JBL Reflect Flow

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Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5)
FarbeTeal (blau), weitere Farbe: Anthrazit
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 10 h
Akku Ladecase: 20 h
Gesamt somit: 30 h
Gewicht 89 g (Ohrhörer und Ladebox)
16 g (beide Ohrhörer)
73 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5
unterstützte Profile: A2DP 1.3; AVRCP 1.5; HFP 1.6
LautsprechertypDynamische Treiber mit einer Größe von 5,8 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
Empfindlichkeit Mikrofon96 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
LieferumfangJBL Free Reflect Flow True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: S, M, L.
Drei paar Sport-Einsätze: S, M, L
Ladebox
Mikro-USB-Ladekabel (10 cm)
Benutzerhandbuch
Sicherheitshinweise
Garantiekarte

Tragekomfort

Da das Gehäuse der JBL Reflect Flow etwas größer als die Ohrmuschel bzw. der Eingang des Ohrkanals ist, werden diese aus diesem, und dem Grund der Sport-Einsätze in das Ohr eingedreht. Dadurch muss man die In-Ears beim Einsetzen etwas ins Ohr drücken und kurz nach hinten und wieder nach vorne eindrehen. Dadurch legt sich der „Hacken“ des Sport-Einsatzes in die Ohrmuschel-Windung, was zusammen mit den normalen Ohrtips für einen sehr sicheren halt sorgt.

 JBL liefert beim Reflect Flow insgesamt drei verschiedene Silikon-Aufsätze in der Größe S; M und L und drei passende Sport-Einsätze in denselben Größen mit. Damit kann man die Ohrhörer dem eigenen Ohrkanal und Ohrmuschel problemlos individuell anpassen. Bei mir persönlich haben die vormontierten in der Größe M perfekt gepasst, denn dabei stimmte sowohl der Halt, als auch die Isolierung der Umgebung. Die JBL Reflect Flow bieten einen absolut sichern halt und eigenen sich sowohl für sportliche Aktivitäten, als auch für den Alltag.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Grundsätzlich erfolgt die Bedienung der JBL Reflect Flow über die beiden Tasten, mit dem JBL Logo an den Außenseiten der beiden In-Ears. Davon erledigt jede Taste mehrere Aufgaben, die ich euch gleich noch genauer erläutern werde. Zuvor möchte ich erklären, wie man die JBL Reflect Flow einschaltet. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten, entweder man nimmt die Ohrhörer einfach aus dem Case, oder man schaltet diese ein, indem man die Taste an jedem der In-Ears für 2 Sekunden gedrückt hält. Zum Ausschalten genügt es, einfach die beiden Ohrhörer wieder in das Ladecase einzusetzen, oder die Taste an beiden Ohrhörer für 5 Sekunden gedrückt zu halten.

Bei True-Wireless In-Ears ist es meist üblich, dass ein Ohrhörer als ein sogenannter „Master“ und der andere als „Slave“ Gerät fungiert. Beim Master handelt es sich quasi um den Daten-Empfänger, also der Kopfhörer, der sich direkt mit dem Smartphone verbindet und die Musik via Bluetooth übertragen bekommt. Der andere wiederum, der Slave, empfängt die Daten lediglich vom Master und kann sich daher nicht direkt mit dem Smartphone verbinden. Somit kann man wie bei JBL üblich, den rechten In-Ear quasi komplett alleine nutzen, da dieser sowohl Musik empfangen kann, als auch ein Mikrofon verbaut hat.

Zurück zur Bedienung über die beiden äußeren Tasten. Drückt man die Taste am rechten Ohrhörer einmalig, dann wird die Musik direkt gestartet. Ein erneutes Betätigen pausiert wiederum die Musikwiedergabe. Drückt man die Taste bei einem eingehenden Anruf, kann man diesen annehmen und später auch so beenden. Drückt man diese Taste wiederum zweimal hintereinander, dann kann man auf die Sprachsteuerung zugreifen. Bei der Sprachsteuerung handelt es sich quasi um den Sprachassistenten, welcher in eurem Smartphone integriert ist. So ist es bei mir am iPhone Siri und bei allen Android-Nutzern der Google Assistant oder Bixby (bei Samsung).

Betätigt man den Knopf an der linken Seite zweimal hintereinander, dann überspringt man das gerade abgespielte Lied um einen Titel. Durch das einmalige drücken, wechselt man zwischen: TalkThru, Ambiente Aware umher oder kann die beiden Funktionen beim erneuten betätigen wieder deaktivieren. Die Bedienung ist soweit logisch durchdacht aufgebaut und nach kurzer Zeit sollte man sich hier an die Bedienung gewöhnen. Lediglich eine Möglichkeit, die Musiklautstärke direkt über die Reflect Flow In-Ears zu steuern, vermisste ich etwas. Daher muss man hier jedes Mal zum Smartphone greifen, was für mich persönlich etwas nervig ist, da ich die Lautstärke öfters meinem Umfeld anpasse. Was mir außerdem weniger gut gefällt, sind die etwas schwergängige Knöpfe. Dadurch drückt man sich die In-Ears zum Teil etwas tiefer in den Gehörgang, was durchaus unangenehm sein kann.

(Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)

Klang

JBL verspricht beim Reflect Flow den typischen JBL Signatur Sound, der hier jedoch mit einem kraftvollen Sound überzeugen soll. Doch ist dem auch so, oder gibt dieser nur einen Brei wieder? Bevor ich dies beantworte, betrachten wir doch erst einmal die technischen Daten etwas genauer.

In jedem der In-Ear sitzt neben einem Akku und einiges an anderer kleiner Elektronikteile, auch ein 5,8 mm großer dynamischer Treiber. Diese besitzen einen gewöhnlichen Frequenzgang von 20 Hz – 20.000 Hz, was jedoch zum Klang nur soviel aussagt, dass dieser ausgewogen mit einer leichten Bassbetonung abgestimmt ist. Auf was man bei den JBL Reflect Flow jedoch leider weiterhin wie bei vielen anderen JBL Kopfhörern verzichten muss, ist die Unterstützung eines hochwertigen Audio-Codes. Schließlich wird auch bei diesem Modell weder aptX für (Android), noch AAC für (iOS) unterstützt.

Beim Klangbild stellt man fest, dass es sich hier um einen sportlich In-Ear handelt. Schließlich bietet dieser zum einen ein kraftvollen Output, sprich, er bietet eine hohe max. Lautstärke, welche zudem nahezu voll ausgereizt werden kann, ohne zu verzehren. Ebenfalls erkennt man es beim richtigen Sitz der In-Ears, an dem Bass, denn dieser ist voluminös und druckvoll, bietet zudem aber auch einen ordentlichen Tiefgang. Jedoch ist die klangliche Abstimmung JBL hier gut gelungen, denn werden die Höhen, noch die Mitten werden hier nicht wie so oft bei anderen In-Ears dominiert. 

Beim JBL Reflect Flow zeigt JBL mal wieder, dass es nicht unbedingt notwendig ist, dass Kopfhörer die hochwertigen Audiocodecs wie z. B. AAC und aptX usw. unterstützen müssen. Schließlich bieten die Reflect Flow auch ohne diese Codecs einen gut auflösenden Klang, welcher weitestgehend klar und ausgewogen wiedergegeben wird. Dennoch muss ich hier klar sagen, dass die JBL Reflect Flow bei bassbetonter Musik ihr wahres Können zeigen und daher genau hier ihre Stärke liegt.

Die Sprachverständlichkeit der Kopfhörer ist gut. Klar gelingt es den verbauten Mikros, welche es versuchen, die Umgebungsgeräusche etwas zu minimieren nicht ganz, alles um einen herum während Telefonaten zu neutralisieren. Daher hört der eigenen Gesprächspartner z. B. ein vorbeifahrendes Auto oder einen Zug. Aber gegenüber den JBL Free X ist das verbaute Mikrofon besser und so verstanden mich meine Gesprächspartner-/innen bei mäßigem Umgebungslärm durchaus gut. Übrigens unterstützen die Reflect Flow auch beim Telefonieren den Stereomodus. Das heißt, dass während dem Telefonieren beiden In-Ears den Ton wiedergeben, was ich persönlich deutlich besser finde, als bei einer Mono-Wiedergabe. Außerdem kann TalkThru und Ambient Aware, während Telefonaten nicht genutzt werden, was durchaus Sinn macht. Schließlich werden die dafür genutzten Mikros für die Reduzierung der Umgebungsgeräusche genutzt und würden zudem den Ton zum Gehör durchlassen, was bei der Verständlichkeit nur für ein durcheinander sorgen würde.

Was die Latenz angeht, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. können die Reflect Flow überzeugen. Das muss unter anderem am Bluetooth 5.0 Chip liegen, denn bei den von mir bereits getestet JBL Free X mit Bluetooth 4.2 war die Latenz doch sehr enttäuschend.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Für die Energieversorgung der JBL Reflect Flow, hat JBL in jedem Ohrhörer einen 110 mAh Lithium-Ionen-Akku verbaut, welche zudem eine Schnellladefunktion besitzen. Diese 110 mAh Akkus ermöglichen laut JBL eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden am Stück. Dies ist soweit ein sehr guter Wert, schließlich halten viele anderen Modelle zum Teil deutlich weniger durch (4 bis 6 Stunden). Sobald der Akku der JBL Reflect Flow In-Ears leer ist, können diese jederzeit in dem mitgelieferten Transportcase aufgeladen werden. Diese ermöglicht mit insgesamt 850 mAh eine gesamte Akkulaufzeit von bis zu 30 Stunden. 

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Im Alltag ermöglichen die Reflect Flow je nach eingestellter Lautstärke sogar eine etwas längere Akkulaufzeit, wie von JBL angegeben. Somit kam ich sogar bei einem etwas angehobenen Pegel auf fast 11 Stunden Akkulaufzeit. Dank der zusätzlichen Schnellladefunktion, reichen bereits 10 Minuten Ladezeit im Transportcase aus, um damit gut über eine Stunde am Stück wieder Musik hören zu können. Während eine volle Aufladung im Transportcase knapp 1 Stunde und 45 Minuten beansprucht. Das Aufladen erfolgt übrigens via Micro-USB-Kabel, wobei mir hier sehr gut gefällt, dass einem der Ladefortschritt durch die vier LED´s an der Rückseite angezeigt wird.

Bluetooth & Signalqualität

Beim Reflect Flow setzt JBL auf den neuen Bluetooth 5 Chip. Dieser liefert in meinem Test eine stabile Verbindung sowohl zu iOS-, als auch Android-Geräten. Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei eigentlich sämtlichen True Wireless Kopfhörer, automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase. Sobald man die beiden Ohrhörer zum ersten Mal aus dem Transportcase nimmt, befinden diese sich automatisch im Pairing-Modus und können daher wie bei Bluetooth-Kopfhörer üblich direkt über die Einstellungen mit dem Smartphone verbunden werden.  

Möchte man die beiden Ohrhörer wiederum mit einem weiteren Gerät verbinden, muss man die Taste am rechten Ohrhörer für knapp 5 Sekunden gedrückt halten. Anschließend geht man wie gewohnt zu den Bluetooth-Einstellungen im Smartphone und wählt hier den Kopfhörer „JBL Reflect Flow“ aus. Anschließend kann man auch den linken In-Ear aus dem Case nehmen, der sich darauf automatisch mit dem Rechten verbindet.

Im Praxistest bieten die JBL Reflect Flow zwischen Kopfhörer und Smartphone (bei mir ein iPhone X) eine sehr stabile und gute Reichweite von bis zu 30 Metern im Freien, ohne Hindernisse. Im Haus wiederum hängt die Reichweite von euren Wänden und Decken ab. Schließlich reduzieren massive dicke Wände und Decken die Reichweite des Funksignals deutlich mehr, als z. B. dünnere. Daher kann man hier grob gesagt von einer Indoor-Reichweite von ca. 9 Metern reden, was ein guter Wert ist.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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