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Reolink Solar Floodlight Cam

In aller Kürze

Testergebnis

4

von 5

Die Reolink Solar Floodlight Cam kombiniert eine 2K-Überwachungskamera mit zwei bis zu 1.000 Lumen hellen LED-Flutlichtern und einem integrierten Solarpanel. Hinzu kommen eine intelligente Personen-, Fahrzeug- und Tiererkennung sowie die Möglichkeit, Aufnahmen ohne verpflichtendes Cloud-Abonnement lokal zu speichern.

In unserem rund achtwöchigen Praxistest überzeugte die Kamera mit einer zuverlässigen Bewegungserkennung, guter Bildqualität und einer unkomplizierten Bedienung. Besonders die individuell einstellbaren Flutlichter und die effektive Solarversorgung gefallen uns. Kleinere Schwächen gibt es beim fest verbauten Solarpanel und der begrenzten Erfassungsreichweite. Angesichts des Verkaufspreises von unter 100 Euro bietet Reolink dennoch ein überzeugendes Gesamtpaket.

Gefällt uns

  • Helle LED-Flutlichter mit 1.000 Lumen
  • Einstellbare Helligkeit und Farbtemperatur
  • Zuverlässige Personen-, Fahrzeug- und Tiererkennung
  • Effektive Solarversorgung
  • Einfache Montage und übersichtliche App
  • Lokale Speicherung ohne Abo-Zwang
  • Gute Bildqualität bei Tag und Nacht

Gefällt uns weniger

  • Solarpanel nicht separat ausrichtbar
  • Bewegungserkennung nur bis etwa 7 Meter zuverlässig
  • Nur 15 Bilder pro Sekunde
  • Keine permanente 24/7-Aufzeichnung
  • Begrenzte Bilddetails auf größere Entfernung

Reolink Solar Floodlight Cam

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Reolink Solar Floodlight Cam wird in einem schlicht gestalteten, blauen Karton geliefert. Auf eine aufwendige Produktabbildung verzichtet der Hersteller. Lediglich der Reolink-Schriftzug sowie ein kleiner Aufkleber mit der Modellbezeichnung und Seriennummer verraten, welches Produkt sich im Inneren befindet.

Nach dem Durchtrennen der Versiegelung lässt sich die Verpackung öffnen. Direkt obenauf liegt eine kleine Dokumentenmappe, die neben der Kurzanleitung auch einen Aufkleber mit dem Hinweis auf die Videoüberwachung enthält. Ebenfalls beigelegt ist eine praktische Bohrschablone, mit der sich die beiden benötigten Bohrlöcher für die spätere Montage exakt anzeichnen lassen. Darüber hinaus befindet sich in der Mappe ein passender Schlüssel, mit dem sich das Kugelgelenk der Kamerahalterung nach der Ausrichtung sicher festziehen lässt.

Darunter sorgt eine passgenau geformte Einlage aus gepresster Kartonage für den sicheren Transport. Nach deren Entnahme kommt die Reolink Solar Floodlight Cam zum Vorschein. Sowohl die Kameralinse als auch das integrierte Solarpanel sind zusätzlich mit einer Schutzfolie versehen, um Kratzer während des Transports zu vermeiden. Auf weitere Folien am Gehäuse verzichtet der Hersteller.

Unter einer zweiten Kartoneinlage befinden sich zwei kleine, mit den Ziffern 1 und 2 beschriftete Schachteln. Darin sind die Montagehalterung, passende Schrauben und Dübel sowie ein USB-A-auf-USB-C-Ladekabel untergebracht. Letzteres ermöglicht es, den integrierten Akku bei Bedarf unabhängig vom Solarpanel aufzuladen. Ein USB-Netzteil legt Reolink nicht bei, was heutzutage allerdings bei vielen akkubetriebenen Geräten üblich ist.

Insgesamt hinterlässt die Verpackung einen durchdachten Eindruck. Besonders positiv fällt auf, dass Reolink überwiegend auf Kartonage statt auf großflächige Kunststoff- oder Schaumstoffeinlagen setzt. Gleichzeitig sind Kamera und Zubehör ordentlich voneinander getrennt und ausreichend geschützt. Auch beim Lieferumfang gibt es wenig zu beanstanden: Neben den notwendigen Befestigungsmaterialien sind sowohl eine Bohrschablone als auch das passende Werkzeug zum Fixieren des Kugelgelenks enthalten.

Die Verpackung erfüllt somit ihren Zweck, schützt die Kamera zuverlässig und verzichtet weitgehend auf unnötiges Verpackungsmaterial.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Design der Reolink Solar Floodlight Cam setzt der Hersteller auf eine funktionale und moderne Gestaltung. Das überwiegend weiße Gehäuse fällt vor allem durch seine breite Bauform auf, die durch die beiden seitlich angeordneten LED-Flutlichter entsteht. Insgesamt wirkt die Kamera auf uns gut durchdacht und fügt sich optisch gut in moderne Außenbereiche ein.

Gehäuse und flexible Kamerahalterung

Anders als klassische Überwachungskameras besitzt die Solar Floodlight Cam keinen Standfuß, da sie für die Montage an einer Wand beziehungsweise einer geeigneten festen Oberfläche entwickelt wurde. Auf der Rückseite befindet sich hierfür ein größeres Gewinde, über das die Kamera mit der mitgelieferten Kugelgelenkhalterung verbunden wird.

Das Kugelgelenk ermöglicht eine flexible Ausrichtung der gesamten Kamera. Mithilfe des beiliegenden Schlüssels lässt sich die gewünschte Position anschließend sicher fixieren. Die Konstruktion wirkt durchdacht und bietet ausreichend Spielraum, um den gewünschten Überwachungsbereich optimal zu erfassen.

Individuell ausrichtbare LED-Flutlichter

Besonders gelungen finden wir die beiden separat verstellbaren LED-Flutlichter links und rechts neben der Kameraeinheit. Diese lassen sich unabhängig voneinander sowohl nach innen und außen als auch nach oben und unten neigen. Dadurch kann die Beleuchtung gezielt auf unterschiedliche Bereiche ausgerichtet werden, beispielsweise auf eine Einfahrt, einen Hauseingang oder einen Gartenweg.

Die beiden Flutlichter erreichen zusammen eine Helligkeit von bis zu 1.000 Lumen. Durch ihre individuelle Ausrichtung lässt sich das Licht deutlich flexibler verteilen als bei Kameras mit fest integrierter Beleuchtung.

Integriertes Solarpanel mit kleinen Einschränkungen

Auf der Oberseite befindet sich das direkt ins Gehäuse integrierte Solarpanel. Diese Lösung gefällt uns grundsätzlich gut, da kein zusätzliches Panel montiert und kein Verbindungskabel verlegt werden muss. Allerdings bringt die feste Positionierung auch einen Nachteil mit sich. Das Solarpanel lässt sich nicht unabhängig von der Kamera neigen oder zur Sonne ausrichten.

Gerade bei einer Montage unter einem Dachvorsprung oder an einer schattigen Hauswand kann dies problematisch werden. Hier wäre ein verstellbares Panel mit einer kurzen Kabelverbindung deutlich flexibler gewesen. Andererseits hätte eine solche Konstruktion vermutlich zusätzliche Kosten verursacht und das Gesamtkonzept aufwendiger gestaltet.

Immerhin bietet Reolink die Möglichkeit, ein zusätzliches externes Solarpanel anzuschließen und dieses an einem sonnigeren Standort zu platzieren. Die Verbindung erfolgt über den vorhandenen USB-C-Anschluss.

Kamera, Sensoren und Anschlüsse

Mittig auf der Vorderseite befindet sich das Kameraobjektiv. In dessen unmittelbarer Nähe sind außerdem die Status-LED, die Infrarotbeleuchtung für die Nachtsicht und das integrierte Mikrofon untergebracht. Unterhalb der Kamera sitzt der kuppelförmige PIR-Bewegungssensor, der Bewegungen im überwachten Bereich registriert. Ein integrierter Lautsprecher ermöglicht zusammen mit dem Mikrofon eine Zwei-Wege-Kommunikation.

Die Anschlüsse und Bedienelemente sind durch Gummiabdeckungen vor äußeren Einflüssen geschützt. Unter einer Abdeckung befinden sich der microSD-Kartensteckplatz sowie die Ein-/Aus-Taste. Eine weitere Abdeckung schützt den USB-C-Anschluss, über den der integrierte Akku alternativ aufgeladen oder ein externes Solarpanel angeschlossen werden kann.

Unser Eindruck vom Design

Mit Abmessungen von 264 × 161,2 × 101,5 mm und einem Gewicht von rund 799 Gramm inklusive Halterung ist die Solar Floodlight Cam zwar nicht besonders kompakt, vereint dafür aber Kamera, Beleuchtung, Akku und Solarpanel in einem einzigen Gehäuse.

Insgesamt gefällt uns das Design der Reolink Solar Floodlight Cam gut. Besonders die unabhängig verstellbaren Flutlichter, die flexible Kamerahalterung und das direkt integrierte Solarpanel sind sinnvoll umgesetzt. Lediglich die fehlende Verstellmöglichkeit des Solarpanels schränkt die Flexibilität bei der Standortwahl etwas ein.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei einer Überwachungskamera mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 130 Euro, die inzwischen teilweise für weniger als 100 Euro erhältlich ist, sollte man keine Premium-Materialien erwarten. Umso erfreulicher ist es, dass die Reolink Solar Floodlight Cam bei der Verarbeitung einen überzeugenden Eindruck hinterlässt. Trotz des überwiegend aus Kunststoff bestehenden Gehäuses wirkt die Kamera stabil und ordentlich verarbeitet.

Materialqualität und Gehäuse

Bei genauerer Betrachtung fallen die gleichmäßigen Spaltmaße und die sauber ausgeführten Übergänge zwischen den einzelnen Gehäuseteilen positiv auf. Auch bei leichtem Druck gibt das Kunststoffgehäuse nicht unangenehm nach und verursacht weder Knarz- noch Knackgeräusche. Scharfe Kanten oder unsauber verarbeitete Stellen konnten wir ebenfalls nicht feststellen.

Die Integration des Solarpanels auf der Oberseite ist ordentlich gelungen. Es fügt sich sauber in das Gehäuse ein und wirkt nicht wie ein nachträglich angebrachtes Bauteil. Auch die beiden seitlichen LED-Flutlichter machen einen soliden Eindruck. Die beweglichen Elemente sitzen ordentlich und vermitteln keineswegs das Gefühl, besonders empfindlich zu sein.

Stabile und leichtgängige Flutlichtgelenke

Besonders positiv sind uns die beweglichen Gelenke der beiden LED-Flutlichter aufgefallen. Selbst nach rund acht Wochen Nutzung lassen sich die Leuchten weiterhin problemlos in die gewünschte Richtung drehen und neigen. Dabei hat Reolink einen guten Mittelweg zwischen Leichtgängigkeit und Stabilität gefunden.

Die Gelenke sind weder so locker, dass sich die Flutlichter bei jedem Windstoß verstellen könnten, noch so schwergängig, dass übermäßig viel Kraft erforderlich wäre. Zusätzliche Klemmschrauben, die vor jeder Anpassung gelöst und anschließend wieder festgezogen werden müssen, gibt es ebenfalls nicht. Einmal ausgerichtet, bleiben die Flutlichter zuverlässig in ihrer Position.

Gerade bei einer dauerhaft im Außenbereich montierten Kamera ist dies ein wichtiger Punkt, schließlich möchte man die Beleuchtung nicht regelmäßig neu ausrichten müssen. In unserem bisherigen Testzeitraum konnten wir keinerlei Anzeichen dafür feststellen, dass die Gelenke an Stabilität verloren haben.

Gut geschützte Anschlüsse und Bedienelemente

Ein weiterer Pluspunkt sind die ordentlich integrierten Anschlüsse. Reolink schützt sämtliche relevanten Öffnungen durch passende Gummiabdeckungen, die das Eindringen von Feuchtigkeit und Schmutz verhindern sollen.

Unter den Abdeckungen befinden sich der USB-C-Anschluss zum Aufladen des Akkus beziehungsweise zum Anschließen eines externen Solarpanels, der microSD-Kartensteckplatz für Speicherkarten mit bis zu 512 GB sowie die Ein-/Aus- beziehungsweise Reset-Taste.

Positiv fällt auf, dass die Abdeckungen ausreichend groß ausfallen und sich die Anschlüsse problemlos erreichen lassen. Gerade bei einer Außenkamera, bei der beispielsweise die Speicherkarte gewechselt werden muss, ist dies ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Die vorhandenen Beschriftungen erleichtern zudem die Orientierung.

Wichtig ist allerdings, die Schutzabdeckungen nach jeder Verwendung wieder vollständig zu verschließen, damit der Wetterschutz erhalten bleibt.

Wetterfestigkeit nach IP66

Da die Reolink Solar Floodlight Cam für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich entwickelt wurde, spielt der Schutz vor Witterungseinflüssen eine wichtige Rolle. Das Gehäuse ist nach IP66 gegen das Eindringen von Staub und starkes Strahlwasser geschützt.

Damit ist die Kamera für den Einsatz bei Regen und wechselnden Witterungsbedingungen ausgelegt. Auch der vom Hersteller angegebene Betriebstemperaturbereich von -20 bis +55 °C ist für den ganzjährigen Außeneinsatz grundsätzlich ausreichend.

Die Schutzklasse IP66 bedeutet allerdings nicht, dass die Kamera vollständig wasserdicht ist. Ein Untertauchen in Wasser ist damit nicht abgedeckt. Für die übliche Montage an einer Hauswand oder im Garten reicht der gebotene Schutz jedoch vollkommen aus.

Unser Eindruck von der Verarbeitung

Insgesamt gibt es an der Verarbeitung der Reolink Solar Floodlight Cam wenig auszusetzen. Die Materialqualität ist dem Preis mehr als angemessen, die Gehäuseteile sitzen sauber zusammen und auch die geschützten Anschlüsse hinterlassen einen durchdachten Eindruck.

Besonders gefallen uns die gleichmäßigen Spaltmaße, das knarzfreie Gehäuse und die stabilen Gelenke der beiden LED-Flutlichter. Dass sich diese auch nach rund acht Wochen Nutzung weiterhin leichtgängig verstellen lassen und anschließend zuverlässig in ihrer Position bleiben, spricht für die gelungene Konstruktion.

Angesichts des vergleichsweise günstigen Verkaufspreises liefert Reolink hier eine überzeugende Verarbeitungsqualität, die unseren Erwartungen an eine Überwachungskamera dieser Preisklasse voll und ganz gerecht wird.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kamera-ArtKabellose Flutlicht-Überwachungskamera mit integriertem Solarpanel
Kamera-Auflösung2K (2.560 × 1.440 Pixel), 4 MP, 10–15 fps
1/3-Zoll-CMOS-Bildsensor; Blende f/2,2; 2,3-mm-Festbrennweite; H.264/H.265
Weitwinkel150,5° diagonal, 124,5° horizontal, 69,6° vertikal
Abmessungen / Gewicht101,5 × 264 × 161,2 mm; 721 g ohne Halterung, 799 g inklusive Halterung
ZoomDigitaler Zoom, kein optischer Zoom
MaterialKunststoffgehäuse mit wettergeschützten Anschlüssen
KonnektivitätWi-Fi 6 (2,4 und 5 GHz), WLAN-Sicherheit WPA/WPA2/WPA3
SmartHub/
Speicher
Kompatibel mit Reolink Home Hub und unterstützten Reolink-NVR-Systemen
microSD bis 512 GB; Reolink Home Hub, NVR und FTP
SicherheitLokale KI-Erkennung von Personen, Fahrzeugen und Tieren; Gerätepasswort; keine verpflichtende Cloud-Nutzung
Flutlicht2 separat verstellbare LED-Flutlichter, bis zu 1.000 Lumen; Helligkeit und Farbtemperatur (3.000–6.000 K) einstellbar
FunktionenZwei-Wege-Audio, integrierte 110-dB-Sirene, Push-Benachrichtigungen, intelligente Lichtsteuerung, Zeitraffer
BetriebsbedingungenWetterfest nach IP66; Betriebstemperatur −20 °C bis +55 °C; Ladetemperatur 0 °C bis +45 °C
NachtsichtmodusInfrarot-Nachtsicht bis 10 m (850 nm); Farbnachtsicht mit LED-Flutlicht
BewegungserkennungPIR-Bewegungssensor, 150° Erfassungswinkel, bis zu 10 m Reichweite laut Hersteller
LieferumfangReolink Solar Floodlight Cam
Kugelgelenkhalterung mit Montageplatte
Schrauben und Dübel (6 × 30 mm)
USB-A-auf-USB-C-Kabel
Schlüssel für das Kugelgelenk
Bohrschablone
Kurzanleitung
Videoüberwachungs-Aufkleber
Technische Daten der Reolink Solar Floodlight Cam

Einrichtung & Inbetriebnahme 

Die Einrichtung und Inbetriebnahme der Reolink Solar Floodlight Cam gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Da die Kamera über einen integrierten Akku und ein Solarpanel verfügt, muss kein Stromkabel verlegt werden. Dadurch ist man bei der Wahl des Montageortes deutlich flexibler als bei kabelgebundenen Überwachungskameras. Sowohl die Wandmontage als auch die anschließende Einrichtung über die Reolink-App verliefen in unserem Test problemlos.

Die Wahl des richtigen Standortes

Bevor es an die eigentliche Montage geht, sollte man sich zunächst Gedanken über den passenden Standort machen. Schließlich soll die Kamera nicht nur den gewünschten Bereich zuverlässig überwachen, sondern gleichzeitig möglichst viel Sonnenlicht erhalten, damit der integrierte Akku regelmäßig nachgeladen werden kann.

In unserem Fall haben wir die Reolink Solar Floodlight Cam an der Südseite unserer Garage direkt oberhalb der Tür montiert. Dieser Standort bietet gleich mehrere Vorteile. Einerseits lässt sich der Bereich vor der Garage gut überwachen und ausleuchten, andererseits erhält das integrierte Solarpanel über einen möglichst langen Zeitraum direktes Sonnenlicht.

Gerade bei einer solarbetriebenen Überwachungskamera spielt die Ausrichtung eine wichtige Rolle. Eine Montage unter einem größeren Dachvorsprung oder an einer dauerhaft schattigen Hauswand kann die Energiegewinnung deutlich einschränken. In solchen Fällen besteht immerhin die Möglichkeit, ein zusätzliches externes Solarpanel an einem geeigneteren Standort zu installieren.

Einfache Wandmontage mit nur zwei Bohrlöchern

Die eigentliche Montage ist schnell erledigt und erfordert kein besonderes handwerkliches Geschick. Zunächst hält man die Kamera beziehungsweise die Halterung an die gewünschte Position, um den späteren Erfassungsbereich abzuschätzen.

Anschließend kommt die mitgelieferte Bohrschablone zum Einsatz. Mit dieser lassen sich die beiden benötigten Bohrlöcher entweder anzeichnen oder direkt durch die Schablone bohren. Für unsere Betonwand benötigten wir lediglich eine Schlagbohrmaschine mit passendem Betonbohrer für die beiliegenden 6 × 30 mm Dübel.

Nachdem die beiden Löcher gebohrt und die Dübel eingesetzt waren, ging es an die Befestigung der Halterung. Hierfür muss die Kugelgelenkhalterung zunächst so weit gelöst werden, dass sich die einzelnen Komponenten voneinander trennen lassen. Anschließend wird die Montageplatte mithilfe der beiden mitgelieferten Schrauben an der Wand befestigt.

Danach setzt man die Kugelgelenkhalterung wieder zusammen und schraubt die Kamera über das rückseitige Gewinde auf die Halterung.

Flexible Ausrichtung dank Kugelgelenk

Ein großer Vorteil der Konstruktion ist die flexible Ausrichtung der Kamera. Dank des Kugelgelenks lässt sich diese problemlos in die gewünschte Richtung drehen und neigen, sodass der zu überwachende Bereich möglichst optimal erfasst wird.

Sobald die richtige Position gefunden ist, wird die Halterung zunächst von Hand festgezogen. Für die endgültige Fixierung kommt der mitgelieferte Schlüssel zum Einsatz, mit dem sich die Verschraubung sicher anziehen lässt.

Damit ist die mechanische Installation bereits abgeschlossen. Besonders die beiliegende Bohrschablone, die Befestigung mit lediglich zwei Schrauben und die flexible Kugelgelenkhalterung machen die Montage angenehm einfach.

Ersteinrichtung über die Reolink-App

Vor der eigentlichen Inbetriebnahme haben wir den integrierten Akku der Reolink Solar Floodlight Cam zunächst vollständig über den USB-C-Anschluss aufgeladen. Dadurch konnten wir sicherstellen, dass für die anschließende Einrichtung und das erste Firmware-Update ausreichend Energie zur Verfügung steht.

Die weitere Einrichtung erfolgt über die Reolink-App, die sowohl für Android als auch für iOS erhältlich ist. Nach dem Öffnen der App muss zunächst der QR-Code auf der Unterseite der Kamera gescannt werden. In unserem Test wurde die Solar Floodlight Cam daraufhin sofort erkannt.

Anschließend führt Reolink Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess. Die App zeigt unter anderem, wie die Kamera eingeschaltet wird, bevor im nächsten Schritt die Zugangsdaten des heimischen WLAN-Netzwerks eingegeben werden müssen.

Besonders praktisch ist die anschließende Übertragung der WLAN-Zugangsdaten. Hierfür erzeugt die Reolink-App einen QR-Code, der einfach vor das Kameraobjektiv gehalten wird. Sobald die Kamera diesen erfasst hat, übernimmt sie die erforderlichen Informationen und verbindet sich mit dem WLAN.

Dieser Vorgang funktionierte in unserem Test auf Anhieb. Die verständlichen Anweisungen und die bebilderte Darstellung der einzelnen Schritte erleichtern die Einrichtung erheblich. Auch Nutzer, die bisher noch keine Überwachungskamera eingerichtet haben, sollten damit problemlos zurechtkommen.

Firmware-Update und erste Einstellungen

Nach der erfolgreichen WLAN-Verbindung stand zunächst ein Firmware-Update zur Verfügung, das wir direkt heruntergeladen und installiert haben. Somit war die Kamera bereits bei der ersten Verwendung auf dem aktuellen Softwarestand.

Anschließend führt die App durch einige grundlegende Einstellungen. Zunächst wird ein individuelles Gerätepasswort festgelegt, das die Kamera vor unbefugtem Zugriff schützen soll.

Danach lässt sich ein Standort beziehungsweise ein individueller Gerätename vergeben. Gerade wenn man bereits mehrere Reolink-Kameras verwendet, ist dies äußerst praktisch. So erkennt man beispielsweise direkt, ob es sich um die Kamera an der Garage, am Hauseingang oder im Garten handelt.

Im nächsten Schritt wird der gewünschte Batteriemodus ausgewählt. Damit lässt sich das Betriebsverhalten der Kamera an die persönlichen Anforderungen und die verfügbare Energieversorgung anpassen.

Abschließend müssen lediglich noch die angezeigten Nutzungsbedingungen und Hinweise durchgelesen werden. Danach ist die Einrichtung abgeschlossen und die Reolink Solar Floodlight Cam einsatzbereit.

Unser Eindruck von der Einrichtung und Inbetriebnahme

Insgesamt hat uns die Einrichtung der Reolink Solar Floodlight Cam sehr gut gefallen. Die Wandmontage gelingt mit wenigen Handgriffen und die flexible Kugelgelenkhalterung erleichtert die anschließende Ausrichtung erheblich. Besonders positiv ist außerdem, dass weder ein Stromanschluss noch aufwendige Verkabelungsarbeiten erforderlich sind.

Auch die Ersteinrichtung über die Reolink-App verlief in unserem Test vollkommen problemlos. Die Kamera wurde sofort erkannt, die WLAN-Verbindung funktionierte auf Anhieb und sämtliche Schritte wurden verständlich erklärt. Selbst das Firmware-Update und die grundlegenden Einstellungen ließen sich ohne Schwierigkeiten durchführen.

Reolink liefert hier ein durchdachtes Gesamtpaket, das sowohl bei der Montage als auch bei der softwareseitigen Einrichtung überzeugt. Lediglich die notwendige Sonneneinstrahlung sollte man bei der Standortwahl berücksichtigen, um das Potenzial des integrierten Solarpanels bestmöglich auszuschöpfen.

(Einrichtung & Inbetriebnahme : 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang & Bedienung

Die Reolink Solar Floodlight Cam bietet für ihre Preisklasse einen bemerkenswert umfangreichen Funktionsumfang. Besonders interessant ist die Kombination aus intelligenter Überwachungskamera und individuell anpassbarer Außenbeleuchtung. Dadurch eignet sich das Modell nicht nur zur Absicherung von Einfahrten, Hauseingängen oder Garagen, sondern auch als praktische Beleuchtung für den Außenbereich. Hinzu kommen eine KI-gestützte Bewegungserkennung, eine integrierte Sirene und verschiedene Möglichkeiten zur lokalen Videospeicherung.

Leistungsstarke LED-Flutlichter mit anpassbarer Farbtemperatur

Ein besonderes Highlight der Reolink Solar Floodlight Cam sind die beiden integrierten LED-Flutlichter. Mit einer gemeinsamen Helligkeit von bis zu 1.000 Lumen sorgen sie für eine kräftige Ausleuchtung des überwachten Bereichs. Besonders positiv gefällt uns, dass sich die Helligkeit über die Reolink-App stufenlos an die persönlichen Bedürfnisse anpassen lässt.

Darüber hinaus kann auch die Farbtemperatur zwischen 3.000 und 6.000 Kelvin individuell eingestellt werden. Warmweißes Licht eignet sich beispielsweise hervorragend für die abendliche Beleuchtung einer Terrasse oder eines Hauseingangs. Wer hingegen eine möglichst klare und sachliche Ausleuchtung bevorzugt, kann auf kühleres Licht zurückgreifen. Gerade für eine Garageneinfahrt bietet sich diese Einstellung sehr an.

Diese Doppelnutzung als praktische Außenbeleuchtung und Sicherheitslicht hebt die Solar Floodlight Cam von vielen klassischen solarbetriebenen Überwachungskameras ab. Schließlich bieten zahlreiche Konkurrenzmodelle zwar eine integrierte Beleuchtung, verzichten jedoch auf eine individuell einstellbare Farbtemperatur.

Die Flutlichter lassen sich bei Bedarf direkt über die App aktivieren oder automatisch durch erkannte Bewegungen einschalten. Darüber hinaus stehen verschiedene Beleuchtungsmodi zur Verfügung, sodass sich die Lichtsteuerung an den gewünschten Einsatzzweck anpassen lässt. Dabei sollte man allerdings berücksichtigen, dass eine häufige oder besonders lange Aktivierung der Flutlichter den Energieverbrauch erhöht und damit die Akkulaufzeit beeinflusst.

Intelligente Bewegungserkennung mit gezielter Lichtsteuerung

Ein weiterer großer Pluspunkt ist die KI-gestützte Bewegungserkennung. Die Kamera unterscheidet zwischen Personen, Fahrzeugen und Tieren. Die entsprechende Objekterkennung erfolgt direkt auf dem Gerät und ermöglicht es, gezielt festzulegen, auf welche Ereignisse die Kamera reagieren soll.

So lässt sich beispielsweise einstellen, dass sich die Flutlichter nur dann automatisch einschalten, wenn Personen oder Fahrzeuge erkannt werden. Tiere können dagegen von der Lichtaktivierung ausgeschlossen werden.

Wie sinnvoll diese Funktion ist, zeigt sich besonders im Alltag. Bei unseren Nachbarn schaltet sich die herkömmliche Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder regelmäßig ein, weil abends oder nachts Katzen durch den Garten laufen. Genau solche unnötigen Lichtaktivierungen lassen sich mit der intelligenten Objekterkennung der Reolink Solar Floodlight Cam weitgehend vermeiden.

Gerade das gefällt uns ausgesprochen gut. Denn eine Überwachungskamera sollte nicht bei jeder belanglosen Bewegung die Umgebung ausleuchten, sondern möglichst gezielt auf relevante Ereignisse reagieren. Das reduziert unnötige Lichtaktivierungen und schont gleichzeitig den integrierten Akku.

Zuverlässige Bewegungserkennung im Praxistest

In unserem rund achtwöchigen Praxistest überzeugte die Bewegungserkennung mit einer hohen Zuverlässigkeit. Personen, Fahrzeuge und Tiere wurden gut erkannt und entsprechend zugeordnet. Auch die anschließende Aktivierung der gewünschten Funktionen arbeitete zuverlässig.

Ein Vorteil ist dabei die Kombination aus PIR-Bewegungssensor und intelligenter Objekterkennung. Der PIR-Sensor reagiert auf Veränderungen der Wärmestrahlung und dient dazu, die Kamera bei entsprechenden Bewegungen zu aktivieren. Anschließend übernimmt die intelligente Bildauswertung die Unterscheidung zwischen Personen, Fahrzeugen und Tieren.

Anders als bei einer ausschließlich kamerabasierten Bewegungserkennung muss die Kamera somit nicht permanent das gesamte Bild auf Veränderungen untersuchen. Gerade bei einem akkubetriebenen Modell ist dies sinnvoll, da sich der Energieverbrauch dadurch reduzieren lässt.

Reolink gibt für die PIR-Bewegungserkennung eine Reichweite von bis zu zehn Metern und einen Erfassungswinkel von rund 150 Grad an. Damit lässt sich ein vergleichsweise großer Bereich überwachen.

Die Kombination aus PIR-Sensor und intelligenter Objekterkennung funktionierte in unserem Test sehr gut. Besonders die Möglichkeit, einzelne Objekttypen von der automatischen Lichtaktivierung auszuschließen, macht sich im Alltag positiv bemerkbar.

Alarmfunktionen und automatische Benachrichtigungen

Neben der intelligenten Bewegungserkennung bietet die Solar Floodlight Cam verschiedene Möglichkeiten, auf erkannte Ereignisse zu reagieren. Dazu gehören Push-Benachrichtigungen auf das Smartphone sowie eine optische und akustische Abschreckung.

Die beiden LED-Flutlichter können bei einer entsprechenden Erkennung automatisch aktiviert und als auffälliges Warnlicht eingesetzt werden. Ergänzt wird diese Funktion durch eine integrierte Sirene, für die Reolink eine Lautstärke von bis zu 110 dB angibt.

Besonders praktisch ist, dass sich die Reaktionen auf bestimmte Objekttypen beschränken lassen. Dadurch muss beispielsweise nicht jedes vorbeilaufende Tier einen Alarm auslösen. Die gewünschten Benachrichtigungen und Alarmaktionen lassen sich individuell konfigurieren.

Auf diese Weise kann die Kamera entweder als eher unauffällige Überwachungslösung oder als deutlich sichtbare Abschreckung eingesetzt werden. Gerade die Kombination aus hellem Flutlicht und akustischem Alarm dürfte für viele Nutzer interessant sein, die beispielsweise ihre Garage oder Einfahrt zusätzlich absichern möchten.

Zwei-Wege-Kommunikation über Mikrofon und Lautsprecher

Zur Ausstattung gehören außerdem ein integriertes Mikrofon und ein Lautsprecher. Dadurch ist eine Zwei-Wege-Kommunikation möglich, bei der man über die Reolink-App direkt mit Personen vor der Kamera sprechen kann.

In unserem Praxistest funktionierte diese Funktion gut. Die Sprachqualität reicht für Gespräche in unmittelbarer Nähe der Kamera vollkommen aus. So lässt sich beispielsweise mit einem Paketboten sprechen oder eine Person vor der Garage ansprechen, ohne selbst vor Ort sein zu müssen.

Natürlich ersetzt die Funktion keine hochwertige Gegensprechanlage. Für den vorgesehenen Einsatzzweck erfüllt sie ihre Aufgabe jedoch zuverlässig.

Flexible Speichermöglichkeiten ohne Abonnement

Auch bei den Speichermöglichkeiten zeigt sich die Reolink Solar Floodlight Cam erfreulich flexibel. Insgesamt stehen vier lokale beziehungsweise netzwerkbasierte Speicherwege zur Verfügung. Besonders positiv ist dabei, dass für die lokale Speicherung grundsätzlich kein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich ist.

Direkte Speicherung auf microSD-Karte

Die einfachste und günstigste Möglichkeit ist eine microSD-Karte, die direkt in den entsprechenden Steckplatz der Kamera eingesetzt wird. Unterstützt werden Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 512 GB.

Sämtliche durch Bewegungen ausgelösten Videoaufnahmen lassen sich dadurch lokal speichern und anschließend über die Reolink-App abrufen. Ein Cloud-Abonnement ist hierfür nicht notwendig. Lediglich die Speicherkarte muss separat erworben werden.

Ein kleiner Nachteil dieser Lösung besteht allerdings darin, dass sich die Aufnahmen direkt auf der Kamera befinden. Wird diese gestohlen oder beschädigt und dabei auch die Speicherkarte zerstört, sind unter Umständen sämtliche Aufzeichnungen verloren.

Zentrale Speicherung über Reolink Home Hub

Wer seine Videoaufnahmen lieber geschützt innerhalb der eigenen vier Wände speichern möchte, kann auf einen kompatiblen Reolink Home Hub zurückgreifen.

Der Reolink Home Hub Mini wird für 89,99 Euro angeboten und unterstützt eine microSD-Karte mit bis zu 1 TB Speicherplatz. Der größere Home Hub kostet rund 129,99 Euro und bietet zwei microSD-Steckplätze, die jeweils Speicherkarten mit bis zu 1 TB aufnehmen können.

Beide Modelle ermöglichen die zentrale Verwaltung von bis zu acht kompatiblen Reolink-Kameras. Darüber hinaus bietet Reolink eine verschlüsselte Speicherung der Aufnahmen, was einen zusätzlichen Schutz vor unbefugtem Zugriff ermöglicht.

Der größte Vorteil liegt für uns allerdings darin, dass sich die Aufnahmen nicht mehr direkt auf der Außenkamera befinden müssen. Selbst wenn diese entwendet wird, bleiben die zuvor auf den Home Hub übertragenen Videos im Haus erhalten.

Noch mehr Speicherplatz über Reolink NVR

Für größere Überwachungssysteme bietet Reolink zudem eigene Netzwerkvideorekorder (NVR) an. Diese sind je nach Modell über Ethernet beziehungsweise WLAN in das Heimnetzwerk eingebunden und ermöglichen die zentrale Speicherung mehrerer Überwachungskameras.

Entsprechende Geräte sind beispielsweise ab rund 300 Euro erhältlich und bieten je nach Ausführung deutlich größere Speicherkapazitäten. Einige Modelle lassen sich mit Festplattenspeicher von bis zu 16 TB ausstatten. Auch die Anzahl der unterstützten Kameras unterscheidet sich je nach Rekorder.

Gerade für Nutzer, die bereits mehrere Reolink-Kameras einsetzen oder langfristig ein größeres Überwachungssystem aufbauen möchten, ist diese Lösung interessant. Vor dem Kauf sollte allerdings die Kompatibilität des jeweiligen NVR-Modells mit der Solar Floodlight Cam geprüft werden.

Speicherung über FTP-Server

Als vierte Möglichkeit unterstützt die Solar Floodlight Cam die Übertragung von Aufnahmen auf einen FTP-Server. Dadurch können Videos beispielsweise auf einem eigenen Server oder einem entsprechend eingerichteten NAS-System abgelegt werden.

Diese Lösung bietet viel Flexibilität und ermöglicht eine Speicherung unabhängig von der Kamera. Allerdings ist die Einrichtung etwas aufwendiger und richtet sich eher an technisch versierte Nutzer, die bereits über eine entsprechende Netzwerkinfrastruktur verfügen.

Einschränkungen bei der Videoaufzeichnung

Unabhängig von der gewählten Speichermethode gilt es allerdings eine wichtige Einschränkung zu beachten: Die Reolink Solar Floodlight Cam ist eine akkubetriebene Überwachungskamera und unterstützt keine permanente 24/7-Videoaufzeichnung.

Stattdessen werden Videoaufnahmen durch erkannte Bewegungsereignisse ausgelöst. Auch der Anschluss an einen Home Hub oder Netzwerkvideorekorder ändert nichts an dieser Einschränkung.

Für den vorgesehenen Einsatz als solarbetriebene Sicherheitskamera ist dieses Konzept allerdings nachvollziehbar. Schließlich würde eine permanente Videoaufzeichnung den Energieverbrauch deutlich erhöhen und den integrierten Akku entsprechend stärker belasten.

Wer rund um die Uhr lückenlos aufzeichnen möchte, sollte daher eher zu einer kabelgebundenen Überwachungskamera greifen. Für die gezielte Überwachung von Bewegungen ist das Konzept der Solar Floodlight Cam hingegen gut geeignet.

Unser Eindruck vom Funktionsumfang

Insgesamt überzeugt uns die Reolink Solar Floodlight Cam mit einem vielseitigen und sinnvoll zusammengestellten Funktionsumfang. Besonders die leistungsstarken LED-Flutlichter mit individuell einstellbarer Helligkeit und Farbtemperatur haben uns gefallen. Dadurch eignet sich die Kamera nicht nur zur Überwachung, sondern gleichzeitig als praktische Außenbeleuchtung.

Ein echtes Highlight ist die zuverlässige Unterscheidung zwischen Personen, Fahrzeugen und Tieren. In unserem achtwöchigen Praxistest funktionierte diese sehr gut. Dass sich die Beleuchtung gezielt auf bestimmte Objekttypen beschränken lässt, ist nicht nur komfortabel, sondern verhindert auch unnötige Lichtaktivierungen.

Hinzu kommen die integrierte Sirene, die gut funktionierende Zwei-Wege-Kommunikation sowie die vielfältigen Speichermöglichkeiten ohne verpflichtendes Abonnement. Gerade die Unterstützung von Home Hub, NVR und FTP macht die Kamera auch für größere Überwachungssysteme interessant.

Lediglich die fehlende Möglichkeit zur permanenten Videoaufzeichnung muss man berücksichtigen. Für eine solarbetriebene Kamera dieser Preisklasse liefert Reolink dennoch ein überzeugendes Gesamtpaket, das weit über die reine Videoüberwachung hinausgeht.

(Funktionsumfang & Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Reolink-App

Eine gute Überwachungskamera sollte nicht nur mit ihrer Hardware überzeugen, sondern auch eine übersichtliche und zuverlässige App bieten. Schließlich erfolgt die Bedienung im Alltag größtenteils über das Smartphone. Reolink setzt hierfür auf eine eigene Anwendung, die sowohl für Android als auch für iOS kostenlos erhältlich ist. In unserem rund achtwöchigen Praxistest hinterließ diese einen durchweg positiven Eindruck.

Reolink
Preis: Kostenlos
Reolink
Preis: Kostenlos

Keine Registrierung erforderlich – ein großer Pluspunkt

Besonders positiv gefällt uns bei Reolink, dass für die Einrichtung und grundlegende Nutzung der Kamera weiterhin kein Benutzerkonto beim Hersteller erforderlich ist. Anders als bei zahlreichen anderen Überwachungskameras muss man weder eine E-Mail-Adresse angeben noch ein zusätzliches Konto mit Passwort erstellen, bevor man die Kamera überhaupt verwenden kann.

Stattdessen wird die Solar Floodlight Cam über ein selbst festgelegtes Gerätepasswort abgesichert. Dadurch kann man die Kamera direkt über die Reolink-App einrichten und verwalten, ohne sich zuvor beim Hersteller registrieren zu müssen.

Zwar macht Reolink inzwischen an verschiedenen Stellen auf die Möglichkeit eines Benutzerkontos aufmerksam, bislang bleibt dieses für die grundlegende Kameranutzung jedoch optional. Lediglich für bestimmte Zusatzdienste, beispielsweise eine verfügbare Cloud-Speicherung, kann ein Konto erforderlich sein.

Dass Reolink seinen Nutzern weiterhin diese Wahl lässt, begrüßen wir ausdrücklich. Gerade bei einer Überwachungskamera, die sensible Bereiche rund um das eigene Zuhause erfasst, ist eine möglichst unabhängige Nutzung ohne verpflichtende Registrierung ein echter Vorteil.

Übersichtliche Benutzeroberfläche und einfache Bedienung

Auch bei der Gestaltung der Benutzeroberfläche macht Reolink vieles richtig. Die App ist übersichtlich aufgebaut und verzichtet weitgehend auf unnötig verschachtelte Menüs. Bereits auf der Startseite werden sämtliche verbundenen Reolink-Kameras und Geräte angezeigt.

Wer mehrere Kameras verwendet, findet hier eine zentrale Übersicht und kann schnell zwischen den einzelnen Geräten wechseln. Die während der Einrichtung vergebenen Gerätenamen erleichtern dabei die Zuordnung.

Tippt man auf die Solar Floodlight Cam, öffnet sich direkt die Live-Ansicht. Dort stehen die wichtigsten Funktionen zur Verfügung, ohne dass man zunächst durch verschiedene Untermenüs navigieren muss.

So lassen sich beispielsweise manuell Fotos und Videos aufnehmen, die Zwei-Wege-Kommunikation aktivieren oder die beiden LED-Flutlichter einschalten. Auch die gespeicherten Aufnahmen und weiterführenden Kameraeinstellungen sind von hier aus erreichbar.

Insgesamt ist die Bedienung weitgehend selbsterklärend. Selbst Nutzer, die bisher noch keine Überwachungskamera verwendet haben, dürften sich nach kurzer Eingewöhnung problemlos zurechtfinden.

Schneller Zugriff auf die Live-Ansicht

Ein wichtiger Punkt bei einer Überwachungskamera ist die Geschwindigkeit, mit der sich das Live-Bild aufrufen lässt. Schließlich möchte man bei einer eingehenden Bewegungsbenachrichtigung möglichst schnell sehen, was vor der Kamera passiert.

In unserem Test funktionierte dies erfreulich gut. Nach dem Antippen der Solar Floodlight Cam öffnete sich die Live-Ansicht in der Regel innerhalb kurzer Zeit. Voraussetzung ist natürlich eine ausreichend stabile WLAN- beziehungsweise Internetverbindung.

Da die WLAN-Abdeckung an unserem Montageort sehr gut ist, mussten wir beim Verbindungsaufbau kaum Wartezeiten in Kauf nehmen. Auch der Zugriff auf die wichtigsten Kamerafunktionen erfolgte zügig.

Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die Solar Floodlight Cam als akkubetriebenes Modell nicht dauerhaft aktiv ist. Beim Aufrufen des Live-Bildes muss die Kamera gegebenenfalls zunächst aus ihrem Energiesparmodus aufwachen. Dadurch kann es abhängig von der Verbindung zu kurzen Verzögerungen kommen.

Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten

Ein weiterer Pluspunkt sind die zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten. Reolink bietet hier deutlich mehr als nur die grundlegenden Einstellungen einer einfachen Überwachungskamera.

Über die App lassen sich unter anderem die Helligkeit und Farbtemperatur der beiden LED-Flutlichter anpassen. Auch die automatische Lichtaktivierung bei bestimmten erkannten Objekttypen kann individuell festgelegt werden.

Darüber hinaus stehen verschiedene Optionen zur Bewegungserkennung zur Verfügung. So lassen sich beispielsweise Erkennungsbereiche definieren, die Empfindlichkeit anpassen und Benachrichtigungen für bestimmte Ereignisse konfigurieren.

Auch Einstellungen zur Videoqualität, zur Nachtsicht, zum Aufzeichnungsverhalten und zur Energieverwaltung sind über die App zugänglich.

Besonders gut gefällt uns, dass diese zahlreichen Funktionen trotzdem vergleichsweise übersichtlich angeordnet sind. Trotz des großen Funktionsumfangs muss man nicht lange nach den gewünschten Optionen suchen.

In unserem Test haben wir jedenfalls keine wesentlichen Einstellungsmöglichkeiten vermisst. Reolink bietet ausreichend Spielraum, um die Solar Floodlight Cam an die eigenen Anforderungen anzupassen.

Zuverlässige Push-Benachrichtigungen

Neben der Live-Ansicht spielt auch die Benachrichtigungsfunktion eine wichtige Rolle. Schließlich soll die Kamera nicht nur Bewegungen erkennen und aufzeichnen, sondern bei relevanten Ereignissen möglichst zeitnah informieren.

Hier konnte die Reolink-App in unserem Praxistest ebenfalls überzeugen. Push-Benachrichtigungen trafen zuverlässig und zeitnah auf unserem Smartphone ein. Größere Verzögerungen oder auffällige Probleme konnten wir während des Testzeitraums nicht feststellen.

Praktisch ist zudem die Möglichkeit, Benachrichtigungen gezielt auf bestimmte Objekttypen zu beschränken. So kann man beispielsweise festlegen, dass hauptsächlich bei erkannten Personen oder Fahrzeugen eine Meldung erfolgen soll, während Tiere nicht jedes Mal eine Benachrichtigung auslösen müssen.

Dadurch lässt sich die Zahl unnötiger Meldungen deutlich reduzieren. Gerade bei einer Kamera, die dauerhaft eine Einfahrt oder einen Gartenbereich überwacht, ist dies ein großer Vorteil.

Wiedergabe und Verwaltung der Aufnahmen

Auch die Verwaltung gespeicherter Videoaufnahmen erfolgt direkt über die Reolink-App. Hier können die von der Kamera aufgezeichneten Bewegungsereignisse aufgerufen und die entsprechenden Videos abgespielt werden.

Praktisch sind dabei die Filtermöglichkeiten, mit denen sich Aufzeichnungen nach bestimmten Ereignissen beziehungsweise Objekttypen eingrenzen lassen. Gerade wenn über einen längeren Zeitraum viele Aufnahmen zusammenkommen, erleichtert dies die Suche nach einer bestimmten Situation.

Einzelne Aufnahmen lassen sich zudem auf das Smartphone herunterladen und bei Bedarf weitergeben oder dauerhaft sichern.

Welche Videos zur Verfügung stehen, hängt natürlich von der verwendeten Speicherlösung ab. Bei einer direkt eingesetzten microSD-Karte greift die App auf die lokal gespeicherten Aufzeichnungen zu, während bei einem kompatiblen Home Hub entsprechend zentral gespeicherte Videos verfügbar sind.

Unser Eindruck von der Reolink-App

Insgesamt hat uns die Reolink-App während unseres rund achtwöchigen Praxistests sehr gut gefallen. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich gestaltet, die Bedienung funktioniert intuitiv und sämtliche wichtigen Funktionen sind schnell erreichbar.

Besonders positiv sind uns der schnelle Zugriff auf die Live-Ansicht und die zuverlässigen Push-Benachrichtigungen aufgefallen. Auch die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten überzeugen, ohne dass die Bedienung dadurch unnötig kompliziert wird.

Ein weiterer großer Vorteil ist für uns die weiterhin freiwillige Registrierung. Dass sich die Solar Floodlight Cam ohne verpflichtendes Reolink-Benutzerkonto nutzen lässt, ist keineswegs selbstverständlich und unterscheidet den Hersteller von zahlreichen Mitbewerbern.

Nennenswerte Kritikpunkte konnten wir im bisherigen Testzeitraum nicht feststellen. Die Reolink-App ergänzt die Hardware somit sehr gut und trägt wesentlich zum positiven Gesamteindruck der Solar Floodlight Cam bei.

(Reolink-App: 4 von 5 Punkten)

Video- & Tonqualität

Bildqualität bei Tageslicht

Die Reolink Solar Floodlight Cam verfügt über einen 1/3-Zoll-Bildsensor mit einer Auflösung von 2560 × 1440 Pixeln, was rund vier Megapixeln entspricht. Die maximale Bildrate liegt bei 15 Bildern pro Sekunde. Damit bewegt sich die technische Ausstattung auf einem ordentlichen Niveau, ohne allerdings besonders hervorzustechen.

In unserem Praxistest liefert die Kamera bei Tageslicht eine gute Bildqualität. Die Aufnahmen wirken klar und sauber, Farben werden ordentlich dargestellt und auch kleinere Details sind im näheren Umfeld gut erkennbar. Für die Überwachung unserer Garageneinfahrt reicht die gebotene Auflösung vollkommen aus.

Natürlich darf man hier keine Bildqualität auf dem Niveau deutlich teurerer 4K-Überwachungskameras erwarten. Die von uns ebenfalls getestete Arlo Ultra 3 liefert beispielsweise sichtbar mehr Details und bietet durch ihre höhere Auflösung größere Reserven beim digitalen Vergrößern.

Allerdings spielt die Reolink Solar Floodlight Cam auch in einer ganz anderen Preisklasse. Für eine Überwachungskamera, die inzwischen teilweise weniger als 100 Euro kostet, fällt die Bildqualität unserer Meinung nach überzeugend aus.

Großer Blickwinkel mit kleinen Einschränkungen

Eine Besonderheit ist der ausgesprochen große diagonale Blickwinkel von rund 150 Grad. Dadurch kann die Kamera einen breiten Bereich erfassen, ohne dass mehrere Überwachungskameras installiert werden müssen.

Gerade an einer Hauswand, über einer Garageneinfahrt oder zur Überwachung eines kleineren Innenhofs ist dies ein großer Vorteil. Auch bei unserer Montage oberhalb der Garagentür lässt sich ein entsprechend großer Bereich überblicken.

Allerdings bringt der große Blickwinkel auch Nachteile mit sich. Da sich die vier Megapixel auf eine breite Bildfläche verteilen, werden weiter entfernte Personen und Gegenstände entsprechend kleiner dargestellt. Wer einzelne Details in größerer Entfernung erkennen möchte, stößt daher schneller an die Grenzen der Auflösung.

Auch beim digitalen Zoom macht sich dies bemerkbar. Zwar lassen sich einzelne Bildausschnitte vergrößern, zusätzliche Details werden dadurch jedoch nicht sichtbar.

Bewegungserkennung bis etwa sieben Meter zuverlässig

Reolink gibt für den integrierten PIR-Bewegungssensor eine maximale Reichweite von zehn Metern an. In unserem Praxistest konnten wir Bewegungen bis zu einer Entfernung von ungefähr sieben Metern zuverlässig erfassen.

Darüber hinaus nahm die Zuverlässigkeit der Bewegungserkennung ab. Das ist bei einer akkubetriebenen Überwachungskamera mit PIR-Sensor allerdings nicht ungewöhnlich. Schließlich hängt die tatsächliche Reichweite auch von der Umgebungstemperatur, der Größe des erfassten Objekts und dessen Bewegungsrichtung ab.

Die Kombination aus PIR-Sensor und anschließender KI-gestützter Objekterkennung funktionierte bei uns sehr gut. Personen, Fahrzeuge und Tiere wurden zuverlässig erkannt und den entsprechenden Kategorien zugeordnet.

Besonders für typische Einsatzbereiche wie Hauseingänge, Garagen oder kleinere Einfahrten ist die gebotene Erfassungsreichweite vollkommen ausreichend. Wer hingegen größere Grundstücke oder weiter entfernte Bereiche überwachen möchte, sollte diese Einschränkung berücksichtigen.

Schwarz-Weiß-Nachtsicht ohne Flutlicht

Auch bei Dunkelheit muss man mit der Reolink Solar Floodlight Cam nicht auf eine Überwachung verzichten. Hierfür verfügt die Kamera über eine integrierte Infrarotbeleuchtung, mit der sich auch ohne zusätzliche Lichtquellen Aufnahmen erstellen lassen.

Die Aufzeichnung erfolgt dabei klassisch in Schwarz-Weiß. In unserem Test lieferte die Kamera auch unter diesen Bedingungen ein ordentliches Bild. Personen und Gegenstände im näheren Erfassungsbereich lassen sich weiterhin erkennen.

Allerdings gehen bei fehlender Beleuchtung naturgemäß einige Details verloren. Besonders bei weiter entfernten Objekten fällt es schwerer, feine Strukturen zu unterscheiden. Für die grundlegende Überwachung bei Nacht ist die Infrarotfunktion dennoch gut geeignet.

Ein Vorteil dieser Betriebsart ist außerdem, dass die beiden leistungsstarken LED-Flutlichter ausgeschaltet bleiben können. Dadurch wird die Umgebung nicht unnötig beleuchtet und der Energieverbrauch fällt geringer aus.

Deutlich bessere Farbnachtsicht mit LED-Flutlicht

Ihre eigentliche Stärke spielt die Reolink Solar Floodlight Cam bei eingeschalteten LED-Flutlichtern aus. Die beiden Leuchten erreichen gemeinsam eine Helligkeit von bis zu 1.000 Lumen und sorgen damit für eine kräftige Ausleuchtung des überwachten Bereichs.

In unserem Praxistest war der Unterschied zur gewöhnlichen Schwarz-Weiß-Nachtsicht deutlich sichtbar. Sobald die Flutlichter eingeschaltet werden, liefert die Kamera ein wesentlich ansprechenderes und detailreicher wirkendes Farbbild.

Besonders die Farbdarstellung ist ein großer Vorteil. Während bei reiner Infrarotbeleuchtung beispielsweise die Farbe von Kleidungsstücken oder Fahrzeugen nicht zu erkennen ist, lassen sich solche Merkmale mit aktivierter Beleuchtung deutlich besser unterscheiden.

Auch unsere Garageneinfahrt wird durch die beiden Flutlichter gut ausgeleuchtet. Dank der individuell einstellbaren Leuchten lässt sich das Licht gezielt auf die gewünschten Bereiche richten.

Gerade im Vergleich zu vielen klassischen Solarkameras, die lediglich über kleine integrierte LEDs verfügen, bietet Reolink hier einen spürbaren Mehrwert. Die Beleuchtung dient nicht nur zur Verbesserung der Nachtaufnahmen, sondern kann gleichzeitig eine separate Außenleuchte ersetzen.

Zu beachten ist lediglich, dass eine häufige Aktivierung der Flutlichter mehr Energie benötigt und sich entsprechend auf die Akkulaufzeit auswirkt.

Bewegungsdarstellung und Bildrate

Mit maximal 15 Bildern pro Sekunde gehört die Reolink Solar Floodlight Cam nicht zu den besonders schnellen Überwachungskameras. Für die üblichen Bewegungsabläufe vor einem Hauseingang oder einer Garage ist die Bildrate allerdings ausreichend.

Bei schnelleren Bewegungen erscheinen die Aufnahmen naturgemäß etwas weniger flüssig als bei Kameras mit 25 oder 30 Bildern pro Sekunde. Auch die Schärfe einzelner bewegter Objekte kann je nach Lichtverhältnissen eingeschränkt sein.

Für den vorgesehenen Einsatzzweck stellt dies unserer Meinung nach jedoch keinen gravierenden Nachteil dar. Die Kamera soll in erster Linie relevante Ereignisse zuverlässig erfassen und dokumentieren, wofür die gebotene Bildrate ausreicht.

Mikrofon und Lautsprecher

Neben der Videoqualität konnte uns auch die integrierte Zwei-Wege-Kommunikation überzeugen. Die Reolink Solar Floodlight Cam verfügt hierfür über ein Mikrofon und einen Lautsprecher, sodass man über die Reolink-App direkt mit Personen vor der Kamera sprechen kann.

In unserem Test war die Sprachqualität für Gespräche in unmittelbarer Nähe der Kamera gut ausreichend. Stimmen lassen sich verständlich übertragen, sodass beispielsweise eine kurze Unterhaltung mit einem Paketboten oder Besucher problemlos möglich ist.

Natürlich kann man von den kompakten integrierten Komponenten keine Klangqualität wie bei einer hochwertigen Gegensprechanlage erwarten. Für die gelegentliche Kommunikation und den vorgesehenen Einsatzbereich erfüllt die Funktion ihren Zweck jedoch gut.

Unser Eindruck von der Video- & Tonqualität

Insgesamt hat uns die Reolink Solar Floodlight Cam hinsichtlich ihrer Video- und Tonqualität überzeugt. Die 2K-Auflösung liefert bei Tageslicht ein klares und sauberes Bild, während der große Blickwinkel die Überwachung breiter Außenbereiche ermöglicht.

Besonders positiv ist die Nachtbildqualität bei aktivierten LED-Flutlichtern. Hier zeigt sich gegenüber der klassischen Schwarz-Weiß-Nachtsicht ein deutlicher Unterschied. Dank der kräftigen Beleuchtung lassen sich Personen, Fahrzeuge und deren Farben auch bei Dunkelheit wesentlich besser erkennen.

Die Bewegungserkennung arbeitete in unserem Test bis zu einer Entfernung von rund sieben Metern zuverlässig. Für die Überwachung einer Garageneinfahrt oder eines Hauseingangs reicht dies in den meisten Fällen aus.

Kritikpunkte gibt es hauptsächlich bei der begrenzten Detailauflösung weiter entfernter Objekte und der maximalen Bildrate von lediglich 15 Bildern pro Sekunde. Angesichts des günstigen Verkaufspreises und der zusätzlichen leistungsstarken Beleuchtung können wir diese Einschränkungen allerdings gut verschmerzen.

Auch die Zwei-Wege-Kommunikation erfüllt ihren Zweck zuverlässig. Insgesamt liefert Reolink damit eine gute Video- und Tonqualität, die dem Preis der Kamera mehr als gerecht wird.

(Video- & Tonqualität: 3,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit & Solarbetrieb

Ein entscheidender Punkt bei einer kabellosen Überwachungskamera ist natürlich die Akkulaufzeit. Schließlich möchte man die Kamera nicht alle paar Wochen von der Wand nehmen, um den Akku wieder aufzuladen. Die Reolink Solar Floodlight Cam kombiniert hierfür einen integrierten Akku mit einem direkt im Gehäuse verbauten Solarpanel. Wie gut dieses Konzept funktioniert, haben wir über einen Zeitraum von rund acht Wochen getestet.

Akkulaufzeit von bis zu drei Monaten

Im Inneren der Reolink Solar Floodlight Cam befindet sich ein Akku mit einer Kapazität von 7.800 mAh. Laut Hersteller soll dieser bei vollständiger Ladung eine Laufzeit von bis zu drei Monaten ermöglichen, auch ohne zusätzliche Energieversorgung durch das Solarpanel.

Das ist für eine akkubetriebene Überwachungskamera ein ordentlicher Wert, allerdings auch nichts Außergewöhnliches. Gerade bei höherpreisigen Modellen gibt es durchaus Kameras, die mit längeren Laufzeiten werben. Hier merkt man, dass Reolink bei der Solar Floodlight Cam vor allem auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis setzt.

Die tatsächliche Akkulaufzeit hängt allerdings stark von der Nutzung ab. Entscheidend ist vor allem, wie häufig Bewegungen erkannt und Aufnahmen erstellt werden. Auch die Nutzung der Live-Ansicht sowie die Helligkeit und Einschaltdauer der beiden LED-Flutlichter beeinflussen den Energieverbrauch.

Wer die Flutlichter regelmäßig mit maximaler Helligkeit verwendet, muss daher mit einem deutlich höheren Energiebedarf rechnen als jemand, der die Kamera hauptsächlich zur Bewegungserkennung nutzt.

Verschiedene Akkumodi zur Auswahl

Um die Akkulaufzeit an die persönlichen Anforderungen anzupassen, bietet Reolink unterschiedliche Batteriemodi an. Diese unterscheiden sich unter anderem darin, wie die Kamera nach einer erkannten Bewegung reagiert und wie lange entsprechende Ereignisse aufgezeichnet werden.

In unserem Test haben wir uns für den Energiesparmodus entschieden. Dabei legt die Kamera nach einem erkannten Ereignis eine kurze Pause ein, um wiederholte Aufzeichnungen und Benachrichtigungen desselben Vorgangs zu vermeiden.

Dadurch lässt sich der Energieverbrauch reduzieren und die Akkulaufzeit entsprechend verlängern. Alternativ stehen Betriebsarten zur Verfügung, bei denen eine längere Ereignisaufzeichnung stärker im Vordergrund steht.

Welche Einstellung am besten geeignet ist, hängt letztlich vom jeweiligen Einsatzbereich ab. Für unsere Garageneinfahrt hat sich der Energiesparmodus jedenfalls als sinnvoll erwiesen.

Integriertes 3-Watt-Solarpanel überzeugt im Alltag

Während die reine Akkulaufzeit eher durchschnittlich ausfällt, kann die Reolink Solar Floodlight Cam mit ihrem integrierten Solarpanel deutlich mehr überzeugen.

Das vergleichsweise großflächige Panel auf der Oberseite erreicht laut Hersteller eine maximale Leistung von drei Watt. Bei direkter Sonneneinstrahlung wird der integrierte Akku damit effektiv nachgeladen.

Für unseren Praxistest haben wir die Kamera an der Südseite unserer Garage montiert. Dadurch erhält das Solarpanel über einen möglichst langen Zeitraum ausreichend Sonnenlicht. Vor der Montage hatten wir den Akku zunächst vollständig über USB-C aufgeladen.

Während der anschließenden rund achtwöchigen Nutzung zeigte sich, dass das Solarpanel unter diesen Bedingungen gute Arbeit leistet. Zwar schwankte der Akkustand abhängig von der Anzahl der erkannten Bewegungen und der Nutzung der Flutlichter, insgesamt blieb der Ladestand bei regelmäßiger Sonneneinstrahlung jedoch stabil.

Gerade das gefällt uns ausgesprochen gut. Denn im Idealfall muss man sich nach der einmaligen Installation kaum noch Gedanken über das Aufladen der Kamera machen.

Sonneneinstrahlung und Montageort entscheidend

Allerdings hängt die Leistung des integrierten Solarpanels stark vom jeweiligen Standort ab. Während unsere Montage an der Südseite der Garage gute Voraussetzungen bietet, kann dies bei einer schattigen Hauswand oder unter einem größeren Dachvorsprung ganz anders aussehen.

Hier macht sich auch die bereits im Designkapitel angesprochene Einschränkung bemerkbar. Das Solarpanel ist fest mit dem Kameragehäuse verbunden und kann nicht unabhängig davon ausgerichtet werden.

Wer die Kamera beispielsweise nach Norden ausrichten muss oder nur wenige Sonnenstunden am Tag zur Verfügung hat, kann den Akku unter Umständen nicht ausreichend nachladen.

Reolink bietet hierfür immerhin die Möglichkeit, ein zusätzliches externes Solarpanel anzuschließen. Dieses wird über den USB-C-Anschluss verbunden und kann an einer sonnigeren Position montiert werden.

Gerade während der Wintermonate dürfte diese Option für einige Nutzer interessant sein. Schließlich fällt der Solarertrag aufgrund der kürzeren Tage, des niedrigeren Sonnenstands und häufigerer Bewölkung deutlich geringer aus.

Zu beachten ist außerdem, dass der Akku laut Reolink nur bei Temperaturen zwischen 0 und 45 °C geladen werden darf. Der eigentliche Kamerabetrieb ist dagegen auch bei niedrigeren Temperaturen möglich.

Alternativ über USB-C aufladen

Sollte das integrierte Solarpanel einmal nicht genügend Energie liefern, lässt sich der Akku jederzeit über den vorhandenen USB-C-Anschluss nachladen.

Dafür kann das mitgelieferte USB-A-auf-USB-C-Kabel in Verbindung mit einem geeigneten USB-Netzteil verwendet werden. Ein solches Netzteil gehört allerdings nicht zum Lieferumfang.

Das ist besonders praktisch, wenn die Kamera über einen längeren Zeitraum wenig Sonnenlicht erhält oder durch häufige Bewegungsereignisse und intensive Flutlichtnutzung mehr Energie benötigt, als das Solarpanel nachliefern kann.

Unser Eindruck von Akkulaufzeit und Solarbetrieb

Insgesamt hat uns die Energieversorgung der Reolink Solar Floodlight Cam während unseres rund achtwöchigen Praxistests überzeugt. Zwar sind die vom Hersteller angegebenen drei Monate Akkulaufzeit ohne Solarunterstützung kein außergewöhnlicher Wert, dafür macht das integrierte Solarpanel seine Arbeit erfreulich gut.

An unserem sonnigen Montageort blieb der Akkustand trotz regelmäßiger Bewegungserkennung und Nutzung der Flutlichter insgesamt stabil. Gerade bei einer kabellosen Überwachungskamera ist dies ein großer Vorteil.

Allerdings sollte man die Standortwahl nicht unterschätzen. Da sich das integrierte Solarpanel nicht separat ausrichten lässt, kann die Energieversorgung an schattigen Montageorten deutlich schlechter ausfallen. Hier bleibt gegebenenfalls nur ein zusätzliches externes Panel oder das gelegentliche Nachladen über USB-C.

Unter guten Bedingungen bietet die Reolink Solar Floodlight Cam aber genau das, was man sich von einer solarbetriebenen Überwachungskamera erhofft: eine weitgehend autarke Energieversorgung ohne regelmäßiges manuelles Aufladen.

(Akkulaufzeit & Solarbetrieb: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit der Solar Floodlight Cam verspricht Reolink eine leistungsstarke Überwachungskamera, die dank integriertem Solarpanel, intelligenter Bewegungserkennung und besonders heller LED-Flutlichter für mehr Sicherheit rund ums eigene Zuhause sorgen soll. Und das alles ohne aufwendige Verkabelung oder verpflichtende monatliche Gebühren.

Doch wie gut werden diese Versprechen im Alltag tatsächlich erfüllt? Nach rund acht Wochen Praxiseinsatz können wir ein überwiegend positives Fazit ziehen.

Hält Reolink seine Versprechen?

Besonders die beiden LED-Flutlichter haben uns überzeugt. Mit einer Helligkeit von bis zu 1.000 Lumen lässt sich unsere Garageneinfahrt sehr gut ausleuchten. Die Möglichkeit, sowohl die Helligkeit als auch die Farbtemperatur zwischen 3.000 und 6.000 Kelvin stufenlos anzupassen, ist ein großer Vorteil gegenüber vielen klassischen Solarkameras.

Auch die intelligente Bewegungserkennung funktioniert zuverlässig. Personen, Fahrzeuge und Tiere wurden während unseres Tests gut erkannt und entsprechend zugeordnet. Besonders praktisch ist, dass sich die Lichtaktivierung gezielt auf bestimmte Objekttypen beschränken lässt. Dadurch werden unnötige Auslösungen beispielsweise durch vorbeilaufende Katzen deutlich reduziert.

Kleine Abstriche gibt es bei der Erfassungsreichweite. Während Reolink eine maximale PIR-Reichweite von zehn Metern angibt, konnten wir in unserem Praxistest Bewegungen bis zu einer Entfernung von ungefähr sieben Metern zuverlässig erfassen. Darüber hinaus nahm die Erkennungszuverlässigkeit ab.

Auch die beworbene Akkulaufzeit von bis zu drei Monaten ist stark von den Nutzungsbedingungen abhängig. Da unsere Kamera durch das integrierte Solarpanel regelmäßig nachgeladen wurde, konnten wir diese Angabe ohne Solarunterstützung nicht vollständig überprüfen. Positiv ist allerdings, dass der Akkustand an unserem sonnigen Montageort insgesamt stabil blieb.

Die Bildqualität entspricht ebenfalls unseren Erwartungen. Zwar kann die 2K-Auflösung nicht mit deutlich teureren 4K-Kameras mithalten, für die Überwachung einer Garageneinfahrt oder eines Hauseingangs reicht sie jedoch vollkommen aus.

Nicht zuletzt überzeugt Reolink mit der einfachen Bedienung und der Möglichkeit, Videoaufnahmen lokal und ohne verpflichtendes Cloud-Abonnement zu speichern.

Insgesamt hält die Solar Floodlight Cam die wesentlichen Herstellerversprechen somit weitgehend ein. Lediglich die tatsächliche Reichweite der Bewegungserkennung fällt in unserem Test geringer aus als angegeben.

Preis/Leistung

Mit der Solar Floodlight Cam zeigt Reolink eindrucksvoll, dass eine gut ausgestattete Überwachungskamera mit leistungsstarker Außenbeleuchtung nicht zwangsläufig mehrere Hundert Euro kosten muss. Im offiziellen Reolink-Shop ist das Modell aktuell bereits für 93,49 Euro erhältlich. Angesichts der umfangreichen Ausstattung und unserer positiven Erfahrungen aus rund acht Wochen Praxistest ist das ein durchaus attraktiver Preis.

Viel Ausstattung für vergleichsweise wenig Geld

Besonders hervorzuheben sind die beiden LED-Flutlichter mit einer gemeinsamen Helligkeit von bis zu 1.000 Lumen. Dass sich sowohl deren Helligkeit als auch die Farbtemperatur stufenlos anpassen lassen, ist in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich. Damit übernimmt die Solar Floodlight Cam nicht nur die Aufgabe einer Überwachungskamera, sondern kann gleichzeitig eine herkömmliche Außenbeleuchtung ersetzen.

Hinzu kommen die zuverlässige KI-gestützte Erkennung von Personen, Fahrzeugen und Tieren, der große Blickwinkel von rund 150 Grad sowie die integrierte Zwei-Wege-Kommunikation. Auch die einfache Installation ohne Stromanschluss und das direkt integrierte Solarpanel sprechen für das Modell.

Besonders gut gefällt uns zudem, dass Reolink weiterhin auf eine verpflichtende Registrierung verzichtet. In Kombination mit der lokalen Speicherung auf einer microSD-Karte entstehen somit keine zwangsläufigen monatlichen Folgekosten. Lediglich die Speicherkarte muss separat erworben werden.

Kleine Schwächen, die man verschmerzen kann

Natürlich ist die Reolink Solar Floodlight Cam nicht perfekt. Die Videoauflösung von vier Megapixeln und die maximale Bildrate von 15 Bildern pro Sekunde sind mittlerweile eher durchschnittlich. Wer besonders detailreiche Aufnahmen benötigt, findet bei höherpreisigen Überwachungskameras bessere Lösungen.

Auch die Reichweite der Bewegungserkennung fällt mit den von uns zuverlässig erreichten sieben Metern etwas geringer aus als die Herstellerangabe von bis zu zehn Metern. Für die Überwachung einer typischen Garageneinfahrt oder eines Hauseingangs ist dies allerdings vollkommen ausreichend.

Etwas schade finden wir außerdem, dass sich das integrierte Solarpanel nicht separat ausrichten lässt. An schattigen Montageorten kann deshalb ein zusätzliches externes Panel erforderlich werden. Auch die fehlende Möglichkeit zur permanenten 24/7-Aufzeichnung sollte man berücksichtigen.

Angesichts des vergleichsweise günstigen Verkaufspreises können wir diese Einschränkungen jedoch gut verschmerzen.

Unser Eindruck vom Preis-Leistungs-Verhältnis

Insgesamt bietet die Reolink Solar Floodlight Cam unserer Meinung nach ein ausgesprochen gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Besonders die Kombination aus leistungsstarker Außenbeleuchtung, zuverlässiger Bewegungserkennung und weitgehend autarker Energieversorgung macht das Modell interessant.

Während unseres rund achtwöchigen Praxistests überzeugte die Kamera mit einer unkomplizierten Bedienung, guter Bildqualität und einem zuverlässig arbeitenden Solarpanel. Auch die Verarbeitung hinterließ einen positiven Eindruck.

Wer eine möglichst hohe Videoauflösung oder eine lückenlose Daueraufzeichnung benötigt, sollte sich nach einem anderen Modell umsehen. Für alle, die ihre Einfahrt, Garage oder ihren Hauseingang zuverlässig überwachen und gleichzeitig ausleuchten möchten, ist die Reolink Solar Floodlight Cam jedoch eine klare Kaufempfehlung.

Gerade zu einem Verkaufspreis von unter 100 Euro erhält man hier ein durchdachtes Gesamtpaket, das in dieser Kombination nur wenige Wünsche offenlässt.

Reolink Solar Floodlight Cam

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Reolink.com/de

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