JBL Quantum 600

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Headset-ArtOver-Ear-Headset
Mikrofon-ArtMikrofon drehbar zum Muten, aber nicht abnehmbar
FarbeSchwarz
Gewicht352 Gramm
MaterialNahezu komplett aus Kunststoff,
Ohrpolster + Kopfband: Kunstlederbezug
Konnektivität3,5mm-Klinke, USB-Typ-C
TreiberJeweils links und rechts ein 50-mm-Treiber
Treiber-Bandbreite20 – 20000 Hz
Mikrofonfrequenzbereich100 Hz – 10 kHz
Impedanz32 Ohm
BesonderheitenBeleuchtetes JBL Logo, QuantumSOUND Signature, DTS , kabelloses 2,4-GHz-Headset.
LieferumfangJBL Quantum 600 Headset
USB-Ladekabel
3,5-mm-Audiokabel
USB-WLAN-Dongle
Windschutz-Schaumstoff für das Mikrofon
Kurzanleitung | Garantieschein | Sicherheitsblatt
Technische Daten der JBL Quantum 600

Tragekomfort

Beim JBL Quantum 600 bekommt man ein sehr verwundungssteifes Gaming-Headset geboten, welches sich dank den erwähnten, sehr weichen Polstern und den drehbaren Ohrmuscheln perfekt der Kopfform anpasst. Der verstellbare Bereich des Kopfbügels ist groß genug gewählt, sodass einer mehrstündigen Gaming-Session nichts im Weg stehen sollte. Die beiden Ohrmuscheln wurden außerdem groß genug gewählt, sodass hier problemlos auch größere Ohren hineinpassen. Die weiche Polsterung sorgt zudem dafür, dass man absolut ungestört in das Game eintauschen kann, jedoch bringt deren Kunstleder Bespannung einen Nachteil mit sich, denn dieses Material ist nicht atmungsaktiv und somit müsst ihr die Kopfhörer nach einiger Zeit kurz abnehmen, um frische Luft an die Ohren ranzulassen. JBL hat hier zwar kleine Luftausgänge an den Außenseiten der Ohrmuscheln verbaut, jedoch reichen diesen nicht ausreichend aus, um für die benötigte Kühlung bzw. Entlüftung zu sorgen. Dies ist jedoch kein reines Problem, welches nur hier beim JBL Quantum 600 der Fall ist, sondern ebenso bei zahlreichen anderen Headsets und Kopfhörern vorkommt. 

Der Anpressdruck rund um die Ohren ist gleichmäßig verteilt und dieser ist weder zu gering noch zu hoch, denn wenn dieser zu gering wäre, könnte das Headset bei zu heftigen Kopfbewegungen verrutschen. Ob sich das Headset für Brillenträger eignet, würde ich mit„ jein“ beantworten, denn dies hängt zum Teil von den Brillenbügeln als auch vom Schmerz- bzw. Störempfinden ab. Es ist also so, dass es sein kann, dass man beim Zocken die Brille spürt bzw. diese nach der Zeit an der Schläfe drücken könnte.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Bedienungselemente hat JBL wie es bei vielen Headsets aktuell üblich ist, nahezu komplett an der linken Ohrmuschel untergebracht. An der rechten Seite findet man nur den Power-Schieberegler und eine dazugehörige Status-LED. Schiebt man diesen kurz nach oben, schaltet man das Headset aus und nach unten schieben, sorgt dafür, dass es ausgeschaltet wird. Möchte man das Headset via Funk (2,4 GHz) mit dem dazugehörigen Empfänger verwenden, muss man den Schieberegler für 5 Sekunden nach oben gedrückt halten.

An der linken Ohrmuschel findet man gleich zwei Lautstärkeregler, welche beide nach hinten gerichtet sind. Mit dem unteren davon kann man die allgemeine Lautstärke, die einem in die Ohren abgespielt wird, regulieren, während man mit dem darüberliegenden Regler das Verhältnis zwischen Chat- und Game-Lautstärke regulieren kann. Direkt darunter folgt dann die Mute-Taste, mit der man das Mikrofon stumm schalten kann oder beim Erneuten betätigen wieder aktiviert. Diese Taste braucht man dafür jedoch eigentlich nicht wirklich, denn schiebt man das Headset nach oben, wird dieses automatisch stumm geschaltet. Betätigt man die Mute-Taste wiederum länger als 5 Sekunden, kann man darüber die RGB-Beleuchtung aus- oder einschalten. 

Nach unten gerichtet findet man am Headset noch den USB-C Anschluss, über den der Akku aufgeladen wird. Die Lade-LED direkt daneben zeigt beim Aufladen den Ladestatus an, sodass man genau weiß, wann das Headset voll aufgeladen wurde. Möchte man das Headset nicht via Funk, sondern mit einem Kabel betreiben, kann man das mitgelieferte 3,5 mm Klinkenkabel mit Fernbedienung hier ebenfalls anschließen. Über die Fernbedienung kann man dann direkt die Lautstärke regulieren oder mit dem Knopf das Mikro muten. 

Die Bedienung des JBL Quantum 600 gefällt mir insgesamt gut, da man darüber alles Wichtige steuern kann. Für mich gibt es hier jedoch an der linken Seite zu viele Knöpfe bzw. Rädchen, bei denen man beim zocken gerade am Anfang gelegentlich am falschen Rädchen dreht. Hier hätte ich z. B. den Mute-Knopf weggelassen, da das Mikro automatisch beim hochklappen sowieso stummgeschaltet wird. 

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Software

JBL bietet mit dem ersten Gaming-Headset eine kostenlose Software mit dem Namen QuantumENGINE an, denn man weiß, dass den Gamern Anpassungen nach den eigenen Vorlieben sehr wichtig sind. Dies gilt schließlich nicht nur bei der Geschwindigkeit der Maus usw. sondern auch beim Klang. Die Software ist jedoch nur für den PC verfügbar und setzt als Betriebssystem Windows 7 oder alternativ Windows 10 (64 Bit) mit 500 MB freien Speicher auf der Festplatte voraus. 

Über QuantumENGINE kann man zahlreiche Einstellungen bezüglich des Klangs oder der Beleuchtung vornehmen, sodass einem hier alle Möglichkeiten geboten werden, das Headset auf die eigenen Vorlieben anzupassen. Möchtet ihr den vollen Klang brachial auf die Ohren übertragen bekommen oder das Headset nur dazu nutzen, um mit euren Teamkollegen zu kommunizieren, dass alles kann man hierüber regulieren. In den Soundeinstellungen ist es z. B. möglich, den Klang selbst mit einem anpassbaren 10-Band Equalizer in den Höhen, Mitten und Tiefen nach den eigenen Vorlieben anzupassen. Außerdem kann über die Software das neuste Firmwareupdate installiert werden und die Beleuchtung kann hier ebenfalls frei angepasst werden.

(Software: 4 von 5 Punkten)

Klang

JBL setzt beim Quantum 600 links und rechts auf einen großen 50 Millimeter Treiber, dies ist soweit etwas überraschend, den eigentlich verbauen hier viele andere Hersteller nur 40 mm Treiber. Größer bedeutet hier jedoch nicht automatisch immer auch, dass es besser ist, doch ob dies hier beim Quantum 600 der Fall ist, verrate ich in diesem Abschnitt zuvor jedoch noch ein paar technische Details. Der Frequenzbereich liegt im normlange Bereich zwischen 20 Hz und 20 kHz und die Impedanz bei 32 Ohm, sodass hier eigentlich auch eine mobile Wiedergabe am Smartphone als Kopfhörer möglich wäre, doch hier wäre das Headset sicherlich nicht gerade laut genug. Das Mikrofon wurde auf die reine Sprachverständlichkeit ausgelegt und bietet die üblichen 100 Hz bis 10KHz. 

Beim Klangbild ist JBL häufig für kräftige Bässe bekannt und genau in diese Richtung geht es auch beim JBL Quantum 600. Gerade Ego-Shooter mit lauten Explosionen und einem heftigen Feuergefecht kommt hier wunderbar zur Geltung. Somit nimmt man alles, was um einen herum passiert, gut wahr und Gegner können ein nicht mehr so leicht überraschen. Die Mitten sorgen für eine ausgesprochen gute Wiedergabe von Stimmen im Spiel und bei euren Teamkollegen und die Höhen gefallen mir hier ebenfalls gut. Sollte einem das von Werk eingestellte Klangbild nicht zusagen, kann dieses noch mit der von JBL zur Verfügung gestellten Software angepasst werden.

Beim Klang ist jedoch nicht nur der wichtig, denn ihr auf die Ohren übertragen bekommt, sondern auch der, welchen eure Mitspieler von euch über das verbaute Mikrofon hören. Schließlich ist eine störungsfreie und verständliche Kommunikation bei den meisten Spielen für einen Erfolg unerlässlich. Mit der Mikrofonqualität war ich im Test zufrieden, auf Nachfrage haben mich meine Teamkollegen gut verstanden, lediglich ein dezentes Rauschen begleitet den Einsatz des Mikros. Der zusätzlichen mitgelieferte Popschutz kann bei Bedarf entfernt werden, sorgt jedoch beim verwenden dafür, dass störende Hintergrundgeräusch wie z. B. der rotierende Lüfter nebenan nicht so stark mit aufgenommen wird.

Der Arm des Mikrofons kann gut eingestellt werden und störte mich beim Zocken nicht. Sofern man nur den Klang übertragen bekommen möchte, kann man das Headset auch jederzeit Muten und somit nach oben schieben.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Bei der max. Akkulaufzeit gibt JBL bis zu 14 Stunden an, was jedoch nur dann erreicht werden kann, wenn die RGB-Beleuchtung abgeschaltet ist. Ich habe zwar beim Zocken logischerweise nicht permanent auf die Uhr geschaut, doch grob geschätzt kommt diese versprochene Laufzeit auch gut hin. Schaltet man am JBL Quantum 600 wiederum die Beleuchtung an, war nach knapp 9 bis 10 Stunden der Akku leer.  

Bis der Akku von komplett leer auf voll vollgeladen wurde, vergingen wiederum knapp 2 Stunden. Hierbei viel mir leider auf, dass man das Headset, während es aufgeladen wird, nicht via Funk betreiben kann, somit wäre damit dann nur das Zocken über den 3,5 mm Anschluss möglich.

(Akkulaufzeit: 4 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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