LG G6

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Performance

Zum Einsatz kommt der aus dem Jahr 2016 stammende Snapdragon 821 Prozessor von Qualcomm. LG wollte nicht auf den Snapdragon 835 warten, da dieser unter anderem den Markstart um ein paar Monate verschoben hätte und dieser auch Auswirkungen auf die Akkuleistung hätte. Denn der aktuelle Top-Prozessor Snapdragon 835 verfügt über acht statt vier Prozessorkerne. Der Arbeitsspeicher wurde gegenüber dem Vorgänger nicht erhöht und bleibt somit bei 4 Gigabyte RAM.

Das Gleiche gilt auch für den internen Flash-Speicher, dieser ist zwar mit 32 Gigabyte (Netto 20 Gigabyte) nicht allzu groß bemessen, kann bei Bedarf aber mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 2 Terabyte erweitert werden. Im Benchmark Test schneidet das LG G6 wegen dem alten Prozessor-Chip zwar schlechter ab, als wenn ein Snapdragon 835 verbaut wäre. Aber im normalen Alltagseinsatz fällt dies einem nicht auf.

m Praxistest kann mich das LG G6 positiv überraschen. Bei den alltäglichen Aufgaben glänzt das Smartphone ohne jegliche Einschränkungen und auch aktuelle Spiele laufen ohne Aussetzer. Auch könnt ich keine Ruckler feststellen und die Ladezeit sind erfreulich kurz. Die Nutzeroberfläche läuft flüssig ab, auch wenn man z.B. einen 360-Grad Live Hintergrund verwendet.

Wo man eventuell eine Leistungsschwäche feststellen kann, ist nach dem erstellen eines 360-Grad Panorama Bildes. Möchte man dieses anschließend in der Galerie betrachten, muss man sich auf eine etwas längere Wartezeit einstellen, bis das Bild komplett betrachtet werden kann.

(Performance: 4 von 5 Punkten)

Display

Das 5,7 Zoll große Display, das von LG als FullVision QHD+ In-Cell Display bezeichnet wird, löst mit 2880 x 1440 Pixeln auf. Die Pixeldichte beträgt somit beachtliche 564 ppi! In Sachen Farbe, Kontrast und Bildschärfe braucht sich das G6 dank HDR10 & Dolby Vision nicht vor der Konkurrenz verstecken. Denn beide tragen für intensivere Farben und ein verbesserten Kontrast bei. Die sehr gute Qualität des QHD+ -Display beeindruckt das Auge. Die von LG genannte Komfortansicht dürfen Android-Nutzer auch als Nachtmodus und iOS-Nutzer als Nightshift kennen. Diese Funktion reduziert den Anteil des blauen Lichtes, wodurch sich die Augen vor allem nachts weniger anstrengen müssen.

Bei der Bildschirmhelligkeit kann das Display des LG G6 ebenfalls überzeugen, im Outdoor-Einsatz bei Maximaler Hintergrundbeleuchtung ist noch relativ viel auf dem Bildschirm zu erkennen. Auch beim Fotografieren mit direkter Sonneneinstrahlung ist die Leistung des Displays angemessen. Das Spiegeln der Glas-Oberfläche ist im Vergleich des Vorgängers jedoch deutlich reduziert worden.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Damit das LG G6 wasserdicht sein kann, mussten die Koreaner den 3.300 mAh Akku fest verbauen. Das Durchhaltevermögen des Akkus kann sich durchaus sehen lassen. Ich konnte das LG G6 gut 2 Tage verwenden, bis ich es wieder aufladen musste. In dem Testzeitraum hatte ich teilweise über das mobile Datennetz und abends über Wlan im Internet gesurft, einige Videos angeschaut und telefoniert. LG hat dem G6 die schnell Ladefunktion Quick Charge 3.0 verpasst. In einer halben Stunde ist der Akku auf etwa 43% aufgeladen, für die volle Aufladung dauert es knapp eine Stunde und 15 Minuten. Übrigens hat LG im G6 eine Heatpipe aus Kupfer verbaut, welche die entstehende Hitze ableiten soll. Zudem wurden alle wärmeerzeugende Bauteile so weit wie möglich voneinander verbaut.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Auf der Rückseite befinden sich wie bereits beim Vorgänger zwei Kamera Linsen. Die Auflösung der beiden Linsen hat LG jedoch verändert. So sitzt auf der Rückseite eine 13-Megapixel-Kamera mit 1.8er-Blende und eine Weitwinkel Linse mit ebenfalls 13 Megapixeln, die aber einen Bildwinkel bis 125 Grad aufnimmt. Zwar wurde die Auflösung der Hauptkamera im Vergleich zum Vorgänger um 3 Megapixel reduziert, jedoch sind 13 Megapixeln ausreichend genug, um damit gute Bilder zu machen, was man ja auch am iPhone mit 12-Megapixeln feststellen kann. Was mir beim Bilder auf den Laptop übertragen aufgefallen ist, ist die Auflösung der Bilder die je nach gewählten Aufnahme-Format variiert. So erhält man bei dem Bildschrim-Format von 18:9 eine Auflösung von 8,6 Megapixel, bei 16:9 sind es 9,7 Megapixel. Die volle Auflösung von 13 Megapixeln bekommt man nur im 4:3 Format. Im Praxistest konnte die Dual-Kamera dennoch überzeugen.

Die Software der Kamera bietet wie beim Vorgänger viele manuelle Einstellmöglichkeiten, die Spiegelreflexkamera-Nutzer gut vertraut sind. Aber auch die automatischen Einstellungen funktionieren zuverlässig, HDR, Panorama, Bild-in-Bild und sogar 360-Grad Bilder bieten alle Funktionen, die für gute Bilder prozessieren können. An der 13 Megapixel-Kamera gibt es in puncto Bildqualität wenig zu meckern. Bei Tageslicht schießt das LG G5 kontrastreiche und scharfe Bilder. In dunkleren Lichtverhältnissen lässt die Qualität jedoch ein Stück nach und das Bildrauschen nimmt etwas zu.

Die Ultraweitwinkel Linse mit 13 Megapixeln kann in Sachen Bildqualität ebenfalls überzeugen. Beachten werden sollte hier jedoch, das LG die zweite Kamera Linse für Weitwinkelbilder nutzt und nicht wie Apple oder Huawei für einen Telezoom mit Bokeh-Effekt. Die Auflösung der Frontkamera wurde überraschend auf 5 Megapixeln reduziert, jedoch bin ich mit der Qualität der Aufnahmen trotzdem zufrieden und die Bilder sind meiner Meinung nach sogar besser, als beim Vorgänger mit 8 Megapixel.

Dies zeigt mal wieder, dass mehr Megapixel nicht automatisch bessere Bilder bedeutet. Der Autofokus arbeitet übrigens wie auch bei der rückseitigen Dual-Kamera sehr zuverlässig. Die Frontkamera erlaubt Bilder mit Normalen- (82 Grad) und Weitwinkel (100 Grad), jedoch reicht hierfür anders als auf der Rückseite nur eine Linse aus. Die Weitwinkel Funktion der Frontkamera ist vor allem bei einem Gruppen-Selfie mit mehreren Personen sinnvoll. Das Kamera-Trio des LG G6 kann im großen Ganzen überzeugen. Besonders die Weitwinkel Linse und die gute Bildschärfe hat mir besonders gut gefallen.

4K Video-Aufnahmen sind für das LG G6 ebenfalls kein Problem. Jedoch nimmt man beim schwenken währenden der Aufnahmen verstärkt Bildunschärfen wahr. Abhilfe Schaft dabei nur eine Aufnahme mit einer höheren Framerate also 60 Bilder in der Sekunde, was jedoch nur in Full-HD möglich ist und wiederum bedeutet, dass die Bildschärfe abnimmt.

(Kamera: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Das LG G6 kommt mit Android 7.0 Nougat Betriebssystem, welchem LG seine Nutzeroberfläche LG UX verpasst. Den Homescreen Launcher hat das Unternehmen sinnvoll optimiert. So ist z. B. der App-Drawer von Werk aus vorhanden, zudem passen sich die App-Icons, die geladen werden, automatisch an das Design der LG UX Oberfläche an. Der Umfang an vorinstallierten Apps hält sich zum Glück gering. Zwar sind einige Apps von LG vorinstalliert, diese sind aber durchaus interessant und bieten nützliche Funktionen. Googles künstliche Intelligenz „Google Assistent“ ist übrigens ebenfalls mit an Bord.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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