Nest Hello

Nest Labs Inc. besser bekannt als einfach nur Nest, wurde im Jahr 2010 mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien von Tony Fadell und Matt Rogers gegründet. Bei Nest handelt es sich um ein Automatisierungsunternehmen, dessen erstes Produkt (nur in Amerika) ein selbst lernendes Heizungsthermostat war. Seit März 2017 vertreibt das Unternehmen seine Produkte auch in weiteren Ländern darunter auch in Deutschland. Hierzulande gibt es dieses erwähnte Thermostat jedoch nicht und Nest, ist hier für Sicherheitsinstallationen (Kameras) und Rauchmelder, die per Funk bzw. per Smartphone App steuerbar sind bekannt.

Bereits im Januar 2014 wurde Nest von Google Inc. für 3,2 Mrd. US-Doller übernommen, was zur zweitgrößten Firmenübernahme in der Google Geschichte zählt. Lediglich Motorola Mobility war mit 12,5 Mrd. US-Dollar teurer. Folglich gehört Nest nach der Umstrukturierung 2015 von Google zur Alphabet Inc. (die Dachgesellschaft von Google), seit Februar 2018 wiederum gehört Nest zur Hardware-Abteilung von Google. 

Ich habe euch von dem Unternehmen Nest bereits von dem smarten Rauchmelder und den beiden Kameras für den In-/Outdoor-Einsatz berichtet. In dem heutigen Testbericht geht es um das neuste Produkt aus dem Hause Nest, um die Videotürklingel Nest Hallo. Damit kann man von überall aus erfahren, wer gerade vor der Tür steht und geklingelt ha. Zudem kann man direkt mit der Person davor reden und spart sich somit eine separate Sprechanlage. Wie die Türklingel „Hello“ von dem Hersteller Nest im Test abgeschnitten hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie bereits die anderen von mir getesteten Nest Produkte, kommt auch die neue Nest Hello Türklingel in der üblichen, ungebleichten Hauptverpackung daher. Diese macht einen sehr stabilen Eindruck und gefällt mir mit den rundum aufgedruckten Infos zum Produkt sehr gut. Insgesamt macht somit die Verpackung der Nest Hello einen sehr hochwertigen und ökologischen Eindruck. Die Vorderseite ziert neben dem Aufdruck der Türklingel, noch der Namen des Unternehmens „Nest“. Außerdem wird man darüber informiert, dass es sich dabei um eine Videotürklingel handelt und diese Netzbetrieben, also ohne Akku betrieben wird. 

Auf der rechten und linken Seite sind neben den wichtigsten technischen Anforderungen, noch der Packungsinhalt in den Sprachen Deutsch, Niederländisch, Französisch aufgelistet. Betrachtet man die Unterseite der Verpackung, sieht man hier die Nest Hello neben der Haustüre montiert und wie diese gerade jemand betätigt. Die Oberseite zeigt einem, wie gerade Personen an der Videotürklingel von Nest geklingelt haben und wie man diese in dem Live-Video auf dem Smartphone betrachten kann. Auf der Rückseite wiederum ist erneut ein Anwendungsbeispiel zu sehen, wie gerade ein Paketbote vor der Haustür steht und ein Paket liefern möchte. Zudem werden einem hier die Besonderheiten der Nest Hello Videotürklingel in den drei Sprachen Deutsch, Niederländisch und Französisch verständlich erklärt.

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    Hebt man den Deckel von der Verpackung ab, kommt direkt die Nest Hello Türklingel zum Vorschein. Diese befindet sich zentriert in einem Einleger aus weißem recyceltem Papier, welches zu einer Art Kartonage gepresst wurde. Nimmt man die Hello Videotürklingel samt Einleger aus der Verpackung, kommt eine Mappe aus dem gleichen Material wie das der Hauptverpackung zum Vorschein. In dieser befinden sich sämtliche Bedienungsanleitungen, Beschreibungen und ein Aufkleber (Überwachung´s Warnhinweis).

    Entnimmt man die besagte Mappe aus der Verpackung, dann kommt der restliche Lieferumfang zu Vorschein. Bei diesem handelt es sich um den Anschluss für die Glocke, eine Montageplatte, ein Zwischenstück mit 15°-Winkel, Werkzeug zum Entfernen der Klingel (erinnert an ein SIM-Tool), ein Steinbohrer um die Löcher für die Dübel zu Bohren, ein Verlängerungskabel, sowie Wanddübel und die passenden Schrauben zu Montage.

    (Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

    Design

    Auf dem ersten Blick mag das Design der Nest Hello an einen Amazon Dash Button erinnern. Zugegeben die Ähnlichkeit hier ist sehr groß.

    Das Design der Nest Hello gefällt mit jedoch als Klingel sehr gut, denn diese ist sehr schmal und nicht so klobig gestaltet wie ihre Konkurrenz. Das Hauptgehäuse der Nest Hello ist wie die der anderen Nest Produkte, die ich euch bereits vorgestellt habe aus einem mattweißen Kunststoff gefertigt. Dieser ist speziell für den Außeneinsatz gefertigt und soll sich somit nicht, wie man es von manchen anderen Kunststoffen kennt nach der Zeit verfärben. Die Front des länglichen Gehäuses mit den Maßen von 43 x 117 mm ziert eine schwarze Glasfront. 

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    Auf der Front ist mittig das Nest-Logo zu sehen und direkt darunter ein ca. 25 mm großer Druckknopf, welcher als Klingeltaster dient. Diesen umgibt rundum ein 1 mm breiter LED Ring, welcher bei Annäherung an die Klingel automatisch pulsierend weiß aufleuchtet. Betätigt man die Klingel, leuchtet dieser wiederum blau und bei Fehlern gelb. An der Oberseite befindet sich die Kameralinse, welche dafür sorgt, dass man ein Bild von der Person vor der Klingel auf dem Smartphone oder Tablet erhält. Direkt darüber befindet sich eine kleine grüne LED, welche bei einer aktiven Videoübertragung pulsiert und bei einer Videoaufzeichnung dauerhaft leuchtet. Unterhalb der Kameralinse versteckt sich in einem kleinen Loch, welches man nur bei genauen hinsehen erkennt ein Mikrofon, welches dazu genutzt wird, dass man die Person welche gerade geklingelt hat, versteht. Damit aber auch die Person vor der Tür einen hört, ist an der Unterseite der Nest Hello ein Lautsprecher verbaut, durch den man mit der Person eine Unterhaltung führen könnte. 

    Zu guter Letzt befindet sich an der schwarzen Rückseite aus Kunststoff ein Micro-USB Anschluss, der für den Service genutzt wird und der Einrastmechanismus, mit dem die Nest Hello mit der Halterung befestigt wird. Außerdem sind hier zwei Schrauben zu finden, an denen die beiden Kabel der Türklingel befestigt werden, also mit denen die Türklingel mit Strom versorgt wird.

    (Design: 4,5 von 5 Punkten)

    Verarbeitung

    An der Verarbeitung der Nest Hello gibt es soweit eigentlich nicht zu bemängeln. Diese ist wie von den Nest Produkten typisch auf einem sehr hohen Niveau. Das Gehäuse selbst ist zwar aus Kunststoff hergestellt, dennoch wirkt die Nest Hello sehr hochwertig und durch ihr vergleichbares hohes Gewicht, vermittelt diese zudem einen hochwertigen Eindruck. 

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    Schön ist hier, dass die Vorderseite mit einer Glasfront versehen ist. Doch ein Nachteil daran ist, dass diese Oberfläche typischerweise etwas empfindlich gegen Fingerabdrücke ist. Doch ein gelegentliches Abreiben mit einem Mikrofasertuch schafft hier schnell Abhilfe. Gegenüber der Konkurrenz, kann man bei der Nest Hello nicht die Front wechseln, doch dies stört mich weniger, da mir das schwarz/weiße Design mit der Glasfront sehr gut gefällt. Zudem macht die Videotürklingel somit einen wertigeren Eindruck und ist an sämtliche Bereiche, an den Wasser bzw. Feuchtigkeit eindringen kann perfekt geschützt.

    (Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

    PUNKT 2

    bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

    Technische Daten der Nest Hello
    Klingel-Art Intelligente Türklingel (nur Kabelgebunden)
    Auflösung 2K Auflösung (Full-HD/ 1080p)
    Weitwinkel 160°
    Abmessungen 11,7 cm x 4,3 cm x 2,6 cm (L x B x T)
    Zoom 8-Fach Zoom, aber nur digital
    Material Kunstoff und Glasfront
    Konnektivität WLAN 802.11 b/g/n; 2,4 GHz
    Funktionen Bewegungserkennung, IR-Beleuchtung, integriertes Mikrofon und Lautsprecher, per App steuerbar (Android & iOS)
    Betriebsbedienung Temperatur: -15°C bis 40°C; Wetterbeständig
    Lieferumfang
    • Nest Hello
    • Halterung
    • 15°-Keil für Schräges Anbringen der Türklingel
    • Steinbohrer
    • Dübel und Schrauben für die Montage
    • Glockenanschluss
    • Sicherheitsaufkleber
    • Beschreibungen

    Einrichtung und Konfiguration

    Um die Videotürklingel Nest Hello nutzen zu können, muss diese, wie alle Nest Produkte die ich euch bereits vorgestellt habe zuerst eingerichtet und konfiguriert werden. Dazu benötigt man die kostenlose Nest App (erhältlich für iOS und Android). 

    Ist die App aus dem AppStore geladen, kann man diese wie üblich starten. Sofern noch nicht vorhanden, muss man sich nun zuerst ein Benutzerkonto erstellen, denn ohne geht bei Nest leider nichts. Hierfür müsst ihr jedoch nur eure E-Mail-Adresse eingegeben und ein Passwort festlegen. Anschließend sollte in eurem Postfach eine Mail von Nest angekommen sein. In dieser ist ein Link, über den ihr das erstellte Konto bestätigen müsst.  

    Anschließend geht es zurück in die Nest-App, denn hier muss man schließlich noch die neue Nest Hello mit der App konfigurieren und verbinden. Die Einrichtung der Videotürklingel aus dem Hause Nest ist, wie bereits bei den anderen Geräte die ich euch von dem Hersteller vorgestellt habe denkbar einfach. Man wird nämlich auch hier Schritt für Schritt durch die Einrichtung inkl. Bilder usw.  geführt. Nachfolgend geht es um die Einrichtung des Wohnortes, doch davor kommt ein Push-Fenster, in dem ihr gefragt werdet, ob ihr Hinweise und Töne von Nest per Push erhalten möchtet oder nicht. Anschließend müsst ihr eure Adressdaten eingeben (Straße, Stadt und Postleitzahl). Danach kann man noch auswählen, ob man News von Nest erhalten möchte und einen monatlichen Verbrauchsbericht erhalten möchte, sowie zustimmen, ob Nest euren Standort mitgeteilt bekommen soll. Im Anschluss daran kann man noch Familienmitglieder einladen, die ebenfalls zugriff auf eure Nest Produkte erhalten und durch das Klicken auf „Jetzt loslegen“ gelangt man auf das zukünftige Startfenster der Nest App.

    Ist der Wohnort eingerichtet, dann kann es auch schon mit der Einrichtung der Türklingel weitergehen. Dies erfolgt durch das betätigen des Plus-Symbol im Startfenster, unter dem auch „Produkt hinzufügen steht“. Daraufhin teilt einem die Nest-App mit, dass man den QR-Code des Nest Produktes scannen soll, dieser QR-Code befindet sich bei der Türklingel auf der Rückseite, welche später gegen die Wand zeigt.

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      Anschließend wird euch die Nest Hello Videotürklingel angezeigt und wir könnt hier zuvor prüfen, ob die Türklingel überhaupt mit dem Spannungssystem in eurem Haus funktionieren würde. Dies rate ich aber, direkt zuvor in der Kompatibilitätsprüfung auf der Nest Hommage zu prüfen, bevor ihr die Nest Hello kauft. Ist de Spannung bei euch im Haus für die Nest Hello ausreichen, kann man sich in dem nächsten Schritt das Installationsvideo ansehen. Wer sich dies nicht zutraut, kann anstelle von „Weiter“, auch nach einem Nest Pro Anbieter suchen. Dabei handelt es sich um einen Installateur, welcher mit Nest zusammenarbeitet und euch die Montage usw. übernimmt. Dafür werden jedoch weitere Kosten fällig. Solltet ihr euch jedoch sicher sein, dass die Klingel bei euch funktioniert, dann könnt ihr einfach auf weiter drücken und schon wird euch angezeigt, was zur erfolgreichen Montage und Einrichtung alles benötigt wird. So teilt euch die App mit, dass ihr euer WLAN-Passwort bereit halten solltet, sowie eine Bohrmaschine zum Löcher bohren und Kreuzschlitzschraubendreher für die Montage benötigt. Soweit so gut, nun geht es in den Datenschutz Bereich, man wird nämlich darauf hingewiesen, dass man selbst verantwortlich dafür ist, dass man damit keine geltende rechte usw. durch eine dauerhafte Videoaufzeichnung usw. verletzt. 

      Nun geht es an die Montage der Klingel bzw. zuerst um die Installation des Anschlusses für die Glocke. Dieser ist auch im Lieferumfang dabei. Installiert man diesen nicht, funktioniert die Klingel nicht richtig oder der Transformator wird beschädigt. Dieses Element sorgt nämlich dafür, dass von der Glocke zur Klingel die richtige Spannung geleitet wird und das gleiche auch von der Klingel zur Türglocke. Wichtig ist, dass man vor dem eingriff die Sicherung der Türklingel bzw. der Glocke abschaltet. Nun nimmt man das Gehäuse der Glocke ab und macht ein Bild von der aktuellen Verkabelung. Anschließend gibt man in der App an, ob man entweder zwei oder drei bzw. mehr Kabel an der Glocke angeschlossen hat. Bei mir waren es zwei, daher wählte ich dies und befolgte die Anweisung in der App, welche mir zeigte, welches Kabel wo hinkommt. Dies wird auch hier sehr gut und einfach Schritt für Schritt erklärt. 

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      Nachdem dies erledigt ist, geht es an die Montage der Türklingel selbst. Dazu die alte Klingel entfernen und wählen, ob man diese gerade oder mit dem zusätzlichen 15°-Keil anbringen möchte. Anschließend die beiden Löcher anzeichnen und mit dem mitgelieferten Bohrer und eurer eigenen Bohrmaschine beide Löcher einbringen. Nun kann die Halterung mit den Schrauben und bei Bedarf mit den zusätzlichen Dübeln festgeschraubt werden. Danach noch die Klingelkabel an der Nest Hello anbringen und schon wird diese mit Strom versorgt, sobald ihr den Strom am Sicherungskasten wieder aktiviert habt. Sollten die Kabel zu kurz sein, können die beiden Verlängerungen, welche im Lieferumfang dabei sind verwendet werden. 

       Ist alles korrekt angeschlossen, dann sollte der LED-Ring an der Vorderseite Blau aufleuchten und im nächsten Schritt wird die Nest Hello gesucht und über die App eingerichtet. Das Ganze ist wirklich sehr gut erklärt und mit etwas technischer Kenntnis bekommt man das sehr gut hin. 

      (Einrichtung & Konfiguration: 4 von 5 Punkten)

      Funktionsumfang

      Das Herzstück der Nest Hello ist der Kamera-Sensor, bei dem es sich um einen 2K-Farbsensor mit einer Größe von 1/3 Zoll handelt und der mit 3 Megapixel auflöst. Dies ist für eine Videotürklingel absolut ausreichend, man möchte schließlich ja nur die Person vor der Tür bei Tag und Nacht sehen.

      Ein möglichst weiter Blickwinkel ist auch bei der intelligenten Türklingel von Nest wichtig, denn so erkennt man möglichst viel und kann auch mehrer Leute vor der Türklingel gut sehen. Dies ist bei der Nest Hello auch der Fall, denn diese besitzt einen diagonalen Blickwinkel von 160°. Gegenüber der Konkurrenz stellt die Nest Hello das Videobild in einem 4:3-HD- Format da. Viele andere Hersteller setzen oftmals auf 16:9-HD, was zwar bei der Breite viel anzeigt, aber bei der Höhe wird nicht der komplette Haustürbereich abgedeckt. Dies gelingt Nest durch das 4:3 Format besser. 

      Damit man nicht nur bei Tag sieht, wer gerade die Türklingel betätigt hat, ist natürlich auch die Nest Hello mit den aus der Nest Cam IQ-Außenkamera bekannten 850-nm-Infarot-LEDs ausgestattet. Diese aktiveren sich automatisch bei Nacht und sorgen selbst bei Dunkelheit für eine ausreichende Ausleuchtung vor der Kameralinse. Zudem sind Bewegungssensoren, eine Geräusche- und Personenerkennung, ein Lautsprecher und ein Mikrofon ebenfalls mit an Bord. Die Bewegungssensoren sind in mehreren Zonen einstellbar, so kann man z. B. verhindern, dass man ständig durch eine Katze die durch den Sensor erkannt wird, eine Push Benachrichtigung erhält.Drückt jemand den Knopf an der Klingel, bekommt man innerhalb weniger Sekunden eine Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone. Hier kann man dann sehen, wer vor der Tür steht und falls gewünscht eine Live-Videoübertragung starten. Da die Nest Hello zudem über ein praktische 2-Wege Audio-System verfügt, können sowohl Sprachansagen durch den verbauten Lautsprecher ausgegeben werden und dem Mikrofon empfangen werden. Daher kann man die Person vor der Haustüre nicht nur Live sehen, sondern auch mit dieser reden.

      (Funktionsumfang: 4,5 von 5 Punkten)

      Software

      ‎Nest
      ‎Nest
      Entwickler: Nest Labs
      Preis: Kostenlos

      Nest
      Nest
      Entwickler: Nest Labs Inc.
      Preis: Kostenlos

      Da alle Nest-Produkte mit der gleichen App gesteuert werden, ist der Aufbau im Großen und Ganzen identisch. Lediglich die Einstellungen unterscheiden sich bei den verschiedenen Geräten etwas voneinander. Nach dem Öffnen der App befindet man sich direkt auf der Übersicht-Seite. Hier wird, sofern ihr in der App dem Zugriff auf euren Standort zugestimmt habt automatisch angezeigt, ob ihr zu Hause seid oder abwesend. 

      Zudem sind auf dieser Seite alle eure Nest Geräte aufgelistet. Tippt man nun auf die Hello Videotürklingel, dann sieht man im oberen Drittel auf dem Display das aktuelle Live-Video und direkt darunter die Zeitleiste. Diese zeigt alle Ereignisse an, bei denen die Türklingel eine Bewegung, eine Person oder ein Geräusch registriert hat. Der dunkelgraue Balken welcher neben dem jeweiligen Ereignis dargestellt wird, zeigt mit grauen Punkten an, wann die Nest Hello etwas registriert hat und ihr auf die Kamera der Türklingel zugegriffen habt. Ist der Balken nur dunkel, war diese in dieser Zeit nur offline und hat keine Personen oder Geräusche registriert. Klickt man auf eine der Aufnahmen, kann man sich diese hier anschauen. Sofern man das Abo Nest Aware abonniert hat, kann man sich die Videoverläufe auch über einen längeren Zeitraum von 5 bis 30 Tagen, je nachdem welches Abo man abgeschlossen hat anschauen. Ansonsten ist es ohne Abo auf die letzten 3 Stunden limitiert.

      Dreht man das Smartphone ins Querformat, wird einem das Video automatisch im Vollbildmodus dargestellt, die in der horizontalen Ansicht angezeigt Zeitleiste kann am rechten Rand eingeblendet werden. Im Videoverlauf ist es zudem möglich, in die Ereignisansicht zuzugreifen, hier kann man sich die Ereignisse filtern lassen und somit z. B. nur die bei welcher eine Person vor der Türklingel erkannt wurde anzeigen lassen.

      Kamera-Einstellungen

      Durch das tippen auf das Zahnrad-Symbol im oberen rechten Rand in der Live-Ansicht, gelangt man in das Einstellungsmenü der Nest Hello. Hier kann man z. B. die sehr praktische Funktion mit dem Namen „Ruhezeit“ aktivieren. Dabei wird nicht nur die Nest Türklingel selbst, sondern auch der vorhanden Türgong für die selbst festgelegte Zeit stumm geschaltet. Diese Funktion können andere Hersteller zwar auch, aber der vorhanden Türgong kann bei den anderen Anbietern nicht deaktiviert werden. 

      Eine weitere nützliche Funktion ist die Einstellung eines Alarmbereiches. Bei diesem kann man einen bestimmten Bereich vor der Haustür bestimmen, indem die Türklingel auf Personen und Bewegungen reagiert, während Ereignisse außerhalb des Bereiches daraufhin ignoriert werden. Diese Funktion kann man jedoch nur mit einem bestehenden Nest Aware Abo nutzen genauso wie die Zeitrafferfunktion und die Personenerkennung.

      Die Personenerkennung funktioniert, wie ich diese bereits von der Nest Cam IQ Außenkamera kenne sehr gut. So kann die Nest Hello bekannte Personen erkennen, indem man ihr zeigt, wer z. B. ein Freund oder ein Familienmitglied ist. Jedes Mal wenn ich z. B. vor der Tür stand und geklingelt habe, erkannte die Nest Hello mich und informiert mich mit folgendem Satz über das Erkennen der Person „Tobias hat an der Tür geklingelt“ 

      Falls jemand Fremdes an der Tür gerade geklingelt hat, erhaltet ihr auf dem Smartphone eine Push Benachrichtigung. Klickt man darauf, wird einem direkt das Live-Video angezeigt und man kann den Ton vom Mikrofon der Nest Hello hören und mit der Taste „Sprechen“ mit der Person vor der Klingel reden. Das Ganze geht auch auf der Apple Watch, hier könnt ihr jedoch nicht mit der Person reden, sondern durch das tippen auf die Push-Benachrichtigung aus drei vorgefertigten Antworten auswählen. Dabei stehen folgende zur Auswahl: „Bitte stelle Sie es vor der Tür ab“, „ Wir sind gleich da“ sowie „Es kann gerade niemand zur Tür kommen.“

      (Software: 4 von 5 Punkten)

      Ton-/ Videoqualität

      Die Bildqualität der Nest Hello Videotürklingel kann dank 2K-Auflösung und dem zusätzlich HDR positiv überraschen. Zudem ist die Kamera-Linse mit einem 160° Weitwinkel ausgestattet, damit erkennt man auch ohne Probleme mehrer Personen vor der Haustüre. Dank dem HDR-Modus werden auch schattige Bereich sehr gut dargestellt, selbst wenn das Sonnenlicht direkt auf den Kamerasensor scheinen sollte. Damit man auch bei Nacht erkennt, wer vor der Tür steht, besitzt die Nest Hello mehrer 850-nm-Infarot-LEDs. Diese sorgen dafür, dass man auch bei Dunkelheit viel auf dem Video erkennt.

      Die Aufnahmequalität der Nest Hello Videotürklingel, stellten mich sowohl tagsüber als auch nachts zufrieden. Bei Nacht konnten mich die guten Infarot-LED´s überzeugen und sorgen für eine deutlich bessere Ausleuchtung des Bildes, sodass man auch hier Personen sehr gut erkennen konnte. Das Rauschen hält sich sehr in Grenzen und geht für eine Videotürklingel, bei der man lediglich sehen möchte, wer vor der Tür steht, vollkommen in Ordnung. 

      Wie gut die übertragene Videoqualität ist, hängt unter anderem von der Einstellung ab, denn diese könnt ihr in den Einstellungen in drei Stufen regulieren. Zur Auswahl stehen: Niedrig, Mittel und Hoch. Je nach Einstellung verändert sich nämlich auch das monatlich anfallende Datenvolumen und kann daher bei hoher Einstellung schnell bei über 600 GB im Monat landen. Nest bietet wie viele andere Hersteller lediglich die Möglichkeit, die aufgezeichneten Ereignisse in der kostenpflichtigen Cloud abzusichern. Diese ist, wenn ihr die registrierte Ereignisse, über die ihr benachrichtigt worden seid, wiedergeben möchtet und den vollen Funktionsumfang nutzen möchtet zwingend erforderlich. Es ist zwar auch problemlos möglich die Nest Überwachungskamera ohne das Cloud Abo Nest Aware zu nutzen, doch dann werden die Aufzeichnungen zwar angezeigt, man kann diese aber nicht ansehen und ohne Cloud ergibt die Kamera weniger Sinn, da auch die Funktionen zum Teil eingeschränkt sind.

      Für diesen von Nest zur Verfügung gestellte Cloud-Dienst mit dem Namen „Nest Aware“ werden daher je nach länge, wie lange die Videoverläufe in der Cloud gespeichert werden unterschiedliche Kosten fällig. Denjenigen denen es ausreicht, dass nur Momentaufnahmen der letzten drei Stunden angezeigt werden, der kann beim kostenlosen Paket bleiben. Möchte man jedoch 5 Tage lang auf den Videoverlauf zugreifen, intelligente Warnungen erhalten, den Alarmbereiche festlegen und Clips und Zeitraffer betrachten, werden 5€/Monat oder 50€/Jahr fällig. Der Funktionsumfang bei den beiden anderen Abo-Paket bleibt gleich, jedoch erhöht sich nur der Speicherzeitraum der Videos. So beinhaltet das Mittlere-Paket eine Speicherung von 10 Tagen für 10€/Monat oder 100€/Jahr und das größte Paket mit 30-tägigem Videoverlauf 30€/Monat oder stolze 300€/Jahr. Wer eine weitere Nest Geräte nutzt, erhält bei jeder weiteren bis zu 50 % Rabatt auf den Nest Aware Preis. 

      Nest Hello Videoqualität 2 1
      Nest Hello Videoqualität 2 2

      Die Nest Aware Sache ist daher nicht gerade günstig und sorgt neben dem teuren Nest Hello Anschaffungspreis für weitere monatliche bzw. Jährlich kosten. Des Weiteren ist nicht jeder Freund der Cloud, schließlich weiß man selbst nicht, was mit den Daten, die auf irgendeinem Server auf der Welt abgespeichert sind, passiert. Die Cloud hat auch Vorteile, sollte ein Einbrecher direkt die Türklingel klauen oder ins Haus einbrechen, ist dies bereits zu spät, denn die Aufnahmen sind meistens schon auf der Cloud gesichert. Beim kostenlosen Paket, also ohne Nest Aware wird das ganze jedoch schwierig, Beweise festzuhalten, denn bis man diese der Polizei vorzeigt, sind die 3 Stunden vorbei und somit sind die Videos nicht mehr in der Cloud verfügbar. 

      (Bild-/ Videoqualität: 4 von 5 Punkten)

      PUNKT 3

      bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

      Beschreibung

      Nest bietet mit der Nest Hello ein neues Smart-Home Produkt an, welches mich in meinem Test genauso gut überzeugen konnte, wie bereits die anderen Produkte des Unternehmens. Die Verarbeitung überzeugte mich hierbei genauso sehr, wie die Qualität des Videos und die zahlreichen nützlichen Funktionen. Dazu gehört unter indem die Gesichtserkennung und die vordefinierten Sprachnachrichten. Dies vermitteln der Person vor der Klingel, dass jemand gerade im Haus ist, obwohl dies in diesem Moment eventuell gar nicht der Fall ist.

      Preis/Leistung

      Mit einer UVP von 279 € ist die Nest Hello Videotürklingel nicht gerade günstig. Der Nachteil ist hier, dass diese nicht via Akku betrieben werden kann, sondern fest mit dem Strom verbunden werden muss. Daher traut sich dies vielleicht nicht jeder zu. Doch die Inbetriebnahme wird sehr gut Schritt für Schritt erklärt und falls man es sich doch nicht zutrauen sollte, dann kann man sich einen Nest Pro Installateur bestellen, der die Montage und Einrichtung für Extrakosten erledigt.

      Das tolle an der Nest Hello ist, das diese mit dem vorhanden Türgong in betrieb genommen wird und dieser somit weiterhin normal verwendet werden kann. Zudem wird dessen Funktion erweitert, sodass dieser genauso wie die Nest Hello für eine bestimmte Zeit stumm geschaltet werden kann. Der Weitwinkel liegt bei 160° und deckt damit ein großes Blickfeld ab. Die 4:3 Aufnahme und die HDR Aufnahme gefallen mir sehr gut und so konnte mich in meinem Test auch die Videoqualität und der Ton überzeugen.

      Größter Kritikpunkt ist nur, der Registrierung-Zwang und die kostenpflichtigen Cloud-Funktionen. Nur durch diese erhält man den vollen Funktionsumfang für die jedoch jährlich zwischen 50 bis 300 € fällig werden. Dies hängt davon ab, wie lang ihr wollt, dass die Videos in der Cloud gesichert werden. Man erhält hier eine interessante Türklingel mit Kamera, die eine sehr gute Bildqualität inkl. Nachtsicht-Modus liefert. 

      Die Abo-Kosten:

       


      Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

      Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

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