LG 360 Cam

In diesem Testbericht geht es um die LG 360 Cam. Mit dieser Kamera liefern die Südkoreaner ein Gadget für Rundum-Videos und Bilder. Im Gegensatz zum Cam-Plus Modul wird diese nicht an das LG G5 gesteckt, vielmehr wird die kleine Kamera per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Somit ist das Anbringen und die Positionierung flexibler. Ob die LG 360 Kamera überzeugen kann, erfahrt ihr weiter unten.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Kamera selbst wird auf der vorderen Seite links unten recht groß präsentiert. Im Hintergrund darf natürlich die limettengrüne Farbe nicht fehlen. Die aufgedruckten Informationen sind in englischer Sprache und beinhalten nur das Nötigste.

Lg 360 Cam
Lg 360 Cam 2
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Der Lieferumfang hält sich in Grenzen, denn außer der Kamera, ein USB-C-Kabel und einer umfangreichen Anleitung bringt der Karton nicht zum Vorschein. Die Kamera befindet sich in einem Hartplastik-Etui und ist somit vor Transportschäden bestens geschützt. (Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

Das Design der LG 360 Cam ist LG gut gelungen und wurde gleich so konzipiert, dass sie auch handlich ist. Die Kamera selbst ist gerade mal ca. 9,5cm hoch, 4cm breit und ca. 2,5cm tief. Dadurch kann die Kamera auch gut verstaut werden und nimmt wenig Platz in Anspruch beim Transport. (Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Kamera liegt sehr gut in der Hand und an der Verarbeitung gibt es nichts zu beanstanden. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, wirkt aber dennoch sehr wertig. Durch die gummierte Oberfläche an der unteren Seite, ist sie zu dem Rutschfest, leider aber nicht Wasserdicht.

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Die im Lieferumfang inbegriffene graue Schutzkappe schützt die beiden Linsen vor Staub und Kratzern. Mit einem Gewicht von 97 Gramm ist sie ein echtes Leichtgewicht. Die Bedientasten sind durchdacht positioniert. (Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)


PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Bedienung

Seitlich an der 360-Cam ist der Power-Button, ein Betriebs-/Akku LED Leuchte sowie zwei weitere Leuchten, wo die gewählte Aufnahme-Methode (360 oder 180 Grad) anzeigt. Der Auslöser ist unter einer der beiden Linsen positioniert. An der Unterseite präsentiert sich das klassische Stativgewinde, direkt daneben unter einer Klappe ist ein microSD-Slot und der USB-Typ-C-Port zu finden.
LG weist in der Beschreibung darauf hin, dass die LG 360 Cam Standalone (ohne PC oder Smartphone) benutzt werden kann. Im Test hat sich gezeigt, dass das durchaus gut funktioniert, leider aber nur im 360 Grad Modus. Drückt man den Auslöser nur kurz, wird ein Bild geschossen. Drückt man den Auslöser etwas länger, wird die Aufnahme von einem Video gestartet.

Aber das Ganze bringt ein Nachteil mit sich, denn somit ist es natürlich unmöglich ein Foto oder Video zu machen, bei dem man nicht selbst mit drauf ist. Zusätzlich lassen sich keine Einstellungen ändern. Somit ist die Standalone-Bedienung sehr eingeschränkt.Viel besser lässt sich die Kamera in Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet verwenden. Die LG 360 Cam unterstützt nämlich WLAN sowie Bluetooth und kann somit ganz einfach zusammen mit der dazugehörigen App über das Smartphone gesteuert werden. Dazu geht man auf dem G5 in den vorinstallierten „Friends Manager“ und installiert von dort aus den „360 Cam Manager“. Über den Play Store geht das übrigens auch.
Die Kamera ist nicht ein „only for“ LG oder Android Gadget, daher geht diese mit dem dazu benötigten iOS App „LG 360 CAM“ auch auf dem mobilen Betriebssystem von Apple.Mithilfe des „360 Cam Manager“ ist es möglich, Einstellungen vorzunehmen, die Kamera zu steuern und die Bildergalerie einzusehen. Die App ist übersichtlich gestaltet und funktioniert ohne Probleme.
Es ist möglich über die App ein Live-Bild der Aufnahme anzusehen, jedoch ist diese nicht ganz ruckelfrei und wird in einer deutlich niedrigeren Bild-Qualität dargestellt, als die LG 360 Cam technisch kann. (Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)

Technik

Damit die LG 360 Cam wie der Name schon sagt ein 360-Grad-Bild aufnehmen kann, setzt LG auf die Zwei-Linsen-Konstruktion, die jeweils Rücken an Rücken in einem handlichen Gehäuse untergebracht sind. Jede davon löst in 13-Megapixeln auf und verfügt über einen Bildwinkel von circa 200-Grad. Bei einem 360-Grad knipsen beide Kamera-Linsen ein Foto und die Software setzt die Bilder zu einer interaktiven Kugel zusammen.Die 360 Cam lässt die Wahl, ob man mit einer oder beiden Linsen gleichzeitig eine Aufnahme machen möchte.

Der fest verbaute Akku besitzt eine Kapazität von 1200 mAh. Laut Hersteller reicht eine Akkuladung für ca. 70 Minuten Videoaufnahme, was durchaus ausreicht. Die maximale Aufnahmelänge der einzelnen Videos ist allerdings auf 20 Minuten und 4 GB beschränkt.
Die Kamera verfügt über einen internen 4 GB Speicher, jedoch werden die Kameras ohne externe Speicherkarte nicht aktiviert. Laut Handbuch werden von der LG 360 Cam Speicherkarten bis zu 2 Terabyte unterstützt.
Ton wird von der Cam ebenfalls aufgenommen, dafür sind gleich drei Mikrofone verbaut. Diese nehmen 5.1 Surround Sound auf. (Technik: 3,5 von 5 Punkten)

Bild- und Videoqualität

Jede Linse der Kamera zeichnet mit 13 Megapixeln auf. Daraus ergibt sich eine maximale Fotoauflösung von 5660 x 2830 Pixeln. Bilder erreichen somit eine Auflösung von 16 Megapixeln. Diese Auflösung ist enorm für so eine kleine Kamera, aber dabei ist zu beachten das sich, das Ganze wieder relativiert, da man beim Betrachten normalerweise nur einen kleinen Ausschnitt des Fotos sieht. Die Auflösung von Videos ist mit 2560 x 1280 Pixeln (1440p (2K)) bei 30 Bildern pro Sekunde etwas niedriger. Bei Videos macht die 360-Grad-Funktion richtig Laune. Dabei ist es eigentlich egal wie man die Kamera befestigt oder gehalten hat, denn bei den Videos kann im Nachhinein per Touch in jede beliebige Richtung geschwenkt werden. Ein kleiner Kritikpunkt bei Videoaufnahmen: der Ton kommt viel zu leise an.(Bild- und Videoqualität: 2,5 von 5 Punkten)


PUNKT 3

bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die technischen Daten entsprechen der Realität. LG´s Aussagen wie „Kompakt und smart – die sphärische Kamera von LG“ trifft vollkommen zu. Die 360-Grad-Kamera ist unglaublich klein und kann somit ganz einfach überall hin mitgenommen werden.

Preis/Leistung

Der Preis der LG 360 Cam war bei der Markteinführung 279 EUR (in D/A). Inzwischen ist kleine Kamera einige Monate auf den Markt und für knapp 170 EUR verfügbar. Die Farbauswahl beschränkt sich leider nur auf Silber und Titan.
Bei der LG 360 Cam handelt es sich nicht um ein Modul, sondern um einen „Freund“ des LG G5. Dadurch ist die Kamera nicht auf die Nutzung am G5 beschränkt. Sondern kann auch für andere Smartphones, auf denen mindestens Android 5.0 Lollipop installiert ist, aber auch mit dem iPhone ab iOS 8 oder neuer verwendet werden.
Dennoch harmoniert sie mit dem LG-Smartphone am Besten.
Das nachträgliche Schwenken in den aufgezeichneten 360-Grad-Videos macht sehr Laune. Die Fotos hingegen lassen bei der Qualität einige Wünsche offen. Wer bereit ist knapp 170 Euro für die Kamera zu blechen und vielleicht ein LG G5 sein Eigen nennen kann, bekommt damit ein durchaus gutes „Add-On“. Wenn man etwas günstiger in die 360-Grad-Welt einzusteigen möchte, hat mit der LG 360 Cam eine mittlerweile günstige Möglichkeit.


Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

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