Huawei Mate 20 Lite

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones. Jedoch bietet Huawei die Highend-Smartphones mittlerweile ebenfalls in drei Modellen an. So gibt es z. B. das aktuelle Mate 20 in der Mate 20 lite, Mate 20 und Mate 20 Pro Ausführung. 

Von der Mate-Serie möchte ich euch in diesem Testbericht ein Gerät vorstellen. Es handelt sich um das günstigste der neuen Modellreihe das Mate 20 Lite. Dieses besitzt ein 6,3 Zoll großes Display mit einem Notch, eine Dual-Kamera auf der Rückseite und Vorderseite, sowie ein Fingerabdrucksensor auf der Rückseite. Wie die Lite-Version des Mate 20 im Test abgeschnitten hat und ob sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Huawei Mate 20 lite kommt sehr schlicht daher. Es werden lediglich auf einem weißen Aufkleber ein kleiner Auszug der technischen Daten zum Produkt bekannt gegeben. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um den Namen des Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, der ROM (Flash-Speicher) und den RAM (Arbeitsspeicher). Zudem ist hier wie bei fast allen anderen Android-Smartphone Herstellern die IMEI1, IMEI2 und die S/N Nummer zu finden. Des Weiteren ist die obere Stirnseite und Rückseite noch mit einem bzw. zwei Etiketten versehen, auf der in mehreren Sprachen auf den Importeur usw. hingewiesen wird. Ansonsten liest man auf der schwarzen Verpackung an den drei restlichen Seiten in goldener Schrift den Namen des Gerätes „Huawei Mate 20 lite“.

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Entfernt man den Decken der Verpackung, kommt direkt das Huawei Mate 20 lite zum Vorschein. Dieses ist in einer matten Schutzfolie verstaut, welche das Gerät gegen Staub und Kratzern schützt. Entnimmt man das Smartphone, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. Dabei handelt es sich um eine schwarze Kartonage, in der sich ein Teil des Zubehörs befindet. Schauen wir in die Kartonage hinein, befindet sich darin neben einer Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen, ein Garantieheft, das SIM-Tool und eine schlichte Schutzfolie für das Display, welche man somit leider selbst anbringen muss. Diese hätte Huawei eventuell direkt von Werk aus anbringen können, schließlich gelingt es sicherlich nicht jedem die Folie komplett, ohne Staub Einschlüsse anzubringen, was an einem neuen Gerät einfach blöde ausschaut.  

Unter der Pappschachtel mit dem gerade erwähnten Zubehör befindet sich noch der restliche Zubehör, bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 18 Watt Netzteil und einem normalen schlichten Ohrhörer mit Fernbedienung und Klinken-Anschluss handelt. Bei den Ohrhörer handelt es sich jedoch um ein „billige“ Ausführung mit dünnem Kabel, welches sicherlich je nach Umgang nicht lange hält und zudem sind die Ohrhörer nicht sonderlich bequem, da diese über keine Ohrtips verfügen.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

Das Huawei Mate 20 lite ist in drei Farben erhältlich: Schwarz, Saphirblau und Platingold. Seit der P20-Serie setzt auch Huawei auf den sogenannten „Notch“, eine Auskerbung im Display, in der neben der Dual-Frontkamera, auch der Annäherungssensor, die Hörmuschel usw. untergebracht sind. Das gleiche Design beherbergt auch die Huawei Mate 20-Serie. Somit kommt auch das Mate 20 lite mit solch einem Notch im Display daher. Jedoch ist das Mate 20 lite gegenüber anderen Geräten nicht komplett randlos, denn an der Unterseite ist weiterhin ein knapp 7 mm breiter Rand vorhanden. Der Notch reicht etwa genau soweit wie der des iPhone X/X S ins Display, fällt jedoch gut 10 mm schmaler aus. Dies gefällt mir persönlich sehr gut. Das Seitenverhältnis fällt mit 19,5:9 sehr schlank aus und zudem liegt das eigentlich große Smartphone dank dem geringen Gewicht von knapp 172 g sehr gut in der Hand, was aber auch an den leicht abgerundeten Seiten der Rückseite liegt. 

Der Rahmen des Huawei Mate 20 lite, welcher das Display und die Glasrückseite miteinander verbindet, besteht aus einem hochglanzpolierten Aluminium, welches blau lackiert wurde. Dies macht einen sehr hochwertigen Eindruck und sorgt für eine sehr hohe Stabilität des Gerätes. Jedoch ist dieser Rahmen genauso anfällig gegen Fingerabdrücke wie die Glasrückseite, welche beim Huawei Mate 20 lite zum Einsatz kommt. Ein weiterer Nachteil der Rückseite und des hochglänzenden Rahmen´s ist, dass diese Oberflächen sehr rutschig sind und somit gleitet das Gerät gerne aus der Hand. Daher lieber eine Hülle verwenden, welche für mehr Griffigkeit sorgt, jedoch geht dies zulasten des Designs, denn die Hülle verdeckt das eigentlich schöne Design des Gerätes. Trotz der Glasrückseite verzichtet das Unternehmen beim günstigsten Gerät der Mate 20-Serie auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens.

Die Abmaße des Huawei Mate 20 lite betragen 160 x 75,3 x 7,6 mm. Dadurch ist es wie bereits erwähnt bei Beachtung der Displaygröße von 6,3 Zoll relativ kompakt gehalten. Das 6,3 Zoll LCD-IPS-Display, welches mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln (Pixeldichte 409 ppi) auflöst, besitzt einen Screen-to-Body-Ratio Wert von knapp 81 %. 

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Kommen wir nun zu den Bedienelementen und den verbauten Kameras des Mate 20 lite. Angefangen bei der linken Seite des Geräts, dort finden wir links oben den Dual-SIM-Slot. Hier können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine Micro-SD Speicherkarte eingesetzt werden. Unterstütz, wird hier eine bis zu 256 GB große Micro-SD Speicherkarte.

Auf der gegenüberliegenden rechten Seite befindet sich direkt auf Daumenhöhe die Lautstärke-Wippe und darunter der Ein-/Ausschaltknopf. Beide Bedienelemente erreicht man hier sehr gut mit dem Daumen. An der Oberseite ist lediglich ein kleines Mikrofon untergebracht. Das zweite Mikrofon, welches nicht nur bei Aufnahmen, sondern auch zum Telefonieren genutzt wird, befindet sich an der unteren rechten Stirnseite direkt zwischen der USB-C Ladebuchse und dem Lautsprecher. Leider gibt es am Mate 20 lite keinen Stereo-Lautsprecher, der Klang geht zwar in Ordnung, aber z. B. beim YouTube-Videos im Querformat betrachten verdeckt man oftmals den Lautsprecher mit der Hand bzw. dem Daumen. Da Huawei beim Mate 20 lite In-Ear Ohrhörer mit Klinken-Anschluss mitliefert, verfügt das Smartphone logischerweise noch über solch einen Anschluss. Diesen finden wir ebenfalls an der Unterseite auf der linken Seite neben der Ladebuchse. 

Auf der hochglänzenden Glasrückseite befindet sich zentral im oberen Drittel, die knapp über 1 mm hervorstehenden Dual-Kamera-Linsen und direkt dazwischen etwas nach links versetzt der LED-Blitz. Unterhalb der beiden Kamera-Linsen ist auch noch der Fingerabdrucksensor, welcher sehr gut zu erreichen ist zu finden. Der Bereich an der Rückseite, an dem sich die Kamera-Linsen und der Fingerabdrucksensor befinden, sind optisch durch das Linear-Muster etwas hervorgehoben. Im unteren Bereich der Rückseite befindet sich noch das Huawei Logo. Das Display des Mate 20 lite ist wie bereits sehr groß und kommt mit einem Notch mit Dual-Kamera usw. daher. Die Glasrückseite fühlt sich sehr gut an, ist jedoch etwas rutschig und leider sehr anfällig gegen Fingerabdrücke.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Huawei Mate 20 lite gefällt mir sehr gut. Das Smartphone fühlt sich dank dem Aluminium-Rahmen und der Glasrückseite sehr hochwertig an. Zudem ist es dadurch sehr stabil und somit auch verwindungssteif. Die Übergänge der unterschiedlichen Materialien sind sehr gut verarbeitet und somit konnte ich eine ungleichmäßigen Spaltmaße oder scharfe Kanten feststellen. Schön ist, dass am Gehäuse des Huawei Mate 20 lite komplett auf den Werkstoff Kunststoff verzichtet wurde. Die abgerundeten Ecken und Kanten harmonieren sehr gut mit den abgerundeten Ecken des Displays.

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Leider hat man trotz Glasrückseite auf die Möglichkeit des kabellosen aufladen, einen Stereo-Lautsprecher und auf eine IP-Zertifizierung verzichtet. Das bedeutet, das Huawei Mate 20 lite den Kontakt zu Wasser und andern Flüssigkeiten tunlichst vermeiden sollte, da dieses bei Kontakt bzw. eindringen im schlimmsten Fall kaputt gehen würde. Der Klang den Mono-Speaker an der Unterseite geht im Großen und Ganzen zwar in Ordnung, klingt jedoch, da diesem etwas an Volumen fehlt etwas blechern. Jedoch kann diese mit einer akzeptablen Maximallautstärke überzeugen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)


PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Technische Daten des Huawei Mate 20 lite
Display 6,3 Zoll IPS-LCD-Panel (19,5:9 Format) 2340 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 409 ppi
CPU/GPU HUAWEI Kirin 710 4x 2,2 GHz und 4x 1,7 GHz / Mali G51
RAM 4 GB RAM
Speicher 64 GB
Betriebssystem  Android 8.1 “Oreo”
Haupt-Kamera 20MP+2MP f/1.8 Blende mit LED-Blitz. Mit PDAF und Kontrast-Autofokus.
Front-Kamera 24MP+2MP f/2.0 Blende
Anschlüsse USB-Typ-C Anschluss
Akku 3750 mAh ohne Schnellladefunktion, nicht austauschbar
Konnektivität Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 4.2 (aptX und aptX HD, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen (LxBxH)  160 mm x 75,3 mm x 7,6 mm
Gewicht  172 Gramm

Performance

Beim Mate 20 lite handelt es sich, wie der Name schon vermuten lässt um die abgespeckt „lite“ Version des Mate 20 bzw. Mate 20 Pro. Daher ist dieses in den meisten Bereichen wie z. B. im Bereich Hardware etwas schwächer ausgestattet. Dennoch muss ich zu der verbauten Hardware ganz klar sagen, dass diese zwar nicht die Beste ist, aber dennoch im Alltag für den Großteil der Nutzer ausreichend ist. 

Bei dem verbauten Prozessor handelt es sich um den 64-Bit CPU Kirin 710, ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,2 GHz. Genauer gesagt Takten vier der Rechenkerne mit maximal 2,2 GHz (Cortex A73) und die anderen vier mit bis zu 1,7 GHz (Cortex A53). Dieser CPU wird von einem 4 GB großen Arbeitsspeicher unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU Mali G51 integriert, welcher mit rund 650 MHz taktet.

Bei der verbauten Hardware handelt es sich somit um ein Gerät der gehobenen Mittelklasse, wodurch sich das Huawei Mate 20 lite für vielerlei Anwendungen eignet. Bei anspruchsvolleren Anwendungen wie z. B. dem Spiel Fortnite wird die Grafikleistung jedoch automatisch reduziert, da dafür die Hardware des Mate 20 lite nicht stark genug ist. Jedoch ist die Rechenpower der Mate 20 lite knapp doppelt so hoch wie die des Vorgänger Mate 10 lite und kann sich daher angesichts des Preises sehen lassen. 

In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das Mate 20 lite wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 138.178 erreichen und liegt somit knapp hinter dem Honor 8 X. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 1610 und beim Multi-Core Test auf 5579 Punkte.

Huawei Mate 20 Lite Performance 2
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Mate 20 Lite Performance 8
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Der interne Speicher des Huawei Mate 20 lite hat eine Größe von 64 GB, eine weitere Variante mit mehr Speicher und RAM wird nicht angeboten. Der interne Speicher lässt sich jedoch per Micro-SD Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 64 GB knapp 51 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 8.1 Oreo vorinstalliert.

Angesichts des Preises fällt die Ausstattung des Huawei Mate 20 lite ganz gut aus. Bei der verbauten Hardware handelt es sich nicht um die Beste, aber es handelt sich schließlich auch um die günstigste und schwächste ausgestattete Variante der Mate 20-Serie. Die neue Hardware im Mate 20 lite ist ein sinnvolles Upgrade, welche gegenüber dem Vorgängermodell von der Performance fast verdoppelt wurde. 

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Das Display der Huawei Mate 20 lite kommt wie bereits erwähnt mit einem sehr schmalen Rand daher. Lediglich am unteren Bereich (Kinn) ist dieser knapp 7 mm breit. Dank dem Notch, ist das Mate 20 lite trotz dem vergrößerten Display von 6,3 Zoll (Mate 20 lite) auf 5,9 Zoll (Mate 10 lite), nur knapp 2 mm Höher geworden. Die Breite und die Tiefe fällt lediglich 0,1 mm größer aus und somit ist die minimale Vergrößerung nur im direkten Vergleich zu erkennen.  

Die Display-Auflösung des Huawei Mate 20 lite beträgt 2340 x 1080 Pixel. Die Pixeldichte beträgt somit wie bereits beim Vorgänger 409 ppi, was zwar nur einer Auflösung von FHD+ entspricht. Doch dies geht im Alltag vorkommen in Ordnung und alles wird sehr scharf dargestellt. Man kann hier selbst bei sehr genauen betrachten des Displays weder die einzelnen Bildpunkte sehen, noch Unschärfen feststellen. 

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Beim Display setzt Huawei auf ein herkömmliches IPS-Panel. Dieses bietet natürlich nicht so einen hervorragenden Schwarzwert und somit Kontrast wie ein OLED-Display. Dennoch gefällt mir das Display im Indoor-Einsatz sehr gut. Die Farben werden sehr kräftig und scharf dargestellt. Ein Vorteil des IPS-Panel ist auch die gute Blickwinkelstabilität, selbst beim sehr schrägen betrachten, lässt sich er Inhalt auf dem Display hervorragend ablesen.

Die maximale Helligkeit des Displays könnte jedoch definitiv etwas höher sein. Im Indoor-Einsatz hat die etwas geringe Helligkeit keine Nachteile. Geht man jedoch ins Freie, dann hat man vor allem bei stärkerem Sonnenlicht Probleme. Hier kann man dann nur noch sehr schlecht etwas auf dem Display erkennen und zudem trägt auch das sehr spiegelnde Display nicht Positiv zu diesem Problem bei.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku im Huawei Mate 20 lite hat eine Kapazität von 3750 mAh. Diese Kapazität ist gut bemessen, damit kommt das Mate 20 lite bei nutzen im Alltag auf eine anständige Laufzeit von fast zwei Tagen. In meinem Testzeitraum von gut 3 Wochen habe ich das Gerät täglich zum im Internet Surfen genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Auf der Arbeit habe ich in den Pausen gesurft und abends, als ich von er Arbeit heimgekommen bin über das heimische WLAN-Netz.

Der interne Akku wird Mithilfe des USB-C Anschlusses aufgeladen. Dieser unterstützt jedoch keine Schnellladefunktion, wodurch der Akku erst nach knapp über 2 Stunden wieder auf 100 % aufgeladen ist. Eine kabellose Aufladung via Qi-Standard wird leider ebenfalls nicht unterstützt.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Huawei Mate 20 lite kommt sowohl auf der Rückseite, als auch auf der Vorderseite eine Dual-Kamera zum Einsatz. Fangen wir jedoch erst wie gewohnt mit der Hauptkamera auf der Rückseite an. Huawei setzt hier auf einen eine Hauptkamera mit 20 Megapixeln und einer Blende von f/1,8. Die zweite Kamera bietet zwar lediglich 2 Megapixel, mit einer Blende von ebenfalls f/1.8, da diese jedoch nur für den Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) im Porträt-Modus genutzt wird, reicht diese Auflösung definitiv dafür aus. Ein Zoom ist daher nicht optisch, sondern lediglich digital mit einem entsprechenden Verlust der Bild-Qualität möglich. Einen optischen Bildstabilisator (OIS) besitzt das Mate 20 lite nicht, es ist nur ein elektronischer Stabilisator (EIS) mit an Bord, welcher bei Videoaufnahmen genutzt wird.

  • Nachtaufnahme
  • Glas
  • Weihnachtsmann
  • Bokeh
  • Bild bei Dämmerung
  • Makro 2
  • Nahaufnahme
  • Makro
  • Deko
  • Holz
  • Deko 2

    Die Bildqualität des Huawei Mate 20 lite ist überraschend gut, doch gegenüber Highend-Smartphones welche mit einer besseren Kamera inkl. Blende ausgestattet sind, erkennt man die Schwächen der Mate 20 lite Kamera. Diese nimmt deutlich weniger Details auf und so verschwimmen Bereiche außerhalb des Fokusbereichs zu sehr. Die aufgenommen Farben und die Schärfe können jedoch überzeugen. Mir gefällt der Profimodus beim Mate 20 lite sehr gut, denn hier kann die Bildqualität noch einmal etwas beeinflusst werden. Schließlich kann man hier Einstellungen unter anderem im Weißabgleich, Belichtungszeit und ISO-Wert vornehmen.

    Huawei hat die neue Mate 20-Serie mit der „AI“ Künstliche Intelligenz-Funktion für die Kamera ausgestattet. Aktiviert man diese durch das B etätigen des „AI- Symbols“ im oberen Bereich in der Kamera-App, denn erkennt die Kamera bzw. die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden sollen. Dies funktionier teilweise sehr gut, doch gerade bei Pflanzen und beim Himmel erhöht die Software meiner Meinung nach die Farbsättigung zu sehr, dass die Bilder zu unnatürlich wirken. Daher ist das Ganze ein schönes Gimmick, aber rundum konnte mich diese Funktion beim Mate 20 lite nicht überzeugen.

    Leider können mit der Hauptkamera auf der Rückseite keine Videos in 4K aufgenommen werden. Hier muss man sich leider mit einer maximalen Auflösung von Full-HD mit 60 fps zufriedengeben. Des Weiteren können auch Videos mit 16-facher Zeitlupe (480 fps) aufgenommen werden, dabei wird die Auflösung jedoch auf 1280 x 720 (720p) reduziert.   

    Huawei Mate 20 Lite 20
    Huawei Mate 20 Lite 16

    Die Auflösung der Hauptkamera an der Front beträgt 24 Megapixel, die zweite Kameralinse, welche hier ebenfalls für den Tiefeneffekt genutzt wird, löst mit 2 Megapixeln auf. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Des Weiteren kann man einen Beauty-Modus Aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Bei Dunkelheit und umschalten auf die Front-Kamera, schaltet die Kamera-Software automatisch auf der Porträt-Modus und ändert den Rahmen um das Live-Bild von Schwarz auf Weiss. Dadurch wir z. B. das Gesicht automatisch aufgehellt und zudem wird das Display als Blitzlicht genutzt. 

    Die Bilder der Frontkamera sehen ganz gut aus, mir gefiel sehr die hohe Detailgenauigkeit gegenüber anderen Frontkameras. Damit die Farben schön auf den Bildern herauskommen, rate ich jedoch den HDR-Modus zu aktiveren. Negativ ist mir aufgefallen, dass man bei Selfies auf den auch die Schultern mit auf dem Bild sind, die Schulter, welche sich näher im Vordergrund befindet, scharf gestellt wird und die zweite verschwommen abgelichtet wird. Dies liegt daran, dass die Kamera bzw. die „KI“ nur die erste Schulter als Körperbestandteil erkennt. Zudem verfälscht das Smartphone bei einigen Bilder mit Blitz sehr die Farben. Die geschieht vor allem bei Aufnahmen, bei dem ich nah am Motiv dran bin.

    (Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

     Software

    Auf dem Huawei Mate 20 lite läuft noch Android 8.1 Oreo, welches mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI der Version 8.2 versehen ist. Beim Sicherheitsupdate handelt es sich leider noch um die Version vom Juli 2018, daher ist diese nicht ganz so aktuell. Die EMUI Oberfläche gefällt mir sehr gut. Das System läuft auf dem Huawei Mate 20 lite schnell und flüssig. Die Einstellungen sind in 12, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 13 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell zurecht und sollte man eine Einstellung, die man sucht nicht finden, kann man diese einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben. .

    Huawei Mate 20 Lite Software 5
    Huawei Mate 20 Lite Software 2
    Huawei Mate 20 Lite Software 3
    Huawei Mate 20 Lite Software 1

    Die EMUI Oberfläche gefällt mir sehr gut. Das System läuft auf dem Huawei Mate 20 lite schnell und flüssig. Die Einstellungen sind in 12, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 13 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell zurecht und sollte man eine Einstellung, die man sucht nicht finden, kann man diese einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben. Es gibt auch einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch Zweimaliges klopfen mit dem Fingerknöchel (Zeigefinger) einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden. 

    (Software: 4 von 5 Punkten)


    PUNKT 3

    bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

    Beschreibung

    Huawei wirbt das Mate 20 lite unter anderem als: ihr zuverlässiger Partner für jede Situation, als intelligenter Selfie-Meister und mit einem zuverlässigen Akku.

    Das Mate 20 lite ist ein klasse Mittelklasse Smartphone, welches für seinen Preis eine gute Ausstattung besitzt. Es kann logischerweise nicht mit den Flaggschiffen von Apple, Samsung und Co. mithalten, aber dies hat Huawei mit dem Mate 20 lite gar nicht vor, sondern eher mit dem Mate 20 oder dem Pro-Modell. Huawei möchte mit der lite Version des Mate 20, Leute gewinnen, die nicht so viel Geld für ein Smartphone ausgeben wollen.

    Das System läuft auf dem Mate 20 lite sehr flüssig und man muss bei alltäglichen Aufgaben keine Abstriche machen. Daher kann ich as Gerät in der unter 400€ Preisklasse empfehlen. Die Akkulaufzeit konnte mich im Test ebenso überzeugen, wie die überraschend gute Frontkamera, welche Bilder mit vielen Details und in sehr guter Qualität aufnimmt.

    Preis/Leistung

    Die UVP des Mate 20 lite liegt bei 399 EUR. Doch das im September erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon in diversen Online-Shops für knapp über 300€ erhältlich. Das Mate 20 lite kann mit einer sehr guten Akkulaufzeit, seinem schönen Display, welches die Farben sehr kräftig darstellt und einer für diese Preisklasse guten Kamera überzeugen. 

    Zwar konnte mich persönlich die „Master AI“ nicht so sehr überzeugen, aber angesichts des Preises hat Huawei hier einen würdigen Nachfolger des Mate 10 lite auf den Markt gebracht, welcher von der Leistung doppelt so stark ist. Das Gesamtpaket des Mate 20 lite stimmt für den geforderten Preis aufjeden Fall.


    Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

    Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

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