Huawei Mate 20 Pro

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Display6,39 Zoll OLED-Panel (19,5:9 Format) 3120 x 1440 Pixel, Pixeldichte beträgt 538 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 980 2x 2,6 GHz und 2x 1,92 GHz und 4x 1,8 GHz / Mali G76
RAM6 GB RAM (optional 8 GB)
Speicher128 GB (optional 256 GB)
BetriebssystemAndroid 9.0 “Pie”
Haupt-KameraLeica Triple-Kamera: 40 MP (Weitwinkel-Linse, Blende F / 1.8) + 20 MP (Ultra-Weitwinkel-Linse, Blende F / 2.2 ) + 8 MP (Telefoto, Blende F / 2.4), unterstützt Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus), unterstützt AIS (Huawei KI Stabilisierungsmodus)
Front-Kamera24MP f/2.0 Blende
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss, Infrarot-Sensor (für die Steuerung von TV usw.)
Akku4.200 mAh mit SuperCharge Schnellladefunktion, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (aptX, aptX HD AAC), NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen
(LxBxH)
157,8 mm x 72,3 mm x 8,6 mm
Gewicht189 Gramm
LieferumfangHuawei Mate 20 Pro
USB-Typ-C-Kopfhörer
40 Watt SuperCharge Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
Werkzeug zum Auswerfen der SIM-Karte
Kurzanleitung
Garantiekarte
USB-Typ-C zu 3,5 mm Kopfhörerbuchsenadapter
Technische Daten des Huawei Mate 20 Pro

Performance

Das aktuell neueste Flaggschiff-Smartphone hat Huawei natürlich mit dem Prozessor aus der eigenen Entwicklung versehen. So werkelt im Inneren des Mate 20 Pro der Kirin 980, der aktuell stärkste Prozessor in Android Smartphones. Dieser Prozessor gehört neben dem A12 Prozessor von Apple aktuell zu den weltweit ersten Prozessoren, die in einer 7nm-Fertigungsverfahren hergestellt wurden. Dank einer künstlichen Intelligenz soll der CPU zudem deutlich schlauer als sein Vorgänger der Kirin 970 sein. Da der neue CPU zudem LTE Cat.21 unterstützt, sind damit theoretisch Download-Raten von bis zu 1,4 GBits/s möglich.

Huawei verspricht mit dem Kirin 980 gegenüber dem Vorgänger im Mate 10 Pro (Kirin 970) eine bessere effizient von 88 % und einer Beschleunigung der Leistung um 134 %. Doch wie sie dies in den Benchmark-Tests und vor allem im Alltag aus, dies habe ich natürlich für euch getestet.

Beim verbauten Prozessor handelt es sich um den gleichen 64-Bit CPU Kirin 980, der auch im Mate 20 zum Einsatz kommt. Dies ist ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,6 GHz. Genauer gesagt takten zwei Cluster mit 2,6 GHz (Cortex 76), zwei weitere mit bis zu 1,92 GHz (Cortex A76) und die vier restlichen für weniger anspruchsvolle Anwendungen mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Der CPU wird je nach Modell von 6 GB RAM oder optional 8 GB RAM unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU (Grafikprozessor) Mali G76 MP10 integriert, welcher mit rund 720 MHz taktet.

Schon das normale Mate 20 war bei den Benchmarktests ganz vorne mit dabei. Doch aktuell ist nur ein Gerät vor diesem und zwar das Mate 20 Pro. Es handelt sich somit um ein sehr leistungsstarkes Gerät, welches mit sämtlichen Anwendungen klar kommt und dadurch nicht so schnell aus der Puste kommt. Dies spiegelt sich auch in den Benchmarktest test wieder, denn wie bereits erwähnt liegt es hier auf Platz ein, vor dem Mate 20.

In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das Mate 20 wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 274.266 erreichen und liegt somit knapp hinter dem Mate 20 Pro. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3324 und beim Multi-Core Test auf 9774 Punkte. 

Mit 128 GB ist der Flash-Speicher des Huawei Mate 20 Pro ausreichend bemessen. Benötigt man den doppelten Speicher, muss man zum besser ausgestattet Modell greifen, dass 256 GB ROM besitzt und zudem 8 GB RAM. Sollte einem jedoch der verbaute Speicher von 128 GB nicht reichen, kann man den Speicher auch mit einer NM-card um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 128 GB knapp 113 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 9.0 Pie vorinstalliert.

(Performance: 5 von 5 Punkten)

Display

Gegenüber dem Vorgänger ist das Display des Mate 20 Pro um 0,39 Zoll größer geworden. Somit ist das OLED-Display 6,39 Zoll groß und somit fast gleich groß wie das Display des Samsung Galaxy Note 9. Gegenüber dem Vorgänger wurde das Gerät jedoch etwas gestreckt, wodurch das Display-Format nun von 18,7:9, beim Mate 20 Pro auf 19,5: 9 verändert wurde. 

Wie bereits beim Mate 10 Pro kommt ein kontraststarkes OLED-Display zum Einsatz. Dieses löst in WQHD+ Auflösung auf, was 1.440 x 3.120 Bildpunkten entspricht. Dadurch ergibt sich eine Pixeldichte von 538 ppi. Die Auflösung des OLED-Display ist sehr hoch, sofern man in den Display-Display-Einstellungen die Auflösung „Smarte Auflösung“ deaktiviert und die Auflösung manuell auf WQHD+ ändert. Huawei hat die Auflösung von Werk aus auf eine Auflösung von Full-HD+ runtergesetzt, damit die Akkulaufzeit verbessert wird. Natürlich reicht die Full-HD+ Auflösung im Alltag aus, denn meiner Meinung nach kann das menschliche Auge sowieso die feinere Abstufung der Pixel nicht erkennen.

Am oberen Rand kommt das Mate 20 Pro mit einem Notch daher. In diesem finden die zahlreichen Sensoren und die Kameras ihren Platz. Auch die Gesichtserkennungs-Kamera ist hier verbaut. Doch im Display des Mate 20 Pro ist zudem auch der Fingerabdruck-Sensor verbaut, so kann man das Smartphone auch direkt über diesen entsperren. Dieser funktioniert in den meisten Fällen sehr gut, doch hin und wieder brauchte ich zwei-bis-drei Versuche, bis sich das Smartphone entsperren wollte. Ob man wirklich beides braucht, also eine Gesichtsentsperrung und ein Fingerabdrucksensor im Display, ist natürlich eine andere Frage, beide Varianten haben ihre Vor-und Nachteile. Aber von meinem iPhone X kann ich persönlich sagen, dass ich die Touch-ID-Funktion null vermisse und absolut zufrieden mit Face-ID bin. 

Mittlerweile kommt eigentlich fast jedes neue Smartphone mit einem Notch daher und man gewöhnt sich echt sehr schnell daran. Woran wiederum nicht nur ich als iPhone User mich gewöhnen musste, waren die abgerundeten Display-Kanten links und rechts. Denn dadurch das die Tastatur auch auf der abgerundeten Fläche erscheint, tippt man anfangs sehr häufig ungewollt einige Tasten am Rand. Man ist schließlich gewohnt das Smartphone am Rand zu halten und daher kommt es, durch den schmalen Rand gelegentlich zu ungewollten eingaben. 

Das Mate 20 Pro bietet zwar ein deutlich höher auflösendes Display als das von meinem iPhone X, ich kann ich jedoch zischen beiden keine bemerkenswerte unterschiede feststellen. Bei unserer Webseite testr.at konnte ich lediglich im Weiß minimale Unterschiede feststellen, die sind aber nur bei direktem Vergleich auffallend. Beide Geräte hat man im Normalfall nicht daheim und daher wird man diesen Unterschied definitiv nicht vermissen. 

Für ein OLED-Panel typisch, besitzt das Display des Mate 20 Pro einen hervorragenden Schwarzwert und kann mit einem hohen Kontrast überzeugen. Die Farben sind sehr strahlend und farbtreu. Zudem kann das Display mit einer sehr hohen Blickwinkelstabilität überzeugen. Selbst wenn man in einem sehr flachen Winkel auf das Display schaut, erkennt man alles ohne Probleme und vor allem ohne das die Farben verblassen.

In den Display Einstellungen kann man die Farbtemperatur des Display manuell änder, oder diese automatisch regulieren lassen. Dabei passt das Mate 20 Pro die Farbtemperatur des Display basierend auf das aktuelle Umgebungslicht an. Diese Funktion ist mir bereits von meinem Mac und iPhone X unter dem Namen „True Tone“ bekannt und gefällt mir beim Mate 20 Pro auch. Eine weitere nützliche Funktion ist die Möglichkeit das blaue Licht aus dem Display herausfiltern zu lassen oder den Notch auszublenden. Möchte man den Notch nicht haben, dann dunkelt das Display den Bereich recht und links neben dem Notch ab, sodass das Mate mit einem gewöhnlichen Rahmen an der Oberseite daher kommt. 

An dem Helligkeitssensor, welcher die automatische Helligkeit des Displays übernimmt, gibt es nichts zu beanstanden. Dieser passt die Leuchtkraft des Displays der schnell und genau auf das aktuelle Umgebungslicht an. Dank der sehr hohen Helligkeit konnte ich selbst im Außeneinsatz alles sehr gut auf dem Display erkennen.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Huawei hat im Mate 20 Pro einen fest verbauten Akku mit einer Kapazität von 4.200 mAh verbaut. Dank der sogenannten „Huawei SuperCharge“ Technologie ist der Akku mit dem 40 Watt-Netzteil innerhalb von einer halben Stunde von 0 % auf 70 % aufgeladen. Dies betätigte sich auch in meinem Test, denn zu Beginn war das Smartphone fast komplett leer und mit dem Netzteil war es wirklich rasend schnell aufgeladen. 

Des Weiteren lässt sich das Mate 20 Pro per Qi kabellos aufladen. Huawei verspricht zudem, dass man das Mate 20 Pro über die kabellose Aufladung bis zu 160 % schneller als ein iPhone X aufladen kann. Ich habe das mit dem Ladepad von Huawei getestet und dies hat sich im Test bestätig. Dies liegt aber auch daran, das Apple weniger Watt beim kabellosen Aufladen unterstützt.

 Die große Besonderheit des kabellosen Aufladen beim Huawei Mate 20 Pro ist aber, dass man nicht nur das Mate 20 Pro aufladen kann, sondern auch andere Geräte welche Qi unterstützen mit dem Mate 20 Pro aufladen kann. Dieses Feature nennt Huawei „ Umgekehrtes Laden ohne Label“. Legt man z. B. ein iPhone X mit der Rückseite an die Rückseite des Mate 20 Pro, wird das iPhone X vom Akku des Mate 20 Pro kabellos aufgeladen.

Wie üblich, macht Huawei keine genauen Angaben, wie lange der Akku des Mate 20 Pro durchhält. Nach meinem Testzeitraum von knapp 5 Wochen kann ich jedoch sagen, dass dies Laufzeit problemlos für zwei Tage ausreicht. Je nach Nutzungsintensität variiert diese Laufzeit natürlich sehr. In meinem Testzeitraum habe ich das Gerät eigentlich wie immer für das tägliche Surfen im Internet genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Somit habe ich im Großen und Ganze das Gerät auf die Testbedingungen getestet, wie es so ziemlich jeder von euch im Alltag ebenfalls nutzen würde.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

Kamera

Mit dem neuen Mate 20 Pro möchte Huawei nicht nur ein Top-Smartphone von der Rechenleistung verkaufen, sondern auch ein Gerät, mit dem man den Kamera-Bereich der Smartphones erobern kann. Dies gelingt sehr gut durch die Leica-Triple-Kamera auf der Rückseite. Anstelle des im P20 Pro verbauten Monochrom-Sensor, setzt man nun auf RGB-Sensoren und ersetzt die Schwarz/Weiß-Kamera gegen eine Ultra-Weitwinkel-Kamera.

Das Standard-Objektiv ist mit einem 40-Megapixel-Sensor ausgestattet und besitzt eine Blende von f/1.8. Zudem findet im Kamera-Modul noch ein 8 MP-Teleobjektiv mit einer Blende f/2.4 und einem optischen Bildstabilisator platz. Zu guter Letzt handelt es sich beim dritten Sensor um einen 20 MP-Kamerasensor, der mit einem Ultra-Weitwinkel-Objektiv versehen ist und eine Blende von f/2.2 besitzt. 

Durch die drei Kamera-Module verfügt das Mate 20 Pro eine auf das Kleinbild umgerechnete Brennweite von 16 bis 80 Millimeter. Somit ist ein bis zu 5-facher Zoom möglich, der jedoch nicht stufenlos regulierbar ist, sondern eben nur durch die drei unterschiedlichen Objektive möglich wird. Da aber jedes Objektiv über unterschiedliche Blenden und Bildwinkel besitzt, variiert die Bildqualität je nach der gerade genutzten Zoom-Stufe sehr. 

Die Kamera-Sensoren befinden sich allesamt in einem viereckigen Plateau auf der Rückseite. Hier sind wie bereits erwähnt, die drei Kamera-Linsen und der True-Tone-LED Blitz untergebracht. Auf der Vorderseite kommt neben der 24 MP Sigle-Kamera mit einer Blende von f/2.0 noch die 3D-Depth-Sensing-Kamera zum Einsatz. Doch wie scheidet die Leica-Triple-Kamera und die Selfie-Kamera im Test ab, dies verrate ich euch nun.

Dank dem KI-Prozessor, erkennt das Mate 20 Pro zum Großteil das zu fotografierende Objekt und weißt dem Nutzer darauf hin. Als ich z. B. Essen oder eine Pflanze fotografieren wollte, erschien über dem Auslöser auf dem Display eine Anzeige, die mich darauf hinwies, dass ich z. B. essen fotografieren möchte. Automatisch verändert es die Einstellungen, um das zu fotografierende Objekt noch besser zur Geltung zu bringen. Ein weiterer Besonderheit der KI ist es, dass diese erkennt, ob das Motiv vor der Linse mit der Weitwinkel-Linse besser fotografierter wäre und weißt mit dem hinweiß „Supermakro“darauf hin. Um diese KI-Funktionen nutzen zu können, muss man diese jedoch in der Kamera-Einstellungen unter dem Punkt „Master KI“ aktiveren. Man kann jedoch jederzeit auch selbst zum Weitwinkel, oder Teleobjektiv wechseln, dabei muss man in der Kameraeinstellung jedoch die Auflösung von 40 Megapixel auf 10 Megapixel reduzieren.

Mir persönlich gefällt bei den Mate 20 Geräten sehr der Pro-Kameramodus. In diesem kann ich nämlich wie bei meiner Spiegelreflexkamera die Parameter wie Weißabgleich, Verschlusszeit und den ISO-Wert manuell selbst bestimmen. Zudem lässt sich im Pro-Modus das RAW-Bildformat aktiveren. Typischerweise benötigen RAW-Bilder jedoch mehr Speicherplatz, lassen sich aber im Nachhinein über Lightroom oder Photoshop besser bearbeiten, da dies wesentlich mehr Informationen wie ein jpg-Bild besitzen.

Auf der Huawei Homepage hat man beim Mate 20 Pro auch von einer verbesserten Makro-Funktion gesprochen. Ich persönlich mache auch mit meiner Spiegelreflexkamera sehr gern Makro-Bilder, daher finde ich es sehr gut, das Huawei hier noch einmal Hand angelegt hat. Gegenüber dem Vorgänger dem Mate 10 Pro kann man nun anstelle von 6,5 cm noch näher an das Motiv ran. Durch die neue Ultra-Weitwinkel-Linse stellt die Kamera sogar bis zu 2,5 cm vor dem Objekt alles scharf ab. Dies zeigte sich auch an einigen meiner Testaufnahmen, hier hat Huawei sehr gute Arbeit geleistet.

Doch Huawei hat beim Mate 20 Pro nicht nur dafür gesorgt, dass man damit bessere Makro Bilder aufnehmen kann. Mit der vielseitigen Leica-Triple-Kamera gelingen sehr schöne Bilder und dank gleich drei verschiedenen Kamera-Linsen, ist der Einsatzbereich sehr groß. Neben einem speziellen Nachtmodus, der dafür sorgt, dass auch bei Nacht rauschärmere Bilder gelingen, kann auch der Porträt-Modus im Test überzeugen. Hier lassen sich zudem einige Filter wie z. B. Buntglas, Bühnenbeleuchtung usw. softwareseitig zuschalten. Mit den Filtern gelingen zwar nette Effekte, aber an den Rändern der Aufnahmen erkennt man hier schwächen. Auch an der Frontkamera können verschiede Filter zugeschaltet werden, doch die Kamera knipst auch ohne diese Filter halbwegs gute Bilder. Mir fehlt bei der Frontkamera die Schärfe, dadurch gehen auch einige Details verloren. 

Bei den Aufnahmen mit dem Mate 20 Pro gefallen mir die kräftigen Farben und die hohe Dynamik fällt ebenfalls direkt auf. Zudem hat man durch die drei verschieden Kamera-Linsen freien Spielraum und kann seiner Kreativität beim Bilder knipsen freien Lauf lassen. Bei meinen Testaufnahmen hat mir besonders der Panorama-Modus gefallen, denn mit diesem gelingt es selbst bei Nacht, eine sehr gute Aufnahmequalität einzufangen, was unter anderem an der Größe des 40-MP Kamerasensors liegt. Dieser fängt sehr viel Licht ein und neigt bei Dunkelheit nicht so schnell zum Rauschen.

Dank dem sogenannten Super HDR knipst das Mate 20 Pro bei einer Aufnahme mehrere Bilder und fügt diese vollautomatisch zu einem Bild zusammen. Dadurch erreicht man eine noch höhere Lichtstärke und eine verbesserte Dynamik. Auf solch ein verfahren greifen jedoch auch Google und Apple mit ihren neusten Smartphones zurück. Ich habe viele meiner Aufnahmen lediglich im 10 MP-Modus gemacht, da ich, damit auch bequem zwischen den Linsen wechseln kann. Selbst mit dieser reduzierten Auflösung waren die Bilder sehr detailreich und konnten mich mit einer guten Farbkraft überzeugen. 

Mit dem Mate 20 Pro können bestenfalls Videos in Ultra-HD (4K) mit 30 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet. Daher ist es hier gleich wie das normale Mate 20 ausgestattet. Wer gerne Videos mit 60 Bilder pro Sekunde aufnehmen möchte, muss die Auflösung leider auf Full-HD reduzieren. Die nützliche und gut funktionierende AI-Bildstabilisator steht leider ebenfalls nur in der Full-HD-Auflösung zur Verfügung. Des Weiteren können mit dem Ultraweitwinkelobjekitv Nahaufnahmen ab einer Entfernung von 2,5 cm vom Objekt geknipst werden. Dies dürfte vor allem Fans von Makrofotografie gefallen, denn diese können mit dem Huawei Mate 20 Pro wie bereits erwähnt, sehr nahe Detailbilder aufnehmen. Der Ton, welcher von den verbauten Mikrofonen aufgenommen wird, liefert einen sehr klaren und guten Zwei-Kanal-Ton.  

Die Auflösung der Hauptkamera an der Front beträgt 24 Megapixel mit einer Blende von F/2.0. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD. Zudem kann man einen Beauty-Modus Aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Als Blitz bei Selfie-Aufnahmen dient das Display, der Blitz ist jedoch nur automatisch regelbar oder komplett abschaltbar. Drückt man den Auslöser, leuchtet das Display kurz weiß auf, sodass das Gesicht während der Aufnahmen aufgehellt wird. Die Aufnahmen mit der Fron-Kamera sind ok aber liefern eine weniger gute Bildqualität. Vor allem Bokeh (Portätbilder) wirken etwas verschwommen und man kann einige Abbildungsfehler beim genauen hinsehen erkennen. Bei der Schärfe und dem Dynamikumfang scheidet die Kamera wiederum ganz gut ab.

(Kamera: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Beim Betriebssystem setzt Huawei auch beim Mate 20 Pro auf das aktuelle Android 9.0 (Pie) aus dem Hause Google. Zudem hat Huawei es mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI 9.0 versehen. 

Mir persönlich gefällt die Benutzeroberfläche von Android 9.0 definitiv besser als das der ganzen Vorgänger. Dies mag daran liegen, dass dieses minimalistischer gestaltet ist und mich persönlich etwas an iOS erinnert. Da ich iPhone Nutzer bin, gefällt mir wahrscheinlich auch aus diesem Grund Android Pie. Die Bedienoberfläche wirkt deutlich aufgeräumter und dadurch übersichtlicher als die früheren Versionen. Beim Sicherheitsupdate handelt es sich leider noch um die Version vom Oktober 2018. 

Die vorinstallierten Apps von Huawei halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Es sind von Beginn an Google-Anwendungen wie z. B. Gmail, Google Maps, Youtube, Google Fotos usw. installiert. Zudem sind auch noch Apps direkt vom Hersteller Huawei installiert wie z. B. eine Wetter App, ein Kompass, Phone-Clone usw. Diese können jedoch anders als die Google Apps bei Bedarf deinstalliert werden. Mit 128 GB Speicher hat man jedoch sehr viel Speicher zur Verfügung, welcher bei Bedarf zusätzlich noch per NM-card erweitert werden kann. Bei der von mir getesteten 128 GB Version sind knapp 113 GB frei nutzbar, der Rest ist für das System usw. belegt.

Das System läuft dank der großen Rechenleistung auf dem Huawei Mate 20 Pro absolut flüssig und ohne jeglichen Ansatz von Aussetzern. Die Einstellungen sind in 15, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 16 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell und einfach zurecht und sollte eine Einstellung nicht sofort auffindbar sein, kann diese in der Suchfunktion ganz oben eingegeben werden.Es gibt auch einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch Zweimaliges klopfen mit dem Fingerknöchel (Zeigefinger) einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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