Gigaset GS195

In aller Kürze

Mit dem Gigaset GS195 hat das Unternehmen aus Bocholt ein neues „Made in Germany“ Smartphones im Sortiment. Dieses gefällt mir von der Optik sehr gut und macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Auch beim großen Display mit Notch, kann das Gigaset GS195 Punkten. Im Alltag macht die verbaute Hardware sicherlich einen guten Job, doch für 199 € sind 2 GB RAM und 32 GB Speicher einfach etwas mager bemessen. Des Weiteren schnitt die Kamera nicht sonderlich gut ab, was zum Teil an den übersättigten Farben und dem zu stark rauschenden Bildern bei schlechten Lichtverhältnissen lag.

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • gutes Design + Verarbeitung
  • Kopfhörerbuchse
  • USB-Typ-C Anschluss

Gefällt uns weniger

  • schwache Hardware
  • mäßige Foto- und Videoqualität
  • keine Kopfhörer im Lieferumfang

Gigaset GS195

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PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Mit dem neuen Gigaset GS195 hat das Unternehmen erneut das Design der Verpackung überarbeitet. Bei dieser neuen Verpackung erkennt man direkt, dass für Gigaset Nachhaltigkeit ein wichtig Thema ist. Dies zeigt einem nämlich zum einen das Material, aus dem diese hergestellt wurde und dass man mit dem nun 3 Smartphone „Made in Germany“ komplett auf Plastik beim Verpacken verzichtet hat. Optisch mag die Verpackung für einige sicherlich nicht so „schön“ aussehen, wie die gebleichten und beschichteten Verpackungen der großen Hersteller. Doch für die Umwelt ist es ein richtiger Schritt. 

Die Verpackung wurde nämlich erstmals auf Basis einer zellstoffbasierten Verpackung aus Graspapier gefertigt. Diese setzt sich aus Altpapier und 30 % schnell wachsenden Grasfasern zusammen. Dabei wird das „Heu“ von heimischen Wiesen aus Deutschland geliefert. Ebenso spart man sich die zusätzlichen Kabelbinder und Folien (bis auf die, auf dem Display) und ersetzt diese z. B. beim Kabel, durch ein Papierband. Smartphone und Netzteil, werden komplett ohne zusätzliche Umverpackung geliefert.

So genug zur neun umweltbewussten Verpackung, auch wenn dies ein wichtiges Thema der heutigen Zeit ist. Doch schauen wird uns nun den Rest der Verpackung etwas genauer an. 

Bei der Wahl der Verpackungsfarben, bleibt Gigaset sich weiterhin treu und so setzt man auch hier auf einige orangenen und schwarzen Farbakzente. Der Verpackungsaufbau ähnelt dem des Gigaset GS110 großteils, somit wird diese ebenfalls von rechts nach links, wie bei einem herkömmlichen Versandkarton geöffnet. Auf der Oberseite hat sich Gigaset für den einen Aufdruck im 1:1 Maßstab, der Konturen des Smartphones inkl. Displayrahmen entschieden. Im Zentrum davon erblickt man dann sinnbildlich für die Darstellung des Displays, den Herstellernamen, die Modellbezeichnung und das „Made in Germany“ Logo. An den Stirnseiten wird wie gewohnt rundherum im Zentrum der Name „Gigaset“ präsentiert. Wovon jedoch die obere Stirnseite mit einem Aufkleber versehen wurde, welcher wie üblich über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, den Modellnamen und dessen Farbe informiert.

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Das Design-Konzept der Front hat das Team der Verpackungsentwicklung (Gestaltung) ebenfalls auf der Rückseite integriert. So wird einem hier die Rückseite der Smartphones ebenfalls im Maßstab 1:1 dargestellt. Dabei sieht man hier neben den äußeren Konturen des Gigaset GS195 auch die Dual-Kamera und den Fingerabdrucksensor. Im Zentrum des dabei dargestellten Smartphones erwähnt Gigaset außerdem wie gewohnt einige technische Ausstattungsmerkmale in Text- und Symbol-Form. Außerdem bekommt man hier einige Informationen zum Unternehmen und der Materialzusammensetzung der neuen Verpackung. 

Nach dem Öffnen der Verpackung kommt auf der Oberseite direkt das Gigaset GS195 zum Vorschein. Dabei bekommt man zugleich das erste und einzige Plastik-Element zu Gesicht, und zwar die Display-Schutzfolie. Diese muss jedoch entfernt werden, da diese zum einen matt ist und nur zum Schutz des Displays beim Transport dient. Zugleich informiert dies jedoch auch über die einzelnen Hardwareteile, bzw. zeigt, wo diese verbaut sind.

Das restliche Zubehör verbirgt sich unter einem Trennboden, der erneut über die Zusammensetzung und umweltfreundlichen Vorteile der Verpackung informiert. Unter dem Trennboden versteckt sich eine überraschend „umfangreiche“ Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, gefertigt aus 100 % recycelten Papier, ein USB-Typ-C Ladekabel und ein 10 Watt Netzteil. Das SIM-Tool wiederum welches zum Öffnen des SIM- und Micro-SD-Schacht benötigt wird, befindet sich seitlich in den Trennboden.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Beim neuen Gigaset GS195 hat Gigaset das Design seiner „Mittelklasse-Smartphones“ deutlich verändert. Wo man bei den bisherigen Smartphones noch auf ein komplettes Aluminium-Gehäuse oder zum Teil auch auf Kunststoff gesetzt hat, kommt nun sowohl an Vorder- als auch auf der Rückseite kratzresistentes 2.5d Glas zum Einsatz. Wer zwar den Begriff 2.5d schon einmal gehört hat, aber bisher nicht wusste, was diese Bezeichnung bedeutet, bekommt hier eine kurze Info meinerseits. Es handelt sich dabei um ein Glas, was zu den Rändern leicht abgerundet ist. Also so wie z. B. bei Apple Smartphones und allen anderen moderneren Smartphones. Diese Rundung sollte man aber nicht mit dem sogenannten Infinity Display aus dem Hause Samsung verwechseln, denn dies ist mehr oder weniger ein 3d Glas (Curved).

Das Display ziert eine Notch, welche der Größe nach, der von den aktuellen Apple iPhone Modellen sehr ähnelt. Hier versteckt sich neben der Hörmuschel, die 8MP Front-Kamera, ein LED-Blitz und der kleine runde Annäherungssensor, sowie Helligkeitssensor. Im unteren Bereich ist der Rahmen mit 13 mm jedoch weiterhin deutlich breiter gehalten. Was etwas Schade ist, denn hier sind keinerlei Sensoren oder ähnliches integriert. Das verbaute Display wirkt weiterhin bei den Gigaset Smartphones nicht in den Aluminium-Rahmen integriert, sondern vielmehr aufgesetzt. Dies dürfte jedoch nach dem anbringen eines Cases definitiv nicht mehr stören. Der Rahmen der die Vorder- und Rückseite fest zusammenhält, besteht wie gewohnt aus Aluminium. Dieser ist bei meinem Testgerät in der Farbe Dark Purple eloxiert, jedoch gibt es auch noch ein schlichteres Modell in einem sogenannten Titanium Grey. Beide Farbvarianten sind hier unter der Glasrückseite mit einem Metallic-Finish versehen.

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Aufgrund des 6,18 Zoll Display, dem zusätzlichen Glas und den größeren Akku, kommt das 156,1 x 76,1 x 8,4 mm große Smartphone auf ein Gewicht von knapp 180 Gramm. Dennoch liegt es aufgrund des bereits erwähnten 2.5d Glas ausgesprochen gut in der Hand. Bei den seitlichen Anschlüssen und Bedienelementen gibt es soweit keine Veränderungen bei der Anordnung. Somit findet man wie gewohnt zur rechten, die beiden getrennten Lautstärketasten und etwas darunter versetzt ein gleichgroßer Einschaltknopf. Dieser ist geriffelt ausgeführt, sodass man diesen direkt beim Vorbeistreifen mit dem Finger erkennt. Der SIM-Karten und Micro-SD-Slot findet man bei diesem Modell wieder direkt auf der linken Seite im oberen Bereich. Hier kann man neben zwei Nano-SIM-Karten (Dual-SIM) zeitgleich auch noch eine Micro-SD-Speicherkarte einlegen, um den internen Speicher um bis zu 256 GB zu erweitern.

An der oberen Stirnseite hat Gigaset lediglich die Klinkenbuchse platziert, sodass sofern man noch kabelgebunden Kopfhörer nutzt, diese hierüber anschließen kann. Dieser Anschluss wird ja inzwischen immer seltener verbaut, somit wird es hier sicherlich noch einige freuen, dass zumindest Gigaset den Anschluss noch verbaut. Zu guter Letzt findet man an der Unterseite, zentral einen modernen zeitgemäßen USB-Typ-C Anschluss zum Aufladen, welcher rechts von einem Mono-Lautsprecher und links von einem Mikrofon (für Telefonate) umgeben ist. Die Löcher, welche hier links und rechts neben dem Lade-Anschluss eingebracht sind, gelten dabei nur der Optik bzw. der Symmetrie. Schließlich handelt es sich beim Mikrofon lediglich um ein kleines Loch. 

Die Rückseite kann man soweit eigentlich als unspektakulär bezeichnen. Es ist eben eine große glänzende Glasrückseite, welche ein Gigaset Logo ziert. Auf Wunsch kann diese aber zudem mit einem Aufpreis von 5€ mit max. 26 Zeichen lasergraviert werden. Der Fingerabdrucksensor wurde wie üblich, gut erreichbar im oberen drittel integriert. Lediglich die Dual-Kamera samt LED-Blitz wurde quasi in die linke obere Ecke hineingequetscht, als hätte man sonst keinen Platz gehabt. Doch da dies viele andere Hersteller auch nicht viel besser machen, ist dieser Punkt ein häufiger Fall.

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Nun möchte ich wie gewohnt, noch einige Wörter zum Mono-Lautsprecher sagen. Dieser ist von der maximalen Lautstärke zwar gut, doch wie immer, sollte man auch hier beim Gigaset GS195, klangliche keine Wunder erwarten. Musikhören im Bad, ist damit zwar gut möglich, aber einen Film über Netflix, oder ein Video über Youtube anschauen würd ich persönlich meistens mit Kopfhörer bevorzugen. Der Klang ist nämlich was den Tiefgang, also den Bassbereich angeht sehr mager aufgestellt. Hier hören sich Explosionen nicht tief genug an und daher fehlt es hier an Kraft.

Der USB-Typ-C-Ladeanschluss an der Unterseite unterstützt weiterhin wie die bisherigen Gigaset Smartphones die USB-on-the-go (OTG) Funktion. Dies bedeutet, dass man mit dem passenden Kabel ein angeschlossenes Gerät mit Strom versorgen kann. Dabei dient das Gigaset GS195 wie bereits dessen Vorgänger, als Art Power-Bank.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gigaset GS195 ist wie bereits angedeutet sehr gut. Vor allem angesichts des Preises von unter 200€ kann man sich hier, keinesfalls beklagen. Schließlich bekommt man hier ein modernes Smartphone mit einer Notch, einem großen Display und kratzunempfindlichen Glasrückseite. Doch ein Nachteil hat natürlich die hochglänzende Glasrückseite, denn dadurch sieht man auf der Rückseite ohne eine Hülle, quasi jeden Fingerabdruck. 

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Bei den Tasten setzt das Unternehmen zwar leider auf Kunststoff, jedoch besitzen diese einen sehr guten Druckpunkt und sind zudem verwicklungsfrei eingebaut. Bei der Notch handelt es sich zwar um keinen kleinere Tropfen-Notch, doch dafür wurden hier einige Sensoren und sonstige Hardware-Elemente verbaut. Das die Kamera auf der Rückseite, knapp 1 mm vorsteht, möchte ich zwar anmerken, doch da es aktuell kein anderer Hersteller besser macht, gilt dies nicht wirklich  als Kritikpunkt.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)


PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Technische Daten des Gigaset GS195
Display 6,18 Zoll (19:9 Format) 2246 x 1080 Pixel (Full HD plus), Pixeldichte beträgt 404 ppi
CPU Spreadtrum SC9863A Octa-Core, 64bit, 4x 1.60 GHz 4x 1.20 GHz Cortex-A55 / GPU: IMG8322
RAM 2 GB RAM
Speicher 32 GB (mit microSD bis zu 256 Gigabyte erweiterbar)
Betriebssystem Pure Android™ 9.0 Pie
Haupt-Kamera Dual-Kamera: 13 MP f/2.0 Blende und 5 MP für Bokeh-Effekt, Mono-LED-Blitz.
Front-Kamera 8 Megapixel; mit LED-Blitz
Anschlüsse USB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku 4.000 mAh; fest v erbaut
Farben Dark Purple; weitere Farben: Titanium Grey
Konnektivität Wi-Fi 802.11 b/g/n 2,4 GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS
Abmessungen (LxBxH) 156,1 mm x 76,1 mm x 8,4 mm
Gewicht  180 Gramm
Lieferumfang
  • Gigaset GS195
  • 10 Watt-Netzteil
  • USB-Typ-C-Ladekabel
  • Bedienungsanleitung

Performance

Betrachtet man die technischen Daten des Gigaset Gs195, dann zeigen diese einem zwar einige positive, aber zugleich auch negative Ausstattungsdetails. Eines der weniger Positiven ist z. B. der Prozessor. Dieser stammt weder von Qualcomm noch von MediaTek, sondern von einem hierzulande weniger bekannten Unternehmen Namens „Unisoc“. Von diesem Hersteller verbaute Gigaset übrigens bereits bei dem von mir getesteten Gigaset GS110 Prozessoren und wenn man die technischen Daten beider Geräte vergleicht, stellt man fest, dass es sogar derselbe CPU ist.

Die genaue Bezeichnung des CPU im Gigaset GS195 lautet: Spreadtrum SC9863A. Dies ist ein Octa-Core (8-Kern) Prozessor, welcher Anfang 2019 vorgestellt wurde. Dieser ARM-SoC welchen Unisoc im Sortiment hat, verwendet die Cortex-A55-Technologie. Bei der Taktrate, laufen von den insgesamt 8-Kernen, vier mit jeweils 1,2 GHz und die anderen vier mit bis zu 1,6 GHz. Zwar handelt es sich hier um ein 64-Bit CPU, jedoch wurde dieser im 28 nm Verfahren hergestellt. Andere Hersteller wie Samsung, Qualcomm und Huawei stellen ihre CPU´s bereits im deutlich besseren 7-Nanometer-Verfahren her. Wie bereits im Gigaset GS110 wird der verbaute CPU, vom selben IMG8322 GPU unterstützt. Leistungstechnisch macht hier nur der doppelte Arbeitsspeicher von 2 GB einen Unterschied aus. Jedoch ist auch dies nicht wirklich zeitgemäß.

Beim verbauten Flash-Speicher hat man den Speicher auf 32 GB erweitert, was für die meisten Ausreichend sein dürfte. Entsprechend der Kamera-Auflösung usw. fallen daher logischerweise, sowieso nicht so riesige Dateien an. Natürlich wäre mehr Speicher immer gut, doch dafür kann man diesen mit einer zusätzlichen Micro-SD Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern. Daher sollte es vom Speicher hier definitiv kein Problem geben, eher wird es beim Prozessor oder dem Arbeitsspeicher kritisch. 

Beim Gigaset GS195 sollte man soweit keinen rasanten Speicher erwarten, schließlich sind wir auch nicht bei einem High-End Smartphone, sondern bei einem Einsteiger- bis maximal mittelmäßigen Mittelklasse Smartphone. Daher handelt es sich auch hier wie bereits beim Gigaset GS110 um ein ideales Gerät die Eltern oder die Ureltern, die ihr Smartphone nur gelegentlich für Anrufe nutzen und hin und wieder via WhatsApp Nachrichten senden möchten. Schließlich reicht hierbei die Geschwindigkeit des Gerätes problemlos aus. Beim Gigaset GS195 handelt es sich lediglich um das Minimal besser ausgestattete Gerät, welches von der Optik deutlich modernerer als das GS110 gehalten ist.

 Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben einen Wert von knapp 85 MB/s und beim Lesen fast 98 MB/s, daher schneidet das Gerät hier wie bereits angedeutet eher mittelmäßig ab. Gut finde ich wiederum, dass von dem intern verbauten 32 GB Speicher, das Android Pure 9 System wenig Platz beansprucht. Das liegt auch daran, dass das Gerät mit sehr wenig Bloatware daher kommt. Somit stehen dem Käufer von 32 GB knapp 26 GB frei zur Verfügung, welche wie bereits erwähnt via Micro-SD-Speicherkarte erweitert werden können.

Schon die technischen Daten des Gigaset GS195 zeigten mir ganz klar, dass ich hier bei der Performance, was den Bereich Spiele angeht, nicht besonders viel erwarten sollte. Normale Anwendungen starten recht flott, doch anspruchsvolle Games, kann man hier eigentlich vergessen. Daher hab ich die besonders anspruchsvollen Spiele auch gar nicht erst installiert. Das ist ja soweit auch ok, denn schließlich wird sich dies jeder von euch soweit eigentlich denken können, dass dieses Einsteiger-Smartphone nicht dafür ausgelegt ist.

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Gigaset GS 195 Performance 2
Gigaset GS 195 Performance 4
Gigaset GS 195 Performance 5

Der verbaute CPU, GPU und 2 GB RAM ist dafür einfach zu schwach auf der Brust. Somit laufen auf dem Gigaset GS195 lediglich Spiele, bei denen sich die grafischen Leistungen und Animationen in Grenzen halten. So viel zu den technischen Daten und meiner Einschätzung der Rechenleistung in meinem Alltagstest. Doch einige legen hier natürlich Wert auf die Zahlen einiger Benchmark Tests und daher schauen wir uns diese wie gewohnt ebenfalls an. Bei Antutu konnte das Gigaset GS280 einen Wert von 94.802 erreichen und bei PCMark for Android kam es auf eine Score von 4446.

(Performance: 2,5 von 5 Punkten)

Display

Gigaset verbaut in das GS195 ein 6,18 Zoll IPS-LCD-Display, mit einer Auflösung von 2246 x 1080 Pixeln. Dies ergibt eine Pixelschärfe von knapp 403 ppi, was somit für ein Mittelklasse-Smartphone überraschend gut ist.

Die Helligkeit ist mit knapp 450 cd/m² zwar nicht die beste, geht aber im Alltag absolut in Ordnung. Somit ist die Helligkeit wie üblich im Indoor-Einsatz und im Schatten gut, doch bei direkter Sonneneinstrahlung hat man beim Ablesen durchaus seine Probleme. 

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Dass es sich beim verbauten Display jedoch um kein allzu hochwertiges handelt, fällt mir insbesondere beim Betrachten einer weißen Seite auf. Diese besitzt hierbei nämlich einen deutlichen Grünstich, welcher im Alltag vielleicht nicht stören mag, doch dennoch hat dieser auch auf die farbliche Darstellung einen Einfluss. Außerdem ist die Ausleuchtung des Displays eher ungleichmäßig verteilt, was anderen Herstellern in dieser Preisklasse teils besser hinbekommen.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Beim fest verbauten Akku im Gigaset GS195 handelt es sich um einen 4.000 mAh Lithium Polymer Akku. Dieser fällt somit wie von Gigaset gewohnt, zumindest von den technischen Daten betrachtet, ausreichend bemessen aus. Schließlich handelt es sich ihr um eine eher schwache Hardware, doch anders als erwartet, hält der Akku max. zwei Tage bei normaler Nutzungsintensität aus. Dies liegt daran, dass eine „billige“ Ausstattung, leider wie so häufig, zwar weniger Energie benötigen mag, doch angesichts der Leistung, ist diese Hardware weitaus nicht so energiesparend wie die technisch deutlich leistungsstärkeren Prozessoren.

 

Etwas verblüfft war ich von Gigaset´s Angabe, dass der Akku eine Schnellladefunktion besitzen soll. Eine volle Aufladung dauert nämlich mit dem mitgelieferten Netzteil, welches eine Ladeleistung von 10 Watt bietet, stolze 3 Stunden, was wohl kaum als schnell zu bezeichnen ist. Dafür setzt das Unternehmen jedoch sowie es aussieht zukünftig bei allen neuen Geräten auf einen USB-Typ-C Ladeanschluss.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Bei der Hauptkamera am Gigaset GS195, handelt es sich um eine klassische Dual-Kamera. Diese setzt sich aus einem 13 MP f/2.0 und 5 Megapixel Sensor zusammen, wobei Letzteres lediglich für den Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) genutzt wird. Somit hat man hier auf der Rückseite zwar optisch wie bei anderen Geräten mit einer Dual-Kamera, zwei Kamera-Linsen, doch davon kann man effektiv nur eine nutzen, sprich die 13 Megapixel-Linse.

Während meiner Testaufnahmen stellte ich zum einen Fest, dass der Phasenvergleich-Autofokus, etwas träge arbeitet. Daher eignet sich die verwendete Kamera weniger dazu, um sportliche Bilder aufzunehmen, oder Bilder vom Kind. Schließlich wird man damit den richtigen Zeitpunkt der idealen Aufnahme verpassen, da bis der Fokus scharf gestellt ist der süße oder schöne Moment schon vorbei sein kann. 

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Bei normalen Lichtbedienungen, also im Sommer, wo es lange hell ist und die Sonne scheint, sind die Aufnahmen, die mit dem Gigaset GS195 gelingen durchaus verwendbar. Wer diese Aufnahmen jedoch zuhause oder im lokal auf Fotopapier ausdrucken möchte, wird merken, dass sich bei der Vergrößerung schnell Unschärfen zeigen. Außerdem sind die Bilder teilweise etwas überbelichtet, doch mit der aktivierten automatischen HDR-Funktion bessert sich dieser Effekt etwas. Doch genau Letzteres führt zum Teil zu einer verstärkten Sättigung der Farben, sodass diese nicht mehr ganz so viel mit den natürlichen Farben der Umgebung zu tun haben. Für die schwache abendliche Beleuchtung taugt die Kamera des Gigaset GS195, unter anderem durch den fehlenden optischen Bildstabilisator, nicht wirklich. Hier verlieren die Bilder sehr schnell an Details und Schärfe, sodass die Fotos in meinen Augen zu sehr verrauschen und kaum brauchbar sind. 

Die Frontkamera löst mit maximal 8 MP auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset hier nicht auf das Aufhellen des Displays, sondern auf einen Mono-LED-Blitz, wie übrigens auch auf der Rückseite. Die Bildschärfe der Selfie-Kamera mag zwar ok sein, doch bei der Dynamik ist diese sehr enttäuschend. HDR-Aufnahmen würde ich hierbei nicht empfehlen, denn dabei entstehen total unnatürliche Bilder, die den Hintergrund abdunkeln, aber zeitgleich einen weißen Rahmen um die Person erzeugen. Ebenso sollte man den Manuel regelbaren Bokeh-Effekt sowohl an der Haupt-, als auch bei der Frontkamera nicht überstrapazieren, dabei erzeugt die Kamera nämlich schnell einige Bildfehler.

  • Aufnahme 1 ohne HDR
  • Aufnahme 1 mit HDR
  • Aufnahme 2 mit HDR
  • Aufnahme 2 ohne HDR
  • Aufnahme 3 ohne HDR
  • Aufnahme 4 mit HDR
  • Aufnahme 5 mit HDR

    Videos können mit dem Gigaset GS195 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt, wie Slow-Motion aufnahmen.

    (Kamera: 2,5 von 5 Punkten)

     Software

    Auf dem Gigaset GS195 hat das Unternehmen Android 9 in der Pure-Edition vorinstalliert. Dabei handelt es sich um eine reine (pure) Version des Android 9. Der auf meinem Testgerät installierte Sicherheitspatch stammt vom 5. Dezember 2019 und ist daher zumindest zum Zeitpunkt meines Tests „noch“ sehr aktuell.

    Gigaset GS 195 Software 1
    Gigaset GS 195 Software 2
    Gigaset GS 195 Software 6
    Gigaset GS 195 Software 3
    Gigaset GS 195 Software 4
    Gigaset GS 195 Software 5

    Android 9 in der reinen Version, kommt kaum mit sogenannter Bloatware daher. Daher verbraucht das System wie bereits erwähnt nicht so viel Speicher. Neben den üblichen Apps wie Google Chrome, Kalender, Rechner usw. sind auch Google Apps wie YouTube, Gmail, Google Fotos und Google Maps vorinstalliert. Jedoch werden einem hier auch zeitgemäße Funktionen wie z.B Eye comfort, unter dem Menüpunkt Display angeboten. Dabei handelt es sich um die durchaus für mich sinnvolle Blaulichtfilter-Funktion, welche dafür sorgt, dass das Display auch abends angenehm bzw. schonenden für die Augen angesehen werden kann, da dabei das blaue Licht in Weißtönen reduziert wird.

    (Software: 3,5 von 5 Punkten)


    PUNKT 3

    bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

    Beschreibung

    Gigaset beschreibt das GS195 als Smartphone für alle, die beim Design und der Funktionalität keine Abstriche machen wollen. Beim Design gehe ich hier voll und ganz mit Gigaset mit, denn dieses gefällt mir dank der modernen Front mit einer Notch und der Glasrückseite sehr gut. Auch das Gigaset die Umwelt sehr wichtig ist und das Gerät mit einer umweltfreundlichen Verpackung ausliefert, welches zudem beides in Deutschland produziert wird, gefällt mir sehr gut. Doch bei der Aussage „Funktionalität“, trennen sich die Meinungen, denn hier hat es kleine aber auch zum Teil größere Schwächen. Zu diesen zählen unter anderem die Kamera, welche bei dunkler Umgebung kaum zu gebrauchen ist, der langsame Speicher und das allgemein etwas leistungsschwache Gerät, welches schneller mal etwas wärmer werden kann. 

    Preis/Leistung

    Das Gigaset GS195 kann man direkt bei Gigaset für 199,00 EUR inkl. kostenlosem Versand bestellen. Im Preisvergleich ist dieses jedoch bereits für knapp 160€ bei einigen online Shops erhältlich.

    Das Smartphone ist angesichts des Preises von knapp unter 200€ nicht schlecht, doch leider ist hier die Konkurrenz aus Fernost ebenfalls sehr stark aufgestellt. Sodass man hier zum Teil für nur wenige Euro mehr, ein deutlich besseres Smartphone erhält. Wem das Gerät jedoch von der Leistung ausreicht, da man dies nur zum gelegentlich telefonieren usw. nutz und ein Smartphone kaufen möchte, welches zumindest noch bzw. wieder in Deutschland zusammengebaut wird, kann hier eventuell ein gutes Gerät kaufen. Doch bedenke sollte man, das Gigaset vor Kurzem das neue Gigaset GS290 vorgestellt hat, welches technisch besser aufgestellt ist und zudem „nur“ 70€ mehr kostet. Dieses versuche ich für euch natürlich direkt als Testgerät zu besorgen. 

    Gigaset GS195

    Zum Angebot bei


    Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

    TESTR GESAMTWERTUNG:
    3.6 von 5

    Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

    Link zum Hersteller: Gigaset.de

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