Huawei P30 Pro

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones.

In den letzten Tagen habe ich euch bereits das Huawei P30 und P30 lite in einzelnen Testberichten näher vorgestellt. Da es natürlich auch hier wieder ein zusätzliches Pro-Modell gibt, darf dazu natürlich der Testbericht nicht fehlen. Wie das neue Topmodell des chinesischen Unternehmens im Test abschneidet und ob das angebliche Foto-Wunder mit seiner Quad-Kamera überzeugen kann, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie bereits die Verpackung des Huawei P30 lite und Huawei P30, kommt auch das Huawei P30 Pro in einer weißen Verpackung daher.

Die Verpackung ist mit wenigen Infos bedruckt. Lediglich auf der Oberseite und den beiden langen seitlichen Flächen ist der Name des Smartphones „Huawei P30 Pro“ in goldener Schrift zu lesen. Zudem prangt auf der Ober- und den Stirnseiten, das bekannte Huawei Firmenlogo. Zudem wird auf der Oberseite noch erwähnt, dass eine Leica Quad-Kamera verbaut ist. Der weiße Aufkleber an der unteren Stirnseite enthält einen kurzen Auszug der technischen Daten zum Produkt. Dabei handelt es sich wie üblich um den Namen des in der Verpackung befindlichen Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, sowie den ROM (Flash-Speicher und den RAM (Arbeitsspeicher).

Nach dem Anheben des Deckels kommt direkt das Huawei P30 Pro zu Vorschein. Dieses befindet sich zentriert in einer dünnen Kartonage und damit es vor Kratzern und Staub Geschütz wird, wurde das Display mit einer Folie versehen und das Smartphone befindet sich zudem in einer Schutzfolie. Unter dem dünnen Einleger befindet sich eine weiße Kartonage, an der das SIM-Tool angeheftet ist und sich im Inneren eine Kurzanleitung und das Garantieheft in zahlreichen Sprachen befindet.

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Huawei P30 Pro 1

Unter der Pappschachtel befindet sich zudem noch weiterer Zubehör. Bei diesem handelt es sich wie üblich um ein USB-C Ladekabel, und ein 40 Watt starkes Netzteil. Als kleines Bonus legt Huawei trotz fehlenden Klinkenanschluss noch In-Ear Ohrhörer mit einer Drei-Tasten-Fernbedienung und USB-Typ-C-Anschluss bei. Daher kann man die Ohrhörer direkt an dem USB-C Anschluss am Smartphone, ganz ohne extra Adapter betreiben. Die Ohrhörer besitzen keine Ohrtips und lassen sich somit nur bedingt dem eigenen Ohrkanal anpassen. Bei den meisten Nutzern dürfte diese zwar dennoch halten, bieten jedoch kaum eine Reduzierung der Umgebungsgeräusche. 

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Das P30 Pro bietet Huawei aktuell in insgesamt vier Farben an. Neben den drei Farben, in denen auch das Huawei P30 erhältlich ist, gibt es noch die neu Farbe Amber Sunrise. Dabei handelt es sich um einen Farbverlauf je nach Lichteinfall von Rot zu Orange. Weiterhin gibt es jedoch wie bereits erwähnt die Farbe „Black“ ein einfarbiges schwarzes hochglänzendes Gerät und Aurora ein blaues Gerät, welches nach oben hinweg in einen helleren Blauton, bis ins türkis übergeht. Zu guter Letzt ist es natürlich auch noch in der Farbe meines Testgeräts erhältlich, und zwar Breathing Crystal, bei dem die Rückseite je nach Lichteinfall ein Violetten und nach oben hinweg in einen hellblauen bis weißen Farbton übergeht. 

Beim Design setzt Huawei zum Teil auf einen ähnlichen Look, wie es bereits beim Mate 20 Pro der Fall war. So sind nämlich auch beim neuen Huawei P30 Pro, die seitlichen Ränder des OLED-Displays abgerundet und auch die Glasrückseite weißt dieselben Wölbung vor. Dadurch liegt das eigentlich von der Display-Diagonale große Gerät relativ kompakt in der Hand. Jedoch bin ich von diesen abgerundeten Displayrändern in Kombination mit den ebenfalls abgerundeten Glasrückseiten kein allzu großer Fan. Meiner Meinung nach leidet nämlich darunter die Griffigkeit, wodurch das Gerät sehr gerne dazu neigt aus der Hand zu gleiten. Daher rate ich auch hier wie so oft, das Smartphone in eine griffigere Schutzhülle zu stecken. Klar geht dadurch unter Umständen das edle Design verloren, doch nichts ist ärgerlicher, als wenn das Smartphone auf den Boden fällt uns das Glas zerbricht.    

Betrachtet man die Vorderseite, fällt gegenüber den beiden anderen P30 Geräten natürlich direkt ein Unterschied auf, nämlich die gerade erwähnte, an den langen Seiten abgerundete Displayränder. Ansonsten sind sich die Geräte allesamt sehr ähnlich, da auch das Huawei P30 Pro mit einer Tropfen-Notch, in welcher die Kamera versteckt verstaut wurde und es besitzt einen knapp 4 mm hohen Rand unter dem Display (Kinn) und 2 mm umlaufend um das Display.

Der Gehäuserahmen aus Aluminium fällt aufgrund der Abrundungen der Vorder- und Rückseite mit knapp 2 mm sehr schmal aus. An der Oberen- und Untere-Stirnseite ist dieser jedoch so breit wie das Smartphone, abgeflacht und mit einer Fase versehen. Dadurch, dass der Rahmen an den langen Seiten so schmal gestaltet wurde, finde hier lediglich der Einschaltknopf und die Lautstärkewippe an der rechten Seite ihren Platz. An der Oberseite des Huawei P30 Pro gibt es ebenso wenig zu entdecken. Hier befinden sich zwischen den beiden Aussparungen für die Antennen, ein Mikrofon, welches bei Video-Aufnahmen genutzt wird und ein kleiner Infrarot-Sensor, welchen man bereits von dem Huawei Mate 20 Pro kennt. Dieser dient dazu, das Smartphone z. B. als Fernbedienung für den Fernseher usw. nutzen zu können. 

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An der Unterseite findet man zwischen zwei weiteren Aussparungen für die Antennen den USB-Typ-C Ladenschluss. Rechts daneben ist unter den fünf Löchern der Mono-Lautsprecher versteckt und links daneben das Mikrofon, welches für Telefonate genutzt wird. Zu guter Letzt ist direkt neben dem Mikrofon der SIM-Karten Slot untergebracht. In den Sim-Karten Slot können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine NM-card eingesetzt werden. Fall jemand von euch die NM-card nicht kennt, dies ist eine spezielle Speicherkarte, die Huawei zusammen mit der Mate 20-Serie vorgestellt hat. Diese ist so groß wie eine Nano-SIM-Karte und ist somit nicht nur kleiner als eine herkömmliche Micro-SD-Speicherkarte, sondern die Kontakte befinden sich komplett auf der Rückseite wie bei einer Sim-Karte. Unterstütz, wird hier maximal eine NM-card bis 256 GB, aktuell kosten 128GB knapp 49,00€.

Betrachtet man sich die Bilder der Vorderseite des Huawei P30 Pro, fragt sich sicherlich der ein oder andere unter euch, wo Huawei hier die Hörmuschel versteckt hat. Dies kann man ganz einfach beantworten, es gibt keine Hörmuschel und somit auch keinen Lautsprecher-Membran. Damit man jedoch mit dem Smartphone telefonieren, bzw. den Gesprächspartner verstehen kann, setzt Huawei auf die sogenannte Huawei Akustik-Display-Technologie. Dabei wird der obere Teil des OLED-Displays zum Lautsprecher gemacht. Was ganz einfach über ein Modul auf der Innenseite des Displays gelingt. Das Display wird dabei zum Schwingen und somit zur Klangübertragung gebracht. Das ganze kennt der ein oder andere auch von den Sony OLED-Fernseher, denn diese besitzen ebenfalls soggenante Aktuatoren, welche das Bild bzw. das Display zum vibrieren bringen, um den Klang zu übertragen.Die Huawei Technologie funktioniert hier sehr gut, ohne dass man sagen könnte, dass diese schlechter oder besser als ein herkömmliche Hörmuschel klingen. Das Vibrieren des Schalls merkt man übrigens nicht und wird nur beim Telefonieren genutzt. Bei der Musikwiedergabe und Youtube Videos ansehen, wird lediglich der Mono-Lautsprecher an der Unterseite genutzt. Der Klang des Mono-Lautsprechers ist meiner Meinung nach deutlich besser als beim Huawei Mate 20 Pro, aber immer noch nicht so gut, wie ein Stereo-Paar von anderen Geräten.

Das Huawei P30 Pro hat eine sehr längliche Form, und ist somit noch einmal deutlich kompakter als z. B. die P20-Serie und das Mate 20 Pro. Man kann zwar von einem Smartphone mit einem Display von über 6 Zoll nicht mehr wirklich von kompakt reden, doch dennoch wollen viele solch ein großes Display. Mit einem 6,47 Zoll große Display ist das Huawei P30 Pro deutlich größer als das, vom Vorgängermodell dem Huawei P20 Pro und dem Mate 20 Pro. Dennoch ist es kaum größer und hat folgende Abmessungen: 158 x 73,4 x 8,41 mm (L x B x T) bei einem Gewicht von knapp 192 Gramm.

Zwar fehlt auch dem Huawei P30 Pro eine Benachrichtigung-LED, welche sicherlich einige von euch vermissen werden. Doch dafür hat man via Update die Anzeige auf dem Always On Display erweitert. So können hier, sofern ihr dies unter Einstellungen -> Startbildschirm & Hintergrund -> Anzeige stets aktiv einschaltet, neben Uhrzeit, dem Datum und Akku-Stand auch Benachrichtigungen sämtlicher Drittanbieter angezeigt werden. Dies finde ich persönlich deutlich besser als eine ständig blinkende LED. Der Annäherungs- und Helligkeitssensor befindet sich wie bereits beim P30 lite und P30 an der Oberseite, im schmalen Rand oben rechts. 

Neben der Front-Kamera in der Tropfen-Notch vorne, befinden sich beim Huawei P30 Pro eine Quad-Kamera von dem Kamera-Unternehmen Leica an der Rückseite. Dieses Modul befindet sich wie bei allen anderen Smartphones der neuen P30-Serie an der linken oberen Ecke. Dieses längliche Kamera-Plateau, in welchem sich eine Tripple-Kamera befindet, steht wie bei aktuell fast allen Herstellen knapp 2 mm hervor. Das vierte Objektiv befindet sich separat neben dem hervorstehenden Kamera-Plateau und schließt ebenso, wie der Dual-Tone LED-Blitz darüber, bündig mit der Glasrückseite ab. Unterhalb des Blitzes ist noch der (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus und das von Huawei immer genutzte Branding zu sehen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung des Huawei P30 Pro gibt es nichts zu beanstanden. Die Übergänge zwischen dem Aluminiumrahmen und den beiden Glasseiten geht nahtlos über und somit könnte man vom Tasten fast meinen, dass es aus einem Stück bestehen würde. Der Aluminiumrahmen trägt zudem neben den beiden stabilen Glasseiten bei, dass das Huawei P30 Pro absolut steif ist und sich somit selbst mit etwas höheren Kraftaufwand mit der Hand nicht verbiegen lässt.

Des Weiteren ist das Huawei P30 Pro das einzige Smartphone der neuen P30-Serie, welches nach IP68 vollständig gegen Staub und gegen längeres Untertauchen ins Wasser geschützt ist. Doch hier betont Huawei, dass dieser Schutz nicht dauerhaft ist, da Gummidichtungen nun mal altern und somit spröder werden können. Das finde ich persönlich gut, dass man das extra erwähnt. Schließlich sollte man dies unbedingt beachten, weil es bei jedem Gerät, welches angegeben wird, gegen Staub und Wasser geschützt zu sein, der Fall ist, auch wenn es einzelnen Hersteller vielleicht nicht erwähnen. 

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Leider hat man auch beim Pro Modell des Huawei P30 auf ein Stereo-Lautsprecher-Paar verzichtet. Der Klang den Mono-Speaker an der Unterseite ist zwar meiner Meinung nach klanglich noch einmal deutlich besser als der des Huawei Mate 20 Pro. Doch dennoch hört er sich gegen einen Stereo-Lautsprecher immer noch etwas schlechter an.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)


PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Technische Daten des Huawei P30 Pro
Display 6,47 Zoll OLED-Panel (19,5:9 Format) Auflösung 2.340x 1.080 Pixel (FHD+), Pixeldichte beträgt 398 ppi
CPU/GPU HUAWEI Kirin 980 2 x Cortex-A76 mit 2,6 GHz + 2 x Cortex-A76 mit 1,92 GHz + 4 x Cortex-A55 mit 1,8 GHz / Mali G76
RAM 8 GB RAM (in Österreich gibt es zudem eine 6 GB Variante)
Speicher 256 GB (zudem gibt es jedoch in D/AT, eine 128 GB Variante
Betriebssystem  Android 9 “Pie”
Haupt-Kamera Quad-Kamera von Leica:40 MP (Weitwinkelobjektiv, Blende f/1.6, OIS) + 20 MP (Ultraweitwinkelobjektiv, Blende f/2.2) + 8 MP (Teleobjektiv, Blende f/3.4, OIS) Die Time-of-Flight(TOF)-Kamera von HUAWEI unterstützt sowohl den Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus) als auch AIS (AI Image Stabilization), den Bildstabilisator mit künstlicher Intelligenz von HUAWEI.
Front-Kamera 32 MP f/2.0 Blende; Digital-Zooom
Anschlüsse USB-Typ-C Anschluss
Akku 3.200 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
Konnektivität Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (BLE, SBC, AAC, aptX, aptX HD, LDAC HD und HWA Audio, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou, USB-TYP-C Generation 3.1.
Abmessungen (LxBxH)  158 mm x 73,4 mm x 8,41 mm
Gewicht  192 Gramm
Lieferumfang
  • HUAWEI P30 Pro
  • Schnellstart-Anleitung
  • Ladegerät 40 Watt
  • Kopfhörer (In-Ear) mit USB-Typ-C-Anschluss
  • SIM-Werkzeug
  • USB-Typ C Ladekabel

Performance

Im Inneren des Huawei P30 Pro werkelt der aktuellen Octa-Core-Chip Kirin 980, wie er im Huawei P30 und Mate 20 Pro verbaut wurde. Auch wenn inzwischen vielen bekannt sein dürfte, dass Huawei bei der P-Serie die meisten Neuerungen, im Design und der Kamera vornimmt, muss sich die Serie definitiv nicht vor der Mate-Serie verstecken. So wird der CPU zusätzlich von stolzen 8 GB RAM unterstützt.

Beim Kirin 980 CPU, handelt es sich um einen 64-Bit CPU, der mit 8-Kernen bestückt ist. Davon sind die einzelnen Rechenkerne in unterschiedliche Leistungen unterteilt. Somit takten die zwei stärksten mit maximal 2,6 GHz (Cortex A76), zwei weitere mit 1,92 GHz und die anderen vier mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Wie üblich ist im Prozessor auch der GPU Mali G76 integriert, welcher mit bis zu 720 MHz taktet.

Zwar ist das Huawei P30 Pro aktuell leistungstechnisch nicht das beste Smartphone auf dem Markt, doch die Software auf dem P30 Pro läuft sehr stabil und ohne Verzögerung. Des Weitern laufen auch anspruchsvollen Games mit den höchsten Grafikeinstellungen ohne Ruckeln und Aussetzern.   

In den Benchmarktest schneidet das Huawei P30 Pro gegenüber dem Mate 20 Pro noch einmal etwas besser ab, da Huawei hier unter anderem den RAM-Speicher um 2 GB erhöht hat. Bei dem Wert habe ich wie üblich den Test bis zu 4-mal durchlaufen lassen und den Mittelwert per Screenshot festgehalten. Zudem habe ich dies im normalen Standard-Modus gemessen und nicht in dem speziellen Leistungsmodus, denn in der Regel, werden die meisten unter euch nicht immer den Leistungsmodus extra für anspruchsvollere Anwendungen aktiveren. Schließlich verschlechtert diese die Akkulaufzeit um einige Stunden. 

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Huawei P30 Pro Performance  4
Huawei P30 Pro Performance  5

Das Huawei P30 Pro erreichte bei den Tests folgende Werte: Bei Antutu konnte es im Test 311.675 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3345 und beim Multi-Core Test auf 9944 Punkte.

In Deutschland gibt es lediglich aktuell zwei Modelle, beide mit 8 GB RAM, jedoch einmal mit 128 GB und eines mit 256 GB Flash-Speicher. In Österreich wiederum sind es drei Modelle, denn hier wird jeweils ein 128 GB Modell mit 6 GB und eines mit 8 GB RAM angeboten und eines wie mein Testgerät mit 8 GB RAM und 256 GB ROM Flash-Speicher. Die zusätzliche 512 GB Variante wird jedoch sowohl in Deutschland als auch Österreich aktuell nicht angeboten. 

Mit beiden Modell-Varianten, egal ob 128 oder 256 GB hat man aufjeden Fall genug Speicher für sehr viele Apps, Bilder und Videos. Laut AndroBench erreicht das Huawei P30 Pro direkt nach dem Neustart beim Lesen von Daten vom integrierten Speicher 910 MByts/s und beim Schreiben sind es 230 MByte/s. Sollten einem jedoch der fest integrierte Speicher nicht ausreichen, kann man in den SIM-Karten-Slot zusätzlich zur Nano-SIM-Karte eine Nano-Memory-Card um bis zu 256 GB einlegen und somit den Speicher problemlos erweitern. Der Speicher ist hier jedoch aktuell etwas teurer. So wird z. B. für ein 128 NM-Card aktuell Preise ab 47,90€ verlangt. Abzüglich des Betriebssystems und den bereits vorinstallierten Apps bleiben von den 256 GB knapp 240 GB frei zur Verfügung.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Die Noch in Tropfen-Form fällt deutlich kleiner aus, als es noch beim Mate 20 Pro der Fall war. Hier hat Huawei jedoch auch nur noch die mit 32-MP auflösenden Frontkamera untergebracht. Somit hat man sich hier bewusst aufgrund des großen Displays, gegen die vom Huawei Mate 20 Pro verwendete 3D-Gesichtserkennung entschieden. Daher ist zwar weiterhin das Entsperren via Gesicht möglich, jedoch ist dies bei Weitem nicht mehr so sicher, wie z. B. mit dem Fingerabdruck. Diesen Sensor hat das Unternehmen jedoch nicht an der Rück- oder Unterseite integriert, sondern wie bereits beim P30 Pro, direkt in das Display. 

Das OLED-Panel besitzt eine Bildschirmdiagonale von 6,47 Zoll und ist, daher deutlich gegenüber dem, des P20 Pro (6,1 Zoll) gewachsen. Die Maße des Smartphones haben sich jedoch nur um wenige Millimeter verändert. Das Huawei P30 Pro ist daher lediglich 3 mm höher, 0,61 mm dicker, aber 0,5 mm schmaler geworden. Das schlanke Seitenverhältnis von 19,5:9 sorgt dafür, dass das 6,47 Zoll große Smartphone dank dem Gewicht von knapp 192 g sehr gut in der Hand liegt. Der Screen to Body Ratio Wert liegt bei einem hohen Wert von über 88 %.

Die Auflösung des Displays ist ein Punkt, bei dem die Meinungen auseinandergehen. Schließlich löste es nicht wie das Mate 20 Pro mit einer WQHD+ Auflösung (3.120 x 1.440 Pixeln) auf, sondern „lediglich“ mit Full-HD+ (2.340 x 1.080). Hier meinen einige, dass diese Auflösung zu gering sei, doch seien wir mal ehrlich, beim Huawei P30 Pro ist ein 6,47 Zoll Display verbaut, welches insgesamt mit 2.527.200 Bildpunkte daher kommt. Klar liegt die Pixeldichte somit unter 400 ppi (398 ppi), doch seien wir mal ehrlich, das ist doch eigentlich für den Großteil unter uns absolut ausreichend.

Klar könnte jetzt jemand meinen, für ein so teures Smartphone möchte ich aber ein hochauflösenderes Display haben, doch meiner Meinung nach ist die FHD+ Auflösung absolut ausreichend. Man würde zudem nur beim direkten Vergleich mit einem anderen Gerät, welches ebenfalls ein OLED-Panel besitzt, aber höher auflöst, einen Unterschied erkennen. Zudem konnte ich persönlich beim Test des Mate 20 Pro keinen Unterschied feststellen, als ich von der Standard-Auflösung in Full-HD+ auf die WQHD+ Auflösung gewechselt habe. Daher ist die Full-HD-Auflösung meiner Meinung nach völlig ausreichend, zumal die höhere Auflösung sich bei dem 6,47 Zoll großen OLED-Panel sowieso negativ auf die Akkulaufzeit ausgewirkt hätte. 

Das OLED-Display, welches Huawei im P30 Pro verbaut hat, ist im direkten Vergleich bei aktiviertem Umgebungslichtsensor etwas heller als das, vom Huawei P30. So erreicht es eine durchschnittliche Helligkeit von 600 Candela pro Quadratmeter. Wird die Helligkeit manuell geregelt, also der Helligkeitssensor deaktiviert, dann fällt die Helligkeit etwa geringer aus. Das OLED-Display des neuen Huawei P30 Pro ist übrigens etwas heller als das vom P20 Pro.

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Die maximale Helligkeit reicht somit problemlos aus, um die Inhalte, welche auf dem Display dargestellt werden auch an einem sonnigen Tag im Freien gut abzulesen zu können. Bei sehr schrägem Betrachtungswinkel fallen jedoch schnell Spiegelungen von den Objekten in der Umgebung auf, welche die Ablesbarkeit je nach Einfallswinkel etwas erschweren können.

Für ein OLED-Bildschirm typisch, besitzt dieses ein perfektes Kontrastverhältnis (quasi unendlich) und ein ebenso von den IPS-LCD-Displays unerreichbaren Schwarzwert. Dadurch werden die unterschiedlichen Farben sehr gut voneinander abgehoben und durch die einzeln abgeschalteten Pixel, erreicht man einen perfekten Schwarzton. Die Farben sind dabei sehr farbtreu und wirken durch den hohen Kontrast sehr kräftig und blühend.

Die Blickwinkelstabilität des OLED-Displays im Huawei P30 Pro ist ebenfalls sehr gut. Aus sämtlichen Richtungen betrachtet ist der Inhalt, der auf dem Display dargestellt wird gut lesbar. Lediglich bei einem sehr flachen Betrachtungswinkel konnte ich einen minimalen blauen Effekt feststellen. Ich persönlich bin weniger ein Fan der abgerundeten Displayränder. Dadurch leidet nämlich nicht nur die Griffigkeit des Gerätes, sondern auch beim seitlichen Betrachten ist der Inhalt am Rand, durch einen schwarzen Schatten etwas schwieriger ablesbar. Zudem stört mich dieser bei der Bedienung, denn oft wollte ich z. B. ins Bild zoomen und wunderte mich, warum das Smartphone nicht reagiert, bis ich kurz darauf feststellte, dass durch das quer halten mehrere meiner Finger automatisch auf dem Display landeten.Dadurch kam es bei mir öfters auch beim Videos ansehen zu fehl eingaben usw.   

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Bei der Akkulaufzeit kann das Huawei P30 Pro absolut überzeugen. Dem Smartphone steht zur Stromversorgung ein 4.200 mAh Akku zur Verfügung. 

Im Alltagstest zeigt sich auch hier wieder wie bereit beim Huawei P30, dass es für die Akkulaufzeit unter anderem sinnvoll war, die Auflösung geringer zu halten. Bei weniger Nutzung dürfte der Akku bei einigen problemlos bis zu zwei Tage durchhalten. Wer öfters auf das Smartphone schaut, Nachrichte versendet und darüber Musik hört, sollte locker einen Tag bzw. sogar eineinhalb Tage mit einer vollen Akkuladung aushalten.  

Das Huawei P30 Pro ist das einzige Gerät der neuen P-Serie, bei der nicht nur das Wireless Charging (max. 15 Watt), sondern auch Reverse Wireless Charging (bekannt vom Mate 20 Pro) unterstützt wird. Somit kann man das Smartphone nicht nur per Qi-Ladestation komplett ohne Kabel aufladen (dauert jedoch länger als via Kabel) sondern man kann auch ein anderes Smartphone, welches kabelloses Laden unterstützt mit Strom versorgen. Jedoch sollte man auch hier beachten, dass das andere Gerät lediglich mit bis zu 2,5 Watt geladen wird und somit das Aufladen nur sehr langsam stattfindet. 

Sobald der Akku des Huawei P30 Pro leer sein sollte, kann dieser nicht nur via Qi-Ladestation aufgeladen werden, sondern auch deutlich schneller via Ladekabel. Dank dem in der Verpackung beiliegenden 40 Netzteil und dem USB-Typ-C Ladekabel, ist der Akku rasend schnell, aufgeladen. In nicht einmal einer Stunde ist es nämlich schon so weit und der Akku ist wieder von 0 % auf 100 % aufgeladen. Nach bereits einer halben Stunde sind es dank Schnellladefunktion knapp 71 %.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Die neue Leica Quad-Kamera auf der Rückseite setzt sich aus insgesamt vier Linsen zusammen. Die Hauptkamera mit 40 Megapixeln (Brennweite 27 mm, f1.6 Blende, einem 1/1,7“ Sensor, RYYG-Filter, sowie OIS und max. ISO 409.600) OIS= optischer Bildstabilisator. Einer 20 Megapixel Ultra-Weitwinkel-Linse mit einer 16 mm Brennweite und einer Blende von f2.2 (inkl. Makrofunktion). Des Weitern gibt es noch ein 8 Megapixel Teleobjektiv mit einer 125 mm Brennweite f3.4 (Unterstützt zudem einen fünffach optischen Zoom und zehnfacher Hybrid-Zoom, sowie maximal 50x-Digital-Zoom) und ist ebenfalls mit einem OIS ausgestattet. Zu guter Letzt findet man als vierte Linse noch die ToF-Kamera: Ein Sensor zur genauen Tiefenmessung, welcher unter anderem den Bokeh-Effekt deutlich verbessert und die Genauigkeit von Augmented Reality-Inhalten.

Durch diese große Anzahl an verschiednen Brennweiten, sowie optischen-, Hybrid- und Digitalen-Zooms bietet das Huawei P30 Pro einen bisher unglaublich hohen Brennweitenbereich und somit gehört die Kamera des Smartphones aktuell zu der flexibelsten auf den Markt.

Doch neben der Vielzahl an verschiednen Linse, besitzt das Huawei P30 Pro eine weitere Besonderheit, welche auch im normalen P30 zum Einsatz kommt. Damit meine ich den hervorragenden Low-Light-Sektor, bei dem das Huawei P30 Pro hervorragend abschneidet. Dies gelingt durch den soggenanten Super-Spectrum-Sensor, bei dem es sich im eigentlichen Sinne um einen typischen Bildsensor handelt. Doch damit die Lichtempfindlichkeit direkt im Sensor erhöht wird, tauscht Huawei bzw. Leica den in anderen Kameras verbauten RGB-Sensor (Red, Green, Blue) gegen einen RYB-Sensor (RED, Yellow, Blue) um. Damit soll der Sensor bis 40 % mehr Licht einfangen, was vor allem ein großer Vorteil bei Aufnahmen ist, bei den wenig Licht vorhanden ist.

Die Lowlight-Fähigkeit des Huawei P30 Pro ist etwas, was ich bisher von noch keinem anderen Smartphone kenne. Selbst wenn es abends nur eine schwache Beleuchtung einer Straßenlaterne gibt, ist die Ausleuchtung des Bildes deutlich heller, als wie man dieses mit dem menschlichen Auge erkennt. Dabei können die Bilder im Nachtmodus nicht nur mir einer guten Helligkeit, sondern auch mit einem verhältnismäßig guten Kontrast und Detailreichtum überraschen. Hier haben andere Hersteller aktuell im Direktvergleich bei selben Bedienungen absolut das nachsehen. Für die Nachtaufnahme ist es jedoch erforderlich, dass man das Smartphone für ein gutes Ergebnis 5 Sekunden möglichst ruhig hält, was eigentlich ganz gut in meinen Test funktioniert hat.

Die Hauptkamera welche mit einem Bildstabilisator ausgestattet ist, kann bei meinen Testaufnahme mit einer sehr guten Dynamik und Detailreichtum überzeugen. Aktiviert man zudem die von Huawei inzwischen bekannte „AI-Funktion“ erkennt die Kamera automatisch das Motiv, wie z.B. Blauer Himmel, Makroaufnahme, Weitwinkel usw. wechselt dabei teilweise automatisch die Kameralinse und passt die Einstellungen soweit an, sodass man beim Auslösen der Kamera ein Bild erhält, welches ein sehr gutes Ergebnis zeigt. Hier passt die Software automatisch die Farben usw. an, sodass Bilder mit ihren kräftigen Farben überzeugen können. Nachteil ist hier zwar, dass beim aktivieren der „AI“ die Bilder nicht mehr in 40 MP, sondern in „nur“ 10 MP aufgenommen werden. Jedoch muss ich hier das „nur“ betonen, denn dies reicht völlig aus und die Ergebnisse der Bilder mit 10 MP können mich persönlich absolut überzeugen.

Unterhalb der Hauptkamera, bei der es sich um die mittlere Kameralinse im Plateau handelt, befindet sich eine weitere raffinierte Besonderheit: die Periskop-Kamera (Teleskop-Kamera). Mit dieser Kameralinse gelingt es Huawei trotz dem kompakten Smartphone-Gehäuse, eine große optische Zoomfunktion (5-fach optischen Zoom, 10-fach Hybrid-Zoom und bis zu 50-fach Digital-Zoom) zu integrieren, ohne das die Bildqualität darunter leidet. Doch wie gelingt dem Unternehmen dies? Das Licht (Motiv) vor dem Smartphone trifft auf ein Prisma, welches dieses in einem 90-Grad-Winkel zu dem Bildsensor weiterleitet (reflektiert). Zwischen der 90-Grad Strecke befinden sich zudem noch die fünf Tele-Linsen, durch welche der Tele-Zoom ermöglicht wird und somit das Motiv sehr groß vergrößert wird.

Die Blende des Teleobjektivs liegt bei f/3.4, was sich jetzt zwar nicht so gut anhört, doch keine Angst, bei einer Tele-Linse mit solch einem Zoom, ist das noch in einem ganz guten Bereich. Da es bei solch einer hohen Vergrößerung (Zoom) schwierig wird, Verwackler zu vermeiden, hat Huawei nicht nur einen elektronischen (AIS), sondern auch einen optischen Stabilisator (OIS) verbaut. Die Aufnahmen der Tele-Linse sehen sowohl bei fünffacher, als auch zehnfacher Vergrößerung sehr gut aus und können mit einer guten Schärfe überzeugen. Bei der 50-fachen Vergrößerung bzw. alles, was über den 10-fachen Hybrid-Zoom geht, ist weniger verwendbar. Schließlich wird hier ein Digitalzoom genutzt, bei dem man mit einem Verlust der Bildqualität leben muss. Hier nimmt daher das Rauschen usw. deutlich zu.

Direkt über der Hauptkamera ist die mit 20 MP auflösende Weitwinkel-Kamera platziert. Damit können Fotos mit einem großen Weitwinkel aufgenommen werden, was z.B, in Innenräumen, aber auch bei Gebäudefotografie von Vorteil sein kann. Zudem wird diese Linse auch bei Makro-Aufnahmen genutzt, da diese eine Naheinstellgrenze von gerade einmal 2,5 cm besitzt. Daher kann man bei Blumen und allen weiteren Motiven extrem nah heran und die Kamera stellt immer noch automatisch das Bild scharf.

Die vierte Kamera-Linse (ToF-Sensor) befindet sich rechts neben dem Kamera-Plateau. Dieser Sensor leuchtet einen nicht sichtbaren Lichtimpuls aus, und berechnet anschließend automatisch die Zeit, welche das Licht benötigt, um wieder zurück zum Sensor zu gelangen. Dabei misst dieser Sensor in einigen Millisekunden die Entfernung zu sämtlichen Objekten im Erfassungsbereich des Sensors, was zum einen für einen sehr guten Bokeh im Porträtmodus sorgt, für Augmented Reality (AR) genutzt werden kann und auch zum Vermessen von Objekten. In folgender Bildergalerie könnt ihr euch selbst von der Quad-Kamera des Huawei P30 Pro überzeugen. In meinen Testbildern zeigt sich jedoch schon, dass das Smartphone aktuell nicht umsonst auf dem 1. Platz im DXOMARK Mobile Test befindet. Schließlich ist die Kamera nicht nur absolut vielseitig verwendbar, sondern kann dabei auch von der Qualität der Bilder absolut überzeugen.

  • Huawei P30 Pro Kamera 15

    Weitwinkel Aufnahme

  • Huawei P30 Pro Kamera 16

    Hauptkamera

  • Huawei P30 Pro Kamera 17

    5-fache vergrößerung

  • Huawei P30 Pro Kamera 18

    10-fach Zoom

  • Hdr

    HDR Aufnahme am Abend.

  • Huawei P30 Pro Kamera 63

    Bild am Abend bei Dämmerung

  • Huawei P30 Pro Kamera 62

    Blumenstrauß mit AI-Modus

  • Huawei P30 Pro Kamera 61

    Makro-Aufnahme

  • Huawei P30 Pro Kamera 49

    Weitwinkel-Kamera

  • Huawei P30 Pro Kamera 54

    Hauptkamera

  • Huawei P30 Pro Kamera 51

    5-fach Zoom

  • Huawei P30 Pro Kamera 52

    10-fach zoom

  • Huawei P30 Pro Kamera 53

    50-FACH DIGITAL-ZOOM

  • Huawei P30 Pro Kamera 40

    Frontkamera

  • Huawei P30 Pro Kamera 28

    Nahaufnahme

  • Huawei P30 Pro Kamera 7

    10-fach Zoom

  • Huawei P30 Pro Kamera 6

    5-fach Zoom

  • Huawei P30 Pro Kamera 5

    Hauptkamera

  • Huawei P30 Pro Kamera 4
  • Huawei P30 Pro Kamera 2
  • Huawei P30 Pro Kamera 1
  • Huawei P30 Pro Kamera 26

    Nahaufnahme

  • Huawei P30 Pro Kamera 27

    Makro-Aufnahme

  • Huawei P30 Pro Kamera 11
  • Huawei P30 Pro Kamera 12
  • Huawei P30 Pro Kamera 13
  • Huawei P30 Pro Kamera 14
  • Huawei P30 Pro Kamera 65

    Bild im unter sehr dunklem Schatten der Bäumen ab Abend. Hier sieht man, wie durch den Nachtmodus alles absolut genial ausgelechtet wurde.

    Zu guter Letzt schauen wir uns natürlich auch noch kurz die Frontkamera des Huawei P30 Pro an. Diese löst wie bereist erwähnt mit 32 MP auf und besitzt eine Blende von f/2.0. Für eine Selfie-Kamera knipst der Sensor selbst bei schlechterem Licht ordentliche Bilder, jedoch werden diese mit einem leichten Rauschen überschattet. Bei gutem Tageslicht konnte die Kamera mit guten Bilder überzeugen. 

    Bei Videoaufnahmen besitzt die Frontkamera leider nur einen Fixfokus und kann mit einer maximalen Full HD+ Auflösung aufnehmen. Bei der Hauptkamera auf der Rückseite können jedoch Videos im Idealfall in 4K (UHD) mit 30 Bilder pro Sekunde festgehalten werden. Jedoch ist dabei die Aufnahmezeit auf max. 10 Minuten pro Aufnahme limitiert. Wer gerne mit 60 Fps filmen möchte, muss leider auf 4K verzichten und muss daher auf eine niedrigere Auflösung zurückgreifen.

    (Kamera: 5 von 5 Punkten)

     Software

    Aktuell ist auf allen neuen Huawei Geräten das Google-Betriebssystem Android 9 Pie vorinstalliert. Darüber legt das Unternehmen wie üblich die Benutzeroberfläche, EMUI. In diesem Fall mit dem neusten Update vor wenigen Tagen in der Version 9.1.0. Mit dem Update im Juni hat man nicht nur die Fotoqualität verbessert (Farben sind etwas natürlicher), sondern hat auch gleich den Sicherheitspatch vom Mai 2019 installiert. Daher ist hier soweit alles auf dem neusten Stand.

    Die EMUI Oberfläche orientiert sich sehr an der Oberfläche des reinen Android 9 Pie. Im Hauptbildschirm erkennt man zwar keinen allzu großen Unterschied zu den ganzen anderen Android-Smartphones, doch geht man in das Einstellungsmenü, dann kommt hier eine gute Strukturierung in die einzelnen Untermenüs zum Vorschein. Diese gefällt mir ganz gut und erinnert mich wie ich bereits in den Mate 20 Testberichten erwähnt habe etwas an iOS. Dank den gut beschriebenen Beschriftungen unter den einzelnen Menüpunkten, findet man in der Regel selbst als Neuling schell das, was man sucht. Sollte man jedoch eine Funktion nicht auf anhieb finden, kann man diese ganz einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben.

    • Huawei P30 Pro Software 2
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    • Huawei P30 Pro Software 7
    • Huawei P30 Pro Software 8
    • Huawei P30 Pro Software 1

      Dank dem 8 GB RAM Arbeitsspeicher läuft das System absolut flüssig, ohne ruckeln. Mein Hauptkritikpunkt bei der Software des Huawei P30 Pro ist, das selbst Problem wie es bereits beim P30 lite und dem normalen P30 der Fall ist. Auch hier sind beim Huawei P30 Pro sehr viel Apps von dem Funktionsumfang doppelt vorinstalliert. Es gibt nämlich neben dem Web Browser Google Chrom, auch noch den eigenen Huawei Web Browser. Aber auch die Möglichkeit, um Bilder und Fotos anzusehen, kann über dreierlei Apps erfolgen. Entweder über Galerie, Google Fotos und Video. Weiter geht es bei E-Mails, den hier gibt es neben der E-mail App, noch Gmail. Die doppelten Apps kommen daher zustande, dass Huawei neben den eigenen Apps auch noch die von Google installiert bzw. muss, da diese das System zur Verfügung stellen. Die Bloatware von Huawei (Apps die nicht gelöscht werden können) halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Die vorinstallierten Apps wie z.B. booking.com und Facebook lassen sich bei Bedarf problemlos deinstallieren. Andere Apps wiederum lassen sich zum Teil nur ausblenden.

      (Software: 4,5 von 5 Punkten)


      PUNKT 3

      bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

      Beschreibung

      Das neue Huawei P30 Pro beschreibt das Unternehmen selbst als „Das Fotowunder“. Hier steht auch wie typisch für die P-Serie (P steht hier für Photo) die Kamera im Mittelpunkt. Mit der Leica Quad-Kamera ist Huawei beim P30 Pro eine absolut überzeugendes Kamera-Setup gelungen. Nicht umsonst wirbt Huawei auch auf der Produktseite des Huawei P30 Pro zu 70 % fast nur mit deren tollen Funktionen und Eigenschaften. 

      Zudem bekommt man hier ein gutes ein OLED-Display geboten, welches mit der Auflösung in FHD+ vollkommen ausreichend ist. Des Weitern ist es nach IP68 gegen Staub und Wasser gut geschützt und somit für jedes Abenteuer (bis auf das Herunterfallen auf den Boden) bestens geschützt.

      Preis/Leistung

      Die UVP des Huawei P30 Pro liegt je nach Speichervariante zwischen 999 € und 1099€. Jedoch ist das Huawei P30 Pro, welches seit Ende März 2019 erhältlich ist, inzwischen je nach Farbe und Speicher ab knapp 750 € neu und somit günstiger erhältlich. 

      Beim Huawei P30 Pro gefällt mit sehr gut die neue Leica Quad-Kamera, welche mit ihren sehr guten Bildern nicht nur bei Tag, sondern vor allem bei schlechteren Lichtverhältnissen überzeugen kann. Enttäuschend ist hier wiederum die Video-Funktion, denn leider kann man in 4K nur mit max. 30 fps, anstelle von 60 fps aufnehmen. 

      Das 6,47 Zoll riesige OLED-Display kann mich wiederum sehr überzeugen und hier kann ich es nur noch einmal klar betonen, dass die Full-HD+ Auflösung an einem Smartphone absolut ausreichend ist. Diese wirkt sich nämlich auch positiv auf die Akkulaufzeit aus, denn dank dem 4.200 mAH+h Akku kommt man auf eine Akkulaufzeit von eineinhalb bis zwei Tage.

      Huawei P30 Pro

      Zum Angebot bei


      Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

      Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

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