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Garmin Edge 1030 Plus

In aller Kürze

Mit dem neuen Garmin Edge 1030 Plus hat Garmin das neuste Top-Modell der Garmin Edge Navi-Serie vorgestellt, welches zugleich der Nachfolger des normalen Edge 1030 ist. Um es kurz zu sagen, das Garmin Edge 1030 Plus ist der aktuell am besten ausgestattete GPS-Fahrradcomputer, der zudem den größten Funktionsumfang auf dem Markt bietet. Kleine Kritik gibt es lediglich beim Menüaufbau, was jedoch dem sehr üppigen Funktionsumfang geschuldet ist.

Ansonsten erhält man hier ein technisch und vom Funktionsumfang top GPS-Fahrrad-Navigationsgerät, welches jedoch auch seinen Preis hat, diesen aber meiner Meinung nach absolut Wert ist. Schließlich ist es das aktuelle beste GPS-Fahrrad-Navigationsgerät auf dem Markt, welches in allen zweirädrigen Sportarten einen hervorragende Arbeit leistet.

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • lange Akkulaufzeit
  • top Verarbeitung
  • umfangreicher Funktionsumfang
  • sehr gute Navigation

Gefällt uns weniger

  • Menü etwas unübersichtlich
  • hoher Preis

Garmin Edge 1030 Plus

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das Garmin Edge 1030 Plus liefert Garmin wie ich es bereits von anderen Produkten des Unternehmens kenne, in einer sehr stabilen grauen Verpackung aus. Dabei zieren die Verpackung einige Abbildungen des darin befindlichen Gerätes und einige wenige Informationen zu diesem.  

Auf der Oberseite des Deckels wir das Garmin Edge 1030 Plus von oben betrachtet dargestellt. Dabei handelt es sich um eine original große Abbildung des Gerätes, welche hier einen Kartenabschnitt darstellt. Direkt neben dem Navi verläuft von oben nach unten groß der Herstellername sowie links unter dem Navi der Produktname. An der rechten und linken Seite ist erneut der Name des Navis zu lesen und darüber sieht man links das Garmin Edge 1030 Plus von links und auf der rechten Seite von rechts. Die untere Stirnseite ist weniger interessant, den hier gibt es nur das Kleingedruckte zum Unternehmen sowie die ganzen Infos zu den Lizenzen usw. 

Wichtig wäre hier wiederum die Rückseite, denn diese hält zahlreiche Informationen zum Edge 1030 Plus bereit. Dazu zählen, um einige Beispiele zu nennen: die Akkulaufzeit, die Displaygröße und das Gewicht sowie einige fürs Unternehmen wichtige Ausstattungsmerkmale des neueste Fahrrad-Navigationsgerätes.    

Direkt nach dem Entfernen des Deckels erblickt man das Garmin Edge 1030 Plus, welches in einer Folie eingepackt ist und zudem in einem Karton-Einsatz eingesetzt wurde. Darunter wiederum liegt das restliche Zubehör lose in mehren Verpackungen herum. Dazu zählen verschiedene Teile für die unterschiedlich großen Lenker-Halterungen und eine Aero-Halterung, ein Micro-USB-Ladekabel, ein Befestigungsband (Handschlaufe) und verschiedene Handbücher.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Design des Garmin Edge 1030 Plus setz Garmin auf ein einheitliches schwarzes Gehäuse. Das Vorgängermodell (ohne Plus) kam noch in einem schwarz/weisen Look daher, der nicht jedem gefallen hatte.

Der mattschwarze Look des Gehäuses, welches rundum mit einer leichten rauen Oberfläche versehen wurde, gefällt mit sehr gut. Somit liegt das Gerät nämlich auch mit nassen bzw. schwitzigen Händen hervorragend in der Hand. Bringt man zudem die Halteschlaufe an der Unterseite an, welche im Lieferumfang enthalten ist, dann kann man hier für noch einen zusätzliche Sicherheit sorgen, indem man beim Wegnehmen vom Halter automatisch durch die Schlaufe durchgreift oder das Band am Lenker befestigt.   

Die Oberseite des Garmin Edge 1030 Plus nimmt das ausreichend große 3,5 Zoll Display ein, welches an den Seiten mit einem schmalen und oben sowie unten mit einem etwas breiteren Displayrahmen versehen wurde. Am unteren Rand des Displayrands wurde das typische silberne Garmin-Logo integriert und im oberen Rand verbiegen sich einige Sensoren wie z. B. der Helligkeitssensor, der die automatische Display-Helligkeit reguliert.  

Sämtliche Bedienknöpfe hat Garmin wie beim Edge 1030 an den Seiten verteilt, somit bleibt das Display komplett überschaubar. Soweit ganz gut, doch mit der Aero-Halterung wird es da z. B. bei mir etwas eng zwischen Lenker und Navi, sodass man die Knöpfe nicht mehr so leicht erreichen kann. An der linken Seite ca. im oberen Drittel ist der Power-Button platziert worden. Damit wird das Gerät durch Längeres gedrückt Halten, angeschaltet und wenn man den Kopf im eingeschalteten Zustand länger gedrückt hält, kann man die Displaysperre aktiveren, in den Ruhestand wechseln oder das Gerät komplett Ausschalten. 

Unten an der kurzen Seite findet man zentral eine Abdeckung, unter der sich im Falle des Garmin Edge 1030 Plus lediglich ein Micro-USB-Anschluss zum Aufladen des Akkus und zur Datenübertragung verbaut wurde. Der noch beim Garmin Edge 1030 eingesetzte Micro-SD Karten-Einschub wurde entfernt, dafür hat man wiederum den internen Speicher erhöht. Links neben der Abdeckung des Lade-Anschlusses ist die Zurück-Taste und rechts die Start-/Stop-Taste, mit der man das Aufzeichnen der Strecke schnell starten und pausieren kann.

An der kurzen Stirnseite oben wurde das Gerät bewusst nach oben hinweg leicht schräg designt, sodass man hier das Gerät z. B. zusätzlich für mehr Sicherheit noch mit dem Zeigefinger halten kann, und zudem ist hier das Herstellerlogo aufgedruckt. Somit sehen andere Personen von vorne direkt, dass es sich hierbei um ein Garmin-Navigationsgerät handelt. Zu guter Letzt befindet sich an der Unterseite ziemlich mittig vom Gerät der gewohnte Garmin-Vierteldrehungs-Befestigungszapfen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung des Garmin Edge 1030 Plus hat Garmin soweit sehr gute Arbeit geleistet. Das Gehäuse sitzt fest und es knarzt beim leichten Zusammendrücken nichts. Außerdem besitzen alle Knöpfe einen angenehmen Druckpunkt, sodass die Knöpfe bei jedem Drücken zuverlässig reagieren. Das Gerät ist nach dem Standard IPX7 geschützt, dies bedeutet, dass es auch mal versehentlich ins Wasser untergetaucht werden kann, allerdings nur bis zu einer tiefe von 1 Meter und max. 30 Minuten. Das zusätzliche X vor der 7 zeigt, dass entsprechende Tests für die Staubdichtigkeit fehlen, denn oftmals wird auch hier eine Zahl angegeben, doch bei einem Navigationsgerät für den Outdoor-Einsatz ist meistens nur der Schutz gegen Wasser angegeben. Dank IPX 7 ist man hier auf jeden Fall auf der sicheren Seite, denn somit macht auch ein überraschender Regenschauer dem Garmin Edge 1030 Plus nichts aus.

Apropos Regen sollte dieser stärker sein und dadurch auf dem Display landen, was selbstverständlich nahezu unvermeidlich ist, gibt es hier keinerlei Probleme. Das Display macht sich weder selbstständig, noch lässt es sich durch die Regentropfen nicht mehr bedienen. Dabei kann man zudem zwischen drei Empfindlichkeitsstufen wählen, wie empfindlich das Display reagieren soll.

Der Lieferumfang an Halterungen bzw. Befestigungsmaterial ist sehr umfangreich und macht einen sehr stabilen Eindruck. Angebracht am Lecker, dem Vorbau am Mountainbike oder beim Rennrad mit der Aero-Lenkerhalterung, macht das Gerät nicht nur eine gute Figur, sondern hält anschließend auch bombenfest (an der Aero-Halterung am sichersten). Beim Lade- und Daten-Übertragungs-Anschluss handelt es sich leider um einen in die Jahre gekommenen Micro-USB-Anschluss hier hätte ich mir natürlich einen USB-C-Anschluss gewünscht. Schließlich habe ich auf langen Touren immer ein USB-C Kabel  dabei. Somit muss ich persönlich nun halt noch ein weiteres Kabel mitnehmen, jedoch hält sich dessen Platzbedarf und Gewicht bei der Radtour absolut in Grenzen.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-Art (Laufzeit)Li-Ionen (bis zu 24 Stunden)
GPSUnterstützung für GPS / GLONASS / GALILEO
FarbeSchwarz
DisplayTouchscreen, farbig, 282 x 470  Pixel, 8.9 cm (3,5″) Zoll
AbmessungenBreite: 58 mm; Höhe: 114 mm; Tiefe: 19 mm
Gewicht124 g.
Speicher32 GB (nicht erweiterbar)
IP-Klasse (Wasserdichte)IPX7
Vorinstallierte Kartenweltweite Karte
LieferumfangGarmin Edge 1030 Plus
Halterungen für verschieden Lenkerdruchmesser und Arten (Standard- und Aero-Halterung) 
Micro-USB-Kabel
Befestigungsband
Handbücher
Technische Daten des Garmin Edge 1030 Plus

Ersteinrichtung und Montage

Vor der Ersteinrichtung ist es eigentlich wie bei allen Geräten mit einem fest verbauten Akku zu empfehlen, das Garmin Edge 1030 Plus erst einmal komplett aufzuladen. Damit wird dafür gesorgt, dass der Akku direkt weiß, wann er komplett voll ist und wann dieser leer ist. Somit findet dann quasi direkt eine Kalibrierung des Akkus statt.

Die Montage des Garmin Edge 1030 Plus ist soweit sehr einfach und schnell erledigt. Dazu können die unterschiedlich großen Lenkerhalterung mithilfe von den beiliegenden verschieden großen Halte-Gummis am Lenker oder dem Vorbau befestigt werden. Außerdem liegt die sogenannte Aero-Lenkerhalterung bei, die dafür sorgt, das das Navi leicht vor dem Lenker hängt und das absolut sicher, da diese mir einer Schraube befestigt wird. Der benötigte Inbusschüssel liegt hier im Lieferumfang übrigens bei. Letztere Halterung empfiehlt sich vor allem bei Rennrädern, da man hier sowieso meist kürzer entfernt vom Lenker sitzt, ob man zusätzlich noch eine der Gummiringe in die Aero-Halterung einlegen muss und vor allem welche, hängt hier vom Lenkerdurchmesser ab. 

Sollte man sich für das Garmin Edge 1030 Bundle entschieden haben, dann liegen im Lieferumfang auch ein Herzfrequenzsensor, ein Trittfrequenz- und Geschwindigkeitssensor bei. Die zwei letzt genanten Sensoren sind ebenfalls schnell angebracht und können auch bei Bedarf schnell von einem zum anderen Rad gewechselt werden, da diese lediglich via Gummis am Rad und der Kurbel befestigt werden.

Nun zur Einrichtung des Garmin Edge 1030 Plus. Direkt nach dem Einschalten muss man erst einmal die Sprache einstellen, dann soll man sich die „Garmin Connect-App“ aus dem Appstore laden, welche kostenlos für iOS (Apple-User) und im Google Play Store (Android-User) erhältlich ist. Durch das Tippen auf fortfahren auf dem Display des Garmin Edge 1030 Plus sucht das Navi nach einem Smartphone, dazu sollte jedoch Bluetooth eingeschaltet sein. Nun in die Garmin Connect App gehen und dort sollte einem direkt angezeigt werden, dass eine Verbindung zum Garmin Edge 1030 Plus möglich ist. Hier im Menü dann auf Verbinden tippen und anschließend auf Start. Sobald der Bluetooth-Code an beiden Geräten angezeigt wird und identisch ist beim Smartphone auf Koppeln tippen, damit beide eine Bluetooth-Verbindung miteinander eingehen können.  

Ist dies getan, muss man noch die Maßeinheit (Metrisch) und das Zeitform (12 oder 24 Stunden) auswählen. Das eigene Geschlecht auswählen sowie das Geburtsdatum, Gewicht und Größe. Anschließend kann man bei Bedarf die Sensoren, wenn man z. B. das Bundle gekauft hat, direkt mit dem Gerät koppeln oder andere Geräte wie z. B. den Garmin Varia Radar, den ich übrigens auch gerade teste. Im darauffolgenden Untermenü kann man Aktivitätsprofile anlegen, was ich natürlich gemacht habe und man so direkt wählen kann, welche Radtypen man fährt (bei mir Rennrad, Mountainbike und Indoor). Zu guter Letzt kommen dann noch die Warnhinweise, dass man das Navi wegen der Ablenkung nicht währen dem Fahren bedienen soll usw. und schon ist das Gerät einsatzbereit. 

Ich würde in den Einstellungen direkt das Garmin Edge 1030 Plus mit eurem WLAN daheim verbinden, denn dadurch könnt ihr direkt das aktuelle Software-Update mit zahlreichen Fehlerbehebungen und einigen neuen Funktionen installieren. Aktuelle Version Mitte August ist hier die kurz vor meinem Test veröffentlichte Version 3.0.

(Ersteinrichtung und Montage: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Display des Garmin Edge 1030 Plus handelt es sich um 3,5 Zoll (8,9 cm)  kapazitives Farbdisplay. Dieses lässt sich, wie ich es bereits von anderen Garmin Outdoor-Navigationsgeräten kenne, nahezu unter allen Lichtbedienungen sehr gut ablesen und das auch beim Tragen einer Sonnenbrille. Der verbaute Helligkeitssensor, den ich auf jeden Fall aktivieren würde, arbeitet sehr zuverlässig und sorgt somit dafür, dass der Licht-Schatten-Wechsel hervorragend funktioniert. Fährt man z. B. von der sonnigen Straße in einen dunklen Tunnel, wird automatisch und sehr schnell die Hintergrundbeleuchtung des Displays hinzugeschaltet bzw. erhöht. Die Kontrastverhältnisse werden somit immer perfekt angepasst und man hat so auch in der Nacht alle wichtigen Daten und die Route im Blick.

Das 3,5 Zoll große Display löst mit 282 x 470 Pixeln auf, was zwar etwas geringer als beim vor Kurzem getesteten Mio Cyclo Discover ist, doch fürs Navigieren auf dem Rad ist diese Auflösung absolut ausreichend. Wäre die Auflösung nämlich höher, dann würde dies sehr der Akkulaufzeit zulasten fallen und wie gesagt, die Auflösung reicht hier vollkommen aus. Positiv für mich als Mountainbiker, da ich häufig mit Handschuhen fahren, dass der Touchscreen auch mit Handschuhen steuerbar ist. Dabei spielt es jedoch eine Rolle, wie dick die Handschuhe sind, also ein dünner Sommerhandschuh ermöglicht eine sehr gute Bedienung, während ein dickerer Handschuh dies wiederum nicht ermöglicht.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Navigation

Neu beim Garmin Edge 1030 Plus ist, dass die vorinstallierten Karten nicht mehr nur regionsspezifisch sind, sodass man hierzulande z. B. nur die Europa Karten verwenden kann. Jetzt sind auch weitere weltweite Fahrradkarten verfügbar, welche man ganz einfach über Garmin Express am PC oder Mac auf das Gerät installieren kann. Dafür gibt es mit dem neusten Update der Software ein neues Menü zum Verwalten der ganzen karten. Somit hat man, egal wo man ist, immer die richtigen Karten auf dem Gerät bzw. kann, bevor man z. B. nach Amerika oder wo anders außerhalb von Europa plant, mit dem Rad fahren zu gehen, die Karten zuvor im Gerät installieren.   

Beim Navigieren erwies sich der neue Pieper als besonders praktisch. Dieser soll lauter als beim Garmin Edge 1030 sein, was ich so auch bestätigen kann, denn ein Kollege hat das normale Garmin Edge 1030 und der Unterschied ist echt überraschend groß. Dieser Pieper ist sozusagen der Lautsprecher auf der Unterseite, der bei einem Navi sich dann bemerkbar macht, wenn man z. B. in Kürze abbiegen muss und bei einigen weiteren Hinweisen ertönt.   

Bei der Navigation ist das Garmin Edge 1030 Plus ein hervorragendes Gerät. Endlich gibt es beim falsch Abbiegen nicht mehr ständig die Meldung, dass man wenden soll. Sollte man nämlich mit dem Gerät falsch abbiegen, dann hört man den typischen Piepton für den Hinweis, das es was Neues auf dem Display gibt, dann hat man in den meisten Fällen die Wahl, dass man die Navigation anhält oder umleitet. Wählt man hier nichts aus, dann fühlt sich das Anzeige-Element des Umleitungs-Button und dann wird automatisch eine Umleitung bzw. alternative berechnet. Im oberen Display-Rand erscheint dann die Meldung „Routing to Course“, sodass zusätzlich zur Lila-Strecke (berechnete Strecke) noch ein Teil violett wird (die Umleitung-Strecke). 

Was bei Rennradtouren wie oben beschrieben wunderbar funktioniert hat, klappte beim Fahren mit dem Mountainbike (Mountainbike-Aktivitätsprofil) nicht immer so hervorragend. Hier kommt es gelegentlich bei Streckenabweichungen zur oben genanten Neuberechnung, was mir sehr gut gefallen hat, doch gelegentlich war es auch anders. Das bedeutet, es werden euch drei andere Varianten vorgeschlagen:

  • Variante 1- „Auf andere Route tre“: Hierbei wird man schnell zur ursprünglichen Route zurückgeführt. Meist korrekt, indem man entweder Wenden muss oder in einem kleinen extra Bogen zum letzten Punkt, an dem man die Strecke verlassen hat, navigiert wird.
  • Variante 2- „Punkte überspringen“: Hier wird man meiner Meinung nach am besten auf die Strecke zurückgeführt und muss nicht zuvor zum letzten Punkt der Strecke zurückfahren.
  • Variante 3- „Abkürzung“: Diese Variante wird selten vorgeschlagen und macht meiner Meinung nach auch weniger Sinn. Wählt man diese Option, wird nämlich ein großer Teil der ursprünglichen Strecke übersprungen. So kann es durchaus auch vorkommen, dass die Strecke komplett ignoriert wird und man direkt zum letzten Punkt dem Ziel geführt wird.

Doch so viel sei gesagt, die erste Option ganz am Anfang, bei der man nichts wählen muss, ist für mich am sinnvollsten. Schließlich möchte ich Radfahren und das am Stück und nicht absteigen oder anhalten, da ich bei den anderen 3 Varianten jedoch erst eine Auswahl treffen muss und dabei im Idealfall noch anschauen möchte, wie die neue Route verläuft, macht dies für mich weniger Sinn. Hier sollte Garmin in den Einstellungen ermöglichen, dass man beim Verlassen der Route in den Einstellungen direkt wählen kann, welche Option der Neuberechnung man selbst haben möchte, und gut ist es. 

Während der Radtour macht das Garmin Edge 1030 Plus, wie bereits gesagt sehr spaß, sodass es für mich von der Navigation das bisher beste Navi des Unternehmens ist. Toll ist z. B., dass bei einem langen Anstieg von der Kartenansicht automatisch in das Höhenprofil gewechselt wird, bei dem man dann genau mitgeteilt bekommt, wann der Anstieg beginnt, welche Steigung in % man gerade davon fährt und jederzeit sieht, wie viel Steigung man noch vor sich hat. Damit konnte ich meine Kräfte ideal für den Anstieg einteilen, wovon ich sehr begeistert war.

Der verbaute GPS-Chipsatz im Garmin Edge 1030 Plus ist sehr genau. Hierbei unterstützt das Gerät sowohl das amerikanische GPS, das russische GLONASS und das deutsche Galileo. In den Einstellungen kann man hier bequem wählen, welches Signal man nutzen möchte, zur Auswahl stehet hier nur GPS, welche immer genutzt werden muss, oder GPS in Kombination mit GLONASS oder GPS mit GALILEO. 

Das Garnis Edge 1030 Plus kann wie die anderen Edge-Modelle mit weiteren Sensoren verbunden werden. Dazu zählt nicht nur der Lieferumfang des Bundles, bei dem nicht nur das Navi, sondern auch der Herzfrequenz-Brustgurt, Trittfrequenz- und Geschwindigkeits-Sensor dabei ist, sondern zahlreiche weitere Sensoren. Somit können z. B., zahlreiche Sensoren, die ANT+, Ant+ FE-C und Bluetooth unterstützen, mit dem Edge verbunden werden. Dazu zählt dann z.B auch das sehr praktische Garmin VARIA Licht & Radar oder eine elektronische Schaltung von Shimano Di2 und bzw. Sram.

Weite kompatible Geräte sind:

  • Edge-Fernbedienung
  • E-Bike (Shim. Steps)
  • inReach
  • VIRB
  • VARIA Licht & Radar
  • VARIA Vision
  • Elektr. Schaltungen
  • Shimano Di2
  • Herzfrequenz
  • Geschw./Trittfreqz. komb.
  • Geschwindigkeit
  • Trittfrequenz
  • Leistungsmesser
  • Smart-Trainer (FE-C)

Routen Planung

Zur Routen-Planung hat man beim Garmin Edge 1030 Plus einige Möglichkeiten, welche man jedoch direkt über den Startbildschirm wählen kann. Bevor man die Navigation startet, sollte man jedoch, sofern man beim Einrichten, wie ich mehrere Aktivität-Profile gewählt hat, erst die richtige Fortbewegungsart wählen, sprich ob Rennrad, Mountainbike usw. Schließlich berechnet das Edge 1030 Plus nach der gewählten Fortbewegungsart die Strecke, was beim Rennrad vor allem Straße und beim Mountainbike wiederum Waldweg sein wird.

Im Menüpunkt „Navigation“ kann man verschiedene Streckenberechnungen wählen, sodass man das Ziel direkt über die Karte wählen kann. Im weiteren Untermenü „Strecken“ kann man eine Strecke, die man gespeichert hat, auswählen, eine Route Planen, indem man den Standort, ein POI-Punkt oder zahlreiche andere Auswahlmöglichkeiten wählt oder was ich bevorzug, verwende einen Round-Trip (Rundkurs) plant. Mit Letzterem kann man z.B die Distanz, die man fahren möchte, bestimmt und bekommt automatisch mehrere Routen in der Umgebung vorgeschlagen, die den gewählten Kriterien entsprechen. 

Speziell für Mountainbike gibt es die tolle Streckensuche, die sich „Mountainbike- Trailnavigation“ nennt. Dabei werden einem, nachdem man das Menü ausgewählt hat, mehrere Ortschaften und Städte in der Nähe gezeigt und die gefunden Single-Trails. Wählt man hier eine der Strecken aus, wird praktischerweise direkt die Distanz und der Schwierigkeitsgrad angezeigt bzw. man kann diese hierbei bestimmen. Sehr gut finde ich auch, dass man die Trails, welche oftmals nicht allzu lang sind, über den Routenplaner direkt mir einer längeren Tour verbinden kann.

(Navigation + Routen Planung: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Garmin konnte die Akkulaufzeit des fest verbauten Akkus von 20 Stunden (Edge 1030) auf 24 Stunden erhöhen. Dies sind natürlich hervorragenden Laufzeiten für ein GPS-Gerät, welche ich so am Stück kaum prüfen kann. 

Wenn ich jedoch nach mehren Routen die prozentuale Reduzierung der Laufzeit pro Stunden beachte, kommt diese versprochen Laufzeit absolut hin. Jedoch hängt die Laufzeit sehr von den Einstellungen ab und welche Sensoren ihr damit verbunden habt bzw. natürlich auch auf die Helligkeit des Displays. Doch bei einer Stunde Fahrzeit verlor ich nur knapp 7 Prozenten, obwohl ich das Garmin Edge 1030 Plus mit meiner elektronischen Sram Force E-Tap Schaltung am Rennrad und dem Garmin Varia RTL516 verbunden hatte. Meiner Meinung nach eine hervorragende Laufzeit und sollte die einem doch nicht ausreichen, kann man sich noch zusätzlichen den Garmin Charge Power Pack kaufen, der an der Unterseite des Navis angeschlossen wird und die Laufzeit nahezu verdoppelt. Daher auch die goldenen Kontakte am Halter an der Rückseite.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

App

Garmin Connect™
Preis: Kostenlos
Garmin Connect™
Preis: Kostenlos

Die Garmin Connect-App ist wie bereits erwähnt kostenlos sowohl für iOS als auch für Android erhältlich und bietet neben einer tollen Übersicht auch einige Zusatzfunktionen.

In der App kann man zum einen schön übersichtlich die Aktivitäten, die man absolviert hat einsehen, zu denen man dann beim Auswählen zahlreiche Informationen wie die gefahrenen Kilometer, verbrauchte Kalorien und die Fahrzeit angezeigt bekommt. Außerdem kann man hier das Höhenprofil und die gefahrene Strecke auf der Karte betrachten. Ansonsten kann man im Kalender jeden Trainingstag einsehen und somit wird automatisch festgehalten, an welchem Tag man wie und wo gefahren ist usw. 

Wählt man oben das Garmin Edge aus, in meinem Fall die Abbildung des Edge 1030 Plus, bekommt man zusätzliche Funktionen zum Gerät geboten. Hierbei gibt es jedoch einige Spielereien, von denen für mich persönlich vor allem der Fahrradalarm wichtig ist. Diesen kann ich nämlich direkt über das Smartphone aktivieren, sobald ich mich weiter vom Rad entferne. Wird ein Diebstahl festgestellt, schlägt das Edge 1030 Plus Alarm, der darauf, solange Alarm schlägt, bis man den Alarm am Smartphone deaktiviert hat oder diesen am Navi mithilfe des vorher festgelegten PIN deaktiviert hat. 

Natürlich bietet das Garmin Edge in Verbindung mit dem Smartphone die Möglichkeit, dass man z. B. über einen angehenden Anruf benachrichtigt wird und der Kalender des Smartphones wird, sofern bei der Einrichtung zugestimmt, miteinander synchronisiert. Praktisch ist auch die Unfall-Benachrichtigung, welche über das Smartphone eingerichtet wird, dabei kann man genau bestimmen, welcher Kontakt eine Notfallbenachrichtigung erhalten soll, sofern das Garmin Edge einen Unfall erkennen konnte. Diese Funktion ist bei mir standardmäßig beim Rennradfahrer aktiviert, doch beim Mountainbike muss man dies manuell aktivieren, sofern gewünscht. Wählt man dies aus, erscheint jedoch der Hinweis, dass es hierbei aufgrund der hektischen Bewegungen im Gelände zu Fehlalarmen kommen kann, daher würde ich es hier eher deaktivieren, denn hier löst der Alarm nach meinem Test echt schon sehr leicht aus.

(App: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Wenn man auf der Suche nach dem perfekten Navi fürs Training und der perfekten Navigation ist, dann ist man beim Garmin Edge 1030 Plus genau richtig. Hier wird einem ein sehr umfangreicher Funktionsumfang geboten, ein tolles 3,5 Zoll Display und ein Gerät, welches sich durch zahlreiche weitere Sensoren und kompatible Geräte erweitern lässt. 

Durch den umfangreichen Funktionsumfang ist dies jedoch anfangs etwas unübersichtlich bzw. man braucht definitiv seine Zeit, bis man sich hier eingearbeitet hat. Doch wer einfach Touren fahren möchte und nur Wert auf die zusätzlichen Sensoren und die Navigation legt, wird sich sehr schnell mit dem Gerät anfreunden, da man dann nicht ins umfangreiche Menü navigieren muss. Insgesamt handelt es sich hier um ein tolles Navigationsgerät mit einer top Hardware und Software, die Garmin lediglich noch an wenigen Punkten verbessern könnte und auch macht.

Preis/Leistung

Die UVP des Garmin Edge 1030 Plus hat das Unternehmen mit stolzen 599€ festgesetzt. Im Bundle mit den zusätzlichen Sensoren (Trittfrequenz-, Geschwindigkeit- und Herzfrequenz-Sensor) kostet es sogar noch 100€ mehr.

Das ist definitiv nicht gerade günstig, doch es handelt sich hier, wie bereits erwähnt, technisch um das aktuell beste Gerät auf dem Markt, welches euch lange Zeit zuverlässige Dienste leisten wird. Für Besitzer des Edge 1030 (nicht Plus Modell) lohnt sich das Update weniger, denn diese müssen auf den Micro-SD Steckplatz verzichten, bekommen dafür jedoch ein etwas besseres Display, eine längere Akkulaufzeit und eine neue Routen-Alterantivberechnung.

Garmin Edge 1030 Plus

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.garmin.com/de-DE/

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