Google Nest Hub (2. Generation)
Vor Kurzem hat Google die 2. Generation des Nest Hub vorgestellt, der auf dem ersten Blick identisch wie sein Vorgänger aussieht. Neuerungen gibt es hier unter anderem bei den Mikros, damit die neue Generation euch noch besser versteht, wurde hier nun noch ein drittes Mikrofon verbaut. Außerdem hat Google etwas am Klang geschraubt, sodass dieser im direkten Vergleich etwas voluminöser klingt. Dadurch resultiert auch das etwas höhere Gewicht, was der Zusätzlichen und leicht veränderten Hardware zu Schulden ist. Zu guter Letzt hat auch der Soli-Sensor denn Einzug in den Nest Hub der 2. Generation erhalten. Dieser Sensor ist unter anderem in der Lage, auf Wunsch den Schlaf der Person, welche vor dem Display schläft, zu analysieren. Sollte dies gewünscht sein, müsste das smarte Display in diesem Fall auf eurem Nachtisch neben euch stehen, denn in der Küche oder dem Esszimmer bringt es euch nichts, sofern ihr nicht vorhabt, in diesen Räumen zu schlafen. Außerdem ermöglicht der Sensor euch den Nest Hub der 2. Generation mithilfe von Gesten zu steuern, wie es z. B. auch im Google Pixel 4 der Fall war.
Gefällt uns
- umfangreicher Funktionsumfang dank Display
- zahlreiche Sensoren
- sehr guter Sprachassistent
Gefällt uns weniger
- Klang besser als beim Vorgänger, aber immer noch schwach
- Schlaftracking eventuell nur 1 Jahr kostenlos
- kein ZigBee
- alter Hohlstecker-Anschluss
Google-Store bei Amazon
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Den Nest Hub der 2. Generation liefert Google in einer nahezu identischen Verpackung wie dessen Vorgänger aus, nur dass man hier bei der neuen Generation die Darstellung etwas verändert hat.
Angefangen an der Vorderseite, hier präsentiert sich der neu Google Nest Hub der 2. Generation mit seinem neuen Interface, bei dem nun mehrere Kacheln gezeigt werden, welche zugleich mehrere Informationen anzeigen. Das Google-Logo und die Bezeichnung des Produktes findet man direkt an derselben Stelle wie beim alten Hub, nämlich oben links, während man nun neue, im unteren linken Rand informiert wird, dass es sich um die 2. Generation des Nest Hub handelt und dieser weiterhin ein 7-Zoll Display besitzt. Zu guter Letzt sieht man in der rechten Ecke noch den bekannten Sprachbefehl für den Google Assistant „Hey Google“, bei dem dieser einem daraufhin die Frage beantwortet oder den Befehle ausführt.
An der rechten Seite erwähnt Google zahlreiche Funktionen, welche man mit dem Nest Hub der 2. Generation ausführen kann, zu denen zum einen der neue Tageslichtwecker und der neue Schlafsensor zählen. Direkt gegenüber an der linken Seite werden zahlreiche Beispiele aufgezählt, welche man den Google Assistant fragen kann und zudem sind hier einig der wichtige kompatiblen Apps aufgelistet, zu denen Youtube, Netflix, Spotify und einig weitere zählen.
Betrachtet man die Rückseite, wird hier einem ein großes Bild dargestellt, auf dem man den Nest Hub der 2. Generation auf einem Sideboard stehen sieht, jedoch macht er eigentlich aufgrund des neuen Schlafsensors auch weiterhin wie sein Vorgänger auf dem Nachttisch eine sehr gute Figur. Zu guter Letzt findet man an der Unterseite noch die üblichen technischen Anforderungen im klein gedruckten sowie die Farbe des Gerätes und eine Auflistung des Lieferumfangs.
Hebt man den Deckel an, erblickt man direkt den neuen Google Nest Hub der 2. Generation, welcher in der bereits vom Vorgänger bekannten Schutzfolie verpackt wurde. Das Display zeigt dabei nach oben und wird durch die Verpackung bestens geschützt. Entnimmt man den Nest Hub samt Zellulose-Einleger aus der Verpackung, findet man darunter noch eine kleine Kurzanleitung sowie Sicherheitshinweise und das bereits vom alten Nest Hub bekannte 1,50 Meter lange Netzkabel.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Bei der Größe und dem Design hat sich auf den ersten Blick beim neuen Google Nest Hub der 2. Generation nichts gegenüber seinem Vorgänger verändert, dieser nimmt weiterhin eine Standfläche von ca. 180 x 120 mm ein. Auch dieses Modell wird von Google in der Farbe Carbon (mein Modell) und Kreide angeboten. Außerdem setzt Google hier den Trend von recycelten Kunststoff fort und so kommt auch hier wie bereits beim Google Nest Mini und dem Google Nest Audio rund 54 Prozent wiederverwerteter Kunststoff zum Einsatz.
Durch sein schlichtes Design lässt sich der Nest Hub nahezu überall im gesamten Haus oder der Wohnung platzieren, vorausgesetzt ihr habt am Wunschort eine Steckdose vorhanden, von denen es im Altbau gelegentlich gerne mal knapp zugeht. An der Vorderseite erblickt man direkt das kompakt 7 Zoll (knapp 18 cm) große Touch-Display, um welches weiterhin der knapp 12 mm breite weiße Rahmen verläuft. Hier findet man mittig im oberen Teil den Umgebungslichtsensor sowie zwei der insgesamt drei Mikrofone und eine kleine rote LED. Letzteres zeigt einem dabei direkt an, wenn die Mikrofone stummgeschaltet wurden, von denen das zusätzliche neue Mikrofon vermutlich im Stoff am Fuß integriert wurde, denn im Bereich des Displays konnte ich hier keine neue Öffnung dafür finden.
Der Umgebungslichtsensor passt, wie der Name schon vermuten lässt, die Helligkeit des Displays automatisch an das Umgebungslicht des Nest Hub der 2. Generation an. Die drei verbauten Mikrofone wiederum dienen wohl der wichtigsten Funktion, nämlich der, dass euch der Sprachassistenten im Raum verstehen kann. Damit dies nun noch zuverlässiger funktioniert, hat Google hier wie bei den anderen neuen Sprachassistenten nun auch hier noch ein drittes Mikrofon verbaut. Da Google den eigenen Aussagen nach die Privatsphäre sehr wichtig ist, hat man an der Rückseite des Displays einen Schieberegler integriert, über welchen man mechanisch die Mikrofone Stummschalten kann. Zudem findet man hier neben der Lautstärkeregulierung via Touch am Display auch eine Lautstärkewippe an der Rückseite.
Von hinten betrachtet erblickt man den mit Stoff bespannten Standfuß, indem an der Rückseite der neue Breitbandlautsprecher verbaut wurde, welcher einen kräftigeren Klang erzeugen soll, ob dies auch wirklich so ist, verrate ich euch im weiteren Verlauf des Testberichts. Die Rückseite bzw. der Stoff ist mit dem des Google Nest Audio identisch, sodass es sich beim „Kreide“ Modell um einen hellgrauen und beim „Carbon“ Modell um einen dunkelgrauen Stoff handelt, während das Display bei beiden Modellen in Weiß gehalten wurde.
Der Google Nest Hub wurde sehr schlicht gehalten, sodass man als Laie im ausgeschalteten Zustand vielleicht nicht direkt erkennen würde, dass es sich um ein Produkt aus dem Hause Google handelt. Hier gibt einem nur das sehr kleine und dezent platzierte „G“ an der Rückseite auf dem Standfuß einen kleinen Hinweis, wobei ein Laie hierbei sicherlich nicht direkt auf Google tippen würde. Sehr Schade finde ich persönlich, dass Google hier weiterhin auf denselben Hohlstecker mit dickem Netzteil setzt. Nicht nur ärgerlich, dass hier das Netzteil in der Steckdose sehr klobig ist und bei einer Mehrfachsteckdose gerne direkt mehrere Steckplätze abdeckt, sondern auch, dass man hier immer noch auf diesen sehr exotischen Anschluss setzt, anstelle von USB-C.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Mit der Verarbeitung des Google Nest Hub der ersten Generation war ich bereits zufrieden und da sich hier rein äußerlich nichts Gravierendes verändert hat, bin ich damit auch bei der neuen 2. Generation zufrieden. Klar, hier gibt es noch etwas Luft nach oben, man hätte den Rand des Displays reduzieren können und dabei zugleich das Display vergrößern können oder eben endlich von dem Hohlstecker auf USB-C umstellen können, doch beides stört im Alltag beim Nest Hub der 2. Generation nicht sonderlich.
Schließlich ist es hier so hat man das Gerät mithilfe des 150 cm langen Kabel erst einmal angeschlossen und aufgestellt, dann bleibt dieses eigentlich auch an diesem Ort und wird nicht umhergetragen. Damit ein sicherer Stand gewährleistet wird, hat Google auch hier wie bei sämtlichen anderen smarten Lautsprechern die komplette Unterseite mit einer weißen Gummischicht versehen, die für ausreichend halt sorgt.
Der Stoff an der Rückseite fühlt sich soweit ebenfalls sehr gut an, lediglich die matte graue Kunststoffrückseite neigt meiner Meinung zu leicht zum Verkratzen und ist etwas zu anfällig gegenüber fettige Finger. Bei mir z. B. ist es auch hier wie beim Vorgänger schon beim Entfernen der Folie dazu gekommen, dass ich hier teils einige feine Kratzer erkennen konnte.
(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
| Sprachassistenten-Art | Sprachassistent mit Touch-Display |
|---|---|
| Farben | Carbon (Grau) und Kreide (Weiß) |
| Displaygröße | 7 Zoll (ca. 17,8 cm) |
| Abmessungen/Gewicht | 120,4 x 177,4 x 69,5 mm (HxBxT) / Gewicht: 558 Gramm |
| Lautsprecher | Breitbandlautsprecher mit 43,5-mm-Treiber (nach hinten gerichtet) |
| Material | Kunststoff/Stoff |
| Konnektivität | IEEE802.11 b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz) Wireless-Netzwerk, Bluetooth 5, integrierte Chromecast-Technologie und 802.15.4 (bei 2,4 GHz) Thread – Funktionalität noch nicht verfügbar |
| Stromversorgung | 15 Watt Netzteil mit einer länge von 150cm |
| Sensoren | Soli-Sensor für Motion Sense EQ-Umgebungslichtsensor Temperatursensor |
| Lieferumfang | 1x Google Nest Hub (2.Generation) 1x 15 Watt Netzteil (150 cm lang) 1x Kurzanleitung |
Installation und Einrichtung
Bereits die Einrichtung des ersten Google Nest Hub war wirklich sehr einfach, doch die des neuen ist nochmals etwas einfacher geworden. Um den Google Nest Hub der 2. Generation einzurichten, benötigt man wie für alle Smart Home Produkte aus dm Hause Google die kostenlos Google Home-App. Dies App steht kostenlos im Appstore für iOS-Geräte und im Google Play Store für Android-Geräte zur Verfügung.
Zur Einrichtung versorgt man den Google Nest Hub der 2. Generation direkt mit Strom und wartet, bis dieser hochgefahren wurde und den Hinweis anzeigt, dass man die Google Home App herunterladen soll. Dies hatte ich soweit schon zuvor, da ich die App schon für andere Geräte von Google nutze. Neu ist, dass wir direkt im Stadtbildschirm gefragt wird, ob ihr den Nest Hub anrichten wollt, was noch direkter und einfacher den Einrichtungsvorgang startet. Anschließend wählt man in der App, dass man ein neues Gerät einrichten bzw. verbinden möchte und schon sucht die App nach einem neuen Gerät. Ist der Nest Hub gefunden, muss man den QR-Code auf dem Display abscannen und schon richtet man den Hub einfach ein und befolgt hierzu die Anweisungen in der App, bei der man dann z. B. den Aufstellungsort (Raum) angibt, indem der Nest Hub aufgestellt wird. Während der Einrichtung müsst ihr auch kurz euer WLAN-Netzwerk auswählen, das Passwort wiederum, übermittelt automatisch euer Smartphone und sobald danach die Verbindung erfolgreich hergestellt wurde, macht der Google Nest Hub automatisch ein Firmwareupdate auf die neuste Software.
In dieser Zeit darf man auf dem Smartphone den Google Assistant für den Nest Hub einrichten. Dazu muss/darf man hier einigen Zugriffsberechtigungen zustimmen und kann Voice-Match einrichten, sodass der Nest Hub der 2. Generation bzw. der darin integrierte Google Assistant automatisch weiß, dass ihr einen Befehl ausgesprochen habt und nicht der/die Partner/-in bzw. die Kinder einen Befehl gegeben bzw. ausgesprochen haben. Danach wird man gefragt, ob man einen der kompatiblen Musikdienste mit dem Google Nest Hub der 2. Generation verknüpfen möchte. Hierbei steht Spotify, Youtube Music, Google Play Musik, Deezer und inzwischen auch Apple Music zur Auswahl. Im nächsten Schritt folgen dann noch die Streaming-Dienste wie Maxdom, Amazon Prime und Netflix, welche man dann ebenso wie die verknüpften Musikdienste direkt über den Nest Hub via Sprachbefehl anhören bzw. anschauen kann.
Im weiteren Verlauf der Einrichtung kann man dann den Dienst Google Duo einrichten, sodass man mit anderen mit dem Dienst kompatiblen Produkten telefonieren kann (in diesem Fall dann aber nur im Audio-Format, da keine Kamera verbaut ist). Anschließend werdet ihr noch gefragt, ob der Nest Hub im Standby-Modus Bilder eurer Galerie, die ihr ausgewählt hab, anzeigen soll, also quasi ähnlich eines digitalen Bilderrahmens.
Zu guter Letzt kann das neue Schlaftracking, welches über den neuen Soli-Sensor aufgezeichnet wird, auf Wunsch aktiviert werden und man wird noch ausführlich auf dessen Funktion hingewiesen. Diese soll laut den Angaben in der App auch das Schnarchen usw. aufzeichnen und wird mit Google Fit synchronisiert. Dabei muss man dann auch einen Schlafrhythmus einstellen, wodurch ihr dann morgens durch den Tageslichtwecker sanft aus dem Schlaf geholt werdet. Für das Schlaftracking zeigt euch danach der Nest Hub noch, wie die neuen Funktionen funktionieren und auf was man dabei genau achten sollte.
(Installation & Einrichtung: 4 von 5 Punkten)
Funktionsumfang
Würde man beide Google Nest Hub Generationen nebeneinanderstellen, dann würde ein Laie den kleinen Äußerlichen unterschied, unter Umständen gar nicht feststellen. Neu ist hier nämlich das nahtlosere Design des Displays, da beim Nest Hub der 2. Generation die graue Lippe rund und um das Display verschwunden ist.
Im Inneren hat sich dagegen etwas mehr getan, denn hier hat man nun einen 43,5 mm großen Breitbandlautsprecher verbaut, der laut Google einer Steigerung des Basses von 50 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell bieten soll. Dies war auch zwingend erforderlich, denn der Nest Hub der 1. Generation klang insgesamt doch sehr höhenbetont und von Bass konnte man hier nicht wirklich reden. Auch der interne Prozessor wurde verbessert und so werkelt im Inneren nun ein Quad-Core-ARM-CPU mit 64 Bit und 1,9 GHz, sodass Befehle insgesamt etwas schneller ausgeführt werden. Dennoch habe ich hier im Test teils festgestellt, dass alles noch minimal verzögert abläuft, was jedoch hoffentlich via Software-Updates verbessert wird.
Der Nest Hub der 2. Generation hat zahlreiche Funktionen, die man zum Teil jedoch bereits auch in der 1. Generation geboten bekam, aber es gibt auch einige neue Funktionen doch der Reihe nach. Beim Nest Hub der 2. Generation kann man den Übersetzungsmodus nutzen, hat die Möglichkeit, direkt am Nest Hub Filme und Serien via Netflix und Co. anzusehen, kann Smarthome-Geräte steuern, einfach Musik hören, YouTube Videos ansehen, Nachrichten, die auf dem Smartphone eingehen, lesen und selbstverständlich all das tun, was man auch mit einem anderen Produkt mit integriertem Google Assistant machen kann. Zudem kann der Nest Hub selbstverständlich als digitaler Fotorahmen verwendet werden, was bei diesen Produkten, also Smart-Speaker mit großem Display sehr beliebt ist.
Neu ist beim Google Nest Hub 2 gegenüber dessen Vorgänger, dass man nun dank des neuen Soli-Sensors den eigenen Schlaf aufzeichnen kann, sofern man diese Funktion aktiviert hat und diesen auf den Nachtisch neben dem Bett platziert. Dabei nutzt der Nest Hub die drei Mikrofone und den neuen Soli-Sensor, bei dem es sich um ein Radar handelt, um den Schlaf der Person vor dem Display zu analysieren. Außerdem werden zudem noch der EQ-und Umgebungslicht- und ein Temperatursensor dazu verwendet, um euch unter anderem am Morgen, sobald ihr von dem sanft weckenden Tageslichtwecker geweckt worden seid, mit den Daten, die aufgezeichnet wurden, zu versorgen. Zudem werden diese sofern vorhanden mit Google Fit synchronisiert, bei dem es sich um eine App handelt wie bei Apple die App Namens „Health“, in der sämtliche Daten wie der Puls usw. der über kompatible Geräte aufgezeichnet wird, übertragen werden. Sleep Sensing, wie das Aufzeichnen des Schlafes bei Google genannt wird, verwendet Motion Sense und erkennt, wenn ihr euch in der nachts bewegt, schnarcht oder hustet und dies erfahrt ihr dann am nächsten Morgen ebenfalls.
Weitere neue Funktionen des Google Nest Hub der 2. Generation ist die Gestensteuerung, welche ebenfalls durch den Soli-Sensor erkannt wird. Dadurch kann man z. B. durchs Heben der flachen Hand vor das Display die Musikwiedergabe stoppen. Dabei sendet der Radar (Soli-Sensor) sogenannte elektromagnetische Welle ab, welche dann auf die Hand, die vor das Display gehalten wird, treffen und dadurch kann der Sensor erkennen, was für eine Geste es ist und führt den entsprechenden Befehl aus. Dabei ist es jedoch sehr wichtig, dass ihr die Geste schnell ausführt, also mit eurer Hand schneller auf das Display zukommt. Ansonsten wird der Befehl nicht erkannt, was auch gut ist, denn sonst würde jedes Mal, wenn ihr mit der Hand am Display vorbeikommt, die Musik angehalten werden.
Zu guter Letzt beherrscht der neue Nest Hub noch das Netzwerkprotokoll Thread, welches z. B. auch beim HomePod mini zum Einsatz kommt. Damit kann man später smarte Geräte noch einfacher verbinden und steuern. Die Betonung liegt hier jedoch bei Später, denn hier handelt es sich aktuell nur um eine Vorbereitung, die Funktion ist aktuell noch nicht freigeschaltet. Google Duo-Anrufe sind wie beim Vorgängermodell weiterhin möglich, aufgrund der fehlenden Kamera am Nest Hub bleibt euer Bild jedoch bei eurem Gegenüber leer, während ihr eure Gesprächspartner/-in sehen könnt.
(Funktionsumfang: 4 von 5 Punkten)
Display und Lautsprecher
Das Display des Google Nest Hub der 2. Generation ist unverändert und somit weiterhin 7-Zoll groß. Ebenso beträgt die Auflösung weiterhin 1024 x 600 Pixel, was einer Pixeldichte von 170 PPI entspricht. Das ist natürlich weiterhin kein gestochen scharfes Display, doch für die alltäglichen Anwendungen, welche man mit dem Google Nest Hub tun kann, absolut ausreichend. Man kann hier zwar wie erwähnt auch Filme oder Serien über Netflix usw. ansehen, doch aufgrund des doch sehr spiegelnden Displays und dessen Größe vermute ich, dass dies nicht jeder machen wird, sondern lieber den Fernseher oder ein Tablet zur Hand nimmt.
Der Displayrand ist weiterhin rund um das Display relativ breit gehalten, was mich zwar schon beim Vorgänger etwas gestört hat, doch da dies bisher noch kein anderer Hersteller bei diesen Geräten besser gemacht hat, lasse ich dies nicht negativ in die Rezension einfließen.
Beim Aufstellort solltet ihr beim Nest Hub weiterhin darauf achten, dass sich hier keine direkte Lichtquelle gegenüber befindet, wie z. B. ein Fenster oder eine Lampe. Diese Dinge würden sich nämlich teils sehr im Display spiegeln, was je nachdem, was ihr mit dem Nest Hub machen möchtet, etwas stören könnte. Ansonsten lässt sich das Display dank einer hohen max. Helligkeit gut ablesen und passt sich dank Helligkeitssensor immer dem aktuellen Umgebungslicht an.
Beim Lautsprecher verspricht Google bei max- Lautstärke eine Verbesserung des Basses um 50 % gegenüber dem Vorgängermodell. Der Lautsprecher ist weiterhin nach hinten gerichtet, somit finde ich dies weiterhin nicht optimal gelöst, denn wenn der Treiber nach vorne gerichtet wäre, würde das gesamte Klangbild besser zum Hörer kommen. Bei uns, wo der Nest Hub in der Küche auf der Kücheninsel steht, ist dies zwar wiederum gut, da so der Klang in die Richtung Wohn-/Esszimmer gerichtet wird, doch dies ist nicht bei jedem von Vorteil.
Viel hat sich klanglich leider jedoch nicht getan, der Klang ist zwar ausreichend, mehr aber auch nicht. Für die dezente Beschallung im Schlafzimmer oder im Büro auf dem Schreibtisch reicht der solide Klang zwar aus, aber bei der allgemeinen Musikwiedergabe sind viele andere reinen Lautsprecher deutlich besser geeignet. Das Klangbild klingt zwar allgemein voluminöser und der Bass ist wirklich kräftiger, aber da dieser beim Vorgänger echt sehr mager war, sind 50 % Steigerung nicht gerade viel.
(Display und Lautsprecher: 3,5 von 5 Punkten)
Stromverbrauch
Der neue Google Nest Hub lässt sich weiterhin nicht manuell oder via Sprachbefehl abschalten. Sodass dieser, sofern dieser permanent am Stromnetz angeschlossen ist, auch Strom verbraucht. Sagt man hier „Hey Google schalte das Display aus“, dann wird zwar das Display auf den ersten Blick abgeschaltet, jedoch merkt man dann schnell, dass es nur sehr stark abgedunkelt wurde. Ausschalten lässt sich der Google Nest Hub nur, wenn man diesen vom Stromnetz trennt.
Das Netzteil, welches Google hier mit im Lieferumfang beilegt, liefert eine maximale Leistung von 15 Watt. Im Stand-by-Modus benötigt der Google Nest Hub der 2. Generation im Schnitt etwas über 3 Watt (bei 100 % Helligkeit). Im alltäglichen Gebrauch hab ich mit meinem Stromkostenmessgerät einen Wert von 4 bis 5 Watt erreicht. Sodass der Stromverbrauch aufgrund der neuen Sensoren, zusätzlichen Mikros und des neuen Treibers minimal gestiegen ist.
Hier eine kleine Tabelle, welche zeigt, was der Google Nest Hub (2.Generation) im Einsatz im Stand-by und durchschnittlichen Betrieb verbraucht.
| pro Tag | 0,10 kWh/ bei 24 h im Standby-Betrieb | 0,15 kWh/ beim alltäglichen Betrieb (realistischer Wert) |
|---|---|---|
| in der Woche (7 Tage) | 0,67 kWh/ bei 24 h im Standby-Betrieb | 0,90 kWh/ beim alltäglichen Betrieb (realistischer Wert) |
| im Monat (4 Wochen) | 2,69 kWh/ bei 24 h im Standby-Betrieb | 4 kWh/ beim alltäglichen Betrieb (realistischer Wert) |
| im Jahr | 34,94 kWh/ bei 24 h im Standby-Betrieb | 45 kWh/ beim alltäglichen Betrieb (realistischer Wert) |
(Stromverbrauch: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Mit dem Nest Hub der 2. Generation bietet Google den Nachfolger des ersten Sprachassistenten mit Display an. Dieser wurde teils mit neuen Funktion und Verbesserungen versehen, welche die neue Generation zwar besser, aber nicht perfekt machen.
Man kann mit diesem Produkt natürlich mehr machen als mit einem reinen Sprachassistenten ohne Display, doch diese Stärken reizt Google meiner Meinung nicht ganz aus. Hier hätte man das Gerät noch etwas größer bauen können, damit ein besser Klang geboten wird und zudem wäre eine Kamera wünschenswert, sodass man bei Google-Duo usw. auch dem gegenüber ein Live-Bild liefern kann. Zudem sollte man endlich vom Hohlstecker auf USB-C umrüsten, denn dieser Anschluss ist aktuell die Zukunft und leichter bei einem defekt zu ersetzen.
Preis/Leistung
Mit einer UVP von 99,99 € ist der Google Nest Hub (2. Generation) günstiger als das Vorgängermodell zu seinem damaligen Marktstart und zudem auch das aktuell günstigste smarte Display. Knapp dahinter folgt hier erst der Amazon Echo Show 8 mit knapp 130€ (UVP). Der Preis des Nest Hub ist hier bisher sehr stabil, sodass die UVP auch aktuell noch der Bestpreis ist.
Zwar wurde der Google Nest Hub 2. Generation gegenüber seinen Vorgänger verbessert, doch dennoch hat dieser weiterhin ein paar schwächen. Als Rezept-Assistent, der mir zudem meine Playlist beim Kochen und Backen abspielt, eignet sich dieser zwar wunderbar, doch um ein großes Zimmer zu beschallen, fehlt diesem einfach das Volumen. Dafür kann die neue Generation nun via Gesten gestreut werden, was überraschend gut funktioniert hat und er kann durch den Soli-Sensor und seinen Mikros den Schlaf sehr gut aufzeichnen. Jedoch müsste ich mich somit zwei Geräte kaufen, da ich diesen zu Schade finde, um ihn nur auf dem Nachtisch stehen zu haben, um meinen Schlaf aufzuzeichnen und unter dem Tag dann wiederum in die Küche zu tragen und dort anzuschließen. Außerdem vermisse ich hier eine Kamera, die ich z. B. bei Google-Duo usw. nutzen könnte, denn hier liefern andere Hersteller bei einem geringfügig höheren Preis ein besseres Gesamtpaket.
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testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Link zum Hersteller: store.google.de








































































