Proscenic 850T

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StromversorgungAkku
Akku-ArtLi-Ionen (2600 mAh)
NavigationGyroskop-Navigation
Farbeschwarz
Saugleistung3000 Pa
Formklassisch rund, mit zwei Seitenbürsten
Betriebszeitim stillen Modus bis zu 120 min
Staubbehälter-/Wassertank-Kapazität500ml / 300 ml
Maße32 cm x 8,2 cm (Durchmesser x Höhe)
Gewicht3,5 kg
LieferumfangProscenic 850T
Saugbehälter
1x Wassertank
2x Wischtücher
4x Bürsten
3m Magnetband
1x Fernbedienung (inkl. Batterie)
2x Filtereinsätze
1x Reinigungsbürste
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Proscenic 850T

Ersteinrichtung & Inbetriebnahme 

Na bin ich froh, dass die Inbetriebnahme nicht wie der Rasenmähroboter erfolgte. Ein Kinderspiel – welch eine Freude. Auspacken, zwei Seitenbürsten am Boden des Roboters per Fingerdruck befestigen. Ladestation einstecken, den Roboter, an dem auf der unteren Seite vorzufindende Schalter umklappen, auf den Glaspanel die Touchbedienung nutzen oder mit der Fernbedienung starten. Der Staubsauger kann in 3 Stufen arbeiten: Ruhe, Standard und Stark, ist die gewünschte Stufe gewählt, geht’s auch schon los. Ich habe für die Testzwecke selbstverständlich auch die App runtergeladen, welche zwar kein Muss ist, aber durchaus auch Vorteile hat, dazu aber unten mehr. Auch kann der Staubsaugerroboter über Alexa Sprachgesteuert werden. Allerdings sollten unnötige Hindernisse, wie Spielzeuge oder ähnliches, die auf dem Boden liegen beiseite geräumt werden.

Möchte man Nass-Wischen, muss der beiliegende 300ml Wassertank aufgefüllt werden und mit dem Staubbehälter ausgetauscht werden. Mit dem Wassertank kann man aber auch eine 2 in 1 Reinigung starten. Saugen und Wischen zugleich. Wasserausstoß kann ebenso über die App reguliert werden. Das beiliegende Magnetband dient zur Sperrung gewisser Zonen, Räume, Bereiche. Treppen und Stufen braucht man nicht abzusperren, da der Roboter erfreulicherweise über einen Anti-Absturz-Sensor verfügt.

(Ersteinrichtung & Inbetriebnahme: 4 von 5 Punkten)

App & Alexa-Steuerung

Hält man auf dem Roboter den WLAN-Zeichen 5 Sekunden gedrückt, wird in der App bereits die ersten Schritte sorgfältig erklärt. Die Verbindung erfolgt problemlos und ist binnen wenigen Sekunden erledigt. Sobald der Proscenic 850T seine erste Runde dreht, wird die Route und die Hindernisse in der App gekennzeichnet. Den Standort kann man live mitverfolgen. Nach dem Start wird die bereits gereinigte Fläche und die Reinigungsdauer angezeigt. Und diese Angaben werden in Echtzeit angegeben. Der Akkustand wird ebenfalls angezeigt. Schade finde ich, dass das Menü sehr weit unten in der App ist und die Kartenzeichnung sehr viel vom Bildschirm nimmt. Die App erkennt zudem auch, welcher Tank am Proscenic installiert ist.

Mit Alexa kann man den Staubsaugerroboter starten, in die Ladestation befördern, stoppen oder zwischen den drei Reininungsmodi wechseln.

(App & Alexa-Steuerung: 3 von 5 Punkten)

Saug- & Reinigungsleistung

Ganz klar – der wichtigste Aspekt des Gerätes. Es sollte jedem bewusst sein, dass ein Staubsaugerroboter einen Handsauger nicht ersetzen kann. Ein Haus ist möbliert, da kommt auch der gute Proscenic 850T nicht in alle Ecken. Das Unmögliche darf man nicht erwarten.

Die Reinigungsleistung dieses Testgerätes sollte für sehr viele Haushalte völlig ausreichend sein. Nach gut 30 Minuten im stillen, also dem ersten Modus, stoppte ich den Roboter und habe mir den Staubbehälter angesehen. Tatsächlich musste ich diesen bereits entleeren. Naja, ich stehe auf skandavischen Stil, meine Couch steht durch die Holzfüße knapp 10 Zentimetern über dem Boden. Natürlich sauge ich da nicht wöchentlich, da ich mit dem Handstaubsauger auch nicht hinreiche. Da hat sich einiges angesammelt und dieser Helfer leistet genau hier perfekte Arbeit und erleichtert einem die Arbeit. Durch die beiden Seitenbürsten werden die Krümel in den Ecken ebenfalls sehr gut gesaugt. Verwundert war ich, als ich eine M4 Mutter im Staubbehälter vorgefunden habe, da dieser auch einiges an Gewicht hat. Da musste ein Test her, um zu beobachten. Der Roboter Proscenic 850T hat diesen Test bestanden und die M4 Mutter ohne jegliche Bemühungen aufgesaugt. Hut ab!

Die Wischfunktion ist nice-to-have, aber für sehr gute Resultate reicht es leider nicht aus. Die beste Leistung fand ich hier bei Parkettböden. Da Fliesen auch Fugen haben, wird der Dreck sozusagen nur in die Fugen geführt. Achtung bei Laminatböden, bei zu hohem Wasserausstoß kann dieser aufquellen.  Zwischendurch mal Nass zu wischen finde ich persönlich in Ordnung, aber eine Handarbeit wird dadurch nicht ersetzt. Ein kleiner Tipp: es dauert immer eine Weile, bis das Wischtuch komplett durchfeuchtet ist, daher evtl zuvor mal kurz unter Wasser tauchen und ausdrücken. Ich habe in den Wassertank noch etwas Zitrusduft dazugegeben – Testergebnis: Wischleistung nicht verringert, angenehmer Duft und keine Spuren/Schleier hinterlassen. Wie schon erwähnt, kann auch der Wasserausstoß nach eigenen Bedürfnissen eingestellt werden. Der Saugroboter erkennt, ob der Wassertank oder der Staubbehälter installiert ist. Auch wird erkannt, wenn der Roboter über einen Teppich fährt, dann wird die Wischfunktion direkt deaktiviert.

(Saug- & Reinigungsleistung: 4 von 5 Punkten)

Navigation & Hindernisüberwindung

Dank der intelligenten Programmierung und Laserdistanzsensor erkennt der Roboter nach den ersten 5 Minuten die Grundrisse des Raumes. Da er auch seine Position jederzeit kennt, wird die zu reinigende Fläche systematisch abgefahren und gesaugt. Allerdings wird die erstellte Grundrisskarte und Route nicht gespeichert, sodass bei leerem Akkustand nicht da weiter gemacht wird, wo der kleine Helfer auch aufgehört hat. Des Weiteren wurden Anti-Sturzsensoren verbaut, um mögliche Abstürze bei Treppen oder Stiegen zu vermeiden, was auch hervorragend funktioniert. Bei Hindernissen wie Stühle, Tische oder ähnliche wird verlangsamt sich der Roboter und wendet. Es kann aber auch vorkommen, dass er irgendwo dagegen fährt, jedoch in so einem geringen Tempo, dass weder an dem Hindernis, noch an dem Sauger Schäden entstehen. Teppiche werden sofort erkannt, anschließend wechselt der Sauger in den starken Modus. Ist er wieder auf harten Böden unterwegs, wechselt er wieder in den voreingestellten Modus.

Kabel o.Ä. sollten weggeräumt werden, da sich der kleine Helfer sonst einwickelt und nicht mehr davonkommt. Ich besitze einen Langfloorteppich im Wohnzimmer mit einer Dicke von 2 cm. Der Hersteller gibt an, dass bis zu 1,5 cm Absätze dem Roboter nichts anhaben. Erstaunlicherweise schlägt sich der Proscenic auch bei dieser Herausforderung sehr gut. Auch wenn es mal vorkommt, dass er wieder wendet, weil der Sensor diesen als Hindernis sieht, irgendwann klappts – alle guten Dinge sind 3.

Mit dem beiliegenden Magnetband können verschiedenste Bereiche abgesperrt werden. Das Magnetband einfach am Boden mit Klebestreifen anbringen und schon wird diese nicht überquert.

(Navigation & Hindernisüberwindung: 3 von 4 Punkten)

Lautstärke & Akkuleistung

Fangen wir mal mit der Lautstärke an. Im starken Modus wurden 62 dB gemessen, im stillen Modus 34 dB und das ist akzeptabel. Im schwachen und mittlerem Modi können Unterhaltungen sehr locker geführt werden, wo man sich bei dem starken Modus doch etwas lauter Ausdrücken muss.

2600mAh ist nicht alle Welt und für große Wohnflächen ab 80m² eher abzuraten. Auch im stillen Modi, hält der Sauger maximal 2 Stunden durch und muss wieder tanken. Wobei auch zu erwähnen ist- umso mehr Hindernisse der Staubsaugerroboter hat, umso mehr muss er sich wenden. Das kostet Kraft und verkürzt beträchtlich die Akkulaufzeit.

(Lautstärke & Akkuleistung: 3 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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