Gigaset GS3
In aller Kürze
Mit dem Gigaset GS3 hat das gleichnamige Unternehmen Gigaset aus Bocholt ein neues Smartphone zum sehr niedrigen Preis auf den Markt gebracht. Diese wurde soweit gut ausgestattet und besitzt einige Funktionen, die man so teils kaum noch in anderen Smartphones findet. Dazu zählt z. B. die wechselbare Rückseite, die bei einem defekt einfach ausgetauscht werden kann, genauso wie der entnehmbare Akku. Überraschend für mich ist es, dass man hier sogar die Möglichkeit hat, das Smartphone kabellos aufzuladen. Außerdem war ich im Test sehr mit der guten Akkulaufzeit zufrieden, welche sich ebenso sehen lassen kann wie das helle IPS-Display. Letzteres löst jedoch lediglich mit 720p (HD+) auf, dies konnte man sich soweit bei dem Preis jedoch eigentlich schon denken. Enttäuscht war ich jedoch von dem etwas hängenden System, genauso wie von dem etwas schwachen Lautsprecher und die mangelnde Bildqualität der Dual-Kamera.
Gefällt uns
- Gute Akku-Leistung
- helles Display
- Kopfhörerbuchse
- USB-Typ-C Anschluss
- kabelloses Laden
- wechselbarer Akku
- Dual-SIM und micro-SD-Slot
Gefällt uns weniger
- schwache Hardware
- mäßige Foto- und Videoqualität
- Lautsprecher fehlt Volumen
- langsamer Speicher
Gigaset GS3
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Beim Gigaset GS3 handelt es sich um kein „Made in Germany“ Smartphone, daher wird dieses von Gigaset auch nicht in der von den in Deutschland zusammengebauten Smartphones gewohnten ökologischen Verpackung ausgeliefert. Jedoch hat sich Gigaset hier dennoch Gedanken gemacht und setzt auf eine Verpackung aus recyceltem Material und im Inneren wurde hier vorbildlich komplett auf unnötigen Kunststoff-Verpackungsmüll verzichtet.
Das Smartphone und die Rückschale hat man hier nämlich in Papier anstelle von Kunststofffolien verpackt. Das Netzteil sowie das Handbuch hat man wiederum ohne Umverpackung verpackt und das USB-C Ladekabel kommt anstelle eines Kabelbinders aus Plastik mit einem genauso gut funktionierenden Papierband daher.
Die Verpackung wurde wie von Gigaset gewohnt, rundum mit einige wenige Infos zum Produkt bedruckt. Dabei hat das Unternehmen die gewohnten Farben eingesetzt, neben der Farbe Schwarz darf daher das typische Orange und das Weiß von Gigaset nicht fehlen. Auf der Oberseite hat sich Gigaset für eine Abbildung des Smartphones entschieden, hier sieht man dieses von der Rückseite betrachtet, etwas kleiner als das Original. Außerdem findet man hier auch den Herstellername und die Bezeichnung des neuen Smartphones. An der linken Seite wird wie gewohnt der Name „Gigaset“ präsentiert, während die untere kurze Stirnseite mit einem Aufkleber versehen wurde, welcher wie üblich über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, den Modellnamen und die Farbe des Smartphones informiert. Neu ist bei dieser Generation von Smartphones, dass man an der länglichen rechten Seite einige der wichtigen Ausstattungsmerkmale des Smartphones erwähnt. Dazu zählen unter anderem die Displaygröße, der verbaute Prozessor, die Kameraauflösung usw. Die Rückseite ist weniger informativ geworden, da Gigaset hier nur einige Zertifikate bezüglich der Verpackung usw. zeigt.
Direkt nachdem öffnen der Verpackung, erblickt man in der obersten Ebene das Gigaset GS3. Dieses wurde hierbei in eine Papiertüte eingeschoben und damit das Display geschützt wird, hat man dies mit einer matten Displayfolie versehen, welche zudem über die einzelnen Hardwareteile informiert bzw. zeigt, wo diese verbaut sind. Daher muss diese, um das Smartphone nutzen zu können, auf jeden Fall entfernt werden, da man sonst nur wenig auf dem Display erkennen kann.
Das restliche Zubehör verbirgt sich unter einem doppelten Boden, der einen noch zuvor, nachdem man das Gigaset GS3 entnommen hat, zum Kauf des Gerätes gratuliert und einen QR-Code beinhaltet, der einem auf die Webseite von Gigaset führt. Unter dem Boden kommt eine weitere Papiertüte zum Vorschein, in welcher sich die Rückschale befindet. Diese kann, wenn man den Trennstreifen von dem bereits im Smartphone eingesetzt Akku entfernt hat, an der Rückseite angebracht werden. Unter der Rückschale befinden sich dann noch die üblichen Beipackzettel sowie das 10 Watt Netzteil und das passende USB-A auf USB-C Ladekabel.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Die Front des Gigaset GS3 nimmt das vom Kunststoffgehäuse hervorstehenden Display ein. Dabei handelt es sich um ein Display mit U-Notch, welches von einem kratzfesten 2,5D-Glas geschützt wird. Der Rahmen um das Display ist an den Seiten angenehm schmal, fällt jedoch an der Oberseite mit knapp 3 mm und an der Unterseite mit knapp 18 mm breiter aus. Hier kann man an der Unterseite definitiv nicht von einem schmalen Displayrahmen reden. Die Rückseite lässt sich einfach abnehmen und ermöglicht so den Zugriff auf den wechselbaren Akku, die beiden Nano-Slots und den separaten microSD-Slot. Das Gigaset GS3 bzw. dessen Rückschale wird in insgesamt fünf Farben angeboten, welche nach Bedarf für gerade einmal 3,99 zzgl. Versand noch separat erworben werden können. Zur Auswahl stehen hier neben Graphite Grey, was meinem Testgerät entspricht, auch noch Racing Red, Classy Rosegold, Arctic Blue und Oceanic Petrol. Inzwischen leider kaum noch der Fall: Die Dual-Kamera samt LED-Blitzt schließen bündig mit der Rückschale ab.
Damit das Smartphone trotz dessen Größe kompakt in der Hand liegt, hat Gigaset die Rückschale stärker abgerundet, dadurch würde ich das Gerät schon etwas in Richtung Handschmeichler bezeichnen. Das Display ist 6,1 Zoll groß, löst mit einer HD+ Auflösung auf und besitzt wie bereits erwähnt, eine Tropfen Notch (U-Notch). Im Zentrum der sogenannten U-Notch befindet sich die mit 8 Megapixel auflösenden Frontkamera, über der zudem eine schmale längliche Hörmuschel untergebracht ist. Der Annäherungs- und Umgebungslichtsensor befindet sich direkt rechts davon im schmaleren Displayrahmen integriert.
Trotz des 6,1 Zoll großen Displays ist das Gigaset GS3 mit den Maßen 156 x 74 x 9,5 mm noch als „kompakt“ einzustufen und bringt mit knapp 172 Gramm ein angenehmes Gesamtgewicht auf die Waage. Bei den Anschlüssen und Bedienelementen gibt es soweit keine Veränderungen, hierbei findet man alles genau an dem Platz, wie man es von den bisherigen Gigaset Smartphones gewohnt ist. Der Power-Button befindet sich somit rechts etwas oberhalb von der Mitte des Smartphones, sodass man diesen gut als Rechtshänder mit dem Daumen bzw. als Linkshänder mit dem Zeigefinger erreichen kann. Damit man diesen Knopf auch direkt erkennt, hat Gigaset diesen in einem auffälligen rot gehalten. Direkte darüber befinden sich die Lauter-/ Leiser-Tasten, die zwar hierbei wie eine Lautstärkewippe aussehen, aber in Wirklichkeit zwei einzelne Tasten sind. An der oberen Stirnseite bietet das Gigaset GS3 eine Klinkenbuchse, die kaum noch bei Smartphones zum Einsatz kommt und an der Unterseite sitzt zwischen dem Lautsprecher und dem Mikrofon der USB-C Anschluss, um den Akku aufzuladen. Entfernt man die Rückschale mithilfe der beiden Einkerbungen an der Unterseite, erblickt man das Innenleben des Gigaset GS3. Wirft man jedoch zuvor noch einen Blick in die Innenseite der Kunststoffschale, sieht man hier wunderbar die Induktionsspule, die hier eingebracht wurde und durch die beiden Kontakte an der Unterseite den Strom in den Akku übertragen.
Im Inneren, also unter der Rückschale, findet man dann zum einen den sehr großflächigen Akku und darüber den Micro-SD Slot. Hier kann man bei Bedarf den Speicher um bis zu 512 GB erweitern, sofern der interne 64 GB große Speicher nicht ausreichend sein sollte. An der rechten Ecke oben sind zudem noch zwei Steckplätze vorhanden, die es ermöglichen, zugleich zwei Nano-SIM Karten einzusetzen. Zu guter Letzt kann man hier natürlich auch die bereits durch die Rückschale sichtbare Dual-Kamera, den LED-Blitzt und den Fingerabdrucksensor sehen.
Wie gewohnt möchte ich hier noch etwas näher auf den verbauten Lautsprecher eingehen, denn dieser ist für einige ebenfalls sehr wichtig. Der Mono-Lautsprecher bietet zwar eine gute max. Lautstärke, sodass man damit gut in einer etwas lauteren Umgebung zusammen einen Film ansehen könnte, doch im puncto Klangqualität schneidet dieser eher mau ab. So ist beim Klang nicht viel Bass vorhanden und das Klangbild ist nicht so breit, wie wenn ein Stereo-Lautsprecher verbaut wäre. Alternativ kann man dank verbauter Klinkenbuchse jedoch beim Gigaset GS3 weiterhin über einen kabelgebunden Kopfhörer den Ton anhören oder natürlich auch via Bluetooth.
(Design: 3,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung des Gigaset GS3 ist wie bei den bisher von mir getesteten Gigaset Smartphones sehr solide, sodass es von meiner Seite her hier keinen Anlass für Kritik gibt. Für gerade einmal 179€ bekommt man hier ein Smartphone, welches dank der abnehmbaren Rückseite ermöglicht, dass jederzeit der Akku ausgetauscht werden kann, sodass man den leeren Akku nicht erst aufladen muss, sondern direkt einen Ersatzakku einsetzen könnte. Zudem bietet das Smartphone die Möglichkeit, es kabellos aufzuladen und das Display ist ausreichend hell.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
| Display | 6,1 Zoll 1560 x 720 Pixel (HD plus), Pixeldichte beträgt 283 ppi |
|---|---|
| CPU | MediaTek Helio A25 Octa-Core MT6762D, 64bit, 4x 1,5 GHz 4x 1.8 GHz / GPU: PowerVR GE8320 |
| RAM | 4 GB RAM |
| Speicher | 64 GB (mit microSD bis zu 512 Gigabyte erweiterbar) |
| Betriebssystem | Pure Android™ 10.0 (kein Update auf Android 11) |
| Haupt-Kamera | Dual-Kamera: Standardlinse mit 13 MP f/2.0 Blende und 8 MP Weitwinkelkamera, Mono-LED-Blitz |
| Front-Kamera | 8 Megapixel |
| Anschlüsse | USB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke |
| Akku | wechselbarer 4.000 mAh Akku |
| Farben | Graphite Grey (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar Racing Red, Classy Rosegold, Arctic Blue und Oceanic Petrol. |
| Konnektivität | Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4GHz und 5GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5 und A-GPS, Galileo, GPS, Glonass und kabelloses Laden |
| Abmessungen (LxBxH) | 156 mm x 74 mm x 9,5 mm |
| Gewicht | 172 g |
| Lieferumfang | Gigaset GS3 Rückschale in der Farbe, die man gewählt hat Wechselbarer 4.000 mAh Akku 10 Watt-Netzteil USB-Typ-C-Ladekabel Bedienungsanleitung |
Performance
Das Gigaset GS3 wird von einem 64-Bit CPU aus dem Hause MediTek angetrieben, genauer gesagt von dem Mediatek Helio P25 SoC. Bei diesem Prozessor handelt es sich, wie man schon anhand des Preises des Gerätes vermuten kann, um einen Einsteiger-Prozessor, der von 4 GB RAM unterstützt wird. Es handelt sich hierbei zwar um einen acht Kern Prozessor, jedoch takten hier vier der Rechenkerne mit lediglich 1,5 GHz und die anderen vier mit max. 1,8 GHz. Diese Leistung ist nicht gerade hoch, sodass sich die geringe Power schon im Alltag ohne große Beanspruchung mit kleinen Aussetzern und Hängern bemerkbar macht. Daher kann man mit diesem Smartphone keine grafisch anspruchsvollen Titel spielen, sondern lediglich einfache Games mit niedrigen Ansprüchen. Was mir im Testzeitraum jedoch auffiel, das Gigaset GS3 bleibt sowohl im Alltag als auch in den Benchmark Tests überraschend kühl. Da hier andere Smartphones extrem an wärme entwickeln und das schwächere Gigaset GS3 nicht, muss dies unter anderem daran liegen, dass der CPU keine sonderlich hohe Rechenleistung vorweist.
Der CPU wird natürlich, wie es sich gehört, von einer integrierten Grafikkarte (GPU) unterstützt, bei der es sich in diesem Fall um die PowerVR GE8320 handelt. Dies ist eine Mittelklasse-Grafikakte, von der man ebenso nicht allzu viel erwarten sollte, da diese lediglich mit 0,65 GHz taktet. Der fest verbaute eMMC-Speicher mit 64 GB ist logischerweise nicht der schnellste, aber im Zusammenspiel mit dem Prozessor ein zu erwartendes Gesamtpaket. Sollte man mehr Speicher benötigen, kann dieser bei diesem Modell mit einer zusätzlichen Micro-SD-Speicherkarte um bis zu 512 GB erweitern. Hierbei werden jedoch keinen schnellen Speicherkarten unterstützt, sondern lediglich eine UHS-I Speicherkarte, die natürlich langsamer als eine UHS-II ist.
Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben einen Wert von knapp 203 MB/s und beim Lesen fast 267 MB/s, daher schneidet das Gerät sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben solide ab, aber eben nicht gut bzw. sehr gut. Der Flash-Speicher von 64 GB ist gut bemessen und von den 64 GB sind 15 % für das System und die vorinstallierten Apps reserviert. Somit bleiben dem Nutzer am Ende knapp 54 GB frei zur Verfügung.
Die bekannten Benchmark Tests habe ich natürlich auch über das Gigaset GS3 laufen lassen und hier kam das Gerät bei Geekbench 5.0 im Single-Core auf einen Wert von 136 und im Multi-Core konnte es 847 Punkte erreichen, bei PCMark für Android kam es auf eine Score von 4415.
(Performance: 2,5 von 5 Punkten)
Display
Beim Gigaset GS3 hat man ein 6,1 Zoll großes HD+ Display verbaut. Dieses IPS-Display löst mit einer Auflösung von 1560 x 720 Pixeln auf, was einer Pixeldichte von 283 ppi entspricht. Als gestochen scharf kann man das Smartphone somit nicht bezeichnen, denn im direkten Vergleich mit dem Gigaset GS290 fallen hier teils sogar leichte Pixelstrukturen auf.
Das hier verbaute IPS-Display ist jedoch überraschend hell, was man in dieser Preisklasse unter 200€ selten bis gar nicht sieht. Hier beträgt die Helligkeit des Displays im Schnitt 586 cd/m². Was deutlich heller als die bisherigen Smartphones von Gigaset ist und an einem sonnigen Tag von Vorteil sein kann, auch wenn die max. Helligkeit natürlich nicht an ein aktuelles Smartphone von Apple oder Samsung herankommt.
(Display: 4 von 5 Punkten)
Akku
Der Akku im Gigaset GS3 ist 4.000 mAh groß und wechselbar. Dieser soll laut den technischen Daten für eine Akkulaufzeit von bis zu 360 Stunden im Standby halten und knapp 24 Stunden Sprechzeit im LTE-Netz ermöglichen. Im Alltagstest hielt bei mir der Akku gut 24 Stunden durch, anschließend musste ich diesen wieder aufladen. Dabei habe ich gelegentlich telefoniert, hin und wieder im Internet gestöbert und zwischendurch kleine Games gespielt. Die Akkulaufzeit hat mir hier soweit gut gefallen und ist wie erwähnt für einen ganzen Tag ausreichend.
Das Aufladen via Kabel dauert trotz eines kleinen 10 Watt-Netzteil nur etwas über 2 Stunden. Hierbei setzt man inzwischen bei allen neuen Geräten auf einen USB-C Anschluss, beim induktiven aufladen dauert es etwas länger, bis der Akku komplett aufgeladen wurde.
(Akku: 4 von 5 Punkten)
Kamera
Beim Gigaset GS3 handelt es sich definitiv um ein Einsteiger-Smartphone, was man vor allem an der Kamera bemerkt. Hierbei kommt zwar auf der Rückseite eine Dual-Kamera zum Einsatz, jedoch können alle Kameralinsen nicht wirklich von der Bildqualität überzeugen, egal ob die Standard-Linse oder die Weitwinkel-Linse.
Die Rückseite Dual-Kamera setzt sich aus eine 13 Megapixel Linse mit einer Blende von f/2.0 und der 8 MP Weitwinkel-Linse mir f/2.2 zusammen und wird bei schlechtem Licht von einem LED-Blitz unterstützt. Bei normalen „guten“ Lichtbedienungen gelingen hier auf dem Smartphone betrachtet vielleicht gute Bilder, doch macht man hier im direkten Vergleich mit einem wirklich guten Smartphone Bilder, merkt man einen gewaltigen Unterschied. Die Bilder des Gigaset GS3 sind somit zwar für Schnappschüsse vielleicht ok, aber für mehr nicht wirklich zu gebrauchen. Gerade bei einem Bild mit Gegenlicht und hellem Hintergrund fehlt es sehr an Schärfe und die Dynamik leidet ebenfalls sehr darunter. Legt man viel Wert auf eine gute Kamera, sollte man daher lieber zu einem anderen Smartphone greifen.
Die Frontkamera löst mit lediglich 8 MP auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset hier wie üblich auf das Aufhellen des Displays, sodass man theoretisch auch im Dunkeln ein Selfie knipsen könnte. Dies geht zwar soweit in Ordnung, doch schöne Bilder gelingen hier eher weniger. Die Frontkamera ermöglicht bei guten Lichtverhältnissen ordentliche Selfies, doch im Großen und Ganzen gehen hier doch viele Details verloren und mit persönlich fehlt es hier teils etwas an der Dynamik und der Schärfe.
Videos können mit dem Gigaset GS3 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt wie Slow-Motion aufnahmen.
(Kamera: 2,5 von 5 Punkten)
Software
Auf dem Gigaset GS3 wurde eine nahezu pure Version des Android 10 installiert, welches jedoch mit einigen kleinen Zusatzfunktionen versehen wurde. Zu diesen zählt z. B. die Gestensteuerung, welche eine schnellere Systemsteuerung ermöglichen und um z. B. ein Screenshot zu machen, muss man nur mit drei Finger über das Display streichen usw. Ein Update auf Android 11 wird das Gigaset GS3 jedoch definitiv nicht erhalten, Gigaset wird hier lediglich quartalsweise Sicherheitsupdates zur Verfügung stellen und die über ein Zeitraum von 2 Jahren. Bei diesen Sicherheitsupdates ist Gigaset jedoch nicht das schnellste Unternehmen, denn hier kann es gut dreieinhalb Monate dauern, bis das jeweilige Update verfügbar ist. Zum Testzeitpunkt war bei meinem Gigaset GS3 der Stand vom 5. März 2021 aufgespielt.
Was man beim Smartphone beachten sollte, ist, dass dieses keine sogenannte DRM-Zertifizierung besitzt. Somit kann man entsprechend geschützte Inhalte, sprich Videos nur in SD-Qualität streamen, mehr nicht. Das System läuft aufgrund der geringen Leistung hin und wieder nicht wirklich flüssig, daher ist es hier auch vollkommen klar, dass es kein Update auf Android 11 geben wird.
(Software: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Gigaset beschreibt das GS3 als ein Smartphone, welches voll Power für jeden Tag bietet und wirbt mit dem Nachhaltigkeitsaspekt, dass der Akku einfach selbst gewechselt werden kann. Das Smartphone ist definitiv ein Eissteiger-Gerät, doch trotz, dass dieses einige Schwächen besitzt, hat es mich im Test in einigen Bereichen und aufgrund seines geringen Preises mit einigen ungewöhnlichen Funktionen überrascht. Zu diesen gehört z. B. das dieses Smartphone per Wireless Charging aufgeladen werden kann, was eigentlich bei diesem Preis sehr selten vorkommt und das Display punktet mit einer hohen Helligkeit, auch wenn selbiges wiederum leider nicht so scharf ist.
Preis/Leistung
Das Gigaset GS3 kann man direkt bei Gigaset für 179 EUR inkl. kostenlosem Versand bestellen. Im Preisvergleich ist dieses jedoch bei einigen Händlern bereits je nach Farbe ab 147€ erhältlich.
Das Smartphone ist wie bereits erwähnt, kein Flaggschiff aus dem Hause Gigaset, wobei dies vom Unternehmen auch so nie geplant war, schließlich möchte man die Kunden im Einsteiger-Sektor für sich gewinnen. Das Gigaset GS3 hat hier und da Argumente, die für das Gerät sprechen, doch ebenso sprechen auch einige gegen dieses Smartphone. Am Ende muss hier jeder für sich entscheiden, ob einem dieses Gerät 179€ wert ist oder man gleich etwas mehr Geld in die Hand nimmt und zum besser ausgestatteten Gigaset GS4 greift oder einem anderen Smartphone. Günstig ist das GS3 definitiv, doch wer Wert auf mein flüssiges System und eine gute Kamera legt, dem Rate ich hiervon ab.
Gigaset GS3
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Link zum Hersteller: Gigaset.de




























































