Ring Floodlight Cam

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Kamera-ArtSmarte Überwachungskamera mit Nachtsicht und zwei hellen LED-Lichtern
AuflösungFull-HD (1080p)
Weitwinkel140°
AbmessungenSockel: 12cm ; komplette Kamera: 28 cm x 21 cm x 17,8 cm
Zoomnur digital
MaterialAluminium und Kunststoff
KonnektivitätWLAN 802.11 b/g/n; 2,4 GHz
FunktionenLED-Lichter, Bewegungserkennung, IR-Beleuchtung, integriertes Mikrofon und Lautsprecher, per App steuerbar (Android & iOS)
BetriebsbedienungTemperatur: -30°C bis 48,5°C; Wetterbeständig
LieferumfangRing Floodlight Cam
S-Hacken
Bedienungsanleitung
Sicherheitsaufkleber
Installationswerkzeuge und Schrauben
Technische Daten der Ring Floodlight Cam

Einrichtung und Konfiguration

Vor der Einrichtung und Konfiguration, kann man die Ring Floodlight Cam montieren. Hier kann ich den Hersteller Ring absolut loben, denn auch hier werden wie bei der Doorbell 2 sämtliche zur Montage benötigten Werkzeuge, Schrauben, Dübel usw. mitgeliefert. 

Bevor man die neue Ring Floodlight Cam montieren kann, muss man zuvor die alte herkömmliche Außenleuchte demontieren. Ist dies erledigt, kann man an die Montage der Ring Floodlight Cam ran. Zuerst müssen wir mit dem mitgelieferten orangenen Bitgriff und dem Mutteradapter die beiden Muttern auf der Vorderseite entfernen, damit wir den Montagesockel entfernen können. Nun führt man durch diesen Adapter das dreiadrige Kabel (Plus, Minus und Erdung) durch und zeichnet sich, sofern die alten Löcher der vorherigen Lampe nicht passen die neuen an die Wand an. Anschließend legt man den Sockel wieder zur Seite und bohrt mit einer Bohrmaschine und den mitgelieferten Betonbohrer die beiden Löcher für die Dübel in die Wand. Nun die Dübel einbringen und den Sockel mit den Schrauben festschrauben. Dabei unbedingt beachten, dass der Sockel sauber auf der Fläche aufliegt und nicht so extrem festziehen, da sonst der Kunststoff schnell brechen kann. Hier hätte Ring eventuell ebenfalls ein Aluminiumsockel verwenden können, denn an der Kamera inkl. Lichter hängt schon einiges an Gewicht.

Sobald man den Befestigungssockel montiert hat, muss man nur noch das Plus-Kabel an die Klemme mit der Bezeichnung „L“ und das Minus-Kabel an die mit der Bezeichnung „N“ anklemmen. Dabei sollte man nicht vergessen das Erdungskabel an die kleine Klemme im Inneren des Gehäuses anzuschrauben und schon ist alles verkabelt. Nun nur noch die Floodlight Cam wieder an den Sockel schrauben und schon ist die Montage erledigt. Das ganze ist nicht so schwer, das einzige, was mich etwas störte, ist der geringe Platz für die vielen Kabel zwischen Sockel und Lampe. Dieser könnte definitiv etwas größer sein, damit man etwas mehr Platz hat. 

Kommen wir nun zu der Einrichtung über die App. Um die Ring Floodlight Cam nutzen zu können, muss diese zuerst einmal eingerichtet und konfiguriert werden. Dazu benötigt man die kostenlose Ring App (erhältlich für iOS und Android).

Sofern ihr wie ich bereits eine Doorbell 2 inkl. Chime Pro habt, ist die Einrichtung sehr schnell erledigt und ihr gebt in der App nur an, dass ihr eine Floodlight Cam einrichten möchtet. Anschließend sucht die Ring-App nach der Kamera und übermittelt dieser sämtliche Daten wie z. B. WLAN-Passwort usw. Ist dies bei euch nicht der Fall und die Überwachungskamera ist das einigste Produkt aus dem Hause Ring, dann geht ihr wie folgt vor.

Sobald die App geladen ist, könnt ihr diese wie gewohnt starten. Leider kommt man bei Ring nicht um das Erstellen eines Benutzeraccounts herum. Dabei muss der Vor-/Zuname, die Telefonnummer und das Land angegeben werden. Zudem muss man zustimmen, dass die Daten außerhalb der EU gespeichert werden dürfen. Klickt man auf „Weiter,“ muss man zudem noch die E-Mail-Adresse und ein selbst festgelegtes Passwort eingeben. Im nächsten Schritt darf man entscheiden, ob die App bzw. Ring die Rechte erhält auf die Ortungsdienste, verbietet man dies, verliert man einige Funktionen. 

Nun muss man durch drücken des Set-up-Knopfes auf der Oberseite der Floodlight Cam diese in den Einrichtungsmodus versetzen. Dies bestätigt einem diese per Ansage und durch das Aufleuchten des Bewegungsmelders. Nun muss man die Überwachungskamera noch mit dem WLAN verbinden. Dazu muss man sich zuerst in den WLAN-Einstellungen im Smartphone mit dem Ring… verbinden (bei … handelt es sich um die letzten 6 Ziffern der MAC-ID. Sobald man sich mit dem Einrichtungs-WLAN verbunden hat, geht man zurück in die App und diese sucht automatisch nach verfügbaren WLAN-Netzwerken in der Nähe. Nun das eigene WLAN aussuchen und dessen Passwort eingeben, schon ist die Einrichtung fast erledigt. Die Ring Floodlight Cam verbindet sich nun mit eurem WLAN-Netz und lädt die aktuellste Firmware herunter. Die Einrichtung ist wirklich sehr einfach und ist in ca. 5-7 Minuten erledigt. Zudem wird einem diese Schritt für Schritt in der App und zudem per kurzen Videos gezeigt.

(Einrichtung & Konfiguration: 4 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Das Herzstück der Ring Floodlight Cam ist der Kamera-Sensor, welcher eine Full HD (1080p) Auflösung bietet. Was für eine Überwachungskamera absolut ausreichend ist. Des Weiteren verfügt die Cam über zwei LED-Lichter welche sich links und rechts neben der Kamera befinden. Diese werden zudem mit dem Bewegungsmelder wie bei einer herkömmlichen Kamera eingeschaltet. 

Für eine Überwachungskamera ist auch der Blickwinkel nicht unwichtig, denn ein größeres Weitwinkel, ermöglich es, dass man so viel wie möglich des zu überwachenden Bereichs mit der Kamera überwacht. Der Blickwinkel der Ring Floodlight Cam beträgt 140 Grad und ist somit für eine Überwachungskamera perfekt geeignet. Dank dem Kugelgelenk ist in der Theorie ein Blickwinkel bzw. besserer gesagt ein Einstellwinkel von 270° möglich, aber auf der Aufnahme wenn die Kamera eingestellt wurde können auf dem Bild maximal 140° angezeigt werden.

Neben der Full-HD Kamera verfügt die Ring Floodlight Cam auch über einen automatischen Nachtsicht-Modus. Zudem sind Bewegungssensoren, ein Lautsprecher und ein Mikrofon ebenfalls mit an Bord. Die Bewegungssensoren sind in mehreren Zonen einstellbar, so kann man z. B. verhindern, dass man ständig durch eine Katze die durch den Sensor erkannt wird, eine Push Benachrichtigung erhält. Des Weitern kann man dessen Empfindlichkeit verändern, sodass die Kamera nur bei Personen oder bei Personen und Tieren usw. eine Meldung ans Smartphone sendet. 

Nun zu der Funktion der Ring Floodlight Cam. Erkennt die Kamera eine Person, erhält man innerhalb weniger Sekunden eine Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone. Hier kann man dann sehen, was die Kamera entdeckt hat und falls gewünscht, kann man direkt eine Live-Videoübertragung starten. Da die Floodlight Cam wie auch die Ring Doorbell 2 zudem über ein 2-Wege Audio-System verfügt, können sowohl Sprachansagen durch den verbauten Lautsprecher ausgegeben werden und dem Mikrofon empfangen werden. Daher kann man die Person vor Kamera nicht nur Live sehen, sondern auch mit dieser kommunizieren.

(Funktionsumfang: 5 von 5 Punkten)

Software

‎Ring - Always Home
Preis: Kostenlos
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Einstellungen an der Floodlight Cam erfolgen ausschließlich über die App. Diese ist relativ einfach aufgebaut und daher auch leicht zu bedienen. Beim Öffnen der App befindet man sich direkt im Dashboard, hier werden einem direkt die registrierten Geräte und sämtliche Ereignisse (Bewegungen vor der Ring Floodlight Cam oder anderen Ring Geräten) angezeigt. 

Durch das Symbol mit den drei Strichen oben links erscheint eine Menü-Übersicht. Durch tippen auf den Menüpunkt „Devices“ gelangt man in die Übersicht der bereits eingerichteten Geräte, so werden bei mir die Video Doorbell 2, der Chime Pro und die Floodlight Cam angezeigt. Wählt man nun die Überwachungskamera aus, kommt man in deren Untermenü. Hier kann man per Schieberegler oben rechts die Lampen und/oder die Bewegungsalarme aktiveren. Zudem kann man hier den Gerätestatus einsehen und direkt die Beleuchtungseinstellungen inkl. Bewegungszonen und die Bewegungseinstellungen einstellen. Der Bewegungsmelder für die Lampen reagiert im 270° Blickwinkel und kann in der Reichweite in der App eingestellt werden. Man kann hier auch direkt festlegen, in welchen 3 Zonen dieser reagieren soll und zudem bestimmen an welchen Tagen/Uhrzeiten er aktiviert sein soll. Zudem kann man bestimmen, wie lange das Licht nach aktiveren noch angeschaltet sein soll (zwischen 30 sek. bis 15 Minuten). 

Des Weiteren können wir auch die Bewegungseintellungen bestimmen. So kann man eine bestimmte Motion Zone (Bewegungszone) festlegen, in deren Reichweite einen die Kamera auf Bewegungen hinweist. Zudem kann auch hier festgelegt werden an welchen Tagen und Uhrzeiten diese aktiviert sein soll.

Beim dritten Menüpunkt handelt es sich um History, hier werden einem ebenfalls die letzten Ereignisse welche die Ring Geräte registriert haben angezeigt. Der vierte Menüpunkt befasst sich mit den Einstellungen, hier könnt ihr eure Adresse, sowie die E-Mail Adresse ändern. Der nächste Menüpunkt „ Add a Device“ dient dazu, weitere Ring Geräte einzurichten. Anschließend könnt ihr unten noch eure Accountdaten ändern, zur „Hilfe“ gelangen oder euch ausloggen.

Die Übertragung des Live-Bildes ist nur minimal zeitversetzt. Dies hängt natürlich auch von der Internetgeschwindigkeit ab. Greift man z. B. von unterwegs aus auf die Ring Floodlight Cam zu, dauert es etwas länger bis das Live-Bild erscheint. Aber dennoch geht diese Zeit meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung.

Die Möglichkeit, über den verbauten Lautsprecher mit der Person davor zu kommunizieren ist eine feine Sache, da diese durch das verbaute Mikrofon sogar mit einem reden kann. Des Weiteren kann man bei der Live-Ansicht das Licht aktiveren um den eventuellen Einbrecher abzuschrecken und kann im ernsten Fall sogar einen 110dB lauten Alarm aktiveren. Zudem kann ich die Push-Benachrichtigungsinformationen loben, diese arbeiten sehr schnell. Sobald die Kamera eine Bewegung erkennt, oder jemand an der Tür geklingelt hat, erhält man eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone. Etwas negativ ist, dass die App nicht 100% übersetzt wurde. Oftmals sind die Texte in englischer und deutscher Sprache vermischt.

(Software: 4 von 5 Punkten)

Bild-/Videoqualität

Die Bildqualität der Ring Floodlight Cam kann dank Full-HD Auflösung (1080p) positiv überraschen. Zudem ist die Kamera-Linse mit einem 140° Weitwinkel ausgestattet, damit erkennt man problemlos alles was vor der Kamera passiert. 

Die Floodlight Cam besitzt wie bereits erwähnt einen Bewegungssensor, dieser kann in der Empfindlichkeit in mehreren Zonen bzw. Reichweite eingestellt werden. Solltet ihr aktiviert haben, dass die App euch Push-Benachrichtigungen sendet, sobald diese Bewegungen registriert hat, kann es sein, dass ihr die Empfindlichkeit verringern müsst. Anfangs kann es nämlich vorkommen, dass selbst eine vorbei streunende Katze vom Bewegungsmelder erkannt wird. 

Da Einbrecher in der Regel oft nachts unterwegs sind, ist eine Nachtsicht bei einer Outdoor-Überwachungskamera sehr wichtig. Dies besitzt die Ring Floodlight Cam daher auch. Die verbauten IR-LEDs sorgen dafür, dass man auch bei Dunkelheit relativ viel auf dem Live-Video erkennt. Damit kann sich die Floodlight Cam jeder Lichtsituation anpassen und man sieht eigentlich immer alles, was vor der Haustür geschieht. Falls die Ausleuchten jedoch zu schwach sein sollte, verfügt die Kamera über zwei sehr helle LED-Scheinwerfer die wirklich einen einem großen Radius alles vor der Kamera ausleuchten. Hat man jedoch aktuell eine Live-Verbindung gestartet und schaltet nun im Außenbereich das Licht an, dann dauert es einige Sekunden, bis die Kamera nach dem Anschalten der LED-Lichter wieder auf den normalen Modus umschaltet, denn sonst würde man mit der Nachtsicht nichts erkennen. Die beiden LED-Lichter sorgen dafür, dass man selbst bei völliger Dunkelheit alles vor der Kamera in Farbe aufnehmen kann.

Die Bildqualität ist bei Tageslicht vollkommen in Ordnung. Die Schärfe kann überzeugen und auch die Weitsicht ist ideal. Man kann selbst ins Bild zoomen und erkennt mit natürlich etwas Verlust an Qualität alles noch relativ gut. Bei Nacht schaltet die Kamera automatisch auf den Nachtsicht-Modus. Dabei werden die IR-Scheinwerfer welche über der Kamera-Linse sind genutzt. Diese haben jedoch keine sehr hohe Reichweite, sodass man maximal bis zu einer Reichweite von 8 – 10 Metern alles noch gut erkennt. Alles was weiter entfernt ist, ist etwas verschwommen und deutlich dunkler ausgeleuchtet. Doch das ist kein Problem, denn dafür hat Ring wie bereits erwähnt die zwei extrem helle LED-Scheinwerfer verbaut.

(Bild-/ Videoqualität: 4,5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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