Jaybird Run XT

Jaybird, eine bekannte Größe unter den Kopfhörer-Herstellern, hat bereits im September 2017 die ersten komplett kabellosen (True Wireless) In-Ear Ohrhörer vorgestellt. Diese hörten auf den Namen Jaybird Run, da diese bei allen sportlichen Tätigkeiten eine absolute Bewegungsfreiheit bieten. Nun hat man im Februar 2019 die neue Version der True Wireless In-Ear Ohrhörer vorgestellt, die Jaybird Run XT. Diese ähneln vom Design sehr den Vorgängern, jedoch hat man hier nicht nur neu Farben im Angebot, sondern diese dank IPX7-Zertifizierung gegen Wasser und Schweiß geschützt.

Kann die 2. Generation der Jaybird Run XT überzeugen und hat der Hersteller auch etwas unter der Haube (klanglich) verändert? Das erfahrt ihr in folgendem Testbericht, denn ich habe die Jaybird RUN XT ausführlich über mehrere Wochen getestet.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung der neuen Jaybird Run XT besteht aus zwei Teilen, dem eigentlichen stabilen Karton im inneren und der dünneren Umverpackung, welche mit einigen Informationen zum Produkt bedruckt wurde. Rund um der Verpackungshülle findet man daher technische Daten zu den In-Ear Ohrhörer und passend dazu einige Produktbilder. Werfen wir wie gewohnt vor dem Inneren der Verpackung erst einen Blick auf die Außenseiten.

Auf der Vorder- bzw. Oberseite wird wie bei vielen anderen Herstellern von Kopfhörern, eine Abbildung der beiden In-Ear Ohrhörer abgebildet und wie üblich prangt hier auch der Hersteller und Produkt-Name. Zudem werden diese hier als kabellose Sport-Kopfhörer geworben, was an dem sicheren halt, für den die zusätzlichen Ohreinsätze sorgen, liegt. Des Weiteren erwähnt Jaybird hier die fürs Unternehmen drei wichtigen Merkmale des Run XT. Zu diesen zählen: 4 Stunden Musikwiedergabe am Stück und zusätzliche 8 Stunden mit dem Ladecase, völlig schweißbeständig und wasserdicht dank IPX7-Zertifizierung und die eben erwähnten Sport-Fit Einsätze für den Sicheren halt bei jeglicher sportlichen Bewegung.

Auf den restlichen Seiten prangt ebenfalls das Jaybird-Logo und der Produktname, doch zudem gibt es auch hier noch verschiedene Infos zum Produkt. So beinhaltet die linke Seite eine Abbildung des Ladecases von oben und die beiden In-Ear Kopfhörer sind hier ebenfalls abgelichtet. Zudem weißt man in mehrer Sprachen, darunter auch deutsch auf folgendes hin: Für Sportler entwickelt, für jedes Abenteuer bereit. Bei der rechten Seite handelt es sich um einige Infos zur zugehörigen Jaybird App. Daher informiert man hier über die Funktionen, die ich euch später unter dem Punkt „App“ ebenfalls näher erläutere.

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Weitere Informationen zu dem neuen Jaybird Run XT gibt es zudem noch auf der Rückseite, dabei handelt es sich sogar um sehr viele Informationen. Hier werden nämlich neben den bereits auf der Vorderseite erwähnten Merkmale noch drei weitere. Dazu zählt: Fast Charge ( 5 Minuten = 1 Stunden Musikwiedergabe, Premium Klang mit EQ-Benutzereinstellung und Musik, sowie Anrufe, die über die In-Ears getätigt werden können. Zudem ist in der rechten unteren Ecke noch eine Abbildung des kompletten Lieferumfangs abgebildet und an der unteren Stirnseite gibt es einige Infos zum Unternehmen. 

Zieht man die schwarze hochwertige Hauptverpackung aus der eben beschriebenen Umverpackung, kann man diese an der Seite aufklappen. 

Direkt kommt im oberen Bereich das Ladecase zum Vorschein, die beiden In-Ears befinden sich in dem Fall des Jaybird Run XT bereits im Ladecase. Unter dem Ladecase befindet sich eine kleine Abdeckung aus Kartonage, auf der in drei Schritten die Ersteinrichtung bzw. Verbindung mit dem Smartphone erläutert wird. Darunter befindet sich zudem noch ein kleiner Zipp-Beutel (zugeschweißt) in dem sich sämtliche Ohrtips, Sporteinsätze und das relativ kurze Micro-USB-Ladekabel befindet. Die üblichen Beschreibungen hat Jaybird unter einem weiteren doppelten Boden direkt darunter versteckt.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Seid einiger Zeit nimmt der Trend der soggenante True Wireless In-Ear Ohrhörer immer mehr zu. Daher setzen natürlich auch immer mehr Hersteller auf solch komplett getrennte In-Ear Ohrhörer. Mit den Jaybird Run, brachte das Unternehmen bereits gegen Ende 2017 die ersten True Wireless In-Ears auf den Markt. Nun folgt mit dem Jaybird Run XT bereits das neue Modell der In-Ears, welches mit zwei einzelnen In-Ears daher kommt und zudem ein zusätzliches Lade-/Aufbewahrungs-Case mitgeliefert wird.

In-Ear

  Das Gehäuse, der Jaybird Run XT, welches aus Kunststoff gefertigt wurde, gehört zwar nicht ganz zu den kleinsten, aber dennoch ist es kompakt genug, sodass es nach dem Einsetzen in die Ohren verhältnismäßig wenig aus den Ohren hervorsteht. Der ovale äußere Gehäuse – Teil, also der, welcher später nach dem Einsetzen aus dem Ohr hervorsteht, ist knapp 20 mm x 15 mm klein (L x B). Zwar wirkt das Gehäuse auf den ersten Blick vom Volumen, also dem inneren Platz groß genug, also z. B. größer als die 1more E1026BT-I, dennoch bietet der Akku schon alleine von den Angaben der Hersteller weniger Akkulaufzeit (Jaybird Run XT = 4 Stunden), zum Vergleich 1more E1026BT-I bietet hier bei kleinerem Gehäuse bis zu 6,5 Stunden. 

Vom äußeren Durchmesser verläuft das Gehäuse noch etwas weiter mit denselben Maßen, jedoch etwas schräg. Schließlich befindet sich der Ohrkanal im unteren Bereich des Ohres, daher verläuft das Gehäuse nach einigen Millimetern wie bei In-Ears üblich, trichterförmig und etwas kleiner weiter. Am Ende befinde sich schließlich der typische dünnere Bereich der im Ohrkanal steckt und auf den das Ohrpassstück aufgezogen wird. Damit Jaybird die Run XT als Sport-Kopfhörer bezeichnen darf, hat man dem mittleren Teil der Ohrhörer noch soggenante Sport-Fit-Einsätze spendiert. Ob diese soweit für einen guten und vor allem sichern halt sorgen, verrate ich unter dem Punkt „Tragekomfort“

Bei der Steuerung der Musik über die Ohrhörer gibt es grundsätzlich zwei Arten von Bedienung, auf welche die verschiednen Hersteller setzen, von denen beide Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Entweder setzten die Unternehmen bei ihren True-Wireless In-Ears auf eine Touch-Bedienung, oder auf eine Bedienung via Hardware-Tasten. Jaybird setzt bei den Run XT auf die herkömmliche Ein-Tasten Bedienung an jedem der beiden In-Ears. Mit dieser ist die Bedienung, sobald man sich die Befehle nach einer gewissen Eingewöhnungszeit eingeprägt hat, wesentlich einfacher, wie via Touch und zudem kommt es zu weniger Fehleingaben. Beide Ausführungen haben jedoch wie bereits erwähnt Vor- und Nachteile, bei Touch ist es z. B. der Nachteil, dass man hier jedes Mal beim berühren gegen die Außenfläche „klopft“ dies hört man bei vielen Modellen immer als kurzen dumpfen etwas störenden Ton. Bei einer richtigen Hardware-Taste wiederum ist es der Fall, dass man hier beim Drücken der Taste den Ohrhörer halten muss, oder den Ohrhörer ins Ohr drücken muss. Letzteres ist hier ebenfalls wieder etwas unangenehmer. Hier muss man daher selbst entscheiden, ob man eher Touch, oder eine echte Taste mit gutem Druckpunkt bevorzugt. Auf die Bedienung geh ich gleich noch genauer ein. 

Die äußere Oberfläche, welche nach dem Einsetzen ins Ohr nach außen zeigt, ist wie bei vielen True-Wireless In-Ears gewölbt. Auf dieser Fläche ist neben Drucktaste, auf der auch das erhaben Jaybird Logo prangt, eine kleine Staus-LED im oberen Bereich untergebracht. Die beiden Bedienteste sehen zwar groß aus, jedoch ist nur der untere Teil beweglich, im oberen Bereich ist die Oberfläche starr. Über diese Tasten kann man an jeder Seite verschiedenen Funktionen ausführen, auf diese ich wie versprochen nun genauer eingehen werde.

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Das Einschalten der beiden In-Ears erfolgt wie bei allen True Wireless In-Ears entweder ganz simple durch das Entnehmen aus dem Lade-Case, aber kann auch zusätzlich wie im Falle der Jaybird Run XT durch das Drücken des Knopfes an jedem In-Ear (ca. 3 Sekunden halten) erfolgen. Beim Ausschalten genügt es, die beiden Ohrhörer wieder in das Lade-Case einzusetzen und dieses zu schließen oder jeden Knopf für erneut 3 Sekunden gedrückt zu halten. 

Einige Hersteller setzen auf einen Master und Slave, also einen Ohrhörer der die Daten vom Smartphone empfängt und diese anschließend mit so wenig wie möglich an Verzögerung dem Slave weiterleitet. Jedoch gibt es auch True-Wireless Modelle, bei denen es keinen festen Master und Slave Ohrhörer gibt, daher können in diesem Fall beide Ohrhörer Daten empfangen und senden. Bei den Jaybird Run XT ist die erst Methode der Fall, denn hier ist der rechte Ohrhörer der Empfänger vom Smartphone und der linke erhält die Daten anschließend vom rechten.

Nun zur Steuerung über die Bedientasten. Drückt man am Master also dem rechten In-Ear kurz die Taste, wird die Musik pausiert bzw. fortgesetzt. Macht man dasselbe am linken Earbud, dann aktiviert man Siri (am iPhone) oder den Google Assistant (an sämtlichen Android Geräten). Ein Zweimaliges drücken der Knopfes am rechten oder linken In-Ear sorgt dafür, dass man einen Titel vorspringt und das Halten der Taste für 6 Sekunden setzt die Ohrhörer in den Pairing-Modus, damit man diese mit einem weiteren Gerät verbinden kann. Drückt man die Taste am jeweiligen In-Ear für 3 Sekunden, werden diese wie bereits erwähnt An-/Ausgeschaltet.

Wer wiederum lieber die Lautstärke per Tastendruck erhöhen oder Absenken möchte, kann dies in den Kopfhörer-Einstellungen in der Jaybird App tun. Dafür kann man dann aber nicht mehr die Musik steuern. Zudem vermisse ich die Möglichkeit, einen Titel zurückzuspringen. Hier hätte man z. B. das zweimalige Betätigen des rechten wie gehabt zum Vorspringen nutzen können und beim doppelt drücken des linken einen Track zurück.  

Wie bei den meisten In-Ear Ohrhörer üblich, besteht das Gehäuse aus Kunststoff. Bei den Jaybird handelt es sich jedoch auf jeden Fall um einen gut verarbeitetes und haptisch gut anfühlendes Material. Dank den Einsatz von Kunststoff sind die In-Ears nicht nur resistent gegen Schweiß, sondern auch mit knapp 7,5 Gramm pro Ohrhörer angenehm vom Gewicht.

Ladecase

Das Aufbewahrungs- bzw. Lade-Case der Jaybird Run XT In-Ear Ohrhörer besteht aus demselben Kunststoff, wie das Gehäuse der Ohrhörer. Zudem haben beide Geräte die gleiche Farbe. Das Case besitzt eine soggenante Pillen-Form und wurde logischerweise an der Unterseite für einen festen Stand abgeflacht. Das Case ist 7,5 cm lang und nimmt in der Höhe und Tiefe etwa 4 cm ein. Daher ist das Ladecase angenehm von der große und lässt sich problemlos in der Handtasche einer Frau, oder in eine Hosentasche bei einer Sporthose verstauen. Für eng anliegenden Jeans- oder Chino-Hose ist das Case aufgrund der große jedoch weniger empfehlenswert.

Das Case macht einen sehr guten und hochwertigen Eindruck und gefällt mir vom Design soweit gut. Wie üblich wird das Lasecase an einem kleinen länglichen Knopf an der Vorderseite geöffnet. Was mir dabei sehr gut gefällt, ist dass hier direkt eine Status-LED (für den Akku) im Knopf und direkt links, sowie rechts daneben eine weitere LED für den Akku-Status des jeweiligen Ohrhörer integriert wurde. Solange die jeweilige grüne LED pulsiert, wird der Akku der Ohrhörer bzw. Ladecase gerade noch aufgeladen. Sobald dieser voll ist leuchten die jeweiligen LED´s permanent auf.

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Wie für ein Ladecase von True-Wireless In-Ear Ohrhörer üblich, werden die Ohrhörer über mehrer Pins (Ladekontakte) in der Innenseite des Cases geladen. Leider hat der Hersteller, anders als viele andere Ture-Wirless In-Ear – Hersteller, keine magnetische Halterung verbaut. Somit fallen die Ohrhörer beim überm Kopf halten einfach aus dem Case heraus. Dies stört zwar soweit nicht allzu sehr, doch dennoch hätte ich mir aus Sicherheit solch eine Verbindung gewünscht. Aufgeladen wird das Ladecase über einen an der Rückseite befindlichen Micro-USB-Anschluss.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Jaybird Run XT inkl. Ladecase ist auf einem sehr guten und hohen Niveau. Sowohl das Gewicht der In-Ears selbst, als auch das des Cases ist angenehm leicht. Gesamtgewicht liegt hier bei knapp 70 Gramm.

Die Fertigung des Ladecases aus Kunststoff hat zwar den Vorteil des geringen Gewichtes, ist jedoch z. B. verstaut im Rucksack mit anderen Gegenständen anfällig gegen Kratzer. Hier hat Jaybird jedoch die matte Oberflächenstruktur nicht glatt, sonder leicht rau gestaltet, sodass Kratzer hier nicht nur kaum auffallen, sondern auch aufgrund des härteren Kunststoffes kaum entstehen. Lediglich an der hochglänzenden Unterseite fallen Kratzer schnell auf.

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Wie bereits erwähnt fühlt sich sowohl das Case, als auch die Ohrhörer sehr gut an und es gibt daran lediglich zwei Punkte, die ich bemängeln kann. Zum einen ist es natürlich wie so häufig der veralteten Micro-USB Ladenschluss am Ladecase. Klar hätte man zwar auf den aktuelleren USB-Typ-C Anschluss setzen können, doch betrachte ich die True-Wireless Ohrhörer vieler anderen Hersteller, deren Modelle zum Teil noch teurer sind, bieten auch hier die wenigsten ein USB-Typ-C Case an. Auf die Funktion hat der ältere Micro-USB Anschluss zudem ebenfalls keinen Einfluss. Jedoch finde ich den zweiten Punkt etwas störenden, denn dabei handelt es sich um die Tasten an den beiden In-Ear Kopfhörer. Diese gehen etwas zu schwer und müssen zudem in Richtung Ohrkanal betätigt werden. Dadurch drückt man sich den jeweiligen In-Ear blöderweise etwas stärker ins Ohr hinein, was nicht wirklich angenehm ist. Hier würde mich ein seitlicher Knopf oder eine Touch-Oberfläche, dann doch etwas besser gefallen.

Als Besonderheit hat Jaybird die neue Generation der Run XT nach IPX7-Zertifiziert, was bedeutet, dass diese nicht nur schweißresistent, sondern auch vollständig wasserdicht sind. Dadurch muss man sich beim Sport keine Sorgen machen, dass der Schweiß den Kunststoff angreift, oder starker regen bzw. Wasser die Elektronik im inneren zerstört.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Technische Daten des Jaybird Run XT
Art True-Wireless In-Ear Kopfhörer
Kategorie Bluetooth Kopfhörer
Farbe STORM GRAY, weitere Farbe: BLACK-FLASH
Akku integriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 4h
Akku Ladecase: 8h
Gesamt somit: 12 h
Gewicht 70 g (Ohrhörer und Ladebox)
15 g (beide Ohrhörer)
55 g (Ladebox)
Material Kunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
Konnektivität Bluetooth

unterstützte Profile: A2DP, Apt-X, AVRCP, HFP

Codec: SBC

Lautsprechertyp dynamischer 6 mm Treiber (links und rechts)
Frequenzbereich  20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
Empfindlichkeit 103 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
Impedanz 16 Ohm
Lieferumfang 1x Jaybird Run XT

je ein paar Silikon-Ohradapter-Sets (XS/S/M/L)

je ein paar O-Hooks (1/2/3/4)

1x Transport- und Ladecase

1x micro-USB Ladekabel

1x Bedienungsanleitung

Tragekomfort

Dank der guten ergonomischen Form, dem großen Umfang an Ohrtips und den soggenanten Sport-Wings, haben die Jaybird Run XT einen sehr guten und vor allem sicheren halt in den Ohren. Das Einsetzen erfolgt wie häufig bei In-Ear Kopfhörern mit Sporteinsätzen durch das „eindrehen“ in das Ohr. Dazu einfach den jeweiligen Ohrhörer nehmen, beim einsetzten nach hinten drehen und dann, sobald man merkt, dass der Wing im Ohr sitz, wieder leicht nach vorne drehen. Anschließend hält der Ohrhörer nicht nur durch den typischen Unterdruck, sondern auch zusätzlichen durch den Sporteinsatz.

Wie üblich solltet ihr euch jedoch ausreichend Zeit nehmen, dass ihr beim ersten Probetragen, das richtige paar Ohrtips und Sport-Einsätze wählt. Daher auf jeden Fall alle möglichen Kombinationen ausprobieren und testen, mit welcher Kombi ihr den besten halt und Klangbild erhaltet. Ich persönlich bin bei der Wahl der richtigen Anpassstücke wie üblich vorgegangen. Zuerst habe ich die In-Ears ohne Sporteinsätze anprobiert. Dann habe ich erst mal die richtige Ohrtips gewählt, mit denen ich den sichersten, aber zugleich auch beim Kompromiss auf den Klang den besten Sitz habe. Anschließend habe ich noch die verschiedenen Sport-Einsätze aufgezogen und auch hier ausprobiert, bis ich den sichersten halt hatte und selbst beim Kopf bewegen und schütteln nichts herausfällt bzw. sich aus dem Ohr zu lösen versucht.  

Bei vielen In-Ears ohne zusätzliche Sport-Einsätze, welche sich nicht im Ohr verankern, halten diese vor allem beim Joggen und Radfahren nicht. Dies ist daher bei den Jaybird Run XT glücklicherweise nicht der Fall, denn diese halten wirklich ausgesprochen gut und ich hatte nie das Gefühl, als würde mir während meiner Runde joggen jemals einer der beiden In-Ears aus den Ohren fallen.

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Der Tragekomfort ist ebenso wie der Halt sehr gut und selbst nach einer längeren Radtour von über eineinhalb Stunden verspürte ich keinen nervigen Druck oder Ähnliches im Ohr.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Jaybird hat in das Gehäuse der Run XT je Seite einen 6 mm Treiber verbaut. Dabei handelt es sich wie bisher üblich um eine Single-Treiber-Einheit, schließlich gibt es „bisher“ keinen Dual- oder Triple Driver True Wireless In-Ear. Schließlich würden mehrer Treiber mehr Strom verbrauchen, genauso, wie ein größerer Treiber. Zudem sollte man sich von der Größe der Treiber nicht irritieren lassen, denn größer bedeutet hier nicht Zwanghaft, dass diese einen besseren Klang erzeugen.

Beim Frequenzbereich welchen die Jaybird Run XT wiedergeben, gibt der Hersteller die typischen 20 Hz – 20 kHZ an. Dies ist soweit auch absolut ausreichend, schließlich ist dies genau der Bereich, den ein menschliches Gehör abdeckt. Alle anderen Frequenzen unter oder über diesem Bereich, kann man nicht wirklich hören. Bei der Impedanz verspricht man einen guten Wert von 16 Ohm und die maximale Ausgangsleistung liegt bei 12 mW RMS. Soweit zu den technischen Angaben, doch wie immer sagt dieser Werte zumeist sowieso nicht viel über den realistischen Klang aus. Den Zahlen können sich noch so gut anhören, aber eben der Kopfhörer nicht. Wichtig wäre jedoch noch zu wissen, ob man mit den Jaybird Run XT neben dem Standard Codec SBC, auch die wichtigen aptX (Android) und AAC (iOS) unterstützt. Leider unterstützt man hier nur den SBC-Codec, daher ist die drahtlose Audioübertragung einer nicht ganz so hohen Qualität wie mit aptX oder AAC.

Den Klangtest der Jaybird Run XT empfinde ich, mit den richten Ohrtips als sehr gut. Dank Equalizer-Einstellung in der Jaybird App und den zahlreichen zur Verfügung gestellten Klangprofilen kann das Klangbild natürlich sehr den eigenen Vorlieben angepasst werden. So kann man z. B. beim Training auf dem Laufband den Bass erhöhen, sodass die kräftigen Bässe und Beats einen förmlich motivieren. Von Werk aus ist die Klangabstimmung jedoch schon ganz gut. Der Bass bietet einen guten Tiefgang und überzeugt mit einer kräftigen Abstimmung, genau so, wie die eindringlichen Mitten, welche für eine gute Stimmwiedergabe sorgen. Die Höhen gefallen mir ebenfalls und überzeugen mit einer strahlenden und detailreichen Wiedergabe.

Selbst bei höherer Lautstärke neigen die 6 mm Treiber nicht dazu, zu übersteuern, und sind sehr pegelfest. Apropos laut, die Jaybird Run XT können sehr laut, sogar so laut, dass es mehr oder weniger auf dauer schädigend für die Ohr ist. Daher muss man sich hier definitiv keine Sorgen machen, ihr sucht Kopfhörer, die per EQ eingestellt werden könne und laut sind, dann sind die Jaybird Run XT soweit eine gute Wahl.

Damit man über die Kopfhörer auch telefonieren kann, hat Jaybird auch ein Mikrofon verbaut. Die Sprachverständlichkeit ist dabei soweit gut, jedoch könnte diese noch etwas lauter sein. Denn zumindest in lauteren Umgebungen war mir dies hin und wieder ein wenig zu leise. Beachten sollte man auch, das hier lediglich der rechte Ohrhörer, also quasi der Master den Ton überträgt. Der Linke bleibt beim Telefonieren leider stumm.

Bei der Latenz (Verzögerung zwischen Ton und Video-Bild) schneiden die Jaybird Run XT jedoch leider enttäuschend ab. Bei der Wiedergabe eines Youtube-Videos via iPhone X konnte ich eine Verzögerung zwischen einer bzw. sogar zwei Sekunden feststellen. Dies ist leider so sehr verzögert, dass es keinen Sinn macht, mit den Jaybird Run XT ein Film oder Video anzusehen. Daher rate ich euch, wenn ihr einen In-Ear Kopfhörer sucht, den ihr oft oder auch nur zwischendurch zum Filme und Videos anschauen nutzen möchte, unbedingt ein anderes Modell zu wählen. Mit den Jaybird Run XT hättet ihr definitiv keinen Spaß dran. Klanglich macht dies jedoch bei der Musikwiedergabe keinen klanglichen Unterschied.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Der Hersteller verspricht mit den Jaybird Run XT eine Akkulaufzeit von bis zu 4 Stunden. Dies hört sich soweit gut an, jedoch gibt es hier bereits Modelle, die noch einige Stunden mehr erlauben. In meinem Alltagstest kam ich bei mittlerer Lautstärke auf etwa 3,5 Stunden.

Sind die 4 Stunden Musikwiedergabe rum, müssen die In-Ear Ohrhörer wieder in das Ladecase eingelegt werden, denn schließlich können diese nur darin aufgeladen werden. Jedoch denke ich persönlich, dass die meisten unter euch die In-Ears sowieso im Ladecase aufbewahren und somit werden diese immer automatisch voll aufgeladen, bis der Akku des Cases irgendwann leer sein sollte

Das Lade und Aufbewahrungs-Case bietet bei vollem Akku die Möglichkeit, die Jaybird Run XT Ohrhörer bis zu zwei-mal wieder aufzuladen. Somit bieten die True-Wireless Ohrhörer von Jaybird eine gesamte Akkulaufzeit von max. 12 Stunden. 

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Die beiden In-Ears können wie üblich, durch das einfach einlegen in das Lasecase ausgeschaltet werden oder man drückt die beiden Hardware-Tasten an jedem Ohrhörer für knapp 3 Sekunden. Im Falle der Jaybird Run XT reicht es dabei aus, nur einen der beiden Ohrhörer auszuschalten, dabei schalten sich nämlich beide aus. Schaltet man wiederum nur den Rechten an, kann man auch nur diesen zum Musikhören nutzen, und der Linke kann ausgeschaltet bleiben. Andersrum geht dies wiederum nicht, da der Linke weder Musik empfangen kann, noch sich mit dem Smartphone koppeln kann.

Ebenso wichtig wie eine lange Akkulaufzeit, ist natürlich auch eine möglichst kurze Ladezeit der In-Ears und des Lade-Cases. Das Case wird via Micro-USB aufgeladen, diese dauert bei einer vollen Aufladung knapp 3 Stunden. Sind wiederum die Akkus der Ohrhörer leer, sollten diese für eine komplette Ladung knapp 2 Stunden im Case verbleiben. Jedoch sind die In-Ears auch mit einer Schnellladefunktion ausgestattet und so bietet eine Ladezeit von knapp 5 Minuten, eine weitere Musikwiedergabe von einer Stunde.

Bluetooth & Signalqualität

Die erste Verbindung der Kopfhörer via Bluetooth mit dem Smartphone oder jedem anderen Bluetooth fähigem Gerät, geht sehr schnell und einfach. Dies läuft soweit nicht anders ab, wie bei sämtlichen anderen Kopfhörern. Sobald man die beiden In-Ears aus dem Case genommen hat, kann man diese wie gewohnt mit dem Smartphone koppeln. Genauer gesagt, reicht es zuerst den rechten Ohrhörer aus dem Ladecase zu nehmen, Bluetooth am Smartphone zu aktivieren und in den Einstellungen nach dem Gerät mit dem Namen „Jaybird Run XT“ Ausschau zu halten. Diesen auswählen und schon kann man den zweiten Ohrhörer einschalten und dieser verbindet sich automatisch mit dem rechten In-Ear.

Kommen wir jedoch zu Reichweite der True-Wireless Ohrhörer in Verbindung zum Smartphone. Hier erreicht True-Wireless Kopfhörer den üblichen Wert von knapp 10 Metern, welchen aktuell so ziemlich alle Hersteller mit ihren True Wireless In-Ears erreichen. Daher geht dies soweit in Ordnung. Die Verbindung zwischen meinem Smartphone und den beiden In-Ears ist dabei sehr stabil und so konnte ich in meinem Testzeitraum keine Verbindungsunterbrechungen oder Aussetzer feststellen.

App

Jaybird bietet für die eigenen Kopfhörer eine App Namens „Jaybird My Sound“ an. Diese App ist kostenlos und steht sowohl für iOS Geräte, als auch Android Devices zum Download im jeweiligen AppStore bereit.

Startet man die App, landet man direkt auf der Startseite, bei der es sich um die Voreinstellung Seite handelt. Dies ist auch fast die wichtigste Seite, denn hier kann man nicht nur zahlreiche vordefinierte EQ-Einstellungen auswählen, sondern auch selbst an den Höhen, Mitten und Tiefen schrauben. Der untere Bereich mit den unterschiedlichen Seiten bleibt bei jedem Reiter gleich, zudem wird einem immer unten rechts der Akku der beiden In-Ear Ohrhörer einzeln in % angezeigt und links unten, welches Lied gerade wiedergegeben wird. Beim zweiten Untermenü handelt es sich um „Musik“ hier kann man besondere sportlich Playlist, die gerade von der Jaybird Community beliebt sind, anhören. Voraussetzung ist hierfür jedoch, dass ihr ein Konto bei Spotify habt und euch dann über die App dort anmeldet. Zudem müsst ihr euch ein Profil bei Jaybird erstellen, bei dem ihr neben eurem Namen, eure Mail noch ein selbst bestimmtes Passwort benötigt. Diese Daten könnt ihr dann im nächsten Untermenü „Profil“ einsehen und bei Bedarf ändern usw. 

  • Jaybrid Run XT App 1
  • Jaybrid Run XT App 2
  • Jaybrid Run XT App 3
  • Jaybrid Run XT App 4
  • Jaybrid Run XT App 5
  • Jaybrid Run XT App 7
  • Jaybrid Run XT App 12
  • Jaybrid Run XT App 8
  • Jaybrid Run XT App 9
  • Jaybrid Run XT App 10

    Der Name des letzten Untermenüs, verrät einem schon anhand des Namens, worum es geht, um die Kopfhörer. Hier werden einem die verbundenen Ohrhörer angezeigt, in meinem Fall die Jaybird Run XT. Direkt darunter kann man sich den letzten Standort der Ohrhörer anzeigen lassen. Damit dies möglich ist, muss man jedoch zustimmen, dass die App immer auf die GPS-Daten (Ortungsdienste) zugreifen kann. Schließlich wird einem der letzte Standort angezeigt, bei dem das Smartphone und die Ohrhörer das letzte mal in Verbindung waren. Wer daher denkt, er kann dadurch die Ohrhörer, die man irgendwo im Zimmer abgelegt hat wieder finden, denn muss ich enttäuschen, hat man dies vergessen, hilft einem die App nicht bei der genauen Suche, sonder verrät lediglich, dass diese im Haus oder der Wohnung sein sollten. Direkt daneben kann man bei Bedarf die englische Ton-Ansage beim Anschalten deaktivieren, sodass nur ein Ton ertönt. Ansonsten sagt einem die Stimme auf Englisch, dass der Akku voll ist, die Ohrhörer mit dem Smartphone gekoppelt sind usw. Im dritten Punkt kann man die Belegung der Bedienelemente ändern, jedoch ist die Belegung hier leider nicht frei wählbar, sondern in zwei Voreinstellungen vorgegeben.

    Zu guter Letzt sind darunter noch weitere Untermenüs, mit denen man sich sämtliche Ohrhörer aus dem Hause Jaybird anzeigen lassen kann. Zudem kann man die Bedienungsanleitung von sämtlichen In-Ears des Herstellers einsehen, neue Kopfhörer mit der App verbinden, neue Kopfhörer kaufen, oder sich an den Kundendienst wenden, falls es Probleme mit dem Gerät geben sollte.

    (Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

    PUNKT 3

    bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

    Beschreibung

    Mit den Jaybird Run XT verspricht Jaybird einen wahren Sport True Wireless Kopfhörer. Dabei stimme ich auch soweit zu, denn die Kopfhörer halten nicht nur hervorragend in den Ohren, sondern sind komplett nach IPX7 gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt. Zudem kann man das Klangbild via App den eigenen Geschmack anpassen und somit nicht nur in der App, sondern auch mit anderen Musik-Apps wie Apple Music, Deezer und Spotify von der angepassten Klangabstimmung profitieren.

    Eigentlich wären die Jaybird Run XT genau die richtigen Sport In-Ear Ohrhörer, da diese komplett kabellos sind und hervorragend in den Ohren halten, doch leider haben diese ein Manko, und zwar die Akkulaufzeit. Diese ist mit 4 Stunden ohne aufladen für einige Sportler sicher etwas zu kurz. Klar, wer abends eine Stunde Joggen geht oder Ähnliches dem dürfte das problemlos ausreichen, doch im Sportstudio gibt es sicherlich Leute, die dort lange Zeit sind, und anschließend weiter Musik hören möchten, daher wird es je nach eingestellter Lautstärke knapp mit der Laufzeit. Dafür wiederum kann man innerhalb von 5 Minuten die beiden Ohrhörer wieder für eine weitere Stunde mit Musik versorgen. Jedoch muss man dafür das Case unbedingt dabei haben.

    Preis/Leistung

    Die UVP der Jaybird Run XT liegt bei 179€. Das ist auf jeden Fall nicht gerade wenig Geld. Klar gibt es hier auch Teurere, doch eben noch einige mehr die sogar günstiger sind. 

    Für den geforderten Preis erhält man klanglich, und von der Verarbeitung (IPX7) sehr gute True Wireless Ohrhörer, doch leider haben diese auch schwächen. Denn gerade die hohe Latenz, sodass der Ton bei Videos bis zu 2 Sekunden verzögert wiedergeben wird, ist für viele, die gerne Filme und Videos am Smartphone unterwegs schauen, ein absolutes K. O.-Kriterium. Wer wiederum keine Videos und Filme am Smarten anschauen möchte, der kann sich die Jaybird Run XT genauer ansehen. Denn dank Equalizer kann man sich das Klangbild weitestgehend den eigenen Vorlieben anpassen. 

    Jaybird Run XT

    Zum Angebot bei


    Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

    TESTR GESAMTWERTUNG:
    4.2 von 5

    Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

    Link zum Hersteller: Jaybird.de

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