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Gigaset GS5

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TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,3 Zoll 2340 x 1080 Pixel (FHD plus), Pixeldichte beträgt 410 ppi
CPUMediaTek Helio G85, 64bit, 2x 2,0 GHz 6x 1.8 GHz / GPU: ARM Mali-G52 MP2
RAM4 GB RAM
Speicher128 GB (mit microSD bis zu 512 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 13 (seit September 2023)
Haupt-KameraDual-Kamera: 48 MP Hauptkamera + 8 MP Ultraweitwinkel- & Makrokamera | Blende: F1.8 / F2.2 | Mono-LED Blitz (die Ultraweitwinkel-Kamera hat nur einen fixen Fokus)
Front-Kamera16 Megapixel Blende: F2.0
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akkuwechselbarer 4.500 mAh Akku
FarbenTitanium Grey (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar ein Modell in Light Purple
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4 & 5GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5 und A-GPS | Galileo | GPS | Glonass | Beidou und kabelloses Laden
Abmessungen (H x B x T)157,5 mm | 75 mm | 10,4 mm
Gewicht213 g
LieferumfangGigaset GS5
USB-Typ-C-Ladekabel
Akku
Bedienungsanleitung
technische Daten des Gigaset GS5

Performance

Bezüglich der Rechenleistung ist inzwischen bekannt, dass die Smartphones aus dem Hause Gigaset nicht gerade die Modelle mit enormer Leistung sind. Mit einem MediaTek Helio G85 hat im Gigaset GS5 ein 64-Bit Octa-Core-CPU Einzug erhalten, bei dem sich um ein Mittelklasseprozessor jedoch Tendenz Richtung der oberen Klasse handelt. Hier könnt ihr ungefähr eine Leistung wie bei einem Xiaomi Remi 12C erwarten, aber eher ein kleines Stückchen schlechter. Der jüngste ist der Prozessor auf keinen Fall mehr, denn dieser wurde bereits im 2. Quartal 2020 erstmals vorgestellt und ist somit mehr oder weniger schon wieder etwas in die Jahre gekommen. 

Der Prozessor besitzt jedoch insgesamt 8 Rechenkern, von welchen 2 Stück mit bis zu 2,0 GHz (ARM Cortex-A75 und 6 Stück takten mit bis zu 1,8 GHz (ARM Cortex-A55). Daher dienen zwei davon mehr oder weniger als Rechenkerne und die anderen vier aus Stromspar-Kerne die für weniger anspruchsvolle Aufgaben verwendet werden. Beim Arbeitsspeicher greift Gigaset wiederum auf die gewohnten 4 GByte zu, wie man diese auch aus dem Gigaset GS3 und GS4 kennt. 

Der Rechenkern und Arbeitsspeicher sorgen im Zusammenspiel dafür, dass das Gigaset GS5 im Alltag großteils sehr stabil und flüssig läuft. Doch gerade beim schnellen Scrollen bei Google usw. bemerkt man doch ein leichtes Ruckeln, was hier auch an dem Grafikprozessor (GPU) ARM Mali-G52 MP2 liegt, denn dieser ist nicht wirklich als flott zu bezeichnen. 

 Der fest verbaute Speicher wurde auf 128 GB aufgestockt und kann problemlos mit einer Micro-SD Speicherkarte um bis zu 512 GB erweitert werden. Abzüglich des für das inzwischen dafür verfügbare Android 13, bleiben von dem Speicher von 128 GB ganze 109,1 GB frei zur Verfügung. Der Speicher ist von seiner Geschwindigkeit wie von Gigaset Smartphones gewohnt recht solide, aber erreicht logischerweise keine Spitzenwerte.

Die bekannten Benchmarktests bezüglich der Leistung des Smartphones habe ich natürlich wie bisher gewohnt ebenfalls durchlaufen lassen und so kam das Gigaset Gs5 bei Geekbench 6.0 im Single-Core auf einen Wert von 408 und im Multi-Core konnte es 1.319 Punkte erreichen, Bei PCMark Work 3.0 erreichte es eine Performance-Score von 8.452 Punkte, im Storage-Score 2.0 waren es wiederum 6.944Punkte. Beim relativ neuen Wildlife-Benchmark von 3DMark, liefert es eine Bildwiederholungsrate von 4,38 FPS und eine Gesamtscore von 731 Punkten ab – was bestätigt, dass es sich hier um ein Smartphone für zum Teil auch etwas anspruchsvollere Anwendungen handelt, doch im Großen und Ganzen bleibt es wie gewohnt von der Leistung im Rahmen seiner Preisklasse.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Das Gegaste GS5 wurde mit einem 6,3 Zoll großen FHD+ auflösenden IPS-Display ausgestattet. Dieses löst mit den von Gigaset gewohnten 2340 x 1080 Pixeln auf, was bedeutet, dass die Pixeldichte bei 410 ppi liegt. Dies sorgt für eine sehr gute Bildschärfe in dieser Preisklasse, sodass man mit dem Auge keine einzelnen Pixel erkennen kann.

Neben der sehr guten Bildschärfe bietet das Gigaset GS5 wie auch bereits das GS4 ein gutes Kontrastverhältnis von 1500:1 und die Farben überzeugen mit kräftigen Farben. Mir persönlich ist hier jedoch ein etwas dominanter Blaustich vorhanden, sodass ein Testbild im direkten Vergleich auf meinem iPhone betrachtet, beim Gigaset GS5 etwas kühler wirkt. Die Schwarzwerte können natürlich nicht mit denen eines OLED-Panels mithalten, sind aber für diese Preisklasse absolut in Ordnung. Die Bildwiederholrate liegt bei den üblichen 60 Hertz, mehr wäre in dieser Preisklasse auch absolut ungewöhnlich.

Die max. Helligkeit des Displays ist etwas besser als beim Gigaset GS4 und beträgt bis zu 450 cd/m². Dies ist aber ein Wert, denn man bei dem Gerät selten erreicht, dennoch kann man das Display im Alltag gut ablesen. Bei direkter Sonnenstrahlung fällt es jedoch wiederum etwas schwer, etwas auf dem Display zu erkennen, hier muss man sich dann schon ein schattigeren Platz suchen. Der Blickwinkel ist wie bei einem IPS-Display gewohnt so weit in Ordnung. Frontal betrachtet hat man hier ein unverfälschtes Bild, während es bei leicht versetztem Blick etwas dunkler wirkt, allerdings erkennt man alles noch weiterhin gut darauf.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Die Kapazität des Akkus im Gigaset GS5 beträgt 4.500 mAh. Dieser kann ohne zusätzliches Werkzeug ausgetauscht werden, sollte dieser z. B. verschließen sein. Als Besonderheit wirbt Gigaset damit, dass beim GS5 voreingestellt ist, dass dieses beim Stand von 90 Prozent automatisch das Aufladen stoppt. Dies soll laut dem Beipackzettel den Akku schonen, denn zu häufiges überladen sorgt dafür, dass dieser schneller verschleißt.

Laut Gigaset soll der verbaute Akku eine Laufzeit von bis zu 350 Stunden im Stand-by und knapp 30 Stunden Sprechzeit im 3G-Netz ermöglichen (LTE eher 25 Stunden). Im Alltagstest kommt man mit einem vollen Akku über den Tag, aber spätestens am Abend muss es wie jedes andere Smartphone wieder aufgeladen werden.

Erfreulich finde ich auch hier wie bereits beim Gigaset GS3 und GS4, dass man hier ebenfalls Wireless-Charging mit bis zu 15 Watt unterstützt, was in dieser Preisklasse eigentlich untypisch ist. Das normale Aufladen via Kabel bietet zwar mit dem mitgelieferten Kabel nur 10 Watt, doch man kann es, sofern ein entsprechendes Netzteil vorhanden ist, auch mit bis zu 18 Watt aufladen. Eine volle Aufladung braucht dennoch ihre Zeit von gut 2 Stunden, nicht gerade schnell, aber absolut ausreichend. 

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Gigaset GS5 setzt das Unternehmen auf eine gewöhnliche Dual-Kamera an der Rückseite. Diese setzt sich aus einer 48 Megapixel Hauptkamera mit einer Blende von f/1.8 und einem Weitwinkelobjektiv mit 8 Megapixel und f/2.2 Blende zusammen. Bei der Hauptkamera ist ein Phasenvergleich-Autofokus verbaut und ebenso findet man hier noch einen LED-Blitz, welcher bei schlechten Licht für eine bessere Belichtung sorgen soll. 

Die Hauptkamera kann theoretisch wie oben erwähnt mit 48 Megapixel Bilder aufnehmen, doch von Werk aus sind hier nur 12 Megapixel aktiv. Dies muss in den Einstellungen der Kamera unter Auflösung hochgesetzt werden. Dabei muss man jedoch beachten 48 Megapixel brauchen deutlich mehr Speicher als die 12 Megapixel. Bei 48 MP ist ein Bild stolze 20 MByte groß, was jedoch aufgrund des Speichers von 128 GB, der sogar noch erweiterbar ist, kein Problem sein sollte.

Bei gutem Tageslicht gelingen mit der Hauptkamera sehr solide Bilder mit vielen Details und einer natürlichen Farbtreu.Im direkten Vergleich konnte ich zwischen dem 48 Megapixel und 12 Megapixel Modus keinen Unterschied erkennen, lediglich beim hinein zommen und am Laptop anschauen, stellt man eben den Unterschied bezüglich der vierfachen Pixel bzw. Details ganz klar fest. Gigaset bietet in den Einstellungen auch einen Porträtmodus, jedoch ist dieser nicht wirklich zu gebrauchen, da hier der Bokeh-Effekt kaum bis gar nicht erkennbar ist, schließlich nutzt Gigaset hier keine zusätzliche Kameralinse. Ebenso hat in vielen Smartphones der Nachtmodus Einzug erhalten, so auch beim Gigaset GS 5, jedoch ist auch dieser nicht wirklich gut. Dieser soll logischerweise dafür sorgen, dass bei Dunkelheit bzw. schwachen Licht durch längere Belichtung bessere Aufnahmen gelingen sollen, aber eben dies gelingt hier kaum, denn das Bild ist sehr stark von Bildrauschen verunstaltet.

Die zweit Kameralinse, bei dem es sich wie bereits erwähnt um ein typisches Weitwinkel-Objektiv handelt, ist bezüglich des Detailreichtums und der Bildschärfe weitaus nicht so gut wie die Hauptkamera. Bezüglich der Verzerrungen ist die Linse ganz gut, denn Verzerrungen, die häufig an den Rändern auftreten, halten sich hier weitestgehend im Rahmen. Die 8 Megapixel-Kamera eignet sich besonders für Makroaufnahmen, denn damit kommt man deutlich näher an das Objekt ran, jedoch fokussiert der vorhandene Autofokus immer wieder gerne den Hintergrund scharf anstelle des Objektes, welches man Fotografier möchte. Hier hilft dann nur das manuelle Setzen des Fokus, dann gelingen die Aufnahmen gut. 

Die Frontkamera löst mit 16 Megapixeln auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset wie üblich auf das Aufhellen des Displays, sodass man theoretisch auch im Dunkeln ein Selfie knipsen könnte. Jedoch sind diese nicht wirklich gut, aber bei Tageslicht bekommt man mit der Selfiekamera wiederum gute und scharfe Bilder hin. Hier erkennt man beim genauen Betrachten jedoch leichte Artefakte und Fehler, aber diese halten sich weitestgehend in Grenzen. Die Dynamik könnte hier jedoch noch etwas besser sein und zudem gehen hier in den Bildern ein wenig die Details verloren. 

Videos können mit dem Gigaset GS5 anstelle wie bisher gewohnt nicht nur in Full-HD, sondern in Quad HD also 1440p (2560 x 1440) aufgezeichnet werden. Die Videos sind zwar bezüglich der Qualität für Objekte, wichtige Ereignisse usw. ausreichend, aber mir persönlich fehlt hier ganz klar der Bildstabilisator, denn hat man hier keine ruhige Hand oder bewegt sich etwas zu ruckartig, dann sind die Aufnahmen absolut nicht zu gebrauchen, da diese total verwackelt sind. Bei der Frontkamera sind max. Aufnahmen mit Full-HD also 1920 x 1080 Pixel möglich, sodass die Kamera für Videoanrufe gut zu gebrauchen ist, für viel mehr nutzt man diese sowieso nicht.

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Gigaset GS5 wurde von Werk aus Android 11 installiert, doch inzwischen hat es dann auch letztes Jahr Android 12 und vor kurzem auch das Update auf Android 13 erhalten. Gigaset hält das System weitestgehend neutral, sodass man hier ein fast schon unverändertes Android geboten bekommt und kaum unnötige Bloatware vorhanden ist. Der Sicherheitspatch ist aktuell vom August 2023, also nicht gerade das neuste, aber so wie ich es von Gigaset kenne, reicht man jedes Quartal, also alle drei Monate ein neues Sicherheitsupdate ein.  

Gigaset bietet als besonders extra weiterhin die Gestensteuerung, welche eine schnellere Systemsteuerung ermöglichen und um z. B. ein Screenshot zu machen, muss man nur auswählen, das man einen virtuellen Button am rechten Displayrand gedrückt hält. Dazu muss man jedoch im Einstellungsmenü unter Gestenmodus zuvor noch „Smart Touch“ aktivieren, sodass der virtuelle Button erscheint. 

Was man beim Smartphone beachten sollte, ist, dass Gigaset wie bei allen Smartphones auf eine sogenannte DRM-Zertifizierung verzichtet hat. Somit kann man entsprechend geschützte Inhalte nur in SD-Qualität und nicht in HD betrachtet werden können.

(Software: 4 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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