Fossil Q Control

Fossil, Inc. ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Richardson, Texas. Sie produzieren unter anderem Uhren und Schmuck für Damen und Herren, aber auch Handtaschen, Kleinlederwaren und Bekleidung hat das Unternehmen im Sortiment. Das Unternehmen wurde 1984 gegründet und beschäftigt weltweit rund 13.000 Mitarbeiter (Stand 2014). Zu der Fossil Group gehören inzwischen viele Marken wie: Misfit, Skagen, Armani Exchange, Diesel, DKNY, Emporio Armani, Michael Kors, Puma und einige mehr. 

Fossil hat inzwischen mit seinen übernommenen Unternehmen und auch selbst zahlreiche Smartwatches und Hybrid-Smartwatches auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um Uhren, die vom Äußerlichen aussehen wie eine normale analoge Uhr, aber im inneren mit Funktionen einer Smartwatch daher kommen. 

Bei der Uhr welche ich euch heute vorstellen möchte, handelt es sich um die Fossil Q Control. Eine Smartwatch auf der Wear OS läuft und die dank Pulsmessung den Fokus auf Sport legt. Ob die Fossil Q Control im Alltag überzeugen konnte, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung:

Die Verpackung der Fossil Q Control ist sehr schlicht gehalten. Die stabile weiße quadratische Verpackung ist mit nur wenigen Infos bedruckt. Auf der Oberseite ist neben dem Namen „Fossil“ die Uhr von oben betrachtet aufgedruckt. Auf der rechten und linken Seite der Verpackung ist erneut der Herstellername und direkt darunter der Name der Uhr „Q Control“ zu lesen. Die obere und untere Stirnseite zeigen die wichtigsten Funktionen der Smartwatch, dies wird durch kleine Symbole veranschaulicht. So zeigt z. B. eine kleine Figur, welche im Wasser schwimmt, dass die Uhr wasserdicht ist. Das Notensymbol zeigt wiederum, dass man über die Uhr die Musik-Wiedergabe auf dem Smartphone steuern kann und das Herz-Symbol, dass die Fossil Q Control den Puls messen kann. Betrachten wir die Unterseite der Verpackung, dann erfahren wir hier neben den Systemvoraussetzungen der Uhr noch das Herstellungsland.

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Entfernt man den Deckel von der Box, dann wird sofort die Smartwatch ersichtlich, welche in einer Aussparung in Form eines „Q“ liegt. Das Display der Uhr ist, wenn ihr euch die Fossil Q Control neu bestellt durch eine Folie geschützt. Diese zeigt den gleichen Screen wie den auf der Verpackung. Da ich jedoch ein Leihgerät erhalten habe, war die Folie nicht mehr angebracht. Entnehmen wir den Q-Einsatz, samt der Q Control, befindet sich darunter das restliche Zubehör (eine Schnellanleitung und eine Garantieinformation). Entnehmen wir diese aus der Verpackung, wird noch eine kleine orangene Schachtel ersichtlich, auf der neben dem Namen „Fossil“ auch noch das Symbol für das Ladekabel abgebildet ist, welches sich darin befindet. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design:

Bei der Fossil Q Control handelt es sich um die erste Smartwatch aus dem Hause Fossil, welche nicht nur wasserdicht ist, sondern auch einen Herzfrequenzsensor verbaut hat. Daher eignet sich die Smartwatch technisch gesehen perfekt für den Alltag, aber auch genauso gut für sportliche Aktivitäten. Die Uhr ist in zwei Farbe erhältlich, die schwarze Uhr mit anthrazitfarbenen Gehäuse für Männer und die graue Uhr mit einem roségoldenen Gehäuse für Frauen. Beim Gehäuse handelt es sich um ein Edelstahlgehäuse, dadurch ist die Uhr jedoch mit 70 Gramm etwas schwerer wie einige Smartwatches der Konkurrenz. Dies liegt jedoch auch an der Höhe, denn mit knapp 14 mm ist die Fossil Q Control mir persönlich etwas zu dick für eine sonst so schlicht gehaltene Smartwatch. 

Der mittlere Teil der Unterseite an der sich der Herzfrequenzsensor befindet, besteht aus schwarzem Kunststoff, welcher einen robusten Eindruck macht. Ebenso ist auch das Silikonarmband auf der Oberseite in Schwarz gehalten und in der Arm-Innenfläche grau. Die Dornschließe besteht wie das Uhrengehäuse aus dem anthrazitfarbigen Edelstahl. 

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Das Design der Q Control ist Fossil sehr gut gelungen. Mir gefällt besonders gut, dass man hier auf ein rundes 45 mm AMOLED-Display gesetzt hat. Zudem ist der Rand um das Display relativ dünn gehalten, sodass die Uhr inkl. Rand knapp 55 mm im Durchmesser misst. Der Rand ist nicht ohne Funktion, denn dieser ist zudem ebenfalls berührungsempfindlich und so kann man sich auch mithilfe von diesem durch das Menü navigieren.

Das Armband der Fossil Q Control besteht aus einem Silikon, was sich sowohl im sportlichen Einsatz, aber auch im Alltag ganz angenehm trägt. Das Armband kann bei Bedarf jedoch einfach durch jedes weitere von Fossil angebotene Band ausgetauscht werden, sofern dieses ebenfalls 20 mm breit ist. 

Das Display der Uhr steht minimal über die schmale Lünette über, daher sollte man beim Ablegen darauf achten, dass das Displayglas nicht verkratzt. Beim Runterfallen kann es daher schnell passieren, dass das Glas bricht. An der rechten Seite der Uhr befindet sich eine kleine Krone, bei der es sich um den Einschaltknopf handelt, mit diesem Knopf gelangt man zudem schnell zum Zifferblatt zurück. Ausschalten kann man die Fossil Q Control leider nur umständlich im Menü, nicht direkt über den seitlichen Knopf. Die Bedienung erfolgt zum Großteil jedoch über das Touchscreen. An der Unterseite der Fossil Q Control befinden sich auch die Ladekontakte, hier wird das mitgelieferte Ladekabel angeschlossen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung:

Trotz, dass es sich bei der Fossil Q Control um eine sportliche Smartwatch handelt, macht diese einen sehr schönen und zudem von der Verarbeitung einen hochwertigen Eindruck. Die Spaltmasse sind sehr gleichmäßig und die Materialien harmonieren sehr gut miteinander.

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Zudem ist die Uhr bis 5 ATM (50m) Wasserdicht, daher muss man diese theoretisch beim Duschen, Händewaschen und auch beim Schwimmen nicht ablegen. Dennoch würde ich nicht dazu raten, mit ihr zu Tauschen, da dabei eventuell der Maximaldruck von 5 bar überschritten werden könnte. Das die Armbänder einfach per Schiebemechanismus getauscht werden können ist ebenfalls positiv und funktioniert sehr einfach.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Technische Daten der Fossil Q Control
Art der Uhr Sport-Smartwatch mit Herzfrequenzsensor
Display 45mm AMOLD-Display (Auflösung 454 x 454 Pixel)
Touch-Display ja; Rand um Display ist ebenfalls berührungsempfindlich
Wasserfestigkeit 5 Bar/50 m
Sensoren Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Umgebungslichtsensor, Herzfrequenzsensor
Material Edelstahlgehäuse; Armband aus Silikon
Konnektivität Bluetooth 4.1 und WLAN
Größe/Gewicht 55mm (runde Form) / 70 Gramm
Betriebssystem Wear OS by Google
Lieferumfang Fossil Q Control

Ladekabel

Garantiekarte

Bedienungsanleitung

Tragekomfort:

Die Größe der Fossil Q Control ist für den Alltag perfekt, so kann man alles prima ablesen, ohne das die Uhr am Handgelenk total klobig wirkt. Dass es sich bei der Q Control um eine sportliche Smartwatch handelt, erahnt man nur am mitgelieferten Armband und am Herzfrequenzsensor. Würde man das Armband gegen eines aus Leder tauschen, dann würde dies einer Person, welche die Uhr nicht kennt kaum auffallen. Durch die große Unterseite hat die Uhr eine größere Auflagefläche und verteilt den Druck schön gleichmäßig auf dem Handgelenk. 

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Es würde meiner Meinung nach nicht schaden, wenn die Uhr knapp 2 bis 4 mm dünner wäre, denn dies würde sich positiv auf das Gesamtgewicht auswirken. Doch damit würde sich sicherlich die Akkulaufzeit deutlich reduzieren.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Einrichtung & Bedienung:

Wear OS by Google – Smartwatch
Wear OS by Google – Smartwatch
Entwickler: Google, Inc.
Preis: Kostenlos

Wear OS by Google (früher Android Wear)
Wear OS by Google (früher Android Wear)

Bevor man die Fossil Q Control in Betrieb nehmen kann, muss diese erst einmal aufgeladen werden. Mit dem Ladeanschluss bin ich soweit zufrieden, dieser wird an der Unterseite angeschlossen und hält daran sicher, auch wenn man die Uhr etwas bewegt. Als Betriebssystem läuft auf der Q Control Wear OS. Es handelt sich dabei zwar um ein Google (Android) Betriebssystem, doch dieses funktioniert auch mit iOS-Devices ohne Probleme. Jedoch muss man als iOS-Nutzer auf ein paar Funktionen verzichten. 

Um das Smartphone mit der Uhr zu verbinden, muss zuvor die Wear OS App (erhältlich für iOS und Android) auf das Smartphone geladen werden. Sobald man die App startet, leitet diese einen Schritt für Schritt durch die Einrichtung der Smartwatch durch. So müsst ihr diese zuerst via Bluetooth mit eurem Smartphone koppeln, um anschließend auch das WLAN-Modul der Q Control zu nutzen, denn die Uhr besitzt beides. Zuvor muss die Uhr aber auch noch mit eurem Google-Account verbunden werden. Um die Uhr mit dem WLAN zu koppeln, müsst ihr an der Uhr, sobald ihr dazu aufgefordert werdet, euer WiFi-Netzwerk auswählen, um dann anschließend das Passwort am Smartphone einzugeben. Dies funktioniert wunderbar und ohne Probleme, innerhalb von knapp 10 Minuten ist die Fossil Q Control eingerichtet und einsatzbereit. 

Die Bedienung erfolgt dann fortan vorrangig auf der Fossil Q Control selbst mit der seitlichen Bedientaste und dem Touchscreen. Lediglich um Google-Fit das erste Mal einzurichten usw. wird noch das Smartphone benötigt.

(Einrichtung & Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Display:

Bei der Fossil Q Control kommt ein 45 mm großes AMOLED-Display zum Einsatz. Dieses ist sehr gut ablesbar, spiegelt mir persönlich jedoch bei direktem Sonnenlicht etwas zu sehr. Im Großen und Ganzen hält sich dies jedoch in Grenzen. Die Farben und der Schwarzwert des AMOLED-Displays sind gut, aber mit einer Apple Watch kann das Display nicht ganz mithalten.

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Das 45 mm Display bietet eine Auflösung von 454 x 454 Pixeln. Die Helligkeit kann in den Einstellungen in mehrere Stufen festgelegt werden und geht im Alltag in Ordnung. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung konnte ich das Display gut ablesen, das Problem war hier vielmehr das erwähnte Spiegeln.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Funktionen:

Fossil hat die Q Control explizit als Sport-Smartwatch angepriesen. Besondere Sport-Apps hat man hier jedoch nicht vorinstalliert, man muss sich von Werk aus mit Google-Fit-Training zufriedengeben.Dies reicht jedoch auch den meisten im Normalfall aus, denn hier werden einem zahlreiche Sportarten zur Auswahl angeboten. Dazu zählen beispielsweise Sportarten wie Laufen, Kraftsport, Boxen usw. Über den Play Store können zudem nach belieben weitere Apps geladen werden.

Was mich etwas an der Q Control stört, ist das diese kein eigenes GPS-Modul besitzt. Möchte man beim Training genaue Distanzen oder Strecken usw. aufzeichnen, muss man somit unbedingt das Smartphone mitnehmen. Dies mag sich zwar bei der Akkulaufzeit positiver auswirken, aber viele andere Hersteller haben ihre Sport-Smartwatches mit einem GPS-Modul ausgestattet, sodass man nicht zwingend ein Smartphone beim Joggen mitnehmen muss. Dafür ist jedoch ein Herzfrequenzsensor verbaut, sodass man z. B. beim Joggen oder bei jedem sonstigen Sport jederzeit seinen Puls überwachen kann.

Die Fossil Q Control beherrscht auch noch weitere Funktionen außer das Aufzeichnen von sportlichen Aktivitäten, denn schließlich ist sie nicht umsonst als Smartwatch deklariert. So informiert diese auch über eingehende Nachrichten auf einem Smartphone, diese zeigt sie nicht nur auf dem Display an, sondern macht durch Vibration auf diese aufmerksam. Bei Android Smartphones bestehen hier keinerlei Einschränkungen, auch auf dem iPhone wurde ich über eingehende News, WhatsApp-Nachrichten usw. informiert und kann diese mit einem Klick komplett auf der Smartwatch lesen, jedoch nicht beantworten.

(Funktionen 4 von 5)

Akku:

Die Akkulaufzeit der Fossil Q Control variiert sehr stark von der Nutzungsintensität. Dies ist natürlich bei allen Smartwatches und Smartphones der Fall. Doch bei der Fossil Q Control war ich sehr enttäuscht.

Zuvor möchte ich jedoch auch erwähnen, das Fossil auf der Webseite angibt, dass die Uhr kontaktlos per Induktion geladen wird, dies ist jedoch nicht so, denn aufgeladen wird diese über die vier PINs auf der Unterseite. Doch nun zum großen Kritikpunkt der Akkulaufzeit. Im Alltag habe ich die Smartwatch mit den Standard-Einstellungen wie sie ab Werk geliefert wird genutzt, dabei ist die Helligkeit des Displays auf einen mittleren Wert eingestellt. Besondere Apps, die z. B. meine Aktivitäten wie Puls, Schritte usw. aufzeichnen habe ich nicht genutzt. Schon hier hatte ich Probleme, dass die Akkulaufzeit bis zum Ende des Tages reicht. Die Smartwatch verbraucht so viel Energie, dass diese auch ohne große Nutzung beim Tragen vor Ende des Tages leer war. 

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  Es ist verständlich das der Pulsmesser, Bluetooth usw. Strom verbraucht, aber es ist noch nicht einmal ein GPS-Modul wie z.B. bei der Apple Watch verbaut. Diese hält bei mir bei gleicher Nutzung problemlos ein bis zwei Tage durch und das, obwohl diese dünner ist. Die Akkulaufzeit kann man zwar durch das deaktivieren von einigen Funktionen wie z. B. „OK Google “oder durch die Reduzierung, der Helligkeit des Displays verlängern, aber dieses macht für mich keinen Sinn. 

(Akku: 2 von 5 Punkten)

PUNKT 3

bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung:

Fossil wirbt die Q Control als Smartwatch für sportliche Aktivitäten. Diese eignet sich hiefür zwar schon, aber besonders lange kann man seine Aktivitäten nicht aufzeichnen, denn dafür ist der Akku nicht besonders gut. Zudem fehlt für mich als Smartwatch für den Sport ein GPS-Modul, denn wenn ich am Wochenende Joggen gehe, möchte ich nicht unbedingt noch mein großes Smartphone in die Hosentasche stecken müssen, wenn ich darauf bei anderen Smartwatch-Herstellern verzichten kann. Diese beiden Kritikpunkte kann ich nicht abstreiten, das ist etwas schade, denn vom Design, der Verarbeitung und von den restlichen Funktionen bin ich mit der Uhr eigentlich zufrieden.

Preis-/Leistung:

Die Fossil Q Control bietet mit einer UVP von 299€ (aktuell auf 209€ reduziert) einen relativ günstigen Einstieg in die Welt der Smartwatches. Wäre nun noch ein GPS-Modul verbaut und die Akkulaufzeit würde zumindest einen ganzen Tag ausreichen, so dann könnte ich die Smartwatch voll und ganz empfehlen. So gibt es leider keine volle Empfehlung. Abgesehen davon bietet diese nämlich viele Funktionen, ist wasserdicht, besitzt einen Herzfrequenzsensor und kann vom Design und der Verarbeitung überzeugen.


Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

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