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SAMDUO Nex E6000

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In aller Kürze

Testergebnis

4,5

von 5

Mit dem SAMDUO Nex E6000 bietet der Hersteller einen AC-gekoppelten Energiespeicher mit rund 6 kWh Kapazität, der sich unkompliziert über eine gewöhnliche Steckdose in eine bestehende Photovoltaikanlage integrieren lässt. 

Im Test überzeugen uns besonders die hochwertige Verarbeitung, das außergewöhnlich flache Design und der praktisch lautlose Betrieb. Ein weiterer Pluspunkt ist das intelligente Energiemanagement, das mithilfe eines Smart Meters den Eigenverbrauch optimiert. Auch die KI-gesteuerte Ladeplanung in Verbindung mit unserem dynamischen Tibber-Stromtarif funktioniert erfreulich gut. 

Kleinere Einschränkungen gibt es bei der auf 800 Watt begrenzten Netzeinspeisung und der notwendigen fachgerechten Installation des Smart Meters. Insgesamt hinterlässt der SAMDUO Nex E6000 einen überzeugenden Eindruck und ist besonders für Haushalte interessant, die ihre bestehende Photovoltaikanlage unkompliziert um einen Speicher erweitern möchten.

Gefällt uns

  • Hochwertige Verarbeitung und außergewöhnlich flaches Design
  • Einfache Nachrüstung über eine Steckdose
  • Praktisch lautloser Betrieb ohne Lüfter
  • Intelligente KI-Steuerung für dynamische Stromtarife
  • Hohe Speicherkapazität von rund 6 kWh
  • Zwei integrierte Notstromsteckdosen

Gefällt uns weniger

  • Zusätzliche Energieverluste durch AC-Kopplung
  • Hohes Gewicht von rund 59 kg

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der SAMDUO Nex E6000 wird aufgrund seiner Größe und seines stattlichen Gewichts von rund 59 Kilogramm per Spedition angeliefert. Entsprechend großzügig fällt auch die Verpackung aus. Der Hersteller setzt auf einen stabilen Karton, der auf der Außenseite mit dem Produktnamen sowie einer Abbildung des Energiespeichers versehen ist. Dadurch lässt sich bereits vor dem Auspacken erkennen, welches Gerät sich darin befindet.

Sichere Verpackung für den Transport

Anders als bei vielen kleineren Elektrogeräten wird der Karton nicht mit herkömmlichem Klebeband verschlossen. Stattdessen kommen zwei stabile Kunststoffbänder zum Einsatz, welche die Verpackung zusammenhalten. Angesichts des hohen Gewichts halten wir diese Lösung für sinnvoll, da sie zusätzliche Sicherheit beim Transport bietet.

Nach dem Entfernen der beiden Kunststoffbänder lässt sich die Verpackung öffnen. Im Inneren befindet sich der Nex E6000, der durch passgenau geformte Styroporelemente sicher in der Mitte des Kartons gehalten wird. Diese sorgen dafür, dass der schwere Speicher während des Transports nicht verrutschen kann und gleichzeitig vor möglichen Stößen geschützt wird.

Die Verpackung hinterlässt insgesamt einen durchdachten Eindruck. Lediglich der vergleichsweise großzügige Einsatz von Styropor ist aus ökologischer Sicht weniger erfreulich. Angesichts des hohen Gewichts und des notwendigen Transportschutzes ist die Entscheidung allerdings nachvollziehbar.

Beim Auspacken sollte man außerdem das Gewicht des Speichers nicht unterschätzen. Mit rund 59 Kilogramm empfiehlt es sich, das Gerät zu zweit aus der Verpackung zu nehmen beziehungsweise an den vorgesehenen Aufstellungsort zu transportieren.

Lieferumfang mit Wandhalterung

Neben dem eigentlichen SAMDUO Nex E6000 befindet sich auch das notwendige Zubehör in der Verpackung. Dazu gehört eine Wandhalterung mit passendem Befestigungsmaterial, über die sich der Energiespeicher bei Bedarf an einer geeigneten Wand montieren lässt.

Ebenfalls enthalten ist ein 1,5 Meter langes AC-Anschlusskabel mit Schuko-Stecker. Dieses ermöglicht den Anschluss des Speichers an eine geeignete Haushaltssteckdose, ohne dass hierfür ein separates Anschlusskabel gekauft werden muss.

Abgerundet wird der Lieferumfang durch eine Kurzanleitung sowie die üblichen Sicherheits- und Garantieinformationen. Damit sind die wesentlichen Komponenten für die grundlegende Aufstellung und Inbetriebnahme vorhanden.

Gerade die mitgelieferte Wandhalterung finden wir positiv, da sie zusätzliche Möglichkeiten bei der Platzierung des vergleichsweise großen, aber sehr flach konstruierten Energiespeichers bietet. Aufgrund des hohen Gewichts muss die vorgesehene Wand allerdings ausreichend tragfähig sein.

Smart Meter separat verpackt

Für unseren Test stand uns außerdem ein passender SAMDUO Smart Meter zur Verfügung. Dieser wird in einem separaten, deutlich kleineren Karton geliefert und enthält neben dem eigentlichen Messgerät auch eine entsprechende Kurzanleitung.

Der Smart Meter ermöglicht es, den Stromverbrauch beziehungsweise den Energiefluss im Haushalt zu erfassen und diese Informationen für die automatische Steuerung des Energiespeichers zu nutzen. Dadurch kann der Nex E6000 seine Lade- und Entladeleistung besser an den tatsächlichen Energiebedarf anpassen.

Wichtig ist allerdings, dass der Smart Meter nicht grundsätzlich zum regulären Lieferumfang des Nex E6000 gehört, sondern je nach Angebot separat erworben werden muss. Seine Installation im Stromverteiler sollte durch eine qualifizierte Elektrofachkraft erfolgen.

Unser Eindruck von Verpackung und Lieferumfang

Die stabile Verpackung schützt den schweren Energiespeicher zuverlässig beim Transport. Auch der Lieferumfang mit Anschlusskabel und Montagematerial ist ordentlich. Lediglich der großzügige Einsatz von Styropor und der nicht grundsätzlich enthaltene Smart Meter sind kleinere Kritikpunkte.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Design des SAMDUO Nex E6000 verfolgt der Hersteller einen interessanten Ansatz. Während viele Heimspeicher vergleichsweise klobig ausfallen und optisch eher an klassische Elektroinstallationen erinnern, setzt SAMDUO auf ein modernes, minimalistisches Erscheinungsbild. Besonders die außergewöhnlich flache Bauweise hebt den Energiespeicher von zahlreichen Konkurrenzprodukten ab.

Modernes und minimalistisches Gehäusedesign

Optisch präsentiert sich der Nex E6000 mit einer tiefschwarzen Front und einem dezenten, helleren Aluminium Gehäuserahmen. Auf auffällige Verzierungen oder unnötige Designelemente verzichtet der Hersteller weitgehend. Dadurch wirkt der Energiespeicher modern und vergleichsweise unauffällig.

Die klaren Linien und die schlanke Gehäuseform erinnern dabei eher an ein überdimensionales Tablet als an einen klassischen Batteriespeicher. Diese Gestaltung hat durchaus Vorteile, schließlich muss ein Heimspeicher nicht zwangsläufig im Keller verschwinden, sondern kann auch in einer Garage oder einem Hauswirtschaftsraum untergebracht werden.

Außergewöhnlich flache Bauweise

Besonders beeindruckend sind die Abmessungen des Nex E6000. Mit einer Höhe von 84,2 cm, einer Breite von 50 cm und einer Tiefe von lediglich 11,9 cm fällt der Speicher ausgesprochen flach aus.

Gerade einmal knapp zwölf Zentimeter Tiefe sind angesichts der integrierten Speicherkapazität von 6.028 Wh bemerkenswert. Dadurch benötigt der Nex E6000 deutlich weniger Platz in der Tiefe als viele herkömmliche Heimspeicher.

Allerdings sollte man das Gewicht nicht unterschätzen. Mit rund 59 Kilogramm ist der Nex E6000 alles andere als leicht. Für den Transport und die endgültige Positionierung sollte man deshalb unbedingt eine zweite Person hinzuziehen.

Bodenaufstellung oder Wandmontage mit sicherer Befestigung

Passend zur schlanken Bauweise bietet SAMDUO verschiedene Möglichkeiten zur Montage. Der Energiespeicher kann entweder aufrecht auf dem Boden stehen und mithilfe der Halterung gegen Umkippen an der Wand gesichert oder vollständig an einer ausreichend tragfähigen Wand aufgehängt werden.

Der hierfür benötigte Montagesatz gehört bereits zum Lieferumfang. Dieser umfasst unter anderem eine entsprechende Wandhalterung, eine rückseitige Befestigungsschiene sowie die notwendigen Schrauben und Befestigungselemente.

Für unseren Praxistest haben wir uns für die aufrechte Aufstellung auf dem Boden entschieden. Dabei fiel uns allerdings schnell auf, dass die schmale Gehäusetiefe auch einen Nachteil mit sich bringt.

Gerade in Haushalten mit kleinen Kindern sollte man die Standfestigkeit keinesfalls unterschätzen. Würde sich beispielsweise ein Kind am oberen Gehäuserand festhalten oder daran hochziehen, könnte der rund 59 Kilogramm schwere Speicher ohne entsprechende Sicherung nach vorne kippen. Aufgrund seines enormen Gewichts besteht dabei eine erhebliche Verletzungsgefahr.

Deshalb sollte der mitgelieferte Montagesatz unbedingt verwendet werden, selbst wenn der Energiespeicher auf dem Boden stehen bleibt. Die Wandverankerung dient in diesem Fall als Kippsicherung und verhindert, dass der Nex E6000 unbeabsichtigt nach vorne fallen kann.

Wer sich stattdessen für eine vollständige Wandmontage entscheidet, muss unbedingt auf einen ausreichend tragfähigen Untergrund achten. Eine massive Beton- oder Mauerwerkswand ist hierfür deutlich besser geeignet als eine einfache Trockenbauwand.

Insgesamt finden wir die beiden Montagemöglichkeiten sinnvoll. Allerdings sollte die notwendige Sicherung aufgrund des hohen Gewichts keinesfalls vernachlässigt werden.

Dezente Statusanzeigen statt großem Display

Auf ein großes Display zur Anzeige der aktuellen Ladeleistung oder des Akkustands verzichtet SAMDUO bewusst. Stattdessen kommen mehrere kleine Status-LEDs zum Einsatz, die über den jeweiligen Betriebszustand informieren.

Je nach Anzeige lässt sich erkennen, ob der Speicher gerade geladen oder entladen wird. Auch der ungefähre Akkustand sowie mögliche Fehlermeldungen werden über unterschiedliche Leuchtfarben und Blinkmuster dargestellt.

Die ausführliche Überwachung und Steuerung erfolgt hingegen über die SAMDUO-App. Dort lassen sich unter anderem der aktuelle Akkustand sowie die Lade- und Entladeleistung einsehen.

Dieses Konzept passt gut zum minimalistischen Design. Allerdings wäre ein kleines integriertes Display durchaus praktisch gewesen, um wichtige Informationen auch ohne Smartphone direkt am Gerät ablesen zu können.

Anschlüsse und Bedienelemente

Auch bei den Anschlüssen setzt SAMDUO auf eine funktionale Anordnung. Neben dem Ein-/Ausschalter und den Statusanzeigen befinden sich am Gehäuse die notwendigen Anschlüsse für die Stromversorgung und Kommunikation.

Dazu gehört der AC-Netzanschluss, über den der Nex E6000 mithilfe des mitgelieferten 1,5 Meter langen Schuko-Kabels mit dem Hausnetz verbunden wird.

Zusätzlich verfügt der Energiespeicher über zwei integrierte Off-Grid-Steckdosen, über die sich bei einem Stromausfall geeignete elektrische Geräte direkt mit Energie versorgen lassen. Dadurch können beispielsweise zwei Verbraucher gleichzeitig angeschlossen werden. Die genauen Leistungsgrenzen und die Funktionsweise der Notstromversorgung betrachten wir später im Kapitel „Funktionsumfang & Bedienung“ ausführlicher.

Für die Kommunikation stehen außerdem ein LAN-Anschluss sowie eine RS485-Schnittstelle bereit. Zusätzlich unterstützt der Speicher WLAN und Bluetooth.

Insgesamt wirkt die Anordnung der Anschlüsse durchdacht. Besonders gefällt uns, dass der Nex E6000 trotz seiner flachen Bauweise sämtliche wesentlichen Funktionen direkt im Gehäuse unterbringt.

Wärmeentwicklung und Belüftung

Ein weiterer Punkt, den man bei der Standortwahl berücksichtigen sollte, ist die Wärmeentwicklung. Der Nex E6000 arbeitet mit einer passiven Kühlung, sodass keine ständig laufenden Lüfter zur Wärmeabfuhr benötigt werden.

Während unseres Praxistests konnten wir allerdings feststellen, dass sich das Gehäuse insbesondere im oberen Bereich während des Betriebs deutlich erwärmen kann. Das ist bei einem leistungsstarken Energiespeicher mit natürlicher Wärmeabfuhr grundsätzlich nicht ungewöhnlich.

Dennoch sollte man darauf achten, dass der Speicher ausreichend belüftet wird und die vom Hersteller vorgeschriebenen Mindestabstände eingehalten werden. Eine Aufstellung in einer engen, schlecht belüfteten Nische ist daher nicht empfehlenswert.

Auch aus diesem Grund sollte der Nex E6000 gerade in Haushalten mit kleinen Kindern möglichst so aufgestellt werden, dass das Gerät nicht unbeaufsichtigt berührt werden kann.

Unser Eindruck vom Design

Das außergewöhnlich flache Gehäuse und die minimalistische Gestaltung gefallen uns ausgesprochen gut. Auch die flexiblen Montagemöglichkeiten sind praktisch. Aufgrund des hohen Gewichts und der geringen Gehäusetiefe ist allerdings eine zuverlässige Sicherung gegen Umkippen erforderlich.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Auch bei der Verarbeitung hinterlässt der SAMDUO Nex E6000 einen ausgesprochen hochwertigen Eindruck. Angesichts der integrierten Speicherkapazität von rund 6 kWh und des Gewichts von 59 Kilogramm ist eine stabile Gehäusekonstruktion besonders wichtig. Hier macht SAMDUO unserer Meinung nach vieles richtig. Neben der hochwertigen Materialauswahl überzeugen vor allem die sauber ausgeführten Übergänge, die gut geschützten Anschlüsse und die solide Verarbeitung der einzelnen Bedienelemente.

Hochwertiges Aluminiumgehäuse mit eleganter Front

Besonders positiv fällt das Aluminiumgehäuse auf, das dem Nex E6000 eine ausgesprochen hochwertige Materialanmutung verleiht. Das Metall fühlt sich robust an und unterstreicht den insgesamt sehr soliden Eindruck des Energiespeichers. Gleichzeitig unterstützt das Gehäuse die Wärmeabfuhr der im Inneren verbauten Elektronik.

Die schwarze Front bildet einen gelungenen Kontrast zum helleren Aluminiumrahmen. Besonders gefällt uns, dass diese bündig in das Gehäuse eingelassen wurde und keine unnötig hervorstehenden Übergänge entstehen. Dadurch wirkt der Nex E6000 wie aus einem Guss.

Auch bei genauerer Betrachtung gibt es wenig zu beanstanden. Die Spaltmaße fallen durchgehend gleichmäßig aus und sämtliche Gehäuseteile sind sauber miteinander verbunden. Bei leichtem Druck konnten wir weder Knarz- noch Knackgeräusche feststellen. Das Gehäuse vermittelt somit einen stabilen und verwindungssteifen Eindruck.

Gerade bei einem so flachen Energiespeicher ist dies nicht selbstverständlich. Trotz der geringen Gehäusetiefe von knapp zwölf Zentimetern wirkt die gesamte Konstruktion ausgesprochen solide.

Sauber verarbeitete und geschützte Anschlüsse

Auch die Anschlüsse hinterlassen einen guten Eindruck. Neben dem AC-Netzanschluss verfügt der Nex E6000 über zwei Off-Grid-Steckdosen sowie verschiedene Kommunikationsschnittstellen.

Besonders positiv finden wir die sorgfältige Abdichtung der entsprechenden Anschlüsse. SAMDUO setzt hierfür auf verschraubbare Schutzdeckel mit integrierten Dichtungen, die die nicht verwendeten Anschlüsse vor Staub und Feuchtigkeit schützen sollen.

Diese Lösung wirkt hochwertiger als einfache lose Gummiabdeckungen und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Schutzdeckel zuverlässig an ihrer vorgesehenen Position bleiben.

Auch die eigentlichen Steckverbindungen machen einen soliden Eindruck und sind ordentlich in das Gehäuse integriert. Bei der Verarbeitung konnten wir hier keine auffälligen Schwachstellen feststellen.

Wichtig ist allerdings, die Schutzdeckel nach der Verwendung wieder ordnungsgemäß zu verschließen. Nur so kann der vorgesehene Schutz der Anschlüsse erhalten bleiben.

Bedienelemente mit angenehmem Druckpunkt

Auch beim Ein- und Ausschalter hat SAMDUO auf eine saubere Umsetzung geachtet. Dieser bietet einen gut spürbaren Druckpunkt und bestätigt die Betätigung mit einem deutlich hörbaren Klick.

Dadurch erhält man eine klare Rückmeldung, dass der Schalter tatsächlich betätigt wurde. Gerade bei einem Energiespeicher, der normalerweise über die App gesteuert wird und nur gelegentlich direkt am Gerät bedient werden muss, ist dies eine sinnvolle Lösung.

Die Statusanzeigen sind ebenfalls unauffällig in das Gehäuse integriert und passen gut zum minimalistischen Gesamtkonzept. Insgesamt wirken die Bedienelemente funktional und hochwertig umgesetzt.

Wettergeschütztes Gehäuse nach IP65

Auch beim Schutz vor äußeren Einflüssen ist der Nex E6000 gut aufgestellt. Laut Hersteller verfügt das Gehäuse über die Schutzklasse IP65. Damit ist der Energiespeicher vollständig gegen das Eindringen von Staub sowie gegen Strahlwasser geschützt.

Dadurch eignet sich das Gerät grundsätzlich sowohl für geeignete Innenräume als auch für entsprechend vorgesehene Außenbereiche. Gerade bei der Aufstellung in einer Garage, einem Hauswirtschaftsraum oder einem überdachten Außenbereich ist dieser Schutz ein klarer Vorteil.

Die sauber abgedichteten Anschlüsse und die stabile Gehäusekonstruktion passen gut zu diesem Anspruch. Dennoch sollte man beachten, dass IP65 keinen Schutz beim Untertauchen bietet und die vom Hersteller vorgegebenen Montage- und Betriebsbedingungen eingehalten werden müssen.

Passive Kühlung und spürbare Wärmeentwicklung

Für die Kühlung setzt SAMDUO auf ein passives System, das ohne ständig laufende Lüfter auskommt. Die entstehende Wärme wird stattdessen über die Gehäusekonstruktion an die Umgebung abgegeben.

Laut Hersteller arbeitet der Nex E6000 mit einem Geräuschpegel von maximal 25 dB. Diesen Wert haben wir zwar nicht mit einem entsprechenden Messgerät überprüft, allerdings können wir aus unserem Praxistest bestätigen, dass der Energiespeicher praktisch lautlos arbeitet. Selbst in unmittelbarer Nähe konnten wir keine wahrnehmbaren Betriebsgeräusche feststellen. Gerade im Vergleich zu aktiv gekühlten Speichersystemen ist dies ein großer Vorteil, da weder störende Lüftergeräusche noch ein hörbares Brummen auftreten.

Während unseres Praxistests konnten wir feststellen, dass sich insbesondere der obere Bereich des Aluminiumgehäuses bei entsprechender Belastung spürbar erwärmt. Das ist bei einem leistungsstarken Energiespeicher mit passiver Kühlung grundsätzlich nachvollziehbar, sollte bei der Wahl des Aufstellortes allerdings berücksichtigt werden.

Wichtig ist deshalb, die vorgeschriebenen Mindestabstände einzuhalten und für eine ausreichende Luftzirkulation zu sorgen. Auch sollten insbesondere kleine Kinder keinen ungehinderten Zugang zum Speicher haben, da die Gehäuseoberfläche während des Betriebs warm werden kann.

Unser Eindruck von der Verarbeitung

Bei der Verarbeitung gibt es für uns kaum etwas zu beanstanden. Das robuste Aluminiumgehäuse, die gleichmäßigen Spaltmaße und die sorgfältig geschützten Anschlüsse überzeugen auf ganzer Linie. Auch der praktisch lautlose Betrieb ist ein großer Pluspunkt. Lediglich die spürbare Wärmeentwicklung sollte bei der Standortwahl berücksichtigt werden.

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Geräte-ArtAC-gekoppelter Batteriespeicher
AkkutechnologieLithium-Eisenphosphat (LiFePO4)
Akkukapazität6.028 Wh (ca. 6 kWh)
Ladezyklen≥ 10.000
Maximale AC-Ladeleistung2.600 Watt
Netzeinspeisung800 Watt (Standardeinstellung)
Off-Grid-Ausgangsleistung/
Maximale Spitzenleistung
2.600 VA
3.640 VA (10 Sekunden)
Notstromanschlüsse2 Steckdosen
Netzanschluss230 V AC, 50 Hz (Schuko)
ErweiterbarkeitBis zu 15 Geräte / ca. 90 kWh
KonnektivitätWLAN (2,4 GHz), Bluetooth, LAN, RS485
KühlungPassiv, ohne Lüfter
Schutzart/
Betriebstemperatur
IP65
−20 bis +55 °C
Abmessungen (H × B × T)/
Gewicht
842,5 × 500 × 119,5 mm
59 kg
LieferumfangSAMDUO Nex E6000 Energiespeicher
AC-Anschlusskabel mit Schuko-Stecker (ca. 1,5 m)
Wandhalterung zur Montage beziehungsweise Kippsicherung
Befestigungsmaterial (Schrauben und Montagezubehör)
Bedienungsanleitung und Dokumentation
Technische Daten des SAMDUO Nex E6000

Einrichtung & Inbetriebnahme

Eine der größten Besonderheiten des SAMDUO Nex E6000 ist die unkomplizierte Inbetriebnahme. Während klassische Heimspeicher häufig aufwendig in die bestehende Photovoltaikanlage eingebunden werden müssen, setzt SAMDUO auf ein vergleichsweise einfaches Plug-and-Play-Konzept. Der Energiespeicher wird über eine gewöhnliche Haushaltssteckdose mit dem Stromnetz verbunden und anschließend über die SAMDUO-App eingerichtet.

In unserem Praxistest funktionierte die grundlegende Inbetriebnahme erfreulich einfach. Etwas mehr Aufwand erforderte lediglich die Installation des zusätzlichen Smart Meters im Sicherungskasten, der für die intelligente Steuerung der Energieflüsse benötigt wird.

Flexible Standortwahl und sichere Aufstellung

Grundsätzlich lässt sich der SAMDUO Nex E6000 überall dort aufstellen, wo eine geeignete Steckdose in Reichweite des mitgelieferten 1,5 Meter langen Anschlusskabels vorhanden ist. Da keine direkte Verbindung zur Photovoltaikanlage notwendig ist, bietet das System bei der Standortwahl vergleichsweise viel Flexibilität.

Für unseren Praxistest haben wir uns für den Technikraum unseres Hauses entschieden. Dort steht der Energiespeicher direkt unterhalb des Sicherungskastens und nimmt dank seiner außergewöhnlich flachen Bauweise vergleichsweise wenig Platz ein.

Aufgrund des hohen Gewichts von rund 59 Kilogramm und der geringen Gehäusetiefe ist allerdings eine sichere Befestigung besonders wichtig. Wie bereits im Designkapitel beschrieben, haben wir den Speicher aufrecht auf dem Boden aufgestellt und zusätzlich mit der mitgelieferten Wandhalterung gegen Umkippen gesichert.

Da wir in einem Holzständerhaus mit Fermacell-Wänden wohnen, muss bei der Befestigung besonders auf eine ausreichend tragfähige Verankerung geachtet werden. Der Hersteller schreibt hierfür eine geeignete, ausreichend belastbare Wandkonstruktion vor. Insbesondere bei Holzständer- und Trockenbauwänden muss die Eignung der Befestigung entsprechend geprüft werden.

Auch die notwendigen Mindestabstände zur Belüftung müssen eingehalten werden, da der Nex E6000 seine Wärme passiv über das Gehäuse abführt.

Einfacher Netzanschluss über die Steckdose

Ist der passende Standort gefunden und der Speicher sicher befestigt, gestaltet sich der Anschluss an das Hausstromnetz erfreulich unkompliziert.

Hierfür wird das mitgelieferte AC-Anschlusskabel mit dem entsprechenden Netzanschluss am Energiespeicher verbunden und anschließend der Schuko-Stecker in eine geeignete Haushaltssteckdose gesteckt. Danach lässt sich der Nex E6000 über den Ein- und Ausschalter starten.

Damit ist die grundlegende Verbindung zum Hausstromnetz hergestellt. Weder ein direkter Anschluss an die vorhandenen Solarmodule noch ein Austausch des bestehenden PV-Wechselrichters ist dafür notwendig.

Lediglich die elektrischen Sicherheitsvorgaben müssen beachtet werden. Dazu gehört insbesondere die vom Hersteller vorgeschriebene Erdung des Geräts, die fachgerecht ausgeführt beziehungsweise überprüft werden muss.

Für den Netzbetrieb ist die Ausgangsleistung standardmäßig auf 800 Watt begrenzt. Beim Aufladen des Akkus unterstützt der Nex E6000 hingegen eine AC-Eingangsleistung von bis zu 2.600 Watt. Die tatsächliche Ladeleistung kann abhängig von den Einstellungen und Betriebsbedingungen geringer ausfallen.

Gerade für Haushalte wie unseren, in denen bereits eine klassische Photovoltaikanlage mit eigenem Wechselrichter vorhanden ist, ist das Konzept interessant. Der Energiespeicher arbeitet unabhängig von der direkten PV-Verkabelung und kann über das Hausstromnetz geladen beziehungsweise zur Unterstützung der Haushaltsversorgung genutzt werden.

AC- oder DC-Speicher – wo liegt der Unterschied?

Eine wichtige Besonderheit des SAMDUO Nex E6000 ist die sogenannte AC-Kopplung. Während viele klassische Batteriespeicher direkt auf der Gleichstromseite einer Photovoltaikanlage eingebunden werden, erfolgt die Verbindung beim Nex E6000 über das vorhandene Wechselstromnetz des Hauses.

Doch worin liegt eigentlich der Unterschied?

Photovoltaikmodule erzeugen grundsätzlich Gleichstrom (DC). Damit dieser im Haushalt verwendet werden kann, wandelt der Wechselrichter der Solaranlage ihn in Wechselstrom (AC) um.

Bei einem DC-gekoppelten Batteriespeicher kann überschüssiger Solarstrom direkt auf der Gleichstromseite gespeichert werden. Häufig kommen hierfür Hybridwechselrichter zum Einsatz, die sowohl die Solarmodule als auch den Speicher verwalten.

Der Vorteil liegt darin, dass weniger Umwandlungsschritte erforderlich sind. Dadurch lassen sich Energieverluste reduzieren. Allerdings muss die vorhandene Photovoltaikanlage beziehungsweise deren Wechselrichter für einen entsprechenden Speicher geeignet sein. Bei älteren Anlagen kann deshalb ein Austausch des Wechselrichters erforderlich werden.

Der SAMDUO Nex E6000 arbeitet dagegen AC-gekoppelt. Der von unserer Photovoltaikanlage erzeugte Gleichstrom wird zunächst durch den vorhandenen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt und dem Hausnetz bereitgestellt. Überschüssige Energie kann anschließend vom Nex E6000 aufgenommen und zum Laden des Akkus wieder in Gleichstrom umgewandelt werden.

Wird die gespeicherte Energie später benötigt, erfolgt erneut eine Umwandlung in Wechselstrom, der über den Netzanschluss an das Haus abgegeben wird.

Dieses Konzept bietet einen entscheidenden Vorteil: Der Nex E6000 lässt sich unabhängig vom vorhandenen PV-Wechselrichter nachrüsten. Unsere bestehende Photovoltaikanlage musste dafür nicht verändert werden.

Allerdings entstehen durch die zusätzlichen Umwandlungen auch Energieverluste. Ein AC-gekoppelter Speicher kann deshalb beim Speichern von Solarstrom einen geringeren Gesamtwirkungsgrad erreichen als ein vergleichbares DC-gekoppeltes System.

Dafür bietet die AC-Kopplung zusätzliche Flexibilität. So kann der Nex E6000 nicht nur überschüssigen Solarstrom aufnehmen, sondern grundsätzlich auch günstigen Netzstrom speichern. Gerade in Kombination mit dynamischen Stromtarifen ist das interessant, da sich Energie zu günstigen Zeiten speichern und bei höheren Strompreisen wieder nutzen lässt.

Installation des SAMDUO Smart Meters

Für unseren Test verwenden wir den passenden SAMDUO Smart Meter. Dieser wird nicht direkt am Energiespeicher installiert, sondern im Sicherungskasten des Hauses untergebracht. Somit ist es auch nicht erforderlich, dass sich der Smart Meter in unmittelbarer Nähe zum Nex E6000 befindet.

Seine Aufgabe besteht darin, den aktuellen Stromverbrauch des Haushalts sowie den Netzbezug und die Netzeinspeisung zu erfassen. Anhand dieser Informationen kann der Energiespeicher seine Lade- und Entladeleistung an den tatsächlichen Energiebedarf anpassen.

Anders als die Verbindung des Speichers mit der Haushaltssteckdose erfordert die Installation des Smart Meters allerdings Arbeiten an der elektrischen Hausverteilung. Diese müssen von einer qualifizierten Elektrofachkraft durchgeführt werden.

Für die Montage wird das Messgerät auf einer freien DIN-Hutschiene im Sicherungskasten befestigt. Anschließend erfolgt die fachgerechte Spannungsversorgung und elektrische Einbindung entsprechend der vorhandenen Hausinstallation und den Herstellerangaben.

Die eigentliche Strommessung erfolgt über entsprechende Stromwandler beziehungsweise Induktionsklemmen, die an den zu überwachenden Leitern angebracht werden.

Da unser Haus über einen dreiphasigen Stromanschluss verfügt, verwenden wir drei Stromwandler, um die Energieflüsse auf sämtlichen Außenleitern zu erfassen.

Wichtig ist dabei die richtige Zuordnung der Phasen sowie die korrekte Ausrichtung der Stromwandler. Entsprechende Pfeilmarkierungen geben die vorgesehene Messrichtung an. Werden die Klemmen falsch ausgerichtet oder zugeordnet, kann dies zu fehlerhaften Verbrauchs- beziehungsweise Einspeisewerten führen.

Nach Abschluss der Installation und den notwendigen elektrischen Prüfungen kann der Sicherungskasten wieder verschlossen und das Messgerät in Betrieb genommen werden.

Einphasiger oder dreiphasiger Smart-Meter-Anschluss

Interessant ist, dass der SAMDUO Smart Meter sowohl einphasige als auch dreiphasige Hausinstallationen unterstützt. Dadurch lässt sich das Messgerät grundsätzlich auch in Haushalten verwenden, die lediglich über einen einphasigen Stromanschluss verfügen.

Bei einem dreiphasigen Hausanschluss, wie er in Deutschland üblich ist, empfehlen wir allerdings die vollständige Erfassung aller drei Phasen. Nur dadurch erhält das System einen umfassenden Überblick über die Stromflüsse des gesamten Haushalts.

Würde man bei einer dreiphasigen Hausinstallation lediglich eine Phase überwachen, bliebe der Verbrauch der beiden anderen Phasen unberücksichtigt. Dadurch könnten die angezeigten Messwerte unvollständig ausfallen und die automatische Lade- und Entladesteuerung nicht optimal funktionieren.

Gerade bei einer vorhandenen Photovoltaikanlage ist die vollständige Erfassung wichtig, da sich Verbraucher und Einspeisung auf unterschiedliche Phasen verteilen können.

Zu beachten ist allerdings, dass der Nex E6000 über seinen Schuko-Anschluss selbst nur einphasig mit dem Hausnetz verbunden ist. Die gespeicherte Energie wird somit physisch ausschließlich auf der angeschlossenen Phase eingespeist.

Bei einem üblichen saldierenden Stromzähler werden Bezug und Einspeisung der drei Phasen jedoch bilanziell miteinander verrechnet. Dadurch kann auch ein einphasig angeschlossener Speicher zur Verringerung des gesamten bilanziellen Netzbezugs beitragen.

Für unseren Praxistest haben wir uns daher für die vollständige dreiphasige Messung entschieden. So erhält der Nex E6000 die notwendigen Informationen über den gesamten Haushaltsverbrauch und die vorhandenen Energieüberschüsse.

Schnelle Einrichtung über die SAMDUO-App

Ist der Energiespeicher angeschlossen, erfolgt die weitere Konfiguration über die SAMDUO-App, die sowohl für Android als auch für iOS erhältlich ist.

In unserem Test gestaltete sich die Einrichtung erfreulich unkompliziert und war innerhalb kurzer Zeit erledigt. Die App führt durch die grundlegenden Schritte und ermöglicht es, den Nex E6000 als neues Gerät hinzuzufügen.

Hierfür stehen Bluetooth und die Verbindung mit dem heimischen WLAN zur Verfügung. Der Speicher unterstützt dabei 2,4-GHz-WLAN. Nach der erfolgreichen Einbindung lassen sich die wichtigsten Informationen zum Betriebszustand und Akkustand direkt über das Smartphone abrufen.

Anschließend wird der zuvor installierte Smart Meter ebenfalls in das System eingebunden. Dieser unterstützt neben Bluetooth und 2,4-GHz-WLAN auch eine kabelgebundene LAN-Verbindung.

Sobald die Geräte miteinander verbunden sind, können die erfassten Energiedaten in der App dargestellt und für die automatische Steuerung des Speichers verwendet werden.

Besonders wichtig ist, nach der Einrichtung die angezeigten Verbrauchs- und Einspeisewerte auf Plausibilität zu überprüfen. Bei einer dreiphasigen Installation sollte kontrolliert werden, ob die Messwerte der drei Phasen korrekt erfasst und zugeordnet werden.

Stimmen die angezeigten Werte nicht mit den tatsächlichen Energieflüssen überein, muss die Installation beziehungsweise Zuordnung der Stromwandler durch die Elektrofachkraft überprüft werden.

Erste Einstellungen und Betriebsbereitschaft

Nach der erfolgreichen Verbindung stehen in der SAMDUO-App verschiedene Betriebsmodi zur Verfügung. Diese ermöglichen es, den Energiespeicher an die individuellen Anforderungen des Haushalts anzupassen.

Besonders interessant ist der Eigenverbrauchsmodus, bei dem der Nex E6000 überschüssigen Solarstrom speichern und bei entsprechendem Bedarf wieder an das Hausnetz abgeben kann.

Darüber hinaus bietet SAMDUO die Möglichkeit, Lade- und Entladezeiten individuell festzulegen. Dadurch lässt sich der Energiespeicher beispielsweise auch in Kombination mit einem dynamischen Stromtarif einsetzen.

Für die bedarfsgerechte automatische Steuerung auf Grundlage der tatsächlichen Haushaltslasten wird ein kompatibles Energiemessgerät benötigt. Ohne Smart Meter beziehungsweise eine unterstützte Alternative können bestimmte grundlegende Funktionen, darunter die zeitgesteuerte Nutzung, weiterhin verwendet werden.

Die verschiedenen Betriebsarten und die tatsächliche Steuerung der Lade- und Entladeleistung betrachten wir in den folgenden Kapiteln ausführlicher.

Unser Eindruck von der Einrichtung und Inbetriebnahme

Die Einrichtung des Nex E6000 verlief in unserem Test schnell und unkompliziert. Besonders die einfache Nachrüstung über eine gewöhnliche Steckdose gefällt uns. Etwas aufwendiger ist lediglich die fachgerechte Installation des Smart Meters. Insgesamt bietet SAMDUO ein durchdachtes Installationskonzept, das insbesondere für bestehende Photovoltaikanlagen interessant ist.

(Einrichtung & Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang & Bedienung

Mit einer Speicherkapazität von 6.028 Wh, verschiedenen Betriebsmodi und einer intelligenten Verbrauchssteuerung bietet der SAMDUO Nex E6000 einen umfangreichen Funktionsumfang. Dank der AC-Kopplung kann der Energiespeicher sowohl überschüssigen Solarstrom als auch günstig bezogenen Netzstrom speichern und bei Bedarf wieder zur Verfügung stellen.

Intelligente Steuerung über den Smart Meter

Eine zentrale Funktion ist die automatische Anpassung der Lade- und Entladeleistung an den aktuellen Strombedarf des Haushalts. Hierfür nutzt der Nex E6000 die Messwerte des zusätzlich installierten Smart Meters.

Erzeugt unsere Photovoltaikanlage mehr Strom, als gerade benötigt wird, kann der Speicher den Überschuss aufnehmen. Steigt später der Energiebedarf, gibt er die gespeicherte Energie wieder ins Hausnetz ab. Dadurch soll der Eigenverbrauch erhöht und der Strombezug reduziert werden.

Im normalen Netzbetrieb ist die Ausgangsleistung standardmäßig auf 800 Watt begrenzt. Für die Deckung der Grundlast und kleinerer Verbraucher ist dies häufig ausreichend. Bei einem höheren Strombedarf muss die verbleibende Leistung weiterhin aus der Photovoltaikanlage oder dem öffentlichen Netz kommen.

Verschiedene Betriebsmodi und Zeitsteuerung

Über die SAMDUO-App stehen mehrere Betriebsarten zur Verfügung. Neben dem Eigenverbrauchsmodus gibt es unter anderem einen KI-Modus, einen Notstrommodus sowie eine benutzerdefinierte Steuerung.

Besonders interessant ist die Möglichkeit, Lade- und Entladevorgänge an dynamische Strompreise anzupassen. Dabei kann der Nex E6000 günstige Preisphasen zum Laden nutzen und die gespeicherte Energie später bei höheren Strompreisen bereitstellen. Die entsprechende Konfiguration und unsere Erfahrungen damit betrachten wir in den folgenden Kapiteln genauer.

Zwei Off-Grid-Steckdosen und Erweiterbarkeit

Zusätzlich verfügt der Energiespeicher über zwei integrierte Off-Grid-Steckdosen. Über diese können geeignete Elektrogeräte auch unabhängig vom öffentlichen Stromnetz versorgt werden. Laut Hersteller steht hierfür eine gemeinsame Ausgangsleistung von bis zu 2.600 VA zur Verfügung.

Darüber hinaus lässt sich die Speicherkapazität durch weitere kompatible Nex-E6000-Einheiten erweitern. Über die sogenannte PowerMesh-Technologie sollen bis zu 15 Geräte miteinander verbunden werden können, wodurch eine Gesamtkapazität von rund 90 kWh möglich wäre.

Unser Eindruck vom Funktionsumfang

Der Nex E6000 bietet eine vielseitige Ausstattung, die deutlich über das reine Speichern von Solarstrom hinausgeht. Besonders die intelligente Verbrauchssteuerung, die unterschiedlichen Betriebsmodi und die beiden Notstromsteckdosen gefallen uns. Die auf 800 Watt begrenzte Netzeinspeisung bleibt allerdings eine Einschränkung.

(Funktionsumfang & Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

SAMDUO-App

Die SAMDUO-App ist die zentrale Steuerungs- und Überwachungsplattform des Nex E6000. Da der Speicher selbst auf ein Display verzichtet, werden sämtliche wichtigen Informationen und Einstellungen über das Smartphone abgerufen. Die Anwendung ist kostenlos für Android und iOS erhältlich.

Übersichtliche Darstellung der Energieflüsse

Auf der Startseite werden die aktuellen Energieflüsse übersichtlich dargestellt. Neben dem Akkustand und der Lade- beziehungsweise Entladeleistung des Speichers lassen sich auch der aktuelle Haushaltsverbrauch sowie der Netzbezug oder die Netzeinspeisung einsehen.

Die separate Anzeige der Solarstromproduktion setzt allerdings eine entsprechend unterstützte Messwerterfassung voraus. Der von uns eingesetzte Smart Meter erfasst in erster Linie die Stromflüsse am Hausanschluss.

Besonders praktisch ist die grafische Darstellung, durch die sich das Zusammenspiel zwischen Haushalt, Stromnetz und Energiespeicher schnell nachvollziehen lässt.

Energieauswertungen und Statistiken

Neben den aktuellen Leistungswerten bietet die App verschiedene Auswertungsmöglichkeiten. Über entsprechende Diagramme lassen sich die Lade- und Entladevorgänge des Nex E6000 über längere Zeiträume nachvollziehen.

Zur Verfügung stehen unter anderem Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresansichten. So lässt sich überprüfen, wann der Speicher geladen wurde und welche Energiemengen anschließend wieder abgegeben wurden.

Gerade für die langfristige Überwachung des Eigenverbrauchs sind diese Auswertungen hilfreich.

Betriebsmodi und individuelle Einstellungen

Eine der wichtigsten Funktionen ist die Auswahl des gewünschten Betriebsmodus. SAMDUO bietet hierfür den Eigenverbrauchsmodus, einen KI-Modus, den Notstrommodus sowie eine benutzerdefinierte Steuerung.

Im Eigenverbrauchsmodus orientiert sich der Speicher an den vom Smart Meter erfassten Stromflüssen. Im KI-Modus werden dagegen verschiedene Informationen, darunter die prognostizierten Strompreise, zur automatischen Ladeplanung berücksichtigt.

Wer die Steuerung lieber selbst übernehmen möchte, kann im benutzerdefinierten Modus entsprechende Lade- und Entladezeiten festlegen. Auch eine Akkureserve für die Notstromversorgung lässt sich über die App berücksichtigen.

Besonders gut gefällt uns, dass zwischen einem festen und einem dynamischen Stromtarif gewählt werden kann. Wie zuverlässig die automatische Ladeplanung in Verbindung mit unserem Tibber-Tarif funktioniert, erläutern wir im Kapitel „Energiemanagement im Alltag“.

Geräteeinstellungen und Firmware-Updates

Zusätzlich lassen sich über die App die verbundenen Geräte verwalten, Netzwerkeinstellungen anpassen und verfügbare Firmware-Updates installieren.

Die Geräteübersicht liefert weitere technische Informationen zum Nex E6000 und zum eingebundenen Smart Meter. Dadurch sind auch die wichtigsten Verwaltungsfunktionen zentral erreichbar.

Unser Eindruck von der SAMDUO-App

Die SAMDUO-App ist übersichtlich aufgebaut und bietet zahlreiche sinnvolle Funktionen. Besonders die grafische Energieflussanzeige, die verschiedenen Auswertungen und die individuellen Betriebsmodi gefallen uns. Auch die Ersteinrichtung funktionierte in unserem Test schnell und unkompliziert.

(SAMDUO-App: 4,5 von 5 Punkten)

Lade- & Entladeleistung

Der SAMDUO Nex E6000 unterstützt eine maximale AC-Ladeleistung von 2.600 Watt und kann dadurch vergleichsweise große Energiemengen innerhalb kurzer Zeit aufnehmen. Bei der regulären Abgabe ins Hausnetz ist die Leistung dagegen standardmäßig auf 800 Watt begrenzt.

Hohe Ladeleistung von bis zu 2.600 Watt

Laut Hersteller kann der Nex E6000 mit bis zu 2.600 Watt geladen werden. Das ist besonders interessant, wenn tagsüber ausreichend überschüssiger Solarstrom zur Verfügung steht oder der Akku während günstiger Strompreisphasen schnell aufgeladen werden soll.

Rein rechnerisch ließe sich die nominelle Kapazität von 6.028 Wh bei konstanten 2.600 Watt innerhalb von rund 2,3 Stunden laden. In der Praxis dauert der Vorgang aufgrund der Ladeverluste und einer möglichen Leistungsreduzierung allerdings länger.

Wichtig ist außerdem, dass die verwendete Steckdose und der zugehörige Stromkreis für die vorgesehene Dauerbelastung geeignet sein müssen.

Netzeinspeisung mit bis zu 800 Watt

Bei der Abgabe ins Hausnetz ist der Nex E6000 standardmäßig auf maximal 800 Watt begrenzt. Diese Leistung reicht aus, um die Grundlast und kleinere Verbraucher zu versorgen, stößt bei größeren Verbrauchern allerdings an ihre Grenzen.

Benötigt unser Haushalt beispielsweise 1.500 Watt und die Photovoltaikanlage liefert keinen Strom, kann der Speicher bei dieser Einstellung maximal 800 Watt beisteuern. Die verbleibenden 700 Watt müssen aus dem öffentlichen Netz bezogen werden.

In Verbindung mit dem Smart Meter soll sich die Leistungsabgabe automatisch an den aktuellen Bedarf anpassen. Entscheidend ist dabei, wie schnell und präzise der Speicher auf Veränderungen reagiert.

Unterschied zur Off-Grid-Leistung

Über die beiden integrierten Notstromsteckdosen stehen laut Hersteller deutlich höhere Leistungsreserven zur Verfügung. Diese gelten allerdings ausschließlich für den Inselbetrieb und dürfen nicht mit der regulären Netzeinspeisung verwechselt werden.

Die entsprechenden Leistungsgrenzen und die Funktionsweise erläutern wir im separaten Kapitel zur Notstromversorgung.

Unser Eindruck von der Lade- und Entladeleistung

Die Kombination aus hoher Ladeleistung und automatischer Leistungsanpassung ist grundsätzlich sinnvoll. Die auf 800 Watt begrenzte Abgabe ins Hausnetz stellt allerdings eine Einschränkung dar. Da wir bislang keine unabhängigen Messwerte zur maximalen Ladeleistung und zur Reaktionsgeschwindigkeit vorliegen haben, bleibt unsere Beurteilung dieser Eigenschaften vorläufig.

(Lade- & Entladeleistung: 4 von 5 Punkten)

Kapazität, Wirkungsgrad & Energieverluste

Mit einer angegebenen Speicherkapazität von 6.028 Wh bietet der SAMDUO Nex E6000 großzügige Energiereserven für einen privaten Haushalt. Allerdings sagt die nominelle Akkukapazität noch nicht alles darüber aus, wie viel Energie später tatsächlich zur Verfügung steht.

Wie viel der 6 kWh ist tatsächlich nutzbar?

Rein rechnerisch könnte der Nex E6000 bei einer konstanten Leistungsabgabe von 800 Watt rund 7,5 Stunden lang Strom liefern. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 300 Watt wären es theoretisch sogar rund 20 Stunden.

In der Praxis fallen diese Werte allerdings geringer aus. Verantwortlich dafür sind unter anderem die Umwandlungsverluste, der Eigenverbrauch der Elektronik und die vom Batteriemanagement vorgegebenen Lade- und Entladegrenzen.

Zusätzlich kann eine eingestellte Mindestreserve dafür sorgen, dass ein Teil der Akkukapazität für die Notstromversorgung zurückgehalten wird.

Wie viel Energie sich tatsächlich entnehmen lässt, muss daher anhand eines vollständigen Lade- und Entladevorgangs ermittelt werden.

Langlebige LiFePO4-Akkutechnologie

Im Inneren verwendet SAMDUO Lithium-Eisenphosphat-Akkuzellen, kurz LiFePO4 beziehungsweise LFP. Diese Technologie zeichnet sich durch eine hohe Zyklenfestigkeit und vergleichsweise gute thermische Stabilität aus.

Der Hersteller gibt für den Nex E6000 mindestens 10.000 Ladezyklen und eine ausgelegte Lebensdauer von bis zu 15 Jahren an. Hinzu kommt eine Herstellergarantie von zehn Jahren.

Diese Werte lassen sich während eines zeitlich begrenzten Produkttests naturgemäß nicht unabhängig überprüfen. Zudem hängt die tatsächliche Lebensdauer unter anderem von den Betriebstemperaturen, der Belastung und dem individuellen Ladeverhalten ab.

Wirkungsgrad und Umwandlungsverluste

Da der Nex E6000 AC-gekoppelt arbeitet, muss die aufgenommene Energie beim Laden zunächst von Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt werden. Beim Entladen erfolgt die Umwandlung in die entgegengesetzte Richtung.

Beide Vorgänge verursachen Verluste. Wie effizient der gesamte Lade- und Entladevorgang ausfällt, beschreibt der sogenannte Round-Trip-Wirkungsgrad.

Nimmt ein Speicher beispielsweise 5 kWh auf und gibt später 4,2 kWh wieder ab, entspricht dies einem Wirkungsgrad von 84 Prozent. Die übrigen 16 Prozent gehen bei der Speicherung und den Energieumwandlungen verloren.

Dabei handelt es sich lediglich um ein Rechenbeispiel und nicht um einen von uns ermittelten Messwert des Nex E6000. Der tatsächliche Wirkungsgrad hängt unter anderem von der Lade- und Entladeleistung sowie den Betriebsbedingungen ab.

Standby-Verbrauch

Neben den Umwandlungsverlusten spielt auch der Eigenverbrauch der Elektronik eine Rolle. Schließlich benötigt der Nex E6000 selbst dann Energie, wenn gerade weder geladen noch entladen wird.

Ein dauerhafter Standby-Verbrauch von beispielsweise 5 Watt würde sich innerhalb eines Jahres bereits auf rund 44 kWh summieren. Gerade bei einem Energiespeicher, der regelmäßig kleinere Energiemengen bereitstellen soll, ist ein möglichst niedriger Eigenverbrauch deshalb wichtig.

Auch hier sind eigene Messwerte notwendig, um den Nex E6000 zuverlässig beurteilen zu können.

Unser Eindruck von Kapazität und Effizienz

Mit rund 6 kWh bietet der Nex E6000 eine ordentliche Speicherkapazität. Auch die langlebige LiFePO4-Technologie ist positiv zu bewerten. Für eine endgültige Einschätzung der Effizienz fehlen uns allerdings noch eigene Messwerte zur tatsächlich nutzbaren Energiemenge, zum Round-Trip-Wirkungsgrad und zum Standby-Verbrauch.

(Kapazität, Wirkungsgrad & Energieverluste: 4 von 5 Punkten)

Energiemanagement im Alltag

Eine der interessantesten Funktionen des SAMDUO Nex E6000 ist das intelligente Energiemanagement. Durch die Verbindung mit dem Smart Meter kann der Speicher seinen Betrieb am aktuellen Energiebedarf des Haushalts ausrichten und überschüssigen Solarstrom für eine spätere Nutzung aufnehmen.

Für unseren Praxistest ist das besonders interessant, da wir bereits eine klassische Photovoltaikanlage mit eigenem Wechselrichter besitzen und zusätzlich einen dynamischen Stromtarif von Tibber verwenden. Dadurch können wir sowohl selbst erzeugte Solarenergie als auch günstigen Netzstrom speichern.

Zusammenspiel mit unserer Photovoltaikanlage

Erzeugt unsere vorhandene Photovoltaikanlage mehr Strom, als gerade benötigt wird, fließt der Überschuss normalerweise ins öffentliche Stromnetz.

Der Nex E6000 kann diese Energie stattdessen aufnehmen und in seinem Akku speichern. Hierfür nutzt er die vom Smart Meter erfassten Stromflüsse am Hausanschluss. Eine direkte Verbindung mit dem vorhandenen PV-Wechselrichter ist nicht erforderlich.

Besonders praktisch ist, dass die bestehende Photovoltaikanlage dafür nicht verändert werden musste. Der Energiespeicher arbeitet unabhängig vom Wechselrichter und orientiert sich an den tatsächlichen Energieüberschüssen.

Sobald die Solarproduktion am Abend nachlässt oder der Stromverbrauch steigt, kann der Nex E6000 die gespeicherte Energie wieder an das Hausnetz abgeben. Dadurch lässt sich insbesondere die Grundlast während der Abend- und Nachtstunden reduzieren.

Automatische Anpassung an den Stromverbrauch

Durch die Einbindung des Smart Meters kann der Nex E6000 seine Lade- und Entladeleistung automatisch an den jeweiligen Energiebedarf anpassen.

Steigt der Stromverbrauch, soll der Speicher seine Leistungsabgabe entsprechend erhöhen. Sinkt der Verbrauch wieder, wird diese reduziert. Dadurch lässt sich vermeiden, dass unnötig gespeicherte Energie ins öffentliche Netz eingespeist wird.

Umgekehrt kann der Speicher bei vorhandenem Solarüberschuss seine Ladeleistung anpassen. Die Regelung erfolgt anhand der vom Smart Meter übermittelten Messwerte.

Da die Erfassung und anschließende Leistungsanpassung nicht völlig verzögerungsfrei erfolgen können, sind bei schnellen Lastwechseln kurzfristige Abweichungen möglich. Entscheidend ist daher, wie zuverlässig das System über einen längeren Zeitraum den Energiefluss ausgleicht.

Intelligente Ladeplanung mit unserem Tibber-Stromtarif

Besonders interessant ist für uns die Möglichkeit, den Nex E6000 mit unserem dynamischen Tibber-Stromtarif zu nutzen. Anders als bei einem klassischen Festpreistarif schwanken hier die Strompreise abhängig von den jeweiligen Börsenstrompreisen.

In der SAMDUO-App lässt sich auswählen, ob ein fester oder dynamischer Stromtarif verwendet wird. Bei der dynamischen Variante berücksichtigt das System die verfügbaren Börsenstrompreise, die auch unserem Tibber-Tarif zugrunde liegen.

Eine direkte Verknüpfung mit unserem persönlichen Tibber-Kundenkonto ist dafür nicht erforderlich. Allerdings sollte beachtet werden, dass der tatsächliche Endkundenpreis weitere Bestandteile wie Netzentgelte, Steuern und Abgaben enthält.

Besonders interessant wird die Funktion in Kombination mit dem integrierten KI-Modus. Dieser erstellt auf Grundlage verschiedener Informationen, darunter die prognostizierten Strompreise, einen intelligenten Lade- und Entladeplan.

In unserem Praxistest funktioniert diese automatische Planung erfreulich gut. Nachdem wir den dynamischen Stromtarif ausgewählt und den KI-Modus aktiviert hatten, übernahm der Nex E6000 die Planung der Ladezeiten selbstständig.

Wir müssen somit nicht täglich die aktuellen Tibber-Preise überprüfen und entsprechende Ladezeiten manuell festlegen. Stattdessen berücksichtigt das System günstige Strompreisphasen automatisch.

Gerade dieser hohe Automatisierungsgrad gefällt uns ausgesprochen gut und gehört für uns zu den größten Stärken des Speichers.

Besonders interessant im Winter

Während der Sommermonate steht bei unserer Photovoltaikanlage häufig ausreichend überschüssiger Strom zur Verfügung, um den Akku mit selbst erzeugter Energie aufzuladen.

Im Herbst und Winter fällt die Solarstromproduktion dagegen wesentlich geringer aus. Gerade dann kann die Kombination mit unserem dynamischen Stromtarif interessant werden.

Der Nex E6000 kann günstige Börsenstrompreise zum Laden nutzen, sodass die Energie später zu Zeiten höherer Strompreise zur Verfügung steht.

Laut SAMDUO soll die KI-Steuerung neben den Strompreisen auch Wetterprognosen und das bisherige Verbrauchsverhalten berücksichtigen. Wie zuverlässig diese zusätzlichen Faktoren langfristig in die Planung einfließen, lässt sich allerdings noch nicht abschließend beurteilen.

Die automatische Berücksichtigung günstiger Strompreisphasen funktioniert in unserem bisherigen Test jedenfalls gut.

Wirtschaftlichkeit und Energieverluste

Bei der Nutzung dynamischer Stromtarife darf man die Energieverluste des AC-gekoppelten Speichers nicht vergessen. Schließlich geht bei jedem Lade- und Entladevorgang ein Teil der aufgenommenen Energie verloren.

Damit sich das Laden mit Netzstrom finanziell lohnt, muss der Preisunterschied zwischen Lade- und Entladezeitpunkt ausreichend groß ausfallen. Zusätzlich sollten die tatsächlichen Tarifkosten sowie gegebenenfalls die entgangene Einspeisevergütung bei der Nutzung von Solarstrom berücksichtigt werden.

Eine allgemeingültige Ersparnis lässt sich deshalb nicht angeben. Sie hängt insbesondere vom individuellen Verbrauch, den Strompreisen, den Solarüberschüssen und dem Wirkungsgrad des Speichers ab.

Unser Eindruck vom Energiemanagement

Das intelligente Energiemanagement gehört für uns zu den größten Stärken des SAMDUO Nex E6000. Besonders die unkomplizierte Nutzung unseres dynamischen Tibber-Stromtarifs hat uns überzeugt. Die KI-Steuerung übernimmt die Ladeplanung selbstständig und berücksichtigt dabei günstige Börsenstrompreise. Wie hoch die tatsächliche finanzielle Ersparnis langfristig ausfällt, muss sich allerdings noch zeigen.

(Energiemanagement im Alltag: 4,5 von 5 Punkten)

Notstromversorgung & Off-Grid-Betrieb

Eine weitere Besonderheit des SAMDUO Nex E6000 sind seine zwei integrierten Notstromsteckdosen. Damit lässt sich die gespeicherte Energie nicht nur zur Reduzierung des normalen Netzbezugs nutzen, sondern bei einem Stromausfall auch zur direkten Versorgung ausgewählter Elektrogeräte.

Gerade bei einem stationären Energiespeicher mit rund 6 kWh Kapazität ist das ein interessanter Zusatznutzen. Wichtig ist allerdings, zwischen der normalen Einspeisung ins Hausnetz und der unabhängigen Stromversorgung über die Off-Grid-Ausgänge zu unterscheiden.

Zwei Steckdosen für die Notstromversorgung

An der Seite des SAMDUO Nex E6000 befinden sich zwei separate Off-Grid-Steckdosen. An diesen lassen sich elektrische Verbraucher direkt anschließen, die bei einem Ausfall des öffentlichen Stromnetzes weiterhin mit Energie versorgt werden sollen.

Dazu zählen beispielsweise ein Kühlschrank, eine Gefriertruhe, der WLAN-Router oder verschiedene Beleuchtungsgeräte. Auch ein Fernseher, Laptop oder andere geeignete Haushaltsgeräte können über die Anschlüsse betrieben werden.

Solange das öffentliche Stromnetz verfügbar ist, können angeschlossene Verbraucher über den normalen Netzstrom versorgt werden. Fällt die Netzversorgung aus, kann der Nex E6000 auf seinen integrierten Akku zurückgreifen und die beiden Steckdosen unabhängig vom Hausstromnetz mit Energie versorgen.

Damit unterscheidet sich der Energiespeicher von einfachen Systemen, die ausschließlich überschüssigen Solarstrom speichern und später über das Hausnetz wieder abgeben können.

Bis zu 2.600 VA im Inselbetrieb

Besonders interessant ist die vergleichsweise hohe Ausgangsleistung der beiden Off-Grid-Steckdosen. Während der Nex E6000 im normalen Netzbetrieb standardmäßig maximal 800 Watt ins Hausnetz einspeist, stehen im Inselbetrieb laut Hersteller bis zu 2.600 VA zur Verfügung.

Die beiden Steckdosen teilen sich diese Gesamtleistung. Es stehen also nicht jeweils 2.600 VA pro Anschluss zur Verfügung, sondern insgesamt maximal 2.600 VA für sämtliche angeschlossenen Verbraucher.

Dabei ist zu beachten, dass SAMDUO die Leistung in Voltampere (VA) angibt. Diese Einheit beschreibt die sogenannte Scheinleistung, während die tatsächliche Wirkleistung in Watt angegeben wird. Je nach angeschlossenem Verbraucher können sich beide Werte unterscheiden.

Für viele typische Haushaltsgeräte bietet der Nex E6000 damit ausreichende Leistungsreserven. Besonders interessant ist das beim gleichzeitigen Betrieb mehrerer kleinerer Verbraucher, etwa eines Kühlschranks, eines Routers und zusätzlicher Beleuchtung.

Bei größeren Verbrauchern wie Elektroheizungen, Backöfen oder leistungsstarken Haushaltsgeräten muss dagegen darauf geachtet werden, dass die zulässige Gesamtleistung nicht überschritten wird.

Kurzzeitig bis zu 3.640 VA Spitzenleistung

Neben der regulären Ausgangsleistung von 2.600 VA nennt SAMDUO eine kurzzeitig verfügbare Spitzenleistung von bis zu 3.640 VA. Diese kann laut Hersteller für maximal zehn Sekunden bereitgestellt werden.

Das ist besonders bei Geräten interessant, die beim Einschalten kurzzeitig deutlich mehr Leistung benötigen als während des eigentlichen Betriebs.

Ein typisches Beispiel sind Kühlschränke oder Gefriertruhen. Deren Kompressoren können beim Anlaufen einen erhöhten Strombedarf verursachen, bevor sich die Leistungsaufnahme anschließend auf einem deutlich niedrigeren Niveau einpendelt.

Durch die zusätzliche Leistungsreserve sollen sich solche kurzzeitigen Lastspitzen besser abfangen lassen.

Allerdings darf diese Spitzenleistung nicht mit der dauerhaft verfügbaren Ausgangsleistung verwechselt werden. Werden die Leistungsgrenzen längerfristig überschritten, muss das System seine Ausgänge zum Schutz der Elektronik entsprechend begrenzen oder abschalten.

Ob ein bestimmter Verbraucher tatsächlich problemlos betrieben werden kann, hängt deshalb nicht nur von seiner nominellen Leistungsaufnahme, sondern auch von seinem Einschaltverhalten ab.

Was passiert bei einem Stromausfall?

Eine wichtige Einschränkung betrifft die Art der Notstromversorgung. Der SAMDUO Nex E6000 ist kein Ersatz für eine vollständige Hausnotstromanlage.

Fällt das öffentliche Stromnetz aus, wird die normale Netzeinspeisung über den Schuko-Anschluss unterbrochen. Der Speicher darf schließlich bei einem Netzausfall keine Energie unkontrolliert in die Hausinstallation beziehungsweise das öffentliche Stromnetz einspeisen.

Die Notstromversorgung erfolgt stattdessen ausschließlich über die beiden dafür vorgesehenen Off-Grid-Steckdosen.

Das bedeutet, dass nicht automatisch sämtliche Steckdosen und fest installierten Verbraucher unseres Hauses weiterhin mit Strom versorgt werden. Stattdessen müssen die gewünschten Geräte direkt mit den Notstromausgängen des Nex E6000 verbunden sein.

Für unseren Haushalt bedeutet das beispielsweise, dass der im Technikraum aufgestellte Speicher bei einem Stromausfall bestimmte wichtige Verbraucher versorgen könnte. Die gesamte Hausinstallation einschließlich aller Beleuchtungs- und Steckdosenstromkreise wird dadurch allerdings nicht automatisch mit Energie versorgt.

Eine Einspeisung der Off-Grid-Ausgänge über ein gewöhnliches Steckdosenkabel zurück in die Hausinstallation wäre keine zulässige Lösung. Eine weitergehende Gebäude-Notstromversorgung würde eine dafür geeignete und fachgerecht installierte Umschalteinrichtung voraussetzen.

Keine vollwertige USV für empfindliche Geräte

Bei der Notstromfunktion muss außerdem zwischen einer klassischen Ersatzstromversorgung und einer unterbrechungsfreien Stromversorgung, kurz USV, unterschieden werden.

Eine USV ist speziell dafür ausgelegt, empfindliche Geräte wie Computer, Server oder Netzwerkspeicher bei einem Stromausfall ohne beziehungsweise mit einer ausreichend kurzen Unterbrechung weiterzubetreiben.

Der Nex E6000 besitzt zwar eine Notstromfunktion, allerdings macht SAMDUO in den von uns herangezogenen technischen Daten keine verbindliche Angabe zur Umschaltzeit.

Deshalb lässt sich nicht pauschal garantieren, dass sämtliche angeschlossenen Geräte bei einem Stromausfall ohne Neustart weiterlaufen.

Für weniger empfindliche Verbraucher wie Kühlschränke oder verschiedene Beleuchtungsgeräte dürfte eine kurze Unterbrechung häufig unproblematisch sein. Bei einem Desktop-PC oder NAS kann dagegen bereits eine kurze Stromunterbrechung ausreichen, um das Gerät auszuschalten.

Wer eine garantiert unterbrechungsfreie Versorgung benötigt, sollte deshalb weiterhin auf eine entsprechend ausgelegte USV zurückgreifen.

Wie lange reicht die gespeicherte Energie?

Mit einer nominellen Speicherkapazität von 6.028 Wh bietet der Nex E6000 grundsätzlich ordentliche Reserven für die Notstromversorgung.

Wie lange die angeschlossenen Geräte tatsächlich betrieben werden können, hängt allerdings von deren Leistungsaufnahme, dem aktuellen Akkustand und den Umwandlungsverlusten ab.

Würden die angeschlossenen Verbraucher beispielsweise konstant 150 Watt benötigen, ergäbe sich bei vollständiger Nutzung der nominellen Akkukapazität rein rechnerisch eine Laufzeit von rund 40 Stunden.

In der Praxis fällt diese kürzer aus, da nicht die gesamte Akkukapazität als nutzbare Wechselstromenergie zur Verfügung steht. Außerdem benötigt der integrierte Wechselrichter selbst Strom.

Wichtig ist darüber hinaus, dass der Akku zum Zeitpunkt des Stromausfalls noch ausreichend geladen sein muss. Wurde die gespeicherte Energie zuvor bereits weitgehend zur Reduzierung des Netzbezugs verwendet, stehen entsprechend geringere Reserven zur Verfügung.

Wer den Nex E6000 gezielt als Notstromversorgung einsetzen möchte, sollte deshalb eine geeignete Akku-Mindestreserve berücksichtigen, sofern die verwendeten Einstellungen diese ermöglichen.

Kann die Photovoltaikanlage bei Stromausfall weiterladen?

Gerade bei einem vorhandenen Photovoltaiksystem stellt sich außerdem die Frage, ob der Nex E6000 während eines Stromausfalls weiterhin durch die Solarmodule geladen werden kann.

Hier zeigt sich eine Einschränkung des AC-gekoppelten Konzepts. Da der Nex E6000 über keinen eigenen PV-Eingang verfügt, kann er nicht direkt an die Solarmodule angeschlossen werden.

Unsere bestehende Photovoltaikanlage verwendet einen klassischen netzgekoppelten Wechselrichter. Solche Wechselrichter stellen bei einem Ausfall des öffentlichen Stromnetzes aus Sicherheitsgründen normalerweise ihren Einspeisebetrieb ein.

Somit steht dem Nex E6000 während eines gewöhnlichen Stromausfalls auch keine Solarenergie über das Hausnetz zur Verfügung, mit der er seinen Akku weiter aufladen könnte.

Die Notstromversorgung beschränkt sich in diesem Fall auf die zum Zeitpunkt des Netzausfalls bereits gespeicherte Energie.

Eine dauerhaft unabhängige Stromversorgung, bei der die Photovoltaikanlage während eines Stromausfalls weiterhin Energie erzeugt und den Speicher auflädt, ist mit dem Nex E6000 allein deshalb nicht möglich.

Unser bisheriger Eindruck von der Notstromversorgung

Die beiden integrierten Off-Grid-Steckdosen sind eine sinnvolle Ergänzung und bieten laut Hersteller mit bis zu 2.600 VA ausreichend Leistung für verschiedene wichtige Haushaltsgeräte. Allerdings wird dadurch nicht automatisch das gesamte Haus bei einem Stromausfall versorgt. Auch ein direktes Nachladen über unsere bestehende Photovoltaikanlage ist bei Netzausfall nicht möglich. Da wir die Notstromfunktion bislang nicht selbst überprüft haben, bleibt unsere Einschätzung vorläufig.

(Notstromversorgung & Off-Grid-Betrieb: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der SAMDUO Nex E6000 konnte in unserem Praxistest bereits viele der beworbenen Eigenschaften bestätigen. Besonders die einfache Nachrüstung an unserer bestehenden Photovoltaikanlage, die hochwertige Verarbeitung und das außergewöhnlich flache Design haben uns überzeugt. Auch der nahezu lautlose Betrieb ist ein großer Pluspunkt, denn selbst aus unmittelbarer Nähe konnten wir keine störenden Betriebsgeräusche wahrnehmen.

Positiv überrascht hat uns außerdem das intelligente Energiemanagement. Insbesondere die KI-gesteuerte Ladeplanung in Verbindung mit unserem dynamischen Tibber-Stromtarif funktioniert erfreulich gut. Der Speicher berücksichtigt günstige Börsenstrompreise und plant die Ladezeiten automatisch, ohne dass wir täglich manuell eingreifen müssen.

Kleine Einschränkungen gibt es dennoch. So erfordert die Installation des Smart Meters eine Elektrofachkraft, während die Netzeinspeisung standardmäßig auf 800 Watt begrenzt ist. Auch die zusätzlichen Umwandlungsverluste durch die AC-Kopplung sollte man berücksichtigen. Die tatsächlich nutzbare Akkukapazität und den Wirkungsgrad konnten wir bislang nicht unabhängig messtechnisch überprüfen.

Insgesamt hält SAMDUO bei den von uns überprüften Eigenschaften weitgehend, was der Hersteller verspricht.Besonders die unkomplizierte Nachrüstung, die lautlose Arbeitsweise und die intelligente Strompreissteuerung hinterlassen einen überzeugenden Eindruck.

Preis/Leistung

Mit einem regulären Verkaufspreis von 1.799 Euro ist der SAMDUO Nex E6000 sicherlich keine kleine Anschaffung. Dafür erhält man allerdings einen leistungsfähigen AC-gekoppelten Energiespeicher mit einer Kapazität von 6.028 Wh, einer hohen Ladeleistung von bis zu 2.600 Watt und einer intelligenten Steuerung über die SAMDUO-App.

Zum Zeitpunkt unseres Tests ist der Nex E6000 im Rahmen einer Black-Friday-Aktion bereits für 1.399 Euro erhältlich. Bei entsprechenden Aktionsbestellungen gibt es den normalerweise 129 Euro teuren Smart Meter sogar kostenlos dazu. Das macht das Angebot besonders interessant, da dieser für die intelligente Verbrauchserfassung eine wichtige Rolle spielt.

Positiv bewerten wir neben der hohen Speicherkapazität insbesondere die hochwertige Verarbeitung, das außergewöhnlich flache Gehäuse und den praktisch lautlosen Betrieb. Auch die unkomplizierte Nachrüstung an einer bestehenden Photovoltaikanlage und die automatische Ladeplanung anhand dynamischer Strompreise gehören zu den großen Stärken des Systems. Gerade Letztere funktioniert in Verbindung mit unserem Tibber-Tarif bisher erfreulich gut.

Allerdings sollte man berücksichtigen, dass für die fachgerechte Installation des Smart Meters zusätzliche Kosten entstehen können. Auch die standardmäßig auf 800 Watt begrenzte Netzeinspeisung sowie die Umwandlungsverluste der AC-Kopplung stellen gewisse Einschränkungen dar.

Ob sich der Speicher langfristig finanziell amortisiert, hängt vor allem von der verfügbaren Solarenergie, dem individuellen Stromverbrauch, der Einspeisevergütung und den Strompreisen ab. Eine allgemeingültige Amortisationsdauer lässt sich deshalb nicht seriös angeben.

Insgesamt bietet der SAMDUO Nex E6000 ein gutes bis sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, insbesondere zum aktuellen Aktionspreis. Wer bereits eine Photovoltaikanlage besitzt oder einen dynamischen Stromtarif nutzt, erhält einen vielseitigen Energiespeicher mit interessanten Automatisierungsfunktionen und einer großzügigen Kapazität.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://samduo.de

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