Insta360 Nano

Seite 2 von 3

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Bedienung

Auf der Rückseite der Insta360 Nano ist der Power-Button, der auch als Auslöser der Kamera genutzt werden kann. Eine Betriebs-/Akku LED Leuchte ist auf der Vorderseite ersichtlich. An der Unterseite präsentiert sich microSD-Slot, der Mico-USB-Port und eine kleine Aussparung für den Reset-Knopf. Ein Mikrofon ist auch vorhanden, dieses ist auf der Oberseite als kleine Aussparung platziert.

Mit der Insta360 Nano ist es möglich, 360° Bilder und Videos mit oder ohne iPhone aufzunehmen. Doch aufgrund des fehlenden Displays, den zusätzlichen Einstellungen und Möglichkeiten der Bildgestaltung, empfiehlt sich die Variante mit einem Smartphone.

Vor der Inbetriebnahme mit dem iPhone, muss der gleichnamigen App vom Hersteller aus dem Appstore geladen werden. Anschließend muss man die Kamera wie bereits erwähnt via Lightning-Anschluss mit dem iPhone verbunden werden. Die Insta 360 Nano verbindet sich automatisch mit der App. Was jedoch anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, ist die Handhabung, denn da der Lightning-Anschluss am iPhone an der Unterseite sitzt und die Kamera oben sein sollte, muss man dementsprechend das iPhone verkehrt herum halten.

In der Insta360 Nano-App findet man sich nach kurzer Eingewöhnungsphase gut zurecht. Sie ist in drei Hauptbereiche unterteilt: Den Home-Bereich, indem sämtliche Aufnahmen von anderen Insta360 Nano Usern zu finden sind. Außerdem gibt es noch den Bereich Einstellungen sowie das Album, indem sämtliche aufgenommenen Bilder und Videos aufgelistet sind. Im Aufnahmemodus kann man schnell zwischen Foto- ,Video- und Live-Modus wechseln. Live-Modus bedeutet, dass Ihr euer aktuell aufgezeichnetes 360° Video direkt mit euren Freunden über Facebook usw. teilt.

Im Aufnahme-Modus direkt gibt es auch einige Einstellungen, so kann man hier unter anderem die Belichtungskorrektur, den Weißabgleich verändern oder den HDR-Aufnahmemodus zuschalten. Das Auslösen der Kamera erfolgt wie beim iPhone über einen virtuellem Button. Wie bereits erwähnt, kann man die 360° Kamera auch ohne Smartphone verwenden. In diesem Fall, erfolgt das Auslösen über den rückseitigen Power-Button. Bei einmaligem Drücken schießt man ein Foto und bei zweimaligen Betätigen nimmt man ein Video auf.

Was ich in meinem Test feststellen konnte, ist, dass die Kamera beim auslösen eines Fotos knapp 3 Sekunden Zeit braucht, bis dies fertig aufgenommen ist. In dieser Zeit sollte man also nicht großartig verwackeln. Vermutlich ist dies die Zeit, die benötigt wird, um die beiden Weitwinkelaufnahmen zusammenzusetzen.

Sämtliche 360° Aufnahmen können über die iOS-App betrachtet werden. Diese Aufnahmen können in verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Zur Auswahl stehen ein Little Planet-Effekt, ein Fischauge-Effekt und eine normale Perspektive, also eine natürliche Wiedergabe. Zum Betrachten der Aufnahme, kann man sich in die gewünschte Richtung wischen oder über den Bewegungssensor innerhalb des Bildes oder Video umsehen. Außerdem können die Aufnahmen mit einer großen Anzahl an Filtern versehen werden. Zuguterletzt ist es auch möglich über die App, Software-Updates für die Kamera zu installieren.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Technik

Damit die Insta360 Nano wie der Name schon sagt ein 360-Grad-Bild aufnehmen kann, setzt hardwrk auf die Zwei-Linsen-Konstruktion, die jeweils Rücken an Rücken leicht versetzt in einem handlichen Gehäuse untergebracht sind. Die Kamera nimmt Videos mit 3040 x 1520 Bildpunkten auf und jede Kameralinse verfügt über einen Bildwinkel von circa 210-Grad. Bei einem 360-Grad knipsen beide Kamera-Linsen ein Foto und die Software setzt die Bilder zu einer interaktiven Kugel zusammen.

Der fest verbaute Akku besitzt eine Kapazität von 800 mAh. Laut Hersteller reicht eine Akkuladung für ca. 70 Minuten Videoaufnahme aus, in meinen Test kam ich gesamt auf etwas weniger. Aber knapp 60 Minuten Video-Aufnahme sollte den meisten ausreichen. Falls der Akku dennoch mal schlappmachen sollte, dann kann dieser ganz einfach über eine Powerbank aufgeladen werden. Die maximale Aufnahmelänge der einzelnen Videos ist allerdings von Werk aus auf 15 Minuten eingestellt, diese kann aber in den Einstellungen auf bis zu 59 Minuten erhöht werden.

Die Kamera selbst verfügt über keinen internen Speicher. Denn sämtliche Bilder werden auf dem iPhone abgespeichert. Zusätzlich kann in den micro-SD Karten-Slot noch eine Speicherkarte mit bis zu 64 GB eingesetzt werden. Dies ist vor allem bei einem iPhone mit wenig Speicher oder beim Verwenden ohne Smartphone nützlich. Ton wird von der Insta360 Nano ebenfalls aufgenommen, dafür ist ein Mikrofone verbaut.

(Technik: 4 von 5 Punkten)

Bild- & Videoqualität

Jede Linse der Kamera nimmt einen Blickwinkel von 210 Grad auf. Dies bedeutet, dass die einzelnen Aufnahmen der beiden Linsen sich etwas überlappen. Dies kommt wiederum dem späteren Zusammensetzen der beiden Bilder zugute, denn in den Aufnahmen erkennt man so gut wie keinen Versatz. Nur im Zentrum des Bildes, in dem sich die Kamera und das angeschlossene iPhone befinden, ist logischerweise ein Versatz zu erkennen. Aber genau dafür bietet die App 3 Überblendungsoptionen mit oder ohne Logo.

Fotos nimmt die Insta360 Nano mit 8 Megapixeln auf. Da die Insta360 Nano jedoch wie die meisten 360-Grad Kameras einen kleinen Sensor besitzt, dürft Ihr dabei keine allzu großen Wunder erwarten. Dies liegt auch an dem 360-Grad Format, da dadurch die Bilder weit ausgedehnt werden. Die Auflösung von Videos beträgt 3040 x 1520 Pixeln (3K) bei 30 Bildern in der Sekunde und kann sich somit für den Preis der Kamera durchaus sehen lassen. Bei Videos macht die 360-Grad-Funktion richtig Laune. Dabei ist es eigentlich, egal wie man die Kamera gehalten hat, denn bei den Videos kann im Nachhinein per Touch in jede beliebige Richtung geschwenkt werden. Ein kleiner Kritikpunkte bei Videoaufnahmen: Das Rauschen bei einer eigentlich leisen Umgebung konnte ich sehr stark in meiner Aufnahme feststellen, daher ist der restliche Ton etwas schwerer wahrzunehmen, was aber auch am schlechten Mikrofon liegen kann.

(Bild- und Videoqualität: 3 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

© 2021 testr. Alle Rechte vorbehalten.