Huawei Nova 9

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In aller Kürze

Mit dem Huawei Nova 9 hat der einstige große Smartphone Hersteller aus China ein neues Mittelklasse-Smartphone vorgestellt. Durch die US-Sanktionen gegen das Unternehmen läuft es jedoch gerade im Smartphone-Sektor nicht mehr so rund wie gewohnt, denn man musste hier sowohl auf die Google-Dienste (Android usw.) verzichten und zudem unterstützen die neuen Geräte nicht das 5G-Netzwerk. 

Von der Verarbeitung und der Ausstattung kann das Mittelklasse-Gerät jedoch dennoch überzeugen, denn man bekommt hier in dieser Preisklasse ein gebogenes OLED-Display geboten und eine gute Quad-Cam. Negativ ist hier jedoch vor allem der bereits erwähnte Punkt bezüglich der Google-Dienste, denn gerade wenn man einen großen Umfang an Apps gewohnt ist und daher auf Android nicht verzichten möchte bzw. kann, ist das Smartphone leider weniger für euch geeignet. Die Einschränkungen sind hierdurch doch recht hoch und somit ist die angepeilte UVP nicht wirklich gerechtfertigt.

Gefällt uns

  • scharfes OLED-Display
  • USB-Typ-C Anschluss
  • 66 Watt Netzteil
  • Dual-SIM und micro-SD-Slot
  • gute Haupt- und Selfie-Kamera
  • gut Verarbeitet

Gefällt uns weniger

  • Makro-Kamera kaum zu gebrauchen
  • nur Mono-Lautsprecher
  • kein 5G
  • keine Google Dienste
  • immer noch wenige Apps

Huawei Nova 9

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Huawei Nova 9 entspricht im Großen und Ganze dem, was ich bereits von den früheren Huawei Smartphones gewohnt bin, eine schlichte weiße Verpackung, die mit wenigen Informationen zum Produkt versehen wurde. Direkt auf der Oberseite und an den beiden langen Seiten findet man dabei den Namen des neuen Smartphones „Huawei Nova 9“ und im unteren Abschnitt erwähnt Huawei wie inzwischen gewohnt den hauseigenen AppStore „AppGallery“. Schließlich gibt es hier nicht nur kein Android mehr, sondern auch kein Google PlayStore mehr. Zu guter Letzt ist im oberen Bereich noch eine Art Logo zu sehen, welches „nova“ bedeutet und in dieser Form auch noch direkt am Smartphone zu sehen ist, dazu aber später mehr Details.

Unmittelbar nachdem man den Deckel der Verpackung abgehoben hat, kann man auch schon das neue Huawei Nova 9 erblicken bzw. nicht ganz, denn es wird noch durch eine Papierfolie umhüllt, die das Smartphone wie die frühere Kunststofffolie schützen soll. Schön zu sehen, dass auch Huawei das Thema Nachhaltigkeit nicht egal ist und hier eine gute Alternative zur unnötigen Kunststoffverpackung gefunden hat. Unter dem Einleger mit dem Smartphone findet man dann noch eine Schachtel, in der sich wie üblich das SIM-Tool und die kostenlose transparente Silikon-Hülle befinden. In der untersten Ebene der Verpackung verstecken sich dann zu guter Letzt noch die beiden wichtigen Elemente für die Stromversorgung, nämlich das 66 Watt SuperCharge-Netzteil und das USB-A auf USB-C Ladekabel.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Huawei Nova 9 ist gerade in dem von mir getesteten Starry Blue ein sehr schönes Gerät, so wie man es von Huawei gewohnt ist, denn es überzeugt mit dem sehr schönen Farbverlauf an der Rückseite. Die zweite Farbe Black ist hingegen recht schlicht gehalten, sodass dieses Gerät in einem recht schlichten, glänzenden schwarz daher kommt ohne die schönen Farbverläufe.

Betrachtet man das Huawei Nova 9 und das Honor 50, dann fällt hier direkt eine sehr hohe Ähnlichkeit auf, denn beide Geräte sind sich hier rein äußerlich bis auf die Farbe sehr ähnlich. Das ist so weit zwar etwas komisch, da sich Honor eigentlich inzwischen komplett von einstiegen Mutterkonzern losgelöst hat und einen eigenen Weg geht. Schließlich darf Honor noch all dass in ihre Smartphones integrieren, was Huawei nicht mehr darf, denn Huawei wurde hier durch die Sanktionen sehr eingeschränkt. Doch in diesem Testbericht geht es um das Huawei Nova 9, sollte euch das Nova 9 jedoch aufgrund der Kritikpunkte im weiteren Verlauf des Tests nicht zusagen, währe das Honor 50 definitiv eine Alternative.

Das Huawei Nova 9 liegt trotz seiner Größe 160 mm x 73,7 mm x 7,77 mm (H x B x T) recht gut in der Hand, was unter anderem auch an dem geringen Gewicht von 175 g liegt, was man dadurch erreichen konnte, dass die Rückseite nicht aus Glas, sondern Kunststoff gefertigt wurde. An den langen Rändern hin ist sowohl das Display, als auch die Rückseite des Smartphones stärker abgerundet, sodass hier fast schon ein nahtloser Übergang in den sehr schmalen Rahmen übergeht. An den Stirnseiten oben und unten fällt die Rundung dezenter aus und zudem ist das Smartphone hier an den Seiten abgeflacht. Die Vorderseite zeigt im eingeschalteten Zustand die Front-Kamera, welche hier klassisch im Punch-Hole Design integriert wurde. Somit hat man hier im Zentrum immer einen blinden Bereich, der von der Kamera Überdeckt wird. Der Rahmen rund um das Display ist sehr dezent gehalten und absolut gleichmäßig. Hier hat man dann auch wie inzwischen üblich den kleinen und sehr kompakten Annäherungssensor und den Helligkeitssensor verbaut. Die Anordnung der Tasten ist eigentlich ebenso wie ich es von Huawei inzwischen gewohnt bin, sodass man am rechten schmalen Rand gerade noch so die Lautstärkewippe und den Power-Button verbaut hat und an der Unterseite findet man neben dem USB-C Ladenschluss das Einschubfach, in welches sich ein Dual-SIM-Slot befindet. Somit setzt Huawei hier nur auf echte SIM-Karten und keine eSIM und der Speicher kann ebenso nicht erweitert werden.

Auf der Rückseite ist es definitiv die große Kamera-Einheit, welche direkt ins Auge fällt. Hier setzt man auf zwei kreisförmige Einheiten, die durch das Plateau miteinander verbunden sind. Im oberen Kreis, welcher von einem silbernen Ring umgeben ist, findet man die große Hauptkamera und in der Einheit darunter sind dann noch die restlichen drei Linsen der Quad-Cam untergebracht und der LED-Blitz. Die Kamera-Einheit steht knapp über 2 mm vom Gehäuse hervor, daher macht es hier auf jeden Fall Sinn, sich direkt eine Hülle mit zu kaufen, sofern einem die gratis Hülle nicht gefallen sollte, denen sonst wippt das Smartphone auf dem Tisch doch sehr hin und her beim Tippen und zudem wird es dadurch deutlich besser geschützt. Im unteren Bereich des Nova 9 erblickt man dann das bereits von der Verpackung bekannte „nova-Logo“ auch hier noch einmal und direkt darunter prangt noch der Herstellername Huawei.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Huawei Nova 9 ist dem Unternehmen ganz gut gelungen. Das Smartphone ist vom Gewicht recht leicht, doch dies ist vor allem dadurch erreicht worden, dass man hier auf eine Rückseite aus Kunststoff setzt. Diese wurde zwar sehr sauber verarbeitet, sodass ein nahtloser Übergang der einzelnen Materialien erreicht wurde, aber für ein Smartphone zum Preis von 500€ hätte man auch Glas erwarten können.

Schade finde ich auch das Huawei hier auf eine spezielle Zertifizierung, die nachweißt, dass das Smartphone gegen Wasser oder Staub geschützt wird verzichtet hat. Den in der heutigen Zeit bieten dies in der Preisklasse von 500€ sehr viele Hersteller. Ebenso bin ich hier doch etwas enttäuscht, dass man nur auf einen Mono-Lautsprecher setzt, dieser reicht zwar für die meisten Dinge problemlos aus, aber vom Volumen und dem Klangbild hätte es hier nicht geschadet, auf ein Stereo-Lautsprecher (Hörmuschel und Lautsprecher an Unterseite) zu setzen. Auf eine Klinkenbuchse wurde logischerweise verzichtet, diese wird man im noch aktuellen Jahr 2021 nur noch bei wenigen Smartphone-Herstellern sehen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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