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Schlagwort: Navigation

Garmin Edge 1050

In aller Kürze

Mit dem neuen Garmin Edge 1050 hat Garmin das neuste Top-Modell der Garmin Edge Navi-Serie vorgestellt. Dieses verfügt zum ersten Mal über ein LCD-Display, welches zum einen deutlich heller und eine schärfere Darstellung bietet. Des Weiteren bietet auch die Software einige Neuerungen, wie z. B. eine ständige Verbindung mit der Radgruppe, eine Unfallbenachrichtigung, Gefahrenwarnung. Neu ist zudem ein verbauter Lautsprecher, welcher die neue integrierte Fahrradklingel mit sich bringt und ab sofort gibt es auch Sprachansagen. Jedoch reduziert das neue Display die Akkulaufzeit ein wenig, was im Alltag aber kaum negative Auswirkungen hat, denn der fest verbaute Akku liefert dennoch genug Power für 20 Stunden am Stück, also reicht dieser in der Regel problemlos für mehrere Radtouren ohne Aufladen aus.

Gefällt uns

  • helles und scharfes LCD-Display
  • lange Akkulaufzeit
  • top Verarbeitung
  • umfangreicher Funktionsumfang
  • gute Navigation
  • elektronische Klingel
  • Sprachansagen über Lautsprecher

Gefällt uns weniger

  • Menü teils etwas unübersichtlich
  • hoher Preis

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Garmin liefert das neue Edge 1050 wie vom Unternehmen gewohnt in einer stabilen grauen Verpackung aus. Diese ähnelt dem von mir getesteten Garmin Edge 1030 Plus sehr, sodass auch hier ein Produktbild mit einigen Informationen aufgedruckt wurde.

Auf dem Deckel der Verpackung wird zum einen groß der Herstellername präsentiert und natürlich auch die Bezeichnung „Edge 1050“. Im Zentrum fällt dann natürlich direkt der Hochglanz Aufdruck auf, bei dem es sich um eine Abbildung des Garmin Edge 1050 handelt. Dabei wir einem hier das Display gezeigt, auf dem man die Ansicht sieht, wenn z. B. gerade eine Rennrad-Tour aufgezeichnet wird.

Rund um den Deckel findet man dann erneut der Hersteller- sowie Produktnamen und dann gibt es auf dem Boden der Verpackung noch ein paar Infos in mehreren Sprachen. Das wichtigste ist hier dann aber eventuell nur der Lieferumfang, denn der Rest ist ihr weniger für den Endverbraucher relevant. Technische Details usw. Gibts hier nicht, diese muss man dann eben auf der Herstellerseite nachlesen.

Direkt nach dem Entfernen des Deckels erblickt man das Garmin Edge 1050, welches hier durch eine Displayfolie mit einem Demobild geschützt wird. Damit dieses nicht im Karton umher wackelt, ist dies sicher in einem Einsatz aus Karton eingesetzt, welchen das Navi, vom Lieferumfang trennt. Beim Zubehör zählt neben dem Standard-Halter mit unterschiedliche Haltern (Gummis usw.) auch die bessere Edge Power Mount Halterung, ein USB-C Ladekabel, ein Befestigungsband (Handschlaufe) und verschiedene Handbücher. Das Zubehör liegt hier weiterhin je nach Art, Halter, Gummis usw. einzeln in Kunststoffbeutel verpackt in der Verpackung. Dies ist recht lieblos, aber bei so viel Lieferumfang kaum anders möglich und eigentlich auch nicht weiter schlimm.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Design ist von Grund zwar ähnlich zu dem von mir bereits getesteten Garmin Edge 1030 Plus, aber dennoch wurde das gute Stück rundum neu designt. Das Kunststoffgehäuse ist wie bisher oft von Garmin gewohnt nahezu komplett in Schwarz gehalten, hier und da gibt es dann aber auch noch ein paar anthrazitfarbene Bauteile und Zierelemente, die das Design nochmals deutlich aufwerten.

Dank der strukturierten Rückseite sowie der seitlich und an der oberen Stirnseite verlaufenden Griffmulde liegt das Navi sehr sicher in der Hand und dies selbst mit Handschuhen. Für diejenigen, die auf Nummer sichergehen wollen oder auch wissen, dass diese etwas tollpatschig sind, ist es ratsam, die Handschlaufe an der Rückseite zu befestigen. Greift man hierbei vor dem Bedienen mit der Hand durch die Schlaufe oder führt das Band um den Lenker, dann hat man noch mal zusätzliche Sicherheit. Dadurch ist das Ganze dann eigentlich absolut sicher, sodass es normalerweise nicht herunterfallen kann.

An der Oberseite bzw. Front des Garmin Edge 1050 befindet sich direkt die größte Neuerung, nämlich das LCD Display. Hier hatte Garmin bisher immer auf ein sogenanntes transflektives TFT-Display gesetzt, doch nun setzt man auf ein deutlich schärferes LCD-Display. Diese Displaytechnologie kennt man von Smartphones und bieten bessere Kontraste, Farben usw. Exakt wie bei den Vorgängermodellen umgibt das Display an den Seiten ein etwa 5 mm breiter Rahmen, während dieser an Ober- und Unterseite nochmals deutlich breiter ausfällt. Am unteren Rand des Displayrands wurde das typische silberne Garmin-Logo integriert und im oberen Rand versteckt sich der Helligkeitssensor, welcher automatisch Display-Helligkeit der Umgebung anpasst.

Sämtliche Bedienknöpfe hat Garmin wie beim Edge 1030 Plus an den Seiten verteilt, somit bleibt das Display komplett überschaubar. Mit der Standard-Halterung hat man dabei uneingeschränkten Zugriff auf alle Bedienelemente, während es bei der Power Mount Halterung etwas eingeschränkter werden kann. Dies liegt daran, da dabei das Garmin Edge 1050 vor dem Lenker positioniert wird und der Abstand dabei doch schon etwas enger ist. Daher lassen sich die beiden Tasten an der Unterseite zwar weiterhin bedienen, aber etwas eingeschränkter wie über die Standardhalterung auf dem Lenker.

An der linken Seite ca. im oberen Drittel ist wie bereits von den anderen Navis aus dem Hause Garmin gewohnt, der Power-Button platziert worden. Damit wird das Gerät durch längeres gedrückt halten, angeschaltet und wenn man den Kopf im eingeschalteten Zustand länger gedrückt hält, kann man die Displaysperre aktiveren, in den Ruhestand wechseln oder das Gerät komplett ausschalten.

Unten an der kurzen Stirnseite findet man zentral eine größere Abdeckung, unter welcher sich die USB-C Ladebuchse versteckt. Über diese kann der Akku aufgeladen werden und man kann das Gerät z. B. zur Datenübertragung mit dem Computer verbinden. Auf einen zusätzlichen Micro-SD Karten-Slot muss man jedoch schon längere Zeit verzichten, denn diesen hat Garmin bereits mit dem Edge 1030 aus den Geräten verbannt. Dafür hat Garmin erneut denn internen Speicher erhöht und zwar auf 64 Gigabyte. Exakt wie bei den bisherigen Garmin Edge Geräten gewohnt findet man dann wiederum links neben der Abdeckung des Lade-Anschlusses die Zurück-Taste und rechts die Start-/Stop-Taste, mit welcher man das Aufzeichnen der Strecke direkt starten und pausieren kann.

Die obere Steinseite wurde, wie ich es vom Garmin Edge 1030 kenne, leicht schräg ausgeführt, was hier nicht für eine bessere Aerodynamik sorgen soll, sonder dafür, dass ich man das Gerät besser in der Hand halten kann. Durch die Einkerbung, welche etwas kantig ausgeführt wurde, liegt das Garmin Edge 1050 nämlich auch mit Handschuhen sehr sicher und gut in der Hand. Außerdem ist hier das Herstellerlogo aufgedruckt, sodass andere Personen direkt vor euch erkennen, dass es sich um ein Garmin-Navigationsgerät handelt.

Zu guter Letzt befindet sich an der Unterseite ziemlich mittig vom Gerät der gewohnte Garmin-Vierteldrehungs-Befestigungszapfen. Damit wir das Gerät bombenfest mit der Halterung verbunden und zudem kann man darüber den Garmin Charge Power Pack anschließen, um die Akkulaufzeit des Gerätes nochmals deutlich zu erweitern.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung des Garmin Edge 1050 hat Garmin so weit erneut sehr gute Arbeit geleistet. Das Gehäuse fühlt sich sehr stabil und hochwertig an, sodass auch beim Zusammendrücken nichts knarzt oder ähnliches. Die Köpfe sind mit einem angenehmen Druckpunkt versehen, sodass ich auch beim Tragen von Handschuhen den Druckpunkt ideal spüren kann. Bei einem Navigationsgerät fürs Radfahren darf natürlich ein Schutz gegen Regen nicht fehlen, welcher dank IPX7 bestens gegeben ist. Somit müsst ihr euch bei einem überraschenden Regenschauer keine Sorgen machen, dass hierbei das Navi beschädigt wird. Schließlich bedeutet IPX7, dass es rein theoretisch auch mal unter Wasser getaucht werden kann, allerdings nur bis zu einer Tiefe von 1 Meter und max. 30 Minuten. Das zusätzliche X vor der 7 zeigt, dass entsprechende Tests für die Staubdichtigkeit fehlen, dies bedeutet aber nicht, dass hier gleich etwas kaputt geht, sondern Garmin hat sich hier eben die Kosten für die Zertifizierung gespart.

Wenn wir gerade beim Thema Regen sind, dieser landet dann ja unvermeidlich während der Radtour auch auf dem Display. Hierbei hat der Regen aber keinen Einfluss auf das Display, sodass sich dies ohne Probleme weiterhin problemlos bedienen lässt. Die Halterungen inkl. Befestigungsmaterial, welche Garmin mitliefert, sind umfangreich, sodass man diese an jeden Lenker usw. anpassen kann. Des Weiteren machen diese einen stabilen Eindruck und verrutschen beim richtigen Befestigen nicht.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-Art (Laufzeit)Lithium-Ionen-Akku. Bis zu 20 Stunden im GPS-Modus und bis zu 60 Stunden im Energiesparmodus.
GPSUnterstützung für GPS / GLONASS / GALILEO
FarbeSchwarz
DisplayLCD- Touchscreen, farbig, 80 x 800 Pixel, 8.9 cm (3,5″) Zoll
AbmessungenBreite: 60,2 mm; Höhe: 118,5 mm; Tiefe: 6,3 mm.
Gewicht161 g.
Speicher64 GB (nicht erweiterbar)
IP-Klasse (Wasserdichte)IPX7
Vorinstallierte Kartenweltweite Karte
LieferumfangGarmin Edge 1050
Halterungen für verschieden Lenkerdruchmesser und Arten (Standard- und Aero-Halterung) 
USB-C-Kabel
Befestigungsband
Handbücher usw.
Technische Daten des Garmin Edge 1050

Ersteinrichtung und Montage

Vor der Ersteinrichtung ist es eigentlich wie bei allen Geräten mit einem fest verbauten Akku zu empfehlen, das Garmin Edge 1050 erst einmal komplett aufzuladen. Damit wird dafür gesorgt, dass der Akku direkt weiß, wann er komplett voll ist und wann dieser leer ist. Somit findet dann quasi direkt eine Kalibrierung des Akkus statt.

Die Montage des Garmin Edge 1050 ist so weit sehr einfach und schnell erledigt. Dazu können die unterschiedlich großen Lenkerhalterung mithilfe von den beiliegenden verschieden großen Halte-Gummis am Lenker oder dem Vorbau befestigt werden. Außerdem liegt die sogenannte Edge Power Mount Halterung bei, die dafür sorgt, das das Navi leicht vor dem Lenker hängt und das absolut sicher, da diese mit Schrauben befestigt wird. Der hierfür benötigte Inbusschüssel liegt im Lieferumfang bei. Letztere Halterung empfiehlt sich vor allem bei Rennrädern, da man hier sowieso meist kürzer entfernt vom Lenker sitzt, ob man zusätzlich noch eine der Gummiringe in die Edge Power Mount Halterung einlegen muss und vor allem welche, hängt hier vom Lenkerdurchmesser ab. Ich musste an meinem Rennrad meine bisherige Halterung nehmen, denn durch die spezielle Form des Lenkers ist dieser nicht rund, sondern länglich und flach, sodass die normalen runden Halterungen hier nicht passen würden.

Sollte man sich für das Garmin Edge 1050 Bundle entschieden haben, dann liegen im Paket noch weitere Zubehörteile bei. Dabei handelt es sich um ein Herzfrequenzsensor mit Brustgurt, ein Trittfrequenz- und Geschwindigkeitssensor, jeweils in der 2. Generation. Die zwei letzt genanten Sensoren sind ebenfalls schnell angebracht und können auch bei Bedarf schnell von einem zum anderen Rad gewechselt werden, da diese lediglich via Gummis am Rad und der Kurbel befestigt werden.

Nun zur Einrichtung des Garmin Edge 1050. Direkt nach dem ersten Einschalten muss man erst einmal die Sprache einstellen, dann soll man sich die „Garmin Connect-App“ aus dem Appstore laden, welche kostenlos für iOS (Apple-User) und im Google Play Store (Android-User) erhältlich ist. Durch das Tippen auf Fortfahren auf dem Display des Garmin Edge 1050 sucht das Navi nach einem Smartphone, dazu sollte jedoch Bluetooth eingeschaltet sein. Nun in die Garmin Connect App gehen und dort sollte einem direkt angezeigt werden, dass eine Verbindung zum Garmin Edge 1050 möglich ist. Hier im Menü dann auf Verbinden tippen und anschließend einigen Zugriffsrechten zustimmen. Da ich bereits das Garmin Edge 1030 Plus besitze, wurde ich hier direkt gefragt, ob ich die Daten mit dem neuen Garmin Edge 1050 synchronisieren möchte, dem habe ich zugestimmt und schon wurde alles im Hintergrund übertragen.

Solltet ihr zuvor kein Garmin-Gerät gehabt haben, dann müsst ihr einige Daten eingeben, z. B. bestimmen, welche Maßeinheit euch angezeigt werden soll, dabei wählt ihr metrisch und ob ihr das 12 oder 24 Stunden Zeitformat haben möchtet. Hierbei wählt man meist das 24 Stunden Format. Des Weiteren müssen noch Dinge wie das eigene Geschlecht angegeben werden, sowie das Geburtsdatum, Gewicht und Größe. Anschließend kann man bei Bedarf die Sensoren, wenn man z. B. das Bundle gekauft hat, direkt mit dem Gerät koppeln oder andere Geräte wie z. B. den Garmin Varia Radar. Im darauffolgenden Untermenü kann man Aktivitätsprofile anlegen, was ich natürlich gemacht habe und man so direkt wählen kann, welche Radtypen man fährt (bei mir Rennrad und Mountainbike). Da ich wie bereits erwähnt alles vom Garmin Edge 1030 Plus übertragen habe, musste ich hier nichtsmehr einstellen, mir wurde während der Synchronisation einige Details bezüglich der Bedienung usw. dargestellt, alles andere lief mehr oder weniger im Hintergrund ab.

Nachdem alles Übertragen wurde, habe ich noch zugestimmt, dass alle Daten, welche mit Apple Health kompatible sind, übertragen werden und ich habe das Garmin Edge 1050 mit dem WLAN verbunden, sodass ich auch direkt das neuste Firmwareupdate herunterladen und installieren lassen konnte.

Montage

Die Montage ist recht einfach, da Garmin wie bereits erwähnt für normale Rundlenker alle wichtigen Halterungen und Adapter-Gummis mitliefert. Ich persönlich würde die Edge Power Mount Halterung immer der Standardhalterung vorziehen, da diese sofern bei ich passend nicht mit Klemm-Gummis befestigt wird, sondern mit der Hilfe von Schrauben geklemmt wird. Letzteres sorgt für einen deutlich sichereren und festen Halt, sodass hier egal ob auf dem Rennrad oder am Mountainbike nichts verrutscht. Gerade auf holprigen Single-Trails verrutschen die Gummis doch hin und wieder gerne, was durch die bessere Halterung kein Problem mehr sein wird.

(Ersteinrichtung und Montage: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Kommen wir nun zur wohl großen Neuerung des Garmin Edge 1050, dem Display zum ersten Mal verbaut Garmin in einem Edge-Modell nämlich ein hochauflösendes LCD-Display. Dieses ist weiterhin 3,5 Zoll groß, löst aber nun mit 480 x 800 Pixel auf, was natürlich deutlich schärfer ist als bei den bisherigen Garmin Edge Modellen. Die max. Helligkeit beträgt bis zu 1.000 nits, was ein guter Wert ist, sodass man das Display auch an einem helleren Tag noch gut ablesen kann. Lediglich bei direkter Sonneneinstrahlung kommt man damit doch recht schnell an die Grenzen und dabei empfinde ich persönlich, dass ich die Daten auf meinem Edge 1030 Plus sogar minimal besser erkennen kann, aber es ist wirklich nur minimal. Im Alltag hat die Helligkeit jedoch eigentlich immer gut ausgereicht, sodass ich alle Daten auf dem Display gut ablesen konnte.

Im breiteren Rahmen direkt über dem Display befindet sich ein Umgebungslichtsensor, dieses steuert die Helligkeit des Displays automatisch und dabei wird diese sehr schnell und flüssig an die aktuelle Umgebung angepasst. Fährt man gerade im Wald, wo viele Bäume für Schatten sorgen, wird das Display automatisch gedimmt und kommt man dann zu einem helleren Abschnitt, ist das Display ruck zuck wieder auf der vollen Helligkeit. Die Spiegelungen empfinde ich auf dem Garmin Edge 1050 etwas stärker, aber halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen, sodass es mich persönlich nicht sonderlich stark gestört hat. Dies ist eben der Kompromiss en man mit einem schärferen LCD-Display eingehen muss und was ich sehr gerne mache. 

Positiv für mich als Mountainbiker, da ich häufig mit Handschuhen fahren, dass der Touchscreen auch weiterhin problemlos mit Handschuhen steuerbar ist. Dabei spielt es jedoch eine Rolle, wie dick die Handschuhe sind, also ein dünner Sommerhandschuh ermöglicht eine sehr gute Bedienung, während ein dickerer Winter-Handschuh dies teils nichtmehr ermöglicht.

(Display: 5 von 5 Punkten)

Navigation

Durch den großen 64 Gigabyte Speicher hat man eigentlich genug Platz für Karten usw. Von Werk aus sind hier mehr Karten vorinstalliert, wie ihr in der Regel benötigt. Hierzulande im DACH-Bereich reicht nämlich die CycleMap Europa vollkommen aus, während z. B. die CycleMap Afrika, Australien & Neuseeland sowie Middle East sicherlich bei den meisten gelöscht werden können. Solltet ihr diese dann für einen Urlaub doch benötigen, sind diese natürlich auch schnell wieder installiert. Dies geht dann schnell und einfach über das WLAN direkt am Garmin Edge 1050, was ich sehr komfortable finde. Bisher musst man dies immer direkt über den PC machen, denn nur hierüber hatte man den Zugriff auf den Kartenmanager, was nun besser gelöst wurde. Durch das Löschen der nicht benötigten Karten bekommt man fast 10 Gigabyte Speicher frei, sodass man dann insgesamt rund 36 GB von den 64 GB frei zur Verfügung hat. Im Test ist mir jedoch ein kleines Detail negativ aufgefallen, denn z. B. das Aktualisieren eine Karte kann man zwar direkt über das Garmin 1050 anstoßen, aber darüber dauert es deutlich länger als über den Computer.  

Für Rennradfahrer finde ich es interessant, dass man nun auch unbefestigte Straßen anzeigen lassen kann. Somit weiß man direkt, dass man diese Strecke hier nicht entlang fahren sollte bzw. kann, da hier kein Asphalt vorhanden ist. Doch leider sind diese unbefestigten Strecken während der Fahrt teils schlecht erkennbar, da dies nur durch zärtliche kleine Punkte mit weißen Pfeilen angezeigt werden. 

Garmin soll laut eigener Aussage die Routenplanung und Navigation deutlich verbessert haben. Nun ist eine Routenplanung direkt auf dem Garmin Edge 1050 möglich, was zwar auch funktioniert, aber direkt am GPS-Gerät finde ich die vorgeschlagenen Strecken zum Ziel nicht ganz so gut gewählt und zudem ist dann die Handhabung zum abändern Teil etwas unpraktisch.

Praktisch finde ich nun die Sprechanlagen über den Lautsprecher an der Rückseite des Garmin Edge 1050. Sodass man hier auf Wunsch mitgeteilt bekommt, wann und wohin man abbiegen muss. Dabei kann man im Einstellungsmenü genau bestimmen ich welcher Sprache, ob es eine männliche oder weibliche Stimme sein soll und worüber man genau informiert werden möchte. Dies ist eine sinnvolle Erweiterung zum Pieper, welchen ich aus dem Garmin Edge 1030 Plus kenne. Diesen fand ich schon damals sehr praktisch, doch nun sogar Sprachansagen zu erhalten, ist natürlich nochmals praktischer.

Sollte man die geplante Route verlassen, also z. B. versehentlich von dieser abkommen, kann man hier in den Einstellungen bestimmen, wie das Garmin Edge 1050 damit umgehen soll. In dem Bereich „Streckenneuberechnung“ in den Einstellungen hat man dabei folgende Auswahlmöglichkeiten: Hinweis mit automatischer Umleitung, nur Hinweis, automatische Umleitung und automatische Pause. Ich habe hier Hinweis mit automatischer Umleitung eingestellt, denn so bekomme ich zum einen den Hinweis und zudem wird nach kurzer Zeit selbstständig eine Strecke zurück zur eigentlichen Route berechnet und angezeigt.

Beim Garmin Edge 1050 kann man weiterhin auf die Mountainbike Trailnavigation zugreifen. Diese finde ich aber nicht sonderlich gut gelungen, denn hier berechnet das Navi mir zu oft Routen direkt über ein Feld oder eine Wiese, wo ich eben nicht durchfahren möchte.

Genau wie bereits vom Garmin Edge 1030 Plus hat auch im neuen Garmin Edge 1050 ein praktisches Feature Einzug erhalten. Kommt man nämlich hier zu einem langen Anstieg, wechselt das Navi automatisch von der Kartenansicht in das Höhenprofil, sodass ich genau angezeigt bekomme, wie viel Prozent Steigung ich aktuell absolviere und was noch insgesamt im Verlauf auf mich zukommen wird. Damit konnte ich meine Kräfte deutlich besser für den Anstieg einteilen, wovon ich sehr begeistert war.

Der verbaute GPS-Chipsatz im Garmin Edge 1050 ist sehr genau. Hierbei unterstützt das Gerät sowohl das amerikanische GPS, das russische GLONASS und das deutsche Galileo. In den Einstellungen kann man hier bequem wählen, welches Signal man nutzen möchte, zur Auswahl stehet hier nur GPS, welche immer genutzt werden muss, oder GPS in Kombination mit GLONASS oder GPS mit GALILEO. 

Das Garmin Edge 1050 kann natürlich wie die anderen Edge-Modelle mit weiteren Sensoren verbunden werden. Dazu zählen neben dem im Bundle enthaltenden Sensoren auch zahlreiche weitere Sensoren. Somit kann damit die Edge Fernbedienung, ein VARIA Licht bzw. Radar verbunden werden, aber auch elektronische Schaltungen wie z.b. Shimano DI2, SRAM AXS, ANT+ Schaltungen usw.

Routen Planung

Zur Routen-Planung hat man beim Garmin Edge 1050 einige Möglichkeiten, welche man großteils direkt über Startbildschirm wählen kann. Bevor man die Navigation startet, sollte man jedoch, sofern man beim Einrichten, wie ich mehrere Aktivität-Profile gewählt hat, erst die richtige Fortbewegungsart wählen, sprich ob Rennrad, Mountainbike usw. Schließlich berechnet das Edge 1050 nach der gewählten Fortbewegungsart die Strecke, was beim Rennrad vor allem Straße und beim Mountainbike wiederum Waldweg sein wird. Diese Fortbewegungsart wählt ihr einfach, indem ihr auf dem Startbildschirm so lange wischt, bis ihr z.b. Rennrad angezeigt bekommt.

Dann wählt man darunter Navigation aus und hier kann man dann zwischen verschiedenen Streckenberechnungen wählen. Wählt man hier dann Strecken aus, kann man eine Strecke, die man gespeichert hat, auswählen oder suchen oder eben auch eine Route planen. Hierbei kann man einfach eine Strecke zu einem Zeil wählen, z.B. über Points of Interest, Städte usw. oder man wählt wie ich es bevorzuge ein Round-Trip (Rundkurs). Mit Letzterem kann man z.B die Distanz, die man fahren möchte, bestimmt und bekommt automatisch mehrere Routen in der Umgebung vorgeschlagen, die den gewählten Kriterien entsprechen. Dabei ist mir aber gerade dann, wenn ich als Rennradfahrer unterwegs war, aufgefallen, dass mich das Navi dabei sehr oft nur der Straße entlang navigiert hat, auch wenn hierbei z. B. direkt daneben auch ein Radweg verlaufen wäre. Hier muss man dann leider die Strecke zuvor direkt über die Karte begutachten und kontrollieren oder das ganze dann direkt z.B. über komoot planen und auf das Edge 1050 übertragen.

Gefahrenstellen Warner

Eine neue und ganz nützliche Funktion ist das Warnen vor Gefahrenstellen. Damit kann man andere Garmin Edge User warnen, wenn auf der gefahrenen Strecke z. B. Schlaglöcher sind oder auf dem gefahrenen Trail ein umgefallener Baum im Weg liegen sollte. 

Tippt man hier während der Navigation auf das Display, kann man neben der Klingel-Funktion auch links auf „Gefahr“ tippen. Dann erscheint ein weiteres Untermenü, wo man die Art der Gefahrenstelle auswählen und an die Community senden kann. Wenn sich nun jemand dieser gesendeten Gefahrenstelle nähert, erscheint direkt im oberen Bereich der Hinweis „Gefahr“ und man wird auf die Art der Gefahr hingewiesen z. B. Schlagloch, sodass man rechtzeitig davor gewarnt wird. Zudem werdet ihr beim Vorbeifahren gefragt, ob die Gefahr noch besteht, sodass diese, sofern inzwischen behoben oder beseitig wieder entfernt werden kann. Diese Funktion finde ich sehr nützlich, aber setzt natürlich voraus, dass diese auch andere User der Garmin Edge Geräte nutzen, denn nur durch das erfolgreiche Melden kann man andere Radfahrer vor diesen Gefahren warnen.

(Navigation + Routen Planung: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Das neue Display im Garmin Edge 1050 benötigt ein wenig mehr Strom, sodass die Laufzeit für bis zu 20 Stunden im GPS-Modus ausreichen soll. Bei meinem Edge 1030 Plus waren es noch bis zu 24 Stunden, aber die 20 Stunden reichen eigentlich für problemlos für meine Ausfahrten aus. Wechselt man in den Energiesparmodus, kann man die Laufzeit auf bis zu 60 Stunden erweitern, dabei muss man aber auf ein genaueres Multi-GNSS verzichten genauso wie auf die max. Anzahl der gekoppelten ANT-Sensoren. Die Herzfrequenz und Leistungswerte können dann ebenfalls über die ANT-Sensoren nicht erfasst werden, sondern nur noch die Geschwindigkeit und Kadenz.

Je nach Nutzungsverhalten also wie viel Sensoren gekoppelt sind, kam ich im Alltagstest aber dennoch auf eine nahezu identische Laufzeit wie bei meinem „alten“ Garmin Edge 1030 Plus. Sobald der Akku leer ist, kann dieser über die USB-C Ladebuchse wieder aufgeladen werden. Die Ladegeschwindigkeit hängt dabei aber von eurem verwendeten Netzteil ab. Mit einem normalen Netzteil dauert es daher länger, ist aber zugleich schonender für den Akku. Nimmt man wiederum ein Netzteil mit Schnellladefunktion, ist der Akku schon nach rund 1,5 Stunden voll aufgeladen. Die Ladebuchse ist unter der Abdeckung mit einer Gummidichtung versehen, sodass verhindert wird, dass hier Wasser eindringen kann, dabei muss man aber drauf achten, dass die Klappe komplett angedrückt wird, sonst kann hier gegebenenfalls Wasser eindringen.

Solltet ihr eine längere Akkulaufzeit benötigen, kann man weiterhin über den 5-Pin Anschluss an der Rückseite z. B. den Garmin Charge-Strompack verbinden oder sollte man ein E-Bike nutzen, kann man das ganze auch mit dem Garmin Edge Power Mount permanent mit Strom über den Akku versorgen. Dank des Garmin Charge-Strompack kann die Akkulaufzeit um bis zu 24 Stunden verlängert werden. Also habt ihr ganz lange Touren ohne Lademöglichkeiten vor euch, ist es eventuell zu überlegen, sich dieses nützliche Teil zusätzlich dafür zu erwerben.

Ich bin im Test natürlich keine 20 Stunden am Stück durchgefahren, daher kann ich die Laufzeit mehr oder weniger nur ungefähr berechnen. Wenn ich jedoch nach mehren Routen die prozentuale Reduzierung der Laufzeit pro Stunden beachte, kommt diese versprochene Laufzeit absolut hin bzw. ich konnte hier sogar ein paar Stunden mehr rausholen. Jedoch hängt die Laufzeit sehr von den Einstellungen ab und welche Sensoren ihr damit verbunden habt bzw. natürlich auch auf die Helligkeit des Displays. Doch bei einer Stunde Fahrzeit verlor ich knapp 6 Prozenten, obwohl ich das Garmin Edge 1050 mit meiner elektronischen Sram Force E-Tap Schaltung am Rennrad und dem Garmin Varia RCT716 verbunden hatte.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

App

Die Garmin Connect-App ist wie bereits erwähnt kostenlos sowohl für iOS als auch für Android erhältlich und bietet neben einer tollen Übersicht auch einige Zusatzfunktionen.

Garmin Connect™
Preis: Kostenlos
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In der App kann man zum einen schön übersichtlich die Aktivitäten, welche man absolviert hat begutachten und zudem Informationen zu den gefahrenen Touren einsehen. Dabei bekommt man, sofern man auf die Tour tippt, angezeigt, wie viel Kilometer man dabei gefahren ist, wie lange man gefahren ist. Da ich eine elektronische Sram Schaltung nutze, die ich mit dem Garmin 1050 gekoppelt habe, zeigt man mit dabei sogar die Schaltvorgänge an. Außerdem kann man hier das Höhenprofil und die gefahrene Strecke auf der Karte betrachten. Ansonsten kann man im Kalender jeden Trainingstag einsehen und somit wird automatisch festgehalten, an welchem Tag man wie und wo gefahren ist usw.

Wählt man oben das Garmin Edge aus, in meinem Fall die Abbildung des Edge 1050, bekommt man zusätzliche Funktionen zum Gerät geboten. Hierbei gibt es einige Spielereien, von denen für mich persönlich vor allem der Fahrradalarm wichtig ist. Diesen kann ich nämlich direkt über das Smartphone aktivieren, sobald ich mich weiter vom Rad entferne. Wird ein Diebstahl festgestellt, schlägt das Garmin Edge 1050 einen Alarm, der darauf solange ertönt, bis man den Alarm am Smartphone deaktiviert hat oder diesen am Navi mithilfe des vorher festgelegten PIN deaktiviert hat.

Natürlich bietet das Garmin Edge in Verbindung mit dem Smartphone die Möglichkeit, dass man z. B. über einen angehenden Anruf benachrichtigt wird und der Kalender des Smartphones kann auf Wunsch mit dem Garmin Edge 1050 synchronisiert werden. Praktisch ist auch die Unfall-Benachrichtigung, welche über das Smartphone eingerichtet wird, dabei kann man genau bestimmen, welcher Kontakt eine Notfallbenachrichtigung erhalten soll, sofern das Garmin Edge einen Unfall erkannt hat. Diese Funktion ist bei mir standardmäßig beim Rennradfahrer aktiviert, doch beim Mountainbike muss man dies manuell aktivieren, sofern gewünscht. Wählt man dies aus, erscheint jedoch der Hinweis, dass es hierbei aufgrund der hektischen Bewegungen im Gelände zu Fehlalarmen kommen kann, daher würde ich es hier eher deaktivieren, denn hier löst der Alarm nach meinem Test echt schon sehr leicht aus.

(App: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Garmin EDGE 1050 hat der bekannte GPS-Radcomputer Hersteller ein neues Flaggschiff vorgestellt. Allem voran gefällt mir hier das neue, helle und sehr gut ablesbare LCD-Display. Zwar muss man hierfür den Kompromiss eingehen, dass die Akkulaufzeit etwas geringer wurde, aber diese ist immer noch absolut ausreichend. Gut gefällt mir auch die geworbene elektronische Klingel über den Lautsprecher sowie die Sprachansagen, welche mich noch exakter auf meiner geplanten Route halten.

Durch den umfangreichen Funktionsumfang ist die Software des Garmin Edge 1050 jedoch weiterhin recht verschachtelt, sodass man vor allem am Anfang doch etwas mehr Zeit benötigt, bis man hier genau weiß, wo welche Funktionen versteckt sind. Dies ist auch zugleich der größte Kritikpunkt bei Garmin-Geräten, aber hat man sich dran gewöhnt, überzeugt das Garmin Edge 1050, wie seine Vorgänger-Modelle sehr.

Preis/Leistung

Die UVP des Garmin Edge 1050 hat das Unternehmen mit stolzen 749,99€ festgesetzt, also nochmals teuer als die Vorgängergeräte. Im Bundle mit den zusätzlichen Sensoren (Trittfrequenz-, Geschwindigkeit- und Herzfrequenz-Sensor) kostet es sogar noch 100€ mehr.

Das ist definitiv nicht gerade günstig, jedoch überzeugt es wie bereits zuvor erwähnt in vielen Punkten. Es gehört meiner Meinung nach zu den aktuellen Top-Geräten unter den GPS-Radcomputern, auch wenn es hier und da auch ein paar der erwähnten Schwächen hat. Klar haben hier andere Hersteller in diesen schwächeren Bereichen vielleicht etwas besser abgeschnitten, aber dennoch ist das Garmin Edge ein top Gerät, welches bis auf die teils umständliche Bedienung ansonsten voll und ganz überzeugen kann.

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.garmin.com/de-DE/

Garmin Varia RCT 716

In aller Kürze

Mit dem neuen Garmin Varia RCT 716 hat Garmin nun die 4. Generation des Varia Radarsystem für Fahrräder auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um ein Radar, welches einen vor von hinten heranfahrenden Autos warnt und zugleich als StVZO-konformes Rücklicht arbeitet. Als Neuerung wurde hier zudem noch direkt in das Licht eine Dashcam integriert, so hat man nicht nur per Radar im Blick, wenn ein Auto herangefahren kommt, sondern besitzt im Notfall auch direkt ein Beweis, falls es zu einem Unfall kommen sollte. Des Weiteren wurde die Halterung überarbeitet, sodass diese nun das schwerere Gerät deutlich besser fixiert, was mich persönlich beim Vorgänger noch etwas gestört hatte. Dieses Assistenzsystem ist weiterhin vor allem an Rennradfahrer gerichtet und erhöht meiner Meinung nach die Sicherheit für Radfahrer sehr, sodass ich jedem zu solch einem Radar raten kann. Mit dem Gerät weiß man direkt, wann und wie nahe ein Auto von einem Weg ist bzw. wie schnell ein Auto angefahren kommt und ist somit besser drauf vorbereitet. Ob es dann am Ende nur ein Radar, ein Rücklicht mit Radar oder sogar dieses Model mit Rücklicht, Radar und Dashcam ist jedem seine eigene Entscheidung. Vorrangig entscheidet hier aber auch der Preis, denn die neue Version ist nicht gerade billig.

Gefällt uns

  • einfache Einrichtung
  • gute Akkulaufzeit
  • gute Bildqualität
  • zuverlässige Funktion
  • Licht, Radar und Dashcam in einem

Gefällt uns weniger

  • sehr hoher Preis

Garmin Varia RCT 716

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das Garmin Varia RCT 716 liefert Garmin wie von eigentlich bisher allen Produkten gewohnt, in einer stabilen grauen Verpackung aus. Dabei kann man direkt um die Verpackung einige Abbildungen des Produktes sehen und bekommt auch etwas an Text geboten. 

An der Front der Verpackung, die weitestgehende der des Vorgängermodells dem Garmin Varia RTL516 ähnelt, wird das neue Garmin Varia RCT 716 von vorne betrachtet dargestellt. Dabei handelt es sich um eine maßstabsgetreue Abbildung des Gerätes, bei der das Licht eingeschaltet ist. Direkt neben dem Garmin Varia RCT 716 verläuft von oben nach unten groß der Herstellername sowie direkt unter dem Gerät der Produktname. Außerdem kann wird hier auf Englisch erklärt, das es sich um ein Radar handelt, mit Kamera und Licht.

An der linken Seite ist erneut der Name des Radars zu lesen. Außerdem sieht man auch hier eine Abbildung der Garmin Varia RCT 716, welches jedoch hier von der linken Seite betrachtet gezeigt wird, während man auf der rechten Seite auch den Namen, aber das Produkt von der anderen, also rechten Seite sieht. Die beiden kleinen Stirnseiten wiederum zeigen lediglich ein dezentes Garmin Logo, während die Rückseite neben den Hinweis auf Bluetooth auch den Lieferumfang in mehreren Sprachen verrät.  

Die Verpackung des Garmin Varia RCT 716 kann exakt wie beim Vorgängermodell wahlweise von den beiden kurzen Stirnseiten geöffnet werden. Ich habe die Verpackung aber wie es am sinnvollsten ist, von oben geöffnet, sodass ich in dem kleinen inneren Karton, welchen man noch neben den Handbüchern öffnen kann, direkt das Garmin Varia RCT 716 rausholen kann. Dabei ist das Garmin Varia RCT 716 direkt noch von einer Folie geschützt und dessen Kameraeinheit ist ebenso noch durch eine Klebefolie vor Kratzern geschützt. Im rechten Teil ist eine weitere Tüte vorhanden, in welcher Garmin das ganze Zubehör, also die Sattelhalterung inkl. Montagematerial verstaut hat und zudem finde man bei den Anleitungen noch eine weitere kleine Tütete mit dem USB-A auf USB-C Ladekabel um den verbauten Akku aufzuladen. 

Leider ist die Verpackung weiterhin recht lieblos gehalten bzw. alles ist hier schlicht und einfach in die kompakte Verpackung verstaut worden. Das ganze tut zwar voll und ganz seinen Zweck, aber etwas mehr Liebe zum Detail bzw. in diesem Fall zur Verpackung hätte hier nicht geschadet, aber dann wäre die Verpackung wahrscheinlich auch größer ausgefallen.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Design hat Garmin bei der nun 4. Generation des Radarsystems das Ganze deutlich überarbeitet, denn das neue Garmin Varia RCT 716 fällt deutlich größer und somit auch schwerer aus. Die neue Größe beträgt nun 106,5 x 42 x 31,9 mm (H x B x T) und auf die Waage bringt das gute Stück nun gut doppelt so viel und zwar 147 g. Inklusive Halterung steigt das Gewicht dann sogar auf knapp 200 Gramm an, was gegenüber dem Vorgängermodell auf jeden Fall einiges ausmacht.  

Mit der neu komplett überarbeiteteren Halterung lässt sich das Garmin Varia RCT 716 perfekt und absolut sicher an meiner Aero-Sattelstütze am Rennrad montieren. Zudem integriert sich das Ganze wunderbar am Rennrad, sodass diese keinen allzu großen Einfluss auf die Aerodynamik hat. Außerdem macht der neue Befestigungsmechanismus einen sehr ordentlichen und absolut sicheren Eindruck.

Beim Gehäuse des Garmin Varia RCT 716 gibt es nun zwei Tasten an der linken Seite. Mit der größeren davon schaltet man das Gerät an und die andere mit dem roten Punkt startet bzw. beendet eine Aufnahme. Ansonsten ist lediglich an der rechten Seite ein dezenter „Garmin“ Schriftzug ins Gehäuse eingelassen und unter dem Rücklicht mit Kamera ist ein kleines Mikrofon versteckt. Die kleine Status-LED ist zu den beiden Tasten gewandert, was auch sinnvoll ist, denn so sieht man direkt nach dem Einschalten den Status.

Das Gehäuse des Garmin Varia RCT 716 ist weiterhin zum Großteil aus einem matt-schwarzen Kunststoff gefertigt. An der Seite rundum verlaufend wurde das Ganze wiederum mit einer Gummierung versehen, welche für eine angenehme Haptik sowie für einen sicheren Halt und die nötige Abdichtung gegen Wasser und Staub bietet. Zwischen der Kunststoff-Front und dem seitlichen gummierten Gehäuse verläuft umlaufend ein rotes Lichtband, exakt wie beim Garmin Varia RTL516. Dieses Lichtband wird im eingeschalteten Zustand jedoch nicht komplett beleuchtet, sondern nur das große runde LED-Element vorne sowie die beiden etwas breiteren Aussparungen rechts und links daneben. Der Rest leuchtet mehr oder weniger indirekt, aber keineswegs so hell, da hier keine direkten LEDs verbaut sind. Zu guter Letzt ist an der Rückseite nicht nur der komplett überarbeitete Befestigungsmechanismus vorzufinden, sondern auch ein Aufkleber mit der Modellbezeichnung sowie am unteren Bereich eine Abdeckung, unter welche sich der Ladeanschluss versteckt, bei dem es sich um ein USB-C Anschluss handelt. Direkt darüber gibt es eine weitere Abdeckung, welche mit einer Münze geöffnet werden kann. Hier drunter befindet sich sicher geschützt bzw. Abgedichtet das Fach für die mitgelieferte 16 GB Micro-SD Speicherkarte.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung des Garmin Varia RCT 716 hab ich so weit nichts auszusetzen. Das Gehäuse besteht weiterhin wie beim Vorgängermodell aus Kunststoff und ist nach dem Standard IPX7 geschützt. Dies bedeutet, dass es auch mal versehentlich ins Wasser untergetaucht werden könnte, allerdings nur bis zu einer Tiefe von 1 Meter und max. 30 Minuten, kurz gesagt, werdet ihr beim Radfahren von einem Regenschauer überrascht, müsst ihr euch keine Sorgen machen.

Das zusätzliche X vor der 7 zeigt, dass entsprechende Tests für die Staubdichtigkeit fehlen, denn oftmals wird auch hier eine Zahl angegeben, doch bei einem Rücklicht mit Radarsensor sollte dieser Schutz gegen Wasser ausreichend sein, was nicht bedeutet, dass Staub bzw. Dreck dem Garmin Varia RCT 716 einen Schaden anrichten kann. Zu guter Letzt ist das Garmin Varia RCT 716 sehr schnell und absolut sicher dank des neuen Befestigungsmechanismus am Sattel angebracht und bezüglich eines Abfallens bei einer holprigen Straße muss man sich hier keine Sorgen machen, bei mir hat das Radar immer absolut fest gehalten.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-Art (Laufzeit)Li-Ionen (Bis zu 5 Stunden mit Radarbetrieb, Dauerlichtmodus und 1080p Video-Aufzeichnung)
FarbeSchwarz
Modikontinuierlich An, Aus, Radaraktivierung
Abmessungen106,5 x 42 x 31,9 mm (L x B x T)
Gewicht147 Gramm
Lumen5 Lumen
KonnektivitätANT+®; Bluetooth, WiFi
Schutzklasse IPX7
Betrachtungswinkel220 Grad
Speicherkarte 16-GB-SD-Speicherkarte (inbegriffen)
Kameraeinstellungen1080p/720p mit 30 FPS
BesonderheitIntegrierter Beschleunigungsmesser zum automatischen Speichern von Aufnahmen beim Erkennen von Unfällen
LieferumfangGarmin Varia RCT 716
Halterung + Montagesatz (Ausgleichsstücke für verschiedene Sattelstützen)
USB-C Ladekabel
Schnellstartanleitung
Handbücher
Technische Daten des Garmin Varia RCT 716

Ersteinrichtung und Montage

Das Garmin Varia RCT 716 kann wie die anderen Garmin Varia-Produkte mit unterschiedlichen Geräten verbunden werden. Entweder durch die kostenlose Garmin Varia App mit eurem Smartphone, mit einer kompatiblen Garmin Smartwatch, oder wie ich es gemacht habe mit einem Gerät der Garmin Edge-Serie.

Mit meinem Garmin Edge 1030 Plus erfolgt die Kopplung genau so, wie man es auch von den sonstigen Sensoren wie z. B. dem zusätzliche verfügbaren Trittfrequenz- und Herzfrequenzsensor kennt. Dazu navigiert man direkt zum Einstellungsmenü des Garmin Edge 1030 Plus oder jedem auch einen anderen kompatiblen Garmin Edge-Gerät und wählt hier „Sensor hinzufügen“ aus. Dann wählt man hierbei „ alle durchsuchen“ oder navigiert direkt zum Menüpunkt „Radar“. Anschließend sollte man direkt das Garmin Varia RCT 716 eingeschaltet haben und beide Geräte koppeln sich voll automatisch miteinander. 

Nachdem die Verbindung erfolgreich durchgeführt wurde, erstellt das Garmin Edge automatisch ein sogenanntes Lichtnetzwerk, zu dem ich im nächsten Punkt noch ausführlicher eingehen werde. Der Grund dabei ist mit dem Garmin Varia RCT 716 habt ihr ein Rücklicht, welches ihr eben durch das Garmin Edge als Beleuchtung steuern könnt. Fortan werden euch in der Sensor-Liste direkt zwei neue Sensoren bzw. Geräte angezeigt, dass Varia RCT 716 als Radsensor und die verbaute Beleuchtung separat. Außerdem erschein ab sofort in der oberen rechten Ecke ein neues Symbol mit einem schwatzen Halbkreis und drei gebogenen Linien (wie ein Empfangssymbol).

Die Montage am Sattel ist dann wiederum auf sehr einfach. Dazu einfach die neue Halterung nur Hand nehmen und aus den drei mitgelieferten Ausgleichsstücke das richtige auswählen und dann entweder das ganze mit einem der beiden Silikon-Halterungen befestigen oder mit den drei mitgelieferten Kabelbindern. Ich musste mich für letzteres entscheiden, da die anderen beiden Halterung nicht um meine breite Aero-Sattelstütze gepasst haben. Nach dem Festziehen der Kabelbinder können diese einfach abgeschnitten werden und das Rücklicht durch den Hebel der Befestigung daran befestigt werden. Das Ganze geht sehr einfach und das Rücklicht hält im Anschluss bombenfest, ohne das hier etwas verrutscht oder wackelt.

(Ersteinrichtung und Montage: 4,5 von 5 Punkten)

Einstellungen und Praxis

Nachdem das Garmin Varia RCT 716 erfolgreich mit dem Garmin Edge-Gerät verbunden wurde. Können auf dem Navi verschiedene Einstellungen vorgenommen werden. Durch das Verbinden des Garmin Varia RCT 716 mit meinem Garmin Edge 1030 Plus bekommt man beim mit dem Finger von oben nach unten Wischen nun zwei neue Widgets angezeigt. 

Licht 

Varia-Kamerafunktion

Beim Lichtmodus kann man zwischen Leuchte an, Blinken und aus wählen, jedoch steht „Blinken“ hier beim deutschen Modell nicht zur Verfügung, da ein blinkendes Rücklicht laut der Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt ist. Diese Funktionen bitte lediglich das Modell für Österreich usw. daher solltet ihr das Blinken bevorzugen, dürft ihr euch nicht das deutsche Modell kaufen, aber das Blinken ist in Deutschland theoretisch nicht erlaubt zu nutzen. 

Anders als viele vermuten, soll das Blinken laut der StVZO für eine wenige gute Sichtbarkeit sorgen, denn in den Zwischenabständen des Blickes ist man für Millisekunden nicht sichtbar, sodass es zu einem Unfall kommen kann. Ergibt für mich zwar kaum Sinn, aber StVZO ist eben hier in Deutschland Pflicht.

Neben den Lichtmodi kann man beim neuen Garmin Varia RCT 716 auf die neue Varia-Kamerafunktion zugreifen. Hierüber sieht man zum einen direkt die Auflösung (max. 1080p), welche eingestellt ist und sieht den Akkustand anhand mehrere Balken. Darunter ist es dann direkt möglich, indem man einen der beiden virtuellen Buttons drückt, entweder ein Bild oder ein Clip aufzunehmen. Dies ist jedoch nur notwendig, wenn gerade keine Aktivität vom Radar erkannt wird. Beim normalen Radfahren hab ich das Radar in den Einstellungen so eingestellt, dass bei einer Erkennung eines heranfahrenden Fahrzeugs automatisch eine aufnahmen von bis zu 1:30 Minuten aufgenommen wird. 

Varia App

Statt per Garmin Edge Navi kann das Garmin Varia RCT 716 auch direkt mit einem Smartphone verbunden werden. Somit kann man ganz hochauflösend und modern steuern und direkt die Aufnahmen in guter Qualität übers Smartphone anschauen und natürlich auch Einstellungen vornehmen. 

Hier in der App bekommt man, sofern man kein Garmin Edge Navi nutz, direkt auch angezeigt, ob sich ein Auto oder ein anderes Fahrzeug von hinten annähert und wie weit dieses noch von euch entfernt ist. Des Weitern wird auch hier der Akkustand angezeigt und man kann im unteren Bereich direkt ein Foto aufnehmen bzw. ein Video. Über das linke der beiden oberen blauen Symbole kann man auf alle bisherigen auf der Speicherkarte im Garmin Varia RCT 716 gespeicherten Clips bzw. Aufnahmen zugreifen. Über das Symbol mit den drei Punkten kann man dann wiederum bestimmen, welche Töne man bezüglich des Garmin Varia RCT 716 bekommen möchte und ein paar weniger wichtige Dinge einsehen bzw. nachlesen. 

Viel wichtiger sind dann aber die Einstellungen zum Garmin Varia RCT 716, zu welchen man durch das Tippen auf das entsprechen Symbol oben in der Mitte tippt. Hier sieht man dann direkt das Garmin Varia RCT 716 und darunter, ob bzw. dass dieses aktuell mit eurem Smartphone verbunden ist. Unmittelbar darunter kann man dann auf drei Untermenüs zugreifen. Kamera; Speicher und Software-Updates. Letzteres ist dabei wohl vollkommen selbsterklärend, hier kann man direkt nach einem aktuellen Firmwareupdate suchen und dies gegebenenfalls direkt installieren. 

 Beim Menüpunkt „Speicher“ kann man auf die Galerie, also auf alle Bilder und Video-Aufnahmen zugreifen und diese gegebenenfalls direkt aufs Smartphone downloaden. Während man durch das Menü darunter direkt alles löschen und die Speicherkarte neu formatieren lassen kann. Zu guter Letzt ist der wichtige Einstellungspunkt noch “Kamera“. Hierbei bekommt man dann weitere Untermenüs geboten, angefangen bei Kameraeinrichtung. Hiermit bekommt man direkt ein Live-Bild der Kamera dargestellt und kann so die richtige Ausrichtung perfekt einstellen. Im Aufzeichnungsmodus kann man bestimmen, wie diese gestartet werden soll, Zur Auswahl stehen hier komplett deaktiviert bei Radaraktivität (meine Auswahl) und fortlaufend, also so lange, bis man entweder den Aufnahme-Knopf ab Gerät zum Beenden drückt oder die Aufnahme durch das Ausschalten abbricht. Dann gibt es noch das Menü Videoqualität und Ton, hierbei kann man die Auflösung von 1080p auf 720p für eine höhere max. Akkulaufzeit reduzieren und bestimmen, ob bei der Aufnahme auch der Ton mit aufgenommen werden soll. 

Im nächsten Menü bestimmt man, wie lange die Aufnahme z.B, wie bei mir bei einer Aktivität stattfinden soll. Das kürzeste ist dabei der von Werk eingestellte Wert von 1:30 Minuten, das ganze kann man jedoch auf max. 5 Minuten verlängern. Beim Menüpunkt Unfallaufzeichnung wird diese sofern aktiviert automatisch dazu genutzt, um bei einem erkannten Unfall die Aufnahme als Beweisaufnahme auf der Speicherkarte abzuspeichern. Dabei wird diese Aufnahme separat gespeichert und auch nicht überschrieben, wenn eventuell der Speicher voll sein sollte. Somit hat man eine Beweisaufnahme, sollte es zu einem Unfall kommen, ohne das man selbst dabei Schuld sein sollte.  

Zu guter Letzt gibt es noch den Punkt Datenüberlagerung. Hier bestimmt man quasi was beim Video an Daten bzw. in welche. Einheiten diese angezeigt werden. Dabei habe ich aktiv, dass ich durch das Verwenden des Garmin Edge automatisch beim Übertragen der Daten sehe, wo auf meiner Strecke das Radar etwas erkannt hat. Dann kann man noch das Anzeige-Format des Datums und die Geschwindigkeitseinheit bestimmen. 

Während meines Testzeitraums von mehreren Monaten konnte ich mich auf das Garmin Varia RCT 716 genau wie beim Vorgängermodell immer voll und ganz verlassen. Das Erkennen von heranfahrenden Autos funktionierte immer sehr verlässlich, sofern ein Auto im Radarbereich von 140 Meter hinter einem ist und schneller als 10 km/h fährt. Die max. Geschwindigkeit, die das Garmin Varia RCT 716 erkennen soll, liegt laut Beschreibung bei 160 km/h, sollte ein Auto schneller an euch heranfahren, würde der Fahrer zum einen eine absolute Maise haben und das Gerät würde das Auto nicht oder zu spät erkennen. 

Die Erkennung funktioniert nicht nur bei Autos, sondern auch bei Rollern, Motorräder und anderen Radfahrern hervorragend und ohne Probleme. Voraussetzung, diese fahren eben wie erwähnt schneller als 10 km/h. Beim Garmin Edge 1030 Plus wurde ich auf heranfahrende Fahrzeuge akustisch durch Piepsen des Gerätes und durch das rote Aufblinken der beiden Display-Ränder hingewiesen. Somit konnte ich direkt einen Blick auf das Display werfen, um nachzusehen, wie weit das Auto noch entfernt ist. Dies wird einem nämlich im rechten Bereich durch einen Streifen gezeigt, bei dem man selbst den obersten Punkt darstellt, während der immer näher kommende weiße Punkt ein Fahrzeug ist bzw. auch mehrere. Hier sollen laut Garmin bis zu 6 Fahrzeuge erkennt werden, was ich jedoch nicht testen konnte, da dies bei mir nie der Fall war. Bei mir waren es max. 3 Fahrzeuge, was das Gerät gut erkannt hatte und jedes Fahrzeug durch einen extra Punkt angezeigt hatte.

(Einstellungen und Praxis: 4,5 von 5 Punkten)

Bildqualität 

Die Bildqualität des Garmin beim Varia RCT 716 ist so weit sehr gut. Man muss hier natürlich auf jeden Fall beachten, um was für eine Art es sich handelt, denn man möchte damit keine Action Aufnahmen wie z. B. bei einer GoPro aufnehmen oder kann hier die Kamera eines Smartphones erwartet. Es ist schlicht und einfach eine Kamera, um im Falle eines Unfalls direkt auch das Beweismaterial im Besitzt zu haben, um somit den Unfallgrund und zugleich die Schuldfrage zu beweisen. 

Die Auflösung Full-HD ist daher genau richtig und man benötigt hier keine 4K Aufnahmen. Man erkennt die Kennzeichen gut und somit hat man eigentlich alles wichtige festgehalten. Die Gesichter der Fahrer sind jedoch hier nicht erkennbar, was jedoch nicht an der Kamera bzw. deren Qualität liegt, sondern an der Verglasung der Autos. Nicht umsonst wird bei Blitzern geblitzt, um diesen Effekt zu neutralisieren, denn ohne Blitzlicht wie hier spiegeln sich auf der Scheibe eigentlich nur die Wolken, Bäume usw. Gut ist, dass auf jeder Aufnahme direkt auch das Datum sowie die eigene Geschwindigkeit mit registriert wird, sodass alles sicher hinterlegt ist.

(Bildqualität: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit gibt Garmin beim Varia RCT 716 mit bis zu 5 Stunden an und zwar bei Dauerlicht und 1080p Video-Aufzeichnung. Somit bietet das neue Radar eine kürzere Laufzeit als das Vorgängermodell, was an einem großen Unterschied liegt, nämlich an der Kamera, die viel Strom benötigt. Das Radar wird deutlich wärmer als der Vorgänger, was zeigt, dass hier deutlich mehr Akku verbraucht wird. Die angegeben 5 Stunden konnte ich sehr gut erreichen, jedoch variiert die Laufzeit je nach Aktivitäten also wie viel die Kamera aufzeichnen muss.

Max. 6 Stunden, dann war bei mir im Langzeittest Schluss, ganz gut und ehrlich gesagt reicht es mir, denn 6 Stunden am Stück fahre ich wirklich selten. Ohne aktive Kamera hat der Akku übrigens rund 9 Stunden gereicht, also so lange wie beim Vorgängermodell.

Das Aufladen des Akkus dauert leider sehr lange, denn der USB-C Anschluss unterstütz hier leider nur 0,5 Ampere Ladestrom. Somit dauert eine volle Aufladung rund 3 Stunden. Bezogen auf die max. Laufzeit mit aktiver Kamera ist dies natürlich nicht gerade Schnellladen und daher etwas schade, aber dafür hält der Akku womöglich durch das schonendere Laden länger.

(Akkulaufzeit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Garmin Varia RCT 716 bietet Garmin ein neues interessantes Sicherheitszubehör für Radsportfans bzw. vorrangig für Rennradfahrer, die viel auf der Straße unterwegs sind, an. Das Erkennen von annähernden Fahrzeugen funktioniert dabei wie bisher bei den Radars von Garmin gewohnt absolut zuverlässig und hinterlässt bei mir ein sichereres Gefühl auf der Straße. Als begeisterter Rennradfahrer habe ich das Gerät absolut lieben gelernt und möchte es auf keiner Tour mehr missen. Die neue zusätzliche Kamera ist ein tolles neues Feature, sodass man im Falle eins Unfalls ein Beweis hat, wer daran Schuld ist, bzw. war. Ob einem das Ganze jedoch gut 200 € mehr wert ist, muss jeder selbst entscheiden, für mich gilt hier jedoch besser haben als brauchen und daher ist die zusätzliche Sicherheit wichtig, auch wenn ich froh bin, wenn ich nie in Gebrauch der Kamera bezüglich eines Unfalls kommen werde.

Preis/Leistung

Die UVP des Garmin Varia RCT 716 hat das Unternehmen mit stolzen 399,99€ festgesetzt. Also stolze 200 € mehr als beim Radar mit Rücklicht dem Garmin Varia RTL516. Je nach Händler ist das gute Stück inzwischen auch schon etwas günstiger erhältlich und so zahlt man aktuell rund 320 € dafür. Immer noch viel Geld, aber es ist sein Geld wert. Braucht man die Kamera nicht, ist das Garmin Varia RCT716 auf jeden Fall die bessere und günstiger Alternative, aber alle drei Geräte, also auch nur das reine Radar Garmin Varia RVR315 haben ihre Daseinsberechtigung. Letzteres kostet nämlich nur 150€, jedoch muss man dabei auf die zusätzliche Rücklichtfunktion und Kamera verzichten.

Garmin Varia RCT 716

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.garmin.com/de-DE/

Garmin Varia RTL516

In aller Kürze

Mit dem neuen Garmin Varia RTL516 hat Garmin nun die 3. Generation des Varia Radarsystem für Fahrräder auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um ein Radar, welches einen vor hinten heranfahrenden Autos warnt und zugleich als StVZO-konformes Rücklicht arbeitet. Dieses Assistenzsystem ist vor allem an Rennradfahrer gerichtet und erhöht meiner Meinung nach die Sicherheit für Radfahrer enorm. Mit dem Gerät weiß man direkt, wann und wie schnell ein Auto angefahren kommt und ist somit besser drauf vorbereitet.

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • lange Akkulaufzeit
  • zuverlässige Funktion
  • Licht und Radar in einem

Gefällt uns weniger

  • hoher Preis

Garmin Varia RTL516

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das Garmin Varia RTL516 liefert Garmin wie von eigentlich bisher allen Produkten, die ich vom Unternehmen getestet habe, in einer sehr stabilen grauen Verpackung aus. Dabei zieren die Verpackung einige Abbildungen des darin befindlichen Gerätes und einige wenige Informationen zu diesem. 

Auf der Oberseite der Faltschachtel wir das Garmin Varia RTL516 von vorne betrachtet dargestellt. Dabei handelt es sich um eine minimal kleinere Abbildung des Gerätes, bei der das Licht eingeschaltet ist. Direkt neben dem Garmin Varia RTL516 verläuft von oben nach unten groß der Herstellername sowie direkt unter dem Gerät der Produktname. 

An der linken Seite ist erneut der Name des Radars zu lesen. Außerdem sieht man auch hier eine Abbildung der Garmin Varia RTL516, welches jedoch hier von der linken Seite betrachtet gezeigt wird. Die beiden kleinen Stirnseiten zeigen lediglich ein dezentes Garmin Logo, während die rechte Seite neben dem Produktnamen einige weitere Infos zum Produkt verrät. Dabei wird unter anderem die Akkulaufzeit, die Helligkeit des Rücklichts und mit welche Funk-Standards bzw. Geräten das Garmin Varia RTL516 verbunden werden kann. 

Die Verpackung des Garmin Varia RTL516 kann wahlweise von beiden kurzen Stirnseiten geöffnet werden. Dabei wird das gesamte Innere einfach komplett herausgezogen und man erkennt direkt an der Oberseite das Garmin Varia RTL516, welches hierbei zum Schutz wie alle weiteren Elemente in eine separate Folie eingepackt wurde. In demselben Kartonage-Einsatz versteckt sich in der eben darunter das restliche Zubehör, bei dem es sich zum einen um die üblichen Beschreibungen bzw. Kurzanleitungen handelt und die Befestigungselemente. Dabei setzt Garmin auf den typischen Garmin Drehverschluss-Mechanisums, welcher auch an allen Garmin Edge Geräten zu Einsatz kommt. Um den Halter sowohl an klassischen runden Sattelstützen als auch an Aerosattelstützen befestigen zu können, liefert Garmin hier drei verschiedene Gummiadapter mit und zwei unterschiedlich große Gummis, mit dem die Halterung dann sicher am Sattel befestigt wird.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Design hat Garmin bei der nun 3. Generation des Radarsystems weniger auf äußerliche Veränderungen gesetzt, sondern vielmehr an den inneren Elementen Hand angelegt.

Das Garmin Varia RTL516 ist von der Größe gerade einmal 39, 6 x 98,6 x 19,7 mm (B x H x T) groß und das Gewicht liegt bei knapp 72 g. Somit fällt das Radarsystem bei einer langen Tour nicht wirklich ins Gewicht und lässt sich durch seine längliche und zudem abgerundete Form perfekt hinter der Sattelstütze integrieren. Damit dürfte das System keinen allzu großen Einfluss auf die Aerodynamik haben und macht insgesamt einen aufgeräumten und optischen schönen Eindruck. 

Beim Gehäuse des Garmin Varia RTL516 ist nur eine einzige Taste an der Oberseite vorhanden, mit welcher das Garmin Varia RTL516 ein- und ausgeschaltet wird. Ansonsten ist lediglich an der rechten Seite beim dezenten Garmin Schriftzug eine kleine LED verbaut, welche über den aktuelle Status informiert. 

Der Gehäuse des Garmin Varia RTL516 ist aus einem matt-schwarzen Kunststoff gefertigt, der zum hinteren Teil durch ein umlaufendes rotes Lichtband unterbrochen wird. Dieses Lichtband wird im eingeschalteten Zustand jedoch nicht komplett beleuchtet, sondern nur das große runde LED-Element vorne sowie die beiden etwas breiteren Aussparungen rechts und links daneben. Zu guter Letzt ist an der Rückseite nicht nur der bereits erwähnte Garmin-Befestigungsmechanisum vorzufinden, sondern auch ein Aufkleber mit der Modellbezeichnung sowie der Ladeanschluss, bei dem es sich um ein Micro-USB-Anschluss handelt. Dieser ist zum Schutz vor Spritzwasser mit einer Gummiabdeckung verschlossen, welcher vor jedem Fahrtantritt geschlossen sein sollte, bzw. am besten schon direkt nach dem Aufladen geschlossen wird.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung des Garmin Varia RTL516 hab ich soweit nichts auszusetzen. Das Gehäuse wirkt solide und ist zudem nach dem Standard IPX7 geschützt. Dies bedeutet, dass es auch mal versehentlich ins Wasser untergetaucht werden könnte, allerdings nur bis zu einer tiefe von 1 Meter und max. 30 Minuten. Das zusätzliche X vor der 7 zeigt, dass entsprechende Tests für die Staubdichtigkeit fehlen, denn oftmals wird auch hier eine Zahl angegeben, doch bei einem Rücklicht mit Radarsensor sollte dieser Schutz gegen Wasser ausreichend sein. Zu guter Letzt ist das Garmin Varia RTL516 schnell und sicher dank des Garmin-Befestigungsmechanisums am Sattel angebracht.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-Art (Laufzeit)Li-Ionen (bis zu 9 Stunden)
FarbeSchwarz
ModiStändiger Lichtmodus
Abmessungen98,6 x 19,7 x 39,6 mm (L x T B)
Gewicht71 g.
Lumen5
KonnektivitätANT+®; Bluetooth
Schutzklasse IPX7
Betrachtungswinkel220 Grad
LieferumfangGarmin Varia RTL516
Halterungen für verschieden Satteldurchmesser und Arten (Standard- und Aero-Stütze) 
Micro-USB-Kabel
Handbücher
Technische Daten des Garmin Varia RTL516

Ersteinrichtung und Montage

Das Garmin Varia RTL516 kann mit unterschiedlichen Geräten verbunden werden, entweder via kostenloser Garmin Varia App mit eurem Smartphone, mit einer kompatiblen Garmin Smartwatch, oder wie ich es gemacht habe mit einem Gerät der Garmin Edge-Serie.

Mit meinem Garmin Edge 1030 Plus erfolgt die Kopplung genau so, wie man es auch von den sonstigen Sensoren wie z. B. dem zusätzliche verfügbaren Trittfrequenz- und Herzfrequenzsensor kennt. Dazu navigiert man in das Einstellungsmenü des Garmin Edge-Gerät und wählt hier „Sensor hinzufügen“ aus und darauf hin wählt man hier „ Alle durchsuchen“ oder scrollt direkt zum Menüpunkt „Radar“. Anschließend sollte man direkt das Garmin Varia RTL516 eingeschaltet haben und beide Geräte koppeln sich automatisch miteinander. 

Nachdem die Verbindung erfolgreich durchgeführt wurde, erstellt das Garmin Edge automatisch ein sogenanntes Lichtnetzwerk, zu dem ich im nächsten Punkt noch ausführlicher eingehen werde. Ab sofort werden euch in der Sensor-Liste nun auch direkt zwei neue Sensoren bzw. Geräte angezeigt, dass Varia RTL516 als Radsensor und die Beleuchtung separat. Außerdem erschein ab sofort in der oberen rechten Ecke ein neues Symbol mit einem schwatzen Halbkreis und drei gebogenen Linien (wie ein Empfangssymbol)

(Ersteinrichtung und Montage: 4,5 von 5 Punkten)

Einstellungen und Praxis

Nachdem das Garmin Varia RTL516 erfolgreich mit dem Garmin Edge-Gerät verbunden wurde. Können auf dem Navi verschiedene Einstellungen vorgenommen werden.  

Über die Auswahl Sensor -> Netzwerkoption kann man zwischen vier verschiedenen Lichteinstellungen wählen, wobei ich hier im Alltag lediglich automatisch verwendet habe. Zur Auswahl stehen automatisch, ohne Licht, gute Sichtbarkeit und Trail. Bei gute Sichtbarkeit ist die Beleuchtung zwar nochmals etwas heller als bei Automatik, doch dafür reduziert sich logischerweise auch die max. Akkulaufzeit und ehrlich gesagt, der Automatikmodus ist hell genug, um im dunkeln erkannt zu werden. Ein Blinkmodus besitzt das Garmin Varia RTL516 nicht in jedem Land, das liegt daran, dass es z. B. in Deutschland nach der StVZO zugelassen ist und dies hierbei gesetzlich verboten wird. In anderen internationalen Ländern wird die Möglichkeit des blinkenden Lichts wiederum erlaubt, was meiner Meinung nach auch die Sichtbarkeit eines Radfahrers deutlich erhöht.  

Neben den Lichtmodi kann auch bestimmt werden, ob das Licht direkt beim Einschalten angehen soll oder automatisch, wenn man eine Aktivität aufzeichnet. Ich hab mich hier jedoch für das Erste entschieden, was von Werk aus eingestellt ist, da ich in der der Nacht bzw. Dämmerung immer gesehen werden möchte. 

Während meines Testzeitraums von mehreren Wochen konnte ich mich auf das Garmin Varia RTL516 immer verlassen. Die erkennen von heranfahrenden Autos funktionierte immer sehr verlässlich, sofern ein Auto im Radarbereich von 140 Meter hinter einem ist und schneller als 10 km/h fährt. Die max. Geschwindigkeit, die das Garmin Varia RTL516 erkennen soll, liegt laut Beschreibung bei 160 km/h, sollte ein Auto schneller an euch heranfahren, würde der Fahrer zum einen eine absolute Maise haben und das Gerät würde das Auto nicht oder zu spät erkennen. 

Die Erkennung funktioniert nicht nur bei Autos, sondern auch bei Rollern und anderen Radfahrern, sofern diese schneller als 10 km/h sind. Außerdem sehr praktisch finde ich die Möglichkeit, dass Varia Radar mit mehreren Headunits (Garmin-Geräten) gleichzeitig zu koppeln, sodass bei Gruppenausfahrten jeder Teilnehmer die Informationen auf seinem Gerät erhält, obwohl nur der hinterste Radfahrer der Gruppe mit einem Radarsensor ausgestattet ist.

Beim Garmin Edge 1030 Plus wurde ich auf heranfahrende Fahrzeuge akustisch durch Piepsen des Gerätes und durch das rote Aufblinken der beiden Display-Ränder hingewiesen. Somit konnte ich direkt einen Blick auf das Display werfen, um nachzusehen, wie weit das Auto noch entfernt ist. Dies wird einem nämlich im rechten Bereich durch einen Streifen gezeigt, bei dem man selbst den obersten Punkt darstellt, während der immer näher kommende weiße Punkt ein Fahrzeug ist bzw. auch mehrere. Hier sollen laut Garmin bis zu 6 Fahrzeuge erkennt werden, was ich jedoch nicht testen konnte, da dies bei mir nie der Fall war. Bei mir waren es max. 3 Fahrzeuge, was das Gerät gut erkannt hatte und jedes Fahrzeug durch einen extra Punkt angezeigt hatte.  

(Einstellungen und Praxis: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit gibt Garmin beim Varia RTL516 mit bis zu 9 Stunden an. Diese kann man im Automatikmodus auch problemlos erreichen, sodass das Rücklicht sicherlich für mehrere Touren durchhalten sollte. 

Auf dem Garmin Edge 1030 Plus habe ich mir ein Datenfeld anzeigen lassen, welches mir immer den Akkustand in Prozent zeigt. Dafür muss man sich jedoch ein sogenanntes Widget installieren, denn von Werk aus erscheint lediglich im unteren Rand ein Hinweis, das Gerät bald möglichst aufzuladen. Das komplette Aufladen des Akkus dauert an der Steckdose knapp 3 einhalb Stunden, was soweit ganz gut ist.

(Akkulaufzeit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Garmin Varia RTL516 bietet Garmin ein interessantes Sicherheitszubehör für Radsportfans bzw. vorrangig für Rennradfahrer, die viel auf der Straße unterwegs sind, an. Die Erkennung von annähernden Fahrzeugen funktioniert dabei sehr zuverlässig und hinterlässt bei mir ein sichereres Gefühl auf der Straße. Als begeisterter Rennradfahrer habe ich das Gerät absolut lieben gelernt und möchte es auf keiner Tour mehr missen.

Preis/Leistung

Die UVP des Garmin Varia RTL516 hat das Unternehmen mit stolzen 199,99€ festgesetzt. Aufgrund der aktuellen MwST senkung in Deutschland ist dieses zumindest dort für 195€ etwas billiger. Sehr viel mehr lässt sich hier jedoch aktuell auch bei anderen Händlern nicht sparen, da das Produkt noch sehr frisch auf dem Markt ist bzw. erst noch verfügbar sein wird.  

Sollte man jedoch auf die zusätzliche Rücklichtfunktion verzichten könne, dann kann man auch zum Varia RVR315 greifen. Dies kostet nämlich nur 150€, jedoch muss man dabei auf die zusätzliche Rücklichtfunktion verzichten.

Garmin Varia RTL516

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.garmin.com/de-DE/

Garmin Edge 1030 Plus

In aller Kürze

Mit dem neuen Garmin Edge 1030 Plus hat Garmin das neuste Top-Modell der Garmin Edge Navi-Serie vorgestellt, welches zugleich der Nachfolger des normalen Edge 1030 ist. Um es kurz zu sagen, das Garmin Edge 1030 Plus ist der aktuell am besten ausgestattete GPS-Fahrradcomputer, der zudem den größten Funktionsumfang auf dem Markt bietet. Kleine Kritik gibt es lediglich beim Menüaufbau, was jedoch dem sehr üppigen Funktionsumfang geschuldet ist.

Ansonsten erhält man hier ein technisch und vom Funktionsumfang top GPS-Fahrrad-Navigationsgerät, welches jedoch auch seinen Preis hat, diesen aber meiner Meinung nach absolut Wert ist. Schließlich ist es das aktuelle beste GPS-Fahrrad-Navigationsgerät auf dem Markt, welches in allen zweirädrigen Sportarten einen hervorragende Arbeit leistet.

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • lange Akkulaufzeit
  • top Verarbeitung
  • umfangreicher Funktionsumfang
  • sehr gute Navigation

Gefällt uns weniger

  • Menü etwas unübersichtlich
  • hoher Preis

Garmin Edge 1030 Plus

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das Garmin Edge 1030 Plus liefert Garmin wie ich es bereits von anderen Produkten des Unternehmens kenne, in einer sehr stabilen grauen Verpackung aus. Dabei zieren die Verpackung einige Abbildungen des darin befindlichen Gerätes und einige wenige Informationen zu diesem.  

Auf der Oberseite des Deckels wir das Garmin Edge 1030 Plus von oben betrachtet dargestellt. Dabei handelt es sich um eine original große Abbildung des Gerätes, welche hier einen Kartenabschnitt darstellt. Direkt neben dem Navi verläuft von oben nach unten groß der Herstellername sowie links unter dem Navi der Produktname. An der rechten und linken Seite ist erneut der Name des Navis zu lesen und darüber sieht man links das Garmin Edge 1030 Plus von links und auf der rechten Seite von rechts. Die untere Stirnseite ist weniger interessant, den hier gibt es nur das Kleingedruckte zum Unternehmen sowie die ganzen Infos zu den Lizenzen usw. 

Wichtig wäre hier wiederum die Rückseite, denn diese hält zahlreiche Informationen zum Edge 1030 Plus bereit. Dazu zählen, um einige Beispiele zu nennen: die Akkulaufzeit, die Displaygröße und das Gewicht sowie einige fürs Unternehmen wichtige Ausstattungsmerkmale des neueste Fahrrad-Navigationsgerätes.    

Direkt nach dem Entfernen des Deckels erblickt man das Garmin Edge 1030 Plus, welches in einer Folie eingepackt ist und zudem in einem Karton-Einsatz eingesetzt wurde. Darunter wiederum liegt das restliche Zubehör lose in mehren Verpackungen herum. Dazu zählen verschiedene Teile für die unterschiedlich großen Lenker-Halterungen und eine Aero-Halterung, ein Micro-USB-Ladekabel, ein Befestigungsband (Handschlaufe) und verschiedene Handbücher.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Design des Garmin Edge 1030 Plus setz Garmin auf ein einheitliches schwarzes Gehäuse. Das Vorgängermodell (ohne Plus) kam noch in einem schwarz/weisen Look daher, der nicht jedem gefallen hatte.

Der mattschwarze Look des Gehäuses, welches rundum mit einer leichten rauen Oberfläche versehen wurde, gefällt mit sehr gut. Somit liegt das Gerät nämlich auch mit nassen bzw. schwitzigen Händen hervorragend in der Hand. Bringt man zudem die Halteschlaufe an der Unterseite an, welche im Lieferumfang enthalten ist, dann kann man hier für noch einen zusätzliche Sicherheit sorgen, indem man beim Wegnehmen vom Halter automatisch durch die Schlaufe durchgreift oder das Band am Lenker befestigt.   

Die Oberseite des Garmin Edge 1030 Plus nimmt das ausreichend große 3,5 Zoll Display ein, welches an den Seiten mit einem schmalen und oben sowie unten mit einem etwas breiteren Displayrahmen versehen wurde. Am unteren Rand des Displayrands wurde das typische silberne Garmin-Logo integriert und im oberen Rand verbiegen sich einige Sensoren wie z. B. der Helligkeitssensor, der die automatische Display-Helligkeit reguliert.  

Sämtliche Bedienknöpfe hat Garmin wie beim Edge 1030 an den Seiten verteilt, somit bleibt das Display komplett überschaubar. Soweit ganz gut, doch mit der Aero-Halterung wird es da z. B. bei mir etwas eng zwischen Lenker und Navi, sodass man die Knöpfe nicht mehr so leicht erreichen kann. An der linken Seite ca. im oberen Drittel ist der Power-Button platziert worden. Damit wird das Gerät durch Längeres gedrückt Halten, angeschaltet und wenn man den Kopf im eingeschalteten Zustand länger gedrückt hält, kann man die Displaysperre aktiveren, in den Ruhestand wechseln oder das Gerät komplett Ausschalten. 

Unten an der kurzen Seite findet man zentral eine Abdeckung, unter der sich im Falle des Garmin Edge 1030 Plus lediglich ein Micro-USB-Anschluss zum Aufladen des Akkus und zur Datenübertragung verbaut wurde. Der noch beim Garmin Edge 1030 eingesetzte Micro-SD Karten-Einschub wurde entfernt, dafür hat man wiederum den internen Speicher erhöht. Links neben der Abdeckung des Lade-Anschlusses ist die Zurück-Taste und rechts die Start-/Stop-Taste, mit der man das Aufzeichnen der Strecke schnell starten und pausieren kann.

An der kurzen Stirnseite oben wurde das Gerät bewusst nach oben hinweg leicht schräg designt, sodass man hier das Gerät z. B. zusätzlich für mehr Sicherheit noch mit dem Zeigefinger halten kann, und zudem ist hier das Herstellerlogo aufgedruckt. Somit sehen andere Personen von vorne direkt, dass es sich hierbei um ein Garmin-Navigationsgerät handelt. Zu guter Letzt befindet sich an der Unterseite ziemlich mittig vom Gerät der gewohnte Garmin-Vierteldrehungs-Befestigungszapfen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung des Garmin Edge 1030 Plus hat Garmin soweit sehr gute Arbeit geleistet. Das Gehäuse sitzt fest und es knarzt beim leichten Zusammendrücken nichts. Außerdem besitzen alle Knöpfe einen angenehmen Druckpunkt, sodass die Knöpfe bei jedem Drücken zuverlässig reagieren. Das Gerät ist nach dem Standard IPX7 geschützt, dies bedeutet, dass es auch mal versehentlich ins Wasser untergetaucht werden kann, allerdings nur bis zu einer tiefe von 1 Meter und max. 30 Minuten. Das zusätzliche X vor der 7 zeigt, dass entsprechende Tests für die Staubdichtigkeit fehlen, denn oftmals wird auch hier eine Zahl angegeben, doch bei einem Navigationsgerät für den Outdoor-Einsatz ist meistens nur der Schutz gegen Wasser angegeben. Dank IPX 7 ist man hier auf jeden Fall auf der sicheren Seite, denn somit macht auch ein überraschender Regenschauer dem Garmin Edge 1030 Plus nichts aus.

Apropos Regen sollte dieser stärker sein und dadurch auf dem Display landen, was selbstverständlich nahezu unvermeidlich ist, gibt es hier keinerlei Probleme. Das Display macht sich weder selbstständig, noch lässt es sich durch die Regentropfen nicht mehr bedienen. Dabei kann man zudem zwischen drei Empfindlichkeitsstufen wählen, wie empfindlich das Display reagieren soll.

Der Lieferumfang an Halterungen bzw. Befestigungsmaterial ist sehr umfangreich und macht einen sehr stabilen Eindruck. Angebracht am Lecker, dem Vorbau am Mountainbike oder beim Rennrad mit der Aero-Lenkerhalterung, macht das Gerät nicht nur eine gute Figur, sondern hält anschließend auch bombenfest (an der Aero-Halterung am sichersten). Beim Lade- und Daten-Übertragungs-Anschluss handelt es sich leider um einen in die Jahre gekommenen Micro-USB-Anschluss hier hätte ich mir natürlich einen USB-C-Anschluss gewünscht. Schließlich habe ich auf langen Touren immer ein USB-C Kabel  dabei. Somit muss ich persönlich nun halt noch ein weiteres Kabel mitnehmen, jedoch hält sich dessen Platzbedarf und Gewicht bei der Radtour absolut in Grenzen.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-Art (Laufzeit)Li-Ionen (bis zu 24 Stunden)
GPSUnterstützung für GPS / GLONASS / GALILEO
FarbeSchwarz
DisplayTouchscreen, farbig, 282 x 470  Pixel, 8.9 cm (3,5″) Zoll
AbmessungenBreite: 58 mm; Höhe: 114 mm; Tiefe: 19 mm
Gewicht124 g.
Speicher32 GB (nicht erweiterbar)
IP-Klasse (Wasserdichte)IPX7
Vorinstallierte Kartenweltweite Karte
LieferumfangGarmin Edge 1030 Plus
Halterungen für verschieden Lenkerdruchmesser und Arten (Standard- und Aero-Halterung) 
Micro-USB-Kabel
Befestigungsband
Handbücher
Technische Daten des Garmin Edge 1030 Plus

Ersteinrichtung und Montage

Vor der Ersteinrichtung ist es eigentlich wie bei allen Geräten mit einem fest verbauten Akku zu empfehlen, das Garmin Edge 1030 Plus erst einmal komplett aufzuladen. Damit wird dafür gesorgt, dass der Akku direkt weiß, wann er komplett voll ist und wann dieser leer ist. Somit findet dann quasi direkt eine Kalibrierung des Akkus statt.

Die Montage des Garmin Edge 1030 Plus ist soweit sehr einfach und schnell erledigt. Dazu können die unterschiedlich großen Lenkerhalterung mithilfe von den beiliegenden verschieden großen Halte-Gummis am Lenker oder dem Vorbau befestigt werden. Außerdem liegt die sogenannte Aero-Lenkerhalterung bei, die dafür sorgt, das das Navi leicht vor dem Lenker hängt und das absolut sicher, da diese mir einer Schraube befestigt wird. Der benötigte Inbusschüssel liegt hier im Lieferumfang übrigens bei. Letztere Halterung empfiehlt sich vor allem bei Rennrädern, da man hier sowieso meist kürzer entfernt vom Lenker sitzt, ob man zusätzlich noch eine der Gummiringe in die Aero-Halterung einlegen muss und vor allem welche, hängt hier vom Lenkerdurchmesser ab. 

Sollte man sich für das Garmin Edge 1030 Bundle entschieden haben, dann liegen im Lieferumfang auch ein Herzfrequenzsensor, ein Trittfrequenz- und Geschwindigkeitssensor bei. Die zwei letzt genanten Sensoren sind ebenfalls schnell angebracht und können auch bei Bedarf schnell von einem zum anderen Rad gewechselt werden, da diese lediglich via Gummis am Rad und der Kurbel befestigt werden.

Nun zur Einrichtung des Garmin Edge 1030 Plus. Direkt nach dem Einschalten muss man erst einmal die Sprache einstellen, dann soll man sich die „Garmin Connect-App“ aus dem Appstore laden, welche kostenlos für iOS (Apple-User) und im Google Play Store (Android-User) erhältlich ist. Durch das Tippen auf fortfahren auf dem Display des Garmin Edge 1030 Plus sucht das Navi nach einem Smartphone, dazu sollte jedoch Bluetooth eingeschaltet sein. Nun in die Garmin Connect App gehen und dort sollte einem direkt angezeigt werden, dass eine Verbindung zum Garmin Edge 1030 Plus möglich ist. Hier im Menü dann auf Verbinden tippen und anschließend auf Start. Sobald der Bluetooth-Code an beiden Geräten angezeigt wird und identisch ist beim Smartphone auf Koppeln tippen, damit beide eine Bluetooth-Verbindung miteinander eingehen können.  

Ist dies getan, muss man noch die Maßeinheit (Metrisch) und das Zeitform (12 oder 24 Stunden) auswählen. Das eigene Geschlecht auswählen sowie das Geburtsdatum, Gewicht und Größe. Anschließend kann man bei Bedarf die Sensoren, wenn man z. B. das Bundle gekauft hat, direkt mit dem Gerät koppeln oder andere Geräte wie z. B. den Garmin Varia Radar, den ich übrigens auch gerade teste. Im darauffolgenden Untermenü kann man Aktivitätsprofile anlegen, was ich natürlich gemacht habe und man so direkt wählen kann, welche Radtypen man fährt (bei mir Rennrad, Mountainbike und Indoor). Zu guter Letzt kommen dann noch die Warnhinweise, dass man das Navi wegen der Ablenkung nicht währen dem Fahren bedienen soll usw. und schon ist das Gerät einsatzbereit. 

Ich würde in den Einstellungen direkt das Garmin Edge 1030 Plus mit eurem WLAN daheim verbinden, denn dadurch könnt ihr direkt das aktuelle Software-Update mit zahlreichen Fehlerbehebungen und einigen neuen Funktionen installieren. Aktuelle Version Mitte August ist hier die kurz vor meinem Test veröffentlichte Version 3.0.

(Ersteinrichtung und Montage: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Display des Garmin Edge 1030 Plus handelt es sich um 3,5 Zoll (8,9 cm)  kapazitives Farbdisplay. Dieses lässt sich, wie ich es bereits von anderen Garmin Outdoor-Navigationsgeräten kenne, nahezu unter allen Lichtbedienungen sehr gut ablesen und das auch beim Tragen einer Sonnenbrille. Der verbaute Helligkeitssensor, den ich auf jeden Fall aktivieren würde, arbeitet sehr zuverlässig und sorgt somit dafür, dass der Licht-Schatten-Wechsel hervorragend funktioniert. Fährt man z. B. von der sonnigen Straße in einen dunklen Tunnel, wird automatisch und sehr schnell die Hintergrundbeleuchtung des Displays hinzugeschaltet bzw. erhöht. Die Kontrastverhältnisse werden somit immer perfekt angepasst und man hat so auch in der Nacht alle wichtigen Daten und die Route im Blick.

Das 3,5 Zoll große Display löst mit 282 x 470 Pixeln auf, was zwar etwas geringer als beim vor Kurzem getesteten Mio Cyclo Discover ist, doch fürs Navigieren auf dem Rad ist diese Auflösung absolut ausreichend. Wäre die Auflösung nämlich höher, dann würde dies sehr der Akkulaufzeit zulasten fallen und wie gesagt, die Auflösung reicht hier vollkommen aus. Positiv für mich als Mountainbiker, da ich häufig mit Handschuhen fahren, dass der Touchscreen auch mit Handschuhen steuerbar ist. Dabei spielt es jedoch eine Rolle, wie dick die Handschuhe sind, also ein dünner Sommerhandschuh ermöglicht eine sehr gute Bedienung, während ein dickerer Handschuh dies wiederum nicht ermöglicht.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Navigation

Neu beim Garmin Edge 1030 Plus ist, dass die vorinstallierten Karten nicht mehr nur regionsspezifisch sind, sodass man hierzulande z. B. nur die Europa Karten verwenden kann. Jetzt sind auch weitere weltweite Fahrradkarten verfügbar, welche man ganz einfach über Garmin Express am PC oder Mac auf das Gerät installieren kann. Dafür gibt es mit dem neusten Update der Software ein neues Menü zum Verwalten der ganzen karten. Somit hat man, egal wo man ist, immer die richtigen Karten auf dem Gerät bzw. kann, bevor man z. B. nach Amerika oder wo anders außerhalb von Europa plant, mit dem Rad fahren zu gehen, die Karten zuvor im Gerät installieren.   

Beim Navigieren erwies sich der neue Pieper als besonders praktisch. Dieser soll lauter als beim Garmin Edge 1030 sein, was ich so auch bestätigen kann, denn ein Kollege hat das normale Garmin Edge 1030 und der Unterschied ist echt überraschend groß. Dieser Pieper ist sozusagen der Lautsprecher auf der Unterseite, der bei einem Navi sich dann bemerkbar macht, wenn man z. B. in Kürze abbiegen muss und bei einigen weiteren Hinweisen ertönt.   

Bei der Navigation ist das Garmin Edge 1030 Plus ein hervorragendes Gerät. Endlich gibt es beim falsch Abbiegen nicht mehr ständig die Meldung, dass man wenden soll. Sollte man nämlich mit dem Gerät falsch abbiegen, dann hört man den typischen Piepton für den Hinweis, das es was Neues auf dem Display gibt, dann hat man in den meisten Fällen die Wahl, dass man die Navigation anhält oder umleitet. Wählt man hier nichts aus, dann fühlt sich das Anzeige-Element des Umleitungs-Button und dann wird automatisch eine Umleitung bzw. alternative berechnet. Im oberen Display-Rand erscheint dann die Meldung „Routing to Course“, sodass zusätzlich zur Lila-Strecke (berechnete Strecke) noch ein Teil violett wird (die Umleitung-Strecke). 

Was bei Rennradtouren wie oben beschrieben wunderbar funktioniert hat, klappte beim Fahren mit dem Mountainbike (Mountainbike-Aktivitätsprofil) nicht immer so hervorragend. Hier kommt es gelegentlich bei Streckenabweichungen zur oben genanten Neuberechnung, was mir sehr gut gefallen hat, doch gelegentlich war es auch anders. Das bedeutet, es werden euch drei andere Varianten vorgeschlagen:

  • Variante 1- „Auf andere Route tre“: Hierbei wird man schnell zur ursprünglichen Route zurückgeführt. Meist korrekt, indem man entweder Wenden muss oder in einem kleinen extra Bogen zum letzten Punkt, an dem man die Strecke verlassen hat, navigiert wird.
  • Variante 2- „Punkte überspringen“: Hier wird man meiner Meinung nach am besten auf die Strecke zurückgeführt und muss nicht zuvor zum letzten Punkt der Strecke zurückfahren.
  • Variante 3- „Abkürzung“: Diese Variante wird selten vorgeschlagen und macht meiner Meinung nach auch weniger Sinn. Wählt man diese Option, wird nämlich ein großer Teil der ursprünglichen Strecke übersprungen. So kann es durchaus auch vorkommen, dass die Strecke komplett ignoriert wird und man direkt zum letzten Punkt dem Ziel geführt wird.

Doch so viel sei gesagt, die erste Option ganz am Anfang, bei der man nichts wählen muss, ist für mich am sinnvollsten. Schließlich möchte ich Radfahren und das am Stück und nicht absteigen oder anhalten, da ich bei den anderen 3 Varianten jedoch erst eine Auswahl treffen muss und dabei im Idealfall noch anschauen möchte, wie die neue Route verläuft, macht dies für mich weniger Sinn. Hier sollte Garmin in den Einstellungen ermöglichen, dass man beim Verlassen der Route in den Einstellungen direkt wählen kann, welche Option der Neuberechnung man selbst haben möchte, und gut ist es. 

Während der Radtour macht das Garmin Edge 1030 Plus, wie bereits gesagt sehr spaß, sodass es für mich von der Navigation das bisher beste Navi des Unternehmens ist. Toll ist z. B., dass bei einem langen Anstieg von der Kartenansicht automatisch in das Höhenprofil gewechselt wird, bei dem man dann genau mitgeteilt bekommt, wann der Anstieg beginnt, welche Steigung in % man gerade davon fährt und jederzeit sieht, wie viel Steigung man noch vor sich hat. Damit konnte ich meine Kräfte ideal für den Anstieg einteilen, wovon ich sehr begeistert war.

Der verbaute GPS-Chipsatz im Garmin Edge 1030 Plus ist sehr genau. Hierbei unterstützt das Gerät sowohl das amerikanische GPS, das russische GLONASS und das deutsche Galileo. In den Einstellungen kann man hier bequem wählen, welches Signal man nutzen möchte, zur Auswahl stehet hier nur GPS, welche immer genutzt werden muss, oder GPS in Kombination mit GLONASS oder GPS mit GALILEO. 

Das Garnis Edge 1030 Plus kann wie die anderen Edge-Modelle mit weiteren Sensoren verbunden werden. Dazu zählt nicht nur der Lieferumfang des Bundles, bei dem nicht nur das Navi, sondern auch der Herzfrequenz-Brustgurt, Trittfrequenz- und Geschwindigkeits-Sensor dabei ist, sondern zahlreiche weitere Sensoren. Somit können z. B., zahlreiche Sensoren, die ANT+, Ant+ FE-C und Bluetooth unterstützen, mit dem Edge verbunden werden. Dazu zählt dann z.B auch das sehr praktische Garmin VARIA Licht & Radar oder eine elektronische Schaltung von Shimano Di2 und bzw. Sram.

Weite kompatible Geräte sind:

  • Edge-Fernbedienung
  • E-Bike (Shim. Steps)
  • inReach
  • VIRB
  • VARIA Licht & Radar
  • VARIA Vision
  • Elektr. Schaltungen
  • Shimano Di2
  • Herzfrequenz
  • Geschw./Trittfreqz. komb.
  • Geschwindigkeit
  • Trittfrequenz
  • Leistungsmesser
  • Smart-Trainer (FE-C)

Routen Planung

Zur Routen-Planung hat man beim Garmin Edge 1030 Plus einige Möglichkeiten, welche man jedoch direkt über den Startbildschirm wählen kann. Bevor man die Navigation startet, sollte man jedoch, sofern man beim Einrichten, wie ich mehrere Aktivität-Profile gewählt hat, erst die richtige Fortbewegungsart wählen, sprich ob Rennrad, Mountainbike usw. Schließlich berechnet das Edge 1030 Plus nach der gewählten Fortbewegungsart die Strecke, was beim Rennrad vor allem Straße und beim Mountainbike wiederum Waldweg sein wird.

Im Menüpunkt „Navigation“ kann man verschiedene Streckenberechnungen wählen, sodass man das Ziel direkt über die Karte wählen kann. Im weiteren Untermenü „Strecken“ kann man eine Strecke, die man gespeichert hat, auswählen, eine Route Planen, indem man den Standort, ein POI-Punkt oder zahlreiche andere Auswahlmöglichkeiten wählt oder was ich bevorzug, verwende einen Round-Trip (Rundkurs) plant. Mit Letzterem kann man z.B die Distanz, die man fahren möchte, bestimmt und bekommt automatisch mehrere Routen in der Umgebung vorgeschlagen, die den gewählten Kriterien entsprechen. 

Speziell für Mountainbike gibt es die tolle Streckensuche, die sich „Mountainbike- Trailnavigation“ nennt. Dabei werden einem, nachdem man das Menü ausgewählt hat, mehrere Ortschaften und Städte in der Nähe gezeigt und die gefunden Single-Trails. Wählt man hier eine der Strecken aus, wird praktischerweise direkt die Distanz und der Schwierigkeitsgrad angezeigt bzw. man kann diese hierbei bestimmen. Sehr gut finde ich auch, dass man die Trails, welche oftmals nicht allzu lang sind, über den Routenplaner direkt mir einer längeren Tour verbinden kann.

(Navigation + Routen Planung: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Garmin konnte die Akkulaufzeit des fest verbauten Akkus von 20 Stunden (Edge 1030) auf 24 Stunden erhöhen. Dies sind natürlich hervorragenden Laufzeiten für ein GPS-Gerät, welche ich so am Stück kaum prüfen kann. 

Wenn ich jedoch nach mehren Routen die prozentuale Reduzierung der Laufzeit pro Stunden beachte, kommt diese versprochen Laufzeit absolut hin. Jedoch hängt die Laufzeit sehr von den Einstellungen ab und welche Sensoren ihr damit verbunden habt bzw. natürlich auch auf die Helligkeit des Displays. Doch bei einer Stunde Fahrzeit verlor ich nur knapp 7 Prozenten, obwohl ich das Garmin Edge 1030 Plus mit meiner elektronischen Sram Force E-Tap Schaltung am Rennrad und dem Garmin Varia RTL516 verbunden hatte. Meiner Meinung nach eine hervorragende Laufzeit und sollte die einem doch nicht ausreichen, kann man sich noch zusätzlichen den Garmin Charge Power Pack kaufen, der an der Unterseite des Navis angeschlossen wird und die Laufzeit nahezu verdoppelt. Daher auch die goldenen Kontakte am Halter an der Rückseite.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

App

Garmin Connect™
Preis: Kostenlos
Garmin Connect™
Preis: Kostenlos

Die Garmin Connect-App ist wie bereits erwähnt kostenlos sowohl für iOS als auch für Android erhältlich und bietet neben einer tollen Übersicht auch einige Zusatzfunktionen.

In der App kann man zum einen schön übersichtlich die Aktivitäten, die man absolviert hat einsehen, zu denen man dann beim Auswählen zahlreiche Informationen wie die gefahrenen Kilometer, verbrauchte Kalorien und die Fahrzeit angezeigt bekommt. Außerdem kann man hier das Höhenprofil und die gefahrene Strecke auf der Karte betrachten. Ansonsten kann man im Kalender jeden Trainingstag einsehen und somit wird automatisch festgehalten, an welchem Tag man wie und wo gefahren ist usw. 

Wählt man oben das Garmin Edge aus, in meinem Fall die Abbildung des Edge 1030 Plus, bekommt man zusätzliche Funktionen zum Gerät geboten. Hierbei gibt es jedoch einige Spielereien, von denen für mich persönlich vor allem der Fahrradalarm wichtig ist. Diesen kann ich nämlich direkt über das Smartphone aktivieren, sobald ich mich weiter vom Rad entferne. Wird ein Diebstahl festgestellt, schlägt das Edge 1030 Plus Alarm, der darauf, solange Alarm schlägt, bis man den Alarm am Smartphone deaktiviert hat oder diesen am Navi mithilfe des vorher festgelegten PIN deaktiviert hat. 

Natürlich bietet das Garmin Edge in Verbindung mit dem Smartphone die Möglichkeit, dass man z. B. über einen angehenden Anruf benachrichtigt wird und der Kalender des Smartphones wird, sofern bei der Einrichtung zugestimmt, miteinander synchronisiert. Praktisch ist auch die Unfall-Benachrichtigung, welche über das Smartphone eingerichtet wird, dabei kann man genau bestimmen, welcher Kontakt eine Notfallbenachrichtigung erhalten soll, sofern das Garmin Edge einen Unfall erkennen konnte. Diese Funktion ist bei mir standardmäßig beim Rennradfahrer aktiviert, doch beim Mountainbike muss man dies manuell aktivieren, sofern gewünscht. Wählt man dies aus, erscheint jedoch der Hinweis, dass es hierbei aufgrund der hektischen Bewegungen im Gelände zu Fehlalarmen kommen kann, daher würde ich es hier eher deaktivieren, denn hier löst der Alarm nach meinem Test echt schon sehr leicht aus.

(App: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Wenn man auf der Suche nach dem perfekten Navi fürs Training und der perfekten Navigation ist, dann ist man beim Garmin Edge 1030 Plus genau richtig. Hier wird einem ein sehr umfangreicher Funktionsumfang geboten, ein tolles 3,5 Zoll Display und ein Gerät, welches sich durch zahlreiche weitere Sensoren und kompatible Geräte erweitern lässt. 

Durch den umfangreichen Funktionsumfang ist dies jedoch anfangs etwas unübersichtlich bzw. man braucht definitiv seine Zeit, bis man sich hier eingearbeitet hat. Doch wer einfach Touren fahren möchte und nur Wert auf die zusätzlichen Sensoren und die Navigation legt, wird sich sehr schnell mit dem Gerät anfreunden, da man dann nicht ins umfangreiche Menü navigieren muss. Insgesamt handelt es sich hier um ein tolles Navigationsgerät mit einer top Hardware und Software, die Garmin lediglich noch an wenigen Punkten verbessern könnte und auch macht.

Preis/Leistung

Die UVP des Garmin Edge 1030 Plus hat das Unternehmen mit stolzen 599€ festgesetzt. Im Bundle mit den zusätzlichen Sensoren (Trittfrequenz-, Geschwindigkeit- und Herzfrequenz-Sensor) kostet es sogar noch 100€ mehr.

Das ist definitiv nicht gerade günstig, doch es handelt sich hier, wie bereits erwähnt, technisch um das aktuell beste Gerät auf dem Markt, welches euch lange Zeit zuverlässige Dienste leisten wird. Für Besitzer des Edge 1030 (nicht Plus Modell) lohnt sich das Update weniger, denn diese müssen auf den Micro-SD Steckplatz verzichten, bekommen dafür jedoch ein etwas besseres Display, eine längere Akkulaufzeit und eine neue Routen-Alterantivberechnung.

Garmin Edge 1030 Plus

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.garmin.com/de-DE/

Mio Cyclo Discover

In aller Kürze

Mit dem neuen Mio Cyclo Discover und einer zusätzlichen „Plus“-Version, hat der Navigationsgeräte-Hersteller Mio zwei neue Outdoornavis speziell für Fahrradfahrer vorgestellt. Ich habe das Basismodell Mio Discover für euch getestet, welches ein 3,5 Zoll Display verbaut hat. Das kapazitive Display ermöglicht zwar eine flüssige Bedienung selbst bei Regen, doch bei hellem Umgebungslicht, kommt es schneller an seine Grenzen, wie ich es z. B. von Garmin Geräten kenne. Bei der Navigation, einem sehr wichtigen Punkt eines Navis, schneidet das Mio Discover sehr gut ab, Abbiegevorgänge werden einem durch akustische Signale angedeutet und sollte man falsch abbiegen, wird umgehend eine Neuberechnung durchgeführt. Im Lieferumfang ist alles Wichtige für die Befestigung am Lanker dabei. Lediglich die Akkulaufzeit könnte bei sehr langen Touren knapp werden. 

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • gute Navigation
  • schnelle Neuberechnung bei abweichen der Route
  • komoot-Unterstützung
  • Preis

Gefällt uns weniger

  • max. Displayhelligkeit
  • Akkulaufzeit bei langen Touren knapp

Mio Cyclo Produkte

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Mio Cyclo Discover setzt sich aus zwei Teilen zusammen, der orangenen Hauptverpackung und der schwarzen informativen rundum bedruckten Verpackungshülle. Hierbei wird an der Vorderseite eine kleine Abbildung des Navigationsgerätes gezeigt und dessen Name, außerdem weißt das Unternehmen hier auf die neue Funktion NeverMiss und Surprise Me hin und das bei den Karten das komplette Europa mit an Bord ist. 

An der schmalen rechten Seite widmet sich Mio einigen wenigen technischen Daten, bei denen es sich jedoch lediglich um die Maße des Mio Discover handelt und dessen Gewicht. Darunter folgen noch die Systemvorraussetzungen für das „Mio Share“ Programm und eine kleine Auflistung des Lieferumfangs. Die etwas größere Rückseite der Verpackung verrät einem einige der wichtigen Funktionen und Eigenschaften des Mio Cyclo Discover mit Symbolen und Text, zu denen z. B. auch die für mich wichtige Integration von komoot gehört.

An der orangenen Hauptverpackung informiert das Unternehmen über die insgesamt 38 EU-Länder, für die auf dem Gerät Karten vorinstalliert wurde. Außerdem ist hier auch unmittelbar darunter, die Firmenadresse ersichtlich. Zu guter Letzt gibt es an der Unterseite mehrere Barcodes, doch für den Käufer ist hier lediglich der Start Up Key wichtig, denn diesen muss man zu Beginn bei der Einrichtung des Mio Discover eingeben, dass unter anderem überhaupt die Karten freigegeben werden. 

Direkt nachdem man die Hauptverpackung geöffnet hat, erblickt man das Mio Cyclo Discover, welches hier in einem Einleger zentriert wird. Auf dem Display befindet sich eine Folie, welche mit einem QR-Code versehen ist, scannt man diesen, gelangt man z. B. direkt über das Smartphones zur Mio Share Webseite, dazu später weitere Informationen. Unter dem Gerät befindet sich das restliche Zubehör, bei dem es sich um den Lenkerhalter mit zwei Kabelbindern und zwei verschiedenen Silikon-Anpassstücken handelt, ein Micro-USB-Ladekabel und eine Kurzanleitung.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Das Gehäuse des Mio Cyclo Discover setzt sich aus zwei unterschiedlich farbigen Kunststoffgehäuse zusammen. Einer mattschwarzen Unterseite und einer grauen Oberseite. Das 3,5 Zoll große Display nimmt an der Oberseite den Großteil der Fläche ein. Diese umgibt ein schwarzer Rahmen, an dem unten gut lesbar ein „Mio“ Schriftzug integriert wurde und in der oberen linken Ecke findet man eine kleine Status-LED. Direkt im untersten Bereich unter dem Display befindet sich zentral der einzige Knopf am Gerät, bei dem es sich sozusagen wie bei einem iPhone um den Home-Button handelt. Mit diesem wird hier jedoch durch Langes gedrückt halten, das Navigationsgerät Ein-/Ausgeschaltet und man kommt damit jederzeit im eingeschalteten Zustand zum Startbildschirm zurück.

An der kurzen Stirnseite oben wurde das Gerät bewusst nach oben hinweg schräg designt, sodass man hier präsent ebenfalls das Herstellerlogo aufdrucken konnte. Somit sehen andere Personen von vorne direkt, dass es sich hierbei um ein Mio Navigationsgerät handeln muss.

An der schwarzen Rückseite gibt es nicht allzu viel zu Entdecken. Hier steht nur ziemlich zentral der Fahrradhalterung-Sockel hervor, mit dem man das Navi ganz einfach durch eine leichte achtel Umdrehung an der Lenkerhalterung befestigen kann. Direkt darüber sieht man je nach Lichteinfall das Wort Cyclo und in Grau darunter den Modellnamen des Gerätes, nämlich Discover. An der Unterseite befindet sich hinter einer Gummiabdeckung die micro-USB-Buchse, der Steckplatz für einen Micro-SD Speicherkarte und eine kleine Öffnung, hinter der sich der Reset Knopf befindet. Die Gummiabdeckung sorgt dafür, dass die Anschlüsse vor Wasser geschützt sind, daher am besten beim anbringen des Geräts immer nachsehen, dass diese Abdeckung richtig geschlossen ist. Das Micro-SD Fach ist leider nicht dazu gedacht, den internen Speicher zu erweitern, sondern lediglich für Debugging-Zwecke reserviert. Daher ist dieser für den Endverbraucher nicht zugänglich.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Mio Cyclo Discover ist auf einem sehr guten Niveau. Das Gerät ist nach dem Standard IPX5 geschützt, dies bedeutet, dass diesem ein Regenschauer nichts anhaben kann. Absolut sinnvoll diese Schutzklasse hier am Mio Cyclo Discover einzusetzen, schließlich wäre es absolut blöd, wenn es während der Radtour anfängt zu regnen und man Angst haben muss, dass das Navi einen Wasserschaden erleidet.  

Apropos Regen, man kennt es am Smartphone, sobald es regnet und das Display nass wird, regiert der Touchscreen nicht mehr zuverlässig. Dies ist hier beim Mio Cyclo Discover anders, denn dieses regiert selbst bei Regen, als wäre das Display trocken. Dies ist für mich auch ein wichtiger Punkt, denn es ist für mich sehr störend, wenn ich jedes Mal beim Bedienen erst einmal das Display trocken wischen muss.

Ansonsten kann die Verarbeitung soweit sehr überzeugen. Die Halterung ist durchdacht, sowie sehr kompakt ausgeführt, hält jedoch, sobald man das Navi befestigt sehr gut. Beim Lade- und Daten-Übertragungs-Anschluss handelt es sich leider um einen in die Jahre gekommenen Micro-USB Anschluss, hier hätte ich mir natürlich einen USB-C Anschluss gewünscht. Schließlich habe ich auf langen Touren immer ein USB-C Kabel  dabei. Somit muss ich persönlich nun halt noch ein weiteres Kabel mitnehmen, jedoch hält sich dessen Platzbedarf und Gewicht bei der Radtour absolut in Grenzen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-Art (Laufzeit)Li-Ionen (bis zu 10 Stunden)
GPSU-blox 7; Unterstützung für GPS / GLONASS / QZSS 
FarbeSchwarz/grau
DisplayTouchscreen, farbig, 320 X 480 Pixel, 8.9cm cm (3,5″)
AbmessungenBreite: 68; Höhe:114; Tiefe: 18.6
Gewicht151 g.
Speicher8 GB
IP-Klasse (Wasserdichte)IPX5
Vorinstallierte KartenFull Europe
LieferumfangMio Cyclo™ Discover
Micro-USB Kabel
Fahrradhalterung
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Mio Cyclo Discover

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Bevor man das Mio Cyclo Discover das erste Mal einschaltet, sollte man dieser erst einmal komplett aufladen, da der Akku unter Umständen nicht mehr voll sein kann. 

Sobald das Mio Cyclo Discover voll aufgeladen wurde, kann man dieses vom Ladekabel trennen und an dem Knopf unter dem Display anschalten, dafür den Knopf für 3 Sekunden gedrückt halten. Sobald das Gerät hochgefahren wurde, muss man noch ein paar wenige Dinge einstellen. Dazu zählen die gewünschte Sprache, das Datum und die Uhrzeit, das Einheitsformat und man muss ein Benutzerprofil erstellen (Name, Größe, Gewicht und Geburtsdatum usw.). Zu guter Letzt wird man noch dazu aufgefordert, den Startcode einzugeben, welchen man an der Unterseite der Verpackung findet. Nachdem man diese eingegeben hat, ist das Navi einsatzbereit und sucht nach verfügbaren Satelliten. 

Die Montage der Lenker- bzw. Vorbau-Halterung erklärt sich eigentlich selbst. Hierfür gibt es zwei verschiedene Ausführung an Silikon-Unterbauten, die je nach Lenkerdurchmesser unter den Halter gesetzt werden und dieser wird dann mit den beiden Kabelbindern am Lenker befestigt.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Display handelt es sich um 3,5 Zoll (8,9 cm) transflektiven TFT-Farbdisplay. Dieses besitzt eine besondere Eigenschaft nämlich, dass diese halbdurchlässig für einfallendes Licht ist. Dadurch wird das auf das Display einfallende Licht, also das Sonnenlicht welches darauf scheint durch das Display geleitet, ohne die gewohnten Reflexionen auf der Oberseite des Displays zu erzeugen. Kommt dieses an der Rückseite des Displays an, wird es jedoch hier reflektiert und mit der Hintergrundbeleuchtung wieder durch das Display bzw. dessen Anzeigenebene gestrahlt. Dadurch wird das Umgebungslicht dazu benutzt, die Hintergrundbeleuchtung zu verstärken und die Ablesbarkeit bei hellerem Umgebungslicht zu erzeugen, was auch Strom sparen kann. 

Doch das ganze hat auch ein Nachteil, denn solch ein Display wird nicht so gleichmäßig ausgeleuchtet, wie ein herkömmliches Display, welches nur via Hintergrundbeleuchtung beleuchtet wird. Außerdem schwächelt dabei auch die Farbintensität, sowie deren Brillanz. Dies erkennt man auch hier sehr gut am Mio Cyclo Discover, denn schon bei leichter Veränderung des Blickwinkels können die Farben komplett verblassen, sodass z. B. die Person mit der man unterwegs zusammen aufs Navi blicken will, nicht viel erkennen kann. Die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung kann jedoch auch hier in mehren Stufen geregelt werden. 

Das 3,5 Zoll große Display löst mit 320 x 480 Pixeln auf, was fürs navigieren auf dem Rad, absolut ausreichend ist. Wäre die Auflösung nämlich höher, dann würde dies sehr der Akkulaufzeit zulasten fallen und wie gesagt die Auflösung reicht hier vollkommen aus.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Navigation

Das Mio Cyclo Discover verfügt über ein Kartennetz von 38 EU-Staaten. Das bedeutet, dass man, auch wenn man mal eine Tour in einem anderen Land oder durch ein oder mehrere Länder plant, nicht erst noch nach der passenden Karte suchen muss bzw. diese zuvor aufs Gerät übertragen muss. Dabei ist das Kartenbild klassisch an die für die Fahrradnavigation angepasst, sodass man die Strecke bei navigieren jederzeit klar auf dem Display angezeigt bekommt und zudem wird jeder Abbiegevorgang durch ein akustisches Signal angekündigt. So wird ca. 50 bis 40 Meter, bevor man abbiegen muss der Abbiegevorgang durch ein piepsen angekündigt und wenn es dann so weit ist, piepst das Navi erneut. Sollte man eventuell wie ich anfangs gelegentlich der Strecke abweichen, wird man darauf hingewiesen und der neue Weg wird sehr schnell neu berechnet. Durch die großen Menüfelder und Tasten ist die Eingabe bzw. Zielsuche sehr einfach gehalten. 

Beim verwendeten GPS-Chipsatz handelt es sich um den U-Blox 7-Empfänger, der sowohl das amerikanische GPS, das russische GLONASS und das japanische QZSS unterstützt. Letzteres bringt uns im europäischen Raum jedoch recht wenig, denn dieses GPS ist kein weltweit empfangbar GPS-Signal. Der europäische Standard Galileo wird jedoch aktuell auch noch nicht unterstützt, jedoch ist dies nicht weiter schlimm, denn hierzulande ist das GPS-Netz mehr als ausreichend empfangbar.

Anders wie z. B. Garmin, bietet Mio bei seinen Navigationsgeräten kein Bundle mit verschiedenen Sport-Sensoren an. Dennoch bietet Mio mit der eigenen Software, während der Navigation und Aufzeichnung der gefahrenen Strecke einige sportlichen Daten auf dem Display an. Logischerweise werden euch hier keine Daten zur Herzfrequenz oder Trittfrequenz geliefert, denn hierfür fehlen definitiv die beiden notwendigen Sensoren. Dafür wiederum wir einem die durchschnittliche Geschwindigkeit, die maximal gefahren Geschwindigkeit, das Höhenprofil inkl. max. Anstieg und Gefälle angezeigt.

Routen Planung

Zur Routen Planung stehen viele Möglichkeiten bzw. Optionen zur Auswahl. Für einige Dienste ist es jedoch erforderlich, das Gerät zu registrieren, was jedoch durch eine einfach Klick im entsprechenden Feld des Cyclo-Agent geschieht. 

Direkt auf dem Startbildschirm werden einem zur Navigation mehrere Kacheln angezeigt. Angefangen beim größten mit dem Namen „Touren“. Hierbei kann man direkt auf drei Dienstag zugreifen MioShare, komoot und routeyou, von denen der zweitgenannte Dienst sicherlich einigen bekannt sein dürfte, diesen Dienst nutzte ich z. B. auf meinem Smartphone regelmäßig. Um komoot jedoch nutzten zu können, muss man wie bereits erwähnt, das Gerät registriert haben und dann auf MioShare unter dem Punkt Konto zu Synchronisierungseinstellungen wechseln. Hier kann man dann die Konten der gewünschten Drittanbieter-Diensten mit dem Gerät welches man am PC angeschlossen hat verknüpfen. So habe ich persönlich es z. B. bei Strava und komoot gemacht. Die anderen Dienste wie TrainingPeaks, endomondo, today´s plan und routeyou nutze ich aktuell nicht. Hat man z. B. das eigene komoot-Konto mit dem Navi verknüpft, kann man auf alle gespeicherten Routen direkt vom Mio Cyclo Discover zugreifen und die Routen somit sehr einfach starten.

Im Navigationsmenü „Navigieren“ hat man zahlreiche Arten zum Eingeben des Ziels. Man kann sich hier, wenn man von irgendwo nach Hause will, einfach nach Hause navigieren lassen, wenn man „Heimatort“ antippt. Hier muss man beim ersten Mal die Adresse eingeben und dann startet automatisch die Navigation nach Hause. Außerdem kann man direkt eine Adresse im nächsten Menü eingeben oder auch in diesem Untermenü auf die Touren-Funktion im Startbildschirm zugreifen. Zu guter Letzt kann man bei Wunsch auch direkt einen Kartenpunkt bestimmen, um dort hin eine Route berechnen zu lassen oder eine POI-Navigation (Point-Of-Interest) starten.

Eine tolle Funktion, welche ich gerne nutze ist „Surprise-Me“. Damit kann man nämlich immer wieder neu Routen entdecken, die man so wahrscheinlich noch gar nicht kennt. Hierbei kann man dann wählen, ob die Tour von A nach B verläuft oder einen Rundkurs sein soll, sodass man vom aktuellen Standort gleich drei Routen angezeigt bekommt, die der gewünschten Kilometer-Reichweite, die man zuvor gewählt hat, entspricht und man am Ende wieder beim Startpunkt ladet.

Damit eine genau Routenplanung möglich ist, sollten sowohl die Karten als auch die die Firmware immer aktuell sein. Beides wird hierbei automatisch überprüft, sobald man das Mio Cyclo Discover am PC anschließt und den CycloAgent gestartet hat. Damit das Navi auch nach mehren Jahren noch immer nach den richtigen Routen navigiert, verspricht Mio bei der Registration ein lebenslanges Update der installierten Karten.

(Navigation + Routen Planung: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Zur Kapazität des fest verbauten Akkus des Mio Cyclo Discover, macht der Hersteller Mio keine Angaben, es wird nur auf der Produktseite verraten, dass dieser für eine Laufzeit von bis zu 15 Stunden ausreichen soll. Bei Bike24 wiederum stehen 10 Stunden Akkulaufzeit beim normalen Mio Cyclo Discover und beim „Plus“ Modell 15 Stunden, vielleicht ist hier etwas durcheinandergeraten. Im Test kommt der 10 Stunden Wert eher an den realen Wert ran, denn nach einer Rennradtour von knapp 5 Stunden, hatte ich noch gut 30 % des voll aufgeladen Akkus übrig. Dabei hatte ich nicht nur die Navigationsfunktion, sondern auch die Aufzeichnungsfunktion aktiviert und die Helligkeit auf einem mittleren Wert eingestellt. Nutzt man hier nur die Navigationsfunktion und nicht das zusätzliche Aufzeichnen, kommt die Laufzeit näher an die 10 Stunden ran. Ist beides aktiv und die Helligkeit auf max. gestellt, was ich meistens so eingestellt habe, sind es eher weniger als ca. 6 Stunden, was immer noch meistens ausreichend wird, jedoch währe eine längere Akkulaufzeit dennoch wünschenswert gewesen.

(Akkulaufzeit: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Mio Cyclo Discover hat Mio ein Fahrrad-Navi auf den Markt gebracht, welches vor allem in den Bereichen, Bedienung, Navigation und der einfachen Einrichtung punkten kann. Dadurch eignet sich das Gerät vor allem für Tourenradler und dank der Suprise-Me Funktion lernt man immer wieder mal neue und vor allem Teil schöne Radstrecken kennen. 

Zu den Schwächen zählen meiner Meinung nach das etwas zu schwache Display, welches sich zwar beim direkten Betrachten gut ablesen lässt, doch je nach Sonneneinfall ist die max. Helligkeit etwas zu schwach und von der Hardware bedingt ist hier die Blickwinkelstabilität nicht gerade hoch.

Preis/Leistung

Die UVP des Mio Cyclo Discover hat das Unternehmen mit 249€ festgesetzt. Viel günstiger bekommt man das Gerät aktuell noch nicht, denn dafür ist es noch zu neu auf dem Markt. Der Schwachpunkt ist neben der bereits erwähnten Displaybeleuchtung, die ich daher immer sehr hoch gestellt habe, auch die Akkulaufzeit. Denn hier kann es bei einer besonders langen Tour dazu kommen, dass der Akku doch einmal knapp werden kann. Wer jedoch Touren von max. 6 bis 7 Stunden plant, was bei sehr vielen der Fall sein dürfte, reicht die Akkulaufzeit bedenkenlos aus.

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.ecovacs.com/de