Huawei Mate 20

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones. Jedoch bietet Huawei die Highend-Smartphones mittlerweile ebenfalls in drei Modellen an. So gibt es z. B. das aktuelle Mate 20 in der Mate 20 lite, Mate 20 und Mate 20 Pro Ausführung. 

Vor wenigen Tagen habe ich euch das günstigste Modell der Mate 20-Serie vorgestellt, nämlich das Mate 20 lite. In diesem Testbericht möchte ich euch ein weiteres Gerät vorstellen, das normale Mate 20, welches unter anderem mit einem deutlich schmaleren Notch und einer Leica Triple-Kamera daher kommt. Wie sich das mittlere Modell der Mate 20-Serie im Test geschlagen hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Huawei Mate 20 und dem Mate 20 lite ähneln sich zum Großteil sehr. Es handelte ich um dieselbe Verpackung, welche ebenfalls mit einem weißen Aufkleber an der Unterseite versehen ist. Dieser Aufkleber ist mit einem kleinen Auszug der technischen Daten zum Produkt bedruckt. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um den Namen des Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, der ROM (Flash-Speicher) und den RAM (Arbeitsspeicher). Zudem ist hier wie bei fast allen anderen Android-Smartphone Herstellern die IMEI1, IMEI2 und die S/N Nummer zu finden. Des Weiteren ist die obere Stirnseite und Rückseite noch mit einem bzw. zwei Etiketten versehen, auf der in mehreren Sprachen auf den Importeur usw. hingewiesen wird. Ansonsten liest man auf der schwarzen Verpackung an den drei restlichen Seiten in goldener Schrift den Namen des Gerätes „Huawei Mate 20“. Auf der Vorderseite prangt zusätzlich noch der Hinweis, dass das Gerät mit einer Leica Triple-Kamera ausgestattet ist.

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Entfernt man den Decken der Verpackung, kommt direkt das Huawei Mate 20 zum Vorschein. Dieses ist auf der Vorder- und Rückseite mit einer transparenten Schutzfolie versehen, welche das Gerät gegen Staub und Kratzern schützt. Um die Entnahme des Smartphones zu erleichtern, befindet sich an der Schutzfolie an der Rückseite eine Art Lasche. Hat man das Smartphone entnommen, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. Dabei handelt es sich um eine schwarze Kartonage, in der sich ein Teil des Lieferumfangs befindet. Schauen wir in die Kartonage hinein, befindet sich darin neben einer Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen, ein Garantieheft und an der Außenseite das SIM-Tool.

Unter der Pappschachtel mit dem gerade erwähnten Zubehör befindet sich noch der restliche Zubehör. Bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 22,5 Watt Netzteil und einem Ohrhörer Paar mit Fernbedienung und einen Klinken-Anschluss handelt.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Huawei bietet das Mate 20 in folgenden drei Farben an: Schwarz, Blau und Twilight. Die Farbe Twilight ist bei den aktuellen Huawei-Geräten sehr beliebt und auch mein persönlicher Favorit. Es handelt sich hierbei um ein mehrfarbiges Gerät. Bei dem die Rückseite je nach Lichteinfall den Farbverlauf verändert. Dies gelingt Huawei durch mehrere Lagen NVMC-Beschichtungen (NVMC=Non-Conductive Vacuum Metalizing) unter der Glasrückseite, welche das einfallende Licht je nach Einfallswinkel unterschiedlich brechen. Dadurch entsteht der Lila/Blau/Türkis-farbene Verlauf. 

Wie schon bei der Huawei P20-Serie und dem von mir bereits vorgestellten Mate 20 lite setzt Huawei auf den sogenannten „Notch“. Eine Auskerbung im Display, in dem die Frontkamera integriert ist. Beim Mate 20 lite hatte ich bereits den kleineren Notch gegenüber dem iPhone X usw. erwähnt, aber von wirklich klein, kann man erst beim Mate 20 reden. Dieser ist tropfenförmig und nimmt dadurch sehr wenig Platz vom Display ein. Der tropfenförmige Notch bietet jedoch so wenig Platz, dass die kleine Hörmuschel darin kein Platz gefunden hat und sich nun zwischen Display und Rahmen versteckt. Das Seitenverhältnis fällt mit 18,7:9 ebenfalls sehr schlank aus und zudem liegt das große, aber nur knapp 188 g schwere Smartphone sehr gut in der Hand.  

Sowohl die Vorder- als auch die Rückseite sind durch eine Glasoberfläche geschützt. Die beiden hälften des Smartphones gehe nahtlos ineinander über und werden von einem hochglanzpolierten Aluminium-Rahmen zusammengehalten. Dieser stabile Rahmen und die Glas Vorder- sowie Rückseite, sorgen für eine sehr hohe Verwindungssteifigkeit, des Mate 20. Fingerabdrücke lassen sich jedoch am Rahmen genauso wenig vermeiden wie auf der Glasrückseite des Huawei Mate 20. Der zweite Nachteil diese hochglänzenden bzw. sehr glatten Oberflächen ist die extreme Gleiteigenschaft. Denn durch den abgerundeten Rahmen und die sehr glatte Oberfläche, neigt das Mate 20 gerade so aus der Hand zu gleiten. Daher rate ich wie eigentlich bei jedem Smartphone zu einer Hülle bzw., einem Case zu greifen, da diese für mehr Griffigkeit sorgen. Dies wiederum hat jedoch den Nachteil, dass man dadurch meistens das eigentlich so tolle Design des Gerätes verdeckt. Leider hat Huawei auch bei Mate 20 wie bereits beim kleinen Bruder dem Mate 20 lite trotz der Glasrückseite auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens verzichtet.

Das Mate 20 kommt ebenso wie das „lite“ Modell relativ kompakt daher, wenn man dies bei einem Smartphone mit einem sehr großen 6,53 Zoll Display überhaupt noch behaupten kann. Die Abmessungen betragen: 158,2 x 77,2 x 8,3 mm, dadurch ist das Gerät zwar etwas kleiner von der Länge, aber größer in der Breite und zudem etwas dicker als das kleine lite-Gerät. Das 6,53 Zoll LCD-IPS-Display, welches mit einer Auflösung von 2244 x 1080 Pixeln daher kommt, besitzt zwar nur eine Pixeldichte von 381 ppi (Mate 20 lite: 409 ppi), doch dies fällt im Alltag sicherlich keinem auf. Der Screen-to-Body-Ratio-Wert liegt somit bei knapp 88 %. 

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Kommen wir nun zu den Bedienelementen und den verbauten Kameras des Mate 20. Diese sind zum Großteil bei allen drei Geräten gleich, jedoch gibt es beim Mate 20 gegenüber dem Mate 20 lite dennoch ein paar Unterschiede. Zuerst gehe ich jedoch auf die linke Seite des Mate 20 ein. Hier findet in der oberen linken Ecke den SIM-Karten Slot. Hier können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine NM card eingesetzt werden. Fall jemand von euch die NM card nicht kennt, dies ist eine spezielle Speicherkarte, die Huawei zusammen mit der Mate 20-Serie vorgestellt hat. Diese ist so groß wie eine Nano-SIM-Karte und ist somit nicht nur kleiner als eine herkömmliche micro-SD-Speicherkarte, sondern die Kontakte befinden sich komplett auf der Rückseite wie bei einer Sim-Karte. Unterstütz, wird hier maximal eine NM card bis 256 GB, welche aktuell knapp 49,00€ kostet.

Auf der gegenüberliegenden rechten Seite befindet sich direkt auf Daumenhöhe die Lautstärke-Wippe und darunter der Ein-/Ausschaltknopf. Der Ein-/Ausschaltknopf ist durch die seitliche rote Einfärbung direkt auffallen und durch die zusätzliche Riffelung sehr gut zu ertasten. Beide Bedienelemente erreicht man hier sehr gut mit dem Daumen. An der Oberseite gibt es gegenüber dem Mate 20 lite die ersten Unterschiede, denn hier befinden sich nicht nur zwei der insgesamt vier verbauten Mikrofone, sondern auch die 3,5 mm Klinkenbuchse und in der rechten Seite ein kleiner Infarot-Sensor. Dieser dient dazu, das Smartphone z. B. als Fernbedienung für den Fernseher usw. nutzen zu können. Dies finde ich persönlich eine feine Sache und ich glaube, so etwas hat bisher kein anderer Hersteller verbaut. 

Die restlichen beiden Mikrofone findet man an der Unterseite direkt links und recht neben der USB-C Ladebuchse. Zudem ist rechts unter dem 5 Löchrigen Lochgitter, ein Lautsprecher untergebracht. Glücklicherweise setzt Huawei beim Mate 20 auf ein Stereo-Lautsprecher, denn somit ist nicht nur das Klangbild besser, sondern auch insgesamt etwas lauter. Einer der Lautsprecher befindet sich somit wie eben erwähnt unten rechts und der zweite ist in der Hörmuschel integriert. Was zudem viele freuen dürfte, ist der verbaute Klinken-Anschluss, dadurch muss man nicht mit einem zusätzlichen Adapter arbeiten, sondern kann direkt seine kabelgebundenen Kopfhörer anschließen oder gleich komplett auf Bluetooth Kopfhörer zurückgreifen. Die Klinken-Buchse befindet sich anders als bei Mate 20 lite nicht unten links, sondern oben rechts. Betrachtet man die hochglänzende Glasrückseite, fällt direkt das viereckige knapp 1 mm hervorstehende Plateau auf. In diesem sind die insgesamt drei Kamera-Sensoren und der Dual-LED Blitz untergebracht. Unterhalb der Kamera-Einheit ist auch noch der Fingerabdrucksensor zu finden, welcher sehr gut zu erreichen. 

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Wie bereits bei den anderen von uns getesteten Huawei Smartphones, kann auch das Mate 20 mit einer hervorragenden Verarbeitung überzeugen. Die Spalte rund um den Aluminiumrahmen an Vorder- und Rückseite sind rundum gleichmäßig und der Übergang ist ebenfalls kaum zu spüren. Der Aluminium-Rahmen welcher die beiden Glaselemente auf Vorder- und Rückseite zusammenhält, sorgt für eine sehr hohe Stabilität, sodass sich das Gerät selbst mit höherem Kraftaufwand nur sehr minimal verwinden lässt. Schön ist, dass am Gehäuse des Huawei Mate 20 komplett auf den Werkstoff Kunststoff verzichtet wurde. Die abgerundeten Ecken und Kanten harmonieren sehr gut mit den abgerundeten Ecken des Displays.

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Leider hat man trotz Glasrückseite auf die Möglichkeit des Kabellosen aufladen verzichtet und zudem sollte man es vermeiden, mit dem Gerät tauchen zu gehen. Das Mate 20 besitzt nämlich nur einen IP53-Schutzgrad und ist somit nur gegen Spritzwasser geschützt.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)


PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Technische Daten des Huawei Mate 20
Display 6,53 Zoll IPS-LCD-Panel (18,7:9 Format) 2244 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 381 ppi
CPU/GPU HUAWEI Kirin 980 2x 2,6 GHz und 2x 1,92 GHz und 4x 1,8 GHz / Mali G76
RAM 4 GB RAM (optional 6 GB)
Speicher 128 GB
Betriebssystem  Android 9.0 “Pie”
Haupt-Kamera Leica Triple-Kamera: 12 MP (Weitwinkel-Linse, Blende F / 1.8) + 16 MP (Ultra-Weitwinkel-Linse, Blende F / 2.2 ) + 8 MP (Telefoto, Blende F / 2.4), unterstützt Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus), unterstützt AIS (Huawei KI Stabilisierungsmodus)
Front-Kamera 24MP f/2.0 Blende
Anschlüsse USB-Typ-C Anschluss, Klinkenbuchse.
Akku 4000 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
Konnektivität Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (aptX, aptX HD AAC), NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen (LxBxH)  158,2 mm x 77,2 mm x 8,3 mm
Gewicht  188 Gramm

Performance

Beim Mate 20 handelt es sich, um das Modell zwischen dem leicht abgespeckten Mate 20 lite und dem Flaggschiff-Smartphone Mate 20 Pro. Daher ist es von der Leistung besser als das Mate 20 lite ausgestattet. Bei dem verbauten Prozessor handelt es sich um den 64-Bit CPU Kirin 980. Dies ist ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,6 GHz. Genauer gesagt takten zwei Cluster mit 2,6 GHz (Cortex 76), zwei weitere mit bis zu 1,92 GHz (Cortex A76) und die vier restlichen für weniger anspruchsvolle Anwendungen mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Der CPU wird je nach Modell von 4 GB RAM oder optional 6 GB RAM unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU (Grafikprozessor) Mali G76 MP10 integriert, welcher mit rund 720 MHz taktet.

Durch die verbauten Hardware handelt es sich beim Mate 20 um ein sehr gut ausgestattetes Gerät. Die Hardware, welche für die Leistung sorgt, befördert das Mate 20 auf einen der vorderen Ränge in sämtlichen Benchmarktests. Das Mate 20 befindet sich direkt auf Platz zwei hinter dem großen Bruder dem Mate 20 Pro. Somit gehört es aktuell zu den best ausgestattet Smartphones auf dem Markt.

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In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das Mate 20 wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 272.942 erreichen und liegt somit knapp hinter dem Mate 20 Pro. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3298 und beim Multi-Core Test auf 9653 Punkte.

Der interne Flash-Speicher des Huawei Mate 20 hat eine gut bemessene Größe von 128 GB, eine weitere Variante mit mehr Speicher wird jedoch nicht angeboten. Der interne Speicher lässt sich jedoch per NM-card um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 128 GB knapp 112 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 9.0 Pie vorinstalliert.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Das im Huawei Mate 20 verbaute Display ist 6,53 Zoll groß. Es handelt sich um ein IPS-Display, welches mit 2244 x 1080 Pixeln auflöst. Die Pixeldichte beträgt somit 381 ppi, was leider nicht ganz so hochauflösend wie beim Vorgänger dem Mate 10 ist. Dennoch ist die Auflösung der Mate 20 ausreichend und man erkennt alles sehr scharf auf dem Display. 

Am Mate 20 gefällt mir persönlich der rundum sehr schmal gehaltene Rand und der sehr klein Notch in dem sich lediglich die 24 MP Front-Kamera befindet. Durch den deutlich schmäleren Rand ist das neue Mate 20 nur minimal größer als dessen Vorgänger. Dabei wurde das Display von 5,9 Zoll (Mate 10) auf 6,53 Zoll (Mate 20) vergrößert. Das Mate 20 ist lediglich 7 mm höher geworden. Die Breite wurde wiederum um 0,6 mm und die Dicke um 0,1 mm reduziert.

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Dispaly bei 100% Helligkeit im Schatten.

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Display bei 100% im Gegenlicht.

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Dispaly bei 100% mit Sonnenlicht im Rücken.

Für ein IPS-Panel besitzt das Mate 20 einen überraschend guten Schwarzwert, sodass man fast meinen könnte, dass es sich hierbei um ein OLED-Display handelt. Durch diesen Schwarzwert resultiert verständlicherweise auch ein hoher Kontrastwert. So gefallen mir am Display des Mate 20 sehr die kräftigen und scharf dargestellten Farben. Ein Vorteil des IPS-Panel ist auch die gute Blickwinkelstabilität, selbst beim sehr schrägen betrachten, lässt sich er Inhalt auf dem Display hervorragend ablesen.

Was die maximale Helligkeit des Displays im Mate 20 angeht, kann dies ebenfalls überzeugen. Diese ist deutlich höher als beim kleinen Mate 20 lite und ermöglicht es, dass man die Inhalte auf dem Display auch problemlos im Outdoor-Einsatz ablesen kann.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku im Huawei Mate 20 hat eine Kapazität von 4.000 mAh. Wie lange der Akku halten soll, gibt Huawei zwar nicht an, doch nach meinem Testzeitraum von knapp 4 Wochen kann ich sagen, dass dies Laufzeit locker für einen ganzen Tag ausreicht. Je nach Nutzungsintensität schafft man mit dem Mate 20 sogar bis zu zwei Tage.

 In meinem Testzeitraum habe ich das Gerät eigentlich wie immer für das tägliche Surfen im Internet genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Somit habe ich im Großen und Ganze das Gerät auf die Testbedingungen getestet, wie es so ziemlich jeder von euch im Alltag ebenfalls nutzen würde.

Der interne Akku wird Mithilfe des USB-C Anschlusses aufgeladen. Dieser unterstützt die Schnellladefunktion SuperCharge. Dadurch ist der Akku bereits nach 30 Minuten auf 50 % aufgeladen. Für 100 % benötigt das Netzteil knapp 90 Minuten. Eine kabellose Aufladung via Qi-Standard wird auch beim Mate 20 leider nicht unterstützt.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Eine der vielen Besonderheiten des neuen Mate 20 ist, dass auch hier die Tripple-Kamera ähnlich der P20-Serie zum Einsatz kommt. Jedoch sind die Kamera-Sensoren nicht untereinander angereiht, sondern befinden sich allesamt in einem viereckigen Plateau auf der Rückseite. Hier sind wie bereits erwähnt, die drei Kamera-Linsen und der Dual-LED Blitz untergebracht.Auf der Vorderseite kommt jedoch nur eine Sigle-Kamera und nicht wie bei der lite Version eine Dual-Kamera zum Einsatz. 

Fangen wir jedoch erst wie gewohnt mit der Hauptkamera auf der Rückseite an. Dabei handelt es sich um die Leica-Triple-Hauptkamera, die sich wie folgt zusammensetzt. Einem 12 Megapixel f/1.8 RGB-Sensor mit einem Weitwinkelobjektiv, einem 16 Megapixel -Sensor mit einer Blende von f/2.2 und einem Ultraweitwinkel-Objektiv, sowie ein Teleobjektiv mit einem 8 Megapixel Sensor mit einer f/2.4 Blende. Durch die verschieden Linsen ist ein Zoom von x 0,6; x 1 und ein 2-facher Zoom ohne Verlust der Bildqualität möglich. Die 8 MP-Kamera besitzt zusätzlich einen optischen Bildstabilisator (OIS), der für verwacklungsfrei Aufnahmen sorgen soll. Des Weiteren ist auch der Huawei KI Stabilisierungsmodus (AIS) mit an Bord, welcher für stabilisierte Videoaufnahmen usw. sorgen soll. Durch die drei unterschiedlichen Brennweiten von 17 bis 52 mm ist mit dem Mate 20 eine zweifache optische Vergrößerung möglich. 

  • Aufnahme bei Dunkelheit

    Aufnahme bei Dunkelheit

  • Aufnahme bei Nacht 0,6-Fachem Zoom (Ultraweitwinkel-Linse)

    Aufnahme bei Nacht 0,6-Fachem Zoom (Ultraweitwinkel-Linse)

  • Aufnahme bei Nacht mit 1-Fachem Zoom

    Aufnahme bei Nacht mit 1-Fachem Zoom

  • Aufnahme bei Nacht 2-Fachem Zoom

    Aufnahme bei Nacht 2-Fachem Zoom

  • Aufnahme bei bewölktem Wetter mit Ultraweitwinkel-Linse

    Aufnahme bei bewölktem Wetter mit Ultraweitwinkel-Linse

  • Aufnahme bei bewölktem Wetter mit Standard-Linse

    Aufnahme bei bewölktem Wetter mit Standard-Linse

  • Aufnahme bei bewölktem Wetter mit 2-Fach Zoom Linse

    Aufnahme bei bewölktem Wetter mit 2-Fach Zoom Linse

  • Ultraweitwinkel Aufnahme

    Ultraweitwinkel Aufnahme

  • Makro-Aufnahme

    Makro-Aufnahme

  • Aufnahme bei bewölktem Wetter mit Ultraweitwinkel-Linse

    Aufnahme bei bewölktem Wetter mit Ultraweitwinkel-Linse

  • Aufnahme bei bewölktem Wetter mit Standard-Linse

    Aufnahme bei bewölktem Wetter mit Standard-Linse

  • Aufnahme bei bewölktem Wetter mit 2-Fach Zoom Linse

    Aufnahme bei bewölktem Wetter mit 2-Fach Zoom Linse

  • Bild 1

    Bild 1

  • Bild 2

    Bild 2

  • Nahaufnahme

    Nahaufnahme

  • Indoor-Bild

    Indoor-Bild

  • Bild bei Nacht (ohne Nachtmodus)

    Bild bei Nacht (ohne Nachtmodus)

  • Bild bei Nacht (mit Nachtmodus)

    Bild bei Nacht (mit Nachtmodus)

    Die Bildqualität des Huawei Mate 20 ist bei guten Lichtbedienungen sehr gut. Die Aufnahmen können mit einer hohen Dynamik und mit einer sehr guten Detailschärfe überzeugen. Ebenso können die Farben und die Schärfe überzeugen. Werden die Lichtverhältnisse jedoch schwächer, dann merkt man die etwas schwachen Blende, sodass das Mate 20 hier an seien Grenzen kommt und die Aufnahmen anfangen zu verrauschen. Was mir wie bereits beim Mate 20 lite sehr gut gefällt ist der Profimodus, denn hier kann die Bildqualität noch einmal etwas beeinflusst werden. Schließlich kann man hier Einstellungen unter anderem im Weißabgleich, Belichtungszeit und ISO-Wert vornehmen.

    Wie bereits beim Mate 20 lite, bietet Huawei auch beim Mate 20 die „Master AI“ Künstliche Intelligenz-Funktion. Aktiviert man diese in den Kameraeinstellungen, erkennt die Kamera bzw. die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden sollen. Dies funktionier zwar noch etwas besser als beim Mate 20 lite, jedoch bin ich auch hier nicht rundum zufrieden. Wie bereits beim Mate 20 lite erhöht die Software meiner Meinung auch hier teilweise bei machen Sezenen zu sehr die Farbsättigung. Daher ist das Ganze ein schönes Gimmick, aber rundum konnte mich diese Funktion auch beim Mate 20 nicht zu 100% überzeugen. Damit auch bei Nacht bzw. schlechteren Lichtverhältnissen guten Bilder gelingen hat Huawei den Nachtmodus in der Kamera Software intrigiert. Dieser sorgt bei Dunkelheit für deutlich bessere Aufnahmen, jedoch erfordert dies eine ruhige Hand, da es bis zur fertigen Aufnahme nach dem Auslöser betätigen, knapp 5 Sekunden dauert.

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    Mit dem Mate 20 können Videos in maximal UHD (4K) und 30 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet werden. Der nützliche AI-Bildstabilisator steht jedoch leider nur in der Full-HD-Auflösung zur Verfügung. Des Weiteren können mit dem Ultraweitwinkelobjekitv Nahaufnahmen ab einer Entfernung von 2,5 cm vom Objekt geknipst werden. Dies dürfte vor allem Fans von Makrofotografie gefallen, denn diese können mit dem Huawei Mate 20 sehr nahe Detailbilder aufnehmen.  

    Die Auflösung der Hauptkamera an der Front beträgt 24 Megapixel mit einer Blende von F/2.0. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD. Zudem kann man einen Beauty-Modus Aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Als Blitz bei Selfie-Aufnahmen dient das Display, der Blitz ist jedoch nur automatisch regelbar oder komplett abschaltbar. Drückt man den Auslöser, leuchtet das Display kurz weiß auf, sodass das Gesicht während der Aufnahmen aufgehellt wird.

    (Kamera: 4 von 5 Punkten)

     Software

    Das Huawei Mate 20 wird mit der aktuellen Android 9.0 (Pie) Version ausgeliefert. Mir persönlich gefällt die Benutzeroberfläche von Android 9.0 definitiv besser als das der ganzen Vorgänger. Dies mag daran liegen, dass dieses minimalistischer gestaltet ist und mich persönlich etwas an iOS erinnert. Da ich iPhone Nutzer bin, gefällt mir wahrscheinlich auch aus diesem Grund Android Pie. Huawei hat das Android 9.0 mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI in der Version 9.0 versehen. Beim Sicherheitsupdate handelt es sich leider noch um die Version vom Oktober 2018. 

    Die EMUI Oberfläche gefällt mir sehr gut. Das System läuft auf dem Huawei Mate 20 absolut flüssig und ohne jeglichen Ansatz von Aussetzern. Die Einstellungen sind in 15, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 16 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell und einfach zurecht und sollte eine Einstellung nicht sofort auffindbar sein, kann diese in der Suchfunktion ganz oben eingeben werden.

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    Huawei Mate 20 Software 1
    Huawei Mate 20 Software 2
    Huawei Mate 20 Software 3

    Es gibt auch einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch Zweimaliges klopfen mit dem Fingerknöchel (Zeigefinger) einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden.

    Von Haus aus, liefert Huawei das Mate 20 mit einigen vorinstallierten Apps aus. So sind bereits die zahlreiche Google Apps wie z. B. Gmail, Google Maps, Youtube, Google Fotos usw. installiert. Zudem sind auch noch Apps direkt vom Hersteller Huawei installiert wie z. B. eine Wetter App, ein Kompass, Phone-Clone usw. Diese können jedoch anders als die Google Apps bei Bedarf deinstalliert werden. Somit hält sich die Bloatware im Großen und Ganzen in Grenzen und man hat mit 128 GB sowieso sehr viel Speicher zur Verfügung, welcher bei Bedarf wie bereits erwähnt noch erweitert werden kann.  

    (Software: 4,5 von 5 Punkten)


    PUNKT 3

    bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

    Beschreibung

    Huawei wirbt das Mate 20 unter anderem mit der Leica Triple-Kamera und dem Dual-Blitz, dem großen gestochen scharfen Display und dem leistungsstarken Akku an.

    Zum Mate 20 kann ich soviel sagen, dass dieses mich überzeugen konnte. Für den angebotenen Preis bekommt man sehr gute Leistungen geboten. Durch die Triple-Kamera, welche zusammen mit Leica entwickelt wurde, ist es möglich, bis zu zweifach an das zu Fotografierende Objekt ranzoomen kann. Zudem ist ein Ultraweitwinkel Objektiv mit an Bord, dies habe Ich sehr zu schätzen gelernt, denn damit bekommt man selbst mit wenig Abstand sehr viel auf ein Bild. 

    Die Kamera nimmt durchaus gute Bilder auf, welche bei gutem Licht mit sehr guter Detailtreue und Farben überzeugen können. Zudem sorgte der 4.000 mAh Akku für eine Akkulaufzeit von bis zu 2 Tagen. Ebenso konnte mich auch die Performance überzeugen, denn im Benchmark test liefert das Mate 20 sehr gute Werte ab, sodass es sich lediglich dem großen Bruder dem Mate 20 Pro geschlagen geben muss. 

    Das System läuft auf dem Mate 20 durch die gute Leistung sehr flüssig und man kann problemlos auch anspruchsvolle Apps ohne Aussetzer nutzen. Daher kann ich as Gerät in der unter 800€ Preisklasse empfehlen.

    Preis/Leistung

    Die UVP des Mate 20 liegt bei 799 EUR. Doch das im Oktober erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon in diversen Online-Shops für knapp 570€ erhältlich. Das Mate 20 kann unter anderem mit der sehr guten Akkulaufzeit, dem großen und guten Display und der vielseitigen Triple-Kamera überzeugen. Daher ist auch das neue Mate 20 ein würdiger und vor allem ein sinnvolles upgrade gegenüber dem Vorgänger dem Mate 10. Schade ist nur, das kein kabelloses Laden unterstützt wird und das Smarten nicht wasserdicht und staubdicht ist.


    Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

    Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

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