Google Nest Wifi
In aller Kürze
Das Nest WiFi von Google ist ein sehr einfach einzurichtendes Mesh-System, sodass dieses auch weniger Technik-Affine Laien ohne größere Probleme hinbekommen sollten. Im Praxistest ist es ein zuverlässiges Router-Setup, welches mir in meiner Testphase keinerlei Probleme bereitet hat. Praktisch ist dabei, dass der zusätzliche Mesh-Zugangspunkt nicht nur ein weiteres Gerät ist, das irgendwo z. B. im nächsten Stockwerk steht und dafür sorgt, dass auch hier mit dem WiFi alles abgedeckt wird, sondern das diese einen Lautsprecher integriert hat. Dadurch kann man darüber z. B. Radio hören oder auch einfach ein Hörbuch anhören.
Etwas Schade ist wiederum, dass man am Router nur einen freien Ethernet-Port zur Verfügung hat. Daher muss man, sofern man hier mehr braucht, diese am externen Modem anschließen. Happig ist aber auch der Preis, denn für ein Setup mit einem Router und einem Mesh-Zugangspunkt werden knapp 250€ fällig.
Gefällt uns
- schlichtes Design
- Mikrofon und Lautsprecher integriert
- Einstellungen auch von unterwegs möglich
- Google Duo kompatible
Gefällt uns weniger
- Cloud-Zwang
- nicht gerade günstig
- kein WiFi 6
Google Nest WiFi
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung hat Google identisch zu den bisher von mir getesteten Google bzw. Nest Produkten designt. Das Ergebnis ist eine schlichte weiße Verpackung, welche nicht wie bei vielen anderen Herstellern mit zahlreichen Bildern und Texten bedruckt ist. Hier legt Google auf ein dezentes und übersichtliches Design wert, welches lediglich einige Bildern zum Produkt und dessen Ausstattungsmerkmalen beinhaltet.
An der Vorderseite wird neben dem aktuellen bunten „G“ (Google-Logo) der Name des Produktes und eine Abbildung der beiden Geräte von vorne gezeigt. Zur rechten Seite wird einem kurz das System erklärt, also um was es sich hierbei handelt, was es genau macht und für wen oder welchen Einsatzzweck es gedacht ist. Die Rückseite zeigt wie bei den Produkten von Google üblich ein flächendeckendes Bild, welches einem das entsprechende Produkt oder manchmal auch einen Teil in Aktion bzw. in Verwendung zeigt. So sieht man hier z. B. den Mesh-Zugangspunkt, wie dieser auf einer schön dekorierten Anrichte bzw. Sideboard steht.
Die Linke Seite erwähnt unter anderem einige Vorteile des Nest-WiFi und deutet schon an, dass dieses dank integrierten Google Assistent mit zahlreichen Smart-Home-Geräten von bekannten Marken kompatible ist. Zu guter Letzt verrät einem die Unterseite noch einige wichtige technische Daten zum Google Nest WiFi und gibt im klein gedruckten Informationen zum Lieferumfang bekannt. Außerdem werden hierbei auch noch die Anforderungen für das System aufgelistet.
Hebt man den Deckel von der Verpackung ab, erblickt man direkt die beiden Hauptgeräte, den Google Nest WiFi-Router und den zusätzlichen Mesh-Zugangspunkt. Diese wurden hier, wie von Google gewohnt sicher in einer Vorrichtung aus Zellulose-Material fixiert, sodass beim Transport alles sicher an seinem Platz bleibt. Unter diesem Einsatz, den man leicht durch eine Lasche entnehmen kann, verbirgt sich das restliche Zubehör. Angefangen bei der kleinen kompakten Kurzanleitung. Darunter ist wiederum ein kleinerer Kartoneinleger, unter dem sich dann die beiden Netzteile inkl. fest angebrachtem Kabel mit Hohlstecker befinden, welche beide mit jeweils 2 Meter ausreichend lange bemessen sein sollten. Zu guter Letzt befindet sich neben den Netzteilen noch eine kleine Faltschachtel, in dem sich das 2 Meter lange Netzwerkkabel befindet, welches dazu dient, den Nest WiFi-Router mit dem Modem eueres Internetanbieters zu verbinden.
(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)
Design
Google versteht es sehr gut, ein Produkt modern und zugleich einfach schön zu gestaltet. So auch beim Nest WiFi, welches hier bei meinem Set aus zwei nahezu identisch großen, etwa Tassengroße runde Geräte besteht. Diese bietet Google jedoch nur in einem matten Weiß an, was jedoch dafür sorgt, dass diese sich nahezu unauffällig in die Deko im Haus integrieren lassen.
Durch das minimalistisch und zugleich schlichte Design verzichtet Google rundum auf Knöpfe, die das Design unterbrechen würden und auch die wenigen vorhanden Anschlüsse hat man an der Rückseite im unteren Abschnitt versteckt. Der Router des Google Nest WiFi-Set, bei dem es sich um das Hauptgerät handelt, besitzt eine kleinere Aussparung an der Unterseite, hinter der sich drei Anschlüsse verstecken. Der Stromanschluss mittig und rechts sowie links daneben einen 1-Gigabit-Ethernet-Port. Der linke davon von unten betrachtet, bleibt einem jedoch nicht frei zur Verfügung, denn dieser muss mit einem Modem verbunden werden. An der Unterseite des Nest-WiFi ist zudem der QR-Code eingebracht, der benötigt wird, um das System einzurichten. Im Anti-Tusch Gummi ist zudem im vorderen Bereich ein Reset Knopf versteckt, der lediglich dazu dient, das System z. B. beim Verkauf oder bei einem Fehler zurückzusetzen. Das es sich hierbei um ein Google Produkt handelt, erkennt man hier definitiv nicht auf dem ersten Blick. Erst vom Nahen betrachten erkennt man das leicht eingeprägte „G“ an der Oberseite des Routers, welches jedoch nur wenige als ein Produkt von Google deuten würden.

Google Nest WiFi Router 
Google Nest WiFi Zugangspunkt 
Unterseite des Google Nest WiFi Router 
Unterseite des Google Nest WiFi Zugangspunkt
Der Mesh-Zugangspunkt ist von der Form und der Größe dem Router nahezu ähnlich, der Router ist 90,4 mm hoch und nimmt im Durchmesser 110 mm ein, während der zusätzliche Mesh-Zugangspunkt 87,2 mm hoch ist und im Durchmesser einen Platz von 102,2 mm benötigt. Beim Design und dem Funktionsumfang gibt es hier wiederum deutlich größere und vor allem entscheidende Unterschiede. Der Mesh-Zungangspunkt kommt nämlich nur mit einem Stromanschluss aus, verfügt dafür jedoch an der Rückseite über einen mechanischen Schieberegler, welchen den internen Google Assistenten deaktivieren kann bzw. das Mikrofon im Gerät deaktiviert. Diese Mikrofone befinden sich hier an der Oberseite des Mesh-Zugangspunktes, gut zu erkennen an den vier kleinen Schlitzen. Am unteren Teil des Gehäuses ist der Mesh-Zugangspunkt rundherum gelocht, da sich hier im inneren ein 40 mm Treiber befindet. Dies ist nicht ohne Grund so, denn wie bereist erwähnt ist im inneren des Zugangspunktes ein 40 mm Treiber integriert. Dieser kann z. B. für Musik genutzt werden oder man kommuniziert darüber mit dem Google Assistenten. Zu guter Letzt ist auch die Unterseite des zusätzlichen Zugangspunkt mit einem Anti-Rutsch-Gummi versehen worden. Der Zwischenring, auf dem das rutschhemmende Gummi befestigt wurde, ist ein rundum leuchtender LED-Ring, der über den Status des Gerätes informiert und beim Sprachassistenten als optisches Feedback genutzt wird.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
An der Verarbeitung konnte ich nicht wirklich etwas Negatives feststellen. Die verschiedenen Bauteile der Gehäuse gehen nahtlos ineinander über und insgesamt fühlen sich die beiden Geräte sehr wertig an. Wunderbarer gefällt mir auch weiterhin der nachhaltige Aspekt von Google, denn wie bereits beim Nest Mini setzt man auch beim Gehäuse des neue Nest WiFi-Sets auf recycelten Kunststoff. Im Falle des WiFi-Routers sind es beim Gehäuse 45 % und beim WiFi-Zugangspunkt 40 %.

Schieber am Zugangspunkt (Mikrofon aktiviert) 
Schieber am Zugangspunkt (Mikrofon deaktiviert) 
Anschlüsse Nest WiFi Router 
Minimale Kritik könnte ich hier vielleicht am Stromanschluss aussetzten, denn hier hätte man meiner Meinung nach auf einen USB-C-Port setzen sollen, anstelle des Hohlsteckers. Schließlich könnte man so ein eventuell defektes USB-C Kabel, welches ich hier dann auch abnehmbar ausgeführt hätte, deutlich einfacher austauschen, also solch ein seltener verwendeter Hohlstecker.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
| Stromversorgung | jeweils ein 15-W-Netzteil mit Hohlstecker (fest mit Netzteil verbunden) |
|---|---|
| WLAN-Standard | WiFi-Router AC2200 MU-MIMO Wi-Fi 4×4 (5 GHz) 2×2 (2,4 GHz WiFi-Zugangspunkt AC1200 MU-MIMO Wi-Fi 2×2 (2,4 GHz/5 GHz) WiFi-Router & Wifi-Zugangspunkt Simultanes Dualband-WLAN (2,4 GHz/5 GHz) mit Unterstützung für IEEE 802.11a/b/g/n/ac |
| Smart-Home-Konnektivität | Bluetooth® Low Energy (BLE) IEEE 802.15.4 Thread (2,4 GHz) – Funktionalität noch nicht verfügbar (Zigbee) |
| Farbe | Weiß |
| Geschwindigkeiten | Google Nest WiFi bis zu 2.2000 Mbit/s Google WiFi Zugangspunkt bis zu 1.200 Mbit/s |
| Reichweite | Google Nest WiFi bis zu 120 m² Google WiFi Zugangspunkt bis zu 80 m² |
| Sicherheit | WiFi-Router WPA3-Verschlüsselung Automatische Sicherheitsupdates Trusted Platform Module WiFi-Zugangspunkt WPA3-Verschlüsselung Automatische Sicherheitsupdates |
| Stromverbrauch | jeweils 8 Watt im Stand-by und knapp 12 Watt aktiv |
| Abmessungen & Gewicht | WiFi-Router Durchmesser: 110 mm Höhe: 90,4 mm Gewicht: 380 g WiFi-Zugangspunkt Durchmesser: 102,2 mm Höhe: 87,2 mm Gewicht: 350 g |
| Lautsprecher & Mikrofone | nur beim WiFi-Zugangspunkt 360°-Sound mit 40-mm-Treiber Bluetooth 4.2 Far Field-Mikrofone für Google Assistant |
| Lieferumfang | • 1 Nest WiFi-Router • 1 Nest WiFi-Zugangspunkt • 1 Ethernetkabel (2 m) • 2 Netzteile |
Einrichtung und Konfiguration
Die Ersteinrichtung des Google Nest WiFi ist wie von Google Produkten gewohnt erstaunlich einfach. Zuerst geht es darum, den Google Nest WiFi-Router anzuschließen und einzurichten. Dazu muss dieser direkt an das bisher verwendete Modem bzw. Router angeschlossen werden. Das WiFi-Netzwerk des bisher genutzten Routers würde ich in dessen Einstellungen, nachdem man das Google Nest WiFi eingerichtet hat, deaktivieren, denn sonst strahlt dieser und das neue System ein separates WiFi-Netz aus, was man fortan natürlich nicht mehr benötigt. Wie das geht, unterscheidet sich je nach Router, doch im Internet oder der Bedienungsanleitung wird euch da sicherlich geholfen.
Nun zur Einrichtung des Systems dazu sollte bzw. muss man zuvor die kostenlose Google-Home-App auf das eigene Smartphone herunterladen. Diese stellt Google kostenlos im App Store für iOS – Nutzer und im Playstore für Android-User bereit. Um Google Home nutzen zu können, muss man sich im Laufe der Einrichtung ein Konto erstellen, sofern man dies wie ich nicht schon bereits von anderen Geräten, sei es ein weiteres Google-Produkt oder ein Android basierendem Smartphone besitzt.
Direkt nachdem man die App gestartet hat und auf dem Hauptmenü gelandet ist, klickt man oben auf das Plus und wählt anschließend „neues Gerät hinzufügen“ aus. Daraufhin sucht die App automatisch nach einem neuen, noch nicht eingerichteten Google-Gerät und daher sollte spätestens zu diesem Zeitpunkt der Router des Nest-Wifi an seinem Standort stehen und mit Strom sowie dem alten Router verbunden sein. Dabei sollte, sofern ihr alles richtig gemacht habt, der Nest WiFi Router automatisch gefunden werden, sodass z. B. wie bei mir „Setup5BAB.ybd“ gefunden steht. Daraufhin wird man aufgefordert bzw. gefragt, ob man der App den Kamerazugriff gewähren möchte, was man auch tun sollen, denn nur dann kann man den QR-Code an der Unterseite des Routers einlesen, damit anschließend eine Verbindung erfolgen kann und das WLAN-Netz erstellt wird. Sobald dieser Schritt erledigt ist, geht es darum, dem ab sofort neuen WLAN-Netzt einen Namen und ein Passwort zu geben, dass dann nach der Einrichtung gilt und eingegeben werden muss, wenn man ein weiteres Gerät mit dem Google Nest WiFi verbinden möchte. Zu guter Letzt erscheinen noch einige Hinweise und man zur besseren Zuordnung angeben, in welchem Raum bzw. Zimmer der Router steht. Anschließend wird das Netzwerk erstellt und die Einrichtung des Routers ist abgeschlossen.
Sofern man wie ich im Test noch direkt einen Zugangspunkt mit im Paket erwirbt, kann man anschließend direkt auch diesen einrichten. Somit wird man nach der abgeschlossenen Einrichtung des Nest-WiFi Routers direkt gefragt, ob man ein weiteres WiFi-Gerät einrichten möchte, was ich hier mit „ja“ bestätigt habe. Die Einrichtung des WiFi-Zugangspunkt ist nahezu identisch zum Router, daher muss man auch diesen mit dem beiliegenden Netzkabel verbinden. Daraufhin erfolgt die restliche Einrichtung identisch zum Router, das heißt, dass Gerät wird automatisch in der App gesucht, angezeigt und dann muss man den Code auf dem Aufkleber abscannen. Anschließend kommen jedoch hier noch ein paar zusätzliche bzw. Extra Einstellungen, die erledigt werden können, schließlich ist im Zugangspunkt ein Lautsprecher mit Google Assistant integriert, der eingerichtet werden möchte oder besser gesagt kann. Dies geht hier jedoch wie von Google gewohnt sehr einfach und wird sehr verständlich Schritt für Schritt erklärt.
(Einrichtung und Konfiguration: 4,5 von 5 Punkten)
Funktionsumfang
Netzwerk und Sicherheit
Google setzt beim Nest WiFi nicht auf den neusten WiFi 6 Standard. Dies hat laut Google den Grund, dass diesen Standard aktuell noch zu wenige Geräte unterstützen bzw. nutzen und zudem wäre damit der Preis des Nest-WiFi deutlich teuerer ausgefallen.
Beim Nest WiFi setzt Google auf ein simultanes Dualband-Wlan (2,4 GHz/5GHz), was bedeutet das sowohl das 2,4 GHz und das 5 GHz gleichzeitig verwendet werden. Wäre es „nur ein Dualband-Wlan, kann man auch nur eine der beiden Frequenzen nutzen, doch da meisten auch noch ältere Geräte zuhause sind oder welche, die kein 5 GHz unterstützen, ist beides gleichzeitig meist die bessere Option. Beim WiFi Standard ist alles Wichtige dabei, es werden nämlich IEEE 802.11 a/b/g/n/ac unterstützt. Im Nest WiFi Router sind 4 x 4 Antennen für das 5 GHz und 2 x 2 für das 2,4 GHz verbaut, beim Zugangspunkt sind es 2 x 2 Antennen für beide Netze.
Beim Verschlüsselungsstandard setzt man auf die neusten Standard WPA3. Doch da jeder in seinem Haushalt noch zahlreiche Geräte besitzen, welche diesen Standard nicht unterstützen, kann man die vollen Vorteile des neusten Verschlüsselungsstandard nicht ausreizen. Jedoch ist das System mit einem guten Passwort sicher geschützt und dadurch, dass Google regelmäßig voll automatisch Software-Updates freigibt, ist hier alles sicher und es werden sicherlich noch einige neue bzw. zusätzliche Funktionen dazukommen. Hier könnte ich mir z. B. in Zukunft vorstellen, dass man z.B. Philips Hue Leuchtmittel direkt über das Google Nest WiFi steuern könnte, ohne eine zusätzliche Bridge von Philips nutzen zu müssen. Schließlich besitzt das System neben WiFi 5 auch Bluetooth LE und Zigbee, was Philips Hue verwendet. Letzteres wird hier von Google jedoch im Funkstandard nicht so bezeichnet, sondern bezeichnet diesen lediglich als IEEE 802.15.4-Thread.
Lautsprecher
Im Nest WiFi Zugangspunkt ist, wie bereits eingangs erwähnt ein zusätzlicher 40 Millimeter-Lautsprecher verbaut. Von diesem sollte man natürlich bauartbedingt keine klanglichen Wunder erwarten, doch um für eine Hintergrundmusik zu sorgen, oder für den Sprachassistenten reicht der Klang vollkommen aus und ist klanglich sogar etwas besser als der Nest Mini. Damit der integrierte Google-Assistent einen versteht, benötigt dieser natürlich auch Mikrofone, hierfür hat Google an der Oberseite vier Far Field-Mikrofone verbaut. Das Besondere daran ist, dass man darüber nicht nur mit dem Google-Assistent quatschen kann, sondern auch das WLAN-System via Sprache steuern kann. Somit kann man z.B. Befehle wie: Hey Google führe einen Speedtest aus, eröffne ein Gastzugang, wie wird das Wetter heute und sperre alle Kindergeräte ab 22 Uhr bis XY, verschiedene Aktionen ohne Smartphone ausführen.
Hat jemand jedoch Angst, dass man aufgrund der verbauten Mikrofone überwacht wird, kann man diese durch den kleinen Schieberegler an der Rückseite des Nest-WiFi Zugangspunkt deaktivieren. Hat man jedoch, wie ich zuhause die Far Field-Mikrofone aktiviert, funktionieren diese ausgesprochen gut, selbst wenn gerade Musik wiedergegeben wird, reagiert der Zugangspunkt sehr schnell auf „Hey Google“ und reduziert die Musik, während diese zuhört. Nutzer von Google Duo können den Zugangspunkt dadurch übrigens auch zum Telefonieren verwenden, sodass man darüber weltweit mit anderen Nutzern von Duo-kompatiblen Geräten telefonieren kann. Sollte man z.B. wie ich in der Küche den Google Nest Hub und im Obergeschoss den Nest-WiFi Zugangspunkt stehen haben, kann man dadurch sogar intern mit den Personen im Erdgeschoss reden, ohne gleich durchs ganze Haus brüllen zu müssen, sodass die gerade schlafenden Kinder nicht aufwachen. Die Lautstärke des Google Nest WiFi Zugangspunkt wird übrigens über eine Touch-Oberfläche reguliert, alternativ ist dies natürlich auch über die App möglich.
Funktionen
Damit die Sprachbefehle wie „sperre ab 22 Uhr alle Kindergeräte“ funktionieren, sollte Google Nest WiFi natürlich wissen, welche Geräte dies sind. Dies kann man dem System ganz einfach mitteilen, denn man kann hierbei mehrere Geräte, also z.B, alle der Kinder zu einer Gruppe zusammenfassen und diese dann dementsprechend benenn, sprich „Kindergeräte“. Dadurch kann man jedoch auch in der App einstellen, dass der Zugriff der Geräte zu bestimmten Zeiten unterbrochen wird oder bezüglich des Jugendschutzes bestimmte Seite blockiert werden.
Ein Gastnetzwerk kann über die App ebenfalls schnell und einfach eröffnet werden und das sogar von unterwegs aus. Was dabei sehr praktisch ist, der WLAN-Passwortschlüssel kann direkt via Mail dem Gast zugesendet werden, ohne dass dieser den vollen Zugriff auf das System erhält, da dies ein anders Passwort erfordert.
(Funktionsumfang: 4,5 von 5 Punkten)
Reichweite und Geschwindigkeit
Laut Google liegt die theoretische maximale Geschwindigkeit des Google Nest WiFi bei 2.2000 Mbit/s und über beim WiFi Zugangspunkt bei bis zu 1.200 Mbit/s an. Bei diesen Werten redet man natürlich von perfekten Voraussetzungen, sprich, keine Wand oder Decke dazwischen, was bei einem Haus einfach nicht möglich ist. Außerdem hängt dies natürlich auch von der gebuchten bzw. max. erreichbaren Netzwerk-Geschwindigkeit eures Anbieters ab. Hierbei kann das Nest WiFi System natürlich nicht schneller übertragen, als diesem von der Eingangsleitung geboten wird.
Hierbei konnte ich im Test beim Nest WiFi Router, der selbstverständlich direkt neben unserem bisherigen Router steht und dem zusätzlichen Zugangspunkt im Obergeschoss feststellen, dass das Netzwerk nicht schneller ist, sondern vielmehr logischerweise flächendeckender ist. Dies ist soweit auch logisch, denn mehr als die max. Leistung des bisherigen Router (250 Mbit/s) kann das Nest WiFi nicht herausholen, was im Erdgeschoss jedoch nahezu überall erreicht wird. Hier verspricht Google eine Abdeckung von 120 m² und bei jedem Zugangspunkt knapp 84 m². Oben im Obergeschoss ist das WiFi zwar weiter weg vom Router etwas schwächer, doch für die gewohnten Dinge wie Streaming usw. reicht die Geschwindigkeit auch hier vollkommen aus.
(Reichweite und Geschwindigkeit: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Das neue Google Nest WiFi System ist mattweiß und fügt sich somit absolut dezent in jedem Raum im Haus oder der Wohnung ein. Wie ich es bereits von denen Produkten aus dem Hause Google kenne, ist auch hier die Einrichtung über die gewohnte Google Home-App sehr einfach, da die Einrichtung sehr verständlich Schritt für Schritt erklärt wird.
Praktisch ist die Software, auch wenn dieses teils für einen Laien etwas unübersichtlich ist. Arbeitet man sich jedoch etwas rein oder informiert sich im Internet darüber, findet man schnell die gewünschte Funktion. Dabei kann man einige nützliche Dinge einstellen, was zwar nur übers Smartphone nicht am PC geht, doch dies reicht aus und einmal eingestellt, kann man viele Funktionen des Systems auch via Sprache steuern.
Preis/Leistung
Mit einer UVP von 259€ ist das Google Nest WiFi -Set bestehend aus eine WiFi Router und – Zugangspunkt. Reicht wiederum nur der Router bei euch aus, dann werden bei Google 159€ und für jeden weiteren Zugangspunkt 139€ fällig. Verwendet man alle aktuellen Vorteile des Sets wie die einfach Einrichtung und den zusätzlichen Funktionsumfang, der teilweise auch noch erweitert wird, ist dies im Betracht zu Konkurrenz kein unrealistischer Preis.
Jedoch braucht man, um das Set überhaupt zu betreiben, einen Modem, dass man in den meisten Fällen vom Anbieter zur Verfügung gestellt bekommt. Handelt es sich hier um eine Fritzbox und man kann auf die zusätzlichen Funktionen des Google Systems verzichten, dann reicht euch sicherlich auch ein zusätzlicher Repeater aus, mit dem ihr dann billiger seid. Doch habt ihr wie ich ein von der Funktion eingeschränkten Eigenmarken-Router von eurem Anbieter, greife ich gerne auf was Zuverlässiges zurück, dass einfach einzurichten ist und mehr Funktionen bietet, die ich so nicht vom Router des Anbieters geboten bekomme.
Google Nest WiFi
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Link zum Hersteller: google.com/de
















































































































