Apple iPhone 7

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bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Performance

Das neue iPhone 7 wird von Apples neuem „A10 Fusion“-Prozessor angefeuert. Das ist der erste von Apple designte QuadCore-Prozessor und setzt sich aus zwei High-Performance Chips, sowie zwei schwächere Chips zusammen. Während die starken für rechenintensive Aufgaben genutzt werden sind die schwächeren Kerne für simple Tasks wie beispielsweise Mails abrufen etc. gedacht.

Apple gibt an, dass der neue A10 eine 40% bessere CPU Performance und eine doppelt so hohe Grafikleistung an den Tag legt, verglichen mit seinem Vorgänger den A9.

Geekbench-Resultate bezeugen in der Tat diesen, sehr beachtlichen, Leistungssprung. So lässt das neue iPhone 7 alle Smartphone Konkurrenten was Rechenpower geht im Schatten. Sogar das Apple eigene iPad Pro hat keine Chance.

(Performance 5 von 5 Punkten)

Display

Auch das Display wurde überarbeitet. Das als RETINA Display bekannte IPS-LC Display wurde weiter verbessert. Während die Auflösung gleich bleibt, wurde die Helligkeit auf 625 Cancela/m² und somit um 25% erhöht. Das Kontrastverhältnis bleibt bei 1300:1.

Weiters handelt es sich um Wide-Gamut-Display welches den P3 Farbraum abdeckt und so noch natürlichere und lebendigere Wiedergabe ermöglicht. Vorteile zum Vorgänger-Display machen sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung bemerkbar.

Technologiebedingt hat das iPhone im direkten Vergleich zu Konkurrenten relativ große Balken rund ums Display herum. Deshalb ist ein nahezu randloses Display wie beim Konkurrenten Samsung nicht möglich. Der naturgetreuen und fantastischen Darstellung tut das selbstverständlich keinen Abstrich.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

In dem iPhone 7 sitzt nun mit 1.960 mAh ein größerer Energiespender als im Vorjahresmodell. Apple verspricht trotz hellerem Display und neuem Prozessor längere Standby-Zeiten und längere Nutzungsdauer der Smartphones. Gefühlt versorgt der Akku das Gerät länger mit der nötigen Energie. Allerdings kann man als aktiver Smartphone Nutzer auch mit diesem Akku kaum mehr als ein Tag an Laufzeit erwarten.

Beim Ladegerät setzt Apple weiterhin auf ein 5 Watt Ladegerät. Wer ein 12 Watt Ladegerät des größeren Bruders iPad hat, kann sich beim iPhone auf deutlich schnellere Ladezeiten freuen.
Obwohl der Akku im Vergleich zu Konkurrenzgeräten eine ähnliche Laufzeit aufweist, wäre es wünschenswert, würde man das iPhone 1 mm dicker machen, aber dadurch mehr Akkuleistung herauskitzeln.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kameras

Auf der Rückseite setzt Apple auf eine rundumerneuerte Kamera. Während die Auflösung mit 12 Megapixel gleich bleibt, ist alles andere neu.
So hat die neue Hauptkamera einen eingebauten optischen Bildstabilisator, besteht nun aus einer aus sechs Elementen bestehenden Linse und einen f/1.8-Blende. Hinzu gesellt sich ein LED-Blitz der nun aus 4 einzelnen LEDs besteht und doppelt so hell ist wie der Vorgänger.

Mit der neuen Hauptkamera gelingen sehr Detailreiche und natürliche Fotos. Gerade bei Tageslicht sind die Fotos wahnsinnig gut. Auch Low-Light aufnahmen wurden deutlich verbessert, haben aber aufgrund der baubedingten kleinen Linse ihre Limitierungen. Besonders erfreulich dürfte für Smartphone-Foto-Enthusiasten sein, dass nun auch das Abspeichern der Bilder im Verlustfreien RAW Format möglich sind und somit einer weiteren Bearbeitung der Weg geebnet wird.

Ebenfalls verbessert wurde die Frontkamera, welche sehr gerne für Selfies genutzt wird. Statt mit 5 Megapixeln löst diese nun mit 7 Megapixeln aus. Die f/2.2-Blende ist dieselbe wie beim Vorgänger geblieben. Diese ist bei Nahaufnahmen ebenfalls einen Tick schärfer geworden.

Mit der Hauptkamera sind Videos mit 4K (30fps), 1080p (60fps) und Slo-Mo Aufnahmen mit 720p (240fps) möglich. Besonders Full-HD Videos mit 60 fps sehen dank hoher Farbtreue, guter Schärfe und einer geringen Verzeichnung aus al würden sie von einer professionellen Kamera stammen. Absolut klasse. Nicht umsonst ist das iPhone generell die beliebteste Kamera der Welt.

(Kameras: 5 von 5 Punkten)

Funktionen: 3D-Touch, Home-Button& Stereolautsprecher

Wie auch beim Vorgänger besitzt das iPhone 7 sogenanntes 3D-Touch. Die Technik dahinter beruht auf einer zusätzlichen Sensorschicht des Displays welches den lokalen Druck misst und mit dem Controller des Displays kombiniert. Hinzukommt die Messung der Stärke des Drucks, daher der Name „3D“, da nicht nur die Fläche gemessen wird sondern auch die „Eindrücktiefe“. Begleitet wird das von der neuen Taptic-Engine, die bei jeder 3D-Touch Aktion ein spürbares Feedback mittels dosierter Vibrationen abgibt. Was wie eine Spielerei klingt, ist dank guter Softwareintegration die wohl Innovativste Neuerung seit es Touchscreens gibt. Waren Aktionen auf dem Touchscreen bisher lediglich auf der Fläche möglich ermöglicht die neue Technik eine komplett neue Ebene der Interaktion. Man darf gespannt sein, was in Zukunft damit möglich sein wird.

Was viele Leute, besonders in meinem Bekanntenkreis freuen wird: Der Home-Button ist kein Button mehr. Soll heißen, er ist nicht mehr mechanisch, sondern sitzt fest. Oft wurde kritisiert, dass der mechanische Button des iPhones sehr Fehleranfällig ist. So haben Bekannte präventiv bereits mit „Assistive-Touch“ gearbeitet um den Home-Button zu schonen. Auch jetzt sitzt der Fingerprint-Reader, das sogenannte TouchID auf dem Home Button. Und lässt sich wie gewohnt nutzen. Um bei diesem festgebauten Knopf dennoch nicht auf haptisches Feedbackverzichten zu müssen hat Apple die aus den Trackpads von Mac bekannte ForceTouch Technologie eingebaut. Diese erzeugt punktgenaue Vibration und simuliert so einen Klick. Das funktioniert erstaunlich gut, wirkt aber anfangs etwas befremdlich.

Ebenfalls neu ist ein zweiter Lautsprecher am iPhone um echten Stereo-Sound wiedergeben zu können. Während der eine wie gehabt unten am Gerät sitzt, ist der neue im Ohrhörer versteckt. Die Lautsprecherqualität hat sich nicht geändert, sie ist nach wie vor für Smartphone Verhältnisse ordentlich. Sehr wohl hat sich aber die maximale Lautsprecher Lautstärke erhöht, gefühlt doppelt so laut wie bisher.

(Funktionen: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Mit iOS 10 poliert Apple das Betriebssystem seines Smartphones noch weiter auf. Auf komplett neues Look & Feel wird verzichtet, kleinere optische sowie technische Verbesserungen runden das Update ab. Unter anderem wird nun 3D-Touch besser genutzt. Siri ist nun schlauer und versteht sich endlich auch mit Drittanbieter Apps.

Der Lockscreen ist nun neu aufgebaut, das Control-Center ist nun (endlich) funktioneller und, sinnvoller aufgebaut. Eine ausgebaute Messaging App, die für meine Verhältnisse aktuell mehr Spielerei als nutzen beinhaltet, aber gerade durch den eigenen AppStore enormes Potenzial für sinnvolle Applikationen bietet. Die ganzen Sticker, Zeichnungen und Animationen sind für mich eher ein Grund die Applikation nicht zu nutzen, auch wenn Apple das als Top Feature bewirbt. Völlig kindlicher Kram.

Trotz aller Kritik, besonders aus dem Android-Lager, bleibt iOS ein grundsolides, sehr performantes System. Natürlich muss man mit gewissen Einschränkungen leben, da das System geschlossen ist. Allerdings ist es dadurch auch nicht fragmentiert und Gefahren ausgesetzt, die andere Systeme sind.
Was man Apple jedoch vorwerfen kann ist, dass sie nicht immer gleich auf den Kunden hören und sich gerne Zeit lassen. Und dennoch kann ich mich wiederholen, dass dieses System von Grund auf performant ist und sich absolut nahtlos mit anderen Apple Geräten versteht.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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