Nikon 1 J5

Das Unternehmen Nikon wurde 1917 gegründet und ist ein japanischer Hersteller von Fotoapparaten und Objektiven.
Seit 2011 gibt es die Nikon 1 Serie, eine kompakte spiegellose Systemkamera.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung ist sehr schlicht gehalten. Die Kamera wird recht klein präsentiert und nur das nötigste an Informationen wurde aufgedruckt. Die Nikon J5 und das Objektiv sind in Luftpolster-Folie eingepackt. Das mitgelieferte Zubehör in einfachen Plastikfolien. Trennwände aus Karton dienen zur weiteren Sicherheit, um das Verrutschen und Kontakt zu anderen Teilen zu vermeiden. So können keine Kratzer bei Transport oder auch unsanftem Auspacken entstehen. (Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

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Mit dem klassischen, ergonomischen Design kommt die Nikon J5 kompakt daher und hat enorme Fortschritte gegenüber den Vorgängern gemacht. Die Nikon J5 ist neben dem von mir getesteten schwarzen Modell ebenfalls als silbernes Modell oder in weißer Farbe zu haben. Die Tiefe des Kameragriffes könnte größer ausfallen, dann würde die Kamera besser und fester in der Hand liegen. Was ich schade finde ist, dass die Verankerungen für die Schulterriemen so weit herausragen, so geht das stylische Aussehen doch etwas verloren. Beim Fotografieren kommt es mit der Hand immer zur Berührung mit der Verankerung auf der rechten Seite. Das kann hin und wieder sehr ärgerlich sein. (Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Nikon - Seite
Nikon - Vorne

Tadellos – an der Verarbeitung gibt es kaum etwas zu bemängeln. Hier wird zwar auf viel Kunststoff gesetzt, das hat aber den positiven Effekt, dass das Gewicht des ohnehin schon kleinen und leichten Gerätes noch geringer gehalten werden kann. So kommt die J5 betriebsbereit gerade mal auf 350 Gramm. Das geringe Gewicht wirkt sich keineswegs negativ auf die Stabilität aus, die Kamera ist wertig. Das schwenkbare Display lässt sich sehr gut verstellen und hat auch einen guten Halt bei einer festen Positionierung. Leider kann das Display nicht nach innen eingeklappt werden. So wird es auf die Dauer schwierig, das Display gegen Kratzer zu schützen.
Auch das Kit-Objektiv Nikkor 1 10-30mm 1:3.5-5,6 VR macht einen soliden Eindruck und ist schnörkellos verarbeitet. (Verarbeitung: 3 von 5 Punkten)


PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Bedienung

Auf der Oberseite wird die Nikon J5 mittels eines Hebels ein- und ausgeschaltet. In der Mitte befindet sich der Auslöser für das Fotografieren. Ebenfalls befinden sich 2 Daumenräder, die für viele Einstellungsmöglichkeiten verantwortlich sind. Die Video-Aufnahmetaste befindet sich in der Mitte des rechten Daumenrads. Im manuellen Modus kann mit dem rechten Daumenrad die Belichtungsstärke eingestellt werden. Auf der Rückseite befindet sich eine 4-Wege-Wippe. Die äußere Seite des Rings ist ebenfalls ein Daumenrad, dieses dient für das Einstellen der Blende im manuellen Modus. Weiteres befinden sich die wichtigsten Tasten auf der Rückseite. Die FN-Taste wurde an der Front, auf der rechte Seite positioniert. Ich als Rechtshänder habe Schwierigkeiten, die Kamera mit der rechten Hand zu halten und gleichzeitig die FN-Taste zu betätigen. Daher wäre es von meiner Sicht aus sinnvoller gewesen, die Taste auf der linken Seite anzubringen. Die FN-Taste kann zudem individuell belegt werden. Die Vorbelegung mit der ISO ist aber meiner Ansicht nach eine sinnvolle Auswahl. Die anderen Tasten wurden durchdacht positioniert und sind gut bedienbar. Um an den Lithium-Ionen-Akku zu gelangen, brauchen Sie nur die Klappe an der unteren Seite zu öffnen – das Speicherkartenfach befindet sich ebenfalls hier, nimmt aber leider nur Micro-SD-Karten auf. (Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Technik

Nikon - Vorne
Nikon - Oben

Ein wichtiger Punkt, der jeden Fotografen erfreuen wird, ist der reaktionsschnelle 3-Zoll Touchscreen. Mit einer Auflösung von 1.04 Millionen Bildpunkten macht das Display viel Freunde. Für Über-Kopf-Aufnahmen lässt sich der Touchscreen über 80 Grad nach unten klappen, aber auch um 180 Grad nach oben. So lassen sich relativ einfach tolle Selfies schießen. Besonders hilfreich ist der Touchscreen bei der manuellen Fokussierung. Mit einem Fingertipp erfolgt eine punktgenaune Fokussierung und mit einem weiteren Fingertipp wird auch der Auslöser betätigt. Ein Fokus Peaking gibt es leider nicht. Der Autofokus arbeitet mit 171 Messpunkte inklusive 105 Phasensensoren. Bei Tageslicht schafft Nikon die Scharfstellung innerhalb von 0.2 Sekunden. Bei Dämmerlicht hingegen wird fast das Dreifache an Zeit benötigt. Für ultraschnelle Schnappschüsse wohl dennoch etwas zu langsam. Die WiFi und NFC Funktion macht das Teilen und Übertragen von Bildern an einen PC, Smartphone oder ähnlichem, kinderleicht. Mit einem entsprechenden App ist auch ein Fernlösen über Smartphone oder Tablet möglich. Ein integrierter Blitz ist eingeklappt bündig mit dem Gehäuse. Im Automatik-Modus wird dieser automatisch ausgeklappt, kann aber auch manuell über eine Taste an der linken Gehäuseseite aktiviert werden. Einen Anschluss für einen externen Blitz bietet die Nikon 1 J5 leider nicht. (Technik: 4 von 5 Punkten)

Bild

Mit dem mit 20 Megapixel auflösenden BSI-CMOS-Sensor erreicht die Kamera eine gute Bildqualität In Kombination mit einer relativ hohen Auflösung. Für die Bildverarbeitung ist ein Expeed-5A Bildprozessor verantwortlich. Die ISO-Empfindlichkeit der Kamera liegt zwischen 160 -12.800, wobei man hier erwähnen sollte, dass bis ISO 800 das Rauschen im grünen Bereich ist. Ab ISO 1600 gibt es starkes Rauschen und deutliche Verluste an Bilddetails. Die Kantenschärfe ist mit maximal 1.645 Linienpaaren pro Bildhöhe durchaus akzeptabel. Die Belichtungsdauer ist von 30 Sekunden bis zu 1/16.000 Sekunde einstellbar. Durch den elektronischen Verschluss kann die Aufnahme dabei völlig lautlos erfolgen. 20 Serienbilder schafft die Nikon und stellt sie dabei scharf und ohne Autofokus stemmt die J5 bis zu 60 Bilder pro Sekunde. Jedoch wird hier der Pufferspeicher relativ schnell befüllt und die Geschwindigkeit wird stark beeinträchtigt. Hier besteht die Möglichkeit, die Aufnahmerate zu minimieren. Mit einer Schärfenachverfolgung sind immer noch sehr gute 20 Bilder pro Sekunde drin. Eine besondere Funktion ist noch der Best-Moment-Modus, der die besten Aufnahmen selbstständig heraussucht. (Bild: 4 von 5 Punkten)

Video

Die 4k Auflösung klingt sehr interessant, allerdings sind nur 15 Bilder pro Sekunde möglich. Bei schnellen Schwenks des Kameras verwackeln die Videos sehr schnell. Ich würde hier den FULL-HD Modus empfehlen. Denn bei einer Auflösung von 1920×1080 Pixel schafft die J5 60 Bilder pro Sekunde – und der Autofokus stellt auch im Videomodus überraschend schnell und scharf.
Sehr interessant fand ich die Zeitlupenvideos, hier schafft die J5 bei einer Auflösung von 1280×720 tatsächlich satte 120 Bildern pro Sekunde. Bei einer Auflösung von 400×144 Pixel im 8:3 Breitbildformat sind es gar 1200 Bilder pro Sekunde. (Video: 5 von 5 Punkten)


PUNKT 3

bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Online Beschreibung

Die technischen Daten entsprechen der Realität. Auch wirbt Nikon das die Systemkamera J5 schneller als gleichwertige DSLR-Kameras ist. Im Vergleich mit einer in die Jahre gekommenen Nikon D5200, kann diese Aussage definitiv so unterschrieben werden.

Preis / Leistung

Ist ein UVP von 499€ für das Bundle der Nikon 1 J5 mit dem Kit-Objektiv 1 Nikkor 10-30mm 1:3.5-5,6 VR gerechtfertigt? Für Foto-Anfänger ist diese Systemkamera definitiv eine Überlegung wert. Erfahrenere Benutzer sehen sich sicher nach Alternativen um. Auch wenn die J5 einige nette elektronische Features bietet und eine enorme Geschwindigkeit aufweist, ist der Preis meiner Meinung nach doch etwas hoch angesetzt.


Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

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