LG G5 & Cam-Modul

LG wurde 1958, als Tochter der Lucky Chemical Industrial Co., unter dem Namen Goldstar Co. gegründet. Anfangs wurden Radios, Fernseher, Kühlschränke, Waschmaschinen, Klimaanlagen und Staubsauger produziert. Im Jahr 1995 wurde der Firmenname von Goldstar in LG Electronics umbenannt. LG ist die Abkürzung von Lucky GoldStar. Gelegentlich ist auch die Bezeichnung LGe zu finden, wobei hier das e für Electronics steht. Inzwischen gehört der Konzern zu einer der ganz Großen und bietet Produkte aus den Bereichen Informationstechnik, Unterhaltungselektronik, Mobilfunk, Photovoltaik, sowie Haushaltsgeräte an.

Mit dem Smartphone-Flaggschiff LG G5, das seit April 2016 auf dem Markt ist versucht der Hersteller gleich auf zwei Wegen Käufer von sich zu überzeugen: Einerseits besitzt das Smartphone zwei Rückkameras, eine normale, sowie eine für Weitwinkel-Aufnahmen. Zweitens versteht sich das LG G5 als modulare Revolution, denn es kann ganz einfach durch verschiedene Module erweitert werden.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Ersteindruck der Verpackung des LG G5 verrät schon gleich die Besonderheit des Smartphones. Das Design des Kartons ist hübsch, er ist kompakt und wirkt durch das G5 Logo recht elegant. Der limettengrüne Karton wird zu 3/4 verdeckt durch eine weiße Hülle. Durch das Herausziehen kommt auf dem limettengrünen Karton der Aufdruck des Akku-Moduls zum Vorschein, dies ist sehr nett gemacht.

Nach dem Aufklappen des Innenkartons kommt direkt das LG G5-Smartphone in der üblichen Schutzfolie zum Vorschein. Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt wenig Überraschungen, es ist im Wesentliche alles dabei, was man für den täglichen Smartphone-Einsatz benötigt. Ladekabel, Netzteil, SIM-Tool, Passend In-Ear Kopfhörer und die üblichen Papier-Beilagen.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

LG hat in der Vergangenheit schon gezeigt, dass sie Mut zu Neuem haben. Dies haben die Südkoreander bereits mit dem Vorgänger des G5 und einer Lederrückseite bewiesen. Bei dem neuen Flaggschiff hingegen handelt es sich um ein Aluminium-Unibody. Von diesem war ich von der ersten Minute an begeistert. Das 5,3 Zoll große Smartphone bringt 159 Gramm auf die Waage und liegt sehr gut in der Hand. Dazu trägt die leicht abgerundete Rückseite bei.

LG hat die mechanischen Knöpfe auf das Wesentlichste reduziert. So ist auf der linken Seite des Geräts die Lautstärkewippe und direkt in der Zeigefingerreichweite der Power-Button auf der Rückseite direkt unterhalb der beiden Kamera Linsen zu finden. In diesem ist ebenfalls der Fingerabdrucksensor integriert. Etwas seltsam ist die erhabene Bauweise der beiden rückseitig verbauten Kamera Linsen, denn diese unterbrechen das sonst so elegante Design. Da das LG G5 wie schon erwähnt durch Module erweitert werden kann, ist es möglich das komplette Akku-Modul zu entnehmen. Der Knopf dazu befindet sich unten links am Gerät.

Zu guter Letzt gibt es auf der rechten Seite den SIM- und microSD-Slot, dieser schließt bündig mit dem Gehäuse ab. Im Gegenzug zum Kamera Design, gefällt mir das Display das nach oben Abgerundet ist, sehr. Dies lässt das Smartphone edel aussehen. Das Design ist kein Meisterwerk, aber dennoch kann sich das LG G5 sehen lassen. (Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die verchromte Umlaufkante wird an vier Punkten von etwas unschönen Plastik unterbrochen, was ein wenig wie ein Produktionsfehler wirkt. Es handelt sich hierbei um die notwendigen Antennen-Durchlässe.
Das Smartphone liegt sehr gut in der Hand und an der Verarbeitung ist bis auf den erwähnten Punkt nichts zu beanstanden.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)


PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Performance

Zum Einsatz kommt der Snapdragon 820 Prozessor von Qualcomm. Die 4 Gigabyte RAM gehören mittlerweile schon zum Standard,
der interne Flash-Speicher von 32 Gigabyte , kann bei Bedarf mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 2 Terabyte erweitert werden.Geekbench zeigt, dass das LG-Smartphone zwar nicht an der Spitze der Android Smartphones liegt, aber dennoch sehr gut im vorderen Bereich mit von der Partie ist.

Bild: Geekbench Single Core
Bild: Geekbench Multi Core

In Praxistest ist diese Power deutlich spürbar. Bei den alltäglichen Aufgaben glänzt das Smartphone ohne jegliche Einschränkungen und auch aktuelle Spiele laufen ohne Aussetzer. Ruckeln oder längere Ladezeiten sind erfreulicherweise nicht vorzufinden. (Performance: 4 von 5 Punkten)

Display

Das 5,3 Zoll große Display, das mit der IPS Quantum Dot-Technologie ausgestattet ist, löst mit 2560 x 1440 Pixeln auf. Die Pixeldichte beträgt somit beachtliche 554 ppi! In Sachen Farbe, Kontrast und Bildschärfe braucht sich das G5 nicht vor der Konkurrenz verstecken. Die sehr gute Qualität des QHD-Display beeindruckt das Auge. Bei der Bildschirmhelligkeit kann das Display ebenfalls überzeugen, im Outdoor-Einsatz bei Maximal-Hintergrundbeleuchtung ist noch relativ viel auf dem Bildschirm zu erkennen. Auch beim Fotografieren mit direkter Sonneneinstrahlung ist die Leistung des IPS-Panels angemessen . Ein deutliches Spiegeln der Glas-Oberfläche lässt sich jedoch auch hier weder vermeiden noch leugnen. (Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

In dem LG G5 sitzt ein 2.800 mAh größer Akku, was ein wenig hinter der aktuellen Premium-Konkurrenz liegt. Im Test macht sich dies besonders bei voller Display-Helligkeit und aktiviertem Always-On-Display bemerkbar. Am Ende eines normalen Nutzungstages von etwa 8 Stunden, in dem wir über das mobile Datennetz surften, Videos schauen und telefonieren waren am Ende noch ca. 26 Prozent Akku übrig. Das ist zwar keine beachtliche Laufzeit, doch hat LG hat dem G5 die Quick Charge Technologie verpasst. In nur 2 Stunden ist der Akku wieder vollständig geladen. Durch die moduliere Bauweise kann der Akku bequem gegen einen anderen getauscht werden. Das ist ein willkommenes Feature. (Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Auf der Rückseite befinden sich zwei Kamera Linsen.

Die 16-Megapixel-Kamera mit 1.8er Blende und eine Weitwinkel Linse mit 8 Megapixeln, die einen Bildwinkel bis 135 Grad aufnimmt. Im Praxistest konnte die Doppelt-Kamera durchaus überzeugen. Die Software der Kamera bietet viele manuelle Einstellmöglichkeiten, die Spiegelreflexkamera-Nutzer gut vertraut sind. Aber auch die automatische Einstellungen funktionieren zuverlässig, HDR, Panorama und Bild-in-Bild bieten alle Funktionen, die für gute Bilder prozessieren können. An der 16 Megapixel-Kamera gibt es in puncto Bildqualität wenig zu meckern. Bei Tageslicht schießt das LG G5 kontrastreiche und scharfe Bilder. In dunkleren Lichtverhältnissen lässt die Qualität jedoch ein Stück nach und das Bildrauschen nimmt etwas zu. Die Ultraweitwinkel Linse mit 8 Megapixeln kann in Sachen Bildqualität nicht ganz so gut überzeugen, aber dennoch sind damit gute brauchbare Schnappschüsse möglich. Die Frontkamera, die mit 8 Megapixeln auflöst, verfügt über einen zuverlässigen Autofokus und die Bilder sind in guter Qualität. Für Selfies allemal ausreichend. Das Kamera-Trio des LG G5 kann im großen Ganzen überzeugen. Besonders die Weitwinkel Linse hat uns besonders gut gefallen.(Kamera: 4 von 5 Punkten)

Modularer Aufbau

LG war so nett und hat uns auch ein CAM-Plus Modul für den Test zur Verfügung gestellt.

Das Modul wiegt 55 Gramm und stellt einige zusätzliche Tasten zur Verfügung. Besonders praktisch ist die zusätzliche Akku-Leistung, die das Modul integriert hat. Im Inneren befindet sich ein 1.200 mAh Akku, der die Gesamtkapazität auf 4.000 mAh erhöht. Die Entladung der beiden Akku findet gleichzeitig statt, mit einem Verhältnis von ca. 2:1, sodass der Akku des CAM-Plus Modul etwas früher leer sein wird als der des LG G5. Mithilfe des kleinen Schieber kann die Kamera direkt aus dem Standby gestartet werden. Der kleinere Auslöser startet direkt die Videoaufnahme, direkt daneben der etwas größere ist zweistufig und kann Fotos fokussieren beziehungsweise schießen. Das Zoomrad auf der Ecke ermöglicht das stufenlose Zoomen der Kamera, wozu der Digitalzoom genutzt wird. Zoomt der Nutzer nun weiter hinaus, schaltet das Smartphone automatisch auf die Weitwinkelkamera um. (Funktion: 4 von 5 Punkten)

Software

Das LG G5 kommt mit Android 6.0.1 Betriebssystem. Diesen Monat sollt das Smartphone aber bereits ein Update für Android 7.0 erhalten.
Die Nutzeroberfläche lässt die Wahl, ob alle Apps auf dem Homescreen zu finden sind oder wie gewohnt im App Drawer verstaut sind. Das System erstrahlt zum Vorgänger in überarbeitetem und leichterem Design und vermittelt so einen eleganten Eindruck.(Software: 4,5 von 5 Punkten)


PUNKT 3

bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Beschreibungen und Produktbilder sind realitätsgetreu und sind nicht aus der Luft gegriffen.
LG´s Aussagen wie „Weltweit erstes Smartphone mit Unibody-Metallgehäuse und modularem Aufbau“, treffen bei dem LG G5 zumindest teilweise zu. Die vielen Module und Zubehörgeräte funktionieren dank des „LG Friends Manager“ problemlos.

Preis/Leistung

Der Preis des LG G5 war bei der Markteinführung 699 EUR (in D/A). Inzwischen ist das Smartphone einige Monate auf den Markt und je nach Farbe für knapp 400 EUR verfügbar. Farben stehen folgende zur Auswahl: Silber, Titan, Pink oder Gold.

LG hat sich mit dem G5 dieses Jahr einiges einfallen lassen, um Käufer zu überzeugen. In unseren Augen ist dies LG gelungen, das koreanische Unternehmen hat ein gelungenes Gesamtpaket geschaffen. Die Kombination aus einem guten Display, ordentlichen Akku-Laufzeiten und einer guten Kamera samt Weitwinkelfunktion bilden ein gutes Fundament. Das Design gefällt uns sehr gut und die modulare Seite des LG G5 bietet einen tollen Ansatz mit durchaus spannenden Zusatzkomponenten.


Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

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