann kann während der Reinigung kein Dreck mehr vom Mikrofasertuch aufgenommen werden. Dieses muss dann entweder gewendet werden oder zwischen den beiden Reinigungen kurz ausgewaschen werden.  

Natürlich kann der Winbot W1 Pro nicht wie ein Saugroboter komplett autonom arbeiten. Man muss nämlich den Roboter von Fenster zu Fenster transportieren und zudem absichern. Aber alles weitere läuft autonom ab und dabei wie bereits erwähnt sehr gründlich. Ich bin dabei immer so vorgegangen, ich habe zuerst das Fenster vorgereinigt, indem ich den Fensterrahmen und den Bereich an der Gummidichtung gereinigt habe, dann habe ich den Roboter das Fenster reinigen lassen und gegebenenfalls nochmal kurz am Rahmen entlang gewischt, was jedoch kaum nötig war. So hat man am Ende komplett saubere Fenster, aber selbst nur das Glas regelmäßig reinigen lassen und den Rahmen jedes zweite Mal wäre durchaus auch möglich. 

Grundsätzlich war ich von der Reinigungsleistung des Ecovacs Winbot W1 Pro sehr begeistert. Außerdem erfolgt die Reinigung durch die neue Kreuzsprühtechnologie inkl. verbauten Tank für den Reiniger nochmals etwas autonomer als bei den Vorgängermodellen. Dies bringt noch mehr Komfort mit sich, denn das ständige manuelle Befeuchten des Tuches fällt nun weg. Der Winbot W 1 Pro liefert eine absolut streifenfreie und überraschend gründliche Fensterreinigung. Selbst etwas hartnäckigeren Schmutz bekommt der Roboter gut weg, daher bin ich damit absolut zufrieden. Bei sehr starken Verschmutzungen bleibt jedoch immer etwas vom Schmutz zurück, dafür ist der Anpressdruck einfach nicht ausreichend, sodass einem sowieso geraten wird, die Fenster einmal gründlich manuell zu reinigen, bevor man den Fensterputzroboter benutzt. Anschließend kann man die Fenster regelmäßig mit dem Roboter reinigen und bekommt so die besten Reinigungsergebnisse. Leichtere Verschmutzungen wie Fingerabdrücken und der häufig anfallende Blütenstaub, Staub von Erdarbeiten wie bei uns beim Arbeiten an der Aussenanlage entfernt der Winbot W1 Pro wiederum sehr zuverlässig.

(Reinigung & Navigation: 4,5 von 5 Punkten)

Sicherheit  

Der Ecovacs Winbot W1 Pro saugt sich mit stolzen 2800 pa (Pascal) an der Scheibe fest. Diese Stärke an Unterdruck ist enorm, sodass dieser selbst mit erhöhter Krafteinwirkung nicht von der Scheibe gelöst werden könnte. Erst wenn der Roboter das Vakuum abbaut bzw. löst, kann dieser wieder ganz einfach abgenommen werden. 

Während der Reinigung muss man sich keine Sorgen machen, dass der Winbot W1 Pro die Haftung verliert und zu Boden stürzt. Schließlich würde dieser sich zum einen akustisch melden, wenn er keinen sicheren Halt erzeugen kann und zudem wäre er in den meisten Fällen mit dem Sicherungsseil gesichert. Des Weiteren besitzt er den bereits erwähnten Puffer-Akku mit bis zu 60 Minuten Laufzeit, welcher automatisch eingreift, falls die Stromversorgung unterbrechen sollte, sei es durch einen Stromausfall oder andere Dinge.

Eine völlig autonome Angelegenheit ist der Ecovacs Winbot W1 Pro genau wie seine Vorgängermodelle sowieso nicht, denn schließlich müsst ihr diesen nach dem Reinigen selbst entfernen und zum nächsten Fenster transportieren. Daher solltet ihr beim Reinigen immer anwesend sein bzw. euch nicht weit vom Roboter entfernen, da dieser je nach Fenstergröße nach gut 10 bis 15 Minuten fertig ist und abgenommen werden sollte.

Bei der Neigung der Fenster können alle herkömmlichen Fenster problemlos gereinigt werden, lediglich bei manchen Dachfenstern kann die Neigung so stark sein, dass hier der Roboter nicht verwendet werden sollte bzw. kann. Hier gibt Ecovacs an, dass die Neigung zwischen 60° bis 120° kein Problem darstellt, aber alles außerhalb dieser Werte führt dazu, dass der Roboter einen Alarm von sich gibt, da das Vakuum nicht sicher genug ist. 

(Sicherheit: 4 von 5 Punkten)

Lautstärke

Der Ecovacs Winbot W1 Pro muss sich während der gesamten Reinigung permanent am Fensterglas festsaugen. Dies verursacht eben funktionsbedingt Lärm, welcher hier bis zu 70 dB laut sein kann. Dies ist zwar nicht leise, aber eben wie ein herkömmlicher Staubsauger deutlich hörbar. Während der Reinigung im selben Zimmer arbeiten ist daher weniger toll, aber anders geht das Reinigen mit dem WInbot W1 Pro eben leider nicht. Meiner Meinung nach ist der „Lärm“ vollkommen in Ordnung und aushaltbar und dafür, dass ich dann saubere Fenster habe, die ich nicht mühselig selbst reinigen muss, ist das ein guter Kompromiss.

(Lautstärke: 4 von 5 Punkten)

App

Die Einrichtung über die App ist wie von Ecovacs bezüglich der Saugroboter und Fensterputzroboter, die ich bereits getestet habe, sehr einfach und somit auch schnell erledigt. Dazu tippt man oben in der App an der rechten Ecke auf das linke Symbol, damit man direkt in der Funktion „zum Hinzufügen eines neuen Produktes“ gelangt. Dabei kann man dann entweder direkt den QR-Code an der Unterseite des Winbot W1 Pro scannen oder man wartet kurz, bis dieser automatisch gefunden wird, sofern dieser am roten Schalter auf „Ein“ gestellt wurde. 

Danach wird man schön ausführlich und total einfach durch die Schritt für Schritt Anleitung geführt, welche einem zeigt, wie man den Roboter einschaltet usw. Danach wird man noch gefragt, ob man dem Roboter einen Namen für die App geben möchte und es wird direkt die aktuellste Firmware installiert. Im Anschluss folgt noch kurz eine kurze Anleitung, welche einem die wichtigen Handgriffe des Roboters zeigt und schon ist man auf der Hauptseite, auf der man alles Wichtige einstellen kann.

Verbunden wird der Roboter nicht über das WLAN, sondern Bluetooth. Dies ist auch vollkommen ausreichend, denn anders als ein Saugroboter, welchen man auch von unterwegs aus starten kann, macht dies hier beim Ecovacs Winbot W1 Pro kein Sinn, da man diesen sowieso manuell ans Fenster anbringen und wieder entfernen muss.

Die App ist recht simple aufgebaut, bzw. alles Wichtige ist hier direkt schon auf dem Startbildschirm des Winbot W1 Pro ersichtlich. Hierbei stellt man sich dann klar die Frage, ob die App eigentlich überhaupt notwendig wäre, wenn man hier z. B. am Roboter direkt entsprechende Knöpfe für die verfügbaren Reinigungsfunktionen integriert hätte, aber so sei es, Ecovacs hat sich für die zusätzliche App entschieden.

Auf der Startseite kann man direkt zwischen einer schnellen und Intensivreinigung wählen. Intensiv reinigt die Fenster eben länger und gründlicher, was gerade bei sehr dreckigen Fenstern sinnvoll ist. Für zwischendurch reicht dann oft die schnelle Reinigung aus. Möchte man nur einen kleinen Bereich am Fenster reinigen, gibt es dann noch die Spot-Reinigung. Außerdem kann man unten links noch auf die Fernbedienung zugreifen, sodass man den Fensterputzroboter mit einem Joystick navigieren kann, eine schöne Spielerei, aber wirklich nur dann sinnvoll, wenn vielleicht ein Bereich nicht richtig sauber geworden ist. Auf dem blauen runden Play-Button startet man dann die Reinigung und unter Zurück in die Ecke navigiert der Roboter zu seiner Startposition zurück.  

Wischt man von unten nach oben, wird das Einstellungsmenü noch etwas erweitert, sodass man dann bestimmen kann, ob 1-mal oder gleich 2-mal gereinigt werden soll und durch die Funktion „automatisches Sprühen“ erkennt der Roboter die Größe des Fensters und bestimmt selbst, wie oft dieser die Scheibe besprüht. Diese Einstellung hatte ich immer aktiv und führt zu einer gründlichen Reinigung.

Zu guter Letzt gibt es dann noch unten „Weiter Einstellungsmöglichkeiten“. Hier kann man nach einem Firmware-Update suchen, den Roboter einen anderen Namen geben sowie auf die Hilfe zugreifen, wo die häufigsten Fragen beantwortet werden.

Ich persönlich habe die App zwar bezüglich des Produkttests installiert und durchstöbert, damit ich unter anderem auch das Firmware-Update installieren konnte. Im Alltag jedoch habe ich die App dann nicht mehr wirklich verwendet. Ich bin einfach hergegangen, hab den Roboter eingesteckt, den Wassertank mit Reinigungsflüssigkeit gefüllt und ihn dann an die Scheibe gehalten und währenddessen den Start-Knopf gedrückt. Nachdem er fertig war, wurde der Roboter wieder abgenommen und zum nächsten Fenster gebracht.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Winbot W1 Pro von Ecovacs ist sehr einfach zu bedienen. Er liefert wie von Ecovacs versprochen ein sehr gutes Reinigungsergebnis und erledigt die Arbeit sehr zuverlässig. Klar an der Dichtung beim Glas und vor allem der Rahmen wird hier nicht mit geputzt, aber diese beiden Elemente müssen ja auch nicht jedes Mal sauber gemacht werden. Ich hab zuvor die Fenster alle paar Monate geputzt, nun mache ich dies weiterhin alle 3 Monate gründlich mit der Hand und den Winbot W1 Pro lasse ich alle paar Wochen das Glas gründlich innen und außen reinigen. 

Von einem völlig autonomen Reinigen, wie wir es inzwischen von Saugrobotern kennen, sind wir hier noch weit weg, denn von Glas zu Glas kann der Roboter nicht überspringen, hier ist euer Zutun weiterhin notwendig. Außerdem seid ihr mit der Hand mit etwas Übung auf jeden Fall schneller mit dem Reinigen fertig, aber es handelt sich hier dennoch um eine praktische Erleichterung bezüglich der Hausarbeit. Gerade im Neubau mit vielen großen Fenstern ist man sicherlich zwei Tage damit beschäftigt, alle Fenster zu reinigen und das ist viel Arbeit. Hier dann noch lieber den Roboter ganz einfach an die Scheibe ansetzen und sein Job machen lassen und ihr macht in der kurzen Zwischenzeit etwas anderes finde ich hierbei deutlich entspannter. 

In einem Altbau mit vielen kleinen Fenster, die man auch so also händisch sehr gut reinigen kann, lohnt sich der Putzroboter meiner Meinung nach nicht, hier ist das herkömmliche Reinigen deutlich sinnvoller.

Preis/Leistung

Die UVP des Ecovacs Winbot W1 Pro hat das Unternehmen wie dessen Vorgänger mit 399 € angesetzt. Nicht wenig Geld und auch wen er aktuell bereits für rund 320 € erhältlich ist, ist der Preis dennoch nicht gering.

Somit ist der kompakte Putzhelfer definitiv weiterhin kein Schnäppchen, doch gerade bei den sehr großen und teils schwer erreichbaren Fenster ist dieser meiner Meinung nach eine enorme Hilfe, die sich schnell bezahlt macht. Durch seine große Kabelreichweite und den Netzbetrieb kann dieser problemlos große Flächen reinigen. Man darf hier jedoch nicht erwarten, dass man den Fensterputzroboter direkt auf ein stark verschmutztes Fenster, welches man sehr lange nicht gereinigt hat, anbringt und dieser alles perfekt reinigt. Es wird empfohlen, stark verschmutzte Fenster das erste Mal manuell vorreinigen und dann regelmäßig mit dem Roboter zu reinigen, denn dann ist das Ergebnis am Besten. Ich bin mit dem Ergebnis des Winbot W1 Pro sehr zufrieden und nutze diesen sehr gerne, aber am Ende muss jeder selbst entscheiden ob sich der Kauf hier lohnt oder nicht.

Ecovacs Winbot W1 Pro

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testr Gesamtwertung 

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller:Ecovacs.com/at

Ecovacs Deebot T10 Turbo

In aller Kürze

Beim Ecovacs Deebot T10 Turbo handelt es sich um das teuerste Modell der Ecovacs Deebot T10 Serie. Hier setzt Ecovacs auf den sehr gut ausgestatteten Saugroboter mit KI gestützter Objekterkennung und hervorragender Saugleistung. Das Besondere beim T10 Turbo ist jedoch, dass Ecovacs hier auf die runden rotierenden Reinigungspads setzt, die hier im Doppelpack zusammen für eine gründliche Reinigung sorgen. Bei den günstigeren T10 Modellen kommt hier nämlich „nur“ das üblich gewohnte Wischtuch zu Einsatz. Ebenfalls ein Highlight ist die Reinigungsstation, hier muss man zwar auf die automatische Entleerung des Staubbehälters verzichten, aber dennoch bietet die groß ausfallende Station einen großen Vorteil bzw. eine Besonderheit. Hierbei werden nämlich nach der Reinigung die Wischpads gereinigt und der Wassertank mit frischem Wasser aufgefüllt und zudem werden diese im Anschluss direkt sobald der Roboter fertig ist, mit Heißluft getrocknet. Insgesamt ein tolles Gerät, was mich im Test sehr durch die Reinigungsleistung, die Navigation und die umfangreiche App überzeugen konnte.

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • Hervorragende Saugleistung
  • ausgereifte und fortschrittliche Navigation
  • gute Wischfunktion mit automatischer Reinigung des Wischtuchs
  • Erkennt Hindernisse sehr zuverlässig
  • gute Akkulaufzeit

Gefällt uns weniger

  • mit der Absaugstation etwas laut beim Absaugen und reinigen der Wischtuchs
  • Staubbehälter muss manuell geleert werden
  • sehr hoher Preis
  • keine automatische Anhebefunktion der Wischpads

Ecovacs Deebot T10 Turbo

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Ecovacs liefert den Saugroboter samt Reinigungsstation in einem sehr großen und aufgrund dessen auch in einem schweren Karton aus. Dieser ist wiederum rundum mit einigen wichtigen Details, Bilder und Ausstattungsmerkmalen des Ecovacs Deebot T10 Turbo versehen. Im Inneren findet man dann wie von Ecovacs gewohnt, alle Bestandteile des Lieferumfangs sicher darin verstaut, sodass absolut nichts kaputt gehen kann. Doch wie gewohnt alles der Reihen nach und so schauen wir und doch erst einmal die Verpackung von Aussen an.

Die Verpackung kommt im gewohnten blau,/weis daher und ist rundum mit einigen Details und Bildern zum Produkt versehen worden. Daher geht Ecovacs hier in diesem Fall nicht nur auf den Saugroboter, sondern auch auf die Vorteile der Zusätzlichen hier enthaltenen Reinigungsstation ein. Nachdem man die Verpackung an der Oberseite geöffnet hat, findet man in dem sehr großen Paket alles schön säuberlich verpackt, also genau so, wie ich es von Ecovacs bereits gewohnt bin. An der Oberseite liegt ein großer Quick-Start Guide, welcher einem in wenigen Schritten die Inbetriebnahme zeigt. Darunter findet man dann zum einem in den schmalen Karton den Saugroboter, was man auch sehr gut an dem entsprechenden Symbol erkennen kann. Dieser Karton ist dann wie gewohnt mit einem Transportgriff versehen, sodass man diesen einfacher transportiere kann. Somit könnte man diesen Karton auch zum eventuellen Transport von A nach B nehmen, wenn man diesen z. B. ohne die große Station einem Bekannten vorführen möchte usw. 

Im linken breiteren Teil findet man die sehr große Reinigungsstation, welche hier ebenfalls sicher von Kartonage usw. geschützt wird und ebenso an ihrer sicheren Position gehalten wird. Doch zurück zum Karton des Saugroboters, denn hier drin findet man nicht nur diesen, sondern auch das komplette restliche Zubehör. Dabei handelt es sich zu einem um das Kabel der Reinigungsstation, die beiden rotierenden Wisch-Pads, die beiden noch anzubringenden Seitenbürsten des Roboters. Mehr gibt es hier leider nicht, denn Ersatzteile wie zusätzliche Filter usw. liefert Ecovacs hier nicht mit.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Der Ecovacs T10 Turbo kommt in einem komplett weißen Look daher, denn ein schwarzes Modell wird hier nicht angeboten. Hierbei hat sich Ecovacs für eine glänzende Oberfläche entschieden, während die Seite in matt gehalten wurde. Neu ist die Klappe an der Oberseite, welche hier keine Klappe mehr ist, denn beim Ecovacs T10 Turbo handelt es sich hier um eine komplette Blende, die leicht abnehmbar ist, da diese nur mit mehreren Magneten an ihrer Position fixiert wird. 

Unter dieser Abdeckung findet man dann aber wie gewohnt den roten Power-Schalter und den WLAN-/Reset-Button. Im Zentrum befindet sich dann natürlich wie gewohnt der runde Turm, welcher wie gewohnt den LiDar-Sensor  beherbergt und im Betrieb permanent rotiert und dabei eine Karte der Räumlichkeiten erstellt. Des Weiteren befinden sich hier im Turm auch drei Mikrofone, welche dazu dienen, eure Sprachbefehle für den integrierten YIKO-Sprachassistenten zu erfassen. Dahinter sitzt dann wie üblich noch der Staubbehälter mit dem Filtereinsatz usw. welcher jedoch meiner Meinung etwas klein ausfällt. Dieser muss bei diesem Modell nach erledigter Arbeit von Hand geleert werden, denn die Reinigungsstation kümmert sich „nur“ um das Frisch-/ und Schmutzwasser bzw. der Reinigung der Wisch-Pads. Neu ist am vorderen Bereich das Feld mit den drei leuchtenden LEDs, hierbei handelt es sich um ein Feld, welches auf Berührungen reagiert. Je nachdem, wie oft man die Taste berührt, führt der Saugroboter unterschiedliche Befehle aus.

Von der Größe nimmt der Saugroboter knapp 36 cm ein und ist mit 10,3 cm nochmals etwas höher als der Roborock S7 MaxV Ultra. Dies ist eigentlich nicht weiter schlimm, aber gerade bei dem Unterfahren einer Couch usw. ist es wichtig, dies zu beachten, dass der Roboter auch bei euch drunter passt. Die Couch ist bei uns jedoch auf keinem Fall ein Problem, aber dafür die Toiletten, denn hier fährt der Saugroboter mit dem Turm gegen den unteren tiefen Teil, sodass er hier nicht komplett drunter durchfahren kann. Das Gewicht beträgt knapp 4,5 Kilogramm, was zwar kein Leichtgewicht ist, aber von 1. in den 2. Stock bekommt man den dennoch problemlos getragen, denn ein Kleinkind ist hier auch nicht sehr viel leichter. 

Die Front nimmt die neue AIVI 3.0-Kameraeinheit mit Nachtsichtsensor ein, welche im beweglichen halbrunden Stoßfänger verbaut wurde. Damit erkennt der Saugroboter zahlreiche Objekte wie Kabel, Mülleimer, verschiedene Möbel, Socken usw. Diese werden dann jedoch nicht wie z. B. bei Roborock im Anschluss der Reinigung in der Karte dargestellt, sondern nur vom Roboter umfahren. Der Stoßfänger, welcher gefedert ist, dient dann wie gewohnt dazu, durch gelegentlich leichtes Anfahren der Kanten im Raum, Tischfüße usw. zu erkennen, sollte dies nicht die Kamera erkennen. Dies ist beim Ecovacs Deebot T10 Turbo jedoch sehr selten der Fall, da hier die Kamera und die zusätzlichen Sensoren die Hindernisse sehr zuverlässig erkennen und beim Navigieren sehr helfen.

Betrachtet man den Saugroboter von der Unterseite, dann findet man hier direkt an der Front die gewohnte Ausgleichsrolle, welche zwischen den beiden noch anzubringenden rotierenden Seitenbürsten sitzt. Diese kommen hier anders als bei Roborock an beiden Seiten zum Einsatz und drehen sich zum Zentrum, sodass der Staub von den Ecken zur Hauptbürste geleitet wird. Direkt am Rand der Unterseite verlaufen dann noch insgesamt sechs Sensoren, von denen zwei ganz vorne und die anderen beiden in der höhe der Antriebsräder sitzen. Mit diesen kann der Saugroboter unter anderem Abgründe erkennen, sodass verhindert wird, dass dieser eine Treppe herunterfährt und zudem erkennt er mit diesen Sensoren auch eventuell vorhandene Teppiche, sodass dabei automatisch beim Befahren die Saugleistung erhöht wird. 

Im Zentrum des Saugroboters befinden sich dann die beiden gefederten Antriebsräder, über welche der Saugroboter eventuelle Höhenunterschiede ausgleichen kann wie z. B. Teppiche. Dazwischen sitzt wie üblich bei einem Saugroboter die sehr wichtige rotierende Haupt-Reinigungsbürste unter einer Abdeckung, welche zum Reinigen wie gewohnt ganz leicht demontiert werden kann. Zu guter Letzt kommt hier noch eine neuere Technologie beim Ecovacs T10 Turbo zum Einsatz, denn der Hersteller setzt hier auf rotierende runde Wischplatten. Diese werden hier ganz einfach magnetisch angebracht und können somit ebenso einfach wieder entfernt werden. Einen Wassertank besitzt der Ecovacs Deebot T10 Turbo jedoch nicht, denn zu Beginn des Waschvorgangs und zwischendurch werden hier die beiden Wischpads direkt von der Station entsprechend nass gemacht. 

Leider kann der Ecovacs Deebot T10 Turbo die Wischpads nicht anheben und so müssen diese beim befahren von Teppichen entfernt werden. Wer auf diese Funktion nicht verzichten kann, muss sich dann das neue T20 Modell genauer anschauen, denn das neuste Modell wurde mit eben diese Funktion ausgestattet. Aufgeladen wird der Ecovacs Deebot T10 Turbo direkt über die beiden Ladekontakte an der Rückseite, mit welcher er nach Beenden der Reinigung zur mitgelieferten Reinigungsstation fährt und auf seine nächste Arbeit wartet bzw. zugleich werden hier die beiden Wischpads gereinigt und getrocknet, dazu aber später mehr.

Reinigungsstation

Die Reinigungsstation, welche Ecovacs bei T10 Turbo mitliefert, entspricht von der Optik der aus der X1-Serie. Diese sieht zum einen stylish aus, ist aber zugleich dennoch sehr groß. Farblich kommt diese wie der Roboter in einem zeitlosen, aber zugleich edlen silber-weißen Design daher. An der Front fährt der Ecovacs Deebot T10 Turbo nach erledigter Arbeit die Rampe rückwärts hoch, sodass dieser nicht nur aufgeladen wird, sondern zugleich wird dieser bzw. dessen Pads gereinigt. Hierfür hat die Reinigungsstation eine große Aussparung, um die beiden Mopp-Platten auszuwaschen und im Anschluss mit Heißluft zu trocknen. Dabei wird das saubere Wasser zum Reinigen verwendet, die Mopp-Platten rotieren über Schmutzabstreifer und das daraus entstehende schmutzige Wasser wird in den entsprechenden Schmutzwasser-Tank gepumpt. Dieser Prozess dauert knapp über eine Minute und die beiden Wischplatten sind im Anschluss sehr sauber. 

Beide Tanks, also Frisch und Schmutzwasser, sind an der Oberseite durch eine große Klappe annehmbar und im Zentrum hat Ecovacs als Trenner ein Zwischen-Fach integriert, in welchem sogar eine Reinigungsbürste versteckt ist. Zum Befüllen und entleeren können beide Behälter geöffnet werden, den Frischwasser-Behälter kann man jedoch auch alternativ über den Befüllstutzen befüllen. Hier beim Ecovacs Deebot T10 Turbo muss man leider auf die automatische Entleerung des Staubbehälters verzichten, sodass hier immer ein händisches entleeren notwendig ist. Dafür wiederum muss man sich bezüglich der Wischplatten keine Gedanken machen, denn hier wird alles voll automatisch gereinigt. Man muss eben nur gelegentlich frisches Wasser nachfüllen und das schmutzige entleeren.

 Die Reinigungsstation nimmt wie bereits erwähnt, etwas mehr Platz in Anspruch und ist diese von der Grundfläche inkl. Rampe ähnlich zum Roborock S7 Max V Ultra bei knapp 40 x 45 cm (Tiefe x Breite). Lediglich bei der Höhe ist diese mit 45 cm noch ein paar Zentimeter höher als die große Station von Roborock. Jeder der Behälter des Ecovacs Deebot T10 Turbo fasst knapp 4 Liter, sodass die Station bezüglich der Mopp-Reinigung einige Wochen laufen kann, ohne dass ihr hier was tun müsst. Beide Behälter sind durch eine Dichtung und Verriegelungsstück verschlossen, sodass hier auch keinesfalls unangenehme Gerüche entstehen können.

An der Oberseite der Reinigungsstation hat Ecovacs direkt noch drei Touch-Bedientasten integriert, sodass man die wichtigsten Dinge auch direkt ohne Smartphone steuern kann. Hierbei handelt es sich nämlich um die Selbstreinigung-Taste, sodass der Roboter die beiden Wischtücher reinigt, eine Start/Pause-Taste, welche selbsterklärend sein sollte und eine Rückruf/ Stopp-Taste. Letzteres bricht den Reinigungsvorgang ab und sorgt dafür, dass der Ecovacs Deebot T10 Turbo wieder zur Station zurückfährt.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der beiden im Ecovacs Deebot T10 Turbo enthaltenen Produkte ist sehr gut, hierbei gibt es von meiner Seite eigentlich keine Kritikpunkte. Die Verarbeitung ist sehr gut und ebenso fühlt sich der Kunststoff sowohl am Roboter als auch bei der Reinigungsstation hochwertig und vor allem langlebig an. Man hat sich hier zum Großteil für einen matten Kunststoff entscheiden, bis auf die Blende an der Oberseite des Roboters. Somit ist dieser eigentlich unempfindlich, was Staub angeht, dennoch muss man die Oberseite und die Front mit der Kamera sowie die Sensoren mindestens einmal wöchentlich vom Staub befreien.

Sämtliche pflegebedürftigen Elemente können sowohl am Roboter als auch an der Station wunderbar ausgebaut und somit einfach gereinigt bzw. ausgetauscht werden. Dies betrifft am Roboter unter anderem den Staubauffangbehälter inkl. Filter, die Haupt- und Seitenbürsten und die beiden rotierenden Wisch-Pads. Bei der Reinigungsstation ist es nur erforderlich, die beiden Wassertanks regelmäßig zu reinigen und die Aussparung, wo der Saugroboter einfährt, mit einem Tuch auszuwischen. Außerdem ist es erforderlich, hin und wieder die Haupt- und Seitenbürsten von Haaren zu befreien. Als praktisch erwies sich die Wickelhilfe an der Rückseite der Station, denn dadurch kann das eventuell zulange Kabel praktisch auf die benötigte Länge reduziert werden.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-ArtLi-Ionen (5.200 mAh)
NavigationLDS-Lasernavigation, TrueMapping 2.0, AIVI 3.0 Kamera-Hinderniserkennung
Farbeweiß
Lautstärkezwischen 50 bis 66 dB (je nach eingestellter Saugstufe)
Hauptbürsteeine mit Borsten und Gummilippen
Formklassische runde Form mit zwei Seitenbürsten
Betriebszeitbis zu 4 Stunden
SensorenHebesensor; Sturzsensoren und Ultraschall Teppicherkennung, Kamera-Sensoren zum erkennen von Objekten (Hindernissen)
MaßeSaugroboter: 36,00 cm x 10,3 cm (Durchmesser x Höhe), Reinigungsstation: 45 x x40 x 45cm (H x B x T)
Gewicht4,5 kg
LieferumfangEcovacs Deebot T10 Turbo
Reinigungsstation
2x Seitenbürsten
2x Wischpads mit je einem waschbaren Mopp 
Netzkabel (europäischer Stecker) 
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Ecovacs Deebot T10 Turbo

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Ecovacs Deebot T10 Turbo ist wirklich sehr einfach und wird komplett über die kostenlose App „Ecovacs Home“ Schritt für Schritt erklärt.

Nachdem man den Saugroboter, die Absaugstation und das restliche Zubehör ausgepackt hat, muss man teilweise noch ein paar wenige Verpackungselemente entfernen bzw. Schutzfolien und Schaumstoff-Elemente entfernen, welche zur Transportsicherung zuständig sind. Die Seitenbürsten, welche hier bei Ecovacs im Doppelpack zum Einsatz kommen, müssen noch montiert werden, aber dies ist total einfach, da diese entsprechend der Farbe nur entweder an dem roten oder grünen Befestigungspunkt angesteckt werden müssen. Schade finde ich jedoch auch hier bei Ecovacs, dass man sich die Ersatzteile, welche früher noch mitgefeiert wurden, gespart hat, aber dies ist leider bei Roborock ebenso der Fall.

Der Staubauffangbehälter sitzt wie inzwischen üblich bereits im entsprechend vorgesehenen Platz im  Ecovacs Deebot T10 Turbo. Einen Wassertank gibt es bei diesem Modell nicht und somit entfällt die Montage sowie das Befüllen von diesem. Dafür muss man bei Bedarf jedoch noch die beiden Wisch-Pads anbringen, was sehr einfach funktioniert, da diese jeweils nur an der magnetischen Sechskant-Halterung angebracht werden. Des Weiteren entfällt hier dann auch das Befeuchten der Pads, denn dies macht die Station direkt zu Beginn, wenn ihr diese zum Reinigungsvorgang sendet und dabei die Pads angebracht habt. An den beiden runden Kunststoff Wischplatten haftet jeweils ein Mehrweg-Tuch, welches immer wieder ausgewaschen werden kann, was hier direkt von der Reinigungsstation automatisch und sehr gründlich erledigt wird. 

Bevor man den Saugroboter das erste Mal startet, sollte man diesen noch über die App einrichten, da der Saugroboter zum einen direkt ein Firmware-Update bekommt, welches einige Verbesserungen mit sich bringt und zudem die ein oder anderen Fehler beseitigt. Des Weiteren sollte man selbstverständlich auch noch die Ladestation bzw. in meinem Fall die Reinigungsstation zuvor noch am gewünschten Ort im Haus aufstellen. Schließlich soll der Roboter diese finden und sein Akku wieder aufladen können, sofern dieser leer sein sollte und zudem können nur so der die beiden Wisch-Pads gewaschen und getrocknet werden.

Man könnte den Ecovacs Deebot T10 Turbo auch ohne die vom Hersteller zur Verfügung gestellten App verwenden, aber wirklich Sinn macht diese natürlich nicht, denn wenn man hier spezifisch nur einzelne Räume oder Bereiche reinigen lassen möchte oder auch bestimmen möchte, dass der Roboter an bestimmten Tagen bzw. Uhrzeiten reinigt, dann geht dies eben nur über die App.

Die Einrichtung bzw. Einbindung des Ecovacs Deebot T10 Turbo ist über die App „Ecovacs Home“, welche kostenlos für Android im Google Play Store und für iOS im Apple Store zur Verfügung gestellt wird, schnell und einfach erledigt. Hierbei wird der Vorgang nämlich sehr ausführlich und Schritt für Schritt erklärt. Nachdem man den alles ausgepackt hat und der Saugroboter auf die angeschlossene Absaugstation/Ladestation gestellt hat, kann man diesen am roten Hauptschalter unter der Abdeckung an der Oberseite einschalten. 

Zuerst muss man sich dafür jedoch Registrieren bzw. einen Account anlegen, für welchen man jedoch nur eine gültige Mail-Adresse und ein selbst definiertes Passwort benötigt. Danach geht des darum, dass man ein paar Zugriffsrechten zustimmt und schon landet man auf der Seite, wo man nach einem Saugroboter suchen kann. Hier kann man dann entweder direkt einen Saugroboter über das linke der beiden Symbole oben am rechten Rand hinzufügen, sodass man direkt den QR-Code scannt, welchen man unter der Abdeckung neben dem Hauptschalter findet. Alternativ tippt man hier dann ganz einfach unten auf  „Hinzufügen“, sodass man einen neuen Saugroboter einrichtet. 

Im weiteren Verlauf muss man nur kurz die Netzwerkdaten eingeben, bzw. das richtige WiFi-Netzwerk von euch aussuchen sowie das zugehörige Passwort eingeben. Danach stellt man den roten Netzwerkschalter auf „An“ und betätigt für 1 Sekunde den Reset-Knopf direkt darüber, sodass ein Signalton ertönt. Danach stellt die App ein Verbindung mit dem Saugroboter her und richtet das Gerät entsprechend ein. Daraufhin stellt die App eine Verbindung mit dem Saugroboter her und richtet das Gerät entsprechend ein. Anschließend muss man noch die entsprechende Zeitzone einstellen und am besten die Sprache auf Deutsch einstellen. Ist dies so weit alles erledigt, kam bei mir auch schon die Info, dass es eine neue Firmware gibt, welche ich direkt installieren lassen habe, und danach kann man den Sprachassistenten Yiko einrichten bzw. lernt dessen Funktionen kennen. Nun hat man alles so weit eingerichtet und alles ist einsatzbereit, aber ratsam ist es, direkt erst mal den Akku des Ecovacs Deebot T10 Turbo komplett aufladen zu lassen.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Bei der Reinigungsleistung liefert der Ecovacs Deebot T10 Turbo ein hervorragendes Ergebnis ab. Hierbei hat dieser zwar leicht das nachsehen im Vergleich zum Roborock S7 Max V Ultra, aber im herkömmlichen normalen Modus, welchen man in der Regel im Alltag nutzt, spürt bzw. sieht man den Unterschied kaum. Die Saugleistung gibt Ecovacs mit bis zu 3.000 Pa. an was zwar kein Spitzenwert ist, aber dennoch handelt es sich hierbei um einen sehr guter Wert, welcher im Alltag für eine gründliche Reinigung sorgt. Der Saugroboter bietet insgesamt vier Saugstufen, von denen „Maximal+“ die höchste ist und logischerweise dann auch die volle Saugleistung bietet. Im Alltag habe ich jedoch bei unseren Fliesen und Parkett immer den Saugmodus „Standard“ verwendet. 

Bei der Navigation gehört der Ecovacs Deebot T10 Turbo zu den führenden Geräten. Seine Navigation ist nämlich sehr präzise, was Ecovacs durch das Zusammenspiel mehrere Sensoren gelingt. Zum einen gehört zu diesen Sensoren der LiDAR-Sensor an der Oberseite des Geräts, also der im geschlossenen Gehäuse befindliche und permanent rotierende Laser. Des Weiteren sorgt die Kamera-Einheit an der Front für eine sehr gute Hindernis bzw. Objekterkennung von zahlreichen Gegenständen. Letzteres wird hier von Ecovacs AIVI-Technologie genannt und entspricht hier inzwischen der 3. Generation. Dadurch soll der Deebot T10 Turbo Hindernisse nochmals 16x schneller als dessen Vorgänger erkennen und diese dabei in insgesamt 10 Kategorien einordnen. Dadurch erkennt der Roboter bei uns viele Hindernisse zuverlässig und weicht diesen gekonnt aus, was auch dafür sorgt, das die Reinigung deutlich ruhiger abläuft, da der Saugroboter keine Gegenstände wie z. B. Socken einsaugt oder Schuhe vor sich herschiebt. Kabel erkennt dieser so weit ebenso gut, lediglich bei dünneren, auf den Boden liegenden Kabel kam es gelegentlich vor, dass dieser sich hier festgefahren hat. Lagen diese wiederum zusammengerollt auf dem Boden, war dies kein Problem, da diese erkannt wurden.  

Die Lasernavigation, welche inzwischen in zahlreichen Saugrobotern zum Einsatz kommt, bietet den Vorteil, dass diese auch bei Dunkelheit problemlos funktioniert, aber zugleich hat diese auch den Nachteil, dass diese Spiegel und Glastüren nicht als Hindernis bzw. Wand erkennt. Somit kann es beim Betrachten der Karte vorkommen, dass hier die Darstellung etwas falsch ist, da es so aussehen kann, als würde der Raum hier weiter gehen, was aber nicht der Fall ist. Dies stört im Alltag jedoch nicht und ist bei Roborock und Co. exakt ebenso der Fall, also definitiv kein Problem, welches nur Ecovacs hat. Gegen einen Spiegel oder Glastür fährt den Saugroboter jedoch nicht, denn hierfür besitzt dieser weitere Sensoren an den Seiten, die spiegelnde und reflektierende Oberflächen als Hindernis erkennen. 

Genau wie zahlreiche Konkurrenzprodukte erkennt selbstverständlich auch der Ecovacs Deebot T10 Turbo Teppiche, was hier durch die an der Unterseite angebrachten Sensoren erkennt wird. Daher erhöht der Saugroboter hier beim Befahren automatisch die Saugleistung und sollte die Wischfunktion genutzt werden, dann weicht er dem Teppich beim Reinigungsvorgang automatisch aus.

Durch die zahlreichen erwähnten Sensoren bzw. in diesem Fall vorrangig durch den rotierenden Laserdistanz-Sensor an der Oberseite, erstellt der Saugroboter eine sehr genaue Karte eurer Räume und diese kann in der App auf Wunsch auch in 3D angezeigt werden. Ein nettes Feature, doch ich bevorzuge weiterhin die normale 2D Variante, da ich hierbei eine bessere Übersicht der unterteilten Räume usw. habe. Der Ecovacs Deebot T10 Turbo umgeht Hindernissen meiner Meinung nach sehr gut, denn er erkennt schnell und präzise, wenn etwas vor ihm ist und weicht dann mit einem Bogen gekonnt aus. Dabei war es im Test absolut egal, ob es dabei hell oder dunkel war, die entsprechenden Sensoren werden nicht negativ beeinflusst und die Kamera kennt auch bei Dunkelheit alles zuverlässig.

Mit dem von rotierenden Laserdistanzsensor misst der Roboter permanent den Abstand um sich herum, und zwar in alle Richtungen. Aus diesen Informationen bzw. Messwerten erstellt dieser schließlich, wie man es von vielen anderen Saugrobotern kennt, eine genau Raumkarte eurer Wohnung oder dem Stock vom Haus, wo dieser arbeitet. Hiermit schafft der T10 Turbo eine sehr präzise Navigation durch die Räume, welche durch die zusätzlichen Sensoren noch extrem gesteigert wird. Durch den rotierenden Sensor an der Oberseite ist dem Ecovacs Deebot T10 Turbo jederzeit bekannt, wo genau er sich gerade befindet, sofern dieser zuvor einmal den kompletten Stock gereinigt und eine Raumkarte erstellt hat.  

Von Grund auf ist die Navigation beim Ecovacs Deebot T10 Turbo nicht anders als bei den Saugrobotern aus dem Hause Roborock, Zaco, Neato und Co. Direkt nachdem man den Roboter zum Reinigungsvorgang gesendet hat, macht dieser, sofern die Wischplatten angebracht sind, diese zuerst sauber und entsprechend den Einstellungen in der App nass. Anschließend fährt dieser dann zu dem Raum, welcher am weitesten von der Station entfernt ist und beginnt an der Wand bzw. Ecke die Reinigung. Dabei fährt dieser zuerst an den Wänden gegen den Uhrzeigersinn den Raum komplett ab, bis der äußere Bereich einmal komplett umfahren und dabei gereinigt wurde. Direkt danach beginnt dieser dann den inneren Teil in geraden Bahnen abzufahren, sofern dazwischen keine Hindernisse sind. Sind diese vorhanden, dann umfährt dieser diese selbstverständlich automatisch und macht anschließend wieder mit der Reinigung in Bahnen weiter. 

Da der Saugroboter hier keinen Wassertank besitzt, sondern direkt zuvor an der Station die Pads entsprechend nass macht, fährt der Saugroboter alle 10 Minuten zur Station zurück, reinigt die Pads und setzt die Reinigung am zuvor angehaltenen Punkt fort. Die Navigation während des Reinigungsvorgangs ist sehr effizient. Der Roboter weiß durch den ersten kompletten Reinigungsvorgang, bei dem man vorher alle Gegenstände wie Schuhe usw. entfernt hat jederzeit, wo sich dieser gerade befindet.Somit lässt dieser keinen Bereich aus und das Ergebnis ist ein sauberer Boden.

Als Nutzer-/in kann man, während der Saugroboter reinigt, jederzeit live in der App nachverfolgen, wo der Roboter schon entlanggefahren ist. Dies wird einem hier sehr gut anhand der dargestellten Linien in den Räumen gezeigt. Hat man im ersten Reinigungsvorgang festgestellt, dass der Roboter an einem Punkt oder mehren Probleme hatte bzw. es vorkommen sollte, dass dieser Gefahr läuft, sich hier festzufahren, kann man in der App die Bereiche bestimmen, die er beim Reinigen nicht mehr befahren soll. Bei uns musste ich hierbei jedoch nicht eingreifen, da bei uns solche Stellen nicht vorhanden waren.

Dass der Ecovacs Deebot T10 Turbo versehentlich Treppen herunterfährt, darüber muss man sich auf keinem Fall sorgen machen, denn um dies zuverlässig zu verhindern, hat Ecovacs genau so, wie die Konkurrenz den Unterboden des Saugroboters mit mehreren Absturzsensoren ausgestattet. Diese besagten Sensoren, welche am Rand angebracht wurden, erkennen einen Abgrund bzw. Höhenunterschied und sorgen dafür, dass der Roboter davor bremst und die Kante entlang fährt. Durch genau diese Sensoren kann es jedoch wie bei zahlreichen anderen Saugrobotern zu Problemen mit Teppichen kommen. Habt ihr z. B. einen weißen Boden und einen dunklen kurzhaarigen Teppich, dann könnte es dazu kommen, dass die Sensoren dies als Abgrund erkennen und der Roboter somit nicht über bzw. auf den Teppich fährt. Da wir doch einen Parket aus Eiche haben, ist der Kontrast anderes uns somit kam es hier zu keinem Problem.

Hindernisüberwindung

Neben einer präzisen Navigation ist auch die zuverlässige Hindernisüberwindung bei einem Saugroboter sehr wichtig, denn ebenso wie Teppiche können dem Saugroboter auch Übergangsleisten zwischen den Räumen und zahlreiche Gegenstände im Weg sein. Auf eine automatische Anhebe-Funktion der Wisch-Pads beim befahren von Teppichen muss man leider bei diesem Modell verzichten. Somit müssen beide Pads immer entfernt werden, wenn man möchte, dass der Roboter auch Teppiche absaugt. Möchte man diese Funktion unbedingt haben, muss man zum neuen Modell, dem Ecovacs Deebot T20 Omni greifen und etwas tiefer in die Tasche greifen oder alternativ den Roborock S7 bzw. zum Roborock s7 Max V Ultra in Betracht ziehen. 

Durch die gute Antriebstechnik kann der Ecovacs Deebot T10 Turbo genau wie der Roborock S7 problemlos Steigungen von bis zu 20 % überwinden und ebenso hat er mit Schwellen von bis zu 2 cm keinerlei Probleme. Damit dies jedoch problemlos gelingt, sollte die Kante leicht abgerundet oder schräg ausgeführt sein, denn bei harten Kanten ist wie bei anderen Saugrobotern schon bei gut 1-1,5 cm Schluss. 

Saugleistung

Der Ecovacs Deebot T10 Turbo bietet, wie der Name schon verrät, eine hervorragende Saugleistung. Im Alltag habe ich hier zwar immer den Standard-Modus laufen lassen, aber dieser hat hier dennoch problemlos ausgereicht, sodass der Dreck zielsicher im Staubbehälter landet.Der Staubbehälter fasst übrigens knapp 400 ml, dies ist zwar nicht extrem groß, aber für rund 100 qm reicht dies problemlos aus, aber dann muss man gerade bei vielen langen Harren usw. doch zwischendurch mal den Behälter leeren. Die Saugleistung überzeugt auf unseren glatten Böden (Fliesen und Parkett) absolut. Hier wird alles eingesaugt und auch das, was in den Rändern liegt, wird von den beiden rotierenden Bürsten erfasst und zielsicher zur Hauptbürste befördert und von dieser erfasst. 

Beim fahren von Teppichen steigt die Lautstärke des Saugroboters logischerweise automatisch an, da dabei zugleich die Saugkraft erhöht wird. Somit wird gewährleistet, dass der Roboter auch der tief sitzende Schmutz aus den Fasern herausgesaugt bekommt. Die Saugleistung finde ich auch dank der sowohl mit Borsten als auch Gummilippen versehenen Walze super. Hier wickeln sich zwar hin und wieder ein paar lange Haare meiner Frau um die Bürste, aber dies ist absolut nichts, was man nicht mehr wegbekommt. Hin und wieder muss man somit die Bürste rausnehmen und von den Haaren befreien, was wie erwähnt schnell und einfach erledigt ist. 

Als Nutzer-/in kann man in der App frei wählen, wie stark die Saugleistung ist. Hierbei hat man die Wahl zwischen: Leise, Standard, Maximal und Maximal+, dabei ist Standard von Werk aus eingestellt.  Je nach gewählter Saugleistung erhöht sich selbstverständlich auch die Lautstärke des Roboters, doch gerade die beiden Stufen Leise sowie Standard könnte man, sofern es einen nicht stört, auch dann nutzen, wenn man gerade zuhause ist. Mehr dazu aber beim Punkt „Lautstärke“.

Wischfunktion

Die Wischfunktion des Ecovacs Deebot T10 Turbo ist anders als bei den bisher von mir getesteten Saugrobotern aufgebaut. Schließlich kommt hier anstelle von einer starren oder rüttelnden Wischplatte, zwei geläufig rotierende Wisch-Pads zum Einsatz. Dieses System nennt Ecovacs „Ozmo Turbo 2.0“ und dabei drehen die beiden Scheiben, welche mit einem Mehrweg-Wischtuch versehen sind, mit 180 Umdrehungen in der Minute. 

Durch die rotierenden Pads und ein regelmäßiges Ausspülen und versorgen mit frischem Wasser gelingt hier bei normaler Verschmutzung eine streifenfreie Bodenreinigung. Handelt es sich wiederum um bereits angetrockneten Schmutz wie klebrige Flüssigkeiten, dann hilft hier eine einfache Reinigung nicht. Hier sollte man dann in den Einstellungen beim Wischen „Tief wählen, damit der Boden in langsamerer Geschwindigkeit effizienter geschrubbt wird.  Jedoch sollte einem ganz klar sein, dass man hier nicht dieselbe Reinigungsleistung wie beim Wischen bzw. schrubben mit der Hand erwarten kann, aber für ein Kombi-Gerät ist das Ergebnis ganz gut.

Hier kommt dann auch die neue Reinigungsstation zum Einsatz, welche für die besondere Gründlichkeit beim Wischen sorgt. Das größte Problem bei den bisherigen Modellen an Saugroboter aus dem Hause Ecovacs mit Wischfunktion war nämlich, dass der Schmutz irgendwann im Laufe der Reinigung nicht mehr vom Wischtuch aufgenommen werden konnte, da dies zu schmutzig wurde und sich somit zugesetzt hat. Somit hätte man das Tuch zwischendurch händisch reinigen müssen, was hier nun komplett bei der neuen Station entfällt. 

Anders als bei Roborock, kann man hier nicht definieren, dass der Roboter nach jedem Raum zur Station zum Reinigen des Wischtuchs fährt, sondern man gibt die entsprechende Zeit an.  Je nach definierter Zeit fährt der Ecovacs nach 10 Minuten (alternativ sind auch 6 oder 15 Minuten möglich) automatisch zur Reinigungsstation und spült die beiden Wischpads aus und versorgt diese direkt auch mit frischem Wasser. Die Reinigung der Wischpads erfolgt hier durch je einen Kunststoff Abstreifer, über welchen die rotierenden Pads vom Schmutz befreit werden und dann mehrfach ausgewaschen werden. 

Somit muss man als Nutzer deutlich weniger am Saugroboter erledigen, bzw. bezüglich der Wischfunktion muss man nur gelegentlich die Tanks füllen bzw. leeren und die Station im Inneren auswischen. Beim Ecovacs Deebot T10 Turbo bleibt jedoch nicht aus, den Staubbehälter nach jeder Rettungsfahrt zu entleeren, denn dieser wird hier leider nicht direkt mit abgesaugt, da es hier keine Absaugefunktion gibt. 

Beim Wischmodus stehen in der App unter den Einstellungen nur zwei Wischfunktionen zur Auswahl, Standard und Tief mehr nicht. Des Weiteren kann noch bestimmt werden, wie nass die Wischpads sind: Niedrig, Standard und Hoch. Das tolle an der Reinigungsstation ist jedoch die Heißlufttrocknung, denn somit werden die Pads effizient und deutlich schneller elektronisch per Heizung getrocknet, sodass hier weniger Bakterien anstehen können. Hier kann in der App dann bestimmt werden, wie lang die Trocknung stattfinden soll, zur Auswahl stehen hier 2, 3 oder 4 Stunden.

(Reinigungsleistung: 4,5 von 5 Punkten)

App

Im Laufe des Testberichts habe ich bereits erwähnt, dass sämtliche Einstellungen des Ecovacs Deebot T10 Turbo mithilfe der umfangreichen App eingestellt werden können. Hier hat Ecovacs eine tolle, übersichtliche App entwickelt, die alle wichtige Funktionen auf der Startseite zeigt und alles Weitere kann in den Nebeneinstellungen eingestellt werden. Die Einbindung des Deebot T10 Turbo in die kostenlose „Ecovacs Home“ App ist selbsterklärend bzw. wird wie bereits erwähnt, sehr verständlich und Schritt für Schritt erklärt. Somit sollte dies für alle Nutzer kein Problem sein und in kurzer Zeit erledigt sein.

ECOVACS HOME
Preis: Kostenlos
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Die App von Ecovacs ist meiner Meinung nach übersichtlich aufgebaut, sodass man sich hier eigentlich recht schnell zurechtfindet. Alle Funktionen, welche man regelmäßig benötigt, sind direkt auf bzw. über die Startseite erreichbar bzw. einstellbar.  Alle weiteren tieferen Einstellungen findet man dann wiederum in dem weiteren Untermenü. Die Karte, welche der Saugroboter nach dem ersten kompletten Reinigen erstellt, ist sehr übersichtlich gehalten und kann bei Bedarf natürlich noch umfangreich bearbeitet werden. Bei mir wurden die Räumlichkeiten im Obergeschoss leider nicht direkt richtig unterteilt, sodass ich den Flur noch richtig zusammenführen musste, denn hier wurde dieser in drei Teile unterteilt. Das Zusammenführen war jedoch sehr schnell und einfach erledigt und nun wird dieser als ein ganzer Raum dargestellt, genau so, wie es auch der Fall ist. Genau wie bei Roborock, gibt es auch noch eine 3D-Karte auf welche man direkt zugreifen kann, hier werden dann direkt in der App auch die entsprechenden erkannten Möbel mit dargestellt, was insgesamt recht schön ist, aber ich mehr als eine Spielerei einstufe. 

Der Ecovacs Deebot T10 Turbo ist mit einer Kamera ausgestattet, welche nicht nur von diesem selbst zur Objekterkennung genutzt wird, sondern man kann auch auf die Live-Ansicht zugreifen. Daher kann man als Nutzer während der Reinigung oder auch einfach so auf die Kamera zugreifen und ebenso ist auch eine Kommunikationsmöglichkeit gegeben. Bei Bedarf kann somit direkt über den Saugroboter mit einer Person zu Hause gesprochen werden, aber viel sinnvoller ist es z. B. wenn man kurz nach dem rechten Zuhause schauen möchte, wenn man gerade nicht daheim ist. Hierbei verspricht Ecovacs, dass die privaten Aufnahmen bzw. Einblicke der persönlichen Wohnräume nicht weitergegeben werden, sondern nur dem entsprechenden Nutzer vorbehalten sind. Ist der Live-View Modus aktiv, sieht man dies anhand der LED an der Kamera-Einheit.    

Habt ihr wie ich zu Hause nicht nur Fliesen, sondern z. B. Parkett, dann ist es auch wichtig, dass der Saugroboter auch in einzelnen Räumen nur saugt. Ich persönlich lasse nämlich unseren Parkett selten mit Wasser reinigen, während Fliesen bei uns immer gesaugt und gewischt werden. Hier muss man beim Ecovacs Deebot leider, wie ich es bereits erwähnt habe, auf die Anhebe-Funktion der Wisch-Platten verzichten, welche im neuen T20 zum Einsatz kommt. Somit kann man hier in der App nur bestimmen, dass der Roboter nur wischt und nicht zugleich saugt, während ein reines Saugen nicht möglich ist. Möchte man nur Saugen lassen, dann müssen die beiden Wisch-Pads auf jeden Fall entfernt werden, was jedoch wie bereit erwähnt sehr schnell und einfach gemacht ist. Des Weiteren kann durch das Bearbeiten der Karte und weiteren Optimierungen individuell auf jeden Raum eingegangen werden und somit kann man exakt bestimmen, mit welche Saugstufe gesaugt werden soll und wie hoch die verwendet Wasserabgabe der Wischfunktion sein darf. 

Nun beschreibe ich euch noch die App etwas ausführlicher Schritt für Schritt. Auf der Startseite sieht man zu aller erst den entsprechenden Saugroboter in dessen Akkustand. Dann kann man hier noch direkt eine Auto-Reinigung durchführen oder den Roboter zum Aufladen schicken. Viel wichtiger und ins deutlich umfangreiche Menü mit Karte usw. gelangt man, indem man auf „int. Reinigung öffnen“ tippt. Drunter gelangt man zudem in den Videomanager, mit dem man auf das Livebild des Saugroboters zugreifen kann. Darüber ist es möglich, denn Roboter zu steuern und einige weitere Dinge durchführen, doch in diesem Test möchte ich mit voll und ganz auf die wichtigsten Funktionen des Saugroboters kümmern.

Tippt man nun auf „int. Reinigung“ landet man auf der wichtigen Seite, auf der man nach der ersten kompletten Reinigung eines Geschosses eine mehrfarbige Karte angezeigt, in der die Räume unterteilt sind. Hier wird einem direkt oben in der Mitte der Akkustand angezeigt und zudem, ob der Saug-und Wischmodus oder ein anderer aktiv ist. Soweit keine Besonderheit, denn so ist es inzwischen bei zahlreichen bekannten Saugrobotern. Die verschiedenen Räume kann man dann zur einfachen Planung noch Benennen und nachsehen, ob die Bodenbeläge stimmen. Letzteres dient nur der einfacheren Optik bei der App, denn so könnt ihr direkt bestimmen, wo bei euch in den Räumlichkeiten Fliesen und wo Holzboden liegt. Des Weiteren kann man hier anhand der Symbole am rechten Rand direkt auf den Video-Manager, die 3D-Ansicht wechseln und bestimmen, welche Details auch beim Betrachten der Karte gezeigt werden. Über das Logo oberen Recht gelangt man dann in das Untermenü der Einstellungen, doch alle wichtigen Einstellungen findet man hier auf der Startseite. 

Hierüber kann man auf den ersten Blick direkt bestimmen, ob man eine automatische Reinigung des kompletten Stockwerks, nur einzelne Bereiche bzw. Räume oder eine in der Karte eingezeichnete Fläche reinigen lassen möchte. Hat man sich entschieden, wie gereinigt werden soll, dann kann man den Roboter direkt durch das Betätigen der „Play-Taste“ das Kommando zur Reinigung geben. Links neben dem Play-Button gelangt man zur Karte, wo man diese dann bearbeiten kann und rechts kommt man zum Menü der Absaugstation. Hierüber kann man im Falle des Ecovacs Deebot T10 Turbo die Wischtücher sofern gewünscht reinigen lassen oder auch eine Heißlufttrocknung durchführen. 

Umfangreichere Funktion bekommt man hier geboten, indem man das eben beschriebene Bedienfeld einfach nach oben wischt. Danach kann direkt oben bestimmt werden, ob man eine Standardreinigung bevorzugt oder auf individuell anpassen wechseln möchte.Mit „Anpassen“ kann man genau bestimmen, wie oft also ein- oder zweimal hintereinander der entsprechende Raum gereinigt werden soll und ebenso kann auch bestimmt werden, wie hoch die Saugstufe dabei sein soll. Darunter kommt das Einstellungsmenü bezüglich des Wischmodus. Hier kann zwischen Standard oder Tief gewählt werden, bei Letzterem sind die Fahrbahnen entsprechend enger, sodass eine gründlichere Reinigung ermöglicht wird. Alternativ kann „Nur Wischen“ aktiviert werden, sodass der Roboter, wie man schon klar vermuten kann, nicht saugt, sondern nur wischt. 

Dabei führt der Ecovacs Deebot T10 Turbo alle 7 Tage eine Tiefreinigung der Ecken durch, wo er diese besonders gründlich reinigt, da sich hier oft am meisten Dreck bzw. Staub sammelt. Diese Funktion ist jedoch nur im automatischen Modus aktiv, wenn man den Haushälter-Modus mit aktiviert. Diese Funktion sorgt dafür, dass der Saugroboter automatisch erkennt, welche Bereiche besonders schnell verdrecken und passt seine Reinigungstrategie entsprechend an. Beim Punkt „Reinigungssequenz kann man die Reihenfolge bestimmen, in welcher die Räume gereinigt werden. 

Anschließend folgen die letzten drei Menüpunkte, bei denen man zum einen die Lautstärke der Sprachansagen des Deebot anpassen kann und man hier auch einen Reinigungsplan nach den eigenen Vorlieben erstellen, also wann der Roboter was reinigen soll. Wichtig ist hier dann noch der Punkt „intelligente Reinigung“, denn hier kann man viele wichtige Dinge bezüglich der Reinigung bestimmen. Dazu zählen unter anderem folgende Dinge: wie nass die Wisch-Pads sein sollen und in welchen Abständen diese gesäubert werden sollen. Zur Auswahl steht hier wie bereits erwähnt: 6, 10 oder alle 15 Minuten. Außerdem kann festgelegt werden, ob die Heißlufttrocknung zwei, drei oder sogar vier Stunden laufen soll. Sollte der Akku während der Reinigung aus irgendeinem Grund leer gehen, kann der Ecovacs Deebot T10 Turbo die Reinigung am zuletzt angehaltenen Punkt wieder fortsetzen, hierfür ist es aber wichtig, dass „Wiederaufnahme der Reinigung“ aktiv ist. Damit auch Teppiche gründlich abgesaugt werden, sollte auch „Auto-Saugkraftverstärkung“ aktiv sein und für die präzise Hinderniserkennung ist es sehr wichtig, das bei AIVI 3.0 der Balken auf aktiv steht.

Für alle Haustier-Besitzer ist die strategische Haustierkotvermeidung wichtig. Dadurch soll der Ecovacs Deebot T10 Turbo den Kot erkennen und nicht darüber fahren, sodass im schlimmsten Falle alles auf dem Boden verteilt wird. Wie gut dies funktioniert, konnte und möchte ich logischerweise nicht testen. Zu den weniger wichtigen Einstellungen gelangt man entweder, wenn man beim besagten Menü auf „weitere Einstellungen“ tippt oder bei der Kartenansicht oben rechts auf das Haxogen-Symbol. Hier kann man unter anderem Einstellungen bezüglich des Sprachassistenten YIKO machen. Dazu zählt unter anderem, dessen Lautstärke zu regulieren, aber ebenso kann man auch alle möglichen Sprachkommandos einsehen. Außerdem gibt es hier dann ein Reinigungsprotokoll, in dem man wie von anderen Robotern gewohnt, alle Reinigungsvorgänge einsehen kann und man bekommt eine Übersicht der verbauten Teile und deren Laufzeiten bzw. Zustand. Daher kann man hier nachsehen, wann welche Teile gereinigt, gewartet oder ausgetauscht werden sollten. Die restlichen Punkte sind mehr oder weniger nicht so wichtig und wiederholen sich auch zum Teil.

Kartenerstellung

Wie jeder aktuelle Saugroboter mit einem Laserdistanzsensor (LDS) erstellt auch der Ecovacs Deebot T10 Turbo voll automatisch während der Reinigung eine sehr exakte Karte der vorhandenen Räumlichkeiten. Dabei gefällt sehr gut, dass man direkt zu Beginn eine Schnellkartierungsfahrt bietet, sodass der Roboter im Schnelldurchlauf das komplette Stockwerk abfährt und so in gut 10 Minuten eine komplette Karte davon erstellt hat. Danach kann die Karte direkt auf der Startseite begutachtet und bearbeitet werden. Die dabei gezeigte 2D-Karte zeigt jedoch nur die Räumlichkeiten und sehr große Möbelstücke wie ein Bett oder einen Schrank an. Möchte man mehr Details sehen, muss man zur 3D-Ansicht wechseln. 

Die Räumlichkeiten werden direkt im Anschluss der Kartierungsfahrt automatisch unterteilt, sollte dies wie bei mir aufgrund des großen Flurs nicht passen, kann dies direkt und sehr einfach geändert werden. Dafür einfach die entsprechende Räume antippen und auf Zusammenführen tippen und ebenso kann man Räume, welche fälschlicherweise zusammengeführt wurde, auch wieder trennen. Toll finde ich zudem, dass bis zu 3 Karten gespeichert werden können, sodass man den Roboter problemlos über mehrere Stockwerke verwenden kann. 

Die erstelle Karte kann umfangreich bearbeitet werden, sodass man hier einfach virtuelle Grenzen, Räume teilen oder zusammenführen kann und ebenso können die einzelnen Räume benannt werden. Außerdem kann man bei Bedarf Möbel in die entsprechenden Hindernisse einsetzen, sodass z.B nur unter Möbel wie unter einem Bett oder einem Tisch geeinigt wird, aber hier würde ich dann eher zum Benutzerdefinierten-Bereich tendieren, um den entsprechenden Beriech selbst definieren zu können.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke des Ecovacs Deebot T10 Turbo ist sehr gut. Dieser gehört nämlich je nach gewählter Saugstufe zu den leisesten Saugrobotern auf dem Markt. In der von mir bevorzugen Saugstufe „Standard“, was für Hartböden absolut ausreicht, ist der Saugroboter mit rund 55 Dezibel angenehm leise. Hier bietet der Saugroboter aber auch eine Stufe „Leise“, bei welcher er sogar nur 50 Dezibel laut ist. Während es bei dem Modus „Max+“ mit knapp über 66 Dezibel natürlich schon enorm laut wird. Hier muss man auch klar bedenken, dass schon 20 Dezibel mehr für eine Verdopplung der Lautstärke steht. Somit ist zwischen Leise und Max+ die Lautstärke fast doppelt so hoch. 

Mit der Wischfunktion, die Ecovacs hier beim Deebot T10 Turbo integriert hat, wird die Lautstärke minimal lauter, da hier der zusätzliche Motor die beiden Wischpads antreibt. Enorm laut ist dies jedoch nicht, sodass wir hier von ca. 2 Dezibel lauter reden, mehr nicht. Insgesamt empfinde ich die Lautstärke des Ecovacs Deebot T10 Turbo als angenehm und keineswegs störend. Ganz klar nimmt an diesen im selben Stockwerk wahr und hört ihn, aber es ist nicht so laut, dass es mich stört. 

Laut wird es teilweise jedoch gerade im Bezug der Reinigungsstation, denn während die beiden Wischpads gereinigt werden und das schmutzige Wasser in den Schmutzwasser-Tank gepumpt wird, ist deutlich hörbar und dauert etwas über eine Minute. Zudem hört man natürlich auch, wenn das Frischwasser nach unten zu den Pads gepumpt wird und beim trocknen ist auch während des kompletten Prozesses (2 Stunden oder auch länger) ein hörbares Surren zu hören. Letzteres ist jedoch nicht so extrem laut, aber sofern man in diesem Zeitraum schlafen möchte, ist dies eher ungünstig, daher sollten diese Ablaufe alle davor stattfinden.

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Damit der Ecovacs Deebot T10 Turbo die Ladestation bzw. Reinigungsstation schnellstmöglich nach dem Ende des Reinigungsvorgangs findet, solltet ihr diesen direkt von der Station aus starten lassen, so mache ich dies nämlich bei jedem Saugroboter. Aber selbst wenn ihr dies nicht macht und der Roboter nur in der Nähe steht, findet er nach kurzem Hin- und Herfahren die Station absolut zuverlässig und ohne Problem.

Der Ecovacs Deebot T10 Turbo wird nur mit der großen Reinigungsstation geliefert, eine zusätzliche klein z. B. für ein zweites Stockwerk ist nicht enthalten, wird aber auch nicht unbedingt benötigt. Hat der Roboter nämlich das Stockwerk, wo keine Station steht, gereinigt, beendet diese am Startpunkt seine Reinigung und wartet darauf, dass ihr diesen wieder zur Ladestation bringt, dass dieser seinen Akku wieder voll aufladen kann. 

Der im Saugroboter integrierte Akku ist wie in der Branche üblich mit einem 5.200 mAh großen Akku bestückt. Dies soll für eine Reinigungsleistung von rund 4 Stunden ermöglichen, sofern man nur saugt und dies beim Modus „Leise“. In der Realität, wo man dann im Modus Standard saugt und zudem wischen lässt, reden wir hier von gut 2,5 Stunden, was absolut ausreichend sein sollte um eine große Fläche des Haushalts zu reinigen.

Hat man im Haus oder in der Wohnung viele Teppiche liegen, bei welchen die Saugleistung automatisch erhöht wird und viele Gegenstände herumliegen und stehen, um welche der Roboter herum manövrieren muss, reduziert sich die Laufzeit natürlich deutlich. Gerade Bahnen fährt jeder Saugroboter am liebsten und sorgt für die längste Akkulaufzeit, aber dennoch kommt der Deebot T10 auch mit Tischfüßen und andere Einrichtungsgegenständen problemlos klar.

Sollte der Akku jedoch während des Reinigungsvorgangs fast leer gehen, aber die Etage noch nicht fertig gereinigt sein, dann setzt der Ecovacs Deebot T10 Turbo die Reinigung direkt nach dem Aufladen automatisch fort. Für eine volle Akkuladung benötigt der T10 Turbo rund 6,5 Stunden, nicht gerade wenig, aber nach getaner Arbeit hat sich der Ecovacs Deebot T10 Turbo eine längere Pause verdient 😉

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Ecovacs Deebot T10 Turbo hat Ecovacs auf keinem Fall zu viel versprochen, hierbei handelt es sich um ein vielversprechendes Saugroboter. Ein toller Haushaltshelfer, der einem die Arbeit erleichtert und die Böden sauber saugt und zudem wischen kann. Die tolle Reinigungsstation sorgt dafür, dass die Wisch-Pads regelmäßig gereinigt und somit mehr Schmutz auffangen können. Leider muss man hier jedoch auf die Absauge-Funktion verzichten, sodass man den Staubbehälter unbedingt nach jeder Reinigung entleeren muss. Dafür finde ich die Wischfunktion nochmals etwas besser als bei den bisherigen Ecovacs Geräten, die nur mit einer beweglichen Wischplatte ausgestattet waren.

Die Navigation des Saugroboters ist ebenso wie die übersichtliche App und die Reinigungspower des Saugroboters sehr gut, auch wenn die Objekterkennung teils noch hier und da ein paar Probleme hat, aber das ist bei Roborock auch nicht viel besser.  Dennoch würde ich persönlich auf die AIVI 3.0 Funktion nicht verzichten wollen, denn der Unterschied ist dennoch enorm und wenn einen der Preis nicht abschreckt, bekommt man hier ein tolles Allround-Talent.

Preis/Leistung

Für den Ecovacs Deebot T10 Turbo muss man aktuell ordentlich in die Taschen greifen, denn Ecovacs hat die UVP mit stolzen 1.099 € angesetzt, definitiv nicht günstig. Inzwischen ist dieser jedoch eine Zeit auf dem Markt und so ist dieser bereits für rund 750€ erhältlich, was immer noch viel Geld ist, aber den Roboter deutlich attraktiver macht. Sind einem die 1.099€ nicht zu viel, kann man sich vielleicht auch den neusten Ecovacs Deebot T20 Omni anschauen, denn dieser besitzt die meiner Meinung nach sinnvoll Anhebe-Funktion der Wisch-Pads und zudem wird hier der Schmutz noch besser aus den Pads herausgeholt, da hier nun direkt mit Heißwasser gereinigt wird.  Außerdem wird direkt der Staubbehälter mit ausgesaugt, also erhält man hier die sehr komfortable All-in One Reinigungsstation, welche ich hier beim Ecovacs Deebot T10 Turbo doch etwas vermisse.  

Ecovacs Deebot T10 Turbo

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.ecovacs.com/de

Roborock Q7 Max+

In aller Kürze

Für viele ist der Roborock S7 MaxV Ultra welchen ich bereits getestet habe, sicherlich trotz inzwischen einem reduzierten Preis immer noch zu teuer. Dafür hat Roborock den Q7 Max+ auf den Markt gebracht, bei dem ihr zwar ein paar Abstriche bezüglich des Funktionsumfangs und des Komforts machen müsst, aber hierbei handelt es sich dennoch um einen sehr ausgestatteten Saugroboter, der ebenso überzeugen kann. 

Der Unterschied zum Flaggschiff, dem Roborock S7 MaxV Ultra  ist unter anderem, dass hier die Wischplatte nicht vibriert, sondern nur hinterhergezogen wird. Das auffälligste Merkmal ist jedoch die Absaugstation, denn diese saugt nur den Staubbehälter des Roborock Q7 Max+ leer, während beim Roborock S7 MaxV Ultra auch  noch direkt die Wischplatte gereinigt und der Wassertank mit frischem Wasser gefüllt wird. Was noch anders als zum Flaggschiff ist, verrate ich euch im Testbericht, doch soviel sei gesagt, es ist ein sehr guter Saugroboter der Mittelklasse. 

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • Hervorragende Saugleistung auch bei Tierhaaren
  • sehr gute Navigation
  • solide Hindernisserkennung
  • lange Akkulaufzeit
  • kann bezüglich des Staubbehälters rund 7 Wochen ohne eingriff des Nutzers laufen

Gefällt uns weniger

  • mit der Absaugstation etwas laut
  • Wischtuch wird nicht automatisch angehoben
  • Wischtuch wird „nur“ hinterhergezogen

Roborock Q7 Max+

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Roborock Q7 Max+ ist größer als bei sonstigen Saugrobotern, der Grund daran ist, dass hier nicht eine kleine simple Ladestation, sondern einen große mit Absaugstation enthalten ist. Rund um die Verpackung finde man Abbildungen zum Saugroboter inkl. Absaugstation, technische Merkmale, Ausstattungdetails usw. Hier fehlt es für mich persönlich wie von Roborock gewohnt, an keinerlei Informationen und gut finde ich auch, dass man direkt auch über den Lieferumfang informiert wird.

Nachdem man die Verpackung des Roborock Q7 Max+ geöffnet hat, findet man darin alle enthaltenen Teile des Lieferumfangs schön sortiert. Dabei beschreibt Roborock dies sogar ausführlich auf dem direkt ersichtlichen Quick Start Guide, welchen man direkt auf der Oberseite nach dem Aufklappen findet. Alles ist sauber in die Etagen sortiert und die einzelnen Styropor und Folie schützen den Lieferumfang absolut sicher.

Direkt an der obersten Ebene findet man die schwarze Basisplatte, auf welcher der Roborock Q7 Max+ später immer steht, wenn er auf seinen nächsten Einsatz wartet und zum Aufladen des Akkus parkt. Ebenfalls findet man hier auch direkt ein Ersatz-Staubsaugerbeutel für die Absaugstation, denn ein weiteren hat Roborock wie beim S7 MaxV Ultra bereits eingesetzt.

Hebt man nun den Styropor-Einsatz aus der Verpackung heraus, kommt schon das gute Stück zum Vorschein und zwar der Roborock Q7. Auch hier kann man dann diesen wieder samt Styropor-Einsatz entnehmen und schon kommt die letzte Ebene zum Vorschein. Hier findet man zentral in der Mitte die große Absaugstation, links davon das lange Netzkabel für die Stromversorgung und rechts im schmalen Bereich die Wischplatte mit bereits angebrachtem Wischtuch. Unter der Absaugstation hat Roborock noch die üblichen Beipackzettel bzw. die Bedienungsanleitung verstaut, diese wird aber in der Regel kaum benötigt, da alles auch super in der App erklärt wird.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Das Design des Roborock Q7 Max+ gefällt mir sowie sehr gut, der Roboter ist von seiner Optik bzw. der Designsprache jedoch schon einiges schlichter gehalten, als es bei dem Roborock S7 MaxV Ultra der Fall ist. Ich habe das Testgerät in der Farbe weiß erhalten, es gibt diesen jedoch auch in einem schwarz. Beide Geräte sind jedoch weitestgehend einfarbig ausgeführt, jedoch zeigt der Q7 gerade im Vergleich zum S7 MaxV Ultra weniger Akzente. Dies ist aber keineswegs negativ gemeint, der Roboter sieht dennoch sehr gut aus, wirkt hochwertig, aber wenn man eben wie ich auch den S7 MaxV Ultra zu Hause hat, sieht man eigentlich direkt, welcher davon der hochpreisigere ist. 

Das Weiß ist so weit eine tolle Farbe, da diese im Alltag weitestgehend pflegeleicht ist. Lediglich das Gummi am Bumper an der Front zieht den Staub an und sieht dann schnell etwas grau aus, aber ehrlich gesagt bei einem schwarzen Modell ist es nicht weniger unauffällig. Ich persönlich finde die weiße Variante sogar dahin schöner, da hier die im Paket enthaltene Entleerungstation in einem schwarz/weiß gehalten ist, während beim schwarzen Modell alles schwarz ist, dies als kurze Info zwischendurch.

Beim Formfaktor setzt Roborock wie gewohnt auf die bewährte runde Form. Diese nimmt im Durchmesser einen Platz von knapp über 35 cm ein und inkl. seiner Laserabdeckung ist dieser 9,65 cm hoch. Somit ist der Roborock Q7 eigentlich exakt so groß wie der S7. Von seinem Gewicht ist er rund 4 Kilogramm schwer, das ist kein Leichtgewicht, aber der große Akku und der großvolumige Saug-/Wischwasserbehälter brauchen eben ihren Platz und wiegen auch nicht gerade wenig. Der gefüllte Wassertank ist hier im Gewicht jedoch nicht mit eingerechnet. Mit dem Gewicht könnte man den Saugroboter dennoch problemlos vom ersten in den 2. Stock tragen, denn ein kleines Kind ist hier auf jeden Fall auch nicht leichter.

Das Gehäuse besteht wie bei eigentlich 100 % aller Saugroboter aus Kunststoff, welcher sich hier auf jeden Fall sehr hochwertig anfühlt. Dieser Kunststoff ist sehr pflegeleicht und sieht wie erwähnt gut aus. Das schwarze Modell ist komplett matt, während das von mir getestete weiße Modell an der Oberseite in Hochglanz und seitlich Matt gehalten wurde. An der Oberseite des Saugroboters fällt direkt die große Klappe auf, welche auch hier wie beim S7 gut 2/3 davon einnimmt. Dies ist nichts Unbekanntes, sondern kommt so in dieser Größe und Machart in allen runden Saugroboter vor. Hier drunter befindet sich bei Roborock lediglich der für einen Saugroboter recht groß ausfallende Staubbehälter, bei welchem es sich jedoch um ein Kombibehälter handelt, da dieser im vorderen Teil den Schmutz und im hinteren Teil das Wischwasser fasst. Letzteres wird ganz einfach durch einen Gummistöpsel eingefüllt. 

Im Zentrum bzw. leicht nach vorne versetzt folgt dann der sehr wichtige Laserdistanzsensor (LDS), welcher für die genau Navigation unverzichtbar ist. Durch diesen wird eine präzisere Navigation ermöglicht, sodass der Roboter beim Abfahren des Raumes direkt eine Karte erstellt. Außerdem weiß er durch den LDS nach dem ersten kompletten Reinigen fortan immer genau, wo dieser gerade steht oder hinfahren soll. Auf die zusätzliche Objekterkennung muss man beim Roborock Q7 jedoch verzichten, denn hierfür fehlt es diesem schlicht und einfach gesagt an den dafür notwendigen Sensoren an der Font und der Kamera. Kleidungsstücke, Kinderspielzeug, Socken usw. sollte man daher zuvor wegräumen, denn diese würde der Roborock Q7 Max+ nur vor sich herschieben oder im blödesten Fall ein-/ansaugen. Direkt vor LDS-Abdeckung, befinden sich dann wie vom S7 gewohnt drei Knöpfe, bei denen es sich um Zentrum und den Ein-/Ausschaltknopf handelt, mit welchem man z. B. den Reinigungsvorgang manuell starten bzw. stoppen kann. Während man mit dem Haus Symbol den Roboter zur Station zurückschickt und mit der linken Taste wählt man die Punktreinigung aus.

An der Front verläuft wie bei eigentlich allen Saugrobotern der typische halbrunde Stoßfänger, mit dem welchem Saugroboter durch das gelegentlich leichte Anfahren der Kanten im Raum Tischfüße usw. erkennt. Außerdem findet man hier im Zentrum und im rechten Teil des Stoßdämpfers eine Aussparung, hinter welcher sich zum einen der integrierte Nahbereichs- und Seitensensor handelt. Damit erkennt der Roborock Q7 Max z. B. wie weit er von der Wand entfernt ist und an der Front fährt dieser dann die Dinge nicht so stark an, sondern reduziert zuvor seine Geschwindigkeit. 

Betrachtet man den Saugroboter von der Unterseite, dann fällt zum einen die an der Front angebrachte Ausgleichsrolle auf, welche zwischen den beiden silbernen Ladekontakten sitzt. Mit diesen Kontakten fährt der Saugroboter auf seine Absaugstation und wird somit direkt wieder für seinen nächsten Einsatz aufgeladen. Wie üblich befinden sich an der Front bis zu den Antriebsrädern verlaufend mehrere Sensoren, welche unter anderem dafür da sind, dass der Roboter keine Treppen herunterfährt und Teppiche erkennen kann. Roborock setzt hier anders als beim S7 MaxV Ultra nicht auf 6 Sensoren, sondern lediglich 4 Stück, aber einen wirklich negativen Einfluss konnte ich hier nicht feststellen. Hier fehlen dem Roborock Q7 Max+ einfach nur die beiden Hintersten Sensoren direkt vor dem Wischtuch.

Ebenfalls nichts Neues ist die von unten betrachtet links vorne angebrachte rotierende Seitenbürste, welche den Staub von den Ecken zur Hauptbürste leitet. Dieses besteht nicht aus Borsten wie bei zahlreichen anderen Herstellern der Fall ist, sondern aus Gummi, was jedoch nicht wirklich negativ ausfällt. Das Roborock hierbei anders als Ecovacs auf nur eine Bürste setzt, ist hierbei ebenfalls nicht störend, denn bei Roborock ist es so, dass der Roboter gleich zum Start immer den Raum in der Richtung abfährt, in welcher die Seitenbürste ist. 

Im Zentrum des Saugroboters befinden sich dann die beiden bereits erwähnten gefederten Antriebsräder, über welche der Saugroboter eventuelle Höhenunterschiede ausgleichen kann z. B. Teppiche. Dazwischen sitzt wie üblich bei einem runden Saugroboter die sehr wichtige rotierende Haupt-Reinigungsbürste unter einer Abdeckung, welche zum Reinigen jedoch ganz leicht demontiert werden kann. 

Genau wie beim Roborock S7 MaxV Ultra wird der Staub nicht über eine zusätzlich am Saugroboter angebrachte Klappe aus dem Staubbehälter herausgesaugt, sondern ganz einfach direkt über die Hauptbürste, was sehr gut funktioniert. Die Wischplatte ist wie von den Vorgängermodellen einfach aufgesteckt und starr ausgeführt. Dies bedeutet, dass der Roborock Q7 Max+ diese nicht wie das Flaggschiff S7 MaxV Ultra um 5 mm anheben kann und zudem wird dies nur hinterhergezogen, nicht durch VibraRise (Schallvibrationstechnologie) bewegt.

Absaugstation

Der Roborock Q7 Max+ wird anstelle einer kleinen Ladestation direkt mit einer großen Absaugstation samt Zusatz-Staubbeutel zum Kunden geliefert. Bevor man diese aufstellen kann, muss man zuvor noch die Bodenplatte mit dem Hauptteil verschrauben. Dies ist eigentlich recht schnell durch ein paar Schrauben eindrehen erledigt und dauert keine 2 Minute, den hierfür benötigten Schlüssel hat Roborock an der Unterseite der Bodenplatte integriert. Es handelt sich hier wie erwähnt um eine reine Absaugstation, sodass hierüber nach Beenden der Reinigung direkt der Staub aus dem Staubbehälter herausgesaugt und in einen eingesetzten Staubbeutel gesammelt wird. So weit ist das Prinzip dann absolut gleich zum Roborock S7 MaxV Ultra, hier muss man dann lediglich auf das Automatische reinigen, der Wischplatte verzichten.  

Die Farbgebung der Absaugstation gefällt mir persönlich wie bereits angedeutet beim weißen Modell sehr gut. Der dunkelgraue untere Teil und der ebenso dunkelgraue Deckel sorgen im Zusammenspiel mit dem weißen Zwischenteil für eine tolle Farbkombi. Ansonsten gibt es hier noch an der Rückseite ein praktisches Kabelmanagement und hier war ich überrascht, dass Roborock ein dunkles und kein helles Kabel mitliefert. Letzteres war ja beim Roborock S7 MaxV Ultra etwas merkwürdig, denn eine dunkle Ladestation und ein helles Kabel passen nicht wirklich optisch zusammen. Zu guter Letzt wird der Staub direkt über die Muldenöffnung an der Bodenplatte angesaugt und zum Staubbehälter gefördert, also exakt dasselbe Prinzip wie beim großen Bruder, dem S7 MaxV Ultra. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der beiden im Roborock Q7 Max+ enthaltenen Produkte ist sehr gut, hierbei gibt es von meiner Seite eigentlich keine Kritikpunkte. Der Kunststoff fühlt sich hochwertig an und macht einen sehr stabilen Eindruck, sodass man hier keine Sorgen haben müsste, dass schnell etwas kaputt geht. Außerdem ist die Oberfläche kaum anfällig gegenüber dem üblichen Hausstaub, welcher sich auf den Oberflächen absetzt.

Sämtliche pflegebedürftigen Elemente können sowohl am Roboter als auch an der Station wunderbar ausgebaut und somit einfach gereinigt bzw. ausgetauscht werden. Dies betrifft am Roboter unter anderem den Kombibehälter aus Staub-/Wassertank, die Haupt- und Seitenbürsten und bei der Station den Staubbeutel.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-ArtLi-Ionen (5.200 mAh)
NavigationLDS-Lasernavigation, Stoßdämpfer
FarbeWeiß, es gibt jedoch auch ein schwarzes Modell
Lautstärkezwischen 50 bis 70 dB (je nach eingestellter Saugstufe)
Hauptbürsteeine Gummibüsten
Formklassische runde Form mit einer Seitenbürsten
Betriebszeitbis zu 3 Stunden bzw. 300 m²
SensorenHebesensor; Entfernungssensoren, Sturzsensoren und Teppicherkennung
MaßeSaugroboter: 35 cm x 9,7 cm (Durchmesser x Höhe), Absaugstation : 42,5 x x30,2 x 44cm (L x B x H)
Gewicht4,7 kg
LieferumfangRoborock Q7 Max+
Absaugstation
1x Seitenbürste
1x Wischtuch
1x Staubfilter 
Netzkabel (europäischer Stecker) 
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Roborock SQ7 Max+

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Roborock Q7 Max+ ist wirklich sehr einfach und wird komplett über die kostenlose App „Roborock“ Schritt für Schritt erklärt.

Nachdem man den Saugroboter, die Absaugstation und das restliche Zubehör ausgepackt hat, muss man wie bereits erwähnt auf jeden Fall noch die Bodenplatte an die Absaugstation schrauben. Der Weiteren gibt es hier und da noch ein paar Klebestreifen, welche als Transportsicherung dienen, diese müssen logischerweise auch entfernt werden. Anders als Ecovacs montiert Roborock die Seitenbürste zur Auslieferung direkt, sodass man eigentlich nach der Einrichtung der App direkt mit dem ersten Saugvorgang bzw. der ersten Kartierungsfahrt beginnen kann. Schade finde ich jedoch etwas, das Roborock hier an Ersatzteilen spart, den man legt hier weder eine zusätzliche Seitenbürste noch Wischtücher bei. Lediglich ein Ersatz-Staubbeutel findet hier im Lieferumfang seinen Platz.

Den Staubauffang-/ Wischwasserbehälter muss beim Roborock Q7 Max+ wie vom Hersteller gewohnt nicht mehr eingesetzt werden, denn dieser wurde bereits an seinem entsprechenden Platz unter der Abdeckung platziert. Die Wischplatte muss man wiederum selbst anbringen, denn nur dann kann neben dem Saugen auch direkt feucht gewischt werden. Dies ist jedoch ebenfalls sehr schnell erledigt, da diese nur angesteckt bzw. am Platz eingeschoben wird, das entsprechende Wischtuch ist bereits montiert. Vor dem ersten Wischen muss man dann jedoch den Kombibehälter mit Wasser und eventuell mit etwas Bodenreiniger füllen, denn nur so kann der Roboter auch wischen bzw. das Wischtuch permanent befeuchten. Das an der Wischplatte angebrachte Tuch kann mehrfach ausgewaschen und getrocknet werden, denn es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Mehrweg-Tuch.

Bevor man den Saugroboter das erste Mal startet, sollte man diesen noch über die App einrichten, da der Saugroboter zum einen direkt ein Firmware-Update bekommt, welches einige Verbesserungen mit sich bringt und zudem die ein oder anderen Fehler beseitigt. Des Weiteren sollte man selbstverständlich auch noch die Ladestation bzw. in meinem Fall die Absaugstation zuvor noch am gewünschten Ort im Haus aufstellen. Schließlich soll der Roboter diese finden und sein Akku wieder aufladen können, sofern dieser leer sein sollte und zudem kann nur so der Staubbehälter automatisch ausgesaugt werden.

Man könnte den Roborock SQ7 Max+ zwar auch ohne die vom Hersteller zur Verfügung gestellten App verwenden, aber wirklich Sinn macht diese natürlich nicht, denn wenn man hier spezifisch nur einzelne Räume oder Bereiche reinigen lassen möchte oder auch bestimmen möchte, dass der Roboter an bestimmten Tagen bzw. Uhrzeiten reinigt, dann geht dies eben nur über die App.

Die Einrichtung bzw. Einbindung des Roborock Q7 Max+ ist über die App „Roborock“, welche kostenlos für Android im GooglePlay Store und für iOS im Apple Store zur Verfügung gestellt wird, schnell und absolut einfach erledigt. Hierbei wird der Vorgang nämlich wie ich bereits beim S7 MaxV Ultra sehr ausführlich und Schritt für Schritt erklärt. Nachdem man alles ausgepackt hat und der Saugroboter auf die angeschlossene Absaugstation/Ladestation gestellt hat, kann man diesen am an der Oberseite einschalten, bzw. beim Aufladen wird dieser auch direkt aktiviert.

Um die App nutzen zu können, muss man diese nicht nur kostenlos aufs Smartphone laden, sondern sich zudem auch registrieren. Hierfür benötigt man jedoch nur eine gültige Mail-Adresse und ein selbst definiertes Passwort. Anschließend geht des darum, dass man ein paar Zugriffsrechten zustimmt und schon landet man auf der Seite, auf welcher man nach einem Saugroboter suchen lassen kann. Hier kann man dann z. B. den gekauften Saugroboter aus der großen Auswahl auswählen und schon leitet einen die App Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess. Dabei kann man unter anderem auch bestimmen, dass die App den Standort Abfragen darf, dies wird dafür genutzt, dass man die Namen der verfügbaren Netzwerke im weiteren Verlauf angezeigt bekommt.

Nun muss man am Saugroboter kurz die beiden Tasten „Punktreinigung“ und „Dock“ für drei Sekunden gedrückt halten bzw. bis der Roboter „WLAN wird zurückgesetzt“, sagt. Danach befindet sich der Roborock Q7 direkt im Kopplungsmodus und man kann in der App das Kästchen „WLAN zurückgesetzt“ aktivieren und auf „Weiter“ tippen. Danach fragt die App direkt, ob er sich mit dem WLAN verbinden soll und dazu müsst ihr dann noch das zugehörige WLAN-Kennwort eingeben. Daraufhin wird man via Pop-Up Fenster gefragt, ob man der App erlaubt, dass diese sich mit dem WLAN „„roborock_vacuum….“ Verbinden darf, was in diesem Fall der Roborock Q7 Max+ ist, danach werden dem WLAN-Modul des Saugroboters direkt die Log-in-Daten eures WiFi übermittelt, sodass der Roboter einsatzbereit ist. 

Anschließend noch kurz den rechtlichen Hinweisen zustimmen und schon wird angezeigt, dass ein neues Firmware-Update verfügbar ist, was ich natürlich direkt installiert habe, damit ich den Roboter auf dem neusten Stand habe. Im Weiteren Verlauf gibt es noch ein Hinweis, was man vor dem ersten Reinigen alles machen soll, dazu zählen z. B. störende Gegenstände wegräumen. Anschließend ist man dann schon auf der zukünftigen Startseite und der Saugroboter samt Station wäre direkt nach dem vollen Aufladen des Akkus für den ersten Einsatz bereit.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Bei der Reinigungsleistung liefert der Roborock Q7 Max+ ein sehr gutes Ergebnis ab, bei der es eigentlich nicht wirklich etwas zu beanstanden gibt. Die Saugleistung gibt Roborock mit bis zu 4.200 Pa, also hat dieser eine gute Power, hier bietet eigentlich nur der große S7 Max V Ultra mit bis zu 5.100 PA noch ein wenig mehr Saugkraft, die man aber selten ausnutzt. Klar liefert hier beim direkten Vergleich der Roborock S7 MaxV Ultra eine minimal bessere Reinigungsleistung ab, aber dies ist nur gering und schlecht ist der Roborock Q7 auf keinen Fall. Im Reinigungsdurchgang hat der Saugroboter wirklich alles sehr gründlich eingesaugt. Der Saugroboter bietet mehrere Saugstufen, von denen „Max“ die höchste ist und logischerweise dann auch die volle Saugleistung bietet. 

Im Alltag habe ich jedoch bei unseren Fliesen und Parkett immer den Saug-Modus „Normal„ verwendet. Erfreulich ist auch das eventuell manuelle Entleeren, sofern man sich für das normale Modell ohne Absaugstation entscheiden sollte, hier gibt es im Behälter keine Störkanten, wo z. B. der Dreck hängen bleibt und alles kann sehr einfach über die große Öffnung beim Feinstaubfilter entnommen werden. Da ich jedoch sowieso das Max+ Modell habe, ist hier die automatisch Absaugstation enthalten, die ebenfalls den Dreck ohne Probleme aussaugt. 

An der Navigation habe ich ebenfalls so weit kaum Kritik. Klar eins vorneweg, der Roborock Q7 Max+ kann nicht mit dem S7 MaxV Ultra verglichen werden, denn hierbei handelt es sich einfach gesagt um das Flaggschiff mit der präzisesten Navigation, die ich bisher unter alle den Saugrobotern gesehen habe. Mangels der fehlenden Kamera und den Frontsensoren kann logischerweise die Navigation bzw. Hinderniserkennung auch nicht miteinander verglichen werden und soll es auch nicht, da beide in zwei völlig unterschiedlichen Preisklassen liegen.

Dennoch der Roborock Q7 Max+ navigiert sehr gut, was mittels des an der Oberseite rotierenden LiDAR (Laser) gelingt. Dieser erfasst, während der Roboter durch die Räume fährt ,alles sehr genau und dies auch bei Dunkelheit, denn der Laser braucht dazu keinerlei Licht. Zugleich hat diese jedoch auch den Nachteil, dass diese Technik Spiegel und Glastüren nicht als Hindernis bzw. Wand erkennt. Somit ist es bei uns z. B. so, dass die Terrassentüren durch den Laser durchbrochen werden und somit sieht es auf der Karte hier teilweise so aus, als würde hier der Raum noch weiter gehen. Dies stört zwar nicht, sieht jedoch optisch beim Betrachten der Karte etwas unschön aus. Gegen einen Spiegel oder Glastür fährt den Saugroboter jedoch dennoch nicht, denn hierfür hat dieser selbstverständlich weitere Sensoren, die dies als Hindernis erkennen. 

Bei der Navigation erkennt der Roborock Q7 Max+ auch wie inzwischen viele anderen Saugroboter mit Wischfunktion automatisch Teppiche, was durch die Sensoren an der Unterseite möglich ist. Somit erhöht der Saugroboter aus dem Hause Roborock hier auf Wunsch automatisch die Saugleistung beim Befahren von Teppichen an, was für eine gründlichere Reinigung sorgt. Die Wischplatte kann der Q7 wiederum nicht anhebende, sondern bleibt immer zum gleichen Abstand auf dem Boden.

Durch die zahlreichen Sensoren an der Oberseite, Front und Seite erstellt der Saugroboter eine sehr genaue Karte eurer Räume und diese kann in der App auf Wunsch auch in 3D angezeigt werden. Ein nettes Feature, doch ich bevorzuge weiterhin die normale 2D Variante, da ich hierbei eine bessere Übersicht der unterteilten Räume usw. habe. Der Roborock Q7 Max+ nutzt seine Sensoren und den Bumper mit Bravour, sodass mir der Umgang mit Möbel usw. sehr gut gefällt, denn hier wird nicht wie bei der Konkurrenz wild mit dem Bumper alles angefahren, sondern wenn, dann sehr sanft und vorsichtig.

Vom Ablauf betrachtet, ist die Navigation beim Roborock Q7 Max+ nicht anders als z. B. beim Roborock S7 MaxV Ultra oder den Saugrobotern aus dem Hause Ecovacs und Co. Startet man die Reinigung, unterteilt der Roboter die Wohnung bzw. größere Räume im Haus automatisch in mehrere kleine Bereiche bzw. Sektoren. Diese umfährt dieser dann zuerst an den Wänden herum ab, bis der äußere Bereich einmal komplett umfahren und dabei gereinigt wurde. Direkt danach beginnt dieser dann den inneren Teil in geraden Bahnen abzufahren, sofern dazwischen keine Hindernisse sind. Sind diese vorhanden, dann umfährt dieser diese selbstverständlich automatisch, sofern diese von den Sensoren erkennt oder dem Bumper angefahren werden.

Die Navigation während des Reinigungsvorgangs ist ebenso absolut effizient. Der Roboter weiß durch den ersten kompletten Reinigungsvorgang, bei dem man vorher alle Gegenstände wie Schuhe usw. entfernt hat jederzeit, wo sich dieser gerade beim Reinigungsvorgang befindet. Somit lässt dieser, auch wenn es manchmal so aussieht, keinen Bereich aus, schließlich kommt dieser im Laufe der Reinigung zu dem zuvor ausgelassenen Bereich zurück und schließt damit die komplette Reinigung in seinen Bahnen ab.

Sehr gut finde ich, dass Roborock dem Nutzer ermöglicht, dass man jederzeit Einsicht hat, wo der Roboter gerade ist und wo dieser schon alles war und in welchen Bereichen noch nicht. Hat man z. B. im ersten Reinigungsvorgang direkt festgestellt, dass der Roboter an einem Punkt oder mehren Probleme hatte bzw. es vorkommen sollte, dass dieser Gefahr läuft, sich hier festzufahren, kann man in der App die Bereiche bestimmen, die er beim Reinigen nicht mehr befahren soll. Bei uns musste ich hierbei jedoch nicht eingreifen, da bei uns solche Stellen nicht vorhanden waren. Ich müsse nur und er Karte den Flur im Obergeschoss zu einem zusammensetzen, da diese vom Roboter in drei Teile unterteilt wurde.

Treppen kann der Roborock Q7 Max+ wie seine Mitbewerber nicht versehentlich herunterstürzen, denn um dies zuverlässig zu verhindern, hat Roborock wie viele andere Hersteller den Saugroboter am Boden mit mehreren Absturzsensoren ausgestattet. Durch diese besagten Sensoren, welche am Rand um den Unterboden des Saugroboters angebracht wurden, erkennt der Saugroboter einen Abgrund, bremst davor ab und fährt die Kante entlang ab. Durch genau diese Sensoren kann es jedoch wie bei zahlreichen anderen Saugrobotern zu Problemen mit Teppichen kommen. Habt ihr z. B. einen weißen Boden und einen dunklen kurzhaarigen Teppich, dann könnte es dazu kommen, dass die Sensoren dies als Abgrund erkennen und der Roboter somit nicht über bzw. auf den Teppich fährt. Da wir jedoch ein Parkett aus Eiche haben, ist der Kontrast anderes und somit kam es hier zu keinem Problem.

Hindernisüberwindung

Neben einer präzisen Navigation ist auch die zuverlässige Hindernisüberwindung bei einem Saugroboter sehr wichtig, denn ebenso wie Teppiche können dem Saugroboter auch Übergangsleisten zwischen den Räumen usw. im Weg sein. Beim Roborock Q7 Max+ muss man leider auf die Wischplatte verzichten, welche automatisch angehoben wird, wenn diese Teppiche befährt oder wenn man bestimmt hat, dass dieser ohne Wischen reinigen soll. Daher muss diese in diesen Fällen zuvor händisch entfernt werden, dies ist jedoch schnell erledigt und einfach, aber geht eben zulasten des Komforts. 

Durch die Antriebstechnik kann der Roborock Q7 Max+ problemlos wie der S7 Steigungen von bis zu 20 % überwinden und ebenso hat er mit Schwellen von bis zu 2 cm keinerlei Probleme. Damit dies jedoch problemlos gelingt, sollte die Kante leicht abgerundet oder schräg ausgeführt sein, denn bei harten Kanten ist wie bei anderen Saugrobotern schon bei gut 1-1,5 cm Schluss.

Saugleistung

Der Roborock Q7 Max+bietet, wie ich es bereits zuvor erwähnt habe, eine hervorragende Saugleistung. Hier bin ich absolut zufrieden, sodass sich bei diesem Saugroboter keine Kritik aussprechen könnte. Bei uns lasse ich den Saugroboter aktuell im Obergeschoss laufen und hier saugt er den großen Flur und die einzelnen Zimmer absolut gründlich, sodass selbst der ganze Staub unterm Bett gründlich eingesaugt wird. Im Bad saugt dieser dann wiederum nicht nur, sondern wischt im gleichen Durchgang direkt auch noch mit. Klar, mit der VibraRise-Wischplatte wäre die Wischfunktion noch gründlicher, aber dennoch schafft es der Q7 den feinen Staub und die Wasserflecken auf dem Boden gründlich zu beseitigen. 

Ich persönlich lasse zu Hause eigentlich immer in der Stufe „Normal“ saugen, doch man kann hier wie bereits erwähnt zwischen mehreren Saugstufen wählen, bei welchen die maximale Saugkraft bei „Max“ liegt. Dies „Max“ Saugkraft benötige ich im Alltag nicht wirklich, macht jedoch vielleicht bei einem Missgeschick in der Küche Sinn, wen man z. B. den Zucker verschüttet hat oder einen Teppich absolut gründlich absaugen möchte. 

Bei Teppichen steigt die Lautstärke des Saugroboters logischerweise an, da dabei zugleich die Saugkraft erhöht wird. Daher wird es dann schon hin und wieder bei Teppichen lauter, sodass hier Fernsehen nebenher nicht wirklich toll ist. Die Saugleistung finde ich dank der gummierten Walze super, denn hier wickeln sich kaum Haare herum. Positiv wirkt sich hier auch die Methode aus, wie der Staub von der Absaugstation herausgesaugt wird, denn dies geschieht über Saugöffnung, sodass hier auch zugleich alles um die Bürste herum herausgesaugt wird. 

Man kann wie bereits erwähnt als Nutzer-/in bei der App frei wählen, wie stark die Saugleistung ist. Hierbei hat man die Wahl zwischen: Leise, Normal, Turbo und Max, dabei ist „Normal“ von Werk aus eingestellt. Je nach gewählter Saugleistung erhöht sich selbstverständlich auch die Lautstärke des Roboters, doch gerade die beiden Stufen Leise und Normal kann man getrost auch dann nutzen, wenn man gerade zuhause ist.

Wischfunktion

Die Wischfunktion des Roborock Q7 ist gut, aber eben ganz klar nicht mit der des Roborock S7 MaxV Ultra zu vergleichen. Denn wie ich bereits mehrfach angedeutet habe, handelt es sich hier lediglich um eine Wischplatte mit befestigtem Wischtuch, welche durch leichten Federdruck von 300 Gramm sanft auf dem Boden gleitet. Hier fehlt ganz klar die Rüttelbewegung, welche bei der Roborock-S7 Serie zum Einsatz kommt und zudem kann die Q-Serie die Wischplatte nicht beim befahren von Teppichen oder empfindlicheren Böden angehoben werden. Außerdem muss die Wischplatte regelmäßig händisch gereinigt werden, denn dies übernimmt hier nicht die Absaugstation. Somit handelt es sich hier um ein recht simples Staubwischen, was Allergikern von Hausstaub dennoch gut gefallen könnte, denn der ganz feine Staub, welcher von der Saugleistung und der Walze nicht eingesaugt wird, wird großteils vom Wischtuch aufgesammelt. 

Hat man somit beim Roborock Q7 Max+ z. B. im Geschoss nur Fliesen, ist es ratsam, das Wischtuch zwischendurch sauber zu machen, denn irgendwann kann dies den Schmutz bei großen Flächen einfach nicht mehr wirklich fassen. Hier kann man beim Roborock S7 MaxV Ultra bestimmen, dass nach jedem Raum direkt das Tuch frisch gereinigt wird, doch dies muss hier in diesem Fall beim Q7 leider händisch erfolgen.

Also einfach gesagt, trotz der großen Station bleibt alles im Bezug zum Wischtuch weiterhin eure Aufgabe. Dazu zählen dieses zu reinigen und zum Trocknen entfernen. Außerdem muss man auch das Wasser des Tanks direkt immer füllen, denn ohne Wasser kann der Roborock Q7 Max+ nicht feucht wischen. Beim Staubbehälter sieht das Ganze jedoch ganz anders aus, denn hier nimmt euch die Absaugstation die Arbeit ab, was ich schon sehr gut und mittlerweile ein Muss finde. Den Schmutz saugt die Station nämlich direkt, nachdem der Roboter alles wie angegeben gereinigt hat und zur Station zurückkehrt, automatisch ab. Dabei kann man bzw. ist bereits von Werk aus der „nicht Stören“ Modus aktiviert, was bedeutet, dass z. B. von 22:00 Uhr bis 8:00 Uhr Sprachalarme stummgeschaltet, die Anzeigeleuchten gedimmt und die Auto-Entleerung des Behälters deaktiviert ist. Der Absaugvorgang ist zwar sehr laut, daher auch der nicht Störenmodus, aber in unter 20 Sekunden ist dann auch wieder Ruhe und das Ergebnis ist ein absolut sauberer Staubbehälter im Roboter. 

Beim Wischmodus stehen in der App unter den Einstellungen insgesamt 5 Wischstufen zur Auswahl: aus, niedrig, mittel, hoch und benutzerdefiniert. Bei Letzterem kann man die Wasserabgabemenge der elektronischen Pumpe sehr genau dosieren und neben den bereits erwähnten Stufen, auf welche man direkt zugreifen kann, gibt es hier zusätzlich noch moderat, hoch und extrem. Einen großen Vorteil hat die nicht elektronisch angetrieben Wischplatte wiederum, diese erzeugt nämlich für keinen zusätzlichen Lärm. Dies ist bei manch anderen Modellen mit angetriebener Wischplatte nämlich oft der Fall, jedoch hört man bei Flaggschiff dem S7 MaxV Ultra auch kein Mucks von der Bewegung.

(Reinigungsleistung: 4 von 5 Punkten)

App

Roborock
Preis: Kostenlos
Roborock
Preis: Kostenlos

Wie bereits im Laufe des Testberichts erwähnt, können sämtliche Einstellungen des Roborock Q7 Max+ sehr einfach und umfangreich in der Roborock App vorgenommen werden. Hier hat Roborock eine tolle, übersichtliche App entwickelt, die alle wichtige Funktionen auf der Startseite zeigt und alles Weitere kann in den Nebeneinstellungen eingestellt werden. Die App selbst ist dabei dieselbe, wie auch beim Roborock S7 MaxV Ultra und durch einfaches Hin und Her wischen kann ich hier sehr einfach zwischen meinen beiden Saugrobotern wechseln. Die Einbindung des Roborock Q7 Max+ in die kostenlose App ist selbsterklärend bzw. wird wie bereits erwähnt, sehr verständlich und Schritt für Schritt erklärt. Somit sollte dies für alle Nutzer kein Problem sein und in kurzer Zeit erledigt sein.

Die App von Roborock ist insgesamt übersichtlich aufgebaut, sodass man sich hier eigentlich recht schnell zurechtfindet. Alle Funktionen, welche man regelmäßig benötigt, sind direkt auf der Startseite des Saugroboters integriert, während die tieferen Einstellungen in dem weiteren Untermenü untergeordnet sind. Die Karte, welche der Saugroboter nach dem ersten kompletten reinigen erstellt hat, ist sehr übersichtlich gehalten und kann bei Bedarf natürlich noch umfangreich bearbeitet werden. Bei mir wurden fast alle Räume richtig unterteilt, sodass bei uns im Obergeschoss das große Bad, die beiden Kinderzimmer und das Elternschlafzimmer richtig in die einzelnen Räume unterteilt wurden. Lediglich bei unserer Galerie musste ich kurz nachjustieren, denn hier hatte die Software die beiden kleineren Flure davon in separate Räume unterteilt. Dies war jedoch kein Problem, einfach die gewünschten Räume auswählen und zusammenführen tippen und schon ist die Galerie ein Raum.

Habt ihr wie wir im Haus nicht nur Fliesen, sondern z. B. Parkett, dann ist es auch wichtig, dass der Saugroboter die Räume mit Parkett in der Regel nur saugt, also kein Wasser auf das Wischtuch abgibt. Fliesen wiederum können wie gewohnt zusätzlich zum Saugen auch direkt feucht gewischt werden und was hier genau in welchem Raum gilt, kann man ebenso in den Karteneinstellungen definieren. Dies und alles Weitere, was bezüglich der Karte eingestellt werden kann, findet man direkt auf der Startseite, also genau da, wie man die Karte nach dem erstellen sieht. Hier einfach auf den Stift mit der Karte tippen und schon findet man alle wichtigen Einstellungen.

Daher kann man hier z. B. festlegen, dass der Roborock Q7 Max+ die entsprechenden Räume mit Parkett nur saugt, während er die mit Fliesen dann saugt und zugleich wischt. Des Weiteren kann hier bestimmt werden, in welcher Reihenfolge die Räume bei der planmäßigen Reinigung zuerst und welcher zuletzt gereinigt werden sollen. Hier hat man auch die Möglichkeit zu bestimmen, in welcher Saugstufe und mit welcher Wasserabgabe die entsprechenden Räume gereinigt werden dürfen.

Nun beschreibe ich euch noch die App noch etwas ausführlicher Schritt für Schritt. Auf der Startseite bekommt man nach der ersten kompletten Reinigung eines Geschosses eine mehrfarbige Karte angezeigt, in der die Räume unterteilt sind. Diese musste bzw. habe ich für die leichtere Zuordnung und eine eventuelle Sprachsteuerung über Alexa bzw. Google noch kurz entsprechend benennen. Dies erfolgt ganz einfach, wie schon erwähnt durch das Tippen auf das Symbol mit der Karte und dem Stift. Außerdem habe ich dann auch noch direkt die Bodenbeläge angegeben, also ob Fliesen, Holz oder Standard. Dies muss man nicht unbedingt machen, denn es dient eigentlich nur der Optik beim Betrachten der Karte. In den Einstellungen kann man dann auch noch Sperrzonen setzen, No-Wisch-Zonen erstellen, die Räume trennen uvm. dazu gehe ich später im Punkt „Kartenerstellung“ noch umfangreicher ein. 

Weitere wichtige Dinge, welche man auf der Startseite sieht, sind z. B. die aktuell bereits gereinigt Reinigungsfläche sowie die dafür benötigt Zeit und den aktuellen Akkustand in Prozent. Unten links kann man dann bestimmen, ob alles bzw. nur einzelne Räume oder sogar nur ein markierter Bereich (eine Zone) gereinigt werden soll. Direkt rechts daneben kann man dann noch auswählen, ob nur gesaugt bzw. gewischt werden soll, beides oder sogar individuell. Bei Letztrem kann man auf „Benutzerdefiniert“ tippen, dann direkt neben der Karte auf „Bearbeiten“ und hier „smart“ wählen, sodass die App automatisch bestimmt, wo gesaugt und wo gewischt werden darf. Ich habe hier jedoch dann noch im Nachgang eine Bearbeitung durchgeführt, sodass auf dem Parkett nur gesaugt wird, denn die App wollte hier auch wischen. Zurück auf der Startseite mit der Karte ist es dann noch mit dem linken Button, wie beschriftet möglich, den Reinigungsvorgang zu starten, während man mit dem rechten „Saubbehälter entleeren“ mitteilen, dass man jetzt direkt den Staubbehälter am Saugroboter aussaugen lassen möchte.

In ein umfangreiches Einstellungsmenü gelangt man über die drei Punkte an der rechten oberen Ecke. Hier kann man dann als Erstes die Karten verwalten und somit auch bestimmen, ob man eine Ebene oder mehrere Ebenen Zuhause hat. Letzteres ist dann sinnvoll, wenn man den Saugroboter z. B. auf zwei Stockwerken nutzen möchte. Im Menü „Pläne“ kann man Reinigungspläne erstellen, sodass man direkt bestimmen kann, wann und an welchen Tagen der Saugroboter automatisch seinen Dienst verrichten soll.

Das nächste Menü befasst sich mit der Reinigungsstation, hier kann man zwei Dinge bestimmen, ob der Roboter automatisch nach der Reinigung entleert werden soll und in welchem Modus bzw. Stufe dies gemacht werden soll. Wählt man hier wie ich „smart“, dann passt sich die Station dem Saugzyklus an, sodass bei mir immer alles gepasst hat und der Staubbehälter immer absolut gründlich ausgesaugt wurde. Zusätzlich gibt es hier dann noch die Stufen leicht, mittel und max. 

Das nächste Untermenü ist weniger relevant, denn hier kann man nur die Roboterstimme wählen, wobei ich rate, diese auf die eigene Landessprache, also z. B. auf Deutsch umzustellen, denn von Werk aus ist immer Englisch aktiv. Durchaus ein wichtiger Punkt ist hier dann wieder die Roboter-Einstellungen, denn hier kann z. B. die Kindersicherung aktiviert werden, sodass die Tasten am Roboter auf Wunsch gesperrt werden, sodass nicht ungewünscht der Roboter gestartet wird. Des Weiteren kann hier, wie ich es aktiv habe, bestimmt werden, dass nach dem Vollen aufladen die Kopfleuchten abgeschaltet werden und die Saugleistung beim befahren von Teppichen erhöht wird. Zu guter Letzt ist hier auch noch der Punkt (Modus „Nicht stören“ wichtig, diesen habe ich von 22:00 Uhr auf 8:00 Uhr eingestellt, sodass der Roboter im Flur nicht durch seine Beleuchtung stört oder nach dem abendlichen Saugen noch die Station nach 22:00 Uhr ausgesaugt wird und z. B. die Kinder, welche bereits schlafen aufweckt.

Danach folgen Pin-and-Go, sodass der Roboter speziell auf der Karte nach Wunsch hingeschickt werden kann und von dort dann eine Punktreinigung startet usw. Des Weiter folgt dann eine Fernsteuerung, mit welcher man den Saugroboter selbst navigieren kann, eine Funktion, welche ich jedoch nicht im Alltag verwendet habe.

Am Schluss folgen noch einige Dinge bezüglich der Wartung, wo alle Bauteile, welche gereinigt bzw. irgendwann ausgetauscht werden müssen, aufgelistet sind. Dabei zeigt Roborock in der App an, wann eine Reinigung bzw. der Austausch notwendig ist und man erklärt dann auch, wie das ganz vonstattengeht. Außerdem gelangt man hier noch in den gespeicherten Reinigungsverlauf, kann die Produktinformationen einsehen und nach Firmwareupdates suchen, jedoch erschein hier auch direkt ein Pop-up Fenster sollte eins verfügbar sein.

Kartenerstellung

Wie jeder aktuelle Saugroboter mit einem Laserdistanzsensor (LDS) erstellt auch der Roborock Q7 Max+ voll automatisch während der Reinigung eine sehr genaue Karte der eigenen Räumlichkeiten. Nach einmaligem Saugen und eventuellen Wischen aller Räume hat man somit direkt eine Karte der kompletten Räume im Haus und kann anschließend die einzelnen Zimmer benennen, virtuelle Wände einzeichnen oder Nicht-Wischen-Zonen einfügen.

Sehr gut finde ich hier, dass man eine Mehrgeschoss-Karte erstellt kann, denn einige unter uns haben sicherlich nicht eine Wohnung mit einem Stockwerk, sondern ein mehrstöckiges Haus, bei dem man eben nicht für jeden Stock ein Saugroboter kaufen möchte, sondern somit einen für alle Stockwerke nutzen kann. Dabei ist es möglich zu wählen, ob die intelligente Kantenerkennung verwendet werden soll oder man dies immer zuvor auf der Startseite selbst auswählen möchte. Die intelligente Mehrgeschosskarten-Erkennung funktioniert so weit auch sehr gut, sodass ich diese eigentlich auch bevorzugen würde. 

Eine komplette Karte hat der Roborock Q7 Max+ direkt nach bzw. sogar schon während der Reinigung erstellt und speichert diese in der App ab. Hierbei kann man diese dann wie erwähnt sehr umfangreich bearbeiten, was gerade am Anfang für die Reinigungsplanung usw. sinnvoll ist. Beim Startbildschirm neben der Karte hat man mehrere Symbole, über die man unter anderem zur Bearbeitung der Karte gelangt. Hierbei kann man zahlreiche Funktionen nutzen, welche alle gut beschrieben werden. Über den oberen Button mit dem Würfel kann man z. B. bestimmen, welche Dinge man auf der Karte angezeigt bekommen möchte, dazu zähle: Raumname, Bodentyp und Möbel. Des Weitern kann hier dann auch noch die Karte gedreht werden und man kann zwischen der 2D und 3D Karte wechseln. Beim Symbol darunter gelangt man in das Menü, wo man unsichtbare Wände in die Karte einzeichnen kann und zudem können Sperrzonen und wischfreie Zonen hinzugefügt werden. Bei Sperrzonen handelt es sich um Bereiche, welche der Roboter vermeiden soll, da er sich hier z. B. festfahren könnte oder z. B. den Bereich meiden soll, da hier der Sohn sein ganzes Lego Set aufgebaut hat. 

In das Bearbeitungsmenü der Karte gelangt man dann schließlich über das bereits mehrfach genannte Symbol mit der Karte und dem Bleistift. Hier kann man dann ebenso direkt die auf die Kartendetails und auf die Sperrzonen-Funktion zugreifen, was man aber auch über die bereits zuvor erwähnten Methoden machen kann. Des Weiteren kann man hier aber auch noch Räume bearbeiten, also diese zusammenführen, trennen usw. Außerdem kann man bei Bedarf Möbel in die entsprechenden Hindernisse einsetzen, die Fläche bearbeiten und den Ablauf umplanen.

Bei Fläche bearbeiten kann man z. B. Möbel in die Karten einsetzen oder die Böden ändern und beim Punkt „Ablauf“ kann die automatische Reihenfolge der zu reinigenden Räume bestimmt werden, welche der Roboter dann beim Programmieren automatisch in der gewünschten Reihenfolge abarbeitet.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke des Roborock Q7 Max+ hängt wie gewöhnlich sehr von der gewählten Saugstufe ab. Vereinfacht gesagt, je höher ihr die Saugleistung gewählt habt, desto lauter ist der Roboter. 

Die max. Saugleistung ist mit max. 4.200 pa zwar etwas geringer als beim Roborock S7 MaxV Ultra, aber keineswegs schlechter, denn die maximale Leistung nutzt ihr nur in der höchsten Stufe und diese verwendet man eher selten. 

In der Stufe 1 (Leise) bzw. Stufe 2, welche ich meistens nutze, liegt die Lautstärke bei unter rund 54 bis 58 dB, was absolut nicht störend ist, sodass man den Saugroboter auch laufen lassen könnte, wenn man zause ist. Klar hört man diesen, aber wenn dieser z. B. oben saugt und man unten kocht oder Fernseher schaut, ist dies kein Problem. 

In den höheren Stufen Turbo und Max ist er hingegen schon deutlich lauter und kratzt schon fast an den 70dB, was dann wiederum deutlich unangenehmer ist, wenn man zu Hause ist. Zudem muss hier bedenken, dass schon 20 Dezibel mehr für eine Verdopplung der Lautstärke steht. Somit ist zwischen normal und Max+ die Lautstärke mehr als doppelt so hoch. 

Die Absaugstation ist wie beim S7 MaxV Ultra ebenfalls laut, wenn diese absaugt und zudem ertönt hier ein pfeifen, dies dauert aber nicht allzu lange an (rund 20 Sekunden) und daher ist es absolut vertretbar, vor allem wenn man bedenkt, was die Station für ein Komfort mit sich bringt. Das Anfahren der Absaugstation ist hier leiser als beim Roborock S7 MaxV Ultra, was hier wohl daran liegt, dass die „Rampe“ flacher ausgeführt wurde und der Roboter nur zur Absaugfläche fahren muss, dabei steht dieser dann auch direkt auf den Ladekontakten.

Alles in einem ist der Roborock Q7 Max+ zwar nicht der leiseste, aber auch nicht der lauteste Saugroboter, sodass man diesem im guten Mittelfeld einstufen kann. Die Absaugstation saugt hier zwar für einen etwas höheren Lärm bei ihrer Arbeit, aber dies ist dann nur kurz der Fall und mir ist hier der Komfort deutlich wichtiger.

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Damit der Roborock Q7 Max+ die Ladestation bzw. Absaugstation schnellstmöglich nach dem Ende des Reinigungsvorgangs findet, solltet ihr diesen direkt von der Station aus starten lassen, so mache ich dies nämlich bei jedem Saugroboter. Dies ist immer sehr von Vorteil, denn ansonsten kann es vorkommen, dass dieser teils etwas länger durch eure Räumlichkeiten umher irrt und diese eventuell gar nicht findet, aber hier hat sich inzwischen viel getan, dass die Technik dafür sorgt, dass alles schnell genug gefunden wird. 

Der im Saugroboter integrierte Akku ist wie in der Branche ähnlich mit einem 5.200 mAh großen Akku bestückt. Dies soll für eine Reinigungsleistung von rund 3 Stunden sorgen, wenn man aber mehrere Teppiche zu Hause auf dem Boden liegen hat und die automatische Saugkraftanhebung aktiv hat, reduziert sich die Saugleistung logischerweise. Logisch ist auch, habt ihr viele rechteckige Zimmer, welche der Saugroboter nach dem Rand abfahren, möglichst im inneren Feld gerade abfahren kann, dann reicht die Akkulaufzeit weiter aus, als wenn hier viele Tischfüße usw. im Weg sind.

Sollte der Akku jedoch während des Reinigungsvorgangs fast leer gehen, aber die Etage noch nicht fertig gereinigt sein, dann setzt der Roborock Q7 Max+ die Reinigung direkt nach dem aufladen automatisch fort. Für eine volle Akkuladung benötigt der Q7 rund 6 Stunden, was daran liegt, dass die Absaugstation wie die kleine nicht ganz so schnell den Akku auflädt, wie z. B. die große Reinigungsstation des S7 MaxV Ultra.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Roborock Q7 Max+ ist ein sehr guter Saugroboter, der zwar klar technisch gesehen nicht mit dem Flaggschiff, dem Roborock S7 MaxV Ultra mithalten kann, aber dafür ist dieser günstiger und überzeugt im Test dennoch sehr. Verzichten muss man hier eben auf die automatische Anhebe-Funktion der Wischplatte und zudem wird diese nicht mechanisch angetrieben, sondern nur hinterhergezogen, ebenso muss diese regelmäßig selbst gereinigt werden und der Wassertank aufgefüllt werden. Dafür ist die Navigation auf einem sehr guten Niveau, wo sich nämlich andere Saugroboter in der ähnlichen Preisklasse in einigen Bereichen im OG festgefahren hatten, kann ich den Roborock Q7 Max+ ohne Beaufsichtigung laufen lassen. Die App ermöglicht eine komfortable Bedienung und die Absaugstation saugt alles perfekt aus dem Staubbehälter. 

Preis/Leistung

Für den Roborock Q7 Max+ verlangt Roborock zu Beginn 649€, doch nun ist der Saugroboter schon etwas länger auf dem Markt und so ist der Preis inzwischen auf rund 506€ gefallen. Möchte man wieder lieber auf die Absaugstation verzichten, werden hierfür wiederum nur rund 361€ fällig, was die Roborock insgesamt zum ideale Mittelklasse Gerät zu einem fairen Preis macht. 

Das Reinigungsergebnis kann sich sehen lassen, die Navigation ist auch sehr gut und er kann bei uns ohne Probleme das komplette OG mit einer Akkuladung reinigen, daher ein absolut empfehlenswertes Gerät. Verzichten muss man eben auf die noch präzisere Hinderniserkennung sowie die deutlich bessere Wischfunktion und die voll automatische Reinigungsstation, doch möchte man diese Extras haben, dann muss man auf jeden Fall deutlich tiefer in die Tasche greifen. 

Roborock Q7 Max+

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.roborock.com

Neato D10

In aller Kürze

Beim Neato D10 handelt es sich um den neusten und zugleich teuersten Saugroboter des Unternehmens. Neato setzt anders als die zahlreichen anderen bekannten Hersteller von Saugrobotern auf eine sogenannte D-Form anstelle der runden. Somit soll das Produkt anders als die runden Modelle komplett in die Ecken aller Räume hineinkommen, was ich so im Test jedoch leider nicht wirklich bestätigen kann.

Der Auffangbehälter wurde hierbei jedoch groß genug ausgelegt, sodass dieser nicht unbedingt nach jeder Reinigung geleert werden muss. Die Akkulaufzeit ist lange und reicht für rund 250m². und die Reinigung wird gründlich erledigt. Jedoch hätte ich mir für den geforderten Preis mehr Funktionen in der App gewünscht, denn hier kann ich keine Räume trennen, damit die Böden unterschiedlich gereinigt werden. Der verbaute HEPA Filter, soll 99,97 % aller Allergene und Staubpartikel größer als 0,3 Mikrometer einfangen, sodass er zudem für Allergiker geeignet ist.

Gefällt uns

  • einfache Einrichtung
  • gute Saugleistung auch bei Tierhaaren
  • lange Akkulaufzeit

Gefällt uns weniger

  • Navigation nicht so gut wie bei der Konkurenz
  • Kartenbearbeitung sehr beschränkt
  • hohe UVP
  • fährt sich hin und wieder gerne fest

Neato D10

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Neato liefert den Neato D10 in einer für Saugroboter typischen designten Verpackung aus, welche stabil ist, sodass der Saugroboter samt Zubehör top geschützt wird. Außerdem gibt es ein Parknischen Transportgriff, welcher den Transport enorm erleichtert und die Farben sind typisch für Neato in weiß und orange gehalten.

Die Verpackung zieren rundum Information zum Saugroboter und zudem wird dieser selbstverständlich auch von oben betrachtet an der Hauptseite gezeigt. Hier fehlt es für mich persönlich an keinerlei Informationen und gut finde ich hier zudem, dass man direkt auch über den Lieferumfang informiert wird.

Nachdem man die Verpackung des Saugroboters geöffnet hat, entnimmt man kurz die Transportsicherung in Form eines bedruckten Kartons, welcher im Inneren mit gepresster Pappe versehen wurde. Somit kann dem Lieferumfang nichts geschehen, da hier absolut nichts verrutschen kann und alles wird vor Erschütterungen usw. geschützt. Direkt beim Öffnen erblickt man dann den großen Saugroboter und die Ladestation, welche beide in einem Tuch eingewickelt wurden. 

Dabei finde ich es gut, dass man drauf geachtet hat, keinen Kunststoff zu verwenden bzw. diesen auf ein Minimum zu reduzieren. Entnimmt man den Saugroboter, findet man darunter noch eine orangene Mappe, in welcher sämtliche Dokumente, Anleitungen usw. enthalten sind. Darunter kommen dann wiederum zwei Kartonagen zum Vorschein, welche bedruckt wurden, sodass man direkt erahnen kann, was in der jeweiligen Box enthalten ist. Somit findet man in der einen Box noch zwei zusätzliche Luftfilter für den Staubbehälter im Saugroboter und in der anderen Box sind die wichtigen Kabel enthalten, um die Ladestation mit Strom zu versorgen. Der Saugroboter muss eigentlich vor dem Gebrauch nur ausgepackt werden und die Ladestation noch mit dem Kabel verbunden werden, dann ist dieser nach der Einrichtung direkt einsatzbereit.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Der Neato D10 kommt wie bereits seine Vorgängermodelle in einem schönen dunkelgrau daher und der Kunststoff wurde in einer gebürsteten Oberfläche ausgeführt. Also ehrlich gesagt handelt es sich hier definitiv nicht um ein Saugroboter, welchen man beim Besuch am besten direkt verstecken möchte, sondern ein Gerät, welches ganz gut in die Räumlichkeiten integriert werden kann.

Am auffälligsten bei sämtlichen Saugrobotern aus dem Hause Neato ist natürlich deren Form, denn wie schon beim Neato Botvac D5 Connected, welchen ich vor gut vier Jahren getestet habe, hält das Unternehmen weiterhin an der D-Form fest. Dies muss jedoch definitiv kein Nachteil sein, denn damals hat sich als gründlicher Reinigungshelfer bewiesen und stand den runden Modellen in absolut nichts nach. Von der Größe ist der Neato D10  knapp über 32 cm lang, 33,6 cm breit und die Höhe beträgt knapp über 10 cm. Das Gesamtgewicht beträgt knapp 3,3 Kilogram, was noch angenehm zu handhaben ist, sodass man den Saugroboter problemlos auch zur nächsten Etage tragen könnte. Die Betonung liegt auf könnte, denn aktuell werden noch keine Mehrgeschosskarten unterstützt.

Die Oberfläche des Neato D10 ist glänzend ausgeführt, aber wie bereits erwähnt gleicht diese auf dem ersten Blick einem gebürsteten Metall, ist jedoch in Wirklichkeit Kunststoff. An der Oberseite fällt auch direkt der nach hinten ausgelegte LiDAR-Sensor bzw. dessen Abdeckung auf, welcher jedoch nicht beweglich bzw. als sogenannter Bumper ausgeführt wurde. Dies bringt den Nachteil mit sich, dass der Roboter sich unter Umständen beim unterfahren von Möbel oder Ähnlichem leicht festfahren könnte. Direkt daneben befinden sich die Steuerelemente, welche sich aus Akku- und WiFi-Anzeige, einem Info-Knopf und einen Startknopf zusammensetzen. Damit das Tragen von Stock zu Stock einfacher gelingt, hat man direkt am Bumper an der Front eine Griffmulde integriert welche zudem das Design schön auflockert. 

Zum Abnehmen des Staubbehälters muss zuvor keine Klappe geöffnet werden, sondern man kann diesen direkt an der Oberseite entnehmen. Dieser sitzt direkt zwischen Bumper und LiDAR-Sensor und kann somit direkt durch die Griffmulde geöffnet werden. Der Behälter ist fest mit dem Deckel verbunden und bis aus diesen ist der Staubbehälter komplett transparent gehalten. Hier sieht man dann auch sehr gut den bereits angebrachten Feinstaubfilter, von welchem Neato direkt noch zwei als Ersatz mitliefert. Vor dem Filter sitzt übrigens noch ein dünnes Netz, welches den Filter zuverlässig vor Beschädigungen (groben Schmutz) schützt.

Betrachtet man den Saugroboter von der Seite, findet man hier recht wenig Überraschungen. Auffällig ist hier natürlich der große Bumper an der Front, welcher nur als solches fungiert und nicht noch zusätzlich wie bei anderen hochpreisigen Modellen mit zusätzlichen Sensoren bestückt wurde. An der rechten Seite, an der man kurz auch ein Teil der rotierenden Seitenbürste hervorschauen sieht, befindet sich ein kleiner Wandsensor, der hier den Kontakt zur Wand prüft. Am Heck wiederum findet man die Schlitze, an welchen die Abluft abgegeben wir und zugleich hat man hier zwei Chrome-Elemente, über welche die Aufladung des verbauten Akkus erfolgt. Des Weiteren befinden sich rechts von den Ladekontakten noch weitere Schlitze, hinter welchem ein Lautsprecher sitzt, sodass darüber die Sprachausgaben bzw. Töne des Roboters ausgegeben werden.

Betrachtet man den Saugroboter von der Unterseite, dann fällt auf Anhieb direkt die große und fast über die komplette Front laufende Hauptbüste auf. Diese ist sowohl mit Gummilamellen als auch Borsten in mittelharter Ausführung bestückt. Da es sich hierbei um ein regelmäßig zu reinigendes Bauteil handelt, lässt sich die Abdeckung der Bürste sehr schnell und ohne Werkzeug entfernen. Somit kann die Hauptbürste einfach herausgenommen und gereinigt werden. Seitlich in Fahrtrichtung rechts befindet sich die kurze Seitenbürste, welche den Schmutz an den Ecken zur großen Hauptbürste fegt. Das die Hauptbürste hier zur seitlichen rotierenden kleinen Bürste näher verläuft, hat den Sinn, dass die Bürste nah genug an die Wand entlangfährt und somit der Schmutz sicher eingesaugt wird. Bei runden Saugrobotern muss dies nämlich alles die Seitenbürste von der Wand zur Hauptbürste befördern.

In der Mitte des Saugroboters sieht man dann wie bei allen Modellen die großen gefederten Antriebsräder, diese sorgen für den nötigen Antrieb und zudem gleichen diese Höhenunterschiede aus, was z. B. beim Befahren von Teppichen notwendig ist. Die hinteren beiden Ausgleichsrollen Sorgen, wie der Name schon sagt für den Ausgleich, sodass der Saugroboter nicht kippt bzw. immer nahezu waagerecht arbeitet. Zu guter Letzt sieht man an der Unterseite noch drei Sensoren, mit welchen der Saugroboter unter anderem Abgründe erkennen kann. Dadurch wird verhindert, dass dieser eine Treppe herunterfährt und zudem erkennt er mit diesen Sensoren auch eventuell vorhandene Teppiche. Einer der Sensoren befindet sich hinten am Saugroboter und die anderen beide jeweils links und rechts an der Front am Bumper.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Neato D10 ist so weit sehr gut, sodass ich von meiner Seite eigentlich keine wirklichen Kritikpunkte feststellen konnte. Der Kunststoff fühlt sich hochwertig an, die Oberfläche ist bis auf den Hochglanz verlaufenden Rand recht pflegeleicht. Des Weiteren können alle Wartung/- und pflegebedürftigen Elemente ohne Werkzeug ausgebaut und somit einfach gereinigt bzw. ausgetauscht werden. Dies betrifft unter anderem den Staubauffangbehälter, die Haupt- und Seitenbürste.

Das Reinigungstool zum eventuellen beseitigen von Haaren an der Hauptbürste hat Neato praktischerweise direkt an der Rückseite der kompakten Ladestation des Neato D10 integriert. Insgesamt eine sehr gute Verarbeitung, welche hier keine Kritik offenlässt. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-ArtLi-Ionen (6.200 mAh)
NavigationLiDAR-Lasernavigation, herkömmlicher Bumper und drei Sensoren für die Absturzerkennung, sowie ein Wandsensor
FarbeGrau
Lautstärkekeine genaue angaben aber in den niedrigen Stufen eine akzeptable Lautstärke. In den höheren Saugstärken deutlich lauter
Hauptbürsteeine Mischbürste (halb Gummilippe und halb Mittelharte-Bürsten).
Formsselten verwendete D-Form mit einer Seitenbürsten
Betriebszeitbis zu 5 Stunden bzw. gut 250 m²
SensorenSturzsensoren, Wandsensor
MaßeSaugroboter: 32,28 cm x 33,58 cm x 10,14 cm cm (L x B x H)
Gewicht3,34 kg
LieferumfangSaugroboter Neato D10
Ladestation
Stromkabel (2m)
2x HEPA Filter (einer eingesetzt, zwei als Ersatz)
Reinigungswerkzeug
Neato Helix Multi-Surface-Bürste
austauschbarer und bereits eingesetzter Lithium-Ionen-Akku
verschiedene Beschreibungen bzw. Anleitungen
Technische Daten des Neato D10

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Neato D10 ist sehr einfach und wird komplett über die kostenlose App „MyNeato“ Schritt für Schritt erklärt.

Nachdem man den Neato D10 und die kleine Ladestation ausgepackt hat, muss man an beiden Produkten noch ein paar Folien abziehen, welche die Hochglanzoberflächen schützen. Transportsicherungen gibt es hingegen jedoch nicht, da hier beim Transport alles bereits sicher durch die Verpackung gesichert wird. Am Saugroboter ist bereits alles montiert, sodass es hier nicht noch erforderlich ist, die magnetische Seitenbürste anzubringen. Somit muss man nur die Ladestation mit dem Netzkabel verbinden, dieses wiederum mit dem richtigen Stecker (EU) bestücken und schon kann eigentlich die Einrichtung über die App beginnen. 

Da der großer 700 Milliliter große Staubbehälter zum Gehäuse gehört, ist dieser hier natürlich ebenfalls bereits an seinem Platz eingesetzt. Eine Wischfunktion bietet Neato nicht an, somit muss auch kein Wassertank oder Wischtuch eingesetzt bzw. angebracht werden.

Hat man die App auf das Smartphone installiert uns startet diese das erste Mal, muss man sich zu aller erst ein Konto erstellen, sofern man noch keines besitzt. Anschließend geht es darum, den neu erworbenen Saugroboter mit dem Konto zu verknüpfen bzw. in die App zu integrieren. Dazu tippt man unten auf das „+“ (neuen Roboter hinzufügen). Dann muss man, sofern nicht aktiviert die Standortfreigabe und Bluetooth aktivieren und zustimmen, dass die App den Zugriff erhält, damit diese nach dem Saugroboter suchen kann. Danach bekommt man in der App eine Check-Liste angezeigt, was die erforderlichen Punkte sind, welche man erledigen muss, damit der Roboter gefunden werden kann. Diese dann entsprechend alle Erledigen und mit einem grünen Hacken versehen, sodass kurz darauf die App mitteilt, dass der Roboter gefunden wurde. Daraufhin muss man noch kurz die „Info-Taste“ am Roboter für knapp 3 Sekunden gedrückt halten und schon geht die Einrichtung weiter. 

Im Anschluss muss man den Roboter natürlich noch ins WLAN-Netz einbinden, dazu wählt man das richtige Netzwerk aus, sofern nicht schon vorgewählt und gibt das zugehörige Passwort ein. Danach wird der Neato D10 mit dem Netzwerk verbunden und installiert automatisch das aktuelle Update, was bei mit gut 10 bis 15 Minuten gedauert hat. Ist das Update installiert und der Neato D10 hat seinen Neustart durchgeführt, ist dieser auch schon direkt einsatzbereit. Danach ist man auch schon auf der zukünftigen Startseite und der Saugroboter wäre direkt nach dem vollen Aufladen des Akkus für seinen ersten Einsatz bereit.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Bei dem Neato D10 handelt es sich wie bei allen Saugrobotern des Unternehmens um reine Saugroboter, die eben nur saugen, nicht mehr und auch nicht weniger. Also eine Wischfunktion wird einem hier definitiv nicht geboten. Die Reinigungsleistung des Neato D10 ist so weit gut, hängt jedoch auch von der gewählten Saugstufe ab, den im Automatikmodus saugte dieser im Reiskörner-Test nur wenige Körner ein, während mein Roborock S7 MaxV Ultra fast alles bis auf drei Körner eingesaugt hat. Gut ein Fall, welcher im Alltag selten vorkommt, vielleicht nur, wenn einem die Tüte Reis in der Küche auf den Boden fällt. Jedoch muss man hierfür dann eben die Saugstufe erhöhen, was bei Roborock nicht der Fall ist.

Die maximale Saugleistung gibt Neato beim Neato D10 leider nicht an, aber insgesamt ist diese gut und ich vermute hier rund 2.500 bis 3.000 Pa. Der Saugroboter bietet insgesamt drei manuelle Saugstufen und einen Automatik-Modus, bei dem die Saugleistung auf den entsprechenden Boden angepasst werden soll. Der Eco-Modus ist für alle Hartböden gedacht und saugt Haare und viel des täglich anfallenden Schmutzes ein. Im Turbo-Modus saugt der Staubsauger nochmals deutlich mehr ein und so kann sich der Dreck, welcher unter den Staubsauger landet, direkt verabschieden, denn dieser wird mit einer hohen Power in den große Saubbehälter eingesaugt. In der höchsten Stufe, dem Max-Modus, wird jeglicher Staub, welcher dem Neato D10 in die Quere kommt, eingesaugt, sodass einem hier eine sehr hohe Saugleistung geboten wird. Im Alltag habe ich hier jedoch eigentlich grundsätzlich den Automatik-Modus laufen lassen, da wir eigentlich nur Parkett und Fliesen haben, welche dabei gründlich gereinigt werden und auch die wenigen kleinen Teppiche werden sehr gründlich abgesaugt. Im Max-Modus wird auch der tief sitzende Staub aus den Teppichen herausgesaugt und daher hat hier der Schmutz im Alltag keine Chance. 

Bei der Navigation setzt Neato auf eine präzise Vermessung der Räumlichkeiten durch den LiDAR-Sensor an der Oberseite. Dabei handelt es sich um einen Sensor, welcher an der Oberseite unter der Abdeckung permanent rotiert und dabei einen Karte für sich zur Navigation und eine visuelle für den Nutzer erstellt. 

Die Lasernavigation bietet den Vorteil, dass diese auch bei Dunkelheit problemlos funktioniert, aber zugleich hat diese auch den Nachteil, dass diese Spiegel und Glastüren nicht als Hindernis bzw. Wand erkennt. Somit ist es bei uns z. B. so, dass die Terrassentüren durch den Laser durchbrochen werden und somit sieht es auf der Karte hier teilweise so aus, als würde hier der Raum noch weiter gehen. Dies stört zwar nicht, sieht jedoch optisch etwas unschön aus. Gegen einen Spiegel fährt der Roboter dann jedoch hin und wieder, aber durch die gut gefederten Bumper passiert hier absolut nichts. 

Mit dem von inzwischen in allen Saugroboter zum Einsatz kommenden rotierenden Laserdistanzsensor misst der Roboter permanent den Abstand um sich herum, und zwar in alle Richtungen. Aus diesen Informationen bzw. Messwerten erstellt dieser schließlich die Raumkarte eurer Wohnung oder dem Stock vom Haus, wo dieser arbeitet. 

Die Navigation von Grund auf ist beim Neato D10 nicht sonderlich anders als bei den bisher von mir getesteten Modellen von Zaco, Roborcok oder Ecovacs. Startet man die Reinigung, unterteilt der Roboter die Wohnung bzw. größere Räume im Haus automatisch in mehrere kleine Bereiche bzw. Sektoren. Diese umfährt dieser dann zuerst in einer etwas zügigeren Fahrweise komplett an den Wänden herum an, bis der äußere Bereich einmal komplett umfahren und dabei gereinigt wurde. Direkt danach beginnt dieser dann den inneren Teil in geraden Bahnen abzufahren, sofern dazwischen keine Hindernisse sind. Sind diese vorhanden, dann umfährt dieser diese selbstverständlich automatisch.

Die Navigation während des Reinigungsvorgangs ist so weit gut. Der Roboter weiß durch den ersten kompletten Reinigungsvorgang, bei dem man vorher alle Gegenstände wie Schuhe usw. entfernt hat jederzeit, wo sich dieser gerade beim Reinigungsvorgang befindet. Somit lässt dieser, auch wenn es manchmal so aussieht, keinen Bereich aus, schließlich kommt dieser im Laufe der Reinigung zu dem zuvor ausgelassenen Bereich zurück und schließt damit die komplette Reinigung mit Bravour ab. 

Treppen kann der Neato D10 wie seine Mitbewerber nicht versehentlich herunterstürzen, denn um dies zuverlässig zu verhindern, hat Neato wie viele andere Hersteller den Saugroboter am Boden mit mehreren Absturzsensoren ausgestattet. Durch diese besagten Sensoren, welche an der Hinterseite und an der Front am Unterboden des Saugroboters angebracht wurden, erkennt der Saugroboter einen Abgrund, bremst davor ab und fährt die Kante entlang ab. Durch genau diese Sensoren kann es jedoch wie bei zahlreichen anderen Saugrobotern zu Problemen mit Teppichen kommen. Habt ihr z. B. einen weißen Boden und einen dunklen kurzhaarigen Teppich, dann könnte es dazu kommen, dass die Sensoren dies als Abgrund erkennen und der Roboter somit nicht über bzw. auf den Teppich fährt. Da wir doch ein Parkett aus Eiche haben, ist der Kontrast anderes uns somit kam es hier zu keinem Problem.

Hinderniserkennung und Überwindung

Neben einer präzisen Navigation ist bei einem Saugroboter auch die zuverlässige Hinderniserkennung und deren Überwindung sehr wichtig. Schließlich sollte ein Roboter nicht nur einen Teppich erkennen und dabei automatisch die Saugleistung anpassen, sondern auch eventuell vorhanden Übergangsleisten zwischen den Räumen usw. ohne Probleme überfahren können.

Hier war ich im Test des Neato D10 doch ein wenig enttäuscht, denn schlicht und einfach hat man hier auf eine präzise Hindernisserkennung verzichtet. Abgesehen von dem großen Bumper an der Front, mit welchem der Saugroboter sich an den Wänden und sonst überall entlang tastet, gibt es nichts Weiteres, was dafür zuständig ist. Der LiDAR-Sensor an der Oberseite dient schließlich nur zur Navigation und hilft bei der Hindernisserkennung nicht wirklich. Es fehlt dem Neato D10 schlicht und einfach gesagt an der entsprechenden Sensorik, welche ihm hilft zu erkennen, was vor ihm liegt. Das führt nicht nur dazu, dass der Roboter Socken usw. einfach überfahren und diese in seine rotierende Walze einsaugt, sondern auch dazu, dass er in enge Stellen hineinfährt und sich so festfahren kann. Hier ist es bei Roborock und Co. nämlich anders, dieser umfährt die Hindernisse großzügig, während der Neato D10 einfach über diese fährt, sofern der Bumper nicht angefahren wird. Daher gilt hier auf jeden Fall alles, was zur gefahren werden kann, wegzuräumen, was bei zeitgemessen neuen Saugrobotern nicht notwendig ist.

Mit Türschwellen hat der Neato D10 wiederum keinerlei Probleme. So kann der Neato D10 Übergänge von gut 2 bis 3 Zentimeter überfahren, was zwar ganz gut ist, aber bei mir wollte dieser somit auch gerne über meine Waage im Bad fahren. Abgründe wie z. B. die an unserer Treppe erkannte der Saugroboter wiederum ohne Probleme, sodass dieser bei keinem Reinigungsvorgang die Gefahr lief, die Treppe herunterzufahren. Dennoch war ich eben einfach von der Hindernisserkennung doch etwas enttäuscht, denn man muss hier auf deutlich mehr achten, was bei Roborock und Ecovacs mit zusätzlichen Sensoren einfach nicht der Fall ist. 

Die Ladestation hat der Neato D10 wiederum auf Anhieb immer direkt nach seiner Reinigung wieder gefunden. Dabei kann der Platz um die Ladestation auch schon leicht geringer sein als die 30 cm rundum, welche Neato angibt. Beim anfahren der Ladestation fährt der Saugroboter bis kurz vor die Station, dreht sich um, fährt kurz wieder etwas weg und fährt dann zielstrebig mit einem Hin und Her wackeln mit seinen Kontaktflächen auf die Station.

Saugleistung

Der Neato D10 bietet, wie ich zuvor schon erwähnt habe, insgesamt drei Saugstufen sowie ein Autoantik-Modus, bei welchem die Saugleistung automatisch dem aktuellen Boden angepasst wird. Ich habe hier im Test vorrangig den Automatik-Modus verwendet und dabei lieferte der Saugroboter eine gute Saugleistung für die regelmäßigen Reinigungsaufgaben. Schade find ich hier jedoch etwas, dass man, nachdem der Reinigungsvorgang gestartet wurde, die Saugleistung nicht mehr verändern kann, dies haben andere Hersteller besser gelöst. Die sehr breit verlaufende Hauptbürste sorgt dafür, dass der Saugroboter größere Bahnen fahren kann und somit eigentlich schneller bei der Reinigung wäre, wenn da nicht die teils etwas ungenaue Navigation eine Strich durch die Rechnung machen würde. Diese sorgt wie bereits erwähnt zum Teil dafür, dass der Roboter sich hin und wieder festfährt und somit etwas länger benötigt. Einmal war es z. B. der Fall, dass der Roboter mehrfach gegen die Wand gefahren ist, bis dieser wieder weiterfuhr. Es ist zwar selten, aber kommt eben hin und wieder vor, was bei anderen Modellen kaum bis nie der Fall ist.

Die Rand- und Eckenreinigung wird von Neato groß geworben, da hier der Vorteil der D-Form gegeben sein soll, doch hier war ich ebenfalls etwas enttäuscht. Hierfür ist die Seitenbürste einfach zu kurz ausgeführt, sodass der Roboter, welcher beim Abfahren der Ränder etwas weiter von der Wand entlangfährst. Somit wird der Schmutz nicht überall an den Rändern effektiv herausgeholt. Dies läuft bei runden Saugrobotern durch die langen Seitenbürsten deutlich besser, denn diese holen den Schmutz sehr gut zur Hauptbürste. An den Ecken fährt der Saugroboter dann zwar die eine Kante an, fährt dann jedoch zurück, um besser in die Ecke zu kommen. Dabei fährt dieser aber zum Teil etwas zu weit zurück und somit ist dieser wieder von der Wand entfernt und erneut wird der Dreck nicht aus den Ecken geholt. 

Positiv ist wiederum, dass die Saugleistung beim Befahren von Teppichen automatisch erhöht wird. Dies sorgt jedoch dann selbstverständlich zugleich auch für eine höhere Lautstärke des Saugroboters. Daher wird es dann schon hin und wieder bei Teppichen lauter, sodass Fernsehen nebenher nicht wirklich so toll ist.

(Reinigungsleistung: 3,5 von 5 Punkten)

App

Wie bereits im Laufe des Testberichts erwähnt, können sämtliche Einstellungen des Neato D10 mithilfe der neu designten App eingestellt werden. Hier hat Neato eine tolle, übersichtliche App entwickelt, die alle wichtige Funktionen auf der Startseite zeigt und alles Weitere kann in den Nebeneinstellungen eingestellt werden. Die Einbindung des Neato D10 in die kostenlose „MyNeato“ App ist selbsterklärend bzw. wird wie bereits erwähnt, sehr verständlich und Schritt für Schritt erklärt. Somit sollte dies für alle Nutzer kein Problem sein und in kurzer Zeit erledigt sein.

Unbekannte App
Preis: Kostenlos
MyNeato
Preis: Kostenlos

Direkt auf der Startseite sieht man nach der ersten kompletten Reinigung die erstellte Karte und deren Zonen, sofern man dieser eingerichtet hat. Wie das geht, beschreibe ich später noch. Den Saugroboter kann man direkt von der Startseite aus starten, pausieren oder auch zurück zur Ladestation schicken. Außerdem kann man hierüber direkt bestimmen, in welchem Saugmodus gereinigt werden soll. Dabei aber, wie bereits erwähnt beachten, dass man den gewünschten Modus vor der Reinigung bestimmt, denn während der Reinigung kann dieser nicht mehr verändert werden. Sollte der Roboter stecken oder irgendwie auch an etwas hängen bleiben, dann kann man diesen auch lokalisieren. Das ist hierbei sehr sinnvoll, denn somit gibt dieser einen Ton von sich, sodass dieser recht schnell gefunden werden kann. Im Test zeigte sich, dass diese Funktion häufiger gebraucht werden kann, denn hat man hier nicht gerade alle Hindernisse picobello weggeräumt, dann kommt es vor, dass der Roboter sich eben festfahren könnte. 

Des Weiteren wird einem direkt auf der Startseite der Akkustand des Saugroboters angezeigt und man kann den Roboter auch losschicken, sodass dieser einzelne Räume bzw. Zonen reinigt. Ganz so einfach und umfangreich wie bei Roborock ist dies jedoch nicht, da hier nur quadratische Zonen über die Räume gelegt werden können. Kurz gesagt, Neato erstellt hier keine Raumkarte, sondern nur eine gesamte der Etage.  

Im Menü Links „Routinen“ kann man Reinigungsroutinen planen, sodass man genau festlegen kann, an welchen Tagen, zu welcher Uhrzeit und in welcher Saugstufe das Geschoss komplett bzw. nur eine Zone gereinigt werden soll. Ganz links wiederum sieht man den Verlauf aller ausgeführten Reinigungsvorgänge. Dabei wird direkt die Karte gezeigt, welche Fläche „(blau eingefärbt) gereinigt wurde und und welcher Saugmodus dabei aktiv war. Ebenso wird hier die benötigte Zeit und die gereinigt Fläche dargestellt, sodass man alles Wichtige direkt auf einem Blick sehen kann. 

Auf das Menü „Meine Karten“ gehen ich gleich im nächsten Punkt noch ausführlicher ein, zuvor möchte ich noch kurz auf das letzte Menü eingehen. Hier kann man unter anderem die Firmware einsehen, die Sprache ändern, was ich hier gleich auf Deutsch einstellen würde und man kann bei „Roboterpräferenzen“ bestimmen, was der Roboter tun soll, welche dieser den Raum nicht erkannt hat. Dies kann z. B. vorkommen, wenn man die Ladestation wo anders hingestellt hat oder größere Möbelstücke bewegt hat. Hierbei hat man „immer reinigen“ oder „Reinigung abbrechen“ zur Auswahl, ganz nachdem, was einem sinnvoller erscheint.

Kartenerstellung

Wie jeder aktuelle Saugroboter mit einem Laserdistanzsensor erstellt auch der Neato D10 voll automatisch während der Reinigung eine sehr genaue Karte der eigenen Räumlichkeiten. Das funktioniert so weit sehr gut und der Roboter passt seine neue Karte nach jeder Reinigung der alten an, sodass diese immer aktualisiert wird und somit orientiert sich der Saugroboter an dieser. Daher weiß dieser eigentlich immer, wo dieser gerade ist. Leider kann man mit der erstellten Karte wiederum nicht so umfangreich agieren, wie ich es von den anderen Herstellern gewohnt bin, sodass man hier nur Sperrzonen und Raumzonen erstellen kann, mehr nicht. Mann kann keine Räume teilen, virtuelle Wände einziehen usw. 

Mit dem erstellen von sogenannten Sperrzonen kann man sehr einfach und genau bestimmen, wenn der Neato D10 bestimmte Bereiche nicht mehr befahren soll. Das kann z.B ein Abschnitt sein, wo dieser sich festfährt, oder das Spielzeug des Kindes, welches dieser nicht umher schieben sollt, was durch die fehlenden Sensoren gerne passiert. Erstellt man in die Sperrzonen in diesem Fall nicht, dann würde der Neato D10 diese einfach umfahren und zum Teil sogar einsaugen. Für die Sperrzonen können jedoch nur Quadrate eingesetzt werden, also ganze virtuelle Wände können eben nicht eingesetzt werden.

Neato hat den Neato D10 mit einer Einzelraumreinigung ausgestattet. Wobei diese nicht so einfach vonstattengeht wie bei Roborock usw.. Man sollte hier nämlich mehr oder weniger von einer Einzelzonenreinigung sprechen, denn genau wie bei den Sperrzonen muss man hier quadratisch die Räume bestimmen und dann aber nicht auswählen, dass es eine nicht „“befahren Zone, sondern eine befahrbare Zone werden soll. Dann kann man diese Zone entsprechend mit Raumnamen versehen und diese dabei über die entsprechende Räume legen. Später kann man dann diese Zonen für die Reinigung einzeln auswählen, sodass z. B. nur das Bad gereinigt werden soll. Bei einer kompletten Reinigung wird dann wiederum weiterhin die komplette Etage gereinigt und alle anderen Zonen bis auf die Sperrzonen werden ignoriert.

Aktuell können noch nicht mehrere Etagen gespeichert werden bzw. es kann nur eine Karte gespeichert werden. Die soll laut Neato noch nachgereicht werden, ist aber bis dato leider noch nicht der Fall. Die App ist somit insgesamt recht übersichtlich gehalten, aber dies liegt unter anderem daran, dass diese nicht solch ein Umfang bietet wie bei der Konkurrenz. Hier ist alles auf das Nötigste reduziert, was funktioniert, aber wenn man betrachtet, was die Konkurrenz kann, dann war ich hier doch schon sehr enttäuscht. Also ehrlich gesagt ist der Umfang der Funktionen der heutigen Zeit entsprechen nicht mehr wirklich zeitgemäß. 

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke des Neato D10 ist gut. Er ist nicht übertrieben, leise, aber auch nicht der extrem laute. Dies ist jedoch abhängig von der gewählten Saugstufe, aber im Automatikmodus ist der Neato D10 absolut im Rahmen und da wir den Roboter eh laufen lassen, wenn wir nicht zause sind, ist die Lautstärke meiner Meinung nach nicht so schlimm. Der Roborock S7 MaxV Ultra ist zwar definitiv leiser, aber hier sind wir preislich gesehen auch wieder in einer anderen Liga. Gerade die Räder sind hier etwa lauter und das häufige Klacken des Bumper ist hier auch definitiv hörbar, was bei anderen Modellen deutlich seltener der Fall ist und dies somit insgesamt leiser sind.

(Lautstärke: 3,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Der im Saugroboter wird mit einem 6.200 mAh großen Akku bestückt, einem ordentlichen und großen Akku. Dieser soll laut Neato eine Reinigung von bis zu 300 Minuten, also gut fünf Stunden Laufzeit ermöglichen. Dies ist eine sehr gute Laufzeit, aber auch notwendig, denn der Roboter braucht für eine komplette Reinigung etwas länger als mein Roborock S7 MaxV Ultra. Dennoch gilt auch hier wie bei allen anderen Saugroboter, habt ihr viele rechteckige Zimmer, welche der Saugroboter nach dem Rand abfahren, möglichst im inneren Feld gerade abfahren kann, dann reicht die Akkulaufzeit weiter aus, als wenn hier viele Tischfüße usw. im Weg sind. Erfreulich finde ich, dass der Akku als Ersatzteil direkt von Neato und auch anderen Anbietern angeboten wird. Somit kann dieser bei eine defekt nach der Garantie ausgetauscht werden. Dazu muss man einfach die kleine längliche Abdeckung am Boden direkt hinter der Hauptbürste aufschrauben, den alten Akku abklemmen und herausnehmen und genau anders herum wieder den neuen Eisnetzen.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Neato D10 hat der bekannte Hersteller der Saugroboter in D-Form ein neues Flaggschiff vorgestellt. Damit verspricht man eine 60 % höhere Saugleistung als beim D3 und D5  und zudem ist hier ein echter HEPA-Filter integriert, der bis zu 99,97 % der Allergene und Staubfilter mit einer Größe von nur 0,3 Mikrometer aufnimmt. Das hier drei Modi und einem Automatik-Modus zum reinigen zur Auswahl stehen und eine lange Akkulaufzeit von bis zu 300 Minuten. Hierbei hat Neato nicht zu viel versprochen und bietet genau auch dies, aber leider auch nicht wirklich viel mehr. 

Preis/Leistung

Schließlich kaufe ich mir ein Saugroboter, dass dieser mir Arbeit abnimmt und einfach ohne Probleme funktionieren soll. Somit möchte ich kein Gerät, welches sich hier und da festfährt und bevor ich das Haus verlasse und den Saugroboter laufen lassen möchten, muss ich hier noch zuerst alle störenden Gegenstände wegräumen. Das mag vielleicht vor rund 6 Jahren noch ok gewesen sein, aber es gibt hier viele Modelle, die dies schon deutlich besser können und auf die Gegenstände hinweisen und diese ohne Problem umfahren. Die Saugleistung ist ohne Frage gut, aber bezüglich der Navigation, der Hindernisserkennung und Umfahrung ist der Neato D10 einfach nicht mehr zeitgemäß. 

Neato D10

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://neatorobotics.de