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Dreame L50 Ultra AE

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TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku-Betrieb mit automatischer Ladestation
Akku-ArtLithium-Ionen-Akku, ca. 5.200 mAh
NavigationLiDAR-Lasernavigation, Hindernissensoren, Absturzsensoren, Wandsensoren, Bumper, LED-Licht
FarbeWeiß; weitere Farben: Schwarz
Lautstärkeca. 60–65 dB (Standard), bis 75 dB (Max), Wischen ca. 50–55 dB
HauptbürsteZentrale Walzenbürste (für Hartboden & Teppich geeignet)
SeitenbürsteAusfahrbar (nach rechts) für verbesserte Kantenreinigung
WischsystemZwei rotierende Mopps, davon einer ausfahrbar (nach rechts)
FormRund
Betriebszeitbis zu 180–200 Minuten (je nach Modus)
Saugleistungbis zu 28.000 Pa
MaßeSaugroboter: ca. 35,0 × 35,0 × 9,7–10,4 cm (L × B × H), Reinigungsstation: ca. 35,0 × 45,7 × 59,0 cm (B × T × H)
Gewicht4 kg Saugroboter 9,12 kg Reinigungsstation
LieferumfangSaugroboter
Reinigungsstation
2x Wischpad-Halterungen inkl Mop
1x zusätzlicher Staubbeutel (insgesamt 2)
Reinigungsmittel (ca. 200 ml)
Basisstations-Rampen-Erweiterung
Schnellstartanleitung + Handbuch
Technische Daten des Dream L50 Ultra AE

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Installation des Dreame L50 Ultra AE gestaltet sich als angenehm unkompliziert und ist auch für Nutzer ohne Vorkenntnisse zügig durchführbar. Bereits nach dem Auspacken wird ersichtlich, dass zahlreiche Komponenten vormontiert sind, um den Einstieg in die Nutzung zu erleichtern. Folglich ist der Aufwand bis zur ersten Reinigung minimal.

Die Reinigungsstation ist zunächst an einem geeigneten Standort zu positionieren. Es ist sicherzustellen, dass ein ausreichender Freiraum um die Station vorhanden ist, um ein problemloses Andocken und Ausfahren des Roboters zu gewährleisten. Anschließend sind die oberen Abdeckungen zu öffnen. Der Frischwassertank ist mit Wasser zu befüllen, während der Schmutzwassertank leer bleibt. Im unteren Bereich der Station befinden sich der Staubbeutel sowie das Fach für das Reinigungsmittel. In den kleinen anthrazitfarbenen Behälter ist das im Lieferumfang enthaltene Reinigungsmittel einzufüllen, sodass die Station dieses später automatisch dosieren kann. Der Staubbeutel ist bereits platziert und jederzeit leicht zugänglich.

Nach erfolgreicher Vorbereitung der Station wird der Roboter für den Einsatz bereitgestellt. Schutzfolien und Transportsicherungen sind zu entfernen, anschließend erfolgt die erstmalige Platzierung des Geräts in der Station. Der erste Eindruck ist positiv, da sich alle Komponenten logisch erschließen und keine unnötig komplexen Montageschritte erforderlich sind. Die Seitenbürste, Mopps und weitere essenzielle Komponenten sind entweder bereits montiert oder lassen sich mit minimalem Aufwand anbringen. Die Mopps halten durch Magnetismus an ihrem vorgesehenen Platzund sind daher besonders einfach anzubringen, der Rest ist bereits montiert. 

Die vollständige Inbetriebnahme erfordert die Verbindung mit der App. Nach dem Herunterladen der entsprechenden Anwendung wird der Roboter schrittweise mit dem heimischen WLAN-Netzwerk gekoppelt. Dieser Prozess, obwohl heute Standard, stellt einen wesentlichen Bestandteil der Ersteinrichtung dar, da zahlreiche Funktionen wie Kartierung, Zeitpläne, Raumverwaltung oder individuelle Reinigungsmodi erst über die Applikation verfügbar werden. Die App führt den Benutzer verständlich durch den gesamten Prozess, sodass die Kopplung in der Regel zügig abgeschlossen ist.

Nach erfolgreicher Verbindung initiiert der Roboter seine initiale Kartierungsfahrt. Dabei durchläuft er die Räumlichkeiten systematisch, identifiziert Räume, Hindernisse und Begrenzungen und generiert eine digitale Karte. Dieser erste Durchlauf ist von besonderer Bedeutung, da er die Grundlage für die spätere gezielte Reinigung einzelner Zimmer oder Bereiche bildet. Im Test zeigt sich, dass dieser Prozess insgesamt zügig abläuft und der Roboter dabei bereits eine strukturierte Vorgehensweise an den Tag legt. Anschließend kann die Karte in der App in der Regel noch modifiziert, in Räume untergliedert oder mit Sperrzonen versehen werden.

Im Alltag erweist sich der Dreame L50 Ultra AE nach der Ersteinrichtung als schnell betriebsbereit. Sobald Wasser, Reinigungsmittel und Staubbeutel korrekt eingesetzt und die Kartierung abgeschlossen wurde, kann unmittelbar mit der ersten vollständigen Reinigung begonnen werden. Der Nutzer hat die Möglichkeit, festzulegen, ob ausschließlich gesaugt, ausschließlich gewischt oder beides kombiniert durchgeführt werden soll. Auch Saugstärke, Wassermenge und Reinigungsreihenfolge lassen sich je nach Bedarf anpassen.

Insgesamt vermittelt die Einrichtung und Inbetriebnahme einen durchdachten und nutzerfreundlichen Eindruck. Der Aufbau ist logisch strukturiert, die Station übersichtlich gestaltet und die App-Einbindung entspricht den heutigen Komfortstandards. Dadurch gelingt der Start mit dem Gerät zügig und ohne größere Hürden, was gerade bei einem so umfangreich ausgestatteten System als klarer Vorteil zu werten ist.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Der Dreame L50 Ultra AE erbringt im täglichen Gebrauch eine insgesamt robuste und zuverlässige Reinigungsleistung, wobei der Schwerpunkt auf dem Saugen liegt. Besonders auf Hartböden und bei losem Schmutz entfaltet das Gerät seine Stärken. Die Kantenreinigung ist dank der ausfahrbaren Elemente überdurchschnittlich effizient. Beim Wischen hingegen zeigt sich eine durchschnittliche Leistung, die für die regelmäßige Pflege ausreichend ist, jedoch keine Tiefenreinigung ersetzt. Die Navigation agiert strukturiert und effizient, während die Hinderniserkennung solide, jedoch nicht fehlerfrei ist. 

Saugleistung

Die Saugleistung ist die klare Paradedisziplin des Dreame L50 Ultra AE und einer der Hauptgründe, warum sich das Gerät im Alltag so überzeugend schlägt. Mit einer maximalen Saugkraft von bis zu 28.000 Pascal (Pa) bewegt sich der Roboter auf einem sehr hohen Niveau und gehört damit zu den leistungsstärkeren Modellen in seiner Klasse.

Im täglichen Einsatz zeigt sich schnell, dass diese Leistung nicht nur auf dem Papier existiert. Auf Hartböden wie Fliesen, Laminat oder Parkett entfernt der Roboter Staub, Krümel und feine Partikel zuverlässig und in einem Durchgang. Selbst in Bereichen mit höherem Schmutzaufkommen, etwa im Eingangsbereich oder in der Küche, bleibt nach der Reinigung kaum sichtbarer Schmutz zurück. Dabei arbeitet der L50 Ultra AE gleichmäßig und verteilt den Schmutz nicht, sondern nimmt ihn effektiv auf.

Ein großer Vorteil zeigt sich bei der Kanten- und Eckenreinigung. Die ausfahrbare Seitenbürste fährt aktiv nach rechts aus und bringt Schmutz gezielt aus schwer erreichbaren Bereichen in den Saugkanal. Gerade entlang von Sockelleisten oder unter Möbelkanten, wo sich Staub gerne sammelt, sorgt dieses System für deutlich bessere Ergebnisse als bei klassischen, starren Bürsten. In der Praxis bleibt dadurch weniger Schmutz in Randbereichen liegen, was das Gesamtbild der Reinigung sichtbar verbessert.

Auch auf Teppichen kann der Roboter seine Leistung gut ausspielen. Leichter bis mittlerer Schmutz wird zuverlässig aufgenommen, und selbst feiner Staub wird aus der Oberfläche herausgezogen. Besonders bei Tierhaaren zeigt sich die hohe Saugkraft als Vorteil: Haare werden nicht nur oberflächlich bewegt, sondern effektiv eingesaugt. In Kombination mit der Hauptbürste ergibt sich hier ein stimmiges Zusammenspiel, das für ein sauberes Ergebnis sorgt.

Ein weiterer positiver Punkt ist die konstante Leistungsabgabe während der Reinigung. Der Roboter arbeitet gleichmäßig und passt seine Leistung je nach Untergrund sinnvoll an, sodass weder unnötig Energie verschwendet wird noch die Reinigungskraft nachlässt. Dadurch eignet sich der L50 Ultra AE sowohl für kleine Wohnungen als auch für größere Flächen.

Auch im Zusammenspiel mit der automatischen Absaugstation zeigt sich die Stärke des Systems. Der aufgesaugte Schmutz wird nach der Reinigung zuverlässig aus dem internen Staubbehälter entfernt, sodass die Saugleistung langfristig konstant bleibt und der Nutzer sich kaum um Wartung kümmern muss.

(Saugleistung: 4,5 von 5 Punkten)

Wischfunktion

Die Wischfunktion des Dreame L50 Ultra AE ist auf eine gleichmäßige und kontrollierte Reinigung ausgelegt, wobei der Fokus auf einem sauberen und konstanten Ergebnis im Alltag liegt, anstatt maximale Intensität zu priorisieren. Der Anpressdruck der Wischmopps ist moderat und gleichmäßig, wodurch eine stabile Bodenhaftung gewährleistet und Staub sowie leichte Verschmutzungen zuverlässig aufgenommen werden. Für die tägliche Reinigung ist dies vollkommen ausreichend; bei hartnäckigen oder eingetrockneten Flecken fehlt jedoch zusätzlicher Druck, um diese vollständig zu lösen.

Während des Reinigungsprozesses befindet sich der Wassertank im Inneren des Saugroboters. Die große Station dient ausschließlich dem Befüllen und Reinigen des Tanks, das eigentliche Wasser für den Wischvorgang wird intern im Roboter mitgeführt. Von dort aus wird das Wasser dosiert in die Wischpads geleitet, ohne direkt auf den Boden gesprüht zu werden. Die Mopps absorbieren die Feuchtigkeit und verteilen sie gleichmäßig beim Drehen auf der Oberfläche, wodurch eine kontrollierte Befeuchtung und die Vermeidung von übermäßig nassen Böden gewährleistet ist.

Die Wassermenge lässt sich über die App regulieren, sodass die Intensität je nach Bodenbelag und Verschmutzung angepasst werden kann. Die Verteilung des Wassers erfolgt kontinuierlich während der Fahrt, was zu einem gleichmäßigen Reinigungsergebnis führt.

Ein herausragendes Merkmal dieses Gerätes stellt der ausfahrbare Wischarm im hinteren Bereich dar. Dieser fährt, analog zur Seitenbürste an der Vorderseite, gezielt nach rechts aus und positioniert den Mop näher an Kanten, Wänden und Möbeln. Dadurch wird die Flächenabdeckung signifikant optimiert, da typischerweise schwer zugängliche Randbereiche effizienter erreicht werden.

Nach Abschluss des Reinigungsprozesses werden die Mopps in der Reinigungsstation automatisiert gewaschen. Dabei wird heißes Wasser (bis zu ca. 100 °C) eingesetzt, was eine gründliche Reinigung und eine verbesserte Hygiene gewährleistet. Anschließend erfolgt die Trocknung der Mopps, sodass diese für den nächsten Einsatz umgehend bereit sind.

(Wischfunktion: 3,5 von 5 Punkten)

Navigation

Die Navigation des Dreame L50 Ultra AE basiert auf einem modernen Zusammenspiel mehrerer Sensoren, die gemeinsam für eine strukturierte und zuverlässige Orientierung im Raum sorgen. Im Zentrum steht dabei die LiDAR-Navigation (Laserturm auf der Oberseite), die kontinuierlich die Umgebung scannt und daraus eine präzise Karte der Wohnung erstellt. Diese Technologie ermöglicht es dem Roboter, Räume systematisch statt zufällig zu reinigen.

Bereits bei der ersten Inbetriebnahme zeigt sich die Stärke des Systems. Der Roboter fährt die Fläche gezielt ab, erkennt Raumgrenzen, Möbel und offene Bereiche und erstellt daraus eine detaillierte Karte. Diese wird anschließend in der App dargestellt und kann dort weiter angepasst werden, etwa durch das Einteilen von Räumen oder das Setzen von Sperrzonen.

Neben dem LiDAR-Sensor kommen weitere Sensoren zum Einsatz, die die Navigation im Alltag unterstützen:

  • Frontsensoren / Kamera: Diese erkennen Objekte vor dem Roboter und helfen dabei, Kollisionen zu vermeiden oder rechtzeitig zu verlangsamen.
  • Bumper (Stoßsensor): Sollte ein Hindernis nicht rechtzeitig erkannt werden, federt der mechanische Stoßfänger leichte Berührungen ab und sorgt dafür, dass der Roboter seine Route anpasst.
  • Absturzsensoren (Cliff-Sensoren): An der Unterseite angebracht, verhindern sie zuverlässig, dass der Roboter Treppen oder Absätze hinunterfährt.
  • Wandsensoren: Diese helfen dabei, entlang von Kanten und Wänden sauber zu navigieren und den Abstand konstant zu halten.
  • Radsensoren: Erfassen Bewegungen und zurückgelegte Strecken, um die Positionsbestimmung zusätzlich zu stabilisieren.

Durch diese Kombination entsteht ein mehrschichtiges Navigationssystem, das sowohl für die grobe Orientierung (LiDAR) als auch für die Feinsteuerung im Nahbereich (Sensoren und Bumper) zuständig ist.

Im praktischen Einsatz führt das zu einer sehr strukturierten Fahrweise. Der Roboter beginnt in der Regel entlang von Wänden und arbeitet sich anschließend in geraden Bahnen durch die freien Flächen. Diese systematische Vorgehensweise sorgt nicht nur für eine gleichmäßige Abdeckung, sondern passt auch gut zu den technischen Features wie der nach rechts ausfahrenden Seitenbürste und Wischplatte.

Die Navigation arbeitet insgesamt zuverlässig, dennoch gibt es kleinere Einschränkungen. Sehr kleine oder flache Hindernisse wie Kabel oder dünne Gegenstände werden nicht immer perfekt erkannt, sodass es hier gelegentlich zu Berührungen kommen kann. In solchen Fällen greift dann aber je nach Kabelder Bumper, der den Kontakt abfedert und eine Kurskorrektur auslöst.

Auch in komplexeren Wohnumgebungen mit mehreren Räumen findet sich der Roboter gut zurecht. Einmal erstellte Karten werden gespeichert, und der Roboter kann gezielt einzelne Räume anfahren oder bestimmte Bereiche auslassen. Nach der Reinigung kehrt er selbstständig zur Station zurück und dockt zuverlässig an.

(Navigation: 4 von 5 Punkten)

Hindernisüberwindung

Im Alltag zeigt der Dreame L50 Ultra AE eine solide Leistung bei der Überwindung typischer Hindernisse, wie sie in Wohnungen regelmäßig vorkommen. Dazu zählen vor allem Türschwellen, Teppichkanten oder kleinere Übergänge zwischen unterschiedlichen Bodenbelägen.

Der Roboter ist in der Lage, Absätze von bis zu etwa 2 cm Höhe zu überwinden. Das reicht in der Praxis für die meisten gängigen Türschwellen und flacheren Teppiche problemlos aus. Bei Hochflorteppichen mit erhöhter Florhöhe oder bei Schwellen mit beträchtlicher Höhe kann es vorkommen, dass der Roboter mehrere Anläufe benötigt oder in Einzelfällen die Überquerung nicht gelingt, da der Bumper dabei aktiviert wird. Infolgedessen ist der Roboter nicht in der Lage, den Teppich zu befahren. 

Unterstützt wird die Hindernisüberwindung durch die großen, beweglichen Antriebsräder, die Unebenheiten gut ausgleichen können. Diese sorgen dafür, dass der Roboter auch bei leicht unebenem Untergrund stabil bleibt und nicht so schnell hängen bleibt. Kleinere Kanten oder Übergänge meistert er dadurch in der Regel ohne Probleme.

Im Zusammenspiel mit der Navigation erkennt der Roboter Hindernisse frühzeitig und passt seine Fahrweise entsprechend an. Sollte ein Objekt nicht vollständig erkannt werden, greift der Bumper (Stoßsensor), der leichte Berührungen abfedert und eine Kurskorrektur einleitet. Dadurch werden Schäden an Möbeln oder am Gerät selbst weitgehend vermieden.

Bei Teppichen funktioniert das Überfahren ebenfalls zuverlässig, solange diese nicht zu hoch oder zu weich sind. Der Roboter fährt sauber auf und ab, ohne hängen zu bleiben. Übergänge zwischen Hartboden und Teppich werden dabei meist problemlos bewältigt.

Schwieriger wird es bei sehr kleinen oder ungünstig liegenden Hindernissen wie: Kabeln, dünnen Schnüren, flachen Gegenständen. Diese können unter Umständen nicht immer korrekt erkannt werden und sollten idealerweise vor der Reinigung entfernt werden.

(Hindernisüberwindung: 3,5 von 5 Punkten)

App

Die „Dreamehome“-App ist die zentrale Steuerungseinheit des Dreame L50 Ultra AE und spielt im Alltag eine entscheidende Rolle. Nahezu alle Funktionen des Roboters werden hier gebündelt, von der einfachen Reinigung bis hin zu detaillierten Einstellungen und Automatisierungen. Trotz des großen Funktionsumfangs wirkt die App im Test insgesamt übersichtlich und logisch aufgebaut, sodass man sich nach kurzer Eingewöhnung gut zurechtfindet.

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Nach dem Öffnen gelangt man direkt auf die Startseite, auf der die wichtigste Funktion im Mittelpunkt steht: die Live-Karte der Wohnung. Hier lässt sich in Echtzeit verfolgen, wo sich der Roboter befindet und welche Bereiche bereits gereinigt wurden. Ergänzt wird diese Ansicht durch zentrale Bedienelemente wie den Start- und Pause-Button, die Auswahl des Reinigungsmodus (Saugen, Wischen oder Kombination) sowie Schnellzugriffe auf Saugstärke und Wassermenge. Auch der Akkustand und der aktuelle Status des Roboters sind jederzeit sichtbar. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, direkt aus der Kartenansicht heraus einzelne Räume oder Zonen auszuwählen und gezielt reinigen zu lassen.

Ein großer Bestandteil der App ist die Kartenerstellung und -verwaltung. Bereits bei der ersten Inbetriebnahme erstellt der Roboter eine detaillierte Karte der Wohnung, indem er die Räume systematisch abfährt. Diese Karte wird anschließend in der App angezeigt und kann umfangreich bearbeitet werden. Räume werden oft automatisch erkannt, lassen sich aber auch manuell anpassen, aufteilen oder zusammenlegen. Zusätzlich können Bereiche benannt werden, was die Orientierung im Alltag deutlich erleichtert. Darüber hinaus lassen sich Sperrzonen, virtuelle Wände oder No-Mop-Bereiche einrichten, um bestimmte Flächen gezielt auszuschließen. Auch mehrere Karten, etwa für verschiedene Etagen, können gespeichert und verwaltet werden.

Im Einstellungsbereich bietet die App zahlreiche Möglichkeiten zur Individualisierung. So lassen sich für einzelne Räume unterschiedliche Saugstufen und Wassermengen festlegen, die Reinigungsreihenfolge bestimmen oder bestimmte Bereiche mehrfach reinigen. Auch Zeitpläne können erstellt werden, sodass der Roboter automatisch zu festgelegten Zeiten arbeitet. Dadurch lässt sich die Reinigung vollständig in den Alltag integrieren, ohne dass man manuell eingreifen muss.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verwaltung der Station und der Wartungsfunktionen. Die App zeigt an, wann Wasser nachgefüllt oder der Staubbeutel gewechselt werden sollte, und informiert über den Zustand von Bürsten, Filtern und anderen Verschleißteilen. Zusätzlich lassen sich Einstellungen zur Moppreinigung und Trocknung vornehmen, was besonders bei häufiger Nutzung sinnvoll ist.

Im täglichen Einsatz überzeugt die App vor allem durch ihre Flexibilität. Ob spontane Reinigung, gezielte Steuerung einzelner Räume oder automatisierte Abläufe, alles lässt sich schnell und unkompliziert umsetzen. Die Verbindung ist im Test stabil, und Befehle werden in der Regel ohne größere Verzögerung ausgeführt.  

Kartenerstellung

Ein besonders wichtiger Bestandteil der App ist die Kartenerstellung, da sie die Grundlage für die gesamte Navigation und Steuerung bildet. Bereits bei der ersten Inbetriebnahme startet der Roboter eine systematische Kartierungsfahrt, bei der er mithilfe seines LiDAR-Systems die Räume präzise erfasst. Anders als bei älteren Modellen fährt er dabei nicht zufällig, sondern folgt einer klaren Struktur, wodurch die Karte relativ schnell und sauber erstellt wird.

Schon nach kurzer Zeit entsteht eine detaillierte Übersicht der Wohnung, in der Wände, Möbel und Raumaufteilungen erkennbar sind. Im Test funktioniert das zuverlässig, wobei Räume häufig automatisch korrekt erkannt werden. Sollte das nicht perfekt passen, bietet die App umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten.

So lassen sich Räume:

  • aufteilen oder zusammenlegen
  • individuell benennen (z. B. Küche, Wohnzimmer)
  • in ihrer Form nachträglich anpassen

Zusätzlich können verschiedene Zonen definiert werden, um die Reinigung gezielt zu steuern. Besonders praktisch sind dabei:

  • No-Go-Zonen, in die der Roboter nicht fahren darf
  • virtuelle Wände, um Bereiche abzugrenzen
  • No-Mop-Zonen, um empfindliche Flächen vor Feuchtigkeit zu schützen

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, mehrere Karten zu speichern. Das ist vor allem für Häuser mit mehreren Etagen interessant, da der Roboter so unterschiedliche Grundrisse erkennen und verwalten kann. Beim Wechsel der Etage kann dann einfach die passende Karte ausgewählt werden.

Auch im Alltag bleibt die Karte dynamisch nutzbar. Möbeländerungen oder kleinere Anpassungen lassen sich jederzeit berücksichtigen, ohne dass die gesamte Karte neu erstellt werden muss. Sollte es dennoch nötig sein, kann eine neue Kartierung jederzeit gestartet werden.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Der Dreame L50 Ultra AE bewegt sich bei der Lautstärke insgesamt auf einem angenehmen und alltagstauglichen Niveau. Im Test zeigt sich, dass der Roboter im normalen Betrieb deutlich leiser arbeitet als viele ältere oder einfachere Modelle.

Im Standard-Saugmodus liegt die Lautstärke bei etwa 60–65 dB. Damit ist der Roboter hörbar, aber nicht störend, Gespräche, Fernsehen oder Arbeiten sind weiterhin problemlos möglich. Die Geräuschcharakteristik wirkt dabei relativ gleichmäßig und weniger schrill, was subjektiv als angenehmer empfunden wird.

Wird die maximale Saugleistung aktiviert, steigt die Lautstärke auf etwa 70–75 dB an. In diesem Modus ist der Roboter deutlich präsenter, bewegt sich aber weiterhin im typischen Bereich leistungsstarker Saugroboter.

Beim Wischen arbeitet der L50 Ultra AE hingegen sehr leise. Da hier keine hohe Saugleistung benötigt wird, liegt die Lautstärke meist nur bei etwa 50–55 dB. Dadurch eignet sich dieser Modus besonders gut für den Einsatz in ruhigen Situationen oder am Abend.

Deutlich hörbarer ist die Absaugstation. Beim automatischen Entleeren erreicht sie kurzzeitig etwa 75–80 dB, was in etwa einem klassischen Staubsauger entspricht. Dieser Vorgang dauert jedoch nur wenige Sekunden und fällt daher im Alltag kaum negativ ins Gewicht. Das anschließende Trocknen der Mopps ist dagegen deutlich leiser und unauffällig.

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des Dreame L50 Ultra AE ist auf große Wohnflächen und längere Reinigungsdurchgänge ausgelegt und bewegt sich im Test auf einem insgesamt guten Niveau. Ausgestattet mit einem leistungsstarken Akku schafft der Roboter je nach Einstellung eine Laufzeit von bis zu etwa 180–200 Minuten.

Im Alltag hängt die tatsächliche Laufzeit stark von den gewählten Einstellungen ab. Im Standardmodus sind lange Reinigungsfahrten problemlos möglich, sodass auch größere Wohnungen oder komplette Etagen in einem Durchgang gereinigt werden können. Dabei arbeitet der Roboter konstant und ohne spürbaren Leistungsabfall.

Wird die maximale Saugleistung genutzt, reduziert sich die Laufzeit entsprechend. In diesem Fall sind eher 90–120 Minuten realistisch, was jedoch aufgrund der deutlich höheren Saugkraft nachvollziehbar ist. Für kleinere bis mittelgroße Flächen reicht das dennoch problemlos aus.

Beim Wischen oder im kombinierten Modus liegt der Verbrauch im Mittelfeld. Da hier sowohl Saugen als auch Wasserverteilung aktiv sind, ergibt sich eine ausgewogene Laufzeit, die in den meisten Fällen für eine vollständige Reinigung ausreicht.

Ein großer Vorteil ist die automatische Ladefunktion mit Fortsetzung. Sollte der Akku während der Reinigung nicht ausreichen, fährt der Roboter selbstständig zur Station zurück, lädt sich auf und setzt die Reinigung anschließend an der gleichen Stelle fort. Dadurch spielt die maximale Akkulaufzeit im Alltag eine weniger entscheidende Rolle.

Auch die Ladezeit ist praxisgerecht und liegt bei etwa 3 bis 4 Stunden, bis der Akku wieder vollständig geladen ist. 

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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