Beats Powerbeats 4

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Kopfhörer-Art In-Ear Kopfhörer mit Nackenkabel
KategorieBluetooth-Kopfhörer (Bluetooth 5) mit Apple H1 Chip
FarbeSchwarz; weitere Farben: Weiß und Rot.
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 15 h
Ladezeit: 1 und 30 Minuten
Schnellladefunktion: 5 Minuten für 1 Stunden Musikwiedergabe.
Gewicht 26 g
MaterialKunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.0 Klasse:1 (Apple H1 Chip)
LieferumfangBeats Powerbeats
Silikonaufsätze: XS, S, M (an Kopfhörern befestigt), L
Lightning auf USB-A Ladekabel
Kurzanleitung
Beats-Aufkleber
Garantiekarte

Tragekomfort

Beats liefert bei den Powerbeats insgesamt vier verschiedene Größen an Aufsätzen (Ear-Tips) mit, in der Größe XS; S; M und L mit, von denen ein paar bereits montiert wurde, und zwar das Paar in der Größe „M“. Mit diesen Aufsätzen kann man die Ohrhörer eigentlich an nahezu alle Ohr-Typen bzw. Ohrkanal-Größen anpassen. Außerdem setzt man hier wie bereits erwähnten nicht auf Sport-Einsätze, die sich im inneren des Ohrs verankern, sondern auf anpassbaren Ohrbügel, welche sich hinten um das Ohr legen bzw. daran angepasst werden.

Zum Anlegen benötigt man jedoch unter Umständen gerade am Anfang vielleicht beide Hände, da man damit den Silikonbügel leichter um das Ohr führen kann. Nach einiger Übung sollte das Ganze jedoch auch ganz gut mit nur einer Hand vonstattengehen. Das Nackenkabel wurde von Beats übrigens überarbeitet, dies ist nun nicht mehr flach, wie es bei den Powerbeats 3 der Fall war, sondern rund, was die Reibung deutlich mindert. Kommt jedoch Schweiß dazu, was beim Sport eigentlich nicht ausbleibt, klebt das mit Silikon überzogene Kabel gerne mal am Nacken fest, was dazu führen kann, dass ein kurzer Zug am Kopfhörer bzw. Ohr entsteht.

Nachdem anlegen, sollte man diese dennoch wie von anderen Ohrhörern gewohnt, leicht in den Ohrkanal drücken. Die Betonung liegt hier joch auf „leicht“ nicht fest. Schließlich soll das Ganze nicht wehtun, sondern es soll nur der typische Unterdruck-Effekt entstehen, der beim Andrücken der Silikon-Ohrtips erzeugt wird. Macht man dies nämlich nicht, dann stimmt das Klangbild unter Umständen nicht richtig. Anschließend halten die Powerbeats hervorragend in den Ohren und dies nicht nur beim Laufen, sondern auch beim Sport.

Aufgrund der Ausführung mit Ohrbügel, kann es natürlich für Brillenträger zu Problemen kommen, da die Brille dann auf den Bügel aufliegt. Mit meiner Sonnenbrille beim Radfahren hatte ich hierbei jedoch keinerlei Probleme. Das lässt sich jedoch nicht verallgemeinern, denn ob es euch stört, liegt nämlich zum einen an eurem Schmerz- bzw. Störempfinden, denn dieses ist bei jedem anders. Außerdem spielt es auch eine Rolle, wie die Brillenbügel eurer Brille ausgeführt sind.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Bei vielen In-Ear Kopfhörern mit einem sogenannten Nackenband erfolgt deren Bedienung meist über eine Drei-Tasten-Fernbedienung, die zwischen dem Kabel hängt. Dabei kenn ich es selbst zu gut, dass dies bei Sport oftmals gegen den Hals klopft und somit ein dumpfes Störgeräusch verursachen kann. Außerdem muss man somit oftmals seitlich am Gesicht rumfuchteln und den richtigen Knopf suchen, der z. B. die Musik pausiert usw. So erfolgte auch die Bedienung an den alten Powerbeats 3, welche eben genau über solch eine kleine Fernbedienung verfügten. 

Bei den neuen Powerbeats 4 hat Beats das Bedienkonzept jedoch komplett überarbeitet und meiner Meinung nach deutlich einfacher bzw. komfortabler. Hier wird nämlich alles direkt über die vorhanden Tasten an den In-Ear Ohrhörer gesteuert. Auf eine Touch-Bedienung wie man es z. B. von den Apple AirPods kennt, hat Beats hier jedoch verzichtet. Jedoch bin ich sowieso eher Fan von echten Hardware-Tasten, denn bei diesen funktioniert die Steuerung meist deutlich präziser, wie die Touch-Gesten.

Um die Powerbeats ein- auszuschalten, muss man die kleine Taste am linken Ohrhörer für eine Sekunde betätigen. Das Koppeln der Kopfhörer mit dem Smartphone ist ebenfalls sehr einfach, doch darauf gehe ich später unter dem Punkt „Bluetooth“ genauer ein. Jedoch mag ich so viel dazu hier verraten, als Apple-Device Nutzer, ist es wie von Beats und Apple Kopfhörern gewohnt, total einfach.

Anders als bei den Powerbeats Pro, ist bei den Powerbeats 4 lediglich das rechte Beats-Logo eine Taste. Betätigt man dieses einmal, dann wird die Musik angehalten oder gestartet. Ebenfalls kann man hierüber jedoch auch problemlos die Musik steuern. Drückt man hier z. B. die Taste zweimal, springt man zum nächsten Titel in der Playlist und beim dreimaligen Betätigen einen Titel zurück.

Mithilfe derselben Taste, kann man jedoch auch eingehende Anrufe annehmen. Somit genügt es, die Taste bei einem eingehenden Anruf einmal zu betätigen und ein erneutes betätigen am Ende eures Telefonats führt dazu, dass der Anruf beendet wird. Sollte wiederum, während man gerade schon telefoniert, ein zweiter Anruf eingehen, kann man den ersten anhalten, indem man das Beats-Logo einmal betätigt. Während zwei Anrufe aktiv sind, kann man durch das einmalige Betätigen der Taste, zwischen den Telefongesprächen hin- und her wechseln. Einen eingehenden Anruf kann man ablehnen, indem man die Beats-Taste für eine Sekunde gedrückt hält.

Mithilfe der länglichen Taste am rechten In-Ear, bei der es sich um die Lautstärke-Wippe handelt, senkt man durch das Betätigen der Taste in der Richtung des Beats-Logo die Musiklautstärke ab und am anderen Ende wird diese erhöht. Neben dem Power-Knopf befindet sich übrigens eine kleine Status-LED, diese informiert durch zwei Farben, wie voll der Akku der In-Ear Kopfhörer noch ist. Weiß bedeutet: Bis zu 15 Stunden Restlaufzeit, Rot weniger als eine Stunde verbleibend und sobald die LED rot blinkt, sollte man diese unbedingt aufladen. Das Aufladen erfolgt hier wie von Apple Devices und Kopfhörer gewohnt über ein Lightning-Kabel, dieser Anschluss befindet sich am rechten Ohrhörer an der Unterseite, neben welchem sich direkt das Mikrofon für die Telefonate befindet.

Die neusten Apple und Beats Kopfhörer unterstützen allesamt die Sprachsteuerung, so auch die neuen Powerbeats der 4. Generation. Diese sogenannte „Hey Siri-Funktion“ welche im Zusammenhang mit iOS-Geräten unterstützt wird, ist besonders beim Sport nützlich und wenn man das Smartphone nicht im selben Raum daheim liegen hat. Dadurch kann man nämlich ohne die Hände vom Trainingsgerät nehmen zu müssen, durch die Aussprache der zwei Wörter auf Siri zugreifen und dieser mitteilen, man möchte die Lautstärke erhöhen oder vieles mehr. Alternativ kann man jedoch jederzeit auch über die Beats-Taste zugreifen, indem man diese solange gedrückt hält, bis das gewohnte Siri-Signal ertönt.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Von Apple bzw. auch von Beats bin ich es bereits gewohnt, dass man bezüglich den genauen klanglichen Spezifikationen keine Angaben macht. Somit wird auch hier nicht verraten, wie groß die verbauten Treiber sind und welche Frequenzen diese wiedergeben können. Doch hierbei handelt es sich um dasselbe Set-up wie bereits in den Powerbeats Pro. Daher wirbt Beats hier auch mit demselben kraftvollen Sound wie auch in dem Familienmitglied den Powerbeats Pro. Ob dies auch wirklich so ist, hab ich natürlich für euch im Klangcheck geprüft.

Vom Klangbild hat Beats hier genau das versprochen, was man geboten bekommt. Die Powerbeats bieten ein kraftvolles Bassfundament mit einem gut zupackenden Tiefgang, wie man es sich von einem Sportkopfhörer wünscht. Wiederum ist der wiedergegebene Bass nicht so aufdringlich bzw. dominant, sodass dabei die Mitten oder gar die Höhen überspielt werden. Da jedoch dasselbe Klang-Set-up wie bereits bei den Powerbeats Pro zum Einsatz kommt, konnte ich auch hier feststellen, dass vor allem im unteren Bereich, also dem Tiefgang teilweise etwas an dem sonst so knackigen Klangcharakter verloren geht und die Höhen und Mitten sich etwas zurückziehen. Jedoch gefällt mir das Klangbild dennoch gut, da die Kopfhörer wie bereits angedeutet perfekt für den Sportsektor abgestimmt wurden. Der Output passt hier nämlich absolut zum Sporteinsatz, denn hier wird eine sehr gute und ausreichende Lautstärkereserve geboten und das Klangbild ist sehr druckvoll, was für viele beim Sport zur Motivation bzw. zum Pushen hilft.

Was die Sprachverständlichkeit der Powerbeats angeht, kann ich soviel sagen, dass diese sehr gut ist. Die beiden verbauten wellenbündelnde Mikrofone am rechten Ohrhörer, sowie die beidseitig verbauten Beschleunigungsmesser mit Bewegungserkennung und Spracherkennung filtern hier sämtliche Hintergrundgeräusche exzellent raus, sodass der Gesprächspartner einen sehr gut versteht. 

Was die Latenz angeht, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. können die Powerbeats ebenso überzeugen. Dies liegt an dem Apple H1 Chip, welcher für eine schnelle und sehr stabile Verbindung der Geräte sorgt.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku

Bei der Akkulaufzeit verspricht Beats bis zu 15 Stunden am Stück. Diesen versprochenen Wert kann man auch soweit selbst bei etwas angehobener Lautstärke gut erreichen. Hört man jedoch deutlich lauter Musik, also bei über 75 % der max. Lautstärke, dann reduziert sich der Wert dementsprechend etwas und pendelt sich bei ca. 12 bis 13 Stunden ein. 

Die Ladezeit von null auf hundert wird mit 90 Minuten angegeben, was ich hier mit dem mitgelieferten Ladekabel über meinen Mac auch ziemlich exakt erreichen konnte. Als äußert praktisch, erwies sich bereits bei älteren Beats-Produkten die integrierte Schnellladefunktion – hier „Fast-Fuel“ genannt. Diese ermöglicht es, dass man die Powerbeats innerhalb von 5 Minuten für etwas mehr, als eine Stunde Musikwiedergabe aufladen kann, was ich im Praxistest auch so unterschreiben kann. 

Nutzer eines iOS-Device haben bei Beats Kopfhörern wie gewohnt zwei Möglichkeit sich über den Akkustand der In-Ears zu informieren. Schaltet man die Kopfhörer ein, erscheint das typische Pop-up-Fenster, welches über die verbleibenden Kapazitäten der Powerbeats informiert. Außerdem könnt ihr den Akku natürlich jederzeit über das Batterien-Widget einsehen.

Bluetooth & Signalqualität

In den neuen Powerbeats wurde Apples hauseigener H1 Chip verbaut, der nicht nur eine rasante Verbindung mit Apple-Devices erlaubt, sondern auch ermöglicht, das zwei Beats- oder Apple-Kopfhörer mit nur einem iPad oder iPhone verbunden werden können. Dadurch kann man zusammen mit dem Partner der z. B. über Apple Music verfügt dieselbe Musik hören, bzw. sozusagen unterwegs miteinander teilen.

Die Verbindung zwischen Kopfhörern und iOS-Device, ist wie gewohnt total easy. Hier reicht es, die Powerbeats anzuschalten und nahe an das iPhone oder iPad zu halten, mit dem man die Ohrhörer koppeln möchte. Anschließend erscheint direkt das von Beats- und Apple-Kopfhörern bekannte Pop-Up-Fenster am Smartphone. Dieses zeigt einem direkt die Kopfhörer an und man wird gefragt, ob man die Kopfhörer verbinden möchte. Sobald man nun auf „Verbinden“ tippt, sind die Kopfhörer mit dem iOS-Device gekoppelt und der Akkustand wird direkt angezeigt. Das praktische hierbei ist, dass ihr die Kopfhörer nicht mit euren weiteren Apple-Geräten koppeln müsst. Automatisch werden diese euch nämlich auch bei den anderen Geräten in den Bluetooth-Einstellungen angezeigt und ihr könnt innerhalb weniger Sekunden bei der Wiedergabe zwischen den einzelnen Geräten wechseln.

Seid ihr Nutzer eines Android-Smartphones oder Tablet, könnt ihr die Powerbeats natürlich ebenfalls nutzen, denn auch mit diesen Geräten sind die Kopfhörer kompatible. Dabei ist der Kopplungsvorgang jedoch etwas „aufwendiger“, aber keineswegs komplizierter als bei einer herkömmlichen Bluetooth-Verbindung. Um die neuen Powerbeats mit eurem Android-Smartphone zu koppeln, müssen diese selbstverständlich eingeschaltet sein. Sodass diese sich automatisch im Verbindungsmodus befinden. Nun wie gewohnt in die Bluetooth-Einstellungen eures Gerätes gehen und aus der Liste die Powerbeats suchen, darauf klicken und schon koppeln sich beide Geräte miteinander.

Die Reichweite der Powerbeats ist wie bei dem Pro-Modell sehr hoch. Apple gibt an einen Bluetooth-Chip (Bluetooth 5.0) der Klasse 1 verbaut zu haben und dies merkt man auch. In Räumlichkeiten mit zwei dickeren Beton-Wänden fing die Musik erst ab ca. 30 Metern an zu stocken, im freien Feld sind wiederum bis zu 50 Metern kein Problem.

(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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