Google Pixel 4

In aller Kürze

Google hat vor einigen Wochen das neue Google Pixel 4 vorgestellt. Dieses kann mich mit seinem guten 90 Hz OLED-Display, der neuen Kamera-Performance, und der schönen Verarbeitung überzeugen. Jedoch gibt es ebenso einige Punkte, die mich im Test enttäuscht haben. Dazu zählen unter anderem der deutlich zu klein Akku, das Display mit dem nicht mehr zeitgemäßen breiten Rand und der nicht erweiterbare Speicher. Von daher ist das Google Pixel 4 ein konkurrenzfähiges Gerät, jedoch keinesfalls das beste Android basierende Device auf dem Markt.

Gefällt uns

    • gutes OLED-Display (90Hz)
    •  gutes Kamerasetup
    •  hochwertige Verarbeitung
    • tolles Design
    • schnelle Gesichtsentperrung

Gefällt uns weniger

    • zu kleiner Akku bei zu hohem Verbrauch
    • Radar-Sensor aktuell nicht ausgereizt
    • keine Speichererweiterung
    • Display-Helligkeit und Design

Google Pixel 4

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PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das Google Pixel 4 kommt in einer schlichten zweiteiligen weißen Verpackung daher. Deren Design mich sehr an die Nest-Produkte erinnert. Dies ist soweit auch kein Wunder, schließlich sind Nest und Google inzwischen ein Unternehmen.

Auf der Oberseite der Verpackung wird das aktuelle bunte Google Logo in Form eines „G“ dargestellt. Direkt darunter ist der Name des Smartphones „Pixel 4“ zu lesen und eine große Abbildung des Smartphones. Das abgebildete Gerät hat dabei die Farbe, in welches man dieses bestellt bzw. gekauft hat. An der rechten Seite präsentiert Google das Pixel 4 von der Seite abfotografiert, sodass man hier unter anderem die beiden Tasten gezeigt bekommt. Die Ober- sowie linke Seite wiederum zeigt einem lediglich erneut die Google Logos. Zu guter Letzt ziert die Rückseite eine schöne Ablichtung des Smartphones, mit dem Hashtag „Teampixel“ und die Unterseite zeigt neben dem Lieferumfang, die Farbe des Smartphones, die Speicherkapazität und die Modellbezeichnung. Zudem findet man hier natürlich auch die IMEI1-Nummer usw.

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    Nach dem Abnehmen des Deckels kommt direkt das Google Pixel 4 in einer Folie verpackt, zum Vorschein. Dieses wird hier von einem recycelbaren Zellulose-Material sicher an seiner Position gehalten. Darunter wieder befindet sich eine kleine Kartonage, in welcher neben dem SIM-Tool, wie üblich auch eine Kurzanleitung und ein Garantieheft verpackt wurde. In der untersten Ebene hat Google im oberen Bereich das USB-Typ-C Ladekabel und ein USB-A auf USB-Typ-C Adapter eingepackt. Zudem befindet sich in der kleinen Kartonage mit dem grau abgebildeten Blitz, das 18 Watt Netzteil mit dem entsprechenden USB-Typ-C Lade-Anschluss. Kopfhörer liefert Google beim Pixel 4 leider nicht mit aus.

    (Verpackung: 4 von 5 Punkten)

    Design

    Google setzt beim neuen Pixel 4 auf ein schlichtes, aber zugleich elegantes Design. Das von mir getestete Google Pixel 4 kommt in der limitierten Farbe „Oh so Orange“ (ja, so heißt diese Farbe wirklich) daher. Zudem gibt es das Pixel 4 noch in der Farbe „Just Black“ und Clearly White.

    Bei allen Modellen kommt ein Aluminium-Rahmen zum Einsatz, die Rückseite ist wiederum wie auch das Displayglas, aus hochwertigem Gorilla Glas 5 gefertigt. Den Aluminium Rahmen hat Google mit einer mattschwarzen Beschichtung versehen, welche mir soweit sehr gut gefällt. Oft stört mich hier bei Hochglanz polierten und Beschichteten Rahmen, dass diese ständig voller Fingerabdrücke sind und durch ihre glatte Oberfläche sehr gerne aus der Hand gleiten. Ebenso froh war ich, dass Google sich auch bei der Glasrückseite für eine matte Ausführung entschieden hat. Diese kommt jedoch nur beim orangenen und weißen Modell zum Einsatz. Beim schwarzen Smartphone ist die Rückseite weiterhin in Hochglanz-Optik ausgeführt. Eigentlich bin ich schon immer ein großer Fan von schwarzen Smartphones. Doch beim Pixel 4 find ich persönlich das matte Weiß und sogar das limitierte orangene Gerät deutlich interessanter. Beim Power-Button unterscheiden sich die Geräte je nach Farbauswahl ebenfalls, wählt man Schwarz, dann ist dieser weiß und bei orange und weiß, ist dieser wiederum orange (hautfarben).

    Das Google Pixel 4 liegt wirklich sehr gut in der Hand, sodass ich es wahrlich als richtigen Handschmeichler bezeichnen würde. Das liegt daran, da das kleine Google Pixel 4 mit seinem 5,7 Zoll großen OLED-Display genau die richtige Größe (147,1 x 68,8 x 82 Millimeter) bietet. Durch diese Abmaße kann man als Nutzer das Smartphone problemlos mit einer Hand halten und problemlos bedienen. . 

    Der leicht abgerundete Rahmen aus Aluminium erzeugt eine sehr harmonische Übergangsfläche zur Glasrückseite, sowie dem Display. Die beiden Glassegmente sind dabei zu den Rändern minimal abgerundet. Dies sorgt in Verbindung mit der rutschhemmenden organischen Oberfläche am Rahmen und Glas für ein sicheren griff. Das tolle an der weißen und orangenen Farbvariante ist die wirklich sehr gut anfühlende, fast schon als weich zu bezeichnende matte Glasrückseite. Dies fiel mir direkt nach dem Auspacken des Google Pixel 4 ins Auge und hat mir dabei sehr gut gefallenen, auch wenn diese definitiv etwas rutschiger ist, als der Rahmen. . 

    Neben dem Google Pixel 4 gibt es noch ein „XL“ Modell. Bei diesem handelt es sich lediglich um ein größeres Gerät, mit mehr Akkukapazität und einem größeren Display (6,2 Zoll). Dieses ist genauso dick, wie das kleine Pixel 4, nimmt jedoch in der Länge 160,4 mm und in der Breite 75,1 mm ein. Dadurch ist dieses nicht mehr ganz so kompakt wie der kleine Bruder, schließlich ist es zugleich mit 193 g knapp 31 g schwerer.

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    Das Google Pixel 4 unterstützt das Qi-zertifizierte kabellose Laden. Daher kann man das Smartphone durch das einfach auflegen auf ein entsprechendes Ladegerät, aufladen. Hierzu legt man dieses natürlich mit der Rückseite auf das Pad, da die Ladespule am Google Pixel 4 wie üblich auf der Rückseite verbaut ist.

    Das OLED-Display des Google Pixel 4 misst eine Bildschirmdiagonale von 5,7 Zoll. Etwas ungewohnt war für mich die breite Stirn an der Oberseite, womit ich den breiteren „Display-Rahmen meine. In den Zeiten, wo fast alle Hersteller auf eine kleine Tropfen-Notch usw. setzen, ist dies ungewöhnlich. Doch diese hat definitiv ihren Grund, weil hier nämlich nicht nur eine Frontkamera und Hörmuschel verbaut wurden, sondern zahlreiche weitere interessante Sensoren auf engstem Raum. Damit ist der breite Rand am Ende zum Großteil eine Geschmacksache und ob ihr von den zusätzlichen Funktionen, gebrauch macht.

     Einen Fingerabdrucksensor gibt es beim Google Pixel 4 nicht. Hier setzt man wie beim iPhone voll und ganz auf die Entsprechung via Gesicht. Dank der sogenannten „Motion Sense“ erkennt das Smartphone, wenn man danach greift, und aktiviert automatisch das Display. Danach genügt ein Blick zum Pixel 4 und schon ist das Smartphone in rasanter Geschwindigkeit entsperrt.

    Beim Pixel 4 hat Google sämtliche physische Tasten auf der rechten Seite angeordnet. Hier gibt es einen kleinen farbigen Power-Button und eine doppelt so große Lautstärke-Wippe. Beide Tasten lassen sich als Rechtshänder mit dem Daumen sehr gut bedienen, jedoch haben auch Linkshänder mit dem Zeige- und oder Mittelfinger keinerlei Einschränkungen. An der oberen Stirnseite befindet sich lediglich ein kleines Loch, in dem sich eines der vielen Mikrofone versteckt. Einen Dual-SIM-Karten-Slot gibt es beim neuen Pixel 4 nicht. Google hat hier lediglich an der linken Seite einen Nano-SIM-Karten-Schacht verbaut, der somit lediglich Platz für eine kleine Nano-SIM-Karte bietet. Wer auf zwei Netze angewiesen ist, muss auf die integrierte e-SIM-Karte zugreifen, sofern euer Anbieter diese Funktion anbietet. Außerdem hat man somit beim Pixel 4 leider nicht die Möglichkeit den Speicher via Micro-SD-Karte zu erweitern. Von daher sollt man sich vor dem Kauf genau entscheiden, ob man 64 GB oder doch gleich 128 GB benötigt.

    Wie bereits bei den Vorgängermodellen, kommt natürlich auch beim neuen Pixel 4 ein Stereo-Lautsprecher zum Einsatz. Hierfür wir zum einen klassisch der Lautsprecher unter rechts neben dem USB-Typ-C Anschluss genutzt und als zweiter die Hörmuschel. Der Klang ist soweit in Ordnung und ist fürs Games Spielen und Videos anschauen absolut ausreichend. Hier konnte mich das Google Pixel mit einem hohen klanglichen Volumen und einer hohen maximalen Lautstärke überraschen. Bei der max. Lautstärke jedoch neigt das Gerät sehr, das Klangbild zu stark zu verzerren.

    Die Rückseite ist soweit sehr dezent gehalten. Bei dem von mir getesteten Modell handelt es sich, wie Google angibt um eine Sonderedition, welche etwas „Bunter“ daher kommt. Regulär sind es wie z. B. beim XL Modell lediglich das Schwarze und weiße Modell. Das auffälligste Merkmal an der Rückseite ist selbst auf dem orangenen Modell zweifelsohne das quadratische Plateau in der linken oberen Ecke des Smartphones. Hier versteckt sich die Kameraeinheit, auf welche ich später im Verlaufe des Testberichts noch näher eingehen werde.

    (Design: 4,5 von 5 Punkten)

    Verarbeitung

    Die Verarbeitung des Google Pixel 4 kann ich im Großen und Ganzen als gut bezeichnen. Dennoch hab ich hier ein paar kleine Kritikpunkte zu bemängeln. Zum einen Klappern nämlich die beiden Tasten an der rechten Seite etwas, sobald man das Smartphones in der Hand schüttelt. Mit einem Case von Google oder einer anderen Hülle ist dieses Problem jedoch neutralisiert. Doch dies war noch nicht alles, weiter geht es nämlich beim Power-Button. Dessen Farbe hebt sich beim Organen Modell von der Gehäusefarbe ab. Google hat hier nämlich nicht dieselbe Farbe gewählt, sondern eher einen Hautton, statt der orangenen Rückseite.

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    Der Aluminiumrahmen mit seiner matten schwarzen Hybridbeschichtung und das Corning® Gorilla® Glass 5 an Vorder-, sowie Rückseite sorgen für ein angenehmes Gefühl in der Hand. Auch die IP68-Zertifzierung sorgt für ein staubabweisendes und wasserbeständiges Gehäuse. Dank der Unterstützung des kabellosen laden via Qi, ist es möglich, das Google Pixel 4 mit einem Ladestrom von maximal 11 Watt aufzuladen. Daher ist dies deutlich schneller als z. B. beim Pixel 3, bei dem max. 5 Watt möglich waren.

    (Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)


    PUNKT 2

    bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

    Technische Daten des Google Pixel 4
    Display 5,7 Zoll großes, flexibles OLED-Display (19:9 Format) 1.080 x 2.280 Pixel, Pixeldichte beträgt 444 ppi
    CPU/GPU Qualcomm Snapdragon 855: 1x 2,84 GHz, 3x 2,42 GHz und 4x 1,8 GHz /Adreno 640
    RAM 6 GB RAM
    Speicher 64 GB (Alternativ auch mit 128 GB verfügbar)
    Betriebssystem  Android 10
    Haupt-Kamera 12,2 MP f/1.7 Blende, Tele-Linse mit 16 MP f/2.4  mit Dual-LED-Blitz
    Front-Kamera 8MP f/2.0 Blende; Erfassungswinkel: 90°
    Anschlüsse USB-Typ-C Anschluss
    Akku 2.800 mAh; Schnellladefunktion mit 18 Watt, Qi-zertifiziertes kabelloses Laden
    Konnektivität Wi-Fi 2,4 GHz + 5 GHz 802.11 a/b/g/n/ac 2×2 MIMO, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 + LE (HD codecs: AptX, AptX HD, LDAC). NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, Google Cast.
    Abmessungen (LxBxH) 147,1 mm x 68,8 mm x 8,2 mm
    Gewicht  162 Gramm
    Lieferumfang
    • Google Pixel 4
    • USB-Typ-C Ladekabel
    • 18 Watt Schnellladegerät
    • Kurzanleitung
    • USB-Typ-C auf USB-A Adapter
    • Sicherheitsinformationen und Garantiekarte
    • SIM-Tool

    Performance

    Google setzt beim neuen Smartphone auf den bereits vom OnePlus 7 Pro bekannten Qualcomm Snapdragon 855 SoC. Diesen Prozessor hatte Qualcomm bereits zum Jahresbeginn vorgestellt, im Sommer 2019 wiederum hatte dieser CPU, ein kleines Update in Form des minimal Besseren, Snapdragon 855+ erhalten. Auch wenn hier der Unterschied zwischen den beiden CPU´s nur minimal ist, hätte Google bei seinem neusten Flaggschiff-Smartphone auf den neueren Prozessor setzen können. 

     Beim Snapdragon 855 handelt es sich um einen modernen 64-Bit CPU, welcher im 7 nm-Verfahren hergestellt wurde und mit insgesamt acht Rechenkernen bestückt ist. Davon tacktet ein Kern mit 2,84 GHz (Kryo 485 / Cortex-A76), drei mit 2,42 GHz (Kryo 485 / Cortex-A76) und die restlichen vier mit bis zu 1,80 GHz (Kyro 485 / Cortex A55). Beim Arbeitsspeicher bietet Google lediglich 6 Gigabyte an. Dies ist natürlich im Vergleich zu dem mit bis zu 12 Gigabyte bestückten, Smartphones aus dem Hause OnePlus wenig, aber ausreichend. Schließlich läuft das neue Android 10 soweit absolut flüssig.

    Wie üblich wird der Qualcomm Snapdragon 855 noch von seinem integrierten GPU unterstützt. In diesem Fall handelt es sich dabei um den Adreno 640. Google hat jedoch noch zwei neue Chips integriert, zum einen ein sogenannter Titan-M-Sicherheitschip und ein Pixel Neural Core. Beim Titan M-Sicherheitschip handelt es sich, wie diesen Bezeichnung schon vermuten lässt um einen Chip, der die Nutzerdaten des Besitzers vom Google Pixel 4 vor Dritten schützt, indem dieser diese nicht ohne Erlaubnis freigibt. Der Neural Core kümmert sich soweit um die künstliche Intelligenz, womit es ermöglicht wird, mithilfe der neuen Audiorecorder-App den gesprochenen Text direkt auf dem Smartphone, in Textform umzuwandeln. Außerdem unterstütz dieser direkte Befehle zur Steuerung des Smartphones, wobei bei beiden Anwendungsbeispielen keine Internetverbindung vorhanden sein muss. Ein Nachteil hat das Ganze jedoch noch, die Funktionen sind aktuell nur auf Englisch möglich und werden im Laufe der Zeit freigeschaltet. 

    Beim internen Speicher stehen 64 GB und 128 GB zur Auswahl. Beide basieren in diesem Fall auf den älteren UFS 2.1 Standard und nicht auf den neuen UFS 3.0. Dennoch erreicht das Smartphone beim Lesen und Schreiben von Dateien gut Werte. Laut AndroBench erreicht der verbaute Speicher im Google Pixel 4 direkt nach dem Neustart eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 648 MB/s und beim Schreiben fast 245 MB/s. Daher ist der Speicher zwar definitiv langsamer als der neue UFS 3.0 Standard, doch gerade beim Systemstart ist das Google Pixel 4 rasant schnell.

    Google Pixel 4 Performance 1
    Google Pixel 4 Performance 2
    Google Pixel 4 Performance 3

    Das Google Pixel 4 ist mit seiner Hardware ausreichend bestückt. Google hätte hier zwar wie bereits angedeutet auf den etwas besseren CPU und Speicher-Standard greifen können, doch das Betriebssystem läuft soweit flüssig, ohne Anzeichen von Aussetzern. Lediglich beim knipsen von Bildern musste ich beim Direkten betrachten etwas Warten, da die Software das Bild noch einmal nachbearbeitet. Bei den von mir durchzogenen Benchmarktests schneidet das neue Google Pixel 4 wie folgt ab: Bei Antutu konnte es im Test, einen sehr guten Wert von 399.797 erreichen und liegt somit knapp vor dem Samsung Galaxy S10+.

    Mein Testgerät des Google Pixel 4 besitzt, wie bereits erwähnt einen Speicher von 64 Gigabyte. Von diesem sind abzüglich des Betriebssystems und den vorinstallierten Apps noch knapp 50 Gigabyte frei zur Verfügung. Der Speicher kann jedoch nicht erweitert werden, daher sollten all diejenigen unter euch, die wissen, dass sie viel Bilder, Videos und Musik auf dem Gerät abspeichern, lieber direkt zum größeren Modell mit 128 Gigabyte greifen.

    (Performance: 4 von 5 Punkten)

    Display

    Der Hauptunterschied vom Pixel 4 und Pixel 4 XL ist zum einen der Akku und zum anderen das Display. Bei meinem Testgerät, dem Google Pixel 4 misst die Displaydiagonale des OLED-Touchscreens eine Diagonale von 5,7 Zoll und bietet eine Auflösung von max. FHD+. Die Bildschirmauflösung liegt bei 1.080 x 2.280, was einer Darstellung von insgesamt 2.462.400 Pixel entspricht und einer Pixeldichte von 444ppi. Beim etwas größeren Google Pixel 4 XL entspricht die Pixeldichte aufgrund der höheren QHD-Auflösung, bei 537 ppi, was nochmals etwas schärfer ist. Doch selbst beim kleineren Pixel 4 erkennt ihr mit Sicherheit alles sehr scharf, da mit hier definitiv keiner sagen kann, dass er bei diesem Gerät einen der Pixel mit bloßem Auge erkennen kann.

    Das OLED-Display kann im Test mit kräftigen Farben und dem typischen tiefschwarz überzeugen. Dies liegt daran, da bei OLED-Displays jeder der Pixel einzeln abgeschaltet werden kann. Durch diesen hohen Schwarzwert erhält man auf dem Display kräftige Farben, die mit einer guten Leuchtkraft überzeugen können. Ebenso resultiert dadurch auch das hervorragende Kontrastverhältnis von 100.000:1, was nahezu unendlich entspricht.

    Weiterhin bietet das Google Pixel 4 wie bereits dessen Vorgängern ein Always-on-Display und als Neuerung die neue höherer Bildwiederholungsrate von 90 Hz. Dies gehört aktuell noch zur Seltenheit, schließlich unterstützen die meisten aktuellen Smartphones lediglich einen Support mit bis zu 60 Hz. Die Erhöhung der Bildwiederholungsrate hat zufolge, dass das Display Bewegungen deutlich flüssiger darstellt. Dies ist vor allem beim Spielen und Scrollen von Texten von Vorteil. Beachten sollte man hier jedoch, dass die 90 Hz zu einem deutlich höherem Akku verbrauch führen und diese sowieso nur bei einer Displayhelligkeit von über 75 % unterstützt werden. Ist das Display manuell oder auch automatisch niedriger eingestellt, dann reduziert das Google Pixel 4 die Frequenz automatisch auf die herkömmlichen 60 Hz.

    Bei der maximalen Helligkeit des OLED-Displays schneidet das Google Pixel leider nicht so gut ab. Hier reichen knapp über 450 cd/m² definitiv nicht aus, um das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesen zu können. Im Indoor-Bereich und im Schatten reich es jedoch problemlos aus. Der Screen-to-Body-Ratio Wert ist beim neuen Google Pixel 4 definitiv nicht hoch, was an der breiten „Stirn“ an der Oberseite des Displays liegt. Das man hier jedoch nicht auf einen schmäleren Rand, oder gar eine Notch setzt, hat definitiv seinen Grund.

    Google hat hier in der breiteren Fläche nämlich nicht nur eine einfach Frontkamera, eine Hörmuschel mit integriertem Lautsprecher und die üblichen Sensoren verbaut, sondern eine große Anzahl weitere Sensoren. Aufgrund des schwarzen Rahmens sieht man diese nicht direkt. Zum einen gehören dazu viele Sensoren, welche zu einem echten 3-D-Verfahren des Face-Unlocks führen. Der verbaute Radar-Sensor z. B. erkenn schon die zum Smartphone nähernde Hand und aktiviert das Display direkt. Nimmt man dieses in die Hand, wird das Smartphone beim Blick auf das Display direkt entsperrt, sodass man kaum noch den gewohnten Sperrbildschirm registriert. Beim Entsperren des Google Pixel 4 und Pixel 4XL gibt es aktuell jedoch noch ein Problem, sodass dieses auch bei geschlossen Augen entriegelt wird. Das führt dazu, dass man z. B. das Smartphone ganz einfach entsperren kann, wenn man das Smartphone vor das Gesicht des schlafenden Besitzers hält. Dies sollte so eigentlich nicht sein und Google hat hier bereits ein Update versprochen, welches unter anderem dieses Problem ausmerzen soll.

    Der neu verbaute Radar-Sensor hat jedoch auch noch eine weitere Funktion, und zwar dient dieser der Gestensteuerung Namens „Motion Sense“. Diese Funktion kann beim Aktivieren z. B. dazu genutzt werden, um einen Musiktitel zu überspringen, indem man ganz einfach mit der Hand über das Display von rechts nach links wischt. Klingelt der Wecker oder es geht gerade ein Anruf am Smartphone ein, dann kann man diesen ebenfalls durch das einfach wischen über das Display deaktivieren, bzw. ablehnen. Dieser Sensor ist von der Technik, bzw. seinem Funktionsumfang sehr spannend, doch aktuell bietet die „Motion Sense“ noch zu wenige Funktionen. Hier wird Google jedoch sicherlich noch weiter an zusätzlichen Funktionen arbeiten. 

    (Display: 4 von 5 Punkten)

    Akku

    Ein großer Schwachpunkt beim Google Pixel 4 ist der verbaute Akku. Dieser ist mit lediglich 2.800 mAh einfach zu gering bemessen. Dies bestätigt sich auch in meinem Alltagstest, hier konnte ich im Vergleich zu vielen bisher von mir getesteten Android-Geräten keine vernünftige Akkulaufzeit erreichen. Hier wird es beim alltäglichen Gebrauch einfach knapp, sodass der Akku bei mir nicht einmal für einen ganzen Tag ausgereicht hat.

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    Google Pixel 4 7

    Natürlich hängt die Akkulaufzeit auch beim Google Pixel 4 sehr davon ab, wie ihr das Smartphone nutzt. Dazu zähle unter anderem die Displayhelligkeit, wie oft die 90 Hz Bildwiederholungsrate genutzt wird usw. Wer viele dieser Funktionen nur dafür deaktiviert, damit er eine möglichst lange Akkulaufzeit erreicht, soll das tun. Doch ich persönlich lasse in meinem Test die Funktionen, die von Werk aktiviert sind aktiv und dann verbraucht das Gerät eben mehr Strom. Beim Pixel 4 hat Google jedoch viele Funktionen und Sensoren integriert, die permanent Strom verbrauchen und dafür ist der verbaute Akku zumindest im kleineren Pixel 4 einfach nicht stark genug, sodass man das Gerät definitiv am späten Abend wieder aufladen muss. Beim Google Pixel 4 XL wiederum ist der Akku mit 3.700 mAh deutlich größer und sollte dementsprechend länger durchhalten. Da ich das XL Modell jedoch nicht bei mir zum Testen habe, kann ich dies soweit offiziell nicht bestätigen.

    (Akku: 3 von 5 Punkten)

    Kamera

    Beim neuen Pixel 4 setzt Google erstmals auf ein komplett neues Kamera-Setup. Hier kommt anders wie bei den bisherigen Modellen nicht nur eine Single-Kamera zum Einsatz, sondern ein Dual-Kamera-Setup. Dieses Setup ist zusammen mit einem Dual-LED-Blitz und dem Spektral- und Flickersensor in dem quadratischen Plateau auf der Rückseite integriert. Während die Konkurrenz inzwischen auf eine Normal- Tele und Weitwinkellinse setzen, handelt es sich beim Pixel 4 lediglich um eine Normale- und Telelinse.

    Beim Hauptsensor der „Normalen“ Linse handelt es sich um ein mit 12,2 Megapixel auflösenden Sensor mit einer Pixelgröße von 1,4 µm und einer Blende von f/1.7. Die zweite Kameralinse löst mit 16 Megapixeln auf, bietet 1,0 µm große Pixel und eine Blende von f/2.4. Letztere Linse ermöglicht eine 1,8-fache Vergrößerung per Festbrennweite, via sogenannter Hybridvergrößerung ist jedoch eine 3-fache und eine bis zu 8-fache Vergrößerung mit dem sogenannten Super Resolution Zoom möglich. Beide Kameralinsen sind sowohl optisch, als auch elektronisch bildstabilisiert. 

    Normalerweise bin ich es in der Kamera-App gewohnt, dass man hier ganz einfach via virtuellen Bedienelementen zwischen den beiden Brennweiten bzw. dem Zoom wechseln kann. Dies ist beim Pixel 4 jedoch nicht der Fall, Google setzt hier auf ein simples Pinch-to-Zoom. Das heißt, dass man einfach durch die typische Zoom Geste via zwei Finger den stufenlosen Zoom nutzen kann. Alternativ genügt es aber auch kurz auf das Bild bzw. das Motiv zu tippen, woraufhin im unteren Bereich der Zoom-Balken, sowie rechts die Helligkeit und HDR-Intensität reguliert werden können.  

    Die Frontkamera löst mit 8 Megapixeln auf, bei einem 1,22 µm großen Sensor, sowie eine Blende von f/2.0. Der Erfassungswinkel bzw. Aufnahmewinkel liegt hier bei 90°. Die Aufnahmen der Frontkamera weißen soweit eine gute Qualität und Bilddynamik auf. Auch der zugeschaltete Portraitmodus arbeitet zuverlässig und das Bokeh ist weich, ohne dabei überzogen künstlich zu wirken. Leider bekommt der Nutzer das Bokeh nicht live in der Kamera-App vor der Aufnahme angezeigt, sondern erst nach dem Auslösen des Fotos. Dafür wiederum bekommt man vor dem Knipsen das zugeschaltete HDR direkt in der Live-Ansicht angezeigt, da Google nun auf die sogenannte Live-HDR+ Funktion setzt. Was mir bei der Frontkamera ebenfalls etwas fehlt, ist ein Autofokus, hier setz Google nämlich lediglich auf einen Fixfokus.

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    • Google Pixel 4 Kamera 3
    • Google Pixel 4 Kamera 4
    • Google Pixel 4 Kamera 5
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      Nun zurück zur Hauptkamera, wie schneidet diese im Test ab? Auf den ersten Blick können die Aufnahmen zumindest auf dem Smartphone als Vollbild betrachtet mit einer scharfen Darstellung mit blühenden Farben und einer tollen Dynamik überzeugen. Bei der vergrößerten Darstellung auf dem PC oder Notebook sieht es natürlich etwas anders aus, was aber unter anderem an den geringen Megapixel liegt. Zoomt man nämlich in das Bild z. B. zum Bearbeiten, dann wird das Bild logischerweise deutlich schneller grobkörniger als bei einer Kamera mit doppelt so viel Megapixeln.

      Was beim zoomen in das Bild vor der Aufnahme auffällt, ist dass beim genauen Hinsehen ab einem Zoom von über 1,8-fach eine Farbänderung stattfindet. Dies liegt an dem vollautomatischen wechseln von der einen zur anderen Kameralinse, die beide eine unterschiedliche Blende und Sensor Größe besitzen. Bei der Tele-Linse z. B. wird das Bild von den Farben merklich wärmer als beim Standard-Zoom. Ansonsten kann mich die Hauptkamera mit einem guten Weißabgleich, und einer natürlichen Farbwiedergabe überzeugen. Ebenso erstaunlich ist es für mich, wie gut der 8-fach Hybrid-Zoom funktioniert. Die vergrößerten fotografierten Objekte werden schnell fokussiert und überraschend scharf dargestellt, hier leistet die Software soweit ordentliche Arbeit, denn diese schärft das ganze Bild gut nach. Was beim Betrachten direkt nach dem Auslösen jedoch zu leichten Wartezeiten führt.

      Im punkto Videoaufnahmen hat Google soweit gegenüber dem Vorgängermodell nichts verändert. Aufnahmen sind hier mit einer maximalen Auflösung von 4K möglich, allerdings weiterhin nur mit max. 30 Bilder pro Sekunde. Hier hätte ich mir persönlich zumindest 60 fps gewünscht. Dafür arbeitet jedoch der Stabilisator sehr sauber, sodass die Aufnahmen ohne große verwackler gelingen. Diejenigen unter euch, die auf Zeitlupenvideos stehen, müssen entweder die Auflösung auf Full-HD (1080p) reduzieren, sodass diese mit max. 120 fps aufgenommen werden oder bei Super Zeitlupe (240 fps), die Auflösung auf 720p reduzieren. Mir persönlich gefällt der automatische Folgefokus sehr gut, welcher sowohl bei Fotos, als auch bei Videos genutzt wird.

      (Kamera: 4 von 5 Punkten)

       Software

      Das Google Pixel 4 liefert Google natürlich mit dem neusten Android 10 aus. Diese Version liefert unter anderem den neuen Dark-Mode und neue Wischgesten. Diese neue Gesten erinnern mich persönlich sehr an die Bedienung meines iPhone X, denn diese sind weitestgehend identisch. Hat man nämlich eine App auf und möchte diese verlassen, dann genügt ein einfaches Fingerwisch von unten am Displayrand nach oben. Zieht man den Finger wiederum nur bis zur Mitte und hält diesen kurz bis zum leichten Vibrieren des Smartphones an diesem Punkt, dann erscheinen alle bisher geöffneten Apps. Diese kann man anschließend durch das nach oben wischen, ganz einfach via TaskSwitcher schließen. Die bisher typischen Android-Tasten gehören beim Google Pixel 4 definitiv der Vergangenheit an, können auf Wunsch jedoch in den Einstellungen jederzeit wieder im Displayrand eingeblendet werden.

      Google Pixel 4 Software 1
      Google Pixel 4 Software 2
      Google Pixel 4 Software 3

      Google verspricht beim Pixel 4, dass dieses für mindestens 3 Jahre ab der Aufnahme in den Google US-Store Betriebssystem- und Sicherheitsupdates kostenlos erhält. Zudem werden diese deutlich schneller zur Verfügung gestellt, da Google seine eigenen Smartphones natürlich möglichst schnell mit neusten Funktionen und Sicherheitspatches versorgen möchte. Die Bloatware (vorinstallierte Apps) halten sich weitestgehend in Grenzen. Google hat hier nämlich lediglich die üblichen hauseigenen Apps wie z. B. YT Music, Play Filme, Google Maps, Google Drive usw. vorinstalliert.

      (Software: 4,5 von 5 Punkten)


      PUNKT 3

      bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

      Beschreibung

      Mit dem neuen Pixel 4 hat Google sein neustes Smartphone vorgestellt. Dieses kommt soweit mit einigen interessanten Neuerungen und Funktionen daher. Jedoch kann mich persönlich zum aktuellen Zeitpunkt die neue Radar Gestensteuerung Namens „Motion Sense“ noch nicht 100 % überzeugen, da der Funktionsumfang noch sehr beschränkt ist. Enttäuscht hat mich ebenfalls der „kleine“ Akku, dieser ist für die Anzahl an Sensoren und sonstiger Technik einfach zu knapp bemessen. Vom Design/Verarbeitung, der guten Kamera und dem OLED-Display kann es mich wiederum soweit überzeugen.

      Preis/Leistung

      Die UVP des Google Pixel 4 liegt bei 749 EUR mit 6 GB RAM und 64 GB Speicher (in D/A). Mit einem Speicher von 128 GB werden 849 € fällig und beim XL Modell beginnt der Preis mit 64 GB bei 899 und endet mit 999€ bei 128 GB. Hier sind die Preise gegenüber den Vorjahresmodellen zwar gefallen, doch im Vergleich zu Konkurrenz ist der Preis nicht günstig.

      Ich persönlich vermisse hier für den geforderten Preis einen stärkeren Akku im kleineren Pixel 4, sowie eine dritte Kameralinse (Ultraweitwinkel). Dennoch ist die Kamera soweit gut und kann überzeugen, was das Google Pixel 4 soweit dennoch zu einem guten Android Smartphone macht, mehr aber auch nicht. Schließlich gibt es hier deutlich besserer Smartphones, welche fürs gleiche Geld mehr Leistung bieten können.

      Google Pixel 4

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      Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

      TESTR GESAMTWERTUNG:
      4 von 5

      Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

      Link zum Hersteller: store.google.com/de

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