Gigaset GS195

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Display6,18 Zoll (19:9 Format) 2246 x 1080 Pixel (Full HD plus), Pixeldichte beträgt 404 ppi
CPUSpreadtrum SC9863A Octa-Core, 64bit, 4x 1.60 GHz 4x 1.20 GHz Cortex-A55 / GPU: IMG8322
RAM2 GB RAM
BetriebssystemPure Android™ 9.0 Pie
Haupt-Kamera Dual-Kamera: 13 MP f/2.0 Blende und 5 MP für Bokeh-Effekt, Mono-LED-Blitz.
Front-Kamera8 Megapixel; mit LED-Blitz
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku4000 mAh fest verbaut
FarbenDark Purple; weitere Farben: Titanium Grey
KonnektivitätWi-Fi 802.11 b/g/n 2,4 GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS
Abmessungen156,1 mm x 76,1 mm x 8,4 mm
Gewicht180 Gram
LieferumfangGigaset GS195
10 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
Bedienungsanleitung

Performance

Betrachtet man die technischen Daten des Gigaset Gs195, dann zeigen diese einem zwar einige positive, aber zugleich auch negative Ausstattungsdetails. Eines der weniger Positiven ist z. B. der Prozessor. Dieser stammt weder von Qualcomm noch von MediaTek, sondern von einem hierzulande weniger bekannten Unternehmen Namens „Unisoc“. Von diesem Hersteller verbaute Gigaset übrigens bereits bei dem von mir getesteten Gigaset GS110 Prozessoren und wenn man die technischen Daten beider Geräte vergleicht, stellt man fest, dass es sogar derselbe CPU ist.

Die genaue Bezeichnung des CPU im Gigaset GS195 lautet: Spreadtrum SC9863A. Dies ist ein Octa-Core (8-Kern) Prozessor, welcher Anfang 2019 vorgestellt wurde. Dieser ARM-SoC welchen Unisoc im Sortiment hat, verwendet die Cortex-A55-Technologie. Bei der Taktrate, laufen von den insgesamt 8-Kernen, vier mit jeweils 1,2 GHz und die anderen vier mit bis zu 1,6 GHz. Zwar handelt es sich hier um ein 64-Bit CPU, jedoch wurde dieser im 28 nm Verfahren hergestellt. Andere Hersteller wie Samsung, Qualcomm und Huawei stellen ihre CPU´s bereits im deutlich besseren 7-Nanometer-Verfahren her. Wie bereits im Gigaset GS110 wird der verbaute CPU, vom selben IMG8322 GPU unterstützt. Leistungstechnisch macht hier nur der doppelte Arbeitsspeicher von 2 GB einen Unterschied aus. Jedoch ist auch dies nicht wirklich zeitgemäß.

Beim verbauten Flash-Speicher hat man den Speicher auf 32 GB erweitert, was für die meisten Ausreichend sein dürfte. Entsprechend der Kamera-Auflösung usw. fallen daher logischerweise, sowieso nicht so riesige Dateien an. Natürlich wäre mehr Speicher immer gut, doch dafür kann man diesen mit einer zusätzlichen Micro-SD Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern. Daher sollte es vom Speicher hier definitiv kein Problem geben, eher wird es beim Prozessor oder dem Arbeitsspeicher kritisch. 

Beim Gigaset GS195 sollte man soweit keinen rasanten Speicher erwarten, schließlich sind wir auch nicht bei einem High-End Smartphone, sondern bei einem Einsteiger- bis maximal mittelmäßigen Mittelklasse Smartphone. Daher handelt es sich auch hier wie bereits beim Gigaset GS110 um ein ideales Gerät die Eltern oder die Ureltern, die ihr Smartphone nur gelegentlich für Anrufe nutzen und hin und wieder via WhatsApp Nachrichten senden möchten. Schließlich reicht hierbei die Geschwindigkeit des Gerätes problemlos aus. Beim Gigaset GS195 handelt es sich lediglich um das Minimal besser ausgestattete Gerät, welches von der Optik deutlich modernerer als das GS110 gehalten ist.

 Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben einen Wert von knapp 85 MB/s und beim Lesen fast 98 MB/s, daher schneidet das Gerät hier wie bereits angedeutet eher mittelmäßig ab. Gut finde ich wiederum, dass von dem intern verbauten 32 GB Speicher, das Android Pure 9 System wenig Platz beansprucht. Das liegt auch daran, dass das Gerät mit sehr wenig Bloatware daher kommt. Somit stehen dem Käufer von 32 GB knapp 26 GB frei zur Verfügung, welche wie bereits erwähnt via Micro-SD-Speicherkarte erweitert werden können.

Schon die technischen Daten des Gigaset GS195 zeigten mir ganz klar, dass ich hier bei der Performance, was den Bereich Spiele angeht, nicht besonders viel erwarten sollte. Normale Anwendungen starten recht flott, doch anspruchsvolle Games, kann man hier eigentlich vergessen. Daher hab ich die besonders anspruchsvollen Spiele auch gar nicht erst installiert. Das ist ja soweit auch ok, denn schließlich wird sich dies jeder von euch soweit eigentlich denken können, dass dieses Einsteiger-Smartphone nicht dafür ausgelegt ist.

Der verbaute CPU, GPU und 2 GB RAM ist dafür einfach zu schwach auf der Brust. Somit laufen auf dem Gigaset GS195 lediglich Spiele, bei denen sich die grafischen Leistungen und Animationen in Grenzen halten. So viel zu den technischen Daten und meiner Einschätzung der Rechenleistung in meinem Alltagstest. Doch einige legen hier natürlich Wert auf die Zahlen einiger Benchmark Tests und daher schauen wir uns diese wie gewohnt ebenfalls an. Bei Antutu konnte das Gigaset GS280 einen Wert von 94.802 erreichen und bei PCMark for Android kam es auf eine Score von 4446.

(Performance: 2,5 von 5 Punkten)

Display

Gigaset verbaut in das GS195 ein 6,18 Zoll IPS-LCD-Display, mit einer Auflösung von 2246 x 1080 Pixeln. Dies ergibt eine Pixelschärfe von knapp 403 ppi, was somit für ein Mittelklasse-Smartphone überraschend gut ist.

Die Helligkeit ist mit knapp 450 cd/m² zwar nicht die beste, geht aber im Alltag absolut in Ordnung. Somit ist die Helligkeit wie üblich im Indoor-Einsatz und im Schatten gut, doch bei direkter Sonneneinstrahlung hat man beim Ablesen durchaus seine Probleme. 

Dass es sich beim verbauten Display jedoch um kein allzu hochwertiges handelt, fällt mir insbesondere beim Betrachten einer weißen Seite auf. Diese besitzt hierbei nämlich einen deutlichen Grünstich, welcher im Alltag vielleicht nicht stören mag, doch dennoch hat dieser auch auf die farbliche Darstellung einen Einfluss. Außerdem ist die Ausleuchtung des Displays eher ungleichmäßig verteilt, was anderen Herstellern in dieser Preisklasse teils besser hinbekommen.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Beim fest verbauten Akku im Gigaset GS195 handelt es sich um einen 4.000 mAh Lithium Polymer Akku. Dieser fällt somit wie von Gigaset gewohnt, zumindest von den technischen Daten betrachtet, ausreichend bemessen aus. Schließlich handelt es sich ihr um eine eher schwache Hardware, doch anders als erwartet, hält der Akku max. zwei Tage bei normaler Nutzungsintensität aus. Dies liegt daran, dass eine „billige“ Ausstattung, leider wie so häufig, zwar weniger Energie benötigen mag, doch angesichts der Leistung, ist diese Hardware weitaus nicht so energiesparend wie die technisch deutlich leistungsstärkeren Prozessoren.

Etwas verblüfft war ich von Gigaset´s Angabe, dass der Akku eine Schnellladefunktion besitzen soll. Eine volle Aufladung dauert nämlich mit dem mitgelieferten Netzteil, welches eine Ladeleistung von 10 Watt bietet, stolze 3 Stunden, was wohl kaum als schnell zu bezeichnen ist. Dafür setzt das Unternehmen jedoch sowie es aussieht zukünftig bei allen neuen Geräten auf einen USB-Typ-C Ladeanschluss.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Bei der Hauptkamera am Gigaset GS195, handelt es sich um eine klassische Dual-Kamera. Diese setzt sich aus einem 13 MP f/2.0 und 5 Megapixel Sensor zusammen, wobei Letzteres lediglich für den Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) genutzt wird. Somit hat man hier auf der Rückseite zwar optisch wie bei anderen Geräten mit einer Dual-Kamera, zwei Kamera-Linsen, doch davon kann man effektiv nur eine nutzen, sprich die 13 Megapixel-Linse.

Während meiner Testaufnahmen stellte ich zum einen Fest, dass der Phasenvergleich-Autofokus, etwas träge arbeitet. Daher eignet sich die verwendete Kamera weniger dazu, um sportliche Bilder aufzunehmen, oder Bilder vom Kind. Schließlich wird man damit den richtigen Zeitpunkt der idealen Aufnahme verpassen, da bis der Fokus scharf gestellt ist der süße oder schöne Moment schon vorbei sein kann. 

Bei normalen Lichtbedienungen, also im Sommer, wo es lange hell ist und die Sonne scheint, sind die Aufnahmen, die mit dem Gigaset GS195 gelingen durchaus verwendbar. Wer diese Aufnahmen jedoch zuhause oder im lokal auf Fotopapier ausdrucken möchte, wird merken, dass sich bei der Vergrößerung schnell Unschärfen zeigen. Außerdem sind die Bilder teilweise etwas überbelichtet, doch mit der aktivierten automatischen HDR-Funktion bessert sich dieser Effekt etwas. Doch genau Letzteres führt zum Teil zu einer verstärkten Sättigung der Farben, sodass diese nicht mehr ganz so viel mit den natürlichen Farben der Umgebung zu tun haben. Für die schwache abendliche Beleuchtung taugt die Kamera des Gigaset GS195, unter anderem durch den fehlenden optischen Bildstabilisator, nicht wirklich. Hier verlieren die Bilder sehr schnell an Details und Schärfe, sodass die Fotos in meinen Augen zu sehr verrauschen und kaum brauchbar sind. 

Die Frontkamera löst mit maximal 8 MP auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset hier nicht auf das Aufhellen des Displays, sondern auf einen Mono-LED-Blitz, wie übrigens auch auf der Rückseite. Die Bildschärfe der Selfie-Kamera mag zwar ok sein, doch bei der Dynamik ist diese sehr enttäuschend. HDR-Aufnahmen würde ich hierbei nicht empfehlen, denn dabei entstehen total unnatürliche Bilder, die den Hintergrund abdunkeln, aber zeitgleich einen weißen Rahmen um die Person erzeugen. Ebenso sollte man den Manuel regelbaren Bokeh-Effekt sowohl an der Haupt-, als auch bei der Frontkamera nicht überstrapazieren, dabei erzeugt die Kamera nämlich schnell einige Bildfehler.

Videos können mit dem Gigaset GS195 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt, wie Slow-Motion aufnahmen.

(Kamera: 2,5 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Gigaset GS195 hat das Unternehmen Android 9 in der Pure-Edition vorinstalliert. Dabei handelt es sich um eine reine (pure) Version des Android 9. Der auf meinem Testgerät installierte Sicherheitspatch stammt vom 5. Dezember 2019 und ist daher zumindest zum Zeitpunkt meines Tests „noch“ sehr aktuell.

Android 9 in der reinen Version, kommt kaum mit sogenannter Bloatware daher. Daher verbraucht das System wie bereits erwähnt nicht so viel Speicher. Neben den üblichen Apps wie Google Chrome, Kalender, Rechner usw. sind auch Google Apps wie YouTube, Gmail, Google Fotos und Google Maps vorinstalliert. Jedoch werden einem hier auch zeitgemäße Funktionen wie z.B Eye comfort, unter dem Menüpunkt Display angeboten. Dabei handelt es sich um die durchaus für mich sinnvolle Blaulichtfilter-Funktion, welche dafür sorgt, dass das Display auch abends angenehm bzw. schonenden für die Augen angesehen werden kann, da dabei das blaue Licht in Weißtönen reduziert wird.

(Software: 3,5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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