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Ecovacs Deebot T9+

In aller Kürze

Der Ecovacs Deebot T9+ ist das neuste Flaggschiff der Saugroboter aus dem Hause Ecovacs, was sich auch im Preis widerspiegelt, denn es ist zugleich auch das aktuell teuerste Modell. Ob man sich hier das normale Modell ohne oder das Plus-Modell mit Absaugstation kauft, muss man selbst entscheiden. Mit ist der Saugroboter logischerweise teuerer, aber falls man diese später nachkaufen möchte, zahlt man dadurch jedoch deutlich mehr im Gesamtpreis. 

Der Ecovacs Deebot T9 ist auf jeden Fall aktuell einer der führenden Saugroboter, zusammen mit dem Roborock S7, den ich von meiner Schwiegermutter kenne. Der Ecovacs Deebot T9 bietet auf jeden Fall viele Funktionen und die Hinderniserkennung ist sehr gut. Die elektronisch ausgeführt Wischplatte die bereits im Vorgängermodell Einzug erhalten hat, liefert im Alltag eine gründliche Reinigung, jedoch sorgt die Vibration dafür, dass der Saugroboter deutlich lauter ist als ohne die Wischfunktion.

Gefällt uns

  • sehr schnell und einfache Einrichtung
  • gutes Reinigungsergebnis
  • gute Navigation
  • tolle Wischfunktion
  • viel Spielraum bei der Kartenerstellung
  • Lufterfrischer
  • aktuell beste Hinderniserkennung auf dem Markt
  • praktische Absaugstation mit Beutel

Gefällt uns weniger

  • hoher Preis
  • etwas lauter da elektronische Wischplatte

Ecovacs Deebot T9+

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Ecovacs Deebot T9+ wird aufgrund der zusätzlichen Absaugstation in einem deutlich größeren Karton geliefert, als wenn man sich z. B. nur für den Saugroboter alleine entscheidet. Die Verpackung wurde an den Seiten mit zwei Transportlaschen versehen, sodass man das üppige und somit auch etwas schwerere Paket leichter Transportieren kann.   

Die Verpackung kommt im gewohnten blau/weis daher und ist rundum mit einigen Details und Bildern zum Produkt versehen worden. Daher geht Ecovacs hier in diesem Fall nicht nur auf den Saugroboter, sondern auch auf die Vorteile der zusätzlichen hier enthaltenen Absaugstation ein.

Nachdem man die Verpackung an der Oberseite geöffnet hat, findet man, wie ich es von Ecovacs bereits gewohnt bin, alles schön säuberlich verpackt. Hier wurde alles so gut verpackt, sodass man, sofern man alles wieder sicher verstaut bekommt, die Verpackung quasi zum Transport des Saugroboters samt Station nutzen könnte, doch diese wird hier glaub kaum jemand damit vorhaben, sondern den Saugroboter schön fleißig zu Hause das Haus reinigen lassen. 

In den einzelnen Kartons ist dann wie bereits erwähnt der Zubehör verpackt und damit man direkt Bescheid weis, wo sich was verbirgt, hat Ecovacs an der Außenseite entsprechende Symbole angebracht. Anders als ich es von den bisherigen Saugrobotern aus dem Hause Ecovacs gewohnt bin, ist der Lieferumfang des Ecovacs Deebot T9+ etwas kleiner ausgefallen, bis auf die hier in diesem Set enthaltene Absaugstation und deren Zubehör.

Im mittleren Teil mit dem Transportgriff erkennt man schon anhand des Symbols, dass sich darin der Ecovacs Deebot T9 befindet, während man schon direkt daneben den oberen Teil der neuen Absaugstation sehen kann, welche durch die Entnahme der Kartons komplett herausgenommen werden kann. Im Karton davor verbirgt sich dann das restliche Zubehör wie z. B. die Seitenbürsten, Wischtücher, Wischplatte mit Tank, Netzteil usw. Somit kommt man hier komplett auf folgenden Lieferumfang: Die im Ecovacs Deebot T9+ enthaltenen Absaugstation inkl. Netzkabel, einem eingesetzten Staubbeutel und einen zusätzlichen Ersatzbeutel. Der eigentliche Deebot T9, der Ozmo Pro Wassertank mit Wischaufsatz sowie einen 10-er Pack Einwegwischtücher, zwei Seitenbürste, der neue Lufterfrischer-Duft „Wild Bluebell“ und die üblichen Beipackzettel in Form einer ausführlichen Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Der Ecovacs Deebot T9 ähnelt sehr dem Deebot T8, außer dass dieser damals in meinem Test das schwarze Modell war und der Deebot T9 nun das weiße Modell ist. Vom Formfaktor ist dieser weiterhin Rund und nimmt im Durchmesser etwas mehr als 35 cm ein und in der Höhe ist dieser wie das Vorgängermodell inkl. Laserabdeckung knapp 9,3 cm hoch. Das Gesamtgewicht liegt auch hier bei knapp 3,6 kg, was soweit absolut in Ordnung ist, da man dadurch den Saugroboter leichter von Stock zu Stock tragen kann.

Beim Gehäuse setzt Ecovacs weiterhin auf einen hochwertigen Kunststoff, der pflegeleicht ist, da man diesen zum Großteil mit einem matten Oberflächenfinish versehen hat und das ganze weder einen billigen Eindruck hinterlässt, noch dazu neigt, denn Staub zu sehr anzuziehen.

An der Oberseite des Saugroboters befindet sich weiterhin wie auch bei den Modellen davor eine große Klappe, welche knapp 2/3 der gesamten Oberfläche einnimmt. Unter dieser Klappe verbirgt sich unter anderem der Staubbehälter sowie der Hauptschalter zum Ein- und Ausschalten des Roboters und ein Sync-/Reset-Knopf. Dieser kleine Reset-Knopf wird dafür benötigt, den Saugroboter später beim Einrichtungsvorgang mit dem Wi-Fi zu verbinden. Als sehr praktisches Tool hat sich bei mir das kleine Reinigungswerkzeug erweisen, welches man hier ebenfalls unter der Abdeckung findet. Damit lassen sich z. B. lange Frauenhaare, welche sich sehr gerne um die Hauptbürste wickeln, sehr einfach von der Hauptbürste an der Unterseite entfernen.

An der Oberseite versteckt sich unter der erhöhten Abdeckung mit dem Ecovacs Logo der sehr wichtige Laserdistanzsensor (LDS), welcher für die genau Navigation unverzichtbar ist. Durch diesen wird eine präzisere Navigation ermöglicht, sodass der Roboter beim Abfahren des Raumes eine Karte erstellt und nach dem ersten kompletten Reinigen immer genau weiß, wo dieser gerade steht oder hinfahren soll. Doch wie bereits beim Vorgängermodell, dem Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi ,setzt Ecovacs nicht nur auf den bewerten LDS, sondern ebenfalls wieder auf eine an der Front verbaute Kamera inkl. Sensoren. Dadurch soll die Navigation noch präziser werden, da der Roboter somit problemlos z. B. ein Kleidungsstück, welches noch auf dem Boden liegt, erkennen soll. Direkt neben der LDS-Abdeckung, befindet sich noch ein Ein-/Ausschaltknopf, mit welchem man z. B. den Reinigungsvorgang manuell starten bzw. stoppen kann. 

An dem vorderen Bereich verläuft zu den Seiten hinweg der typische halbrunde Stoßfänger, mit dem der Saugroboter durch das gelegentlich leichte Anfahren der Kanten im Raum bzw. Gegenstände wie z. B. Tischfüße usw. erkennt, wo etwas steht und wo die Wand im Raum endet und er in eine andere Richtung weiterfahren muss. Direkt frontal vorne befindet sich hinter einer Scheibe die bereits erwähnte Kamera, welche beim Navigieren helfen soll, die Zusätzlichen an den Seiten integrierten schwarzen Sensoren sollen ebenfalls dabei helfen, Wände usw. besser zu erkennen.

Von unten betrachtet befindet sich direkt vorne die Ausgleichsrolle und daneben die beiden Ladekontakte, mit welchen der Saugroboter beim Aufladen auf die Ladestation bzw. Absaugstation fährt. Direkt davor findet man wie vom Vorgängermodell gewohnt, zwei der insgesamt 6 Sensoren, mit denen der Saugroboter Abgründe erkennen kann, sodass verhindert wird, dass dieser eine Treppe herunterfährt und zudem erkennt er mit diesen Sensoren Teppiche. Die restlichen Sensoren sind links und recht neben den großen Antriebsrädern und die letzten zwei kurz vor dem Wassertank-/ Lufterfrischer-Einsatz. Damit der Staub aus den Ecken zu der Hauptbürste geleitet wird, besitzt der Ecovacs Deebot T9 die typischen rotierenden Seitenbürsten, von denen eine rechts und eine weitere links angebracht wird. Diese muss man selbst anbringen, dies ist jedoch kein Problem, da diese nur gesteckt werden. 

Etwas mittig des Saugroboters befindet sich dann noch die sehr wichtige rotierende Haupt-Reinigungsbürste unter eine Abdeckung, welche zur Reinigung leicht demontiert werden kann. Direkt daneben sind zwei kleine Klappen integriert, über welche die Absaugstation direkt den Staub aus dem Staubauffangbehälter aussaugen kann. An der Rückseite kann dann bei Bedarf entweder der Einsatz, welcher von Werk eingesetzt wurde, verwendet werden und sofern vorhanden ein Lufterfrischer eingesetzt werden oder man setzt den Wischaufsatz mit dem Wassertank ein, der so genante OZMO-Pro- Wischaufsatz, damit der Saugroboter neben dem Saugen im gleichen Schritt auch feucht wischt. Die Modellbezeichnung OZMO hat Ecovacs nicht mehr im Namen des Saugroboters, da die Wischfunktion mittlerweile in allen Saugrobotern Einzug erhalten hat und somit nicht mehr extra erwähnt werden muss.

Absaugstation

Die neue Absaugstation welche in zum ersten Mal im Einsatz habe, ist natürlich deutlich größer als die herkömmliche und einfach gehaltene Ladestation, wie diese z. B. beim normalen Ecovacs Deebot T9 enthalten ist. Anfangs, als ich gelesen habe, dass nun die ersten Hersteller eine zusätzliche Absaugstation mit anbieten, dachte ich, was ist das denn nun für ein unnötiges Teil, doch inzwischen habe ich die Station einige Zeit im Gebrauch und muss ganz klar sagen, ich wurde nun etwas anderem belehrt und finde die Station klasse.

Die automatische Absaugstation entleert den kleinen Staubbehälter des Depot T9 nämlich automatisch und dies sehr gründlich, ohne dass der Nutzer etwas tun muss. Die Absaugstation kommt bei mir wie der Saugroboter in einem komplett weißen Design daher und ist knapp 43 cm hoch, 30 cm breit und 40 cm tief. Im Deckel der Station ist bereits bei der Anlieferung ein Einweg-Staubbeutel eingesetzt, so wie man es von herkömmlichen Staubsaugern mit Beutel kennt. Diese fasst insgesamt 2,5 Liter und besteht aus umweltfreundlichen Materialien. Der Beutel besteht aus drei Schichten und sorgt somit dafür, dass 99 % der Staubpartikel aus der Luft herausgefiltert werden. Sobald der Saugroboter fertig ist, fährt dieser auf die Ladestation und wird direkt und voll automatisch von der Station leergesaugt, was für wenig Sekunden dafür sorgt, dass diese sehr laut ist.

Durch die Absauglöcher am Staubsaugerroboter wird der Staub von hier aus unten entlang und dann auch oben in den Staubbeutel transportiert und darin sicher aufbewahrt. Somit ist die Absaugstation auch sehr gut für Allergiker geeignet, denn der Staub muss nicht mehr selbst aus dem Behälter herausgeholt werden, sondern landet wie erwähnt sicher im Beutel. Beim Herausziehen des Beutels zieht man an dem blauen Bereich, sodass dieser dabei automatisch verschlossen wird und kein Staub austreten kann.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der beiden im Ecovacs Deebot T9+ Set enthaltenen Produkte ist wie von Ecovacs gewohnt sehr gut. Hier konnte ich an keinen der beiden Produkten Verarbeitungsmängel feststellen und der Kunststoff fühlt sich hochwertig an und vermittelt eine lange Lebensdauer. Die Kunststoffoberfläche rundum wurde zum Glück großteils in matt gehalten, sodass der Staub nicht so sehr davon angezogen wird und zudem nicht direkt so schnell auffällt. Die obere Klappe hingegen hat man dann wiederum in Hochglanz gehalten, sodass darauf wiederum den Staub, der darauf haften bzw. liegen bleibt, direkt etwas mehr ausfällt.

Sämtliche pflegebedürftigen Elemente können wunderbar ausgebaut und somit einfach gereinigt werden. Dies betrifft unter anderem den Wassertank, Staubauffangbehälter, die Haupt- und Seitenbürsten usw. Alles kann hier problemlos ohne zusätzliches Werkzeug ausgebaut werden.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-ArtLi-Ionen (5.200 mAh)
NavigationTrueDetect 2.0 mit dToF-Lasersensor, Kamera, weiteren Sensoren und Puffer
Farbeweiß
Lautstärke47 bis 67 dB (je nach eingestellter Saugstufe und ob mit oder ohne elektronische Wischplatte)
Formklassische runde Form mit zwei Seitenbürsten
Betriebszeitbis zu 3 Stunden bzw. 300 m²
SensorenHebesensor; Sturzsensoren und automatische Teppicherkennung, Kamera zum erkennen von Objekten
Maße35,00 cm x 9,3 cm (Durchmesser x Höhe)
Gewicht3,5 kg
Akkulaufzeitmax. 3 Stunden
Saugleistung3.000 pa
Absaugstation-Behälter2,5 Liter
LieferumfangEcovacs Deebot T9 Saugroboter
Ladestation bzw. in diesem Fall Absaugstation
2x Staub-Beutel einmal in Absaugstation und einer als Ersatz
2x Seitenbürsten
1x Staubbehälter
10 Stück Einweg-Reinigungstücher
elektronisch Wischplatte mit Wassertank
Benutzerhandbuch
1x Reinigungswerkzeug
Technische Daten des Ecovacs Deebot T9+

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Ecovacs Deebot T9 bzw. beim T9+ Modell ist wie von Ecovacs gewohnt sehr einfach und wird in der App, die kostenlos angeboten wird, sehr verständlich Schritt für Schritt erklärt.  

Nachdem man den Saugroboter und die Absaugstation ausgepackt und alle Verpackungselemente entfernt hat, kann man am Saugroboter direkt die beiden Seitenbürsten montieren. Diese findet man im separaten großen Karton, wo auch der ganze restliche Zubehör verstaut wurde. Vertauschen kann man die beiden Seitenbürsten eigentlich nicht, den um dies zu vermeiden, hat Ecovacs den Halter und die Bürsten paarweise in gleichen Farben gehalten. Somit gibt es hier eine rote und grüne Bürste, die jeweils am passenden Halter aufgesteckt wird.  

Den Staubauffangbehälter muss man nicht mehr einsetzen, denn dieser wurde bereits vom Hersteller an seinem entsprechenden Platz unter der Abdeckung platziert. Von Werk aus ist an der Rückseite also von hinten nicht der Wassertank, sondern der Lufterfrischer-Aufsatz eingesetzt. Wenn man nicht feucht Rauschwischen möchte, kann man hier bei Bedarf die im Lieferumfang beiliegenden Duft-Patrone einsetzen, dann verbreitet der Staubsauger beim Saugen zeitgleich einen dezenten frische Duft. Sofern man aber zusätzlich zum Saugen auch feucht wischen möchte, muss man den Wassertank auffüllen und diesen anstelle des Lufterfrischer einsetzen. Bei den älteren Modellen konnte man wahlweise noch zwischen der starren und elektrisch angetriebenen Wischplatte entscheiden, doch nun setzt Ecovacs wie die anderen Hersteller nur noch auf eine elektrische Ausführung. Den Wassertank muss man dann noch selbstverständlich auffüllen und eines der 10 beiliegenden Einweg-Wischtücher befestigen. Ein Mehrweg-Tuch, welches man immer wieder auswaschen kann, liegt leider nicht mehr im Lieferumfang bei, was somit nachgekauft werden muss, aber beim Preis von weit über 500€ wäre es sicherlich drin gewesen, entsprechend mindestens eines mit in den Lieferumfang zu geben. 

Bevor man den Saugroboter startet, sollte man diesen noch über die App einrichten, da dieser ein paar Firmware-Updates bekommt und zudem muss man die Ladestation bzw. in meinem Fall die Absaugstation noch aufstellen und mit dem Netzkabel verbinden. Schließlich soll der Roboter diese finden und sein Akku wieder aufladen können, sofern dieser leer sein sollte.

Anschließend kann man den Ecovacs Deebot T9 eigentlich auch ohne die von Ecovacs zur Verfügung gestellte App verwenden, doch meiner Meinung macht solch ein Saugroboter natürlich nur dann Sinn, wenn man dieser Programmieren kann und auch die Einstellungen vornehmen kann, was logischerweise nur über die App möglich ist.  

Die Einrichtung über die kostenlose App „EcovacsHome“, welche kostenlos für Android im GooglePlay Store und für iOS im Apple Store zur Verfügung gestellt wird, ist schnell und einfach erledigt, da diese sehr ausführlich und Schritt für Schritt erklärt wird. Nachdem man den alles ausgepackt hat und der Saugroboter auf die angeschlossene Absaugstation/Ladestation gestellt hat, kann man diesen am Hauptschalter unter der Abdeckung einschalten. 

Anschließend startet man die App und erlaubt der App, dass diese dem Nutzer-/in Push-Benachrichtigungen senden darf, sodass man z.B. Benachrichtigt wird, wenn der Reinigungsvorgang abgeschlossen wurde usw. Außerdem muss man sofern noch nicht vorhanden einen kostenlosesten Nutzer-Account erstellen, hierfür reichen jedoch die eigenen E-Mail-Adresse und ein selbst ausgedachtes Passwort aus. Danach landet man auf der Einrichtungsseite, wo es um die Einrichtung des Saugroboters geht. Hier klickt man dann einfach oben auf „Zum Hinzufügen QR-Code scannen“ und scannt den Code ab, welcher sich direkt unter der Klappe neben dem Hauptschalter befindet.

Nun geht es darum, den Ecovacs Deebot T9 mit dem eigenen WLAN zu verbinden. Dazu den Hauptschalter auf ein stellen, falls noch nicht geschehen und sobald man in der App darauf hingewiesen wird, kurz den Reset-Knopf daneben betätigen. Daraufhin sollte der Saugroboter einen kurzen Signalton von sich geben und bei der daraufhin erscheinenden Push-Benachrichtigung zustimmen, dass der Saugroboter sich mit eurem WLAN verbinden darf, welches ihr zuvor bei der Einrichtung ausgewählt habt und das Passwort eingegeben habt. Daraufhin wird der Saugroboter in euer Netzwerk eingebunden und der Roboter wird zudem in der App hinterlegt, sodass ihr diesem nun auch einen eigenen Namen geben könnt, sofern gewünscht. Anschließend kann man noch die Sprache von Englisch auf Deutsch usw. verändern und dann kommen schon die Hinweise, die aktuellen Firmware-Updates zu installieren, was bei mir zuerst von Version 1.2.7 auf 1.4.1 war und dann noch von 1.4.1 auf 1.4.8. 

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung

Bei der Reinigungsleistung liefert der Ecovacs Deebot T9 ein hervorragendes Ergebnis ab. Was unter anderem daran liegt, dass Ecovacs die max. Saugleistung von 1.500 pa verdoppelt hat und diese nun bei max. 3.000 pa liegt. Für eine präzisiere Navigation setzt man weiterhin auf die Kombi aus DToF-Laser-Sensor und die Kamera inkl. ihren Sensoren an der Front und an den Seiten. Letzteres hat man hier weiterentwickelt und somit trägt dies die Bezeichnung TrueDetect 3D 2.0. Die elektronische Wischplatte hat mir wiederum bereits beim Vorgängermodell sehr gut gefallen und entspricht auch soweit ich dies beurteilen kann absolut der, des Vorgängers. Hier ist es somit gut, dass Ecovacs hier nichts weiter verändert hat, denn wie heißt es so schön „ Never Change a running System“. Da sich die Reinigungsleistung meiner Meinung nach aus der intelligenten Navigation und der Saug- und Wischleistung zusammensetzt, möchte ich dies hier wie gewohnt in mehrere Unterkategorien unterordnen.

Navigation

Beim neuen Deebot T9 kombiniert Ecovacs die bereits sehr überzeugende Navigation via Laserdistanzsensor (DToF) zusammen mit der überarbeiteten, an der Front verbauten Kamera und ihren zusätzlichen Sensoren rund um den Saugroboter. Durch die weiterentwickelten Sensoren erstellt der Saugroboter eine sehr genaue Karte eurer Räume und diese kann in der App nun auf Wunsch auch in 3D angezeigt werden.

Der Ecovacs Deebot T9 erkennt meiner Meinung nach im Vergleich zum Vorgängermodell, dem Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi Hindernisse noch präziser und beim Beobachten konnte ich oft feststellen, das dieser die Tischbeine, Stühle und sogar Vorhänge gar nicht angefahren hat, sondern kurz vor dem Hindernis stehen blieb und an diesem vorbei gefahren ist. Durch die bereits vom Vorgänger bekannte Kamera, welche nun noch weiter verbessert wurde, erkennt der Deebot T9 kleinere Objekte wie das Spielzeug der Kinder, Socken, Schuhe usw. noch zuverlässiger. Dies konnte ich im Test sehr gut beobachten, wie gut dies inzwischen funktioniert, denn ein herkömmlicher Roboter fährt gegen diesen Gegenstand und sofern diese nicht den Stoßdämpfer auslöst, schiebt der Saugroboter diese einige Zeit vor sich her, was hier nicht passiert.

Mit dem bekannten rotierenden Laserdistanzsensor misst der Roboter permanent den Abstand um sich herum, und zwar in alle Richtungen. Aus diesen Informationen bzw. Messwerten erstellt dieser schließlich die Raumkarte eurer Wohnung oder dem Stock vom Haus, wo dieser arbeitet, wodurch dieser dann deutlich präziser navigieren kann als ohne diesen Sensor. Dadurch weiß der Deebot T9 eigentlich zu jeder Zeit, wo genau er sich gerade befindet, sofern dieser zuvor einmal den kompletten Stock gereinigt hat und eine Raumkarte erstellt hat. 

Die grundlegende Navigation des Ecovacs Deebot T9 ist jedoch nicht sonderlich anders als bei den bisher von mir getesteten Saugrobotern von Ecovacs. Startet man die Reinigung, unterteilt der Roboter die Wohnung bzw. größere Räume im Haus automatisch in mehrere kleine Bereiche bzw. Sektoren. Diese umfährt dieser dann an der Wand komplett herum, bis der äußere Bereich einmal komplett umfahren und dabei gereinigt wurde. Direkt danach beginnt dieser dann den inneren Teil in geraden Bahnen abzufahren, sofern dazwischen keine Hindernisse sind. Sind diese vorhanden, dann umfährt dieser diese selbstverständlich.

Die Navigation während des Reinigungsvorgangs ist sehr effizient. Der Roboter weiß durch den ersten kompletten Reinigungsvorgang, bei dem man vorher alle Gegenstände wie Schuhe usw. entfernt hat jederzeit, wo sich diese gerade beim Reinigen befindet. Somit lässt dieser, auch wenn es manchmal so aussieht, keinen Bereich aus, schließlich kommt dieser im Laufe der Reinigung zu dem zuvor ausgelassenen Bereich zurück und schließt damit die komplette Reinigung ab. 

Als Nutzer-/in kann man, während der Saugroboter reinigt, jederzeit live nachverfolgen, wo der Roboter schon entlanggefahren ist und wo er noch nicht war. Hat man im ersten Reinigungsvorgang festgestellt, dass der Roboter an einem Punkt oder mehren Probleme hatte und sich dabei festfahren kann, könnt ihr über die App Bereiche bestimmen, die er beim Reinigen nicht mehr befahren soll.

Treppen kann der Ecovacs Deebot T9 nicht versehentlich herunterstürzen, denn um dies zuverlässig zu verhindern, hat Ecovacs wie viele andere Hersteller den Saugroboter am Boden mit mehren Absturzsensoren ausgestattet. Durch diese besagten Sensoren, welche an Rand um den Unterboden des Saugroboters angebracht wurden, erkennt der Deebot T9 einen Abgrund, bremst davor ab und fährt die Kante entlang ab. Durch genau diese Sensoren kann es jedoch wie bei zahlreichen anderen Saugrobotern zu Problemen mit Teppichen kommen. Habt ihr z. B. einen weißen Boden und einen dunklen kurzhaarigen Teppich, dann passiert es meistens, dass die Sensoren dies als Abgrund erkennen und der Roboter somit nicht über bzw. auf den Teppich fährt.

Was mir bei der Navigation des Ecovacs Deebot T9 ebenfalls positiv aufgefallen ist, war das dieser im Vergleich zu den bisher von mir getesteten Saugrobotern auch häufiger rückwärts fährt, sodass dieser auch in besonders engen Stellen, die zudem etwas knifflig sind, hineinkommt. Jedoch hat dieser dann dennoch hin und wieder das Problem, dass dieser zwar hinein kommt, aber beim herausfahren aus den kniffligen Ecken wiederum ein Problem hat und sich gelegentlich festfahren kann. Wenn dies der Fall ist, hilft es hier entweder sofern möglich das Möbelstück oder den Gegenstand etwas zu versetzen oder man muss hier eine virtuelle Barriere in der Karte über die App einfügen.

Hindernisüberwindung

Neben einer präzisen Navigation ist auch eine Hindernisüberwindung beim Saugroboter sehr wichtig, denn ebenso wie Teppiche können dem Saugroboter auch Übergangsleisten zwischen den Räumen usw. im Weg sein.

Einen Teppich sollte der Ecovacs Deebot T9 daher problemlos überwinden, denn diesen ständig vor dem Reinigungsvorgang wegzuräumen, wird wohl niemand auf Dauer machen und wenn auf dem Teppich die Couch oder das Sofa steht, erst recht nicht. Ecovacs setzt daher auf die bereits von den Vorgängermodellen bekannte Antriebstechnik, durch welche auch der Deebot T9 keinerlei Probleme hat, einen Höhenunterschied von bis zu 2 cm zu überwinden. Damit dies jedoch problemlos gelingt, sollte die Kante leicht abgerundet sein, denn bei harten Kanten ist schon bei gut 1-1,5 cm Schluss. 

Sofern man eine die elektronisch gesteuerte Wischplatte montiert hat, erkennt der Roboter dies und überfährt dann automatisch keine Teppiche und somit müssen diese nicht weggeräumt werden. Möchte man diese wiederum abgesaugt haben, dann kann man die Wischplatte nach der Reinigung entfernen und den Saugroboter mithilfe der Karte den Bereich des Teppichs zeigen und ihm das Kommando geben, dass dieser nur den Bereich nochmals reinigt, aber ohne Wischplatte.

Saugleistung

Der Deebot T9 hat in meinem Test eine sehr gute Saugleistung bzw. ein sehr gutes Reinigungsergebnis erzielt. Der Saugroboter reinigte die verschiedenen Böden (Granit, Fließen, Parkett und Vinyl) sehr gut und sehr gründlich. Teppiche haben wir zwar wenige im Haus, aber den im Eingangsbereich hat der Saugroboter ebenso sehr gründlich gereinigt, da hier automatisch die Saugleistung erhöht wird. Dies ist absolut sinnvoll, da man hier auch mehr Power benötigt, damit der Staub aus den Teppich-Haaren herausgesaugt wird.  

Man kann als Nutzer-/in in der App frei wählen, wie stark die Saugleistung ist. Hierbei hat man die Wahl zwischen: Leise, Standard, Maximal und Maximal+, dabei ist Standard von Werk aus eingestellt. Je nach gewählter Saugleistung erhöht sich selbstverständlich auch die Lautstärke des Roboters, doch gerade die beiden Stufen Leise und Standard kann man getrost auch dann nutzen, wenn man gerade zuhause ist. 

Wischfunktion

Kommen wir nun zur Wischfunktion, mit der inzwischen fast jeder Saugroboter ausgestattet wird. Bei dieser muss man sich jedoch ganz klar sein, dass diese keineswegs das regelmäßige Wischen bzw. schrubben, mit der Hand ersetzt, denn hierfür fehlt der Wischplatte der nötige Anpressdruck usw. Man bekommt mit der Wischplatte jedoch definitiv den feinen Staub, der sonst so fein ist, dass dieser nicht eingesaugt wird eingefangen und zudem kann die rotierende Wischplatte leichte bis mittlere Flecken ebenfalls problemlos entfernen. Beim Wischmodus stehen in der App unter den Einstellungen zwei Wischfunktionen zur Auswahl, Schnellschrubben standardmäßig aktiv und „Tiefenschrubben“, damit der Boden noch gründlich geschrubbt wird. 

Der Nachteil dieser mechanischen Wischplatte ist jedoch weiterhin wie bereits beim Vorgängermodell die Lautstärke, denn mit der aktiven Wischplatte ist der Reinigungsvorgang deutlich lauter. Hier liegt der Unterschied bei knapp 20 dB, was dementsprechend schon einiges ist, schließlich gilt hier, dass 10 dB mehr gut doppelt so laut bedeutet. Sollte man zu Hause sein und den Roboter mit der elektronischen Wischplatte laufen lassen wollen, dann kann ich hiervon jedenfalls abraten, denn dies ist akustisch zu laut, sodass man damit im Hintergrund nicht TV sehen kann bzw. sich ordentlich unterhalten. Die Wasserdurchflussmenge kann in der App konfiguriert werden, dabei steht die Option: niedrig, Mittel, Hoch und sehr Hoch zur Auswahl.

Durchaus sinnvoll ist die bereits erwähnte automatische Teppicherkennung des Deebot T9. Dadurch müssen nämlich Teppiche und Fußmatten vor dem Wischen nicht weggeräumt werden, sondern der Saugroboter erkennt diese automatisch, fährt diese langsam an und umfährt diese dann zuverlässig. Dafür nutz der Deebot T9 wie sein Vorgänger die Teppicherkennung, sodass man dafür keine „Nicht-Wischen-Funktion“ in der Karte über die App einzeichnen muss. Die Wisch-Funktion wird automatisch aktiviert, sobald der Wassertank mit der Wischplatte mit Wasser gefüllt wurde und am Saugroboter angebracht wurde. Möchte man nicht das gewischt wird, kann man den Roboter problemlos auch ohne Wassertank laufen und stattdessen der Air-Fresher anbringen, sodass dieser durch das Einsetzen der Duft-Kartusche einen angenehmen frische Duft im Haus verteilt. 

Etwas Schade finde ich persönlich, dass Ecovacs hier nur einen 10er-Pack Einwegwischtücher mit in den Lieferumfang beilegt, denn für den Preis des Deebot T9 wäre es meiner Meinung nach angebracht gewesen, ein waschbareres Mikrofaser-Wischtuch mit in den Zubehör-Karton einzulegen. Der Austausch des Wischtuchs ist wiederum sehr einfach, da dieses ganz einfach via Klettverschluss befestigt werden und dadurch bombenfest halten, bis es wieder abgezogen wird.

(Reinigungsleistung: 4,5 von 5 Punkten)

App

ECOVACS HOME
Preis: Kostenlos
ECOVACS HOME
Preis: Kostenlos

Wie bereits im Laufe des Testberichts erwähnt, können sämtliche Einstellungen des Ecovacs Deebot T9+, mithilfe der umfangreichen App eingestellt werden. Hier hat Ecovacs in der App nachgebessert, denn meiner Meinung nach sind die wichtigen Einstellungen nun übersichtlicher untergebracht und somit ist die App insgesamt benutzerfreundlicher gestaltet.

Beim Starten der App landet man direkt auf der Übersichtsseite, bei der einem normalerweise alle Ecovacs Geräte aufgelistet werden, sofern man mehrere Geräte aus dem Hause Ecovacs besitzt. Ist man auf der Übersichtsseite des Deebot T9, kann man von hier aus direkt eine automatische Reinigung starten oder den Saugroboter zur Ladestation zurücksenden. Tippt man hier jedoch auf intelligente Reinigung, gelangt man in das ausführlichere Menü, wo einem nach der ersten kompletten Reinigung automatisch die Raumkarte mit den automatisch vom Saugroboter unterteilten Bereichen (Räumen) gezeigt werden. Hier kann man dann ebenfalls durch den Play-Button automatisch die komplette Reinigung starten oder die Karten bearbeiten und den Staubsauger bei Bedarf manuell dazu auffordern, dass dieser zur Absaugstation fährt, damit sein Staubauffangbehälter geleert wird. 

Wischt man hier jedoch von unten nach oben, kommt ein erweitertes Einstellungsmenü zum Vorschein. Hier kann man dann noch die Saugkraft regulieren, die Wasserdurchflussrate des OZMO Pro (Wischplatte) bestimmen, die Wischeinstellungen bestimmen (Standard oder Tiefenreinigung), den Lufterfrischer aktivieren, sofern dieser eingesetzt wurde, auf den eventuell erstellten Reinigungsplan zugreifen und die Lautstärke der Sprachansagen einstellen. Dies sind eigentlich die wichtigsten Einstellungen, welche man regelmäßig brauchen wird, doch über den Button ganz unten gelangt man noch zu den weiteren Einstellungen. Im Menüpunkt „ Reinigungsplan“ gelangt man in eine durchaus sinnvolle und von mir häufig genutzt Funktion. Dabei kann man nämlich genau bestimmen, an welchen Tagen und welcher Uhrzeit usw. der Deebot T9 mit der Reinigung der eigenen Räumlichkeiten beginnen soll.

In diesen Einstellungen kann man das Reinigungsprotokoll ansehen, also genau nachsehen, wann und wo zuletzt gereinigt wurde, man kann den erweiterten Modus aktivieren, sodass man die Bereichsreinigung, benutzerdefinierte Reinigung und die Kartenbearbeitung verwenden kann, und man kann den Status der einzelnen Zubehörteile ansehen, sodass man nachsehen kann, wann es Zeit wird, die Bürsten, Filter oder Lufterfrischerkapsel zu ersetzen. Außerdem kann man bei Bedarf den „Ruhemodus“ aktivieren, dann startet der Deebot T9 weder die eventuell geplanten Reinigungen noch fortgesetzte Reinigungen und auch die Sprachmeldungen sowieLeuchten am Saugroboter sind deaktiviert.

Im Untermenü intelligente Reinigung sollte man die Auto-Saugkraftverstärkung bei Teppichen auf jeden Fall aktiviert lassen, sofern man möchte, dass der Roboter diese selbstständig erhöht, wenn dieser auf einen Teppich fährt. Kontinuierliche Reinigung wiederum sollte man noch aktivieren, da diese meiner Meinung nach besonders sinnvoll ist. Sollte nämlich der Akku während der Reinigung leer gehen, fährt der Roboter zur Ladestation und setzt die Reinigung fort, sobald dieser wieder voll aufgeladen ist.

Kartenerstellung

Wie jeder aktuelle Saugroboter mit einem Laserdistanzsensor (LDS) erstellt auch der neue Ecovacs Deebot T9 voll automatisch während der Reinigung eine sehr genaue Karte der eigenen Räumlichkeiten. Dabei kann man während bzw. nach dem Saugen unter anderem auch direkt erkennen, wo man z. B. einen Teppich (erkennbar durch graue Schraffierungen) liegen hat oder die Füße des Tisches und der Stühle sind. Nach einmaligem Saugen aller Räume hat man somit direkt eine Karte der kompletten Räumlichkeiten im Haus und kann anschließend die Räume benennen, virtuelle Wände einzeichnen oder Nicht-Wischen-Zone einfügen. 

Diese Nicht-Wisch-Zone dient dazu, dass der Deebot T9 hier eben nicht die Wischfunktion aktiviert, falls es eben in diesem Bereich aufgrund eines empfindlicheren Bodens nicht ideal wäre. Ebenfalls genial finde ich die Go-To-Zonen, welche ich häufig verwende, da man damit z. B. wenn die Kinder am Tisch gegessen haben, wo viele Krümel auf dem Boden laden, einfach den Ecovacs Deebot T9 den Auftrag geben kann, dass dieser den Bereich saugt und wischt. 

Kommen wir noch kurz zur Erstellung und Verwendung der Mehrgeschosskarten. Diese ist nämlich vor allem für Hausbesitzer von Vorteil, denn somit kann man die tollen Kartenfunktionen auch problemlos bei mehreren Stockwerken (bis zu 3 Karten/Stockwerke) verwenden. Hierzu muss man keine Änderungen in den Einstellungen vornehmen, den jeder erstellten Karte kann man einen Namen vergeben, so wie ich das EG logischerweise auch als Erdgeschoss bezeichnet habe und das OG als Obergeschoss. 

Hat der Saugroboter den ersten Stock, also den Bereich im Erdgeschoss komplett gereinigt und ist wieder an der Ladestation/ Absaugstation angekommen, erstellt dieser die erste Karte vom Erdgeschoss. Anschließend muss man den Saugroboter inkl. Ladestation in den nächsten Stock tragen und dort aufstellen. Ist der Saugroboter voll aufgeladen, kann man umgehend die Reinigung vom zweiten Stock starten, dies sollte jedoch auch von der Ladestation aus erfolgen. Ist der Roboter auch hier fertig, dann kann man auch dieses Geschoss abspeichern. Anschießend kann man die Karten in der Karten-Verwaltung jederzeit aufrufen und hier virtuelle Wände einzeichnen usw.

(App: 4 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke des Ecovacs Deebot Ozmo T9 ist sehr gut. Denn dieser gehört, wenn man nur das reine Saugen betrachtet zu den leisesten Saugrobotern auf dem Markt. Trotz verdoppelter maximaler Saugleistung von 1.500 pa auf 3.000 pa ist die max. Lautstärke unverändert gegenüber dem Vorgängermodell bei 67 dB geblieben. Je nach gewählter Saugleistung ist der Saugroboter jedoch logischerweise auch leiser, sodass dieser auf der Schwächsten Stufe bei ca. 47 dB liegt und bei jeder erhöhten Stufe zu 52 dB, 57 dB und zu guter Letzt bei den besagten 67 dB landet. Am lautesten beim Saugen ist der Ecovacs Deebot daher auf Teppichen, denn hat man hier die automatische Teppicherkennung aktiviert erhöht dieser die Saugleistung und landet bei seiner max. Leistung.  

Bei der elektronischen Wischplatte ist dies mit der Lautstärke jedoch wie bereits angedeutet anders, denn diese hat einen deutlichen Einfluss auf die max. Lautstärke. Durch hier ständige schnelle Bewegung ist die Reinigungslautstärke deutlich lauter, sodass der Roboter nun nicht mehr nur 50 dB wie beim Saugen erreicht, sondern etwas über 70 dB. Was wie bereits erwähnt, deutlich lauter ist.

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Damit der Ecovacs Deebot T9 die Ladestation schnellstmöglich nach dem Ende des Reinigungsvorgangs findet, solltet ihr diesen direkt von der Station aus starten lassen. Dies ist immer sehr von Vorteil, denn ansonsten kann es vorkommen, dass dieser teils etwas länger durch eure Räumlichkeiten umher irrt und diese eventuell gar nicht findet, bis dieser euch mitteilt, dass ihr ihn bitte zu dieser bringen sollt. Doch dieses Problem hatte ich in meinem Test nicht, der Roboter fuhr zwar gelegentlich erst in die falsche Richtung, doch dann wendete er direkt und machte sich auf den direkten Weg zu Ladestation. Hatte ich diesen, wie es normalerweise üblich ist, direkt von der Ladestation aus gestartet, dann hat er diese immer zu 100 % gefunden. 

Ecovacs liefert den Deebot T9 entweder mit der normalen kleinen Ladestation aus wie von den bisher von mir getesteten Saugrobotern oder wie hier bei meinem Deebot T9+ Modell mit der deutlich größeren Absaugstation. Der im Saugroboter integrierte Akku ist weiterhin 5.200 mAh groß und ermöglicht die gewohnte Betriebszeit von bis zu 3 Stunden bzw. ca. 300 m². Ob diese reine Arbeitszeit für eure komplette Wohnung bzw. Haus ausreicht, hängt dabei natürlich von euren Räumlichkeiten ab, also von der Größe eurer Wohnung oder dem Haus und wie verwinkelt die einzelnen Räume sind. Habt ihr viele rechteckige Zimmer, welche der Saugroboter nach dem Rand abfahren, möglichst im inneren Feld gerade abfahren kann, dann reicht die Akkulaufzeit weiter aus, als wenn hier viele Tischfüße usw. im Weg sind.

Sollte der Akku jedoch während des Reinigungsvorgangs fast leer gehen, aber die Etage noch nicht fertig gereinigt sein, dann setzt der Ecovacs Deebot T9 die Reinigung wie bereits erwähnt nach dem aufladen automatisch fort (sofern in den Einstellungen aktiviert). Für eine volle Akkuladung benötigt der Deebot T9 genauso wie sein Vorgänger gut 5 Stunden, was daran liegt, dass der Akku verhältnismäßig groß ausfällt. Schließlich muss dieser nicht nur den Antrieb, sondern auch die ganzen Sensoren, die Kamera, den Saugmotor, die Reinigungsbürsten und die Wischplatte antreiben. Dies alles braucht einiges an Strom und daher ist dieser große Akku auch absolut wichtig.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Laut Ecovacs ist der Deebot T9+ die nächste Entwicklung für intelligente Roboter mit Saug- und Wischtechnologie, dem ich so weit aus zustimmen kann. Es handelt sich schließlich technisch gesehen um einen sehr gut ausgestatteten Saugroboter, der durch seine vielen Sensoren sehr präzise navigiert, viele Einstellungen ermöglicht und dank der neuen Absaugstation entfällt dem Nutzer-/in seine regelmäßige Aufgabe, den Staubauffangbehälter zu entleeren, denn dies macht die Station voll automatisch.

Liegen hier im Reinigungsbereich Gegenstände wie das Spielzeug der Kinder, Schuhe oder Ähnliches umfährt diese der Roboter sehr präzise und bremst auch da, wenn eine Person vor seinen Sensoren vorbeiläuft. Hier würden andere Saugroboter gegen diese Gegenstände fahren und diese vor sich herschieben, was natürlich nicht sinnvoll wäre, da hat Ecovacs sehr gute Arbeit geleistet. Der eingebaute Lufterfrischer ist tatsächlich wie Ecovacs damit wirbt, eine Branchenneuheit, man kann hier aktuell aus drei verschiedenen Düften wählen und es hilft tatsächlich schlechte Gerüche zu beseitigen, wie es z. B. bei uns gelegentlich der Fall ist, da wir eine offene Küche haben.

Der Ecovacs Deebot T9+ ersetzt zwar trotz Wischfunktion weiterhin nicht komplett das gelegentliche händische Wischen im Haus, aber wenn ich betrachte, wie dreckig das Wischtuch nach dem Einsatz ist, hat es definitiv einen Effekt und reinigt dennoch überraschend gut.

Preis/Leistung

Für den neusten und fortschrittlichsten Saugroboter Ecovacs Deebot T9 muss man aktuell ordentlich in die Taschen greifen, denn Ecovacs hat die UVP mit stolzen 699,00 € ohne Absaugstation und 899,00€ mit Absaugstation angesetzt. Inzwischen sind beide Varianten bei verschiedenen Online-Händlern jedoch schon etwas günstiger zu haben, sodass man beim normalen Ecovacs Deebot T9 bei ca. 600€ und beim Ecovacs Deebot T9+ bei knapp 725€ landet.

Der Ecovacs Deebot T9+ ist aktuell nicht nur das Flaggschiff von Ecovacs, sondern zugleich auch mit unter der beste Saugroboter, welcher auf dem Markt erhältlich ist. Den sowohl beim Reinigungsergebnis als auch beim Erkennen von zahlreichen Hindernissen macht diesem kaum ein anderer Saugroboter etwas vor. Der Funktionsumfang ist sehr üppig und mit komplexeren Räumen hat der Saugroboter zumindest meist keine Probleme. 

Natürlich ist dies dennoch ein sehr stolzer Preis und nicht jeder kann bzw. will sich ein Saugroboter für rund 700€ kaufen, für viel ist hier 300 bis 400€ schon sehr viel. Man bekommt von Ecovacs jedoch auch den Deebot T8 (Testbericht) und N8 mit oder ohne Absaugstation die ebenfalls sehr ordentlich ausgestattet sind, aber ein paar 100 Billiger sind und zudem gibt es auch noch den Ecovacs Deebot OZMO 950, der bei mir im Test im Jahr 2019 ebenfalls sehr gut abgeschnitten hat. 

Ecovacs Deebot T9+

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.ecovacs.com/de

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Der Roborock Qrevo S Pro bietet eine starke Saug- und Wischleistung, sowie eine zuverlässige Navigation.