Blink XT

Blink wurde im Jahre 2009 von Peter Besen, Don Shulsinger und Stephen Gordon gegründet. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Andover, Massachusetts und den Vereinigten Staaten. Der Hersteller hat sich auf die Entwicklung von Smarthome Produkten spezialisiert und bietet somit unter anderem akkubetriebenen Home-Security-Kameras und Video-Türklingeln an. Letzteres jedoch aktuell noch nicht in Deutschland.

Im Dezember 2017 gab Amazon bekannt den Hersteller für 90 Millionen US-Dollar übernommen zu haben. Das Unternehmen ist aber dennoch als eigenständiges Tochterunternehmen tätig.

Vor Kurzem habe ich euch bereits die Blink Indoor Cam vorgestellt. Doch es gibt noch eine weitere Überwachungskamera, welche Blink XT heißt und nicht nur im Haus (indoor), sondern auch im Freien (outdoor) montiert werden kann. Auch bei dieser Cam wirbt der Hersteller mit einer Batterielaufzeit von bis zu 2 Jahren und dem kostenloses Cloud-Speicher. Doch kann bei der Blink XT die Videoqualität und die Bedienung im Alltag überzeugen? Das findet ihr in folgendem Testbericht heraus.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die zum Großteil in Blau gehaltene Verpackung ist sehr informativ gestaltet und somit mit zahlreichen Informationen zum Produkt und mit einigen Anwendungsbeispielen bedruckt. 

Direkt auf der Oberseite des Deckels ist neben dem Namen des Unternehmens „Blink“, eine Abbildung der Outdoor-Kamera von vorne betrachtet zu sehen. Zudem wird hier in Englisch auf die einfach Installation hingewiesen.

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Blink XT 4

Betrachtet man die linke und untere Seite des Deckels, informiert dieser neben den Technischen-Daten auch über den Lieferumfang, welcher in der Box enthalten ist. Die rechte Seite wiederum zeigt anhand von 8 Symbolen inkl. kurzen Sätzen, was für Blink die Besonderheiten der XT-Cam sind. Ebenso werden auf der Rückseite in mehreren Sprachen, darunter auch auf Deutsch die wichtigsten Eigenschaften aufgelistet.

Entfernt man den Deckel der Verpackung, erblickt man neben der Blink XT Überwachungskamera, das Sync-Modul. Beide Geräte befinden sich sicher verpackt in einem Pappkarton. Der restliche Teil des Zubehörs ist in zwei weiteren Kartonagen eingelegt, welche jeweils beschriftet sind, damit man weiß, was sich darin befindet. Zu dem Zubehör zählt neben einen Netzteil und einem USB-A auf Micro-USB-Kabel für die Stromversorgung des Sync-Moduls, 2 AA-Batterien für die Blink XT-Cam und eine Montagehalterung. Entnimmt man davon alles, findet man darunter noch einen Aufkleber, der angebracht werden muss, sofern man mit der Kamera z. B. einen Eingangsbereich im Freien überwacht, damit die Personen wissen, dass hier eine Überwachungskamera den Bereich überwacht. Des Weitern befindet sich noch eine in mehrere Sprachen geschriebene Beschreibung in der Verpackung.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Wie bereits bei der Blink Indoor-Überwachungskamera, besteht auch das Starter-Kit der Blink XT im Regelfall aus zwei einzelnen Komponenten, der Kamera und einem Sync-Modul. Solltet ihr euch jedoch gleich entschieden haben, ein Set mit mehreren Kameras gekauft zu haben, dann sind eben noch zusätzliche Kameras im Lieferumfang dabei. Da das Set im Normalfall wie es bei mir der Fall ist aus zwei Geräten (Sync-Modul und Kamera) besteht, ist bei der Kamera nicht permanent das WLAN an, sondern nur bei dem Sync-Modul. Diese weckt lediglich die Kamera aus dem Standby-Modus auf, sofern Einstellungen vorgenommen werden oder der PIR-Sensor etwas registriert hat. Dies sorgt dafür, dass nicht permanent das WiFi der Kamera eingeschaltet ist, welches viel Strom verbraucht und somit hält der Akku bzw. die Batterien wie Blink angibt bis zu 2 Jahre.

Sync-Modul

Bei dem Sync-Modul (Zentrale) handelt es sich um eine kleine und sehr leichte Kunststoffbox. Diese fühlt sich nach meinem Empfinden nicht besonders hochwertig an, was unter anderem an den kantigen Ecken und dem sehr leichten Eigengewicht liegt. Die Unterseite und der Rand besteht aus einem hochglänzenden Kunststoff und die Oberseite (Vorderseite) aus einem matten Kunststoff. Je nach gewähltem Starter-Kit ist das Modul schwarz (Außenkamera) oder weiß (Innenkamera). 

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Blink XT Sync Modul Design 1

Durch das hochglänzende Kunststoffgehäuse ist das Sync-Modul teilweise etwas anfällig für Staub. An der Vorderseite des rechteckigen Moduls befindet sich ein großer „blink“ Schriftzug und in der rechten oberen Ecke zwei Status LED´s, welche über den Eingeschalteten Zustand und dem aktivierten bzw. verbundenen WLAN-Status informieren. An der Unterseite befindet sich ein Micro-USB Eingang, über den das Modul mit dem mitgelieferten Netzteil und Micro-USB Kabel mit Strom versorgt wird. An der rechten Seite ist ein USB-Anschluss und eine Status-LED vorhanden. Für was diese genau gebraucht werden, ist mir unbekannt, denn drüber steht auch nichts in der Beschreibung. Zu guter Letzt ist an der Rückseite ein Aufkleber, der über die S/N Nummer, MAC-Adresse und die SSID (Netzwerkname der Kamera) und das Passwort informiert.

Außenkamera

Die 71 x 71 x 34 mm große Blink XT Überwachungskamera ist aus matten schwarzen Kunststoff gefertigt worden, bei dem an der Vorderseite ein hochglänzendes Element eingelassen ist. In diesem Element ist direkt links neben der Kamera, ein Mikrofon und rechts eine Status-LED untergebracht. Zudem befindet sich in der Mitte ein vorstehender PIR-Sensor (Bewegungssensor) und die IR-Nachtsicht LED direkt darunter. Durch die geringe Maße und dem Gewicht der Kamera inkl. Batterien von 119 Gramm (inkl. Batterien und Montagehalter 130 Gramm) ist die Kamera durchaus kompakt gehalten.

Blink XT 8
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Blink XT Sync Modul Design 2

Mit Strom versorgt wird die Blink XT Überwachungskamera mit 2 AA-Batterien, welche an der Rückseite eingelegt werden. Mithilfe des grau Silikon-Schiebereglers an der Unterseite wird diese Klappe geöffnet. Jedoch braucht man dazu unter Umständen etwas mehr Kraft, da die Silikon-Dichtung, welche verhindert, dass Wasser ins Innere gelangt, das Gehäuse sehr dicht abdichtet. Schiebt man den Regler nach unten und zieht die Rückseite von unten etwas weg, öffnet sich die Abdeckung der Rückseite. Hier können dann links und rechts jeweils eine der beiden AA-Batterien eingesetzt werden. Im Inneren ist ein Aufkleber, auf dem neben der Modell-Bezeichnung die S/N-Nummer und die MAC-Adresse aufgedruckt wurde. 

Zudem befindet sich an der Rückseite der Kamera ein Micro-USB-Anschluss, welcher für dauerhafte Stromversorgung dient. Dieser ist von einer Silikon-Abdeckung abgedeckt und somit nur im Indoor-Einsatz nutzbar, denn wenn diese Abdeckung offen ist, kann Feuchtigkeit ins Innere eindringen.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Was ich bereits bei der Blink Indoor Cam bemängelt habe, trifft zum Großteil auch bei der Blink XT Cam zu. So wirkt das gleich gefertigte Sync-Modul aufgrund dessen geringen Gewichts und den scharfkantigen Kanten nicht besonders hochwertig.

Hat man das Sync-Modul in der Hand, meint man z. B. das man nur das Gehäuse ohne etwas darin vor sich hat, da diese sich so leer anfühlt. Zudem vermisse ich die Möglichkeit, diese an einer Wand zu befestigen. Zwar bohrt nicht jeder für alles Löcher in die Wände, doch die Option mit Schlitzen zum Einhängen hätte man hier dennoch integrieren können. Es gibt auch Versionen des Moduls mit LAN-Port, doch da dieser sowie ich gelesen habe, ohne Funktion war, hat man diesen vermutlich wie in meiner Version weggelassen.

Lediglich das Gehäuse der Kamera gefällt mir bei der XT-Überwachungskamera etwas besser, denn dieses wirkt aufgrund der größeren und vertieft eingebauten Kamera deutlich hochwertig. Auch das anstelle der simplen LED, eine echte IR-LED Beleuchtung für eine gute Nachtsicht verbaut wurde, sorgt für eine bessere Verarbeitung. 

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Des Weiteren ist die Blink XT Überwachungskamera eine Outdoor-Version, daher ist diese, wie Blink angibt wetterfest. Ich habe die Kamera seit einigen Monaten im freien montiert. Dabei hat diese teilweise regen abbekommen und sogar frostigen Temperaturen um die -8 C° hat diese problemlos überstanden. 

Etwas enttäuscht bin ich wiederum von dem Micro-USB-Anschluss auf der Rückseite, denn dieser kann nicht wirklich in der Kombination mit der Montagehalterung verwendet werden. Somit kann man, falls man die Überwachungskamera im Inneren mit einer permanenten Stromversorgung nutzen möchte, diese in der Kombi nicht wirklich verwenden. Hier wäre der Stromversorgung-Anschluss an der Seite sicherlich praktischer gewesen oder die Halterung anders zu gestalten. Mit dieser war ich nämlich auch nicht zu 100 % zufrieden, diese lässt wenig Einstellungsraum zu und daher ist der Montagewinkel relativ eingeschränkt. Hier bieten andere Überwachungskamera Hersteller zum Teil eine deutlich große Einstellungsmöglichkeit.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Technische Daten der Blink XT Outdoor-Kamera
Kamera-Art kabellose (AA-Batterien) Überwachungskamera, alternativ auch kabelgebunden.
Auflösung/ Sensor 720p HD-Kamera 30fps
Weitwinkel 110° (diagonal)
Infarot-LEDs ja, eine IR-LED
Zoom nein, lediglich digital mit Verlust.
Material Kunstoff
Konnektivität WLAN 802.11 g/n, 2,4 GHz
Funktionen integrierte Mikrofon, Nachtaufnahme via IR-LED, betrieb via 5V Netzteil oder 2 AA-Batterien, Bewegungserkennung, Steuerung via App (iOS und Android)
Betriebstemperatur Laut Hersteller wetterfest. Überstand bei mir problemlos Regen und -8°C.
Lieferumfang 1x Blink XT Outdoor-Kamera

1x Sync-Modul

2x AA-Batterie

USB-A auf micro-USB Kabel

Netzteil

Aufkleber (Warnung das der Beriech Video-Überwacht wird)

Montagehalterung

Anleitung (mehrsprachig)

Einrichtung und Konfiguration

Die Einrichtung der Blink Überwachungskameras, egal ob Indoor oder Outdoor (XT-Modell) ist sehr einfach gestaltet.

Zuerst sollte man sich die „Blink Home Monitor“ App auf das Smartphone laden. Diese ist kostenlos im Google Play (Android) und AppStore (iOS) erhältlich. Anschließend muss man sich ein Blink Konto beim Hersteller erstellen. Dafür ist jedoch lediglich eure E-Mail Adresse und ein ausgedachtes Passwort nötig. Daher geht das ganze soweit in Ordnung, denn manch anderer Hersteller fragt hier gleich noch nach Adressdaten usw.

Nun muss man selbstverständlich zuerst das Sync-Modul anschließen. Dazu diese mit Strom versorgen und der Schritt für Schritt Anleitung in der App folgen. Diese fordert einen im Zuge dazu auf, den QR-Code an der Rückseite des Sync-Moduls abzuscannen und nun die WLAN-Daten in der App zu hinterlegen, damit diese an das Modul übermittelt werden können. Schließlich wird diese nicht via LAN-Kabel, sondern per WLAN mit dem Netzwerk verbunden. Dazu muss diese glücklicherweise nicht direkt beim Router stehen, sondern kann frei im Haus platziert werden. Jedoch sollte diese nah genug an den Kameras sein, damit diese in Verbindung bleiben können. Nach der Verbindung mit dem Blink-Server lädt die App automatisch das neuste Firmware-Update für das Sync-Modul herunter und installiert dieses automatisch. 

  • Blink Indoor Einrichtung 3
  • Blink Indoor Einrichtung 4
  • Blink Indoor Einrichtung 5
  • Blink Indoor Einrichtung 6
  • Blink Indoor Einrichtung 7
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  • Blink Indoor Einrichtung 32
  • Blink Indoor Einrichtung 34
  • Blink Indoor Einrichtung 35

    Anschließend geht es an die Einrichtung der Blink XT Überwachungskamera. Dies ist meiner Meinung nach sogar noch etwas einfacher, wie das Einrichten des Sync-Moduls. Man muss nämlich lediglich die Abdeckung auf der Rückseite öffnen, die beiden AA-Batterien einsetzen und sobald man dazu aufgefordert wird, den QR-Code auf dem Aufkleber, zwischen den beiden Batterien scannen. Schon ist alles erledigt und die App übernimmt automatisch die restliche Einrichtung bzw. Kopplung mit der Zentrale usw.

    (Einrichtung & Konfiguration: 4,5 von 5 Punkten)

    Funktionsumfang und Bedienung

    Beim Blink XT-System kommt der gleiche 720p Kamera-Sensor wie bereits bei der von mir getesteten Blink Innenkamera zum Einsatz. Somit löst diese maximal mit einer HD-Auflösung auf und besitzt ebenfalls einen Betrachtungswinkel von 110°. 

    Gegenüber dem normalen weißen Kamera-Model ist die Blink XT Outdoor jedoch noch zusätzlich gegen Spritzwasser geschützt und ist mit echten IR-LEDs bestückt, sodass man bei Nacht deutlich mehr auf dem Bild sehen kann wie mit der weißen LED des Indoor-Models.

    Was ist bei den Blink-Überwachungskameras vermisse, ist ein Lautsprecher, denn somit könnte man, sofern man es möchte, mit der Person, welche vor der Kamera steht reden.

    (Funktionsumfang und Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)

    Software

    Blink Home Monitor
    Blink Home Monitor
    Preis: Kostenlos

    Blink Home Monitor
    Blink Home Monitor
    Preis: Kostenlos

    Ebenso einfach, wie die Einrichtung der Kamera vonstattengeht, ist auch die App simple und somit sehr verständlich aufgebaut. Blink hat hier eine übersichtliche App entwickelt, in der man sich selbst als Laie nach kurzer Zeit zurechtfindet. Dies liegt daran, dass das Unternehmen hier auf die vielen Untermenüs verzichtet und auf eine übersichtlich gestaltete App setzt.

    Die auf der Übersichtsseite angezeigten Bilder, entsprechen einem Vorschaubild, welches man zu Beginn der Einrichtung aufgenommen hat. Dies soll einem lediglich helfen, damit man bei mehreren Kameras schnell weiß, welche man gerade gewählt hat. Somit handelt es sich hierbei nicht um ein aktuelles Echtzeit-Bild, sonder meist um ein etwas älteres. Betätigt man bei der jeweiligen Überwachungskamera das Kamera-Symbol, kann dieses  manuell aktualisiert werden.

    Tippt man bei einem Bild wiederum das im linken unteren Rand angezeigte Video-Symbol an, startet die Kamera mit einer typischen kurzen Verzögerung (knapp 2 bis 6 Sekunden) das Live-Bild. Ist die Live-Ansicht gestartet, bietet das Blink-System in meinem Test bei einer stabilen und schnellen Internet Verbindung eine sehr geringe Verzögerung von knapp 2 Sekunden. Dies geht soweit absolut in Ordnung. 

    • Blink XT Outdoor Cam Software 3
    • Blink XT Outdoor Cam Software 1
    • Blink XT Outdoor Cam Software 2

      Über das Schieberegler-Symbol auf der Startseite, direkt rechts über dem jeweiligen Kamera-Bild, kann man an jeder Kamera separat Einstellung vornehmen. Hier kann man somit nicht nur im Nachhinein, falls z. B. der Standort der Kamera geändert wurde den Namen ändern, sondern auch die Temperatur und der Batteriestatus ansehen. Dieser wird jedoch leider nicht in %, sondern lediglich als „Ok“ oder bei fast leeren Batterien als„. ERSETZEN „angezeigt. Die aktuelle Temperatur wird eigentlich auch in C° gemessen, doch irgendwie kann ich das mit der aktuellen App-Version bei iOS nicht ändern. Bei Android wiederum geht das ohne Probleme. 

      Des Weiteren kann man im Kamera-Einstellungsmenü unter dem Punkt Bewegungssensor, diesen aktiveren oder deaktivieren. Die Reaktivierzeit von 10 – 60 Sekunden festlegen, die Empfindlichkeit des Sensors (Standard Wert 5) und die Videolänge bei erkennen einer Person zwischen 5 Sekunden – 60 Sekunden bestimmen.

      Da die Blink XT Überwachungskamera mit einem IR-LED Strahler ausgestattet ist, kann man im nächsten Menüpunkt diesen Ein-/Ausschalten und dessen Helligkeit in drei Stufen regulieren. Zu guter Letzt gibt es noch die Möglichkeit per Schieberegler festzulegen, ob auch Audio mit übertragen werden soll und die Video Qualität kann in drei Stufen (Sparmodus, optimal und verbessert) bestimmt werden.

      (Software: 4 von 5 Punkten)

      Bild-/ Videoqualität

      Kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte bei einer Überwachungskamera, die Bildqualität. Blink wirbt bei der XT-Kamera mit einem 720p Sensor, dieser sagt jedoch nicht viel über die Bildqualität aus.

      Gleich vorne Weg kann ich klar sagen, dass die Blink XT Überwachungskamera nicht zu den Kameras mit der besten Bildqualität zählt. Bei Tag mag diese Qualität zwar ausreichend sein, doch gerade an den Rändern und Ecken merkt man Teil sehr, dass diese etwas verzerren. Doch sehr enttäuschend ist wiederum die Bildqualität bei Nacht mit dem integrierten IR-LED. Hier ist in der Blink XT Kamera lediglich eine IR-LED verbaut, welche Objekte lediglich bis zu einer Entfernung von 5 bis 6 Metern ausleuchtet. Alles was weiter weg ist, verscheidend im dunklen Bereich, der davon nicht ausgeleuchtet wird. 

      Zudem sind Personen die direkt von der IR-Beleuchtung angeleuchtet werden und somit knapp 1 Meter wegstehen zu überbelichtet, sodass man wie auf meinem Testbild nur ein total weißes Gesicht erkennt. Einen sehr großen Garten kann man somit mit der Blink XT Kamera kaum ausreichend überwachen.  

      Wählt man in den Einstellungen bei der Video-Qualität, verbessert aus, ist das Bild Full-HD. Doch da der eigentliche Sensor weiterhin ein HD-Sensor ist, wird diese verbesserte Qualität lediglich elektronisch hochgerechnet und ist daher, wenn man es groß am PC betrachtet nicht wirklich besser. Daher lohnt es sich meiner Meinung nach kaum, die höher Qualität zu wählen, da diese nur mehr Speicher und Akku Kapazität benötigt. 

      Ebenso war ich mit der Audio-Qualität, welche das verbaute Mikrofon aufnimmt nicht wirklich zufrieden. Der aufgenommen Ton ist sehr blechern und dumpf. Zudem besitzt das Mikro keinen Windschutz und so hört man hier selbst an einem etwas windgeschützten Platz den Wind sehr deutlich.

      Blink XT Testbild 1
      Blink XT Outdoor Cam Testaufnahme 1

      Eine Besonderheit des Blink Systems ist die kostenlose Cloud, welche einem zur Verfügung gestellt wird. Diese hat wie üblich ihre Vor- und Nachteile, die ich nicht abstreiten kann. Der größte Nachteil der Cloud Dienste allgemein ist natürlich der Gedanke an den Datenschutz. Wer weiß, wo meine Daten beim jeweiligen Hersteller landen. Denn auf einem Server im Ausland gilt nicht der deutsche Datenschutz. Dies ist jedoch bei Blink etwas anders, denn hier nutzt das Unternehmen, welches von Amazon gekauft wurde ein deutsches Rechenzentrum, wo diese Daten bzw. Aufzeichnungen abgespeichert werden. Bekannt ist mir, dass Amazon ein sehr großes Rechenzentrum in Frankfurt besitzt, das dem deutschen Datenschutzgesetz unterliegt. Darauf vermute ich, werden auch die Blink Aufzeichnungen gesichert und somit sollten diese Aufzeichnen nicht verkauft werden oder Ähnliches.

      Die Vorteile einer Cloud sind natürlich viel Wert. Sollte z. B. ein Einbrecher bei euch einbrechen und die Kamera dabei bemerken und zerstören, bringt dies ihm kaum etwas, da die Aufzeichnungen bereits in die Cloud hochgeladen wurden. So sind die Daten auf jeden Fall sicher, was bei der Speicherung auf eine Micro-SD Speicherkarte oder Ähnlichem nicht der Fall wäre.

      (Bild-/ Videoqualität: 3,5 von 5 Punkten)

      PUNKT 3

      bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

      Beschreibung

      Wer nach einer einfachen, kabellosen Innenkamera sucht, die auch im Außenbereich eingesetzt werden kann. Bei Bedarf zudem direkt via Kabel mit Strom versorgt werden kann, ist bei der Blink XT Cam genau richtig. 

      Diese ist dank der Übersichtlichen und sehr simple aufgebauten App sehr schnell und einfach eingerichtet. Zudem verspricht der Hersteller eine Batterielaufzeit von bis zu 2 Jahren. Des Weiteren verspricht der Hersteller einen kostenlose Cloud Speicher, der lediglich bei der Laufzeit auf 7200 Sekunden begrenzt ist. Ist dieser voll, werden chronologisch die ältesten Aufnahmen überschrieben. Sollten Aufnahmen davon jedoch wichtig sein, können diese bequem auf das Smartphone heruntergeladen werden. 

      Was mir an der Blink XT Kamera weniger gefallen hat, ist die Halterung. Diese hält bei einem stärken Sturm, wo die Kamera ohne Schutz montiert wurde nicht so gut. Die Bildqualität bei Tageslicht geht zwar in Ordnung, doch bei Nacht konnten mich die IR-LED nicht besonders überzeugen. Hier erkennt man nicht besonders viel auf den Bildern bzw. das Bild ist eher mittelmäßig. Zudem darf die Reichweite zwischen Sync-Modul und Kamera nicht zu groß sein. Sind Z. B. dicke Wände oder Ähnliches dazwischen bricht die Verbindung gelegentlich ab. 

      Preis/Leistung

      Mit einer UVP von 189,99 € ist das Blink XT Videoüberwachung Starter-Kit mit einem Sync-Modul und Außenkamera meiner Meinung nach nicht gerade günstig. Doch dafür fallen keine weiteren monatlich kosten für eine Cloud an, denn diese ist bei diesem System kostenlos. Dadurch entstehen bei teilweise hochpreisigen Kameras deutlich höher Anschaffungs- und vor allem Folgekosten. Dafür muss man bei der Blink XT Außenkamera, jedoch abstriche bei der Wertigkeit und der Bildqualität machen.


      Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

      Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

      Tags:

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