Zum Hauptinhalt springen

Yamaha MusicCast 20

Seite 2 von 3

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecheranzahl1x 9cm Tieftöner, 1x 3cm Hochtöner, sowie zwei Passive Membran
Gesamtausgangsleistung40 Watt
MaterialKunststoff
AnschlüsseLAN, WLAN 802.11a/b/g/n 2.4 GHz und 5 GHz, Bluetooth 4.2
Maße/Gewicht186 x 150 x 130 mm (BxHxT)/ 2,2 kg
WiedergabeformateMP3 / WMA / MPEG-4 AAC: up to 48 kHz / 16-bit,
ALAC: up to 96 kHz / 24-bit, FLAC / WAV / AIFF: up to 192 kHz / 24-bit
LieferumfangYamaha MusicCast 20
Netzkabel
div. Anleitungen
Technische Daten des Yamaha MusicCast 20

Einrichtung & Installation

Die Einrichtung des Yamaha MusicCast 20 erfolgt über die von Yamaha kostenlos zur Verfügung gestellte App Namens MusicCast. Diese ist sowohl für iOS, als auch Android im jeweiligen AppStore erhältlich.

MusicCast Controller
Preis: Kostenlos
MusicCast Controller
Preis: Kostenlos

Bevor oder während man den Download der App startet, kann man natürlich bereits den Yamaha MusicCast 20 Lautsprecher mit dem im Lieferumfang beiliegenden Stromkabel verbinden und in eine Steckdose am gewünschten Ort einstecken. Nach dem Start der App muss man ein paar Berechtigungen zustimmen. Zumindest wurde ich an meinem iPhone auf den Zugriff meiner Apple Music-Daten und den Standort gefragt. Diese Zustimmungen kann man natürlich auch beide ablehnen, doch dann muss man damit rechnen, dass einige Funktionen eventuell eingeschränkt sind.

Ist dies alles soweit erledigt, dann wird man dazu aufgefordert, den MusicCast 20 an der Oberseite auf dem Ein-/Ausschaltknopf einschalten. Anschließend auf in der App auf „Weiter“ klicken und wie dort beschrieben die Power-Taste für ca. 5 Sekunden berühren, damit die App den Lautsprecher finden kann. Hat die App den Lautsprecher gefunden, muss man anschließend in die WLAN-Einstellung am Smartphone gehen. Hier sucht man nun nach dem Gerät mit der Bezeichnung „MusicCastSetup“ und gibt das zuvor in der App angegeben Passwort (123456778) ein. Ist dies soweit getan, geht man zurück zu MusicCast-App, wählt hier das eigene WLAN-Netz aus und gibt das zugehörige Passwort ein, sodass die App den MusicCast 20 in euer heimisches WiFi-Netz einbinden kann. 

Nun wählt man nur noch einen Orts- (Raum) und Gerätenamen, sowie ein passendes Bild aus. Dazu stellt Yamaha zahlreiche kostenlose Bilder zur Verfügung, doch wer möchte, kann hier auch selbst ein Bild machen, wo der MusicCast 20 an seinem aufgestellten Ort steht. Die Auswahl der geforderten Punkte wie Ort, Name usw. dient lediglich zu Hilfe, den richtigen Lautsprecher zu wählen, wenn man mehrer MusicCast Geräte nutz. Nach dieser Auswahl ist die Einrichtung fertig abgeschlossen und der Yamaha MusicCast 20 einsatzbereit. Ratsam ist es nun, direkt in die Einstellungen des Lautsprechers zu gehen und das aktuelle Firmware-Update zu laden. Über dies benachrichtig aber auch ein Pop-up Fenster, sobald die Firmware im Hintergrund automatisch geladen wurde. 

(Einrichtung & Installation: 4 von 5 Punkten)

Bedienung & Funktion

Der Yamaha MusicCast 20 kann entweder direkt am Lautsprecher, oder deutlich bequemer und umfangreicher über die MusicCast-App gesteuert bzw. bedient werden.

Über die Touch-Oberfläche am Lautsprecher kann unter anderem die Musik gesteuert werden. Dazu zählen die üblichen Funktionen, wie z. B. Musik pausieren, Lautstärke erhöhen bzw. absenken. Zudem kann aber auch zwischen den drei Favoriten (z. B. Radiosender) gewechselt werden. Diese müssen jedoch zuvor in der App festgelegt werden. Daher ist in den meisten Fällen wie bereits erwähnt, die App die deutlich bequemere Art der Bedienung.

Die App ist meiner Meinung nach gut strukturiert und weitestgehend selbsterklärend aufgebaut. Klar kommt es hier sicherlich anfangs vor, dass man nicht alles direkt findet. Aber dies ist dann dem Funktionsumfang zu Schulden, denn der MusicCast 20 wurde mit zahlreichen nützlichen Funktionen ausgestattet.

Dank den vielen verfügbaren Anschluss- und Musikquellen, hat man hier bei den MusicCast-Geräten eine große Auswahl an verschiedenen Quellen. Sodass hier eigentlich jeder die Möglichkeit hat, seine alltägliche Musikplattform, die er bisher genutzt hat, auch auf dem MusicCast 20 zu nutzen. Ohne z. B. den Lautsprecher zu bedienen oder in die App zu gehen, kann man diesem z. B. die Apple Music Playlist vom iPhone via AirPlay2 zuspielen. Somit wird dieser direkt am iPhone als verfügbares AirPlay-Gerät angezeigt. Ebenso einfach kann man aber auch Spotify Connect nutzen.

In der App wiederum kann man sich aus der Liste der zahlreichen Musikdienste genau diesen aussuchen, welchen man bisher immer genutzt hat. Dazu meldet man sich bei der Auswahl des jeweiligen Dienstes einfach mit den Benutzerdaten an und hat anschließend den vollen Zugriff auf die Lieblingsmusik usw. Zu den verfügbaren Diensten zählen unter anderem: TIDAL, qubuz, SiriusXm, Napster, pandora, Amazon Music usw.

Die meiste Art wie ich persönlich Musik über den MusicCast 20 wiedergegeben habe, war zu etwas 75 % via Apple Music und zu 25 % über Net Radio. Letzteres könnte man mit TuneIn vergleichen, da hier zahlreiche Radiosender über das Internet zur Verfügung stehen. Man findet hier sowohl Lokale als auch jegliche andere Art von Radiosender. Ich persönlich hab mir hier meine Lieblingssender direkt auf die Favoritenliste gesetzt. Hier kann man insgesamt 40 Quellen bzw. Sender hinterlegen und diese dann schneller finden und mit der Wiedergabe starten. Die ersten drei an dieser Liste sind dabei besonders wichtig, denn diese können hier zudem auch direkt über die Touch-Oberfläche am MusicCast 20 ausgewählt werden. Daher sollte man sich hier beim Bestimmen direkt Gedanken machen, welche man am meisten hört.

Das hinzufügen von euren Lieblingssender gestaltet sich als sehr einfach. Dazu den gewünschten Sender auswählen und im Wiedergabemenü auf die drei Punkte im 2/3 unten rechts drücken. Hier kann man dann „zu Favoriten hinzufügen“ wählen und den gewünschten Platz unter den 40 freien Speicherplätzen auswählen.  

Sofern man möchte, kann man an dem hinteren LAN-Port des Yamaha MusicCast 20 auch eine Netzwerkfestplatte anschließen. Dadurch kann man direkt die darauf gespeicherte Musik wiedergeben und zudem auch ganz einfach auf die anderen MusicCast Geräte übertragen. Ansonsten bietet Yamaha hier keine weiteren Möglichkeiten einer kabelgebundenen Musikübertragung. Denn der USB-Port an der Rückseite dient z. B. nicht wie beim Teufel One S zur Musikübertragung via USB-Stick usw., sondern lediglich für den Yamaha-Service. Dafür wiederum ist nicht nur ein häufig zum Einsatz kommender Bluetooth-Empfänger verbaut, sondern auch noch gleich ein Sender. Daher kann man nämlich gegenüber vielen anderen Konkurrenzprodukten die MusicCast Lautsprecher mit einem separaten Kopfhörer oder sogar einem anderen Bluetooth-Fähigen Lautsprecher koppeln. 

Yamaha bietet bei dem MusicCast 20 eine große Anzahl an möglichen Wiedergabe-Formaten. So stehen neben den unkomprimierten Audiodateien wie z. B. WAV, FLAC und AIFF für ein Hi-Res-Audio-Streaming mit bis zu 192 kHz und 24 Bit auch die komprimierten Audioformate MP3, AAC und WMA mit bis zu 48 kHz und 16 Bit zur Verfügung.

Der Vorteil solcher Multiroom-Lautsprecher ist, dass diese zusammen mit mehren Lautsprechern zu einem Stereopaar, aber auch als vollwertige Surround-Anlage für den Fernseher miteinander gekoppelt werden könne. Natürlich kann man auch in jedem Raum verschiedene Musikgenres laufen lassen, hier sind einem keine Grenzen gesetzt. 

(Bedienung & Funktion: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir nun zu einem, wenn nicht sogar der wichtigste Punkt eines Lautsprechers, dem Klang.

Die maximale Ausgangsleistung gibt Yamaha mit 40 Watt an. Dafür kommt ein 9 cm großer Tieftöner und ein 3 cm soft Dome Tweeter (Hochtöner) zum Einsatz. Des Weitern gibt es wie bei vielen anderen Lautsprechern in dieser kompakten Größe noch zwei weitere Elemente, damit meine ich die zwei verbauten passive Membrane. Diese werde wie der Name schon sagt nicht aktiv, also via Stromversorgung angetrieben, sondern durch die anderen Treiber bzw. insbesondere dem Tieftöner. Passiv Membrane fungieren ähnlich wie eine Bassreflexröhre, nur das Letzteres nicht immer verbauten werden kann aufgrund der Gehäusegröße usw. 

So genug Theorie, kommen wir nun wie versprochen zur Klangbeschreibung. Der Klang des Yamaha MusicCast 20 kann zwar per Equalizer in der App individuell den eigenen Vorlieben angepasst werden. Doch ich gehe im Test eigentlich immer von der Klangabstimmung aus, wie der Lautsprecher ausgeliefert wird.  

Fangen wir mit den Tiefen bzw. dem Bass an. Dieser ist dank des 9 cm Tieftöner ausgesprochen druckvoll und wird auch bei hohen Pegeln sauber und konturiert wiedergegeben. Insgesamt gefällt mir die klangliche Abstimmung des MusicCast 20 sehr gut, denn er ist sehr pegelfest, sodass keinerlei Töne selbst bei höherer Lautstärke dazu neige, zu verzerren. Die Mitten profitieren von den zusätzlichen Passiven Membrane, denn diese unterstützen die etwas weniger hochauflösenden Höhen. Trotzt der etwas schwachen Auflösung der Höhen, sind diese dennoch detailreich und nur minimal weniger Präsent als die Mitten.

Ich habe mit dem Yamaha MusicCast 20 verschiedene Musikgenres durchgehört, denn oft ist es so, dass nicht jeder Lautsprecher in allen Genres gleich gut überzeugen kann. Dies ist beim Yamaha MusicCast 20 nicht der Fall, dieser kann klanglich immer mit einer präzisen und dynamischen Wiedergabe überzeugen, ohne das dabei z. B. wie üblich oftmals die Mitten verzerren.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Wie bereits erwähnt, ist die App sehr umfangreich. Daher ist diese vielleicht für den ein oder anderen zu Beginn etwas unübersichtlich. Einige Funktionen verstecken sich hier nämlich in Untermenüs, doch glaubt mir, nach einigen Tagen findet man hier alles und zudem braucht man in den Einstellungen nicht jederzeit etwas verändern. Die Grundeinrichtung usw. ist meiner Meinung nach nämlich nicht wirklich umständlicher, als bei Teufel oder Sonos. 

Startet man die App, befindet man sich direkt auf der Übersichtsseite. Auf dieser werden einem alle eigenen MusicCast Geräte mit dem selbst vergeben Namen und dem gewählten Bild dargestellt. Hier kann man zudem direkt von der App aus die einzelnen Lautsprecher Ein- und Ausschalten. Klickt man auf die Abbildung de jeweilige Lautsprecher wie z. B. bei mir auf den MusicCast 20, dann gelangt man in das „My Music“ Menü. Hier kann man auf die zahlreichen Musikdienste und Eingangsquellen wie Bluetooth, Server usw. zugreifen. 

Zurück im Hauptmenü kann man über das „Link-Symbol“ links oben bestimmen, welche Geräte miteinander gekoppelt werden. Sofern man mehrer Yamaha MusicCast Geräte sein eigenen nennen darf. Über das Zahnrad rechts gelangt man in das allgemeine Einstellungsmenü. Hier kann man entweder neue Geräte hinzufügen oder auf die Raumeinstellungen des jeweiligen Gerätes zugreifen. Ebenso kann man jedoch auch auf die Music/Cast, Surround / Stereo-Funktion zugreifen, durch die man beim besitzt von z. B. zwei MusicCast 20 Geräten diese zu einem Stereopaar zusammenfügen kann usw. In den App-Einstellungen wiederum, kann man einige Veränderungen in der App-Ansicht vornehmen wie z. B. die Systemfarbe von schwarz auf weiß ändern, oder bestimmen, dass man die Lautstärke direkt über die Lautstärketasten am iPhone regeln kann. Denn diese Funktion ist von Werk aus deaktiviert.

  Betrachten wir nun das Untermenü des MusicCast 20 an. Hier kann man die üblichen Einstellungen vornehmen wie z. B. den Raumnamen oder das Raumfoto ändern. Direkt darunter wird einem mitgeteilt, dass die Firmware aktuell ist. Sollte dies nicht der Fall sein, dann wird hier „neue Firmware ist verfügbar“ angezeigt, zudem erhält man aber auch per Push-Benachrichtigung eine Info, sollte es der Fall sein, dass es ein neues Update für den jeweiligen Lautsprecher gibt. Im weiteren Verlauf in diesem Untermenü kann man dann noch auf die Accounteinstellungen zugreifen, bei denen man sich unter anderem bei den Streaming-Diensten wie z. B. Deezer oder Spotify anmelden kann. Als besondere Funktion kann man beim Yamaha MusicCast 20 auch einen Wecker programmieren. Dafür kann wie bei herkömmlichen Weckern bestimmen, wann und wie regelmäßig der Wecker klingeln soll. Doch als Besonderheit kann man sich direkt mit seiner Lieblingsmusik vom jeweiligen Streaming-Dienst oder auch direkt vom jeweiligen Radiosender der eigenen Vorlieben aus dem Schlaf wecken lassen. So viel zu den wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten des Yamaha MusicCast 20. Es gibt zwar noch einiges mehr, doch dies alles zu erklären, wäre einfach viel zu umfangreich.

(App: 4 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

Ähnliche Testberichte
Praktischer Ständer für den neuen, smarten Lautsprecher SONOS One.
Google Chromecast mit Google TV 4K: einfache Einrichtung, tolle Bedienoberfläche zu einem fairen Preis.
Neato D10: Das Flaggschiff des Herstellers, welcher für die D-Form seiner Saugroboter bekannt ist.
JBL LIVE 660NC: gutes Klangbild, fairer Preis und technisch auf den aktuellen Stand als würdiger Nachfolger.
ZACO W450: der aktuell fortschrittlichste Wischroboter auf dem Markt.
JBL Quantum 600: JBL`s erstes Gaming-Headset, welches im Test gut abgeschnitten hat.