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Huawei Nova 9

In aller Kürze

Mit dem Huawei Nova 9 hat der einstige große Smartphone Hersteller aus China ein neues Mittelklasse-Smartphone vorgestellt. Durch die US-Sanktionen gegen das Unternehmen läuft es jedoch gerade im Smartphone-Sektor nicht mehr so rund wie gewohnt, denn man musste hier sowohl auf die Google-Dienste (Android usw.) verzichten und zudem unterstützen die neuen Geräte nicht das 5G-Netzwerk. 

Von der Verarbeitung und der Ausstattung kann das Mittelklasse-Gerät jedoch dennoch überzeugen, denn man bekommt hier in dieser Preisklasse ein gebogenes OLED-Display geboten und eine gute Quad-Cam. Negativ ist hier jedoch vor allem der bereits erwähnte Punkt bezüglich der Google-Dienste, denn gerade wenn man einen großen Umfang an Apps gewohnt ist und daher auf Android nicht verzichten möchte bzw. kann, ist das Smartphone leider weniger für euch geeignet. Die Einschränkungen sind hierdurch doch recht hoch und somit ist die angepeilte UVP nicht wirklich gerechtfertigt.

Gefällt uns

  • scharfes OLED-Display
  • USB-Typ-C Anschluss
  • 66 Watt Netzteil
  • Dual-SIM und micro-SD-Slot
  • gute Haupt- und Selfie-Kamera
  • gut Verarbeitet

Gefällt uns weniger

  • Makro-Kamera kaum zu gebrauchen
  • nur Mono-Lautsprecher
  • kein 5G
  • keine Google Dienste
  • immer noch wenige Apps

Huawei Nova 9

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Huawei Nova 9 entspricht im Großen und Ganze dem, was ich bereits von den früheren Huawei Smartphones gewohnt bin, eine schlichte weiße Verpackung, die mit wenigen Informationen zum Produkt versehen wurde. Direkt auf der Oberseite und an den beiden langen Seiten findet man dabei den Namen des neuen Smartphones „Huawei Nova 9“ und im unteren Abschnitt erwähnt Huawei wie inzwischen gewohnt den hauseigenen AppStore „AppGallery“. Schließlich gibt es hier nicht nur kein Android mehr, sondern auch kein Google PlayStore mehr. Zu guter Letzt ist im oberen Bereich noch eine Art Logo zu sehen, welches „nova“ bedeutet und in dieser Form auch noch direkt am Smartphone zu sehen ist, dazu aber später mehr Details.

Unmittelbar nachdem man den Deckel der Verpackung abgehoben hat, kann man auch schon das neue Huawei Nova 9 erblicken bzw. nicht ganz, denn es wird noch durch eine Papierfolie umhüllt, die das Smartphone wie die frühere Kunststofffolie schützen soll. Schön zu sehen, dass auch Huawei das Thema Nachhaltigkeit nicht egal ist und hier eine gute Alternative zur unnötigen Kunststoffverpackung gefunden hat. Unter dem Einleger mit dem Smartphone findet man dann noch eine Schachtel, in der sich wie üblich das SIM-Tool und die kostenlose transparente Silikon-Hülle befinden. In der untersten Ebene der Verpackung verstecken sich dann zu guter Letzt noch die beiden wichtigen Elemente für die Stromversorgung, nämlich das 66 Watt SuperCharge-Netzteil und das USB-A auf USB-C Ladekabel.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Huawei Nova 9 ist gerade in dem von mir getesteten Starry Blue ein sehr schönes Gerät, so wie man es von Huawei gewohnt ist, denn es überzeugt mit dem sehr schönen Farbverlauf an der Rückseite. Die zweite Farbe Black ist hingegen recht schlicht gehalten, sodass dieses Gerät in einem recht schlichten, glänzenden schwarz daher kommt ohne die schönen Farbverläufe.

Betrachtet man das Huawei Nova 9 und das Honor 50, dann fällt hier direkt eine sehr hohe Ähnlichkeit auf, denn beide Geräte sind sich hier rein äußerlich bis auf die Farbe sehr ähnlich. Das ist so weit zwar etwas komisch, da sich Honor eigentlich inzwischen komplett von einstiegen Mutterkonzern losgelöst hat und einen eigenen Weg geht. Schließlich darf Honor noch all dass in ihre Smartphones integrieren, was Huawei nicht mehr darf, denn Huawei wurde hier durch die Sanktionen sehr eingeschränkt. Doch in diesem Testbericht geht es um das Huawei Nova 9, sollte euch das Nova 9 jedoch aufgrund der Kritikpunkte im weiteren Verlauf des Tests nicht zusagen, währe das Honor 50 definitiv eine Alternative.

Das Huawei Nova 9 liegt trotz seiner Größe 160 mm x 73,7 mm x 7,77 mm (H x B x T) recht gut in der Hand, was unter anderem auch an dem geringen Gewicht von 175 g liegt, was man dadurch erreichen konnte, dass die Rückseite nicht aus Glas, sondern Kunststoff gefertigt wurde. An den langen Rändern hin ist sowohl das Display, als auch die Rückseite des Smartphones stärker abgerundet, sodass hier fast schon ein nahtloser Übergang in den sehr schmalen Rahmen übergeht. An den Stirnseiten oben und unten fällt die Rundung dezenter aus und zudem ist das Smartphone hier an den Seiten abgeflacht. Die Vorderseite zeigt im eingeschalteten Zustand die Front-Kamera, welche hier klassisch im Punch-Hole Design integriert wurde. Somit hat man hier im Zentrum immer einen blinden Bereich, der von der Kamera Überdeckt wird. Der Rahmen rund um das Display ist sehr dezent gehalten und absolut gleichmäßig. Hier hat man dann auch wie inzwischen üblich den kleinen und sehr kompakten Annäherungssensor und den Helligkeitssensor verbaut. Die Anordnung der Tasten ist eigentlich ebenso wie ich es von Huawei inzwischen gewohnt bin, sodass man am rechten schmalen Rand gerade noch so die Lautstärkewippe und den Power-Button verbaut hat und an der Unterseite findet man neben dem USB-C Ladenschluss das Einschubfach, in welches sich ein Dual-SIM-Slot befindet. Somit setzt Huawei hier nur auf echte SIM-Karten und keine eSIM und der Speicher kann ebenso nicht erweitert werden.

Auf der Rückseite ist es definitiv die große Kamera-Einheit, welche direkt ins Auge fällt. Hier setzt man auf zwei kreisförmige Einheiten, die durch das Plateau miteinander verbunden sind. Im oberen Kreis, welcher von einem silbernen Ring umgeben ist, findet man die große Hauptkamera und in der Einheit darunter sind dann noch die restlichen drei Linsen der Quad-Cam untergebracht und der LED-Blitz. Die Kamera-Einheit steht knapp über 2 mm vom Gehäuse hervor, daher macht es hier auf jeden Fall Sinn, sich direkt eine Hülle mit zu kaufen, sofern einem die gratis Hülle nicht gefallen sollte, denen sonst wippt das Smartphone auf dem Tisch doch sehr hin und her beim Tippen und zudem wird es dadurch deutlich besser geschützt. Im unteren Bereich des Nova 9 erblickt man dann das bereits von der Verpackung bekannte „nova-Logo“ auch hier noch einmal und direkt darunter prangt noch der Herstellername Huawei.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Huawei Nova 9 ist dem Unternehmen ganz gut gelungen. Das Smartphone ist vom Gewicht recht leicht, doch dies ist vor allem dadurch erreicht worden, dass man hier auf eine Rückseite aus Kunststoff setzt. Diese wurde zwar sehr sauber verarbeitet, sodass ein nahtloser Übergang der einzelnen Materialien erreicht wurde, aber für ein Smartphone zum Preis von 500€ hätte man auch Glas erwarten können.

Schade finde ich auch das Huawei hier auf eine spezielle Zertifizierung, die nachweißt, dass das Smartphone gegen Wasser oder Staub geschützt wird verzichtet hat. Den in der heutigen Zeit bieten dies in der Preisklasse von 500€ sehr viele Hersteller. Ebenso bin ich hier doch etwas enttäuscht, dass man nur auf einen Mono-Lautsprecher setzt, dieser reicht zwar für die meisten Dinge problemlos aus, aber vom Volumen und dem Klangbild hätte es hier nicht geschadet, auf ein Stereo-Lautsprecher (Hörmuschel und Lautsprecher an Unterseite) zu setzen. Auf eine Klinkenbuchse wurde logischerweise verzichtet, diese wird man im noch aktuellen Jahr 2021 nur noch bei wenigen Smartphone-Herstellern sehen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,57 Zoll 2340 x 1080 Pixel (FHD plus), Pixeldichte beträgt 389 ppi
CPUQualcomm Snapdragon™ 778G 4G, 64bit, Octa-core, 4 x Cortex-A78@2,42 GHz + 4 x Cortex-A55@1,8 GHz / GPU: Adreno™ 642L
RAM8 GB RAM
Speicher128 GB (nicht erweiterbar)
Betriebssystemeine sehr veränderte Version von Android™ 11.0 mit EMUI 12 ( ohne Google-Dienste)
Haupt-KameraQuad-Kamera:
50 MP Ultra Vision Kamera (f/1.9 Blende) 
8 MP Ultraweitwinkel-Kamera (f/2.2-Blende) 
2 MP Tiefenkamera (f/2.4-Blende) 
2 MP Makrokamera (f/2.4-Blende)
Phasenfokus, Kontrastfokus, AIS, Digitaler Zoom
Videos mit bis zu 3.840 x 2.160 Pixel, unterstützt 720p@960fps Videos in Ultrazeitlupe
Front-Kamera32-MP-Porträt-Kamera (f/2.0-Blende)
Videos mit bis zu 3.840 x 2.160 Pixel, 720p@240fps Videos in Ultrazeitlupe
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss
Akkufest verbauter 4.300 mAh Akku
FarbenStarry Blue (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar ein Modell in Black
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/ax 2,4GHz und 5GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5.2 und A-GPS, Galileo, GPS, Glonass, BeiDou.
Abmessungen (LxBxH)160 mm, 73,7 mm, 7,77 mm
Gewicht175 g
LieferumfangHuawei Nova 9
SIM-Tool
66 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
transparente Kunststoff-Schutzhülle
technische Daten des Huawei Nova 9

Performance

Im Huawei Nova 9 werkelt ein Qualcomm Snapdragon 778G 4G CPU, dies ist ein zeitgemäßer Octa-Core Prozessor, der jedoch nur das LTE-Netzwerk unterstützt, da Huawei die 5G Technologie untersagt wurde. Also alle Prozessoren, die Huawei in den eigenen Smartphones verbaut bzw. geliefert bekommt, dürfen nur 4G Prozessoren sein. Der CPU setzt sich aus zwei Clustern zusammen, davon sind es 4 x Cortex A78 Einheiten, die jeweils mit max. 2,42 GHz Taken und 4 weitere Cortex A55 Kerne, die mit 1,8 GHz Takten. Beim fest integrierten GPU (Grafikeinheit) handelt es sich um den Adreno 642L, der für eine gute Grafikleistung sorgt und auch wichtig ist, damit das Display seine 120 Hz Bildwiederholrate erreicht. Der Arbeitsspeicher ist mit 8GB RAM groß bemessen und sorgt dafür, dass das System insgesamt sehr flüssig und ohne Aussetzer arbeitet. 

Das Huawei Nova 9 gibt es nur in eine Speicherausführung und zwar mit einem 128 GB großen und fest verbauten UFS 3.0 Speicher. Somit hat Huawei hier auf einen schnellen Speicher gesetzt, der sowohl beim Lesen, als auch beim Schreiben von Dateien sehr schnell ist. Erweitert werden kann der Speicher hier jedoch anders als ich es bisher von Huawei gewohnt bin leider nicht, somit sollte man sich vor dem Kauf im Klaren sein, ob einem die 128 GB am Ende ausreichen oder nicht. Von den 128 GB stehen euch zu Beginn übrigens knapp 109 GB frei zur Verfügung.

Die Rechenleistung des Snapdragon 778G 4G ist sehr gut und für das Mittelklasse-Smartphone auch absolut ordentlich. Somit laufen darauf alle Anwendungen und fast alle Spiele flüssig. Lediglich bei Asphalt 9 wird die Grafikleistung automatisch etwas reduziert, da hier das Gerät dann doch aufgrund der vielen Details und Berechnungen an seine Grenzen kommt. Die hohe 120 Hz Bildwiederholrate wiederum macht sich bim scrollen im Alltag positiv bemerkbar, aber beim Zocken wiederum macht sich dies weniger bemerkbar, denn leider unterstützen die Games dies aktuell kaum.

So viel zum textlichen Teil der Performance, doch schauen wir uns doch noch einige Zahlen an, welche meine Einschätzung der Rechenleistung größtenteils Belegen. Bei Geekbench 5.0 konnte das Huawei Nova 9 einen Wert von 781 im Single-Core und 2.985 im Multi-Core erreichen und bei PCMark kam es auf eine Score von 9.665

(Performance: 4 von 5 Punkten)

Display

Beim Display setzt Huawei auf ein 6,57 Zoll großes OLED-Display im 20:9-Format. Die Bildwiederholrate liegt bei den bereits erwähnten 120 Hz und die Auflösung bei einer erweiterten Full-HD-Auflösung (FHD+) genauer gesagt bei 2.340 x 1.080 Pixel. Dies zusammen ergibt ein gestochen scharfes Display das mit kräftigen Farben und hervorragenden schwarzwerten (Kontrast) punkten kann. Die Pixeldichte liegt zwar etwas unter den Flaggschiffen von Huawei und anderen Herstellern, kann sich mit 389 ppi aber noch absolut sehen lassen und ist keineswegs schlecht.

Die max. Displayhelligkeit fällt im Schnitt mit knapp 660 cd/m² (Candela pro Quadratmeter) recht gut aus, hier gibt es zwar Geräte mit einem noch helleren OLED-Display, aber selbst bei direkter Sonnenstrahlung kann man hier noch etwas auf dem Display erkennen. Die Blickwinkelstabilität ist, wie ich es von einem OLED-Panel gewohnt bin, sehr gut, sodass man selbst bei einem äußerst flachen Betrachtungswinkel alles gut ablesen kann. Lediglich der stark gebogene Bereich an den länglichen Rändern wird z. B. beim flachem betrachten von der Seite her deutlich heller beleuchtet als die Oberfläche des Displays. Doch dies ist wiederum bei solch einem Curved-Display typisch, der beste Betrachtungswinkel für eine gleichmäßige Ausleuchtung ist dementsprechend frontal. Beim betrachten von Filmen direkt über das Huawei Nova 9 kann das Ganze zu Beginn etwas störend wirken, denn die Wölbung des Displays führt meiner Meinung nach zu einer leichten Vermehrung, an die man sich definitiv erst gewöhnen muss.

Der Fingerabdrucksensor wurde direkt in das Display integriert und reagiert recht zuverlässig. Schade finde ich hier nur, dass man diesen definitiv zu weit unten platziert hat. Einige Zentimeter weiter oben hätten mir hier definitiv besser gefallen.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Das Huawei Nova 9 verfügt über einen 4.300 mAh Akku. Dies ist kein überdimensional großer Akku, aber er kann sich immer noch gut sehen lassen. Schließlich versorgt dieser das Smartphone bei normaler Nutzung problemlos über den Tag mit Strom. Ein Ausdauermonster ist das Huawei Nova 9 daher zwar nicht, aber sollte einem unter dem Tag der Akku dennoch einmal leer gehen, ist der Akku dank des 66 Watt Netzteil sehr schnell wieder voll aufgeladen. 

Nach gerade mal knapp 40 Minuten ist der Akku von 0 auf 100 % aufgeladen, das ist wahnsinnig schnell und selbst wenn man mal vergessen hat, den Akku in der Nacht aufzuladen, ist der Akku nach gut 18 Minuten zu 60 % aufgeladen. Das ist wirklich schnell, aber selbstverständlich bedeutet dieses schnell laden auch, dass der Akku darunter leidet und somit auch schneller an seine Verschleißgrenze kommt. Das kabellose aufladen wie Qi unterstützt das Huawei Nova 9 leider nicht, daher muss man das Smartphone immer mit einem Ladekabel aufladen.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Kommen wir nun zu einem der auffälligsten Bauteile des Huawei Nova 9 der Quad-Cam auf der Rückseite. Diese setzt sich aus folgenden einzelnen Sensoren zusammen:

1.Die Hauptlinse, welche als Ultra Vision Kamera bezeichnet wird, mit einem 50-Megapixel-Sensor und einer Blende von f/1.9 ausgestattet wurde.

2. Eine Ultra-Weitwinkel-Kamera mit 8 Megapixel f/2.2.

3. Die Tiefen-Kamera (Bokeh-Effekt), welche mit 2 Megapixel auflöst und eine Blende von f/2.4 besitzt.

4. Die Letzte ist dann noch eine 2 Megapixel-Makro-Kamera ebenfalls mit einer Blende von f/2.4.

Bei der Hauptkamera mit 50 Megapixel und der Blende von f/1.9 setzt Huawei auf einen kleinen Trick, damit die Bilder von ihrer Beleuchtung noch dynamischer wirken. Man lässt hier je vier Pixel zu einem Fusionieren sodass diese zusammen mehr Licht einfangen und im Endeffekt somit die Bilder nicht mit einer Auflösung von 50 MP sondern 12,5 Megapixel geknipst werden. Die hier inzwischen immer von Huawei eingesetzte KI sorgt dabei für eine sehr gute Bildoptimierung sodass die Bilder zudem von den Farben recht kräftig wirken. Außerdem setzt Huawei hier nicht mehr auf einen üblichen Sensor mit RGGB-Farbfilterspektrum, sondern auf einen RYYB-Farbfilter, welcher ebenfalls für bis zu 40 % mehr Lichteinfall in den Sensor sorgen soll.

Hierbei gefällt mir die Kamera mit ihrer Farbwiedergabe sehr gut, den selbst bei dunkleren Aufnahmen, wie es z. B. oftmals im Nachtmodus der Fall ist, ist die Farbwiedergabe der Bilder überraschend hoch. Die Bilder wirken fast immer sehr kontrastreich, rauschen nicht und insgesamt wirkt alles lebendig, genau so, wie es sein soll. Nachteil an dem Ganzen ist wiederum, dass es für diese Kamera-Linse keinen optischen, sondern nur einen digitalen Zoom gibt. Zoomt man mehr als auf die zweifache Vergrößerung, sind die Bilder wirklich nicht mehr zu gebrauchen. 

Die Ultraweitwinkel-Kamera schneidet im Bezug auf die Details nicht mehr ganz so gut ab wie die Hauptkamera. Hier wirken zudem die Farben deutlich blasser und insgesamt fehlt es den Bildern etwas an Qualität. Die beiden restlichen Kameras, also die Makro-Linse, würde ich als solche nicht wirklich bezeichnen, denn hierfür sind die 2 Megapixel einfach viel zu wenig und daher die Bilder für mich absolut nicht brauchbar. Daher hätte man diese Linse auch getrost weglassen können, denn einen Mehrwert bringt das Ganze nicht, es liest sich halt auf dem Papier besser, wenn hier eine Quad-Cam anstelle eine Tripple-Cam erwähnt wird. Die Tiefen-Kamera sorgt für ein Bokeh, was so weit gut ist, aber das bekommen andere Hersteller mit ihren Smartphones ebenso gut bzw. zum Teil auch noch deutlich besser hin.

  • Hauptkamera 1-fach vergrößert
  • 2-fach vergrößert
  • 10-fach vergrößert

Die Frontkamera für Selfies, Videotelefonie usw. löst mit max. 32 Megapixeln auf und besitzt ein f/2.0 Blende. Die Bilder fallen mir hier mit einer guten Schärfe und sehen so weit auch recht natürlich aus. Hier gibt es von mir wenig Kritik, den für Schnappschüsse, Videotelefonieren ist die Kamera bestens geeignet.

Die Hauptkamera ermöglicht Videoaufnahmen mit bis zu 4K bei max. 30 Bilder in der Sekunde, alternativ kann man die Auflösung auch reduzieren und kommt so auf 60 fps. Möchte man wiederum auf die Ultrazeitlupe zugreifen, wird die Auflösung auf 720p reduziert, dafür erreicht man hier dann jedoch auch 960 fps. Die Frontkamera wiederum kann ebenfalls mit einer 4K Aufnahme punkten, aber bei Ultrazeitlupe sind hier bei 720p nur 240 fps möglich. Bei der Hauptkamera setzt Huawei beim Nova 9 übrigens auf einen elektronische Bildstabilisator (AIS) dieser arbeitet im Alltag sehr gut und hilft gut dabei, das die Aufnahmen nicht verwackeln, indem der Stabilisator die vielleicht etwas unruhige Hand ausgleicht.

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Huawei Nova 9 läuft eine von Huawei angepasste Version von Android 11 mit der neuen Benutzeroberfläche EMUI 12. Auf das komplett eigen entwickelte Betriebssystem HarmonyOS hat man hier jedoch leider verzichtet. Kann jedoch in einiger Zeit wie für andere Smartphones nachgereicht werden. Beim Sicherheitspatch ist die Version vom November installiert, sodass dieser noch halbwegs aktuell ist. 

Google-Dienste sind für Smartphones aus dem Hause Hauwei weiterhin absolut tabu. Man arbeitet hier zwar daran, das Angebot an Apps über die Huawei AppGallery kontinuierlich zu erweitern, aber das Ganze benötigt eben seine Zeit und im Vergleich zum GooglePlay Store fehlen hier noch sehr viel Apps. Gerade für mich fehlten hier die wichtigen Apps wie Facebook, Netflix, Youtube usw. Ebenso sind die für mich beliebten Banking-Apps hier noch immer eine sehr große Mangelware und fehlen ebenso. 

Huawei bietet jedoch die Möglichkeit, einige Apps über Webseiten herunterzuladen, indem man in der Suchmaschine der AppGallery nach Quellen für die APK-Dateien sucht, was dazu führt, dass man einige Apps durch diesen Umweg installieren kann. Der Nachteil ist wiederum, dass dies dann auf das eigene Risiko erfolgt und die Apps nicht automatisch mit dem neusten Update versehen werden. Die meisten aus Amerika stammenden Apps wie Netflix und Co. bekommt ihr so jedoch trotzdem nicht auf das Huawei Nova 9 installiert. 

Somit bleibt die Software durch die doch recht großen Einschränkungen das größte Manko an den neuen Huawei-Geräten. Klar versucht Huawei hier viel, um diese möglichst schnell zu beseitigen, aber zaubern kann das Unternehmen leider dann auch wieder nicht.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Huawei Nova 9 hat man zwar ein tolles Smartphone designt, das in puncto Verarbeitung und Optik ein sehr gutes Gerät ist, doch ebenso hat dieses leider auch schwächen. Zu den Stärken zählen das sehr scharfe und farbenfrohe Curved-Display mit OLED-Panel und die Haupt- und Selfie-Kamera Punkten ebenfalls mit sehr guten Aufnahmen. 

Doch gerade das, was für viele wichtig ist, da enttäuscht das Huawei Nova 9 leider wie alle die Huawei-Geräte, denn es fehlt dem Gerät an der Fülle von Apps, die man als Android-User nicht vermissen möchte. Die Einbußen, die man hier eingehen muss, sind im Alltag einfach zu große, da man auf viele Apps leider verzichten muss und wer 5G nutzen möchte, muss hier ebenfalls drauf verzichten und kann nur 4G (LTE) nutzen. Dies ist sehr schade, denn ansonsten wäre das Gerät sehr gut, aber so ist es leider Angesichtes der UVP zu überteuert.

Preis/Leistung

Das Huawei Nova 9 kann man direkt bei Huawei für 449 EUR inkl. kostenlosem Versand bestellen, da es aktuell 50€ Rabatt gibt. Im Preisvergleich ist dieses jedoch bei einigen Händlern bereits je nach Farbe ab 399,60€ erhältlich, was jedoch leider immer noch recht viel Geld ist, wenn man auf die Einschränkungen nicht verzichten möchte. 

Sehr Schade, denn das Smartphone hätte mit Google-Diensten sicherlich wieder sehr gut abgeschnitten, aber so ist das Smartphone nur für echte Huawei-Fans gedacht, welche die Marke weiterhin lieben und auf die Apps, die hier nicht angeboten werden, verzichten können.

Huawei Nova 9

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://consumer.huawei.com/de/

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