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Schlagwort: Smart Home

Yale Linus smart Lock

In aller Kürze

Das Yale Linus Smart Lock macht haptisch einen sehr hochwertigen Eindruck, denn das Smart Lock wurde komplett aus einem massiven Aluminiumgehäuse gefertigt. Im direkten Vergleich zum Nuki Smart Lock 2.0 ist das Modell von Yale deutlich größer, aber auch dieses erledigt im Alltag alle Aufgaben absolut zuverlässig und ohne Fehler. Der Funktionsumfang ist sehr umfangreich, sodass man unter anderem die automatisch Türabschließung zu einer bestimmten Zeit am Abend einstellen kann oder z. B. auch bestimmen kann, dass beim Verlassen des Haus, automatisch die Tür verschlossen und wenn man kommt wieder aufgeschossen wird. In den Einstellungen kann man alle wichtigen Funktionen einstellen und das Schloss setzt auf eine sichere Zwei-Faktor-Authentifizierung, sodass ich mit dem Yale Smart Lock rundum sehr zufrieden bin.

Gefällt uns

  • einfache Nachrüstlösung
  • sehr schnelle und einfache Einrichtung
  • einfache Bedienung
  • angenehm leise
  • mit vielen Diensten kompatible
  • mit Bridge auch von der Ferne steuerbar
  • sehr hochwertig verarbeitet

Gefällt uns weniger

  • keine Akkupack integrierbar
  • etwas teuerer als die Konkurrenz
  • für kompletten Funktionsumfang Yale Connect Wi-Fi Bridge nötig
  • etwas Klobier als die Konkurrenz

Yale Linus smart Lock

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das smarte elektronische Türschloss Linus von Yale kann problemlos einzeln erworben werden, doch wer auch von der Ferne drauf zugreifen möchte, benötigt z.B, die Yale Connect Wi-Fi Bridge und für alle die nicht immer ein Smartphone zur Hand haben, gibt des auch noch das Yale Smart Keypad, mit dem man direkt an der Tür über eine kabellose Tastatur, mit einem Zahlen-Code Zugang ins Haus erlangt.

Ohne die Yale Connect Wi-Fi Bridge kann man somit einfach gesagt nicht von der Ferne aus prüfen, ob die Türe verriegelt ist, und man kann auch spontan keinen Gesten Zugang ins Haus gewähren, z. B. wenn diese vor einem da sind und man diese nicht in der Kälte warten lassen möchte usw. Kurz und einfach gesagt, ohne die Bridge funktioniert das Linus Smart Lock nur auf kurzer Distanz, also nur via Bluetooth und mit der Bridge auch in der Ferne mit WLAN. 

In diesem Test möchte ich euch zum einen das Yale Linus smart Lock und die zusätzlich erhältliche Yale Connect Wi-Fi Bridge vorstellen und in Kürze erscheint dann auch noch ein Testbericht zum ebenfalls zusätzlich erhältlichen Yale smart Keypad.

Yale Linus Smart Lock

Bei der Verpackung setzt Yale auf eine zweiteilige Verpackung, bei welcher wie es üblich der Fall ist, die eigentlich stabile Verpackung von unten in eine rundum bedruckte Umverpackung eingeschoben wurde.

An der Vorderseite präsentierte Yale zum einen schön groß ersichtlich das Linus smart Lock, welches man hier genau in der Farbe präsentiert bekommt, welche man gewählt hat. In meinem Fall ist es daher Schwarz, es gibt das Schloss aber auch in Silber. Zudem erblickt man hier im oberen Bereich selbstverständlich direkt das Herstellerlogo und man kann hier auch die Bezeichnung des smart Lock lesen und zwar in insgesamt 5 Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Italienisch). Zudem wird man auf dieser Seite direkt darüber informiert, dass beim Yale Linus smart Lock neben „Hey Google“ auch Amazon Alexa verknüpft werden kann und man kann das smart Lock auch in Apples HomeKit integrieren. Zu guter Letzt wirbt man unten links auch noch mit dem redet Award, welchen das Schloss 2020 gewonnen hat.

An der rechten schmalen Seite wiederum informiert Yale zum einen etwas über die App bzw. schneidet das Thema kurz an. Somit wird einem hier kurz in mehreren Sprachen erklärt, dass man direkt über die App die Tür öffnen bzw. zuschließen lassen kann und über sämtliche Zugriffe usw. informiert wird. Darunter teilt Yale einem den Link zur eigenen Homepage mit, über welche man prüfen kann, ob das smarte Lock mit dem vorhandenen Schließzylinder kompatibel ist und ganz unten wir anhand von kleinen Skizzen gezeigt, was im Lieferumfang alles enthalten ist.

Direkt gegenüber an der linken schmalen Seite der Verpackung wird einem in einem kleineren Bild ein Ausschnitt des Yale Linus Smart Lock und der Bridge gezeigt, während darunter erneut die kompatiblen Assistenten usw. gezeigt werden. Darunter wird auch hier in mehreren Sprachen erklärt, dass für die Steuerung per Sprachassistent und für den Remotezugang die bereits erwähnte Bridge unbedingt erforderlich ist.

Zu guter Letzt zeigt die Rückseite ein Bildausschnitt einer Tür, an der man das Yale Smart Lock angebracht hat. Direkt darunter folgt eine Auflistung in mehreren Sprachen, bei denen Yale die Besonderheiten des Linus smart Lock erwähnt und in der linken unteren Ecke kann man direkt sehen, dass es eine Apple iOS und Android App gibt. Zu den erwähnten Besonderheiten zählen z. B. die Steuerung der Tür ganz einfach via App, sodass man diese Auf- und Zuschließen kann. Der Besitzer wird jederzeit über den Status informiert und dank Auto Lock /Auto Unlock, kann eingestellt werden, ob und wann die Tür automatisch am Abend geschlossen und morgens geöffnet werden soll. Zudem bietet Yale hier eine einfache Montage ohne Bohren und DoorSense sorgt für ein gutes Gewissen, dass man immer prüfen kann, ob man die Tür auch wirklich geschlossen hat.

Zieht man die stabile Hauptverpackung aus der Umverpackung heraus und öffnet diese von unten nach hinten hinweg, dann kann man direkt das mit mehreren Folien geschützte Yale Linus smart Lock sehen, welche hier sicher in einem Zellulose-Einleger eingesetzt wurde. Direkt daneben ist ein kleiner und schön gestalteter Quick-Start-Guide, unter dem man dann noch in einer Aussparung einen kleinen Inbusschüssel zusammen mit dem Magneten (Tür-Kontaktsensor) findet. Unter dem smart Lock findet man dann erneute einen Beipackzettel, welcher einen informiert die „Yale Access“ App auf Smartphone zu laden und einen speziellen 3M Klebestreifen, mit welchem man das Yale Linus smart Lock an der Tür bzw. um das Türschloss befestigen kann, sofern der Türzylinder bündig mit der Tür ist, dazu aber später mehr.

Yale Connect Wi-Fi Bridge

Die Verpackung der Bridge ähnelt vom Design absolut der des Yale Linus smart Lock, denn zum einen handelt es sich hier ebenfalls um eine zweiteilige Verpackung und zudem ist diese auch in denselben Farben gehalten. 

Yale präsentiert auch hier wieder direkt an der Front das in der Verpackung enthaltene Produkt, was in diesem Fall die Bridge ist. Ebenso findet man auch hier wie bereits beim smart Lock an der Front das Herstellerlogo zusammen mit dem Produktnamen in mehreren Sprachen. Rechts von der Verpackung wird dann erklärt, dass die Bridge die bereits erwähnten Funktionen mit sich bringt, sodass die Bridge unter anderem den Support von Sprachassistenten und den Zugriff von unterwegs gestattet. Dasselbe erblickt man auch an der linken Seite, nur dass hier dann zudem andere Bilder ersichtlich sind und an der Rückseite listete Yale auch hier wieder die Vorteile des Produktes auf. Hierzu zählt, dass man von überall aus prüfen kann, ob die Tür verriegelt ist, man erhält Zugriffsberechtigungen und hat die Möglichkeit der Fernüberwachung, sodass man auch von unterwegs Verwandten oder Gästen Zugriff ins Haus gewähren kann.

Im Inneren der Verpackung findet man dann direkt nach dem Öffnen die Bridge vor, welche hier ebenfalls in einem Einleger aus Zellulose eingesetzt wurde, und selbstverständlich sind hier auch die üblichen Beipackzettel enthalten. Da die Bridge direkt in die Steckdose gesteckt wird und mit dem WLAN verbunden wird, sind ansonsten keine weiteren Kabel notwendig.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Yale Linus smart Lock

Yale bietet das Linus smart Lock wie bereits im Punkt „Verpackung“ erwähnt, in zwei Farben an, in Schwarz, welches meinem Testgerät entspricht und dann gibt es noch ein silbernes Modell. Anders als z. B. das Nuki smart Lock 2.0 fällt hier direkt beim Yale Linus smart Lock auf, dass diese deutlich größer und schwerer ist, da dieses nicht aus Kunststoff, sondern hochwertigem Aluminium gefertigt wurde. Somit wiegt das smart Lock stolze 623 Gramm inkl. den vier AA-Batterien, was sich im Alltag aber keineswegs als Nachteil auswirkt. Die vier AA-Batterien sind im Lieferumfang enthalten und bereits im smart Lock eingesetzt, hier muss lediglich der kleine Kunststoffstreifen entfernt werden, dass der Stromkreislauf nicht mehr unterbrochen wird. Die Maße des Yale Linus smart Lock betragen 150 mm in der Höhe, 58 mm in der Breite und ebenso 58 mm in der Tiefe. 

Das Yale Linus smart Lock wird zusammengesetzt geliefert, indem man hier die beiden Haltesegmente an der Rückseite nach außen zieht, kann die Montageplatte vom smart Lock entfernt werden. Diese Montageplatte kann man dann später auf zwei Arten an der Tür befestigen, indem man diese entweder anschrauben oder aufkleben, dazu aber später mehr.  

Beim Yale smart Lock sitz die komplette Mechanik und Elektronik in einem langen Gehäuse. Hierbei findet man direkt an der Front ein Drehknauf, welcher zum manuellen Öffnen und Schließen der Tür dient bzw. dafür sorgt, dass der Schlüssel, welcher im Schloss eingesetzt wurde, dabei in die entsprechende Richtung gedreht wird. Beim Entriegeln über die App leuchtet hier ein LED-Ring grün auf, während beim abgeschlossenen Verriegelungsvorgang derselbe rot aufleuchtet. Die Stromversorgung erfolgt wie bereits erwähnt über insgesamt vier AA-Batterien, welche bereits an der Front des Schlosses eingesetzt wurde. Das Versteck hierfür findet man unter der runden Abdeckung mit dem Yale-Logo an der Front. Diese Abdeckung wird ganz einfach magnetisch gehalten und indem man diese im oberen Bereich leicht eindrückt, kippt der Deckel und kann an der Unterseite abgenommen werden.

Vielmehr gibt es am Yale Linus smart Lock nicht auf Anhieb zu sehen, denn der Rest ist im Alltag nicht ersichtlich, sondern dient lediglich der Montage und Einrichtung, was ich weiteren Verlauf des Testberichts genauer erklären werden.

Yale Connect Wi-Fi Bridge

Die Yale Bridge ist ein quadratisches, aus weißem Kunststoff gefertigtes Kästchen. Diese wird wie bereits erwähnt direkt in eine Steckdose eingesteckt, daher befindet sich auf der Rückseite der EU-Stecker. Die Bridge ist mit Stecker  60 x 60 x 60 mm groß und wiegt knapp 87 Gramm. Auf der Vorderseite befindet sich neben einem kleinen runden Druckknopf noch eine kleine Status-LED, welche nur dezent ersichtlich ist. Diese  Status-LED leuchtet jedoch recht dezent und stört somit im Alltag gar nicht. Zu guter Letzt hat Yale die Bridge noch mit einem kleinen, aber dezenten Yale Logo versehen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung gibt es kaum etwas zu bemängeln. Das Gehäuse des Yale Linus smart Lock wurde aus hochwertigem Aluminium gefertigt, was rundum einen sehr robusten, langlebigen und sehr guten Eindruck macht. Die Bridge besteht wiederum aus Kunststoff, jedoch steckt dieses im Alltag lediglich in der Steckdose und daher stört dies nicht und insgesamt macht auch die Bridge einen hochwertigen Eindruck.

Der Drehknauf des smart Lock lässt sich angenehm drehen, sodass das Schloss bei Bedarf auch wunderbar manuell geöffnet werden kann und der Druckpunkt der Bridge ist ebenfalls in Ordnung. Daher gibt es bei mir bezüglich der Verarbeitung keine wirklichen Kritikpunkte.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Türschloss-ArtSmartes Türschloss (Batteriebetrieben)
kompatible SchlösserSchlösser mit Euro-Profilzylinder (DIN-Zylinder)
Kompatible TürgriffeKnauf außen; Griff oder Stange außen
Geschwindigkeit bei 720° Drehungknapp 6 Sekunden
AbmessungenYale Linus smart Lock: 58 x 58 x 150 mm; Male Bridge 60 x 60 x 60 mm
Gewicht623 g (inkl. Batterien)
SperrmodiAufsperren
Zusperren
Auto-Unlock/ Auto-Lock
MaterialAluminium
KonnektivitätBluetooth 4.2, WLAN (2,4 GHz)
Akkulaufzeit Smart Lock6 bis 9 Monate je nach Nutzungsverhalten
SicherheitKonto mit 2-Faktor-Authentifizierung
Biometrische Überprüfung der Entrieglungsfunktion und „Zugangscodes ausblenden“.
Verschlüsselung und AuthentifizierungAES- und TLS-Verschlüsselung auf Bankebene, BLE-Technologie und 2-Faktor-Authentifizierung.
LieferumfangYale Linus smart Lock
Montageplatte
4x AA-Batterien
Klebepad für Montageplatte
Inbusschlüssel für Montageplatte
Kurzanleitung
Technische Daten des Yale Linus smart Lock

Vorraussetzungen

Beim Yale Linus Smart Lock handelt es sich quasi wie beim Nuki smart Lock um einen elektronisch angetriebenen Motor, welcher den zwischen der Montageplatte und dem Smart Lock befindlichen Türschlüssel dreht und somit ganz einfach die Türe öffnet und schließt. Die Stromversorgung hierfür erfordert keinerlei Steckdose oder Kabelverlegung, denn dies erfolgt direkt aus dem Gerät heraus durch die bereits eingesetzten vier AA-Batterien an der Front. Hier muss man lediglich darauf achten, die Batterien auszuwechseln, was bei einer leichtgängigen Tür und einem normalen Gebrauch nach ca. 6 bis 9 Monaten der Fall sein sollte. Sofern der Wechsel sinnvoll bzw. notwendig ist, teilt einem dies direkt die App mit, denn nichts wäre schlimmer, als wen man vor der verschlossenen Tür steht und nicht hinein kommt, weil gerade dann die Batterien leer sind. Smart macht das Yale Linus smart Lock die im Inneren verbauten Technik, welche via Bluetooth mit einem Smartphone und Co. kommunizieren, was jedoch nur in der Nähe als im bzw. ums Haus funktioniert. Wollt ihr auch von unterwegs jederzeit auf das smart Lock zugreifen, ist dies Yale Connect Wi-Fi Bridge erforderlich, welche dann dafür sorgt, dass die Befehle über die App von der Bridge direkt zum smart Lock gesendet und somit ausgeführt werden. 

Um das Yale Linus smart Lock nutzen zu können, erfordert es einige Voraussetzungen mehr als nur der besitzt eines Smartphones. Zum einen ist es nämlich sehr wichtig, dass ihr in eurer Haustüre ein Türschloss mit Europrofil Doppelzylinder verbaut habt, welcher über eine Not- und Gefahrenfunktion verfügt. Diese Funktion erlaubt es nämlich, dass ihr eure Tür auch dann aufschließen könnt, wenn bereits ein Schlüssel, also in dem Fall der im Yale Linus smart Lock befindliche im Inneren steckt. Ob ihr diese Funktion habt, könnt ihr ganz leicht prüfen, indem ihr bei offener Tür einen Schlüssel von innen in das Schloss steckt und probiert, ob ihr gleichzeitig auch einen von außen einstecken könnt. Sollte dies nicht gehen, dann müsst ihr dieses durch einen neuen Doppeltzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion ersetzen. Diese sind bereits ab ca. 30 Euro erhältlich. 

Solch ein Türschließzylinder kann man ohne Probleme selbst wechseln. Dazu muss man einfach bei offener Tür die Stellschraube unterhalb der Türfalle komplett herausdrehen. Nun den vorhanden Schlüssel des alten Zylinders in das Schloss stecken und auf etwa ein Uhr (20-Grad) nach links oder rechts drehen. Anschließend sollte man den alten Türschließzylinder einfach entnehmen können und schon kann der neue Zylinder eingesetzt und festgeschraubt werden.

Auch beim Schlüssel sind bestimmte Anforderungen einzuhalten, sodass das Griffstück nicht dünner als 2 und zugleich nicht dicker als 6 mm sein darf. Dies ist etwas bessere als bei Nuki, denn hier darf der Schlüsselgriff maximal 4 mm dick sein. Außerdem darf der Schlüssel insgesamt nicht mehr als 40 mm aus dem Zylinder hervorstehen, wenn dieser eingesteckt wurde. Sollte euer vorhandener Zylinder nicht kompatibel sein, kann man einen direkt von Yale beziehen, welchen man in der Länge Individuelle anpassen kann.

Installation & Einrichtung 

Die Montage und anschließende Einrichtung des Yale Linus smart Lock ist sehr einfach und wird dank der zugehörigen App sehr gut und verständlich Schritt für Schritt erklärt. Der Prozess dauert nur wenige Minuten und ist wirklich so einfach, dass dies jeder, der ein Smartphone bedienen kann, problemlos hinbekommen sollte. 

Zuerst würde ich die kostenlos von Yale zur Verfügung gestellte App mit dem Namen „Yale Access“ aus dem Appstore für iOS oder für Android aus dem Google Play Store herunterladen. Dann nimmt man das Yale Linus smart Lock auf der Verpackung heraus, sofern dies nicht schon bereits geschehen ist und klappt die beiden Flügel (Halteelemente) an der Rückseite nach außen, sodass man die Montageplatte von dem smart Lock trennen kann. Anschließend geht es darum, diese Montageplatte am Zylinder (Türschloss) zu befestigen, hierbei hat man jedoch zwei Optionen und welche man verwendet, hängt ganz von der vorhandenen Tür ab. Handelt es sich um einen bündigen Zylinder, welcher kaum aus der Tür hervorsteht, muss man die Montageplatte mit dem mitgelieferten Klebepad an der Tür befestigen, was selbsterklärend sein sollte. Dazu klebt man erst die einen Seite es Klebepad an die Montageplatte und klebt dann die ganze Einheit um das Türschloss. Steht der Zylinder wiederum einige Millimeter hervor, kann die Montageplatte auch problemlos mit den in der Platte befindlichen Madenschrauben befestigt werden. Dazu werden diese einfach gleichmäßig leicht angezogen, sodass sich die ganze Einheit fest mit dem Zylinder verbindet. Beide Methoden sind anschließen wieder problemlos entfernbar, sodass da smart Lock auch bedenkenlos in einer Wohnung genutzt werden kann. Es werden keine Veränderungen an der Tür vorgenommen und keine Löcher gebohrt. 

Hat man bis hierher alles erledigt, steckt man den Schlüssel für die Haustüre in der Innenseite ein, also da, wo man zuvor die Montageplatte befestigt hat. Danach kann man auch direkt das Yale Linus smart Lock an der Montageplatte befestigen, indem man den Schlüssel einführt, sodass dies vom Schloss gedreht werden kann und fügt die beiden Elemente zusammen. Danach noch die beiden Flügel wider fixieren, sodass alles sicher sitzt und schon kann noch der Yale DoorSense Magnet am Türrahmen angebracht werden, sodass das Schloss auch erkennt, ob die Tür richtig geschlossen wurde. Letzteres wird einfach an der Innenseite des Türrahmens auf der Höhe der Batterieabdeckung befestigt, die Klebefolie ist hierfür bereits am Magneten angebracht. Zur guter letzt wird das Yale Linus smart Lock noch in der App hinzugefügt und schon ist dieses voll einsatzbereit.  

Selbstverständlich kann man auch direkt zu Beginn die App installieren und wird dann, wie ich es bereits erwähnt habe, sehr verständlich Schritt für Schritt und mit kurzen Videos durch die einzelnen Schritte der Installation bzw. Einrichtung geführt. Ist dies eigentliche Montage erfolgreich ausgeführt, wird noch das Schloss wie in der App verknüpft, das aktuelle Firmwareupdate wird installiert bzw. geladen und dann wird alles noch richtig kalibriert, was ebenfalls gut in der App erklärt wird und schon ist das Schloss einsatzbereit. Das Verknüpfen erfolgt automatisch, indem man den QR-Code, welcher in der Innenseite des Deckels vom Batterienfach zu finden ist, scannt. Ebenso findet man daneben auch den HomeKit-Code, um das Schloss ganz bequem als Apple User aus der HomeKit App steuern zu können.

Die Bridge ist ebenfalls sehr schnell in Betrieb genommen. Hierbei ist es wichtig, dass euer WLAN die 2,4 GHz-Frequenz unterstützt, was eigentlich alle Geräte unterstützten sollten. Zum Verknüpfen tippt man im Seitenmenü in der App im linken, oberen Bereich auf „neues Gerät einrichten“. Dann wird man im weiteren Verlauf dazu aufgefordert, einen QR-Code zu scannen, welcher bei der Bridge auf der Rückseite zu finden ist. Nun steckt man diese, sobald man in der App dazu aufgefordert wird in die Steckdose und befolgt alle Anweisungen, welche im weiteren Verlauf dargestellt werden. Danach weißt die App direkt, dass man die Bridge einrichten möchte und die Status-LED der Yale Connect Wi-Fi Bridge sollte grün blinken. Ist dies nicht der Fall, kann man diese einfach in den Pairing-Modus versetzen, indem man die Taste an der Front für 5 Sekunden gedrückt hält. Anschließend bestimmt man in der App, dass das Yale Linus smart Lock an der Haustür mit der Bridge gekoppelt werden soll und dann sind zumindest beide Geräte miteinander verbunden. 

Danach muss man noch kurz in der Benutzeroberfläche in der App das eigenen WLAN auswählen, das Passwort eingeben und schon ist die Bridge mit dem heimischen WLAN verbundene und alles kann von der Ferne aus gesteuert werden.

(Installation und Einrichtung: 4 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Entscheidet man sich beim Kauf nur für das Yale Linus smart Lock, dann kann man wie bereits zuvor erwähnt, nicht von unterwegs aus auf das Schloss zugreifen, sondern lediglich in einem kleinen Radius via Bluetooth. Somit könnt ihr auf das smart Lock quasi nur zugreifen, wenn ihr im Haus oder kurz davor seid. Solltet ihr jedoch gerne das Smart Lock via App, Amazon Alexa, Google Assistant oder HomeKit usw. bedienen wollen, dann benötigt ihr unbedingt die Yale Connect Wi-Fi Bridge. Diese müsst ihr bei Yale wie bereits zuvor erwähnt direkt separat erwerben, denn in einem Set gibt es diese nicht. Die Bridge dient dann sozusagen als Kommunikation zischen eurem WLAN und dem Smart Lock. 

Selbst wenn man das Yale Linus smart Lock an der Tür montiert hat, kann man weiterhin wie gewohnt die Tür mit einem weiteren Schlüssel von außen aufschließen. Zudem ist es auch möglich, die Tür von innen durch Drehen des Drehkaufs am smart Lock wie gewohnt zu schließen oder zu öffnen. Dies ist z. B. sehr nützlich, falls völlig unerwartet die Batterien leer sein sollten. Das automatische Abschließen der Tür am Morgen und ebenso das aufschließen am Morgen ist für mich im Alltag einfach sehr praktisch und das Tolle ist dann zudem, dass ich nicht mehr ständig meinen Haustürschlüssel mit mir herumtragen muss. Ich habe mich an der Haustür bewusst gegen einen in der Tür integrierten E-Öffner entschieden, denn dies Funktion erledigt bei mir das Yale Linus smart Lock, was deutlich komfortabler abläuft. Der Funktionsumfang der Yale Linus smart Lock ist sehr umfangreich und kann sehr gut in der übersichtlichen App eingestellt werden. 

(Funktionsumfang: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Die App ist meiner Meinung nach sehr modern und übersichtlich gestaltete. Man findet sich nach kurzer Zeit zurecht und die wichtigsten Funktionen sind schnell zu finden. Nutzt man hier von Beginn an Auto-Unlock und Auto-Lock, benötigt man die App im Alltag wiederum recht selten, da alles problemlos automatisch abläuft.

Unbekannte App
Preis: Kostenlos
Yale Access
Preis: Kostenlos+

In der App gibt es direkt eine Übersicht, welche einem direkt Aufschluss darüber gibt, wie der aktuelle Verriegelungsstatus des Schlosses ist. So kann man direkt durch den roten Punkt sehen, dass die Tür verschlossen ist, was hier auch direkt auch darunter Beschrieben wird und wenn ein grüner Kreis gezeigt wird, dann ist die Tür geschlossen, aber entriegelt (aufgeschlossen). Ist der grüne Kreis wiederum gleichmäßig weiß unterbrochen, dann bedeutet dies, dass die Tür aktuell entriegelt ist und sogar offen steht. 

Hierbei kann man auch sogenannten Smart Alerts einstellen, welche einen über sämtliche gewünschten Geschehnisse informieren, sodass man immer genau weiß, was gerade an der Haustüre passiert ist bzw. wer reingegangen ist oder ob die Türe immer richtig geschlossen wurde. Tippt man auf der Startseite auf den roten Punkt oder den grünen Kreis, wird automatisch die Türe auf- bzw. zugeschlossen, je nachdem, was zuvor der Status war. Die Verzögerung zwischen dem Befehl und der Ausführung ist hier absolut gering.

Durch die vier Tabs auf der Startseite kann man durch die wichtigsten Funktionen des Yale Linus smart Lock navigieren. Zur direkten Auswahl steht hier neben dem bereits erwähnten Verriegelungsstatus, die Aktivitäten in einem Zeitverlauf und nach Nutzer sortiert, das verwalten von Nutzern und die Einstellungs-Tab. Kommen wir daher nun zum zweiten Untermenü der Aktivitäten-Übersicht, bei der Yale direkt unterscheidet, welcher Nutzer von denen, welche den Zugriff auf das smart Lock haben, eine Aktion durchgeführt haben und ob dieser manuell, automatisch oder über eine verknüpfte Drittanbieter-App oder ähnlichem ausgeführt wurde. Somit hat man hier als Nutzer des Yale Linus smart Lock jederzeit die Einsicht über alle Ereignisse und Aktionen. 

Im nächsten Tab kann man schnell und recht einfach Gästen Zugriff auf das smart Lock gewähren, wobei man hier auch direkt bestimmen kann, dass dieser Zugang nur zeitlich beschränkt oder an einen oder mehreren Wochentagen gewährt werden soll und der Termin dann immer wiederkehrend sein soll oder nicht. Natürlich kann man hier diesen Zugang dann auch sehr einfach zeitlich einschränken, was dann z. B. eine nützliche Funktion ist, wenn man die eigene Wohnung über eine Plattform vermietet oder eine Putzfrau hat, die jede Woche einmal zu einer bestimmten Zeit Zugriff ins Haus erhalten soll, aber an den anderen Tagen nicht. So muss man diesen Personen keinen Schlüssel aushändigen, was ich einfach sehr praktisch finde. Damit dieser/diese Nutzer/-in Zugriff auf das Yale smart Lock haben bzw. ins Haus/Wohnung hereingelassen werden, müssen diese jedoch ihr Smartphone dabei haben, was eigentlich auch immer dabei sein sollte und man muss die Yale Access App darauf installiert haben. Beim Starten der App kann man dann direkt auswählen, dass man von einem Nutzer eingeladen wurde und erhält dann den vom Besitzer gewünschten Zugriff. Der Eigentümer wiederum kann in den Einstellungen verwalten, welche Rechte der jeweilige Nutzer haben soll oder kann, wenn es z. B. der oder die Partnerin ist, diese auch zum Eigentümer machen, sodass diese Person ebenfalls alle Funktionen in der App zur Verfügung gestellt bekommt. 

Im letzten Menü gelangt man zu den Einstellungen des Yale Linus smart Lock, wo man einige Einstellungen vornehmen kann. So kann man hier z. B. einstellen, ob das Schloss beim verriegeln oder öffnen Töne von sich geben soll, man kann Smart Alerts einstellen und neben Auto-Lock/Auto-Unlock auch DoorSense einstellen und das Schloss neu Kalibrieren. Die für mich wichtigsten Punkte sind dabei ganz klar Auto-Lock und Auto-Unlock, denn dies beringen viel Komfort mit sich, daher gehe ich nun drauf noch etwas ausführlicher ein.

Auto-Lock & Auto-Unlock

In der Yale Access App kann man nicht nur bestimmen und nachsehen, ob die Tür geöffnet oder verriegelt wurde, sondern auch eine automatische Verriegelung des Schlosses einstellen. Mit Auto-Lock kann man in den Einstellungen definieren, dass sobald die Tür geschlossen wird oder sobald eine definierte Zeit vorüber ist, dass smart Lock automatisch die Tür abschließt. Dies habe ich z. B. so eingestellt, dass automatisch abends um 22 Uhr die Tür abgeschlossen wird.  

Auto-Unlock funktioniert wieder genau umgekehrt, denn dabei schleißt das smart Lock automatisch die Tür auf, wenn ihr euch euerem Zuhause nähert. Sobald die Bridge dem smart Lock vermittelt, dass ihr bzw. euer Smartphone sich dem Türschloss nähert, ist dies bereit und öffnet euch die Tür. Diese funktionier aber nur dann, wenn man mindesten 200 Meter von der Haustüre entfernt war. Hierzu müsst ihr bei der Einrichtung von Auto-Unlock zustimmen, dass die App permanent euren Standort via GPS-Signal übermitteln darf, denn nur so kann das System ermitteln, wo ihr seid und wann es die Tür öffnen soll. Schade ist hierbei, dass z. B. wenn ich den Müll raus zur Mülltonne bringe, die Auto-Unlock Funktion nicht nutzen kann, da ich mich hierfür nicht weit genug von der Haustür entferne. Hierfür müsste ich dann etwas mehr als 200 Meter weglaufen und dann wieder zurückgehen, was absolut kein Komfortgewinn wäre, sondern mehr Umstände bedeuten würde. Ansonsten hat Auto-Unlock jedoch im Alltag absolut zuverlässig funktioniert, wenn man sich zuvor weit genug vom Standort entfernt hat und öffnet das Türschloss erst, wenn man sich wenige Meter vor der Tür befindet, sodass man diese selbst im Blickfeld hat. Würde die Tür nämlich zu früh Öffnen, könnte jemand zufällig von der Tür stehen und reingelassen werden, was im schlimmsten Fall nicht so toll enden könnte. 

In den Einstellungen muss man jedoch auch definieren, dass die Falle lange genug offen gehalten wird, sodass man durch das drücken an der Tür hereinkommt, ist die Zeit nämlich zu kurz gewählt, ist die Tür zwar aufgesperrt, aber noch oder bis man genau vor der Tür steht, wieder mit der Falle verriegelt.

Bei Auto-Lock lässt sich die Zeit einstellen, nachdem das Yale Linus smart Lock die Tür verriegeln soll. Hier kann man zwischen 10 Sekunden bis 30 Minuten eine Intervall wählen. So weit habe ich auch an Auto-Lock keine wirklich Kritikpunkte zu beklagen.

DoorSense

DoorSense wird von Yale die Funktion genannt, welche einem als User des smart Lock darüber informieren soll, wenn man die Türe nicht richtig geschlossen hat. Dafür wird ganz einfach ein Magnet mitgeliefert, welcher mit einer Klebefläche versehen wird und genau diesen klebt man neben dem Schloss auf der Höhe der Batterieabdeckung auf den Türrahmen. Richtet man DoorSense dann direkt zu Beginn ein, bei dem Prozess man die Türe einmal angelegt, geschlossen und geöffnet positionieren muss, erkennt das Schloss durch das unterschiedlich starke Magnet-Kraftfeld, ob die Tür offen, geschlossen oder eben nur angelehnt wurde. Dieselbe Funktion bietet auch Nuki beim smart Lock 2.0, was auch hier wunderbar funktioniert hat, wichtig ist hier nur, dass die Tür in der Regel bündig zum Rahmen abschließt. 

Yale Connect Wi-Fi Bridge

Durch die Bridge von Yale wird nicht nur ermöglicht, dass man das smart Lock von der Ferne aus steuern kann, sondern man kann dadurch auch die Steuerung via Sprachassistenten übernehmen oder es wird dadurch auch möglich, das smart Lock via IFTT (If This Then That) zu steuern, was ich sehr gut finde. Durch diesen Webdienst, welchen ich bei vielen Produkten gerne nutze, wird es nämlich ermöglicht, das Türschloss mit weiteren Smarthome Produkten zu verbinden und viele Abläufe darüber zu erstellen. Was ich z. B. sehr gerne nutze, ist, dass automatisch beim Öffnen der Tür die Beleuchtung im Hauseingang angeht und wenn ich das Haus verlasse, gehen alle Hue Lampen, von denen ich viele habe, aus. Diese funktioniert mit IFTT, da ich hier den Dienst mit dem Yale smart Lock verknüpft habe und mehrere Abläufe erstellt habe.

Steuerung via Smart Watch

Für alle Apple Watch Besitzer wie es auch ich bin, kann ich auch bestätigen, dass die Steuerung via Apple Watch wunderbar geklappt hat. Hierbei wird direkt in der App neben dem roten Punkt auch der grüne Kreis dargestellt, sodass man darüber direkt und einfach das Yale Linus smart Lock verriegeln oder eben öffnen kann.

(Software 4,5 von 5 Punkte)

Lautstärke & Geschwindigkeit

Der Motor, welchen Yale im Linus verbaut hat, arbeitet angenehme leise, was auch an dem hochwertigen Gehäuse liegen kann. Hierbei kann ich ganz klar bestätigen, dass das Yale Linus smart Lock einiges leiser ist als das Nuki smart Lock 2.0. Wo das eine noch sehr an einen Akkuschrauber erinnert hat, ist das Yale Linus smart Lock im alltäglichen Betrieb nicht nur beim Öffnen und Schließen leiser, sondern auch dann, wenn der Motor etwas kräftige zupacken muss. Von Werk aus ist bei Yale alles so eingestellt, dass das smart Lock durch einen verbauten Lautsprecher alle Vorgänge mit einem Signalton und zugleich dem Aufleuchten des LED-Rings signalisiert.

Die Töne lassen sich sofern gewünscht jedoch jederzeit in der App deaktivieren, mich persönlich haben diese jedoch im Alltag absolut nicht gestört. Für einen kompletten Schließ- oder Öffnungsvorgang braucht das neue Yale Linus smart Lock übrigens genauso lange wie das Nuki smart Lock 2.0, nämlich knapp 6 Sekunden.

(Lautstärke und Geschwindigkeit des Ab-/Aufschließen 4 von 5 Punkte)

Sicherheit

Da Yale mit dem Linus smart Lock eine Lösung bietet, um das vorhandenen Türschloss smart zu machen, ist natürlich für einige Nutzer die Frage nach der Sicherheit sehr wichtig. Denn wenn das System nicht sicher sein sollte, kann jemand einfach so ins Haus eindringen, was natürlich keiner haben möchte.

Hier bietet Yale aber genug Sicherheit, sodass hier keinerlei ungebetenen Personen ins Haus reinkommen. Zuerst muss man nämlich beim Beginn der Einrichtung einen QR-Code abscannen, sodass eine Person, die nicht bei euch im Haus war, keinen Zugriff auf das smart Lock bekommen kann, denn hierbei können beim Anlernvorgang keine Daten abgefangen werden. Des Weiteren wird alles noch mit einem sicheren AES-128 Schlüssel gesichert. Somit muss ein Hacker bzw. Einbrecher um ins Haus zu gelangen, zum einen wissen, welches smart Lock ihr installiert habt und durch den Schlüsselcode, welche nur die App und dem smart Lock bekannt sind, kann er nicht einfach mal so einbrechen.

Da hier zudem eigentlich nichts ohne die zu Beginn eingerichtet Zwei-Faktor-Authentifizierung geht, ist für allerlei Sicherheit gesorgt und selbst wenn man mal einen Zugriffspunkt von einer Person entfernen möchte, aber unglücklicherweise sein Smartphone, welches den Zugriff hat, verloren hat, kann man sich über die Webseite von Yale einloggen und die entsprechenden Schlüssel sperren.

(Sicherheit 5 von 5 Punkte)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Yale Linus smart Lock verspricht das Unternehmen Yale ein sicheres elektronisches Türschloss, welches automatisch die Tür abschließt, wenn man das Haus verlässt und aufschließt, wenn man nach Hause kommt. Soweit inzwischen keine Besonderheit mehr, denn dies erdigen inzwischen alle smart Locks recht zuverlässig. Des Weiteren ist das smart Lock in wenigen Minuten installiert, es ist sehr einfach zu Bedienen und man kann virtuelle Schlüssel vergeben, sodass man z. B. die Eltern, die kurz bei einem vorbeikommen wollen, aber man nicht zu Hause ist, ins Haus lassen kann usw. 

Was sich für den ein oder anderen vielleicht zu sehr nach einer Spielerei anhört, dem muss ich klar sagen, dass es dies nicht ist, denn ein smart Lock ist sehr sicher und bringt einen enormen Komfortgewinn. Seither habe ich zwar noch einen Schlüssel im Grundstück versteckt, aber wir beide, ich und meine Partnerin haben direkt am Schlüsselbund keinen Haustürschlüssel mehr.  

Die Funktion des Auto-Unlock und Auto-Lock ist eine sehr feine Sache. Ich kann nun ohne Schlüssel aus dem Haus gehen und das Yale Linus smart Lock schließt automatisch ab und wenn ich abends nach Hause komme, öffnet es mir automatisch die Tür. Zudem lasse ich in diesem Zuge auch direkt das Licht beim Zuschließen an bestimmten Uhrzeiten ausschalten und sofern ich abends aufschließe, geht im Flur direkt das Licht mit an. 

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 249 € für das Yale Linus smart Lock und 79,99€ für die Yale Connect WLAN-Bridge fällt der Preis des smart Looks ein wenig teurer aus, als das Nuki Combo 2.0. Dafür wiederum ist das smart Lock hier nochmals deutlich leiser, lässt sich noch ein wenig leichter montieren und einrichten und bietet eine durchdachte App. Außer die vier AA-Batterien, welche man je nachdem, wie oft man die Tür auf- und zuschließt, ersetzen muss, hat man keine Folgekosten.

Das System bietet einige praktischen Funktionen. Neben der Auto-Unlock und Auto-Lock-Funktion könnt ihr andere Nutzer einladen, welche somit auch Zugriff auf das Schloss erhalten. Dabei kann man diesen Zeitraum des Zugriffes bestimmen und im Protokoll genau einsehen, wann die Tür geöffnet wurde und falls gewünscht die Berechtigung für den Zugriff jederzeit wieder entziehen.

Yale Linus smart Lock

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://yalehome.de

Ring Video Doorbell 3

Mit der Ring Doorbell 3 hat man den Nachfolger der bereits von mir getesteten 2. Generation auf den Markt gebracht. Auf den ersten Blick würde man meinen, dass es hier keine Änderungen gibt, jedoch ist dem nicht wirklich so. Neu sind die neue Schraubenfestigkeit, die neue Frontplatte, welche einfacher entfernt werden kann und mit neuen Gummidichtungen versehen wurde, sowie die neue einfachere Inbetriebnahme. Das zudem neue Dualband-WLAN sorgt für eine bessere Internetverbindung und die neue einstellbare Bewegungszone, die sogenannte Nah-Bewegungszone, lässt es zu, das Bewegungen im Bereich von 1,5 bis 4,5 Meter vor der Haustüre erkannt werden. Ob diese kleiner Veränderungen für einen persönlich Sinn machen muss jeder selbst überlegen, denn gegenüber der Doorbell 2 gibt es hier nur minimale Änderungen, sodass man sofern verfügbar auch zur Ring Doorbell 2 greifen kann.

Gefällt uns

  • gute Verarbeitung und Design
  • übersichtliche App
  • Sehr gute Personenerkennung
  • sehr einfach Inbetriebnahme
  •  Ersetzt alte Klingel vollständig

Gefällt uns weniger

  • relativ hohe Anschaffungskosten
  • kaum Neuerungen gegenüber der Doorbell 2

Ring Video Doorbell 3

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die neue Ring Video Doorbell 3 kommt in einer vom Design identisch gehaltenen Verpackung daher, macht jedoch rein äußerlich einen etwas übersichtlicheren Eindruck. Dabei setzt man auch hier wieder auf eine stabile grau Hauptverpackung, welche wiederum in eine rundum bedruckte Umverpackung eingeschoben wurde.

Die Vorderseite der Umverpackung ziert wie bereits vom Vorgängermodell der Ring Doorbell 2 gewohnt, eine große Abbildung der smarten Video-Türklingel und einem horizontal abgebildeten Apple iPhone. Darüber präsentieren sich an der Front selbstverständlich noch das Herstellerlogo und der Produktname sowie im unteren Bereich der Hinweis, dass die Ring Doorbell 3 eine verbesserte Sicherheit für das eigenen Zuhause bietet.

An der linken Seite wiederum widmet man sich einem kleinen Statement vom Firmengründer Jamie Siminoff, der hier in einigen Sätzen auf Englisch erzählt, was dem Unternehmen wichtig ist, während man sich auf der gegenüberliegenden rechten Seite einige technischen Details widmet. Hier erwähnt Ring unter anderem die Video-Auflösung von 1080p, die verfügbare Gegensprechfunktion, Infrarot-Nachtsicht, Echtzeit-Benachrichtigungen und über den herausnehmbaren Akku.

Die Rückseite der Ring Doorbell 2 zierte noch eine Abbildung der Türklingel, welche von zahlreichen technischen Daten in mehreren Sprachen umgeben war. Hier hat sich Ring nun für eine übersichtlichere Gestaltung entschieden, welche ein kleines Bild der montierten Türklingel neben der Haustüre zeigt und darunter wird mit den für Ring wichtigsten Merkmalen der Ring Doorbell 3 geworben. Dazu zählen die Momentaufnahmen (hierfür ist ein zahlungspflichtiges Abonnement notwendig) die neue Dual-WLAN-Verbindung und die Videoaufzeichnung und Speicherung. 

Nach dem Herausschieben der Hauptverpackung aus der Umhüllung und dem öffnen des Verpackungsdeckels erblickt man direkt auf der linken Seite die Ring Video Doorbell 3 und daneben einen blauen Umschlag, welcher mit „Say Hello to Ring“ beschriftet ist. In diesem Umschlag befinden sich wie bereits bei der Vorgängerversion, sämtliche Kurzanleitungen und mehrere Aufkleber, welche darauf hinweist, dass man den Bereich, indem dieser angebracht wurde, rund um die Uhr von Ring überwacht wird. 

Direkt unter der Ring Video Doorbell 3 befindet sich ein Karton, unter dem sich wiederum wie gewohnt der Akku befindet. In dem rechten Teil unterhalb des blauen Umschlags sind dann wiederum der restliche umfangreiche Zubehör verstaut, der wie alles im Karton in einem umweltfreundlichen Einsatz aus Zellulose-Material eingesetzt wurde. Dabei handelt es sich um eine weitere dunkelgraue Frontabdeckung sowie zwei unterschiedliche Montagerahmen inkl. Schrauben und Montageanleitung. Diese beiden Montagerahmen werden jedoch nur dann benötigt, wenn man die Türklingel schräg nach unten oder schräg zur Seite hin anbringen muss bzw. möchte, da schließlich nicht bei jedem Haushalt eine gerade Türklingel Sinn macht. Schrauben und passende Dübel für die Montage der Klingel sind ebenso dabei wie ein Schraubendreher, Betonbohrer, eine kleine Wasserwaage und weitere Montagemittel, um die Ring Video Doorbell 3 direkt mit der Stromversorgung der alten Türklingel zu versorgen.

Da die Ring Video Doorbell 3 jedoch wie alle andern bisherigen Türklingeln von Ring einfach via Akku betrieben werden kann, ist man bei der späteren Montage sehr flexibel aufgestellt. Damit man den Akku natürlich auch aufladen kann, befindet sich im Lieferumfang auch das passende kurze Micro-USB-Ladekabel.

 (Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Im direkten Vergleich zur Ring Doorbell 2 hat sich am Gehäuse recht wenig verändert. Die Neuerungen betreffen hier mehr die inneren Werte, sprich die neuen WLAN-Chips usw. sowie eine neue Abdichtung der Drucktaste.

Im Vergleich zu einer herkömmlichen Türklingel ist die Ring Video Doorbell 3 relativ dick und wird direkt auf die Hauswand befestigt. Sprich, es handelt sich um eine Aufputz-Variante, sodass die komplette Elektronik, die um einiges umfangreiche als bei einer herkömmlichen Klingel ist, hier drin versteckt wird. 

Die Maße der Ring Video Doorbell 3 sind nahezu identisch zur 2. Generation, weiterhin bleibt somit das rechteckige Hochformat mit den leicht veränderten Maßen von 128 x 62 x 28 mm (H x B x T). Am Frontgehäuse nimmt knapp 1/3 die schwarze Hochglanz-Kunststoffoberfläche ihren Platz ein, in der neben der zentral liegenden Kameralinse auch die zahlreichen Sensoren wie z. B. die Bewegungssensoren, die beiden IR-LEDs sowie das Mikrofon integriert wurden. Diese Hochglanz-Oberfläche hat jedoch das typische Problem, dass dies sehr empfindlich gegenüber Fingerabdrücken ist und auch Kratzer sieht man dadurch darauf deutlich schneller als auf einer matteren Oberfläche.

Ring legt der Video Doorbell 3 wie gehabt zwei Frontabdeckungen bei: Silber (bereits vormontiert) und Braun/Schwarz. Die gewählte Blende überdeckt nach der Montage die unteren zwei Drittel des Gehäuses. Auf dieser Blende findet man mittig den späteren Klingelknopf und auf der rechten und linken Seite jeweils mehrere Schlitze, durch welche man die Lautsprecher hört. Entfernt man die Frontabdeckung von der Ring Video Doorbell 3, wird auch hier direkt klar, warum diese relativ dick ausfällt. Hier findet man nämlich an der Unterseite das große Einschubfach, in den der Akku eingeschoben wird. Auf der linken und rechten Seite wiederum sieht man dann bei entfernter Abdeckung die bereits erwähnten Lautsprecher und über dem abgedichteten Klingelknopf an der Front noch den neue gestalteten orangenen Setup-Kopf.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Ring Video Doorbell 2 ist soweit sehr gut, hier gibt es kaum etwas zu bemängeln. Hier kommt zwar sehr viel Kunststoff zum Einsatz, was zwar nicht ganz so hochwertig ist wie Aluminium oder Glas, doch das Material ist dennoch sehr wetterbeständig, was ich so auch bestätigen kann, denn nach gut zweieinhalb Jahren sieht die Ring Video Doorbell 2 an unserer Haustür noch aus wie am Anfang. Da diese jedoch an der Nordseite angebracht ist, kann ich leider nicht sagen, wie es hier an einer Südseite aussieht, bei der nahezu täglich die Sonne draufknallt usw.

Alle Bereich, an denen Wasser bzw. Feuchtigkeit eindringen könnten, sind mit entsprechenden Dichtungen und Membranen geschützt, sodass auch hier nicht passieren kann. Die Ring Video Doorbell 3 kann wie Ring angibt, sehr einfach montiert werden, da man alles was dafür benötigt wir (bis auf die Bohrmaschine) mitliefert.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Klingel-ArtIntelligente Türklingel (Akkubetrieben oder Kabelgebunden)
AuflösungFull-HD (1080p)
Weitwinkel160° horizontal und 84° vertikal
Abmessungen128 x 62 x 28 mm (H x B x T)
Zoomnur digital
MaterialKunststoff
Konnektivität802.11Verbindung: 802.11 b/g/n Dualband-WLAN-Funktion, 2,4 GHz/5 GHz
FunktionenBewegungserkennung, IR-Beleuchtung, integriertes Mikrofon und Lautsprecher, per App steuerbar (Android & iOS)
BetriebsbedienungTemperatur:-20 °C bis 48 °C, wasserbeständig
LieferumfangRing Video Doorbell 3
Schnellwechsel-Akku
Nickelsatinierte und venezianische Blenden
Adapterstück
Installationssatz für Winkel und Ecken
Bedienungsanleitung
Sicherheitsaufkleber
Installationswerkzeuge und Schrauben
Technische Daten der Ring Video Doorbell 3

Einrichtung & Konfiguration

Ring liefert wie bereits erwähnt alle benötigten Teile mit, die man zur Montage der Ring Video Doorbell 3 benötigt mit. Somit benötigt man lediglich noch eine Bohrmaschine, denn schließlich muss man zum Befestigen im Normalfall auch Löcher in die Wand bohren.

Somit beginnt man bei der Ring Video Doorbell 3 wie bereits bei der Doorbell 2 mit der Montage der neuen Türklingel, bzw. sofern vorhanden, beginnt man zuvor damit, die alte Klingel abzumontieren. Im Lieferumfang sind wie angedeutet verschiedene Montageplatten, Schrauben und Dübel dabei, aber auch eine kleine Wasserwaage, ein Steinbohrer und sogar die Klemmverbinder, eine Diode und ein Widerstand sind enthalten.  

Sofern man die Ring Video Doorbell 3 nur über den Akku betreiben möchte, gestaltet sich die Installation am einfachsten. Dazu wird zuerst die gewünschte bzw. benötigte Montageplatte an die Wand verschraubt. Darauf setzt man dann das Ring-Gehäuse (die Frontabdeckung davor entfernen) und befestigt diese auf der Montageplatte mit vier Schrauben. Danach den vollgeladenen Akku in das Gehäuse einsetzen, die Frontabdeckung anbringen und ebenfalls mit einer Schraube von unten anbringen, fertig. Danach geht es direkt an die Einrichtung in der App, wohingegen es bei der fest verkabelten Variante etwas umfangreicher ist, jedoch ebenfalls recht schnell vonstatten geht.

Sollte man die Türklingel permanente mit Strom versorgen wollen, sollte man natürlich zuvor die Anleitung durchlesen, bevor man hier etwas falsch macht. Wie die Ring Video Doorbell 3 dann bei euch angeschlossen wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen ist ein klassischer Kingeltrafo mit Wechselstrom zwingend erforderlich. Sofern ihr einen mechanischen Gong habt, wird die Ring Video Doorbell 3 einfach mit den beiliegenden Kabeln und Verbindungsstücken angeschlossen. Hat man wiederum einen elektronischen Gong im Haus, so muss man zusätzlich noch die mitgelieferte Diode mit anklemmen. Sollte wiederum gar kein Gong vorhanden sein, muss man den Widerstand mit anbringen. 

Sofern man handwerklich begabt ist und sich etwas mit Elektronik auskennt, ist das ganze dank der Anleitungen kein Problem. Wer sich jedoch mit der Elektronik nicht auskennt, sollte es von einem Fachmann (Elektriker) durchführen lassen oder sich doch für die Variante mit dem reinen Akku-Betrieb entscheiden. Hier gilt dann wie immer bei Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Fachmann oder Elektriker. 

Die Einrichtung der Türklingel wird sehr gut und Schritt für Schritt in der kostenlosen Ring-App erklärt, hierbei kann es sogar hilfreich sein, die App vor der Montage der Klingel auf das Smartphone zu installieren, da dabei sogar noch ausführlichere Hilfe geboten wird, in Form von Videos und Antworten auf euere zuvor angegebene Einbausituation. 

Sobald die App erfolgreich heruntergeladen wurde, kann man diese wie gewohnt starten. Kurz darauf muss man einigen Push-Mitteilungen zustimmen und sich im Anschluss einen Benutzeraccount erstellen, darum kommt man leider nicht drumherum. Dabei muss der Vor-/Zuname, die Telefonnummer und das Land angegeben werden. Zudem muss man zustimmen, dass die Daten außerhalb der EU gespeichert werden dürfen. Klickt man auf „Weiter“, muss man zudem noch die E-Mail-Adresse und ein selbst festgelegtes Passwort eingeben. Im nächsten Schritt darf man entscheiden, ob die App bzw. Ring die Rechte erhält, auf die Ortungsdienste zuzugreifen, verbietet man dies wiederum verliert man dadurch einige Funktionen. 

Anschließend sollte der runde Kreis an der Ring Doorbell kreisen, sodass man visuell weiß, dass die Klingel im Einrichtungsmodus versetzt ist und sich nun über die App mit eurem WLAN verbinden kann. Den Set-up-Knopf muss man hier nicht mehr unbedingt verwenden, lediglich wenn man die Doorbell mit dem Chime oder allgemein neu einrichten möchte. Somit muss man hier nicht mehr zuerst euer WLAN-Netz aus einer teils großen Liste heraussuchen und dann noch das Passwort eingeben, sondern das Ganze bekommt die Ring Video Doorbell 3 direkt von eurem Smartphone übermittelt. Die Einrichtung ist wirklich nochmals deutlich einfacher gestaltet und sollte in ca. 5 Minuten erledigt sein

(Einrichtung & Konfiguration: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Der Funktionsumfang der Ring Video Doorbell 3 ist nahezu identisch zur Ring Video Doorbell 2. Das Hauptmerkmal ist der mit Full HD (1080p) Auflösung auflösenden Kamera-Sensor, was absolut ausreichend ist und bei gutem Licht für sehr scharfe aufnahmen sorgt. Die Kamera-Linse, die man wiederum an der Front sieht und das Licht einfängt und zum Sensor leitet, bietet einen breiten Blickwinkel von 160° horizontal und 84° in der vertikalen Achse.

Für eine Türklingel mit Videofunktion ist nicht nur meine gute Kamera, sondern auch ein Nachtsicht-Modus wichtig, denn ansonsten erkennt man auf der Kamera nur etwas, wenn es Tag ist und in der Nacht, sofern keine ausreichende externe Beleuchtung vorhanden ist, nichts. Damit man auch hier etwas auf dem Video erkennt, sitzen rund um die Kameralinse mehrere Infrarot-LEDs, welche das Bild für die Kamera aufleuchten, während man selbst das Ganze nur durch die rot aufleuchteten LEDs sieht. Zudem sind die bereits bekannten Bewegungssensoren, ein Lautsprecher und ein Mikrofon ebenfalls mit an Bord. Neu gegenüber dem Vorgänger ist hier die zusätzliche „Nah“-Bewegungszone, die einen Bewegungserkennung von bis zu max. 5 Metern vor der Kameralinse ermöglicht. Somit muss man nun nicht mehr aus 6 von Ring festgelegten Bereichen des Blickfeldes die auswählen, die man nutzen möchte, sondern man kann diese in dem 5 Meter Bereich sehr genau markieren durch das Einfache verschieben von mehren Punkten in den gewünschten Abschnitt im zuvor aufgenommenen Live-Bild.

 Drückt jemand den Knopf an der Klingel, bekommt man innerhalb weniger Sekunden eine Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone. Hier kann man dann sehen, wer vor der Tür steht und falls gewünscht eine Live-Videoübertragung starten. Da die Video Doorbell 3 zudem über ein 2-Wege Audio-System verfügt, können sowohl Sprachansagen durch den verbauten Lautsprecher ausgegeben werden und durch das Mikrofon zugleich empfangen werden. Daher kann man die Person vor der Haustüre nicht nur Live sehen, sondern auch mit dieser reden und wie von einer Gegensprechanlage gewohnt vor dem Öffnen der Tür Fragen, was die Person möchte usw.

Das bereits für die Ring Doorbell 2 verfügbare Solar-Ladegerät, welches hinter die Video Doorbell geschraubt wird, gibt es auch für die Ring Video Doorbell 3. Ring gibt auch hier an, dass bereits wenige Stunden Sonnenschein am Tag ausreichen würden, um den Akku dauerhaft mit Strom zu versorgen. Somit sollte man an der Haustüre einen von der Sonne gut erreichbaren Standort haben, denn sonst macht das Solarmodul für 59€ keinen Sinn.

Als Weiteres extra gibt es den überarbeiteten Chime/ Chime Pro. Dabei wurde das Design grundlegend überarbeitet, sodass dieser nun nicht mehr wie ein billiger Repeater aussieht, sondern wie ein kleiner smarter Speaker, der in der Steckdose steckt. Das Design fügt sich deutlich besser in das Haus bzw. die Wohnung ein und erweitert zum einen das WLAN-Signal (Dual-Band) des Ring-Systems und sorgt zudem dafür, dass man die Klingel im ganzen Haus hört. Betätigt jemand die Klingeltaste an der Ring Video Doorbell 2/3, ertönt am Chime Pro kurz danach der Gong. Dabei kann man in den Einstellungen nicht nur den Klingelton ändern, sondern zudem auch die Lautstärke festlegen. Des Weiteren kann man hier bequem in den “Bitte nicht Stören-Modus wechseln, ein Modus, der vor allem dann ratsam ist, wenn man seine Ruhe haben möchte, bzw. wenn die Kinder schlafen. Beim Chemie Pro gibt es zudem an der Unterseite ein kleinen LED-Streifen, der als praktisches Nachtlicht genutzt werden kann, was ebenfalls sehr nützlich ist. Die Preise der beiden Chime-Modelle sind unverändert, für den normalen werden 35€ fällig und für den Chime Pro 59€.

(Funktionsumfang: 4 von 5 Punkten)

App

Ring - Always Home
Preis: Kostenlos
Ring - Always Home
Preis: Kostenlos

Sämtliche Einstellungen der Ring Video Doorbell 3 und der Chime/Pro, erfolgt ausschließlich über die App. Diese wurde von Ring in der letzten Zeit weiter verbessert, sodass diese nochmals etwas übersichtlicher und somit einfach gestaltet wurde.

Beim Öffnen der App befindet man sich direkt im Dashboard, hier werden einem direkt die registrierten Geräte und sämtliche Ereignisse (Bewegungen vor der Ring Doorbell 3 usw.) angezeigt. Durch das Symbol mit den drei Strichen oben links erscheint eine Menü-Übersicht. Durch Tippen auf den Menüpunkt „Geräte“ gelangt man in die Übersicht der bereits eingerichteten Geräte bzw. kann auch darüber neue Geräte ins System einbinden. Hier werden bei mir auch der Einrichtung die Ring Video Doorbell 3 und die neue Chime Pro angezeigt. 

Wählt man nun eines der beiden Geräte z. B. die Türklingel aus, kommt man in deren Untermenü. Hier sehen wir oben rechts relativ dezent die restliche Akkukapazität und kann bequem die Ring-Alarme (Klingelton) und Bewegungsalarme und Bewegungserfassungen aktivieren/deaktivieren. Zudem kann man hier den Gerätestatus einsehen und direkt die Bewegungszonen einstellen. Dabei kann man hier genau den blauen Erfassungsbereich festlegen, indem man die Bewegungspunkte an die gewünschten Bereiche verschiebt. Des Weiteren kann man bestimmen, ob die Bewegungsalarme eine bestimmte Zeit, also mehrere Stunden oder sogar zu fest geplanten Tagen und Uhrzeiten deaktiviert bzw. aktiviert werden soll.

Weiterhin kann man selbstverständlich auch aus mehreren Klingeltönen den persönlichen Favoriten heraussuchen und dessen Lautstärke bestimmen. Außerdem kann man in der „Live-Ansicht-Einstellungen“ die permanente Live-Ansicht aktiveren. Damit kann man auch ohne das eine Person die Klingel betätigt, jederzeit auch von unterwegs auf die Kamera zugreifen, was jedoch beim Akku-Betrieb nicht ideal wäre, da dies natürlich auch die Akkulaufzeit reduzieren wird. Sinnvoll ist es jedoch, in den Einstellungen oder direkt während der Einrichtung weitere Personen einzuladen, sodass diese ebenfalls zugriff auf die Ring Video Doorbell 3 erhalten. Schließlich würde es keinen Sinn machen, wenn nur ihr beim Klingeln an der Tür seht, wer davor steht, aber euer Partner usw. nicht.

Die Übertragung des Live-Bildes ist minimal zeitversetzt, was natürlich daran leiert, dass der Zugriff über das WLAN Netz erfolgt und minimale Zeit ca. 1 Sekunden benötigt, bis ihr das Bild seht. Greift man wiederum von unterwegs aus auf die Live-Ansicht der Ring Video Doorbell 3 zu, dauert es etwas länger, bis das Live-Bild erscheint. Aber dennoch geht diese Zeit meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung.

Die Möglichkeit, über den verbauten Lautsprecher mit der Person davor zu kommunizieren, ist eine feine Sache, da diese durch das verbaute Mikrofon sogar mit einem reden kann. Zudem kann ich die Push-Benachrichtigungsinformationen loben, denn diese erscheinen Zeitnahe direkt, nachdem etwas vor der Tür bzw. Türklingel passiert ist.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Ton-/Videoqualität

Die Bild- bzw. Videoqualität ist unverändert, was auch nicht weiter schlimm ist, schließlich reicht die Full-HD-Auflösung (1080p) für den Anwendungszweck voll und ganz aus. Schließlich möchte man die Bilder der Ring Video Doorbell nicht ausdrucken und an die Wand hängen, sondern nur bei Bedarf sehen, wer vor der Tür ist bzw. war. Durch den 160° Weitwinkel in der horizontalen und 84° Blickwinkel in der Vertikalen erkennt man zudem problemlos mehrere Personen vor der Haustüre.

Der Bewegungssensor kann wie bereits erwähnt bei der Ring Video Doorbell 3 genauestens eingestellt werden, sodass man auch nur dann benachrichtigt wird, wenn sich jemand durch den gewünschten Bereich im Blickfeld der Kamera bewegt hat. Damit man auch in der Nacht bei Dunkelheit vor der Tür bestens sieht, wer vor der Tür steht, bestimmt die Ring Video Doorbell 3 wie deren Vorgängermodell rund um die Kamera-Linse vier Infrarot-LED´s, die dafür sorgen, dass die Kamera euch auch in dieser Situation ein ausgesprochen gutes Live-Bild überträgt bzw. zeigt. Somit kann sich die Ring Video Doorbell 3 genauso wie die anderen aktuell verfügbaren smarten Video Türklingeln ideal jeder Lichtsituation anpassen und man sieht eigentlich immer alles, was vor der Haustür geschieht. 

Die Video- und Tonqualität der Ring ist hervorragend, bei gutem Licht erkennt man Gesichter sehr klar und deutlich. Jedoch erkennt man auch in der Dunkelheit problemlos Gesichter und alles im nahen Bereich der Kamera, lediglich am Rand hin, also was weiter Weg ist, wird etwas geringer von den Infrarot-LED´s ausgelichtet, sodass hier die Konturen usw. etwas verloren gesehen. Dies bekommen jedoch andere Hersteller nicht ganz so gut hin, daher leistet Ring hier sehr gute Arbeit ab.

Die Tonqualität die von der Ring Video Doorbell 3 übertragen werden sind ebenfalls sehr gut. Man versteht selbst an einer gut befahrenen Straße, zu der eventuelle eure Haustüre gerichtet ist gut die Person von der Klingel. Ebenso gut ist auch die Übertragung euerer Stimme durch die verbauten Lautsprecher. Hier kann man ganz normal in das Smartphone reden und man versteht das gesprochenen problemlos und laut genug vor der Klingel. 

(Ton-/ Videoqualität: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit der neuen Ring Video Doorbell 3 hat das Unternehmen wie auf der eigenen Webseite beschrieben, eine überarbeitete Version der 2. Generation vorgestellt. Diese bietet die versprochenen zusätzlichen Sicherheitsfunktionen mit noch genauer regulierbaren Bewegungserkennung sowie endlich eine WLAN-Verbindung im 2,4 und 5 GHz Standard. Die andern Funktionen sind ansonsten wie gehabt und somit wie bei der Ring Video Doorbell 2. Somit lohnt sich der Kauf meiner Meinung nach nicht für diejenigen, die bereits die 2. Generation besitzen, sondern lediglich für diejenigen, die eine Neue smarte Video Türklingel haben möchten.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 199 € (aktuell reduziert auf 159€) ist die Ring Video Doorbell 3 eine sehr gute und rundum zufriedenstellend Video Türklingel. Empfehlenswert ist diese für all diejenigen, die auf der Suche nach einer Klingel mit Videoüberwachung mit Gegensprechanlagen-Funktion sind, die es zulässt, dass man genau bestimmen kann, welcher Bereich überwacht werden soll, sodass man nur dann eine Push-Benachrichtigung erhält, wenn sich in diesem Feld etwas bewegt.

Der einzige Kritikpunkt bleibt jedoch weiterhin die kostenpflichtigen Cloud-Funktionen, denn alle Aufzeichnungen laden bei Ring darauf. Hier stellt das Unternehmen aktuell die Cloud-Pläne zur Verfügung. In der kostenfreien Version gibt es Benachrichtigungen bei Bewegungen, eine Live-Videoansicht, Gegensprechfunktion und einen Diebstahlschutz. Ist man wiederum bereit, jeden Monat Geld zu bezahlen, erhält man für 3€ monatlich den Zugriff auf den Videoverlauf der letzten 30 Tage und kann die Aufzeichnungen zudem teilen und abspeichern. Für 10€ monatlich sind in dem Abo eine unbegrenzte Anzahl an Geräten abgedeckt und zudem kann die Ring Video Doorbell 3 auf das eventuell vorhandenen Ring Alarm und dessen SIM-Karte zugreifen. Sollte man wiederum kein Fan von einer Cloud-basierten Speicherlösung sein, muss man hier abstand nehmen und auf einen anderen Hersteller zurückgreifen.

Somfy Heizkörper-Thermostat io

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de-de.ring.com

Somfy Heizkörper-Thermostat io

In aller Kürze

Das smarte Heizkörper-Thermostat io von Somfy sieht stilvoll aus und lässt sich dank io-Funk bequem über die Smart-Home Zentrale TaHoma Premium von Somfy programmieren oder auch manuelle und per Sprache steuern. Die Verarbeitung ist sehr gut und da Somfy hier viele Adapter mitliefert, ist das Thermostat mit zahlreichen Heizkörpern bzw. Ventilen kompatibel. Jedoch hat das System einen Nachteil für den vollen Funktionsumfang benötigt man nämlich die sogenannte TaHome Steuerzentrale, die zudem weitere knapp 300€ kostet. Möchte man jedoch sein Haus komplett auf Somfy umrüsten, dann machen die Heizkörper-Thermostat io durchaus Sinn, denn dann kann man viele Geräte untereinander programmieren und aufeinander abstimmen.

Gefällt uns

  • gute Verarbeitung
  • schönes Design
  • übersichtliche App/Webseite
  • Unterstützung von Sprachsteuerung
  • sehr einfach Inbetreibnahme

Gefällt uns weniger

  • höhere Anschaffungskosten
  • für vollen Funktionsumfang ist die 300€ Zentrale notwenig

Somfy Heizkörper-Thermostat io

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Thermostat

Somfy liefert das smarte Heizkörperthermostat io in einer schlichten Verpackung aus, welche in denselben Farben wie die Webseite gehalten wurde, nämlich weiß, grau und gelb. Außerdem gibt es rundum einige Informationen zum Produkt sowie Bilder zum Thermostat.

reAngefangen bei der Oberseite, hier sieht man direkt auffallend eine leicht schräge Ablichtung des Heizkörper-Thermostats. Des Weiteren wurde diese Seite selbstverständlich auch mit dem Produktnamen und dem des Unternehmens „Somfy“ versehen. An den schmalen Seiten hat Somfy auf der linken Seite den Produktnamen in mehrere Sprachen aufgelistet und weißt drauf hin, dass auf dem Produkt eine Garantie von 2 Jahren gewährt wird. Die lange Stirnseite unten hält lediglich eine kleine Ablichtung des Thermostats von oben bereit und einige wenige Informationen zum Unternehmen. An der rechten Stirnseite wiederum erwähnt man in Englisch und Französisch einige Vorteile des Produktes. Zu guter Letzt informiert die Rückseite über den kompletten Lieferumfang mit Bildern sowie für welche Ventile-Anschlüsse die passenden Adapter beigelegt wurden und man bekommt durch ein räumliches Bild dargestellt, wie die Multiroom-Heizungssteuerung funktioniert, sodass man hier in jedem Raum die gewünschte Raumtemperatur unabhängig voneinander bestimmen bzw. regulieren kann. 

Nach dem Öffnen der Verpackung erblickt man direkt das Somfy Heizkörper Thermostat io, welches sicher in einem Einleger aus Kartonage gehalten wird. Die benötigten Batterien, welche für den späteren Betrieb des Thermostats notwendig sind, hat Somfy bereits eingelegt, damit diese sich jedoch nicht entleeren, hat der Hersteller hier wie viele andere ein Papierstreifen zwischen die Kontaktflächen der Batterien eingesetzt, dazu späte mehr. Im Kartoneinleger im vorderen Bereich sind zudem in zwei Kunststofftüten zahlreichen Adapter verstaut, mit denen man die Heizkörperthermostate an die verschiedenen Heizkörperventile anschließen kann und die üblichen schriftlichen Dinge wie eine Kurzanleitung usw.

TaHoma-Zentrale

Damit man die smarten Produkte aus dm Hause Somfy programmieren bzw. smart steuern kann, ist die Steuerzentrale TaHoma erforderlich. Damit kann man dann sämtliche Produkte des Herstellers und auch von weiteren Herstellern verknüpfen und steuern bzw. untereinander vernetzte.

 Diese wird in einer in einer identisch gestalten Verpackung angeliefert, die aufgrund der Größe gut doppelt so groß wie die des Thermostats. Hierbei wurde die Vorderseite, an der man die Verpackung nach oben hinweg aufklappt, sowie die direkt gegenüberliegende Rückseite identisch gestaltete. Hier sieht man ein Abbildung der Zentrale sowie dem Herstellername, den der Zentrale und ein kleines Bild, welches die App auf dem iPad bzw. iPhone zeigt. Auf der rechten Seite wiederum wird ebenfalls ein Smartphone gezeigt, um welches darum zahlreiche Symbole abgebildet sind, mit dem Somfy zeigen möchte, welche Geräte im Smarthome man damit alles bedienen bzw. verknüpfen kann. Außerdem prangen darunter die Funktechnologien, welche die Somfy TaHoma-Zentrale unterstützt. Zu guter Letzt wird gegenüber noch auf die verfügbaren Apps im GooglePlay- und AppleStore hingewiesen sowie welche Geräte darauf zugreifen können wie z. B. Smartwatches, Smartphones, Tablets und Notebooks. 

Nach dem Öffnen der Verpackung kommt direkt die Somfy TaHoma Zentrale zum Vorschein, welche hier zum Schutz vor Kratzern mit einer Folie abgeklebt ist und in einem Kartonage-Einsatz eingesetzt wurde. Zwischen diesem Einsatz befinden sich sowohl das Netzteil als auch ein separates USB-A auf Micro-USB-Kabel. Darunter wiederum ist noch das Netzwerkkabel versteckt, mit welchem die Zentrale mit dem Router verbunden wird, sowie die üblichen Kurzanleitungen usw.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Somfy Heizkörper-Thermostat io

Das knapp 70 mm lange, aus weißem matten Kunststoff gefertigten Heizkörper-Thermostat hat einen Durchmesser von 56 mm und ist an der Ober- sowie Unterseite abgeflacht, sodass es in der Höhe knapp 46 mm hoch ist. An der Front befindet sich mittig ein Somfy Schriftzug, neben dem sich wiederum rechts ein leicht in den Kunststoff eingeprägtes Plus und links ein Minus befindet. Dabei handelt es sich nicht um Touch-Oberflächen, sondern um zwei Drucktasten, die jeweils am äußeren Bereich der Front sitzen. Somit kann man darüber manuell die Temperatur regulieren und zum Teil werden die Tasten auch zur Einrichtung benötigt, dazu aber später mehr. Die flache Oberseite mit dem polierten Plexiglas sollte nach der Montage an der Heizung nach oben zeigen, da hier das Display integriert ist. Hierüber wird der Zustand des Thermostats angezeigt und beim Verstellen der Temperatur an den Tasten leuchtet gut lesbar das weiße LED-Display auf, verschwinden aber anschließend wieder unsichtbar in dem weißen Gehäuse. 

An der Unterseite befinden sich lediglich zwei längliche Öffnungen, in der sich vermutlich der Temperatursensor versteckt, da dieser im smarten Thermostat integriert wurde, sodass man zugleich auch immer weiß, wie warm es im Raum bzw. am Thermostat ist.

Die Stromversorgung des smarten Heizkörper-Thermostats aus dem Hause Somfy erfolgt wie bei eigentlich allen smarten Thermostaten via Batterie-Stromversorgung. In diesem Fall sind es zwei AA-Batterien, welche bei der Anlieferung bereits Eingesetz sind. Damit diese während der Lagerung jedoch nicht leer gehen, hat man den Kontakt mit einem Papierstück unterbrochen, des vor dem Anbringen selbstverständlich entfernt werden muss. Dazu muss man die Rückseite mit dem Ventilanschluss vom Gehäuse trennen, was durch das Drehen des Rückteils gegen den Uhrzeiger erfolgt.

Im Lieferumfang liegt, wie bereits erwähnt eine große Anzahl an verschiedenen Adaptern bei, mit denen man das Thermostat an dem Großteil aller bekannten Heizkörpern anschließen kann. Dabei sind folgende: M28 x 1,5, ein RA- und RAV-Adapter oder man montiert das Thermostat wie bei mir direkt mit dem Standard Gewinde M30 x 1,5.

Somfy TaHoma-Zentrale

Wie viele andere Hersteller von smarten Heizkörper-Thermostaten setzt auch Somfy eine Steuer-Zentrale bzw. Bridge voraus. Diese dient dazu, eine kabellose Verbindung zwischen WLAN-Router und den smarten Geräten aus dem Hause Somfy herzustellen. 

Die Somfy TaHoma Premium Steuerzentrale muss damit eine Steuerung von überall aus möglich ist logischerweise wie andere Produkte ihrer Art mit dem im Lieferumfang beiliegenden Netzwerkkabel mit eurem Router verbunden werden und natürlich auch mit Strom versorgt werden. Wirklich als kompakt ist die Zentrale nicht zu bezeichnen, doch ein großes Gerät ist es nun auch wieder nicht. Die Zentrale nimmt einen Platz von 95 x 109 x 115 mm (H x B x T) in Anspruch und bringt nur 240 Gramm auf die Waage.

An der Unterseite bietet die kompakte Station vier gummierte Füße, die für einen relativ sicheren Stand sorgen. Nach hinten hinweg verlaufen dann später alle angeschlossen Kabel, da hier auch die Anschlüsse angebracht wurden. Dazu zählt ganz unten der Micro-USB-Anschluss, an dem das Netzteil bzw. das beiliegende Kabel für die Stromversorgung angeschlossen wird. Direkt darüber ist auch noch der Anschluss für das Ethernet-Kabel, über den wie bereits angedeutet, die Somfy TaHoma Premium Zentrale mit dem Router verbunden wird. Zu guter Letzt ist ganz oben ein USB-Anschluss, welchen ich jedoch nicht für den Betrieb benötigt habe, genauso wie der spezielle Anschluss an der Unterseite, an den man die zusätzlich erhältliche Sicherheitsstation anschließen kann.

Man kann später auf der Weboberfläche einstellen, dass durch das Berühren der versteckten Touch-Oberfläche an der Front der Zentrale verschiedenen Aktionen ausgeführt werden. Damit man auch immer über den Status der Zentrale informiert wird, befindet sich direkt an der Rückseite der Touch-Oberfläche eine LED-Beleuchtung, welche ihren Status in mehreren Farben anzeigt und dabei relativ stylish zwischen dem Spalt der Station leuchtet.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der beiden Geräte, also sowohl die des smarten Heizkörper-Thermostats als auch die der TaHoma Premium Zentrale, ist soweit sehr gut. Klar sind hier die Hochglanzoberflächen anfällig gegenüber Fingerabdrucke, doch diese halten sich in Grenzen da man die Geräte hier nach der Einrichtung nur noch wenig an diesen stellen anfassen wird. Die Displayoberfläche des Thermostats ist jedoch auch etwas anfällig gegenüber Kratzer, sodass ich hier nach der Montage und bei gutem Licht feststellen konnte, dass hier feine Kratzer vorhanden sind.

Die einzelnen Geräte (Thermostat und Zentrale) sind zwar wie bereits erwähnt aus Kunststoff hergestellt, doch dieser wirkt keineswegs billig und ist bei sämtlichen herkömmlichen Thermostaten ebenfalls der Fall. Die Tasten an der Vorderseite des Thermostats, die zur manuellen Regulierung der Raumtemperatur dienen, bieten einen angenehmen und direkt ansprechenden Druckpunkt und das Display leuchtet hell genug, sodass man es gut ablesen kann und verschwindet beim Abschalten wieder unsichtbar unter dem Kunststoff.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

SensorenTemperatursensor
Datenverschlüsselunghttps-domain und individuellen Sicherheitsschlüssel
Funkverbindung868 – 879 MHz io homecontrol
GrößeSmartes Heizkörperthermostat: 70 x 56 mm / Bridge: 95 x 109 x 115 mm (H x B x T)
Strom- und LeistungsaufnahmeZentrale: Versorgung über USB-A auf micro-USB-Anschluss (Netzteil)
Heizkörperthermostat (Betrieb über 2 AA-Batterien)
MaterialKunststoff (matt weiß)
LieferumfangSomfy TaHome Zentrale:
Somfy TaHome Zentrale
USB-A auf Micro-USB Kabel
kompaktes Netzteil
Steckeradapter EU

Somfy Heizkörper-Thermostat io:
Somfy Heizkörper-Thermostat io
viele verschiedene Adapter
Welcome-Guide usw.
technische Daten des Somfy Heizkörper-Thermostat io

Einrichtung und Konfiguration

TaHoma Classic By Somfy
Preis: Kostenlos
TaHoma Classic by Somfy
Preis: Wird angekündigt

Um das Heizkörper-Thermostat io von Somfy nutzen zu können, muss man, wie bereits mehrfach erwähnt auch die Somfy TaHoma Premium Zentrale erwerben. Diese gilt es somit zuerst einzurichten, was jedoch recht einfach gestaltet wurde.

Hierfür kann man dies entweder über das Smartphone, Tablet oder den PC erledigen. Dabei habe ich mich für die Einrichtung über die App entschieden und somit habe ich zuerst die kostenlose „TaHoma by Somfy“ App aus dem AppStore heruntergeladen.

Ist die App erfolgreich geladen, kann man diese direkt starten und muss kurz zustimmen, dass die App einem Push-Benachrichtigungen senden darf. Zudem bekommt man im Anschluss eine kurze Einweisung bzw. Erklärung, was die besonderen Funktionen und Vorteile des Systems sind und mit welchen Herstellern die Zentrale auch zusammenarbeitet, darunter sind z. B. auch Philips Hue, Sonos und Velux uvm. Anschließend geht es darum, sich einen Account bei Somfy zu erstellen, was ebenfalls über die App gemacht werden kann. Dazu wählt man in der App aus, welches Gerät man einrichten möchte, in diesem Fall die TaHoma Zentrale und muss anschließend den PIN eingeben, der auf dem beiliegenden Zettel steht oder auch am Aufkleber an der Zentrale selbst. Damit diese jedoch gefunden und erfolgreich verbinden kann, muss man dies nun auch anschalten und mit dem Router verbinden, was man problemlos hinbekommen sollte. Nun in der nächsten Seite noch eine E-Mail Adresse sowie ein paar Daten wie Name, Adresse und Postleitzahl angeben und schon ist die Einrichtung eurerseits erledigt, die Zentrale macht dann den Rest automatisch. Nun sollt man den Account noch bestätigen, indem man in der E-Mail die man erhalten hat, auf den Link klickt. 

Nun geht es darum, auch das Somfy Heizkörper-Thermostat io mit der Zentrale zu verbinden, was jedoch leider nicht über die App, sondern nur über die Webseiten-Domain funktioniert. Das spätere Bedienen und Programmieren wiederum geht dann wiederum über die App, eben nur das hinzufügen von Geräten funktioniert somit leider nur über die Homepage. Dazu geht man auf folgende Seite: somfy-connect.com und logt sich hier mit den zuvor selbst festgelegten Nutzerdaten ein. Auf der Benutzeroberfläche angekommen klickt man nun auf die drei Striche oben rechts und wählt dann im neuen Menü „Sonstige Somfy“ aus. Hier dann auf das Hinzufügen Symbol und im neuen Untermenü das Symbol Heizung auswählen und hinzufügen. Nun wird man Schritt für Schritt in die Einrichtung des Heizkörper-Thermostat io geführt was sehr einfach erfolgt und jeder hinbekommen sollte Hat man die Schritt alle erledigt, ist das Thermostat mit der Zentrale verbunden und einsatzbereit.

(Einrichtung & Konfiguration: 4 von 5 Punkten)

Funktionsumfang und Bedienung

Die Temperatur des Thermostats kann selbstverständlich direkt am Heizkörperthermostat reguliert werden, doch deutlich komfortabler ohne aufstehen und dem zusätzlichen Zugriff auf sämtliche weitere Funktionen erhält man nur über die App oder ein optisch ebenfalls sehr hübsches Web-Interface am Rechner. Egal wofür ihr euch persönlich entscheidet, bekommt man eine ordentliche und aufgeräumte Benutzeroberfläche zur Verfügung gestellt.

Direkt über die App kann man beim Heizthermostat über den Schieberegler die manuelle Bedienung oder auf die Programmierung wechseln. Hierbei kann man dann genau bestimmen, welche Temperaturen man in den Zuhause-, Abwesend- und Nacht-Zonen haben möchte.

Ausführlicher bzw. übersichtlicher geht das Ganze jedoch meiner Meinung nach über die Webseite bzw. dem Webintraface. Hie kann man dann beim Tippen auf das Thermostat, dem man zuvor beim Einrichten auch sicherlich einen Namen gegeben hat, einen internen Zeitplan bestimmen. Dabei kann man hier wie ich am Heizplan „P1“ festlegen, an welchen Tagen man zu Hause (rotes Haus), abwesend (grünes Haus) und wann man schläft bzw. die Heizphase beendet sein soll (Lila Kästchen mit Mond). Dabei habe ich „P1“ als Tage unter der Woche sprich Montag bis Freitag bestimmt und bei „P2“ habe ich Samstag und Sonntag programmiert, da wir da meistens alle zu Hause sind. Dann kann man in den weiteren Einstellungen noch die jeweilige Temperaturen Einstellen und schon ist das ganze sehr einfach und verständlich gestaltet programmiert. 

In den Thermostateinstellungen kann man weitere kurze Einstellungen vornehmen, wie die Fenster offen Erkennung aktivieren bzw. deaktivieren. Sodass das Thermostat nach ca. 10 Minuten automatisch die Heizleistung in dem entsprechenden Raum herabsenkt, wenn die Temepratur um 2 Grad abfällt. Zudem kann man hier die MAX und MIN Temperatur Einstellungen bestimmen, die Kindersicherung mit gesperrter Displayanzeige aktivieren und das Offset vornehmen. Das Letztere dient dazu, den eventuell herrschenden Temperaturunterschiede, welche man mit einem externen Thermometer im Raum und dem des Thermostats aufeinander anpassen könnte, sodass ihr das Offset entsprechend hochsetzt bzw. reduziert. Der Unterschied, den das Thermostat misst, ist in der Regel höher, was daran liegt, das beim Somfy Heizkörper-Thermostat io wie bei den meisten anderen smarten Heizthermostaten die Temperatur bzw. der Sensor direkt am Thermostat sitzt und gemessen wird.

Des Weitern kann man auf der Webseite verschiedene Wenn-Dann Bedienungen festlegen, doch dazu sind meist mehrere Somfy Produkte notwendig. Kauft man sich so z. B. die Rollladensteuerung und den Sonnensensor„ Sunis Wirefree“, dann kann man bestimmen, dass bei Sonnenschein die Rollläden geöffnet werden und die Heizung automatisch abgesenkt wird usw.

(Funktionsumfang und Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Reichweite und Sicherheit

Die Reichweite der einzelnen Thermostate zur Zentrale ist sehr gut. Selbst über mehrer Stockwerke funktionierte die Steuerung schnell und präzise. Bezüglicher Sicherheit setzt Somfy sowohl bei der App als auch bei der Webseite auf einen hohen Sicherheitsstandard. Die Webseite ist wie beim Online-Banking via https-Verbindung verschlüsselt und zudem ist jede io-Funkstation mit einem individuellen Sicherheitsschlüssel versehen und die regelmäßigen Sicherheit und Software-Updates halten das System immer auf den sicheren Stand.

(Reichweite und Sicherheit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das Somfy Heizkörper-Thermostat io punktet mit einem schönen Design und einer guten Verarbeitung. Das Display lässt sich sehr gut ablesen und stört auch abends nicht, da es nach wenigen Sekunden wieder unsichtbar im Gehäuse verschwindet. Zudem ist die Programmierung sehr einfach und übersichtlich gestaltet und der Funktionsumfang ist durch die zahlreiche weitere smarten Somfy Produkte enorm erweiterbar.  

Nachteil wiederum am System von Somfy ist der Preis, denn zwar sind die Thermostate nicht übermässig teuer, doch um diese smart steuern zu können, ist die Somfy TaHoma Zentrale notwendig, welche nicht gerade günstig ist. Sodass sich das System von Somfy definitiv erst lohnt, wenn man sehr viel Geräte im Haus auf die smarten Produkte von Somfy umrüsten möchte.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von knapp 83€ ist das Somfy Heizkörper-Thermostat io eigentlich gar nicht allzu teuer, wenn man dies mit der Konkurrenz vergleicht. Jedoch bleibt es bei den meisten leider nicht bei diesem Preis, denn zum Programmieren und dem smarten Nutzen des Thermostats ist die Somfy TaHoma Premium Zentrale notwendig, für die nochmals fast 300€ fällig werden. Somit sind natürlich sofern man lediglich eine smarte Heizkörpersteuerung in den einzelnen Räumen wünscht, die Konkurrenzprodukte die bessere Alternative. Möchte man jedoch zusätzlich auch smarte Rollläden, eine intelligente Lichtsteuerung usw. haben, was z. B. vor allem im Neubau Sinn macht, lohnt sich die Investition in das Somfy System sicherlich eher.    

Somfy Heizkörper-Thermostat io

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.somfy.de