Gigaset GS5
In aller Kürze
Mit dem Gigaset GS5 reiht sich nun auch der Nachfolger des von mir bereits getesteten Gigaset GS4 und GS3 ein. Dieses gruppiert sich wie die anderen beiden Smartphones mehr oder weniger in die Mittelklasse ein und kostet mit 299 € nicht allzu viel Geld. Anders als bei GS4 kommt hier beim GS5 eine herkömmliche Dual-Kamera zum Einsatz und erneut setzt das Unternehmen hier auf ein Modell mit austauschbarem Akku. Des Weiteren wird neben dem kabellosen Laden auch ein sogenannter Triple-Slot geboten, sodass neben zwei SIM-Karten auch noch direkt eine Speicherkarte an der Rückseite unter der Rückschale eingesetzt werden können.
Negativ ist hierbei jedoch die Hardware, welche angesichts des Preises natürlich nicht mit einer überragenden Rechenleistung überzeugen kann. Zudem schwächelt auch hier die Kamera bei schlechteren Lichtverhältnissen, aber beides sollte einem ganz klar sein, wenn das Smartphone nur 299 € kostet.
Gefällt uns
- Gute Akku-Leistung
- scharfes Display
- Kopfhörerbuchse
- USB-Typ-C Anschluss
- kabelloses Laden
- wechselbarer Akku
- Dual-SIM und micro-SD-Slot
Gefällt uns weniger
- Mono-Lautsprecher etwas Höhenbetont
- keine DRM-Zertifizierung
- Weitwinkel-Linse nur mit festem Fokus
Gigaset GS5
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Beim Gigaset GS5 handelt es sich erneut um ein sogenanntes „Made in Germany“ Smartphone. Eigentlich ist es jedoch wie die anderen „Made in Germany“ Smartphone mehr Assembled in Germany, denn im Firmensitz Bocholt werden die Smartphones von Mitarbeitern, welche von Robotern unterstützt werden, lediglich noch zusammengebaut und verpackt. Die Bauteile werden wie üblich in China hergestellt.
Von der kurzzeitig verwendeten Verpackung aus dem Graswiesen-Material, welches deutlich recycelter wirkte, hat sich das Unternehmen nun wieder vollkommen verabschiedet und setzt wieder auf eine FSC-Zertifizierte aber herkömmlich bedruckte Verpackung. Des Weiteren wurde in der Verpackung selbst selbstverständlich weiterhin auf unnötigen Kunststoff-Verpackungsmüll verzichtet, was ich so weit gut finde.
Die Verpackung wurde wie von Gigaset gewohnt, rundum mit einige wenige Infos zum Produkt versehen. Dabei setzt Gigaset auf die gewohnten Farben Orange, Schwarz und Weiß, also genau so, wie man es hier gewohnt ist. Auf der Oberseite sieht man hierbei wie gewohnt eine Abbildung des Smartphones, welches hier von der Rückseite betrachtet dargestellt wird. Des Weiteren stehen hier natürlich auch der Herstellername sowie die Modellbezeichnung „GS5“.



Unten an der schmalen Stirnseite befindet sich dann der wie üblich an dieser Stelle angebrachte Aufkleber, auf welchen die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, den Modellnamen, Farbe und der Arbeitsspeicher abzulesen sind. An der länglichen rechten Seite erwähnt Gigaset die fürs Unternehmen wichtigsten Ausstattungsmerkmale, zu denen unter anderem das 6,3 Zoll große Full HD+ Display mit V-Notch, die Dual-Kamera mit 48 Megapixel, der 4.500 mAh große wechselbare Akku zählen. Die obere Stirnseite informiert kurz darüber, dass es sich hier um ein „Made in Germany“ Gerät handelt, während man auf der Rückseite eher einige Zertifikate erwähn, mehr nicht.
Direkt nachdem Öffnen der Verpackung, erblickt man in der obersten Ebene das besagte Gigaset GS5. Bei diesem hat man sich die besagte notwendige Umverpackung gespart und lediglich das Display mit einer matten Displayfolie versehen. Diese wurde beschriftet, sodass man über die wichtigen Hardwareteile informiert bzw. zeigt, wo diese verbaut sind. Daher muss diese, um das Smartphone nutzen zu können, auf jeden Fall entfernt werden, da man sonst nur wenig bis nichts auf dem Display erkennen kann.
Das restliche Zubehör verbirgt sich unter einem doppelten Boden, der einen noch zuvor zum Kauf des Gerätes gratuliert und einen QR-Code beinhaltet, der einem auf die Webseite von Gigaset führt. Ein SIM-Tool, welches gewöhnlich in der Verpackung vorhanden ist, gibt es hier bei Gigaset GS5 nicht, da dies hier nicht benötigt wird. Schließlich werden die SIM-Karten und eine Speicherkarte einfach bei entfernter Rückschale an den entsprechenden Steckplätzen an den Seiten eingeschoben. Dafür kommt ein kleiner weißer Karton zum Vorschein, in dem Gigaset den Akku verpackt hat, dieser muss dann eben noch eingesetzt werden, dafür muss einfach die Rückschale entfernt werden. Ein Netzteil liefert Gigaset hier bei dem Modell nicht mehr mit, sodass man in der Verpackung nur noch ein USB-A auf USB-C Ladekabel und sowie eine kleine Kurzanleitung und Info zum idealen Aufladen des Akkus.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Das Gigaset GS5 liegt mit 157,5 x 75 x 10,4 Millimetern und den abgerundeten Kanten ganz gut in der Hand. Es ist jedoch zugleich mit exakt 213 Gramm zum einen nicht so dünn und leicht wie teurere und hochwertige Smartphones. Das hohe Gewicht liegt hier unter anderem auch an dem großen Akku, denn dieser ist mit 4.500 mAh nochmals um einiges größer als z. B. bei dem aktuellen iPhone 15. Bei der Farbauswahl stehen insgesamt zwei Modelle zur Auswahl eines in Titanium Grey (Farbe meines Testgeräts) und Light Purple.
Verbaut ist ein 6,3 Zoll Full-HD+ Display mit einer V-Notch (Aussparung im oberen Bereich). In dieser V-Notch befindet sich die Kamera und der Lautsprecher fürs Ohr. Beim Material des Displays kommt wie bereits von den beiden Vorgängermodellen gewohnt ein sogenanntes 2,5D Glas zum Einsatz, welches gehärtet ist und so vor Kratzern schützt und mit einer schmutzabweisenden Oberfläche bzw. Beschichtung versehen wurde. Der Displayrahmen wurde für die Preisklasse unter 300€ überdurchschnittlich schmal gehalten, lediglich am oberen Rand ist diese knapp 2 mm und unten ca. 5 mm breit. Weiterhin setzt Gigaset hier auf eine abnehmbare Rückschale, was für den Kunden sehr positiv ist, denn so kann der Akku ganz einfach selbst ausgewechselt werden. Sollte man hier einen Ersatz-Akku benötigen, kann dieser direkt im Online-Shop von Gigaset für faire 24,99 € bestellt werden.
Die Rückschale, welche direkt hinter dem Display anschließt, besteht aus einem hochglänzenden Kunststoff und macht soweit einen guten Eindruck. Hierbei gibt es rundum wenig zu sehen, lediglich an der Unterseite zentral in der Mitte befindet sich der USB-C Anschluss, über welche der Akku via Kabel aufgeladen werden kann. Rechts davon befinden sich mehrere runde Öffnungen, hinter welchen der Lautsprecher sitzt, während links davon nur eine kleine Öffnung vorhanden ist, unter der sich das Mikrofon für Telefonate befindet. Sofern man noch kabelgebunden Kopfhörer nutzen möchte, besitzt das Gigaset GS5 sogar noch weiterhin eine Klinkenbuchse, diese findet man ebenso an der unteren Seite ganz links.




An der rechten Seite gibt es dann insgesamt drei Knöpfe, einer davon ist der rot hervorgehobenen und haptisch durch seine Riffelung gut zu ertastende Power-Button. Direkt darüber hat Gigaset wiederum wie gewohnt die beiden zusammengelegten Lautstärketasten platziert, über welche man jederzeit gut mit den Fingern die Lautstärke anpassen kann.
Um eine SIM-Karte oder Speicherkarte einzusetzen, muss hier bei Gigaset GS5 die Rückschale abgenommen werden, da alle drei Slots nicht anders zugänglich sind. Hierfür hat Gigaset wenn man das GS5 von vorne betrachtet, unten rechts eine kleine Auskerbung für den Fingernagel eingelassen, sodass die Schale einfacher von der Rückseite abgenommen werden kann. Ganz so einfach ist es nicht, aber im Großen und Ganzen bekommt man die Rückschale mit etwas Geduld gut ab. Unterstützt werden hier wie inzwischen gewohnt neben zwei Nano-SIM-Karten (Dual-SIM) auch weiterhin eine zusätzliche microSD-Speicherkarte (bis zu 512 GB).
Lobenswert finde ich die Rückseite, denn genau wie bei den Vorgängermodellen, dem GS3 und GS4 sind die Kameralinsen eben mit der Rückseite eingelassen, sodass diese geschützt sind bzw. beim auf den Tisch legen nichts hin und her wackelt. Dies liegt daran, dass Gigaset das Smartphone insgesamt etwas dicker gemacht hat, sodass im Inneren die ganze Hardware, der große Akku hineingepasst hat und die Rückschale somit bündig mit der Dualkamera endet.
An der Rückseite ist am unteren Teil übrigens ein Gigaset-Schriftzug mit dem „Made in Germany“ Slogan lesen. Im oberen Abschnitt findet man dann noch zentral den Fingerabdrucksensor, der problemlos auch zusammen mit der Gesichtsentsperrung verwendet werden kann. Oben links wurden die beiden Kamera-Linsen zusammen mit dem daneben befindliche LED-Blitz platziert.
Leider setzt Gigaset auch hier bei diesem Modell nur auch einen Mono-Lautsprecher an der Unterseite, der obere Hörer wird nicht für Stereo verwendet. Dies ist schade, denn der Klang ist hier insgesamt recht dumpf und gerade bei hoher Lautstärke übersteuert der Klang schnell. Fürs zwischendurch kürzere Clips ansehen oder auch Spielen mag das ausreichend sein, aber laut Musikhören macht darüber genauso wenig Spaß, wie einen kompletten Film darüber anzusehen. Hier muss man sich dann schon einen separaten Bluetooth-Lautsprecher oder Kopfhörer zur Hand nehmen, die mit einem deutlich ausgewogeneren und kräftigeren Klang sorgen.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung des Gigaset GS5 gefällt mir so weit gut, denn die Haptik passt hier für den Preis auf jeden Fall und ebenso bekommt man hier gleichmäßige Spaltmaße geboten. Durch die abnehmbare Rückseite besteht leider kein Schutz gegen Wasser, sodass dies eindringen könnte und für einen Schaden sorgen kann. Die Tasten an den Seiten besitzen einen knackigen Druckpunkt und sitzen gut in der Rückschale, lediglich die Power-Taste wackelt ganz minimal hin und her, dies hält sich jedoch absolut in Grenzen. Gut finde ich wiederum, dass man den Akku bei einem Defekt einfach selbst austauschen kann und zudem ist dieser vom Preis nicht teuer.




Die Ränder um das Display sind zwar nicht gerade die schmalsten, aber angesichts des geforderten Preis absolut in Ordnung. Zudem liegt das Gigaset GS5 so weit gut in der Hand, jedoch ist es mit 213 Gramm nicht gerade als Leichtgewicht zu bezeichnen, wenn man es hier mit anderen Geräten in dieser Größe vergleicht. Lobenswert finde ich dann noch die Möglichkeit des kabellosen Ladens via Qi, was in dieser Preisklasse für gewöhnlich nicht üblich ist.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
| Display | 6,3 Zoll 2340 x 1080 Pixel (FHD plus), Pixeldichte beträgt 410 ppi |
| CPU | MediaTek Helio G85, 64bit, 2x 2,0 GHz 6x 1.8 GHz / GPU: ARM Mali-G52 MP2 |
| RAM | 4 GB RAM |
| Speicher | 128 GB (mit microSD bis zu 512 Gigabyte erweiterbar) |
| Betriebssystem | Android 13 (seit September 2023) |
| Haupt-Kamera | Dual-Kamera: 48 MP Hauptkamera + 8 MP Ultraweitwinkel- & Makrokamera | Blende: F1.8 / F2.2 | Mono-LED Blitz (die Ultraweitwinkel-Kamera hat nur einen fixen Fokus) |
| Front-Kamera | 16 Megapixel Blende: F2.0 |
| Anschlüsse | USB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke |
| Akku | wechselbarer 4.500 mAh Akku |
| Farben | Titanium Grey (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar ein Modell in Light Purple |
| Konnektivität | Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4 & 5GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5 und A-GPS | Galileo | GPS | Glonass | Beidou und kabelloses Laden |
| Abmessungen (H x B x T) | 157,5 mm | 75 mm | 10,4 mm |
| Gewicht | 213 g |
| Lieferumfang | Gigaset GS5 USB-Typ-C-Ladekabel Akku Bedienungsanleitung |
Performance
Bezüglich der Rechenleistung ist inzwischen bekannt, dass die Smartphones aus dem Hause Gigaset nicht gerade die Modelle mit enormer Leistung sind. Mit einem MediaTek Helio G85 hat im Gigaset GS5 ein 64-Bit Octa-Core-CPU Einzug erhalten, bei dem sich um ein Mittelklasseprozessor jedoch Tendenz Richtung der oberen Klasse handelt. Hier könnt ihr ungefähr eine Leistung wie bei einem Xiaomi Remi 12C erwarten, aber eher ein kleines Stückchen schlechter. Der jüngste ist der Prozessor auf keinen Fall mehr, denn dieser wurde bereits im 2. Quartal 2020 erstmals vorgestellt und ist somit mehr oder weniger schon wieder etwas in die Jahre gekommen.
Der Prozessor besitzt jedoch insgesamt 8 Rechenkern, von welchen 2 Stück mit bis zu 2,0 GHz (ARM Cortex-A75 und 6 Stück takten mit bis zu 1,8 GHz (ARM Cortex-A55). Daher dienen zwei davon mehr oder weniger als Rechenkerne und die anderen vier aus Stromspar-Kerne die für weniger anspruchsvolle Aufgaben verwendet werden. Beim Arbeitsspeicher greift Gigaset wiederum auf die gewohnten 4 GByte zu, wie man diese auch aus dem Gigaset GS3 und GS4 kennt.






Der Rechenkern und Arbeitsspeicher sorgen im Zusammenspiel dafür, dass das Gigaset GS5 im Alltag großteils sehr stabil und flüssig läuft. Doch gerade beim schnellen Scrollen bei Google usw. bemerkt man doch ein leichtes Ruckeln, was hier auch an dem Grafikprozessor (GPU) ARM Mali-G52 MP2 liegt, denn dieser ist nicht wirklich als flott zu bezeichnen.
Der fest verbaute Speicher wurde auf 128 GB aufgestockt und kann problemlos mit einer Micro-SD Speicherkarte um bis zu 512 GB erweitert werden. Abzüglich des für das inzwischen dafür verfügbare Android 13, bleiben von dem Speicher von 128 GB ganze 109,1 GB frei zur Verfügung. Der Speicher ist von seiner Geschwindigkeit wie von Gigaset Smartphones gewohnt recht solide, aber erreicht logischerweise keine Spitzenwerte.



Die bekannten Benchmarktests bezüglich der Leistung des Smartphones habe ich natürlich wie bisher gewohnt ebenfalls durchlaufen lassen und so kam das Gigaset Gs5 bei Geekbench 6.0 im Single-Core auf einen Wert von 408 und im Multi-Core konnte es 1.319 Punkte erreichen, Bei PCMark Work 3.0 erreichte es eine Performance-Score von 8.452 Punkte, im Storage-Score 2.0 waren es wiederum 6.944Punkte. Beim relativ neuen Wildlife-Benchmark von 3DMark, liefert es eine Bildwiederholungsrate von 4,38 FPS und eine Gesamtscore von 731 Punkten ab – was bestätigt, dass es sich hier um ein Smartphone für zum Teil auch etwas anspruchsvollere Anwendungen handelt, doch im Großen und Ganzen bleibt es wie gewohnt von der Leistung im Rahmen seiner Preisklasse.
(Performance: 3,5 von 5 Punkten)
Display
Das Gegaste GS5 wurde mit einem 6,3 Zoll großen FHD+ auflösenden IPS-Display ausgestattet. Dieses löst mit den von Gigaset gewohnten 2340 x 1080 Pixeln auf, was bedeutet, dass die Pixeldichte bei 410 ppi liegt. Dies sorgt für eine sehr gute Bildschärfe in dieser Preisklasse, sodass man mit dem Auge keine einzelnen Pixel erkennen kann.
Neben der sehr guten Bildschärfe bietet das Gigaset GS5 wie auch bereits das GS4 ein gutes Kontrastverhältnis von 1500:1 und die Farben überzeugen mit kräftigen Farben. Mir persönlich ist hier jedoch ein etwas dominanter Blaustich vorhanden, sodass ein Testbild im direkten Vergleich auf meinem iPhone betrachtet, beim Gigaset GS5 etwas kühler wirkt. Die Schwarzwerte können natürlich nicht mit denen eines OLED-Panels mithalten, sind aber für diese Preisklasse absolut in Ordnung. Die Bildwiederholrate liegt bei den üblichen 60 Hertz, mehr wäre in dieser Preisklasse auch absolut ungewöhnlich.


Die max. Helligkeit des Displays ist etwas besser als beim Gigaset GS4 und beträgt bis zu 450 cd/m². Dies ist aber ein Wert, denn man bei dem Gerät selten erreicht, dennoch kann man das Display im Alltag gut ablesen. Bei direkter Sonnenstrahlung fällt es jedoch wiederum etwas schwer, etwas auf dem Display zu erkennen, hier muss man sich dann schon ein schattigeren Platz suchen. Der Blickwinkel ist wie bei einem IPS-Display gewohnt so weit in Ordnung. Frontal betrachtet hat man hier ein unverfälschtes Bild, während es bei leicht versetztem Blick etwas dunkler wirkt, allerdings erkennt man alles noch weiterhin gut darauf.
(Display: 4 von 5 Punkten)
Akku
Die Kapazität des Akkus im Gigaset GS5 beträgt 4.500 mAh. Dieser kann ohne zusätzliches Werkzeug ausgetauscht werden, sollte dieser z. B. verschließen sein. Als Besonderheit wirbt Gigaset damit, dass beim GS5 voreingestellt ist, dass dieses beim Stand von 90 Prozent automatisch das Aufladen stoppt. Dies soll laut dem Beipackzettel den Akku schonen, denn zu häufiges überladen sorgt dafür, dass dieser schneller verschleißt.
Laut Gigaset soll der verbaute Akku eine Laufzeit von bis zu 350 Stunden im Stand-by und knapp 30 Stunden Sprechzeit im 3G-Netz ermöglichen (LTE eher 25 Stunden). Im Alltagstest kommt man mit einem vollen Akku über den Tag, aber spätestens am Abend muss es wie jedes andere Smartphone wieder aufgeladen werden.
Erfreulich finde ich auch hier wie bereits beim Gigaset GS3 und GS4, dass man hier ebenfalls Wireless-Charging mit bis zu 15 Watt unterstützt, was in dieser Preisklasse eigentlich untypisch ist. Das normale Aufladen via Kabel bietet zwar mit dem mitgelieferten Kabel nur 10 Watt, doch man kann es, sofern ein entsprechendes Netzteil vorhanden ist, auch mit bis zu 18 Watt aufladen. Eine volle Aufladung braucht dennoch ihre Zeit von gut 2 Stunden, nicht gerade schnell, aber absolut ausreichend.
(Akku: 4 von 5 Punkten)
Kamera
Beim Gigaset GS5 setzt das Unternehmen auf eine gewöhnliche Dual-Kamera an der Rückseite. Diese setzt sich aus einer 48 Megapixel Hauptkamera mit einer Blende von f/1.8 und einem Weitwinkelobjektiv mit 8 Megapixel und f/2.2 Blende zusammen. Bei der Hauptkamera ist ein Phasenvergleich-Autofokus verbaut und ebenso findet man hier noch einen LED-Blitz, welcher bei schlechten Licht für eine bessere Belichtung sorgen soll.
Die Hauptkamera kann theoretisch wie oben erwähnt mit 48 Megapixel Bilder aufnehmen, doch von Werk aus sind hier nur 12 Megapixel aktiv. Dies muss in den Einstellungen der Kamera unter Auflösung hochgesetzt werden. Dabei muss man jedoch beachten 48 Megapixel brauchen deutlich mehr Speicher als die 12 Megapixel. Bei 48 MP ist ein Bild stolze 20 MByte groß, was jedoch aufgrund des Speichers von 128 GB, der sogar noch erweiterbar ist, kein Problem sein sollte.




Bei gutem Tageslicht gelingen mit der Hauptkamera sehr solide Bilder mit vielen Details und einer natürlichen Farbtreu.Im direkten Vergleich konnte ich zwischen dem 48 Megapixel und 12 Megapixel Modus keinen Unterschied erkennen, lediglich beim hinein zommen und am Laptop anschauen, stellt man eben den Unterschied bezüglich der vierfachen Pixel bzw. Details ganz klar fest. Gigaset bietet in den Einstellungen auch einen Porträtmodus, jedoch ist dieser nicht wirklich zu gebrauchen, da hier der Bokeh-Effekt kaum bis gar nicht erkennbar ist, schließlich nutzt Gigaset hier keine zusätzliche Kameralinse. Ebenso hat in vielen Smartphones der Nachtmodus Einzug erhalten, so auch beim Gigaset GS 5, jedoch ist auch dieser nicht wirklich gut. Dieser soll logischerweise dafür sorgen, dass bei Dunkelheit bzw. schwachen Licht durch längere Belichtung bessere Aufnahmen gelingen sollen, aber eben dies gelingt hier kaum, denn das Bild ist sehr stark von Bildrauschen verunstaltet.
Die zweit Kameralinse, bei dem es sich wie bereits erwähnt um ein typisches Weitwinkel-Objektiv handelt, ist bezüglich des Detailreichtums und der Bildschärfe weitaus nicht so gut wie die Hauptkamera. Bezüglich der Verzerrungen ist die Linse ganz gut, denn Verzerrungen, die häufig an den Rändern auftreten, halten sich hier weitestgehend im Rahmen. Die 8 Megapixel-Kamera eignet sich besonders für Makroaufnahmen, denn damit kommt man deutlich näher an das Objekt ran, jedoch fokussiert der vorhandene Autofokus immer wieder gerne den Hintergrund scharf anstelle des Objektes, welches man Fotografier möchte. Hier hilft dann nur das manuelle Setzen des Fokus, dann gelingen die Aufnahmen gut.




Die Frontkamera löst mit 16 Megapixeln auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset wie üblich auf das Aufhellen des Displays, sodass man theoretisch auch im Dunkeln ein Selfie knipsen könnte. Jedoch sind diese nicht wirklich gut, aber bei Tageslicht bekommt man mit der Selfiekamera wiederum gute und scharfe Bilder hin. Hier erkennt man beim genauen Betrachten jedoch leichte Artefakte und Fehler, aber diese halten sich weitestgehend in Grenzen. Die Dynamik könnte hier jedoch noch etwas besser sein und zudem gehen hier in den Bildern ein wenig die Details verloren.




Videos können mit dem Gigaset GS5 anstelle wie bisher gewohnt nicht nur in Full-HD, sondern in Quad HD also 1440p (2560 x 1440) aufgezeichnet werden. Die Videos sind zwar bezüglich der Qualität für Objekte, wichtige Ereignisse usw. ausreichend, aber mir persönlich fehlt hier ganz klar der Bildstabilisator, denn hat man hier keine ruhige Hand oder bewegt sich etwas zu ruckartig, dann sind die Aufnahmen absolut nicht zu gebrauchen, da diese total verwackelt sind. Bei der Frontkamera sind max. Aufnahmen mit Full-HD also 1920 x 1080 Pixel möglich, sodass die Kamera für Videoanrufe gut zu gebrauchen ist, für viel mehr nutzt man diese sowieso nicht.
(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)
Software
Auf dem Gigaset GS5 wurde von Werk aus Android 11 installiert, doch inzwischen hat es dann auch letztes Jahr Android 12 und vor kurzem auch das Update auf Android 13 erhalten. Gigaset hält das System weitestgehend neutral, sodass man hier ein fast schon unverändertes Android geboten bekommt und kaum unnötige Bloatware vorhanden ist. Der Sicherheitspatch ist aktuell vom August 2023, also nicht gerade das neuste, aber so wie ich es von Gigaset kenne, reicht man jedes Quartal, also alle drei Monate ein neues Sicherheitsupdate ein.




Gigaset bietet als besonders extra weiterhin die Gestensteuerung, welche eine schnellere Systemsteuerung ermöglichen und um z. B. ein Screenshot zu machen, muss man nur auswählen, das man einen virtuellen Button am rechten Displayrand gedrückt hält. Dazu muss man jedoch im Einstellungsmenü unter Gestenmodus zuvor noch „Smart Touch“ aktivieren, sodass der virtuelle Button erscheint.




Was man beim Smartphone beachten sollte, ist, dass Gigaset wie bei allen Smartphones auf eine sogenannte DRM-Zertifizierung verzichtet hat. Somit kann man entsprechend geschützte Inhalte nur in SD-Qualität und nicht in HD betrachtet werden können.
(Software: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Gigaset beschreibt auch das GS5 wie dessen Vorgängermodell als zeitlos und elegant. Hierbei kann ich soweit zustimmen, das Design ist jetzt keineswegs so, dass einem das Gerät direkt ins Auge fällt, aber es ist eben schlicht und somit zeitlos, wirkt aber nicht billig. Der Akku, welcher einfach austauschbar ist, soll genug Leistung haben, sodass man über den ganzen Tag kommt, was sich im Test bei mir auch so bestätigt hat. Das Smartphone ist von der Performance kein Premium-Gerät, aber für den normalen Alltag absolut ausreichend und vor allem für den geforderten Preis sehr gut.
Preis/Leistung
Das Gigaset GS5 kann man direkt bei Gigaset für 299 EUR inkl. kostenlosem Versand bestellen. Im Preisvergleich ist dieses jedoch bei einigen Händlern bereits je nach Farbe etwas unter 170 € erhältlich.
Das Smartphone ist wie bereits erwähnt, kein Flaggschiff aus dem Hause Gigaset, ganz so, wie ich es bisher von den Geräten des Unternehmens gewohnt bin. Dies hat Gigaset auch nie geplant, schließlich möchte man die Kunden im Einsteiger-Sektor für sich gewinnen und nicht mit Apple, Samsung und Co. mithalten. Das Gigaset GS5 hat auf jeden Fall einige Argumente, die für das Gerät sprechen, zu denen die für dieses Preissegment untypischen Ausstattungsmerkmale wie z. B. das kabellose aufladen des Akkus, die Möglichkeit, diesen sogar selbst auszutauschen zu können zählen.
Gigaset GS5
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Link zum Hersteller: Gigaset.de










