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Narwal Freo 20

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In aller Kürze

Testergebnis

4,4

von 5

Mit dem Freo 20 bringt Narwal einen leistungsstarken Saug- und Wischroboter auf den Markt, der vor allem mit seinem innovativen FlowWash-Wischsystem überzeugen möchte. Die bereits beim Narwal Flow eingesetzte Technologie hält damit nun auch zu einem etwas günstigeren Einstiegspreis Einzug. Statt klassischer rotierender Wischpads kommt ein breiter Track-Mopp zum Einsatz, der kontinuierlich mit frischem Wasser versorgt und von aufgenommenem Schmutz befreit wird. Hinzu kommen eine Saugleistung von bis zu 31.000 Pa, eine intelligente Hinderniserkennung und eine umfangreich ausgestattete All-in-One-Basisstation.

In unserem sechswöchigen Praxistest konnte uns besonders die hervorragende Wischleistung begeistern. Die Böden werden gründlich und streifenfrei gereinigt, selbst verschüttete Flüssigkeiten nimmt der Freo 20 zuverlässig auf. Auch die Saugleistung auf Hartböden, die präzise Navigation und die übersichtliche App hinterlassen einen sehr guten Eindruck. Dank des versteckt integrierten LiDAR-Sensors kommt der Roboter zudem ohne hervorstehenden Sensorturm aus.

Ganz ohne Schwächen ist der Freo 20 allerdings nicht. Bei gröberen Verschmutzungen in Ecken und der Tiefenreinigung von Teppichen besteht noch Verbesserungspotenzial. Auch die fehlende automatische Reinigungsmitteldosierung finden wir etwas schade.

Insgesamt ist der Narwal Freo 20 ein überzeugender Saug- und Wischroboter, der insbesondere für Haushalte mit überwiegend Hartböden eine ausgezeichnete Wahl darstellt. Gegenüber dem von uns bereits getesteten Freo Z10 Ultra sehen wir vor allem bei der Wischleistung einen deutlichen Fortschritt.

Gefällt uns

  • Hervorragende Wischleistung dank FlowWash-System mit kontinuierlicher Frischwasserversorgung
  • Streifenfreie Reinigung ohne zurückbleibende Wassertropfen
  • Verschüttete Flüssigkeiten werden zuverlässig aufgenommen
  • Sehr gute Saugleistung mit bis zu 31.000 Pa, besonders auf Hartböden
  • Zuverlässige Aufnahme von Haaren und Tierhaaren
  • Präzise Navigation und intelligente Hinderniserkennung, auch bei Dunkelheit
  • Flache Bauweise ohne hervorstehenden LiDAR-Turm
  • Sehr gute Kantenreinigung dank ausfahrbarem Track-Mopp
  • Angenehm leiser Betrieb, insbesondere beim reinen Wischen
  • Automatische Reinigung und Trocknung des Wischsystems
  • Keine unangenehme Geruchsbildung an der Wischeinheit während des sechswöchigen Tests

Gefällt uns weniger

  • Seitenbürste verteilt gröbere Schmutzpartikel gelegentlich, statt sie aufzusaugen
  • Schwächen bei der Saugreinigung von Ecken
  • Teppichreinigung nicht auf Spitzenniveau, insbesondere bei tief sitzendem Schmutz
  • Keine automatische Reinigungsmitteldosierung
  • Basisstation wirkt etwas weniger hochwertig als beim Freo Z10 Ultra
  • Seitenbürste nicht seitlich ausfahrbar

Narwal Freo 20

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Beim Narwal Freo 20 hat sich die Verpackung gegenüber dem von uns bereits getesteten Freo Z10 Ultra sichtbar verändert. Während Narwal beim Vorgänger noch auf einen rundum bedruckten Verkaufskarton setzte, fällt die Verpackung des Freo 20 deutlich schlichter aus. Der weitgehend unbedruckte Karton besitzt lediglich einen größeren Aufkleber, der sich über zwei Seiten erstreckt. Darauf finden sich neben dem Produktnamen auch eine Abbildung des Saugroboters sowie einige seiner wichtigsten Eigenschaften und Funktionen.

Diese zurückhaltende Gestaltung empfinden wir keineswegs als Nachteil. Schließlich kommt es bei einer Verpackung in erster Linie darauf an, dass die enthaltenen Komponenten sicher und unbeschädigt beim Käufer ankommen.

Auch im Inneren verfolgt Narwal einen erfreulich ressourcenschonenden Ansatz. Die meisten Schutzelemente und Halterungen bestehen aus passgenauer Kartonage, wodurch Roboter, Basisstation und Zubehör sicher an ihrem Platz gehalten werden. Lediglich der Saugroboter und die Station sind zusätzlich in Folie eingehüllt, um deren Oberflächen während des Transports vor Kratzern zu schützen. Auf größere Schaumstoffpolster verzichtet Narwal hingegen.

Erster Eindruck

Bereits beim Auspacken fällt die recht große Basisstation auf. Trotz ihrer Abmessungen lässt sie sich allerdings gut handhaben und wirkt nicht unnötig schwer. Das kennen wir bereits vom Freo Z10 Ultra. Besonders gefällt uns, dass der Roboter nach dem Einfahren nahezu vollständig in der Station verschwindet. Dadurch entsteht ein geschlossenes Gesamtbild, während bei zahlreichen Konkurrenzmodellen ein deutlich größerer Teil des Roboters sichtbar bleibt.

Auch der Freo 20 selbst hinterlässt einen guten ersten Eindruck. Besonders die flache Oberseite ohne hervorstehenden LiDAR-Turm fällt sofort auf und verleiht dem Gerät ein modernes Erscheinungsbild. Anders als man zunächst vermuten könnte, verzichtet Narwal dabei allerdings nicht vollständig auf die Lasernavigation, sondern integriert den LiDAR-Sensor unauffällig im hinteren Gehäusebereich.

Noch interessanter ist allerdings ein Blick auf die Unterseite. Statt der beim Vorgänger verwendeten runden, rotierenden Wischpads setzt Narwal nun auf das neue FlowWash-System mit einem breiten, länglichen Track-Mopp. Dieses umlaufende Wischband unterscheidet sich konstruktiv deutlich von klassischen Wischwalzen und den bislang bei Narwal eingesetzten Wischpads. Wie das System funktioniert und welche Vorteile sich daraus bei der Bodenreinigung ergeben, betrachten wir später im Test ausführlicher.

Lieferumfang

Beim Zubehör zeigt sich Narwal erfreulich großzügig. Neben dem Freo 20 und seiner Basisstation befinden sich eine separat beigelegte Seitenbürste, das Stromkabel für die Station sowie das passende Reinigungsmittel im Karton.

Positiv finden wir außerdem, dass Narwal bereits einen zusätzlichen Staubbeutel und einen Ersatzfilter für den Staubbehälter beilegt. Gerade bei Verschleißteilen, die im Laufe der Zeit ohnehin ausgetauscht werden müssen, ist das eine sinnvolle Ergänzung. Dadurch muss nicht unmittelbar nach dem Kauf weiteres Zubehör bestellt werden.

Ebenfalls enthalten ist ein optional verwendbarer Kalkschutzfilter. Dabei handelt es sich um eine kleine, graue Kunststoffbox, die im Inneren mit perlenartigen Kügelchen gefüllt ist. Diese sollen Kalkablagerungen im Wassersystem reduzieren. Bei Bedarf lässt sich die Box einfach in die dafür vorgesehene Aufnahme im Frischwassertank einsetzen. Besonders in Regionen mit hartem Leitungswasser ist das eine praktische Ergänzung, da der Freo 20 regelmäßig Wasser für die Bodenreinigung und die automatische Reinigung seines Wischsystems benötigt. Die Verwendung des Kalkschutzfilters ist allerdings nicht zwingend erforderlich.

Die Hauptbürste und der neue Track-Mopp sind bereits am Roboter montiert. Lediglich die Seitenbürste muss vor der ersten Inbetriebnahme noch in die dafür vorgesehene Aufnahme eingeklipst werden. Werkzeug ist dafür nicht erforderlich, sodass die Vorbereitung des Roboters innerhalb weniger Augenblicke erledigt ist.

Insgesamt gefällt uns die Entscheidung, beim Freo 20 auf eine schlichtere, überwiegend kartonbasierte Verpackung zu setzen, ohne beim Transportschutz Abstriche zu machen. Auch der Lieferumfang ist durchdacht: Mit Reinigungsmittel, zusätzlichem Staubbeutel, Ersatzfilter und optionalem Kalkschutzfilter ist bereits einiges für die erste Zeit vorhanden. Zusätzliche Anschaffungen sind für die Inbetriebnahme nicht notwendig.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Design geht Narwal mit dem Freo 20 einen etwas anderen Weg als beim von uns bereits getesteten Freo Z10 Ultra. Während die grundsätzlich runde Bauform erhalten bleibt, wirkt das neue Modell durch seine flache Oberseite und die unauffällig integrierte Sensorik deutlich moderner. Besonders interessant ist dabei, dass Narwal auf einen klassischen, hervorstehenden LiDAR-Turm verzichtet, ohne vollständig auf die Lasernavigation zu verzichten.

Ein ähnliches Konzept kennen wir bereits vom MOVA V70 Ultra Complete. Dort kann der LiDAR-Turm bei Bedarf eingefahren werden, beispielsweise um unter niedrigen Möbelstücken zu reinigen. Narwal löst das beim Freo 20 anders. Statt einer beweglichen Konstruktion befindet sich der Lasersensor fest integriert im hinteren Bereich des Gehäuses. Die Oberseite bleibt dadurch dauerhaft flach.

Flaches Gehäuse mit verstecktem LiDAR-Sensor

Zur Orientierung und Kartierung nutzt der Freo 20 einen nach hinten gerichteten LiDAR-Sensor. Dieser unterstützt den Roboter dabei, seine Umgebung zu erfassen und Reinigungswege zu planen. Ergänzt wird die Lasernavigation durch das NarMind-Pro-System mit TwinAI Dodge, das insbesondere für die Hinderniserkennung zuständig ist.

Hierfür kommen zwei RGB-Kameras mit jeweils 1080p-Auflösung sowie eine lokale KI-Verarbeitung zum Einsatz. Laut Narwal können dadurch mehr als 300 unterschiedliche Objekttypen erkannt werden, darunter Kabel, Schuhe, Spielzeug und andere typische Hindernisse im Haushalt. Zusätzliche Sensorik unterstützt die räumliche Erfassung der unmittelbaren Umgebung. 

Interessant ist somit vor allem die Kombination aus klassischer Lasernavigation und kamerabasierter Objekterkennung. Narwal verzichtet nicht auf LiDAR, sondern integriert die Technik so, dass kein zusätzlicher Aufbau auf der Oberseite notwendig ist. Wie zuverlässig dieses Zusammenspiel funktioniert, betrachten wir später im Kapitel Navigation ausführlicher.

Mit Abmessungen von 35,1 × 36,4 × 9,5 cm und einem Gewicht von rund 4,9 kg gehört der Freo 20 zu den vergleichsweise flach gebauten Saugrobotern. Gerade unter Sofas, Betten oder anderen niedrigen Möbelstücken kann die geringe Bauhöhe ein Vorteil sein. 

Aufgeräumte Oberseite

Die Oberseite ist angenehm schlicht gehalten. Statt eines hervorstehenden Sensorturms besitzt der Freo 20 eine weitgehend ebene Fläche, in die auch die Bedienelemente zurückhaltend integriert sind.

Über die Tasten lassen sich die wichtigsten Grundfunktionen direkt am Roboter ausführen. Für umfangreichere Einstellungen, Reinigungsprogramme und die Kartenverwaltung steht später die Narwal-App zur Verfügung.

An der Front befinden sich die beiden Kameras sowie weitere Sensoren zur Hinderniserkennung. Diese sind ebenso wie der umlaufende Stoßfänger sauber in die Gehäuseform eingebunden und fallen optisch kaum auf. Insgesamt wirkt der Freo 20 dadurch weniger technisch als viele Konkurrenzmodelle mit einem auffälligen Laserturm.

Neue Wischwalze prägt die Unterseite

Die größte konstruktive Veränderung gegenüber dem Freo Z10 Ultra findet man allerdings auf der Unterseite. Während Narwal beim Vorgänger noch zwei rotierende Wischpads verwendete, kommt beim Freo 20 das neue FlowWash-System mit einem breiten Track-Mopp zum Einsatz.

Dabei handelt es sich um ein flaches, umlaufendes Wischband mit Abmessungen von 266 × 55 mm. Anders als bei einer klassischen zylindrischen Wischrolle bietet dieses eine breite, längliche Kontaktfläche zum Boden.

Während der Reinigung wird der Track-Mopp über 16 Düsen kontinuierlich mit frischem, bis zu 60 °C warmem Wasser versorgt. Gleichzeitig entfernt ein integrierter Abstreifer Schmutz und überschüssiges Wasser von der Wischfläche. Narwal kombiniert das System mit einem Anpressdruck von bis zu 12 Newton. 

Interessant ist außerdem die bewegliche Lagerung der Wischeinheit. Diese kann zur rechten Seite ausfahren, um möglichst nah entlang von Fußleisten, Möbeln und anderen Hindernissen zu reinigen. Narwal gibt hierfür einen möglichen Abstand von lediglich 5 mm zur Kante an. Bei Teppichen lässt sich die Wischeinheit dagegen um bis zu 12 mm anheben. 

Für die Saugarbeit befindet sich auf der Unterseite zusätzlich eine schwimmend gelagerte, konisch geformte Hauptbürste. Ergänzt wird diese durch eine einzelne Seitenbürste, deren Mechanik und Drehrichtung auf die Aufnahme von Schmutz und Haaren ausgelegt sind. Zusammen bilden sie Narwals DualFlow Anti-Tangle-System, das verhindern soll, dass sich insbesondere lange Haare und Tierfell dauerhaft um die Bürsten wickeln.

Damit unterscheidet sich der Freo 20 bereits konstruktiv deutlich vom Z10 Ultra. Besonders die breite Wischeinheit ist eine interessante Neuerung, deren tatsächliche Vorteile wir später bei der Wischleistung genauer betrachten.

Basisstation mit stoffähnlicher Front

Auch die Basisstation wurde gegenüber dem Freo Z10 Ultra sichtbar überarbeitet. Mit 43,1 × 40,2 × 46,1 cm bleibt sie zwar recht groß, wirkt durch ihre geschlossene Form aber angenehm aufgeräumt.

Besonders gefällt uns, dass der Saugroboter nach dem Einfahren nahezu vollständig in der Station verschwindet. Während bei zahlreichen Konkurrenzmodellen ein größerer Teil des Roboters aus der Einfahrt herausragt, ergibt sich beim Freo 20 ein deutlich geschlosseneres Gesamtbild.

Optisch setzt Narwal auf eine eher zurückhaltende Gestaltung. Die Front besitzt eine fein strukturierte Kunststoffoberfläche in Stoffoptik, die auf den ersten Blick beinahe wie eine textile Bespannung wirkt. Dadurch erscheint die Station wohnlicher und weniger technisch. Gleichzeitig lässt sich die Kunststoffoberfläche einfacher pflegen als eine tatsächliche Stoffbespannung.

Im direkten Vergleich zum Freo Z10 Ultra wirkt die Station dennoch etwas schlichter. Auf das dort vorhandene Display an der Oberseite verzichtet Narwal beim Freo 20 vollständig. Stattdessen befindet sich dort lediglich eine einzelne Taste für grundlegende Funktionen. Die umfangreichere Steuerung erfolgt somit hauptsächlich über die App.

Wassertanks und Staubbeutel neu angeordnet

Unter der oberen Abdeckung befinden sich wie gewohnt die beiden Wassertanks. Der Frischwassertank fasst 5 Liter, während der Schmutzwassertank 4,75 Liter aufnehmen kann. Beide lassen sich nach oben aus der Station entnehmen und verfügen damit über ausreichend große Reserven für die regelmäßige Bodenreinigung.

Auch bei der Unterbringung des Staubbeutels hat Narwal Änderungen vorgenommen. Beim Freo Z10 Ultra konnte die Frontabdeckung abgenommen werden, hinter der sich unter anderem der Staubbeutel und die Aufnahme für das Reinigungsmittel befanden. Beim Freo 20 ist die Front hingegen fest ausgeführt.

Der 2,4 Liter große Staubbeutel sitzt nun im Inneren der Station. Um diesen auszutauschen, muss zunächst der Schmutzwassertank entnommen werden. Anschließend lässt sich im vorderen Bereich eine separate Klappe öffnen, hinter der der Staubbeutel gut zugänglich untergebracht ist.

Der Austausch funktioniert weiterhin unkompliziert, auch wenn dafür ein zusätzlicher Handgriff notwendig ist. Narwal gibt für den Staubbeutel eine Nutzungsdauer von bis zu 120 Tagen an. Wie lange er tatsächlich ausreicht, hängt natürlich von der Reinigungsfrequenz und der anfallenden Schmutzmenge ab. 

Eine weitere Änderung betrifft die Reinigungsmitteldosierung. Anders als beim Freo Z10 Ultra gibt es keine separate automatische Dosiereinheit mehr. Stattdessen wird das mitgelieferte Reinigungsmittel direkt in den Frischwassertank gegeben. Das ist einfach gelöst, bietet allerdings weniger Komfort als eine automatische Dosierung. Auf diesen Punkt gehen wir bei der Ersteinrichtung noch genauer ein.

Reinigungseinheit im unteren Bereich

Im unteren Teil der Station befindet sich die Einfahrt für den Saugroboter. Hier werden nach beziehungsweise während der Reinigung verschiedene Wartungsaufgaben automatisch übernommen. Dazu gehören unter anderem die Entleerung des Staubbehälters, die Wasserversorgung des Roboters sowie die Reinigung und Trocknung des Track-Mopps.

Narwal setzt hierfür auf eine Heißwasserreinigung mit Temperaturen von bis zu 100 °C. Anschließend wird die Wischeinheit mit bis zu 60 °C warmer Luft getrocknet, um zurückbleibende Feuchtigkeit und mögliche Geruchsbildung zu reduzieren. 

Praktisch finden wir außerdem die herausnehmbare Reinigungsschale im unteren Bereich der Station. Da sich hier mit der Zeit Schmutzreste sammeln können, ist es sinnvoll, dass sich die Schale unkompliziert entnehmen und separat säubern lässt.

Insgesamt gefällt uns die Gestaltung des Narwal Freo 20 sehr gut. Besonders der versteckt integrierte LiDAR-Sensor, die flache Bauhöhe und das neue FlowWash-System sorgen für einen modernen und eigenständigen Auftritt. Die Basisstation wirkt im Vergleich zum Freo Z10 Ultra zwar etwas einfacher, integriert den Roboter dafür aber sehr gelungen und gefällt uns mit ihrer stoffähnlichen Front. Narwal setzt damit stärker auf eine funktionale, zurückhaltende Gestaltung, die sich gut in den Wohnraum integrieren lässt.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung hinterlässt der Narwal Freo 20 einen sehr guten Eindruck. Sowohl der Saugroboter als auch die Basisstation sind sauber gefertigt und vermitteln eine solide Materialqualität. Die Spaltmaße fallen bei unserem Testgerät gleichmäßig aus, die Übergänge zwischen den einzelnen Gehäuseteilen sind ordentlich ausgeführt und störende beziehungsweise scharfe Kanten konnten wir nicht feststellen.

Das Gehäuse des Roboters besteht überwiegend aus Kunststoff, was in dieser Geräteklasse üblich ist. Dennoch wirkt der Freo 20 keineswegs billig. Die einzelnen Gehäuseteile sitzen fest an ihrem Platz und auch bei genauerer Betrachtung sind uns keine auffälligen Verarbeitungsmängel aufgefallen. Der beweglich gelagerte Stoßfänger an der Front fügt sich sauber in das Gehäuse ein und dient dazu, leichte Berührungen mit Möbeln oder anderen Hindernissen abzufedern.

Solide Mechanik auf der Unterseite

Besonders interessant ist die Verarbeitung der Unterseite, da Narwal hier mit dem neuen FlowWash-Wischsystem auf eine andere Konstruktion als beim Freo Z10 Ultra setzt.

Die breite Wischeinheit sitzt stabil in ihrer Aufnahme. Auch der Mechanismus, mit dem sich der Track-Mopp zur Kantenreinigung seitlich ausfahren lässt, wirkt ordentlich konstruiert. Gerade solche beweglichen Bauteile müssen im Alltag zuverlässig funktionieren, da sie bei jeder Reinigung regelmäßig beansprucht werden.

Gleiches gilt für die schwimmend gelagerte Hauptbürste, die Seitenbürste und die Antriebsräder. Die einzelnen Komponenten sind gut zugänglich und machen einen robusten Eindruck. Positiv ist außerdem, dass sich die Seitenbürste einfach in ihre Aufnahme einklicken lässt, ohne dass dafür zusätzliches Werkzeug benötigt wird.

Wie langlebig insbesondere die Mechanik des neuen Wischsystems tatsächlich ist, lässt sich nach unserem bisherigen Testzeitraum natürlich noch nicht abschließend beurteilen. Hier wird sich erst nach längerer Nutzung zeigen, wie gut Narwal die beweglichen Komponenten gegen dauerhafte Belastung und Verschmutzung geschützt hat.

Basisstation mit hochwertiger Stoffoptik

Auch die Basisstation ist ordentlich verarbeitet, wirkt im direkten Vergleich zum Freo Z10 Ultra allerdings etwas schlichter. Das liegt vor allem an der reduzierten Ausstattung und Gestaltung, nicht an erkennbaren Schwächen bei der eigentlichen Fertigungsqualität.

Die fein strukturierte Front in Stoffoptik gefällt uns besonders gut. Auf den ersten Blick könnte man beinahe meinen, dass Narwal hier eine textile Bespannung verwendet. Tatsächlich besteht die Oberfläche jedoch aus Kunststoff. Die Struktur ist gleichmäßig ausgeführt und verleiht der Station eine wohnlichere Anmutung als eine einfache, glatte Kunststofffront. Gleichzeitig dürfte sie sich bei Verschmutzungen unkomplizierter reinigen lassen als eine tatsächliche Stoffbespannung.

Auch die übrigen Gehäuseteile sind sauber miteinander verbunden. Die obere Abdeckung sitzt ordentlich und lässt sich problemlos öffnen. Darunter befinden sich die Aufnahmen für den Frisch- und Schmutzwassertank, die ebenfalls einen soliden Eindruck hinterlassen.

Wartungsfreundlicher Aufbau

Besonders wichtig ist bei einer solchen All-in-One-Station, dass regelmäßig benötigte Komponenten problemlos erreichbar sind. Schließlich müssen die Wassertanks häufig entnommen, gereinigt und wieder eingesetzt werden.

Das funktioniert beim Freo 20 unkompliziert. Beide Tanks lassen sich gut greifen und aus ihren Aufnahmen herausheben. Beim Wiedereinsetzen finden sie zuverlässig ihre vorgesehene Position.

Auch der Zugang zum Staubbeutel ist ordentlich gelöst. Zwar muss zunächst der Frischwassertank entnommen werden, anschließend lässt sich die dahinterliegende Abdeckung aber problemlos öffnen. Der Beutel ist gut erreichbar und kann ohne großen Aufwand ausgetauscht werden.

Positiv gefällt uns zudem die herausnehmbare Reinigungsschale im unteren Bereich der Station. Sie sitzt sicher in ihrer Aufnahme, lässt sich bei Bedarf aber einfach entnehmen und separat säubern. Gerade bei einem System, das regelmäßig Schmutzwasser und Rückstände aus der Wischwalze aufnimmt, ist eine unkomplizierte Reinigung wichtig.

Insgesamt gibt sich der Narwal Freo 20 bei der Verarbeitung keine nennenswerten Blößen. Sowohl der Roboter als auch die Station wirken stabil und sauber gefertigt. Der Freo Z10 Ultra vermittelt durch seine etwas aufwendigere Gestaltung zwar einen hochwertigeren optischen Eindruck, bei der eigentlichen Verarbeitungsqualität sehen wir beim Freo 20 bislang jedoch keine wesentlichen Nachteile. Besonders die solide wirkende Mechanik und der wartungsfreundliche Aufbau der Station gefallen uns.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku-Betrieb mit automatischer Ladestation
Akku-ArtLithium-Ionen-Akku, 6.400 mAh, 14,4 V (ca. 92 Wh)
Navigation/SensorenVersteckter, rückseitig integrierter LiDAR-Sensor zur Navigation und Kartierung
NarMind Pro mit TwinAI Dodge und zwei 1080p-RGB-Kameras zur KI-gestützten Hinderniserkennung (über 300 Objekttypen)
seitliche Strukturlichtsensorik
LED-Beleuchtung
Absturzsensoren
Teppicherkennung
Kollisionssensorik im Stoßfänger
FarbeWeiß
Lautstärke56,9 dB(A) laut Hersteller im leisesten Saugmodus; bei maximaler Saugleistung im Test knapp 70 dB; reiner Wischbetrieb besonders leise
HauptbürsteSchwimmend gelagerte, konisch geformte Anti-Tangle-Hauptbürste (DualFlow-System)
SeitenbürsteEine bewegliche Anti-Tangle-Seitenbürste mit automatischem Drehrichtungswechsel
WischsystemFlowWash-System mit 266 × 55 mm großem Track-Mopp; 16 Frischwasserdüsen; bis zu 60 °C warmes Wasser; 12 N Anpressdruck; kontinuierliche Schmutzwasserabfuhr; seitlich ausfahrbare Wischeinheit; Moppanhebung bis 12 mm
FormRund
Betriebszeitmax. 210 Minuten ohne aufladen.
LadedauerCa. 3 Stunden für eine vollständige Akkuladung; automatisches Zwischenladen während der Moppwäsche
SaugleistungBis zu 31.000 Pa
HindernisüberwindungBis zu 3 cm bei einstufigen und bis zu 4 cm bei zweistufigen Schwellen (Herstellerangaben)
MaßeSaugroboter: ca. 351,2 × 363,5 × 95 mm (L × B × H)
Reinigungsstation: ca. 431 × 402 × 461 mm (B × T × H)
GewichtSaugroboter: ca. 4,9 kg
Reinigungsstation: ca. 9,9 kg (betriebsbereit)
WassertanksFrischwassertank: 5 Liter; Schmutzwassertank: 4,75 Liter
LieferumfangNarwal Freo 20 Saugroboter
Multifunktions-Reinigungsstation
Netzkabel
vormontierte Hauptbürste und Track-Mopp
Seitenbürste
Reinigungsmittel
zusätzlicher Staubbeutel
Ersatzfilter
optionaler Kalkschutzfilter
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Narwal Freo 20

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Narwal Freo 20 gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Wie bei den meisten modernen Saug- und Wischrobotern sind nur wenige Handgriffe notwendig, bevor das Gerät seine erste Erkundungsfahrt starten kann. Die anschließende Konfiguration erfolgt über die Narwal-App, die verständlich und Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess führt.

Station aufstellen und vorbereiten

Zunächst muss ein geeigneter Standort für die Basisstation gefunden werden. Diese sollte auf einem ebenen, festen Untergrund stehen und für den Saugroboter möglichst ungehindert erreichbar sein. Wichtig ist außerdem eine Steckdose in unmittelbarer Nähe sowie ein ausreichend gutes WLAN-Signal.

Narwal schreibt für den Freo 20 einen Freiraum von mindestens 45 cm vor der Station vor. Auch seitlich sollten nach Möglichkeit keine Gegenstände unmittelbar an der Einfahrt stehen, die den Roboter beim Rangieren behindern könnten. 

Ist der passende Standort gefunden, wird das mitgelieferte Stromkabel im unteren rückseitigen Bereich der Station angeschlossen und anschließend mit der Steckdose verbunden. Weitere aufwendige Montagearbeiten sind an der Station nicht erforderlich.

Frischwasser und Reinigungsmittel

Anschließend wird der 5 Liter große Frischwassertank mit sauberem Wasser befüllt. Wer möchte, kann zusätzlich das mitgelieferte Reinigungsmittel verwenden. Anders als beim Freo Z10 Ultra erfolgt die Dosierung beim Freo 20 allerdings nicht mehr automatisch. Stattdessen muss das Mittel direkt in den Frischwassertank gegeben werden.

Je nach Verschmutzungsgrad werden dafür ein bis drei Verschlusskappen auf einen vollständig gefüllten 5-Liter-Tankdosiert. Maßgeblich ist dabei die Dosierempfehlung auf der verwendeten Reinigungsmittelflasche. Anschließend wird der Tank verschlossen und das Reinigungsmittel durch leichtes Schwenken mit dem Wasser vermischt.

Dass Narwal auf die automatische Dosierung verzichtet, finden wir etwas schade. Beim Freo Z10 Ultra wurde das Reinigungsmittel noch über eine separate Kartusche hinzugegeben. Noch besser gefallen uns Lösungen mit einem wiederbefüllbaren Dosierbehälter, wie sie teilweise bei MOVA oder ECOVACS zum Einsatz kommen. Dort muss das Reinigungsmittel nur gelegentlich nachgefüllt werden, während die Station anschließend automatisch die benötigte Menge dosiert.

Allzu schwer wiegt dieser Kritikpunkt beim Freo 20 allerdings nicht. Das manuelle Hinzufügen dauert nur wenige Sekunden und ist keineswegs kompliziert.

Ebenfalls sinnvoll ist der mitgelieferte Kalkschutzfilter, der direkt in die vorgesehene Aufnahme im Frischwassertank eingesetzt wird. Dieser soll Kalkablagerungen im Wassersystem reduzieren und ist besonders bei hartem Leitungswasser eine praktische Ergänzung. 

Roboter vorbereiten und mit der App verbinden

Am Saugroboter selbst muss lediglich die Seitenbürste montiert werden. Dazu richtet man diese an der entsprechenden Aufnahme auf der Unterseite aus und drückt sie hinein, bis sie hörbar einrastet. Werkzeug wird dafür nicht benötigt.

Vor dem ersten Start sollten außerdem sämtliche Transportsicherungen und Schutzfolien entfernt werden. Anschließend wird der Freo 20 in seine Station gestellt und zunächst geladen.

Die weitere Einrichtung erfolgt über die Narwal-App, die für Android und iOS erhältlich ist. Nach dem Hinzufügen des Geräts wird man durch die notwendigen Schritte geführt, einschließlich der Verbindung mit dem heimischen WLAN. Die einzelnen Anweisungen sind verständlich aufgebaut, sodass sich auch Nutzer ohne Erfahrungen mit Saugrobotern schnell zurechtfinden dürften.

Erste Kartierung

Wie bei anderen modernen Saugrobotern beginnt die eigentliche Nutzung mit einer Kartierung der Wohnung. Dabei erkundet der Freo 20 zunächst die zugänglichen Räume und erstellt daraus eine digitale Karte, die anschließend in der App angezeigt wird.

Vor der Kartierung sollten möglichst alle Türen zu den gewünschten Räumen geöffnet und größere Gegenstände, die den Weg versperren könnten, entfernt werden. So kann der Roboter die Umgebung möglichst vollständig erfassen.

Besonders interessant ist die Navigation des Freo 20. Narwal kombiniert einen versteckten, rückseitig integrierten LiDAR-Sensor mit zwei RGB-Kameras und KI-gestützter Hinderniserkennung. Während der Lasersensor die Orientierung und Kartierung unterstützt, dienen die Kameras insbesondere dazu, Gegenstände und Hindernisse zu erkennen. Wie zuverlässig diese Kombination in der Praxis arbeitet, betrachten wir später im Kapitel Navigation ausführlicher.

Die erste Kartierung funktionierte in unserem Test bereits sehr gut. Die einzelnen Räume wurden zuverlässig erkannt und weitgehend korrekt voneinander getrennt. Lediglich die Galerie mussten wir anschließend manuell etwas anpassen.

Das ist allerdings nichts Ungewöhnliches. Auch bei anderen Saugrobotern stimmen die automatisch erkannten Raumgrenzen nicht immer vollständig mit der tatsächlichen Raumaufteilung überein.

In der App lassen sich die erstellten Karten anschließend individuell bearbeiten. Räume können beispielsweise umbenannt, zusammengefasst oder getrennt werden. Ebenso lassen sich Sperrzonen und weitere Bereiche festlegen, die der Roboter bei der Reinigung berücksichtigen soll. Auch die Verwaltung mehrerer Etagen ist möglich. 

Automatische Stationsfunktionen

Nach der Einrichtung übernimmt die Basisstation einen großen Teil der regelmäßig anfallenden Wartungsarbeiten. Dazu gehören unter anderem die automatische Entleerung des Staubbehälters, die Reinigung der Wischwalze sowie deren anschließende Trocknung.

Narwal setzt hierfür auf eine Heißwasser-Selbstreinigung mit Temperaturen von bis zu 100 °C sowie eine anschließende Trocknung mit bis zu 60 °C warmer Luft. Dadurch sollen Schmutzrückstände gründlich entfernt und die Wischeinheit nach dem Reinigungsvorgang möglichst trocken gehalten werden. 

Auch das Ein- und Ausfahren funktionierte in unserem Test problemlos. Der Freo 20 findet zuverlässig in seine Station zurück und verschwindet anschließend nahezu vollständig im Gehäuse. Besonders erfreulich ist dabei, dass keine zusätzlichen Einstellungen erforderlich waren, um das Andocken zuverlässig zu ermöglichen.

Insgesamt hinterlässt die Ersteinrichtung des Narwal Freo 20 einen sehr guten Eindruck. Von der Aufstellung über die Verbindung mit der App bis zur ersten Kartierung sind nur wenige Schritte erforderlich. Die Räume wurden in unserem Test zuverlässig erkannt und notwendige Anpassungen ließen sich unkompliziert vornehmen. Lediglich die fehlende automatische Reinigungsmitteldosierung stellt gegenüber dem Freo Z10 Ultra einen kleinen Komfortverlust dar.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Saugleistung

Mit einer maximalen Saugleistung von 31.000 Pascal (Pa) gehört der Narwal Freo 20 zu den leistungsstarken Saugrobotern seiner Klasse. Zwar gibt es Konkurrenzmodelle mit noch höheren Leistungsangaben, entscheidend ist allerdings weniger der reine Pascal-Wert als vielmehr, wie effektiv die vorhandene Saugkraft tatsächlich am Boden ankommt.

Narwal kombiniert die hohe Saugleistung mit dem sogenannten DualFlow Anti-Tangle-System. Dieses besteht aus einer schwimmend gelagerten, konisch geformten Hauptbürste und einer einzelnen Seitenbürste, die ihre Drehrichtung automatisch ändern kann. Dadurch sollen Staub, Haare und gröbere Verschmutzungen möglichst zuverlässig aufgenommen werden, während sich lange Haare und Tierfell weniger stark um die Bürsten wickeln. 

Sehr gute Reinigung auf Hartböden

Auf Hartböden wie Fliesen, Vinyl oder Laminat spielt der Freo 20 seine hohe Saugleistung besonders gut aus. Feiner Staub, Haare und alltägliche Verschmutzungen lassen sich zuverlässig aufnehmen. Gerade bei regelmäßig durchgeführten Reinigungsfahrten bietet das Gerät damit gute Voraussetzungen, die Böden dauerhaft sauber zu halten.

Etwas schwieriger wird es bei gröberen und leichteren Schmutzpartikeln, Haferflocken oder größeren Krümeln. Hier ist nicht unbedingt die Saugleistung selbst das Problem, sondern teilweise die Arbeitsweise der Seitenbürste. Diese kann einzelne Partikel vor sich herschieben oder seitlich wegschleudern, anstatt sie direkt zur Hauptbürste zu befördern.

Besonders ärgerlich ist das, wenn dadurch Verschmutzungen auf bereits gereinigte Bodenflächen gelangen. Bei feinem Hausstaub fällt dieses Verhalten wesentlich weniger ins Gewicht.

Kantenreinigung gut, Ecken etwas schwieriger

Für die Reinigung entlang von Wänden und Fußleisten besitzt der Freo 20 eine einzelne Seitenbürste. Diese kann ihre Stellung verändern und bei Bedarf rückwärts rotieren, sitzt jedoch nicht auf einem weit seitlich ausfahrbaren Schwenkarm, wie man ihn von manchen Konkurrenzmodellen kennt.

Narwal versucht diesen konstruktiven Nachteil durch eine angepasste Reinigungsstrategie auszugleichen. In Ecken kann der Roboter kurz verweilen und die Drehrichtung der Seitenbürste ändern, um dort angesammelten Schmutz besser zu erreichen. 

Das funktioniert bei feinem Staub durchaus gut. Bei gröberen Verschmutzungen stößt das Konzept allerdings an seine Grenzen. Die Bürste erreicht nicht jeden Winkel gleichermaßen zuverlässig und kann größere Partikel teilweise aus der Ecke herausbefördern, ohne sie anschließend vollständig aufzusaugen.

Damit bleibt die Eckenreinigung eine der kleineren Schwächen des Freo 20. Entlang gerader Kanten arbeitet das System überzeugender. Die seitlich ausfahrbare Wischeinheit ist davon übrigens getrennt zu betrachten, deren Leistung beurteilen wir im nächsten Kapitel.

Tierhaare und Anti-Tangle-System

Zu den Stärken des Freo 20 gehört die Aufnahme von Haaren. Besonders auf Hartböden lassen sich Tierhaare zuverlässig erfassen. Auch auf Teppichen kann die Hauptbürste Haare gut aufnehmen, selbst wenn sie bereits etwas tiefer im Flor liegen.

Dazu trägt die spezielle Konstruktion der Hauptbürste bei. Durch ihre konische Form sollen aufgenommene Haare zur Saugöffnung transportiert werden, anstatt sich dauerhaft um die Bürstenachse zu wickeln.

Die Seitenbürste ist entsprechend konzipiert und kann ihre Drehrichtung ändern, um angesammelte Haare freizugeben. Narwal verspricht dadurch eine besonders niedrige Verhedderungsrate. Einzelne festsitzende Haare lassen sich jedoch nicht vollständig ausschließen. Gelegentlich verfangen sich dennoch einige Haare, wenn auch nur selten. 

Gerade für Haushalte mit Haustieren ist dieses Bürstenkonzept dennoch interessant, da es den regelmäßigen Reinigungsaufwand reduzieren kann.

Saugleistung auf Teppichen

Auf Teppichen fällt das Ergebnis etwas differenzierter aus. Haare und oberflächlich liegender Schmutz lassen sich gut aufnehmen, bei gröberen Rückständen oder tief in den Fasern sitzendem Schmutz zeigt der Freo 20 allerdings Grenzen.

Selbst auf niedrigflorigen Teppichen können vereinzelt größere Partikel zurückbleiben. Bei hochflorigen Teppichen wird die Reinigung zusätzlich dadurch erschwert, dass Schmutz tiefer zwischen den Fasern sitzt und die Bürste diesen nicht immer vollständig lösen kann.

Hier zeigt sich erneut, dass 31.000 Pa allein keine Garantie für eine perfekte Teppichreinigung sind. Neben der Saugleistung spielen auch die Gestaltung der Hauptbürste, der Luftstrom und der Kontakt zum Untergrund eine wichtige Rolle.

Für die regelmäßige Pflege von Teppichen bietet der Freo 20 eine ordentliche Grundlage. Wer überwiegend Teppichböden besitzt oder besonders hohe Ansprüche an die Tiefenreinigung stellt, findet allerdings auch Modelle, die in diesem Bereich überzeugender arbeiten. 

Insgesamt bietet der Narwal Freo 20 eine gute bis sehr gute Saugleistung, insbesondere auf Hartböden und bei der Aufnahme von Haaren. Die hohe Saugkraft und das durchdachte Anti-Tangle-Bürstensystem gehören zu seinen Stärken. Weniger überzeugend fällt dagegen der Umgang mit gröberen Verschmutzungen in Ecken und auf Teppichen aus. Gerade hier zeigt sich, dass eine möglichst hohe Saugleistung auf dem Datenblatt nicht automatisch in allen Situationen zum besten Reinigungsergebnis führt.

(Saugleistung: 4 von 5 Punkten)

Wischfunktion

Bei der Wischfunktion hat Narwal den Freo 20 gegenüber dem von uns bereits getesteten Freo Z10 Ultra grundlegend überarbeitet. Statt der bisher verwendeten zwei rotierenden Wischpads kommt nun das neue FlowWash-System mit einem breiten Track-Mopp zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein flaches, umlaufendes Wischband, das während der Bodenreinigung kontinuierlich mit frischem Wasser versorgt und gleichzeitig von aufgenommenem Schmutz befreit wird.

Der größte Vorteil gegenüber klassischen rotierenden Wischpads liegt für uns in der kontinuierlichen Reinigung des Wischsystems. Bei herkömmlichen Wischpads bleibt ein Teil des aufgenommenen Schmutzes bis zur nächsten Reinigung in der Station im Material zurück und kann dadurch über weitere Bodenflächen verteilt werden. Beim Freo 20 wird die Wischeinheit dagegen bereits während der Fahrt laufend gereinigt.

FlowWash mit kontinuierlicher Frischwasserversorgung

Narwal setzt hierfür auf 16 Frischwasserdüsen, die den Track-Mopp gleichmäßig mit Wasser versorgen. Ein integrierter Abstreifer entfernt anschließend Schmutz und überschüssiges Wasser von der umlaufenden Wischfläche. Das verunreinigte Wasser wird abgesaugt und separat gesammelt, sodass es nicht erneut zur Bodenreinigung verwendet wird.

Zusätzlich arbeitet das System laut Narwal mit bis zu 60 °C warmem Wasser und einem Anpressdruck von 12 Newton. Gerade bei fettigen oder angetrockneten Verschmutzungen soll das die Reinigungswirkung verbessern. Durch die breite Auflagefläche wird der Druck vergleichsweise gleichmäßig auf den Boden übertragen. 

Im Alltag überzeugt uns das Konzept. Gegenüber den rotierenden Wischpads des Freo Z10 Ultra empfinden wir die neue Lösung als Fortschritt, insbesondere weil die Wischfläche nicht erst bei der nächsten Rückkehr zur Station gereinigt wird.

Sehr überzeugende Wischergebnisse

Bei der eigentlichen Bodenreinigung liefert der Freo 20 sehr gute Ergebnisse. In unserem rund sechswöchigen Test konnten wir weder störende Streifen noch zurückbleibende Wassertropfen feststellen. Die Böden werden gleichmäßig befeuchtet, ohne dass sich größere Wassermengen auf der Oberfläche sammeln.

Besonders positiv fällt auf, dass der Track-Mopp durch die kontinuierliche Frischwasserversorgung auch bei längeren Reinigungsfahrten vergleichsweise sauber bleibt. Das macht sich insbesondere dann bemerkbar, wenn mehrere Räume hintereinander gewischt werden.

Auch nach mehreren Wochen konnten wir keine unangenehmen Gerüche an der Wischeinheit feststellen. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn gerade dauerhaft feuchte Wischpads können bei unzureichender Reinigung mit der Zeit unangenehm riechen. Neben der laufenden Reinigung während des Wischens trägt hierzu die automatische Reinigung und Trocknung in der Basisstation bei.

Ausfahrbarer Track-Mopp für Kanten und Ecken

Für die Reinigung entlang von Wänden und Möbeln kann der Freo 20 seine Wischeinheit seitlich nach rechts ausfahren. Dadurch erreicht der breite Track-Mopp auch Bereiche, die bei einem starr unter dem Gehäuse sitzenden Wischsystem häufig nur unzureichend gereinigt werden.

Narwal gibt an, dass die Wischeinheit bis auf etwa 5 mm an Kanten heranreichen kann. Das ist besonders entlang von Fußleisten, Schränken oder anderen feststehenden Möbelstücken hilfreich.

Auch in unserem Test funktionierte die Kantenreinigung überzeugend. Erkennt der Roboter eine entsprechende Begrenzung, fährt er die Wischeinheit seitlich aus und führt sie möglichst nah daran entlang. Selbst Ecken werden dadurch deutlich besser erreicht, als es die runde Gehäuseform zunächst vermuten lässt.

Hier zeigt sich übrigens ein interessanter Unterschied zur Saugleistung. Während die einzelne Seitenbürste bei gröberem Schmutz in Ecken gelegentlich an ihre Grenzen stößt, arbeitet die ausfahrbare Wischeinheit in diesen Bereichen wesentlich überzeugender.

Flüssigkeiten und hartnäckige Verschmutzungen

Besonders positiv überrascht hat uns der Umgang mit verschütteten Flüssigkeiten. Der Narwal Freo 20 erkennt diese zuverlässig und nimmt sie mit seiner breiten Wischwalze ähnlich wie ein herkömmlicher Wischmopp auf. Anders als bei vielen Saugrobotern mit rotierenden Wischpads wird die Flüssigkeit dabei nicht zunächst über eine größere Fläche verteilt, sondern gezielt aufgenommen und anschließend aus der Wischeinheit entfernt.

Gerade bei verschütteter Milch oder anderen Flüssigkeiten zeigt sich der Vorteil des FlowWash-Systems. Die Wischwalze nimmt das Wasser effektiv vom Boden auf, während die kontinuierliche Reinigung verhindert, dass die aufgenommene Verschmutzung bei den nächsten Umdrehungen wieder auf dem Boden landet. Das sorgt für ein sehr sauberes Wischergebnis, ohne dass sich die Flüssigkeit unnötig verteilt.

Ein weiterer, besonders erfreulicher Punkt ist der saubere und trockene Saugschacht. Bei vielen Saug-Wischrobotern finden sich dort nach einiger Zeit feuchte oder bereits angetrocknete Schmutzrückstände, weil beim Saugen und Wischen unweigerlich auch Feuchtigkeit in den Saugkanal gelangen kann. Beim Freo 20 konnten wir dieses Problem bislang nicht feststellen.

Die Wischwalze nimmt Flüssigkeiten offenbar so effektiv vom Boden auf, dass kaum Feuchtigkeit in den eigentlichen Saugweg gelangt. Das dürfte sich langfristig auch positiv auf die Haltbarkeit der betroffenen Komponenten auswirken, insbesondere auf den Filter und die dahinterliegende Saugeinheit. Ob sich dieser Vorteil auch nach mehreren Monaten intensiver Nutzung bestätigt, muss sich allerdings noch zeigen.

Gerade bei verschütteten Flüssigkeiten erweist sich das neue Wischsystem damit als deutlich sinnvollere Lösung als klassische rotierende Wischpads. Die Flüssigkeit wird zuverlässig aufgenommen, statt lediglich auf dem Boden verteilt zu werden. Gleichzeitig bleibt der Saugschacht sauber ein Vorteil, den man im Alltag zunächst kaum wahrnimmt, der sich bei der regelmäßigen Wartung aber durchaus bemerkbar macht.

Freo-Modus passt die Reinigung automatisch an

Wer sich möglichst wenig mit den einzelnen Reinigungseinstellungen beschäftigen möchte, kann den Freo-Modusverwenden. Hier entscheidet der Roboter anhand der erfassten Umgebung und Verschmutzung selbstständig, wie intensiv einzelne Bereiche gereinigt werden sollen.

Praktisch finden wir, dass sich inzwischen auch die maximale Anzahl der Wischdurchgänge begrenzen lässt. Damit kann verhindert werden, dass der Roboter besonders hartnäckige Bereiche immer wieder reinigt und dabei unverhältnismäßig viel Wasser verbraucht.

Gerade bei größeren Wohnflächen ist diese Möglichkeit sinnvoll. Schließlich soll der Freo 20 möglichst gründlich reinigen, ohne durch unnötig viele Wiederholungen ständig zur Station zurückkehren zu müssen.

Automatische Reinigung und Trocknung

Nach der Bodenreinigung übernimmt die Basisstation die Pflege des Track-Mopps. Narwal verwendet hierfür eine Heißwasserreinigung mit Temperaturen von bis zu 100 °C. Anschließend wird die Wischeinheit mit bis zu 60 °C warmer Luft getrocknet. 

Damit sollen nicht nur Schmutzreste entfernt, sondern auch länger anhaltende Feuchtigkeit und daraus entstehende Gerüche reduziert werden. Dass die Wischeinheit in unserem Test auch nach mehreren Wochen nicht unangenehm roch, spricht für das Reinigungskonzept. Eine vollständige Keimfreiheit lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.

Insgesamt gehört die Wischfunktion zu den größten Stärken des Narwal Freo 20. Das neue FlowWash-System überzeugt mit einer kontinuierlich gereinigten Wischfläche, gleichmäßiger Wasserverteilung und sehr guten Ergebnissen auf Hartböden. Besonders die ausfahrbare Wischeinheit und die bislang ausbleibende Geruchsbildung gefallen uns. Beim Umgang mit verschütteten Flüssigkeiten zeigte das Gerät anfänglich noch Schwächen, die sich im weiteren Testverlauf allerdings deutlich reduzierten. Gegenüber den klassischen rotierenden Wischpads des Freo Z10 Ultra sehen wir die neue Technik insgesamt als sinnvolle und spürbare Weiterentwicklung.

(Wischfunktion: 4,5 von 5 Punkten)

Navigation

Bei der Navigation verfolgt Narwal mit dem Freo 20 einen etwas anderen Ansatz als viele andere Hersteller. Statt eines klassischen, rotierenden LiDAR-Turms auf der Oberseite kommt ein versteckt integrierter, nach hinten ausgerichteter LiDAR-Sensor zum Einsatz. Dadurch bleibt das Gehäuse angenehm flach, ohne dass Narwal auf die Vorteile der Lasernavigation verzichten muss.

Ergänzt wird das System durch die kamerabasierte Hinderniserkennung TwinAI Dodge, die Bestandteil der NarMind-Pro-Technologie ist. Zwei RGB-Kameras mit jeweils 1080p-Auflösung und eine KI-gestützte Bildverarbeitung sollen dafür sorgen, dass sich der Roboter nicht nur zuverlässig orientiert, sondern auch kleinere Gegenstände auf dem Boden erkennt und umfährt.

Bereits bei der ersten Kartierung hinterließ das System einen guten Eindruck. Die einzelnen Räume wurden weitgehend korrekt erkannt und voneinander getrennt. Lediglich im Bereich unserer Galerie mussten wir die Raumaufteilung anschließend manuell etwas anpassen. Entscheidend ist allerdings, wie zuverlässig sich der Roboter nach der Kartierung im Alltag zurechtfindet.

Präzise Orientierung im Alltag

Hier konnte uns der Narwal Freo 20 überzeugen. Während unserer rund dreiwöchigen Testphase wusste der Roboter nahezu immer, wo er sich gerade befand. Die Navigation wirkt insgesamt durchdacht und zielgerichtet. Auch beim Wechsel zwischen verschiedenen Räumen findet er sich zuverlässig zurecht und setzt seine Reinigung ohne größere Unterbrechungen fort.

Interessant ist dabei eine Besonderheit des Navigationssystems. Anders als ein klassischer, rotierender LiDAR-Turm, der seine Umgebung kontinuierlich rundherum erfasst, besitzt der Freo 20 einen fest integrierten, nach hinten ausgerichteten LiDAR-Sensor. Dadurch ist dessen unmittelbarer Erfassungswinkel konstruktionsbedingt eingeschränkt.

Um diesen eingeschränkten Winkel auszugleichen, nutzt Narwal einen cleveren Trick: Muss sich der Freo 20 neu orientieren, dreht er sich einfach einmal um die eigene Achse. Dadurch kann der rückseitige LiDAR-Sensor die Umgebung aus unterschiedlichen Richtungen abtasten und insgesamt eine 360-Grad-Erfassung ermöglichen.

Das konnten wir während unseres Tests gelegentlich beobachten, insbesondere dann, wenn der Roboter seine Position nicht mehr eindeutig zuordnen konnte. Statt längere Zeit orientierungslos durch den Raum zu fahren, bleibt er kurz stehen, dreht sich auf der Stelle und gleicht die erfasste Umgebung mit der vorhandenen Karte ab. Anschließend setzt er seine Reinigung wie gewohnt fort.

Dieser Vorgang benötigt zwar einige Sekunden, funktionierte in unserem Test aber zuverlässig. Einen spürbaren Nachteil gegenüber Modellen mit klassischem LiDAR-Turm konnten wir bei der alltäglichen Orientierung nicht feststellen. Narwal gelingt es damit, eine zuverlässige Lasernavigation mit einer dauerhaft flachen Bauweise zu kombinieren.

Zuverlässige Hinderniserkennung dank TwinAI Dodge

Neben der eigentlichen Orientierung spielt natürlich auch die Hinderniserkennung eine entscheidende Rolle. Schließlich soll ein moderner Saugroboter möglichst selbstständig reinigen können, ohne dass zuvor sämtliche Gegenstände vom Boden entfernt werden müssen.

Hierfür setzt Narwal auf das bereits erwähnte TwinAI-Dodge-System. Die beiden RGB-Kameras erfassen die Umgebung vor dem Roboter, während die KI die aufgenommenen Informationen auswertet und entsprechende Fahrmanöver ermöglicht.

Laut Narwal kann der Freo 20 dadurch mehr als 300 unterschiedliche Objekttypen erkennen. Dazu gehören unter anderem Schuhe, Kabel, Spielzeug und andere typische Gegenstände, die im Haushalt auf dem Boden liegen können.

In unserem Test funktionierte das erfreulich zuverlässig. Schuhe, Ladekabel und herumliegendes Spielzeug wurden größtenteils problemlos erkannt und umfahren. Unbeabsichtigte Berührungen kamen nur selten vor.

Besonders bei Kabeln ist eine gute Hinderniserkennung wichtig. Werden diese überfahren, können sie sich in der Hauptbürste verfangen oder vom Roboter mitgezogen werden. Solche Probleme konnten wir während unserer Testphase weitgehend vermeiden.

Auch bei größeren Hindernissen wie Möbelstücken verhält sich der Freo 20 überwiegend vorsichtig. Er reduziert bei Bedarf seine Geschwindigkeit und passt seinen Fahrweg entsprechend an, anstatt unnötig gegen Gegenstände zu fahren.

Dabei hält er aus unserer Sicht einen guten Kompromiss zwischen vorsichtiger Hindernisvermeidung und gründlicher Reinigung ein. Schließlich sollte ein Roboter Hindernissen nicht so großzügig ausweichen, dass unmittelbar daneben größere ungereinigte Bereiche zurückbleiben.

Hinderniserkennung auch bei Dunkelheit

Ein weiterer Pluspunkt ist die zuverlässige Hinderniserkennung bei schlechten Lichtverhältnissen. Da Narwal beim Freo 20 unter anderem Kameras zur Umgebungserfassung verwendet, ist eine ausreichende Ausleuchtung besonders wichtig.

Dafür besitzt der Roboter eine integrierte LED-Beleuchtung im Bereich der Kameraeinheit, die bei Bedarf die Umgebung vor dem Gerät ausleuchtet.

In unserem Test erwies sich das als ausgesprochen praktisch. Auch abends oder in Räumen, in denen sich gerade niemand aufhielt und deshalb kein Licht eingeschaltet war, konnte der Freo 20 seine Reinigung zuverlässig fortsetzen.

Die Hinderniserkennung funktionierte auch unter diesen Bedingungen sehr gut. Herumliegende Gegenstände wurden weiterhin erkannt und entsprechend umfahren. Größere Unterschiede gegenüber der Reinigung bei Tageslicht konnten wir nicht feststellen.

Damit muss die Raumbeleuchtung nicht extra eingeschaltet bleiben, nur damit der Saugroboter seine Arbeit erledigen kann. Gerade bei automatisch geplanten Reinigungen in den Abendstunden ist das ein deutlicher Komfortgewinn.

Schmale Durchgänge und verwinkelte Bereiche

Auch bei engeren Durchgängen macht der Freo 20 eine gute Figur. Solange ausreichend Platz vorhanden ist, findet er zuverlässig einen Weg hindurch und erreicht dadurch auch Bereiche, die für größere oder weniger wendige Saugroboter schwieriger zugänglich sind.

Etwas anders sieht es bei eng stehenden Stuhlbeinen aus. Hier hängt das Ergebnis stark davon ab, wie viel Platz tatsächlich zur Verfügung steht.

Ist der Abstand gerade noch ausreichend, kann es vorkommen, dass sich der Freo 20 zwischen den Stuhlbeinen hindurchbewegt und den Bereich darunter reinigt. Beim anschließenden Herausfahren findet er allerdings nicht immer sofort einen ebenso günstigen Weg zurück. Dann muss er teilweise mehrfach rangieren oder seine Position erneut bestimmen.

Dieses Verhalten kennen wir allerdings auch von zahlreichen anderen Saugrobotern. Gerade bei Stühlen mit mehreren eng angeordneten Beinen entstehen komplizierte Fahrsituationen, die selbst für leistungsfähige Navigationssysteme eine Herausforderung darstellen.

Während unseres Tests blieben solche Schwierigkeiten jedoch die Ausnahme. In gewöhnlich eingerichteten Räumen und bei ausreichend breiten Durchgängen funktionierte die Navigation zuverlässig.

Erkannte Hindernisse in der App

Praktisch finden wir außerdem, dass erkannte Hindernisse in der Karte der Narwal-App markiert werden. Dadurch lässt sich nachvollziehen, an welchen Stellen der Freo 20 während seiner Reinigung Gegenstände erkannt und entsprechend umfahren hat.

Das ist mehr als nur eine nette Zusatzfunktion. Wer sich nach einer Reinigungsfahrt wundert, weshalb bestimmte Bereiche nicht vollständig gereinigt wurden, kann anhand der Karte überprüfen, ob dort möglicherweise ein Hindernis vorhanden war.

Gerade bei herumliegenden Kabeln, Schuhen oder Spielzeug ist das hilfreich. So lässt sich bei Bedarf gezielt nacharbeiten oder der betreffende Gegenstand vor der nächsten Reinigung entfernen.

Zuverlässige Positionierung auf mehreren Etagen

Positiv gefällt uns außerdem die Unterstützung mehrerer Etagenkarten. Wer den Freo 20 auf unterschiedlichen Stockwerken einsetzen möchte, kann die entsprechenden Grundrisse in der Narwal-App speichern und verwalten.

Auch hier überzeugte uns die Orientierung. Wird der Roboter auf eine andere Etage umgesetzt, benötigt er gelegentlich einen kurzen Moment, um seine Umgebung zu erfassen und die passende Karte zuzuordnen. Anschließend erkennt er seine Position zuverlässig und kann mit der Reinigung beginnen.

Besonders praktisch ist, dass dafür nicht jedes Mal eine neue Kartierung notwendig ist. Die bereits gespeicherten Grundrisse bleiben erhalten und können für weitere Reinigungsfahrten verwendet werden.

Auch bei der Positionserkennung zeigt sich die bereits erwähnte 360-Grad-Drehung als hilfreich. Kann der Freo 20 seine Umgebung nicht sofort einer gespeicherten Karte zuordnen, erfasst er diese erneut und findet sich anschließend in der Regel schnell zurecht.

Natürlich kann der Roboter keine Treppen überwinden. Wer mehrere Etagen reinigen lassen möchte, muss ihn daher weiterhin von Hand zwischen den Stockwerken transportieren.

Rückkehr zur Basisstation

Auch die Rückkehr zur Basisstation funktionierte während unseres Tests zuverlässig. Nach Abschluss der Reinigung steuert der Freo 20 selbstständig seine Station an und fährt anschließend in die dafür vorgesehene Aufnahme ein.

Dabei spielt es keine Rolle, ob sich der Roboter zuvor in einem angrenzenden oder einem weiter entfernten Raum auf derselben Etage befunden hat. In unserem Test fand er stets zuverlässig zurück.

Selbst nach einer kurzzeitigen Neuorientierung setzte er seinen Weg zur Station problemlos fort. Auch das eigentliche Einfahren funktionierte ohne Schwierigkeiten. Der Roboter positioniert sich vor der Einfahrt und bewegt sich anschließend kontrolliert in die Station, in der er nahezu vollständig verschwindet.

Bei der Verwendung mehrerer Etagenkarten gilt selbstverständlich, dass sich die Basisstation auf derselben Etage befinden muss, damit der Roboter eigenständig dorthin zurückkehren kann. Befindet sie sich auf einem anderen Stockwerk, muss der Freo 20 von Hand zurückgebracht werden.

Durchdachte Navigation mit zuverlässiger Hinderniserkennung

Insgesamt hinterlässt die Navigation des Narwal Freo 20 einen sehr guten Eindruck. Trotz des ungewöhnlich positionierten LiDAR-Sensors orientiert sich der Roboter zuverlässig und findet sich auch in verwinkelten Wohnbereichen gut zurecht.

Besonders die präzise Positionsbestimmung, die zuverlässige Erkennung von Schuhen, Kabeln und Spielzeug sowie die gute Hinderniserkennung bei Dunkelheit gefallen uns. Auch die Nutzung mehrerer Etagenkarten und die zuverlässige Rückkehr zur Station funktionieren überzeugend.

Die gelegentliche 360-Grad-Drehung zur Neuorientierung ist eine interessante technische Lösung, die in der Praxis gut funktioniert und den Reinigungsablauf kaum verzögert. Lediglich bei sehr eng stehenden Stuhlbeinen kann es gelegentlich zu Schwierigkeiten kommen. Das kennen wir allerdings auch von zahlreichen anderen Saugrobotern.

Narwal zeigt mit dem Freo 20, dass eine zuverlässige Lasernavigation und eine leistungsfähige Hinderniserkennung auch ohne hervorstehenden LiDAR-Turm möglich sind. Die Kombination aus verstecktem LiDAR-Sensor, zwei RGB-Kameras und KI-gestützter Objekterkennung erweist sich im Alltag als überzeugend.

(Navigation: 4,5 von 5 Punkten)

Hindernisüberwindung

Bei der Hindernisüberwindung verspricht Narwal für den Freo 20 eine maximale Kletterhöhe von bis zu 4 cm. Damit gehört der Saugroboter zu den Modellen, die auch etwas höhere Türschwellen und Bodenübergänge bewältigen sollen. Gerade in älteren Häusern oder Wohnungen mit unterschiedlichen Bodenbelägen kann das ein wichtiger Vorteil sein.

Allerdings ist bei dieser Angabe eine Unterscheidung notwendig. Denn die beworbenen 4 cm gelten nicht für jede Art von Hindernis.

Bis zu 4 cm bei zweistufigen Schwellen

Die maximale Hindernishöhe von 4 cm erreicht der Freo 20 nämlich nur bei zweistufigen Schwellen. Gemeint sind beispielsweise Übergänge mit einer kleinen Zwischenstufe oder einer entsprechenden Abstufung, über die sich der Roboter schrittweise hocharbeiten kann.

Dabei muss er nicht den gesamten Höhenunterschied auf einmal bewältigen. Stattdessen kann er zunächst die erste Stufe überwinden und anschließend die verbleibende Höhe erklimmen. Das erleichtert den Übergang erheblich und erklärt, weshalb eine insgesamt 4 cm hohe Schwelle unter geeigneten Bedingungen überwunden werden kann.

Wie gut das funktioniert, hängt allerdings von der konkreten Form und Beschaffenheit des Hindernisses ab. Neben der Höhe spielen auch die Breite der Stufen, der Anfahrwinkel und die Griffigkeit des Untergrunds eine Rolle.

Einstufige Kanten bleiben schwieriger

Bei einer einzelnen, rechtwinkligen Kante fällt die maximale Kletterhöhe geringer aus. Ein Maß von 2,5 cm ist hier problemlos realisierbar, jedoch ist in diesem Bereich die Form maßgeblich.

Das ist nachvollziehbar, denn anders als bei einer zweistufigen Schwelle muss der Roboter die gesamte Höhe in einem einzigen Schritt überwinden. Besonders bei senkrechten und glatten Kanten kann das schwierig werden, da die Räder ausreichend Halt finden müssen.

Eine vollständig senkrechte Schwelle mit 4 cm Höhe sollte man deshalb nicht mit der beworbenen maximalen Hindernisüberwindung gleichsetzen. Hier besteht die Gefahr, dass der Freo 20 mit seiner Front anstößt, keinen ausreichenden Halt findet und den Übergang schließlich als nicht passierbar einstuft.

Bei leicht abgeschrägten oder abgerundeten Kanten stehen die Chancen dagegen besser, da sich der Roboter leichter auf das Hindernis hinaufbewegen kann.

Türschwellen und Bodenübergänge im Alltag

Für typische Übergänge zwischen Fliesen, Laminat, Vinyl oder Teppichboden bietet der Freo 20 damit grundsätzlich gute Voraussetzungen.

Gerade kleinere Höhenunterschiede, beispielsweise zwischen zwei unterschiedlich verlegten Bodenbelägen, sollten innerhalb der angegebenen Grenzen liegen. Bei höheren Türschwellen kommt es dagegen stärker auf deren Bauform an.

Praktisch ist, dass Narwal auch eine verstärkte Hindernisüberwindung für Schwellen zwischen 2 und 3 cm vorsieht. Damit lässt sich das Überfahren entsprechender Übergänge gezielt unterstützen.

Bei besonders hohen oder ungünstig geformten Schwellen kann zusätzlich eine kleine Schwellenrampe sinnvoll sein. Diese reduziert den steilen Anfahrwinkel und erleichtert dem Roboter den Wechsel zwischen den Räumen.

Wichtig ist außerdem, dass eine hohe Kletterfähigkeit nicht bedeutet, dass der Freo 20 grundsätzlich jedes erkannte Hindernis überwinden sollte. Lose Gegenstände, Kabel oder andere Hindernisse müssen weiterhin zuverlässig umfahren werden. Hier greifen die im vorherigen Kapitel beschriebenen Funktionen der intelligenten Hinderniserkennung.

Insgesamt bietet der Narwal Freo 20 mit bis zu 3 cm bei einstufigen und bis zu 4 cm bei zweistufigen Schwellen eine überzeugende Hindernisüberwindung auf dem Papier. Positiv ist vor allem, dass Narwal auch höhere Bodenübergänge berücksichtigt, die für viele herkömmliche Saugroboter eine Grenze darstellen.

Allerdings sollte man die Herstellerangabe nicht mit einer uneingeschränkten Kletterfähigkeit gleichsetzen. Entscheidend bleibt die tatsächliche Form der Schwelle. Wer einen besonders hohen, senkrechten Übergang in seiner Wohnung hat, sollte deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass der Freo 20 diesen ohne zusätzliche Hilfsmittel überwinden kann.

(Hindernisüberwindung: 4 von 5 Punkten)

App

Die Narwal-App, die für iOS und Android erhältlich ist, hinterlässt beim Freo 20 einen sehr guten Eindruck. Sie bietet zahlreiche Einstellungs- und Individualisierungsmöglichkeiten, wirkt dabei aber keineswegs überladen. Statt sämtliche Funktionen auf einer einzigen Oberfläche unterzubringen, hat Narwal die einzelnen Bereiche übersichtlich in verschiedene Menüpunkte aufgeteilt. Dadurch findet man sich auch ohne längere Eingewöhnungszeit gut zurecht.

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Positiv ist außerdem, dass die App während unseres rund sechswöchigen Tests absolut flüssig und zuverlässig funktionierte. Die Menüs reagieren schnell, Einstellungen werden ohne spürbare Verzögerungen übernommen und auch die Kartenansicht lässt sich angenehm bedienen. Gerade bei einem Saugroboter, dessen zahlreiche Funktionen überwiegend über das Smartphone gesteuert werden, ist das ein wichtiger Punkt.

Übersichtliche Startseite mit allen wichtigen Funktionen

Nach dem Öffnen der App wird zunächst die Karte der Wohnung angezeigt. Hier sieht man die erfassten Räume und kann direkt entscheiden, welche Bereiche gereinigt werden sollen.

Dabei lässt sich entweder die gesamte Wohnung auswählen oder gezielt festlegen, welche Räume der Freo 20 reinigen soll. Auch einzelne Bereiche können für eine gezielte Reinigung ausgewählt werden.

Besonders gut gefällt uns, dass die wichtigsten Funktionen direkt auf dieser Seite erreichbar sind. Man muss sich nicht erst durch mehrere Untermenüs bewegen, um eine Reinigung zu starten, den gewünschten Modus auszuwählen oder bestimmte Räume festzulegen.

Während einer laufenden Reinigung lässt sich der Fortschritt auf der Karte verfolgen. Dadurch sieht man, welche Bereiche bereits gereinigt wurden und wo sich der Freo 20 gerade befindet.

Die Startseite ist damit sinnvoll gestaltet und konzentriert sich auf die Funktionen, die man im Alltag tatsächlich regelmäßig benötigt.

Umfangreiche individuelle Reinigungseinstellungen

Wer die Reinigung möglichst genau an seine eigenen Bedürfnisse anpassen möchte, bekommt bei Narwal zahlreiche Möglichkeiten geboten.

Neben den grundlegenden Reinigungsmodi lassen sich unter anderem die Saugleistung, die Wischfeuchtigkeit und die Reinigungsintensität individuell einstellen. Besonders praktisch ist, dass diese Einstellungen nicht zwingend für die gesamte Wohnung gelten müssen, sondern auch für einzelne Räume angepasst werden können.

Genau diese Möglichkeit nutzen wir im Alltag regelmäßig. In unserem Neubau bestehen die Böden aus unterschiedlichen Materialien, weshalb wir nicht überall dieselbe Reinigungsstrategie verwenden.

So lassen wir beispielsweise die Fliesen und den Boden im Flur sowohl saugen als auch wischen, während wir unseren Parkettboden normalerweise ausschließlich saugen lassen. Nur wenn es tatsächlich notwendig ist, aktivieren wir dort zusätzlich die Wischfunktion.

Damit lässt sich der Freo 20 optimal an die jeweiligen Bodenbeläge und persönlichen Vorlieben anpassen. Einmal entsprechend eingerichtet, muss man die Einstellungen im Alltag nicht ständig verändern.

Das empfinden wir als großen Vorteil gegenüber einer einheitlichen Reinigung der gesamten Wohnung. Schließlich benötigt ein stärker beanspruchter Flur häufig eine andere Behandlung als ein vergleichsweise sauberer Raum mit empfindlicherem Bodenbelag.

Freo Mind 4.0 – die intelligente Automatik

Wer sich dagegen möglichst wenig mit individuellen Einstellungen beschäftigen möchte, kann auf den Freo-Mind-Modus zurückgreifen. Beim Freo 20 kommt hierfür Narwals Freo Mind 4.0 zum Einsatz.

Dabei übernimmt die KI einen großen Teil der Entscheidungen und versucht, den Reinigungsablauf automatisch an die jeweilige Umgebung und den erkannten Verschmutzungsgrad anzupassen.

So kann das System beispielsweise die Saugleistung, die Wischfeuchtigkeit und die Reinigungsintensität selbstständig regulieren. Erkennt der Roboter stärker verschmutzte Bereiche, kann er dort eine gründlichere Reinigung durchführen.

Interessant ist, dass Narwal dem Nutzer trotz der Automatisierung weiterhin Einfluss auf die Reinigung lässt. Auch im Freo-Mind-Modus können bestimmte Vorgaben, beispielsweise für die Saugleistung, Wischfeuchtigkeit und Reinigungsgenauigkeit, individuell angepasst werden.

Dadurch ist man nicht vollständig auf die Entscheidungen der KI angewiesen, sondern kann das automatische Reinigungsverhalten an die eigenen Wünsche anpassen.

In unserem Test funktionierte der Freo-Modus gut und ist vor allem für Nutzer interessant, die den Roboter möglichst selbstständig arbeiten lassen möchten.

Wir persönlich bevorzugen allerdings weiterhin die individuelle Konfiguration der einzelnen Räume. So können wir beispielsweise sicherstellen, dass unser Parkettboden grundsätzlich nur gesaugt wird, während auf den Fliesen automatisch auch die Wischfunktion zum Einsatz kommt.

Die Möglichkeit, zwischen einer weitgehend automatischen und einer vollständig individuell festgelegten Reinigung zu wählen, gefällt uns aber ausgesprochen gut.

Umfangreiche Kartenverwaltung

Auch bei der Kartenverwaltung lässt die Narwal-App kaum Wünsche offen. Nach der ersten Kartierung können die automatisch erkannten Räume umfangreich bearbeitet werden.

So lassen sich beispielsweise Raumgrenzen anpassen, Räume zusammenlegen oder voneinander trennen und individuelle Bezeichnungen vergeben.

Das war auch in unserem Test hilfreich, da wir lediglich im Bereich unserer Galerie eine kleine Korrektur vornehmen mussten. Die entsprechenden Änderungen ließen sich unkompliziert durchführen.

Darüber hinaus können Sperrzonen und virtuelle Begrenzungen eingerichtet werden. So lassen sich beispielsweise Bereiche mit empfindlichen Gegenständen oder herumliegenden Kabeln dauerhaft von der Reinigung ausschließen.

Auch Teppichbereiche können bei der Planung berücksichtigt werden, sodass sich das Reinigungsverhalten an unterschiedliche Bodenbeläge anpassen lässt.

Wer mehrere Stockwerke reinigen möchte, kann zudem unterschiedliche Etagenkarten speichern und verwalten. Das funktioniert bei uns ebenfalls zuverlässig und erspart eine erneute Kartierung bei jedem Wechsel.

Insgesamt gefällt uns, wie viele Möglichkeiten Narwal zur Verfügung stellt, ohne die Bedienung unnötig kompliziert zu machen.

Live-Kamera und Fernsteuerung

Eine interessante Zusatzfunktion ist die Live-Kameraansicht. Da der Freo 20 ohnehin zwei RGB-Kameras für die Hinderniserkennung besitzt, lassen sich diese auch zur visuellen Kontrolle der Umgebung verwenden.

Über die App kann man sich das aktuelle Kamerabild anzeigen lassen und so beispielsweise nachsehen, was der Roboter gerade vor sich hat. In Verbindung mit der Fernsteuerung lässt sich der Freo 20 zudem gezielt durch die Wohnung bewegen.

Damit kann das Gerät bei Bedarf auch als eine Art mobile Überwachungskamera eingesetzt werden. Das ist beispielsweise praktisch, wenn man unterwegs kurz nach dem Rechten sehen oder nach einem Haustier schauen möchte.

Narwal bietet hierfür zusätzlich eine Haustiersuche, bei der der Roboter gezielt nach einem Hund oder einer Katze suchen kann. Gerade für Haustierbesitzer ist das eine interessante Ergänzung, auch wenn die eigentliche Aufgabe des Freo 20 natürlich weiterhin die Bodenreinigung bleibt.

Da die Kamerafunktion Einblicke in die eigenen Wohnräume ermöglicht, sollte man sich mit den entsprechenden Datenschutz- und Zugriffsberechtigungen beschäftigen und sie nur bei Bedarf aktivieren.

Reinigungspläne und automatische Abläufe

Selbstverständlich unterstützt der Freo 20 auch individuelle Reinigungspläne. Damit lässt sich festlegen, wann und welche Räume automatisch gereinigt werden sollen.

So kann man beispielsweise den Flur regelmäßig saugen und wischen lassen, während andere Räume nur an bestimmten Tagen gereinigt werden. Das ist besonders praktisch, wenn die Reinigung möglichst unbemerkt während der Arbeitszeit oder in anderen Abwesenheitsphasen stattfinden soll.

Ergänzend stehen spezielle Einstellungen für Haushalte mit Haustieren oder kleinen Kindern zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem der Haustiermodus sowie ein Modus, bei dem eine möglichst ruhige Reinigung im Vordergrund steht.

Auch eine Sprachsteuerung ist vorhanden. Narwal bietet hierfür unter anderem den eigenen Sprachassistenten „Hey Nawa“ an, mit dem sich grundlegende Funktionen per Sprachbefehl ausführen lassen.

Einstellungen für die Basisstation und Wartung

Ein weiterer wichtiger Bereich der App betrifft die Basisstation und ihre automatischen Wartungsfunktionen.

Hier lassen sich Einstellungen rund um die Reinigung und Trocknung des Track-Mopps vornehmen. Auch das Verhalten der Station und die automatische Pflege des Wischsystems können an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden.

Das ist besonders sinnvoll, da der Freo 20 während der Bodenreinigung regelmäßig Wasser benötigt und die Wischeinheit nach getaner Arbeit automatisch gereinigt und getrocknet wird.

Darüber hinaus bietet die App Informationen zum Gerätestatus und zur Wartung. Dazu gehören Hinweise auf Komponenten, die regelmäßig kontrolliert, gereinigt oder ausgetauscht werden müssen.

Auch Firmware-Updates lassen sich über die App durchführen. Gerade bei einem Saugroboter mit umfangreicher Sensorik und KI-gestützten Funktionen ist das wichtig, da Narwal auf diesem Weg Funktionen verbessern und mögliche Fehler beheben kann.

Übersichtlich trotz großem Funktionsumfang

Insgesamt gehört die Narwal-App zu den Stärken des Freo 20. Sie bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, bleibt dabei aber erfreulich übersichtlich und lässt sich flüssig bedienen.

Besonders gefallen uns die individuell konfigurierbaren Reinigungsprogramme für jeden einzelnen Raum, die unkomplizierte Kartenverwaltung und die übersichtlich gestaltete Startseite. Auch Freo Mind 4.0 ist eine interessante Ergänzung für alle, die möglichst wenige Einstellungen selbst vornehmen möchten.

Die Live-Kamera, Fernsteuerung, Haustiersuche und umfangreichen Stationsfunktionen runden das Gesamtpaket ab.

Während unseres Testzeitraums gab es bei der Bedienung keine nennenswerten Schwierigkeiten. Narwal gelingt damit eine gute Balance zwischen großem Funktionsumfang und einfacher Bedienbarkeit. Sowohl Nutzer, die den Roboter möglichst automatisch arbeiten lassen möchten, als auch diejenigen, die wie wir jeden Raum individuell konfigurieren, kommen hier auf ihre Kosten.

(App: 4 von 5 Punkten)

Lautstärke

Bei der Lautstärke hinterlässt der Narwal Freo 20 insgesamt einen sehr guten Eindruck. Trotz seiner hohen Saugleistung von bis zu 31.000 Pascal arbeitet der Saugroboter in den niedrigeren Leistungsstufen und entsprechend reduzierter Saugkraft angenehm leise und eignet sich damit auch für die regelmäßige Reinigung, während man sich zu Hause aufhält.

Narwal gibt eine Betriebslautstärke von 56,9 dB(A) an. Dieser Wert bezieht sich allerdings auf den leisesten Saugmodus unter Laborbedingungen und darf deshalb nicht mit der Geräuschentwicklung bei maximaler Saugleistung verwechselt werden. Zusätzlich bietet der Hersteller einen speziellen Baby-Care-Modus, bei dem die Geräuschentwicklung möglichst gering gehalten werden soll.

Angenehm leise im normalen Betrieb

In unserem Test zeigte sich schnell, dass der Freo 20 besonders bei reduzierter Saugleistung angenehm zurückhaltend arbeitet. Das Betriebsgeräusch ist zwar wahrnehmbar, wirkt aber vergleichsweise gleichmäßig und wenig aufdringlich.

Gerade bei der täglichen Reinigung von Hartböden ist es häufig nicht notwendig, die maximale Saugstufe zu verwenden. Bei normalem Hausstaub und leichteren Verschmutzungen reichen die niedrigeren Einstellungen vielfach aus, wodurch sich die Geräuschentwicklung entsprechend reduzieren lässt.

Wer zusätzliche Ruhe benötigt, kann den Baby-Care-Modus verwenden. Dieser ist insbesondere für Situationen gedacht, in denen möglichst wenig Lärm entstehen soll, beispielsweise während des Mittagsschlafs eines Kindes oder beim konzentrierten Arbeiten.

Bei maximaler Saugstufe sieht es naturgemäß anders aus. Hier steigt die Lautstärke auf knapp 70 dB, wodurch der Freo 20 deutlich hörbar wird. Angesichts der hohen Saugleistung ist das allerdings nicht ungewöhnlich. Auch zahlreiche Konkurrenzmodelle werden bei maximaler Leistung spürbar lauter.

Besonders leise beim reinen Wischen

Noch angenehmer fällt die Geräuschentwicklung aus, wenn der Freo 20 ausschließlich wischt. Da der Saugmotor in diesem Fall nicht zusätzlich arbeiten muss, ist der Roboter nochmals leiser als beim Saugen auf der niedrigsten Leistungsstufe.

Das gefällt uns besonders gut, denn beim reinen Wischen konnten wir den Freo 20 sogar während des Fernsehens problemlos weiterlaufen lassen, ohne dass uns die Geräuschentwicklung sonderlich störte.

Wird dagegen gleichzeitig gesaugt, ist das Betriebsgeräusch auch auf niedriger Saugstufe deutlicher wahrnehmbar. Während wir den reinen Wischbetrieb beim Fernsehen kaum als störend empfanden, würden wir die kombinierte Saug- und Wischreinigung in einer solchen Situation eher vermeiden.

Positiv ist allerdings, dass die zusätzliche Wischfunktion den Roboter beim ohnehin laufenden Saugbetrieb nicht merklich lauter macht. Die Geräuschentwicklung wird in erster Linie vom Saugmotor bestimmt, während das FlowWash-Wischsystem selbst vergleichsweise geräuscharm arbeitet.

Gerade hier zeigt sich ein Vorteil der getrennt einstellbaren Reinigungsmodi. Wer beispielsweise abends lediglich die Fliesen wischen lassen möchte, kann dies erledigen lassen, ohne durch einen zusätzlich laufenden Saugmotor gestört zu werden.

Geräuschentwicklung der Basisstation

Neben dem Roboter selbst verursacht natürlich auch die All-in-One-Basisstation während ihrer automatischen Wartungsprogramme Geräusche.

Dazu gehören die Entleerung des Staubbehälters, das Reinigen des Track-Mopps sowie dessen anschließende Trocknung. Während der automatischen Staubentleerung wird für kurze Zeit eine höhere Saugleistung benötigt, wodurch die Station entsprechend deutlicher hörbar ist.

Auch bei der Reinigung des Wischsystems entstehen durch die Wasserpumpen und die übrige Mechanik Betriebsgeräusche. Narwal verwendet hierfür laut Hersteller je nach Reinigungsbedarf Wasser mit Temperaturen von bis zu 100 °C. Anschließend wird der Track-Mopp mit bis zu 60 °C warmer Luft getrocknet.

In unserem Test blieb die Geräuschentwicklung dabei im üblichen Rahmen vergleichbarer All-in-One-Stationen. Die einzelnen Reinigungsvorgänge sind zwar hörbar, fallen aber nicht unangenehm laut aus. Die Trocknung erfolgt ebenfalls vergleichsweise unauffällig, auch wenn dabei über einen längeren Zeitraum ein leises Lüftergeräusch entstehen kann.

Gerade die automatische Staubentleerung und die Reinigung des Wischsystems sollte man dennoch berücksichtigen, wenn die Station beispielsweise unmittelbar neben einem Arbeitsplatz oder im Wohnbereich steht. Während der eigentliche Roboter auf niedriger Stufe angenehm leise arbeitet, können die Wartungsvorgänge kurzzeitig deutlicher auffallen.

Leiser Alltagsbegleiter mit ausreichend Leistungsreserven

Insgesamt gefällt uns die Geräuschentwicklung des Narwal Freo 20 sehr gut. Besonders beim reinen Wischen arbeitet er ausgesprochen leise und kann problemlos im Hintergrund seine Arbeit verrichten. Auch beim Saugen auf niedriger Leistungsstufe bleibt die Lautstärke angenehm.

Wer die volle Saugleistung von 31.000 Pascal benötigt, muss dagegen mit einem deutlich höheren Geräuschpegel rechnen. Das ist angesichts der Leistungsreserven jedoch nachvollziehbar und bei leistungsstarken Saugrobotern keineswegs ungewöhnlich.

Die Basisstation wird während einzelner Wartungsvorgänge ebenfalls hörbar, bewegt sich dabei aber auf einem für diese Geräteklasse üblichen Niveau.

Der Freo 20 bietet somit eine gelungene Kombination aus hoher Saugleistung und angenehm leisem Alltagsbetrieb.Besonders die Möglichkeit, ihn bei Bedarf ausschließlich wischen zu lassen, ist für uns ein großer Vorteil, da die Reinigung dadurch auch zu Zeiten stattfinden kann, in denen ein laufender Staubsauger eher störend wäre.

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Bei der Akkulaufzeit hinterlässt der Narwal Freo 20 einen guten Eindruck. Trotz seiner hohen Saugleistung von bis zu 31.000 Pascal und des aufwendigen FlowWash-Wischsystems bietet der Saugroboter ausreichend Energiereserven, um auch größere Wohnflächen zuverlässig zu reinigen.

Im Inneren steckt ein Lithium-Ionen-Akku mit 6.400 mAh. Bei einer Nennspannung von 14,4 Volt entspricht das einer Energiekapazität von rund 92 Wh. Damit ist der Freo 20 für längere Reinigungsfahrten gut ausgestattet, selbst wenn gleichzeitig gesaugt und gewischt wird.

Gute Ausdauer im Praxistest

Für die Reinigung unserer knapp 80 m² großen Testfläche benötigte der Freo 20 in der Standardeinstellung ungefähr 60 Minuten. Dabei sank der angezeigte Akkustand um knapp 36 Prozentpunkte, was ein gutes Ergebnis ist.

Allerdings muss berücksichtigt werden, dass der Roboter bei seinen regelmäßigen Zwischenstopps zur Reinigung der Wischwalze gleichzeitig seinen Akku nachlädt. Der tatsächliche Energieverbrauch fällt daher etwas höher aus, als es der angezeigte Akkurückgang zunächst vermuten lässt.

Die tatsächliche Reinigungsdauer hängt außerdem stark von den jeweiligen Räumlichkeiten ab. Während größere, frei zugängliche Flächen vergleichsweise schnell gereinigt werden, benötigt der Freo 20 in verwinkelten Räumen mit vielen Möbelstücken entsprechend mehr Zeit. Auch die gewählte Saugleistung, die Anzahl der Reinigungsdurchgänge und die Häufigkeit der Walzenreinigung beeinflussen die Gesamtdauer.

Automatisches Nachladen während der Walzenreinigung

Eine Besonderheit des Freo 20 ist, dass er seine regelmäßigen Aufenthalte in der Basisstation gleich für mehrere Aufgaben nutzt. Während der Roboter beispielsweise zur automatischen Reinigung seines Track-Mopps zurückkehrt, wird gleichzeitig der Akku nachgeladen.

Das gefällt uns ausgesprochen gut, da ohnehin notwendige Unterbrechungen sinnvoll genutzt werden. Schließlich muss der Freo 20 seine Wischeinheit in regelmäßigen Abständen reinigen lassen, damit der aufgenommene Schmutz nicht wieder auf dem Boden verteilt wird.

Narwal nutzt diese Zeit, um dem Akku gleichzeitig neue Energie zuzuführen. Dadurch kann sich die verfügbare Laufzeit bei längeren Reinigungsvorgängen erhöhen, ohne dass der Roboter zusätzliche Ladepausen einlegen muss.

Gerade bei größeren Wohnflächen ist das ein sinnvoller Ansatz. Statt erst bei niedrigem Akkustand zur Station zurückzukehren, erhält der Freo 20 bereits während der ohnehin notwendigen Reinigungsstopps zusätzliche Energie.

Ladezeit und automatische Fortsetzung

Für eine vollständige Aufladung von einem nahezu leeren auf einen vollen Akku benötigt der Freo 20 ungefähr drei Stunden. Damit bewegt sich die Ladezeit in einem für leistungsstarke Saug- und Wischroboter üblichen Bereich. Einige Konkurrenzmodelle laden zwar schneller, im Alltag fällt dieser Unterschied jedoch meist kaum ins Gewicht.

Sollte die verbleibende Akkuladung für die vollständige Reinigung nicht ausreichen, kehrt der Freo 20 selbstständig zu seiner Basisstation zurück. Dort lädt er seinen Akku auf und setzt die unterbrochene Reinigung anschließend fort.

Das funktioniert automatisch, sodass man den Roboter nicht manuell neu starten muss. Besonders bei größeren Wohnungen oder Häusern mit zahlreichen Räumen ist das praktisch.

Wer allerdings sehr große Flächen reinigen lässt oder dauerhaft die höchste Saugstufe verwendet, muss mit einem entsprechend höheren Energieverbrauch rechnen. Kommt eine längere Ladepause hinzu, kann sich die gesamte Reinigung durchaus über mehrere Stunden erstrecken. Bei besonders umfangreichen Reinigungsaufgaben sollte man deshalb ausreichend Zeit einplanen.

Ausreichend Akkureserven für den Alltag

Insgesamt sind wir mit der Akkulaufzeit des Narwal Freo 20 sehr zufrieden. Unsere knapp 80 m² große Testfläche wurde in ungefähr einer Stunde gereinigt, ohne dass eine längere Ladeunterbrechung erforderlich war.

Besonders gut gefällt uns, dass Narwal die regelmäßigen Aufenthalte in der Basisstation zum gleichzeitigen Nachladen nutzt. Das ist eine durchdachte Lösung, die insbesondere bei längeren kombinierten Saug- und Wischvorgängen Vorteile bietet.

Die vollständige Ladezeit von rund drei Stunden stellt zwar keinen Spitzenwert dar, ist angesichts der Akkukapazität aber vollkommen akzeptabel. Dank der automatischen Rückkehr zur Station und der anschließenden Fortsetzung der Reinigung muss man sich im Alltag ohnehin kaum um den Akkustand kümmern.

Für gewöhnliche Wohnungen und auch größere Wohnflächen bietet der Freo 20 damit eine überzeugende Ausdauer. Lediglich bei besonders intensiven Reinigungsprogrammen sollte man etwas mehr Zeit einplanen.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Freo 20 verspricht Narwal eine besonders gründliche Bodenreinigung, hohe Saugleistung und zuverlässige Navigation mit intelligenter Hinderniserkennung. Nach unserer rund dreiwöchigen Testphase können wir bestätigen, dass der Hersteller einen Großteil dieser Versprechen einhält. Besonders bei der Wischleistung konnte uns der Freo 20 überzeugen.

Das neue FlowWash-System mit kontinuierlicher Frischwasserversorgung stellt für uns einen deutlichen Fortschritt gegenüber klassischen rotierenden Wischpads dar. Aufgenommener Schmutz wird laufend von der Wischfläche entfernt, anstatt teilweise über weitere Bodenflächen verteilt zu werden. Das Ergebnis sind gründlich gereinigte Böden ohne störende Schlieren oder zurückbleibende Wassertropfen. Auch die Aufnahme verschütteter Flüssigkeiten funktioniert hervorragend.

Mit seinen 31.000 Pa Saugleistung bietet der Freo 20 zudem reichlich Leistungsreserven. Besonders auf Hartböden und bei der Aufnahme von Haaren überzeugt er. Kleinere Schwächen zeigen sich allerdings bei gröberen Verschmutzungen in Ecken sowie bei der Tiefenreinigung von Teppichen.

Auch die Navigation und Hinderniserkennung gehören zu seinen Stärken. Trotz des Verzichts auf einen hervorstehenden LiDAR-Turm orientiert sich der Roboter zuverlässig und erkennt selbst kleinere Gegenstände wie ein Taschentuch größtenteils problemlos. Weniger gut gefällt uns dagegen, dass Narwal bei der Basisstation auf eine automatische Reinigungsmitteldosierung verzichtet.

Insgesamt hält der Narwal Freo 20 seine wichtigsten Herstellerversprechen überzeugend ein. Besonders für Haushalte mit überwiegend Hartböden ist er dank seiner hervorragenden Wischleistung eine interessante Wahl. Kleinere Schwächen verhindern zwar ein perfektes Gesamtbild, ändern aber wenig an unserem positiven Testergebnis.

Preis/Leistung

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 999 Euro gehört der Narwal Freo 20 zur gehobenen Preisklasse der Saug- und Wischroboter. Aktuell wird das Modell beim Hersteller im Rahmen einer Rabattaktion für 849 Euro gelistet. Damit ist der Freo 20 zwar weiterhin kein Schnäppchen, bietet für seinen Preis aber eine umfangreiche Ausstattung und vor allem eine überzeugende Reinigungsleistung.

Besonders das neue FlowWash-Wischsystem rechtfertigt aus unserer Sicht einen Teil des höheren Anschaffungspreises. Die kontinuierliche Frischwasserversorgung und Schmutzwasserabfuhr sorgen für hervorragende Wischergebnisse, die uns im Test deutlich besser gefallen haben als bei klassischen rotierenden Wischpads. Hinzu kommen die hohe Saugleistung von 31.000 Pa, eine zuverlässige Navigation mit intelligenter Hinderniserkennung und eine umfangreiche, übersichtlich gestaltete App.

Auch die All-in-One-Basisstation trägt zum guten Gesamtpaket bei. Sie übernimmt zahlreiche Wartungsaufgaben automatisch und reduziert dadurch den Aufwand im Alltag erheblich. Lediglich die fehlende automatische Reinigungsmitteldosierung finden wir in dieser Preisklasse etwas schade. Zudem zeigen sich kleinere Schwächen bei der Aufnahme gröberer Verschmutzungen in Ecken und bei der Tiefenreinigung von Teppichen.

Positiv bewerten wir hingegen den großzügigen Lieferumfang mit zusätzlichem Staubbeutel, Ersatzfilter, Reinigungsmittel und Kalkschutzfilter. Dennoch sollte man berücksichtigen, dass durch Staubbeutel, Filter und Reinigungsmittel langfristig weitere Kosten entstehen.

Insgesamt bewerten wir das Preis-Leistungs-Verhältnis des Narwal Freo 20 als gut. Zum regulären Preis von 999 Euro ist er sicherlich kein günstiger Saugroboter, bietet dafür aber eine überzeugende Kombination aus Reinigungsleistung, Automatisierung und Bedienkomfort. Wird er zu einem reduzierten Preis von rund 850 Euro angeboten, fällt unsere Bewertung entsprechend positiver aus.

Vor allem für Haushalte mit überwiegend Hartböden, in denen eine gründliche Wischreinigung im Vordergrund steht, ist der Freo 20 aus unserer Sicht eine lohnende Investition. 

Narwal Freo 20

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Narwal.com/de

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